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EP 2 818 611 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.10.2016 Patentblatt 2016/40 |
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Anmeldetag: 24.06.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schließzylinder mit einer Sicherheitseinrichtung
Locking cylinder with a safety device
Cylindre de fermeture avec un dispositif de sécurité
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
25.06.2013 AT 5222013
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.12.2014 Patentblatt 2015/01 |
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Patentinhaber: Evva Sicherheitstechnologie GmbH |
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1120 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- Neumayer, Harald
A-1220 Wien (AT)
- Huber, Johann
A-3452 Atzenbrugg (AT)
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Vertreter: Keschmann, Marc |
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Haffner und Keschmann
Patentanwälte GmbH
Schottengasse 3a 1014 Wien 1014 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 030 011 EP-A2- 1 757 757
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EP-A1- 1 705 321 WO-A1-2007/095652
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schließzylinder mit einem Schließzylindergehäuse,
einem Verriegelungsglied und einer Sicherheitseinrichtung wobei der Schließzylinder
von einer Handhabe, insbesondere Knauf betätigbar ist, welche im Ruhezustand frei
drehbar und im Öffnungs- bzw. Schließzustand mit dem Verriegelungsglied des Schließzylinders
kuppelbar ist, wobei die Sicherheitseinrichtung eine Blockiereinrichtung umfasst,
welche ab einer definierten Anzahl von Umdrehungen der Handhabe in der Zeiteinheit
die weitere Drehbewegung der Handhabe blockiert.
[0002] Konventionelle Schlösser können mittels eines Schlüssels betätigt werden, wobei durch
Verdrehen eines Schlüssels in einem Schloss eine entsprechende Verriegelungsnase verdreht
wird, welche einen Riegel in eine Schließposition verschiebt oder aus einer Schließposition
in eine Offenposition zurückzieht. Bei elektronischen Sicherheitssystemen treten anstelle
des Schlüssels eine Erkennungslogik und ein elektronischer Schlüssel in Form von Karten
oder anderen Identifikationsmedien. Nach einem Lesen des elektronischen Schlüssels,
was dem mechanischen Abtasten eines konventionellen Schlüssels entspricht, wird die
Drehbewegung einer Handhabe, wie z.B. eines Knaufes oder Griffes über eine entsprechende
Kupplung mit einem weiteren drehbar gelagerten Teil drehfest gekuppelt, welcher in
der Folge den Riegel betätigt. In diesem Zusammenhang sind elektronische Sicherheitssysteme
bekannt geworden, welche als Doppelknaufzylinder ausgebildet sind, wobei an einer
Seite der zu öffnenden Tür Elemente einer Erkennungslogik, und insbesondere Antennen
oder dgl., angeordnet sind, wohingegen die Kupplung der Drehbewegung dieses außen
liegenden drehbaren Teils nach Erkennen des korrekten Schlüssels über eine Elektronik
zumeist auf elektrischem Weg durch Einkuppeln eines Kuppelglieds vorgenommen wird.
Bei derartigen Einrichtungen ist ohne eine derartige Kupplung die außen liegende Handhabe
frei drehbar. Diese frei drehbare Handhabe ist über eine Welle mit der gegenüberliegenden
Seite der Türe oder des Fensters verbunden, an welcher die Kupplung mit dem Betätigungsglied
des Schlosses vorgenommen wird. Die Welle wird hierbei mit relativ geringem Spiel
durch den Schließzylinder hindurchgeführt, wobei die freie Drehbarkeit bei gleichzeitig
relativ geringem Spiel ohne die Gefahr eines Klemmens und ohne die Gefahr einer unbeabsichtigten
Kupplung gewährleistet sein muss. Eine mögliche Ausbildung ist beispielsweise der
DE 19851308 A1 zu entnehmen, bei welcher der Schließzylinder beidseitig mit Drehknäufen versehen
ist, von denen der türinnenseitige Drehknauf eine Zutrittskontrollelektronik aufweist.
In Abhängigkeit von der Identifikation eines Identmediums wird eine Zutrittsberechtigung
festgestellt, wobei eine Kupplung elektromagnetisch derart betätigt wird, dass vom
türaußenseitigen Drehknauf aus ein Schließbart bewegt werden kann.
[0003] Bedingt durch die geringen Toleranzen bei der Fertigung derartiger Sicherheitseinrichtungen
hat sich aber nun gezeigt, dass eine mögliche missbräuchliche Manipulation dadurch
geschaffen wird, dass an die frei drehbare Handhabe ein entsprechendes Antriebsaggregat,
beispielsweise ein elektrischer Motor oder Federwerksmotor, angeschlossen wird, welches
die Handhabe in rasche Rotation versetzt. Bei einer derartigen raschen Rotation wird
eine entsprechende Reibungswärme im Inneren des Schlosses generiert, welche bei Ausdehnung
der üblicherweise frei durchdrehenden Welle zu einem Verreiben oder aber einem unbeabsichtigten
Kuppeln einer Außenwelle mit einer Innenwelle führen kann, sodass auf diese Weise
trotz fehlender elektronischer Freigabe der Kupplung auf mechanischem Weg eine durch
thermische Ausdehnung oder Verreiben erzielte Kupplung zwischen der üblicherweise
frei drehbaren Handhabe und dem Sperrbart entsteht, wodurch das Schloss betätigt werden
kann. Eine derartige Fehlbedienung bzw. Sabotagebedienung setzt allerdings voraus,
dass die frei drehbare Handhabe über eine Mindestzeit auf eine entsprechende Mindestdrehzahl
gebracht werden kann, welche zu einer thermischen Ausdehnung bzw. zum Verreiben führen
kann.
[0004] Um eine derartige Sabotage- bzw. Fehlbedienung auszuschließen und gleichzeitig zu
gewährleisten, dass die frei drehbare Handhabe nur mit einer relativ geringen Drehgeschwindigkeit
frei drehbar bleibt und in anderen Fällen einem Verreiben oder Verklemmen entgegenwirkt,
ist in der
WO 2007/095652 A1 bereits eine Sicherheitseinrichtung der eingangs genannten Art vorgeschlagen worden,
bei der mit der Handhabe wenigstens ein radial geführt verlagerbares Fliehgewicht
gekuppelt ist, welches ab einer definierten Anzahl von Umdrehungen der Handhabe in
einer Zeiteinheit mit einem ortsfesten Teil des Schlosses in Eingriff gelangt und
die weitere Drehbewegung blockiert. Durch die Fliehkraftsperre wird gewährleistet,
dass bei zu hoher Drehzahl der frei drehbaren Handhabe unmittelbar eine Blockade erfolgt.
Bei einer Sicherheitsvorrichtung des in der
WO 2007/095652 A1 beschriebenen Typs kann die korrekte Funktionsweise jedoch insbesondere in jenen
Fällen nicht mit Sicherheit garantiert werden, in denen auf die Handhabe ein besonders
hohes Drehmoment aufgebracht wird. Es besteht hierbei nämlich die Gefahr, dass die
auf Grund der Fliehkraft verlagerbaren Elemente mechanisch überlastet und in weiterer
Folge zerstört werden.
[0005] Die Erfindung zielt daher darauf ab, einen Schließzylinder mit einer Sicherheitseinrichtung
der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass die Funktionsfähigkeit
auch bei sehr hohen Umdrehungsgeschwindigkeiten und bei hohen Drehmomenten, die auf
die Handhabe aufgebracht werden, gewährleistet ist. Die Sicherheitseinrichtung soll
weitestgehend unabhängig von den von außen auf das Schloss einwirkenden Kräften funktionieren.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung bei einem Schließzylinder mit einer
Sicherheitseinrichtung der eingangs genannten Art vor, dass die Blockiereinrichtung
ein Blockierglied aufweist, das in einer sich in Umfangsrichtung erstreckenden Nut
eines stationären Teils des Schließzylinders aufgenommen ist und in der Nut zwischen
einer die Drehbarkeit der Handhabe zulassenden Freigabeposition und einer die Drehbarkeit
der Handhabe blockierenden Blockierposition beweglich geführt ist, wobei das Blockierglied
in der Blockierposition radial aus der Nut hervorragt und mit einem Anschlag eines
mit der Handhabe mitrotierenden Gegenglieds zusammenwirkt.
[0007] Dadurch, dass das Blockierglied im stationären Teils des Schließzylinders aufgenommen
ist, ist das Blockierglied zumindest in der Freigabeposition mechanisch von der Handhabe
bzw. dem mit der Handhabe mitdrehenden Bauteil entkoppelt, sodass von außen auf die
Handhabe und die mit der Handhabe ggf. verbundene Welle einwirkende Kräfte nicht auf
den für die Blockierung verantwortlichen Teil, nämlich auf das Blockierglied der Blockiereinrichtung
übertragen werden können. Eine Manipulation oder Beschädigung durch Gewalteinwirkung
wird somit erschwert. Das Blockierglied ist insbesondere in der Freigabeposition somit
baulich von der Handhabe oder dem mit der Handhabe drehfest verbundenen Gegenglied
getrennt und dreht sich insbesondere nicht mit der Handhabe mit. Erst in der Blockierposition
wirkt das Blockierglied mit der Handhabe oder einem mit der Handhabe drehfest gekoppelten
Teil zusammen, um die weitere Drehbewegung zu blockieren.
[0008] Die mechanische Entkopplung der Drehbewegung der Handhabe von dem Blockierglied wird
bevorzugt dadurch erreicht, dass die Verlagerung des Blockierglieds von der Freigabeposition
in die Blockierposition durch berührungslose oder indirekte Kopplung mit der Drehbewegung
der Handhabe erfolgt. Die berührungslose oder indirekte Kopplung erfolgt bevorzugt
dadurch, dass die Drehbewegung der Handhabe oder des mit der Handhabe drehgekoppelten
Gegenglieds eine Strömung in einem Medium erzeugt, wie z.B. eine Luftströmung, welche
das Blockierglied antreibt bzw. mitschleppt.
[0009] Die Blockierung der Drehbewegung der Handhabe erfolgt erfindungsgemäß derart, dass
das Blockierglied in der Blockierposition in eine radial aus der Nut hervorragende
Stellung gelangt, in der es mit einem Anschlag eines mit der Handhabe mitrotierenden
Gegenglieds zusammenwirkt. Dies kann konstruktiv besonders vorteilhaft dadurch realisiert
werden, dass das Blockierglied aus der Freigabeposition radial einwärts in die Blockierposition
verlagerbar ist. Das Blockierglied kann in der Blockierposition bevorzugt in eine
Ausnehmung oder Nut des Gegenglieds eintauchen, wobei die in Drehrichtung nacheilende
Begrenzungsfläche der Nut den Anschlag für das Blockierglied bildet.
[0010] In konstruktiv besonders einfacher Weise ist das Gegenglied als mit der Handhabe
mitdrehende Welle oder Hülse ausgebildet. Der stationäre Teil ist bevorzugt von einem
Schließzylindergehäuse gebildet, in dem das Gegenglied drehbar gelagert ist.
[0011] Um das Blockierglied in der Ruheposition der Handhabe selbständig in der Freigabeposition
zu halten oder dorthin zu bringen, ist bevorzugt vorgesehen, dass das Blockierglied
in der Freigabeposition an der tiefsten Stelle der Nut angeordnet ist, welche bevorzugt
in einer vertikalen Längsmittelebene des Schließzylinders liegt. Auf Grund der Schwerkraft
ist sichergestellt, dass das Blockierglied an der genannten tiefsten Stelle zu liegen
kommt, wenn keine anderen Kräfte auf das Blockierglied einwirken.
[0012] Um eine korrekte Funktionsweise der Blockiereinrichtung sowohl bei rechtsdrehender
Handhabe als auch bei linksdrehender Handhabe sicherzustellen, ist bevorzugt vorgesehen,
dass sich die Nut von der tiefsten Stelle ausgehend in zwei entgegengesetzte Richtungen
erstreckt, wobei die Tiefe der Nut sich mit zunehmender Entfernung von der tiefsten
Stelle jeweils kontinuierlich verringert. Die sich kontinuierlich verringernde Tiefe
der Nut schafft eine Zwangsführung des Blockierglieds derart, dass dieses bei fortschreitender
seitlicher Auslenkung radial nach innen verlagert wird, bis es die Blockierposition
erreicht, in der es mit dem Anschlag des Gegenglieds im Sinne eines Blockierens der
Drehbewegung zusammenwirkt.
[0013] Der indirekte Antrieb des Blockierglieds mittels eines strömenden Fluids wird in
besonders bevorzugter Weise dadurch realisiert, dass die Nut gemeinsam mit dem Außenumfang
des mitdrehenden Gegenglieds einen Kanal bildet, in dem das Blockierglied durch die
durch die Rotation des Gegenglieds entstehende Strömung, insbesondere Luftzug, in
Drehrichtung mitgeschleppt wird.
[0014] Mit Vorteil ist das Blockierglied von einer Kugel gebildet.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. In dieser zeigen Fig.1 eine schematische Gesamtansicht
eines erfindungsgemäßen Schließzylinders in teilzerlegtem Zustand und die Fig.2 bis
5 vereinfachte Querschnittsansichten entlang der Linie II-II der Fig. 1 mit dem Blockierglied
in verschiedenen Positionen.
[0016] In Fig.1 ist mit 1 ein Knauf bezeichnet, welcher frei drehbar über ein als Hohlwelle
ausgebildetes Gegenglied 2 und eine Kupplungswelle 3 mit einer in einem weiteren Knauf
4 untergebrachten elektromechanischen Kupplungsscheibe verbunden ist. Die Kupplungsscheibe
selbst kann in beliebiger Weise ausgebildet sein und beispielsweise magnetisch oder
mechanisch mit einem entsprechenden Bauteil, beispielsweise dem Knauf 4, gekuppelt
werden. Die Betätigungswelle ist mit 5 bezeichnet und wird von einer Gleithülse 6
durchsetzt. Weiters ist eine Sperrnase 7 für die Betätigung des Schlossriegels vorgesehen,
wobei diese Sperrnase 7 in axialer Richtung durch entsprechende Sprengringe 8 justiert
gehalten ist und drehfest mit der Betätigungswelle 5 verbunden ist, welche selbst
wieder drehfest mit dem innen liegenden Knauf 4 bzw. nach erfolgter Kupplung drehfest
mit der Kupplungswelle 3 verbunden ist.
[0017] Ohne eine entsprechende Kupplung der Betätigungswelle 5 mit dem Knauf 1 kann das
Gegenglied 2 und die damit verbundene Kupplungswelle 3 frei verdreht werden. Im Bereich
des Gegenglieds 2 und der Kupplungswelle 3 ist nun eine nicht näher dargestellte Blockiereinrichtung
angeordnet, welche bei einem raschen Verdrehen des Knaufs 1 um die Rotationsachse
10 die weitere Drehbewegung des Knaufs 1 blockiert.
[0018] Die oben erwähnte Blockiereinrichtung ist in den Schnittansichten gemäß den Figuren
2 bis 5 näher ersichtlich. Dabei ist das stationäre Schließzylindergehäuse mit 9 bezeichnet,
in welchem die mit dem Knauf 1 drehfest verbundenen Gegenglied 2 drehbar gelagert
ist. Die Blockiereinrichtung weist ein als Kugel ausgebildetes Blockierglied 11 auf,
das in einer in dem Gehäuse 9 ausgebildeten Nut 12 aufgenommen ist. Die Nut 12 weist
in der Längsmittelebene 14 den tiefsten Punkt auf, sodass das Blockierglied 11 im
Ruhezustand des Knaufs 1 bzw. der Welle 2 in der in Fig. 2 dargestellten Position
liegt. Die Tiefe der Nut 12 ist im Bereich der Längsmittelebene 14 so gewählt, dass
das Blockierglied 11 nicht aus der Nut 12 hervorragt und daher nicht mit dem rotierenden
Gegenglied 2 in Berührung kommt, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Die Nut 12 ist
sichelartig ausgebildet und weist im Bereich der Längsmittelebene 14 die größte Tiefe
auf, wobei sich die Nuttiefe von der Längsmittelebene 14 ausgehend in beide Richtungen
kontinuierlich verringert.
[0019] Wenn das Gegenglied 2 mit hoher Drehgeschwindigkeit gedreht wird, beispielsweise
dadurch, dass am Knauf 1 eine Bohrmaschine angesetzt wird, entsteht in der Nut 12
eine Luftströmung, welche das Blockierglied 11 in Drehrichtung des Gegenglieds 2 mitnimmt,
wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. Aufgrund der sich verjüngenden Tiefe der Nut 12
tritt das Blockierglied 11 aus der Nut 12 heraus (Fig. 4), sodass sie mit der drehenden
Welle 2 kollidiert. Das Gegenglied 2 weist an ihrem Außenumfang ebenfalls eine Nut
13 auf, welche in derselben Querschnittsebene liegt wie die Nut 12. Sobald das Blockierglied
11 aus der Nut 12 hervortritt, wird es von der Endfläche 15 der Nut 13 in Drehrichtung
mitgenommen. Sobald das Blockierglied 11 bis zum Anschlag 16 der Nut 12 mitgenommen
wurde, ergibt sich die in Fig. 5 dargestellte Blockierposition, in der das Blockierglied
zwischen den Anschlägen 15 und 16 eingeklemmt wird und dadurch die weitere Drehbewegung
des Gegenglieds 2 blockiert.
[0020] Sobald das Gegenglied 2, ausgehend von der in Fig. 5 dargestellten Blockierposition,
wieder zurückgedreht wird, gelangt das Blockierglied 11 aufgrund der Schwerkraft selbsttätig
in die Fig. 2 dargestellte Position, sodass die Blockiereinrichtung wieder einsatzbereit
ist. Es ist somit ersichtlich, dass die Blockiereinrichtung ohne gesonderte Rückstellelemente,
wie z.B. Federelemente oder dergleichen, auskommt, sodass die Einsatzfähigkeit über
eine überaus lange Zeit gegeben ist.
1. Schließzylinder mit einem Schließzylindergehäuse (9), einem Verriegelungsglied und
einer Sicherheitseinrichtung, wobei der Schließzylinder von einer Handhabe (1), insbesondere
Knauf betätigbar ist, welche im Ruhezustand frei drehbar und im Öffnungsbzw. Schließzustand
mit dem Verriegelungsglied des Schließzylinders kuppelbar ist, wobei die Sicherheitseinrichtung
eine Blockiereinrichtung umfasst, welche ab einer definierten Anzahl von Umdrehungen
der Handhabe (1) in der Zeiteinheit die weitere Drehbewegung der Handhabe (1) blockiert,
dadurch gekennzeichnet, dass die Blockiereinrichtung ein Blockierglied (11) aufweist, das in einer sich in Umtangsrichtung
erstreckenden Nut (12) eines stationären Teils des Schließzylinders aufgenommen ist
und in der Nut (12) zwischen einer die Drehbarkeit der Handhabe (1) zulassenden Freigabeposition
und einer die Drehbarkeit der Handhabe (1) blockierenden Blockierposition beweglich
geführt ist, wobei das Blockierglied (11) in der Blockierposition radial aus der Nut
(12) hervorragt und mit einem Anschlag (15) eines mit der Handhabe (1) mitrotierenden
Gegenglieds (2) zusammenwirkt.
2. Schließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierglied (11) aus der Freigabeposition radial einwärts in die Blockierposition
verlagerbar ist.
3. Schließzylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnen, dass das Blockierglied
(11) in der Blockierposition in eine Ausnehmung oder Nut (13) des Gegenglieds (2)
eintaucht.
4. Schließzylinder nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenglied (2) als mit der Handhabe (1) mitdrehende Welle ausgebildet ist.
5. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der stationäre Teil 1 von einem Schließzylindergehäuse (9) gebildet ist, in dem das
Gegenglied (2) drehbar gelagert ist.
6. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierglied (11) in der Freigabeposition an der tiefsten Stelle der Nut (12)
angeordnet ist, welche bevorzugt in einer vertikalen Längsmittelebene (14) des Schließzylinders
liegt.
7. Schließzylinder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Nut (12) von der tiefsten Stelle ausgehend in zwei entgegengesetzte Richtungen
erstreckt, wobei die Tiefe der Nut (12) sich mit zunehmender Entfernung von der tiefsten
Stelle jeweils kontinuierlich verringert.
8. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (12) gemeinsam mit dem Außenumfang des mitdrehenden Gegenglieds (2) einen
Kanal bildet, in dem das Blockierglied (11) durch die durch die Rotation des Gegenglieds
(2) entstehende Strömung in Drehrichtung mitgeschleppt wird.
9. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierglied (11) von einer Kugel gebildet ist.
1. A locking cylinder with a locking cylinder housing (9), a locking member and a safety
device, wherein the locking cylinder can be actuated by a handle (1), in particular
a knob, which in the inactive state is freely rotatable and in the opening / closing
state can be coupled to the locking member of the locking cylinder, wherein the safety
device comprises a blocking device, which as from a defined number of rotations of
the handle (1) in the time unit blocks further rotary movement of the handle (1),
characterised in that the blocking device comprises a blocking member (11), which is received in a groove
(12) extending in circumferential direction of a stationary part of the locking cylinder,
and is movably guided in the groove (12) between a release position allowing the handle
(1) to rotate and a blocking position preventing the handle (1) from rotating, wherein
in the blocking position the blocking member (11) radially protrudes from the groove
(12) and interacts with a stop (15) of a counter member (2) which rotates together
with the handle (1).
2. The locking cylinder according to claim 1, characterised in that the blocking member (11) can be shifted radially inwards from the release position
into the blocking position.
3. The locking cylinder according to claim 1 or 2, characterised in that the blocking member (11) in the blocking position dips into a recess or groove (13)
of the counter member (2).
4. The locking cylinder according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the counter member (2) is configured as a shaft rotating together with the handle
(1).
5. The locking cylinder according to one of claims 1 to 4, characterised in that the stationary part is formed by a locking cylinder housing (9), in which the counter
member (2) is rotatably mounted.
6. The locking cylinder according to one of claims 1 to 5, characterised in that the blocking member (11), in the release position, is disposed at the deepest point
of the groove (12), which preferably lies in a vertical longitudinal centre plane
(14) of the locking cylinder.
7. The locking cylinder according to claim 6, characterised in that the groove (12) extends, starting from the deepest point, in two opposing directions,
wherein the depth of the groove (12) respectively continuously narrows as the distance
from the deepest point increases.
8. The locking cylinder according to one of claims 1 to 7, characterised in that the groove (12) forms a channel together with the external circumference of the co-rotating
counter member (2), in which the blocking member (11) is dragged along in direction
of rotation due to the current created by the rotation of the counter member (2).
9. The locking cylinder according to one of claims 1 to 8, characterised in that the blocking member (11) is formed by a sphere.
1. Cylindre de fermeture comportant un boîtier de cylindre de fermeture (9), un organe
de verrouillage et un dispositif de sécurité, le cylindre de fermeture pouvant être
manoeuvré par une manette (1), en particulier un pommeau, qui au repos peut tourner
librement et qui, en position d'ouverture ou de fermeture, peut être couplé à l'organe
de verrouillage du cylindre de fermeture, le dispositif de sécurité comprenant un
dispositif de blocage, qui à partir d'un nombre défini de rotations de la manette
(1) par unité de temps bloque la poursuite du mouvement de rotation de la manette
(1), caractérisé en ce que le dispositif de blocage comprend un organe de blocage (11) qui est logé dans une
rainure (12), s'étendant dans la direction périphérique, d'une pièce fixe du cylindre
de fermeture, et qui est guidé dans la rainure (12) de façon à pouvoir se déplacer
entre une position de déblocage, qui autorise la possibilité de rotation de la manette
(1), et une position de blocage, qui bloque la possibilité de rotation de la manette
(1), l'organe de blocage (11) dépassant radialement de la rainure (12) en position
de blocage et coopérant avec une butée (15) d'un contre-organe (2), qui tourne en
même temps que la manette (1).
2. Cylindre de fermeture selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe de blocage (11) peut, à partir de la position de déblocage, être radicalement
déplacé vers l'intérieur dans la position de blocage.
3. Cylindre de fermeture selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'organe de blocage (11) plonge, en position de blocage, dans un évidement ou une
rainure (13) du contre-organe (2).
4. Cylindre de fermeture selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le contre-organe (2) est conçu comme un arbre tournant en même temps que la manette
(1).
5. Cylindre de fermeture selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pièce fixe est formée d'un boîtier (9) de cylindre de fermeture, dans lequel le
contre-organe (2) est logé de façon à pouvoir tourner.
6. Cylindre de fermeture selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'organe de blocage (11) est disposé, en position de déblocage, au niveau du point
le plus profond de la rainure (12), qui se trouve de préférence dans un plan médian
longitudinal vertical (14) du cylindre de fermeture.
7. Cylindre de fermeture selon la revendication 6, caractérisé en ce que la rainure (12) s'étend, à partir du point le plus profond, dans deux directions
opposées, la profondeur de la rainure (12) diminuant en continu quand augmente l'éloignement
par rapport à chaque position la plus profonde.
8. Cylindre de fermeture selon l'une des revendications 1 7, caractérisé en ce que la rainure (12) forme, ensemble avec la périphérie extérieure du contre-organe (2)
tournant en même temps, un canal dans lequel l'organe de blocage (11) est entraîné
lui aussi dans la direction de la rotation sous l'effet du flux créé par la rotation
du contre-organe (2).
9. Cylindre de fermeture selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'organe de blocage (11) est formé d'une bille.


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