[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Hilfsbedienung eines Fahrwegelements.
[0002] Ein solches Verfahren ist beispielsweise aus der veröffentlichten europäischen Patentanmeldung
EP 1 396 413 A1 bekannt.
[0003] Im Bereich der Bahnautomatisierung wird eine Hilfsbedienung eines Fahrwegelements,
die auch als Kommandofreigabe- beziehungsweise KF-Bedienung bezeichnet wird, insbesondere
in solchen Fällen angewendet, in denen eine normale Bedienung vom Stellwerk aus Sicherheitsgründen
abgewiesen werden würde. Ein typisches Szenario für den Einsatz einer Hilfsbedienung
ist somit beispielsweise die Behebung von Störfällen. Da die Bedienung im Falle einer
Hilfsbedienung an der signaltechnisch sicheren Stellwerkslogik vorbeigeht, liegt die
Sicherheitsverantwortung in solchen Fällen in einem nicht unerheblichen Maße bei dem
jeweiligen Bedienpersonal.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein eine besonders hohe betriebliche
Sicherheit aufweisendes Verfahren zur Hilfsbedienung eines Fahrwegelements anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Hilfsbedienung
eines Fahrwegelements, wobei durch ein betriebsleittechnisches System auf zumindest
ein spurgebundenes Fahrzeug bezogene Fahrdaten von einer Steuereinrichtung eines Zugbeeinflussungssystems
empfangen werden und die empfangenen Fahrdaten von dem betriebsleittechnischen System
im Rahmen einer Hilfsbedienung des Fahrwegelements in der Form berücksichtigt werden,
dass das betriebsleittechnische System anhand der Fahrdaten eine Überprüfung in Bezug
auf sich aus der Hilfsbedienung ergebende potenzielle Gefährdungssituationen vornimmt.
[0007] Unter einem Fahrwegelement wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein im spurgebundenen
Verkehr verwendetes Element verstanden, das üblicherweise in der Außenanlage angeordnet
ist und zur Steuerung und/oder Überwachung des spurgebundenen Verkehrs unterschiedliche
Zustände einnehmen beziehungsweise erfassen kann. Bei entsprechenden Fahrwegelementen
kann es sich beispielsweise um Radsensoren, Achszähler, Weichen, Gleissperren oder
auch Bahnübergangsanlagen handeln. Des Weiteren umfasst der Begriff des Fahrwegelements
auch unter Zuhilfenahme von mehreren solchen Komponenten gebildete logische Einheiten,
wie beispielsweise Gleisabschnitte oder Fahrstraßen.
[0008] Gemäß dem ersten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens werden durch ein betriebsleittechnisches
System auf zumindest ein spurgebundenes Fahrzeug bezogene Fahrdaten von einer Steuereinrichtung
eines Zugbeeinflussungssystems empfangen. Dies kann sowohl im unmittelbaren zeitlichen
Zusammenhang mit einer Hilfsbedienung eines Fahrwegelements, d.h. beispielsweise nach
Auslösung beziehungsweise Start einer Hilfsbedienung durch eine Bedienperson, als
auch zeitlich entkoppelt von der eigentlichen Hilfsbedienung, d.h. beispielsweise
in regelmäßigen zeitlichen Abständen, erfolgen. Die derart empfangenen Fahrdaten werden
entsprechend dem zweiten Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens von dem betriebsleittechnischen
System im Rahmen einer Hilfsbedienung des Fahrwegelements berücksichtigt. Dies bedeutet,
dass vor oder während des Durchführens der Hilfsbedienung, d.h. vor einer vollständigen
Ausführung der Hilfsbedienung, eine Berücksichtigung der von der Steuereinrichtung
des Zugbeeinflussungssystems empfangenen Fahrdaten erfolgt.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren bietet den Vorteil, dass mit den auf zumindest ein
spurgebundenes Fahrzeug bezogenen Fahrdaten dem betriebsleittechnischen System über
übliche Systemgrenzen hinweg zusätzliche Informationen zur Verfügung gestellt werden,
die eine zuverlässigere und damit die betriebliche Sicherheit erhöhende Entscheidung
darüber ermöglichen, ob eine angeforderte Hilfsbedienung in der jeweiligen Situation
ausgeführt werden darf beziehungsweise sollte oder nicht. So kann dem jeweiligen Fahrdienstleiter
- oder auch anderem Bedienpersonal des betriebsleittechnischen Systems - eine genauere
Übersicht über die aktuelle Gefährdungslage während einer Hilfsbedienung gegeben werden.
Neben einer Erhöhung der Sicherheit ist hiermit auch eine Entlastung der verantwortlichen
Bedienperson verbunden.
[0010] Erfindungsgemäß werden die empfangenen Fahrdaten von dem betriebsleittechnischen
System im Rahmen der Hilfsbedienung des Fahrwegelements in der Form berücksichtigt,
dass das betriebsleittechnische System anhand der Fahrdaten eine Überprüfung in Bezug
auf sich aus der Hilfsbedienung ergebende potenzielle Gefährdungssituationen vornimmt.
Dies ist vorteilhaft, da somit anhand der Fahrdaten durch das betriebsleittechnische
System selbst eine Überprüfung beziehungsweise Bewertung dahingehend erfolgt, ob sich
aus einer ausgelösten beziehungsweise angeforderten Hilfsbedienung potenzielle Gefährdungssituationen
ergeben können. Hierdurch wird das Bedien- beziehungsweise Betriebspersonal des betriebsleittechnischen
Systems somit vorteilhafterweise in Bezug auf eine Auswertung der von Steuereinrichtung
des Zugbeeinflussungssystems empfangenen und gegebenenfalls auf der Anzeigevorrichtung
des betriebsleittechnischen Systems visualisierten Fahrdaten entlastet.
[0011] Gemäß einer besonders bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden die empfangenen Fahrdaten von dem betriebsleittechnischen System im Rahmen
der Hilfsbedienung des Fahrwegelements zusätzlich in der Form berücksichtigt, dass
die Fahrdaten mittels zumindest einer Anzeigevorrichtung des betriebsleittechnischen
Systems visualisiert werden. Durch eine entsprechende Visualisierung ist es dem Bedienpersonal
vorteilhafterweise möglich, zuverlässiger abzuschätzen, ob eine Hilfsbedienung eines
bestimmten Fahrwegelements in der jeweiligen Situation möglich beziehungsweise zulässig
ist oder nicht. So kann beispielsweise im Falle einer Hilfsbedienung einer Weiche
mittels der Fahrdaten auf einer Anzeigevorrichtung des betriebsleittechnischen Systems
angezeigt werden, ob ein Zug die betreffende Weise aktuell befährt oder sich zumindest
in gefährlicher Nähe zu dieser Weiche aufhält.
[0012] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird von dem betriebsleittechnischen System im Falle des Feststellens einer
sich aus der Hilfsbedienung ergebenden potenziellen Gefährdungssituation ein Warnsignal
ausgegeben. Dabei kann das Ausgeben des Warnsignals einerseits beispielsweise durch
eine entsprechende Visualisierung, etwa in Form einer blinkenden Anzeige und/oder
durch das Einblenden von Warnzeichen, sowie andererseits alternativ oder zusätzlich
hierzu beispielsweise auch durch ein akustisches Warnsignal erfolgen.
[0013] Vorzugsweise kann das erfindungsgemäße Verfahren auch derart weitergebildet sein,
dass durch das betriebsleittechnische System auf den Ort, die Geschwindigkeit und/oder
eine Fahrerlaubnis des zumindest einen spurgebundenen Fahrzeugs bezogene Fahrdaten
von der Steuereinrichtung des Zugbeeinflussungssystems empfangen werden. Dies ist
vorteilhaft, da es sich bei den genannten Größen um solche Fahrdaten handelt, welche
für das Erkennen von Gefährdungssituationen im Rahmen einer Hilfsbedienung besonders
geeignet sind und einer Steuereinrichtung eines Zugbeeinflussungssystems üblicherweise
zur Verfügung stehen. In Abhängigkeit von der Art des jeweiligen Zugbeeinflussungssystems
können Ort und Geschwindigkeit spurgebundener Fahrzeuge von diesen beispielsweise
in entsprechenden Positionsmeldungen, die auch als "Position Reports" bezeichnet werden,
an eine stationäre, zentrale Steuereinrichtung des Zugbeeinflussungssystems gemeldet
werden. Des Weiteren verfügt die Steuereinrichtung des Zugbeeinflussungssystems üblicherweise
über Informationen zu Fahrerlaubnissen, die den durch das Zugbeeinflussungssystem
überwachten und gesicherten spurgebundenen Fahrzeugen erteilt worden sind. Dies betrifft
insbesondere eine auch als "Movement Authority" bezeichnete Information dahingehend,
bis zu welchem Ort beziehungsweise Streckenpunkt sich das jeweilige spurgebundenes
Fahrzeug basierend auf einer vorliegenden Fahrerlaubnis bewegen darf. Durch eine Übermittlung
entsprechender Fahrdaten an das betriebsleittechnische System wird es diesem und/oder
seinem Bedienpersonal ermöglicht, mögliche Risiken im Falle einer Hilfsbedienung zu
erkennen beziehungsweise anhand der Fahrdaten gerade festzustellen, dass eine solche
Hilfsbedienung risikofrei möglich ist. So kann durch eine Einbeziehung einer Fahrerlaubnis
signalisiert beziehungsweise deutlich werden, dass für das Fahrweg- beziehungsweise
Streckenelement, das bedient werden soll, eine Fahrerlaubnis eines Zuges vorliegt
und eine solche Bedienung daher extrem risikoreich wäre. Umgekehrt ist es jedoch auch
denkbar, dass anhand der Fahrerlaubnis deutlich wird, dass sich zwar ein spurgebundenes
Fahrzeug in einem Streckenabschnitt aufhält, die Fahrerlaubnis dieses Fahrzeug jedoch
vor dem Fahrwegelement endet, das mittels der Hilfsbedienung betätigt werden soll.
[0014] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden durch das betriebsleittechnische System auf das zumindest eine spurgebundene
Fahrzeug bezogene signaltechnische sichere Fahrdaten von der Steuereinrichtung des
Zugbeeinflussungssystems empfangen. Als signaltechnisch sicher werden dabei solche
Daten bezeichnet, die den besonders hohen Sicherheitsanforderungen des Bahnbetriebs
nach den für die jeweilige Zulassungsbehörde maßgebenden Vorschriften genügen. Dies
bedeutet, dass bei signaltechnisch sicheren Daten vorteilhafterweise eine unerkannte
Verfälschung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden
kann. Üblicherweise handelt es sich bei den von einer Steuereinrichtung eines Zugbeeinflussungssystems
zur Steuerung und Sicherung der spurgebundenen Fahrzeuge verwendeten Fahrdaten um
solche signaltechnisch sicheren Daten. Dies hat zur Folge, dass solche signaltechnisch
sicheren Fahrdaten auch seitens des betriebsleittechnischen Systems im Rahmen einer
signaltechnisch sicheren Hilfsbedienung verwendet werden können, wodurch sich somit
die Sicherheit der Hilfsbedienung weiter erhöht.
[0015] Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens kann es sich bei der Steuereinrichtung
des Zugbeeinflussungssystems grundsätzlich um eine Steuereinrichtung beliebiger Art
handeln. Dies schließt ein, dass es sich bei der Steuereinrichtung um eine fahrzeugseitige
Steuereinrichtung handeln kann, d.h. eine zusammen mit dem Fahrzeug mobile Steuereinrichtung,
die in Form eines Fahrzeuggerätes auf dem jeweiligen spurgebundenen Fahrzeug angeordnet
ist. In diesem Fall werden die Fahrdaten somit unmittelbar oder mittelbar - beispielsweise
funkbasiert - direkt von dem jeweiligen spurgebundenen Fahrzeug an das betriebsleittechnische
System übermittelt.
[0016] Vorzugsweise kann das erfindungsgemäße Verfahren auch derart ausgestaltet sein, dass
die auf das zumindest eine spurgebundene Fahrzeug bezogenen Fahrdaten durch das betriebsleittechnische
System von einer stationären Steuereinrichtung des Zugbeeinflussungssystems empfangen
werden. Üblicherweise weisen Zugbeeinflussungssysteme stationäre, vorzugsweise in
einer Zentrale angeordnete Steuereinrichtungen auf, welche mit den überwachten und
gesicherten spurgebundenen Fahrzeugen in Kommunikation stehen und in Bezug auf die
Sicherung und Beeinflussung der spurgebundenen Fahrzeuge die Sicherheitsverantwortung
tragen. Entsprechenden stationären Steuereinrichtungen des Zugbeeinflussungssystems
liegen somit in der Regel die Fahrdaten einer Mehrzahl von spurgebundenen Fahrzeugen
vor, die an das betriebsleittechnische System weitergeleitet beziehungsweise übermittelt
werden können. Dies bietet den Vorteil, dass auf zusätzliche Kommunikationsverbindungen
zwischen den spurgebundenen Fahrzeugen und dem betriebsleittechnischen System verzichtet
werden kann, wodurch sich der Aufwand für eine Einführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
vorteilhafterweise reduziert.
[0017] Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Anordnung mit einem betriebsleittechnischen
System sowie einer Steuereinrichtung eines Zugbeeinflussungssystems.
[0019] Hinsichtlich der Anordnung liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Anordnung anzugeben, die ein eine besonders hohe betriebliche Sicherheit aufweisendes
Verfahren zur Hilfsbedienung eines Fahrwegelements unterstützt.
[0020] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Anordnung mit einem betriebsleittechnischen
System sowie einer Steuereinrichtung eines Zugbeeinflussungssystems, wobei das betriebsleittechnische
System ausgebildet ist, von der Steuereinrichtung des Zugbeeinflussungssystems auf
zumindest ein spurgebundenes Fahrzeug bezogene Fahrdaten zu empfangen, wobei das betriebsleittechnische
System ausgebildet ist, die empfangenen Fahrdaten im Rahmen einer Hilfsbedienung eines
Fahrwegelements in der Form zu berücksichtigen, dass es anhand der Fahrdaten eine
Überprüfung in Bezug auf sich aus der Hilfsbedienung des Fahrwegelements ergebende
potenzielle Gefährdungssituationen vornimmt.
[0021] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Anordnung entsprechen denjenigen des erfindungsgemäßen
Verfahrens, so dass diesbezüglich auf die entsprechenden vorstehenden Ausführungen
verwiesen wird. Gleiches gilt hinsichtlich der im Folgenden genannten bevorzugten
Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Anordnung in Bezug auf die entsprechenden bevorzugten
Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens, so dass auch diesbezüglich auf die
entsprechenden vorstehenden Erläuterungen verwiesen wird.
[0022] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung
ist das betriebsleittechnische System ausgebildet, die empfangenen Fahrdaten im Rahmen
der Hilfsbedienung des Fahrwegelements in der Form zu berücksichtigen, dass es die
Fahrdaten mittels zumindest einer Anzeigevorrichtung des betriebsleittechnischen Systems
visualisiert.
[0023] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Anordnung ist das betriebsleittechnische System ausgebildet, im Falle des Feststellens
einer sich aus der Hilfsbedienung ergebenden potenziellen Gefährdungssituation ein
Warnsignal auszugeben.
[0024] Vorzugsweise kann die erfindungsgemäße Anordnung auch derart ausgebildet sein, dass
das betriebsleittechnische System ausgebildet ist, von der Steuereinrichtung des Zugbeeinflussungssystems
auf den Ort, die Geschwindigkeit und/oder eine Fahrerlaubnis des zumindest einen spurgebundenen
Fahrzeugs bezogene Fahrdaten zu empfangen.
[0025] Vorzugsweise ist die erfindungsgemäße Anordnung derart ausgestaltet, dass durch das
betriebsleittechnische System auf das zumindest eine spurgebundene Fahrzeug bezogene
signaltechnisch sichere Fahrdaten von der Steuereinrichtung des Zugbeeinflussungssystems
empfangen werden.
[0026] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Anordnung ist die Steuereinrichtung eine stationäre Steuereinrichtung des Zugbeeinflussungssystems.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Hierzu zeigt die
- Figur
- zur Erläuterung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens in einer
schematischen Skizze eine Anordnung mit einem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
betriebsleittechnischen Systems.
[0028] Es sei darauf hingewiesen, dass es sich bei der Darstellung der Figur um eine stark
vereinfachte schematische Darstellung handelt, in welcher lediglich die zur Erläuterung
der Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie des erfindungsgemäßen
betriebsleittechnischen Systems erforderlichen Komponenten berücksichtigt sind.
[0029] In der Figur ist ein spurgebundenes Fahrzeug 10 in Form eines Schienenfahrzeugs erkennbar,
das sich entlang einer Strecke beziehungsweise eines Gleises 20 bewegt. Das spurgebundene
Fahrzeug 10 weist eine fahrzeugseitige Übertragungseinrichtung 30 auf, mittels derer
es dem spurgebundenen Fahrzeug 10 möglich ist, mit einer streckenseitigen Übertragungseinrichtung
40 funkbasiert zu kommunizieren. Die streckenseitige Übertragungseinrichtung 40 ist
über eine Kommunikationsverbindung 50 an eine stationäre Steuereinrichtung 60 eines
Zugbeeinflussungssystems angebunden. Hierdurch ist es der Steuereinrichtung 60 des
Zugbeeinflussungssystems möglich, von dem spurgebundenen Fahrzeug 10 Daten, etwa in
Form von Informationen zur Position und Geschwindigkeit des Fahrzeugs 10, zu empfangen
sowie Steuerbefehle an das spurgebundene Fahrzeug 10 zu übertragen. Bei entsprechenden
Steuerbefehlen kann es sich beispielsweise um eine auch als "Movement Authority" bezeichnete
Fahrerlaubnis handeln. Diese legt fest, bis zu welchem Ort beziehungsweise Streckenpunkt
sich das spurgebundene Fahrzeug 10 basierend auf der vorliegenden Freigabe durch die
Steuereinrichtung 60 bewegen darf.
[0030] Neben den bereits genannten Komponenten ist in der Figur ein Stellwerk 70 angedeutet.
Das Stellwerk 70 ist über Kommunikationsverbindungen 80 und 90 kommunikationstechnisch
an Fahrwegelemente 100 beziehungsweise 110 in Form von zweikanaligen, zur Fahrtrichtungserkennung
ausgebildeten Radsensoren beziehungsweise Achszählern angebunden. Dabei ermöglichen
es die Kommunikationsverbindungen 80 und 90 einerseits, dass von den Fahrwegelementen
100, 110 Informationen, etwa in Form von Achszählpulsen, an das Stellwerk 70 übermittelt
und von diesem beispielsweise zur Detektion des Belegungszustands des durch die Fahrwegelemente
100, 110 gebildeten Streckenabschnitts verwendet werden können. Darüber hinaus kann
es andererseits dem Stellwerk 70 über die Kommunikationsverbindungen 80, 90 auch möglich
sein, Steuerbefehle an die Fahrwegelemente 100 beziehungsweise 110 zu übermitteln.
[0031] Über eine weitere Kommunikationsverbindung 120 ist das Stellwerk 70 des Weiteren
an ein betriebsleittechnisches System 130 angebunden. Das betriebsleittechnische System
130 dient der Bedienung und Beobachtung des Stellwerks 70 sowie der an diesem angebundenen
Elemente der Außenanlage, d.h. der Fahrwegelemente 100, 110. Hierzu weist das betriebsleittechnische
System 130 - neben weiteren in der Figur nicht dargestellten Komponenten - eine Verarbeitungseinrichtung
140 sowie eine Anzeigevorrichtung 150 auf.
[0032] Im Regelbetrieb des in der Figur dargestellten Systems werden Bedienhandlungen von
einer Bedienperson mittels des betriebsleittechnischen Systems 130 vorgenommen und
nach Übertragung entsprechender Befehle beziehungsweise Daten über die Kommunikationsverbindung
120 durch das Stellwerk 70 ausgeführt.
[0033] Dabei liegt die Sicherheitsverantwortung bei der signaltechnisch sicheren Stellwerkslogik,
so dass Gefährdungen durch mögliche Fehlbedienungen üblicherweise ausgeschlossen werden
können.
[0034] In der Praxis kann nun jedoch die Situation auftreten, dass in besonderen betrieblichen
Situationen oder bei Störungen von dem Bedienpersonal des betriebsleittechnischen
Systems 130 so genannte Hilfsbedienungen, die aufgrund ihres üblichen Bedienungsablaufs
auch als Kommandofreigabe- beziehungsweise KF-Bedienung bezeichnet werden, auszuführen
sind. Hierbei liegt die sicherheitstechnische Verantwortung zu einem wesentlichen
Teil bei dem Bedienpersonal des betriebsleittechnischen Systems 130, da bei entsprechenden
Hilfsbedienungen die sichere Stellwerkslogik nicht involviert ist. Ursache hierfür
ist, dass Hilfsbedienungen gerade in solchen Fällen angewendet werden, in denen eine
normale Bedienung vom Stellwerk aus Sicherheitsgründen abgewiesen werden würde. Im
Rahmen des beschriebenen Ausführungsbeispiels könnte dies beispielsweise den Fall
betreffen, dass von einem Fahrdienstleiter mittels des betriebsleittechnischen Systems
130 das Fahrwegelement 110 in Form des Achszählers - oder ein an die Fahrwegelemente
100, 110 angebundenes weiteres Fahrwegelement in Form eines Achszählrechners - zurück
gesetzt werden soll. Alternativ hierzu könnte es sich bei der betreffenden Hilfsbedienung
beispielsweise auch um eine Fahrstraßenhilfsauflösung, eine Ersatzsignalstellung oder
das Stellen einer gestörten Weiche handeln.
[0035] In all den zuvor genannten Situationen ist es denkbar, dass das Ausführen der betreffenden
Hilfsbedienung unmittelbar oder mittelbar zu einer Gefährdungssituation führt. Um
nun den Fahrdienstleiter in dieser für ihn überaus schwierigen und beanspruchenden
Situation zu entlasten sowie zusätzliche Informationen zur Entscheidung darüber, ob
eine angedachte beziehungsweise ausgelöste Hilfsbedienung tatsächlich umgesetzt werden
soll, bereitzustellen, ist das betriebsleittechnische System 130 über eine Kommunikationsverbindung
160 an die Steuereinrichtung 60 des Zugbeeinflussungssystems angebunden. Hierdurch
wird es dem betriebsleittechnischen System 130 vorteilhafterweise ermöglicht, von
der Steuereinrichtung 60 des Zugbeeinflussungssystems auf das spurgebundene Fahrzeug
10 bezogene Fahrdaten zu empfangen. Im Rahmen des beschriebenen Ausführungsbeispiels
sei hierbei angenommen, dass die betreffenden Fahrdaten Angaben zum Ort, zur Geschwindigkeit
sowie zu einer Fahrerlaubnis, d.h. einer Movement Authority, des spurgebundenen Fahrzeugs
10 umfassen. Vorteilhafterweise handelt es sich dabei bei diesen übermittelten Fahrdaten
um signaltechnische sichere Informationen, die somit eine sehr hohe Zuverlässigkeit
aufweisen.
[0036] In der Folge werden nun die von der Steuereinrichtung 60 des Zugbeeinflussungssystems
an das betriebsleittechnische System 130 übermittelten Fahrdaten von diesem im Rahmen
der Hilfsbedienung eines Fahrwegelements, d.h. beispielsweise des Fahrwegelements
110, verwendet beziehungsweise berücksichtigt. Dies kann einerseits dadurch geschehen,
dass die Fahrdaten auf der Anzeigevorrichtung 150 des betriebsleittechnischen Systems
130 angezeigt beziehungsweise visualisiert werden. Hierzu kann beispielsweise in einer
Übersichtsdarstellung der Gleistopologie die Position des spurgebundenen Fahrzeugs
10 und/oder die für das spurgebundene Fahrzeug gültige Fahrerlaubnis angezeigt werden.
Sofern seitens des betriebsleittechnischen Systems 130 zusätzlich auch Informationen
bezüglich mittels anderer Methoden der Gleisfreimeldung ermittelter Zugstandorte vorliegen,
so ist auch eine vergleichende Darstellung der betreffenden Informationen möglich.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass in Abhängigkeit von der jeweiligen Anwendung die
seitens des Zugbeeinflussungssystems bereitgestellten Orts- beziehungsweise Positionsinformationen
eine höhere Genauigkeit aufweisen können, als dies bei üblichen Gleisfreimeldesystemen
der Fall ist. Dies bedeutet, dass das spurgebundene Fahrzeug 10 beispielsweise innerhalb
des durch die Fahrwegelemente 100, 110 in Form der Achszähler gebildeten Gleisabschnitts
präzise lokalisiert werden kann. Dies kann im Falle einer Hilfsbedienung einer Weiche
beispielsweise dazu genutzt werden, dem Bedienpersonal anzuzeigen, ob ein Zug aktuell
die betreffende Weiche befährt oder sich in unmittelbarer gefährlicher Nähe zu dieser
Weiche befindet.
[0037] Zusätzlich oder alternativ zu einer Visualisierung der Fahrdaten auf der Anzeigevorrichtung
150 des betriebsleittechnischen Systems 130 kann das betriebsleittechnische System
130 auch selbst anhand der empfangenen Fahrdaten eine Überprüfung in Bezug auf sich
aus der Hilfsbedienung ergebende potenzielle Gefährdungssituationen vornehmen. Dies
bietet den Vorteil, dass erkannte Gefährdungssituationen durch das betriebsleittechnische
System 130 signalisiert werden können. So ist es beispielsweise denkbar, dass für
den Fall, dass eine aktuelle Fahrerlaubnis eines Zuges bis zu der Weiche reicht, die
im Rahmen deiner Hilfsbedienung umgestellt werden soll, diese Gefahr dem Fahrdienstleiter
beispielsweise durch eine blinkende Anzeige der Reichweite der Movement Authority
in einer Darstellung der Netzwerktopologie und/oder durch das Einblenden entsprechender
Warnzeichen, etwa in Form in auffälliger Weise hervorgehobener Symbole oder eines
blinkenden Bildschirmrands, signalisiert werden. Neben einer Darstellung in einer
Netzwerkübersicht können entsprechende Warninformationen darüber hinaus auch in anderen
Diagrammen, wie beispielsweise Zeit-Weg-Linien-Diagrammen, eingeblendet werden oder
aber in Form akustischer Warnmeldungen ausgegeben werden.
[0038] Eine Auswertung der Fahrdaten seitens des betriebsleittechnischen Systems 130 führt
somit insgesamt zu einer Erhöhung der Sicherheit von Hilfsbedienungen. Darüber hinaus
kann jedoch hierdurch auch deutlich werden, dass gewünschte Hilfsbedienungen trotz
auf eine mögliche Gefährdung hinweisender Informationen gefahrlos möglich sind. Dies
betrifft beispielsweise den Fall, dass ein Achszähler, d.h. beispielsweise das Fahrwegelement
110, zurückgestellt werden soll, der zu einer aktuell gestellten Fahrstraße gehört.
In diesem Fall wird bei ausschließlich auf Stellwerksinformationen basierenden Systemen
üblicherweise die gesamte Fahrstraße als belegt angezeigt, ohne dass die genaue Position
des Zuges in der Fahrstraße und der Teil der Fahrstraße, für den der Zug eine Movement
Authority besitzt, für den Fahrdienstleiter erkennbar sind. Eine Einbeziehung dieser
Informationen, d.h. der Fahrdaten, die von der Steuereinrichtung 60 des Zugbeeinflussungssystems
sicher verwaltet werden, vereinfacht dem Fahrdienstleiter bei der Durchführung der
Hilfsbedienung die Entscheidung dahingehend, ob die gewünschte Hilfsbedienung in der
jeweiligen Situation möglich ist oder nicht. So ist es beispielsweise denkbar, dass
ein Zug eine Fahrstraße belegt, aber die Fahrerlaubnis beziehungsweise Movement Authority
des Zuges nicht bis zu dem zu bedienenden Fahrwegelement reicht, so dass eine Bedienung
gefahrlos möglich ist.
[0039] Zusammenfassend ist somit zu sagen, dass entsprechend den vorstehend beschriebenen
Ausführungsbeispielen durch das erfindungsgemäße Verfahren sowie das erfindungsgemäße
betriebsleittechnische System durch die Bereitstellung von auf zumindest ein spurgebundenes
Fahrzeug bezogenen Fahrdaten, die aus einem Zugbeeinflussungssystem stammen, die Sicherheit
bei Hilfsbedienungen erhöht und das betroffene Bedienpersonal entlastet wird. Vorteilhafterweise
sind das Verfahren sowie das betriebsleittechnische System hierbei in Verbindung mit
unterschiedlichen Zugbeeinflussungssystemen sowie unterschiedlichen Arten von spurgebundenen
Fahrzeugen einsetzbar. So kann es sich bei dem Zugbeeinflussungssystem, von dessen
Steuereinrichtung die Fahrdaten an das betriebsleittechnische System übermittelt werden,
beispielsweise um das europäische Zugbeeinflussungssystem ETCS (European Train Control
System) Level 2 handeln. Gleichermaßen ist es auch denkbar, dass es sich bei dem Zugbeeinflussungssystem
um ein im Nahverkehrsbereich, etwa für U-Bahnen und Metros, eingesetztes Zugbeeinflussungssystem
handelt. Dementsprechend kann es sich auch bei den durch das jeweilige Zugbeeinflussungssystem
überwachten und gesteuerten spurgebundenen Fahrzeugen um ganz unterschiedliche Arten
von Fahrzeugen handeln. Dies schließt einerseits schienengebundene Fahrzeuge, etwa
in Form von Zügen, U-Bahnen oder Metros, sowie andererseits auch andere Arten von
spurgebundenen Fahrzeugen, etwa in Form von spurgeführten Fahrzeugen mit Gummibereifung,
ein.
1. Verfahren zur Hilfsbedienung eines Fahrwegelements (100, 110), wobei
- durch ein betriebsleittechnisches System (130) auf zumindest ein spurgebundenes
Fahrzeug (10) bezogene Fahrdaten von einer Steuereinrichtung (60) eines Zugbeeinflussungssystems
empfangen werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die empfangenen Fahrdaten von dem betriebsleittechnischen System (130) im Rahmen
einer Hilfsbedienung des Fahrwegelements (100, 110) in der Form berücksichtigt werden,
dass das betriebsleittechnische System (130) anhand der Fahrdaten eine Überprüfung
in Bezug auf sich aus der Hilfsbedienung ergebende potenzielle Gefährdungssituationen
vornimmt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die empfangenen Fahrdaten von dem betriebsleittechnischen System (130) im Rahmen der
Hilfsbedienung des Fahrwegelements (100, 110) in der Form berücksichtigt werden, dass
die Fahrdaten mittels zumindest einer Anzeigevorrichtung (150) des betriebsleittechnischen
Systems (130) visualisiert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
von dem betriebsleittechnischen System (130) im Falle des Feststellens einer sich
aus der Hilfsbedienung ergebenden potenziellen Gefährdungssituation ein Warnsignal
ausgegeben wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch das betriebsleittechnische System (130) auf den Ort, die Geschwindigkeit und/oder
eine Fahrerlaubnis des zumindest einen spurgebundenen Fahrzeugs (10) bezogene Fahrdaten
von der Steuereinrichtung (60) des Zugbeeinflussungssystems empfangen werden.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch das betriebsleittechnische System (130) auf das zumindest eine spurgebundene
Fahrzeug (10) bezogene signaltechnisch sichere Fahrdaten von der Steuereinrichtung
(60) des Zugbeeinflussungssystems empfangen werden.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die auf das zumindest eine spurgebundene Fahrzeug (10) bezogenen Fahrdaten durch das
betriebsleittechnische System (130) von einer stationären Steuereinrichtung des Zugbeeinflussungssystems
empfangen werden.
7. Anordnung mit einem betriebsleittechnischen System (130) sowie einer Steuereinrichtung
(60) eines Zugbeeinflussungssystems, wobei das betriebsleittechnische System (130)
ausgebildet ist, von der Steuereinrichtung (60) des Zugbeeinflussungssystems auf zumindest
ein spurgebundenes Fahrzeug (10) bezogene Fahrdaten zu empfangen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das betriebsleittechnische System (130) ausgebildet ist, die empfangenen Fahrdaten
im Rahmen einer Hilfsbedienung eines Fahrwegelements (100, 110) in der Form zu berücksichtigen,
dass es anhand der Fahrdaten eine Überprüfung in Bezug auf sich aus der Hilfsbedienung
des Fahrwegelements (100, 110) ergebende potenzielle Gefährdungssituationen vornimmt.
8. Anordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das betriebsleittechnische System (130) ausgebildet ist, die empfangenen Fahrdaten
im Rahmen der Hilfsbedienung des Fahrwegelements (100, 110) in der Form zu berücksichtigen,
dass es die Fahrdaten mittels zumindest einer Anzeigevorrichtung (150) des betriebsleittechnischen
Systems (130) visualisiert.
9. Anordnung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das betriebsleittechnische System (130) ausgebildet ist, im Falle des Feststellens
einer sich aus der Hilfsbedienung ergebenden potenziellen Gefährdungssituation ein
Warnsignal auszugeben.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das betriebsleittechnische System (130) ausgebildet ist, von der Steuereinrichtung
(60) des Zugbeeinflussungssystems auf den Ort, die Geschwindigkeit und/oder eine Fahrerlaubnis
des zumindest einen spurgebundenen Fahrzeugs (10) bezogene Fahrdaten zu empfangen.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anordnung derart ausgebildet ist, dass durch das betriebsleittechnische System
(130) auf das zumindest eine spurgebundene Fahrzeug (10) bezogene signaltechnisch
sichere Fahrdaten von der Steuereinrichtung (60) des Zugbeeinflussungssystems empfangen
werden.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinrichtung (60) eine stationäre Steuereinrichtung des Zugbeeinflussungssystems
ist.
1. Method for the auxiliary operation of a track element (100, 110), wherein
- an operation control system (130) receives travel data related to at least one rail-bound
vehicle (10) from a control facility (60) of a train control system, characterised in that
- the received travel data is taken into consideration by the operation control system
(130), as part of an auxiliary operation of the track element (100, 110), such that
the operation control system (130) performs an assessment on the basis of the travel
data with regard to potentially hazardous situations arising from the auxiliary operation.
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the received travel data is taken into consideration by the operation control system
(130) as part of the auxiliary operation of the track element (100, 110), such that
the travel data is visualised by means of at least one display apparatus (150) of
the operational control system (130).
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
the operation control system (130) outputs a warning signal in the event that a potentially
hazardous situation arising from the auxiliary operation is detected.
4. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the operation control system (130) receives travel data relating to the location,
the speed and/or a movement authority of the at least one rail-bound vehicle (10)
from the control facility (60) of the train control system.
5. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the operation control system (130) receives fail-safe travel data relating to the
at least one rail-bound vehicle (10) from the control facility (60) of the train control
system.
6. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the travel data relating to the at least one rail-bound vehicle (10) is received by
the operation control system (130) from a stationary control facility of the train
control system.
7. Arrangement with an operation control system (130) as well as a control facility (60)
of a train control system, wherein the operation control system (130) is embodied
to receive travel data relating to at least one rail-bound vehicle (10) from the control
facility (60) of the train control system,
characterised in that
the operation control system (130) is embodied to take into consideration the received
travel data as part of an auxiliary operation of a track element (100, 110), such
that it performs an assessment on the basis of the travel data with regard to potentially
hazardous situations arising from the auxiliary operation of the track element (100,
110).
8. Arrangement according to claim 7,
characterised in that
the operation control system (130) is embodied to take into consideration the received
travel data as part of the auxiliary operation of the track element (100, 110), such
that it visualises the travel data by means of at least one display apparatus (150)
of the operational control system (130).
9. Arrangement according to claim 7 or 8,
characterised in that
the operation control system (130) is embodied to output a warning signal in the event
that a potentially hazardous situation arising from the auxiliary operation is detected.
10. Arrangement according to one of claims 7 to 9,
characterised in that
the operation control system (130) is embodied to receive travel data relating to
the location, the speed and/or a movement authority of the at least one rail-bound
vehicle (10) from the control facility (60) of the train control system.
11. Arrangement according to one of claims 7 to 10,
characterised in that
the arrangement is embodied such that the operation control system (130) receives
fail-safe travel data relating to the at least one rail-bound vehicle (10) from the
control facility (60) of the train control system.
12. Arrangement according to one of claims 7 to 11,
characterised in that
the control facility (60) is a stationary control facility of the train control system.
1. Procédé de commande auxiliaire d'un élément (100, 110) de voie, dans lequel
- il est reçu, d'un dispositif (60) de commande d'un système d'arrêt automatique des
trains, par un système (130) de commandement, des données de marche, se rapportant
à au moins un véhicule (10) guidé,
caractérisé en ce que
- les données de marche reçues sont prises en compte par le système (130) de commandement,
dans le cadre d'une commande auxiliaire de l'élément (100, 110) de voie en ce sens
que le système (130) de commandement effectue, à l'aide des données de marche, un
contrôle en ce qui concerne des situations potentielles de danger provenant de la
commande auxiliaire.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
les données de marche reçues sont prises en compte par le système (130) de commandement
dans le cadre de la commande auxiliaire de l'élément (100, 110) de voie en ce sens
que les données de marche sont visualisées au moyen d'au moins un dispositif (150)
d'affichage du système (130) de commandement.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que,
s'il est constaté une situation potentielle de danger provenant de la commande auxiliaire,
un signal d'alerte est émis par le système (130) de commandement.
4. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est reçu, du dispositif (60) de commande du système d'arrêt automatique des trains,
par le système (130) de commandement, des données de marche se rapportant à l'emplacement,
à la vitesse et/ou à une autorisation de marche du au moins un véhicule (10) guidé.
5. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
il est reçu, par le système (130) de commandement, du dispositif (60) de commande
du système d'arrêt automatique des trains, des données de marche sécurisées en technique
du signal se rapportant au au moins un véhicule (10) guidé.
6. Procédé suivant l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les données de marche, se rapportant au au moins un véhicule (10) guidé, sont reçues
par le système (130) de commandement, d'un dispositif de commande fixe du système
d'arrêt automatique des trains.
7. Agencement comprenant un système (130) de commandement, ainsi qu'un dispositif (60)
de commande d'un système d'arrêt automatique des trains, le système (130) de commandement
étant constitué pour recevoir, du dispositif (60) de commande du système d'arrêt automatique
des trains, des données de marche se rapportant à au moins un véhicule (10) guidé,
caractérisé en ce que
le système (130) de commandement est constitué, pour tenir compte des données de marche
reçues dans le cadre d'une commande auxiliaire d'un élément (100, 110) de voie, en
ce sens, qu'à l'aide des données de voie, il effectue un contrôle en ce qui concerne
des situations potentielles de danger provenant de la commande auxiliaire de l'élément
(100, 110) de voie.
8. Agencement suivant la revendication 7,
caractérisé en ce que
le système (130) de commandement est constitué pour tenir compte des données de marche
reçues dans le cadre de la commande auxiliaire de l'élément (100, 110) de voie, en
ce sens qu'il visualise les données de marche au moyen d'au moins un dispositif (150)
d'affichage du système (130) de commandement.
9. Agencement suivant la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
le système (130) de commandement est constitué pour émettre un signal d'alerte s'il
est constaté une situation potentielle de danger provenant de la commande auxiliaire.
10. Agencement suivant l'une des revendications 7 à 9,
caractérisé en ce que
le système (130) de commandement est constitué pour recevoir, du dispositif (60) de
commande du système d'arrêt automatique des trains, des données de marche se rapportant
à l'emplacement, la vitesse et/ou l'autorisation de marche du au moins un véhicule
(10) guidé.
11. Agencement suivant l'une des revendications 7 à 10,
caractérisé en ce que
l'agencement est constitué de manière à recevoir, par le système (130) de commandement,
du dispositif (60) de commande du système d'arrêt automatique des trains, des données
de marche, sécurisées en technique du signal, se rapportant au au moins un véhicule
(10) guidé.
12. Agencement suivant l'une des revendications 7 à 11,
caractérisé en ce que
le dispositif (60) de commande est un dispositif de commande fixe du système d'arrêt
automatique des trains.