(19)
(11) EP 2 820 209 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
22.03.2017  Patentblatt  2017/12

(21) Anmeldenummer: 13765687.2

(22) Anmeldetag:  13.09.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E05B 65/10(2006.01)
E05B 63/00(2006.01)
E05B 9/08(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2013/069044
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2014/041135 (20.03.2014 Gazette  2014/12)

(54)

BESCHLAG MIT BETÄTIGUNGSHANDHABE FÜR EINE TÜR, FENSTER ODER DERGLEICHEN MIT ADAPTERLAGERPLATTE

FITTING WITH AN ACTUATING HANDLE FOR A DOOR, WINDOW OR SIMILAR COMPRISING AND ADAPTER BEARING PLATE

FERRURE POURVUE D'UNE POIGNÉE D'ACTIONNEMENT POUR UNE PORTE, UNE FENÊTRE OU ANALOGUES, COMPORTANT UN PLAQUE D'ADAPTATION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 13.09.2012 DE 102012018418
21.12.2012 DE 102012025514
21.12.2012 DE 102012025513
21.12.2012 DE 102012025512
21.12.2012 DE 102012025515

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
07.01.2015  Patentblatt  2015/02

(73) Patentinhaber: Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH
72458 Albstadt (DE)

(72) Erfinder:
  • BADE, Markus
    40670 Meerbusch (DE)
  • KLASZKA, Johannes
    72461 Albstadt (DE)
  • SCHNEKENBURGER, Rudolf
    78586 Deilingen (DE)

(74) Vertreter: Louis Pöhlau Lohrentz 
Patentanwälte Postfach 30 55
90014 Nürnberg
90014 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 0 989 268
EP-A2- 1 355 025
WO-A1-2010/113191
DE-U1-202009 000 506
EP-A1- 1 348 824
EP-A2- 2 273 043
DE-U1- 8 328 207
US-B1- 6 205 825
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Beschlag mit Betätigungshandhabe für eine Tür, Fenster oder dergleichen. Die Tür bzw. das Fenster weist eine in einem ortsfesten Rahmen gelagerten Flügel auf. Der Flügel ist vorzugsweise als Drehflügel ausgebildet, z. B. in Bändern am ortsfesten Rahmen gelagert, vorzugsweise als Anschlagdrehflügel. Bei der Tür oder dem Fenster kann es sich um eine einflügelige oder auch mehrflügelige Tür bzw. Fensteranlage handeln. Bei der Betätigungshandhabe handelt es sich um eine Betätigungsstangenhandhabe mit einer Griffstange, die vorzugsweise um eine horizontale Achse schwenkbar ist, die parallel zur Flügelebene angeordnet ist. Der Beschlag umfasst neben der Griffstange eine Lagereinrichtung zur bewegbaren Lagerung der Griffstange, ein Schloss mit Schlossmechanik mit Riegel und/oder Schlossfalle, sowie eine Anschlusseinrichtung zu dem Schloss, wobei die Schlossmechanik mit Riegel und/oder Schlossfalle im Flügel anordenbar ist.

    [0002] Die Anschlusseinrichtung weist eine Kupplungswelle auf, um die Griffstange mit einer Schlossnuss der Schlossmechanik zu verbinden. Die Anschlusseinrichtung kann hierfür außer der Kupplungswelle gegebenenfalls noch ein entsprechendes Getriebe aufweisen. Zur Befestigung des Beschlags auf dem Flügel weist die Lagereinrichtung eine Lagerplatte auf, wobei der Flügel zur Befestigung der Lagereinrichtung ein erstes Bohrbild aufweist.

    [0003] In der Praxis sind solche Beschläge mit Griffstange, z.B. als Türbeschläge oder Fensterbeschläge bekannt. Wenn die Tür in einem Flucht- und Rettungsweg angeordnet ist, muss der Beschlag entsprechende Anforderungen erfüllen. Ein Türbeschlag in Flucht- und Rettungswegen wird in der Praxis als sogenannter Panikbeschlag bezeichnet. In der Praxis sind solche Beschläge als Panikstangenbeschläge bekannt, bei denen die Betätigungshandhabe also als Betätigungsstange ausgebildet ist, die parallel zur Flügelebene angeordnet ist, und zwar in der Regel horizontal ausgerichtet.

    [0004] Die Beschläge weisen in der Praxis jeweils spezielle Lagereinrichtungen auf, wobei die Befestigungslöcher in den Lagerplatten bei den unterschiedlichen Ausführungen mit unterschiedlichem Bohrbild ausgebildet sind. Es gibt hier Beschläge mit einem im Wesentlichen runden Grundriss der Lagereinrichtung (Rundrosetten) und Beschläge mit einem im Wesentlichen ovalen, länglichen Grundriss der Lagereinrichtung (Längsrosetten). Die Flügel, auf denen die Beschläge zu befestigen sind haben zum Teil ein Befestigungsbohrbild für Rundrosetten und zum Teil ein Befestigungsbohrbild für Längsrosetten. In der Praxis müssen daher für Türen jeweils dem Bohrbild des Türflügels zugeordnete Beschläge mit passendem Bohrbild angeboten werden. Dies erfordert jeweils türspezifische Ausführungen von Beschlägen des spezifischen Bohrbilds der Türen einerseits und begrenzt den freien Anwendungsbereich der Beschläge andererseits, da die Beschläge jeweils Flügel mit entsprechendem Bohrbild erforderlich machen.

    [0005] Die Dokumente EP 0 989 268 A1, DE 83 28 207 U1, EP 2 273 043 A2 beschreiben Beschläge mit als schwenkbare Griffstange ausgebildeter Betätigungshandhabe. Die Beschläge umfassen jeweils eine Lagereinrichtung zur bewegbaren Lagerung der Griffstange. Weiter ist jeweils eine Anschlusseinrichtung vorgesehen, um die Betätigungshandhabe mit einer Schlossnuss einer im Flügel angeordneten Schlossmechanik mit einem Riegel und/oder mit einer Schlossfalle zu verbinden. Die Lagereinrichtung weist jeweils eine Lagerplatte auf, um die Lagereinrichtung auf dem Flügel zu befestigen. Weiter ist eine Adapterlagerplatte vorgesehen zur Befestigung der Lagereinrichtung auf dem Flügel unter Zwischenschaltung der Adapterlagerplatte zwischen der Lagerplatte der Lagereinrichtung und dem Flügel. Abhängig von der Orientierung der Adapterplatte und der Lagereinrichtung relativ zueinander und zum Flügel wird eine Verwendung der Lagereinrichtung für links- und rechts-anschlagende Flügel und/oder für unterschiedliche Drehrichtungen der Schlossnuss realisiert.

    [0006] Aus dem Dokument EP 1 355 025 A2 ist ein Beschlag mit als schwenkbare Griffstange ausgebildeter Betätigungshandhabe bekannt. Der Beschlag umfasst eine Lagereinrichtung zur Lagerung der bewegbaren Griffstange und zur Lagerung einer Schlossmechanik mit Riegelelement auf dem Türflügel. Bei diesem Beschlag handelt es sich um eine so genannte aufliegende Lösung, bei denen das Riegelelement schwenkbar an der Lagereinrichtung auf dem Türflügel gelagert ist. Bei dieser Konstruktion ist nicht vorgesehen, dass im Türflügel eine Schlossmechanik mit Riegel und/oder Schlossfalle angeordnet ist. Weiter ist eine Adapterlagerplatte vorgesehen zur Befestigung der Lagereinrichtung auf dem Flügel unter Zwischenschaltung der Adapterlagerplatte zwischen der Lagereinrichtung und dem Flügel. Abhängig von der Orientierung der Adapterplatte und der Lagereinrichtung relativ zueinander wird eine Verwendung der Lagereinrichtung für links- und rechts-anschlagende Flügel realisiert.

    [0007] Aus den Dokumenten US 6,205,825 B2, EP 1 348 824 A1 und WO 2010 / 113 191 A1 sind Beschläge mit als verschiebbare Druckstange ausgebildeter Betätigungshandhabe bekannt. Die Beschläge umfassen jeweils eine Lagereinrichtung zur Lagerung der bewegbaren Druckstange und zur Lagerung einer Schlossmechanik mit Riegelelement auf dem Türflügel. Bei diesen Beschlägen handelt es sich um so genannte aufliegende Lösungen, bei denen das Riegelelement schwenkbar an der Lagereinrichtung auf dem Türflügel gelagert ist. Bei diesen Konstruktionen ist nicht vorgesehen, dass im Türflügel eine Schlossmechanik mit Riegel und/oder Schlossfalle angeordnet ist. Weiter ist bei diesen Beschlägen eine Adapterlagerplatte vorgesehen zur Befestigung der Lagereinrichtung auf dem Flügel unter Zwischenschaltung der Adapterlagerplatte zwischen einer Lagereinrichtung und dem Flügel. Die in US 6,205,825 B2 und in WO 2010 / 113 191 A1 beschriebenen Adapterlagerplatten dienen zur Vereinfachung der Montage der Lagereinrichtung auf dem Flügel. Die in EP 1 348 824 A1 beschriebene Adapterplatte dient zur Einstellbarkeit der Position der Lagereinrichtung auf dem Flügel in Bezug auf das rahmenseitige Schließblech.

    [0008] Aus Dokument DE 20 2009 000 506 U1 ist eine Befestigungsvorrichtung für ein elektromagnetisches Türschloss bekannt. Die Befestigungsvorrichtung weist eine Befestigungsplatte, ein Gehäuse und eine zweite Halterung auf. Die zweite Halterung wird durch einen Durchgang des Gehäuses und dann in eine Schraubenöffnung der Befestigungsplatte gesetzt, so dass das Gehäuse mit der Befestigungsplatte verbunden ist.

    [0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen eingangs genannten Beschlag mit einer Griffstange so weiterzuentwickeln, dass er ohne weiteres an Türen mit unterschiedlichem Bohrbild eingesetzt werden kann.

    [0010] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Gegenständen der nebengeordneten Hauptansprüche 1 und 3.

    [0011] Bei diesen beiden Lösungen ist wesentlich, dass eine Adapterlagerplatte vorgesehen ist zur Befestigung der Lagereinrichtung des Beschlags auf dem Flügel. Die Adapterlagerplatte - auch kurz Adapterplatte genannt - wird dabei zwischen der eigentlichen Lagerplatte der Lagereinrichtung und dem Flügel zwischengeschaltet. Die Adapterlagerplatte weist Befestigungslöcher auf, die entsprechend dem flügelspezifischen ersten Bohrbild angeordnet sind und sie weist Gewindebefestigungsstellen mit Außengewinde oder Innengewinde auf, die entsprechend einem der Lagerplatte des Beschlags zugeordnetem zweiten Bohrbild angeordnet sind. Die Lagerplatte der Lagereinrichtung weist zur Befestigung auf der Adapterlagerplatte Befestigungslöcher auf, die entsprechend diesem zweiten Bohrbild angeordnet sind. Die Lagerplatte der Lagereinrichtung ist vorzugsweise einstückig mit der Lagereinrichtung ausgebildet. Die Adapterlagerplatte ist hingegen vorzugsweise als separate Platte ausgebildet.

    [0012] Bei der Adapterlagerplatte handelt es sich vorzugsweise um eine Platte mit einem ebenen, plattenförmigen Körper mit einer ebenen Auflagefläche, mit der die Adapterlagerplatte in der Montageposition auf der Flügeloberfläche aufliegt. Auf der von der Auflagerfläche abgewanden Seite weist die Adapterlagerplatte eine vorzugsweise ebenfalls ebene Lagerfläche auf, auf der in der Montageposition die Lagerplatte des Beschlags aufliegt. Die Lagerplatte kann als ebener plattenförmiger Körper ausgebildet sein oder aber auch als ebener plattenförmiger Abschnitt eines Lagerkörpers, der von dem plattenförmigen Abschnitt z.B. abstehende Lagerschenkel aufweisen kann. Wesentlich ist, dass die Adapterlagerplatte Befestigungslöcher aufweist, die in dem ersten Bohrbild angeordnet sind, das identisch ist mit dem Bohrbild, das auf dem Flügel vorgesehen ist. Weiter ist wesentlich, dass die Adapterlagerplatte Befestigungsstellen aufweist, die in einem zweiten Bohrbild angeordnet sind, wobei dieses zweite Bohrbild identisch ist mit dem Bohrbild der Befestigungslöcher, die in der Lagerplatte ausgebildet sind.

    [0013] Bei der Betätigungshandhabe des Beschlags handelt es sich um eine Betätigungsstange, vorzugsweise ausgeführt als Panikbetätigungsstange für den Einsatz an Türen in Flucht- und Rettungswegen. Sie ist als Griffstangenhandhabe ausgebildet. Die Griffstangenhandhaben sind zur Betätigung um eine zur Flügelebene parallele Achse schwenkbar
    Die Anschlusseinrichtung zu dem Schloss kann bei dem Beschlag vorzugsweise als Drehanschluss mit einer Anschlusswelle ausgebildet sein, vorzugsweise senkrecht auf die Flügelebene gerichtet und in eine Schlossnuss einer im Flügel angeordneten Schlossmechanik eingreifend. Die Anschlusswelle kann die Drehbewegung der Betätigungshandhabe unmittelbar über die Anschlusswelle auf die Schlossnuss übertragen. Die Anschlusseinrichtung kann jedoch auch mit einem Getriebe zusammenwirken, um die Bewegung der Betätigungshandhabe in eine Drehbewegung der Anschlusswelle umzuwandeln, wie dies vorzugsweise bei Ausführungen mit Griffstangen oder Druckstangen ausgeführt werden kann.

    [0014] Bei der Lösung gemäß Hauptanspruch 1 ist besonders wichtig,
    • dass die Gewindebefestigungsstellen als Gewindezapfen mit Außengewinde oder als Gewindehülsen mit Innengewinde ausgebildet sind,
    • dass die Gewindezapfen und/oder die Gewindehülsen von der Oberseite der Adapterlagerplatte senkrecht abstehend angeordnet sind, und
    • dass die Gewindezapfen und/oder die Gewindehülsen auf der Oberseite der Adapterlagerplatte aufgeschweißt oder durch andere Fügeverbindung befestigt sind.


    [0015] Bei der Lösung gemäß Hauptanspruch 3 ist besonders wichtig,
    • dass die Adapterlagerplatte eine Anschlussöffnung zum Durchgriff der Anschlusseinrichtung oder eines Teils der Anschlusseinrichtung aufweist und die Lagerplatte eine Anschlussöffnung zum Durchgriff der Anschlusseinrichtung oder eines Teils der Anschlusseinrichtung aufweist, wobei in der Montageposition die Anschlussöffnung der Lagerplatte mit der Anschlussöffnung der Adapterplatte fluchtet,
    • dass die Befestigungslöcher in der Adapterlagerplatte in einer ersten Linie nebeneinander angeordnet sind und die Gewindebefestigungsstellen auf oder in der Adapterlagerplatte in einer zweiten Linie nebeneinander angeordnet sind, und dass die erste Linie sich mit der zweiten Linie schneidet,
    • dass die erste Linie sich mit der zweiten Linie senkrecht kreuzt, und
    • dass der Schnittpunkt der ersten Linie und der zweiten Linie zentral in der Anschlussöffnung der Adapterlagerplatte angeordnet ist,
    • oder dass die erste Linie versetzt zu der zweiten Linie ist oder sich mit der zweiten Linie überlappt.


    [0016] Es ist zweckmäßig, wenn die Adapterlagerplatte und die Lagerplatte jeweils eine Anschlussöffnung aufweisen zum Durchgriff der Anschlusseinrichtung, vorzugsweise zum Durchgriff einer Anschlusswelle, im Folgenden auch als Kupplungswelle bezeichnet. Hierfür ist vorgesehen, dass in der Montageposition die Anschlussöffnung der Lagerplatte mit der Anschlussöffnung der Adapterlagerplatte fluchtet, sodass ein Durchgriff der Kupplungswelle möglich ist. Bei bevorzugten Ausführungen der Adapterlagerplatte ist die Anschlussöffnung in zentraler Position der Adapterlagerplatte. Entsprechendes gilt für die Anordnung der Anschlussöffnung in der Lagerplatte, d.h. auch die Lagerplatte weist bei bevorzugten Ausführungen eine Anschlussöffnung auf, die in zentraler Position der Lagerplatte ausgebildet ist.

    [0017] Bei bevorzugten Ausführungen sind die Befestigungslöcher der Adapterlagerplatte beiderseits der Anschlussöffnung in der Adapterlagerplatte angeordnet. Was die Anordnung der Gewindebefestigungsstellen der Adapterlagerplatte betrifft, ist bei bevorzugten Ausführungen vorgesehen, dass die Gewindebefestigungsstellen auf oder in der Adapterlagerplatte beiderseits der Anschlussöffnung der Adapterlagerplatte angeordnet sind.

    [0018] Die Gewindebefestigungsstellen können als Gewindezapfen mit Außengewinde oder als Gewindehülsen mit Innengewinde oder Gewindelöcher mit Innengewinde ausgebildet sein. Die Befestigung der Lagerplatte auf der Adapterlagerplatte kann dann praktikabel durch eine Verschraubung erfolgen. Auf die Gewindezapfen mit Außengewinde kann eine Befestigungsmutter aufgeschraubt werden. In die Gewindehülsen mit Innengewinde oder in die Gewindelöcher mit Innengewinde kann eine Befestigungsschraube eingeschraubt werden.

    [0019] Von Vorteil ist, wenn die Gewindezapfen und/oder die Gewindehülsen von der Oberseite der Adapterlagerplatte senkrecht abstehen. Damit kann auf besonders einfache Weise die Montage und Verschraubung erfolgen. Auf die von der Oberseite abstehenden Gewindezapfen bzw. Gewindehülsen kann die Lagerplatte bei der Montage aufgesteckt werden und sodann die Verschraubung erfolgen. Bei besonders günstig zu fertigenden Ausführungen der Adapterlagerplatte können die Gewindezapfen und/oder Gewindehülsen auf der Oberseite der Adapterlagerplatte abstehend aufgeschweißt oder in dieser abstehenden Position in anderer Weise, vorzugsweise durch Fügeverbindung fixiert sein. Die Fixierung kann auch durch Schweißen, z.B. auch durch Löten, Kleben oder Prägen und/oder Pressen erfolgen.

    [0020] Was die Ausgestaltung der Befestigungslöcher in der Adapterlagerplatte betrifft, handelt es sich vorzugsweise um Senklöcher, um die Befestigung der Adapterlagerplatte auf dem Flügel über Senklochschrauben durchzuführen.

    [0021] Was die Anordnung der Befestigungslöcher und Befestigungsstellen in der Adapterlagerplatte und in der Lagerplatte betrifft, ergibt sich eine besonders günstige und sichere Montage, wenn die Anordnung des ersten Bohrbilds relativ zur Anordnung des zweiten Bohrbilds aufeinander abgestimmt ist. Bei bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen, dass die Befestigungslöcher in der Adapterlagerplatte in einer ersten Linie nebeneinander angeordnet sind und die Gewindebefestigungsstellen auf oder in der Adapterlagerplatte in einer zweiten Linie nebeneinander angeordnet sind. Es sind hier unterschiedliche Ausführungen möglich, bei denen die erste Linie sich mit der zweiten Linie schneidet und/oder versetzt zu dieser zweiten Linie ist oder die erste Linie mit der zweiten Linie überlappt. Im Falle der sich schneidenden ersten und zweiten Linie sehen besonders bevorzugte Ausführungen vor, dass die erste Linie sich mit der zweiten Linie senkrecht kreuzt. Der Kreuzungspunkt bzw. der Schnittpunkt der ersten Linie und der zweiten Linie kann hierbei vorzugsweise zentral in der Anschlussöffnung der Adapterlagerplatte und/oder zentral in der Anschlussöffnung der Lagerplatte angeordnet sein.

    [0022] Vorteilhafterweise sehen Ausführungen der Adapterlagerplatten, bei denen die Befestigungslöcher in einer ersten Linie nebeneinander und die Gewindebefestigungsstellen in einer zweiten Linie nebeneinander angeordnet sind, auch vor, dass der Abstand der Befestigungslöcher in der ersten Linie identisch oder unterschiedlich ist mit dem Abstand der Gewindebefestigungsstellen in der zweiten Linie. Zum einen kann dies damit korrelieren, dass die Befestigungslöcher im Flügel beispielsweise aufgrund einer bestehenden Norm einen bestimmten Lochabstand und eine bestimmte Anordnung aufweisen und die Befestigungslöcher in der Lagerplatte der Lagereinrichtung des Beschlags einen anderen nicht auf das Bohrbild des speziellen Flügels abgestimmtes Bohrbild mit anderem Lochabstand aufweisen.

    [0023] Bei bevorzugten Ausführungen ist die Grundrissfläche der Adapterlagerplatte größer als die Grundrissfläche der Lagerplatte der Lagereinrichtung des Beschlags. Bei diesen Ausführungen ist es möglich, die Lagerplatte auf der Adapterlagerplatte zu montieren, wobei in den nicht überlappten, d.h. in den freien Bereichen der Adapterplatte die Befestigungslöcher zur Befestigung der Adapterlagerplatte angeordnet sind. Vorzugsweise können die Befestigungslöcher der Adapterlagerplatte an gegenüberliegenden äußeren Randabschnitten der Adapterlagerplatte, die von der Lagerplatte der Lagereinrichtung nicht überlappt werden, ausgebildet sein.

    [0024] Optische Vorteile und auch Vorteile gegen eine Beschädigung der Lager ergeben sich mit Ausführungen, bei den vorgesehen ist, dass eine Abdeckhaube vorgesehen ist, durch die die auf der Adapterlagerplatte befestigt angeordnete Lagereinrichtung mitsamt der Adapterlagerplatte abdeckbar ist. Die Abdeckhaube kann hierfür eine spezielle Formgestaltung aufweisen, um die gesamte Lagereinrichtung einschließlich der darunterliegenden Adapterlagerplatte vollständig abzudecken. Bevorzugte Ausführungen sehen in diesem Sinne vor, dass die Abdeckhaube an gegenüberliegenden Randbereichen jeweils abgeflacht unter Ausbildung einer Stufe ausgebildet ist, wobei der abgeflachte Randbereich der Abdeckhaube jeweils einen von der Lagerplatte der Lagereinrichtung nicht überlappten Randbereich der Adapterlagerplatte überdeckt, wobei in diesem Randbereich der Adapterlagerplatte jeweils mindestens eines der Befestigungslöcher der Adapterlagerplatte ausgebildet sein kann.

    [0025] Zur Befestigung der Abdeckhaube kann bei bevorzugten Ausführungen vorgesehen sein, dass die Adapterlagerplatte mindestens an zwei gegenüberliegenden Randabschnitten jeweils einen nach oben gebogenen Rand aufweist, der zur Befestigung der Abdeckhaube dient. Es kann eine Klemmschraube vorgesehen sein, die in ein Gewindeloch in der Abdeckhaube derart eingeschraubt wird, dass sie mit ihrem einen Ende den nach oben gebogenen Rand der Adapterlagerplatte untergreift oder in diesen eingreift.

    [0026] Die Betätigungshandhabe ist, wie bereits erwähnt, als Griffstange ausgebildet. Hierbei ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass die Lagereinrichtung einen im Querschnitt U-förmigen Lagerkörper aufweist, der zwei von der Lagerplatte abstehende U-Schenkel aufweist, wobei die U-Schenkel die miteinander fluchtende Lageraufnahmen aufweisen, in denen ein Drehlager angeordnet ist, das eine Lagerwelle der Griffstange aufnimmt. Die Lagerwelle der Griffstange kann um eine parallel zur Flügelebene angeordnete Achse schwenkbar sein. Der Beschlag mit der Betätigungshandhabe als Griffstange kann vorzugsweise am Flügel so montiert werden, dass die Griffstange horizontal angeordnet ist. Vertikale Anordnungen der Griffstange sind jedoch auch möglich.

    [0027] Vorzugsweise bei Ausführungen des Beschlags mit Griffstange als Betätigungshandhabe kann vorteilhafterweise vorgesehen sein, dass die Anschlusseinrichtung eine Kupplungswelle aufweist. Diese kann vorzugsweise senkrecht zur Flügelebene angeordnet sein und mit ihrem einen Ende in eine Schlossnuss der Schlossmechanik drehfest eingreifen und mit ihrem anderen Ende mit einem Mitnehmer zusammenwirken, der mit der Lagerwelle der Griffstange drehfest ausgebildet ist. Die Lagerwelle der Griffstange kann, wie vorangehend bereits erörtert vorzugsweise parallel zur Flügelebene angeordnet sein, sodass über das Mitnehmergetriebe eine rechtwinkelige Umkehr der Bewegungsrichtung erhalten wird.

    [0028] Weitere Ausgestaltungsmöglichkeiten ergeben sich aus den Figuren, in denen besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele gezeigt sind.

    [0029] Die Figuren zeigen:
    Figur 1a
    eine Draufsicht eines ersten Ausführungsbeispiels sowie Schnittansichten entlang Schnittlinie A-A einer Betätigungsstangeneinrichtung, wobei die Schlossmechanik im Flügel nicht dargestellt ist;
    Figur 1b:
    eine Ansicht der linken Seite der Betätigungsstangeneinrichtung in Figur 1a, in Explosionsdarstellung sowie eine teilweise geschnittene Seitenansicht und eine teilweise geschnittene Draufsicht, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
    Figur 1c:
    eine Ansicht der rechten Seite der Betätigungsstangeneinrichtung in Figur 1a, in Explosionsdarstellung sowie eine teilweise geschnittene Seitenansicht und eine teilweise geschnittene Draufsicht, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
    Figur 1d
    eine perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels in Fig. 1a;
    Figur 2a
    ein perspektivische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Betätigungsstangeneinrichtung, wobei die linke Seite der Betätigungsstangeneinrichtung mit der Lagereinrichtung mit Adapterplatte jedoch ohne Abdeckkappe dargestellt ist, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
    Figur 2b
    eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels in Figur 2a; jedoch in Draufsicht von oben her;
    Figur 2c
    eine perspektivische Gesamtansicht des Ausführungsbeispiels in Fig. 2a;
    Figur 3a
    eine Figur 2a entsprechende perspektivische Darstellung des selben Ausführungsbeispiels, jedoch mit aufgesetzter Aufdeckkappe, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
    Figur 3b
    eine Figur 3a entsprechende perspektivische Darstellung, jedoch mit der Abdeckkappe transparent dargestellt, ohne eingesetzte Betätigungsstange;
    Figur 4
    eine perspektivische Draufsicht einer Adapterplatte wie sie in dem Ausführungsbeispiel der Figuren 3a und 3b eingesetzt ist, in Einzeldarstellung;
    Figur 5
    eine Stirnansicht eines Türflügels, an dessen Innenseite eine Betätigungsstange und an dessen Außenseite ein Türknauf montiert ist.


    [0030] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen handelt es sich jeweils um einen Betätigungsstangenbeschlag für eine Tür, vorzugsweise für eine Tür in Flucht- und Rettungswegen. Die Ausführungsbeispiele, die in den Figuren dargestellt sind, sind im Aufbau sehr ähnlich. Die gleichen bzw. funktionsgleichen Bauteile sind in den Figuren mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Der Betätigungsstangenbeschlag ist in der folgenden Beschreibung auch als Betätigungsstangenhandhabe oder Betätigungsstangeneinrichtung bezeichnet.

    [0031] Die Betätigungsstangenhandhabe der Ausführungsbeispiele der Figuren ist gemäß der Nomenklatur der DIN EN 1125 als "Griffstange" ausgebildet. Gemäß der Norm handelt es sich um eine Typ A Stangenbetätigung. Die Typ A Betätigungsstange - die sogenannte Griffstange - weist eine horizontale Schwenkachse auf, um die die Betätigungsstange bei ihrer Betätigung von Hand schwenkbar ist.

    [0032] Wie in Figur 1a gezeigt, ist die Betätigungsstange 1 über eine linksseitige Lagereinrichtung 2 und eine rechtsseitige Lagereinrichtung 2 auf dem Türflügel TF gelagert. Die Betätigungsstange 1 weist an ihren Enden jeweils einen Hebelarm 1 h auf, sodass sie die Formgestalt eines U-Bügels aufweist. Die freien Enden der Hebelarme 1 h sind in den Lagereinrichtungen 2, 2 um eine Schwenkachse XA schwenkbar gelagert. Der Beschlag, d. h. die Betätigungsstangeneinrichtung ist auf dem Türflügel so montiert, dass die Betätigungsstange 1 und dementsprechend die Schwenkachse XA parallel zur Türflügelebene und zwar horizontal ausgerichtet sind. Durch Schwenken der Betätigungsstange 1 um diese horizontale Achse XA durch Herunterdrücken von Hand wird die im Türflügel angeordnete Schlossmechanik, an die die Betätigungsstangeneinrichtung angeschlossen ist, in Auf-Richtung betätigt. Die Schlossmechanik ist in dem Türflügel unmittelbar unterhalb von einer der Lagereinrichtungen 2 angeordnet und über eine in der Lagereinrichtung 2 angeordnete Anschlusseinrichtung 3 angeschlossen. Die Einwirkung der Betätigungsstangeneinrichtung einschließlich der Anschlusseinrichtung 3 auf die Schlossmechanik wird im Einzelnen noch beschrieben.

    [0033] Die Betätigungsstange 1 weist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen an ihren beiden Enden jeweils drehfest den Hebelarm 1h, 1h auf. Das freie Ende jedes Hebelarms ist drehfest mit einer abtriebsseitigen Lagerwelle 2a verbunden. Die Lagerwellen 2a sind jeweils parallel zur Betätigungsstange 1 ausgerichtet. Sie stehen von dem betreffenden freien Hebelarmende auf der von der Betätigungsstange 1 abgewandeten Seite nach außen ab. Die Lagerwelle 2a lagert jeweils in der ihr zugeordneten Lagereinrichtung 2 und zwar die linke Lagerwelle 2a in der linken Lagereinrichtung 2 und die rechte Lagerwelle 2a in der rechten Lagereinrichtung 2.

    [0034] Der Anschluss der Betätigungsstange 1 an den Lagereinrichtungen 2, 2 ist in den dargestellten Ausführungsbeispielen ein sogenannter Axialkonzeptanschluss. Das heißt, zum Anschluss der Hebelarmenden an der Lagerwelle 2a der zugeordneten Lagereinrichtung 2 greift ein axialer Anschlussstutzen der Lagerwelle 2a in eine Ausnehmung am freien Ende des Hebelarms ein. Abgewandelte Ausführungen, bei denen der Anschluss der Hebelarme 1 h jeweils radial an der Lagerwelle 2a erfolgt, sind möglich mit im übrigen gleicher Ausgestaltung.

    [0035] Wie am besten in den Figuren 1b und 1c sowie in den Figuren 2a und 2b zu erkennen ist, ist die Lagereinrichtung 2 jeweils aus einem Lagerkörper 2k gebildet. Der Lagerkörper 2k ist im Querschnitt U-förmig. Er weist eine Lagerplatte 2p auf, von der senkrecht nach oben U-Schenkel 2u abstehen. Die U-Schenkel 2u weisen miteinander verfluchtende Lageraufnahmen auf. Die Lageraufnahmen sind von der jeweils zugeordneten Lagerwelle 2a derartig durchgriffen, dass die Lagerwelle jeweils mit ihren Enden in den zugeordneten Lageraufnahmen in den U-Schenkeln 2u drehbar um die Achse XA gelagert sind. Wie die Figuren 1b und 1c erkennbar machen, ist das eine Ende der Lagerwelle 2a unmittelbar in der Lagerausnehmung eingesteckt und drehbar gelagert, das andere Ende der Lagerwelle trägt eine auf der Lagerwelle 2a drehbar gelagerte Lagerbuchse 2b, die drehfest in der zugeordneten Lageraufnahme eingesteckt ist.

    [0036] Auf der Lagerwelle 2a ist jeweils eine Schenkelfeder 2s gelagert, die sich, wie Figur 2b zeigt, mit ihrem einen Ende an einem Anschlagbolzen im U-Schenkel 2u abstützt und mit Ihren anderen Ende einen mit der Lagerwelle 2a festen Hebelmitnehmer 2m abstützt. Die drehfeste Verbindung der Lagerwelle 2a mit dem Hebelarm 1 h der Befestigungsstange 1 erfolgt über einen Sechskant, wie aus den Figuren 1b und 1c am besten zu erkennen ist. Der Sechskant greift in die Lageraufnahme des Hebelarms doppelt ein.

    [0037] Zur Übertragung der Schwenkbewegung der Lagerwelle 2a auf die in den Figuren nicht dargestellte Schlossmechanik ist, wie in der Figur 1b rechte Darstellung und in der Figur 1c mittlere Darstellung zu erkennen ist, einen Kupplungsbolzen 3k mit einem drehfest verbundenen Mitnehmer 3m vorgesehen. Der Kupplungsbolzen 3k greift in eine in den Figuren nicht dargestellte Schlossnuss, die Teil der im Türflügel montierten Schlossmechanik ist. Die Schlossnuss stellt eine Drehaufnahme der Schlossmechanik dar. Sie ist so angeordnet, dass der Kupplungsbolzen 3k axial fluchtend einsetzbar ist. Zur drehfesten Kupplung weist der Kupplungsbolzen einen Vierkant auf. Die Schlossnuss treibt die Schlossmechanik an, indem der Kupplungsbolzen 3k durch Betätigung der Betätigungsstange 1 gedreht wird. Zwischen der Lagerwellen 2a und dem Kupplungsbolzen 3k ist ein Getriebe angeordnet, das bei Drehung der Lagerwellen 2a eine Drehung des Kupplungsbolzens 3k bewirkt. Das Getriebe ist dadurch ausgebildet, dass der auf der Lagerwelle 2a drehfeste Hebelmitnehmer 2m und der auf dem Kupplungsbolzen 3k drehfeste Mitnehmer 3m zusammenwirken, d.h. der Hebelmitnehmer 2m betätigt den Mitnehmer 3m, während die Betätigungsstange 1 durch Betätigung von Hand nach unten geschwenkt wird. Dabei wird die Schenkelfeder 2s gespannt. Sie dient dazu nach der Betätigung der Druckstange, diese unter Wirkung der Feder 2s wieder zurückzustellen.

    [0038] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Schloss vorzugsweise als Steckschloss ausgebildet im Türflügel verdeckt montiert. Der Schlossriegel wirkt mit einem im ortsfesten Türrahmen oder in einem angrenzenden Standflügel ausgebildetem Schließblech zusammen. Bei abgewandelten Ausführungsbeispielen kann das Schloss auch als auf dem Türflügel aufliegend montiertes Schloss ausgebildet sein. Der durch die Betätigungsstange gesteuerte Riegel kann mit einem auf dem ortsfesten Türrahmen aufliegend montiertem Schließblech zusammenwirken. Das Schloss kann vorzugsweise in der Betätigungsstangeneinrichtung, z.B. in einem Lagergehäuse integriert sein.

    [0039] Figur 5 zeigt einen Türflügel 17 an dessen Innenseite eine Betätigungsstangenhandhabe 1 und an dessen Außenseite ein Türknauf oder Türdrücker 10 montiert ist. Bei der Betätigungsstangenhandhabe 1 handelt es sich um eine Griffstange, d.h. Typ A Betätigungsstange, und zwar um eine Ausführung entsprechend den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 4. Es handelt sich um eine Griffstange, bei der der linke und rechte Hebelarm der Betätigungsstange jeweils an der horizontalen Lagerwelle der zugeordneten Lagereinrichtung axial angeschlossen ist, d.h. eine Ausführung des sogenannten Axialkonzeptes.

    [0040] Die Schwenkachse XA, der also eine sogenannte Griffstange bildende Betätigungsstange 1 ist, in der Darstellung in Figur 5 eingezeichnet. Sie verläuft senkrecht zur Zeichnungsebene. Der Knauf oder Türdrücker 10, der an der Außenseite des Türflügels TF montiert ist, ist ebenfalls lediglich schematisch dargestellt. Wesentlich ist, dass die Achse X des Türknaufs oder Drückers 10 in derselben Höhe über dem Boden angeordnet ist, in der die Schwenkachse XA der Griffstange verläuft und auch die Achse XN der Nuss des im Türflügel TF eingebauten Einsteckschlosses angeordnet ist. Vorteilhafterweise ist bei diesem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die Befestigung der Griffstange 1 im Lochbild der Rosette des an der Außenseite des Türflügels montierten Türdrückers oder Türknaufs 10 erfolgt.

    [0041] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen ist die Lagereinrichtung 2 der Betätigungsstangeneinrichtung über eine Adapterplatte 5 auf dem Türflügel montiert. Die Adapterplatte 5 ist zwischen der Lagerplatte 3p des Lagerkörpers 3k und der Oberseite des Türflügels TF angeordnet, wie dies aus den Figuren 2b und 3b am besten zu erkennen ist. In der Figur 4 ist die Adapterplatte 5 als Einzelteil dargestellt.

    [0042] Die Adapterplatte 5 weist eine zentrale Durchgriffsöffnung für den Kupplungszapfen 3k auf. Die Durchgriffsöffnung ist vorangehend als Anschlussöffnung bezeichnet. In der Montageposition ist diese Durchgriffsöffnung der Adapterplatte 5 fluchtend mit der Durchgriffsöffnung der Lagerplatte 2p angeordnet und zwar derart, dass die zentralen Mittelachsen der Durchgriffsöffnungen miteinander fluchten.

    [0043] Wesentlich ist, dass die Adapterplatte 5 Befestigungslöcher 5f aufweist, die zur Befestigung am Türflügel TF vorgesehen sind. Die Befestigungslöcher 5f sind als Senklöcher ausgebildet, sodass die Befestigungsschrauben mit ihrem Schraubenkopf plan eingreifen können. In der Darstellung in Figur 2a und Figur 3a sind in den Befestigungslöchern 5f keine Befestigungsschrauben eingesetzt dargestellt. Die Befestigungslöcher 5f in der Adapterplatte 5 sind in einem ersten Bohrbild ausgebildet, das identisch ist mit dem Bohrbild der Befestigungslöcher im Türflügel TF. Das Bohrbild der Befestigungslöcher im Türflügel TF ist bei Normtüren genormt. Die Adapterplatte 5 ist mit dem Bohrbild ihrer Befestigungslöcher 5f auf das betreffende Bohrbild des Türflügels abgestellt.

    [0044] Die Lagerplatte 2p weist hingegen Befestigungslöcher 2f auf, die in einem zweiten Bohrbild angeordnet sind. Diese Befestigungslöcher fluchten in der Montageposition mit Gewindezapfen 5g, die von der Adapterplatte 5 nach oben abstehen.

    [0045] Das zweite Bohrbild, das also die Befestigungslöcher 2f in der Lagerplatte 2p bilden ist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen das Bohrbild von sogenannten Langrosetten. Das erste Bohrbild, das im Türflügel TF ausgebildet ist, ist bei den dargestellten Ausführungsbeispielen das Bohrbild von sogenannten Rundrosetten. Die Befestigungslöcher dieses ersten Bohrbilds sind in einer horizontalen Linie nebeneinander angeordnet. Im Unterschied hierzu sind die Löcher des zweiten Bohrbilds in einer vertikalen Linie untereinander angeordnet. Der Lochabstand der Löcher des zweiten Bohrbilds ist größer als der Lochabstand der Löcher des ersten Bohrbilds. Wie in den Figuren für die dargestellten Ausführungsbeispiele dargestellt, schneidet die vertikale Verbindungslinie der Löcher des zweiten Bohrbilds die horizontale Verbindungslinie der Löcher des ersten Bohrbilds in der Anordnung eines Kreuzes, wobei der Kreuzungspunkt im Zentrum der aufeinanderliegenden Adapterplatte 5 und Lagerplatte 2p liegt und zwar im Zentrum der den Kupplungsbolzen 2k aufnehmenden Aufnahmeöffnungen.

    [0046] Wie in den Figuren 2a, 2b, 3b und 4 zu erkennen ist, sind in dem dargestellten Fall die Befestigungslöcher 5f in gegenüberliegenden seitlichen Randbereichen der Adapterplatte 5 angeordnet und zwar in Bereichen, die von der in der Montageposition aufliegenden Lagerplatte 2p der Lagereinrichtung 2 nicht überdeckt sind. Die Befestigungslöcher 5f und darin eingesetzte Befestigungsschrauben sind somit in der Montageposition von außen zugänglich. Die Figuren 2a und 3b zeigen die Befestigungslöcher 5f ohne eingesetzte Befestigungsschrauben.

    [0047] Die Befestigungslöcher 2f in der Lagerplatte 2p der Lagereinrichtung 2 sind ebenfalls in der Montageposition zugängig. Sie sind im Bereich der beiden Enden der Lagerplatte 2p zwischen den beiden U-Schenkeln 2u des Lagerkörpers 2k angeordnet. Die Figuren 2a und 3b zeigen, wie in der Montageposition die Gewindezapfen 5g der Adapterplatte 5 durch die Befestigungslöcher 2f der Lagerplatte hindurch greifen und jeweils über eine auf das freie Ende der Gewindezapfen 5g aufgeschraubten Mutter die Schraubverbindung hergestellt ist.

    [0048] In den Figuren 3a und 3b ist eine Abdeckhaube 6 auf die Lagereinrichtung 2 aufgesetzt. Die Abdeckhaube 6 deckt dabei die gesamte Lagereinrichtung 2 und die darunterliegende Adapterplatte 5 ab. Die Abdeckhaube 6 hat hierfür eine spezielle Formgestaltung und zwar derart, dass sie hut- oder kappenförmig ausgebildet ist mit einem oberen Kopfabschnitt, der die Lagereinrichtung 2 überdeckt und einem unteren Erweiterungsabschnitt, der die Adapterplatte 5 abdeckt, und zwar einschließlich der die Lagerplatte 2p überstehenden Seitenbereiche der Adapterplatte 6.

    [0049] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen weist die Betätigungsstangenhandhabe einen besonderen konstruktiven Aufbau auf, der durch einen Schalenaufbau der Hebelarme 1 h gekennzeichnet ist. Die Hebelarme 1 h sind bei den dargestellten Ausführungsbeispielen aus zwei Schalenteilen 1 h1, 1 h2 zusammengesetzt. In dem Schalenteil 1h1 ist eine Lagerausnehmung ha ausgebildet zur drehfesten Aufnahme der Lagerwelle 2a. Die Lagerausnehmung ha ist als geschlossene Ausnehmung ausgebildet, die als Steckaufnahme das Anschlussende der Lagerwelle 2a drehfest aufnimmt. Geschlossene Ausnehmung bedeutet, dass der Rand der Ausnehmung ha den Umfang des Anschlussendes der Lagerwelle 2a umgibt, dass heißt umschließt. Im dargestellten Fall ist diese Lageraufnahme ha als im Querschnitt komplementär mit dem Querschnitt des Anschlussendes der Lagerwelle 2a, im dargestellten konkreten Fall jeweils als Querschnitt mit Sechskantkontur.

    [0050] Das andere Schalenteil hat 1 h2 liegt in der Montageposition auf dem Schalenteil 1h1 in Art einer Abdeckung auf unter Ausbildung eines den Hebelarm 1 h bildenden zusammengesetzten Körpers.

    [0051] An dem von der Lageraufnahme ha abgewandten Ende bilden die aufeinanderliegenden Schalenteile 1 h1, 1 h2 eine Halterungsausnehmung hb zur Aufnahme der Betätigungsstange 1. Hierfür ist in den beiden Schalenteilen 1h1, 1h2 in dem betreffenden Endabschnitt eine Hälfte hb1, hb2 der Halterungsausnehmung hb ausgebildet. Die Halterungsausnehmung hb weist, wie aus den Figuren 1b und 1c erkennbar ist, einen länglichen Querschnitt auf. Die Betätigungsstange 1 weist einen hierzu komplementären Querschnitt auf, sodass sie in ihrer montierten Stellung in der Aufnahme hb drehfest gehaltert ist. Die Montage erfolgt vorzugsweise so, dass die Betätigungsstange 1 mit ihrem Ende in die Halterungshälfte des Schalenteils 1h1 eingelegt wird und sodann das Schalenteil 1h2 auf das Schalenteil 1h1 aufgesetzt wird und über die Schraubverbindung die beiden Schalenteile 1h1 und 1h2 zusammengespannt werden. In den Explosionsdarstellungen der Figuren 1b und 1c ist für jeden Hebelarm hierfür eine Schraube vorgesehen. Zur Herstellung der Schraubverbindung wird die Schraube mit ihrem Schraubenschaft in ein Durchgangsloch im Schalenteil 1h1 auf Anschlag eingesteckt und das Schraubenende in einem im Schalenteil 1h2 ausgebildeten Gewindeloch eingeschraubt.

    [0052] Das Schalenteil 1h2 ist in dem in den Figuren dargestellten Fall jeweils in Art einer Abdeckung ausgebildet. Das Schalenteil weist quer zu seiner Längserstreckung einen Querschnitt auf, der winkelig ist, bestehend aus zwei rechtwinkelig zueinander angeordneten Schenkeln. In der Montageposition liegt der obere Schenkel auf der Oberseite des Schalenteils 1h1 auf. Der seitliche Schenkel deckt die Seite des Hebelarms ab, und zwar die Außenseite, die von der Betätigungsstange abgewandt ist. Dieser Schenkel überdeckt dabei auch die äußere Stirnseite der Halterungsaufnahme, in der das Ende der Betätigungsstange 1 eingesteckt ist. Damit erhält der Hebelarm auf seiner Außenseite, die von der Betätigungsstange 1 abgewandt ist, eine geschlossene Abdeckung, die gebildet ist durch das Schalenteil 1h2. Das Schalenteil 1h2, das so die äußere Seitenfläche des jeweiligen Hebelarms abdeckt, erstreckt sich auf der Oberseite des Hebelarms von dem unteren Ende bis über ein Teil des oberen Endes des Schalenteils 1h1, welches die Lagerausnehmung aufweist. Somit wird der Hebelarm bei Draufsicht von oben weitgehend oder nahezu vollständig durch das Schalenteil 1h2 abgedeckt.

    [0053] Die beiden Hebelarme weisen auf den einander zugewandten Innenseiten jeweils eine Längsfuge auf, die durch die in diesem Bereich einander angrenzenden Längsränder der Schalenteile 1h1 und 1h2 gebildet wird.

    [0054] Das in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiel der Betätigungsstangenhandhabe mit Griffstange ist, wie erläutert, unter Verwendung der Adapterplatte 5 am Türflügel TF montierbar. Das Lochbild der Adapterplatte 5 erlaubt es, die Lagereinrichtung 2 der Betätigungsstangenhandhabe in dem Lochbild des Türflügels TF zu montieren. Das Lochbild des Türflügels ist in dem dargestellten Fall als Lochbild einer Rundrosette ausgebildet, d.h. zwei Löcher in einer horizontalen Lochreihe. Das Lochbild der Adapterplatte 5 entspricht diesem Lochbild. Die in der Lagereinrichtung 2 der Betätigungsstangenhandhabe integrierte Lagerplatte 2p weist ein eigenes Lochbild auf, das in dem dargestellten Fall das Lochbild einer Vertikalrosette ist, d.h. zwei Löcher in einer vertikalen Lochreihe. Die Betätigungsstangenhandhabe mit der Lagereinrichtung 2 mit integrierter Lagerplatte 2p mit Lochbild der Vertikalrosette kann als Standardausführung der Betätigungsstangenhandhabe ausgebildet sein. Der Monteur setzt dann jeweils vor Ort zur Montage der Lagereinrichtung 2 am Türflügel TF die Adapterplatte 5 ein, die ein dem Lochbild des Türflügels entsprechendes Lochbild aufweist. Vorteilhaft ist es, wenn eine Reihe unterschiedlicher Adapterplatten mit jeweils unterschiedlichem Lochbild zur Verfügung steht. Es muss dann jeweils die Adapterplatte, die das zu dem Lochbild des Türflügels passende Lochbild aufweist, ausgewählt werden.

    [0055] Alternativ ist es auch möglich, dass die Auswahl der Adapterplatte 5 und ihr Anbringen an der Lagereinrichtung 2 bereits im Rahmen der Fertigung erfolgt, um unterschiedliche Ausführungen der Betätigungsstangenhandhabe mit einer Lagereinrichtung mit jeweils spezifischem Lochbild zu fertigen. Hierfür kann ein Fertigungsbausatz vorgesehen sein, bei dem die Lagereinrichtung 2 und die Adapterplatte 5 jeweils separate Komponenten darstellen. Die Komponente Lagereinrichtung kann als einheitliche Standardkomponente ausgebildet sein, die nur in einer Ausführung vorliegt, während die Komponente Adapterplatte 5in unterschiedlichen Ausführungen in dem Fertigungsbausatz enthalten sein kann. Die unterschiedlichen Ausführungen der Adapterplatte 5 unterscheiden sich dann jeweils im Lochbild. Für die Fertigung der Betätigungsstangenhandhabe mit bestimmtem Lochbild wird die Komponente Lagereinrichtung 2 und die passende Ausführung der Komponente Adapterplatte kombiniert, indem im Rahmen der Fertigung die betreffende Adapterplatte in oder an der Lagereinrichtung so angebracht wird, dass das Lochbild der Adapterplatte zugänglich ist, um die Lagereinrichtung über die Befestigungsschrauben am Türflügel zu montieren.

    [0056] Es ist auch möglich, einen Fertigungsbausatz so auszubilden, dass die Komponente Lagereinrichtung 2 keine Lagerplatte 2p mit eigenem Lochbild aufweist, sondern die Lagereinrichtung 2 anstelle der Lagerplatte 2p mit Lochbild nur einen bodenseitigen Auflegerbereich aufweist, auf dem die Adapterplatte 5 im Rahmen der Fertigung anbringbar ist. Die Adapterplatte 5 ist in diesem Fall als eine Komponente in unterschiedlichen Ausführungen ausgebildet, wobei die unterschiedlichen Ausführungen sich darin unterscheiden, dass sie unterschiedliches Lochbild aufweisen. Durch das Aufbringen einer entsprechenden Ausführung der Adapterplatte 5 auf die als einheitliche Komponente zur Verfügung stehende Lagereinrichtung 2 können dann je nach Ausführung der Adapterplatte 5 unterschiedliche Ausführungen der Lagereinrichtung 2 im Rahmen der Fertigung ausgebildet werden. Die Adapterplatte 5 könnte in oder auf dem Auflegerbereich der Lagereinrichtung zum Beispiel durch Schweißen oder andere Fügeverbindung angebracht werden. Der bodenseitige Auflegerbereich der Lagereinrichtung 2 kann für eine solche Verbindung bereits vorbereitet ausgeführt sein, z.B. als bodenseitiger Rahmen oder Bodenplatte mit entsprechender Ausnehmung in dem Bereich, in welchem die Adapterplatte 5 die Löcher des Befestigungslochbilds aufweist.

    [0057] Die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele sind wie erläutert Typ A Betätigungsstangen, dass heißt sogenannte Griffstangen, die zur Betätigung um eine horizontale Drehachse schwenkbar sind. Es sind jedoch auch abgewandelte Ausführungsbeispiele möglich, bei denen die Betätigungsstangen als Typ B Betätigungsstangen (siehe DIN EN 1125) ausgeführt sind, dass heißt sogenannte Druckstangen, die zur Betätigung senkrecht zur Flügelebene in Art einer linearen Schiebebewegung bewegbar sind. Die Montage dieser abgewandelten Ausführungsbeispiele mit Typ B Betätigungsstange kann hinsichtlich der Montage in Löchern bestimmten Lochbilds gegebenenfalls auch mit Adapterplatte, vergleichbar wie in den Figuren dargestellt, erfolgen.

    [0058] Die Lagereinrichtungen der Typ B Betätigungsstangenhandhabe können ein entsprechendes Bohrlochbild wie die Lagereinrichtungen der Typ A Betätigungsstangenhandhabe, die in den Figuren dargestellt sind, aufweisen. Sie können separate Lagerplatten mit einem Lochbild für die Befestigungsschrauben aufweisen. Die Lagerplatten können aber auch als durchgehende Bodenplatte in der Lagereinrichtung integriert sein mit einem linken und einem rechten Endabschnitt der Bodenplatte, in dem die Befestigungslöcher in dem betreffenden Lochbild ausgebildet sind. In entsprechender Weise können auf dieser Lagerplatte eine oder mehrere Adapterplatten in dem Endabschnitt oder eine durchgehende gemeinsame Adapterplatte angebracht sein oder die Lagerplatte bzw. Lagerplatten können durch entsprechende Adapterplatten ersetzt oder durch Aufbringen der Adapterplatten ergänzt werden, um über die Adapterplatten das Lochbild bzw. die Lochbilder zu erhalten, über die die Lagereinrichtung auf dem Flügel mittels der Befestigungsschrauben befestigbar ist.

    Bezugszeichenliste



    [0059] 
    TF
    Türflügel
    XA
    Schwenkachse
    XN
    Achse der Schlossnuss 4n
    X
    Achse des Türdrückers 10
    1
    Betätigungsstange, Griffstange
    1h
    Hebelarm
    1h1
    Schalenteil
    1h2
    Schalenteil
    ha
    Lageraufnahme
    hb
    Halterungsaufnahme
    2b
    Lagerbuchse
    2a
    Lagerwelle
    2m
    Hebelmitnehmer
    2s
    Schenkelfeder
    2
    Lagereinrichtung
    2k
    Lagerkörper
    2u
    U-Schenkel
    2p
    Lagerplatte
    2f
    Befestigungslöcher (zweites Bohrbild)
    3
    Anschlusseinrichtung
    3k
    Kupplungsbolzen
    3m
    Mitnehmer
    4n
    Schlossnuss
    5
    Adapterlagerplatte
    5f
    Befestigungslöcher (erstes Bohrbild)
    5g
    Gewinde
    6
    Abdeckkappe
    6k
    Klemmschraube



    Ansprüche

    1. Beschlag mit Betätigungshandhabe für eine Tür, Fenster oder dergleichen mit einem in einem ortsfesten Rahmen gelagerten Flügel, umfassend eine Betätigungshandhabe als Griffstange (1), eine Lagereinrichtung (2) zur bewegbaren Lagerung der Betätigungshandhabe (1), ein Schloss mit Schlossmechanik mit Riegel und/oder Schlossfalle, eine Anschlusseinrichtung (3) zu dem Schloss, wobei die Schlossmechanik mit Riegel und/oder Schlossfalle im Flügel anordenbar ist, wobei vorgesehen ist,

    - dass die Anschlusseinrichtung (3) eine Kupplungswelle (3k) gegebenenfalls mit Getriebe aufweist, um die Betätigungshandhabe (1) mit einer Schlossnuss der Schlossmechanik zu verbinden, und die Lagereinrichtung (2) eine Lagerplatte (2p) aufweist, um die Lagereinrichtung (2) auf dem Flügel (TF), der ein erstes Bohrbild aufweist, zu befestigen, und

    - dass die Lagereinrichtung (2) einen im Querschnitt U förmigen Lagerkörper (2k) aufweist, der zwei von der Lagerplatte (2p) abstehende U-Schenkel (2u) aufweist, wobei die U-Schenkel (2u) miteinander fluchtende Lageraufnahmen aufweisen, in denen ein Drehlager angeordnet ist, das eine Lagerwelle (2a) der Griffstange (1) aufnimmt,

    - dass eine Adapterlagerplatte (5) vorgesehen ist zur Befestigung der Lagereinrichtung (2) auf dem Flügel (TF) unter Zwischenschaltung der Adapterlagerplatte (5) zwischen der Lagerplatte (2p) der Lagereinrichtung (2) und dem Flügel (TF),

    dadurch gekennzeichnet,

    - dass die Adapterlagerplatte (5) Befestigungslöcher (5f) aufweist, die entsprechend dem flügelspezifischen ersten Bohrbild angeordnet sind, und Gewindebefestigungsstellen (5g) mit Außengewinde oder Innengewinde aufweist, die entsprechend einem zweiten Bohrbild angeordnet sind,

    wobei die Lagerplatte (2p) der Lagereinrichtung (2) Befestigungslöcher (2f) aufweist, die entsprechend dem zweiten Bohrbild angeordnet sind, und

    - dass die Gewindebefestigungsstellen (5g) als Gewindezapfen mit Außengewinde oder als Gewindehülsen mit Innengewinde ausgebildet sind,

    - dass die Gewindezapfen und/oder die Gewindehülsen von der Oberseite der Adapterlagerplatte (5) senkrecht abstehend angeordnet sind, und

    - dass die Gewindezapfen und/oder die Gewindehülsen auf der Oberseite der Adapterlagerplatte (5) aufgeschweißt oder durch andere Fügeverbindung befestigt sind.


     
    2. Beschlag nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Adapterlagerplatte (5) eine Anschlussöffnung zum Durchgriff der Anschlusseinrichtung (3) oder eines Teils der Anschlusseinrichtung (3) aufweist und die Lagerplatte (2p) eine Anschlussöffnung zum Durchgriff der Anschlusseinrichtung (3) oder eines Teils der Anschlusseinrichtung (3) aufweist, wobei in der Montageposition die Anschlussöffnung der Lagerplatte (2p) mit der Anschlussöffnung der Adapterplatte (5) fluchtet.
     
    3. Beschlag mit Betätigungshandhabe für eine Tür, Fenster oder dergleichen mit einem in einem ortsfesten Rahmen gelagerten Flügel, umfassend eine Betätigungshandhabe als Griffstange (1), eine Lagereinrichtung (2) zur bewegbaren Lagerung der Betätigungshandhabe (1), ein Schloss mit Schlossmechanik mit Riegel und/oder Schlossfalle, eine Anschlusseinrichtung (3) zu dem Schloss, wobei die Schlossmechanik mit Riegel und/oder Schlossfalle im Flügel anordenbar ist, wobei vorgesehen ist,

    - dass die Anschlusseinrichtung (3) eine Kupplungswelle (3k) gegebenenfalls mit Getriebe aufweist, um die Betätigungshandhabe (1) mit einer Schlossnuss der Schlossmechanik zu verbinden, und die Lagereinrichtung (2) eine Lagerplatte (2p) aufweist, um die Lagereinrichtung (2) auf dem Flügel (TF), der ein erstes Bohrbild aufweist, zu befestigen, und

    - dass die Lagereinrichtung (2) einen im Querschnitt U förmigen Lagerkörper (2k) aufweist, der zwei von der Lagerplatte (2p) abstehende U-Schenkel (2u) aufweist, wobei die U-Schenkel (2u) miteinander fluchtende Lageraufnahmen aufweisen, in denen ein Drehlager angeordnet ist, das eine Lagerwelle (2a) der Griffstange (1) aufnimmt,

    - dass eine Adapterlagerplatte (5) vorgesehen ist zur Befestigung der Lagereinrichtung (2) auf dem Flügel (TF) unter Zwischenschaltung der Adapterlagerplatte (5) zwischen der Lagerplatte (2p) der Lagereinrichtung (2) und dem Flügel (TF),

    - dass die Adapterlagerplatte (5) eine Anschlussöffnung zum Durchgriff der Anschlusseinrichtung (3) oder eines Teils der Anschlusseinrichtung (3) aufweist und die Lagerplatte (2p) eine Anschlussöffnung zum Durchgriff der Anschlusseinrichtung (3) oder eines Teils der Anschlusseinrichtung (3) aufweist, wobei in der Montageposition die Anschlussöffnung der Lagerplatte (2p) mit der Anschlussöffnung der Adapterplatte (5) fluchet,

    J dadurch gekennzeichnet,

    - dass die Adapterlagerplatte (5) Befestigungslöcher (5f) aufweist, die entsprechend dem flügelspezifischen ersten Bohrbild angeordnet sind, und Gewindebefestigungsstellen (5g) mit Außengewinde oder Innengewinde aufweist, die entsprechend einem zweiten Bohrbild angeordnet sind,

    wobei die Lagerplatte (2p) der Lagereinrichtung (2) Befestigungslöcher (2f) aufweist, die entsprechend dem zweiten Bohrbild angeordnet sind,

    - dass die Befestigungslöcher (5f) in der Adapterlagerplatte (5) in einer ersten Linie nebeneinander angeordnet sind und die Gewindebefestigungsstellen (5g) auf oder in der Adapterlagerplatte (5) in einer zweiten Linie nebeneinander angeordnet sind, und dass die erste Linie sich mit der zweiten Linie schneidet,

    - dass die erste Linie sich mit der zweiten Linie senkrecht kreuzt, und

    - dass der Schnittpunkt der ersten Linie und der zweiten Linie zentral in der Anschlussöffnung der Adapterlagerplatte (5) angeordnet ist,

    - oder dass die erste Linie versetzt zu der zweiten Linie ist oder sich mit der zweiten Linie überlappt.


     
    4. Beschlag nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Abstand der Befestigungslöcher (5f) in der ersten Linie identisch
    oder unterschiedlich ist mit dem Abstand der Gewindebefestigungsstellen (5g) in der zweiten Linie.
     
    5. Beschlag nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Befestigungslöcher (5f) in der Adapterlagerplatte (5) beiderseits der Anschlussöffnung der Adapterlagerplatte (5) angeordnet sind.
     
    6. Beschlag nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Gewindebefestigungsstellen (5g) auf oder in der Adapterlagerplatte (5) beiderseits der Anschlussöffnung der Adapterlagerplatte (5) angeordnet sind.
     
    7. Beschlag nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Befestigungslöcher (5f) in der Adapterlagerplatte (5) als Senklöcher ausgebildet sind.
     
    8. Beschlag nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Grundrissfläche der Adapterlagerplatte (5) größer ist als die Grundrissfläche der Lagerplatte (2p) der Lagereinrichtung (2).
     
    9. Beschlag nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Befestigungslöcher (5f) der Adapterlagerplatte (5) an gegenüberliegenden äußeren Randabschnitten der Adapterlagerplatte (5), die von der Lagerplatte (2p) der Lagereinrichtung (2) nicht überlappt werden, ausgebildet sind.
     
    10. Beschlag nach einem der vorangehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass eine Abdeckhaube (6) vorgesehen ist, durch die die auf der Adapterlagerplatte (5) befestigt angeordnete Lagereinrichtung (2) mit samt der Adapterlagerplatte (5) abdeckbar ist.
     
    11. Beschlag nach Anspruch 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Abdeckhaube (6) an gegenüberliegenden Randbereichen jeweils abgeflacht unter Ausbildung einer Stufe ausgebildet ist, wobei der abgeflachte Randbereich der Abdeckhaube (6) jeweils einen von der Lagerplatte (2p) der Lagereinrichtung (2) nicht überlappten Randbereich der Adapterlagerplatte (5) überdeckt, wobei in diesem Randbereich der Adapterlagerplatte (5) jeweils mindestens eines der Befestigungslöcher (5f) der Adapterlagerplatte (5) ausgebildet ist.
     
    12. Beschlag nach einem der Ansprüche 10 oder 11,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Adapterlagerplatte (5) mindestens an zwei gegenüberliegenden Randabschnitten jeweils einen nach oben gebogenen Rand aufweist, der zur Befestigung der Abdeckhaube (6) dient.
     
    13. Beschlag nach Anspruch 12,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zur Befestigung der Abdeckhaube (6) eine Klemmschraube (6k) vorgesehen ist, die in die Abdeckhaube (6) derart eingeschraubt ist, dass sie mit ihrem freien Ende den nach oben gebogenen Rand der Adapterlagerplatte (5) untergreift oder in diesen eingreift.
     
    14. Beschlag nach einem der vorangehenden Ansprüche wobei die Betätigungshandhabe als Griffstange (1) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Anschlusseinrichtung (3) eine Kupplungswelle (3k) aufweist, die mit ihrem einen Ende in eine Schlossnuss der Schlossmechanik drehfest eingreift und mit ihrem anderen Ende mit einem Mitnehmer (2m) zusammenwirkt, der mit einer Lagerwelle (2a) der Griffstange (1) drehfest ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. Fitting having an operating handle for a door, window or similar with a leaf mounted in a fixed frame, comprising an operating handle as a handle bar (1), a bearing device (2) for moveably bearing the operating handle (1), a lock having a lock mechanism with a bolt and/or a latch, a connection device (3) to the lock, wherein the lock mechanism with the bolt and/or latch is able to be arranged in the leaf,
    wherein it is provided that

    - the connection device (3) has a coupling shaft (3k), where appropriate having a drive, in order to connect the operating handle (1) to a follower of the lock mechanism, and the bearing device (2) has a supporting plate (2p) in order to fix the bearing device (2) on the leaf (TF), which has a first drill pattern, and

    - the bearing device (2) has a bearing body (2k) with a U-shaped cross-section, said bearing body (2k) having two U-shaped arms (2u) protruding from the supporting plate (2p), wherein the U-shaped arms (2u) have bearing receptors that are aligned with one another, a pivot bearing being arranged in said bearing receptors, said pivot bearing receiving a bearing shaft (2a) of the handle bar (1),

    - an adaptor supporting plate (5) is provided to fix the bearing device (2) on the leaf (TF) by interposing the adaptor supporting plate (5) between the supporting plate (2p) of the bearing device (2) and the leaf (TF),

    characterised in that

    - the adaptor supporting plate (5) has fixing holes (5f) which are arranged to correspond to the leaf-specific first drill pattern, and has threaded fixing locations (5g) with an external thread or internal thread which are arranged to correspond to a second drill pattern,

    wherein the supporting plate (2p) of the bearing device (2) has fixing holes (2f) which are arranged to correspond to the second drill pattern, and

    - the threaded fixing locations (5g) are formed as threaded pins with an external thread or as threaded sleeves with an internal thread,

    - the threaded pins and/or the threaded sleeves are arranged to be protruding perpendicularly from the top of the adaptor supporting plate (5), and

    - the threaded pins and/or the threaded sleeves are welded onto the top of the adaptor supporting plate (5) or are fixed by another joining connection.


     
    2. Fitting according to claim 1,
    characterised in that
    the adaptor supporting plate (5) has a connection opening for the connection device (3) or a part of the connection device (3) to reach through the connection opening and the supporting plate (2p) has a connection opening for the connection device (3) or a part of the connection device (3) to reach through the connection opening, wherein, in the mounted position, the connection opening of the supporting plate (2p) aligns with the connection opening of the adaptor plate (5).
     
    3. Fitting having an operating handle for a door, window or similar with a leaf mounted in a fixed frame, comprising an operating handle as a handle bar (1), a bearing device (2) for moveably bearing the operating handle (1), a lock having a lock mechanism with a bolt and/or a latch, a connection device (3) to the lock, wherein the lock mechanism with the bolt and/or latch is able to be arranged in the leaf,
    wherein it is provided that

    - the connection device (3) has a coupling shaft (3k), where appropriate having a drive, in order to connect the operating handle (1) to a follower of the lock mechanism, and the bearing device (2) has a supporting plate (2p) in order to fix the bearing device (2) on the leaf (TF), which has a first drill pattern, and

    - the bearing device (2) has a bearing body (2k) with a U-shaped cross-section, said bearing body (2k) having two U-shaped arms (2u) protruding from the supporting plate (2p), wherein the U-shaped arms (2u) have bearing receptors that are aligned with one another, a pivot bearing being arranged in said bearing receptors, said pivot bearing receiving a bearing shaft (2a) of the handle bar (1),

    - an adaptor supporting plate (5) is provided to fix the bearing device (2) on the leaf (TF) by interposing the adaptor supporting plate (5) between the supporting plate (2p) of the bearing device (2) and the leaf (TF),

    - the adaptor supporting plate (5) has a connection opening for the connection device (3) or a part of the connection device (3) to reach through the connection opening and the supporting plate (2p) has a connection opening for the connection device (3) or a part of the connection device (3) to reach through the connection opening, wherein, in the mounted position, the connection opening of the supporting plate (2p) aligns with the connection opening of the adaptor plate (5),

    characterised in that

    - the adaptor supporting plate (5) has fixing holes (5f) which are arranged to correspond to the leaf-specific first drill pattern, and has threaded fixing locations (5g) with an external thread or internal thread which are arranged to correspond to a second drill pattern,

    wherein the supporting plate (2p) of the bearing device (2) has fixing holes (2f) which are arranged to correspond to the second drill pattern,

    - the fixing holes (5f) are arranged next to one another in a first line in the adaptor supporting plate (5) and the threaded fixing locations (5g) are arranged next to one another in a second line on or in the adaptor supporting plate (5), and the first line intersects the second line,

    - the first line crosses the second line perpendicularly, and

    - the intersection point of the first line and the second line is arranged centrally in the connection opening of the adaptor supporting plate (5),

    - or the first line is offset relative to the second line or overlaps with the second line.


     
    4. Fitting according to claim 3,
    characterised in that
    the distance of the fixing holes (5f) in the first line is identical or different to the distance of the threaded fixing locations (5g) in the second line.
     
    5. Fitting according to one of claims 2 to 4,
    characterised in that
    the fixing holes (5f) in the adaptor supporting plate (5) are arranged on both sides of the connection opening of the adaptor supporting plate (5).
     
    6. Fitting according to one of claims 2 to 5,
    characterised in that
    the threaded fixing locations (5g) on or in the adaptor supporting plate (5) are arranged on both sides of the connection opening of the adaptor supporting plate (5).
     
    7. Fitting according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the fixing holes (5f) in the adaptor supporting plate (5) are formed as screw holes.
     
    8. Fitting according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the ground-plan area of the adaptor supporting plate (5) is greater than the ground-plan area of the supporting plate (2p) of the bearing device (2).
     
    9. Fitting according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the fixing holes (5f) of the adaptor supporting plate (5) are formed on opposing external edge sections of the adaptor supporting plate (5), which are not overlapped by the supporting plate (2p) of the bearing device (2).
     
    10. Fitting according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    a covering hood (6) is provided, through which the bearing device (2) fixedly arranged on the adaptor supporting plate (5) is able to be covered along with the adaptor supporting plate (5).
     
    11. Fitting according to claim 10,
    characterised in that
    the covering hood (6) is formed respectively flattened on the opposing edge regions by forming a step, wherein the flattened edge region of the covering hood (6) respectively covers an edge region of the adaptor supporting plate (5) which is not overlapped by the supporting plate (2p) of the bearing device (2), wherein in each case at least one of the fixing holes (5f) of the adaptor supporting plate (5) is formed in this edge region of the adaptor supporting plate (5).
     
    12. Fitting according to one of claims 10 or 11,
    characterised in that
    the adaptor supporting plate (5) has one edge that is bent upwards at least on two opposing edge sections in each case, said edge serving to fix the covering hood (6).
     
    13. Fitting according to claim 12,
    characterised in that
    a clamping screw (6k) is provided for fixing the covering hood (6), said clamping screw (6k) being screwed into the covering hood (6) in such a way that it reaches under the edge of the adaptor supporting plate (5) that is bent upwards with its free end or engages in this edge.
     
    14. Fitting according to one of the preceding claims
    wherein the operating handle is formed as a handle bar (1),
    characterised in that
    the connection device (3) has a coupling shaft (3k) which, with its one end, engages in a follower of the lock mechanism in a torque-proof manner and, with its other end, interacts with a catch (2m) which is formed at a bearing shaft (2a) of the handle bar (1) in a co-rotating manner.
     


    Revendications

    1. Ferrure avec poignée d'actionnement pour une porte, une fenêtre ou autre, avec un battant logé dans un châssis fixe,
    comprenant une poignée d'actionnement sous la forme d'une tige de préhension (1), un dispositif de palier (2) pour le logement mobile de la poignée d'actionnement (1), une serrure avec un mécanisme de serrure avec verrou et/ou pêne, un dispositif de raccordement (3) avec la serrure, le mécanisme de la serrure avec verrou et/ou pêne pouvant être disposé dans le battant,
    moyennant quoi il est prévu

    - que le dispositif de raccordement (3) comprend un arbre de couplage (3k), le cas échéant avec une transmission, afin de relier la poignée d'actionnement (1) avec un fouillot du mécanisme de serrure et le dispositif de palier (2) comprend une plaque d'appui (2p), afin de fixer le dispositif de palier (2) sur le battant (TF), qui présente un premier gabarit de perçage et

    - que le dispositif de palier (2) comprend un corps de palier (2k) présentant une section en forme de U, qui comprend deux branches de U (2u) s'étendant à partir de la plaque d'appui (2p), les branches du U (2u) comprenant des logements de palier alignés entre eux, dans lesquels est disposé un palier rotatif qui loge un arbre de palier (2a) de la tige de préhension (1),

    - qu'une plaque d'appui d'adaptation (5) est prévue pour la fixation du dispositif de palier (2) sur le battant (TF) en intercalant la plaque d'appui d'adaptation (5) entre la plaque d'appui (2p) du dispositif de palier (2) et le battant (TF),

    caractérisée en ce que

    - la plaque d'appui d'adaptation (5) comprend des trous de fixation (5f) qui sont disposés selon le premier gabarit de perçage spécifique au battant, et des endroits de fixation filetés (5g) avec un filetage externe ou un filetage interne, qui sont disposés selon un deuxième gabarit de perçage,

    la plaque d'appui (2p) du dispositif de palier (2) comprenant des trous de fixation (2f) qui sont disposés selon un deuxième gabarit de perçage, et

    - les endroits de fixation filetés (5g) sont conçus comme des tiges filetées avec filetage externe ou comme des manchons filetés avec filetage interne,

    - les tiges filetées et/ou les manchons filetés sont disposés perpendiculairement à partir du côté supérieur de la plaque d'appui d'adaptation (5) et

    - les tiges filetées et/ou les manchons filetés sont soudés sur le côté supérieur de la plaque d'appui d'adaptation (5) ou sont fixés à l'aide d'une une autre liaison par aboutement.


     
    2. Ferrure selon la revendication 1,
    caractérisée en ce que
    la plaque d'appui d'adaptation (5) comprend un orifice de raccordement pour le passage du dispositif de raccordement (3) ou d'une partie du dispositif de raccordement (3) et la plaque d'appui (2p) comprend un orifice de raccordement pour le passage du dispositif de raccordement ou d'une partie du dispositif de raccordement (3), moyennant quoi, dans la position de montage, l'orifice de raccordement de la plaque d'appui (2p) étant alignée avec l'orifice de raccordement de la plaque d'adaptation (5).
     
    3. Ferrure avec poignée d'actionnement pour une porte, une fenêtre ou autre, avec un battant logé dans un châssis fixe, comprenant une poignée d'actionnement sous la forme d'une tige de préhension (1), un dispositif de palier (2) pour le logement mobile de la poignée d'actionnement (1), une serrure avec mécanisme de serrure avec verrou et/ou pêne, un dispositif de raccordement (3) à la serrure, le mécanisme de la serrure avec verrou et/ou pêne pouvant être disposé dans le battant,
    moyennant quoi il est prévu

    - que le dispositif de raccordement (3) comprend un arbre de couplage (3k), le cas échéant avec transmission, afin de relier la poignée d'actionnement (1) avec un fouillot du mécanisme de serrure et le dispositif de palier (2) comprend une plaque d'appui (2p), afin de fixer le dispositif de palier (2) sur le battant (TF), qui comprend un premier gabarit de perçage, et

    - que le dispositif de palier (2) comprend un corps de palier (2k) avec une section en forme de U, qui comprend deux branches de U (2u) s'étendant à partir de la plaque d'appui (2p), les branches du U (2u) comprenant des logements de palier alignés entre eux, dans lesquels un palier rotatif est disposé, qui loge un arbre de palier (2a) de la tige de préhension (1),

    - qu'une plaque d'appui d'adaptation (5) est prévue pour la fixation du dispositif de palier (2) sur le battant (TF) en intercalant la plaque d'appui d'adaptation (5) entre la plaque d'appui (2p) du dispositif de palier (2) et le battant (TF),

    - que la plaque d'appui d'adaptation (5) comprend un orifice de raccordement pour le passage du dispositif de raccordement (3) ou d'une partie du dispositif de raccordement (3) et la plaque d'appui (2p) comprend un orifice de raccordement pour le passage du dispositif de raccordement (3) ou d'une partie du dispositif de raccordement (3), moyennant quoi, dans la position d emontage, l'orifice de raccordement de la plaque d'appui (2p) est alignée avec l'orifice de raccordement de la plaque d'adaptation (5),

    caractérisée en ce que

    - la plaque d'appui d'adaptation (5) comprend des trous de fixation (5f) qui sont disposés selon le premier gabarit de perçage spécifique au battant et des endroits de fixation filetés (5g) avec un filetage externe ou un filetage interne, qui sont disposés selon un deuxième gabarit de perçage,

    la plaque d'appui (2p) du dispositif de palier (2) comprenant des trous de fixation (2f) qui sont disposés selon le deuxième gabarit de perçage,

    - les trous de fixation (5f) de la plaque d'appui d'adaptation (5) sont disposés les uns à côté des autres sur une première ligne et les endroits de fixation filetés (5g) sont disposés les uns à côté des autres sur une deuxième ligne sur ou dans la plaque d'appui d'adaptation (5) et en ce que la première ligne coupe la deuxième ligne,

    - la première ligne se croise perpendiculairement avec la deuxième ligne et

    - le point d'intersection de la première ligne et de la deuxième ligne est disposé au centre de l'orifice de raccordement de la plaque d'appui d'adaptation (5),

    - ou la première ligne est décalée par rapport à la deuxième ligne ou se superpose avec la deuxième ligne.


     
    4. Ferrure selon la revendication 3,
    caractérisée en ce que
    la distance entre les trous de fixation (5f) de la première ligne est identique ou différente de la distance entre les endroits de fixation filetés (5g) de la deuxième ligne.
     
    5. Ferrure selon l'une des revendications 2 à 4,
    caractérisée en ce que
    les trous de fixation (5f) de la plaque d'appui d'adaptation (5) sont disposés des deux côtés de l'orifice de raccordement de la plaque d'appui d'adaptation (5).
     
    6. Ferrure selon l'une des revendications 2 à 5,
    caractérisée en ce que
    les endroits de fixation filetés (5g) sont disposés sur ou dans la plaque d'appui d'adaptation (5) des deux côtés de l'orifice de raccordement de la plaque de palier d'adaptation (5).
     
    7. Ferrure selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    les trous de fixation (5f) sont réalisés dans la plaque d'appui d'adaptation (5) sous la forme de trous fraisés.
     
    8. Ferrure selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    la surface de base de la plaque d'appui d'adaptation (5) est supérieure à la surface de base de la plaque d'appui (2p) du dispositif de palier (2).
     
    9. Ferrure selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    les trous de fixation (5f) de la plaque d'appui d'adaptation (5) sont réalisés au niveau de portions de bord externes opposées de la plaque d'appui d'adaptation (5), qui ne sont pas superposées avec la plaque d'appui (2p) du dispositif de palier (2).
     
    10. Ferrure selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    un capot de protection (6) est prévu, qui permet de recouvrir le dispositif de palier (2) fixée sur la plaque d'appui d'adaptation (5) en même temps que la plaque d'appui d'adaptation (5).
     
    11. Ferrure selon la revendication 10,
    caractérisée en ce que
    le capot de protection (6) est aplati au niveau de zones de bord opposées, avec un épaulement, la zone de bord aplatie du capot de protection (6) recouvrant une zone de bord de la plaque d'appui d'adaptation (5) non superposée avec la plaque d'appui (2p) du dispositif de palier (2), moyennant quoi, dans cette zone de bord de la plaque d'appui d'adaptation (5), est réalisé un des trous de fixation (5f) de la plaque d'appui d'adaptation (5).
     
    12. Ferrure selon l'une des revendications 10 ou 11,
    caractérisée en ce que
    la plaque d'appui d'adaptation (5) comprend, au moins au niveau de deux portions de bord opposées, un bord plié vers le haut, qui permet de fixer le capot de protection (6).
     
    13. Ferrure selon la revendication 12,
    caractérisée en ce que
    pour la fixation du capot de protection (6), une vis de serrage (6k) est prévue, qui est vissée dans le capot de protection (6) de façon à ce qu'elle saisisse par-dessous, avec son extrémité libre, le bord plié vers le haut de la plaque d'appui d'adaptation (5) ou s'emboîte dans celui-ci.
     
    14. Ferrure selon l'une des revendications précédentes,
    la poignée d'actionnement étant conçu comme une tige de préhension (1),
    caractérisée en ce que
    le dispositif de raccordement (3) comprend un arbre de couplage (3k) qui s'emboîte, avec son extrémité, de manière solidaire en rotation, dans un fouillot du mécanisme de serrure et interagit, avec son autre extrémité, avec un taquet d'entraînement (2m) qui est réalisé de manière à être solidaire en rotation avec un arbre de palier (2a) de la tige de préhension (1).
     




    Zeichnung






































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente