[0001] Die Erfindung betrifft eine Holz-Beton-Verbundkonstruktion gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie die Verwendung eines Holzbauteils, mit einem tragenden Unterbau
und einem angrenzenden Verbundoberbau zum flächigen Verbinden mit Beton zur Verstellung
einer Holz-Beton-Verbundkonstruktion mit wenigstens einem derartigen Holzbauteil und
wenigstens einem Betonbauteil.
[0002] Holz-Beton-Verbundkonstruktionen sind seit langem aus dem Stand der Technik bekannt
und bestehen aus Holzelementen bzw. Holzbauteilen, welche mit einem an eine Verbundfläche
des Holzbauteils angrenzenden Betonbauteil schubfest verbunden sind. Holz-Beton-Verbundkonstruktionen
werden im Bauwesen insbesondere dort eingesetzt, wo die Vorteile des Bauwerkstoffs
Holz mit den Vorteilen des Bauwerkstoffs Beton kombiniert werden sollen. Eine derartige
Konstruktion basiert auf der Grundidee, dem Holz im Verbundquerschnitt vor allem die
Zugkräfte und dem Beton die Druckkräfte zuzuweisen.
[0003] Holz-Beton-Verbundkonstruktion können sowohl im Neubau als auch bei der Ertüchtigung
bestehender Holz- bzw. Holzwerkstoffkonstruktionen als tragendes und/oder raumabschließendes
Bauteil eingesetzt werden.
[0004] Die
DE 202 16 634 U1 offenbart ein mehrschichtiges Kreuzverbund-Holzbauelement zur Erstellung von Wänden
und Gebäuden aller Art, bei dem einzelne brett- und pfostenartige Hölzer in Lagen
eines Kreuzverbundes zu dem Holzbauelement zusammengesetzt sind, wobei die Zwischenräume
zwischen den einzelnen Lagen des Kreuzverbundes mit einer Dämmung bzw. einer Isolierung
verfüllt werden können.
[0005] Aus der
DE 102 54 043 B4 ist eine Verbundkonstruktion bekannt, bei der profilierte Holzrippen mit einer negativen
Flankensteigung in gleichmäßigen Abständen vorgesehen sind. Dabei handelt es sich
um einen mehrteiligen Aufbau, der fertigungs- und herstellungsaufwändig ist, und welcher
nur einen einachsigen Lastabtrag innerhalb der Aufspannebene des Verbundes erlaubt.
Die
DE 102 54 043 B4 lehrt, eine einzige Lage von profilierten Rippen vorzusehen, wobei die Geometrie
dieser Rippen eine negative Flankensteigung aufweist, durch die eine Verbundwirkung
durch Formschluss zwischen dem Beton und dem Holzwerkstoff ermöglicht wird.
[0006] Die
DE 298 24 534 U1 offenbart ein Holz-Beton-Verbundelement, bei dem zur Aufnahme von Querkräften eine
Vielzahl von Querkraftankern vorgesehen sind, die quer zur Längsrichtung der Verbundstege
in den Aussparungen verlaufen und vom Betonteil umfasst sind, wobei diese Querkraftanker
an den Verbindungsstegen befestigt sind.
[0007] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind unter dem Begriff Holzbauteil sämtliche
tragende und/oder raumabschließende Holzkonstruktionen zu verstehen, die mit Beton
zu einer Holz-Verbund-Konstruktion kombiniert werden können. Dies können sowohl decken-
als wandbildende Konstruktionen sein.
[0008] Bei der Deckenbildung kommen u.a. die sogenannte Balkenbauweise, bestehend aus einer
Balkenlage und ggf. darauf angeordneter Holzschalung, und die sogenannte Brettstapelbauweise
aus nebeneinander stehend angeordneten, miteinander vernagelten oder verdübelten Seitenbrettern
zum Einsatz.
[0009] Darüber hinaus werden vermehrt sogenannte Brettsperrholz- oder Kreuzlagenholz-Konstruktionen
verwendet. Dabei handelt es sich um kreuzweise verleimte Lagen aus nebeneinander angeordneten
Brettern, ähnlich dem Aufbau üblicher Sperrholzplatten. Aufgrund ihres flächigen Aufbaus
eigenen sich derartige Holzbauteile sowohl für decken- als auch wandbildende Konstruktionen.
[0010] Um die Vorteile einer Holz-Beton-Verbundkonstruktion ausnutzen zu können, muss sichergestellt
sein, dass zwischen dem Holzbauteil und dem Betonbauteil eine dauerhafte Verbindung
besteht, so dass sowohl Längs- als auch Querkräfte von dem Verbundelement aufgenommen
werden können und das Verbundelement unter allen Belastungssituationen als statische
Einheit anzusehen ist.
[0011] Zur Aufnahme von Schubkräften zwischen Beton- und Holzbauteil ist es aus dem Stand
der Technik bekannt, in der Verbundfläche des Holzbauteils Ausnehmungen, vorzugsweise
sogenannte Kerven, vorzusehen, die mit Beton verfüllt werden bzw. mit dem Beton in
Eingriff stehen. Um die im Wesentlichen parallel zur Verbundfläche verlaufenden Schubkräfte
in das Holzbauteil einzuleiten, weisen die Ausnehmungen als Widerlager für den Beton
im Wesentlichen quer zur Verbundfläche ausgerichtete Flanken auf. Unter dem Begriff
quer ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht nur eine zur Verbundfläche senkrechte
Flankenausrichtung, sondern auch jede geneigte, von 0° bzw. 180° verschiedene Flankenausrichtung
zu verstehen.
[0012] Um ein Abheben der Betonplatte aufgrund des im Bereich der Ausnehmung entstehenden
Extensitätsmoments zu verhindern bzw. um Querkräfte zwischen Holz- und Betonbauteil
aufzunehmen, sind aus dem Stand der Technik verschiedene Verbindungsmittel bekannt,
die einerseits mit dem Beton und andererseits mit dem Holzbauteil fest verbunden sind.
Neben Klebeverbindungen kommen vornehmlich mechanische Verbindungsmittel wie Schrauben,
Dübel, Nägel u. dgl. zum Einsatz. So werden beispielsweise in die über das Holzbauteil
verteilten Ausnehmungen lange Holzschrauben oder -dübel eingedreht, die senkrecht
zur Verbundfläche über den Holzquerschnitt hinausragen und ankerartig mit dem Beton
in Eingriff stehen. Neben Einzelschrauben und -dübeln sind auch Verbundsysteme aus
gekreuzten, gegenüber der Verbundfläche unter 45°geneigten Schrauben- oder Dübelpaaren
bekannt.
[0013] Ferner ist aus
DE 298 24 534 U1 ein Brettstapelelement bekannt, zwischen dessen Lamellen Bleche oder Kanthölzer angeordnet
sind, die als Stege in die Betonplatte hineinragen. Der Verbund zwischen Holz und
Beton erfolgt über sogenannte Querkraftanker, welche in Aussparungen der Stege eingeschoben
werden.
[0014] Derartige Verbindungsmittel gehen jedoch meist mit sehr hohen Herstellungs- und Materialkosten
einher und erlauben darüber hinaus nur einen geringen Vorfertigungsgrad. Insbesondere
besteht die Gefahr, dass die über das Holzbauteil hinausragenden Verbindungsmittel
beim Transport mehrerer übereinander gestapelter Holzelemente beschädigt werden. Auch
das Begehen der Holzelemente auf der Baustelle und das Verlegen der Betonbewehrung
wird durch die hervorstehenden Verbindungselemente erschwert.
[0015] Aus
DE 298 16 002 U1 ist eine Verbundkonstruktion bekannt, bei der die gleichzeitige Aufnahme von Schub-
und Querkräften durch einen Formschluss zwischen Beton und Holz erreicht wird. Hierzu
weist die Holz-Beton-Verbundkonstruktion im Bereich der Verbundfläche bewehrte Betonleisten,
aufgeleimte Profilholzleisten oder eingefräste Vertiefungen auf, welche quer zur Spannrichtung
der Verbundkonstruktion verlaufen. Die Leisten bzw. Vertiefungen weisen im Querschnitt
eine konische Form und damit eine Hinterschneidung auf, welche zur Aufnahme von Querzugkräften
dient.
[0016] Alle zuvor genannten Verbindungsmittel haben gemeinsam, dass sie einen starren Verbund
zwischen dem Beton- und dem Holzbauteil erzeugen. Als Folge dessen müssen die Stege,
Leisten, Ausnehmungen und/oder Verbindungsmittel zur Verankerung des Betons bzw. Fixierung
der Leisten und/oder Stege entsprechend der Verbundbeanspruchung, d. h. entsprechend
dem Verlauf der Schubkräfte über die Verbundkonstruktion, mit veränderlichen Abständen
zueinander angeordnet werden, da andernfalls der Ausnutzungsgrad der Verbundkonstruktion
bei einer Anordnung mit konstantem Abstand wesentlich geringer ausfiele. Entsprechend
muss die Anordnung der Ausnehmungen und Verbundmittel für jede konkrete Verbundkonstruktion
neu berechnet werden. Darüber hinaus grenzt die starre Verbundkonstruktion im Bereich
größerer Spannweiten an ihre Leistungsfähigkeit, da das Kraftübertragungspotential
im Bereich der Ausnehmungen lokal beschränkt ist.
[0017] Um zumindest eine äquidistante Anordnung der Profilleisten-Verbindungsmittel unabhängig
vom Verlauf der Längsschubkräfte zu ermöglichen, schlägt
DE102 54 043 B4 eine Holz-Beton-Verbundkonstruktion vor, bei der zur Herstellung eines kraftschlüssigen
Verbundes profilierte Holzrippen mit einer negativen Flankensteigung, d.h. mit einer
Hinterschneidung, an der Verbundfläche zum Beton angeordnet sind, die jedoch im Gegensatz
zu den Profilholzleisten in
DE 298 16 002 U1 parallel zur Haupttragerichtung des Verbundquerschnittes verlaufen. Zur Fixierung
der in den Beton hineinragenden Rippen auf dem Holzbauteil sind stift- oder schraubenförmige
Verbindungsmittel oder flächige Verleimungen vorgesehen. Aufgrund des mehrteiligen
Aufbaus gestaltet sich der Fertigungs- und Herstellungsaufwand aber auch hier entsprechend
aufwendig. Zudem erlauben diese wie auch die zuvor genannten Konstruktionen lediglich
einen einachsigen Lastabtrag innerhalb der Aufspannebene des Verbunds.
[0018] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, Holzbauteile und Holz-Beton-Verbundkonstruktionen
der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass ein flächiger, dauerhafter
und tragfähiger Verbund zwischen Beton und Holz unabhängig vom konkreten Verlauf der
Längsschubkräfte und darüber hinaus ein mehrachsiger Lastabtrag erzielt werden kann.
Ferner soll der Kosten- und Zeitaufwand gegenüber den bekannten Holz-Beton-Verbundkonstruktionen
weiter reduziert und gleichzeitig ein hoher Vorfertigungsgrad erreicht werden.
[0019] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Holz-Beton-Verbundkonstruktion mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 sowie durch die Verwendung eines Holzbauteils mit den Merkmalen des
Anspruchs 8. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0020] Gemäß der Erfindung zeichnet sich das in der Holz-Beton-Verbundkonstruktion verwendete
Holzbauteil mit tragendem Unterbau und angrenzendem Verbundoberbau dadurch aus, dass
der Verbundoberbau zur Aufnahme von Schub- und Querzugkräften zwischen Holzbauteil
und Beton sowie zur Umverteilung der Schubkräfte innerhalb des Holzbauteils wenigstens
zwei, vorzugsweise genau zwei, kreuzweise aufeinander angeordnete Lagen aus jeweils
wenigstens zwei seitlich zueinander beabstandeten Stegen, Leisten, Latten, Brettern
o. dgl. aufweist und gegenüber dem Unterbau flächig abgeschlossen ist.
[0021] Unter einer kreuzweisen Anordnung ist vorzugsweise ein zueinander senkrechter Verlauf
der Stege, Leisten, Latten, Bretter o. dgl. in zueinander benachbarten Lagen zu verstehen.
Denkbar sind aber auch von 90° abweichende Orientierungen benachbarter Lagen. Desweiteren
bestehen die Stege, Leisten, Latten, Bretter o. dgl. vorzugsweise aus Holz und/oder
einem Holzwerkstoff.
[0022] In erfindungsgemäßer Weise wurde erkannt, dass durch die zuvor beschriebene Konstruktionsweise
zwischen den kreuzweise angeordneten Lagen aus zueinander beabstandeten Stegen, Leisten,
Latten, Brettern o. dgl. innerhalb des Verbundoberbaus Hohlräume mit Hinterschneidungen
gebildet werden, die mit Beton verfüllt werden können, welcher nach dem Aushärten
formschlüssig mit dem Holzbauteil in Eingriff steht. Im Ergebnis können durch die
so geschaffene Verzahnung des Betons mit der oberen Brettlage die aus der Verbundwirkung
zwischen Beton und Holzbauteil entstehenden Querzugkräfte effektiv abgetragen werden.
[0023] Entsprechend werden Schubkräfte an den seitlichen Flanken der einzelnen Stege, Leisten,
Latten, Bretter o. dgl. aufgenommen. Die quer, vorzugsweise senkrecht, zur Verbundfläche
ausgerichteten Flanken dienen dabei als Widerlager für den Beton. Ein besonderer Vorteil
der erfindungsgemäßen Konstruktionsweise des Holzbauteils in der Holz-Beton-Verbundkonstruktion
liegt in der Tatsache, dass durch die kreuzweise Anordnung wenigstens zweier Lagen
im Gegensatz zu dem aus dem Stand der Technik bekannten Konstruktionen in effektiver
Weise ein zweiachsiger Lastabtrag der Schubkräfte innerhalb der Holz-Beton-Verbundkonstruktion
bewirkt wird. Maßgebend hierfür ist, dass die Konstruktion aus wenigstens zwei kreuzweise
zueinander angeordnete Steg-, Leisten-, Latten- oder Brettlagen in zwei zueinander
senkrechten Richtungen Flanken oder Flankenabschnitte aufweist, in denen folglich
die parallel zur Verbundfläche auftretenden Schubkräfte in zwei zueinander senkrechten
Richtungen aufgenommen werden können.
[0024] Aus Gewichtsgründen ist die Durchdringungstiefe des Holzbauteils mit Beton in senkrechter
Richtung zur Verbundfläche gerade nur so groß gewählt, dass ein ausreichender Verbund
zwischen Holz und Beton gewährleistet ist. Der Beton steht daher nur mit dem Verbundoberbau
des Holzbauteils in direktem Eingriff. Um die Durchdringungstiefe zu begrenzen bzw.
ein Eindringen des Betons in den Unterbau zu verhindern, ist der Verbundoberbau gemäß
der Erfindung gegenüber dem Unterbau flächig abgeschlossen.
[0025] Besonders bevorzugt weist der Verbundoberbau genau zwei zueinander kreuzweise angeordnete
Lagen auf, die gegenüber dem Unterbau flächig abgeschlossen sind. Der durch zwei Lagen
gebildete Hohlraum reicht einerseits aus, um eine hinreichende Verankerung des Betons
mit dem Verbundoberbau sowie einen zweiachsigen Lastabtrag zu gewährleisten, und dient
andererseits dazu, das Gewicht der fertigen Holz-Beton-Verbundkonstruktion aufgrund
des begrenzten Beton-Aufnahmevolumens im Verbundoberbau zu begrenzen.
[0026] Gemäß der Erfindung wurde weiterhin erkannt, dass durch die beabstandete Anordnung
der Stege, Leisten, Latten, Bretter o. dgl. auf Lücke in Kombination mit den Holz-
bzw. Holzwerkstoff-Materialeigenschaften der Stege, Leisten, Latten, Bretter o. dgl.
eine ausreichende Nachgiebigkeit bzw. Verformbarkeit des Verbunds in Richtung der
Längsschubkräfte gegeben ist. Hierbei wurde erkannt, dass Holzbauteile in senkrechter
Richtung zur Holzfaser einen deutlich geringeren Elastizitätsmodul besitzen als in
paralleler Richtung zur Holzfaser. Ein kleinerer Elastizitätsmodul bedeutet dabei,
dass das Holzbauteil seiner elastischen Verformung einen geringen Widerstand entgegensetzt.
Je nach Holzart kann der Elastizitätsmodul in senkrechter Richtung nur wenige Prozent
des Elastizitätsmoduls in paralleler Richtung betragen. Beispielsweise kann der Elastizitätsmodul
in senkrechter Richtung 300 N/mm
2 und in senkrechter Richtung 10.000 N/mm
2 betragen.
[0027] Ein derart geringer Elastizitätsmodul in senkrechter Richtung zur Holzfaser und die
damit verbundene Nachgiebigkeit bewirken eine gewisse Längsverschieblichkeit zwischen
Beton und Holzbauteil, aus der sich eine effektive Umverteilung der Schubkräfte innerhalb
des Holzbauteils ergibt. Insbesondere kann ein Versagen der Verbindungsmittel, mit
denen die Stege, Leisten, Latten und Bretter untereinander und gegenüber dem Verbundunterbau
verbunden sind, vermieden werden, da durch die Umverteilung der Schubkräfte die Tragfähigkeit
des Holzbauteils in ansonsten weniger beanspruchten Bereichen mit ausgeschöpft wird.
Durch die Umverteilung kann ferner die Anordnung der einzelnen Stege, Leisten, Latten,
Bretter o. dgl. unabhängig vom konkreten Verlauf der Längsschubkräfte erfolgen. Insbesondere
können die Bretter oder o. dgl. im Wesentlichen in gleichen Abständen angeordnet werden.
Durch die Nachgiebigkeit sämtlicher Verbundmittel und Bretter o. dgl., die annähernd
die gleiche Beanspruchung erfahren, wird auch der Rechenaufwand zur Bestimmung der
genauen Anzahl und Verteilung der einzelnen Bretter o. dgl. im Verbundoberbau bei
einer konkreten Verbundkonstruktion erheblich reduziert. Das Holzbauteil ist folglich
für verschiedene Anwendungen universell einsetzbar und weniger fehleranfällig in seiner
Herstellung. Da insbesondere eine differenzierte Abstandsanordnung der Bretter o.
dgl. und Verbundmittel über die Länge des Trägerelements entfällt, kann somit insgesamt
ein schneller und systematischer Produktionsablauf gewährleistet werden.
[0028] Da die zur Umverteilung der Längsschubkräfte erforderliche Nachgiebigkeit des Holzes
in senkrechter Richtung zur Holzfaser gegeben ist, sind ist die Längsachsen der Stege,
Leisten, Latten, Brettern o. dgl. in vorteilhafter Weise parallel zur Holzfaserrichtung
gewählt.
[0029] Ferner kann die Nachgiebigkeit und damit die Eigenschaft zur Umverteilung der Längsschubkräfte
durch eine geeignete Wahl des Holzmaterials bzw. der Holzsorte beeinflusst werden.
In vorteilhafter Weise kann der Verbundoberbau und Unterbau auch aus unterschiedlichen
Holzsorten, Holzmaterialien oder Holzwerkstoffmaterialien hergestellt sein. Während
für den Unterbau Holzsorten, Holzmaterialien oder Holzwerkstoffmaterialien hoher Tragkraft
eingesetzt werden können, sind für den Verbundoberbau Holzsorten, Holzmaterialien
oder Holzwerkstoffmaterialien mit besonderen, vorzugswiese bidirektional unterschiedlichen
Elastizitätseigenschaften wählbar. Für den Verbundoberbau sind prinzipiell aber auch
andere Materialien denkbar, wie beispielsweise Metall oder Beton oder Kombinationen
von Holz, Holzwerkstoff, Metall und/oder Beton.
[0030] Da beim erfindungsgemäßen Holzbauteil in der Holz-Beton-Verbundkonstruktion keine
Verbindungsmittel über die Verbundfläche hinausragen, ist außerdem ein Transport mehrerer
übereinander gestapelter Holzbauteile sowie ein Begehen der Holzbauteile auf der Baustelle
problemlos möglich.
[0031] Für den erfindungsgemäßen Aufbau des Holzbauteils in der Holz-Beton-Verbundkonstruktion
eignet sich nach einer ersten vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung die Verwendung
von sogenannten Brettsperrholz- bzw. Kreuzlagenholz-Konstruktionen. Dabei handelt
es sich um kreuzweise verleimte Bretter analog der Herstellung eines üblichen Sperrholzes.
Entsprechend kann es in vorteilhafter Weise vorgesehen sein, dass der Unterbau als
Kreuzlagenholz bzw. Brettsperrholz ausgebildet ist, und/oder dass das gesamte Holzbauteil
als Kreuzlagenholz bzw. Brettsperrholz ausgebildet ist, wobei zur Bildung des Verbundoberbaus
die Bretter in den wenigstens zwei oberen Lagen auf einer Seite des Kreuzlagenholzes
bzw. Brettsperrholzes, insbesondere unter Auslassung jedes zweiten Brettes, seitlich
zueinander beabstandet angeordnet sind.
[0032] Um den erfindungsgemäß vorgesehenen flächigen Abschluss zwischen tragendem Unterbau
und angrenzendem Verbundoberbau zu realisieren, ist es nach einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass der Unterbau auf der dem Verbundoberbau
zugewandten Seite eine geschlossene Oberfläche aufweist und/oder dass zwischen Unterbau
und Verbundoberbau eine flächige Trennschicht, vorzugsweise aus Holz, vorgesehen ist.
Die geschlossene Oberfläche bzw. Trennschicht dient vorzugsweise als Schalung während
des Betoniervorgangs. Zur Erzeugung der geschlossenen Oberfläche bzw. einer Trennschicht
kann es bei den vorteilhaft verwendeten Brettsperrholz- bzw. Kreuzlagenholz-Konstruktionen
beispielsweise vorgesehen sein, dass lediglich in den beiden oberen Kreuzlagen jeweils
jedes zweite Brett ausgelassen wird, wohingegen die übrigen Lagen vollflächig aus
direkt aneinandergrenzenden Brettern ausgebildet sind. Denkbar ist auch zusätzlich
oder alternativ eine separate Trennschicht, beispielsweise aus einem dünnen Blech
oder einer dünnen Folie.
[0033] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Stege, Leisten,
Latten, Bretter o. dgl. im Verbundoberbau aufgeleimt und/oder aufgenagelt und/oder
aufgeschraubt. Dies kann sowohl die Verbindung der Lagen untereinander als auch die
Verbindung zwischen Verbundoberbau und Unterbau betreffen. Besonders bevorzugt sind
Verschraubungen oder Vernagelungen, da diese Verbindungsarten im Vergleich zu Kleben
oder Verleimen stets mit einer gewissen Nachgiebigkeit einhergehen, so dass die bereits
durch die Holzeigenschaften gegebene Nachgiebigkeit und die damit verbundene Umverteilung
der Schubkräfte gesteigert werden kann. Denkbar ist auch, dass die Umverteilung der
Schubkräfte durch die Elastizitätseigenschaften bzw. Nachgiebigkeit der Verbindung
allein oder größtenteils bewirkt wird.
[0034] Ferner kann es nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen
sein, dass in Längsrichtung der Stege, Leisten, Latten, Bretter o. dgl. Wenigstens
alle 50 cm, insbesondere wenigstens alle 40 cm, Schraub- und/oder Nagelverbindungen
vorgesehen sind. Besonders vorteilhaft erlaubt die Erfindung eine Anordnung der Verbindungsmittel
in im Wesentlichen gleichen Abständen, unabhängig vom konkreten Verlauf der Längsschubkräfte.
[0035] Desweiteren weisen die Stege, Leisten, Latten, Bretter o. dgl. im Verbundoberbau
vorzugsweise eine Höhe im Bereich von 5 mm bis 50 mm, insbesondere von 10 mm bis 40
mm, und/oder eine Breite von 40 mm bis 200 mm, insbesondere von 60 mm bis 160 mm auf.
[0036] Entsprechend beträgt bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
der Abstand zwischen den Stegen, Leisten, Latten, Brettern oder dergleichen im Verbundoberbau
zwischen dem 0,5-Fachen bis 5-Fachen, insbesondere 1- bis 2-Fachen, ihrer Breite.
[0037] Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass die Bretter einer einzelnen Lage unterschiedliche
Breite und/oder unterschiedliche Abstände zueinander aufweisen. Ebenso ist es denkbar,
dass die Bretter verschiedener Lagen unterschiedliche Höhen aufweisen.
[0038] Ein unabhängiger Gedanke der Erfindung betrifft die Verwendung eines zuvor beschriebenen
Holzbauteils zur Herstellung einer Holz-Beton-Verbundkonstruktion mit wenigstens einem
Betonbauteil und wenigstens einem besagten Holzbauteil. Dabei steht das Betonbauteil
mit wenigstens einem Verbundoberbau des Holzbauteils in Eingriff, welcher zur Aufnahme
von Schub- und Querzugkräften zwischen Holzbauteil und Beton sowie zur Umverteilung
der Schubkräfte innerhalb des Holzbauteils wenigstens zwei, vorzugsweise genau zwei,
kreuzweise aufeinander angeordnete Lagen aus jeweils wenigstens zwei seitlich zueinander
beabstandeten Stegen, Leisten, Latten, Brettern o. dgl. aufweist und gegenüber einem
tragenden Unterbau des Holzbauteils flächig abgeschlossen ist.
[0039] Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles anhand
der Zeichnung. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale
für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren
Rückbeziehung.
[0040] Es zeigen:
- Fig. 1
- perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Holzbauteils
für eine Holz-Beton-Verbundkonstruktion,
- Fig. 2
- Querschnitt durch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Holz-Beton-Verbundkonstruktion
mit einem Holzbauteil gemäß Fig. 1, und
- Fig. 3
- Längsschnitt durch die Holz-Beton-Verbundkonstruktion gemäß Fig. 2.
[0041] Fig. 1 zeigt ein mögliches Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Holzbauteils
1 für eine Holz-Beton-Verbundkonstruktion, mit einem tragenden Unterbau 10 und einem
angrenzenden Verbundoberbau 20 zum flächigen Verbinden mit Beton. Während in Fig.
1 der besseren Übersicht halber kein Beton darstellt ist, zeigen die Fig. 2 und 3
ein mögliches Ausführungsbeispiel einer fertigen Holz-Beton-Verbundkonstruktion 100
mit einem Holzbauteil 1 gemäß Fig. 1 und einem Betonbauteil 30, welches mit dem Verbundoberbau
20 des Holzbauteils 1 in Eingriff steht und mit diesem flächig verbunden ist.
[0042] Gemäß der Erfindung weist der Verbundoberbau 20 zur Aufnahme von Längsschub- und
Querzugkräften zwischen Holzbauteil 1 und Beton 30 sowie zur Umverteilung der Schubkräfte
innerhalb des Holzbauteils 1 wenigstens zwei, im vorliegende Ausführungsbeispiel genau
zwei, kreuzweise aufeinander angeordnete Lagen aus jeweils mehreren seitlich zueinander
beabstandeten Brettern 21 auf.
[0043] Der durch die zwei Lagen zwischen den Brettern gebildete Hohlraum reicht einerseits
aus, um eine hinreichende Verankerung des Betons 30 mit dem Verbundoberbau 20 sowie
einen zweiachsigen Lastabtrag zu gewährleisten, und dient andererseits dazu, das Gewicht
der fertigen Holz-Beton-Verbundkonstruktion 100 aufgrund des begrenzten Beton-Aufnahmevolumens
im Verbundoberbau 20 zu begrenzen. Um ein Eindringen des Betons 30 in den Unterbau
10 zu verhindern bzw. die Durchdringungstiefe des Holzbauteils 1 mit Beton 30 zu begrenzen,
ist der Verbundoberbau 20 gemäß der Erfindung gegenüber dem Unterbau 10 flächig abgeschlossen.
[0044] Der gesamte Aufbau des Holzbauteils 1 gemäß den Ausführungsbeispielen der Fig. 1
bis 3 basiert auf der sogenannten Brettsperrholz- bzw. Kreuzlagenholzbauweise, d.
h. einer Holzkonstruktion mit kreuzweise angeordneten Lagen aus Holz-Brettern 11,
21 analog der Herstellung eines üblichen Sperrholzes.
[0045] Zur Bildung von Ausnehmungen 2 und entsprechenden Hinterschneidungen 6 sind die beiden
oberen Brettlagen des Kreuzlagenholzes nicht vollflächig angeordnet. Vielmehr sind
die einzelnen Bretter 21 auf Lücke gesetzt, so dass sich zwischen den Brettern 21
bzw. Brettlagen Hohlräume bilden, die mit Beton 30 verfüllt werden können. Durch die
dabei erzeugte Verzahnung des Betons 30 mit der oberen Brettlage können die aus der
Verbundwirkung entstehenden Querzugkräfte effektiv abgetragen werden. Die übrigen
vollflächigen Lagen aus direkt aneinandergrenzenden Brettern 11 bilden den gegenüber
dem Verbundoberbau 20 flächig abgeschlossenen Unterbau 10.
[0046] Zur Aufnahme von Schubkräften zwischen Beton 30 und Holzbauteil 1 dienen die im Wesentlichen
quer zur Verbundfläche 4 ausgerichteten, seitlichen Flanken 5 der Bretter 21 im Verbundoberbau
20. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Konstruktionsweise des Holzbauteils
liegt in der Tatsache, dass durch die kreuzweise Anordnung wenigstens zweier Brettlagen
in effektiver Weise ein zweiachsiger Lastabtrag der Schubkräfte innerhalb der Holz-Beton-Verbundkonstruktion
100 bewirkt wird.
[0047] Im Ergebnis lässt sich daher mit dem erfindungsgemäßen Holzbauteil 1 in vorteilhafter
Weise eine Kombinationswirkung zur Aufnahme von Längsschub- und Querzugskräften erreichen.
[0048] Ausgehend von der Erkenntnis, dass Holzbauteile in senkrechter Richtung zur Holzfaser
einen deutlich geringeren Elastizitätsmodul besitzen als in paralleler Richtung zur
Holzfaser, wird durch das in den Fig. 1 bis 3 gezeigte Ausführungsbespiel eines erfindungsgemäßen
Holzbauteils 1 außerdem eine effektive Umverteilung der Schubkräfte innerhalb des
Holzbauteils 1 und damit eine Mit-Ausschöpfung der Tragfähigkeit des Holzbauteils
1 in ansonsten weniger beanspruchten Bereichen erreicht. Insbesondere kann ein Versagen
der Verbindungsmittel, mit denen die Bretter 21 untereinander und mit dem Unterbau
20 verbunden sind, vermieden werden. Durch die Umverteilung kann ferner die Anordnung
der einzelnen Bretter 21 unabhängig vom konkreten Verlauf der Längsschubkräfte erfolgen.
Insbesondere können die Bretter 21 im Wesentlichen in gleichen Abständen angeordnet
werden. Durch die Nachgiebigkeit sämtlicher Verbundmittel und Bretter 21, die annähernd
die gleiche Beanspruchung erfahren, wird außerdem der Rechenaufwand zur Bestimmung
der genauen Anzahl und Verteilung der einzelnen Bretter 21 bei einer konkreten Verbundkonstruktion
erheblich reduziert. Das Holzbauteil 1 ist folglich für verschiedene Anwendungen universell
einsetzbar und weniger fehleranfällig in seiner Herstellung. Da insbesondere eine
differenzierte Abstandsanordnung der Bretter 21 und Verbundmittel über die Länge des
Trägerelements entfällt, kann somit insgesamt ein schneller und systematischer Produktionsablauf
gewährleistet werden. Da die gewünschte Nachgiebigkeit des Holzes in senkrechter Richtung
zur Holzfaser gegeben ist, sind ist die Längsachsen der Brettern 21 parallel zur Holzfaserrichtung
gewählt.
[0049] Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 3 sind die einzelnen Bretter
21 bzw. Brettlagen des Verbundoberbaus 20 miteinander verschraubt. Denkbar sind aber
auch andere Verbindungsmittel wie beispielsweise Vernagelungen, Verklebungen und/oder
Verleimungen. Verschraubungen oder Vernagelungen im Vergleich zu Verklebungen oder
Verleimungen den Vorteil, dass sie stets mit einer gewissen Nachgiebigkeit verbunden
sind, so dass die bereits durch die Holzeigenschaften gegebene Nachgiebigkeit und
die damit verbundene Umverteilung der Schubkräfte unterstützend gesteigert wird. Die
einzelnen Bretter 11 des Unterbaus 10 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel miteinander
verleimt.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Holzbauteil
- 2
- Ausnehmung
- 4
- Verbundfläche
- 5
- Flanke
- 6
- Hinterschneidung
- 10
- Unterbau
- 11
- Brett im Unterbau
- 20
- Verbundoberbau
- 21
- Brett im Verbundoberbau
- 30
- Betonbauteil / Beton
- 100
- Holz-Beton-Verbundkonstruktion
1. Holz-Beton-Verbundkonstruktion (100) mit wenigstens einem Betonbauteil (30) und wenigstens
einem Holzbauteil (1), wobei das Betonbauteil (30) mit wenigstens einem Verbundoberbau
(20) des Holzbauteils (1) in Eingriff steht, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbundoberbau (20) zur Aufnahme von Schub- und Querzugkräften zwischen Holzbauteil
(1) und Beton (30) sowie zur Umverteilung der Schubkräfte innerhalb des Holzbauteils
(1) wenigstens zwei, vorzugsweise genau zwei, kreuzweise aufeinander angeordnete Lagen
aus jeweils wenigstens zwei seitlich zueinander beabstandeten Stegen, Leisten, Latten,
Brettern (21) o. dgl. aufweist und gegenüber einem tragenden Unterbau (10) des Holzbauteils
(1) flächig abgeschlossen ist.
2. Holz-Beton-Verbundkonstruktion (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterbau (10) als Kreuzlagenholz bzw. Brettsperrholz ausgebildet ist und/oder
dass das gesamte Holzbauteil (1) als Kreuzlagenholz bzw. Brettsperrholz ausgebildet
ist, wobei zur Bildung des Verbundoberbaus (20) die Bretter (21) in den wenigstens
zwei oberen Lagen auf einer Seite des Kreuzlagenholzes bzw. Brettsperrholzes, insbesondere
unter Auslassung jedes zweiten Brettes, seitlich zueinander beanstandet angeordnet
sind.
3. Holz-Beton-Verbundkonstruktion (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterbau (10) auf der dem Verbundoberbau (20) zugewandten Seite eine geschlossen
Oberfläche aufweist und/oder dass zwischen Unterbau (10) und Verbundoberbau (20) eine
flächige Trennschicht (40), vorzugsweise aus Holz, vorgesehen ist.
4. Holz-Beton-Verbundkonstruktion (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege, Leisten, Latten, Bretter (21) o. dgl. im Verbundoberbau (20) aufgeleimt
und/oder aufgenagelt und/oder aufgeschraubt sind.
5. Holz-Beton-Verbundkonstruktion (100) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in Längsrichtung der Stege, Leisten, Latten, Bretter (21) o. dgl. wenigstens alle
50 cm, insbesondere wenigstens alle 40 cm, Schraub- und/oder Nagelverbindungen vorgesehen
sind.
6. Holz-Beton-Verbundkonstruktion (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege, Leisten, Latten, Bretter (21) o. dgl. im Verbundoberbau (20) eine Höhe
im Bereich von 5 mm bis 50 mm, insbesondere von 10 mm bis 40 mm, und/oder eine Breite
von 40 mm bis 200 mm, insbesondere von 60 mm bis 160 mm, aufweisen.
7. Holz-Beton-Verbundkonstruktion (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Stegen, Leisten, Latten, Brettern (21) o. dgl. im Verbundoberbau
(20) zwischen dem 0,5-Fachen bis 5-Fachen, insbesondere 1-Fachen bis 2-Fachen, ihrer
Breite beträgt.
8. Verwendung eines Holzbauteils (1) zum Herstellen einer Holz-Beton-Verbundkonstruktion
(100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
1. Wood-concrete composite construction (100) with at least one concrete structural component
(30) and at least one wooden structural component (1), wherein the concrete structural
component (30) is in mesh with at least one composite superstructure (20) of the wooden
structural component (1), characterized in that the composite superstructure (20) has at least two, preferably exactly two, layers
that are arranged in a crosswise manner on top of each other and that are comprised
of respectively at least two webs, bars, slats, boards (21), or the like which are
arranged at a lateral distance from each other, and in that it is closed off in a planar manner with respect to a load-bearing substructure (10)
of the wooden structural component (1), which serves the purpose of receiving shearing
and transverse tensile forces between the wooden structural component (1) and the
concrete (30) as well as of redistributing the shearing forces inside the wooden structural
component.
2. Wood-concrete composite construction (100) according to claim 1, characterized in that the substructure (10) is configured as a cross-laminated timber or plywood board
and/or that the entire wooden structural component (1) is configured as a cross-laminated
timber or plywood board, wherein, for the purpose of forming the composite superstructure
(20), the boards (21) are arranged at a lateral distance from each other in the at
least two upper layers on one side of the cross-laminated timber or plywood board,
in particular with every other board being omitted.
3. Wood-concrete composite construction (100) according to claim 1 or 2, characterized in that the substructure (10) has a closed off surface on the side that is facing towards
the composite superstructure (20) and/or that a planar separating layer (40), preferably
one made of wood, is provided between the substructure (10) and the composite superstructure
(20).
4. Wood-concrete composite construction (100) according to one of the preceding claims,
characterized in that the webs, bars, slats, boards (21), or the like are glued on and/or nailed on and/or
screwed on in the composite superstructure (20).
5. Wood-concrete composite construction (100) according to claim 4, characterized in that screw or nail connections are provided at least every 50 cm, in particular every
40 cm, in the longitudinal direction of the webs, bars, slats, boards (21), or the
like.
6. Wood-concrete composite construction (100) according to one of the preceding claims,
characterized in that the webs, bars, slats, boards (21), or the like have a height in the range of 5 mm
up to 50 mm, in particular from 10 mm to 40 mm, and/or a width of 40 mm to 200 mm,
in particular from 60 mm to 160 mm, in the composite superstructure.
7. Wood-concrete composite construction (100) according to one of the preceding claims,
characterized in that the distance between the webs, bars, slats, boards (21), or the like is between 0.5
times and 5 times, in particular once or twice its width.
8. Use of the wood structural component (1) for manufacturing a wood-concrete composite
construction (100) according to one of the claims 1 to 7.
1. Construction composite en bois-béton (100), comprenant au moins un composant en béton
(30) et au moins un composant en bois (1), le composant en béton (30) étant en prise
avec au moins une superstructure composite (20) du composant en bois (1), caractérisée en ce que la superstructure composite (20), pour recevoir des forces de poussée et de traction
transversale entre le composant en bois (1) et le béton (30) ainsi que pour la répartition
des forces de poussée à l'intérieur du composant en bois (1) présente au moins deux,
de préférence exactement deux, couches disposées en couches croisées les unes sur
les autres constituées respectivement d'au moins deux nervures, baguettes, lattes,
planches (21) ou similaires espacées latéralement les unes des autres et se termine
à plat par rapport à une sous-structure portante (10) du composant en bois (1).
2. Construction composite en bois-béton (100) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la sous-structure (10) est réalisée sous forme de panneau lamellé ou contrecollé
et/ou en ce que le composant en bois (1) dans son ensemble est réalisé sous forme de panneau lamellé
ou contrecollé, les planches (21), pour réaliser la superstructure composite (20),
étant espacées latéralement les unes par rapport aux autres dans les au moins deux
couches supérieures sur un côté du panneau lamellé ou contrecollé, en particulier
en omettant une planche sur deux.
3. Construction composite en bois-béton (100) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la sous-structure (10) du côté tourné vers la superstructure composite (20) présente
une surface fermée et/ou en ce qu'entre la sous-structure (10) et la superstructure composite (20) est prévue une couche
de séparation plate (40), en particulier en bois.
4. Construction composite en bois-béton (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que les nervures, baguettes, lattes, planches (21) ou similaires sont collées et/ou clouées
et/ou vissées dans la superstructure composite (20).
5. Construction composite en bois-béton (100) selon la revendication 4, caractérisée en ce que dans la direction longitudinale des nervures, baguettes, lattes, planches (21) ou
similaires, sont prévues des connexion vissées et/ou clouées au moins tous les 50
cm, en particulier au moins tous les 40 cm.
6. Construction composite en bois-béton (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que les nervures, baguettes, lattes, planches (21) ou similaires présentent dans la superstructure
composite (20) une hauteur de l'ordre de 5 mm à 50 mm, en particulier de 10 mm à 40
mm, et/ou une largeur de 40 mm à 200 mm, en particulier de 60 mm à 160 mm.
7. Construction composite en bois-béton (100) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que la distance entre les nervures, baguettes, lattes, planches (21) ou similaires dans
la superstructure composite (20) vaut entre 0,5 fois à 5 fois, en particulier 1 fois
à 2 fois leur largeur.
8. Utilisation d'un composant en bois (1) pour la fabrication d'une construction composite
en bois-béton (100) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7.