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EP 2 818 639 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.03.2019 Patentblatt 2019/11 |
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Anmeldetag: 27.06.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Turbomaschinenlaufschaufel und zugehörige Turbomaschine
Turbomachine rotor blade and corresponding turbomachine
Aube rotorique de turbomachine et turbomachine associée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.12.2014 Patentblatt 2015/01 |
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Patentinhaber: MTU Aero Engines AG |
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80995 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Skura, Krzysztof
36-110 Majdan Krolewski (PL)
- Kozdras, Marcin
38-400 Krosno (PL)
- Sosnowka, Lukasz
25-312 Rzeszow (PL)
- Feldmann, Manfred
82223 Eichenau (DE)
- Schill, Manfred
81827 München (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 2 586 967 GB-A- 1 062 170
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DE-A1-102009 007 664 US-A- 5 924 699
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Laufschaufel für eine Turbomaschine sowie
eine Turbomaschine, insbesondere eine Gasturbine, mit einer solchen Laufschaufel.
[0002] Aus der
DE 10 2009 007 664 A1 ist eine Laufschaufel für eine Turbomaschine mit einem Schaufelblatt zur Strömungsumlenkung,
einem Schaufelfuß zur Befestigung an einem Rotor der Turbomaschine, einer inneren
Plattform zwischen dem Schaufelblatt und dem Schaufelfuß sowie einer Tasche bekannt,
die durch zwei axial beabstandete Wände definiert ist, welche sich von der schaufelblattabgewandten
Seite der Plattform zum Schaufelfuß hin erstrecken. Diese Wände sind bezüglich eines
Schaufelfußrandes in Richtung einer radialen Längsachse hin versetzt, um die mechanische
Beanspruchung zu verbessern. Die taschenabgewandten Außenseiten dieser Wände sind
umfangsparallel.
[0003] Aus der
US 4,595,340 ist ebenfalls eine Laufschaufel mit einer sich in Umfangsrichtung nach innen verjüngenden
Tasche zwischen einer inneren Plattform und einem Schaufelfuß bekannt, um die mechanische
Beanspruchung zu verbessern. Die taschenabgewandten Außenseiten sind ebenfalls umfangsparallel.
[0004] Durch geneigte, sich verjüngende Innen- und umfangsparallele Außenseiten ergibt sich
eine in Umfangsrichtung zunehmende Wandstärke zum Boden der Tasche hin. Sind zwei
solche Taschen einander in Umfangsrichtung gegenüberliegend angeordnet, ergibt sich
insbesondere eine Materialhäufung im Bereich des Schaufelblattes.
[0005] Weitere Laufschaufeln sind aus den Dokumenten
GB1062170A,
EP2586967A2 bekannt. Eine Laufschaufel entsprechend der Präambel des Anspruchs 1 wird im Dokument
US5924699A offenbart.
[0006] Eine Aufgabe einer Ausführung der vorliegenden Erfindung ist, eine verbesserte Turbomaschine
zur Verfügung zu stellen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Laufschaufel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Anspruch 8 stellt eine Turbomaschine mit einer solchen Laufschaufel unter Schutz.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Eine Laufschaufel für eine Turbomaschine nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung
weist ein Schaufelblatt zur Strömungsumlenkung mit einer Druckseite, einer Saugseite,
einer Vorder- und einer Hinterkante (bezogen auf eine Durchströmungsrichtung im Betrieb
der Turbomaschine) auf.
[0009] Mit dem Schaufelblatt ist, insbesondere integral bzw. einstückig, ein Schaufelfuß
zur Befestigung der Laufschaufel an einem Rotor der Turbomaschine verbunden. Der Schaufelfuß
kann insbesondere als sogenannter Tannenbaumfuß ausgebildet sein und eine oder mehrere
Rippen aufweisen, die entsprechende Hinterschneidungen einer Nut im Rotor hintergreifen
und so die Laufschaufel, insbesondere radial, an dem Rotor festlegen.
[0010] Zwischen dem Schaufelblatt und dem Schaufelfuß ist eine (im montierten Zustand radial
innere) Plattform angeordnet, die einen Strömungskanal für ein Arbeitsmedium der Turbomaschine
radial innen definiert. Richtungsangaben wie axial, radial und Umfangsrichtung beziehen
sich allgemein insbesondere auf die Montagelage der Laufschaufel in der Turbomaschine.
[0011] In einer Ausführung weist die innere Plattform einen oder zwei gegenüberliegende
axiale Flansche auf, um mit angrenzenden Leitgittern eine Labyrinthdichtung auszubilden.
[0012] Auf beiden in Umfangsrichtung gegenüberliegenden Seiten der Laufschaufel ist jeweils
eine Tasche angeordnet. Zumindest eine davon wird in axialer Richtung durch zwei axial
beabstandete Wände definiert, welche sich von der schaufelblattabgewandten Seite der
Plattform zum Schaufelfuß hin bzw. nach radial innen erstrecken und nachfolgend zur
kompakteren Darstellung als erste bzw. zweite Wand bezeichnet werden. Die erste Wand
kann eine stromaufwärtige oder stromabwärtige Wand (bezogen auf eine Durchströmungsrichtung
im Betrieb der Turbomaschine) sein.
[0013] In radialer Richtung begrenzt außen die schaufelblattabgewandte Seite der Plattform
die Tasche, radial innen kann im montierten Zustand der Rotor die Tasche begrenzen.
Die Tasche ist in einer Ausführung in Umfangsrichtung einseitig offen bzw. sacklochartig
ausgebildet, wobei eine gemeinsame Zwischenwand zwei in Umfangsrichtung gegenüberliegende
Taschen einer Laufschaufel voneinander ab- bzw. begrenzen kann. Einander zugewandte
Taschen benachbarter Laufschaufeln, insbesondere die Stirnseiten ihrer ersten und
zweiten Wände und inneren Plattformen, können sich in einer Ausführung berühren, so
dass ihre Wände zwei, wenigstens im Wesentlichen, geschlossene, axial beabstandete
Dichtringe bzw. -flansche zwischen dem Rotor und dem inneren Plattformring bilden.
[0014] Nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung weist wenigstens die erste Wand einer
oder zweier gegenüberliegender Taschen der Laufschaufel jeweils eine taschenabgewandte
Außenseite bzw. -fläche auf, die in einem oder mehreren, vorzugsweise - wenigstens
im Wesentlichen - allen Querschnitten senkrecht zu einer radialen Längsachse der Laufschaufel
in Umfangsrichtung von der Schaufel weg betrachtet nach außen bzw. von der Tasche
weg geneigt ist. Mit anderen Worten divergiert die Außenseite der ersten Wand bei
Fortschreiten in Umfangsrichtung auf eine benachbarte Laufschaufel bzw. auf eine Stirnseite
der Tasche bzw. Wand in Umfangsrichtung zu in axialer Richtung. Entsprechend konvergiert
bzw. verjüngt sich die Außenseite von einer Stirnseite der ersten Wand in Umfangsrichtung
auf das Schaufelblatt zu axial nach innen bzw. auf die Tasche zu.
[0015] Auf diese Weise kann eine Materialzunahme infolge einer sich verjüngenden Tasche
reduziert werden, welche insbesondere zur Darstellung einer Entformungsschräge vorteilhaft
sein kann.
[0016] Auch die zweite, axial gegenüberliegende Wand kann in einer Ausführung eine taschenabgewandte
Außenseite aufweisen, die in einem oder mehreren, vorzugsweise - wenigstens im Wesentlichen
- allen Querschnitten senkrecht zur radialen Längsachse in Umfangsrichtung von der
Schaufel weg betrachtet nach außen geneigt ist bzw. bei Fortschreiten in Umfangsrichtung
auf eine benachbarte Laufschaufel bzw. auf eine Stirnseite der Tasche bzw. Wand in
Umfangsrichtung zu in axialer Richtung divergiert.
[0017] In einer anderen Ausführung ist die Außenseite der zweiten Wand hingegen, wenigstens
im Wesentlichen, in Umfangsrichtung ausgerichtet bzw. umfangsparallel. Hierdurch kann
in einer Ausführung eine vorteilhafte Entformungsschräge, wenigstens im Wesentlichen,
durch die erste Wand zur Verfügung gestellt werden, während die zweiten Wände einen,
wenigstens im Wesentlichen, umfangsparallelen Dichtring bilden.
[0018] Weist die Laufschaufel zwei einander in Umfangsrichtung gegenüberliegende Taschen
auf, können die Außenseiten der ersten Wände V-artig gegeneinander geneigt sein.
[0019] Die Außenseite der ersten Wand ist, wenigstens im Wesentlichen, parallel zu einer
Innenseite bzw. -fläche der ersten Wand. Zusätzlich oder alternativ kann die Außenseite
der zweiten Wand, wenigstens im Wesentlichen, parallel zu der Innenseite der zweiten
Wand sein. Dies kann insbesondere fertigungs- und/oder belastungstechnisch vorteilhaft
sein. Zusätzlich oder alternativ kann so in einer Ausführung eine Materialhäufung
infolge einer Entformungsschräge minimiert werden.
[0020] Die erste und/oder zweite Wand kann in radialer Richtung gesehen axial zur Tasche
hin eingewölbt sein, insbesondere parabelförmig, wie dies in der
DE 10 2009 007 664 A1 erläutert ist.
[0021] In einer Weiterbildung ist die erste Wand in radialer Richtung gesehen, insbesondere
parabelförmig, axial zur Tasche eingewölbt, wobei ihre taschenabgewandte Außenseite
in wenigstens einem Querschnitt senkrecht zur radialen Längsachse in einer radial
äußeren Hälfte und in wenigstens einem Querschnitt senkrecht zur radialen Längsachse
in einer radial inneren Hälfte jeweils nach außen geneigt ist bzw. zu einer offenen
Stirnseite der Tasche in Umfangsrichtung hin in axialer Richtung divergiert.
[0022] Eine nach außen geneigte Außenseite kann in wenigstens einem Querschnitt senkrecht
zur radialen Längsachse der Laufschaufel, insbesondere gleichmäßig, gekrümmt sein,
vorzugsweise streng konkav. Gleichermaßen kann eine nach außen geneigte Außenseite
in wenigstens einem Querschnitt senkrecht zur radialen Längsachse der Laufschaufel,
wenigstens im Wesentlichen, gerade sein. In einer Ausführung schließt eine Tangentialebene
an die Außenseite in wenigstens einem Querschnitt senkrecht zur radialen Längsachse
der Laufschaufel mit der Umfangsrichtung einen Winkel ein, der wenigstens 5°, insbesondere
wenigstens 10°, und/oder höchstens 45°, insbesondere höchstens 30° beträgt.
[0023] In einer Ausführung ist wenigstens die Tasche, in einer Weiterbildung auch das integral
damit ausgebildete Schaufelblatt und/oder der integral damit ausgebildete Schaufelfuß,
urgeformt, insbesondere gegossen, und/oder umgeformt, insbesondere geschmiedet. Durch
die geneigte(n) Außenseite(n) können hierbei in einer Ausführung bei reduzierter Materialhäufung
Entformungsschrägen zum Entformen der Tasche aus einer Gussform bzw. zum Ausführen
eines Umformwerkzeugs dargestellt werden.
[0024] Mit Vorteil wird eine erfindungsgemäße Laufschaufel in einer Turbinen- oder Verdichterstufe
einer Gasturbine, insbesondere eines Flugtriebwerks, verwendet. Entsprechend weist
eine Turbomaschine, insbesondere eine Gasturbine, vorzugsweise ein Flugtriebwerk,
nach einem Aspekt der vorliegenden Erfindung einen Rotor und eine oder mehrere der
vorstehend erläuterten Laufschaufeln auf, die mittels ihrer Schaufelfüße an dem Rotor,
insbesondere formschlüssig und/oder lösbar, befestigt sind.
[0025] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungen. Hierzu
zeigt, teilweise schematisiert:
- Fig. 1
- einen Teil einer Laufschaufel einer Gasturbine nach einer Ausführung der vorliegenden
Erfindung in perspektivischer Ansicht; und
- Fig. 2
- einen Querschnitt senkrecht zu einer radialen Längsachse der in Fig. 1 gezeigten Laufschaufel.
[0026] Fig. 1 zeigt einen Teil einer Laufschaufel einer Gasturbine nach einer Ausführung
der vorliegenden Erfindung in perspektivischer Ansicht, Fig. 2 einen Schnitt senkrecht
zu einer radialen Längsachse der Laufschaufel.
[0027] Die Laufschaufel weist ein Schaufelblatt 1 auf, mit dem ein Schaufelfuß 2 verbunden
ist, der als sogenannter Tannenbaumfuß ausgebildet ist.
[0028] Zwischen dem Schaufelblatt und dem Schaufelfuß ist eine innere Plattform 3 angeordnet,
die zwei gegenüberliegende axiale Flansche aufweist, von denen in den Fig. 1, 2 nur
ein Flansch 3.1 erkennbar ist.
[0029] Auf beiden in Umfangsrichtung gegenüberliegenden Seiten (oben, unten in Fig. 2) der
Laufschaufel ist eine Tasche 4 bzw. 5 angeordnet. Diese wird jeweils in axialer Richtung
(horizontal in Fig. 2) durch eine erste Wand 4.1 bzw. 5.1 und eine hiervon axial beabstandete
zweite Wand 4.2 bzw. 5.2 definiert, welche sich von der schaufelblattabgewandten Seite
(unten in Fig. 1) der Plattform 3 zum Schaufelfuß 2 hin bzw. nach radial innen erstrecken.
In radialer Richtung begrenzt außen (oben in Fig. 1) die schaufelblattabgewandte Seite
der Plattform 3 die Tasche 4 bzw. 5, radial innen kann im montierten Zustand ein Rotor
(nicht dargestellt) der Gasturbine die Tasche begrenzen, an dem die Laufschaufel mittels
ihres Schaufelfußes 2 lösbar befestigt ist. Die Tasche 4 bzw. 5 ist in Umfangsrichtung
einseitig offen, wobei eine gemeinsame Zwischenwand 45 die zwei in Umfangsrichtung
gegenüberliegenden Taschen 4, 5 voneinander abgrenzt.
[0030] Die ersten Wände 4.1, 5.1 weisen jeweils eine taschenabgewandte (rechts in Fig. 2)
Außenseite 4.1A bzw. 5.1A auf, die insbesondere im Querschnitt der Fig. 2 nach außen
geneigt ist, d.h. in Umfangsrichtung auf eine offene Stirnseite der Tasche hin betrachtet
axial von der Tasche weg divergiert. D.h., die in Fig. 2 untere Außenseite 4.1A divergiert
in dem dargestellten Querschnitt von oben nach unten betrachtet nach rechts, die in
Fig. 2 obere Außenseite 5.1A divergiert von unten nach oben betrachtet nach rechts.
Entsprechend konvergiert die Außenseite 4.1A von der Stirnseite (unten in Fig. 2)
der ersten Wand 4.1 aus in Umfangsrichtung betrachtet (nach oben in Fig. 2) auf das
Schaufelblatt 1 zu nach innen bzw. auf die Tasche 4 zu, die Außenseite 5.1A konvergiert
von der Stirnseite (oben in Fig. 2) der ersten Wand 5.1 aus in Umfangsrichtung betrachtet
(nach unten in Fig. 2) auf das Schaufelblatt 1 zu.
[0031] Entsprechend sind die Außenseiten 4.1A, 5.1A der ersten Wände 4.1, 5.1 V-artig gegeneinander
geneigt.
[0032] Die Außenseiten 4.2A, 5.2A der zweiten Wände 4.2, 5.2 sind hingegen in Umfangsrichtung
(vertikal in Fig. 2) ausgerichtet.
[0033] Die Außenseiten 4.1A, 5.1A der ersten Wände 4.1, 5.1 sind parallel zu den taschenzugewandten
Innenseiten 4.1B bzw. 5.1B der ersten Wände 4.1 bzw. 5.1. Zusätzlich sind die Außenseiten
4.2A, 5.2A der zweiten Wände 4.2, 5.2 parallel zu den Innenseiten 4.2B bzw. 5.2B der
zweiten Wände 4.2 bzw. 5.2, so dass die ersten und zweiten Wände in Umfangsrichtung
konstante Wandstärken aufweisen.
[0034] Auf diese Weise wird einerseits durch die nach außen geneigte bzw. divergierenden
ersten Wände 4.1, 5.1 eine Entformungsschräge zur Verfügung gestellt, ohne andererseits
zu einer Materialhäufung in der Mitte der Schaufel, insbesondere im Bereich der Zwischenwand
45 zu führen, wie sie sich bei umfangsparallelen Außenseiten ergäbe.
[0035] Die ersten und zweiten Wände 4.1, 5.1 bzw. 4.2, 5.2 der beiden gegenüberliegenden
Taschen 4, 5 sind in radialer Richtung gesehen (vertikal in Fig. 1) zur Tasche hin
parabelförmig eingewölbt.
[0036] Die taschenabgewandte Außenseite 4.1A bzw. 5.1A der ersten Wand 4.1 bzw. 5.1 der
Tasche 4 bzw. 5 ist in Querschnitten senkrecht zur radialen Längsachse in einer radial
äußeren (oben in Fig. 1) Hälfte, wie Fig. 2 einen zeigt, und ebenso in Querschnitten
senkrecht zur radialen Längsachse in einer radial inneren (unten in Fig. 1) Hälfte
jeweils nach außen geneigt. Im Übergangsbereich beider Hälften sind die Außenseiten
4.1A, 5.1A infolge der parabelförmigen Wölbung ebenso wie die hierzu parallelen Innenseiten
4.1B bzw. 5.1B im Wesentlichen umfangsparallel.
[0037] Die von der Tasche weg geneigten, taschenabgewandten Außenseiten 4.1A, 5.1A sind
in im Wesentlichen allen Querschnitten senkrecht zur radialen Längsachse der Laufschaufel
gerade. Die Außenseiten 4.1A, 5.1A der beiden Taschen 4, 5 gehen in der Ausführung
der Fig. 1, 2 in einem Radius ineinander über, der auf Höhe der Zwischenwand 45 angeordnet
ist.
[0038] Die Tangentialebenen an die Außenseiten 4.1A, 5.1A schließen in dem Querschnitt der
Fig. 2 mit der Umfangsrichtung einen Winkel α ein, der etwa 20° beträgt.
[0039] Obwohl in der vorhergehenden Beschreibung exemplarische Ausführungen erläutert wurden,
sei daraufhingewiesen, dass eine Vielzahl von Abwandlungen möglich ist. Außerdem sei
darauf hingewiesen, dass es sich bei den exemplarischen Ausführungen lediglich um
Beispiele handelt, die den Schutzbereich, die Anwendungen und den Aufbau in keiner
Weise einschränken sollen. Vielmehr wird dem Fachmann durch die vorausgehende Beschreibung
ein Leitfaden für die Umsetzung von mindestens einer exemplarischen Ausführung gegeben,
wobei diverse Änderungen, insbesondere in Hinblick auf die Funktion und Anordnung
der beschriebenen Bestandteile, vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich
zu verlassen, wie er sich aus den Ansprüchen und diesen äquivalenten Merkmalskombinationen
ergibt.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- Schaufelblatt
- 2
- Schaufelfuß
- 3
- innere Plattform
- 3.1
- axialer Flansch
- 4; 5
- Tasche
- 4.1; 5.1
- erste Wand
- 4.1A; 5.1A
- Außenseite
- 4.1B; 5.1B
- Innenseite
- 4.2; 5.2
- zweite Wand
- 4.2A; 5.2A
- Außenseite
- 4.2B; 5.2B
- Innenseite
- 45
- Zwischenwand
1. Laufschaufel für eine Turbomaschine, mit einem Schaufelblatt (1) zur Strömungsumlenkung,
einem Schaufelfuß (2) zur Befestigung an einem Rotor der Turbomaschine, einer inneren
Plattform (3) zwischen dem Schaufelblatt und dem Schaufelfuß und einer ersten und
einer zweiten Tasche (4, 5), die auf in Umfangsrichtung gegenüberliegenden Seiten
der Laufschaufel angeordnet sind, wobei eine erste der Taschen (4, 5) durch zwei Wände
(4.1, 4.2; 5.1, 5.2) definiert ist, welche sich von der schaufelblattabgewandten Seite
der Plattform zum Schaufelfuß hin erstrecken und die in axialer Richtung beabstandet
sind, wobei eine erste (4.1, 5.1) dieser Wände eine taschenabgewandte Außenseite (4.1A,
5.1A) aufweist, die in wenigstens einem Querschnitt senkrecht zu einer radialen Längsachse
der Laufschaufel nach außen geneigt ist, so dass die Außenseite (4.1A, 5.1A) der ersten
Wand (4.1, 5.1) - bei Fortschreiten in Umfangsrichtung von der Laufschaufel weg -
in axialer Richtung divergiert (α), dadurch gekennzeichnet, dass die genannte taschenabgewandte Außenseite (4.1A, 5.1A), wenigstens im Wesentlichen,
parallel zu einer taschenzugewandten Innenseite (4.1B, 4.2B, 5.1B, 5.2B) der ersten
(4.1, 5.1) dieser Wände ist.
2. Laufschaufel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite (4.2, 5.2) dieser Wände eine taschenabgewandte Außenseite (4.2A, 5.2A)
aufweist, die, wenigstens im Wesentlichen, in Umfangsrichtung ausgerichtet ist.
3. Laufschaufel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite dieser Wände eine taschenabgewandte Außenseite (4.2A, 5.2A) aufweist,
die in wenigstens einem Querschnitt senkrecht zu der radialen Längsachse der Laufschaufel
nach außen geneigt ist.
4. Laufschaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine nach außen geneigte, taschenabgewandte Außenseite (4.1A, 5.1A, 4.2A,
5.2A) in wenigstens einem Querschnitt senkrecht zu der radialen Längsachse der Laufschaufel,
gekrümmt oder, wenigstens im Wesentlichen, gerade ist.
5. Laufschaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Wand (4.1, 4.2, 5.1, 5.2) in radialer Richtung gesehen
axial zur ersten Tasche hin eingewölbt ist.
6. Laufschaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Tasche urgeformt, insbesondere gegossen, und/oder umgeformt, insbesondere
geschmiedet, ist.
7. Laufschaufel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass die weitere, in Umfangsrichtung gegenüberliegende zweite Tasche (5) durch zwei weitere
axial beabstandete Wände (5.1, 5.2) definiert ist, welche sich von der schaufelblattabgewandten
Seite der Plattform zum Schaufelfuß hin erstrecken, wobei wenigstens eine erste (5.1)
dieser weiteren Wände eine weitere taschenabgewandte Außenseite (5.1A) aufweist, die
in wenigstens einem Querschnitt senkrecht zu einer radialen Längsachse der Laufschaufel
nach außen geneigt ist.
8. Turbomaschine, insbesondere Gasturbine, mit einem Rotor und wenigstens einer Laufschaufel
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die an dem Rotor, insbesondere formschlüssig
und/oder lösbar, befestigt ist.
1. Rotor blade for a turbomachine, comprising an airfoil (1) for deflecting flow, a blade
root (2) for fastening to a rotor of the turbomachine, an interior platform (3) between
the airfoil and the blade root, and a first and a second pocket (4, 5) which are arranged
on circumferentially opposite sides of the rotor blade, a first of said pockets (4,
5) being defined by two walls (4.1, 4.2; 5.1, 5.2), which extend from the side of
the platform that faces away from the airfoil toward the blade root and are axially
spaced apart, a first (4.1, 5.1) of said walls having an outer face (4.1A, 5.1A) which
faces away from the pockets and is outwardly inclined in at least one cross section
perpendicular to a radial longitudinal axis of the rotor blade such that, as it proceeds
away from the rotor blade in the circumferential direction, the outer face (4.1A,
5.1A) of the first wall (4.1, 5.1) diverges in the axial direction (α), characterized in that said outer face (4.1A, 5.1A) which faces away from the pockets is at least substantially
parallel to an inner face (4.1B, 4.2B, 5.1B, 5.2B) of the first (4.1, 5.1) of said
walls which faces the pockets.
2. Rotor blade according to claim 1, characterized in that a second (4.2, 5.2) of said walls comprises an outer face (4.2A, 5.2A) which faces
away from the pockets and is oriented at least substantially in the circumferential
direction.
3. Rotor blade according to claim 1, characterized in that a second of said walls comprises an outer face (4.2A, 5.2A) which faces away from
the pockets and is outwardly inclined in at least one cross section perpendicular
to the radial longitudinal axis of the rotor blade.
4. Rotor blade according to any of the preceding claims, characterized in that at least one outwardly inclined outer face (4.1A, 5.1A, 4.2A, 5.2A) which faces away
from the pockets is curved or at least substantially straight in at least one cross
section perpendicular to the radial longitudinal axis of the rotor blade.
5. Rotor blade according to any of the preceding claims, characterized in that the first and/or second wall (4.1, 4.2, 5.1, 5.2) is arched axially toward the first
pocket when viewed in the radial direction.
6. Rotor blade according to any of the preceding claims, characterized in that the first pocket is made by primary shaping, in particular by casting, and/or by
forming, in particular by forging.
7. Rotor blade according to any of the preceding claims, characterized in that the additional, circumferentially opposite second pocket (5) is defined by two additional
axially spaced walls (5.1, 5.2), which extend from the side of the platform that faces
away from the airfoil toward the blade root, at least a first (5.1) of said additional
walls having an additional outer face (5.1A) which faces away from the pockets and
is outwardly inclined in at least one cross section perpendicular to a radial longitudinal
axis of the rotor blade.
8. Turbomachine, in particular a gas turbine, comprising a rotor and at least one rotor
blade according to any of the preceding claims, which is fastened to the rotor, in
particular in a form-fitting and/or detachable manner.
1. Aube rotorique de turbomachine, comprenant une pale (1) pour la déviation de l'écoulement,
un pied d'aube (2) destiné à être fixé sur un rotor de la turbomachine, une plate-forme
intérieure (3) située entre la pale et le pied d'aube, ainsi qu'une première et une
seconde poches (4, 5) disposées sur des côtés circonférentiellement opposés, de l'aube
rotorique, une première des poches (4, 5) étant définie par deux parois (4.1, 4.2
; 5.1, 5.2), qui s'étendent depuis le côté de la plate-forme, distant de la pale,
jusqu'au pied d'aube et sont espacées l'une de l'autre dans le sens axial, une première
(4.1, 5.1) de ces parois ayant un côté extérieur (4.1A, 5.1A) distant de la poche,
qui est incliné, dans au moins une section, vers l'extérieur, perpendiculairement
à un axe longitudinal radial de l'aube rotorique, de telle sorte que le côté extérieur
(4.1A, 5.1A) de la première paroi (4.1, 5.1) diverge dans la direction axiale à mesure
qu'il s'éloigne circonférentiellement de l'aube rotorique (α), caractérisé en ce que ledit côté extérieur (4.1A, 5.1A) distant de la poche est au moins sensiblement parallèle
à un côté intérieur (4.1B, 4.2B, 5.1B, 5.2B), faisant face à la poche, de la première
(4.1, 5.1) de ces parois.
2. Aube rotorique selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une seconde (4.2, 5.2) de ces parois présente un côté extérieur (4.2A, 5.2A) distant
de la poche, qui est au moins sensiblement aligné circonférentiellement.
3. Aube rotorique selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une seconde de ces parois présente un côté extérieur (4.2A, 5.2A) distant de la poche,
qui est incliné, dans au moins une section, vers l'extérieur, perpendiculairement
à un axe longitudinal radial de l'aube rotorique.
4. Aube rotorique selon l'une des revendications précédentes caractérisée en ce qu'au moins un côté extérieur (4.1A, 5.1A, 4.2A, 5.2A) distant de la poche, qui est incliné,
dans au moins une section, vers l'extérieur, perpendiculairement à un axe longitudinal
radial de l'aube rotorique, est incurvé ou, au moins sensiblement, droit.
5. Aube rotorique selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première et/ou la seconde paroi (4.1, 4.2, 5.1, 5.2), vue dans la direction radiale,
est bombée axialement vers la première poche.
6. Aube rotorique selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première poche subit un façonnement primaire, est notamment coulée, et/ou est
transformée, notamment forgée.
7. Aube rotorique selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'autre seconde poche (5) circonférentiellement opposée est définie par deux autres
parois (5.1, 5.2) axialement espacées l'une de l'autre, lesquelles parois s'étendent
depuis le côté de la plateforme, distant de la pale, jusqu'au pied d'aube, au moins
une première (5.1) de ces parois supplémentaires ayant un côté extérieur (5.1A) supplémentaire
distant de la poche, qui est incliné, dans au moins une section, vers l'extérieur,
perpendiculairement à un axe longitudinal radial de l'aube rotorique.
8. Turbomachine, notamment turbine à gaz, comprenant un rotor et au moins une aube rotorique
selon l'une des revendications précédentes, et qui est fixée au rotor, en particulier
par complémentarité de forme et/ou de manière amovible.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente