I. Anwendungsgebiet
[0001] Die Erfindung betrifft die sogenannte Biogas-Erzeugung aus Biomasse.
II. Technischer Hintergrund
[0002] Heute wird Biomasse, beispielsweise Mais in frischer Form oder als Silage, auf zwei
grundsätzlich unterschiedliche Arten anaerob vergoren:
- einerseits im Nassgär-Verfahren, bei dem die Biomasse in Form einer pumpfähigen Schlempe
vorliegt,
- andererseits im hier vorliegenden Feststoff-Verfahren, bei der die Biomasse, nur durch
das Animpfen mit bereits vergorenem Material, in die Fermenter eingebracht wird.
[0003] Bei diesem Feststoff-Verfahren, dem so genannten Trockenfermentationsverfahren, sammelt
sich Sickerflüssigkeit, das so genannte Perkolat, am Boden der Fermenter, welches
aus der in der Biomasse enthaltenen Flüssigkeit besteht, die durch das Eigengewicht
der Biomasse heraus gepresst wird, und die mit Fortschritt des Umsetzungsprozesses
zusätzlich biologisch aktive Gär-Stoffe enthält.
[0004] Dabei ist es üblich, dieses Perkolat aus dem Bodenbereich der Fermenter abzupumpen
und wieder auf der Oberseite der Biomasse im Fermenter zu versprühen.
[0005] Dadurch werden die biologisch aktiven Stoffe im Perkolat gleichmäßig über das gesamte
Volumen der Biomasse im Fermenter verteilt, indem das Perkolat flächig von oben nach
unten durch die Biomasse hindurchsickert. Gleichzeitig kann eine Temperaturregelung
im Fermenter mittels des zirkulierenden Perkolates erreicht werden, indem dieses vor
der Rückführung nach Bedarf beheizt wird.
[0006] Dabei unterscheidet sich sowohl die Menge als auch eventuell die Inhaltsstoffe des
einem Fermenter zuzuführenden Perkolates abhängig davon, in welchem Zustand der Umsetzungsprozesse
sich befindet, welche Art von ursprünglicher Biomasse er enthält und aufgrund von
weiteren Faktoren.
[0007] Bislang wurden die aus dem Fermenter entnommenen Gärreste in der Regel bei der nachfolgenden,
aeroben, Kompostierung hygienisiert.
[0008] Inzwischen wird die in einem Fermenter umgesetzte Biomasse vor der Entnahme aus dem
Fermenter dort hygienisiert.
[0009] Hygienisieren bedeutet in diesem Fall gemäß Bioabfall-Verordnung, dass nicht sämtliche
in der Biomasse enthaltenen Keime abgetötet werden sollen, sondern es sollen zum einen
in der Biomasse enthaltene Samen deaktiviert werden, damit diese später nicht in Form
von Unkraut wieder aufgehen können, und es sollen vor allem bestimmte Koli-Bakterien
dabei abgetötet werden. Die den anaeroben Gärprozess bewirkenden bioaktiven Gärstoffe
sollen dagegen gerade nicht abgetötet werden, und dies ist auch durch entsprechende
Temperaturführung möglich.
[0010] Sobald dieser Hygienisierungsprozess einsetzt, ist es selbstverständlich kontraproduktiv,
wenn dann noch Perkolat in den Fermenter zugeführt wird, welches selbst noch nicht
hygienisiert ist.
[0011] Die
EP 2 202 292 A1 beschreibt eine gattungsgemäße Biogas-Anlage, bei der zwei getrennte Perkolat-Behälter
vorhanden sind, und jeweils eine Gruppe von Fermentern mit einem der beiden Perkolat-Behälter
verbunden ist und aus diesem versorgt wird. Ein Austausch von Perkolat zwischen den
beiden Perkolat-Behältern erfolgt nicht.
[0012] Dies erfordert eine aufwändige Verleitung für das Perkolat, da jeder einzelne Fermenter
sowohl auf der Zuführungsseite als auch auf der Abführungsseite mit jedem der beiden
Perkolat-Behälter verbunden können sein muss und in der Zuleitung zu und in der Ableitung
von jedem Fermenter entsprechende Ventile usw. vorgesehen werden müssen.
[0013] Des Weiteren wird durch diese Vorgehensweise die Steuerung der Anlage wesentlich
komplizierter und auch fehleranfälliger, denn wenn aus Versehen beispielsweise ein
Fermenter gefüllt mit nachwachsenden Rohstoffen mit Perkolat besprüht wird, welches
aus einem Fermenter mit biologischem Hausmüll kommt, ist unter Umständen dieser Gärrets
aus diesem Fermenter nur noch Sondermüll.
III. Darstellung der Erfindung
a) Technische Aufgabe
[0014] Es ist daher die Aufgabe gemäß der Erfindung, eine Biogasanlage sowie ein Verfahren
für ihren Betrieb zur Verfügung zu stellen, welche mit geringem Investitionsaufwand
herzustellen und einfach zu betreiben ist.
b) Lösung der Aufgabe
[0015] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 6 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen. Hinsichtlich des
Verfahrens wird die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch gelöst, dass ausschließlich hygienisiertes
Perkolat in den Fermentern auf die Biomasse ausgebracht wird.
[0016] Die Ausbringung eines falschen Perkolats in einen der Fermenter, wie sie bei wahlweiser
Ausbringung unterschiedlicher Arten von Perkolat auf den einzelnen Fermentern erfolgen
kann, ist dadurch zuverlässig vermieden.
[0017] In der Regel liegen zwei Arten von Perkolat, nämlich hygienisiertes und nicht hygienisiertes,
Perkolat vor. Häufig werden diese in getrennten diesbezüglichen Perkolat-Behältern
gesammelt, wovon der Perkolat-Behälter für das hygienisierte Perkolat als Ausbringungsbehälter
bezeichnet wird.
[0018] Die Zirkulation von Perkolat durch die Biogas-Anlage, also durch die einzelnen Fermenter,
kann theoretisch jedoch auch ohne Perkolat-Behälter realisiert werden mit Hilfe von
ausreichend groß dimensionierten Zirkulationsleitungen oder ähnlichem. In der Praxis
hat sich das Zwischenspeichern in Perkolat-Behältern jedoch bewährt, da hierdurch
auch ein unregelmäßiger Anfall von Perkolat bewältigt werden kann.
[0019] Nicht hygienisiertes Perkolat aus dem entsprechenden Perkolat-Behälter kann in den
Ausbringungsbehälter für hygienisiertes Perkolat verbracht werden, und wird dabei
oder spätestens im Ausbringungsbehälter hygienisiert. Zum Hygienisieren wird in der
Regel Wärme verwendet, alternativ stehen auch chemische und/oder physikalische Behandlungsverfahren
zur Verfügung.
[0020] Das in den Fermentern anfallende Perkolat kann entweder grundsätzlich zunächst dem
ersten Perkolat-Behälter für nicht hygienisiertes Perkolat zugeführt werden, selbst
wenn aus dem einen oder anderen Fermenter bereits hygienisiertes Perkolat austritt,
da die Biomasse in dem entsprechenden Fermenter bereits den Hygienisierungsschritt
durchlaufen hat.
[0021] Diese Variante stellt sicher, dass nicht aus Versehen unhygienisiertes Perkolat in
den Ausbringungsbehälter gelangen kann.
[0022] Eine andere Variante besteht darin, dass das in den einzelnen Fermentern anfallende
Perkolat abhängig von seinen Eigenschaften, beispielsweise ob es sich um hygienisiertes
oder nicht hygienisiertes Perkolat handelt, den entsprechenden Perkolat-Behältern
zugeführt wird, dann natürlich über getrennte Leitungen.
[0023] Diese Variante vermeidet es, dass bereits hygienisiertes Perkolat nochmals hygienisiert
werden muss.
[0024] Hinsichtlich der konstruktiven Ausgestaltung der
Biogas-Anlage wird die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch gelöst, dass die Anlage zwar mindestens
zwei Perkolat-Behälter umfasst, jedoch die Perkolat-Verteilvorrichtung nur mit einem
der beiden Perkolat-Behälter, dem Ausbringungs-Behälter, verbunden ist, welcher ausschließlich
hygienisiertes Perkolat enthält. Zusätzlich ist in der Verbindungsleitung zwischen
den beiden Perkolat-Behältern eine Behandlungseinheit für das Perkolat vorhanden,
um das Perkolat in den für den Ausbringungs-Behälter notwendigen Zustand zu bringen.
[0025] In baulicher Hinsicht ergibt dies den Vorteil eines geringeren Aufwandes, denn es
muss nur eine Hauptleitung für die Perkolatverteilung von dem einen Ausbringungsbehälter
zu allen Fermentern verlegt werden.
[0026] Die Perkolat-Entnahmevorrichtung aus de Fermentern kann dagegen durchaus zwei Entnahmestränge
umfassen, wobei jeder Fermenter mit jedem der beiden Entnahmestränge verbunden ist,
am anderen Ende jeder der beiden Entnahmestränge jedoch nur mit einem der beiden Perkolat-Behälter
verbunden ist.
[0027] Da die Fermenter individuell hinsichtlich des Perkolates abgepumpt werden müssen,
ist jedem Fermenter eine eigene, separat ansteuerbare Pumpe zugeordnet.
[0028] Die einzelnen Fermenter müssen hinsichtlich Zeitpunkt und Menge individuell mit Perkolat
beschickt werden können, weshalb vorzugsweise von der Hauptleitung (gegebenenfalls
mit Durchflussmessung) der Perkolat-Verteilvorrichtung Abzweigleitungen zu jedem Fermenter
führen, in welchen mindestens je ein Sperrventil angeordnet ist.
c) Ausführungsbeispiele
[0029] Ausführungsformen gemäß der Erfindung sind im Folgenden beispielhaft näher beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Biogas-Anlage mit nur einem Perkolat-Entnahmestrang,
- Fig. 2:
- eine Biogas-Anlage mit zwei Perkolat-Entnahmesträngen.
[0030] Figur 1 zeigt eine Biogas-Anlage, die im Wesentlichen aus - in der Realität meist wesentlich
mehr als den hier dargestellten nur zwei - Fermentern
1, dargestellt in der Front-Ansicht und im geöffneten Zustand, besteht, die im Betrieb
zum Großteil mit Biomasse gefüllt sind, die in den luftdicht und gasdicht verschlossenen
Fermentern
1 unter Luftabschluss, also anearob, vergären soll und dabei zum Teil in ein brennbares
Gasgemisch umgesetzt wird, welches aus den einzelnen Fermentern
1 über eine Biogas-Entnahmeöffnung
2 abgezogen und einem nicht dargestellten Verbraucher zugeführt wird.
[0031] Bei dem vorliegenden Verfahren wird die Biomasse in die Fermenter
1 eingebracht, die meist wie eine Fertiggarage gefertigt sind, also nur eine offene
Frontseite aufweisen, durch die Biomasse eingebracht und entnommen werden kann, und
die durch eine entsprechende dichte Klappe gasdicht verschlossen werden kann. Allerdings
sind die Dimensionen der Fermenter demgegenüber wesentlich größer.
[0032] Die in den Fermentern
1 eingebrachte Biomasse enthält Feuchtigkeit, die allein schon durch das Eigengewicht
der Biomasse im Fermenter und der Einlagerungshöhe durch Zusammenpressen der Biomasse
ausgepresst wird und sich am Boden der Fermenter
1 sammelt als Sickerflüssigkeit, das sog. Perkolat, welches auch die für den Gärprozess
notwendigen bioaktiven Substanzen enthält, die beispielsweise zu Beginn des Umsetzungsprozesses
und auch danach der Biomasse im Fermenter zugeführt werden, indem ein Perkolat, das
diese Stoffe enthält, auf der Oberseite der Biomasse im Fermenter
1 versprüht wird mit Hilfe einer Perkolat-Verteilvorrichtung
5.
[0033] Im Gegenzug muss das Perkolat im unteren Bereich der Fermenter
1 über eine Perkolat-Entnahmevorrichtung
4 aus den einzelnen Fermentern
1 entfernt werden, um ausreichend Perkolat für das Besprühen von oben zur Verfügung
zu haben.
[0034] Häufig ist die Bodenplatte des Fermenters mit einem Gefälle zur vorderen, verschließbaren
Stirnseite hin ausgestattet, und in diesem vorderen Bereich ist eine über die gesamte
Breite des Fermenters 1 verlaufende Sammelrinne 16 im Boden des Fermenters eingelassen,
sodass sich darin das Perkolat sammelt.
[0035] Wie
Figur 1 zeigt, ist die Sammelrinne
16 jedes der Fermenter
1 über eine Stichleitung mit einem zu einem ersten Perkolatbehälter
3a führenden Entnahmestrang 4a verbunden.
[0036] In jeder Stichleitung ist zumindest ein Sperrventil
13 und/oder vorzugsweise auch eine separat ansteuerbare Pumpe
9 angeordnet, sodass das Abpumpen aus jedem der einzelnen Fermenter
1 unabhängig voneinander erfolgen kann, beispielsweise abhängig vom Füllstand an Perkolat
in der Sammelrinne
16.
[0037] Durch entsprechende Sperrventile
13 in den Stichleitungen von den einzelnen Fermentern kann sichergestellt werden, dass
ein Fluss des Perkolats in dem Entnahmestrang
4a nur in den Perkolatbehälter
3a hinein erfolgt und nicht unbeabsichtigterweise zurück in einen der übrigen Fermenter
1.
[0038] Mit dem ersten Perkolatbehälters
3a ist ein zweiter Perkolat-Behälter
3b verbunden. Mittels einer Verbindungsleitung
6 und entsprechender ein oder mehrerer Pumpen kann Perkolat aus dem ersten Perkolat-Behälter
3a in den zweiten Perkolatbehälter
3b gepumpt werden.
[0039] Dabei ist in der Verbindungsleitung
6 eine Behandlungseinheit
7 für Perkolat eingesetzt, in der das hindurchfließende Perkolat so behandelt wird,
dass es diejenigen Eigenschaften besitzt, die das Perkolat für das anschließende Ausbringen
des Perkolats aus dem zweiten Perkolat-Behälter
3b, dem Ausbringungsbehälter, besitzen muss, um auf der Biomasse in den Fermentern
1 verteilt zu werden.
[0040] Beispielsweise wird in der Behandlungseinheit
7 das hindurchströmende Perkolat hygienisiert.
[0041] Auch eine Zumischung notwendiger weiterer Bestandteile im richtigen Verhältnis kann
in der Behandlungseinheit
7 durchgeführt werden.
[0042] Im Gegensatz zu bisherigen Lösungen wird nun Perkolat nicht wahlweise aus einem der
beiden Perkolat-Behälter, sondern immer nur aus dem gleichen Ausbringungsbehälter
3b verwendet, um es auf der Biomasse der einzelnen Fermenter
1 zu verteilen, um dadurch einerseits eine gute Verteilung der Gärstoffe im Inneren
der Biomasse durch das Hindurchsickern nach unten zu gewährleisten und andererseits
bei Bedarf auch eine Temperatursteuerung in der Biomasse durchzuführen.
[0043] Zu diesem Zweck führen von der Hauptleitung
12 (gegebenenfalls mit Durchflussmessung) der Perkolat-Verteilvorrichtung
5 in jeden Fermenter
1 ein oder mehrere Stichleitungen, die separat über Sperrventile
13 absperrbar sind, indem immer nur eines der Sperrventile
13 geöffnet ist.
[0044] In der Regel werden die einzelnen Fermenter aus Gründen der gleichmäßigen Biogas-Erzeugung
zeitlich zueinander versetzt befüllt und der Vergärprozess begonnen, sodass der über
mehrere Wochen laufende Gärprozess in den einzelnen Fermentern leicht zeitversetzt
abläuft.
[0045] Im Rahmen des Umsetzungsprozesses der Biomasse ist es in der Regel erwünscht, dass
die noch im Fermenter
1 verbliebene Biomasse - die ja in ihrem Volumen deutlich reduziert ist - hygienisiert
ist, um sie anschließend als Dünger verwenden zu können, bzw. zu Qualitäts-Kompost
umwandeln zu können oder ähnliches, ohne dass hierbei z.B. aktive Samen in der Biomasse
diese Verwendung der Biomasse-Reste behindern.
[0046] Die Hygienisierung erfolgt in der Regel dadurch, dass im Inneren des Fermenters
1 die enthaltene Biomasse über einen bestimmten Zeitraum eine bestimmte Mindesttemperatur
besitzt, wodurch die im Fokus stehenden Keime abgetötet werden. Dieses Temperaturniveau
kann durch den Umsetzungsprozess selbst erreicht werden oder auch durch Zuheizung,
da die Fermenter
1 ohnehin zumindest im Boden eine nicht dargestellte Heizvorrichtung besitzen, da eine
Zuheizung unter anderem zu Beginn des Umsetzungsprozesses notwendig ist, um den Gärprozess
in Gang zu setzen trotz der anfänglichen Zusetzung der richtigen bioaktiven Gärstoffe.
[0047] Sobald die Biomasse in einem der Fermenter
1 diese Hygienisierung bereits durchlaufen hat, ist auch das in seinem unteren Bereich
austretende bzw. sich in der Sammelrinne
16 sammelnde Perkolat hygienisiert.
[0048] Falls der Unterschied zwischen den beiden Perkolat-Behältern
3a und
3b lediglich die Hygienisierung ist, also sich im Perkolat-Behälter
3a nicht hygienisiertes Perkolat befindet und im Perkolat-Behälter
3b ausschließlich bereits hygienisiertes Perkolat, kann - wie in
Figur 2 dargestellt - ein solcher bereits die Hygienisierung durchlaufener Fermenter
1 umgestellt werden auf Abführung seines Perkolats direkt in den hygienisierten Perkolat-Behälter
3b:
[0049] In
Figur 2 umfasst die Perkolat-Entnahmevorrichtung
4 deshalb zwei parallele Entnahmestränge
4a, b, von denen der eine wie bei Figur
1 im ersten Perkolat-Behälter
3a und der zweite im zweiten Perkolat-Behälter
3b mündet.
[0050] Jeder der Fermenter
1 ist über entsprechende Stichleitungen mit jeweils beiden Entnahmesträngen
4a, b verbunden, und durch Sperrventile
13 in beiden Stichleitungen kann für jeden Fermenter
1 separat und zu jedem beliebigen Zeitpunkt umgeschaltet werden, wohin das Perkolat
abgepumpt wird, also in den ersten Perkolat-Behälter
3a oder in den zweiten Perkolat-Behälter
3b.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0051]
- 1
- Fermenter
- 2
- Biogas-Entnahmeöffnung
- 3
- Perkolat-Speicher
- 3a, b
- Perkolat-Behälter
- 4
- Perkolat-Entnahmevorrichtung
- 5
- Perkolat-Verteilvorrichtung
- 6
- Verbindungsleitung
- 7
- Behandlungseinheit
- 8
- Perkolat-Regelungseinrichtung
- 9
- Pumpe
- 10
- Zirkulationsrichtung
- 11
- Füllstandssensor
- 12
- Hauptleitung
- 13
- Sperrventil
- 14
- Durchflussmesser
- 15
- Rückschlagventil
- 16
- Sammelrinne
1. Verfahren zur Erzeugung von Biogas aus nicht-pumpbarer Biomasse mit mehreren gas-
und flüssigkeitsdicht verschließbaren Fermentern
(1) für die Biomasse wobei
- das in den Fermentern (1) anfallende Perkolat gesammelt wird und
- in den einzelnen Fermentern (1) gesteuert wieder ausgebracht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
ausschließlich hygienisiertes Perkolat in den einzelnen Fermentern (1) ausgebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
hygienisiertes und nicht hygienisiertes Perkolat in getrennten Perkolat-Behältern
(3a,b) gesammelt wird, wovon der Perkolat -Behälter (3b) für hygienisiertes Perkolat
der Ausbringungs-Behälter (3b) ist.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das in den Ausbringungs-Behälter (3b) eingebrachte Perkolat vor oder spätestens im Ausbringungs-Behälter (3b) hygienisiert
wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Hygienisieren mittels Wärme und/oder chemischer und/oder physikalischer Behandlung
erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Verfahrensansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das in den Fermentern (1) anfallende Perkolat abhängig von seinen Eigenschaften wahlweise einem der beiden
Perkolat-Behälter (3a,b), wieder zugeführt wird.
6. Biogasanlage zur Methanisierung von nicht-pumpbarer Biomasse, mit
- mehreren gas- und flüssigkeitsdicht verschließbaren Fermentern (1) für die Biomasse,
- einer Biogas-Entnahmeöffnung (2) in jedem Fermenter (1),
- einem Perkolat-Speicher (3),
- einer Perkolat-Entnahmevorrichtung (4) die aus jedem Fermenter (1) das dort anfallende Perkolat zu dem Perkolat-Speicher (3) befördert,
- einer Perkolat-Verteilvorrichtung (5), die das Perkolat aus dem Perkolat-Speicher (3) in jeden der Fermenter (1) ausbringen kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Perkolat-Speicher (3) mindestens zwei Perkolat-Behälter (3a, b) umfasst, die über eine Verbindungsleitung (6) miteinander verbunden sind,
- in der Verbindungsleitung (6) eine Behandlungseinheit (7) für das hindurchströmende Perkolat angeordnet ist,
- die Perkolat-Verteilvorrichtung (5) nur mit dem einen der beiden Perkolat-Behälter, dem Ausbringungs-Behälter (3b), verbunden ist.
7. Biogasanlage nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Behandlungs-Einheit (7) eine Hygienisierungseinheit ist.
8. Biogasanlage nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Perkolat-Entnahmevorrichtung (4) einen ersten Entnahmestrang (4a) und einen zweiten Entnahmestrang 4b) umfasst, die einerseits jeweils mit jedem der Fermenter (1) verbunden sind und andererseits mit je einem der beiden Perkolat-Behälter (3a, b) verbunden sind.
9. Biogasanlage nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
von den beiden Perkolat -Behältern (3a, b) in der Aufsicht betrachtet der eine konzentrisch
innerhalb des anderen angeordnet ist.
10. Biogasanlage nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Perkolat-Entnahmevorrichtung (4) jedem Fermenter (1) zugeordnet wenigstens eine separat steuerbare Pumpe (9) umfasst.
11. Biogasanlage nach einem der vorhergehenden Vorrichtungsansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Perkolat-Verteilvorrichtung (5) eine Hauptleitung (12) umfasst, die gegebenenfalls einen Durchflussmesser (15) aufweist, und von der Abzweigleitungen (13) zu jedem Fermenter (1) führen, in welchen ein Sperrventil (14) angeordnet ist.