[0001] US 6 074 315 A offenbart einen Ballspielschläger mit einem einen Kopfabschnitt und einen Griffabschnitt
bildenden Rahmen, wobei der Kopfabschnitt eine Bespannung mit Saiten aufnimmt, die
eine Bespannungsebene definiert, wobei die Saiten der Bespannung durch mehrere Öffnungen
im Kopfabschnitt geführt werden, wobei mindestens drei Saiten derart durch drei der
Öffnungen geführt werden, dass jeweils die Längsachse der Öffnung in einer ersten
Richtung verläuft und die durch die Öffnung geführte Saite innerhalb der Bespannung
in einer zweiten Richtung verläuft, wobei die erste und zweite Richtung einen Winkel
einschließen.
[0002] Die vorliegende Anmeldung betrifft einen Ballspielschläger mit einem verbesserten
Klang. Ballspielschläger erzeugen beim Auftreffen eines Balles auf die Bespannung
des Ballspielschlägers üblicherweise einen charakteristischen Klang. Dieser wird in
erster Linie durch Form und Material des Schlägerrahmens, das Material der die Bespannung
bildenden Saiten, die Härte der Bespannung, das Bespannungsbild und zu einem gewissen
Grad durch den auftreffenden Ball beeinflusst. Spieler empfinden üblicherweise bestimmte
Klangbilder als angenehmer und andere Klangbilder eher als unangenehm. So werden beispielsweise
ausgesprochen hohe Frequenzen beim Schlagen des Balles in der Regel eher als störend
empfunden, wohingegen ein satter Klang mit einem eher tiefen Ton das Gefühl eines
kraftvollen Schlages vermittelt. Auch die Art und Dauer der Nachschwingung des Klanges
können beim Spieler positive oder negative Assoziationen auslösen.
[0003] Da aber die Form und das Material des Schlägerrahmens, das Material der Saiten sowie
die Härte der Bespannung in der Regel im Hinblick auf die möglichst gute Spielbarkeit
des Schlägers optimiert sind, ist es ausgesprochen schwierig bzw. unmöglich, unter
Beibehaltung dieser optimierten Spielweise gleichzeitig das Klangbild des Schlägers
zu verbessern. Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Ballspielschläger
mit einem verbesserten Klangprofil bereitzustellen. Insbesondere ist es eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, das Klangbild eines Ballspielschlägers zu verbessern,
ohne die Spieleigenschaften des Ballspielschlägers nachteilig zu beeinflussen. Diese
Aufgabe wird durch einen Ballspielschläger gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0004] Der Rahmen des erfindungsgemäßen Ballspielschlägers bildet einen Kopfabschnitt zur
Aufnahme einer Bespannung mit einer oder mehreren Saiten und einen Griffabschnitt.
Die Bespannung definiert eine Bespannungsebene. In der Regel wird die komplette Bespannung
durch ein oder zwei Saiten gebildet, die durch vielfaches Umlegen am Kopfabschnitt
die Bespannung bilden. Im Kontext der vorliegenden Erfindung soll jedoch mit dem Begriff
"Saite" jeweils ein Saitenabschnitt bezeichnet werden, der sich von der Rahmenaußenseite
durch eine Öffnung, über das Saitenbett, durch eine weitere Öffnung bis zur gegenüberliegenden
Rahmenaußenseite erstreckt. Je nach Ausrichtung eines solchen Saitenabschnitts, wird
dieser als "Quersaite" oder "Längssaite" bezeichnet.
[0005] Die Saiten der Bespannung werden durch Öffnungen im Kopfabschnitt des Schlägerrahmens
geführt, wobei jede Saite durch zwei gegenüberliegende Öffnungen geführt wird. Die
weitere Betrachtung bezieht sich jedoch jeweils auf Öffnungen auf einer Seite. Demnach
werden erfindungsgemäß mindestens drei Saiten derart durch drei der Öffnungen (auf
derselben Seite des Schlägerkopfes) geführt, dass jeweils die Längsachse der Öffnung
in einer ersten Richtung verläuft und die durch die Öffnung geführte Saite innerhalb
der Bespannung in einer zweiten Richtung verläuft, wobei die erste und zweite Richtung
einen Winkel α mit einem Absolutbetrag zwischen 0,5° und 15° einschließen und wobei
sich der Winkel α dieser drei Saiten in seinem Absolutbetrag um maximal 3° unterscheidet.
Die Längsachse der Öffnung bezeichnet dabei eine Achse senkrecht zum Öffnungsquerschnitt.
[0006] Dadurch werden bevorzugt die mindestens drei Saiten an den die Öffnung begrenzenden
Öffnungswandabschnitt angedrückt.
[0007] Mit anderen Worten erfahren die durch die Öffnungen geführten Saiten beim Eintritt
in die Öffnung einen Richtungswechsel bzw. eine Ablenkung oder weisen dort einen Knick
auf, da die Saiten innerhalb der Bespannung, das heißt dort, wo sie nicht-geführt
verlaufen, in einer zweiten Richtung verläuft, wohingegen sie innerhalb der Öffnung
(oder zumindest in einem Bereich innerhalb der Öffnung) entlang der Längsachse der
Öffnung in einer ersten Richtung verlaufen. Die erste und zweite Richtung sind dabei
bevorzugt derart relativ zueinander angeordnet, dass die Saiten an den die Öffnung
begrenzenden Öffnungswandabschnitt angedrückt werden. Dadurch stehen die mindestens
drei Saiten bevorzugt mit den jeweiligen die Öffnungen begrenzenden Öffnungswandabschnitten
in im Wesentlichen dauerhaften Kontakt. Dadurch, dass die Saiten mit einer definierten
Kraft an die die Öffnungen begrenzenden Öffnungswandabschnitte angedrückt werden,
während sie schwingen, kann die Gleitreibungskraft der Saiten auf dem jeweiligen Öffnungswandabschnitt
derart kontrolliert werden, dass die Saitenschwingung relativ rasch gedämpft wird
und ein langer Nachhall vermieden wird.
[0008] Für diesen Effekt ist weniger der Winkel zwischen der ersten und der zweiten Richtung
relevant, sondern vielmehr dessen Absolutbetrag, da ein Winkel von beispielsweise
+ 5° den gleichen Effekt erzielt wie ein Winkel von - 5°. Da ferner beim Auftreffen
eines Balls auf die Bespannung in der Regel mindestens drei zentral angeordnete Saiten
stark zu schwingen beginnen und einen entsprechend großen Einfluss auf den Klang haben,
sollen erfindungsgemäß mindestens drei Saiten einen im Wesentlichen analogen Effekt
erzielen, indem mindestens drei Saiten eine etwa gleich große Ablenkung erfahren.
Mit anderen Worten soll sich der Absolutbetrag des Winkels bei den mindestens drei
Saiten um maximal 3° unterscheiden. Bevorzugt sind mindestens vier, stärker bevorzugt
mindestens fünf Saiten entsprechend durch Öffnungen geführt, um einen größeren Effekt
zu erzielen bzw. um den Effekt auch dann zu erzielen, wenn der Ball nicht exakt das
Zentrum der Bespannung trifft.
[0009] Der erfindungsgemäße Effekt wird bereits dann erzielt, wenn die oben diskutierte
Ablenkung von mindestens drei Saiten auf einer Schlägerkopfseite erfolgt. Bevorzugt
sind jedoch mindestens drei Saiten an beiden Enden, d.h. an gegenüberliegenden Seiten
des Schlägerkopfes, derart durch Öffnungen geführt, dass jeweils die Längsachse der
Öffnung in einer ersten Richtung verläuft und die durch die Öffnung geführte Saite
innerhalb der Bespannung in einer zweiten Richtung verläuft, wobei die erste und zweite
Richtung einen Winkel mit einem Absolutbetrag zwischen 0,5° und 15° einschließen und
wobei sich der Winkel dieser drei Saiten bei allen sechs Öffnungen in seinem Absolutbetrag
um maximal 3° unterscheidet.
[0010] Der Absolutbetrag des Winkels zwischen der ersten und der zweiten Richtung beträgt
dabei bevorzugt zwischen 1° und 10°, stärker bevorzugt zwischen 3° und 7° und besonders
bevorzugt etwa 5°. Bevorzugt unterscheidet sich der Winkel der mindestens drei Saiten
in seinem Absolutbetrag um maximal 2°, bevorzugt um maximal 1,5°. Bevorzugt beträgt
die Kraft, mit der die Saiten an die die Öffnung begrenzenden Öffnungswandabschnitte
angedrückt werden, zwischen 3,5 N und 150 N, stärker bevorzugt zwischen 7 N und 70
N, noch stärker bevorzugt zwischen 20 N und 50 N und besonders bevorzugt etwa 35 N.
[0011] Der Winkel zwischen der ersten und der zweiten Richtung kann grundsätzlich auf unterschiedliche
Weise realisiert werden. So können beispielsweise die Saiten innerhalb der Bespannung
parallel zu den Schlägerachsen verlaufen (das heißt die Längsseiten parallel zur Längsachse
des Ballspielschlägers und die Querseiten senkrecht zur Längsachse des Ballspielschlägers)
und die Längsachsen der Öffnungen relativ dazu angewinkelt ausgerichtet sein. Ebenso
können beispielsweise die Längsachsen der Öffnungen entlang der Schlägerachsen (das
heißt parallel bzw. senkrecht zur Längsachse des Ballspielschlägers) verlaufen und
die Saiten innerhalb der Bespannung einen Winkel diesbezüglich aufweisen. Ebenso können
beispielsweise beide Effekte kombiniert werden, um den gewünschten Winkel zwischen
der ersten und der zweiten Richtung zu erzielen. Der Verlauf der Öffnungslängsachse
kann dabei auf unterschiedliche Weise angepasst werden, zum Beispiel durch die Ausbildung
von Bohrungen im Schlägerkopf, die gegenüber den Schlägerachsen abgewinkelt sind und
in die im Wesentlichen symmetrische Ösen eingesetzt sind, oder durch Bohrungen, die
im Wesentlichen parallel zu den Schlägerachsen verlaufen und in die asymmetrische
Ösen eingesetzt sind, so dass die Ösenöffnungsachse gegenüber der Bohrungsachse einen
Winkel einnimmt. Erfindungsgemäß wird unter der Öffnung der tatsächliche Hohlraum
verstanden, durch den die Saite verläuft. Die Ausrichtung dieser Öffnung, und damit
des Saitenverlaufs innerhalb derselben, wird wie oben diskutiert durch die Ausrichtung
der Bohrung einerseits und die Symmetrie der Öse (falls vorhanden) andererseits bestimmt.
[0012] Die vorliegende Erfindung betrifft grundsätzlich sowohl Quersaiten als auch Längssaiten.
Die erfindungsgemäße Ablenkung kann erfindungsgemäß an drei oder mehr Quersaiten und/oder
an drei oder mehr Längssaiten vorgesehen sein. Der besseren Übersichtlichkeit halber
wird im Folgenden die Erfindung in Bezug auf die Quersaiten beschrieben. Für die Längssaiten
gelten sämtliche als bevorzugt beschriebenen Merkmale analog.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ballspielschlägers
definiert die Längsachse des Schlägers eine dritte Richtung, wobei die erste und dritte
Richtung einen Winkel zwischen 75° und 89,5°, vorzugsweise zwischen 80° und 89°, stärker
bevorzugt zwischen 83° und 87° und besonders bevorzugt von etwa 85° einschließen.
Bei dieser Ausführungsform verlaufen die Saiten innerhalb der Bespannung (das heißt
im Innenbereich des Kopfabschnittes bzw. innerhalb des Saitenbettes) bevorzugt im
Wesentlichen senkrecht zur Längsachse des Schlägers. Mit anderen Worten weist der
Ballspielschläger dieser bevorzugten Ausführungsform Quersaiten auf, die senkrecht
zur Schlägerlängsachse verlaufen, durch eine oder mehrere Öffnungen im Kopfabschnitt
geführt werden und innerhalb dieser Öffnungen einen Winkel zwischen 75° und 89,5°
mit der Längsachse des Schlägers einschließen. Der Ballspielschläger dieser bevorzugten
Ausführungsform kann alternativ oder in Kombination zu diesen Quersaiten auch Längssaiten
aufweisen, deren Verlauf durch entsprechende Öffnungen abgewinkelt bzw. abgelenkt
ist.
[0014] Aus dem Vorstehenden ergibt sich für den Fachmann, dass im Falle von Längssaiten
die erste und dritte Richtung einen Winkel zwischen 0,5° und 15°, vorzugsweise zwischen
1° und 10°, stärker bevorzugt zwischen 3° und 7° und besonders bevorzugt von etwa
5° einschließen.
[0015] Im Falle von Quersaiten befinden sich die Öffnungen, durch die die mindestens drei
Saiten geführt werden, bevorzugt bei etwa drei Uhr und/oder bei etwa neun Uhr des
Kopfabschnitts des Schlägerrahmens (wobei die Positionen dadurch definiert sein sollen,
dass der dem Griffabschnitt gegenüberliegende Kopfabschnitt mit zwölf Uhr und der
am Griffabschnitt angrenzende Kopfabschnitt mit sechs Uhr bezeichnet wird). Im Fall
von Längssaiten befinden sich die Öffnungen bevorzugt bei etwa sechs Uhr und/oder
bei etwa zwölf Uhr. Sämtliche Winkelangaben, die in der vorliegenden Anmeldung im
Bezug auf Quersaiten offenbart sind, lassen sich analog zu den obigen Ausführungen
in entsprechende Winkelangaben für Längssaiten transferieren. Es ist ferner bevorzugt,
dass sowohl Quersaiten als auch Längssaiten des erfindungsgemäßen Ballspielschlägers
durch erfindungsgemäße Öffnungen geführt werden. Bevorzugt werden mehrere Quersaiten,
besonders bevorzugt 5 bis 10 Quersaiten, und/oder mehrere Längssaiten, bevorzugt 5
bis 10 Längssaiten, jeweils an die Öffnungswandabschnitte entsprechender Öffnungen
angedrückt.
[0016] Bevorzugt werden die Öffnungen durch Ösen gebildet, die in den Bohrungen in dem Schlägerkopf
angebracht sind. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform definiert dann die Längsachse
des Schlägers eine dritte Richtung und die Längsachse der Bohrung eine vierte Richtung,
wobei die Ösenöffnungsachse und die Längsachse der Bohrung im Wesentlichen parallel
verlaufen und wobei die dritte und vierte Richtung einen Winkel zwischen 75° und 89,5°,
vorzugsweise zwischen 80° und 89°, stärker bevorzugt zwischen 83° und 87° und besonders
bevorzugt von etwa 85° einschließen. Mit anderen Worten ist bei dieser bevorzugten
Ausführungsform die Öse im Wesentlichen symmetrisch ausgebildet, so dass die Ausrichtung
der Öffnung im Wesentlichen durch die Ausrichtung der Bohrung definiert wird.
[0017] Gernäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform schließt die Ösenöffnungsachse
mit der Längsachse der Bohrung einen Winkel zwischen 0,5° und 15°, vorzugsweise zwischen
1° und 10°, stärker bevorzugt zwischen 3° und 7° und besonders bevorzugt etwa 5° ein.
Mit anderen Worten ist bei dieser bevorzugten Ausführungsform die Öse asymmetrisch
ausgebildet, so dass die Ausrichtung der Öffnung im Wesentlichen durch den Verlauf
der Ösenöffnung innerhalb der Öse definiert wird. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform
schließen die Längsachse des Schlägers und die Längsachse der Bohrung bevorzugt einen
Winkel von etwa 90° ein (im Falle von Längssaiten verlaufen die Längsachse des Schlägers
und die Längsachse der Bohrung im Wesentlichen parallel zueinander). Diese Ausführungsform
hat den Vorteil, dass sie einfacher herstellbar ist, da das Anbringen von Bohrungen
im Schlägerkopf mit definierter Ausrichtung technisch aufwendiger ist als das Anbringen
von Bohrungen, die parallel bzw. senkrecht zur Längsachse des Schlägers ausgerichtet
sind.
[0018] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ballspielschlägers
weisen einander gegenüberliegende Öffnungen, die über eine Saite direkt miteinander
verbunden sind, einen Versatz in Schlägerlängsrichtung (bzw. in Schlägerquerrichtung
bei Längsseiten) auf. Der Versatz beträgt bevorzugt zwischen 1 mm und 25 mm, stärker
bevorzugt zwischen 2 mm und 20 mm, noch stärker bevorzugt zwischen 5 mm und 15 mm
und besonders bevorzugt etwa 10 mm. Durch den Versatz von einander gegenüberliegenden
Öffnungen ist die Saite zwischen diesen gegenüberliegenden Öffnungen derart ausgerichtet,
dass sie gegenüber der Schlägerquer- bzw. -längsachse mit einem Winkel zwischen 0,5°
und 15°, vorzugsweise zwischen 1° und 10°, stärker bevorzugt zwischen 3° und 7°, besonders
bevorzugt von etwa 5° verläuft. Bei dieser Ausführungsform verlaufen die Längsachsen
der Öffnungen bevorzugt in Schlägerquer- bzw. -längsrichtung. Bevorzugt sind die Öffnungen
bzw. der Versatz gegenüberliegender Öffnungen derart ausgebildet, dass sich mit Hilfe
unterschiedlicher Bespannungen bzw. Bespannungsmuster kontrollieren lässt, welche
und/oder wie viele der Quer- und/oder Längssaiten an einen Öffnungswandabschnitt angedrückt
werden. Auf diese Weise lassen sich mit Hilfe unterschiedlicher Bespannungsmuster
unterschiedliche Klangprofile des Schlägers realisieren.
[0019] Es ist ferner bevorzugt, dass die mindestens drei Öffnungen einen Querschnitt aufweisen,
dessen Ausdehnung im Wesentlichen senkrecht zur Bespannungsebene größer ist als dessen
Ausdehnung im Wesentlichen in der Bespannungsebene. Mit anderen Worten soll die durch
eine solche Öffnung geführte Saite in eine Richtung, die im Wesentlichen senkrecht
zur Bespannungsebene verläuft, mehr Spiel- oder Bewegungsfreiraum haben als in eine
Richtung, die im Wesentlichen innerhalb der Bespannungsebene verläuft.
[0020] Es ist ferner bevorzugt, dass der Querschnitt der mindestens drei Öffnungen im Wesentlichen
senkrecht zur Bespannungsebene nicht linear ausgebildet ist und/oder dass die längere
Querschnittsachse einen Winkel zwischen 85° und 90° mit der Bespannungsebene einschließt.
[0021] Mit Hilfe eines nicht-linearen Öffnungsquerschnitts lässt sich eine progressive oder
regressive Gleitreibungskraft erzielen, da mit zunehmender Saitenauslenkung die Normalkraft
auf die Saite und damit die Gleitreibungskraft wächst. Auf diese Weise lässt sich
ein auslenkungsabhängiger und/oder zeitabhängiger Dämpfungskoeffizient erzielen.
[0022] Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend unter
Bezugnahme auf die Figuren näher beschrieben. Es zeigen:
- Figuren 1a, b:
- einen Längsschnitt eines Kopfabschnittes und eine Draufsicht auf den Kopfabschnitt
eines Ballspielschlägers gemäß einer bevorzugten Ausführungsform mit einer erfindungsgemäßen
Öffnung;
- Fig. 2:
- einen Längsschnitt eines Kopfabschnittes eines Ballspielschlägers gemäß einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform mit einer erfindungsgemäßen Öffnung;
- Fig. 3:
- einen Längschnitt eines Kopfabschnittes eines Ballspielschlägers gemäß einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform mit einer erfindungsgemäßen Öse;
- Figuren 4a-d:
- Draufsichten auf den Kopfabschnitt eines Ballspielschlägers gemäß unterschiedlicher
bevorzugter Ausführungsformen mit bevorzugten Öffnungen;
- Fig. 5:
- einen Längsschnitt eines Kopfabschnittes eines Ballspielschlägers gemäß einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform mit versetzten Öffnungen; und
- Figuren 6a, b:
- Längsschnitte eines Kopfabschnittes eines Ballspielschlägers gemäß einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform mit jeweils unterschiedlicher Bespannung.
[0023] Fig. 1a zeigt in einem Längsschnitt einen Teil eines Kopfabschnittes 1 eines Ballspielschlägers
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform. Ein solcher Ballspielschläger, bevorzugt
ein Tennis- oder Squashschläger, weist üblicherweise einen Kopfabschnitt zur Aufnahme
einer Bespannung und einen Griffabschnitt auf. Die Bespannung wird üblicherweise aus
einer oder mehreren Saiten gebildet und definiert eine Bespannungsebene (in Fig. 1a
die Zeichenebene). Die Saiten der Bespannung werden in der Regel durch mehrere Öffnungen
im Kopfabschnitt geführt, so dass ein bestimmtes Bespannungsmuster gebildet wird.
[0024] In Fig. 1a ist lediglich ein kleiner Ausschnitt eines Kopfabschnittes 1 abgebildet,
der eine einzelne Öffnung 3 aufweist. Die Schlägerlängsachse, die sich vom Griffabschnitt
zum Kopfabschnitt erstreckt, ist in Fig. 1a mit dem Bezugszeichen 7 bezeichnet. Ferner
ist in Fig. 1a ein Saitenabschnitt 2 zu erkennen, der durch die Öffnung 3 geführt
wird.
[0025] Die erfindungsgemäße Öffnung 3 im Kopfabschnitt 1 des Ballspielschlägers der bevorzugten
Ausführungsform weist einen Querschnitt auf, der in Fig. 1b in Draufsicht zu sehen
ist und dessen Ausdehnung im Wesentlichen senkrecht zur Bespannungsebene 9 größer
ist als dessen Ausdehnung im Wesentlichen in der Bespannungsebene 9. Erfindungsgemäß
kann der Querschnitt der Öffnung 3 jedoch auch symmetrisch und insbesondere rund ausgebildet
sein. Die Saite 2 wird dabei derart durch die Öffnung 3 geführt, dass die Längsachse
4 der Öffnung 3 in einer ersten Richtung verläuft (vgl. Fig. 1a) und die durch die
Öffnung 3 geführte Saite 2 innerhalb der Bespannung bzw. des Saitenbetts in einer
zweiten Richtung 5 verläuft, wobei die erste und zweite Richtung einen Winkel α zwischen
0,5° und 15° (oder zwischen -0,5° und -15°) einschließen. Dies führt bevorzugt dazu,
dass die Saite 2 an den die Öffnung 3 begrenzenden Öffnungswandabschnitt 6 mit der
Normalkraft N angedrückt wird (vgl. Fig. 1b).
[0026] Erfindungsgemäß sind mindestens drei Saiten auf diese Weise durch entsprechende Öffnungen
geführt. Dabei soll der Absolutbetrag des Winkels α für diese drei Saiten um maximal
3° voneinander abweichen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel würde dies beispielsweise
bedeuten, dass zwei weitere Öffnungen im Wesentlichen parallel zu der dargestellten
Öffnung 3 vorgesehen sind. Alternativ könnte eine weitere Öffnung im Wesentlichen
spiegelsymmetrisch (d.h. α1= -α2) ausgebildet sein.
[0027] Mit der Bezeichnung "innerhalb der Bespannung" soll dabei derjenige Bereich der Bespannung
definiert werden, der durch den Kopfabschnitt des Schlägerrahmens begrenzt wird und
innerhalb des Schlägerkopfes bzw. Saitenbetts verläuft. Mit anderen Worten soll die
Saite 2 am Übergang von dem Bereich innerhalb der Bespannung in die Öffnung 3 derart
abgelenkt werden, dass die Saite 2 an den Öffnungswandabschnitt 6 angedrückt bzw.
angepresst wird. Dadurch dass die Saite 2 mit der Seilkraft gespannt ist, erzeugt
der abgelenkte bzw. abgewinkelte Bereich der Saite 2 automatisch eine Normalkraft
N, die die Saite 2 in Richtung des Öffnungswandabschnitts 6 drückt.
[0028] Trifft nun ein Ball auf die Bespannung des erfindungsgemäßen Ballspielschlägers auf,
so wird die in Fig. 1b dargestellte Saite 2 im Wesentlichen senkrecht zur Bespannungsebene
9 nach links oder rechts ausgelenkt. Die Saite 2 beginnt dadurch zu schwingen und
reibt dabei entlang des Öffnungswandabschnittes 6. Die Gleitreibungseigenschaften
werden dabei durch den Gleitreibungskoeffizienten µ zwischen Saite 2 und Öffnungswandabschnitt
6 definiert. Die Normalkraft N verursacht dabei eine Gleitreibungskraft F
R = µ x N. Mit Hilfe dieser gezielt einstellbaren Gleitreibungskraft lässt sich die
Schwingung der Saite gezielt dämpfen und somit der beim Aufprall eines Balles entstehende
Klang gezielt manipulieren.
[0029] Die Gleitreibungskraft hängt dabei, wie oben erläutert, vom Gleitreibungskoeffizienten
einerseits und der Normalkraft andererseits ab. Die Normalkraft wiederum ist eine
Funktion der Seilkraft in der Saite (das heißt der Bespannungshärte), dem Winkel α
und der Geometrie des Öffnungswandabschnittes 6. Ist der Winkel α zu klein, so ist
die Normalkraft mehr oder weniger vernachlässigbar und es trifft keine merkliche Dämpfung
durch Gleitreibung auf. Ist der Winkel α andererseits zu groß, so kann die Normalkraft
so groß werden, dass es zu Haftreibung kommt, die Saite nicht entlang des Öffnungswandabschnittes
gleitet und somit ebenfalls keine Dämpfung auftritt. Es hat sich herausgestellt, dass
der Winkel α unter Verwendung für die Saiten und die Ösen üblicher Materialien bevorzugt
zwischen 0,5° und 15°, stärker bevorzugt zwischen 1° und 10°, noch stärker bevorzugt
zwischen 3° und 7°, besonders bevorzugt etwa 5° beträgt. Die Normalkraft, mit der
die Saite an den die Öffnung begrenzenden Öffnungswandabschnitt angedrückt wird, beträgt
bevorzugt zwischen 3,5 N und 150 N, stärker bevorzugt zwischen 7 N und 70 N, noch
stärker bevorzugt zwischen 20 N und 50 N und besonders bevorzugt etwa 35 N.
[0030] Die Normalkraft lässt sich, wie oben erläutert, auch durch die Wahl der Geometrie
der Auflagefläche bzw. des Auflagebereiches für die Saite 2 innerhalb der Öffnung
3 variieren. Ist der Öffnungswandabschnitt 6, an den die Saite 2 angedrückt wird,
wie zum Beispiel in Fig. 1b dargestellt, im Wesentlichen plan ausgebildet, so ist
die Normalkraft in erster Näherung lediglich eine Funktion des Winkels α und, unabhängig
von der Auslenkung der Saite 2, im Wesentlichen konstant. Weist jedoch der Öffnungswandabschnitt
6, wie in den Figuren 4b-d dargestellt, eine unebene Fläche bzw. Steigung auf, so
ist die Normalkraft eine Funktion der Auslenkung der Saite. Dabei ist zum Beispiel
in der Ausführungsform der Figur 4d die Normalkraft in erster Näherung linear von
der Auslenkung der Saite abhängig, wohingegen die Normalkraft in der Ausführungsform
der Figuren 4b und c eine nicht-lineare Funktion der Saitenauslenkung ist. Im Falle
der Fig. 4b ist diese Funktion symmetrisch, das heißt die Normalkraft nimmt bei Auslenkungen
nach links und rechts aus der Ruhelage in gleichem Maße zu. Bei dem Profil der Fig.
4c handelt es sich um eine asymmetrische Funktion, bei der eine Auslenkung der Saite
nach rechts um einen bestimmten Betrag eine stärkere Erhöhung der Normalkraft zur
Folge hat als eine Auslenkung der Saite nach links um denselben Betrag. In der Ausführungsform
der Fig. 4d bewirkt schließlich eine Auslenkung der Saite nach rechts eine Erhöhung
der Normalkraft und eine Auslenkung der Saite nach links eine Erniedrigung der Normalkraft.
[0031] Es versteht sich von selbst, dass die in Fig. 4 gezeigten Querschnitte der Öffnung
3 lediglich beispielhaft zu verstehen sind, um zu erläutern, wie sich mit Hilfe der
Geometrie des Öffnungswandabschnittes 6 die Normalkraft, die auf die Saite 2 wirkt,
beeinflussen lässt.
[0032] Die Gleitreibungskraft hängt, wie oben erläutert, des Weiteren vom Gleitreibungskoeffizienten
µ ab. Dieser wird im Wesentlichen durch das Material der Saite 2, das Material des
Öffnungswandabschnittes 6, auf dem die Saite 2 aufliegt, und die Rauigkeit bestimmt.
Da das Material der Saite sowie das Material des Schlägerkopfes 1 einer Vielzahl von
Anforderungen genügen müssen, ist es besonders bevorzugt, den Gleitreibungskoeffizienten
µ dadurch zu beeinflussen, dass lediglich der Öffnungswandabschnitt 6 der Bohrung
3 mit einem bestimmten Material und/oder einer bestimmten Rauigkeit versehen wird.
So kann beispielsweise die Innenoberfläche der Öffnung 3 mit einem bestimmten Material,
das die Gleitreibung erhöht, beschichtet sein. Geeignete Materialien sind zum Beispiel
im Vergleich zum normalen Ösenbandmaterial (PA6.6, PA11) weiche Materialien wie z.B.
klassische Elastomere oder Thermoplastische Elastomere wie z.B. Pebax und auch thermoplastische
Polyurethane (TPUs). Alternativ oder in Kombination dazu lässt sich die Innenoberfläche
der Öffnung 3 gezielt aufrauen, um die Gleitreibung zu erhöhen.
[0033] Die Öffnungen der vorliegenden Erfindung im Kopfabschnitt eines Ballspielschlägers
lassen sich beispielsweise dadurch verwirklichen, dass entsprechende Bohrungen im
Schlägerkopf eines Ballspielschlägers angebracht werden. Bevorzugt weist dabei der
Schlägerkopf 1 mindestens drei Bohrungen wie in Fig. 1a dargestellt auf, so dass mindestens
drei Quersaiten derart durch solche Öffnungen geführt werden, dass sie an die Öffnungswandabschnitte
der Öffnungen angedrückt werden. Ein und dieselbe Saite kann dabei auf einer Schlägerkopfseite
durch eine erfindungsgemäße Öffnung geführt werden und auf der gegenüberliegenden
Schlägerkopfseite durch eine herkömmliche Saitenöffnung geführt werden. Besonders
bevorzugt sind jeweils gegenüberliegende Saitenöffnungen wie in Fig. 1a ausgeführt,
um den Dämpfungseffekt zu verstärken. Besonders bevorzugt befinden sich diese Öffnungen
in etwa bei drei Uhr und/oder neun Uhr. Bevorzugt verlaufen zwischen 4 und 14 Saiten,
stärker bevorzugt zwischen 5 und 12 Saiten und besonders bevorzugt zwischen 6 und
10 Saiten durch solche Öffnungen. Entsprechend weist der Schlägerkopf bevorzugt 8
bis 28 erfindungsgemäße Öffnungen, stärker bevorzugt 10 bis 24 bevorzugte Öffnungen,
und besonders bevorzugt 12 bis 20 bevorzugte Öffnungen auf. Zusätzlich oder alternativ
dazu kann der erfindungsgemäße Ballspielschläger entsprechende Öffnungen für ebenso
viele Längssaiten aufweisen. Diese befinden sich bevorzugt bei etwa sechs Uhr und/oder
etwa zwölf Uhr.
[0034] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, die in Fig. 2 dargestellt ist,
werden die Öffnungen 3 durch Ösen 8 gebildet, die in Bohrungen im Schlägerkopf 1 angebracht
bzw. in diese eingesetzt sind. Die Ösen können entweder passgenau so gefertigt sein,
dass sie exakt in die angeschrägten Bohrungen im Schlägerkopf passen oder aus einem
so flexiblen Material gefertigt sein, dass sich die Ösen an unterschiedlich stark
angeschrägte Bohrungen anpassen können. Die Verwendung von Ösen erlaubt es, auf besonders
einfache Art und Weise den Gleitreibungskoeffizienten µ zu variieren, indem ein entsprechendes
Ösenmaterial verwendet wird. Besonders bevorzugte Materialien für derartige Ösen sind
verschiedene Polyamide (PA 6.6, PA11, PA 12) oder auch Pebax in verschiedener Shore-Härte.
[0035] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist in Fig. 3 dargestellt. Auch bei dieser
bevorzugten Ausführungsform wird die Öffnung 3 durch eine Ösenöffnung der Öse 8 gebildet,
die in eine Bohrung im Schlägerkopf 1 eingesetzt ist. Während jedoch bei der Ausführungsform
der Fig. 2 die Ösenöffnungsachse und die Längsache der Bohrung im Wesentlichen parallel
verlaufen, schließt die Ösenöffnungsachse bei der Ausführungsform der Fig. 3 mit der
Längsachse der Bohrung einen Winkel ein. Dieser beträgt bevorzugt zwischen 0,5° und
15°, stärker bevorzugt zwischen 1° und 10°, noch stärker bevorzugt zwischen 3° und
7° und besonders bevorzugt etwa 5°. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass reguläre
Bohrungen im Schlägerkopf 1 angebracht werden können und die Geometrie der Öffnung
3 lediglich durch die eingesetzte Öse 8 definiert wird. Auf diese Weise lässt sich
einerseits die Geometrie der Öffnung 3 einfacher und zugleich präziser kontrollieren.
Andererseits lässt sich so das Klangbild des erfindungsgemäßen Ballspielerschlägers
variabel an die persönlichen Vorlieben eines Spielers anpassen, indem entsprechend
geformte Ösen in die bereits vorhandenen Schlägerkopfbohrungen eingesetzt werden.
Entsprechend lässt sich auch ein handelsüblicher Schläger mit einem entsprechenden
Set von Ösen erfindungsgemäß nachrüsten.
[0036] Die vorliegende Erfindung betrifft demnach auch eine Öse für einen Ballspielschläger,
wobei durch die Außengeometrie der Öse eine Ösenlängsachse definiert wird und wobei
die Öse eine Öffnung aufweist, die eine Ösenöffnungsachse definiert. Die Ösenlängsachse
und die Ösenöffnungsachse schließen einen Winkel zwischen 0,5° und 15°, bevorzugt
zwischen 1° und 10°, stärker bevorzugt zwischen 3° und 7° und besonders bevorzugt
von etwa 5° ein. Bevorzugt besteht die Öse aus einem oder einer Kombination der folgenden
Materialien: Polyamid 6.6, Polyamid 11, Polyamid 12, Pebax. Die vorliegende Erfindung
betrifft ferner einen Satz von mehreren solchen Ösen bzw. ein Ösenband mit mehreren
solchen Ösen.
[0037] Die Ösenöffnungen können in bevorzugten Ausführungsformen sämtliche oben allgemein
im Zusammenhang mit erfindungsgemäßen Öffnungen diskutierten Merkmale einzeln oder
in Kombination aufweisen. Insbesondere können die Ösenöffnungen die im Zusammenhang
mit Fig. 4 diskutierten Öffnungsquerschnitte aufweisen.
[0038] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind
einander gegenüberliegende Öffnungen im Schlägerkopf, die über einen Saitenabschnitt
direkt miteinander verbunden sind, in Schlägerlängsrichtung gegeneinander versetzt
(dies gilt im Fall von Quersaiten, im Fall von Längssaiten tritt der Versatz senkrecht
zur Schlägerlängsrichtung auf). Der Versatz beträgt bevorzugt zwischen 1 mm und 25
mm, stärker bevorzugt zwischen 2 mm und 20 mm, noch stärker bevorzugt zwischen 5 mm
und 15 mm und besonders bevorzugt etwa 10 mm. Wie in Fig. 5 dargestellt, kann ein
solcher Versatz bei entsprechender Bespannung bewirken, dass zum Beispiel eine Quersaite
innerhalb der Bespannung entlang einer Richtung verläuft, die von der Senkrechten
zur Schlägerlängsachse abweicht. Auch auf diese Weise kann auf die Kraft, mit der
die Saite an den die Öffnungen begrenzenden Öffnungswandabschnitt angedrückt wird,
Einfluss genommen werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung (nicht dargestellt) wird ein solcher Versatz in Kombination mit angeschrägten
Öffnungen eingesetzt. Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung (vgl. Fig. 5) wird die Ablenkung der Saite 2 am Übergang zwischen dem Innenbereich
der Bespannung, in dem die Saite 2 frei verläuft, und dem Innenbereich der Öffnung
3, in dem die Saite 3 geführt wird, allein durch den Versatz gegenüberliegender Öffnungen
3 bewirkt. Auch bei dieser Ausführungsform schließen die Längsachse der Öffnung 5,
die bevorzugt senkrecht zur Längsachse des Schlägers verläuft, und die Saite 2 innerhalb
der Bespannung derart einen Winkel α ein, dass die Saite 2 an den die Öffnung 3 begrenzenden
Öffnungswandabschnitt 6 angedrückt wird. Der Winkel α beträgt bevorzugt zwischen 0,5°
und 15°, stärker bevorzugt zwischen 1° und 10°, noch stärker bevorzugt zwischen 3°
und 7° und besonders bevorzugt etwa 5°.
[0039] Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die
Öffnungen 3 im Schlägerkopf 1 derart ausgebildet, dass sich der erfindungsgemäße Effekt
der Klangoptimierung je nach Bespannungsmuster einstellen und abstellen lässt. Ein
Beispiel für eine dementsprechende Ausbildung und Anordnung der Öffnungen 3 ist in
den Figuren 6a und 6b dargestellt. Wird der Schläger so bespannt, wie in Fig. 6a dargestellt,
umlaufen die Saiten 2 jeweils die Abschnitte 1a des Schlägerkopfes und erfahren dementsprechend
eine Umlenkung bei Eintritt in die Öffnungen 3, so dass die Saiten 2 an die die Öffnungen
3 begrenzenden Öffnungswandabschnitte 6 angedrückt werden. Dementsprechend tritt der
oben diskutierte Dämpfungseffekt auf und der Klang bei Auftreffen eines Balles auf
den erfindungsgemäßen Ballspielschläger wird verbessert. Wird der Schläger jedoch
in dem in Fig. 6b dargestellten alternativen Muster bespannt, umlaufen die Saiten
2 jeweils die Abschnitte 1b des Schlägerkopfes und erfahren dementsprechend keine
Ablenkung bei Eintritt in die Öffnungen 3. In diesem Fall tritt im Wesentlichen keine
Normalkraft auf, so dass keine Gleitreibung und damit auch kein dämpfender Effekt
entsteht.
[0040] Vor dem Hintergrund der vorliegenden Offenbarung sollte dem Fachmann klar sein, dass
der in den Figuren 6a und 6b dargestellte Effekt auch mit anderen Mitteln erzielt
werden kann. So lassen sich beispielsweise Bohrungen im Schlägerkopf derart anbringen,
dass zumindest für einige Bohrungen auf der gegenüberliegenden Schlägerkopfseite sowohl
eine Bohrung mit Versatz als auch eine Bohrung ohne Versatz bereit steht, so dass
je nach Wahl des Bespannungsmusters der Versatz ausgenützt wird oder auf den Versatz
verzichtet werden kann. Entsprechend verläuft die Saite 2 entweder, wie in Fig. 5
dargestellt, leicht geneigt oder aber exakt senkrecht zur Längsachse des Schlägers.
Auch auf diese Weise ließe sich die erfindungsgemäße Klangverbesserung durch unterschiedliche
Bespannungen ein- bzw. ausschalten.
1. Ballspielschläger mit einem einen Kopfabschnitt (1) und einen Griffabschnitt bildenden
Rahmen, wobei der Kopfabschnitt (1) eine Bespannung mit Saiten (2) aufnimmt, die eine
Bespannungsebene definiert, wobei die Saiten (2) der Bespannung durch mehrere Öffnungen
(3) im Kopfabschnitt (1) geführt werden, wobei mindestens drei Saiten (2) derart durch
drei der Öffnungen (3) auf derselben Seite des Schlägerkopfes geführt werden, dass
jeweils die Längsachse (4) der Öffnung (3) in einer ersten Richtung verläuft und die
durch die Öffnung (3) geführte Saite (2) innerhalb der Bespannung in einer zweiten
Richtung (5) verläuft, wobei die erste und zweite Richtung einen Winkel (α) mit einem
Absolutbetrag zwischen 0,5° und 15° einschließen und wobei sich der Winkel (α) dieser
drei Saiten in seinem Absolutbetrag um maximal 3° unterscheidet.
2. Ballspielschläger nach Anspruch 1, wobei mindestens vier, bevorzugt mindestens fünf
Saiten (2) derart durch mindestens vier, bevorzugt fünf der Öffnungen (3) auf derselben
Seite des Schlägerkopfes geführt werden, dass jeweils die Längsachse (4) der Öffnung
(3) in einer ersten Richtung verläuft und die durch die Öffnung (3) geführte Saite
(2) innerhalb der Bespannung in einer zweiten Richtung (5) verläuft, wobei die erste
und zweite Richtung einen Winkel (α) mit einem Absolutbetrag zwischen 0,5° und 15°
einschließen und wobei sich der Winkel (α) dieser vier, bevorzugt fünf Saiten in seinem
Absolutbetrag um maximal 3° unterscheidet
3. Ballspielschläger nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Winkel (α) zwischen 1° und 10°,
bevorzugt zwischen 3° und 7°, besonders bevorzugt etwa 5° beträgt.
4. Ballspielschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich der Winkel (α)
dieser Saiten in seinem Absolutbetrag um maximal 2°, bevorzugt um maximal 1,5° unterscheidet.
5. Ballspielschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kraft (N), mit
der die mindestens drei Saiten an den die Öffnung (3) begrenzenden Öffnungswandabschnitt
(6) angedrückt werden, zwischen 3,5 N und 150 N, vorzugsweise zwischen 7 N und 70
N, stärker bevorzugt zwischen 20 N und 50 N, besonders bevorzugt etwa 35 N beträgt.
6. Ballspielschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Längsachse (7)
des Schlägers eine dritte Richtung definiert und wobei die erste und dritte Richtung
einen Winkel (β) zwischen 75° und 89,5°, vorzugsweise zwischen 80° und 89°, stärker
bevorzugt zwischen 83° und 87°, besonders bevorzugt von etwa 85° einschließen.
7. Ballspielschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Öffnungen (3)
durch Ösen (8) gebildet werden, die in Bohrungen im Schlägerkopf angebracht sind.
8. Ballspielschläger nach Anspruch 7, wobei die Längsachse (7) des Schlägers eine dritte
Richtung, die Längsachse der Bohrung eine vierte Richtung und die Ösenöffnung der
Öse (8) eine Ösenöffnungsachse definieren, wobei die Ösenöffnungsachse und die Längsachse
der Bohrung im Wesentlichen parallel verlaufen und wobei die dritte und vierte Richtung
einen Winkel zwischen 75° und 89,5°, vorzugsweise zwischen 80° und 89°, stärker bevorzugt
zwischen 83° und 87°, besonders bevorzugt von etwa 85° einschließen.
9. Ballspielschläger nach Anspruch 7, wobei die Ösenöffnung der Öse (8) eine Ösenöffnungsachse
definiert, die mit der Längsachse der Bohrung einen Winkel zwischen 0,5° und 15°,
vorzugsweise zwischen 1° und 10°, stärker bevorzugt zwischen 3° und 7°, besonders
bevorzugt von etwa 5°einschließt.
10. Ballspielschläger nach Anspruch 9, wobei die Längsachse (7) des Schlägers eine dritte
Richtung und die Längsachse der Bohrung eine vierte Richtung definieren und wobei
die dritte und vierte Richtung einen Winkel von etwa 90° einschließen.
11. Ballspielschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei einander gegenüberliegende
Öffnungen (3), die über einen Saitenabschnitt (2) miteinander verbunden sind, einen
Versatz in Schlägerlängsrichtung aufweisen.
12. Ballspielschläger nach Anspruch 11, wobei der Versatz zwischen 1 mm und 25 mm, vorzugsweise
zwischen 2 mm und 20 mm, stärker bevorzugt zwischen 5 mm und 15 mm, besonders bevorzugt
etwa 10 mm beträgt.
13. Ballspielschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens drei
Öffnungen (3) bei etwa 3 Uhr und/oder bei etwa 9 Uhr angeordnet sind.
14. Ballspielschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die eine oder mehreren
Öffnungen (3) im Kopfabschnitt (1) einen Querschnitt aufweisen, dessen Ausdehnung
im Wesentlichen senkrecht zur Bespannungsebene größer ist als dessen Ausdehnung im
Wesentlichen in der Bespannungsebene.
15. Ballspielschläger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Querschnitt der
Öffnungen im Wesentlichen senkrecht zur Bespannungsebene nicht-linear ausgebildet
ist und/oder wobei deren längere Querschnittsachse einen Winkel zwischen 85° und 90°
mit der Bespannungsebene einschließt.
1. A racket for ball games comprising a frame forming a head portion (1) and a handle
portion, wherein the head portion (1) accommodates a string bed comprising strings
(2) and defining a string plane, wherein the strings (2) of the string bed are passed
through several holes (3) in the head portion (1), wherein at least three strings
(2) are passed through three of said holes (3) on the same side of the racket head
in such a way that the longitudinal axis (4) of said hole (3) extends in a first direction
and the string (2) passed through the hole (3) extends within the string bed in a
second direction (5), wherein the first and the second direction include an angle
(α) having an absolute value between 0.5° and 15° and wherein the absolute values
of the angles (α) of these three strings differ by at most 3°.
2. The racket for ball games according to claim 1, wherein at least four, preferably
at least five strings (2) are passed through at least four, preferably five of said
holes (3) on the same side of the racket head in such a way that the longitudinal
axis (4) of said hole (3) extends in a first direction and the string (2) passed through
the hole (3) extends within the string bed in a second direction (5), wherein the
first and the second direction include an angle (α) having an absolute value between
0.5° and 15° and wherein the absolute values of the angles (α) of these four, preferably
five strings differ by at most 3°.
3. The racket for ball games according to claim 1 or 2, wherein the angle (α) is between
1° and 10°, preferably between 3° and 7°, particularly preferably about 5°.
4. The racket for ball games according to any one of the preceding claims, wherein the
absolute values of the angles (α) of said strings differ by at most 2°, preferably
by at most 1.5°.
5. The racket for ball games according to any one of the preceding claims, wherein the
force (N) at which the at least three strings are pressed against the hole wall portion
(6) confining the hole (3) is between 3.5 N and 150 N, preferably between 7 N and
70 N, more preferably between 20 N and 50 N and particularly preferably about 35 N.
6. The racket for ball games according to any one of the preceding claims, wherein the
longitudinal axis (7) of the racket defines a third direction and wherein the first
and the third direction include an angle (ß) between 75° and 89.5°, preferably between
80° and 89°, more preferably between 83° and 87°, particularly preferably of about
85°.
7. The racket for ball games according to any one of the preceding claims, wherein the
holes (3) are formed by grommets (8) fitted in bores in the racket head.
8. The racket for ball games according to claim 7, wherein the longitudinal axis (7)
of the racket defines a third direction, the longitudinal axis of the bore defines
a fourth direction and the grommet hole of the grommet (8) defines a grommet hole
axis, wherein the grommet hole axis and the longitudinal axis of the bore extend substantially
parallel and wherein the third and the fourth direction include an angle between 75°
and 89.5°, preferably between 80° and 89°, more preferably between 83° and 87°, particularly
preferably of about 85°.
9. The racket for ball games according to claim 7, wherein the grommet hole of the grommet
(8) defines a grommet hole axis, said grommet hole axis and the longitudinal axis
of the bore including an angle between 0.5° and 15°, preferably between 1° and 10°,
more preferably between 3° and 7°, particularly preferably of about 5°.
10. The racket for ball games according to claim 9, wherein the longitudinal axis (7)
of the racket defines a third direction and the longitudinal axis of the bore a fourth
direction, and wherein the third and the fourth direction include an angle of about
90°.
11. The racket for ball games according to any one of the preceding claims, wherein holes
(3) which are opposite each other and connected with each other via a string portion
(2) have an offset in the longitudinal direction of the racket.
12. The racket for ball games according to claim 11, wherein the offset is between 1 mm
and 25 mm, preferably between 2 mm and 20 mm, more preferably between 5 mm and 15
mm, particularly preferably about 10 mm.
13. The racket for ball games according to any one of the preceding claims, wherein the
at least three holes (3) are arranged at about three o'clock and/or at about nine
o'clock.
14. The racket for ball games according to any one of the preceding claims, wherein the
one or more holes (3) in the head portion (1) have a cross-section whose extension
substantially perpendicular to the string plane is larger than its extension substantially
in the string plane.
15. The racket for ball games according to any one of the preceding claims, wherein the
cross-section of the holes substantially perpendicular to the string plane is configured
to be non-linear and/or wherein the longer cross-sectional axis of said holes and
the string plane include an angle between 85° and 90°.
1. Raquette de jeu avec un cadre formant une tête (1) et un manche, où la tête (1) reçoit
un tamis de cordes (2) définissant un plan de tamis, où les cordes (2) du tamis sont
passées dans plusieurs ouvertures (3) de la tête (1), où au moins trois cordes (2)
sont passées dans trois ouvertures (3) sur le même côté de la tête de la raquette
de sorte que l'axe longitudinal (4) de l'ouverture (3) s'étend dans une première direction
et que la corde (2) passée dans l'ouverture (3) s'étend dans une deuxième direction
(5) à l'intérieur du tamis, où la première et la deuxième direction forment un angle
(α) de valeur absolue comprise entre 0,5° et 15° et où l'angle (α) est différent en
valeur absolue de 3° au plus pour chacune desdites trois cordes.
2. Raquette de jeu selon la revendication 1, où au moins quatre, préférentiellement au
moins cinq cordes (2) sont passées dans au moins quatre, préférentiellement cinq ouvertures
(3) sur le même côté de la tête de la raquette de sorte que l'axe longitudinal (4)
de l'ouverture (3) s'étend dans une première direction et que la corde (2) passée
dans l'ouverture (3) s'étend dans une deuxième direction (5) à l'intérieur du tamis,
où la première et la deuxième direction forment un angle (α) de valeur absolue comprise
entre 0,5° et 15° et où l'angle (α) est différent en valeur absolue de 3° au plus
pour chacune desdites quatre, préférentiellement cinq cordes.
3. Raquette de jeu selon la revendication 1 ou la revendication 2, où l'angle (α) est
compris entre 1° et 10°, préférentiellement entre 3° et 7°, et tout particulièrement
sensiblement égal à 5°.
4. Raquette de jeu selon l'une des revendications précédentes, où l'angle (α) est différent
en valeur absolue de 2° au plus, préférentiellement de 1,5° au plus pour lesdites
cordes.
5. Raquette de jeu selon l'une des revendications précédentes, où la force (N), avec
laquelle lesdites au moins trois cordes sont serrées contre la section de paroi d'ouverture
(6) délimitant l'ouverture (3) est comprise entre 3,5 N et 150 N, avantageusement
entre 7 N et 70 N, préférentiellement entre 20 N et 50 N, et tout particulièrement
sensiblement égale à 35 N.
6. Raquette de jeu selon l'une des revendications précédentes, où l'axe longitudinal
(7) de la raquette définit une troisième direction et où la première et la troisième
directions forment un angle (β) compris entre 75° et 89,5°, avantageusement entre
80° et 89°, préférentiellement entre 83° et 87°, et tout particulièrement sensiblement
égal à 85°.
7. Raquette de jeu selon l'une des revendications précédentes, où les ouvertures (3)
sont formées par des anneaux (8) montés dans des perçages de la tête de raquette.
8. Raquette de jeu selon la revendication 7, où l'axe longitudinal (7) de la raquette
définit une troisième direction, l'axe longitudinal du perçage une quatrième direction
et l'ouverture de l'anneau (8) un axe d'ouverture d'anneau, ledit axe d'ouverture
d'anneau et l'axe longitudinal du perçage s'étendant sensiblement parallèlement l'un
à l'autre, et la troisième et la quatrième direction formant un angle compris entre
75° et 89,5°, avantageusement entre 80° et 89°, préférentiellement entre 83° et 87°,
et tout particulièrement sensiblement égal à 85°.
9. Raquette de jeu selon la revendication 7, où l'ouverture de l'anneau (8) définit un
axe d'ouverture d'anneau, lequel forme avec l'axe longitudinal du perçage un angle
compris entre 0,5° et 15°, avantageusement entre 1° et 10°, préférentiellement entre
3° et 7°, et tout particulièrement sensiblement égal à 5°.
10. Raquette de jeu selon la revendication 9, où l'axe longitudinal (7) de la raquette
définit une troisième direction et l'axe longitudinal du perçage une quatrième direction,
et où la troisième et la quatrième direction forment un angle sensiblement égal à
90°.
11. Raquette de jeu selon l'une des revendications précédentes, où des ouvertures (3)
opposées l'une à l'autre et reliées par un segment de corde (2) sont décalées dans
le sens de la longueur de la raquette.
12. Raquette de jeu selon la revendication 11, où le décalage est compris entre 1 mm et
25 mm, avantageusement entre 2 mm et 20 mm, préférentiellement entre 5 mm et 15 mm,
et tout particulièrement sensiblement égal à 10 mm.
13. Raquette de jeu selon l'une des revendications précédentes, où lesdites au moins trois
ouvertures (3) sont disposées sensiblement à 3 heures et/ou sensiblement à 9 heures.
14. Raquette de jeu selon l'une des revendications précédentes, où la ou les ouvertures
(3) de la tête (1) présentent une section transversale dont l'extension sensiblement
perpendiculaire au plan du tamis est supérieure à leur extension sensiblement dans
le plan du tamis.
15. Raquette de jeu selon l'une des revendications précédentes, où la section transversale
des ouvertures sensiblement perpendiculaire au plan du tamis est prévue non linéaire
et/ou où leur axe de section transversale le plus long forme un angle compris entre
85° et 90° avec le plan du tamis.