[0001] Die Erfindung betrifft eine Presswalze für eine Walzenpresse, insbesondere zur Zerkleinerung
von stark abrasiven Stoffen, mit einem Walzenkörper, wobei an einem oder beiden Walzenrändern
des Walzenkörpers für den Randschutz eine Vielzahl von Hartkörpern als austauschbare
Randschutzelemente lösbar befestigt sind.
[0002] Eine Walzenpresse weist in der Regel zwei Presswalzen auf. Die Walzenpresse dient
im besonderen Maße der Zerkleinerung und insbesondere Hochdruckzerkleinerung grober
mineralischer Aufgabenmaterialien, wie z. B. Erze, Zementklinker, Schlacke, Kimberlit,
Kohle oder Keramikgrundstoffe. Eine solche Walzenpresse wird auch als Gutbettwalzenmühle
bezeichnet. Die Erfindung umfasst aber auch Walzenpressen für die Kompaktierung oder
Brikettieren von Material.
[0003] Bei der Verarbeitung und insbesondere Zerkleinerung von sprödem, körnigem Material
mit einer solchen Walzenpresse treten hohe Kräfte auf und die Walzenoberflächen werden
stark beansprucht, so dass dem Verschleißschutz der Walzenoberflächen in der Praxis
eine besondere Bedeutung zukommt. So ist es in der Praxis bekannt, für den Verschleißschutz
der Walzenoberfläche zylindrische Hartmetallstifte bzw. Noppenbolzen zu verwenden,
die "igelartig" in entsprechende Sacklochbohrungen des Walzenkörpers eingelagert werden
und zusammen mit dem eingepressten Mahlgut eine autogene Verschleißschutzschicht bilden
(vgl.
EP 0 516 952 A1). Im Bereich der Walzenränder ist ein solcher Verschleißschutz in der Regel unbefriedigend,
da die Gefahr des Ausbrechens der Stifte in den Randbereichen groß ist. Aus diesem
Grunde wurden bereits besondere Maßnahmen für den Randschutz bzw. für den Verschleißschutz
in den Randbereichen der Walze vorgeschlagen.
[0004] So beschreibt die
EP 1 502 650 B1 eine Presswalze mit an den Walzenrändern angeordneten, umlaufenden Ausnehmungen in
Form von Ringschultern, wobei in jeder dieser Ausnehmungen eine Vielzahl von Verschleißschutzelementen
in Umfangsrichtung hintereinander angeordnet sind. Auf diese Weise bilden die Verschleißschutzelemente
einen quasi geschlossenen Ring, der einen hohen Verschleißschutz bieten soll. Diese
Verschleißschutzelemente sind aus Hartmetall gefertigt. Sie können durch Kleben, Klammern
oder Löten direkt in den umlaufenden Ringschultern befestigt werden.
[0005] Ähnliches gilt für eine aus der
EP 1 684 907 B1 bekannte Presswalze bzw. Mahlwalze für die Druckzerkleinerung körnigen Gutes, bei
welcher für den Randschutz eine Vielzahl von Hartkörpern an den Walzenstirnkanten
in einer umlaufenden Ringschulter des Walzenmantels angeordnet werden, wobei diese
Hartkörper sowohl axial von der Stirnfläche als auch radial von der Oberfläche des
Walzenmantels vorstehen. Die Hartkörper bestehen insbesondere aus Sinterhartmetall.
[0006] Ein alternatives Verschleißschutzkonzept wird in der
EP 0 659 108 B1 beschrieben. Die Verschleißschicht der Presswalze weist im Wesentlichen flächige
Zonen aus einem hochverschleißfesten Werkstoff auf, die z. B. von Fliesen bzw. Kacheln
gebildet werden können. Die Zwischenräume zwischen den hochverschleißfesten Zonen
sind mit einem Werkstoff anderer Verschleißfestigkeit ausgefüllt. Die Fliesen bzw.
Kacheln können z. B. aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff durch heißisostatisches
Pressen hergestellt werden. Diese vorgefertigten Hartkörper werden dann gemeinsam
mit dem Zwischenraumwerkstoff durch heißisostatisches Pressen dauerhaft am Grundkörper
befestigt.
[0007] Im Zusammenhang mit dem eingangs beschriebenen Verschleißschutzkonzept mit Noppenbolzen
wird in der
EP 0 578 239 B1 vorgeschlagen, dass die die stiftförmigen Noppenbolzen aufnehmenden Ausnehmungen
im Walzenkörper in ihrem tiefsten Bereich nach außen gekrümmte Flächen aufweisen,
und die unteren Konturen der eingelagerten Werkstoffstücke in ihrer geometrischen
Form der Form der Ausnehmungen in ihrem tiefsten Bereich entsprechen. Auf diese Weise
soll der einwirkende hohe Pressdruck homogen verteilt an das Walzenmaterial des Walzenkörpers
weitergeleitet werden. Ergänzend wird vorgeschlagen, die eingelagerten Werkstoffstücke
zweiteilig auszugestalten, wobei in den Ausnehmungen des Walzenkörpers unterhalb der
eingelagerten stiftförmigen Werkstoffstücke jeweils mindestens eine Einlage aus einem
weiteren Werkstoff eingebracht ist, die in ihrer geometrischen Form der Form der Ausnehmungen
in ihrem tiefsten Bereich entspricht. Auf die bestehenden Randschutzkonzepte hatten
derartige Vorschläge keinen Einfluss.
[0008] Dieses gilt auch unter Berücksichtigung der
EP 0 699 479 B1, die aufbauend auf die bekannten Verschleißkonzepte mit Noppenbolzen vorschlägt,
den Noppenbolzen jeweils aus einem radial inneren mit der Walzenoberfläche gut verschweißbaren
Bolzenteil und aus einem den radial inneren Bolzenteil schützend abdeckenden radial
äußeren härteren Bolzenteil zusammenzusetzen. Der äußere Bolzenteil besteht aus Hartstoffen
und ist stoffschlüssig mit dem radial inneren Bolzenteil verbunden. Der radial äußere
Bolzenteil kann aus Hartmetall und/oder Keramikmaterial und/oder aus Hartschweißstoffen
bestehen.
[0009] Ausgehend von dem eingangs erläuterten vorbekannten Stand der Technik liegt der Erfindung
das technische Problem zugrunde, eine Presswalze für eine Walzenpresse zu schaffen,
welche sich durch ein besonders widerstandsfähigen und dennoch austauschbaren Verschleißschutz
an den Walzenrändern auszeichnet.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Presswalze der eingangs beschriebenen
Art dadurch gelöst, dass die (lösbar) an den Walzenkörper befestigten Randschutzelemente
vollständig oder bereichsweise aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff (MMC) gefertigt
sind.
[0011] Metallmatrix-Verbundwerkstoff meint einen Werkstoff, bei dem Hartpartikel in eine
(zusammenhängende) metallische Matrix eingebunden sind, wobei die Hartpartikel vorzugsweise
durch die (zusammenhängende) metallische Matrix voneinander getrennt innerhalb des
Verbundwerkstoffes angeordnet sind. Solche Randschutzelemente aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff
werden bevorzugt durch Sintern und/oder heißisostatisches Pressen hergestellt. Dabei
werden die pulverförmigen Komponenten für die Hartpartikel einerseits und die Metallmatrix
andererseits zunächst vermischt und dann erhitzt, und zwar im Falle des heißisostatischen
Pressens unter hohem Druck. Auf diese Weise verbinden sich die pulverförmigen Komponenten
miteinander bei hohen Temperaturen sowie im Falle des heißisostatischen Pressens bei
hohem Druck. In dem durch Sintern und/oder heißisostatisches Pressen hergestellten,
fertigen Werkstoff liegen die nicht-metallischen Hartpartikel gleichmäßig verteilt
und jeweils von dem metallischen Material der Metallmatrix umgeben vor. Von den Hartmetallen
unterscheiden sich die Metallmatrix-Verbundwerkstoffe folglich unter anderem durch
den verhältnismäßig geringen Anteil an Hartpartikeln. Während bei den Hartmetallen
Hartstoffe mit einem Volumenanteil von etwa 80 % bis 96 % mit einem metallischen Bindemittel
als gleichsam Zähigkeitskomponente vermischt werden, zeichnen sich die Metallmatrix-Verbundwerkstoffe
durch einen deutlich geringeren Anteil an Hartstoffpartikeln aus, so dass diese voneinander
getrennt in eine durchgehende Metallmatrix eingebettet sind. Die Hartpartikel der
Metallmatrix-Verbundwerkstoffe sind im Übrigen deutlich größer als die Hartpartikel
von Hartmetallen. Bevorzugt wird im Rahmen der Erfindung ein Metallmatrix-Verbundwerkstoff
verwendet, bei dem Hartpartikel mit einer Größe von mehr 20 µm, z. B. mehr als 40
µm, vorzugsweise mehr als 60 µm, jedoch maximal 1000 µm und mit einem Volumenanteil
von weniger als 50 %, vorzugsweise weniger als 40 % verwendet werden, welche (diskontinuierlich)
in eine (zusammenhängende) metallische Matrix eingebettet sind. Gemeint sind jeweils
die Volumenanteile im (gepressten) Hartkörper.
[0012] Bevorzugt werden Metallmatrix-Verbundwerkstoffe mit Hartpartikeln aus der Gruppe
der Carbide und Boride und verwendet. Alternativ können aber auch Metallmatix-Verbundwerkstoffe
mit Hartpartikeln aus der Gruppe der Nitride und Oxide verwendet werden. Außerdem
liegt es grundsätzlich auch im Rahmen der Erfindung, für die Randschutzelemente Metallmatrix-Verbundwerkstoffe
mit Hartpartikeln aus Hartmetall einzusetzen. Das bedeutet, dass bei diesen Metallmatrix-Verbundwerkstoffen
Hartpartikel aus Hartmetall der oben beschriebenen Dimension mit dem oben beschriebenen
Volumenanteil in eine metallische Matrix eingebettet werden. Es handelt sich jedoch
ausdrücklich nicht um Randschutzelemente aus Hartmetall, sondern um Randschutzelemente
aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff, bei welchen lediglich die Hartpartikel und
folglich lediglich die Verstärkungsphase aus Hartmetall besteht.
[0013] Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, dass sich ein hervorragender Verschleißschutz
in den Randbereichen der Walzenpresse realisieren lässt, wenn die Randschutzelemente
vollständig oder auch teilweise aus einem solchen Metallmatrix-Verbundwerkstoff gefertigt
sind. Ein solcher Metallmatrix-Verbundwerkstoff ist bei geeigneter Wahl des Werkstoffs
weniger spröde als Hartmetall und unempfindlicher gegen Biegung. Von besonderer Bedeutung
ist ferner die Tatsache, dass der Verschleiß der Metallmatrix-Verbundwerkstoffe in
gewissen Grenzen "einstellbar" ist, so dass Metallmatrix-Verbundwerkstoffe mit einem
Verschleiß verwendet werden können, der in geeigneter Weise an der (übrigen) Walzenoberfläche
angepasst wird. Dieses hat den Vorteil, dass die Walzen während des Betriebes ihre
(zylindrische) Form behalten. Denn während des Betriebes der Walzenpresse besteht
das Problem, dass der Druck am Rand der Walzen in der Regel geringer ist als in der
Walzenmitte. Bei der Verwendung von Randschutzelementen aus Hartmetall besteht grundsätzlich
das Problem, dass diese am Rand (wegen des geringen Drucks) langsamer verschleißen.
Damit verringert sich der Walzendurchmesser in der Walzenmitte gegenüber dem Durchmesser
an den Walzenrändern, so dass eine Walze mit gleichsam "konkaver" Geometrie entsteht.
Dieses kann im Extremfall so weit gehen, dass das Material in der Mitte der Walzen
keine ausreichende Zerkleinerung erfährt. Diese Probleme lassen sich bei der Verwendung
von Randschutzelementen aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff vermeiden.
[0014] Die erfindungsgemäßen Randschutzelemente aus MMC lassen sich grundsätzlich bei Walzenkörpern
verwenden, welche an einem oder beiden Walzenrändern in bekannter Weise in Umfangsrichtung
verlaufende Ausnehmungen bzw. Ringschultern aufweisen, in welche jeweils mehrere Randschutzelemente
eingesetzt sind. Alternativ können die Randschutzelemente auch seitlich an den Stirnseiten
des Grundkörpers befestigt werden.
[0015] Bevorzugt werden die erfindungsgemäßen Randschutzelemente aus MMC jedoch bei einer
Ausführungsform verwendet, bei welcher der Walzenkörper an einem oder an beiden Walzenrändern
eine Vielzahl von über den Umfang verteilter und in Umfangsrichtung bzw. tangentialer
Richtung voneinander beabstandeter taschenartiger Ausnehmungen aufweist, die jeweils
seitlich und oben offen ausgebildet sind, wobei in die einzelnen taschenartigen Ausnehmungen
jeweils nur ein MMC-Hartkörper als austauschbares Randschutzelement eingesetzt ist.
Bevorzugt ist die Länge der taschenartigen Ausnehmungen und die Länge der eingesetzten
Randschutzelemente in Umfangsrichtung größer als der Abstand zwischen zwei unmittelbar
benachbarten Ausnehmungen.
[0016] Eine solche Ausführungsform mit lokal begrenzten Aufnahmetaschen hat gegenüber den
Lösungen mit umlaufenden Ringschultern den Vorteil, dass sich die einzelnen Randschutzelemente
trotz der sehr hohen Presskräfte nicht berühren und folglich auch nicht aneinanderstoßen
oder gegeneinander gepresst werden können. Damit werden Beschädigungen der einzelnen
Randschutzelemente vermieden, und zwar insbesondere auch Beschädigungen durch Bruch,
die grundsätzlich bei spröden Hartstoffen auftreten könnten. Die Anordnung der Randschutzelemente
in einzelnen, lokal begrenzten Taschen hat darüber hinaus den Vorteil, dass die Randschutzelemente
nicht nur an einer stufenartigen Schulter unterseitig und innenseitig abgestützt werden,
sondern auch seitlich. Denn die Ausgestaltung des Walzenrandes mit einzelnen, lokal
begrenzten Taschen hat zur Folge, dass die einzelnen Ausnehmungen durch "Trennstege"
voneinander abgegrenzt sind, so dass die Randschutzelemente tangential durch diese
Trennstege gestützt werden. Die hohen auftretenden Druckkräfte können gut in den Grundkörper
abgeleitet werden. Schließlich hat die Ausführungsform mit lokal begrenzten Taschen
den Vorteil, dass sich im Bereich der Trennstege und folglich im Bereich zwischen
den einzelnen Taschen und Randschutzelementen ein autogener Verschleißschutz bilden
kann, welcher im besonderen Maße die Kanten der eingesetzten Verschleißschutzelemente
schützt. Damit kann sich ein autogener Verschleißschutz nicht nur in den übrigen Walzenbereichen,
sondern auch im Randbereich und zwischen den einzelnen Randschutzelementen aufbauen.
Dieses hat zur Folge, dass ein auskolkender Verschleiß in diesen Zonen vermieden wird.
[0017] Grundsätzlich umfasst die Erfindung - wie bereits beschrieben - alternativ aber auch
den Einsatz von Randschutzelementen aus MMC in umlaufenden Ringschultern oder dergleichen.
[0018] Die Randschutzelemente können geometrisch unterschiedlichste Formen aufweisen. Bevorzugt
werden Randschutzelemente verwendet, die in der Draufsicht auf die Walzenoberfläche
eckig, z. B. rechteckig ausgebildet sind. Es liegt dabei im Rahmen der Erfindung,
dass die Randschutzelemente auch in einer Seitenansicht auf die Walze eckig, z. B.
rechteckig ausgebildet, so dass die Randschutzelemente z. B. die Form eines Quaders
aufweisen können.
[0019] Insbesondere im Zusammenhang mit den lokal begrenzten Aufnahmetaschen werden bevorzugt
Randschutzelemente verwendet, deren Form von der eines Quaders abweicht. So können
die seitlichen Ausnehmungen in der Seitenansicht zumindest bereichsweise gekrümmten
Wandflächen aufweisen und die Randschutzelemente zumindest bereichsweise eine an den
gekrümmten Wandbereich angepasste, gekrümmte Außenkontur aufweisen. So können die
(bereichsweise) gekrümmte Wandfläche der Ausnehmung und die (bereichsweise) gekrümmte
Außenkontur im Querschnitt kreisbogenförmig oder alternativ auch im Querschnitt parabelförmig
oder hyperbelförmig ausgebildet sein. Jedenfalls lässt sich die bereits beschriebene
seitliche bzw. tangentiale Abstützung der Randschutzelemente und damit die Ableitung
der Druckkräfte in den Grundkörper dadurch optimieren. Im Übrigen lassen sich solche
Taschen mit gekrümmten Wandbereichen besonders einfach in den Grundkörper einbringen,
z. B. durch Fräsen.
[0020] Erfindungsgemäß sind die Randschutzelemente vollständig oder bereichsweise aus einem
Metallmatrix-Verbundwerkstoff (MMC) gefertigt. Im Rahmen einer ersten Alternative
können die Randschutzelemente als im Wesentlichen homogene Vollkörper ausgebildet
sein, das heißt sie sind dann vollständig aus MMC gefertigt.
[0021] In einer alternativen zweiten Ausführungsform können die Randschutzelemente einen
Verbundaufbau aufweisen und dazu ein Trägerelement mit einer darauf oder daran angeordneten
Verschleißschicht aufweisen, wobei das Trägerelement aus einem duktilen Material mit
geringere Härte als die Verschleißschicht besteht. Die Verschleißschicht selbst ist
wiederum aus MMC gefertigt. Eine solche Ausführungsform hat den Vorteil, dass das
Trägerelement aus einem gut zu bearbeitenden Material, z. B. aus Stahl gefertigt werden
kann, welches insbesondere eine optimale Befestigung des Randschutzelementes am Walzenkörper
ermöglicht. Die Verschleißschicht aus MMC bildet dann den Verschleißschutz. Diese
Verschleißschicht wird im Zuge der Herstellung der Randschutzelemente bevorzugt fest
mit dem Trägerelement verbunden, z. B. durch Sintern und/oder heißisostatisches Pressen
(HIP).
[0022] Die Verschleißschicht kann das Trägerelement oberseitig vollständig abdecken. Alternativ
kann jedoch die Verschleißschicht auch lediglich lokal begrenzt auf das Trägerelement
aufgebracht sein oder z. B. in eine entsprechende Ausnehmung des Trägerelementes eingebracht
sein.
[0023] Die Randschutzelemente werden erfindungsgemäß lösbar an dem Walzenkörper befestigt,
so dass die Randschutzelemente grundsätzlich austauschbar sind. Eine solche Befestigung
gelingt z. B. durch Verschraubung. Dazu können die Randschutzelemente geeignete Durchbrechungen,
z. B. Bohrungen, aufweisen, durch welche entsprechende Befestigungselemente, z. B.
Schrauben, in den Walzenkörper eingebracht werden können. Eine solche Ausgestaltung
kommt insbesondere dann in Betracht, wenn das Randschutzelement ein Trägerelement
aus einem duktilen Werkstoff, z. B. aus Stahl aufweist. Alternativ liegt es auch im
Rahmen der Erfindung, die Randschutzelemente durch Kleben oder Löten (lösbar) in den
Taschen zu befestigen. Alternativ oder ergänzend kann darüber hinaus auch eine formschlüssige
Verbindung der Randschutzelemente in den Taschen realisiert werden, und zwar z. B.
durch eine "Schwalbenschwanz-Verbindung". Dazu können die Randschutzelemente mit (schwalbenschwanzartigen)
Formschlussstegen ausgerüstet sein, welche in korrespondierende Negativformen, z.
B. radial verlaufende Nuten der Walze eingreifen.
[0024] Die Presswalze kann im Übrigen als Vollwalze ausgebildet sein, dass heißt der Walzenkörper
ist als Vollkörper ausgebildet. Alternativ kann der Walzenkörper auch einen Grundkörper
und eine darauf angeordnete Bandage aufweisen, so dass der Verschleißschutz dann auf/an
dieser Bandage montiert ist.
[0025] Um die Befestigung der Randschutzelemente in seitlich umlaufenden Ringschultern oder
insbesondere auch in lokal begrenzten Taschen und die Einleitung der Presskräfte in
den Walzenkörper weiter zu optimieren, können Randschutzelemente verwendet werden,
die einen sich zumindest Bereichsweise in Richtung zur Walzenmitte aufweitenden Querschnitt
aufweisen. Vorzugsweise werden dann auch Ausnehmungen vorgesehen, die ebenfalls einen
sich zumindest bereichsweise in Richtung zur Walzenmitte hin aufweisenden Querschnitt
aufweisen.
[0026] Wie bereits beschrieben, werden die Randschutzelemente erfindungsgemäß lösbar an
dem Walzenkörper befestigt. Lösbar meint im Rahmen der Erfindung, dass sich diese
zum Zwecke des Austauschs zerstörungsfrei von dem Walzenkörper, z. B. aus den Ausnehmungen,
entfernen lassen. Insofern werden auch Verbindungen durch kleben oder löten umfasst,
da diese z. B. durch Erwärmung wieder lösbar sind.
[0027] Gegenstand der Erfindung ist nicht nur die beschriebene Presswalze selbst, sondern
in bevorzugter Weiterbildung auch eine Walzenpresse mit zwei solchen Presswalzen.
[0028] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf eine erfindungsgemäße Presswalze in einer ersten
Ausführungsform (Ausschnitt),
- Fig. 2
- den Gegenstand nach Fig. 1 in einer abgewandelten zweiten Ausführungsform,
- Fig. 3
- den Gegenstand nach Fig. 1 in einer abgewandelten dritten Ausführungsform,
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung und
- Fig. 5
- eine weitere Option der Erfindung.
[0029] In den Figuren ist jeweils eine Presswalze 1 für eine Walzenpresse insbesondere für
die Hochdruckzerkleinerung von sprödem, mineralischem Aufgabematerial dargestellt.
Die Walzenpresse besteht in der Regel aus zwei Presswalzen, von denen in den Figuren
jedoch nur eine im Ausschnitt dargestellt ist. Eine solche Presswalze 1 kann - wie
in den Figuren dargestellt - als Vollwalze ausgebildet sein, wobei der Walzenkörper
2 dann als Vollkörper ausgebildet ist. Alternativ kann der Walzenkörper 2 jedoch auch
einen Grundkörper und eine diesen umgebende Bandage aufweisen. Dieses ist in den Figuren
nicht dargestellt.
[0030] Jedenfalls ist eine solche Presswalze 1 mit einem geeigneten Verschleißschutz ausgerüstet,
der auf unterschiedlichste Weise ausgestaltet sein kann. Die Darstellungen in den
Figuren beschränken sich auf die Verschleißschutzmaßnahmen im Bereich der (stirnseitigen)
Walzenränder.
[0031] Erfindungsgemäß sind an einem oder beiden Walzenrändern des Walzenkörpers 2 für den
Randschutz eine Vielzahl von Hartkörpern als austauschbare Randschutzelemente 5 lösbar
befestigt. Diese Randschutzelemente 5 sind erfindungsgemäß vollständig oder bereichsweise
aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff (MMC) gefertigt.
[0032] In den Figuren sind Ausführungsbeispiele dargestellt, bei denen der Walzenkörper
2 an einem oder an beiden Walzenrändern eine Vielzahl von über den Umfang verteilter
und in Umfangsrichtung bzw. tangentialer Richtung T voneinander beabstandeter taschenartiger
Ausnehmungen 3 aufweist. Die einzelnen taschenartigen Ausnehmungen 3 sind in Umfangsrichtung
T durch Trennstege 4 voneinander getrennt. Die Ausnehmungen 3 sind jeweils sowohl
seitlich als auch oben offen. In den einzelnen taschenartigen Ausnehmungen 3 ist jeweils
ein einziger Hartkörper als austauschbares Randschutzelement 5 lösbar eingesetzt.
Die Figuren zeigen die Presswalze 1 dabei in einem teilmontierten Zustand, d. h. einige
Ausnehmungen 3 sind zum besseren Verständnis ohne eingesetztes Randschutzelement dargestellt.
Die Umfangsrichtung bzw. tangentiale Richtung T, die axiale Richtung A und die radiale
Richtung R sind in Fig. 1 gezeigt. Bei der beschriebenen Ausführungsform sind die
Ausnehmungen 3 jeweils sowohl seitlich als auch oben offen. Seitlich offen meint im
Rahmen der Erfindung im Bereich der Stirnseite der Walze offen, d. h. auf der in axialer
Richtung A von der Walzenmitte abgewandten Seite offen. Oben offen meint im Rahmen
der Erfindung auf der in radialer Richtung R von der Walzenachse abgewandten Seite
offen. Die Längen L, I und der Abstand a beziehen sich auf die tangentiale Richtung
T der Walze, und zwar im Bereich der äußeren, oberen Kanten der Randschutzelemente.
[0033] Bei der dargestellten Ausführungsform wird folglich auf die bekannten umlaufenden
Ringschultern an den Walzenrändern verzichtet. Vielmehr werden einzelne taschenartige
Ausnehmungen und folglich Aufnahmetaschen 3 verwendet, in die jeweils nur ein einziges
Randschutzelement 5 eingesetzt ist. Die Länge L der taschenartigen Ausnehmungen und
auch die Länge I der eingesetzten Randschutzelemente 5 ist erfindungsgemäß größer
als der Abstand a zwischen zwei unmittelbar benachbarten Ausnehmungen 3. Die Längen
L, I und der Abstand a beziehen sich dabei auf die Umfangsrichtung T der Walze. Der
Abstand a zwischen den einzelnen Taschen 3 entspricht folglich der Dicke der zwischen
den Ausnehmungen 3 und folglich auch zwischen den Randschutzelementen 5 angeordneten
Stege 4, welche Teil des Walzenkörpers 2 sind. Die taschenartigen Ausnehmungen 3 sind
in den Walzenkörper 2 z. B. durch spanabhebende Bearbeitung eingebracht.
[0034] Die dargestellten Ausführungsformen mit den einzelnen Taschen 3 haben den Vorteil,
dass die einzelnen Randschutzelemente 5, welche als Hartkörper aus MMC ausgebildet
sind, nicht aneinanderstoßen und trotz der großen auftretenden Kräfte nicht gegeneinander
gepresst werden können, so dass Beschädigungen der Randschutzelemente vermieden werden.
Ferner lassen sich durch diese Ausgestaltung die auftretenden Druckkräfte einwandfrei
in den Walzenkörper 2 einleiten. Dieses gilt im besonderen Maße für die in den Figuren
dargestellte Ausgestaltung, bei welcher die seitlichen Ausnehmungen 3 in der Seitenansicht
gekrümmte Wandflächen 3a aufweisen und die Randschutzelemente 5 gekrümmte Außenkonturen
5a aufweisen, wobei die gekrümmte Außenkontur 5a an die gekrümmten Wandfläche 3a angepasst
ist. Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 sind sowohl der gekrümmten Wandflächen
3a als auch die gekrümmte Außenkontur 5a jeweils (teil-)zylindrisch ausgebildet.
[0035] Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Randschutzelemente
5 homogen aus ein und demselben Material, nämlich aus MMC, gefertigt sind. In dem
in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Randschutzelemente bzw. Hartkörper
5 aus MMC in den Ausnehmungen ohne Schrauben, z. B. durch Kleben oder Löten, befestigt.
[0036] Fig. 2 zeigt in einer alternativen Ausführungsform Randschutzelemente 5, die als
Verbundstruktur jeweils ein Trägerelement 5b und eine darauf angeordnete Verschleißschicht
5c aus MMC aufweisen. Das Trägerelement 5b besteht aus einem duktilen Werkstoff, z.
B. Stahl. Damit dient das Trägerelement 5b in erster Linie der Befestigung der Randschutzelemente
5 in der Ausnehmung 3, während die Verschleißschicht 5c die Randschutzeigenschaften
bzw. Verschleißeigenschaften bestimmt. Dazu ist die Verschleißschicht 5c aus einem
Metallmatrix-Verbundwerkstoff gefertigt. Dabei ist es vorteilhaft, die Verschleißschicht
5c aus MMC durch Sintern und/oder heißisostatisches Pressen an dem Trägerelement 5b
zu befestigen. Im Rahmen der Fertigung werden folglich die einzelnen Randschutzelemente
5 mit Trägerelement 5b und Verschleißschicht 5c vorgefertigt und dann in den Ausnehmungen
3 montiert. Fig. 2 zeigt dabei eine Ausführungsform, bei welcher die Randschutzelemente
5 mittels Schrauben an dem Walzenkörper 2 befestigt werden. Die Randschutzelemente
5 weisen folglich geeignete Durchbrechungen 6 bzw. Bohrungen auf, durch welche die
Schrauben in den Walzenkörper 2 eingebracht werden können. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
nach Fig. 2 sind diese Bohrungen 6 für die Schrauben im Bereich der Trägerelemente
5 und folglich im Bereich des duktilen Werkstoffs angeordnet.
[0037] Fig. 3 zeigt eine alternative Ausführungsform, bei welcher die Randschutzelemente
5 formschlüssig an dem Walzenkörper 2 befestigt werden, und zwar mittels einer Schwalbenschwanzkonstruktion.
Dazu weisen die Randschutzelemente 5 jeweils einen Montagesteg 7 auf und in den Walzenkörper
2 sind im Bereich der einzelnen Ausnehmungen 3 jeweils in radialer Richtung verlaufende
Nuten 8 angeordnet, wobei sowohl die Montagestege als auch die Nuten 8 schwalbenschwanzförmig
ausgestaltet sein können. Trotz dieser formschlüssigen Verbindung kann es zweckmäßig
sein, die Randschutzelemente 5 zusätzlich durch Kleben oder Löten in den Ausnehmungen
3 zu befestigen.
[0038] Optional ist in Fig. 3 angedeutet, dass auch diese Elemente als Verbundbauteile mit
einer Verschleißschicht 5c und einem Trägerelement 5b ausgebildet sein können, wobei
die Verschleißschicht einen Verschleißeinsatz 5c bildet, der in vorbereitete Ausnehmungen
des Trägerelementes 5b eingebracht ist.
[0039] Die in den Figuren dargestellten Randschutzelemente 5 sind in einer Draufsicht auf
die Walze beispielhaft rechteckig ausgebildet. In einer Seitenansicht auf die Stirnseite
der Walze sind die Randschutzelemente 5 im Ausführungsbeispiel jedoch - wie beschrieben
- bereichsweise abgerundet. Die Erfindung umfasst grundsätzlich auch Ausführungsformen,
bei denen die Randschutzelemente in einer Seitenansicht auf die Stirnseite mehreckig,
z. B. rechteckig, ausgebildet sind, so dass dann z. B. auch quaderförmige Randschutzelemente
realisiert werden können. Dieses ist in den Figuren nicht dargestellt.
[0040] Es liegt im Übrigen im Rahmen der Erfindung, die Randschutzelemente alternativ oder
ergänzend auf der Oberseite mit einer gekrümmten Kontur zu versehen, so dass insbesondere
eine Anpassung an die Krümmungsradien der Walze erfolgt. Diese Option ist ebenfalls
nicht dargestellt.
[0041] Die Fig. 4 und 5 zeigen im Übrigen stark vereinfacht und schematisch abgewandelte
Ausführungsformen, bei welchen die Ausnehmungen 3 und die Randschutzelemente 5 jeweils
einen sich zumindest bereichsweise in Richtung zur Walzenmitte aufweitenden Querschnitt
aufweisen. Fig. 4 zeigt beispielhaft eine Ausführungsform, welcher die untere Wandfläche
3a der Ausnehmung und die korrespondierende Außenkontur 5a der Randschutzelemente
in einem Axialschnitt vom Walzenrand in Richtung zur Walzenmitte abfallen, so dass
eine schräge untere Flanke gebildet wird. Diese hat den Effekt, dass die Randschutzelemente
5 durch die auftretenden Presskräfte sicher in die Ausnehmung 3 gepresst werden. Eine
solche Ausführungsform lässt sich bei Randschutzelementen in unterschiedlichster Form
realisieren, z. B. auch bei den in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Randschutzelementen.
Optional zeigt Fig. 5 die Möglichkeit, dass alternativ oder ergänzend die Ausnehmungen
3 und die Randschutzelemente 5 einen sich "seitlich" in Richtung zur Walzenmitte aufweitenden
Querschnitt aufweisen. Die Maßnahmen nach den Fig. 4 und 5 können auch miteinander
kombiniert werden.
[0042] Im Vordergrund der Erfindung steht die Ausgestaltung der Randschutzelemente 5 aus
einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff (MMC). Dieses wird in den Figuren beispielhaft
an Ausführungsformen illustriert, bei denen die Randschutzelemente in lokal begrenzte
Taschen 3 eingesetzt sind. Die Erfindung umfasst aber auch Ausführungsformen, bei
denen die Randschutzelemente aus MMC in umlaufende Ringschultern eingesetzt sind,
wobei dann z. B. an beiden Walzenrändern jeweils eine sich in Umfangsrichtung erstreckende,
(vollständig) umlaufende Ausnehmung vorgesehen ist, in welche die Randschutzelemente
eingesetzt sind. In weiterer Alternative können die Randschutzelemente aus MMC auch
seitlich an den Stirnseiten des Walzenkörpers befestigt sein. Diese Ausführungsformen
sind in den Figuren nicht dargestellt.
1. Presswalze (1) für eine Walzenpresse, insbesondere zur Zerkleinerung von stark abrasiven
Stoffen,
mit einem Walzenkörper (2), wobei an einem oder beiden Walzenrändern des Walzenkörpers
(2) Hartkörper als austauschbare Randschutzelemente (5) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet,
dass die Randschutzelemente (5) vollständig oder bereichsweise aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff
(MMC) gefertigt sind.
2. Presswalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenkörper (2) an einem oder an beiden Walzenrändern eine Vielzahl von über
den Umfang verteilter und in Umfangsrichtung (T) hintereinander beabstandeter taschenartiger
Ausnehmungen (3) aufweist, die jeweils seitlich und oben offen ausgebildet sind, wobei
in die einzelnen taschenartigen Ausnehmungen (3) jeweils nur ein Hartkörper als austauschbares
Randschutzelement (5) eingesetzt ist.
3. Presswalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenkörper (2) an einem oder an beiden Walzenrändern eine oder mehrere sich
in Umfangsrichtung erstreckende Ausnehmungen aufweist, in welche jeweils mehrere Randschutzelemente
eingesetzt sind.
4. Presswalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Randschutzelemente seitlich an den Stirnseiten des Walzenkörpers (2) befestigt
sind.
5. Presswalze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Randschutzelemente (5) aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff durch Sintern
und/oder heißisostatisches Pressen gefertigt sind.
6. Presswalze nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallmatrix-Verbundwerkstoff Hartpartikel mit einer Größe von mehr als 20 µm,
z. B. mehr als 40 µm, vorzugsweise mehr als 60 µm, und mit einem Volumenanteil von
weniger als 50 %, vorzugsweise weniger als 40 % enthält, welche voneinander getrennt
in eine zusammenhängende metallische Matrix eingebettet sind.
7. Presswalze nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Metallmatrix-Verbundwerkstoff mit Hartpartikeln aus der Gruppe der Karbide und
Boride verwendet wird.
8. Presswalze nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Metallmatrix-Verbundwerkstoff mit einer metallischen Matrix auf Eisenbasis, bevorzugt
Stahl, oder auf Nickelbasis verwendet wird.
9. Presswalze nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Randschutzelemente (5) jeweils ein Trägerelement (5b) und eine darauf oder daran
angeordnete Verschleißschicht (5c) aufweisen, wobei das Trägerelement (5b) aus einem
duktilen Material mit geringerer Härte als das Verschleißschutzelement aus dem Metallmatrix-Verbundwerkstoff
besteht.
10. Presswalze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerelemente (5b) aus Stahl bestehen.
11. Presswalze nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschleißschicht (5c) aus dem Metallmatrix-Verbundwerkstoff durch Sintern und/oder
heißisostatisches Pressen auf oder an dem Trägerelement (5b) befestigt ist.
12. Presswalze nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Randschutzelemente (5), z. B. deren Trägerelemente (5b), lösbar durch Verschraubung,
Kleben, Löten an dem Walzenkörper (2) befestigt sind.
13. Presswalze nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Randschutzelemente (5) mittels einer Formschlussverbindung lösbar an dem Walzenkörper
(2) befestigt sind, z. B. durch eine Schwalbenschwanz-Verbindung.
14. Walzenpresse mit zwei Presswalzen nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
1. A press roller (1) for a roller press, in particular for comminution of highly abrasive
materials,
with a roller body (2), wherein hard bodies are attached as replaceable edge protection
elements (5) to one or both roller edges of the roller body (2), characterised in that
the edge protection elements (5) are made completely or partly from a metal matrix
composite (MMC).
2. The press roller according to claim 1, characterised in that the roller body (2) has a plurality of pocket-like recesses (3) on one or both roller
edges, distributed around the circumference and spaced apart from one another in circumferential
direction (T), each of which is open laterally and on the top, wherein each individual
pocket-like recess (3) has merely one hard body as a replaceable edge protection element
(5) inserted into it.
3. The press roller according to claim 1, characterised in that the roller body (2) comprises one or a number of recesses on one or both roller edges,
extending in circumferential direction, into each of which several edge protection
elements are inserted.
4. The press roller according to claim 1, characterised in that the edge protection elements are attached laterally to the end faces of the roller
body (2).
5. The press roller according to one of claims 1 to 4, characterised in that the edge protection elements (5) are made from a metal matrix composite by sintering
and/or hot isostatic pressing.
6. The press roller according to one of claims 1 to 5, characterised in that the metal matrix composite contains hard particles which have a size of more than
20 µm, for example more than 40 µm, preferably more than 60 µm, and a percentage volume
of less than 50 %, preferably less than 40 %, the particles being embedded separately
from one another in a coherent metal matrix.
7. The press roller according to one of claims 1 to 6, characterised in that a metal matrix composite with hard particles belonging to the carbide and boride
groups is used.
8. The press roller according to one of claims 1 to 7, characterised in that a metal matrix composite with a metal matrix based on iron, preferably steel, or
based on nickel is used.
9. The press roller according to one of claims 1 to 8, characterised in that the edge protection elements (5) each have a support element (5b) with a wear element
(5c) attached on or to it, wherein the support element (5b) consists of a ductile
material which is less hard than the wear protection element from the metal matrix
composite.
10. The press roller according to claim 9, characterised in that the support elements (5b) are made of steel.
11. The press roller according to claims 9 or 10, characterised in that the wear layer (5c) from the metal matrix composite is fixed on or to the support
element (5b) by sintering and/or hot isostatic pressing.
12. The press roller according to one of claims 1 to 11, characterised in that the edge protection elements (5), for example their support elements (5b), are detachably
fixed to the roller body (2) by screwing, gluing, or soldering.
13. The press roller according to one of claims 1 to 12, characterised in that the edge protection elements (5) are detachably fixed to the roller body (2) by a
form-lock connection, for example by a dovetail joint.
14. Roller press with two press rollers according to one of claims 1 to 13.
1. Cylindre de presse (1) pour une presse à cylindre, notamment pour le broyage de matières
fortement abrasives,
avec un corps de cylindre (2), des corps durs étant fixés sur un ou les deux bords
de cylindre du corps de cylindre (2) en tant qu'éléments de protection de bord échangeables
(5), caractérisé en ce que
les éléments de protection de bord (5) sont fabriqués complètement ou par parties
en matériau composite à matrice métallique (CMM).
2. Cylindre de presse selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps du cylindre (2) comporte sur un ou sur les deux bords de cylindre une pluralité
de cavités (3) en forme de poche réparties sur la périphérie distance l'une derrière
l'autre dans le sens de la périphérie (T), qui sont constituées ouvertes respectivement
sur le côté et le dessus, un corps dur seulement étant respectivement inséré comme
élément de protection de bord échangeable (5) dans les cavités individuelles en forme
de poche (3).
3. Cylindre de presse selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de cylindre (2) comporte sur un ou sur les deux bords de cylindre une ou
plusieurs cavités s'étendant dans le sens de la périphérie, dans lesquelles sont respectivement
insérés plusieurs éléments de protection de bord.
4. Cylindre de presse selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments de protection de bord sont fixés latéralement sur les faces avant du
corps de cylindre (2).
5. Cylindre de presse selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les éléments de protection de bord (5) sont fabriqués par frittage et/ou pressage
thermo-isostatique à partir d'un matériau composite à matrice métallique.
6. Cylindre de presse selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le matériau composite à matrice métallique contient des particules dures d'une taille
supérieure à 20 µm, par ex. supérieure à 40 µm, de préférence supérieure à 60 µm,
et avec une part de volume inférieure à 50 %, de préférence inférieure à 40 %, qui
sont incorporées, séparées les unes des autres, dans une matrice métallique cohérente.
7. Cylindre de presse selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'on utilise un matériau composite à matrice métallique avec des particules dures du
groupe des carbures et des borures.
8. Cylindre de presse selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'on utilise un matériau composite à matrice métallique avec une matrice métallique
à base de fer, de préférence acier ou à base de nickel.
9. Cylindre de presse selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les éléments de protection de bord (5) comportent respectivement un élément de support
(5b) et une couche d'usure (5c) disposée dessus ou contre, l'élément de support (5b)
étant composé d'un matériau ductile d'une dureté plus faible que l'élément de protection
contre l'usure en matériau composite à matrice métallique.
10. Cylindre de presse selon la revendication 9, caractérisé en ce que les éléments de support (5b) sont en acier.
11. Cylindre de presse selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la couche d'usure (5c) en matériau composite à matrice métallique est fixée par frittage
et/ou pressage thermo-isostatique sur ou près de l'élément porteur (5b).
12. Cylindre de presse selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que les éléments de protection de bord (5), par ex. leurs éléments de support (5b), sont
fixés au corps de cylindre (2) de manière amovible par vissage, collage, soudage.
13. Cylindre de presse selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que les éléments de protection de bord (5) sont fixés au corps de cylindre (2) de manière
amovible au moyen d'une liaison par conformité de forme, par ex. par une liaison à
queue d'aronde.
14. Presse à cylindre avec deux cylindres de presse selon l'une quelconque des revendications
1 à 13.