[0001] Die Erfindung betrifft ein Kreiselpumpenaggregat sowie ein Laufrad für ein solches
Kreiselpumpenaggregat.
[0002] Es sind Kreiselpumpenaggregate bekannt, welche eine axial verschiebbare Welle aufweisen,
wodurch das Laufrad in zwei axiale Positionen gebracht werden kann, wobei in einer
ersten Position der Strömungsweg durch das Laufrad verschlossen und in einer zweiten
Position der Strömungsweg durch das Laufrad geöffnet ist. Solch eine Anordnung ist
beispielsweise aus
DE 101 15 989 A1 bekannt. In der ersten Position, in welcher der Strömungsweg durch das Laufrad geschlossen
ist, wird das Laufrad durch Federkraft gehalten, während es bei Bestromung des Antriebsmotors
durch eine dann resultierende magnetische Axialkraft gegen die Federkraft in die zweite
Position gezogen wird. D. h. um das Laufrad und die Pumpe zu öffnen, ist es erforderlich,
dass der Antriebsmotor eine spezielle Ausgestaltung aufweist, welche eine magnetische
Axialkraft zum Bewegen des Laufrades bei Bestromung erzeugt.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung ein Kreiselpumpenaggregat bereit zu stellen, welches
eine Verschiebung des Laufrades zwischen einer ersten und einer zweiten Funktionsstellung
ohne eine durch Bestromen des Antriebsmotors erzeugte magnetische Axialkraft ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Kreiselpumpenaggregat mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der
nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
[0005] Das erfindungsgemäße Kreiselpumpenaggregat weist einen elektrischen Antriebsmotor
auf, welcher vorzugsweise als Permanentmagnetrotor ausgebildet ist. Bevorzugt handelt
es sich bei dem Antriebsmotor um einen Spaltrohrmotor, d. h. einen nasslaufenden Motor.
Der Antriebsmotor treibt zumindest ein Laufrad an. Dabei kann das Laufrad über eine
Welle mit dem Rotor des Antriebsmotors verbunden sein. Alternativ ist es möglich,
dass das Laufrad auch direkt mit einem wellenlos ausgebildeten Rotor verbunden oder
einstückig mit zumindest einem Teil des Rotors ausgebildet ist. Erfindungsgemäß ist
das Laufrad in axialer Richtung zwischen zumindest zwei Funktionsstellungen bewegbar.
Dabei erfolgt die Bewegung des Laufrades vorzugsweise gemeinsam mit der Welle bzw.
dem Rotor des elektrischen Antriebsmotors. In einer ersten Funktionsstellung ist ein
Strömungsweg durch das Laufrad im Wesentlichen verschlossen, sodass das Laufrad in
dieser Funktionsstellung eine Ventilfunktion übernehmen kann und einen Strömungsweg
durch das Kreiselpumpenaggregat im Wesentlichen absperren kann. Das Absperren im Wesentlichen
bedeutet, dass ein geringer Restdurchgang bestehen bleiben kann und gegebenenfalls
sogar erwünscht ist, wie unten dargelegt wird. In einer anderen Funktionsstellung,
in welcher das Laufrad axial verschoben ist, ist hingegen der Strömungsweg durch das
Laufrad und damit durch das Kreiselpumpenaggregat geöffnet und das Kreiselpumpenaggregat
kann bei Antrieb des elektrischen Antriebsmotors durch Rotation des zumindest einen
Laufrades ein Fluid, insbesondere eine Flüssigkeit, fördern.
[0006] Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass das Laufrad in einer ersten Funktionsstellung
durch eine magnetische Kraft, insbesondere eine permanentmagnetische Kraft oder eine
Federkraft, gehalten wird. Von der ersten in die zweite Funktionsstellung kann das
Laufrad dann erfindungsgemäß durch eine hydraulische Kraft bewegt werden und auch
in der zweiten Position durch eine hydraulische Kraft gehalten werden. Diese hydraulische
Kraft ist eine von einem von dem Laufrad geförderten Fluid erzeugte hydraulische Kraft.
D. h. hier erzeugt das Laufrad, wenn es von dem Antriebsmotor angetrieben wird, ausgangsseitig
einen Druck, welcher wiederum so auf das Laufrad und/oder ein mit dem Laufrad zur
Kraftübertragung gekoppeltes Bauteil wirkt, dass auf das Laufrad eine hydraulische
Kraft wirkt, welche es in der zweiten Funktionsstellung hält. So kann auf sehr einfache
Weise durch Ansteuerung des Antriebsmotors, d. h. durch Inbetriebnahme des Antriebsmotors,
das Laufrad axial zum Öffnen des Strömungsdurchganges bewegt werden.
[0007] Besonders bevorzugt wird das Laufrad in der ersten Funktionsstellung durch eine permanentmagnetische
Kraft gehalten, welche insbesondere zwischen einem mit dem Laufrad verbundenen Permanentmagnetrotor
und dem umgebenden Stator des Antriebsmotors wirkt. So kann auf zusätzliche Bauteile
zum Erzeugen einer permanentmagnetischen Kraft verzichtet werden. Darüber hinaus sind
diese Krafterzeugungsmittel im Wesentlichen verschleißfrei, sodass eine hohe Zuverlässigkeit
des erfindungsgemäßen Pumpenaggregates gewährleistet wird. Besonders bevorzugt wird
das Laufrad in der ersten Funktionsstellung durch eine permanentmagnetische Kraft
gehalten, welche aus einem axialen Versatz des Permanentmagnetrotors relativ zu dem
Stator des Antriebsmotors resultiert. Ein Permanentmagnetrotor ist in axialer Richtung
bestrebt, sich in dem Eisenkreis des Stators in axiale Richtung zu zentrieren. Wenn
nun der Rotor in axialer Richtung aus dieser zentrierten Position herausbewegt wird,
führt dies zu einer permanentmagnetischen Rückstellkraft, welche bestrebt ist, den
Rotor wieder in die zentrierte Position zu ziehen. Diese permanentmagnetische Rückstellkraft
wird erfindungsgemäß dazu genutzt, das Laufrad in der ersten Funktionsstellung zu
halten und gegebenenfalls aus der zweiten Funktionsstellung in die erste Funktionsstellung
zu bewegen, wenn die hydraulische Kraft, welche das Laufrad in der zweiten Funktionsstellung
hält, wegfällt. D. h. bei dieser Ausgestaltung ist das Kreiselpumpenaggregat so ausgebildet,
dass die hydraulische Kraft, welche das Laufrad in der zweiten Funktionsstellung hält,
größer ist als die permanentmagnetische Kraft, welche das Laufrad in der ersten Funktionsstellung
hält. Dies führt dann dazu, dass beim Abschalten des Antriebsmotors die hydraulische
Axialkraft wegfällt und das Laufrad durch die permanentmagnetische Kraft zurück in
die erste Funktionsstellung bewegt wird. Wird der Antriebsmotor eingeschaltet, erzeugt
das Laufrad ausgangsseitig einen Druck und es wird die genannte hydraulische Axialkraft
aufgebaut, welche größer als die permanentmagnetische Rückstellkraft ist, sodass das
Laufrad dann aus der ersten Funktionsstellung in die zweite Funktionsstellung bewegt
wird.
[0008] Besonders bevorzugt ist der Strömungsweg durch das Laufrad in der ersten Funktionsstellung
geschlossen und in der zweiten Funktionsstellung geöffnet. Alternativ ist jedoch auch
eine umgekehrte Ausgestaltung möglich, bei welcher der Strömungsweg durch das Laufrad
in der zweiten Funktionsstellung geschlossen und in der ersten Funktionsstellung geöffnet
ist. In der ersten Funktionsstellung ist darüber hinaus das Laufrad bevorzugt näher
zum Stator gelegen als in der zweiten Funktionsstellung. In der zweiten Funktionsstellung
ist das Laufrad vorzugsweise weiter zur Saugseite hin bewegt als in der ersten Funktionsstellung.
Auch hier ist jedoch auch eine umgekehrte Ausgestaltung möglich.
[0009] Ferner ist vorzugsweise ein Verschlusselement vorhanden, welches in derjenigen Funktionsstellung,
in welcher der Strömungsweg durch das Laufrad verschlossen ist, eine Austrittsöffnung
oder Eintrittsöffnung des Laufrades zumindest großteils, vorzugsweise zu mehr als
90%, verschließt. Durch das Verschlusselement wird somit das Verschließen des Strömungsweges
erreicht, wobei es wie oben beschrieben, möglich ist, dass in dem Strömungsweg eine
Restöffnung verbleibt, welche eine Strömung beim Anlaufen des Laufrades in der geschlossenen
bzw. versperrten Funktionsstellung ermöglicht, um einen Druckaufbau an der Ausgangsseite
des Laufrades auch in dieser Funktionsstellung zu gewährleisten, um die gewünschte
hydraulische Kraft zum Verschieben des Laufrades in die zweite Funktionsstellung zu
erzeugen. Eine solche Restöffnung ist vorzugsweise kleiner als 10% des Gesamtströmungsweges,
weiter bevorzugt kleiner als 5% oder 2% des Gesamtströmungsweges. Eine solche Restöffnung
ist bei vielen Anwendungen, bei welchen ein Absperren des Strömungsweges erwünscht
ist, jedoch tolerierbar. Weiter bevorzugt ist das Kreiselpumpenaggregat derart ausgebildet,
dass das Verschlusselement in derjenigen Funktionsstellung, in welcher der Strömungsweg
durch das Laufrad im Wesentlichen verschlossen ist, die Eintrittsöffnung oder die
Austrittsöffnung großteils, aber nur so weit verschließt, dass beim Anlaufen des Laufrades
ein Druckaufbau ausgangsseitig des Laufrades möglich ist. D. h. die Restöffnung des
Laufrades wird vorzugsweise so klein wie möglich, jedoch so groß wie nötig zum Druckaufbau
im geschlossenen Zustand gewählt.
[0010] Um ein Öffnen und Schließen des Strömungsweges durch das Verschlusselement zu ermöglichen,
ist das Laufrad bevorzugt zwischen der ersten und der zweiten Funktionsstellung relativ
zu dem Verschlusselement bewegbar. Dabei ist das Verschlusselement vorzugsweise feststehend
und das Laufrad, wie beschrieben, axial verschiebbar. Das Verschlusselement kann vorzugsweise
das Laufrad umfangsseitig umgeben und das Laufrad taucht mit seiner Außenwandung in
den Innenumfang des Verschlusselementes ein.
[0011] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das Laufrad eine
axialseitige oder radialseitige Eintrittsöffnung aufweisen und das Verschlusselement
kann in einer Funktionsstellung die Eintrittsöffnung im Wesentlichen überdecken, um
das Verschließen des Strömungsweges durch das Laufrad zu bewirken, wobei, wie oben
beschrieben, eine gewisse Restöffnung, vorzugsweise kleiner als 10% oder 5 %, weiter
bevorzugt kleiner 2 % verbleiben kann. Wenn die Eintrittsöffnung axialseitig gelegen
ist, ist das Verschlusselement vorzugsweise so ausgerichtet, dass es sich quer zur
Längs- bzw. Drehachse des Laufrades erstreckt und stirnseitig die Eintrittsöffnung
verschließt. Für den Fall, dass die Eintrittsöffnung radialseitig gelegen ist, vorzugsweise
als eine ringförmige sich über den Außenumfang des Laufrades erstreckende Eintrittsöffnung,
ist das Verschlusselement bevorzugt als ringförmige Wandung ausgebildet, welche das
Laufrad außenumfänglich überdecken kann.
[0012] Gemäß einer weiteren möglichen Ausführungsform kann das Laufrad eine radialseitige
Austrittsöffnung aufweisen und das Verschlusselement in einer Funktionsstellung die
Austrittsöffnung überdecken. D. h. bei dieser Ausführungsform ist das Kreiselpumpenaggregat
so ausgestaltet, dass der Strömungsweg durch das Laufrad durch Verschließen der radial-
bzw. umfangsseitigen Austrittsöffnung bewirkt wird. Das Verschlusselement ist dabei
vorzugsweise als eine Ringwandung ausgebildet, welche in einer Funktionsstellung,
d. h. der Funktionsstellung, in welcher der Strömungsweg im Wesentlichen verschlossen
wird, die Austrittsöffnung umfänglich umgibt. Auch dabei kann eine Restöffnung in
der oben beschriebenen Weise verbleiben.
[0013] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Kreiselpumpenaggregat derart
ausgestaltet, dass in der Funktionsstellung, in welcher der Strömungsweg durch das
Laufrad verschlossen ist, das Laufrad mit einer die Austrittsöffnung begrenzenden
Umfangskante an einer Stirnkante der Ringwandung anliegt. So kann der Strömungsweg
zwischen der ersten Umfangskante, welche bevorzugt der anderen Funktionsstellung zugewandt
ist, und der Ringwandung bevorzugt im Wesentlichen dicht verschlossen werden. Weiter
bevorzugt kann jedoch zwischen einer dieser ersten Umfangskante gegenüberliegenden
zweiten Umfangskante und der Ringwandung in derjenigen Funktionsstellung, in welcher
der Strömungsweg durch das Laufrad im Wesentlichen verschlossen ist, ein Strömungsdurchgang
verbleiben, welcher zu einer axialen Stirnseite des Laufrades geöffnet ist. Dies ist
vorzugsweise eine druckseitige axiale Stirnseite an der Außenseite des Laufrades.
Weiter bevorzugt ist diese axiale Stirnseite bevorzugt in einem von der Ringwandung
umschlossenen Raum gelegen, welcher, wenn das Laufrad mit seiner ersten Stirnkante,
welche die Austrittsöffnung begrenzt, an der Ringwandung anliegt, zu einem Druckkanal
hin vollständig verschlossen ist. Auf diese Weise wird der Strömungsweg nach außen
vollständig unterbrochen. Es verbleibt jedoch ein Strömungsweg aus der Austrittsseite
des Laufrades zu einer druckseitigen Stirnseite, sodass sich bei Rotation des Laufrades
in diesem Bereich ein Druck aufbauen kann, welcher auf die Stirnseite des Laufrades
wirkt und so eine hydraulische Kraft erzeugt, welche das Laufrad aus dieser Funktionsstellung
in die andere Funktionsstellung, gegebenenfalls gegen eine wirkende permanentmagnetische
Kraft oder Federkraft verschiebt.
[0014] Gegenstand der Erfindung ist darüber hinaus auch ein Laufrad für ein Kreiselpumpenaggregat.
Dieses Laufrad kann insbesondere in einem Kreiselpumpenaggregat, wie es vorangehend
beschrieben wurde, Verwendung finden, könnte jedoch auch unabhängig in einem anderen
Kreiselpumpenaggregat eingesetzt werden. Das Laufrad weist zumindest eine Austrittsöffnung
und eine Eintrittsöffnung auf. Erfindungswesentliches Merkmal ist, dass die Eintrittsöffnung
nicht axialseitig sondern in einem Umfangsabschnitt des Laufrades gelegen ist, d.
h. zum Außenumfang bzw. radialseitig geöffnet ist. Ein solches Laufrad ermöglicht
die oben beschriebene Ventilfunktion, könnte jedoch nicht nur zum Verschließen des
Strömungsweges eingesetzt werden, sondern beispielsweise auch dazu, durch axiale Verschiebung
zwischen zwei möglichen Strömungswegen zu wechseln bzw. umzuschalten oder eine Mischfunktion
zu bewirken.
[0015] Besonders bevorzugt weist dieses erfindungsgemäße Laufrad eine geschlossene saugseitige
axiale Stirnseite auf, an welche der Umfangsabschnitt mit der Eintrittsöffnung angrenzt.
D. h. das zu fördernde Fluid strömt im Wesentlichen nicht in axialer Richtung sondern
im Wesentlichen in radialer Richtung durch die Eintrittsöffnung in das Laufrad ein.
Die geschlossene axialseitige Stirnseite an der Saugseite des Laufrades kann gleichzeitig
die Funktion einer Steuerscheibe übernehmen, indem unterschiedliche hydraulische Drücke
auf beiden Seiten dieser Stirnseite wirken, d. h. einmal an der Innenseite des Laufrades
und einmal an der abgewandten Außenseite des Laufrades. Diese hydraulischen Kräfte
können zur axialen Positionierung bzw. Verschiebung des Laufrades genutzt werden,
je nachdem an welcher Seite des Laufrades eine größere Kraft wirkt. Die geschlossene
axiale Stirnseite kann einstückig bzw. einteilig mit den weiteren Teilen des Laufrades
ausgebildet sein. Es ist jedoch auch möglich, diese geschlossene Seite in Form einer
separaten Scheibe auszubilden, welche direkt auf einer Welle des Rotors, wie auch
das Laufrad fixiert wird. Eine solche Scheibe kann axial beabstandet zu dem Laufrad
angeordnet werden, sodass zwischen der Scheibe und dem saugseitigen Axialende des
Laufrades ein Spalt verbleibt, welcher die ringförmige radialseitige Eintrittsöffnung
bildet. So kann mit einem herkömmlichen Laufrad mit axialer Eintrittsöffnung und einem
zusätzlichen Element, nämlich der Scheibe, ein erfindungsgemäßes Laufrad geschaffen
werden, welches eine zum Außenumfang geöffnete Eintrittsöffnung aufweist.
[0016] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Eintrittsöffnung als eine
sich über den gesamten Umfang des Laufrades erstreckende ringförmige Öffnung ausgebildet.
Dabei können in der Öffnung gegebenenfalls Stege in axialer Richtung ausgebildet sein,
welche die Umfangskanten, welche die Öffnung begrenzen, miteinander verbinden, um
die Struktur des Laufrades zu stabilisieren. Alternativ oder zusätzlich kann beispielsweise
auch eine geschlossene axiale Stirnseite des Laufrades mit den übrigen Teilen des
Laufrades über die Welle oder ein Verbindungselement im Inneren des Laufrades verbunden
sein, um eine Verbindung über die ringförmige Öffnung hinweg zu gewährleisten. Die
beschriebene Öffnung weist vorzugsweise eine Fläche auf, welche 50 bis 150% der Querschnittsfläche
im Inneren des Laufrades in diesem Bereich entspricht, wobei diese Querschnittsfläche
sich quer zur Längs- bzw. Drehachse des Laufrades erstreckt. Die Öffnung des Laufrades
ist vorzugsweise so groß gewählt, dass keine zu hohen Strömungsgeschwindigkeiten in
diesem Bereich auftreten.
[0017] Weiter bevorzugt weist das Laufrad an seiner Saugseite einen verlängerten zylindrischen
Abschnitt mit konstantem Querschnitt auf, welcher vorzugsweise eine Außenfläche aufweist,
welche einer Größe von 50 bis 150% eines Innenquerschnittes (quer zur Längsachse des
Laufrades) im Inneren dieses Abschnittes entspricht. In diesem zylindrischen Abschnitt
kann die vorangehend beschriebene ringförmige oder radial geöffnete Öffnung, welche
die Eintrittsöffnung des Laufrades bildet, liegen. Der zylindrische Abschnitt des
Laufrades ermöglicht eine Axialbewegung des Laufrades in einem Pumpenaggregat, wie
dies vorangehend beschrieben wurde, wobei der Eintrittsbereich bzw. die Eintrittsöffnung
in jeder Position des Laufrades ausreichend nach außen abgedichtet werden kann, um
die Druck- und die Saugseite des Laufrades in jeder Position voneinander zu trennen.
[0018] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben.
In diesen zeigt:
- Fig. 1
- schematisch die erste Ausführungsform der Erfindung, mit dem Laufrad in einer ersten
Funktionsstellung,
- Fig. 2
- schematisch ein Kreiselpumpenaggregat gemäß Fig. 1 mit dem Laufrad in einer zweiten
Funktionsstellung,
- Fig. 3
- schematisch eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kreiselpumpenaggregates
mit dem Laufrad in einer ersten Funktionsstellung und
- Fig. 4
- das Kreiselpumpenaggregat gemäß Fig. 3 mit dem Laufrad in seiner zweiten Funktionsstellung.
[0019] Das Pumpenaggregat gemäß der ersten Ausführungsform in Figuren 1 und 2 weist einen
elektrischen Antriebsmotor 2 auf, welcher einen Stator 4 sowie einen darin um die
Längsachse X drehbaren Rotor 6 aufweist. Der Antriebsmotor ist als nasslaufender Motor
ausgebildet und weist zwischen dem Stator 4 und dem Rotor 6 ein Spaltrohr 7 auf. Dieses
kann vollständig geschlossen ausgebildet sein und trennt Rotorraum und Statorraum.
Der Rotor ist als Permanentmagnetrotor 6 ausgebildet und drehfest mit einer sich längs
der Längsachse X erstreckenden Welle 8 verbunden, welche vorzugsweise aus Keramik
gefertigt ist und über ihre gesamte Länge auf Lagerqualität bearbeitet ist. Die Welle
wiederum ist drehfest mit einem Laufrad 10 verbunden, welches vorzugsweise aus Kunststoff
ausgebildet ist. Der Rotor 6 ist gemeinsam mit der Welle 8 und dem Laufrad 10 axial
beweglich in seinen Lagern 12 angeordnet, sodass das Laufrad eine in Fig. 1 gezeigte
erste axiale Funktionsstellung und eine in Fig. 2 gezeigte axial beabstandete zweite
Funktionsstellung einnehmen kann. Dabei liegt das Laufrad in der ersten Funktionsstellung
näher zum Stator 4 als in der zweiten Funktionsstellung.
[0020] Das Laufrad 10 weist an seiner axialen Stirnseite eine Eintrittsöffnung 14 in Form
eines Saugmundes auf. Durch diese kann ein zu förderndes Fluid, insbesondere eine
zu fördernde Flüssigkeit in axialer Richtung X in das Laufrad 10 einströmen. In dem
Laufrad 10 wird die Strömung dann durch die bei Rotation des Laufrades herrschenden
Fliehkräfte radial nach außen beschleunigt und kann durch ein an dem der Eintrittsöffnung
14 abgewandten Axialende gelegene umfängliche Austrittsöffnung aus dem Laufrad 10
austreten. Die Austrittsöffnung 16 ist als ringförmige Öffnung im Umfangsbereich des
Laufrades angrenzend an eine druckseitige axiale Stirnseite 18 des Laufrades ausgebildet.
[0021] In der in Fig. 1 gezeigten ersten Funktionsstellung ist die Austrittsöffnung 16 durch
ein Verschlusselement in Form einer Ringwandung 20 verschlossen. Die Ringwandung 20
erstreckt sich ausgehend von einer den Pumpenraum begrenzenden Wandung, in diesem
Fall einem Lagerträger 22 in eine von dem Stator 4 abgewandte Richtung. Dabei weist
die Ringwandung 20 eine solche axiale Länge auf, dass sie in der ersten Funktionsstellung
die axiale Erstreckung der Austrittsöffnung 16 vollständig überdeckt und mit einer
ersten Umfangskante 24, welche die Austrittsöffnung 16 an einer Axialseite begrenzt,
zur Anlage kommt. Die erste Umfangskante 24 ist dabei die der Saugseite des Laufrades
10 zugewandte Umfangskante, welche die Austrittsöffnung 16 begrenzt. Die näher zur
Druckseite hin gelegene gegenüberliegende zweite Umfangskante 26, welche die Austrittsöffnung
16 zum druckseitigen Axialende hin begrenzt, weist einen geringeren Durchmesser als
die erste Umfangkante 24 bzgl. der Längsachse X auf und liegt in der ersten Funktionsstellung
derart im Inneren der Ringwandung 24, dass zwischen dem Innenumfang der Ringwandung
24 und der zweiten Umfangskante 26 ein Ringspalt 28 verbleibt. Der Ringspalt 28 bildet
einen Strömungsdurchgang aus dem Inneren des Laufrades durch die Austrittsöffnung
16 zu der druckseitigen Stirnseite 18 des Laufrades 10. Dieser Strömungsweg ist auch
dann offen, wenn die Ringwandung 20 an der ersten Umfangskante 24 anliegt und so den
Strömungsweg durch das Laufrad nach außen in einen Druckkanal 30 verschließt. So kann
in der ersten Funktionsstellung zwar kein Fluid aus dem Saugkanal 32 in den Druckkanal
30 strömen, jedoch, wenn das Laufrad durch Antrieb des Antriebsmotors 2 rotiert wird,
in den Raum im Inneren der Ringwandung 20 angrenzend an die druckseitige Stirnseite
18 bzw. druckseitige Deckscheibe des Laufrades 10. So wird in diesem Bereich beim
Anlaufen des Laufrades aus der ersten Funktionsstellung, welche in Fig. 1 gezeigt
ist, einen Druck und eine hydraulische Axialkraft F
H erzeugt, welche parallel zur Längsachse X auf die druckseitige Stirnseite 18 des
Laufrades 10 wirkt und so das Laufrad 10 in Richtung A in die in Fig. 2 gezeigte zweite
Funktionsstellung verschiebt.
[0022] In dieser zweiten Funktionsstellung liegt die Austrittsöffnung 16 in axialer Richtung
verschoben außerhalb der Ringwandung 20, d. h. die Umfangskante 24 ist von der Stirnkante
der Ringwandung 20 außer Eingriff getreten und die Ringwandung 20 überlappt die ringförmige
Austrittsöffnung 16 im Wesentlichen nicht mehr, sodass das bei Rotation von dem Laufrad
10 geförderte Fluid aus der Austrittsöffnung 16 in den Druckkanal 30 austreten kann.
Dabei wirkt auf die druckseitige Stirnseite 18 des Laufrades 10 weiter die hydraulische
Kraft F
H aufgrund des Druckes im Druckkanal 30. Diese hydraulische Kraft F
H hält das Laufrad 10 in der in Fig. 2 gezeigten zweiten Funktionsstellung.
[0023] In der ersten Funktionsstellung ist, wie in Fig. 1 gezeigt, der Rotor 6 gegenüber
dem umgebenden Stator 4 in axialer Richtung X zentriert, d. h. die axiale Mitte S
des Stators und die axiale Mitte R des Rotors liegen im Wesentlichen übereinander.
Wenn der Rotor, wie in Fig. 2 gezeigt, um das Maß a gegenüber dem Stator 4 verschoben
wird, um das Laufrad 10 in die gezeigte zweite Funktionsstellung zu bringen, verschiebt
sich dabei die axiale Mitte R des Rotors 6 gegenüber der axialen Mitte S des Stators
4 ebenfalls um das Maß a, wie in Fig. 2 gezeigt. Daraus resultiert eine magnetische
Rückstellkraft F
M. Bei dieser handelt es sich, da der Rotor 6 ein Permanentmagnetrotor ist, um eine
permanentmagnetische Kraft. Die magnetische Rückstellkraft F
M ist bestrebt, den Rotor 6 wieder in die in Fig. 1 gezeigte axial zentrierte Position
zu bewegen. D. h. die magnetische Rückstellkraft F
M wirkt der hydraulischen Kraft F
H entgegen. So lange die hydraulische Kraft F
H größer als diese magnetische Rückstellkraft F
M ist, verbleibt das Laufrad 10 in der in Fig. 2 gezeigten zweiten Funktionsstellung.
Durch entsprechende Dimensionierung des Antriebsmotors und des Laufrades 10 kann dies
sichergestellt werden. Darüber hinaus kann der Antriebsmotor 2 so geregelt werden,
dass stets ein ausreichender Druck im Druckkanal 30 sichergestellt wird, um im Betrieb
das Laufrad 10 in der gezeigten zweiten Funktionsstellung zu halten. Wenn der Antriebsmotor
2 ausgeschaltet wird, fällt die hydraulische Axialkraft F
H weg und es wirkt nur noch die magnetische Rückstellkraft F
M, wodurch dann das Laufrad 10 über die Welle 8 gemeinsam mit dem Rotor 6 wieder in
die in Fig. 1 gezeigte Ausgangslage zurückbewegt wird, in welcher sich das Laufrad
10 dann in der ersten Funktionsstellung befindet, in welcher die Austrittsöffnung
16 durch die Ringwandung 20 verschlossen ist.
[0024] Wenn der Antriebsmotor nicht so geregelt wird, dass der Druck im Druckkanal 30 stets
so ist, dass das Laufrad im Betrieb in seiner zweiten in Fig. 2 gezeigten Funktionsstellung
gehalten wird, kann eine automatische mechanische Mengenbegrenzung erreicht werden.
Wenn das Pumpenaggregat in einem Betriebszustand mit hohem Durchfluss und geringem
Druck gerät, führt dies dann dazu, dass der Druck im Druckkanal 30 so weit abnimmt,
dass die hydraulische Kraft F
H kleiner als magnetische Rückstellkraft F
M wird und das Laufrad 10 sich in Richtung seine ersten Funktionsstellung, welche in
Fig. 1 gezeigt ist, bewegt. Dabei wird dann die Austrittsöffnung 16 des Laufrades
zumindest teilweise geschlossen, sodass der Durchfluss durch das Laufrad verringert
wird. Dabei kann sich dann ausgangsseitig des Laufrades im Druckkanal 30 wieder ein
Druck einstellen, welcher der magnetischen Rückstellkraft F
M entgegenwirkt und das Laufrad 10 in seiner zweiten Funktionsstellung oder in einer
Funktionsstellung zwischen der ersten und der zweiten Funktionsstellung hält. Eine
solche Ausgestaltung ist von Vorteil, wenn das Pumpenaggregat keine elektronische
Mengenbegrenzung aufweist und beispielsweise nicht von außen ansteuerbar ist, um die
Durchflussmenge in bestimmten Betriebszuständen zu reduzieren.
[0025] Fig. 3 und 4 zeigen eine zweite Ausführungsform der Erfindung. Bei dem in Fig. 3
und 4 gezeigten Kreiselpumpenaggregat ist der Antriebsmotor 2 identisch zu dem in
Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbespiel ausgebildet, sodass auf die diesbezügliche
Beschreibung verwiesen wird. Auch dieser Antriebsmotor 2 ist so ausgestaltet, dass
durch Verschieben des Rotors 6 relativ zu dem Stator 4 um das Maß a die axiale Mitte
des Rotors 6 von der axialen Mitte S des Stators 4 außer Deckung kommt, sodass eine
magnetische Rückstellkraft F
M resultiert, wie es vorangehend am ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurde.
[0026] Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel
darin, dass von dem Laufrad 10`, welches mit der Welle 8 verbunden ist, in der ersten
Funktionsstellung nicht die Austrittsöffnung 16` sondern die Eintrittsöffnung 14'
verschlossen wird. Gemäß dieser Ausführungsform bleibt die Austrittsöffnung 16` in
beiden Funktionsstellungen in fluidleitender Verbindung mit dem Druckkanal 30. Allerdings
ist in der ersten Funktionsstellung, welche in Fig. 3 gezeigt ist, die Verbindung
zwischen dem Saugkanal 32' und der Eintrittsöffnung 14' im Wesentlichen verschlossen.
[0027] Die Eintrittsöffnung 14` ist bei diesem erfindungsgemäßen Laufrad 10` als umfangsseitige
bzw. radialseitige Eintrittsöffnung 14` ausgebildet. Die Eintrittsöffnung 14` bildet
eine umfängliche ringförmige Öffnung, durch welche Fluid in radialer Richtung in das
Innere des Laufrades 10` eintreten kann. Die saugseitige Stirnseite 34 des Laufrades
10` ist geschlossen ausgebildet. Die saugseitige Stirnseite 34 wird durch eine scheibenförmige
Wandung gebildet, welche gleichzeitig die Funktion einer Steuerscheibe übernehmen
kann, da auf die beiden Seiten der saugseitigen Stirnseite 34, d. h. sowohl die dem
Inneren des Laufrades zugewandte Fläche als auch die nach außen gerichtete Fläche,
ein hydraulischer Druck wirken kann. In der ersten Funktionsstellung liegt die Eintrittsöffnung
14` so, dass sie einer ringförmigen Wandung 36 im Pumpenraum bzw. Pumpengehäuse gegenüberliegt.
Die ringförmige Wandung 38 ist konzentrisch zur Längsachse X ausgebildet und umschließt
die ringförmige Eintrittsöffnung 14' so, dass diese im Wesentlichen vollständig überdeckt
wird. Dabei ist der Innendurchmesser der Wandung 36 jedoch geringfügig größer als
der Außendurchmesser, der an die Öffnung 14' angrenzenden Umfangsflächen, sodass zwischen
der Wandung 16' und der Eintrittsöffnung 14` begrenzenden Umfangskante ein ringförmiger
Spalt 38 verbleibt. Dieser bildet eine Restöffnung, wenn der Strömungsweg durch das
Laufrad 10` in der ersten Funktionsstellung im Wesentlichen verschlossen ist. Diese
Restöffnung stellt jedoch weniger als 2% der Fläche der Eintrittsöffnung 14' dar,
sodass nur ein sehr kleiner Strömungsdurchgang verbleibt. Der Strömungsdurchgang durch
den Spalt 38 ist so dimensioniert, dass hier gerade so viel Fluid bzw. Flüssigkeit
in der ersten Funktionsstellung gemäß Fig. 3 hindurchströmen kann, dass beim Anlaufen
des Laufrades 10' sich im Druckkanal 30 ein Druck aufbauen kann. Ein solcher Druck
führt zu einer hydraulischen Axialkraft F
H, welche auf die druckseitige Deckscheibe bzw. Stirnseite 18' von außen auf das Laufrad
10' wirkt, sodass dieses in der Richtung A von der ersten Funktionsstellung in die
in Fig. 4 gezeigte zweite Funktionsstellung verschoben wird.
[0028] In dieser zweiten Funktionsstellung liegt die Eintrittsöffnung 14' dem Saugkanal
32 gegenüber, sodass der Saugkanal 32' durch die Eintrittsöffnung 14' mit dem Inneren
des Laufrades 10' in fluidleitender Verbindung ist und das Laufrad 10' bei Rotation
in gewohnter Weise Fluid bzw. Flüssigkeit fördert. Dabei wirkt weiter die hydraulische
Axialkraft F
H auf die druckseitige Deckscheibe bzw. Stirnseite 18', sodass bei ausreichendem Druck
in dem Druckkanal 30 das Laufrad 10' in dieser zweiten Funktionsstellung gegen die
magnetische Rückstellkraft F
M gehalten wird. Bevorzugt wird der Antriebsmotor 2 so geregelt, dass stets ein ausreichender
ausgangsseitiger Druck im Druckkanal 30 gewährleistet ist. Wenn der Antriebsmotor
2 abgeschaltet wird und das Laufrad 10' somit kein Fluid mehr fördert, fällt die hydraulische
Axialkraft F
H weg und das Laufrad 10' wird über die Welle 8 gemeinsam mit dem Rotor 6 durch die
magnetische Rückstellkraft F
M wieder in die in Fig. 3 gezeigte erste Funktionsstellung bewegt.
[0029] In den vorangehend beschriebenen Beispielen ist die erste Funktionsstellung diejenige,
in welcher der Strömungsweg durch das Laufrad geschlossen ist. Es ist jedoch zu verstehen,
dass das Laufrad und der Antriebsmotor ohne weiteres auch so ausgelegt werden können,
dass die zweite Funktionsstellung diejenige ist, in welcher der Strömungsweg verschlossen
ist. Dies könnte durch einen Versatz zwischen Stator und Rotor in umgekehrter Richtung
und durch die Verwendung eines druckentlasteten Laufrades erreicht werden, bei welchem
die druckseitige Stirnseite des Laufrades mit dem saugseitigen Druck beaufschlagt
wird.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 2
- Antriebsmotor
- 4
- Stator
- 6
- Rotor
- 7
- Spaltrohr
- 8
- Welle
- 10, 10'
- Laufrad
- 12
- Lager
- 14, 14'
- Eintrittsöffnung
- 16, 16'
- Austrittsöffnung
- 18
- druckseitige Stirnseite
- 20
- Ringwandung
- 22
- Lagerträger
- 24
- erste Umfangskante
- 26
- zweite Umfangskante
- 28
- Ringspalt
- 30
- Druckkanal
- 32, 32'
- Saugkanal
- 34
- saugseitige Stirnseite
- 36
- Wandung
- 38
- Spalt
- X
- Längsachse
- FH
- Axial kraft
- FM
- Rückstellkraft
- A
- Richtung
- a
- Versatz
- S
- Axiale Mitte des Stators
- R
- Axiale Mitte des Rotors
1. Kreiselpumpenaggregat mit einem elektrischen Antriebsmotor (2) und zumindest einem
Laufrad (10; 10`), welches in axialer Richtung (X) zwischen zumindest zwei Funktionsstellungen
bewegbar ist, wobei in einer Funktionsstellung ein Strömungsweg durch das Laufrad
(10; 10') im Wesentlichen verschlossen und in einer anderen Funktionsstellung der
Strömungsweg durch das Laufrad (10; 10') geöffnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Laufrad (10; 10') in einer ersten Funktionsstellung durch eine magnetische Kraft
(FM) oder eine Federkraft gehalten wird und in einer zweiten Funktionsstellung durch
eine hydraulische von einem geförderten Fluid erzeugte Kraft (FH) gehalten wird.
2. Kreiselpumpenaggregat, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad (10; 10') in der ersten Funktionsstellung durch eine permanentmagnetische
Kraft (FM) gehalten wird, welche insbesondere zwischen einem mit dem Laufrad (10, 10') verbundenen
Permanentmagnetrotor (6) und dem umgebenden Stator (4) des Antriebsmotors (2) wirkt.
3. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad (10; 10') in der ersten Funktionsstellung durch eine permanentmagnetische
Kraft (FM) gehalten wird, welche aus einem axialen Versatz (a) des Permanentmagnetrotors (6)
relativ zu dem Stator (4) des Antriebsmotors (2) resultiert.
4. Kreiselpumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsweg durch das Laufrad (10; 10') in der ersten Funktionsstellung geschlossen
ist.
5. Kreiselpumpenaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsweg durch das Laufrad (10; 10') in der zweiten Funktionsstellung geschlossen
ist.
6. Kreiselpumpenaggregat nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verschlusselement (20; 36) vorhanden ist, welches in derjenigen Funktionsstellung,
in welcher der Strömungsweg durch das Laufrad (10') verschlossen ist, eine Austrittsöffnung
(16) oder eine Eintrittsöffnung (14') des Laufrades (10; 10') zumindest großteils,
vorzugsweise zu mehr als 90 % verschließt.
7. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (20; 36) in derjenigen Funktionsstellung, in welcher der Strömungsweg
durch das Laufrad (10; 10') verschlossen ist, die Eintrittsöffnung (14') oder die
Austrittsöffnung (16) großteils, aber nur soweit verschließt, dass beim Anlaufen des
Laufrades (10; 10') ein Druckaufbau ausgangseitig des Laufrades (10; 10') möglich
ist.
8. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad (10; 10') zwischen der ersten und der zweiten Funktionsstellung relativ
zu dem Verschlusselement (20; 36) bewegbar ist.
9. Kreiselpumpenaggregat nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad (10') eine axialseitige oder radialseitige Eintrittsöffnung (14') aufweist
und das Verschlusselement (36) in einer Funktionsstellung die Eintrittsöffnung überdeckt.
10. Kreiselpumpenaggregat nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad (10) eine radialseitige Austrittsöffnung (16) aufweist und das Verschlusselement
(26) in einer Funktionsstellung die Austrittsöffnung (16) überdeckt.
11. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (20) als eine Ringwandung ausgebildet ist, welche in einer
Funktionsstellung die Austrittsöffnung (16) umfänglich umgibt.
12. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in derjenigen Funktionsstellung, in welcher der Strömungsweg durch das Laufrad (10)
verschlossen ist, das Laufrad (10) mit einer die Austrittsöffnung (16) begrenzenden
ersten Umfangskante (24) an einer Stirnkante der Ringwandung (20) anliegt.
13. Kreiselpumpenaggregat nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer der ersten Umfangskante (24) gegenüberliegenden zweiten Umfangskante
(26) und der Ringwandung (20) in derjenigen Funktionsstellung, in welcher der Strömungsweg
durch das Laufrad (10) verschlossen ist, ein Strömungsdurchgang (28) verbleibt, welcher
zu einer axialen Stirnseite (18) des Laufrades (10) geöffnet ist.
14. Laufrad für ein Kreiselpumpenaggregat, insbesondere nach einem der vorangehenden Ansprüche,
mit zumindest einer Austrittsöffnung (16) und zumindest einer Eintrittsöffnung (14'),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Eintrittsöffnung (14') in einem Umfangsabschnitt des Laufrades (10') gelegen ist.
15. Laufrad nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch eine geschlossene saugseitige axiale Stirnseite (34), an welche der Umfangsabschnitt
mit der Eintrittsöffnung (14') angrenzt.
16. Laufrad nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittsöffnung (14') als eine sich über den gesamten Umfang des Laufrades (10)
erstreckende ringförmige Öffnung ausgebildet ist.
17. Laufrad nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad (10) an seiner Saugseite einen verlängerten zylindrischen Abschnitt aufweist,
welcher vorzugsweise eine Außenfläche aufweist, welche 50 bis 150% eines Innenquerschnittes
im Inneren dieses Abschnitts beträgt.