| (19) |
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(11) |
EP 2 823 178 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.03.2018 Patentblatt 2018/12 |
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Anmeldetag: 24.01.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/051291 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/131680 (12.09.2013 Gazette 2013/37) |
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VERFAHREN ZUM VORBEREITEN DES STARTENS EINES VERBRENNUNGSMOTORS DURCH EINEN RIEMENGETRIEBENEN
STARTERGENERATOR
METHOD FOR PREPARING THE START-UP OF AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE BY MEANS OF A BELT-DRIVEN
STARTER GENERATOR
PROCÉDÉ DE PRÉPARATION DU DÉMARRAGE D'UN MOTEUR À COMBUSTION INTERNE PAR UN DÉMARREUR-DYNAMO
À TRANSMISSION PAR COURROIE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
05.03.2012 DE 102012203374
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.01.2015 Patentblatt 2015/03 |
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Patentinhaber: SEG Automotive Germany GmbH |
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70499 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- JACOB, Andreas
89143 Blaubeuren (DE)
- SCHMIDT, Matthias
70197 Stuttgart (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 106 824 EP-A1- 2 128 427 US-A1- 2004 153 231
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EP-A1- 1 289 120 DE-A1- 4 430 650
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vorbereiten des Startens eines
Verbrennungsmotors durch einen riemengetriebenen Startergenerator sowie eine Recheneinheit
zu dessen Durchführung.
Stand der Technik
[0002] Elektrische Maschinen können in Kraftfahrzeugen als sog. Startergeneratoren eingesetzt
werden, um einerseits den Verbrennungsmotor im Motorbetrieb der elektrischen Maschine
zu starten und andererseits Strom für das Bordnetz und zum Laden der Kraftfahrzeugbatterie
im Generatorbetrieb der elektrischen Maschine zu erzeugen. Startergeneratoren können
über einen Riementrieb mit dem Verbrennungsmotor bzw. der Kurbelwelle verbunden sein.
[0003] Für den Einsatz als riemengetriebene Startergeneratoren (RSG) eignen sich besonders
fremderregte Drehstrom-Synchronmaschinen, da deren motorisches Moment besonders gut
regelbar ist. Ein erwünschtes Drehmoment kann durch entsprechende Ansteuerung der
Läuferwicklung (Erregerspule) und/oder der Ständerwicklung (üblich sind z.B. drei
oder fünf Ständerphasen) eingestellt werden. Es kann eine zeitliche Modulation des
Drehmoments bevorzugt sein, um einen möglichst geräusch- und vibrationsarmen Startvorgang
zu erzielen.
[0004] Die
DE 10 2005 034 123 A1 zeigt ein Riemen-Drehstromgenerator-StarterSystem für ein Fahrzeug. Bei eingeschalteter
Zündung und abgeschaltetem Verbrennungsmotor wird ein Strom durch eine Läuferwicklung
einer Drehstromgenerator/Starter-Vorrichtung auf einen Vorfluss-Feldstrom eingestellt
und ein Strom durch eine Ständerwicklung wird auf null gesetzt. Wird ein Startbefehl
zum Starten des Verbrennungsmotors erhalten, werden der Strom durch die Läuferwicklung
und der Strom durch die Ständerwicklung jeweils auf einen Startstromwert eingestellt.
[0005] Um Schlupf im Riementrieb zu reduzieren, können Riemenspanner eingesetzt werden,
wie z.B. sog. Pendelspannsysteme. Aufgrund des Wechsels von Lasttrum und Leertrum
bei motorischem Betrieb und generatorischem Betrieb gestaltet sich das Spannen des
Riemens jedoch schwierig. Insbesondere können Rucke, Vibrationen und Geräusche beim
Starten des Verbrennungsmotors durch einen RSG auftreten, die vermieden werden sollen.
Offenbarung der Erfindung
[0006] Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zum Vorbereiten des Startens eines Verbrennungsmotors
durch einen riemengetriebenen Startergenerator mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche sowie
der nachfolgenden Beschreibung.
Vorteile der Erfindung
[0007] Die Erfindung schlägt vor, den Riemen eines RSG vor dem eigentlichen Startvorgang
durch Ansteuern der elektrischen Maschine vorzuspannen. Dafür wird das vom RSG erzeugte
Drehmoment nicht wie im Stand der Technik ruckartig, sondern allmählich erhöht. Dies
kann durch eine besondere Bestromung der Ständerwicklung erreicht werden.
Vorzugsweise wird die Ständerwicklung bereits bestromt, bevor der Erregerstrom sein
Maximum erreicht hat, vorzugsweise bereits innerhalb von zwei Zeitkonstanten nach
dem Beginn der Bestromung der Läuferwicklung, mehr vorzugsweise innerhalb einer Zeitkonstante.
Die Läuferwicklung weist aufgrund ihrer großen Induktivität eine relativ große Zeitkonstante
(Induktivität geteilt durch Widerstand, üblicherweise einige 100 ms) auf, so dass
in der Folge eine gewisse Zeit nötig ist, bis nach Beginn der Bestromung der Läuferwicklung
der erwünschte Erregerstrom tatsächlich fließt.
Ist die Läuferwicklung im Wesentlichen entregt (d.h. liegt der Erregerstrom durch
die Läuferwicklung unter einem unteren Schwellwert von z.B. 50% oder 25% des für das
Starten des Verbrennungsmotors verwendeten Erregerstroms), kann ihre relativ große
Zeitkonstante vorteilhaft genutzt werden. Dieser im Stand der Technik unerwünschte
Effekt des langsamen Erregerfeldaufbaus kann genutzt werden, wenn gleichzeitig die
Ständerwicklung bereits während des Erregerfeldaufbaus bestromt wird. Infolgedessen
steigt auch das Drehmoment langsamer an. Der Beginn der Bestromung der Ständerwicklung
erfolgt erfindungsgemäß strom- und/oder zeitabhängig. Die Ständerwicklung kann bestromt
werden, bevor der Erregerstrom durch die Läuferwicklung oberhalb eines oberen Schwellwerts
(von z.B. 10%, 25%, 50% oder 75% des für das Starten des Verbrennungsmotors verwendeten
Erregerstroms) liegt und/oder innerhalb von höchstens zwei Läuferwicklungs-Zeitkonstanten
nach dem Beginn der Bestromung der Läuferwicklung, vorzugsweise innerhalb von höchstens
einer oder innerhalb von höchstens einem Viertel der Läuferwicklungs-Zeitkonstanten.
Der obere Schwellwert liegt demzufolge vorzugsweise zwischen ca. 1A und 7A, die Bestromung
erfolgt innerhalb von ca. 10-100 ms).
Der im Rahmen der Erfindung hervorgerufene allmählich ansteigende Drehmomentenverlauf
dient dazu, den Riemen vorzuspannen und somit einen möglichst schnellen sowie geräusch-
und vibrationsarmen Motorstart zu gewährleisten. Durch den allmählichen (insbesondere
rampenförmigen) Momentenanstieg kann ein ggf. vorhandenes Pendelspannsystem langsam
ausgependelt werden. Dadurch werden die Geräuschentwicklung und auftretende Vibrationen,
wie sie durch ruckartiges Spannen eines Riemens auftreten, vermieden.
Zu Beginn des Momentenanstiegs reicht das an der Kurbelwelle anliegende Moment noch
nicht aus, um den Verbrennungsmotor anzudrehen. Die Größe des Moments ist aber ausreichend,
um den Riemen zu spannen. Sobald nun ausreichend Moment an der Kurbelwelle anliegt,
dreht der Verbrennungsmotor sofort los. Da üblicherweise die Ständerwicklung erst
dann bestromt wird, wenn die Läuferwicklung erregt ist, und zu diesem Zeitpunkt der
Riemen auch noch nicht gespannt ist, führt die Erfindung zu einer doppelten Zeitersparnis,
da erfindungsgemäß die Bestromung der Ständerwicklung bereits zu einem früheren Zeitpunkt
erfolgt und der Riemen schon vorgespannt ist, wenn das nötige Drehmoment zur Verfügung
steht. Eine Reduzierung des Rucks auf den Riemen und ein zugehöriges (Pendel-) Riemenspannsystem
verringert die mechanische Belastung und ist somit komponentenschonend. Dadurch kann
bei gleichbleibender Auslegung eine Erhöhung der Lebensdauer erreicht werden.
[0008] Eine erfindungsgemäße Recheneinheit, z.B. ein Steuergerät eines Kraftfahrzeugs, ist,
insbesondere programmtechnisch, dazu eingerichtet, ein erfindungsgemäßes Verfahren
durchzuführen.
[0009] Auch die Implementierung des Verfahrens in Form von Software ist vorteilhaft, da
dies besonders geringe Kosten verursacht, insbesondere wenn ein ausführendes Steuergerät
noch für weitere Aufgaben genutzt wird und daher ohnehin vorhanden ist. Geeignete
Datenträger zur Bereitstellung des Computerprogramms sind insbesondere Disketten,
Festplatten, Flash-Speicher, EEPROMs, CD-ROMs, DVDs u.a.m. Auch ein Download eines
Programms über Computernetze (Internet, Intranet usw.) ist möglich.
[0010] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und der beiliegenden Zeichnung.
[0011] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachfolgend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0012] Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung schematisch
dargestellt und wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung ausführlich beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0013]
Figur 1 zeigt schematisch eine Anordnung aus einem Verbrennungsmotor, einem riemengetriebenen
Startergenerator und einem Bordnetz, wie sie der Erfindung zugrunde liegen kann.
Figur 2 zeigt eine Ausführungsform eines Startergenerators mit Stromrichter mit ansteuerbaren
Schaltelementen, wie er der Erfindung zugrunde liegen kann.
Ausführungsform(en) der Erfindung
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 beschrieben,
in denen gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
[0015] In Figur 1 ist schematisch eine Anordnung 200 aus einem Verbrennungsmotor 300, einem
riemengetriebenen Startergenerator 100 als elektrische Maschine und einem Bordnetz
30 dargestellt, anhand derer eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung erläutert
wird.
[0016] Der Verbrennungsmotor 300 ist über einen Riemen 310 mit dem Startergenerator 100
verbunden, wobei ein als Pendelriemenspannsystem 320 ausgebildeter Riemenspanner vorgesehen
ist, der den Riemen 310 im Betrieb unabhängig von der Momentenrichtung spannen kann.
[0017] In Figur 2 ist der Startergenerator 100 schaltplanartig dargestellt. Der Startergenerator
weist eine Generatorkomponente 10 und eine Stromrichterkomponente 20 auf. Die Stromrichterkomponente
wird im generatorischen Betrieb der Maschine üblicherweise als Gleichrichter, im motorischen
Betrieb als Wechselrichter betrieben.
[0018] Die Generatorkomponente 10 ist lediglich schematisch in Form von sternförmig verschalteten
Ständerwicklungen 11 und einer zu einer Diode parallel geschalteten Erreger- bzw.
Läuferwicklung 12 dargestellt. Die Läuferwicklung wird durch einen Leistungsschalter
13, der mit einem Anschluss 24 der Stromrichterkomponente 20 verbunden ist, getaktet
geschaltet. Die Ansteuerung des Leistungsschalters 13 erfolgt über eine Ansteuerleitung
14 nach Maßgabe eines Feldreglers 15, wobei der Leistungsschalter 13 ebenso wie die
zur Läuferwicklung 12 parallel geschaltete Diode in der Regel in einer anwendungsspezifischen
integrierten Schaltung (ASIC) des Feldreglers integriert sind. Der Erregerstrom kann
über ein pulsweitenmoduliertes Spannungssignal eingestellt werden, wobei bei dauerhafter
Ansteuerung (also einem Tastgrad von 100% bzw. 1) ein Erregerstrom mit einer Nennstromstärke
fließt. Nach dem Einstellen eines Tastgrads von 100% wird aufgrund der hohen Induktivität
der Läuferwicklung die Nennstromstärke erst mit einer gewissen Verzögerung von bis
zu fünf Läuferwicklungs-Zeitkonstanten erreicht.
[0019] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung ist ein dreiphasiger Generator dargestellt.
Im Prinzip ist die vorliegende Erfindung jedoch auch bei weniger- oder mehrphasigen
Generatoren, beispielsweise fünfphasigen Generatoren einsetzbar. Die Ständerwicklungs-Zeitkonstante
ist typischerweise deutlich kürzer als Läuferwicklungs-Zeitkonstante.
[0020] Die Stromrichterkomponente 20 ist hier als B6-Schaltung ausgeführt und weist Schaltelemente
21 auf, die beispielsweise als MOSFET 21 ausgeführt sein können. Die MOSFET 21 sind,
beispielsweise über Stromschienen, mit den jeweiligen Ständerwicklungen 11 des Generators
verbunden. Ferner sind die MOSFET mit Anschlüssen 24, 24' verbunden und stellen bei
entsprechender Ansteuerung einen Gleichstrom für ein Bordnetz 30 inkl. Batterie eines
Kraftfahrzeugs zur Verfügung. Die Ansteuerung der Schaltelemente 21 erfolgt durch
eine Ansteuereinrichtung 25 über Ansteuerkanäle 26, von denen aus Gründen der Übersicht
nicht alle mit Bezugszeichen versehen sind. Die Ansteuereinrichtung 25 erhält über
Phasenkanäle 27 jeweils die Phasenspannung der einzelnen Ständerwicklungen. Zur Bereitstellung
dieser Phasenspannungen können weitere Einrichtungen vorgesehen sein, die jedoch der
Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt sind.
[0021] Im Motorbetrieb wird der Startergenerator 100 verwendet, um den Verbrennungsmotor
300 zu starten. Hier wird die Stromrichterkomponente 20 gemäß einer Ausgestaltung
der Erfindung, wie nachfolgend beschrieben, betrieben. Der Startergenerator wird von
der Batterie versorgt.
[0022] Ist zu diesem Zeitpunkt die Läuferwicklung 12 im Wesentlichen entregt, d.h. liegt
der Erregerstrom unter einem unteren Schwellwert von z.B. 10% des Nennstroms (entspricht
ca. 1 A), wird zunächst die Läuferwicklung 12 bestromt, indem insbesondere von dem
Feldregler 15 ein Tastgrad von 100% eingestellt wird. Der Stromfluss durch die Läuferwicklung
und damit das Erregerfeld steigen nach dem bekannten Einschaltverhalten bei Induktivitäten
an.
[0023] Dieser Anstieg des Erregerfelds wird auf einen erwünschten Anstieg des Drehmoments
übertragen, indem sehr frühzeitig auch die Ständerwicklung 11 bestromt wird. Dies
erfolgt vorzugsweise, bevor der Erregerstrom einen oberen Schwellwert von z.B. 25%
des Nennstroms erreicht. Es ist bekannt, dass der Strom durch eine entregte Spule
nach einer Zeitkonstante etwa 63,2 % des Nennstroms und nach fünf Zeitkonstanten etwa
99,3 % des Nennstroms erreicht hat. Vorzugsweise wird die Ständerwicklung 11 innerhalb
bzw. etwa bei einer viertel Zeitkonstante, spätestens innerhalb von bzw. etwa bei
zwei Zeitkonstanten bestromt.
[0024] Die Bestromung der Ständerwicklung 11 kann in einem ungetakteten (sog. Blockbetrieb)
oder getakteten (sog. PWM-Betrieb, pulsweitenmoduliert) Pulswechselrichterbetrieb
erfolgen. Das gewählte Ansteuermuster kann dabei abhängig von der Drehzahl und dem
gewünschten Drehmoment gewählt werden. Bei der Blockkommutierung bleiben, im Gegensatz
zu dem pulsweitenmodulierten Betrieb, die Halbleiterschalter für den Zeitraum einer
Phasenansteuerung durchgängig eingeschaltet. Im pulsweitenmodulierten Betrieb werden
durch ein bestimmtes Ansteuermuster die Halbleiterschalter mit vorzugsweise hoher
Frequenz (typischerweise zw. 2 und 20 kHz) angesteuert, hierdurch entsteht ein harmonischer
Verlauf des Phasenstroms, was in einer verringerten Drehmomentwelligkeit und besserem
Wirkungsgrad resultiert. Beide Verfahren sind aus dem Stand der Technik wohlbekannt.
[0025] Am Abtrieb des Startergenerators stellt sich zunächst ein geringes Drehmoment ein,
das in Abhängigkeit von der Zeitkonstante der Läuferwicklung ansteigt. Proportional
zum Moment erhöht sich die mechanische Spannung im Lasttrum des Riemens 310, wodurch
langsam eine Kraft auf das Pendelriemenspannsystem 320 ausgeübt wird. Da diese Kraft
nicht sprunghaft ansteigt, kommt es zu einem langsamen Auspendeln des Pendelriemenspannsystems
320 und damit zu einem verringerten Auftreten von Geräuschen und Vibrationen. Ist
nach einer bestimmten Zeit der Riemen gespannt und das Moment ausreichend groß, kommt
es zu einer Beschleunigung der Kurbelwelle des Verbrennungsmotors 300 und damit zum
Start.
[0026] Ist zu dem oben genannten Zeitpunkt die Läuferwicklung 12 noch signifikant erregt,
d.h. liegt der Erregerstrom über dem unteren Schwellwert von ca. 10%, wird ebenfalls
zunächst die Läuferwicklung 12 bestromt, indem insbesondere von dem Feldregler 15
ein Tastgrad von 100% eingestellt wird. Das Erregerfeld ist jedoch bereits so hoch,
dass sich bei oben beschriebener Bestromung der Ständerwicklung bereits ein unerwünscht
hohes Drehmoment ergibt. Daher wird vorzugsweise die Ständerwicklung 11 so bestromt,
dass sich wiederum ein allmählicher Drehmomentanstieg ergibt. Die Bestromung der Ständerwicklung
11 erfolgt hier zweckmäßigerweise in einem getakteten (sog. PWM-Betrieb) Pulswechselrichterbetrieb.
Das gewählte Ansteuermuster kann dabei abhängig von der Drehzahl und dem gewünschten
Drehmoment gewählt werden.
[0027] In beiden beschriebenen Fällen wird vorzugsweise ein rampenförmiger Anstieg des Drehmoments
erzielt, wobei die Steigung der Momentenrampe in Abhängigkeit vom Betriebsfall vorgegeben
werden kann und die Rampen für beide beschriebenen Fälle auch unterschiedlich sein
können.
1. Verfahren zum Vorbereiten des Startens eines Verbrennungsmotors (300) durch einen
riemengetriebenen Startergenerator (100), der eine Ständerwicklung (11) und eine Läuferwicklung
(12) aufweist, wobei der Startergenerator (100) so betrieben wird, dass sein erzeugtes
Drehmoment allmählich über eine Zeitdauer von mehr als zwei Läuferwicklungs-Zeitkonstanten
ansteigt, wobei die Läuferwicklung (12) zuerst bestromt wird und ein Beginn einer
Bestromung der Ständerwicklung (11) in Abhängigkeit von einem Erregerstrom durch die
Läuferwicklung und/oder zeitabhängig erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Ständerwicklung (11) so bestromt wird, dass das
erzeugte Drehmoment allmählich über eine Zeitdauer von mehr als zwei Läuferwicklungs-Zeitkonstanten
ansteigt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei, wenn der Erregerstrom durch die Läuferwicklung (12)
vor Beginn ihrer Bestromung unterhalb eines unteren Schwellwerts liegt, die Ständerwicklung
(11) bestromt wird, bevor der Erregerstrom oberhalb eines oberen Schwellwerts liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, wobei, wenn der Erregerstrom durch die Läuferwicklung
(12) vor Beginn ihrer Bestromung unterhalb eines unteren Schwellwerts liegt, die Ständerwicklung
(11) innerhalb von höchstens zwei, vorzugsweise höchstens einer, insbesondere höchstens
einer viertel, Läuferwicklungs-Zeitkonstanten nach dem Beginn der Bestromung der Läuferwicklung
(12) ebenfalls bestromt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, wobei an die Ständerwicklung (11) für die Bestromung
eine blockkommutierte Versorgungsspannung angelegt wird.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei, wenn der Erregerstrom durch
die Läuferwicklung (12) vor Beginn ihrer Bestromung oberhalb eines unteren Schwellwerts
liegt, an die Ständerwicklung (11) für die Bestromung eine PWM-kommutierte Versorgungsspannung
angelegt wird.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Läuferwicklung (12) mit
einem Tastgrad von wenigsten 50%, vorzugsweise wenigstens 75% oder wenigstens 90%
oder 100% bestromt wird.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Verbrennungsmotor (300)
durch den riemengetriebenen Startergenerator (100) gestartet wird.
9. Steuergerät eines Kraftfahrzeugs, das dazu eingerichtet ist, ein Verfahren nach einem
der vorstehenden Ansprüche durchzuführen.
10. Computerprogramm mit Programmcodemitteln, die ein Steuergerät nach Anspruch 9 veranlassen,
ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 durchzuführen, wenn sie auf dem Steuergerät
ausgeführt werden.
11. Maschinenlesbares Speichermedium mit einem darauf gespeicherten Computerprogramm,
welches Programmcodemittel aufweist, die ein Steuergerät nach Anspruch 9 veranlassen,
ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 durchzuführen, wenn sie auf dem Steuergerät
ausgeführt werden.
1. Method for preparing the start-up of an internal combustion engine (300) by means
of a bolt-driven starter generator (100) which has a stator winding (11) and a rotor
winding (12), wherein the starter generator (100) is operated in such a way that its
generated torque rises gradually over a time period of more than two rotor winding
time constants, wherein the rotor winding (12) is firstly energized, and a start of
energization of the stator winding (11) takes place as a function of an exciter current
through the rotor winding and/or as a function of time.
2. Method according to Claim 1, wherein the stator winding (11) is energized in such
a way that the generated torque rises gradually over a time period of more than two
rotor winding time constants.
3. Method according to Claim 2, wherein if the exciter current through the rotor winding
(12) is below a lower threshold value before the start of the energization of said
rotor winding (12), the stator winding (11) is energized before the exciter current
is above an upper threshold value.
4. Method according to Claim 2 or 3, wherein if the exciter current through the rotor
winding (12) is below a lower threshold value before the start of the energization
of said rotor winding (12), the stator winding (11) is also energized within at maximum
two, preferably at maximum one, and in particular at maximum one quarter of a rotor
winding time constant, after the start of the energization of the rotor winding (12).
5. Method according to Claim 3 or 4, wherein a block-commutated supply voltage is applied
to the stator winding (11) for the energization.
6. Method according to one of the preceding claims, wherein if the exciter current through
the rotor winding (12) is above a lower threshold value before the start of the energization
of said rotor winding (12), a PWM-commutated supply voltage is applied to the stator
winding (11) for the energization.
7. Method according to one of the preceding claims, wherein the rotor winding (12) is
energized with a duty cycle of at least 50%, preferably at least 75% or at least 90%
or 100%.
8. Method according to one of the preceding claims, wherein the internal combustion engine
(300) is started by the belt-driven starter generator (100) .
9. Control unit of a motor vehicle which is configured to carry out a method according
to one of the preceding claims.
10. Computer program with program code means which cause a control unit according to Claim
9 to carry out a method according to one of Claims 1 to 8 when they are executed on
the control unit.
11. Machine-readable storage medium having a computer program stored thereon and which
has program code means which cause control unit according to Claim 9 to carry out
a method according to one of Claims 1 to 8 when they are executed on the control unit.
1. Procédé de préparation du démarrage d'un moteur à combustion interne (300) par un
générateur de démarreur (100) à transmission par courroie, comportant un enroulement
de stator (11) et un enroulement de rotor (12), dans lequel le générateur de démarreur
(100) est entraîné de manière à ce que son couple généré augmente progressivement
au cours d'une période de temps de plus de deux constantes de temps de l'enroulement
de rotor, dans lequel l'enroulement de rotor (12) est tout d'abord alimenté et un
début d'alimentation en courant de l'enroulement de stator (12) est effectué en fonction
d'un courant d'excitation produit par l'enroulement de rotor et/ou en fonction du
temps.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'enroulement de stator (11) est alimenté
en courant de manière à ce que le couple généré augmente progressivement au cours
d'une période de temps de plus de deux constantes de temps de l'enroulement de rotor.
3. Procédé selon la revendication 2, dans lequel, lorsque le courant d'excitation passant
à travers l'enroulement de rotor (12) se situe, avant le début de l'alimentation en
courant, en dessous d'une valeur de seuil inférieure, l'enroulement de stator (11)
est alimenté en courant avant que le courant d'excitation se situe au-dessus d'une
valeur de seuil supérieure.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, dans lequel, lorsque le courant d'excitation
passant à travers l'enroulement de rotor (12) se situe, avant le début de l'alimentation
en courant, en dessous d'une valeur de seuil inférieure, l'enroulement de stator (11)
est également alimenté en courant au cours d'au plus deux constantes de temps, et
de préférence d'au plus une constante de temps, et en particulier d'au plus un quart
de la constante de temps de l'enroulement de rotor après le début de l'alimentation
en courant de l'enroulement de rotor (12).
5. Procédé selon la revendication 3 ou 4, dans lequel une tension d'alimentation commutée
par blocs est appliquée à l'enroulement de stator (11) pour l'alimentation en courant.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, lorsque le courant
d'excitation passant à travers l'enroulement de rotor (12) se situe, avant son alimentation
en courant, au-dessus d'une valeur de seuil inférieure, une tension d'alimentation
commutée par modulation PWM est appliquée à l'enroulement de stator (11) pour l'alimentation
en courant.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'enroulement de rotor
(12) est alimenté en courant avec un rapport cyclique d'au moins 50 %, de préférence
d'au moins 75 %, ou d'au moins 90 % ou de 100 %.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le moteur à combustion
interne (300) est démarré par le générateur de démarreur (100) entraîné par courroie.
9. Appareil de commande d'un véhicule automobile, conçu pour mettre en oeuvre un procédé
selon l'une des revendications précédentes.
10. Programme d'ordinateur comportant des moyens à codes de programme mettant en oeuvre
un appareil de commande selon la revendication 9, afin de mettre en oeuvre un procédé
selon l'une des revendications 1 à 8 lorsqu'ils sont exécutés sur l'appareil de commande.
11. Support de stockage lisible par machine comportant un programme d'ordinateur stocké
sur celui-ci qui contient des moyens à codes de programme activant un appareil de
commande selon la revendication 9 afin de mettre en oeuvre un procédé selon l'une
des revendications 1 à 8 lorsqu'ils sont exécutés sur l'appareil de commande.


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