[0001] Die Erfindung betrifft einen Stromschienenadapter sowie einer Anordnung mit einem
Stromschienenadapter und einer Stromschiene.
Hintergrund
[0002] Solche Stromschienenadapter werden genutzt, um ein oder mehrere Verbrauchereinrichtungen,
bspw. Lampen, an eine Stromschiene anzukoppeln, über die eine elektrische Energie
bereitgestellt und verteilt wird. Hierbei wird der Stromschienenadapter lösbar an
der Stromschiene befestigt. Es erfolgt eine elektrische Kontaktierung mittels Ausbilden
einer elektrischen Verbindung zwischen den elektrischen Leitern der Stromschiene und
elektrischen Anschlüssen des Adapters. Darüber hinaus erfolgt regelmäßig eine mechanische
Befestigung des Stromschienenadapters an der Stromschiene. Über eine Anschlusseinrichtung
des Stromschienenadapters kann eine elektrische Verbrauchereinrichtung angeschlossen
werden, zum Beispiel eine Beleuchtungseinrichtung.
[0003] Aus dem Dokument
DE 39 02 695 A1 ist ein Stromabnehmer für eine elektrische Stromschiene bekannt, welcher zum Betätigen
von Befestigungsfingern und Phasenkontaktfingern eine Nockenwellen-Mechanismus aufweist.
[0004] Im Dokument
DE 22 105 16 ist ein Adapter für Stromschienen offenbart, bei dem Kreisscheibensegmente als Kontaktglieder
genutzt werden.
[0005] Das Dokument
EP 0 241 318 A2 sieht bei einem Stromschienenadapter ein schwenkbares Betätigungselement vor, mit
dem Verriegelungselemente betätigt werden, wenn das schwenkbare Betätigungselement
in eine eingeschwenkte Stellung verlagert wird, so dass hierdurch eine mechanische
Befestigung des Stromschienenadapters an der Stromschiene bewirkt wird.
[0006] Auch bei einem elektrischen Verbinder im Dokument
EP 0 074 754 A2 ist ein schwenkbares Bauteil vorgesehen. Kontaktfahnen durchgreifen in einer Ausgangsstellung,
wenn das schwenkbare Bauteil eingeschwenkt ist, jeweils eine zugeordnete Gehäuseöffnung,
derart, dass die vom Gehäuse außen abstehenden Kontaktfahnen Stromschienenkontakte
kontaktieren. Wird das schwenkbare Bauteil ausgeschwenkt, so werden die Kontaktfahnen
gegen eine Vorspannung zwangsweise in das Gehäuse des Verbinders eingefahren. Der
Verbinder kann in die Stromschienen eingesetzt oder aus dieser entfernt werden. Beim
Einschwenken des schwenkbaren Bauteils schwenken die Kontaktfahnen infolge der Vorspannung
selbsttätig aus dem Gehäuse heraus und schließen, sofern ein vollständiges Ausschwenken
aufgrund eines korrekten Einführens in die Stromschiene ermöglicht ist, die elektrischen
Kontakte.
[0007] Ein weiterer Stromschienenadapter ist aus dem Dokument
DE 69 303 843 T2 bekannt. Am Adaptergehäuse ist eine Einstellvorrichtung schwenkbar gelagert, mit
deren Hilfe streifenförmige Kontaktarme quer zu ihrer Längsrichtung so verschwenkt
werden können, so dass Kontaktzungen in und außer Berührung mit Leiterschienen der
Stromschiene gebracht werden können.
[0008] Im Dokument
DE 20 2010 004 783 U1 ist ein Stromschienenadapter zum Befestigen einer Leuchte oder eines Strahlers an
einer U-förmigen beschrieben. An einer äußeren Umfangsfläche sind verschiebbare Betätigungselemente
angeordnet, mit denen mechanische Verriegelungselemente und / oder elektrische Kontakte
von einer eingeschwenkten in eine ausgeschwenkte Position überführbar sind.
[0009] Das Dokument
DE 2 250 738 A1 offenbart eine lösbare Stromabnehmervorrichtung für eine einen im Wesentlichen U-förmigen
Querschnitt aufweisende Stromschiene. Ein Betätigungshebel ist um eine auf dem Boden
eines Sockelteils aufrechtstehende Schaltachse schwenkbar und dient zum Ein- und Ausschwenken
von flügelartig ausgebildeten Verriegelungsgliedern.
Zusammenfassung
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Stromschienenadapter sowie eine Anordnung mit
einem Stromschienenadapter unter einer Stromschiene anzugeben, die eine vereinfachte
Montage des Stromschienenadapters an der Stromschiene unterstützen. Elektrische Kontaktierung
und mechanische Befestigung sollen möglichst einfach ausbildbar sein.
[0011] Zur Lösung der Aufgabe ist ein Stromschienenadapter nach dem unabhängigen Anspruch
1 geschaffen. Weiterhin ist eine Anordnung mit einem Stromschienenadapter und einer
Stromschiene nach dem unabhängigen Anspruch 14 vorgesehen. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind Gegenstand von abhängigen Unteransprüchen.
[0012] Nach einem Aspekt ist ein Stromschienenadapter mit einem Gehäuse vorgesehen. Im Gehäuse
des Adapters ist ein Kontaktelement oder Kontaktbauteil aufgenommen, welches einen
elektrischen Anschluss aufweist. Das Kontaktelement ist in dem Gehäuse verlagerbar
angeordnet, derart, dass das Kontaktelement zwischen einer ausgefahrenen Stellung
und einer eingefahrenen Stellung verlagerbar ist. In der ausgefahrenen Stellung steht
der elektrische Anschluss im Bereich einer Seitenfläche am Gehäuse außen über, so
dass mittels des elektrischen Anschlusses ein elektrischer Kontakt zur Stromschiene
ausbildbar ist. In der ausgefahrenen Stellung kann ein Abschnitt des Kontaktelementes
mit dem elektrischen Anschluss eine zugeordnete Öffnung im Adaptergehäuse durchgreifen.
In der eingefahrenen Stellung des Kontaktelementes ist der elektrische Anschluss ins
Gehäuse eingefahren und der elektrische Kontakt ist gelöst, der Stromschienenadapter
kann von der Stromschiene getrennt werden oder in diese eingesetzt werden.
[0013] Zum Betätigen des Kontaktelementes verfügt der Stromschienenadapter über ein Betätigungselement,
welches an dem Gehäuse angeordnet ist. Das Betätigungselement ist an dem Gehäuse im
Bereich einer vorderseitigen Deckfläche angeordnet und zwischen einer Losstellung
und einer Koppelstellung verlagerbar, derart, dass das Betätigungselement beim Übergang
in die Koppelstellung das Kontaktelement aus der eingefahrenen Stellung in die ausgefahrene
Stellung zwangsverlagert, so dass der elektrische Kontakt des Stromschienenadapters
an der Stromschiene bewirkt werden kann. Das Betätigungselement wirkt zwangsverlagernd,
derart, dass beim Übergang des Betätigungselementes in die Koppelstellung das Kontaktelement
in die ausgefahrene Stellung zwangsverlagert wird, so dass der elektrische Kontakt
des Stromschienenadapters an der Stromschiene bewirkt werden kann. Hierdurch ist eine
Art selbsttätiger Schutz gegen nicht korrektes Einbringen des Adapters in der Stromschiene
geschaffen. Sollte der Stromschienenadapter nicht funktionsgerecht in die Stromschiene
eingesetzt sein, so dass für das oder die auszufahrenden Elemente mit elektrischem
Anschluss keine zugeordneter Raum / Kontakt in der Stromschiene zur Verfügung steht,
kann das Element nicht oder nicht vollständig in die ausgefahrene Stellung verlagert
werden, was dann auch verhindert, dass das Betätigungselement in die Koppelstellung
gebracht werden kann. Dies signalisiert dem Nutzer das nicht korrekte Einbringen in
die Stromschienen.
[0014] Die elektrische Kontaktierung mittels des elektrischen Anschlusses und / oder die
mechanische Halterung mittels des Verriegelungselementes können das Ausbilden einer
formschlüssigen Verbindung mit einem zugeordneten Stromschienenelement vorsehen.
[0015] Am Adaptergehäuse ist eine Anschlusseinrichtung vorgesehen, die geeignet ist, eine
Verbrauchereinrichtung anzuschließen, beispielsweise eine Beleuchtungseinrichtung
wie eine Leuchte. Die Anschlusseinrichtung kann im Bereich einer vorderseitigen Deckfläche
des Gehäuses angeordnet sein. Die Anschlusseinrichtung kann mit einem vom Gehäuse
abstehenden Abschnitt gebildet sein. Über die Anschlusseinrichtung des Stromschienenadapters
ist die Verbrauchereinrichtung an die mit einer Stromschiene bereitgestellte Energieversorgung
koppelbar.
[0016] Nach einem weiteren Aspekt ist eine Anordnung mit einer Stromschiene und einem Stromschienenadapter
geschaffen, wobei der Stromschienenadapter an der Stromschiene in einen Montageraum
eingesetzt und elektrisch kontaktiert ist, derart, dass ein Gehäuse des Stromschienenadapters
vollständig im Montageraum aufgenommen ist. Die Anordnung ist nicht beschränkt auf
die Verwendung eines Stromschienenadapters der vorgenannten Art. Es ergibt sich ohne
weiteres, dass für den in den Montageraum eingesetzten Stromschienenadapter auch andere
Ausführungen vorgesehen sein können, bei denen das Gehäuse des Stromschienenadapters
dann lösbar und vollständig im Montageraum aufgenommen ist. Eine Schwenkachse eines
Betätigungselements am Gehäuse des Stromschienenadapters kann in einer Begrenzungsfläche
des Montageraums liegen, durch welche hindurch der Stromschienenadapter in den Montageraum
eingeführt wird. Alternativ kann die Schwenkachse in einer hierzu parallel versetzten
Fläche liegen, insbesondere in den Montageraum hinein.
[0017] In einer Ausführung kann auf einer vorderseitigen Deckfläche eines Gehäuses des Stromschienenadapters
gegenüberliegend ein Verkleidungsbauteil angeordnet sein, wahlweise an der vorderseitigen
Deckfläche anliegend, wobei ein Montageschlitz des Verkleidungsbauteils eine Schlitzbreite
aufweist, die im Wesentlichen gleich einer Gehäusebreite des Gehäuses des Stromschienenadapters
in Blickrichtung auf die vorderseitige Deckfläche ist. Eine solche Ausgestaltung kann
zum Beispiel in Verbindung mit der vorgenannten Anordnung vorgesehen sein.
[0018] Zumindest in der Koppelstellung kann das Betätigungselement flächenbündig mit der
vorderen Deckfläche angeordnet sein. Zum Beispiel kann ein schwenkbares oder ein drehbar
gelagertes Betätigungselement vorgesehen sein, um die Flächenbündigkeit auszubilden.
[0019] Hinsichtlich der Betätigung des Betätigungselementes kann vorgesehen sein, dass diese
ausschließlich im Bereich der vorderen Deckfläche zugelassen ist, ein Mechanismus
zum Handhaben (Betätigen) des Betätigungselementes also frei von anderen Bedienmitteln
ist, die ein Betätigen im Bereich anderer Gehäuseabschnitte ermöglichen würden.
[0020] Das Betätigungselement kann ausgeführt sein, werkzeuglos betätigt zu werden, so dass
ein werkzeuglos oder -frei zu bedienendes Betätigungselement gebildet ist.
[0021] Das Kontaktelement kann als ein kombiniertes Element ausgeführt sein, an dem neben
dem elektrischen Anschluss zusätzlich ein Befestigungselement gebildet ist, derart,
dass in der ausgefahrenen Stellung mittels des Befestigungselementes ein Haltekontakt
zur Stromschiene ausbildbar ist und in der eingefahrenen Stellung der Haltekontakt
gelöst ist. Das kombinierte Element dient somit sowohl der elektrischen Kontaktierung
beim Anordnen des Stromschienenadapters in einer Stromschiene wie auch der mechanischen
Befestigung des Stromschienenadapters an der Stromschiene, bis wahlweise hin zur mechanischen
Verriegelung (Ausbildung als Verriegelungselement). Beim Übergang des Betätigungselementes
in die Koppelstellung wird das kombinierte Element in die ausgefahrene Stellung zwangsverlagert,
so dass der elektrische Kontakt und die mechanische Befestigung des Stromschienenadapters
an der Stromschiene bewirkt werden können.
[0022] Es kann vorgesehen sein, dass die Koppelstellung des Betätigungselementes und die
ausgefahrene Stellung des Elementes einander funktionell zugeordnet sind, derart,
dass das Kontaktelement, beispielsweise auch in der Ausführung als kombiniertes Element,
in die ausgefahrene Stellung (dem Element zugeordnete Endstellung) angeordnet ist,
wenn das Betätigungselement in der Koppelstellung (dem Betätigungselement zugeordnete
Endstellung) ist. Wenn das Kontaktelement nicht in die ausgefahrene Stellung gelangen
kann, ist auch ein (vollständiges) Betätigen des Betätigungselementes nicht möglich,
also ein Übergang in die Koppelstellung.
[0023] Das Betätigungselement kann in einer Ausgestaltung an dem Gehäuse um eine quer zur
Längserstreckung des Gehäuses verlaufende Achse zwischen der Losstellung und der Koppelstellung
schwenkbar sein. Bei einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Betätigungselement
mittels eines Filmscharniers schwenkbar am Gehäuse angeordnet ist. In diesem Fall
können die Losstellung als eine ausgeschwenkte Stellung und die Koppelstellung als
eine eingeschwenkte Stellung gebildet sein.
[0024] In einer alternativen Ausgestaltung kann das Betätigungselement als ein entlang einer
geraden Bewegungsbahn verlagerbares Betätigungselement ausgeführt sein, zum Beispiel
als Schiebelement oder Taster, wobei die Bewegungsbahn zwischen den Stellungen des
Betätigungselementes vorzugsweise aufrecht auf der vorderseitigen Deckfläche des Gehäuses
steht.
[0025] Das Kontaktelement kann vorgespannt sein gegen die Verlagerung in die ausgefahrene
Stellung. Die Vorspannung kann bewirken, dass das Kontaktelement beim Verlagern des
Betätigungselementes aus der Koppelstellung in die Losstellung selbsttätig in die
eingefahrene Stellung (Ausgangstellung) zurückgeht. Die Vorspannung kann beispielsweise
mithilfe eines Federmechanismus bereitgestellt werden. Alternativ oder ergänzend kann
eine elastische Biegesteifigkeit des Kontaktelementes selbst die Vorspannung erzeugt.
[0026] Eine Ausführungsform sieht vor, dass bei dem kombinierten Element der elektrischer
Anschluss und das Befestigungselement an ein und demselben Vorsprung gebildet sind.
Mit einem einzigen Vorsprung können sowohl elektrischer Anschluss wie auch Befestigungs-
oder Verriegelungselement gebildet sein. Alternativ können elektrischer Anschluss
und Befestigungselement voneinander getrennt, vorzugsweise beabstandet voneinander
an dem kombinierten Element gebildet sein. In einer Ausführung können an dem kombinierten
Element mehrere Vorsprünge angeordnet sein, an denen oder mit denen der elektrische
Anschluss und das Befestigungselement unabhängig voneinander gebildet sind.
[0027] Das Kontaktelement kann schwenkbar gelagert sein, derart, dass das Kontaktelement
zwischen der ausgefahrenen Stellung und der eingefahrenen Stellung schwenkbar ist.
Die
[0028] Schwenkbarkeit des Kontaktelementes kann beispielsweise mithilfe eines Materialabschnittes
hergestellt sein, der elastisch biegbar ist. Beispielsweise kann das kombinierte Element,
wie wahlweise auch weitere Komponenten des Stromschienenadapters, zumindest abschnittsweise
als Spritzgussteil hergestellt sein.
[0029] Das Kontaktelement kann zumindest abschnittsweise mittels einer Leiterplatte gebildet
sein. Das Kontaktelement kann aus einer Leiterplatte bestehen, die schwenkbar gelagert
sein kann oder einen schwenkbaren Abschnitt aufweist.
[0030] Bei einer Ausgestaltung kann eine Verriegelungseinrichtung vorgesehen sein, die geeignet
ist, das Betätigungselement zumindest in der Koppelstellung zu verriegeln. Mittels
der Verriegelung des Betätigungselementes in der Koppelstellung ist dann auch das
Kontaktelement in der ausgefahrenen Stellung gesichert. Die Verriegelungseinrichtung
kann mit einer Tastverriegelung gebildet sein. Beispielsweise kann eine Rastnase einen
Gehäuseabschnitt des Adaptergehäuses in der Koppelstellung des Betätigungselementes
hintergreifen. Die Rastnase kann an einem flexiblen Abschnitt gebildet sein, der zum
Lösen der Verriegelungsstellung mit Tastdruck beauflagt wird, um das Hintergreifen
zu beseitigen.
[0031] Eine Ausführungsform sieht vor, dass an dem Betätigungselement ein Zwangselement
angeordnet ist, welches dem Kontaktelement zugeordnet ist und einen keilförmigen Abschnitt
aufweist, der beim Übergang in die Koppelstellung mit dem Kontaktelement zusammenwirkt,
um dieses in die ausgefahrene Stellung zu verlagern. Die Ausbildung des Zwangselementes
mit dem keilförmigen Abschnitt kann beim Überführen des Betätigungselementes in die
Koppelstellung ein allmähliches Verlagern des Kontaktelementes in die ausgefahrene
Stellung bewirken. Es kann vorgesehen sein, dass der keilförmige Abschnitt am Zwangselement
mit einem Gegenkeil am Kontaktelement zusammenwirkt. Der Gegenkeil kann einstückig
am Kontaktelement angeformt sein, beispielsweise in einem Elementabschnitt, in welchem
der elektrische Anschluss und / oder das Befestigungselement an dem Kontaktelement
gebildet sind.
[0032] Das Betätigungselement kann einen Basisabschnitt aufweisen, mit dem ein verlagerbarer
Gehäuseabschnitt gebildet ist. Vom Basisabschnitt abstehend kann das Zwangselement
gebildet sein, welches zumindest in der Koppelstellung im Gehäuse angeordnet ist.
In der Losstellung ist eine Öffnung am Adaptergehäuse freigegeben. Der Basisabschnitt
des Betätigungselementes kann im Bereich der vorderseitigen Deckfläche des Gehäuses
angeordnet sein. In der Koppelstellung kann der Basisabschnitt die zugeordnete Gehäuseöffnung
vollständig verschließen.
[0033] Eine Weiterbildung kann eine Schutzeinrichtung vorsehen, welche bei nicht funktionskorrektem
Einführen in eine Stromschiene die Verlagerung des Kontaktelementes in die ausgefahrene
Stellung verhindert und bei funktionskorrektem Einführen in eine Stromschiene die
Verlagerung des Kontaktelementes in die ausgefahrene Stellung zulässt. Die Schutzeinrichtung
kann als Verpolungsschutz wirken, da sie die funktionskorrekte Einführung des Stromschienenadapters
in die Stromschiene sicherstellt.
[0034] Bei einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Schutzeinrichtung ein Tastelement
aufweist, welches einem Gegenelement in der Stromschiene zugeordnet ist, derart, dass
die Verlagerung des Betätigungselementes in die Koppelstellung zugelassen ist, wenn
das Tastelement am Gegenelement lagert und / oder hierin eingreift, und im Übrigen
die Verlagerung des Betätigungselementes in die ausgefahrenen Stellung gesperrt ist.
Das Tastelement kann mit einem Vorsprung gebildet sein, der mit dem Gegenelement zusammenwirkt,
bei dem es sich um einen Vorsprung oder eine Ausnehmung handeln kann.
[0035] Eine Ausführungsform sieht vor, dass am elektrischen Anschluss des Kontaktelementes
eine Tastfahne angeordnet ist, die aufgrund einer Formausbildung und / oder einer
räumlichen Orientierung der Tastfahne, einen Eingriff mit einem zugeordneten Kontaktabschnitt
an der Stromschiene bei funktionskorrektem Einführen in eine Stromschiene zulässt,
im Übrigen aber sperrt.
[0036] Es kann vorgesehen sein, dass der elektrische Anschluss und / oder das Befestigungselement
als ein Flach- oder Scheibenbauteil ausgeführt sind. In einer Ausführung dient eine
ein- und ausführbare Kontaktzunge dem Ausbilden des elektrischen Kontaktes zur Stromschiene
und / oder der mechanischen Befestigung des Stromschienenadapters an der Stromschiene.
[0037] Es kann weiter vorgesehen sein, dass das Verlagern des Kontaktelementes, insbesondere
des elektrischen Anschlusses und / oder des Befestigungselementes, in einer Ebene
quer zur Gehäuselängserstreckung erfolgen.
[0038] Mit der Anschlusseinrichtung an dem Stromschienenadapter kann eine Steckbuchse oder
Schraubbuchse zum Ankoppeln einer Verbrauchereinrichtung bereitgestellt sein. Teile
der Anschlusseinrichtung können außen von dem Adaptergehäuse abstehen. Ist der Stromschienenadapter
an der Stromschiene montiert, können die Teile der Anschlusseinrichtung, welche außen
vom Adaptergehäuse abstehen, innerhalb oder außerhalb des Montageraumes an der Stromschiene
angeordnet sein, in welchem der Stromschienenadapter angeordnet ist.
[0039] Es kann vorgesehen sein, dass ein Gehäuseabschnitt des Stromschienenadapters außenseitig,
insbesondere im Bereich einer rückseitigen Deckfläche, also gegenüberliegend zur vorderseitigen
Deckfläche, formangepasst ist zu einer zugeordneten Oberflächenform im Montageraum
der Stromschiene, zum Beispiel im Bereich eines Bodens der Stromschiene, der wahlweise
eine asymmetrische Bauform aufweisen kann. Hierdurch ist zusätzlich oder alternativ
zu den vorangehend beschriebenen Ausgestaltungen ein Schutz gegen nicht funktionsgerechtes
Einführen des Stromschienenadapters in die Stromschiene geschaffen. Die einander zugeordneten
und formangepassten Abschnitte an Adapter und Schiene verhindern eine Montage, wenn
der Adapter nicht korrekt eingesetzt wird.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0040] Nachfolgend werden weitere Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf Figuren einer
Zeichnung näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- perspektivische Darstellungen eines Stromschienenadapters,
- Fig. 2
- schematische Darstellungen zur Funktionsweise eines Betätigungselementes beim Stromschienenadapter
nach Fig. 1,
- Fig. 3
- schematische Darstellungen zur Erläuterung eines Verriegelungsmechanismus,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Abschnitts eines Stromschienenadapters mit zweiseitiger
Verriegelung und Kontaktierung in eingefahrener und ausgefahrener Stellung,
- Fig. 5
- schematische Darstellungen eines Innenteils, einer Außenhülle sowie einer zusammengesetzten
Anordnung eines Stromschienenadapters,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung einer Schutzeinrichtung,
- Fig. 7
- schematische Darstellungen zur weiteren Erläuterung der Schutzeinrichtung und
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung einer Anordnung mit einer Stromschiene und einem hieran
montierten Stromschienenadapter an den eine Beleuchtungseinrichtung koppelt.
[0041] Fig. 1 zeigt perspektivische Darstellungen eines Stromschienenadapters mit einem
Gehäuse 1, welches aus einem Kunststoffmaterial besteht und beispielsweise als Spritzgussteil
hergestellt ist. Auf einer Unterseite 2 ist eine Anschlusseinrichtung 3 angeordnet,
über die eine Verbrauchereinrichtung (nicht dargestellt) anschließbar ist, beispielsweise
eine Lampe.
[0042] Auf der Unterseite 2 (vorderseitige Deckfläche) ist weiterhin ein Betätigungselement
4 schwenkbar am Adaptergehäuse 1 angeordnet mittels eines Filmscharniers 5. Fig. 1
zeigt im oberen Teil das Betätigungselement 4 in einer ausgeschwenkten Stellung, so
dass eine Gehäuseöffnung 6 teilweise freigegeben ist. Das Betätigungselement 4 weist
einen Basisabschnitt 7 auf, der einen Gehäuseabschnitt bildet. An dem Basisabschnitt
7 ist auf der nach innen gewandten Oberfläche ein keilförmiges Element 8 angeordnet.
Es ist ein tastbarer Verriegelungsmechanismus 9 vorgesehen, mit dem das Betätigungselement
4 in der eingeschwenkten Stellung (vgl. unten in Fig. 1) gesichert ist.
[0043] Auf einer Seitenwand 10 sind mehrere Gehäuseöffnungen 11 vorgesehen, die von elektrischen
Kontakten 12 oder einem Befestigungselement 13 durchgriffen werden (vgl. unten in
Fig. 1), wenn das Betätigungselement 4 in die eingeschwenkte Stellung gebracht ist.
Das Ausfahren der elektrischen Anschluss 12 sowie des Befestigungselementes 13 wird
zwangsweise durch das keilförmige Element 8 bewirkt, indem dieses gegen ein kombiniertes
Element 14 drückt, an dem bei der gezeigten Ausführungsform die elektrischen Anschlüsse
12 und das Befestigungselement 13 gebildet sind. Ist das Betätigungselement 4 gemäß
der Darstellung in Fig. 1 oben in der ausgeschwenkten Stellung, befindet sich das
kombinierte Element 14 in einer eingefahrenen Stellung, derart, dass die elektrischen
Anschlüsse 12 und das Befestigungselement 13 in dem Adaptergehäuse 1 aufgenommen sind
und nicht außen überstehen. Der Stromschienenadapter kann dann in die Stromschiene
(nicht dargestellt) eingesteckt werden oder hieraus entnommen werden.
[0044] Gemäß Fig. 1 verfügt der Stromschienenadapter über eine Erdungsfahne 15. Vorgesehen
ist weiterhin ein Federelement 16, welches beim Einführen in die Stromschiene in eine
zugeordnete mechanische Nut eingreift.
[0045] Das zwangsgeführte Ausfahren des kombinierten Elementes 14 mit den elektrischen Anschlüssen
12 und dem Befestigungselement 13, wahlweise gegen eine Vorspannung, ist schematisch
in Fig. 2 gezeigt.
[0046] Fig. 3 zeigt schematische Darstellungen eines Abschnitts des Stromschienenadapters,
wobei das Betätigungselement in der eingeschwenkten und der ausgeschwenkten Stellung
gezeigt ist.
[0047] Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Abschnitts eines Stromschienenadapters,
bei dem mithilfe des Betätigungselementes gleichzeitig zwei kombinierte Elemente 40,
41 verlagert werden, derart, dass eine beidseitige Verriegelung und / oder Kontaktierung
mit der Stromschiene stattfindet.
[0048] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung mit einem Innenteil 50 und einer Außenhülle
51 als Einzelteile sowie im zusammengesetzten Zustand.
[0049] Die Fig. 6 und 7 zeigen schematische Darstellungen zur Erläuterung einer Schutzeinrichtung,
die mit einem Rastpunkt 60 sowie einer Tastfahne 61 gebildet ist. Erst wenn der Rastpunkt
60 und die Tastfahne 61 zugeordnete Gegenelemente in der Stromschiene 62 erreicht
haben, kann das keilförmige Element 8 das kombinierte Element 14 und somit den elektrischen
Anschluss 12 (nicht dargestellt) und das Befestigungselement aus dem Adaptergehäuse
1 herausdrücken (vgl. linke Darstellung in den Fig. 6 und 7).
[0050] Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung einer Anordnung mit einer Stromschiene
80, bei der in einem Montageraum 81, welcher sich zu einer Vorderseite 82 hin öffnet,
ein Stromschienenadapter 83 aufgenommen ist, derart, dass der Stromschienenadapter
83 vollständig, also insbesondere mit seinem gesamten Gehäuse, im Montageraum 81 aufgenommen
ist. Bei dem Stromschienenadapter 83 kann es sich zum Beispiel um einen Stromschienenadapter
in einer der vorangehend beschriebenen Ausführungen handeln. Eine vorderseitige Deckfläche
84 des Stromschienenadapters 83 ist fluchtend mit der Vorderseite 82 der Stromschiene
80 angeordnet. Auf der Vorderseite 82 der Stromschiene 80 ist ein Verkleidungsbauteil
84 mit einem Montageschlitz 85 angeordnet. Durch den Montageschlitz 85 hindurch verläuft
ein Verbindungsbauteil 86 zu einer Beleuchtungseinrichtung 87. Der Montageschlitz
85 verfügt über eine Schlitzbreite, die im Wesentlichen der Gehäusebreite des Stromschienenadapters
80 in Blickrichtung auf die vorderseitige Deckfläche 84 entspricht. Zum Montieren
und Demontieren kann der Stromschienenadapter 80 einfach durch den Montageschlitz
85 geführt werden.
[0051] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Ansprüchen sowie der Zeichnung offenbarten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung
der verschiedenen Ausführungen von Bedeutung sein.
1. Stromschienenadapter, mit:
- einem Gehäuse,
- einem Kontaktelement, an dem ein elektrischer Anschluss gebildet und welches in
dem Gehäuse verlagerbar angeordnet ist, derart, dass das Kontaktelement zwischen einer
ausgefahrenen Stellung, in welcher der elektrische Anschluss im Bereich einer Seitenfläche
am Gehäuse außen übersteht und mittels des elektrischen Anschlusses ein elektrischer
Kontakt zu einer Stromschiene ausbildbar ist, und einer eingefahrenen Stellung verlagerbar
ist, in welcher der elektrische Anschluss im Gehäuse angeordnet und der elektrische
Kontakt gelöst ist, und
- einem Betätigungselement, welches an dem Gehäuse im Bereich einer vorderseitigen
Deckfläche angeordnet und zwischen einer Losstellung und einer Koppelstellung verlagerbar
ist, derart, dass das Betätigungselement beim Übergang in die Koppelstellung das Kontaktelement
aus der eingefahrenen Stellung in die ausgefahrene Stellung zwangsverlagert.
2. Stromschienenadapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement als ein kombiniertes Element ausgeführt ist, an dem neben dem
elektrischen Anschluss zusätzlich ein Befestigungselement gebildet ist, derart, dass
in der ausgefahrenen Stellung mittels des Befestigungselementes ein Haltekontakt zur
Stromschiene ausbildbar ist und in der eingefahrenen Stellung der Haltekontakt gelöst
ist.
3. Stromschienenadapter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement an dem Gehäuse um eine quer zur Längserstreckung des Gehäuses
verlaufende Achse zwischen der Losstellung und der Koppelstellung schwenkbar ist.
4. Stromschienenadapter nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Element vorgespannt ist gegen die Verlagerung in die ausgefahrene Stellung.
5. Stromschienenadapter nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, soweit auf
Anspruch 2 rückbezogen, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem kombinierten Element der elektrische Anschluss und das Befestigungselement
an ein und demselben Vorsprung gebildet sind.
6. Stromschienenadapter nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement schwenkbar gelagert ist, derart, dass das Kontaktelement zwischen
der eingefahrenen Stellung und der ausgefahrenen Stellung schwenkbar ist.
7. Stromschienenadapter nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktelement zumindest abschnittsweise mittels einer Leiterplatte gebildet
ist.
8. Stromschienenadapter nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Verriegelungseinrichtung, die geeignet ist, das Betätigungselement zumindest
in der Koppelstellung zu verriegeln.
9. Stromschienenadapter nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Betätigungselement ein Zwangselement angeordnet ist, welches dem Kontaktelement
zugeordnet ist und einen keilförmigen Abschnitt aufweist, der beim Übergang in die
Koppelstellung mit dem Kontaktelement zusammenwirkt, um dieses in die ausgefahrene
Stellung zu verlagern.
10. Stromschienenadapter nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement einen Basisabschnitt aufweist, mit dem ein verlagerbarer Gehäuseabschnitt
gebildet ist.
11. Stromschienenadapter nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet t durch eine Schutzeinrichtung, welche bei nicht funktionskorrektem Einführen in
die Stromschiene die Verlagerung des Kontaktelementes in die ausgefahrenen Stellung
verhindert und bei funktionskorrektem Einführen in die Stromschiene die Verlagerung
des Kontaktelementes in die ausgefahrenen Stellung zulässt.
12. Stromschienenadapter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinrichtung ein Tastelement aufweist, welches einem Gegenelement in der
Stromschiene zugeordnet ist, derart, dass die Verlagerung des Kontaktelementes in
die ausgefahrene Stellung zugelassen ist, wenn das Tastelement am Gegenelement lagert
und / oder hierin eingreift, und im Übrigen die Verlagerung des Kontaktelementes in
die ausgefahrene Stellung gesperrt ist.
13. Stromschienenadapter nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am elektrischen Anschluss des Kontaktelementes eine Tastfahne angeordnet ist, die
aufgrund einer Formausbildung und / oder einer räumlichen Orientierung der Tastfahne,
einen Eingriff des elektrischen Anschlusses mit einem zugeordneten Kontaktabschnitt
an der Stromschiene bei funktionskorrektem Einführen in eine Stromschiene zulässt,
im Übrigen aber sperrt.
14. Anordnung mit einer Stromschiene und einem Stromschienenadapter, insbesondere einem
Stromschienenadapter nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der
Stromschienenadapter an der Stromschiene in einen Montageraum eingesetzt und elektrisch
kontaktiert ist, derart, dass ein Gehäuse des Stromschienenadapters vollständig im
Montageraum aufgenommen ist.
15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass einer vorderseitigen Deckfläche eines Gehäuses des Stromschienenadapters gegenüberliegend
ein Verkleidungsbauteil angeordnet ist, wobei ein Montageschlitz des Verkleidungsbauteils
eine Schlitzbreite aufweist, die im Wesentlichen gleich einer Gehäusebreite des Gehäuses
des Stromschienenadapters in Blickrichtung auf die vorderseitige Deckfläche ist.