[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft das oberbegrifflich Beanspruchte und bezieht sich
somit auf Taststifte für Koordinatenmessmaschinen.
[0002] Koordinatenmessmaschinen werden verwendet, um die Geometrie von Gegenständen genau
zu erfassen. Dafür besitzt die Koordinatenmessmaschine einen Arm, an dem ein Taststift
befestigt wird und der dann mit diesem Taststift zum Werkstück bewegt wird, um bei
Kontakt zum Werkstück ein kontaktindikatives Signal zu erzeugen. Die geometrischen
Abmessungen können dabei bestimmt werden, indem zugleich erfasst wird, wo sich der
Arm bei Erzeugung des kontaktindikativen Signals befindet.
[0003] Dies kann z.B. durch eine Kalibrierung geschehen, indem zunächst ein bekannter Körper
mit dem Taststift am Arm abgetastet wird bzw. damit bekannte Positionen angefahren
werden und danach mit derselben Anordnung das Werkstück abgetastet wird. Genaue Messungen
erfordern bei diesem Vorgehen, dass zwischen der Kalibrierung und der eigentlichen
Messung des Werkstückes keine Veränderungen am Arm oder dem Tastmittel auftreten.
[0004] Solche Veränderungen können beispielsweise schon durch Temperaturschwankungen hervorgerufen
sein, etwa, weil sich die Materialien des Testmittels durch Erwärmung ausdehnen. Um
derartige Effekte zu vermeiden, werden bereits Tastmittel verwendet, die eine sehr
niedrige Wärmedehnung besitzen; genauso treten Probleme auf, wenn sich das Tastmittel
durch die Antastung des Werkstückes allmählich verändert, etwa weil es in kontinuierlicher
Berührung ("scannend") über das Werkstück bewegt wird und damit am vorderen Ende Abrieb
unterliegt oder Material von dem Werkstück abreibt; beides verändert einleuchtenderweise
die Geometrie des Tastmittels und verfälscht so Messungen. Um diesen Effekt zu verringern,
werden die Tastmittel an ihrem die Werkstücke berührenden Vorderende mit Tastspitzen
versehen, die oft aus Rubin, Diamant oder anderen, besonders harten Materialien bestehen;
auch diese Tastspitzenmaterialien erlauben eine hochpräzise Bearbeitung. Diese Tastspitzen
werden in verschiedener Geometrie gefertigt, z. B. als Kugeln, Zylinder oder dergleichen,
und fest auf einem - typisch armseitig mit Befestigungsgewinde versehenen - Schaft
angebracht, mit welchem sie gewechselt werden können.
[0005] Die Messgenauigkeit ist aber nicht nur verringert, wenn der Taststift einem allmählichen
Verschleiß unterliegt; auch eine eingetretene mechanische Beeinträchtigung der Tastmittel-Integrität
wirkt sich negativ aus. Daher ist die Verbindung der verschiedenen Teile des Tastmittels
von erheblicher Bedeutung für die Messung.
[0006] Für die Verbindung von Tastmittelteilen werden unterschiedliche Techniken eingesetzt.
So werden der Gewindeadapter und der Schaft oftmals geklebt, gelötet oder geschrumpft;
die Tastspitze und der Schaft werden dagegen in der Regel geklebt oder gelötet. Diese
Stelle ist für mechanische Beschädigungen besonders anfällig. Ein Taststift für Koordinatenmessgeräte,
bei welchem eine biegesteife Verbindung durch Spezial-Lot hergestellt werden kann,
ist aus der
DE 100 40 756 A1 bekannt.
[0007] Im Stand der Technik bekannt ist es daher, zur Klebung einer Voll-Kugel an die Stirnseite
eines zylinderförmigen Schafts eine zur Kugelform komplementäre Hohlkalotte oder eine
kegelförmige Senkung in die Schaftstirn einzubringen (vgl. Fig.4), was den Vorteil
bietet, dass die hochpräzise Kugel nicht bearbeitet werden muss; aufgrund der sehr
kleinen Klebefläche sind die Klebekräfte aber gering.
[0008] Daher werden im Stand der Technik Kugeln auch dergestalt geklebt, dass in die Kugel
eine zylinderförmige Bohrung eingebracht und am Schaft ein zylinderförmiger Zapfen
vorgesehen wird, der einen geringfügig kleineren Durchmesser als die Kugelbohrung
aufweist, so dass die Kugel mittels Kleber auf den Zapfen aufgeklebt werden kann (vgl.
Fig. 5). Verwiesen wird insbesondere auf die
EP 1024341 A1. Ein zylinderförmiger Zapfen an der Kugel eines Taststiftes ist auch bekannt aus
der
JP 200292114 A. Aus der
US 2003/0084584 A1 ist eine Taststiftkugel bekannt, die eine Bohrung für den Schaft besitzt. Als Kugelmaterial
sollte dabei Siliziumnitrid verwendet werden.
[0009] Ein Messtaster mit einer kugelförmigen Tastspitze aus hartem Material und einem Schaft
aus Aluminiumoxydkeramik ist im Übrigen aus der
CH 644 688 bekannt.
[0010] Weil dann, wenn wie beschrieben, im Stand der Technik in die Kugel eine zylinderförmige
Bohrung eingebracht und am Schaft ein zylinderförmiger Zapfen vorgesehen wird, die
Oberfläche des Zapfens um ein Vielfaches größer ist als die benetzte Fläche der Kugelkalotte,
werden höhere Haftkräfte erreicht.
[0011] Allerdings besteht ein Problem bei der Zapfenverbindung dahingehend, dass zwar die
Klebefläche vergrößert und damit die Klebung verbessert ist, dass aber dann, wenn
durch eine Beschädigung der Klebeverbindung eine Verkantung eintritt, Messungen fehlerbehaftet
sind. So dreht sich womöglich die Kugel auf dem Schaft und erzeugt durch dieses Spiel
ungewollte Abweichungen in den Messergebnissen. Daher sind, trotz eines vergleichsweise
hohen Aufwandes bei der Einbringung der zylindrischen Bohrung in die Kugeln aus hartem
Keramikwerkstoff oder dergleichen, die damit erzielbaren Resultate letztlich verbesserungswürdig.
[0012] Die Lösung dieser Aufgabe wird in unabhängiger Form beansprucht; bevorzugte Ausführungsformen
finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
[0013] Die vorliegende Erfindung schlägt somit gemäß Anspruch 1 ein Tastmittel für Koordinatenmessmaschinen
mit einer eine Ausnehmung aufweisenden Tastspitze und einem mit einem Ansatz in die
Ausnehmung eindringenden Schaft vor, bei welchem weiter vorgesehen ist, dass sich
die Ausnehmung zum Tastspitzinneren hin verjüngt und der Schaft eine dazu komplementäre
Ausbildung aufweist.
[0014] Ein Grundgedanke der Erfindung besteht darin, dass die Verjüngung einerseits eine
große Klebefläche und somit hohe Haftkräfte ermöglicht, andererseits aber verhindert,
dass die Tastspitze nach Beschädigung der Verklebung verkantet; vielmehr wird die
Tastspitze sich bei einer Beschädigung der Verklebung ohne weiteres vom Schaft lösen.
Dies wiederum ist hochgradig vorteilhaft, weil dies einerseits sofort visuell auffällt
und weil andererseits, sofern Messungen ohne visuelle Kontrolle teilautomatisch oder
vollautomatisch durchgeführt werden, durch die fehlende Tastspitze gegenüber der Messgenauigkeit
extrem große Messfehler auftreten, so dass aufgrund der Überschreitung typischer Fertigungstoleranzen
ein sofortiges automatisches Identifizieren des Defektes möglich und verhindert wird,
dass mit einer beschädigten Messanordnung verfälschte Werte unerkannt aufgenommen
werden.
[0015] Es ist vorteilhaft, wenn bei dem Tastmittel der Öffnungswinkel der Verjüngung größer
als 5° ist, bevorzugt größer 15°. Dieser Öffnungswinkel ist typisch ausreichend, um
bei einer Beschädigung der Klebung ein Abfallen der Tastspitze vom Schaft zu gewährleisten.
Zugleich gewährleistet er eine gute Herstellbarkeit, z. B. durch Laserabtragung.
[0016] Es ist auch vorteilhaft, wenn bei dem Tastmittel die Verjüngung kegel- oder pyramidenförmig
ist. Durch die kegel- oder pyramidenförmige Gestalt ist die Montage erleichtert. Zudem
ist bei pyramiden- bzw. pyramidenstumpfförmiger Ausführung die Verbindung auch so
formschlüssig, dass die Stabilität der Verbindung gegen Beschädigung erhöht ist und
die Messgenauigkeit mit unbeschädigter Anordnung zu verbessern hilft.
[0017] Es ist möglich und vorteilhaft, wenn die Verjüngung im Tastspitzeninneren stumpf
endet. Auf diese Weise ist die Verarbeitung vereinfacht, ohne die mit der Erfindung
erzielbaren Vorteile wesentlich zu beeinträchtigen.
[0018] Es sei im Übrigen darauf hingewiesen, dass die Eintiefung bzw. Ausnehmung im Tastspitzenkörper
insofern geringfügig größer sein kann als die entsprechende Komplementärformung, als
der Dicke einer Klebstoffschicht (typisch nach Aushärtung) oder dergleichen Rechnung
getragen wird.
[0019] Es ist weiter vorteilhaft, wenn bei dem Tastmittel die Ausnehmung als Pyramidenstumpf
mit 4 bis 8 Facetten gebildet ist. Diese Zahl Facetten erlaubt eine einfache Fertigung
und gewährleistet zugleich einen besonders guten Formschluss.
[0020] Es ist auch vorteilhaft, wenn bei dem Tastmittel der Ansatz des Schaftes in die sich
verjüngende Ausnehmung der Tastspitze geklebt ist. Dass andere Verbindungsmöglichkeiten
wie Löten oder dergleichen bestehen, sei aber erwähnt.
[0021] Gemäß Anspruch 7 wird Schutz weiter beansprucht für ein Verfahren zur Herstellung
eines erfindungsgemäßen Tastmittels für Koordinatenmessmaschinen, bei welchem die
Ausnehmung durch Laserablation erzeugt wird. Die Laserablation ist dank der erfindungsgemäßen
Formgebung der Ausnehmung ohne weiteres anwendbar, ohne dass es einer Drehung des
Tastspitzenkörpers um die Achse des Zylinders bei Abtragen zwingend bedarf. Vielmehr
kann die Ausnehmung bei feststehendem Werkstück eingebracht werden. Sowohl der am
Schaft vorgesehene Zapfen wie auch die diesem komplementäre Negativform in der Tastspitze,
die typisch als Kugel gebildet sein wird, sind daher mittels Laserabtragen schnell
und wirtschaftlich herstellbar.
[0022] Es ist vorteilhaft, wenn mit dem Verfahren ein Öffnungswinkel der Verjüngung erzeugt
wird, der größer als der Konvergenzwinkel des zur Ablation verwendeten fokussierten
Laserstrahls ist.
[0023] Es sei aber erwähnt, dass die Ausnehmung und/oder der komplementäre Ansatz auch unter
Verwendung alternativer und/oder zusätzlicher Verfahren eingebracht werden. Beispielhaft
genannt seien mechanische Verfahren, elektroerosive Verfahren, Ätzverfahren, Elektro-
und/oder Ionenstrahl-Abtragen.
[0024] Die Erfindung wird im Folgenden nur beispielhaft anhand der Zeichnungen beschrieben.
In dieser ist gezeigt durch
- Fig. 1a
- ein Schnitt durch ein Tastmittel der vorliegenden Erfindung mit passgenauer Fertigung
von Ansatz am Schaft und Ausnehmung in der Tastspitze;
- Fig. 1b
- ein Schnitt durch ein Tastmittel der vorliegenden Erfindung mit geringfügig zu kurzem
Ansatz am Schaft;
- Fig. 2a
- der Tastspitzenkörper für ein erfindungsgemäßes Tastmittel von Fig. 1 im Schnitt und
in perspektivischer Darstellung für eine Ausführungsform der Erfindung mit pyramidenstumpf-förmiger
Ausnehmung;
- Fig. 2b
- ein Schaft für die Ausführungsform der Erfindung von Fig. 2a;
- Fig. 3a
- ein Tastspitzenkörper für ein erfindungsgemäßes Tastmittel im Schnitt und in perspektivischer
Darstellung für eine Ausführungsform der Erfindung mit kegelstumpf-förmiger Ausnehmung;
- Fig. 3b
- ein Schaft für die Ausführungsform der Erfindung von Fig. 3a;
- Fig. 4
- ein Schnitt durch ein Tastmittel nach dem Stand der Technik;
- Fig. 5
- ein Schnitt durch ein Tastmittel nach dem Stand der Technik.
[0025] Nach Fig. 1 ist bei einem allgemein mit 1 bezeichneten Tastmittel 1 für Koordinatenmessmaschinen
(nicht dargestellt) mit einer eine Ausnehmung 2 aufweisenden Tastspitze 3 und einem
mit einem Ansatz 4 in die Ausnehmung 2 eindringenden Schaft 5 vorgesehen, dass sich
die Ausnehmung 2 zum Tastspitzinneren 3a hin verjüngt und der Schaft 5 eine dazu komplementäre
Ausbildung des Ansatzes 4 aufweist.
[0026] Das Tastmittel 1 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Taststift mit einem
geraden Schaft 5 und einer kugelförmigen Spitze 3 gebildet. Es kann sowohl für scannende
wie auch für antastende Messungen verwendet werden. Die Übergangsanordnung vom Tastmittelschaft
5 zur Koordinatenmessmaschine (nicht dargestellt) ist nicht gezeigt und kann ohne
weiteres in per se bekannter Weise gebildet sein.
[0027] Die Ausnehmung 2 ist vorliegend wie bevorzugt weniger tief als der Radius des Tastspitzenkörpers
3. So ist die mechanische Integrität des Tastspitzenkörpers 3 durch die Ausnehmung
allenfalls wenig beeinträchtigt. Der Öffnungswinkel der Ausnehmung 2, der Übersichtlichkeit
halber in Fig. 1b eingezeichnet als Winkel ALPHA, ist vorliegend so groß, das es bei
Beschädigung der Verklebung zu einem Lösen des Tastspitzenkörpers vom Schaft kommt.
Der Winkel beträgt dabei z. B. um etwa 10°.
[0028] Die Tastspitze 3 ist vorliegend aus Rubin (d.h. im wesentlichen monokristallinem
Aluminiumoxid) als hartem Material gebildet; andere für Tastspitzenkörper übliche
Materialien sind aber ebenfalls verwendbar; genannt seien ohne beschränkenden Ausschluss
weiterer Materialien als bevorzugt insbesondere gesintertes Aluminiumoxid, Hartmetall,
Saphir, Siliziumnitrid, Zirkonoxid und Diamant. Die Tastspitze 3 ist als hochpräzise
geformte Kugel dargestellt, es sind aber einleuchtenderweise ohne Abweichung von der
Erfindung auch andere Tastspitzenkörpergeometrien wie u. a. Kugelscheiben, Kegel,
Zylinder einsetzbar.
[0029] Der Schaft 5 ist im vorliegenden Beispiel aus Hartmetall gebildet. Andere Schaftmaterialien,
wie sie etwa im Stand der Technik gebräuchlich sind, sind jedoch ohne weiteres einsetzbar;
explizit genannt seien zumindest Edelstahl, kohlefaserverstärkte Kunststoffe sowie
Keramik.
[0030] Die Ausnehmung 2 ist im Beispiel von Fig. 1a, vgl. hierzu die Darstellungen von Fig.
2a und b, als pyramidenstumpfförmige Ausnehmung gebildet mit hier sechs Facetten und
Stirnfläche durch Laserablation gebildet. Am Schaft 5 ist eine komplementäre Gegenform
vorgesehen, die von einem Vollmaterialrundstück aus dem Schaftmaterial ebenfalls durch
Laserablation hergestellt ist.
[0031] Fig. 1 zeigt nun, dass, wie bevorzugt, Ausnehmung 2 im Tastspitzenkörper 3 und Ansatz
4 am Schaft 5 einander komplementär sind und so zusammenpassen, dass der Tastspitzenkörper
nur am Ansatz 4 mit dem Schaft 5 in Berührung kommt, nicht jedoch mit der den Ansatz
4 am Schaft 5 umgebenden Schulter 6. Auf diese Weise kann eventuell im Übermaß eingebrachter
Klebstoff bei Zusammenfügung besser aus der Ausnehmung 2 ausgedrängt werden und überdies
ist eine Sichtkontrolle des Übergangbereiches verbessert. Fig. 1b veranschaulicht
aber, dass auch bei geringfügig kürzerem Ansatz 4 am Schaft 5 noch eine einwandfreie
Verbindung erhalten werden kann.
[0032] Die Anordnung wird hergestellt und verwendet folgt:
[0033] Zunächst werden ein Tastspitzenrohling und ein Schaftrohling bereitgestellt. In diese
wird eine Ausnehmung 2 mit einem fokussierten Laserstrahl eingebracht bzw. ein Ansatz
daran erstellt. Der Laserstrahl konvergiert auf den Fokus mit einem Winkel kleiner
als 10°. Dann wird der Schaft durch Laserablation zur Bildung eines der Ausnehmung
2 komplementären Ansatzes bearbeitet.
[0034] Dass die Ausnehmung 2 und der komplementäre Ansatz alternativ und/oder zusätzlich
auch mit anderen Verfahren eingebracht werden könnten, z. B. mit mechanischen Verfahren,
elektroerosiven Verfahren, Ätzverfahren, Elektro- oder Ionenstrahlabtragen, sei erwähnt.
[0035] Danach werden Schaft und Tastspitzenkörper miteinander unter Verwendung geeigneter
Klebstoffe verklebt.
[0036] Nach Montage der Anordnung an einer Koordinatenmessmaschine und Kalibration können
antastende oder scannende Messungen durchgeführt werden. Dabei ist durch die Pyramidenstumpfform
von Ansatz und Ausnehmung eine erhöhte Stabilität der Verklebung und damit hohe Maßhaltigkeit
gewährleistet.
[0037] Wenn dabei die Klebung durch Stöße oder dergleichen beeinträchtigt wird, wird sich
der Tastspitzenkörper ohne Verkanten vom Schaft lösen, so dass der Defekt unmittelbar
erkennbar ist.
[0038] Während Fig. 2 eine Ausnehmung 2 im Tastspitzkörper 3 und einen komplementären Ansatz
am Schaft 5 zeigt, die pyramidenstumpfförmig ist, wird durch Fig. 3 eine alternative
Ausführung gezeigt, bei welcher die Ausnehmung als Negativform für einen Kegelstumpf
gebildet ist (was vorliegend als "kegelstumpfförmige Ausnehmung" verstanden wird,
wie aus dem Vorstehenden ersichtlich). Diese Anordnung bietet aufgrund des bei Schnitt
durch die Achse kreisrunden Querschnitts des Kegelstumpfs nicht den Vorteil eines
zusätzlichen Formschlusses.
1. Tastmittel (1) für Koordinatenmessmaschinen mit
einer
eine Ausnehmung (2) aufweisenden
Tastspitze (3)
und
einem
mit einem Ansatz (4)
in die Ausnehmung (2) eindringenden
Schaft (5)
dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Ausnehmung (2) zum Tastspitzinneren (3a) hin verjüngt und
der Ansatz (4) des Schaftes (5) eine dazu komplementäre Ausbildung aufweist.
2. Tastmittel (1) für Koordinatenmessmaschinen nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungswinkel der Verjüngung größer als 5° ist, bevorzugt größer 15°.
3. Tastmittel (1) für Koordinatenmessmaschinen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, das die Verjüngung kegel- oder pyramidenförmig ist.
4. Tastmittel (1) für Koordinatenmessmaschinen nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Verjüngung im Tastspitzeninneren (3a) stumpf endet.
5. Tastmittel (1) für Koordinatenmessmaschinen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (2) als Pyramidenstumpf mit 4 bis 8 Facetten gebildet ist.
6. Tastmittel (1) für Koordinatenmessmaschinen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (4) des Schaftes (5) in die sich verjüngende Ausnehmung (2) der Tastspitze
geklebt ist.
7. Verfahren zur Herstellung eines Tastmittels (1) für Koordinatenmessmaschinen nach
einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (2) durch Laserablation erzeugt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Öffnungswinkel der Verjüngung hergestellt wird, der größer als der Öffnungswinkel
des zur Ablation verwendeten fokussierten Laserstrahls ist.
1. A probing means (1) for coordinate measuring machines comprising
a probe tip (3)
having a recess (2) and
a shaft (5)
penetrating into the recess (2)
with a shoulder (4),
characterized in that
the recess (2) tapers towards the interior of the probe tip (3a) and
the shoulder (4) of the shaft (5) has a construction which is complementary thereto.
2. The probing means (1) for coordinate measuring machines according to the preceding
claim, characterized in that the opening angle of the taper is larger than 5°, preferably larger than 15°.
3. The probing means (1) for coordinate measuring machines according to any one of the
preceding claims, characterized in that the taper is cone-shaped or pyramidal.
4. The probing means (1) for coordinate measuring machines according to the preceding
claim, characterized in that the taper ends in a blunted manner in the interior of the probe tip (3a).
5. The probing means (1) for coordinate measuring machines according to any one of the
preceding claims, characterized in that the recess (2) is formed as a truncated pyramid with 4 to 8 facets.
6. The probing means (1) for coordinate measuring machines according to any one of the
preceding claims, characterized in that the shoulder (4) of the shaft (5) is bonded to the tapering recess (2) of the probe
tip.
7. A method for manufacturing a probing means (1) for coordinate measuring machines according
to any one of the preceding claims, characterized in that the recess (2) is made by laser ablation.
8. The method according to claim 7, characterized in that an opening angle of the taper is made which is larger than the opening angle of the
focused laser beam used for ablation.
1. Moyen de palpage (1) pour des machines de mesure de coordonnées, avec une pointe de
palpage (3) comportant un évidement (2) et une tige (5) pénétrant dans l'évidement
(2) par un épaulement (4), caractérisé en ce que l'évidement (2) s'amincit vers l'intérieur (3a) de la pointe de palpage et en ce que l'épaulement (4) de la tige (5) a une forme complémentaire à celui-ci.
2. Moyen de palpage (1) pour des machines de mesure de coordonnées selon la revendication
précédente, caractérisé en ce que l'angle d'ouverture de l'amincissement est supérieur à 5°, préférentiellement supérieur
à 15°.
3. Moyen de palpage (1) pour des machines de mesure de coordonnées selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'amincissement a une forme conique ou pyramidale.
4. Moyen de palpage (1) pour des machines de mesure de coordonnées selon la revendication
précédente, caractérisé en ce que l'amincissement a une extrémité émoussée à l'intérieur (3a) de la pointe de palpage.
5. Moyen de palpage (1) pour des machines de mesure de coordonnées selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'évidement (2) est formé comme tronc de pyramide avec 4 à 8 faces.
6. Moyen de palpage (1) pour des machines de mesure de coordonnées selon l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que l'épaulement (4) de la tige (5) est collé dans l'évidement (2) aminci de la pointe
de palpage.
7. Procédé de fabrication d'un moyen de palpage (1) pour des machines de mesure de coordonnées
selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'évidement (2) est réalisé par ablation laser.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un angle d'ouverture de l'amincissement est réalisé, lequel est supérieur à l'angle
d'ouverture du faisceau laser focalisé utilisé pour l'ablation.