| (19) |
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(11) |
EP 2 820 348 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.2016 Patentblatt 2016/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.02.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/052878 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/127632 (06.09.2013 Gazette 2013/36) |
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| (54) |
BELEUCHTUNGSEINRICHTUNG
ILLUMINATION DEVICE
DISPOSITIF D'ILLUMINATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
27.02.2012 DE 102012202933
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.01.2015 Patentblatt 2015/02 |
| (73) |
Patentinhaber: OSRAM GmbH |
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80807 München (DE) |
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Erfinder: |
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- BEHR, Gerhard
89174 Altheim (DE)
- SCHWAIGER, Stephan
89081 Ulm (DE)
- HELBIG, Philipp
89522 Heidenheim (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 467 146 DE-A1-102007 038 786 JP-A- 2010 182 486 US-A1- 2009 168 428
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EP-A2- 1 767 967 DE-A1-102007 050 893 US-A1- 2007 139 946
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
I. Stand der Technik
[0002] Eine Beleuchtungseinrichtung ist beispielsweise in der
WO 2006/066530 A1 offenbart. Diese Schrift beschreibt eine Beleuchtungseinrichtung mit einem Halbleiterlichtquellenmodul
und einer Optik, die auf der Vorderseite eines gemeinsamen Trägers montiert sind.
Insbesondere weist die Optik mehrere Passstifte auf, die sich durch passgerechte Bohrungen
im Halbleiterlichtquellenmodul und im Träger erstrecken.
Die in der
WO 2006/066530 A1 offenbarte Konstruktion erlaubt keinen einfachen Austausch des Halbleiterlichtquellenmoduls.
[0003] In den Druckschriften
JP2010182486A und
EP 1 467 146 A2 sind weitere Beleuchtungseinrichtungen mit jeweils einem Halbleiterlichtquellenmodul
und einer Optik offenbart.
II. Darstellung der Erfindung
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Beleuchtungseinrichtung bereitzustellen,
die auf einfache Weise einen Austausch des Halbleiterlichtquellenmoduls erlaubt und
eine Justage des Halbleiterlichtquellenmoduls bezüglich der Optik ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Beleuchtungseinrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in
den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0005] Die erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung besitzt ein Halbleiterlichtquellenmodul
und eine Optik sowie einem gemeinsamen Träger für das Halbleiterlichtquellenmodul
und die Optik, wobei die Optik auf einer Vorderseite des Trägers mittels mindestens
eines Passstifts montiert ist, der sich in eine passgerechte des Halbleiterlichtquellenmoduls
erstreckt. Erfindungsgemäß liegt das Halbleiterlichtquellenmodul an einer der Vorderseite
gegenüberliegenden Rückseite des Trägers an, und der mindestens eine Passstift ragt
durch einen Durchbruch in dem Träger hindurch und erstreckt sich in die passgerechte
Bohrung des Halbleiterlichtquellenmoduls, wobei der mindestens eine Passstift einen
Absatz ausbildet, der an einer an der Rückseite des Trägers anliegenden Auflagefläche
des Halbleiterlichtquellenmoduls anliegt. Der Begriff "passgerechte Bohrung" bedeutet,
dass der Durchmesser der Bohrung passgerecht auf den Durchmesser des in der Bohrung
steckenden Abschnitts des mindestens einen Passstifts abgestimmt ist. Das heißt, der
Durchmesser der passgerechten Bohrung im Halbleiterlichtquellenmodul entspricht dem
Durchmesser des in der passgerechten Bohrung angeordneten Abschnitts des mindestens
einen Passstifts.
[0006] Aufgrund der oben beschriebenen, speziellen Konstruktion des mindestens einen Passstifts,
des Durchbruchs im Träger und der passgerechten Bohrung im Halbleiterlichtquellenmodul
sowie der Anordnung von Optik und Halblichtquellenmodul an unterschiedlichen Seiten
des Trägers kann bei der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung das Halbleiterlichtquellenmodul
auf einfache Weise ausgewechselt werden, ohne dass zuvor die Optik oder andere Teile
der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung für diesen Zweck demontiert werden müssen.
Außerdem ermöglicht der mindestens eine Passstift im Zusammenwirken mit der passgerechten
Bohrung im Halbleiterlichtquellenmodul eine exakte Ausrichtung bzw. Justage der Optik
bezüglich des Halbleiterlichtquellenmoduls. Insbesondere wird mittels des Absatzes
des Passstifts die Höhe der Optik über der Auflagefläche des Halbleiterlichtquellenmoduls
festgelegt und mittels der passgerechten Bohrung im Halbleiterlichtquellenmodul die
Ausrichtung und Lage der Optik bezüglich des Halbleiterlichtquellenmoduls in einer
Ebene parallel zur Auflagefläche definiert.
[0007] Vorteilhafterweise ist der mindestens eine Passstift einteilig mit der Optik ausgebildet.
Dadurch kann der mindestens eine Passstift nicht nur zur Justage, sondern als Mittel
zur Befestigung der Optik am Halbleiterlichtquellenmodul genutzt werden. Außerdem
wird dadurch die Fertigung vereinfacht, da der simultan mit der Optik im gleichen
Fertigungsschritt Passstift hergestellt werden kann.
[0008] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der mindestens eine
Passstift hohl ausgebildet und besitzt ein Schraubgewinde zur Aufnahme einer Schraube.
Dadurch kann der mindestens eine Passstift zusätzlich auch zur Befestigung der Optik
am Halbleiterlichtquellenmoduls genutzt werden.
[0009] Gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ragt der mindestens eine Passstift
aus der Bohrung im Halbleiterlichtquellenmodul aus einer von der Auflagefläche abgewandten
Seite des Halbleiterlichtquellenmoduls heraus und der aus der Bohrung im Halbleiterlichtquellenmodul
herausragende Abschnitt des Passstifts ist mit einem Schraubgewinde für eine Mutter
versehen. Diese Ausführungsform bietet ebenfalls die im vorstehenden Absatz genannten
Vorteile des oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
[0010] Vorteilhafterweise weist die erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung erste Befestigungsmittel
auf, die zur Fixierung der Auflagefläche des Halbleiterlichtquellenmoduls an der Rückseite
des Trägers vorgesehen. Beispielsweise können die ersten Befestigungsmittel als Schraubverbindung
zwischen Halbleiterlichtquellenmodul und Optik oder als Klemmvorrichtung ausgebildet
sein, die das Halbleiterlichtquellenmodul mit seiner Auflagefläche an die Rückseite
des Trägers drückt. Die Schraubverbindung hat gegenüber den Klemmvorrichtung den Vorteil,
dass mit ihrer Hilfe ein vergleichsweise hoher Anpressdruck zwischen Halbleiterlichtquellenmodul
und Träger erzielbar ist und damit eine gute thermische Kopplung zwischen Halbleiterlichtquellenmodul
und Träger ermöglicht wird.
[0011] Vorteilhafterweise sind bei der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung zweite
Befestigungsmittel vorhanden, die zur Fixierung der Optik am Träger dienen. Diese
zweiten Befestigungsmittel erlauben eine Fixierung der Optik am Träger unabhängig
von dem mindestens einen Passstift und gewährleisten, dass bei demontiertem Halbleiterlichtquellenmodul
die Verbindung zwischen Optik und Träger bestehen bleibt. Vorzugsweise sind die zweiten
Befestigungsmittel als Schnapp- oder Rastverbindung zwischen Optik und Träger ausgebildet
sein. Die Schnapp- oder Rastverbindung ermöglicht eine Fixierung der am Optik am Träger
in einer bereits grob justierten Ausrichtung.
[0012] Der Träger der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung besitzt vorteilhafterweise
eine Aussparung zur Aufnahme eines mit Halbleiterlichtquellen versehenen Abschnitts
des Halbleiterlichtquellenmoduls. Dadurch wird ermöglicht, dass der mit den Halbleiterlichtquellen
bestückte Abschnitt des Halbleiterlichtquellenmoduls sich bis zur Vorderseite des
Trägers erstreckt, so dass das von den Halbleiterlichtquellen emittierte Licht auf
die an der Vorderseite des Trägers angeordnete Optik auftrifft.
[0013] Vorzugsweise ist der Träger der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung als Kühlkörper
ausgebildet. Dadurch kann eine effektive Kühlung des Halbleiterlichtquellenmoduls
gewährleistet werden, da die vom Halbleiterlichtquellenmodul erzeugte Wärme mittels
des Kühlkörpers an die Umgebung abgeführt wird.
[0014] Das Halbleiterlichtquellenmodul der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung besitzt
vorzugsweise eine Wärmesenke, auf der die Halbleiterlichtquellen angeordnet sind.
Außerdem ist die Auflagefläche des Halbleiterlichtquellenmoduls als Bestandteil der
Wärmesenke ausgebildet ist. Dadurch wird eine gute thermische Kopplung der Halbleiterlichtquellen
an die Wärmesenke gewährleistet und sicher gestellt, dass die von den Halbleiterlichtquellen
erzeugte Wärme über die Wärmesenke und die Auflagefläche an den vorzugsweise als Kühlkörper
ausgebildeten Träger abgeführt wird. In diesem Zusammenhang bieten die oben beschriebenen
Schraubverbindungen zwischen Halbleiterlichtquellenmodul und Träger mittels des mindestens
einen Passstifts die Möglichkeit, einen hohen Anpressdruck zwischen der Auflagefläche
des Halbleiterlichtquellenmoduls und der Rückseite des Trägers zu erzeugen und dadurch
eine gute thermische Kopplung zwischen Halbleiterlichtquellenmodul und Träger zu erzielen.
[0015] Die Wärmesenke besteht vorzugsweise aus Metall, beispielsweise Kupfer oder Aluminium,
oder aus Keramik, beispielsweise Aluminiumnitrid, um eine gute Wärmeleitfähigkeit
zu gewährleisten. Der als Kühlkörper ausgebildete Träger besteht vorzugsweise aus
Metall, beispielsweise aus Aluminium, um eine gute Wärmeleitfähigkeit zu gewährleisten
und ist vorzugsweise mit Kühlrippen versehen, um eine große Oberfläche zu erzielen,
die zwecks Kühlung mit der Umgebungsluft im Kontakt ist.
[0016] Vorteilhafterweise besitzt das Halbleiterlichtquellenmodul der erfindungsgemäßen
Beleuchtungseinrichtung elektrische Komponenten einer Betriebsvorrichtung für die
Halbleiterlichtquellen. Dadurch kann das Halbleiterlichtquellenmodul unmittelbar an
die Netzspannung, beispielsweise die Bordnetzspannung eines Kraftfahrzeugs, angeschlossen
werden. Vorzugsweise sind die elektrischen Komponenten der Betriebsvorrichtung auf
der Wärmesenke des Halbleiterlichtquellenmoduls angeordnet, um die von den elektrischen
Komponenten der Betriebsvorrichtung erzeugte Wärme ebenfalls über die Wärmesenke an
den als Kühlkörper ausgebildeten Träger abführen zu können.
III. Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
[0017] Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- Einen Längsschnitt durch die Beleuchtungseinrichtung gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in schematischer Darstellung mit Schnittebene im Bereich zweier Passstifte
- Figur 2
- Einen Querschnitt durch die in Figur 1 abgebildeten Beleuchtungseinrichtung in schematischer
Darstellung mit Schnittebene im Bereich eines Passstifts
- Figur 3
- Einen Ausschnitt aus der Figur 1 mit vergrößerter Darstellung eines Passstifts
- Figur 4
- Einen Längsschnitt durch die Optik der in Figur 1 abgebildeten Beleuchtungseinrichtung
- Figur 5
- Einen Querschnitt durch die in Figur 1 abgebildeten Beleuchtungseinrichtung in schematischer
Darstellung mit Schnittebene im Bereich der Befestigung von Halbleiterlichtquellenmodul
und Träger
- Figur 6
- Einen Längsschnitt durch die in Figur 1 abgebildete Beleuchtungseinrichtung in schematischer
Darstellung mit Schnittebene im Bereich der Befestigung von Optik und Träger
- Figur 7
- Eine Rückansicht der in Figur 1 abgebildeten Beleuchtungseinrichtung in perspektivischer
Darstellung
- Figur 8
- Eine Vorderansicht der in Figur 1 abgebildeten Beleuchtungseinrichtung in perspektivische
Darstellung
[0018] Bei der in den Figuren 1 bis 8 dargestellten Beleuchtungseinrichtung handelt es sich
um eine Beleuchtungseinrichtung, die zum Einsatz im Frontscheinwerfer eines Kraftfahrzeugs
vorgesehen ist. Diese Beleuchtungseinrichtung besitzt als wesentliche Komponenten
ein Halbleiterlichtquellenmodul 1, eine Optik 2 und einen gemeinsamen Träger 3 für
das Halbleiterlichtquellenmodul 1 und die Optik 2.
[0019] Der Träger 3 wird von einer rechteckigen Aluminiumplatte gebildet, die eine ebene
Vorderseite 31 und eine Rückseite 32 aufweist und an deren Rückseite 32 Kühlrippen
30 angeordnet sind. Der Träger 3 besitzt an einer Längskante eine Aussparung 33 zur
Aufnahme des Halbleiterlichtquellenmoduls 1. Der Träger 3 dient als Kühlkörper für
das Halbleiterlichtquellenmodul 1 und wird daher nachfolgend gelegentlich auch als
Kühlkörper 3 bezeichnet. Im Träger sind drei Durchbrüche 34 für jeweils einen Passstift
23 der Optik 2 angebracht. Die drei Durchbrüche 34 im Trägers 3 sind nach Art eines
Dreiecks auf der Vorderseite 31 des Trägers 3 angeordnet. Das heißt, die drei Durchbrüche
34 bilden auf der Vorderseite 31 des Trägers 3 die Eckpunkte eines fiktiven Dreiecks.
[0020] Die Optik 2 ist als Reflektor ausgebildet, um das von dem Halbleiterlichtquellenmodul
1 emittierte Licht zu reflektieren. Die Optik 2 ist schalenartig, mit im wesentlichen
parabolischer Krümmung geformt. Sie besitzt eine Licht reflektierende Oberfläche 21,
die den Halbleiterlichtquellen des Halbleiterlichtquellenmoduls 1 zugewandt ist. Die
Licht reflektierende Oberfläche 21 ist auf der Innenseite der schalenartigen Optik
2 angeordnet. An einer von der Innenseite 21 abgewandten Außenseite 22 der schalenartigen
Optik 2 sind drei hohle Passstifte 23 angeformt, die jeweils in ihrem Inneren mit
einem Schraubgewinde versehen sind und die zur Justage der räumlichen Lage und Orientierung
der Optik 2 bezüglich des Halbleiterlichtquellenmoduls 1 dienen. Der in Figur 6 nur
sehr schematisch dargestellte dritte Passstift 23 besitzt dieselbe Konstruktion wie
die in Figur 1 dargestellten beiden anderen Passstifte 23. Die Optik 2 ist an der
Vorderseite 31 des Trägers 3 angeordnet und ihre drei Passstifte 23 ragen jeweils
durch einen Durchbruch 34 in dem Träger 3 hindurch. Die drei Passstifte 23 besitzen
jeweils zwei Abschnitte 231, 232 mit unterschiedlichem Außendurchmesser. Der erste
Abschnitt 231 ist an der Außenseite 22 der Optik 2 angeformt und der zweite Abschnitt
232 schließt sich unmittelbar an den ersten Abschnitt 231 an und bildet das freie
Ende des jeweiligen Passstifts 23. Am Übergang vom ersten Abschnitt 231 zum zweiten
Abschnitt 232 bildet jeder Passstift 23 einen Absatz 230 aus, der jeweils durch den
unterschiedlichen Außendurchmesser der beiden Abschnitte 231, 232 bedingt ist. Der
Außendurchmesser des zweiten Absatzes 232 ist bei jedem Passstift 23 kleiner als der
Außendurchmesser seines ersten Abschnitts 231. Der erste Abschnitt 231 der Passstifte
23 ragt jeweils durch den entsprechenden Durchbruch 34 in dem Träger 3 hindurch, so
dass der zweite Abschnitt 232 der Passstifte 23 jeweils an der Rückseite 32 des Trägers
3 herausragt. Zur Fixierung der Optik 2 an dem Träger 3 ist die Optik 2 mit zwei federnd
ausgebildeten Schnapphaken 24 ausgestattet, die an der Außenseite 22 der Optik 2 angeformt
sind und jeweils in einer Ausnehmung 35 des Trägers 3 an seiner Rückseite 32 hinterrasten.
Die Befestigung der Optik 2 mittels der Schnapphaken 24 ist schematisch in den Figuren
5 und 6 dargestellt.
[0021] Das Halbleiterlichtquellenmodul 1 besitzt eine Wärmesenke 10 aus Aluminium mit einem
ersten, keilartig ausgebildeten Abschnitt 11, auf dessen Oberfläche 110 eine Montageplatte
4 mit fünf, in einer Reihe angeordneten Leuchtdiodenchips 40 montiert ist. Die Leuchtdiodenchips
40 emittieren während ihres Betriebs weißes Licht. Die Montageplatte 4 ist beispielsweise
als Metallkernplatine ausgebildet. Außerdem sind auf einer Oberfläche der Wärmesenke
10 elektrische Komponenten (nicht abgebildet) einer Betriebsvorrichtung für die Leuchtdiodenchips
40 montiert. Der erste Abschnitt 11 des Halbleiterlichtquellenmoduls 10 ist in der
Aussparung 33 des Trägers 3 angeordnet und überragt die Vorderseite 31 des Trägers
3, so dass die Leuchtdiodenchips 40 im Wesentlichen im Brennpunkt der parabolischen
Optik 2 angeordnet sind und das von den Leuchtdiodenchips 40 emittierte Licht auf
die Licht reflektierende Innenseite 21 der Optik 2 trifft. Die Wärmesenke 10 besitzt
ferner einen zweiten, plattenartig ausgebildeten Abschnitt 12, der senkrecht zum ersten
Abschnitt 11 abgewinkelt ist. Der zweite, plattenartige Abschnitt 12 der Wärmesenke
10 bildet eine Auflagefläche 120 aus, die an der Rückseite 32 des Trägers 3 anliegt.
In dem zweiten, plattenartigen Abschnitt 12 der Wärmesenke 10 sind drei passgerechte
Bohrungen 121 für jeweils einen der drei Passstifte 23 der Optik 2 angeordnet. Der
Durchmesser der Bohrungen 121 ist jeweils auf den Außendurchmesser des zweiten Abschnitts
232 des entsprechenden Passstifts 23 abgestimmt, so dass der zweite Abschnitt 232
der Passstifte 23 jeweils exakt in die entsprechende Bohrung 121 passt. Insbesondere
ist der Durchmesser der Bohrungen 121 somit kleiner als der Außendurchmesser des ersten
Abschnitts 231 der Passstifte 23. Der zweite Abschnitt 232 der drei Passstifte 23
erstreckt sich jeweils in die entsprechende Bohrung 121 im zweiten, plattenartigen
Abschnitt 12 der Wärmesenke 10, so dass der Absatz 230 des jeweiligen an der Auflagefläche
120 des zweiten, plattenartigen Abschnitts 12 der Wärmesenke 10 anliegt. In Figur
3 ist dieser Sachverhalt schematisch dargestellt. Der Absatz 230 der Passstifte 23
bestimmt daher die Höhe der Optik 2 über der Auflagefläche 120 des zweiten, plattenartigen
Abschnitts 12 der Wärmesenke 10 und damit die Höhenlage der Optik 2 bezüglich der
Leuchtdiodenchips 40. Die räumliche Lage und Ausrichtung der Optik 2 bezüglich der
Leuchtdiodenchips 40 in Richtungen parallel zur Auflagefläche 120 wird durch die Lage
der drei Bohrungen 121 festgelegt. Da der Außendurchmesser des zweiten Abschnitts
232 der drei Passstifte 23 jeweils auf den Durchmesser der entsprechenden Bohrung
121 abgestimmt ist, sind die Passstifte 23 jeweils spielfrei in der entsprechenden
Bohrung 121 angeordnet. Zur Fixierung der Optik 2 an dem Halbleiterlichtquellenmodul
1 wird von der Rückseite 32 des Trägers 3 bzw. von einer von der Auflagefläche 120
abgewandten Rückseite 122 des zweiten Abschnitts 12 der Wärmesenke 10 jeweils eine
Schraube 5 in jede der drei Bohrungen 121 eingeführt und mit dem Schraubgewinde in
dem entsprechenden hohlen Passstift 23 verschraubt. Durch die Schrauben 5 wird der
Absatz 230 des entsprechenden Passstifts 23 an die Auflagefläche 120 des zweiten Abschnitts
12 der Wärmesenke 10 gedrückt. Zur Fixierung des Halbleiterlichtquellenmoduls 1 an
dem Träger 3 sind zwei weitere Schrauben 6 vorgesehen, die in Schraubenlöcher an der
Rückseite 122 des zweiten, plattenartigen Abschnitts 12 der Wärmesenke 10 eingeführt
sind und mit entsprechenden Schraubenlöcher im Träger 3 verschraubt sind. An der Rückseite
122 des zweiten, plattenartigen Abschnitts 12 der Wärmesenke 10 ist außerdem eine
Buchse 7 angeordnet, welche die elektrischen Kontakte zur Energieversorgung des Halbleiterlichtquellenmoduls
1 enthält und zur Aufnahme eines Steckers vorgesehen ist. Über die Buchse 7 wird das
Halbleiterlichtquellenmodul 1 mit der Bordnetzspannung des Kraftfahrzeugs versorgt.
An der Rückseite 32 des Trägers 3 sind ferner drei über die Seitenkanten des Trägers
3 hinausragende Befestigungsvorrichtungen 8 angeordnet, die zur Montage der Beleuchtungseinrichtung
in einem Kraftfahrzeug dienen.
[0022] Zum Auswechseln des Halbleiterlichtquellenmoduls 1 werden die Schrauben 5 und 6 an
der Rückseite 122 des zweiten, plattenartigen Abschnitts 12 der Wärmesenke 10 des
Halbleiterlichtquellenmoduls 1 gelöst. Dadurch kann das Halbleiterlichtquellenmodul
1 von der Rückseite 32 des Trägers 3 abgenommen werden, indem es von den sich in die
Bohrungen 121 erstreckenden zweiten Abschnitte 232 der Passstifte 23 abgezogen wird.
Die Optik 2 ist nach dem Entfernen der Schrauben 5 und des Halbleiterlichtquellenmoduls
1 mittels der Schnapphaken 24 und der in den Durchbrüchen 34 steckenden Passstifte
23 am Träger 3 noch ausreichend fixiert, so dass sie sich nicht vom Träger 3 lösen
kann. Die Montage des neuen Halbleiterlichtquellenmoduls 1 geschieht in umgekehrte
Reihenfolge wie die Demontage.
[0023] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das oben näher beschriebene Ausführungsbeispiel.
Beispielsweise kann das Halbleiterlichtquellenmodul 1 zusätzlich eine Primäroptik
aufweisen, die unmittelbar über den Leuchtdiodenchips 40 angeordnet ist und das von
den Leuchtdiodenchips 40 emittierte Licht auf die Licht reflektierende Innenseite
21 der Optik 2 lenkt. Diese Primäroptik kann beispielsweise eine optische Linse oder
ein optischer Konzentrator sein. Die Halbleiterlichtquellen des Halbleiterlichtquellenmoduls
1 können anstelle der Leuchtdiodenchips 40 auch andere Lichtquellen wie beispielsweise
Superlumineszenzdioden oder Laserdioden besitzen. Außerdem kann auch die Optik 2 andere
Formen aufweisen als die schalenartige gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel.
Ferner kann die Licht reflektierende Oberfläche 21 der Optik teilweise oder vollständig
mit Leuchtstoff beschichtet sein.
[0024] Weiterhin müssen die Passstifte 23 der Optik 2 nicht unbedingt hohl ausgebildet sein.
Stattdessen können die zweiten Abschnitte 232 der Passstifte 23 derart ausgebildet
sein, dass sie durch die entsprechende Bohrung 121 im zweiten Abschnitt 12 der Wärmesenke
10 des Halbleiterlichtquellenmoduls 1 hindurchragen und der an der Rückseite 122 der
Wärmesenke 10 herausregende Teil des zweiten Abschnitts 232 der Passstifte ein Schraubgewinde
aufweist, auf das eine Mutter aufgeschraubt werden kann, um das Halbleiterlichtquellenmodul
1 mit der Optik 2 zu verschrauben.
1. Beleuchtungseinrichtung mit einem Halbleiterlichtquellenmodul (1) und einer Optik
(2) sowie einem gemeinsamen Träger (3) für das Halbleiterlichtquellenmodul (1) und
die Optik (2), wobei die Optik (2) auf einer Vorderseite (31) des Trägers (3) montiert
ist und mindestens einen Passstift (23) aufweist, der sich in eine passgerechte Bohrung
(121) im Halbleiterlichtquellenmodul (1) erstreckt, wobei
- das Halbleiterlichtquellenmodul (1) an einer der Vorderseite (31) gegenüberliegenden
Rückseite (32) des Trägers (3) anliegt,
- der mindestens eine Passstift (23) durch einen Durchbruch (34) im Träger (3) hindurchragt
und sich in die passgerechte Bohrung (121) des Halbleiterlichtquellenmoduls (1) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der mindestens eine Passstift (23) einen Absatz (230) ausbildet, der an einer an
der Rückseite (32) des Trägers (3) anliegenden Auflagefläche (120) des Halbleiterlichtquellenmoduls
(1) anliegt.
2. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1, wobei der mindestens eine Passstift (23)
einteilig mit der Optik (2) ausgebildet ist.
3. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der mindestens eine Passstift
(23) hohl ausgebildet ist und ein Schraubgewinde zur Aufnahme einer Schraube (5) besitzt.
4. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der mindestens eine Passstift
aus der passgerechten Bohrung (121) im Halbleiterlichtquellenmodul (1) aus einer von
der Auflagefläche (120) abgewandten Seite (122) des Halbleiterlichtquellenmoduls (1)
herausragt und der aus der Bohrung (121) im Halbleiterlichtquellenmodul (1) herausragende
Abschnitt des Passstifts mit einem Schraubgewinde für eine Mutter versehen ist.
5. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei erste Befestigungsmittel
(6) zur Fixierung der Auflagefläche (120) des Halbleiterlichtquellenmoduls (1) an
der Rückseite (32) des Trägers (3) vorgesehen sind.
6. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei zweite Befestigungsmittel
(24, 35) zur Fixierung der Optik (2) an dem Träger (3) vorhanden sind.
7. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 6, wobei die zweiten Befestigungsmittel (24,
35) als Rast- oder Schnappverbindung zwischen Optik (2) und Träger (3) ausgebildet
sind.
8. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 7 bis , wobei der Träger (3) eine
Aussparung (33) zur Aufnahme eines mit Halbleiterlichtquellen (40) versehenen Abschnitts
(11) des Halbleiterlichtquellenmoduls (1) besitzt.
9. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Träger (3) als
Kühlkörper ausgebildet ist.
10. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Halbleiterlichtquellenmodul
(1) eine Wärmesenke (10) aufweist, und wobei die Auflagefläche (120) als Bestandteil
der Wärmesenke (10) ausgebildet ist und die Halbleiterlichtquellen (40) auf der Wärmesenke
(10) angeordnet sind.
1. Lighting device having a semiconductor light source module (1) and an optical unit
(2) and also a common support (3) for the semiconductor light source module (1) and
the optical unit (2), wherein the optical unit (2) is mounted on a front side (31)
of the support (3) and has at least one dowel (23), which extends into a precisely
fitting hole (121) in the semiconductor light source module (1), wherein
- the semiconductor light source module (1) rests on a rear side (32) of the support
(3), opposite the front side (31),
- the at least one dowel (23) projects through an aperture (34) in the support (3)
and extends into the precisely fitting hole (121) in the semiconductor light source
module (1), characterized in that
- the at least one dowel (23) forms a shoulder (230), which rests on a supporting
surface (120) of the semiconductor light source module (1) that rests on the rear
side (32) of the support (3).
2. Lighting device according to Claim 1, wherein the at least one dowel (23) is formed
in one piece with the optical unit (2).
3. Lighting device according to Claim 1 or 2, wherein the at least one dowel (23) is
designed to be hollow and has a screw thread to receive a screw (5).
4. Lighting device according to Claim 1 or 2, wherein the at least one dowel projects
out of the precisely fitting hole (121) in the semiconductor light source module (1),
out of a side (122) of the semiconductor light source module (1) that faces away from
the supporting surface (120), and the section of the dowel projecting out of the hole
(121) in the semiconductor light source module (1) is provided with a screw thread
for a nut.
5. Lighting device according to one of Claims 1 to 4, wherein first fixing means (6)
are provided in order to fix the supporting surface (120) of the semiconductor light
source module (1) to the rear side (32) of the support (3).
6. Lighting device according to one of Claims 1 to 5, wherein there are second fixing
means (24, 35) for fixing the optical unit (2) to the support (3).
7. Lighting device according to Claim 6, wherein the second fixing means (24, 35) are
formed as a latching or snap-in connection between optical unit (2) and support (3).
8. Lighting device according to one of Claims 1 to 7, wherein the support (3) has a cutout
(33) to receive a section (11) of the semiconductor light source module (1) that is
provided with semiconductor light sources (40).
9. Lighting device according to one of Claims 1 to 8, wherein the support (3) is formed
as a cooling element.
10. Lighting device according to one of Claims 1 to 9, wherein the semiconductor light
source module (1) has a heat sink (10), and wherein the supporting surface (120) is
formed as a constituent part of the heat sink (10), and the semiconductor light sources
(40) are arranged on the heat sink (10).
1. Dispositif d'éclairage comprenant un module de sources de lumière à semi-conducteurs
(1) et une optique (2), ainsi qu'un support commun (3) pour le module de sources de
lumière à semi-conducteurs (1) et l'optique (2), ladite optique (2) étant montée sur
une face avant (31) du support (3) et présentant au moins une goupille d'ajustage
(23) qui s'étend dans un alésage adapté (121) ménagé dans le module de sources de
lumière à semi-conducteurs (1),
- ledit module de sources de lumière à semi-conducteurs (1) étant appliqué contre
une face arrière (32) du support (3), opposée à la face avant (31),
- ladite au moins une goupille d'ajustage (23) passant à travers une ouverture (34)
dans le support (3) et s'étendant dans l'alésage adapté (121) du module de sources
de lumière à semi-conducteurs (1),
caractérisé en ce que
- ladite au moins une goupille d'ajustage (23) forme un épaulement (230) qui est appliqué
contre une surface d'appui (120) du module de sources de lumière à semi-conducteurs
(1), adjacente à la face arrière (32) du support (3).
2. Dispositif d'éclairage selon la revendication 1, ladite au moins une goupille d'ajustage
(23) étant formée d'un seul tenant avec l'optique (2).
3. Dispositif d'éclairage selon la revendication 1 ou 2, ladite au moins une goupille
d'ajustage (23) étant creuse et munie d'un filetage pour recevoir une vis (5).
4. Dispositif d'éclairage selon la revendication 1 ou 2, ladite au moins une goupille
d'ajustage faisant saillie de l'alésage adapté (121) ménagé dans le module de sources
de lumière à semi-conducteurs (1), sur une face (122) du module de sources de lumière
à semi-conducteurs (1), opposée à la surface d'appui (120), et la partie de la goupille
d'ajustage faisant saillie de l'alésage adapté (121) ménagé dans le module de sources
de lumière à semi-conducteurs (1) étant munie d'un filetage pour un écrou.
5. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 4, des premiers moyens de
fixation (6) étant prévus pour fixer la surface d'appui (120) du module de sources
de lumière à semi-conducteurs (1) à la face arrière (32) du support (3).
6. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 5, des deuxièmes moyens
de fixation (24, 35) étant présents pour fixer l'optique (2) au support (3).
7. Dispositif d'éclairage selon la revendication 6, lesdits deuxièmes moyens de fixation
(24, 35) étant réalisés sous forme de liaison par enclenchement ou encliquetage entre
l'optique (3) et le support (3).
8. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 7, le support (3) ayant
un évidement (33) destiné à recevoir une partie (11) du module de sources de lumière
à semi-conducteurs (1), munie de sources de lumières à semi-conducteurs (40).
9. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 8, le support (3) étant
réalisé sous forme de corps de refroidissement.
10. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 9, le module de sources
de lumière à semi-conducteurs (1) présentant un puits de chaleur (10), et la surface
d'appui (120) étant réalisée comme élément constitutif du puits de chaleur (10) et
les sources de lumière à semi-conducteurs (40) étant agencées sur le puits de chaleur
(10).
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