[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Ballspielschläger, insbesondere einen Tennisschläger,
mit einem austauschbaren Elektronikeinsatz.
[0002] Es ist bereits bekannt, Ballspielschläger mit Elektronik und/oder Sensoren auszustatten,
um beispielsweise Vibrationen im Schläger aktiv zu dämpfen oder bestimmte Eigenschaften
während des Spiels zu messen. So ist beispielsweise aus der
EP 1 177 816 A1 ein Ballspielschläger bekannt, der mindestens einen Wandler, der bei Deformationen
mechanische Energie in elektrische Energie umwandelt, und eine an den Wandler angeschlossene
elektrische Schaltung aufweist. Die gesamte, dem Wandler zugeführte elektrische Energie
wird dabei von Energie abgeleitet, die aus der mechanischen Verformung entnommen wird.
Der Wandler wiederum wandelt diese elektrische Energie in mechanische Energie um,
die die Schwingungseigenschaften des Schlägers beeinflusst. Die elektrische Schaltung
ist dabei in einem Ausschnitt im Griffabschnitt aufgenommen und dieser Ausschnitt
mit einem Schaumstoff zum Fixieren der Schaltung gefüllt. Alternativ kann die Schaltung
am Griffabschnitt des Schlägers angeklebt sein oder fix an der Griffkappe des Schlägers
montiert sein.
[0003] Bei diesen herkömmlichen Schlägern hat es sich jedoch als nachteilig herausgestellt,
dass der Schläger bereits bei der Produktion mit der gewünschten elektrischen Schaltung
versehen werden muss. Dies macht es praktisch unmöglich, einen Schläger nachträglich
entsprechend nachzurüsten bzw. die elektrische Schaltung eines solchen Schlägers durch
eine andere oder verbesserte Schaltung zu ersetzen.
[0004] Die vorliegende Erfindung macht es sich zur Aufgabe, in diesem Zusammenhang eine
flexiblere Lösung bereitzustellen.
[0005] WO 2014/004812 A2 (Priorität vom 14.03.2013; Veröffentlichung am 03.01.2014) beschreibt einen Ballspielschläger
mit einem Kopfabschnitt zur Aufnahme einer Bespannung und einem Griffabschnitt mit
einer Griffkappe, wobei der Griffabschnitt einen Hohlraum zur auswechselbaren Aufnahme
eines Elektronikeinsatzes aufweist. In diesem Dokument ist außerdem der Hohlraum eines
Golfschlägers derart ausgelegt, dass der Elektronikeinsatz oder alternativ ein Masseeinsatz
in den Hohlraum aufgenommen werden kann. Der Akku des Golfschlägers lässt sich auch
im Golfschläger aufladen.
[0006] Entsprechend betrifft die vorliegende Erfindung ein Set gemäß Anspruch 1, mit einem
Ballspielschläger, einem Elektronikeinsatz und einem Masseeinsatz. Der Ballspielschläger
weist einen Kopfabschnitt zur Aufnahme einer Bespannung und einen Griffabschnitt auf,
wobei im Griffabschnitt ein Hohlraum zur auswechselbaren Aufnahme des Elektronikeinsatzes
vorgesehen ist. Der Hohlraum ist dabei derart ausgelegt, dass der Elektronikeinsatz
mit einer definierten Orientierung an einer vorbestimmten Position in den Hohlraum
aufgenommen und mit dieser Orientierung an dieser Position gehalten werden kann. Die
definierte Orientierung und definierte Position des eingebrachten Elektronikeinsatzes
sind dabei insofern von Bedeutung, als der Elektronikeinsatz in Abhängigkeit von seiner
Funktionalität beispielsweise Beschleunigungssensoren oder Gyrosensoren aufweisen
kann, deren Signale nur dann sinnvoll ausgewertet werden können, wenn die Orientierung
und Position solcher Sensoren bekannt ist.
[0007] Der Elektronikeinsatz wird in dem Hohlraum statisch bestimmt gelagert. Der Hohlraum
ist mit einem Mechanismus versehen, der es erlaubt, den Elektronikeinsatz lösbar in
dem Hohlraum zu fixieren. Dabei treten bevorzugt Elemente am Elektronikeinsatz mit
entsprechenden Gegenstücken innerhalb des Hohlraums in Eingriff. Hierfür kann der
Elektronikeinsatz beispielsweise lösbar in den Hohlraum einrasten. Zusätzlich oder
alternativ ist es möglich, dass der Elektronikeinsatz, beispielsweise mit Hilfe entsprechender
Nuten, an der Innenseite des Hohlraums geführt wird. Am schlägerkopfseitigen Ende
des Hohlraums können bevorzugt eine Feder und/oder ein elastisches Element vorgesehen
sein, gegen dessen Rückstellkräfte der Elektronikeinsatz in den Hohlraum eingeführt
wird. Am griffkappenseitigen Ende des Hohlraums kann ein Mechanismus vorgesehen sein,
mit Hilfe dessen verhindert wird, dass der Elektronikeinsatz aufgrund der fehlenden
Kräfte wieder aus dem Hohlraum herausgedrückt wird. Dieser Mechanismus kann auch durch
die Griffkappe selbst gebildet werden, die dann, sobald sie am Griffabschnitt des
Ballspielschlägers fixiert ist, den Elektronikeinsatz in Position hält.
[0008] Besonders bevorzugt hat der im Griffabschnitt vorgesehene Hohlraum eine Öffnung am
griffkappenseitigen Ende des Griffabschnitts, die mit Hilfe einer Griffkappe verschlossen
werden kann. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann der Hohlraum aber
auch eine Öffnung an einem seitlichen Wandabschnitt des Griffes aufweisen, die beispielsweise
durch das Griffband verschlossen sein kann.
[0009] Erfindungsgemäß ist es auf einfache Weise möglich, den einmal in den Hohlraum eingebrachten
Elektronikeinsatz wieder aus dem Hohlraum zu entfernen, ohne dabei den Elektronikeinsatz
oder dessen schlägerseitige Lagerung zu zerstören. Dadurch kann der Elektronikeinsatz
auf einfache Art und Weise durch einen neuen Elektronikeinsatz ersetzt werden, mit
weiteren Komponenten wie zum Beispiel mit Sensoren bestückt werden oder neu programmiert
werden. Besonders bevorzugt ist es für den Austausch des Elektronikeinsatzes lediglich
nötig, die Griffkappe vom Griffabschnitt zu lösen und, optional, eine zusätzliche
Verrastung und/oder Fixierung des Elektronikeinsatzes im Hohlraum zu lösen.
[0010] Bevorzugt weist der Ballspielschläger mindestens einen Sensor und/oder einen Prozessor
auf. Als Sensoren kommen beispielsweise Beschleunigungssensoren, Gyrosensoren, Magnetometer,
Temperatursensoren, GPS-Sensoren und dergleichen in Frage. Die Sensoren können im
Griffabschnitt und/oder im Kopfabschnitt des Ballspielschlägers angebracht sein. Bevorzugt
ist im Griffabschnitt eine elektrisch leitende Verbindung vorgesehen, die dazu geeignet
ist, den Elektronikeinsatz mit den Sensoren und/oder dem Prozessor elektrisch zu verbinden.
Sind Sensor und/oder Prozessor im Griffabschnitt angeordnet, kann es sich bei der
Verbindung um eine direkte Verbindung zwischen diesen Komponenten und dem Elektronikeinsatz
handeln. Sind aber einige oder alle diese Komponenten im Kopfabschnitt und/oder Herzabschnitt
des Ballspielschlägers angeordnet, so führt bevorzugt ein Kabel von diesen Komponenten
zum Griffabschnitt, wo dann die elektrisch leitende Verbindung vorgesehen ist, die
dazu geeignet ist, eine Verbindung zum Elektronikeinsatz herzustellen. Hierbei kann
es sich beispielsweise um eine Steckverbindung und/oder einen Federkontakt handeln.
Bevorzugt sorgt diese Verbindung nicht nur für eine elektrische Verbindung zwischen
Prozessor und/oder Sensor einerseits und Elektronikeinsatz andererseits, sondern auch
für eine mechanische Verbindung zwischen dem Elektronikeinsatz und dem Griffabschnitt.
So kann beispielsweise im Griffabschnitt eine Steckverbindung vorgesehen sein, in
die entsprechende Gegenstücke am Elektronikeinsatz mechanisch einrasten, wobei gleichzeitig
eine elektrisch leitende Verbindung hergestellt wird. Auch eine Verbindung mit einem
Federkontakt kann zur mechanischen Stabilisierung des Elektronikeinsatzes beitragen,
wie dies bereits oben geschildert wurde.
[0011] Zusätzlich oder alternativ zu dem Sensor und/oder Prozessor im Ballspielschläger
kann ein Sensor und/oder Prozessor auch im Elektronikeinsatz vorgesehen sein. Sind
sämtliche elektronischen Komponenten und Sensoren im Elektronikeinsatz angeordnet,
kann auf eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Elektronikeinsatz einerseits
und Komponenten im Griffabschnitt andererseits verzichtet werden. Für bestimmte Anwendungen
ist es jedoch bevorzugt, wenn zusätzlich externe elektronische Komponenten außerhalb
des Elektronikeinsatzes vorgesehen sind, die im Griffabschnitt, Herzbereich und/oder
Kopfabschnitt des Ballspielschlägers, bevorzugt fix, montiert sind. Insbesondere kann
es von Vorteil sein, Beschleunigungssensoren im Kopfabschnitt und/oder Herzbereich
des Beispielsschlägers anzubringen.
[0012] Der Elektronikeinsatz weist bevorzugt eine oder eine Kombination der folgenden Komponenten
auf: Prozessor, Speicher, Beschleunigungssensor, Gyrosensor, Magnetometer, Temperatursensor,
GPS-Sensor, Kommunikationsschnittstelle für z. B. WLAN, Bluetooth oder USB, Stromversorgung
(z.B. Batterie).
[0013] Bevorzugt weist der Elektronikeinsatz ferner ein Gehäuse auf, das dazu geeignet ist,
in den Griffabschnitt des Ballspielschlägers, bevorzugt vollständig, aufgenommen zu
werden. Bevorzugt sind sämtliche elektronische Komponenten des Elektronikeinsatzes
innerhalb des Gehäuses angeordnet und durch dieses vor äußeren Einflüssen geschützt.
Das Gehäuse ist bevorzugt aus Kunststoff gefertigt, beispielsweise spritzgegossen.
Das Gehäuse hat eine Längsachse und ist bevorzugt um diese Längsachse nicht rotationssymmetrisch,
so dass ein passgenaues Einfügen des Gehäuses in den Hohlraum im Griffabschnitt eine
definierte Orientierung des Gehäuses im Griffabschnitt garantiert wird. Bevorzugt
ist der Querschnitt durch das Gehäuse auch nicht spiegelsymmetrisch, so dass auch
eine spiegelbildliche Montage des Elektronikeinsatzes verhindert werden kann. Beispielsweise
kann das Gehäuse rechteckig ausgebildet sein und darüber hinaus an zwei gegenüberliegenden
Seiten jeweils eine Nut aufweisen, wobei die beiden Nuten unterschiedlich ausgebildet
sind und in entsprechend unterschiedlich ausgebildete Vorsprünge im Hohlraum der Griffabschnittes
eingreifen können. Das Gehäuse kann Anschlüsse für externe Komponenten aufweisen,
beispielsweise die oben bereits diskutierte elektrisch leitende Verbindung zu etwaigen
Sensoren und/oder Prozessoren im Griffabschnitt des Ballspielschlägers und/oder Kommunikationsschnittstellen
zum Anschluss an weitere externe Komponenten wie z. B. einen USB-Anschluss.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Elektronikeinsatz bzw. das Gehäuse
an einem ersten Ende eine Kommunikationsschnittstelle auf und an einem zweiten, dem
ersten Ende gegenüberliegenden Ende eine Verbindung im Griffabschnitt zum Verbinden
des Elektronikeinsatzes mit dem Sensor und/oder Prozessor auf. Wenn der Elektronikeinsatz
in den Hohlraum des Ballspielschlägers eingeführt ist, weist das zweite Ende zum kopfabschnittseitigen
Ende des Hohlraums, in welche Richtung im Ballspielschläger z. B. externe Sensoren
angeordnet sein können, wohingegen das erste Ende zum griffkappenseitigen Ende des
Hohlraums weist. Auf diese Weise ist die Kommunikationsschnittstelle besonders einfach
für den Anwender zugänglich. Ist beispielsweise an diesem ersten Ende ein USB-Anschluss
vorgesehen, so kann der Spieler die Griffkappe des Ballspielschlägers vom Griffabschnitt
lösen und den Elektronikeinsatz z. B. mit einem USB-Speicher, einem Laptop oder einem
Smartphone verbinden, während sich der Elektronikeinsatz noch im Hohlraum des Griffabschnitts
befindet. Zusätzlich oder alternativ kann an dem ersten Ende auch ein Aufnahmebereich
für eine Speicherkarte (z.B. MicroSD oder dergleichen) vorgesehen sein, mit Hilfe
derer ermittelte Daten auf ein anderes Gerät übertragen werden könne, ohne den Elektronikeinsatz
aus dem Griffabschnitt zu entfernen. Besonders bevorzugt ist der Griffabschnitt des
Ballspielschlägers derart ausgebildet, dass sich eine externe Komponente mit der Kommunikationsschnittstelle
des Elektronikeinsatzes bzw. des Gehäuses verbinden lässt, ohne die Griffkappe vom
Griffabschnitt des Ballspielschlägers zu entfernen. Beispielsweise kann die Griffkappe
eine entsprechende Öffnung zur Durchführung eines USB-Speichers oder -Anschlusses
aufweisen, die sich bevorzugt verschließen lässt. Es ist ferner besonders bevorzugt,
dass die Griffkappe Teil des Elektronikeinsatzes bzw. des Gehäuses ist. So kann an
dem ersten Ende des Gehäuses ein Deckel oder Abschnitt vorgesehen sein, der dazu geeignet
ist, als Griffkappe für den Ballspielschläger zu dienen. Besonders bevorzugt sind
das Gehäuse des Elektronikeinsatzes und die Griffkappe des Ballspielschlägers bzw.
für den Ballspielschläger einteilig ausgebildet, z. B. als ein Stück spritzgegossen.
Bei dieser bevorzugten Ausführungsform ist bevorzugt die Kommunikationsschnittstelle
in der Griffkappe vorgesehen. Beispielsweise befindet sich dann in der Griffkappe
ein USB-Anschluss zum Verbinden des Elektronikeinsatzes mit einem USB-Speicher, einem
Laptop oder einem Smartphone. Zusätzlich oder alternativ hierzu kann das Gehäuse an
dem ersten Ende eine Einrichtung (oder Teile davon) zur drahtlosen Kommunikation,
z. B. für WLAN, Bluetooth oder dergleichen, aufweisen. Das erste Ende des Gehäuses
bzw. die integrale Griffkappe ist dann bevorzugt derart ausgebildet, dass die drahtlose
Kommunikation durch das erste Ende des Gehäuses bzw. die Griffkappe nicht oder nur
gering absorbiert oder gedämpft wird. Hierfür kann das erste Ende des Gehäuses bzw.
die Griffkappe entsprechende Öffnungen aufweisen und/oder aus einem entsprechend durchgängigen
Material gebildet sein und/oder besonders dünnwandig ausgebildet sein.
[0015] Das Gehäuse für den Elektronikeinsatz ist bevorzugt dafür geeignet, eine Energieversorgung,
beispielsweise einen Akku oder eine Batterie, aufzunehmen. Bevorzugt findet sich hierfür
am ersten Ende des Gehäuses eine entsprechende Öffnung, so dass der Akku oder die
Batterie ausgetauscht werden kann, ohne den Elektronikeinsatz aus dem Hohlraum des
Griffabschnitts zu entfernen. Erfindungsgemäß ist am ersten Ende des Gehäuses eine
elektrische Verbindung vorgesehen, mit Hilfe derer der Akku bzw. die Batterie wieder
aufgeladen werden kann. Erfindungsgemäß ist der Akku oder die Batterie bzw. die entsprechende
Verbindung zum Aufladen zugänglich, ohne dass die Griffkappe vom Griffabschnitt des
Ballspielschlägers entfernt werden müsste. Das Gehäuse kann zusätzlich oder alternativ
einen oder mehrere Aufnahmebereiche für Speicherkarten aufweisen, die ebenfalls bevorzugt
am ersten Ende des Gehäuse bzw. des Elektronikeinsatzes vorgesehen sind.
[0016] Das erfindungsgemäße Set aus Ballspielschläger, Masseeinsatz und Elektronikeinsatz
bietet mehrere Vorteile gegenüber dem Stand der Technik. Einerseits ist der erfindungsgemäße
Elektronikeinsatz auf einfache Weise austauschbar, so dass der Elektronikeinsatz durch
einen alternativen oder besseren Elektronikeinsatz ersetzt werden kann oder z. B.
für ein Update kurzfristig entnommen werden kann. Darüber hinaus ist der erfindungsgemäße
Elektronikeinsatz besonders einfach zugänglich und erlaubt eine problemlose Kommunikation
sowohl mit weiteren im Ballspielschläger vorhandenen Komponenten, wie z. B. Sensoren,
als auch mit externen Geräten wie z. B. Speichermedien, PC, Laptop, Tablet-PC und
Smartphone. Die Unterbringung der Elektronik in einem stabilen Gehäuse schützt die
Elektronik des Elektronikeinsatzes auch dann, wenn sich der Einsatz nicht im Hohlraum
des Griffabschnitts befindet. Ein integraler Einsatz aus Gehäuse und Griffkappe lässt
sich besonders einfach einbringen und austauschen.
[0017] Die vorliegende Erfindung richtet sich ferner auf einen Ballspielschläger, der mit
einem erfindungsgemäßen Elektronikeinsatz nachgerüstet werden kann. Dieser erfindungsgemäße
Ballspielschläger weist einen entsprechenden Hohlraum zur Aufnahme des Elektronikeinsatzes
auf. Ferner wird erfindungsgemäß ein Ersatz- oder Masseeinsatz bereitgestellt, der
in den Hohlraum aufgenommen werden kann und dafür sorgt, dass sich der erfindungsgemäße
Ballspielschläger während des Spiels genauso verhält, wie ein Ballspielschläger mit
eingebautem Elektronikeinsatz.
[0018] Der Hohlraum ist derart ausgebildet, dass sowohl der Masseeinsatz als auch der oben
beschriebene Elektronikeinsatz mit einer vorbestimmten Orientierung an einer vorbestimmten
Position in den Hohlraum aufgenommen und mit dieser Orientierung an dieser Position
gehalten werden kann. Der Masseeinsatz hat dabei im Wesentlichen dieselben Maße und
dasselbe Gewicht wie der Elektronikeinsatz, um sicherzustellen, dass die Gewichtsverteilung
des Ballspielschlägers mit eingeführtem Masseeinsatz im Wesentlichen identisch zu
derjenigen des Ballspielschlägers mit eingeführtem Elektronikeinsatz ist. Mit anderen
Worten ist die Masse des Elektronikeinsatzes bzw. deren Verteilung optimal auf den
zugehörigen Ballspielschläger abgestimmt, so dass dieser mit eingeführtem Elektronikeinsatz
optimale Spieleigenschaften aufweist. Der Masseeinsatz, der alternativ im Griffabschnitt
eingeführt sein kann, wenn kein Elektronikeinsatz verwendet wird, hat diesbezüglich
dieselben Eigenschaften, so dass sich der Schläger mit eingesetztem Masseeinsatz genau
so spielen lässt, wie mit eingesetztem Elektronikeinsatz. Das bedeutet, dass ein späterer
Upgrade des Schlägers durch einen erfindungsgemäßen Elektronikeinsatz die Spieleigenschaften
nicht verändert.
[0019] Es ist bevorzugt, dass der Hohlraum ein Dämpfungsmaterial aufweist, das dazu geeignet
ist, den Elektronikeinsatz vor Erschütterungen zu schützen. Dieses Dämpfungsmaterial
kann eines oder eine Kombination der folgenden Materialien aufweisen: Schaumstoff,
Elastomere, thermoplastische Elastomere, Polyurethan, Kunststoff mit einem E-Modul
unter 1000 MPa. Bevorzugt ist ein großer Teil der Innenfläche des Hohlraums und besonders
bevorzugt die gesamte Innenfläche des Hohlraums mit dem Dämpfungsmaterial ausgekleidet.
Die Schichtdicke des Dämpfungsmaterials und die Maße des Elektronikeinsatzes (bzw.
des Masseeinsatzes) sind dabei derart gewählt, dass ein passgenaues Einführen des
Elektronik- bzw. Masseeinsatzes in den Hohlraum des Griffabschnittes möglich ist.
[0020] Bevorzugt bildet die Lagerung für den Elektronikeinsatz einen mechanischen Filter
für Vibrationen, insbesondere einen Tiefpassfilter. Durch Wahl geeigneter Dämpfungsmaterialien
und entsprechender Schichtdicken des Dämpfungsmaterials können die Grenzfrequenzen
eines solchen Tiefpassfilters derart eingestellt werden, dass das von den Sensoren
zu messende Signal die Sensoren innerhalb des Elektronikeinsatzes erreicht, Rauschen
aber mit Hilfe des Tiefpassfilters unterdrückt wird. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform
würde bereits die Lagerung des Elektronikeinsatzes zur Signalkonditionierung beitragen
und dementsprechend einen Teil der Messtechnik bilden.
[0021] Der Elektronik- bzw. Masseeinsatz hat bevorzugt ein Volumen von mindestens 3 cm
3, stärker bevorzugt von mindestens 5 cm
3 und besonders bevorzugt von mindestens 10 cm
3. Der Elektronik- bzw. Masseeinsatz hat bevorzugt eine Länge zwischen 4 cm und 16
cm, stärker bevorzugt zwischen 6 cm und 14 cm und besonders bevorzugt zwischen 8 cm
und 12 cm. Der Elektronik- bzw. Masseeinsatz hat bevorzugt eine Breite zwischen 15
mm und 35 mm, stärker bevorzugt zwischen 15 mm und 30 mm und besonders bevorzugt zwischen
18 mm und 22 mm. Der Elektronik- bzw. Masseeinsatz hat bevorzugt eine Höhe von 10
mm und 30 mm, stärker bevorzugt zwischen 12 mm und 26 mm und besonders bevorzugt zwischen
14 mm und 22 mm. Der Elektronik- bzw. Masseeinsatz hat bevorzugt ein Gewicht zwischen
10 g und 100 g, stärker bevorzugt zwischen 20 g und 60 g und besonders bevorzugt zwischen
25 g und 45 g.
[0022] Bei den erfindungsgemäßen Sets kann selbstverständlich die Elektronik- bzw. Masseeinsatz
in dem Hohlraum angeordnet sein.
[0023] Bevorzugt weist auch der Masseeinsatz ein Gehäuse, bevorzugt ein spritzgegossenes
Kunststoffgehäuse auf. Es ist ferner bevorzugt, dass der Masseeinsatz integral mit
der Griffkappe des Ballspielschlägers verbunden ist. Besonders bevorzugt sind das
Gehäuse des Masseeinsatzes und die Griffkappe aus einem Stück spritzgegossen. Das
Gehäuse des Masseeinsatzes kann dafür geeignet sein, unterschiedliche Massen mit unterschiedlicher
Masseverteilung aufzunehmen. Bevorzugt ist der Masseeinsatz bzw. der Hohlraum derart
ausgebildet, dass der Masseeinsatz mit dem Hohlraum lösbar verrastet oder auf andere
Weise in Eingriff tritt.
[0024] Das erfindungsgemäße Set bietet verschiedene Vorteile gegenüber dem Stand der Technik.
Da die Kosten für einen Elektronikeinsatz je nach dessen Leistungsfähigkeit nicht
ganz unerheblich sein können, kann sich ein Spieler zunächst für einen Ballspielschläger
entscheiden, der grundsätzlich dazu in der Lage ist, einen entsprechenden Elektronikeinsatz
aufzunehmen, diesen jedoch zunächst mit einem Masseeinsatz bestücken. Zu einem späteren
Zeitpunkt kann dann der gewünschte Elektronikeinsatz hinzugekauft werden und der Masseeinsatz
problemlos durch den Elektronikeinsatz ausgetauscht werden. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen
Sets ist es auch möglich, dass beispielsweise ein Tennisverein einen Schläger mit
Elektronikeinsatz vorrätig hält und Mitglieder des Vereins einen entsprechenden Schläger
mit Masseeinsatz besitzen. Die Mitglieder können dann zeitweise, z. B. während Trainingsstunden,
den Masseeinsatz in ihrem Schläger durch einen Elektronikeinsatz ersetzen und beispielsweise
eine entsprechende Analyse ihrer Spieltechniken durchführen lassen. Anschließend lässt
sich der Elektronikeinsatz problemlos wieder entnehmen und durch einen Masseeinsatz
ersetzen. Da der Elektronikeinsatz und der Masseeinsatz im Hinblick auf Dimensionen,
Masse und Masseverteilung im wesentlichen identisch sind, ändern sich bei diesem Austausch
die Spieleigenschaften des Schlägers nicht.
[0025] Die Erfindung betrifft ein Set aus einem Ballspielschläger, einem Elektronikeinsatz
wie oben beschrieben und einem Masseeinsatz wie oben beschrieben, wobei der Elektronikeinsatz
und der Masseeinsatz ohne Veränderung der Spezifikationen des Ballspielschlägers ausgetauscht
werden können. Insbesondere sollen dabei die Schlägergesamtmasse, dessen Balance und/oder
dessen sogenanntes "Swingweight" beim Austausch konstant bleiben.
[0026] Bevorzugte Ausführungsformen werden nachfolgend mit Bezugnahme auf die Figuren näher
beschrieben, wobei keine Figur eine Griffklappe in Kombination mit einem Akku, der
sich im Hohlraum aufladen lässt, ohne dass die Griffkappe vom Ballspielschläger entfernt
werden muss, beschreibt. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Schnittansicht sowie einen Aufriss einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Griffabschnitts sowie eines Elektronikeinsatzes;
- Figur 2
- einen Teilschnitt durch den Schläger gemäß Figur 1;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht der bevorzugten Ausführungsform gemäß Figur 1;
- Figur 4
- eine Draufsicht auf den Griffabschnitt gemäß einer alternativen bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 5
- einen Teilschnitt durch den Griffabschnitt eines Ballspielschlägers einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 6
- einen Teilschnitt durch den Griffabschnitt eines Ballspielschlägers gemäß einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform;
- Figur 7
- ein Teilschnitt durch den Griffabschnitt eines Ballspielschlägers einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform;
- Figur 8
- ein Teilschnitt durch den Griffabschnitt eines Ballspielschlägers einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform; und
- Figur 9
- ein Teilschnitt durch den Griffabschnitt eines Ballspielschlägers einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform;
[0027] Die Figuren 1 bis 3 zeigen (zumindest teilweise) das erfindungsgemäße Set.
[0028] Der Ballspielschläger weist grundsätzlich einen Kopfabschnitt zur Aufnahme einer
Bespannung, von dem hier lediglich in Figur 2 die Ansätze der beiden Arme 5a und 5b
dargestellt sind, sowie einen Griffabschnitt 1 auf. Der Griffabschnitt 1 weist einen
Hohlraum 3 zur auswechselbaren Aufnahme eines Elektronikeinsatzes 2 auf. Der Hohlraum
3 ist dabei derart ausgelegt, dass der Elektronikeinsatz 2 mit einer vorbestimmten
Orientierung in einer vorbestimmten Position in den Hohlraum 3 aufgenommen und mit
dieser Orientierung an dieser Position gehalten werden kann. In der dargestellten
bevorzugten Ausführungsform geschieht dies unter anderem dadurch, dass das Querschnittsprofil
des Elektronikeinsatzes 2 nicht rotationssymmetrisch ist, sondern bei dem dargestellten
Beispiel eine achteckige Form aufweist. Dabei korrespondieren die den Hohlraum 3 bildenden
Wandabschnitte des Griffabschnittes 1 des Ballspielschlägers mit ihrer Form mit der
Außenform des Elektronikeinsatzes 2 bevorzugt derart, dass der Elektronikeinsatz 2
passgenau in den Hohlraum 3 eingeführt werden kann. Aufgrund des Fehlens einer Rotationssymmetrie
kann sich der Elektronikeinsatz 2 innerhalb des Hohlraumes 3 nicht verdrehen, was
sicherstellt, dass das Signal eines beispielsweise in dem Elektronikeinsatz vorhanden
Gyrosensors mit der Orientierung des Griffabschnittes 1 des Ballspielschlägers korrespondiert.
[0029] Dabei muss die innere Form des Elektronikeinsatzes nicht, wie bei der gezeigten Ausführungsform,
mit der äußeren Form des Griffabschnittes 1 korrespondieren. Vielmehr können der Querschnitt
des Hohlraums 3 bzw. des Elektronikeinsatzes 2 eine völlig andere Form und Größe aufweisen
als die Außenkontur des Griffabschnittes 1. Ein Beispiel hierfür gibt die bevorzugte
Ausführungsform der Figur 4, bei der der Griffabschnitt 1 des Ballspielschlägers mit
PU-Schaum 6 ausgeschäumt ist. Innerhalb dieses Schaumstoffes 6 wird durch eine Wandung
7, die beispielsweise aus Kohlefaserverbundstoff bestehen kann, ein Hohlraum 3 gebildet,
der im Fall der gezeigten Ausführungsform in etwa rechteckig ist. Entsprechend hat
auch der für diesen Hohlraum 3 angepasste Elektronikeinsatz (nicht dargestellt) eine
im Wesentlichen rechteckige Querschnittsform.
[0030] Am griffkappenseitigen Ende des Elektronikeinsatzes 2 ist bevorzugt eine Kommunikationsschnittstelle
4 vorgesehen. Hierbei kann es sich beispielsweise um eine USB-Steckverbindung handeln,
über die der Elektronikeinsatz 2 mit einem externen Gerät verbunden werden kann. Zusätzlich
oder stattdessen kann eine Steckverbindung vorgesehen sein, mit Hilfe derer sich ein
im Elektronikeinsatz 2 befindlicher Akku aufladen lässt. Dies ist bevorzugt auch über
den USB-Anschluss möglich.
[0031] Bevorzugt weist der Hohlraum 3 bzw. die den Hohlraum 3 bildenden Wandabschnitte des
Griffabschnittes 1 ein Dämpfungsmaterial auf, das dazu geeignet ist, den Elektronikeinsatz
2 vor Erschütterungen, die üblicherweise beim Spiel des Ballspielschlägers auftreten,
zu schützen. Dieses Dämpfungsmaterial 8 kann, wie in der bevorzugten Ausführungsform
von Figur 5 dargestellt, lediglich abschnittsweise vorgesehen sein und bevorzugt insbesondere
in denjenigen Bereichen des Hohlraums 3 angeordnet sein, wo sich die beiden Enden
des Elektronikeinsatzes 2 im eingeführten Zustand befinden. Auf diese Weise kann der
Elektronikeinsatz 2 besonders wirksam stabil gelagert und gegenüber Erschütterungen
geschützt werden. Bevorzugt ist das Dämpfungsmaterial 8 dabei auch derart angeordnet,
dass es, wie in Figur 5 gezeigt, den Elektronikeinsatz 2 gegenüber Bewegungen in Schlägerlängsachse
abfedert bzw. dämpft. Bevorzugt ist ein weiteres Dämpfungsmaterial zwischen der in
Figur 5 nicht dargestellten Griffkappe und dem Elektronikeinsatz 2 vorgesehen.
[0032] Der Elektronikeinsatz 2 der in Figur 5 dargestellten bevorzugten Ausführungsform
enthält neben einem Prozessor und einem Speicher auch die für die jeweilige Anwendung
notwendigen Sensoren und bedarf daher keiner Verbindung mit weiterer Elektronik im
Ballspielschläger.
[0033] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, die in Figur 6 dargestellt ist,
befinden sich lediglich Teile der Elektronik im Elektronikeinsatz 2, wohingegen mindestens
ein Sensor im Ballspielschläger, bevorzugt fix, montiert ist. Dieser Sensor kann ebenfalls
im Griffabschnitt oder im Kopfabschnitt des Ballspielschlägers, zu dem im Kontext
der vorliegenden Erfindung auch der Herzbereich mit den beiden Armen und einer etwaigen
Brücke gezählt werden, dauerhaft montiert sein. Bei dieser Ausführungsform sind am
kopfseitigen Ende des Elektronikeinsatzes und innerhalb des Griffabschnittes ineinander
eingreifende Teile einer elektrisch leitenden Verbindung 9 vorgesehen, die es erlauben,
den Elektronikeinsatz mit dem Sensor und optional weiterer Elektronik im Ballspielschläger
elektrisch zu verbinden. Hierfür kann beispielsweise eine Steckverbindung 9 an einer
entsprechenden Stelle im Griffabschnitt 1 des Ballspielschlägers angebracht sein,
von der ein oder mehrere Kabel 10 zu dem/den Sensor(en) und/oder weitere Elektronik,
wie z. B. Antennen, führen.
[0034] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform dient die Steckverbindung 9 nicht nur dem
elektrischen Kontakt sondern auch einer mechanischen Verbindung des Elektronikeinsatzes
2 mit dem Griffabschnitt 1 und/oder einer Stabilisierung oder Fixierung. So kann beispielsweise
das Dämpfungsmaterial 8, das an der Innenwand des Griffabschnittes 1 des Ballspielschlägers
vorgesehen sein kann, den Elektronikeinsatz 2 gegen ein in Bezug auf die Längsachse
des Griffabschnittes radiales Verrücken bzw. Verschieben sichern oder optional gleichzeitig
den Elektronikeinsatz 2 in dieser Richtung auch gegen Vibrationen dämpfen. Das Dämpfungsmaterial
8 kann hierfür, wie in Figur 6 dargestellt, beispielsweise in Form von zwei Ringen
vorgesehen sein oder im Wesentlichen die gesamte den Hohlraum 3 bildende Innenwand
des Griffabschnittes 1 bedecken. Alternativ können mehrere, in Längsrichtung des Griffabschnittes
1 ausgerichtete Streifen von Dämpfungsmaterial 8 um den Umfang des Hohlraums 3 herum,
bevorzugt regelmäßig, verteilt sein. Bevorzugt hat das Dämpfungsmaterial 8 keine reine
Dämpfungsfunktion, sondern dient vielmehr als Tiefpassfilter für Vibrationen, so dass
die zu messenden Bewegungen des Schlägers als Signal bei den im Elektronikeinsatz
befindlichen Sensoren ankommen, wohingegen Rauschen oder anderweitig unerwünschte
Signale vom Dämpfungsmaterial ausgefiltert werden. Entlang der Längsachse des Griffabschnittes
1 des Ballspielschlägers kann eine mechanische Fixierung und optional eine Dämpfung
bevorzugt durch die Verbindung 9 erfolgen. Die beiden komplementären Teile der Verbindung
9 können dann beispielsweise beim Einschieben des Elektronikeinsatzes in den Hohlraum
3 lösbar miteinander verrasten. Alternativ kann hier auch ein Gewinde zum Einschrauben
eines Verbindungsabschnittes am Elektronikeinsatz in einen Verbindungsabschnitt im
Griffabschnitt vorgesehen sein oder eine Verbindung mit Hilfe eines Bajonett-, Klick-
oder Schnappverschlusses oder dergleichen erfolgen.
[0035] Das Ende des Griffabschnittes wird mit einer sogenannten Griffkappe 11 abgedeckt,
wie dies beispielsweise in Figur 7 dargestellt ist. In der vorliegenden Erfindung
verschließt eine solche Griffkappe 11 bevorzugt den Hohlraum 3, wobei bevorzugt die
aufgesetzte Griffkappe 11 mit dazu beiträgt, dass der Elektronikeinsatz 2 mit einer
vorbestimmten Orientierung an einer vorbestimmten Position gehalten wird. Hierfür
kann beispielsweise das griffkappenseitige Ende des Elektronikeinsatzes 2, wie dies
in Figur 7 dargestellt ist, über den Griffabschnitt 1 hinausreichen und passgenau
in die Griffkappe 11 eingebettet sein. Auch die Griffkappe 11 kann hierfür ein Dämpfungsmaterial
aufweisen, das dazu geeignet ist, den Elektronikeinsatz 2 vor Erschütterungen, die
beim Spiel des Ballspielschlägers auftreten, zu schützen. Bevorzugt ist solches Dämpfungsmaterial
auch zwischen dem Deckel 12 der Griffkappe 11 und dem griffkappenseitigen Ende des
Elektronikeinsatzes 2 vorgesehen.
[0036] Die Griffkappe 11 und der Elektronikeinsatz 2 können separate Teile darstellen. Bevorzugt
sind jedoch die Griffkappe 11 und der Elektronikeinsatz 2 miteinander verbunden oder
einstückig ausgebildet, wie dies beispielsweise in der Ausführungsform in Figur 9
gezeigt ist. Dies hat den Vorteil, dass das Einführen des Elektronikeinsatzes in den
Hohlraum des Griffabschnittes und das Aufbringen der Griffkappe keine separaten Arbeitsschritte
verlangen, sondern mit ein und derselben Bewegung der Elektronikeinsatz 2 in den Hohlraum
3 des Griffabschnittes 1 eingeführt werden kann und die Griffkappe 11 den Hohlraum
3 verschließt, wobei gleichzeitig der Elektronikeinsatz 2 mit einer vorbestimmten
Orientierung in einer vorbestimmten Position stabilisiert und die Griffkappe 11 fixiert
wird. Das Fixieren der Griffkappe 11 am Griffabschnitt 1 des Ballspielschlägers erfolgt
dabei bevorzugt durch ein Verrasten der Griffkappe 11 mit entsprechenden Vorsprüngen
oder dergleichen am Griffabschnitt 1. Eine besonders bevorzugte Technik zur entsprechenden
Fixierung der Griffkappe 11 am Griffabschnitt 1 des Ballspielschlägers ist ausführlich
in der
DE 10 2009 058 896 A1 beschrieben, auf deren Inhalt hiermit vollumfänglich Bezug genommen wird.
[0037] Eine weitere bevorzugte Alternative zur gleichzeitigen mechanischen Stabilisierung
des Elektronikeinsatzes 2 im Hohlraum 3 des Griffabschnittes 1 eines Ballspielschlägers
und zur elektrischen Verbindung des Elektronikeinsatzes mit im Ballspielschläger vorgesehener
Elektronik ist in Figur 9 dargestellt. Hier wird die Verbindung durch einen Federkontakt
13 gebildet, der einerseits einen elektrischen Kontakt zwischen Elektronik im Ballspielschläger
und einer entsprechenden Kontaktfläche am kopfseitigen Ende des Elektronikeinsatzes
herstellt und andererseits mit Hilfe der der Feder 13 immanenten Federkraft den Elektronikeinsatz
2 gegen den Deckel 12 der Griffkappe 11 andrückt. Bevorzugt ist dabei zwischen dem
Deckel 12 der Griffkappe 11 und dem griffkappenseitigen Ende des Elektronikeinsatzes
2 ein Dämpfungsmaterial 8 vorgesehen. Dadurch ist der Elektronikeinsatz 2 wirksam
gegen Vibrationen entlang der Längsachse des Griffabschnittes 1 geschützt.
[0038] Am griffkappenseitigen Ende des Elektronikeinsatzes 2 können, wie dies in Figur 8
beispielhaft dargestellt ist, verschiedene Kommunikationsschnittstellen 4 und 14 vorgesehen
sein. Dabei kann es sich beispielsweise um einen USB-Anschluss 4 handeln, mit Hilfe
dessen der Elektronikeinsatz 2 mit einem externen Gerät verbunden werden kann. Alternativ
oder zusätzlich kann eine Einrichtung 14 zur drahtlosen Konfiguration vorhanden sein,
beispielsweise zur Verbindung mit externen Geräten über WLAN und/oder Bluetooth. Durch
die Anbringung der Kommunikationsschnittstellen 4 und 14 am griffkappenseitigem Ende
des Elektronikeinsatzes 2 ist eine entsprechende Kommunikation mit externen Geräten
auch dann möglich, wenn der Elektronikeinsatz 2 im Hohlraum 3 des Griffabschnittes
1 aufgenommen ist. Bevorzugt ist dabei der Deckel 12 der Griffkappe 11 derart ausgebildet,
dass die drahtlose Kommunikation mit der Kommunikationseinrichtung 14 durch den Deckel
12 hindurch erfolgen kann.
[0039] Es ist ferner bevorzugt, dass griffkappenseitig ein User-Interface vorgesehen ist,
dass dazu geeignet ist, optisch (z.B. mit Hilfe von LEDs, einem Display oder dergleichen)
und/oder akustisch (z.B. mit Hilfe eines Lautsprechers) mit einem Anwender zu kommunizieren.
Mit Hilfe eines solchen User-Interfaces lassen sich konkrete Anweisungen an den Spieler
(wie z.B. jetzt Schlag ausführen") geben oder Ergebnisse der Auswertung der gemessenen
Daten an den Spieler (z.B. "guter Schlag") übermitteln.
1. Set mit:
einem Ballspielschläger mit einem Kopfabschnitt zur Aufnahme einer Bespannung und
einem Griffabschnitt (1) mit einer Griffkappe (11), wobei der Griffabschnitt (1) einen
Hohlraum (3) zur auswechselbaren Aufnahme eines Elektronikeinsatzes (2) aufweist;
einem Elektronikeinsatz (2) mit einem Akku; und
einem Masseeinsatz, wobei der Masseeinsatz im Wesentlichen die gleiche Masse wie der
Elektronikeinsatz (2) aufweist;
wobei der Hohlraum (3) derart ausgelegt ist, dass der Elektronikeinsatz (2) oder alternativ
der Masseeinsatz mit einer vorbestimmen Orientierung an einer vorbestimmten Position
in den Hohlraum (3) aufgenommen und mit dieser Orientierung an dieser Position gehalten
werden kann, wobei der Hohlraum (3) und der Elektronikeinsatz (2) ineinandergreifende
Fixierelemente aufweisen;
wobei an einem ersten Ende des Elektronikeinsatzes (2) eine Verbindung vorgesehen
ist, mit Hilfe derer sich der Akku im Hohlraum (3) aufladen lässt, ohne dass die Griffkappe
(11) vom Ballspielschläger entfernt werden muss.
2. Set nach Anspruch 1, wobei der Ballspielschläger mindestens einen Sensor, bevorzugt
einen Beschleunigungssensor und/oder einen Gyrosensor und/oder ein Magnetometer und/oder
einen Temperatursensor, und/oder einen Prozessor aufweist und wobei im Griffabschnitt
und/oder am Elektronikeinsatz eine elektrisch leitende Verbindung vorgesehen ist,
um den Elektronikeinsatz mit dem Sensor und/oder Prozessor elektrisch zu verbinden.
3. Set nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Elektronikeinsatz ein Gehäuse, das
dazu geeignet ist, in dem Griffabschnitt des Ballspielschlägers, bevorzugt vollständig,
aufgenommenen zu werden, und eine in dem Gehäuse angeordnete Elektronik aufweist.
4. Set nach Anspruch 3, wobei das Gehäuse an einem ersten Ende eine Einrichtung zur drahtlosen
Kommunikation aufweist.
5. Set nach Anspruch 4, wobei an dem ersten Ende des Gehäuses ein Deckel vorgesehen ist,
der dazu geeignet ist, als Griffkappe für den Ballspielschläger zu dienen.
6. Set nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Elektronikeinsatz mindestens einen
Sensor, bevorzugt einen Beschleunigungssensor und/oder einen Gyrosensor, aufweist.
7. Set nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Masseeinsatz im Wesentlichen die gleiche
Masseverteilung wie der Elektronikeinsatz aufweist.
8. Set mit nach einem der vorigen Ansprüche wobei der Hohlraum ferner dazu geeignet ist,
einen Elektronikeinsatz mit Maßen, die im Wesentlichen denen des Masseeinsatzes entsprechen,
mit einer vorbestimmen Orientierung an einer vorbestimmten Position in den Hohlraum
auswechselbar aufzunehmen und mit dieser Orientierung an dieser Position zu halten.
9. Set nach einem der Ansprüche 2 bis 8, wobei die Verbindung eine Steckverbindung und/oder
einen Federkontakt aufweist und wobei die Verbindung bevorzugt dafür geeignet ist,
den Elektronikeinsatz auch mechanisch mit dem Griffabschnitt zu verbinden.
10. Set nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Hohlraum ein Dämpfungsmaterial aufweist,
das dazu geeignet ist, den Elektronikeinsatz vor Erschütterungen zu schützen, wobei
das Dämpfungsmaterial bevorzugt eines oder eine Kombination der folgenden Materialien
aufweist: Schaumstoff, Elastomere, thermoplastische Elastomere, Polyurethan, Kunststoff
mit einem E-Modul unter 1000 MPa.
11. Set nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Elektronik- bzw. Masseeinsatz ein
Volumen von mindestens 3 cm3, bevorzugt von mindestens 5 cm3, besonders bevorzugt von mindestens 10 cm3 hat.
12. Set nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Elektronik- bzw. Masseeinsatz eine
Länge zwischen 4 cm und 16 cm, bevorzugt zwischen 6 cm und 14 cm, besonders bevorzugt
zwischen 8 cm und 12 cm hat und/oder wobei der Elektronik- bzw. Masseeinsatz eine
Breite zwischen 15 mm und 35 mm, bevorzugt zwischen 15 mm und 30 mm, besonders bevorzugt
zwischen 18 mm und 22 mm hat und/oder wobei der Elektronik- bzw. Masseeinsatz eine
Höhe zwischen 10 mm und 30 mm, bevorzugt zwischen 12 mm und 26 mm, besonders bevorzugt
zwischen 14 mm und 22 mm hat.
13. Set nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Elektronik- bzw. Masseeinsatz ein
Gewicht zwischen 10 g und 100 g, bevorzugt zwischen 20 g und 60 g, besonders bevorzugt
zwischen 25 g und 45 g hat.
14. Set nach einem der vorigen Ansprüche, wobei der Elektronik- bzw. Masseeinsatz in dem
Hohlraum angeordnet ist.
1. A set comprising:
a ball game racket comprising a head portion for receiving strings and a grip portion
(1) comprising a grip cap (11), wherein the grip portion (1) comprises a cavity (3)
for exchangeably receiving an electronics insert (2);
an electronics insert (2) comprising a rechargeable battery; and
a mass insert, wherein the mass insert has substantially the same mass as the electronics
insert (2);
wherein the cavity (3) is configured such that the electronics insert (2) or alternatively
the mass insert is received in the cavity (3) with a predetermined orientation at
a predetermined position and can be held with this orientation at this position, wherein
the cavity (3) and the electronics insert (2) comprise engaging fixation elements;
wherein a connection is provided at a first end of the electronics insert (2) by means
of which the rechargeable battery can be charged within the cavity (3) without the
grip cap (11) having to be removed from the ball game racket.
2. The set according to claim 1, wherein the ball game racket comprises at least one
sensor, preferably an acceleration sensor and/or a gyro sensor and/or a magnetometer
and/or a temperature sensor, and/or a processor and wherein an electrically conductive
connection is provided in the grip portion and/or at the electronics insert in order
to electrically connect the electronics insert to the sensor and/or processor.
3. The set according to any one of the preceding claims, wherein the electronics insert
comprises a housing adapted to be received, preferably completely, in the grip portion
of the ball game racket and electronics arranged in the housing.
4. The set according to claim 3, wherein the housing comprises a device for wireless
communication at a first end.
5. The set according to claim 4, wherein a cover is provided at the first end of the
housing, said cover being adapted to serve as a grip cap for the ball game racket.
6. The set according to any one of the preceding claims, wherein the electronics insert
comprises at least one sensor, preferably an acceleration sensor and/or a gyro sensor.
7. The set according to any one of the preceding claims, wherein the mass insert has
substantially the same mass distribution as the electronics insert.
8. The set according to any one of the preceding claims, wherein the cavity is further
adapted to exchangeably receive an electronics insert having dimensions substantially
corresponding to those of the mass insert with a predetermined orientation at a predetermined
position in the cavity and to hold it with this orientation at this position.
9. The set according to any one of claims 2 to 8, wherein the connection comprises a
plug connection and/or spring contact and wherein the connection is preferably adapted
to also mechanically connect the electronics insert to the grip portion.
10. The set according to any one of the preceding claims, wherein the cavity comprises
a damping material adapted to protect the electronics insert against vibrations, wherein
the damping material preferably comprises one or a combination of the following materials:
foam, elastomers, thermoplastic elastomers, polyurethane, plastic having a modulus
of elasticity below 1000 MPa.
11. The set according to any one of the preceding claims, wherein the electronics insert
and/or mass insert has a volume of at least 3 cm3, preferably of at least 5 cm3, more preferably of at least 10 cm3.
12. The set according to any one of the preceding claims, wherein the electronics insert
and/or mass insert has a length between 4 cm and 16 cm, preferably between 6 cm and
14 cm, more preferably between 8 cm and 12 cm, and/or wherein the electronics insert
and/or mass insert has a width between 15 mm and 35 mm, preferably between 15 mm and
30 mm, more preferably between 18 mm and 22 mm, and/or wherein the electronics insert
and/or mass insert has a height between 10 mm and 30 mm, preferably between 12 mm
and 26 mm, more preferably between 14 mm and 22 mm.
13. The set according to any one of the preceding claims, wherein the electronics insert
and/or mass insert has a weight between 10 g and 100 g, preferably between 20 g and
60 g, more preferably between 25 g and 45 g.
14. The set according to any one of the preceding claims, wherein the electronics insert
and/or mass insert is arranged in the cavity.
1. Ensemble, comprenant :
une raquette pour jeu de balle avec une partie de tête destinée à recevoir un tamis,
et une partie de poignée (1) avec un capuchon de poignée (11),
où la partie de poignée (1) comprend une cavité (3) pour recevoir un insert électronique
(2) de manière amovible ;
un insert électronique (2) avec un accumulateur ; et
un insert de lestage, ledit insert de lestage ayant sensiblement la même masse que
l'insert électronique (2) ;
où la cavité (3) est conçue de telle manière que l'insert électronique (2), ou alternativement
l'insert de lestage, est logé avec une orientation définie à un emplacement défini
dans la cavité (3) et peut être maintenu à cet emplacement avec cette orientation,
la cavité (3) et l'insert électronique (2) comportant des éléments de fixation s'engageant
les uns dans les autres ; où une connexion est prévue à une première extrémité de
l'insert électronique (2), au moyen de laquelle l'accumulateur peut être chargé dans
la cavité (3) sans avoir à retirer le capuchon de poignée (11) de la raquette pour
jeu de balle.
2. Ensemble selon la revendication 1, où la raquette pour jeu de balle comprend au moins
un capteur, préférentiellement un capteur d'accélération et/ou un capteur gyroscopique
et/ou un magnétomètre et/ou un capteur de température, et/ou un processeur, et où
une connexion électriquement conductrice est prévue dans la partie de poignée et/ou
sur l'insert électronique, pour relier électriquement l'insert électronique au capteur
et/ou au processeur.
3. Ensemble selon l'une des revendications précédentes, où l'insert électronique comprend
un boîtier, adapté pour être logé préférentiellement en totalité dans la partie de
poignée de la raquette pour jeu de balle, et une électronique disposée dans le boîtier.
4. Ensemble selon la revendication 3, où le boîtier comporte un dispositif de communications
sans fil à une première extrémité.
5. Ensemble selon la revendication 4, où un couvercle est prévu à la première extrémité
du boîtier, lequel est adapté pour servir de capuchon de poignée pour la raquette
pour jeu de balle.
6. Ensemble selon l'une des revendications précédentes, où l'insert électronique comprend
au moins un capteur, préférentiellement un capteur d'accélération et/ou un capteur
gyroscopique.
7. Ensemble selon l'une des revendications précédentes, où l'insert de lestage présente
sensiblement la même répartition de masse que l'insert électronique.
8. Ensemble selon l'une des revendications précédentes, où la cavité est en outre adaptée
pour recevoir de manière amovible un insert électronique de dimensions correspondant
sensiblement à celles de l'insert de lestage, avec une orientation définie à un emplacement
défini dans la cavité, et maintenir celui-ci à cet emplacement avec cette orientation.
9. Ensemble selon l'une des revendications 2 à 8, où la connexion présente une fiche
et/ou un contact à ressort, et où la connexion est préférentiellement adaptée pour
raccorder également mécaniquement l'insert électronique à la partie de poignée.
10. Ensemble selon l'une des revendications précédentes, où la cavité présente un matériau
amortisseur adapté pour protéger l'insert électronique contre des secousses, ledit
matériau amortisseur comprenant préférentiellement un des matériaux suivants, ou une
combinaison de ceux-ci : mousse cellulaire, élastomère, élastomère thermoplastique,
polyuréthane, plastique avec un module d'élasticité inférieur à 1000 MPa.
11. Ensemble selon l'une des revendications précédentes, où l'insert électronique et/ou
l'insert de lestage a un volume d'au moins 3 cm3, avantageusement d'au moins 5 cm3, préférentiellement d'au moins 10 cm3.
12. Ensemble selon l'une des revendications précédentes, où l'insert électronique et/ou
l'insert de lestage a une longueur comprise entre 4 cm et 16 cm, avantageusement entre
6 cm et 14 cm, préférentiellement entre 8 cm et 12 cm, et/ou où l'insert électronique
et/ou l'insert de lestage a une largeur comprise entre 15 mm et 35 mm, avantageusement
entre 15 mm et 30 mm, préférentiellement entre 18 mm et 22 mm, et/ou où l'insert électronique
et/ou l'insert de lestage a une hauteur comprise entre 10 mm et 30 mm, avantageusement
entre 12 mm et 26 mm, préférentiellement entre 14 mm et 22 mm.
13. Ensemble selon l'une des revendications précédentes, où l'insert électronique et/ou
l'insert de lestage a un poids compris entre 10 g et 100 g, avantageusement entre
20 g et 60 g, préférentiellement entre 25 g et 45 g.
14. Ensemble selon l'une des revendications précédentes, où l'insert électronique ou l'insert
de lestage est disposé dans la cavité.