[0001] Die Erfindung betrifft einen Wagen für ein Schienenfahrzeug.
[0002] Die Wagen weisen meist einen Holzfußboden auf. Üblicherweise auch im Bistrowagen
oder Galleywagen. Dort, aber nicht nur dort, können Leckagen, beispielsweise von wasserführenden
Einbaumodulen, wie z.B. einem Spülmodul, zum Eindringen von Wasser in den Rohbau des
Wagens führen, was zur Korrosion führen kann.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das Eintreten von Leckagewasser in
den Rohbau zu verhindern.
[0005] Gelöst wird die Aufgabe durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs 1.
Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den Merkmalen der
abhängigen Patentansprüche wieder.
[0006] Ein erfindungsgemäßes Schienenfahrzeug des Personenverkehrs umfasst zumindest einen
Wagen, welcher einen wannenförmig ausgebildeten Innenboden aufweist. Der Innenboden
ist geeignet als Fußboden für Personen oder zum Aufbau von Einbaumodulen. Er grenzt
insbesondere einen Innenraum des Wagens, insbesondere einen Fahrgastraum, zu einem
Rohbau des Wagens ab, so dass Leckagen innerhalb des Innenraums nicht in den darunter
befindlichen Rohbau fließen können. Der Begriff Wagen bezeichnet dabei sämtliche Schienenfahrzeuge
zur Personenbeförderung und soll nicht beschränkt sein auf antriebslose Wagen, vielmehr
sind auch Triebfahrzeuge mit umfasst. Güterwagons, beispielsweise für Schüttgüter,
sind jedoch ausgenommen. Der Wagen ist insbesondere ein sogenannter Galleywagen. Wasserführende
Einbaumodule sind dann entsprechend als wasserführende Galleymodule zu bezeichnen.
Als Galley wird insbesondere die Küche des Schienenfahrzeugs bezeichnet. Der Fußboden
der Galley weist den wannenförmig ausgebildeten Innenboden auf. Insbesondere begrenzt
er die Galley gegenüber einem weiteren Fahrgastraum.
[0007] Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Wagens ist der wannenförmige Innenboden
wasserdicht oder wasserdicht beschichtet, beispielsweise umfasst der Innenboden Holz,
welches mit einer Imprägnierschicht versehen ist. Als wasserdicht werden im allgemeinen
Behälter bezeichnet, wenn kein sichtbarer Austritt nach außen, keine bleibenden oder
sich vergrößernden Durchfeuchtungen und kein messbares Absinken des Wasserspiegels
innerhalb einer Prüfzeit von 48 Stunden feststellbar sind.
[0008] Der wannenförmige Innenboden weist erfindungsgemäß ein umlaufendes Profil an den
Rändern einer ansonsten im Wesentlichen ebenen Fläche auf. Das an den Rändern umlaufende
Profil bildet die Wannenwände des wannenförmigen Innenbodens. Die ebene Fläche bildet
entsprechend den Wannenboden. Das umlaufende Profil ist dabei ausführungsgemäß auf
die ansonsten im Wesentlichen ebene Fläche aufgesetzt und fest mit dieser verbunden,
insbesondere stoffschlüssig verbunden, beispielsweise verklebt oder verschraubt und
verklebt. Eventuell auftretende Spalte zwischen Profil und Fläche können mit einer
wasserdichten Fugenmasse verfugt sein. Sowohl die in den Innenraum des Wagen zeigenden
Oberflächen des umlaufenden Profils und der ansonsten im Wesentlichen ebenen Fläche
sind wasserdicht oder wasserdicht beschichtet.
[0009] Das umlaufende Profil umfasst eine Winkelleiste mit zumindest zwei Schenkeln, deren
Schenkel insbesondere einen Winkel zwischen 60° und 120°, insbesondere zwischen 80°
und 100°, insbesondere von näherungsweise 90° einschließen.
[0010] Das Profil ist insbesondere als rechtwinklig zweischenkelige Winkelleiste ausgebildet.
Die Winkelleiste ist insbesondere aus einem wasserdichten Werkstoff hergestellt, beispielsweise
aus einem Metall oder einer Metalllegierung, insbesondere aus einem rostfreien Stahl
oder Edelstahl, wodurch sie wasserdicht ist. Sie kann aber durchaus auch aus einem
Polymer hergesellt sein. Die Winkelleiste ist erfindungsgemäß so angeordnet, dass
ein erster Schenkel horizontal und damit parallel zum ansonsten im Wesentlichen eben
ausgebildeten wannenförmigen Innenbodenabschnitt angeordnet ist, und sich ein zweiter
Schenkel vertikal erstreckt, beispielsweise zumindest 5 mm, insbesondere 10 mm und
mehr, beispielsweise 15mm, über den ansonsten im Wesentlichen eben ausgebildeten wannenförmigen
Innenbodenabschnitt. Weist die Winkelleiste einen rechten Winkel zwischen ihren Schenkeln
auf, steht der zweite Schenkel senkrecht auf dem ansonsten im Wesentlichen eben ausgebildeten
wannenförmigen Innenbodenabschnitt. Die Winkelleiste könnte auch T-förmig ausgebildet
sein und somit drei Schenkel aufweisen.
[0011] Beispielsweise ist der erste Schenkel unter einer wasserdichten Anti-Rutsch-Schicht,
insbesondere zwischen einer wasserdichten Anti-Rutsch-Schicht und einer sich darunter
befindlichen Fußbodenplatte angeordnet.
[0012] Die Winkelleiste ist mit dem ansonsten im Wesentlichen eben ausgebildeten Innenbodenabschnitt
verklebt, wobei der erste Schenkel der Winkelleiste mit dem ansonsten im Wesentlichen
eben ausgebildeten Innenbodenabschnitt verklebt ist. Der zweite Schenkel der Winkelleiste
ist von einer Trittleiste oder einer Wand verdeckt.
[0013] Weitergebildet weist das Schienenfahrzeug in einem Übergangsbereich zwischen dem
wannenförmig ausgebildeten Innenbodenabschnitt als einem ersten Bodenteil und einem
weiteren, im Wesentlichen eben ausgebildeten Bodenteil, eine Trittleiste zur Verbindung
dieser beiden Bodenteile auf. Die Trittleiste bildet einen Teil des an den Rändern
des wannenförmig ausgebildeten Innenbodenabschnitts umlaufenden Profils. Sie ist gegenüber
den Bodenteilen, insbesondere mittels eingebrachter wasserdichter Fugenmasse, abgedichtet.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist sie eine Höhe gegenüber den Bodenteilen von
zumindest 10 mm, beispielsweise gar 15 mm auf. Die Bodenteile bestehen beispielweise
aus wasserdicht beschichteten Platten. Eine Weiterbildung der Trittleisten besteht
darin, dass sie so ausgestaltet ist, insbesondere eine Hinterschneidung aufweist,
dass sie die Bodenteile vertikal überlappt. Zwischen der Trittleiste, insbesondere
zwischen dem überlappenden Bereich der Trittleiste, und den Bodenteilen ist wasserdichte
Fugenmasse eingebracht.
[0014] In einer weiteren Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Wagen Auffangwannen,
insbesondere aus Edelstahl, umfasst, welche auf dem Innenboden unterhalb wasserführender
Einbaumodule angeordnet sind. Wasserführende Einbaumodule sind beispielsweise Spülmaschinen
oder Spülbecken, welche auf Auffangwannen zwischen ihnen und dem wannenförmigen Innenboden
platziert werden. So wird Leckagewasser der wasserführenden Einbaumodule bereits in
den Auffangwannen aufgefangen.
[0015] Gemäß einer weiteren Weiterbildung sind die Auffangwannen aus einem tiefgezogenen
Edelstahl hergestellt.
[0016] Die Auffangwannen führen weitergebildet bis hinter die wasserführenden Einbaumodule
zwischen den Einbaumodulen und den Wänden des Wagens. Sie weisen einen Boden und den
Boden umrandende Wände auf, welche Wände hinter den Einbaumodulen dabei insbesondere
eine vertikale Höhe gegenüber dem Boden von zumindest 600 mm aufweisen. Gemäß einer
Ausgestaltung erstrecken sich die Wände hinter wasserführenden Einbaumodulen bis zur
Höhe des wasserführenden Einbaumoduls. So wird ein Übertritt von Leckagewasser in
die Wand des Wagens verhindert, da das Wasser von der Wand der Auffangwanne in die
Auffangwanne geleitet wird.
[0017] Im wannenförmigen Innenboden sind nach einer weiteren Weiterbildung Abläufe für Flüssigkeiten
zum Herausführen der Flüssigkeiten aus dem Wagen vorgesehen. Solche Abläufe sind auch
insbesondere in den Auffangwannen vorgesehen. Dabei können sowohl die Abläufe in den
Auffangwannen als auch die im wannenförmigen Innenboden fluchtend zueinander angeordnet
sein, oder sie sind so komplementär zueinander ausgestaltet, dass die Flüssigkeit
im Ablauf der Auffangwanne durch einen Ablauf des wannenförmigen Innenbodens aus einem
Innenraum des Schienenfahrzeugs herausgeführt wird. Die Flüssigkeiten können unterhalb
des wannenförmigen Innenbodens gesammelt oder in das Gleisbett abgeleitet werden.
[0018] Gemäß einer weiteren Weiterbildung des erfindungsgemäßen Wagens ist der Innenboden
im Bereich eines Gangs mit einer wasserdichten Anti-Rutsch-Schicht versehen, deren
Ränder mit einer wasserdichten Fugenmasse mit den umgebenden Bauteilen horizontal
verfugt sind. Der Gang dient dabei insbesondere als Fußboden. Die Anti-Rutsch-Schicht
kann dabei als Belag auf den wannenförmigen Innenboden verlegt sein, oder sie wurde
als Beschichtung aufgetragen. In einer Ausführungsform ist die Fugenmasse, insbesondere
in horizontaler Richtung, zumindest 6 mm breit aufgetragen.
[0019] Existieren vertikale oder zur ebenen Fläche des wannenförmigen Innenbodens geneigte
Spalte, insbesondere zwischen Einbaumodulen, welche Spalte an den Gang angrenzen,
so sind diese gemäß einer weiteren Ausgestaltung mit einer wasserdichten Fugenmasse
mindestens 30 mm hoch verfugt. So bildet auch der Gang eine wasserdichte Wanne. Die
Fugenmasse kann dabei identisch sein, mit der Fugenmasse zur Abdichtung der wasserdichten
Anti-Rutsch-Schicht. Als Einbaumodule sind hier auch Türen denkbar.
[0020] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung weist der Wagen somit drei voneinander
unabhängige wannenförmige Auffangsysteme für Leckagewasser auf. Häufig tritt Wasser
aus den wasserführenden Einbaumodulen aus, welches von den Auffangwannen aufgefangen
und aus dem Wagen geführt wird. Jedoch wird auch gelegentlich Wasser im Gang verschüttet,
welches sich dort sammelt und leicht entsorgt werden kann. Treten Wasser oder andere
Flüssigkeiten an unvorhergesehenen Stellen aus, beispielsweise durch einen Defekt,
beispielsweise an einer defekten Wasser- oder Abwasserleitung, wird dieses spätestens
vom wannenförmig ausgebildeten Innenboden aufgefangen und abgeleitet. Ein Übertritt
von Flüssigkeit in den Rohbau wird somit sicher verhindert.
[0021] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Sie wird anhand der nachfolgenden
Figuren näher erläutert, in denen jeweils ein Ausgestaltungsbeispiel dargestellt ist.
Gleiche Elemente in den Figuren sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
- Fig. 1
- zeigt perspektivisch einen bekannten Innenboden eines Schienenfahrzeugs,
- Fig. 2
- zeigt im Teil-Querschnitt einen bekannten Innenboden,
- Fig. 3
- zeigt perspektivisch einen abgedichteten, vertikalen Spalt,
- Fig. 4
- zeigt perspektivisch ein wasserführendes Einbaumodul mit einer Auffangwanne,
- Fig. 5
- zeigt eine erfindungsgemäße Trittleiste im Schnitt,
- Fig. 6
- zeigt eine weitere Trittleiste gemäß der Erfindung mit einer rechtwinklig zweischenkligen
Winkelleiste im Innern der Trittleiste,
- Fig. 7
- zeigt einen Querschnitt durch einen Übergang vom wannenförmig ausgebildeten Innenbodenabschnitt
zu einem Trolleyschrank,
- Fig. 8
- zeigt einen Querschnitt durch eine Wand des Schienenfahrzeugs, welche den wannenförmig
ausgebildeten Innenbodenabschnitt begrenzt.
[0022] In Fig. 1 ist ein Innenboden eines bekannten Schienenfahrzeugs dargestellt. Ein ansonsten
ebener Innenboden 1 weist einen wannenförmig ausgebildeten Innenbodenabschnitt 2 auf.
Auf den wannenförmig ausgebildeten Innenbodenabschnitt 2 werden insbesondere wasserführende
Galleymodule angeordnet, wodurch der wannenförmig ausgebildete Innenbodenabschnitt
2 unterhalb der wasserführenden Galleymodule angeordnet ist. Die wasserführenden Galleymodule
sind der Übersichtlichkeit wegen hier nicht gezeichnet. Hier ist der wannenförmig
ausgebildete Innenbodenabschnitt 2 aus einer auf dem ebenen Innenboden des Wagens
angeordneten Auffangwanne 3 gebildet. Diese ist beispielsweise aus Edelstahl hergestellt
und umfasst zumindest einen Ablauf 4. Der Ablauf 4 führt Flüssigkeiten aus der Auffangwanne
3 entsprechend durch den Innenboden 1, aus dem Fahrzeug heraus. Ebenfalls nicht näher
präsentiert ist, wie sich die Auffangwanne 3 hinter ein Galleymodul bis auf eine Höhe
von mindestens 600 mm über dem Innenboden 1 erstreckt. Dies ist jedoch in Fig. 4 abgebildet.
[0023] Des Weiteren kann der ebene Innenboden 1 an seinen Rändern ein umlaufendes Profil
aufweisen, wodurch er ebenfalls wannenförmig ausgebildet ist, was hier, in diesem
Ausführungsbeispiel, nicht der Fall ist. Hier besteht der Innenboden 1 aus Fußbodenplatten
6 aus Sperrholz, welche mit Nut und Feder ausgestattet sind und durch das Eingreifen
von Nut und Feder miteinander verbunden sind. Zusätzlich weist er Befestigungsbohrungen
8 auf, durch welche er mit einem Rohbau verbunden, beispielsweise verschraubt ist.
Dabei ist er wasserdicht beschichtet und die Kantenstöße von Nut und Feder und die
Befestigungslöcher 8 sind mit einer wasserdichten Fugenmasse 7, beispielsweise Sikaflex,
versiegelt. Kanten und Durchbrüche der Fußbodenplatten können darüber hinaus durchgehend
mit Lack versiegelt sein.
[0024] In Fig. 2 ist ein wannenförmig ausgebildeter Innenbodenabschnitt im Teil-Querschnitt
skizziert. Eine wasserdichte Anti-Rutsch-Schicht 5 ist als Bodenbelag auf eine Fußbodenplatte
6 aufgetragen, deren Ränder 9 mit einer wasserdichten Fugenmasse 7 mit einem angrenzenden
Galleymodul 10 verfugt sind. Im Gangbereich sind Spalte nicht nur zu den Galleymodulen
selbst, sondern auch zu Schränken oder anderen, nicht wasserführenden Modulen verfugt.
So sind auch Trittleisten in einem Übergangsbereich zu einem Fahrgastraum ebenfalls
mit Fugenmasse abgedichtet. Hier ist die wasserdichte Fugenmasse 7 ca. 6 mm breit
und ca. 6 mm hoch aufgetragen. Fig. 3 veranschaulicht vertikale Spalte, welche Spalte
mit der wasserdichten Fugenmasse 7 ca. 30 mm hoch verfugt sind. Der hier verfugte
Spalt ist ein Spalt zwischen einem Einbauschrank 11 und einem Türrahmen 12. Daher
weist der ansonsten eben ausgebildete Innenboden 1 im Gangbereich an seinen Rändern
im Gangbereich ein umlaufendes Profil auf, wodurch er wannenförmig ausgebildet ist.
[0025] Die Auffangwanne 3 aus Fig. 4 erstreckt sich bis hinter das wasserführende Einbaumodul,
hier ein Spülmodul 10, welches rückwärtig an eine nicht dargestellte Seitenwand des
Schienenfahrzeugs gestellt ist.
[0026] Eine erfindungsgemäße Trittleiste 13 aus Fig. 5 verbindet zwei wasserdicht beschichtete,
im Wesentlichen eben ausgebildete Fußbodenplatten 6 wasserdicht miteinander. Solch
eine Trittleiste 13 ist insbesondere im Übergangsbereich von einer Galley zu einem
Fahrgastraum angeordnet. Sie besteht beispielsweise aus einem Metall oder einem Kunststoff.
Ist sie von oben verschraubt, so ist die Schraube, mit einer wasserdichten Fugenmasse
bedeckt. Alternativ ist die Trittleiste 13 beispielsweise verklebt. Hier ist die Trittleiste
13 die Fußbodenplatten 6 überlappend angeordnet. Diese erstrecken sich also unter
die Trittleiste 13. Hier weist die Trittleiste 13 beidseitig eine Aussparung auf,
komplementär zu den Fußbodenplatten 6 ausgestaltet, hier mit einem rechten Winkel
versehen. Zusammen mit einem unter den Fußbodenplatten 6 angeordneten Untergrund bilden
diese Aussparungen jeweils eine Nut. Die Fußbodenplatten 6 wirken als Federn, indem
sie in diese Nut eingeführt sind. Der Zwischenräume zwischen der Trittleiste 13 und
den Fußbodenplatten 6 sind mit einer wasserdichten Fugenmasse 7 ausgefüllt. Bei der
Fertigung aus den Zwischenräumen herausquellende Fugenmasse 7 wird geglättet.
[0027] Alternativ umfasst die Trittleiste 13 eine Winkelleiste 14, hier eine rechtwinklig
gleichschenklige Winkelleiste 14, welche dann insbesondere wasserdicht mit dem ansonsten
im Wesentlichen eben ausgebildeten Innenbodenabschnitt, hier durch die Fußbodenplatten
6 gebildet, verbunden ist, beispielsweise stoffschlüssig über eine Klebeverbindung.
Eine wasserdichte Anti-Rutsch-Schicht 5 ist auf die Fußbodenplatte 6 aufgetragen und
überlappt einen ersten Schenkel der Winkelleiste 14. Dies bedingt den Vorteil, dass
ein weiteres Bauteil, hier die Trittleiste 13, welche die Winkelleiste 14 umgibt und
damit vor den Fahrgästen verdeckt, nicht mehr mit wasserdichter Fugenmasse abgedichtet
sein muss, sondern lediglich angeschraubt werden kann. Ein freier Bereich 17 zwischen
der Trittleiste 13 und der Anti-Rutsch-Schicht 5 dient zum Ausgleich von Toleranzen.
[0028] Dasselbe Prinzip findet sich in der Fig. 7 wieder, in welcher den Übergang zu einem
Trolleyschrank quergeschnitten ist. Ein erster Schenkel 15 der Winkelleiste 14 ist
parallel zur und auf der Fußbodenplatte 6 angeordnet und ein zweiter Schenkel 16 der
Winkelleiste 14 begrenzt den ansonsten im Wesentlichen eben ausgebildeten Innenbodenabschnitt
des wannenförmig ausgebildeten Innenbodenabschnitts. Der erste Schenkel 15 der Winkelleiste
14 ist zwischen einer wasserdichten Anti-Rutsch-Schicht 5 und einer Fußbodenplatte
6 angeordnet und zumindest mit der wasserdichten Anti-Rutsch-Schicht 5 wasserdicht
verbunden, beispielsweise verklebt. Verdeckt wird die Winkelleiste 14 durch eine Trittleiste
13. Über diese Trittleiste 13 werden im Unterschied zur Trittleiste 13 aus Fig. 7
jedoch keine Menschen gehen, sondern Trolleys geschoben bzw. gezogen. Ein Raum zum
Toleranzausgleich 17 ist ebenfalls vorgesehen.
[0029] Auch in Fig. 8 ist eine Winkelleiste 14 auf einer Fußbodenplatte 6 angeordnet, welche
ihrerseits mit einer wasserdichten Anti-Rutsch-Schicht 5 belegt ist. Die Winkelleiste
14 weist zwei Schenkel 15 und 16 auf, welche in einem Winkel von 90° aufeinander stehen.
Die Winkelleiste 14 bildet hier ein den ansonsten im Wesentlichen eben ausgebildeten
Innenbodenabschnitt des wannenförmig ausgebildeten Innenbodenabschnitts umrandendes
Profil, zusammen mit einer Wand 18. Durch die Wand 18 wird beispielsweise die Galley
von einem Gang oder einem Fahrgastraum abgegrenzt. Zusätzlich weist die Wand 18 ein
U-Profil 19 auf, welches, wie die Winkelleisten 14 aus den Ausführungsbeispielen der
Fig. 6 und 7, nass eingesetzt wird, d.h. mittels Klebstoff oder einer Dichtungs- oder
Fugenmasse, wie z.B. Sikaflex, mit der Bodenplatte 6 verbunden wird. Zusätzlich kann
das U-Profil 19, ebenfalls wie die Winkelleisten 14 aus den Ausführungsbeispielen
der Fig. 6 und 7, mit der Bodenplatte 6 verschraubt werden. Das U-Profil 19 dient
zusätzlich zur Fixierung der Wand 18.
1. Schienenfahrzeug des Personenverkehrs, welches zumindest einen Wagen umfasst,
wobei der Wagen einen wannenförmig ausgebildeten Innenbodenabschnitt (2) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der wannenförmig ausgebildete Innenbodenabschnitt (2) an seinen Rändern ein umlaufendes
Profil aufweist und, dass er ansonsten im Wesentlichen eben ausgebildet ist, wobei
das umlaufende Profil eine Winkelleiste (14) mit zumindest zwei Schenkeln (15, 16)
umfasst, wobei ein erster Schenkel (15) der Winkelleiste horizontal und damit parallel
zum ansonsten im Wesentlichen eben ausgebildeten wannenförmigen Innenbodenabschnitt
angeordnet ist und sich ein zweiter Schenkel (16) der Winkelleiste (14) vertikal erstreckt,
wobei der erste Schenkel (15) der Winkelleiste (14) mit dem ansonsten im Wesentlichen
eben ausgebildeten Innenbodenabschnitt verklebt ist, wobei der zweite Schenkel (16)
der Winkelleiste (14) von einer Wand oder einer Trittleiste (13) verdeckt ist.
2. Schienenfahrzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wannenförmig ausgebildete Innenbodenabschnitt (2) wasserdicht oder wasserdicht
beschichtet ist.
3. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass es Auffangwannen (3) umfasst, welche auf dem Innenboden des Wagens unterhalb wasserführender
Einbaumodule angeordnet sind.
4. Schienenfahrzeug nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auffangwannen (3) aus Edelstahl als Tiefziehteil hergestellt sind.
5. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Auffangwannen (3) bis hinter die wasserführenden Einbaumodule (10) zwischen
den Einbaumodulen (10) und einer Wand des Wagens erstrecken.
6. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass im wannenförmig ausgebildeten Innenbodenabschnitt (2) Abläufe (4) für Flüssigkeiten
vorgesehen sind, zum Herausführen der Flüssigkeiten aus einem Innenraum des Wagens.
7. Schienenfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wannenförmig ausgebildete Innenbodenabschnitt (2) im Bereich eines Gangs mit
einer wasserdichten Anti-Rutsch-Schicht (5) versehen ist, deren Ränder mit einer wasserdichten
Fugenmasse (7) mit den umgebenden Bauteilen verfugt sind.
8. Schienenfahrzeug nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass vertikale Spalte zwischen Einbaumodulen (10, 11, 12) oder Auffangwannen (3), welche
Spalte an den Gang angrenzen, mit der wasserdichten Fugenmasse (7) mindestens 30 mm
hoch verfugt sind.
1. Rail vehicle for passenger transport which comprises at least one carriage,
wherein the carriage has an inner floor portion (2) which is constructed in a trough-like
manner, characterized in that the inner floor portion (2) which is constructed in a trough-like manner has a circumferential
profile at the edges thereof and in that it is otherwise constructed in a substantially planar manner, wherein the circumferential
profile comprises an angular strip (14) having at least two members (15, 16), wherein
a first member (15) of the angular strip is arranged horizontally and consequently
parallel with the otherwise substantially planar trough-like inner floor portion and
a second member (16) of the angular strip (14) extends vertically, wherein the first
member (15) of the angular strip (14) is adhesively bonded to the otherwise substantially
planar inner floor portion, wherein the second member (16) of the angular strip (14)
is covered by a wall or a foot plate (13).
2. The rail vehicle according to Claim 1,
characterized in that
the inner floor portion (2) which is constructed in a trough-like manner is water-tight
or coated in a water-tight manner.
3. Rail vehicle according to either of Claims 1 and 2,
characterized in that
it comprises collection troughs (3) which are arranged on the inner floor of the carriage
below water-carrying fitted modules.
4. Rail vehicle according to Claim 3,
characterized in that
the collection troughs (3) are produced from high-grade steel as deep-drawn components.
5. Rail vehicle according to either of Claims 3 and 4,
characterized in that
the collection troughs (3) extend as far as a location behind the water-carrying fitted
modules (10) between the fitted modules (10) and a wall of the carriage.
6. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that
drains (4) for fluids are provided in the inner floor portion (2) which is constructed
in a trough-like manner in order to guide the fluids from an inner space of the carriage.
7. Rail vehicle according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that
the inner floor portion (2) which is constructed in a trough-like manner is provided
in the region of a passage with a water-tight anti-slip layer (5) whose edges are
joined to the surrounding components by means of a water-tight joining compound (7).
8. Rail vehicle according to Claim 7,
characterized in that
vertical gaps between fitted modules (10, 11, 12) or collection troughs (3), which
gaps adjoin the passage, are joined with the water-tight joining compound (7) at a
depth of at least 30 mm.
1. Véhicule ferroviaire du trafic des voyageurs, qui comprend au moins une voiture,
dans lequel la voiture a une partie (2) de plancher intérieur constituée en forme
de cuvette, caractérisé en ce que la partie (2) de plancher intérieur constituée en forme de cuvette a, sur ses bords,
un profil faisant le tour et en ce qu'elle est constituée sinon sensiblement plane, le profil faisant le tour comprenant
une équerre (14), ayant au moins deux branches (15, 16), une première branche (15)
de l'équerre étant horizontale et ainsi parallèle à la partie du plancher intérieur
en forme de cuvette constituée sinon sensiblement plane, et une deuxième branche (16)
de l'équerre s'étend verticalement, la première branche (15) de l'équerre (14) étant
collée à la partie de plancher intérieur constituée sinon en étant sensiblement plane,
la deuxième branche (16) de l'équerre (14) étant recouverte d'une paroi ou d'un marchepied
(13).
2. Véhicule ferroviaire suivant la revendication 1,
caractérisé
en ce que la partie (2) de plancher intérieur constituée en forme de cuvette est étanche à
l'eau ou est revêtue d'une manière étanche à l'eau.
3. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé
en ce qu'il comprend des cuvettes (3) de captage disposées sur le plancher intérieur de la
voiture, en dessous de modules incorporés de conduite d'eau.
4. Véhicule ferroviaire suivant la revendication 3,
caractérisé
en ce que les cuvettes (3) de captage, en acier fin, sont fabriquées sous la forme de pièces
à emboutissage profond.
5. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 3 ou 4,
caractérisé
en ce que les cuvettes (3) de captage s'étendent jusqu'en dessous des modules (10) incorporés
de conduite d'eau, entre les modules (10) incorporés et une paroi de la voiture.
6. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé
en ce que des évacuations (4) de liquide sont prévues dans la partie (2) de plancher intérieur
constituée sous forme de cuvette pour évacuer les liquides de l'intérieur de la voiture.
7. Véhicule ferroviaire suivant l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé
en ce que la partie (2) de plancher intérieur constituée sous forme de cuvette est pourvue,
dans la partie d'un couloir, d'une couche étanche à l'eau d'antiglissement, dont les
bords sont joints aux éléments constitutifs environnants par une composition (7) d'étanchéité
étanche à l'eau.
8. Véhicule ferroviaire suivant la revendication 7,
caractérisé
en ce que des fentes verticales entre des modules (10, 11, 12) incorporés ou des cuvettes (3)
de captage, lesquelles fentes sont voisines du couloir, ont la composition (7) d'étanchéité
étanche à l'eau à une hauteur d'au moins 30 mm.