[0001] Die Erfindung betrifft eine Steckverbinderanordnung, aufweisend einen Steckverbinder
und einen damit zusammensteckbaren Gegensteckverbinder, gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes
des Patentanspruches 1.
[0002] Solche Steckverbinderanordnungen mit einem Steckverbinder und einem Gegensteckverbinder,
die zusammengesteckt werden können und die sich am Ende jeweils eines Kabels befinden,
sind grundsätzlich bekannt. Der Steckverbinder weist zumindest einen Kontaktpartner
auf, der beim Zusammensteckvorgang mit dem zugehörigen Kontaktpartner des Gegensteckverbinders
zusammengebracht wird, um eine elektrische Verbindung herzustellen.
[0003] Bei der Anwendung solcher Steckverbinderanordnungen spielt es oftmals keine Rolle,
ob sich der Steckverbinder leicht und einfach in den Gegensteckverbinder einführen
lässt. Außerdem spielt es oftmals keine Rolle, in welcher Position Steckverbinder
und Gegensteckverbinder nach dem Zusammensteckvorgang sich befinden. Oftmals kann
auch der Kabelabgang, das heißt der Bereich, an dem das Kabel aus dem Steckverbinder
bzw. dem Gegensteckverbinder herausgeführt wird (der also dem Steckgesicht des Steckverbinders
bzw. dem Steckgesicht des Gegensteckverbinders gegenüberliegt) beliebig sein. In solchen
Fällen kommt es nicht darauf an, wie die Geometrie des Steckverbinders in seinem Steckgesicht
und die Geometrie des Steckgesichtes des korrespondierenden Gegensteckverbinders gestaltet
sind.
[0004] Oftmals gibt es an solche Steckverbinderanordnungen jedoch die Anforderung, dass
sie einfach, schnell und unkompliziert zusammengesteckt werde können, was oftmals
bei mehrpoligen Steckverbinderanordnungen der Fall ist. Werden hier keine Maßnahmen
beim Zusammensteckvorgang getroffen, kann es passieren, dass der Steckverbinder nicht
lagerichtig in den Gegensteckverbinder eingesteckt wird, sodass es beispielsweise
zu Verpolungen kommen kann. Außerdem kann es vorkommen, dass es aufgrund der Lage
der Kontaktpartner in dem Steckverbinder und der Lage der zugehörigen Kontaktpartner
in dem Gegensteckverbinder nicht direkt die korrekte Ausrichtung des Steckverbinders
in Bezug auf den Gegensteckverbinder getroffen wird, um diese lagerichtig zusammenstecken
zu können. Ist in einem solchen Fall durch Verdrehen des Steckverbinders in Bezug
auf den Gegensteckverbinder die richtige Position gefunden, kann der Zusammensteckvorgang
axial erfolgen. Allerdings ist oftmals dieses Verdrehen, was mehrere Versuche erforderlich
macht, nicht erwünscht.
[0005] Um diese Probleme zu umgehen, sind in der Praxis zum Beispiel Klinken-Steckverbinderanordnungen
bekannt geworden. Bei diesen wird zwar aufgrund der Geometrie des Steckverbinders
und der Geometrie des Gegensteckverbinders ein einfacher und lagerichtiger Zusammensteckvorgang
realisiert. Allerdings ist für bestimmte Anwendungsfälle diese Bauform unerwünscht,
da bei solchen Klinken-Steckverbinderanordnungen lediglich zwei Kontaktpartner vorhanden
sind und diese axial in Steckrichtung betrachtet hintereinander angeordnet sind. Sind
mehr als zwei Kontaktpartner vorhanden bzw. werden die Kontaktpartner in einer Ebene
(und eben nicht axial hintereinander) in dem Steckverbinder bzw. dem Gegensteckverbinder
angeordnet, funktioniert das geschilderte Klinken-Prinzip nicht mehr. Daher soll dieses
bei den folgenden Betrachtungen außen vor bleiben.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steckverbinderanordnung, aufweisend
einen Steckverbinder und einen damit zusammensteckbaren Gegensteckverbinder, bereitzustellen,
mit der die eingangs geschilderten Nachteile vermieden werden. Insbesondere soll es
ermöglicht werden, bei dem Zusammensteckvorgang den Steckverbinder relativ zu dem
Gegensteckverbinder in eine gewünschte lagerichtige Position zu bringen und den Zusammensteckvorgang
zu erleichtern.
[0007] Diese Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß weist der Gegensteckverbinder im Steckbereich eine Abschrägung auf,
die derart mit der Geometrie des Steckverbinders korrespondiert, dass bei dem Zusammensteckvorgang
der Steckverbinder in eine vorgegebene Position in den Gegensteckverbinder eingeführt
wird. Hierbei ist es wichtig, dass der Steckverbinder noch relativ drehbar zu dem
Gegensteckverbinder ist, solang sich der Steckbereich des Steckverbinders im Bereich
der Abschrägung befindet. Dadurch wird es in vorteilhafter Weise möglich, dass Steckverbinder
und Gegensteckverbinder zwar schon teilweise zusammengesteckt worden sind. Aber gleichzeitig
ist es noch möglich, den Steckverbinder relativ zu dem Gegensteckverbinder um die
Längsachse der Steckverbinderanordnung zu verdrehen, um die vorgegebene Position des
Steckverbinders in Bezug auf den Gegensteckverbinder zu erreichen, bevor der weitere
Zusammensteckvorgang, bei dem auch die Kontaktpartner von Steckverbinder und Gegensteckverbinder
zusammengebracht werden, ausgeführt wird. Das bedeutet, dass sich der gesamte Zusammensteckvorgang
aus mehreren Abschnitten zusammensetzt. Zunächst wird in an sich bekannter Weise der
Steckverbinder mit seinem Steckgesicht in Richtung des Steckgesichtes des Gegensteckverbinders
gebracht, das heißt, beide Steckverbinder werden einander angenähert. Bis hierhin
ist das Steckgesicht des Steckverbinders noch nicht in den Steckbereich des Gegensteckverbinders
eingeführt.
[0009] Der nächste Abschnitt erfolgt derart, dass das Steckgesicht, das heißt der vordere
Teil des Steckverbinders, in denjenigen vorderen Teil des Gegensteckverbinders eingeführt
wird, in dem sich die Abschrägung befindet. Während dieses Abschnittes kann der Steckverbinder
noch weiter in Richtung des Gegensteckverbinders bewegt werden. Bei dieser Weiterbewegung
ist es möglich, den Steckverbinder nicht nur axial in Längsrichtung des Gegensteckverbinders
zu bewegen, sondern auch den Steckverbinder relativ in Bezug auf den Gegensteckverbinder
noch zu drehen. Diese Drehung erfolgt jedoch aufgrund der Abschrägung im Steckbereich
des Gegensteckverbinder nicht willkürlich, sondern geführt. Dadurch wird aufgrund
des Vorhandenseins der Abschrägung im Steckbereich des Gegensteckverbinders bei weiterer
axialer Verschiebung des Steckverbinders in Richtung des Gegensteckverbinders der
Steckverbinder gezielt geführt und so weit relativ zu dem Gegensteckverbinder gedreht,
dass dann, wenn der Steckverbinder mit seinem Steckgesicht das Ende des Verlaufes
der Abschrägung erreicht, die Kontaktpartner von Steckverbinder und Gegensteckverbinder
übereinstimmend in axialer Richtung zueinander ausgerichtet sind. Durch diese gezielte
Einführung des Steckverbinders in den Gegensteckverbinder kann dann im nächsten Abschnitt
des Zusammensteckvorganges der Steckverbinder weiter in Richtung des Gegensteckverbinders
axial verschoben werden, sodass die Kotaktpartner von Steckverbinder und Gegensteckverbinder
zusammengebracht werden. Diese axiale Verschiebung erfolgt so lange, bis der komplette
Zusammensteckvorgang beendet ist. Dies erfolgt so lange, bis ein weiteres axiales
Zusammenstecken von Steckverbinder und Gegensteckverbinder durch mechanische Mittel
und/oder durch das komplette Zusammenstecken der Kontaktpartner blockiert wird.
[0010] Die erfindungsgemäße Steckverbinderanordnung weist somit den entscheidenden Vorteil
auf, dass der Einsteckvorgang des Steckverbinders in den Gegensteckverbinder so lange
gezielt erfolgt, bis die Kontaktpartner lagerichtig zueinander ausgerichtet sind,
aber noch nicht zusammengesteckt sind. Erst wenn diese lagerichtige Ausrichtung der
Kontaktpartner von Steckverbinder und Gegensteckverbinder zueinander erreicht ist,
kann durch die entsprechende Geometrie der Steckverbinder weiter in den Gegensteckverbinder
eingeschoben werden, wodurch die Kontaktpartner zusammengebracht werden, bis der komplette
Zusammensteckvorgang beendet ist.
[0011] Dieser gezielte Teil des Zusammensteckvorganges hat den ganz entscheidenden Vorteil,
dass der Steckverbinder beliebig an den Gegensteckverbinder angesetzt werden kann,
ohne darauf achten zu müssen, wie Steckverbinder und Gegensteckverbinder bzw. deren
Kontaktpartner zueinander ausgerichtet sind. Erst durch das weitere axiale Verschieben
des Steckverbinders in den Gegensteckverbinder, welches durch die Abschrägung geführt
erfolgt, werden die Kontaktpartner von Steckverbinder und Gegensteckverbinder lagerichtig
zueinander positioniert. Erst danach kann dann die eigentlich elektrische Kontaktherstellung
durch weiteres axiales Verschieben des Steckverbinders in den Gegensteckverbinder
hinein erfolgen. Diese gezielte Führung des Steckverbinders in den Gegensteckverbinder
bietet also auch den Vorteil, das Steckverbinder und Gegensteckverbinder, zum Beispiel
deren Gehäuse, lagerichtig zueinander positioniert werden. Ergänzend dazu ist es aber
auch von besonderem Vorteil, dass auch der Kabelabgang des Steckverbinders und/oder
des Gegensteckverbinders in eine vorgegebene Position gebracht wird. Dies spielt bei
einem Kabelabgang, der axial aus dem Steckverbinder oder dem Gegensteckverbinder erfolgt,
an und für sich zunächst keine Rolle. Erfolgt der Kabelabgang jedoch nicht in Längsrichtung,
sondern abweichend davon, zum Beispiel abgewinkelt, kann es je nach Anwendungsfall
der Steckverbinderanordnung wichtig sein, dass nach Beendigung des Zusammensteckvorganges
der Kabelabgang des Steckverbinders und/oder des Gegensteckverbinders in eine vorgegebene
Richtung, die von der Längsrichtung der Steckverbinderanordnung abweicht, gebracht
wird. So kann beispielsweise der Gegensteckverbinder fest montiert sein (zum Beispiel
aus dem Gehäuse eines Steuergerätes herausragen) und es weiterhin erforderlich sein,
dass der Kabelabgang des Steckverbinders, abweichend von der Längsachse der Steckverbinderanordnung
im zusammengesteckten Zustand, von dieser Längsachse nicht nur in beliebiger Richtung
abweichen soll, sondern in eine vorgegebene Richtung ausgerichtet sein soll. Durch
die Abschrägung des Gegensteckverbinders in dessen Steckbereich wird es somit in vorteilhafter
Weise möglich, nicht nur den Zusammensteckvorgang leichter und zielgerichtet durchzuführen,
sondern auch den Kabelabgang des Steckverbinders gezielt in die gewünschte Richtung
zu bringen.
[0012] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung, aus denen sich entsprechende Vorteile ergeben,
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0013] Diese weiteren Ausgestaltungen, die für sich alleine betrachtet oder in Kombination
bei der erfindungsgemäßen Steckverbinderanordnung zur Anwendung kommen können, sind
darüber hinaus exemplarisch im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles gezeigt
und näher beschrieben.
[0014] Die Figuren 1 bis 4 zeigen, soweit im Einzelnen dargestellt, eine Steckverbinderanordnung
1. Die Steckverbinderanordnung 1 umfasst einen Steckverbinder 2 und einen damit zusammensteckbaren
Gegensteckverbinder 3. Der Steckverbinder 2 ist über einen Kabelabgang 4 an einem
nicht dargestellten Kabel angeordnet. Genauso ist der Gegensteckverbinder 3 mit einem
Kabelabgang 5 an einem ebenfalls nicht dargestellten weiteren Kabel angeordnet. Diese
beiden Kabelabgänge 4, 5 sind nur beispielhaft. Es ist auch denkbar, dass der Steckverbinder
2 über seinen Kabelabgang 4 mit dem zugehörigen Kabel verbunden ist, während der Gegensteckverbinder
3 keinen Kabelabgang aufweist, sondern zum Beispiel aus einem Gehäuse eines Steuergerätes
oder dergleichen herausragt.
[0015] Bei dem in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Ausführungsbeispiel weisen der Steckverbinder
2 und der Gegensteckverbinder 3 jeweils ein Gehäuse auf (ohne Bezugsziffer), wobei
in dem jeweiligen Gehäuse ein Kontaktträger 6 bzw. 7 angeordnet ist. Das Gehäuse bzw.
der jeweilige Kontaktträger 6, 7 des Steckverbinders 2 und des Gegensteckverbinders
3 nimmt jeweils zumindest einen nicht dargestellten Kontaktpartner, vorzugsweise mehrere
Kontaktpartner auf. Diese jeweiligen Kontaktpartner können beliebig in dem Kontaktträger
6, 7 angeordnet sein. Jedoch ist es nur dann möglich, die Steckverbinderanordnung
1 komplett zusammenzustecken, wenn die jeweils zugehörigen Kontaktpartner von Steckverbinder
2 und Gegensteckverbinder 3 lagerichtig zueinander positioniert worden sind, um dann
die Kontaktpartner durch weiteres axiales Verschieben des Steckverbinders 2 in Richtung
des Gegensteckverbinders 3 in Kontaktstellung zu bringen.
[0016] Ein weiterer Bestandteil der Steckverbinderanordnung 1 kann, muss aber nicht, ein
Feder-Nut-System sein. Bei diesem System weist der Steckverbinder 2 eine Feder 8 (in
axialer Richtung länglich gestalteter Vorsprung) und der Gegensteckverbinder 3 eine
Nut 9 auf. Auf die Wirkungsweise dieses Feder-Nut-Systems wird später bei der Beschreibung
des Zusammensteckvorganges noch eingegangen werden.
[0017] Figur 1 zeigt den Beginn des Zusammensteckvorganges, nachdem Steckverbinder 2 und
Gegensteckverbinder 3 einander angenähert worden sind und das Steckgesicht (vorderer
Bereich, abgewandt vom Kabelabgang 4) des Steckverbinders in den Steckbereich (abgewandt
vom Kabelabgang 5) des Gegensteckverbinders 3 gebracht worden ist. In dem Steckbereich
des Gegensteckverbinders 3 befindet sich eine erfindungsgemäße Abschrägung 10. Wie
bei Betrachtung der Figuren 1 bis 4 erkennbar ist, ist diese Abschrägung 10 in etwa
V-förmig ausgebildet. Der V-förmige Verlauf kann durch gerade Kanten der Abschrägung
10 gebildet werden. In besonders vorteilhafter Weise ist der Verlauf der Abschrägung
10 vom Beginn des Zusammensteckvorganges und weiter in etwa bogenförmig gestaltet.
Dadurch wird beim weiteren Einstecken des Steckverbinders 2 in den Steckbereich des
Gegensteckverbinders 3 im Bereich der Abschrägung 10 eine besonders gute geführte
Einführung ermöglicht. Durch diesen in etwa bogenförmigen Verlauf der seitlichen Kanten
der Abschrägung 10 ist zunächst ein möglichst großer Aufnahmebereich des Steckgesichtes
des Steckverbinders 2 gegeben (also im Bereich der in Richtung des Gegensteckverbinders
3 gerichteten Spitzen der Abschrägung 10), wobei durch den in etwa bogenförmigen Verlauf
sich der Aufnahmebereich der Abschrägung 10 vergrößert, da die Fläche zunimmt, und
somit die gezielte Führung bei der weiteren axialen Verschiebung des Steckverbinders
2 in Richtung des Gegensteckverbinders 3 innerhalb des Bereiches der Abschrägung 10
zunimmt. In Figur 1 ist somit der Beginn des Zusammensteckvorganges de Steckverbinders
2 in dem Bereich der Abschrägung 10 des Gegensteckverbinders 3 gezeigt. In dieser
Position sind die nicht dargestellten Kontaktpartner noch auf Abstand.
[0018] Figur 2 zeigt, dass der Steckverbinder 2 weiter in Richtung des Gegensteckverbinders
3 bewegt wurde. Hierbei ist erkennbar, dass der Steckverbinder 2 in der Position,
wie er in Figur 1 angesetzt wurde, noch nicht der korrekten Ausrichtung in Bezug auf
den Gegensteckverbinder 3 bzw. dessen Kontaktpartner gebracht wurde. Hier bewirkt
die Abschrägung 10 beim weiteren axialen Verschieben des Steckverbinders 2 in den
Gegensteckverbinder 3 ein gleichzeitiges Verdrehen des Steckverbinders 2 bezüglich
des Gegensteckverbinders 3. Dies ist sehr gut durch die Verschwenkung des Kabelabganges
4 zu erkennen. Gleichzeitig kann, muss aber nicht, die Feder 8 des Steckverbinders
2 in vorteilhafter Weise dazu dienen, dass das Ende dieser Feder 8 an der Kante der
Abschrägung 10 entlang gleitet, um somit das Verdrehen des Steckverbinders 2 in Bezug
auf den Gegensteckverbinder 3 zu ermöglichen.
[0019] Wenn der Steckverbinder 2 weiter axial in den Gegensteckverbinder 3 eingeschoben
worden ist, verdreht er sich aufgrund der Führung des Steckverbinders 2 an der Abschrägung
10 (bzw. aufgrund der Führung der Feder 8 entlang der Kanten der Abschrägung 10) so
lange, bis er die in Figur 3 gezeigte Position erreicht. In dieser Position sind die
Kontaktpartner des Steckverbinders 2 lagerichtig zu den Kontaktpartnern des Gegensteckverbinders
3 angeordnet. Damit ist dieser Teil des Zusammensteckvorganges, der in den Figuren
1 bis 3 gezeigt und vorstehend beschrieben worden ist, beendet. Das heißt, dass aufgrund
der erfindungsgemäßen Abschrägung 10 der zunächst beliebig ansetzbare Steckverbinder
2 zielgerichtet in eine Position in Bezug auf den Gegensteckverbinder 3 gebracht worden
ist, die es ermöglicht, danach den Steckverbinder 2 nur noch axial (ohne Verdrehung)
in Richtung des Gegensteckverbinders 3 zu bewegen, um die elektrische Kontaktierung
herzustellen. Dieser weitere Teil des Zusammensteckvorganges ist nach seiner Beendigung
(Übergang von Figur 3 nach Figur 4) in Figur 4 dargestellt. Hierfür ist in vorteilhafter
Weise das Feder-Nut-System 8, 9 vorgesehen. Durch dieses System 8, 9 wird es in vorteilhafter
Weise möglich, dass der Steckverbinder 2 nur noch axial und nicht mehr verdrehbar
in Richtung des Gegensteckverbinders 3 bewegt werden kann.
[0020] Ergänzend oder alternativ zu diesem Feder-Nut-System 8, 9 kann auch daran gedacht
werden, dass die Kontaktpartner von Steckverbinder 2 und Gegensteckverbinder 3 beim
Übergang des Teil-Zusammensteckvorganges gemäß Figur 3 bis zum kompletten Zusammensteckvorgang
gemäß Figur 4 so zu einander ausgerichtet sind, dass in der Position des Steckverbinders
2 in Bezug auf den Gegensteckverbinder 3 gemäß Figur 3 ein Verdrehen des Steckverbinders
2 bezüglich des Gegensteckverbinders 3 entweder nur durch das Feder-Nut-System 8,
9, oder nur durch die schon in teilweise Überdeckung gebrachten Kontaktpartner oder
durch diese beiden Maßnahmen zusammen verhindert wird. Es ist jedoch von besonderem
Vorteil, das Feder-Nut-System 8, 9 (oder andere, gleich wirkende Geometrien) einzusetzen,
um ein Verdrehen des Steckverbinders 2 zu dem Gegensteckverbinder 3 zu verhindern,
um die elektrische Kontaktierung frei von mechanischen Einflüssen zu halten.
[0021] Zu Figur 4 schließlich ist noch zu erwähnen, dass im Vergleich zu Figur 1 sehr gut
erkennbar ist, dass der Kabelabgang 4 in eine andere Richtung, nämlich seine Sollrichtung
(Figur 4) gebracht worden ist. In den Figuren 1 bis 4 ist der Kabelabgang 4 lediglich
beispielhaft als ein um etwa 90 Grad in Bezug auf die Längsachse der Steckverbinderanordnung
1 ausgerichteter Kabelabgang gezeigt. Andere Winkel, die von der Längsachse der Steckverbinderanordnung
1 abweichen, sind selbstverständlich denkbar. Wichtig ist, dass mit Hilfe der Abschrägung
10 der von der Längsachse der Steckverbinderanordnung 1 abweichende Kabelabgang 4
(und/oder der Kabelabgang 5 des Gegensteckverbinders 3) in eine vorgegebene Position
gebracht werden kann.
[0022] Die Erfindung wird bevorzugt angewendet im automotiven Bereich. Bei Fahrzeugen kommt
es oftmals aufgrund des knappen zur Verfügung stehenden Bauraums zu Problemen, nicht
nur Steckverbinderanordnungen an sich unterzubringen, sondern auch auf eine korrekte
Verlegung der Kabel zu achten und deren vorgegebenen Verlauf zu realisieren. Gleichzeit
soll die Montage von Kabeln mit Steckverbindern, möglicherweise sogar komplexen Kabelbäumen
mit einer Vielzahl von Kabeln mit Steckverbindern, einfach, schnell und lagerichtig
erfolgen. Daher bietet die erfindungsgemäße Steckverbinderanordnung und die Art und
Weise des Zusammensteckvorganges den Vorteil, dass der Steckverbinder und der Gegensteckverbinder,
auch bei beengtem Bauraum, beliebig zusammengeführt werden können und danach der eigentliche
Zusammensteckvorgang zielgerichtet erfolgt.
Bezugszeichenliste
[0023]
- 1.
- Steckverbinderanordnung
- 2.
- Steckverbinder
- 3.
- Gegensteckverbinder
- 4.
- Kabelabgang,
- 5.
- Kabelabgang
- 6.
- Kontaktträger
- 7.
- Kontaktträger
- 8.
- Feder
- 9.
- Nut
- 10.
- Abschrägung
1. Steckverbinderanordnung (1), aufweisend einen Steckverbinder (2) und einen damit zusammensteckbaren
Gegensteckverbinder (3), dadurch gekennzeichnet, dass der Gegensteckverbinder (3) im Steckbereich eine Abschrägung (10) aufweist, die derart
mit der Geometrie des Steckverbinders (2) korrespondiert, dass bei dem Zusammensteckvorgang
der Steckverbinder (2) in eine vorgegebene Position in den Gegensteckverbinder (3)
eingeführt wird.
2. Steckverbinderanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschrägung (10) in etwa V-förmig ausgebildet ist.
3. Steckverbinderanordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlauf der Abschrägung (10) vom Beginn des Zusammensteckvorganges und weiter
in etwa bogenförmig gestaltet ist.
4. Steckverbinderanordnung (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (2) eine in Steckrichtung axial verlaufende Feder (8) und der
Gegensteckverbinder (3) eine dazu korrespondierende Nut (9) oder umgekehrt aufweist.
5. Steckverbinderanordnung (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut (9) am Ende der Abschrägung (10) in Steckrichtung betrachtet beginnt.
6. Steckverbinderanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckbereich des Steckverbinders (2) derart gestaltet ist, dass der Steckverbinder
(2) solange noch um seine Längsachse relativ zu dem Gegensteckverbinder (3) drehbar
ist, solange er sich im Bereich der Abschrägung (10) des Gegensteckverbinders (3)
befindet, und erst dann der Steckverbinder (2) und der Gegensteckverbinder (3) nur
noch axial, aber nicht mehr drehbar zueinander bewegbar sind, wenn der der Steckverbinder
(2) über den Bereich der Abschrägung (10) hinaus weiter in den Gegensteckverbinder
(3) bewegt worden ist.