[0001] Die Erfindung betrifft ein Hydrauliksystem gemäß der Merkmalsausgestaltung des Oberbegriffs
des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine derartige Vorrichtung findet Verwendung beispielsweise in Maschinen, wie Ladern,
zur Bewegung von Lasten und dient dabei der Ansteuerung von Aktuatoren mit Arbeitszylindern,
in welchen Kolben entsprechend einer Bewegung der zu bewegenden Last verfahr- bzw.
bewegbar geführt sind. In Abhängigkeit der Positionen der Kolben bzw. Aktuatoren und
der durch diese bewegte Last kann es bei einer ungünstigen Schwerpunktverlagerung
zu einem Kippen der Maschine kommen, weshalb diese insbesondere die in der Sicherheitsnorm
EN 15000 festgelegten Sicherheitsbestimmungen erfüllen muss. Demgemäß ist bei Kippgefahr
eine lastmomentvergrößernde Bewegung zu verhindern und eine lastmomentverringernde
Bewegung zuzulassen. Im Betrieb der Maschine kann es bei einer plötzlichen Abschaltung
der Verbraucher insbesondere durch eine starke Bremsbeschleunigung zusätzlich zu einem
Kippen der Maschine kommen. Diesem Problem wird bislang damit begegnet, dass die zulässige
Verfahrgeschwindigkeit zur Verringerung der Bremsbeschleunigung reduziert wird, wobei
zweckmäßigerweise die Verfahrgeschwindigkeit proportional zur Aktuatorposition und
zur Last verzögert, anders ausgedrückt die Bewegung verlangsamt wird. Dies steht im
Widerspruch zur bedienerseitigen Anforderung schneller Be- und Entladezyklen. Alternativ
können die Bewegungen beider Aktuatoren derart zwangsgekoppelt werden, dass ungewünschte
Aktuatorpositionen vermieden werden.
[0003] Des Weiteren ist es wünschenswert, an den Grenzen des Bewegungsbereichs der Maschine,
anders ausgedrückt beim Erreichen der Extrempositionen der Aktuatoren, ein gleichmäßiges,
"ruckfreies" Arbeiten zu ermöglichen. Beispielsweise kann der für einen bestimmten
Volumenbereich ausgelegte Stromteiler dahingehend leckagebehaftet sein, dass von einem
einer Horizontalbewegung zugeordneten, mit einem höheren Druck beaufschlagten Aktuator
zu einem einer Vertikalbewegung zugeordneten, mit einem niedrigeren Druck beaufschlagten
Aktuator ein Fluid-Leckagestrom fließen und die Position des weiteren Aktuators in
Form einer Unregelmäßigkeit im Bewegungsablauf, wie eines "Rucks", spürbar beeinflussen
kann. Diese Situation tritt insbesondere dann auf, wenn der horizontal verfahrbare
Aktuator weit eingefahren und der vertikal verfahrbare Aktuator weit ausgefahren ist.
Die bekannten Vorrichtungen zur Ansteuerung von hydraulischen Verbrauchern, wie der
Aktuatoren, unterbinden den Fluid-Leckagestrom in dieser Situation nicht zuverlässig.
[0004] Durch die
US 5 473 828 A ist eine Vorrichtung zur Ansteuerung mindestens zweier hydraulischer Verbraucher
bekannt, die jeweils als hydraulische Arbeitszylinder ausgebildet, unterschiedlich
weit aus Zylindergehäusen ausfahrbare Kolbenstangentriebe aufweisen zwecks Ansteuerns
zweier gleich ausgebildeter Schaufelhälften eines Baggers. Aufgrund der unterschiedlichen
Verfahrlängen der Kolbenstangentriebe ist es möglich, bei geschlossenem Schaufelwerk
und Eindringen in eine Erdmasse selbige zum Anheben aus dem sonstigen Bodenuntergrund
auszubrechen, wobei die geschlossene Baggerschaufel gekippt wird, indem der längere
Arbeitszylinder die dahingehende Kippbewegung ausführt.
[0005] Um bei dieser Kipp- oder Ausbrechbewegung die Schaufelhälften in der geschlossenen
Stellung halten zu können, ist nach einem Stromteiler, der die beiden Kolbenseiten
der Arbeitszylinder mit Hydraulikfluid versorgt, hinter dem Stromteilerpfad, der den
Arbeitszylinder mit der geringeren Ausfahrlänge versorgt, eine Steuerleitung vorgesehen,
die ein 3/2-Wegeventil derart ansteuert, dass mit wachsendem Druck beim Ausbrechen
des Erdreiches dieses Ventil in seine Schließstellung gelangt, so dass ein weiterer
Zustrom von Arbeitsfluid zu diesem Hydraulikzylinder unterbunden ist und dieser ohne
Überlast in seiner das Schaufelwerk schließenden Stellung gehalten wird.
[0006] Durch die
DE 11 2005 001 879 T5 ist ein Fluiddruckstellantriebs-Steuerungssystem bekannt zum Steuern einer Verstellung
eines vorbestimmten Fluiddruckstellantriebs von mindestens zwei Fluiddruckstellantrieben
als hydraulische Verbraucher, denen Ströme von druckbeaufschlagtem Fluid, das von
einer gemeinsamen Fluiddruckquelle abgegeben wird, individuell über eine Stromteilereinrichtung
zugeteilt werden kann. Im Rahmen dieser individuellen Zuteilung ist jedem hydraulischen
Verbraucher eine eigenständige Sperreinrichtung zugeordnet, die von einer zentralen
Steuereinrichtung betätigbar sind, wobei über eine umfassende Sensorik Betriebszustände
an den jeweiligen hydraulischen Verbrauchern überwacht werden und die Steuereinrichtung
veranlassen, über die jeweilige Sperreinrichtung in Form von Ventilen Fluidmengen
den Verbrauchern zuzuführen oder von diesen wieder bevorzugt in einen Tank abzuführen.
Aufgrund dieser getrennten Ansteuerung betreffend den jeweiligen hydraulischen Verbraucher
ist es mit dieser bekannten Lösung möglich, zum einen eine Feineinstellung bzw. Feinpositionierung
für die hydraulischen Verbraucher, beispielsweise in Form hydraulischer Aktuatoren,
vorzunehmen und des Weiteren ist dergestalt die Möglichkeit geschaffen, die Position
oder Lage einer Arbeitsgerätschaft beispielsweise in Form einer Baggerschaufel automatisch
gemäß der Lage eines jeweils anderen bewegbaren Elements, beispielsweise in Form eines
hydraulisch betätigbaren Lasthebearms, anzupassen. Die dahingehend bekannte Lösung
ist konstruktiv aufwendig und eine sichere Beherrschung von Fluid-Leckageströmen im
eingangs erwähnten Rahmen ist mit dieser bekannten Lösung nicht möglich.
[0007] Die
JP S58-180898 beschreibt ein Hydrauliksystem umfassend mindestens einen ersten hydraulischen Verbraucher
und mindestens einen zweiten hydraulischen Verbraucher und eine Steuervorrichtung
zur Ansteuerung der hydraulischen Verbraucher, wobei der erste und der zweite hydraulische
Verbraucher ein fluidbetätigter Aktuator ist mit jeweils zwei voneinander getrennten
Aktuatorseiten, die für eine Bewegung eines jeweiligen Kolbens wechselweise fluidführend
mit der Druckversorgung verbindbar sind, wobei die Steuervorrichtung zur Ansteuerung
mindestens eines ersten hydraulischen Verbrauchers und mindestens eines zweiten hydraulischen
Verbrauchers einen Stromteiler, eine Sperreinrichtung und zur jeweils gewünschten
Fluidversorgung der hydraulischen Verbraucher ein erstes Wegeventil und ein zweites
Wegeventil umfasst, wobei die hydraulischen Verbraucher zumindest über einen den Stromteiler
zur Aufteilung eines von einer Druck-versorgung kommenden Fluidstroms in vorgebbare,
zum jeweiligen hydraulischen Verbraucher führende Teilströme mit Fluid mit vorgebbarem
Druck versorgbar sind, wobei mittels mindestens einer der zwischen dem Stromteiler
und mindestens einem hydraulischen Verbraucher angeordneten, ansteuerbaren Sperreinrichtung
ein Fluidstrom von demjenigen hydraulischen Verbraucher mit höherer Druckbeaufschlagung
über den Stromteiler zu demjenigen hydraulischen Verbraucher mit niedrigerer Druckbeaufschlagung
unterbindbar ist, und wobei die mindestens eine Sperreinrichtung in einer Fluidverbindung
vom Stromteiler zum hydraulischen Verbraucher mit niedrigerer Druckbeaufschlagung
angeordnet ist, wobei eine Steuerleitung von der vom hydraulischen Verbraucher mit
jeweils höherer Druckbeaufschlagung zum Stromteiler führenden Fluid-verbindung zu
der Sperreinrichtung derart geführt ist, dass die höhere Druckbeaufschlagung die Sperreinrichtung
in Richtung ihrer sperrenden Stellung ansteuert, so dass in jedweder Drucksituation
der angesteuerten hydraulischen Verbraucher ein in der Fluidverbindung vom hydraulischen
Verbraucher mit höherer Druckbeaufschlagung zum Stromteiler anstehender Fluiddruck
den hydraulischen Verbraucher mit niedrigerer Druckbeaufschlagung nicht erreicht und
folglich diesen nicht in ungewollter Weise betätigt, und wobei zur jeweils gewünschten
Fluidversorgung der hydraulischen Verbraucher ein erstes Ventil und ein zweites Ventil
vorgesehen sind.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik stellt sich die Erfindung die Aufgabe, einen
Fluid-Leckagestrom zwischen zwei über einen Stromteiler mit Fluid versorgbaren, mit
unterschiedlichen Drücken beaufschlagten, doppelt wirkenden, hydraulischen Verbrauchern
in einfacher und zuverlässiger Weise zu unterbinden.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einem Hydrauliksystem gemäß der Merkmalsausgestaltung
des Patentanspruchs 1.
[0010] Das erfindungsgemäße Hydrauliksystem zeichnet sich dadurch aus, dass das zweite Ventil
derart zwischen die Druckversorgung und die zwei hydraulischen Verbraucher geschaltet
ist, dass das zweite Ventil unmittelbar an eine Ausfahrseite des zweiten hydraulischen
Verbrauchers und über den Stromteiler an beide Einfahrseiten der beiden hydraulischen
Verbraucher angeschlossen ist.
[0011] Ferner ist vorgesehen, dass eine Steuerleitung von der vom hydraulischen Verbraucher
mit jeweils höherer Druckbeaufschlagung zum Stromteiler führenden Fluidverbindung
zu der Sperreinrichtung derart geführt ist, dass die höhere Druckbeaufschlagung die
Sperreinrichtung in Richtung ihrer sperrenden Stellung ansteuert, so dass in jedweder
Drucksituation der angesteuerten hydraulischen Verbraucher ein in der Fluidverbindung
vom hydraulischen Verbraucher mit höherer Druckbeaufschlagung zum Stromteiler anstehender
Fluiddruck den hydraulischen Verbraucher mit niedrigerer Druckbeaufschlagung nicht
erreicht und folglich diesen nicht in ungewollter Weise betätigt.
[0012] Ein in der entsprechenden Fluidverbindung anstehender Fluiddruck erreicht maximal
die Sperreinrichtung, welche einen weiteren Fluidweg zum jeweiligen anderen hydraulischen
Verbraucher sperrt.
[0013] Vorteilhafterweise ist bei Betrieb der Vorrichtung die mindestens eine, bevorzugt
als Ventil, besonders bevorzugt als Rückschlagventil, ausgebildete Sperreinrichtung
vom den Stromteiler durchströmenden Fluiddruck angesteuert sowie von dem vom hydraulischen
Verbraucher mit jeweils höherer Druckbeaufschlagung stammendem Fluiddruck sperrbar.
In dieser vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist sichergestellt, dass die
mindestens eine Sperreinrichtung beim Auftreten eines Fluid-Leckagestroms am Stromteiler
gesperrt ist. Bei einer Ausbildung der Sperreinrichtung als sperrbares Rückschlagventil
ist dieses vorteilhafterweise durch die Steuerleitung schließbar, wobei die Leitung
zur Ansteuerung der Sperreinrichtung in vorteilhafter Weise fluidführend an die Fluidverbindung
vom hydraulischen Verbraucher mit höherer Druckbeaufschlagung zum Stromteiler angeschlossen
ist.
[0014] Weiter ist vorstellbar, dass Fluiddrücke in beiden Fluidrichtungen zwischen den über
den Stromteiler miteinander verbundenen hydraulischen Verbrauchern auftreten, die
wechselweise mit höherem und niedrigerem Druck beaufschlagt sind. Hierbei sind zweckmäßigerweise
zwei, der jeweiligen Fluidrichtung zugeordnete, in der Fluidverbindung vom Stromteiler
zum jeweiligen hydraulischen Verbraucher mit niedrigerer Druckbeaufschlagung angeordnete
Sperreinrichtungen vorgesehen. Es ist erfindungsgemäß jedoch auch vorstellbar, eine
in beide Fluidrichtungen wirksame, entsprechende Fluidströme unterbindende Sperreinrichtung
auszubilden. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann auch in besonderen Stellungen
der hydraulischen Verbraucher ohne Störungen durch Fluidströme störungsfrei ("ruckfrei")
und sicher gearbeitet werden, wobei die erfindungsgemäße Lösung sich auch besonders
kostengünstig realisieren lässt. Ehemals gegebenenfalls über den Stromteiler führende
Leckageströme sind dergestalt mit Sicherheit vermieden.
[0015] Um diese vorstehend genannten vorteilhaften Lösungen zu realisieren, kann in bevorzugter
Weise weiter vorgesehen sein, dass die Steuerleitung zwischen einer Anschlussstelle
der Sperreinrichtung für das Sperren derselben und einer Abzweigstelle verläuft, in
die sowohl eine vom Ausgang eines Stromteilerpfades des Stromteilers kommende Fluidleitung
einmündet als auch die weitere Fluidleitung, die in Richtung des Verbrauchers mit
der höheren Druckbeaufschlagung führt bzw. an diesen Verbraucher fluidführend angeschlossen
ist.
[0016] Die Erfindung betrifft weiter ein hydraulisches System umfassend mindestens einen
ersten hydraulischen Verbraucher und mindestens einen zweiten hydraulischen Verbraucher
und eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Ansteuerung der hydraulischen Verbraucher.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann als handelbare Einheit unabhängig von den hydraulischen
Verbrauchern und einer Druckversorgung hergestellt, vertrieben und in ein Hydrauliksystem
eingesetzt werden.
[0017] Zum Einsatz des Hydrauliksystems in einer Maschine zur Bewegung von Lasten können
der erste und/oder der zweite hydraulische Verbraucher fluidbetätigte Aktuatoren sein
mit jeweils zwei voneinander getrennten Aktuatorseiten, die für eine Bewegung des
jeweiligen Aktuators wechselweise fluidführend mit der Druckversorgung verbindbar
sind. Entsprechend der Druckbeaufschlagung der jeweiligen Aktuatorseite werden der
Aktuator und die mit diesem verbundene Last bewegt. Bevorzugterweise umfassen die
Aktuatoren jeweils einen in einem Arbeitszylinder ein- und ausfahrbar geführten Kolben,
wobei zweckmäßigerweise die einer einfahrenden Bewegung des jeweiligen Kolbens zugeordneten
Aktuatorseiten mit dem Stromteiler verbunden sind. Es können jedoch alternativ einer
ausfahrenden Bewegung des jeweiligen Kolbens zugeordnete Aktuatorseiten mit dem Stromteiler
verbunden sein. Auf diese Weise wird ein Gleichlauf, anders ausgedrückt eine aufeinander
abgestimmte Bewegung, beider Kolben bzw. Aktuatoren gewährleistet, entweder in der
jeweiligen Einfahrrichtung oder in der jeweiligen Ausfahrrichtung. Auch Kombinationen
von gekoppelten Einfahr- und Ausfahrbewegungen sind vorstellbar.
[0018] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Hydrauliksystems
umfasst einer der Aktuatoren einen Teleskopzylinder mit einem darin vorzugsweise in
einer Horizontalrichtung ein- und ausfahrbar geführten Kolben und ein weiterer Aktuator
einen Hubzylinder mit einem darin vorzugsweise in einer Vertikalrichtung ein- und
ausfahrbar geführten weiteren Kolben, wobei die Sperreinrichtung zwischen dem Stromteiler
und dem Hubzylinder angeordnet ist. Hierbei ist die von den Aktuatoren bewirkte Gesamtbewegung
in eine vorzugsweise in Horizontalrichtung gerichtete Bewegungskomponente und eine
weitere vorzugsweise in Vertikalrichtung gerichtete Bewegungskomponente aufgeteilt
und entsprechend über den Teleskopzylinder bzw. den Hubzylinder veränderbar. Durch
die erfindungsgemäße Anordnung der Sperreinrichtung zwischen dem Stromteiler und dem
Hubzylinder und ein Sperren der entsprechenden Fluidverbindung wird im Betrieb des
Hydrauliksystems verhindert, dass bei einem beispielsweise für 150 I/min ausgelegten
Stromteiler und einem Druck von 150 bar im Teleskopzylinder ein Fluid-Leckagestrom
von ca. 5 I/min den Hubzylinder erreicht.
[0019] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Figuren und der
nachfolgenden Beschreibung der Zeichnung.
[0020] Die in den Figuren gezeigten Merkmale sind rein schematisch und nicht maßstäblich
zu verstehen. Es zeigt:
- Fig. 1 bis 3
- jeweils einen Schaltplan eines mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Ansteuerung
von hydraulischen Verbrauchern ausgestatteten Hydrauliksystems.
[0021] Ein in den Fig. 1 bis 3 jeweils gezeigtes Hydrauliksystem umfasst einen ersten hydraulischen
Verbraucher 10, welcher als Aktuator mit einem Arbeitszylinder, genauer einem Teleskopzylinder,
ausgebildet ist, und einen zweiten hydraulischen Verbraucher 12, welcher ebenfalls
als Aktuator mit einem Arbeitszylinder, genauer einem Hubzylinder, ausgebildet ist.
In den beiden als Aktuatoren ausgebildeten hydraulischen Verbrauchern 10, 12 ist jeweils
ein erster Kolben 14 bzw. ein zweiter Kolben 16 verfahrbar geführt, wobei der erste
Kolben 14 in einer Horizontalrichtung H in den entsprechenden Arbeitszylinder ein-
und ausfahrbar ist und der zweite Kolben 16 in einer Vertikalrichtung V in den entsprechenden
Arbeitszylinder ein- und ausfahrbar ist.
[0022] Zur Einstellung der Position des jeweiligen Kolbens 14, 16 bzw. für eine entsprechende
Aktuatorbewegung wird eine Einfahrseite 18.1, 18.2 oder eine Ausfahrseite 20.1, 20.2
des entsprechenden Arbeitszylinders an eine Druckversorgung P fluidführend angeschlossen
und mit Fluid mit einem vorgebbaren Druck beaufschlagt. Fluid wird mittels einer betätigbaren
Pumpe 30 von der Druckversorgung P zur Einfahrseite 18.1, 18.2 oder zur Ausfahrseite
20.1, 20.2 des jeweiligen hydraulischen Verbrauchers 10, 12 gefördert. Bei einer Bewegung
des jeweiligen Kolbens 14, 16 auf der Einfahrseite 18.1, 18.2 oder der Ausfahrseite
20.1, 20.2 verdrängtes Fluid kann über einen Tankanschluss T zurück in den Tank bzw.
ein Reservoir geführt werden. Mit dem in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Hydrauliksystem
ist die Überlagerung einer Hubbewegung in Vertikalrichtung V mit einer Translations-
bzw. Teleskopbewegung in horizontaler Richtung H möglich.
[0023] Zur jeweils gewünschten Fluidversorgung der hydraulischen Verbraucher 10, 12 sind
ein als elektromagnetisch betätigbares 4/3-Wegeventil ausgebildetes erstes Ventil
22 und ein als betätigbares 4/3-Wegeventil ausgebildetes zweites Ventil 24 vorgesehen.
Das zwischen einer EIN-Stellung (links) zur Druckbeaufschlagung der Einfahrseite 18.1
des ersten hydraulischen Verbrauchers 10, einer NEUTRAL-Stellung (Mitte) zum Abschluss
sämtlicher Fluidanschlüsse und einer AUS-Stellung (rechts) zur Druckbeaufschlagung
der Ausfahrseite 20.1 des ersten hydraulischen Verbrauchers 10 schaltbare erste Ventil
22 ist unmittelbar zwischen die Druckversorgung P und den ersten hydraulischen Verbraucher
10 geschaltet. Das zweite Ventil 24, welches zwischen einer EIN-Stellung (links) zur
Druckbeaufschlagung einer Einfahrseite 18.2 des zweiten hydraulischen Verbrauchers
12, einer NEUTRAL-Stellung (Mitte) zum Abschluss sämtlicher Fluidanschlüsse und einer
AUS-Stellung (rechts) zur Druckbeaufschlagung einer Ausfahrseite 20.2 des zweiten
hydraulischen Verbrauchers 12 schaltbar ist, ist derart zwischen die Druckversorgung
P und die zwei hydraulischen Verbraucher 10, 12 geschaltet, dass das zweite Ventil
24 unmittelbar an die Ausfahrseite 20.2 des zweiten hydraulischen Verbrauchers 12
und an beide Einfahrseiten 18.1, 18.2 der beiden hydraulischen Verbraucher 10, 12
angeschlossen ist.
[0024] Zur Aufteilung eines von der Druckversorgung P über das zweite Ventil 24 zu den Einfahrseiten
18.1, 18.2 der hydraulischen Verbraucher 10, 12 geführten Fluidstroms in entsprechende
Teilströme ist ein Stromteiler 26 vorgesehen. Der Stromteiler 26 weist eine erste
Drossel 28.1 und eine zweite Drossel 28.2 auf, welche den von der Druckversorgung
P kommenden, 100 % betragenden Fluidstrom in einen zum ersten hydraulischen Verbraucher
10 führenden, beispielhaft 67 % betragenden ersten Teilstrom und einen zum zweiten
hydraulischen Verbraucher 12 führenden, beispielhaft 33 % betragenden zweiten Fluidstrom
aufteilt. Es versteht sich, dass anstelle dieses fest vorgegebenen Verhältnisses zwischen
erstem und zweitem Teilstrom die beiden Drosseln 28.1, 28.2 individuell auch anders
einstellbar ausgebildet sein können. Der Stromteiler 26 ist für einen Volumenstrombereich
von beispielsweise 150 I/min ausgelegt. Hierbei ist ein Kompromiss zwischen dem minimalen
Volumenstrom, bei welchem der Stromteiler 26 seine Funktion erfüllt, und einem Druckabfall
über ein zweites Schaltventil 34.2 bei maximalem Volumenstrom zu finden. Bei geringem
Volumenstrom des von der Druckversorgung P kommenden Fluidstroms funktioniert der
Stromteiler 26 entsprechend den beiden Drosseln 28.1, 28.2.
[0025] In einer ersten Fluidverbindung oder Fluidleitung F1 vom Stromteiler 26 zum ersten
hydraulischen Verbraucher 10 ist ein Rückschlagventil 36 vorgesehen, welches bei einer
Druckversorgung der Einfahrseite 18.1 des ersten hydraulischen Verbrauchers 10 über
das erste Ventil 22 schließt, um einen Druckabfall über die erste Fluidverbindung
F1 zu vermeiden. In einer zweiten Fluidverbindung oder Fluidleitung F2 vom Stromteiler
26 zum zweiten hydraulischen Verbraucher 12 ist eine Sperreinrichtung 38 vorgesehen,
welche als Rückschlagventil ausgebildet ist und über eine fluidführend an die erste
Fluidverbindung F1 angeschlossene, als Leckagestromleitung ausgebildete Steuerleitung
S sperrbar ist.
[0026] Die fluid- und druckführende Steuerleitung S (strichliniert gezeichnet) verläuft
zwischen einer Anschlussstelle AS der Sperreinrichtung 38 für das Sperren derselben
und einer Abzweigstelle AB, in die sowohl eine vom Ausgang A1 eines Stromteilerpfades
ST1 des Stromteilers 26 kommende Fluidleitung F1' einmündet als auch die weitere Fluidleitung
F1, die in Richtung des Verbrauchers 10 mit der höheren Druckbeaufschlagung mündet.
Der Stromteilerpfad ST2 des Stromteilers 26 ist über den Ausgang A2 des Stromteilers
26 an die Fluidleitung F2', welche weiter zu einem eingangsseitigen Anschluss der
Sperreinrichtung 38 führt, angeschlossen. Die Anschlussstelle AS sowie die zum Verbraucher
12 führende Fluidleitung oder -verbindung F2 sind an der Ausgangsseite des Sperrventiles
38 angeschlossen, dessen Sperrglied in Richtung der genannten Ausgangsseite bei Anstehen
eines entsprechenden Fluiddrucks öffnet und ansonsten unter Einbezug des Differenzdruckes
zwischen Ein- und Ausgangsseite des Sperrventiles 38 auch in einer geschlossenen Stellung
verbleiben kann.
[0027] Der Stromteiler 26 und die Sperreinrichtung 38 sind Teil einer Vorrichtung 32 zur
Ansteuerung der beiden hydraulischen Verbraucher 10, 12, wobei die Vorrichtung 32
weiter das Rückschlagventil 36 und schaltbare Ventile 34.1, 34.2, 34.3 umfasst. Ein
erstes schaltbares Ventil 34.1 ist in der ersten Fluidverbindung F1 vom Stromteiler
26 zur Einfahrseite 18.1 des ersten hydraulischen Verbrauchers 10 angeordnet. Ein
zweites schaltbares Ventil 34.2 ist zur Umgehung des Stromteilers 26 nebst Sperreinrichtung
38 bei einer unmittelbaren Druckbeaufschlagung von der Druckversorgung P über das
zweite Ventil 24 zur Einfahrseite 18.2 des zweiten hydraulischen Verbrauchers 12 angeordnet.
Ein drittes schaltbares Ventil 34.3 ist in einer direkten Rückführleitung von der
Ausfahrseite 20.1 des ersten hydraulischen Verbrauchers 10 zum Tankanschluss T, d.h.,
parallel zum ersten Ventil 22 angeordnet.
[0028] Fig. 2 unterscheidet sich von Fig. 1 darin, dass sich das rechts gezeigte zweite
Ventil 24 in der EIN-Stellung befindet und dementsprechend über den Stromteiler 26
die Einfahrseiten 18.1, 18.2 der beiden hydraulischen Verbraucher 10, 12 mit Druck
beaufschlagt sind und die jeweiligen Kolben 14, 16 eine horizontale erste Einfahrbewegung
E1 bzw. eine vertikale zweite Einfahrbewegung E2 durchführen. Durch die vom Stromteiler
26 durch die Fluidverbindungen F1, F2 zur Einfahrseite 18.1, 18.2 des jeweiligen hydraulischen
Verbrauchers 10, 12 geführten Teilströme werden diese zwangsgekoppelt und die Kolben
14, 16 bewegen sich entsprechend der im Stromteiler 26, genauer über die Drosseln
28.1, 28.2, eingestellten Teilströme sowie dem auf der jeweiligen Einfahrseite 18.1,
18.2 vorgegebenen Teilvolumen des jeweiligen Arbeitszylinders in einem vorgegebenen
Verhältnis zueinander. Bei einer Verwendung des Hydrauliksystems in einer Maschine,
wie einem Telelader, zur Bewegung von Lasten fährt durch diese Zwangskopplung der
erste Kolben 14 bzw. Aktuator bei einer Senkbewegung gemäß der zweiten Einfahrbewegung
E2 des zweiten Kolbens 16 bzw. Aktuators gemäß der ersten Einfahrbewegung E1 ein.
Hierdurch wird ein Kippen der Maschine durch eine ungünstige Schwerpunktverlagerung
wirksam vermieden. Das durch die Bewegung der Kolben 14, 16 an der Ausfahrseite 20.1,
20.2 des jeweiligen hydraulischen Verbrauchers 10, 12 verdrängte Fluid wird über den
Tankanschluss T zurück in den Tank geführt.
[0029] Fig. 3 unterscheidet sich von Fig. 1 darin, dass sich das links gezeigte erste Ventil
22 in der EIN-Stellung befindet und dementsprechend die Einfahrseite 18.1 des ersten
hydraulischen Verbrauchers 10 mit Druck beaufschlagt ist und der erste Kolben 14 eine
in der Figur nach rechts zeigende Einfahrbewegung E1 vollführt. Aufgrund der NEUTRAL-Stellung
des zweiten Ventils 24 steht in der zweiten Fluidverbindung F2 und am Stromteiler
26 der auf der Einfahrseite 18.2 des zweiten Kolbens 16 herrschende Druck an. In der
in Fig. 3 dargestellten Situation ist der zweite Kolben 16 weit aus dem Arbeitszylinder
des zweiten hydraulischen Verbrauchers 12 ausgefahren, so dass an der entsprechenden
Einfahrseite 18.2 ein niedriger Druck ansteht. Dieser niedrige Druck steht ebenfalls
stromteilerseitig am Rückschlagventil 36 in der ersten Fluidverbindung F1 an. Das
genannte Rückschlagventil 36 ist aufgrund des aktuatorseitigen, wesentlich höheren
Drucks von der Druckversorgung P geschlossen.
[0030] An der dem ersten hydraulischen Verbraucher 10 zugeordneten Seite des Stromteilers
26 bzw. im entsprechenden Abschnitt der ersten Fluidverbindung F1 anstehender Fluiddruck
kann den Stromteiler 26 nahezu ungehindert durchströmen und würde ohne die Sperreinrichtung
38 die Einfahrseite 18.2 des zweiten hydraulischen Verbrauchers 12 erreichen und die
Position des zweiten Kolbens 16 in ungewünschter Weise, insbesondere "ruckartig",
beeinflussen können. Durch die Sperreinrichtung 38 wird eine derartige unerwünschte
Beeinflussung dadurch verhindert, dass die Sperreinrichtung 38 vom in der ersten Fluidverbindung
F1 anstehenden Fluiddruck über die Steuerleitung S angesteuert und verschlossen wird,
bevor ein derartiger Fluidstrom über den Stromteiler 26 die zum zweiten hydraulischen
Verbraucher 12 führende zweite Fluidverbindung F2 erreicht.
[0031] Sobald der an der Einfahrseite 18.1 des ersten hydraulischen Verbrauchers 10 anstehende
Druck verringert und/oder die Schaltstellung des ersten Ventils 22 geändert wird,
werden Fluid-Leckageströme über den Stromteiler 26 verringert und spätestens bei einem
Druckabfall am Stromteiler 26 vernachlässigbar klein oder ganz verhindert. Infolgedessen
wird die Sperreinrichtung 38 wieder entsperrt und die Einfahrseite 18.2 des zweiten
hydraulischen Verbrauchers 12 kann wieder über die in Fig. 2 gezeigte Stellung des
zweiten Ventils 24 mit Druck beaufschlagt werden. Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
der Vorrichtung 32 wird insbesondere erreicht, dass ein störungsfreies Arbeiten auch
in besonderen Situationen eines Hydrauliksystems sichergestellt und somit schnelle
Ladezyklen ermöglicht sind.
1. Hydrauliksystem umfassend mindestens einen ersten hydraulischen Verbraucher (10) und
mindestens einen zweiten hydraulischen Verbraucher (12) und eine Steuervorrichtung
(32) zur Ansteuerung der hydraulischen Verbraucher (10, 12),
- wobei der erste (10) und der zweite hydraulische Verbraucher (12) ein fluidbetätigter
Aktuator ist mit jeweils zwei voneinander getrennten Aktuatorseiten (18.1, 20.1; 18.2,
20.2), die für eine Bewegung (E1, E2) eines jeweiligen Kolbens (14, 16) wechselweise
fluidführend mit der Druckversorgung (P) verbindbar sind,
- wobei die Steuervorrichtung (32) einen Stromteiler (26), eine Sperreinrichtung (38)
und zur jeweils gewünschten Fluidversorgung der hydraulischen Verbraucher (10, 12)
ein erstes Wegeventil (22) und ein zweites Wegeventil (24) umfasst,
- wobei die hydraulischen Verbraucher (10, 12) zumindest über den Stromteiler (26)
zur Aufteilung eines von einer Druckversorgung (P) kommenden Fluidstroms in vorgebbare,
zum jeweiligen hydraulischen Verbraucher (10, 12) führende Teilströme mit Fluid mit
vorgebbarem Druck versorgbar sind,
- wobei mittels der zwischen dem Stromteiler (26) und mindestens einem hydraulischen
Verbraucher (12) angeordneten, ansteuerbaren Sperreinrichtung (38) ein Fluidstrom
von demjenigen hydraulischen Verbraucher (10) mit höherer Druckbeaufschlagung über
den Stromteiler (26) zu demjenigen hydraulischen Verbraucher (12) mit niedrigerer
Druckbeaufschlagung unterbindbar ist,
- wobei die mindestens eine Sperreinrichtung (38) in einer Fluidverbindung (F2) vom
Stromteiler (26) zum hydraulischen Verbraucher (12) mit niedrigerer Druckbeaufschlagung
angeordnet ist,
- wobei eine Steuerleitung (S) von der vom hydraulischen Verbraucher (10) mit jeweils
höherer Druckbeaufschlagung zum Stromteiler (26) führenden Fluidverbindung (F1) zu
der Sperreinrichtung (38) derart geführt ist, dass die höhere Druckbeaufschlagung
die Sperreinrichtung (38) in Richtung ihrer sperrenden Stellung ansteuert, so dass
in jedweder Drucksituation der angesteuerten hydraulischen Verbraucher (10, 12) ein
in der Fluidverbindung (F1) vom hydraulischen Verbraucher (10) mit höherer Druckbeaufschlagung
zum Stromteiler (26) anstehender Fluiddruck den hydraulischen Verbraucher (12) mit
niedrigerer Druckbeaufschlagung nicht erreicht und folglich diesen nicht in ungewollter
Weise betätigt,
- dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Ventil (24) derart zwischen die Druckversorgung (P) und die zwei hydraulischen
Verbraucher (10, 12) geschaltet ist, dass das zweite Ventil (24) unmittelbar an eine
Ausfahrseite (20.2) des zweiten hydraulischen Verbrauchers (12) und über den Stromteiler
(26) an beide Einfahrseiten (18.1, 18.2) der beiden hydraulischen Verbraucher (10,
12) angeschlossen ist.
2. Hydrauliksystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass bei deren Betrieb die mindestens eine, bevorzugt als Ventil, besonders bevorzugt
als Rückschlagventil, ausgebildete, Sperreinrichtung (38) vom den Stromteiler (26)
durchströmenden Fluiddruck angesteuert sowie von dem vom hydraulischen Verbraucher
(10) mit jeweils höherer Druckbeaufschlagung stammenden Fluiddruck sperrbar ist.
3. Hydrauliksystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerleitung (S) zwischen einer Anschlussstelle (AS) der Sperreinrichtung (38)
für das Sperren derselben und einer Abzweigstelle (AB) verläuft, in die sowohl eine
vom Ausgang (A1) eines Stromteilerpfades (ST1) des Stromteilers (26) kommende Fluidleitung
(F1') einmündet als auch die weitere Fluidleitung (F1), die in Richtung des Verbrauchers
(10) mit der höheren Druckbeaufschlagung führt.
4. Hydrauliksystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben (14, 16) jeweils in einem Arbeitszylinder ein- und ausfahrbar geführt
sind, und dass die einer einfahrenden Bewegung (E1, E2) des jeweiligen Kolbens (14,
16) zugeordneten Aktuatorseiten (18.1, 18.2) mit dem Stromteiler (26) verbunden sind.
5. Hydrauliksystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Kolben (14) in einem Teleskopzylinder, vorzugsweise in einer Horizontalrichtung
(H), ein- und ausfahrbar geführt ist, dass ein weiterer Kolben (16) in einem Hubzylinder,
vorzugsweise in einer Vertikalrichtung (V), ein- und ausfahrbar geführt ist, und dass
die Sperreinrichtung (38) zwischen dem Stromteiler (26) und dem Hubzylinder angeordnet
ist.
1. A hydraulic system comprising at least one first hydraulic consumer (10) and at least
one second hydraulic consumer (12) and a control device (32) for actuating the hydraulic
consumers (10, 12),
- wherein the first (10) and the second hydraulic consumer (12) is a fluid-actuated
actuator each with two actuator sides (18.1, 20.1; 18.2, 20.2) which are separated
from one another, which actuator sides can be connected in an alternating manner to
the pressure supply (P) for a movement (E1, E2) of a respective piston (14, 16) to
guide fluid,
- wherein the control device (32) comprises a flow divider (26), a shut-off device
(38) and, for the desired fluid supply of each of the hydraulic consumers (10, 12),
a first way valve (22) and a second way valve (24),
- wherein the hydraulic consumers (10, 12) can be supplied with fluid at a predefinable
pressure at least via the flow divider (26) for dividing a fluid flow coming from
a pressure supply (P) in predefinable partial flows, which leads to the respective
hydraulic consumer (10, 12),
- wherein a fluid flow from the respective hydraulic consumer (10) with higher pressure
loading via the flow divider (26) to the respective hydraulic consumer (12) with lower
pressure loading can be suppressed by means of the actuatable shut-off device (38)
arranged between the flow divider (26) and at least one hydraulic consumer (12),
- wherein the at least one shut-off device (38) is arranged in a fluid connection
(F2) from the flow divider (26) to the hydraulic consumer (12) with lower pressure
loading,
- wherein a control line (S) is guided from the fluid connection (F1) running from
the hydraulic consumer (10) which has the higher pressure loading to the flow divider
(26) to the shut-off device (38) such that the higher pressure loading actuates the
shut-off device (38) in the direction of the blocking position thereof, with the result
that, in the respective pressure situation of the actuated hydraulic consumer (10,
12), a fluid pressure which is present in the fluid connection (F1) from the hydraulic
consumer (10) with higher pressure loading to the flow divider (26) does not reach
the hydraulic consumer (12) with lower pressure loading, and consequently does not
actuate this consumer in an unintended manner,
- characterised in that the second valve (24) is switched between the pressure supply (P) and the two hydraulic
consumers (10, 12) such that the second valve (24) is connected directly to a retraction
side (20.2) of the second hydraulic consumer (12) and, via the flow divider (26),
to both extension sides (18.1, 18.2) of the two hydraulic consumers (10,12).
2. The hydraulic system according to claim 1, characterised in that during the operation thereof, the at least one shut-off device (38), which is preferably
designed as a valve, particularly preferably, as a non-return valve, is actuated by
the fluid pressure flowing through the flow divider (26) and can be blocked by the
fluid pressure originating from the hydraulic consumer (10) with a respective higher
pressure loading.
3. The hydraulic system according to claim 1 or 2, characterised in that the control line (S) runs between a connection point (AS) of the shut-off device
(38) for blocking said connection point and a branching point (AB), into which control
line both a fluid line (F1"), coming from the outlet (A1) of a flow divider pathway
(ST1) of the flow divider (26), discharges, as does the further fluid line (F1), which
runs in the direction of the consumer (10) with the higher pressure loading.
4. The hydraulic system according to one of the preceding claims, characterised in that the pistons (14, 16) are each guided in a working cylinder such that said pistons
can be extended and retracted, and in that the actuator sides (18.1, 18.2) allocated to a retracting movement (E1, E2) of the
respective piston (14, 16) are connected to the flow divider (26).
5. The hydraulic system according to one of the preceding claims, characterised in that one of the pistons (14) is guided such that it can be extended and retracted in a
telescopic cylinder, preferably in a horizontal direction (H), that an additional
piston (16) is guided such that it can be extended and retracted in a lifting cylinder,
preferably in a vertical direction (V), and in that the shut-off device (38) is arranged between the flow divider (26) and the lifting
cylinder.
1. Système hydraulique comprenant au moins un premier consommateur (10) hydraulique et
au moins un deuxième consommateur (12) hydraulique et un dispositif (32) de commande
pour commander les consommateurs (10, 12) hydrauliques,
- dans lequel le premier (10) et le deuxième consommateurs (12) hydraulique est un
actionneur à actionnement par du fluide, ayant chacun deux côtés (18.1, 20.1; 18.2,
20.2) d'actionneur séparés l'un de l'autre, qui, pour un déplacement (E1, E2) d'un
piston (14, 16) respectif, peuvent être reliés à tour de rôle, de manière à conduire
du fluide, à la source (P) de pression,
- dans lequel le dispositif (32) de commande comprend un diviseur (26) de courant,
un dispositif (38) d'arrêt et, pour l'alimentation en fluide souhaitée respectivement
des consommateurs (10, 12) hydrauliques, une première soupape (22) à plusieurs voies
et une deuxième soupape (24) à plusieurs voies,
- dans lequel les consommateurs (10, 12) hydrauliques peuvent être alimentés par du
fluide à une pression pouvant être donnée à l'avance, au moins par le diviseur (26)
de courant, pour la répartition d'un courant de fluide venant d'une source (P) de
pression en des courants partiels pouvant être donnés à l'avance et allant aux consommateurs
(10, 12) hydrauliques respectifs,
- dans lequel, au moyen du dispositif (38) d'arrêt, monté entre le diviseur (26) de
courant et au moins un consommateur (12) hydraulique et pouvant être commandé, peut
être supprimé, un courant de fluide, allant du consommateur (10) hydraulique, ayant
l'alimentation en pression la plus haute, au consommateur (12) hydraulique, ayant
l'alimentation en pression la plus basse, en passant par le diviseur (26) de courant,
- dans lequel le au moins un dispositif (38) d'arrêt est monté dans une liaison (F2)
fluidique, allant du diviseur (26) de courant au consommateur (12) hydraulique ayant
l'alimentation en pression la plus basse,
- dans lequel une ligne (S) de commande va de la liaison (F1) fluidique, menant du
consommateur (10) hydraulique ayant l'alimentation en pression la plus haute au diviseur
(26) de courant, au dispositif (38) d'arrêt, de manière à ce que l'alimentation en
pression la plus grande commande le dispositif (38) d'arrêt en direction de sa position
d'arrêt, de sorte que, quelle que soit la situation de pression des consommateurs
(10, 12) hydrauliques commandés, une pression de fluide, régnant dans la liaison (F1)
fluidique allant du consommateur (10) hydraulique ayant l'alimentation en pression
la plus haute au diviseur (26) de courant, n'atteint pas le consommateur (12) hydraulique
ayant l'alimentation en pression la plus basse et, en conséquence, n'actionne pas
celui-ci d'une manière qui n'est pas voulue,
- caractérisé en ce que la deuxième soupape (24) est montée entre la source (P) de pression et les deux consommateurs
(10, 12) hydrauliques, de manière à ce que la deuxième soupape (24) soit raccordée
directement à un côté (20.2) de sortie du deuxième consommateur (12) hydraulique et,
par le diviseur (26) de courant, aux deux côtés (18.1, 18.2) d'entrée des deux consommateurs
(10, 12) hydrauliques.
2. Système hydraulique suivant la revendication 1, caractérisé en ce que, lors de son fonctionnement, le au moins un dispositif (38) d'arrêt, constitué de
préférence en soupape, notamment de préférence en clapet anti-retour, est commandé
par la pression du fluide passant dans le diviseur (26) de courant, ainsi que peut-être
mis en arrêt par la pression de fluide provenant du consommateur (10) hydraulique
ayant l'alimentation en pression la plus haute.
3. Système hydraulique suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la ligne (S) de commande s'étend entre un point (AS) de raccordement du dispositif
(38) d'arrêt pour l'arrêt de celui-ci et un point (AB) de bifurcation, dans lequel
débouche tant une ligne (F1') fluidique venant de la sortie (A1) d'un trajet (ST1)
du diviseur (26) de courant, que l'autre ligne (F1) de fluide, qui va en direction
du consommateur (10) ayant l'alimentation en pression la plus haute.
4. Système hydraulique suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les pistons (14, 16) sont guidés en pouvant entrer et sortir respectivement dans
un cylindre de travail et en ce que les côtés (18.1, 18.2) d'actionneur, associés à un déplacement (E1, E2) d'entrée
du piston (14, 16) respectif, sont reliés au diviseur (26) de courant.
5. Système hydraulique suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'un des pistons (14) est guidé avec possibilité d'entrer et de sortir dans un cylindre
télescopique, de préférence dans une direction (H) horizontale, en ce qu'un autre piston (16) est guidé avec possibilité d'entrer et de sortir dans un cylindre
de levage, de préférence dans une direction (V) verticale, et en ce que le dispositif (38) d'arrêt est monté entre le diviseur (26) de courant et le cylindre
de levage.