[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Passivierung von bandförmigem Schwarzblech,
wobei in einem ersten Schritt durch eine elektrochemische Behandlung des Schwarzblechs
eine Inertschicht auf der Schwarzblechoberfläche gebildet wird und in einem weiteren
Schritt eine wässrige chromfreie Behandlungslösung auf wenigstens eine Oberfläche
des Schwarzblechs zur Ausbildung einer vor Korrosion schützenden Konversionsschicht
aufgetragen wird, welche außerdem eine Haftschicht für Lacke und organische Beschichtungsmaterialien
bildet. Unter Passivierung wird hierbei die gezielte Erzeugung einer Schutzschicht
(hier: Konversionsschicht) auf dem Schwarzblech verstanden, welche die Korrosion des
Schwarzblechs verhindert oder zumindest stark verlangsamt. Die Erfindung betrifft
ferner die Verwendung von erfindungsgemäß behandelten Schwarzblechen als Verpackungsstahl.
[0002] Zum Schutz metallischer Oberflächen vor Korrosion sind Verfahren bekannt, in denen
die metallische Oberfläche mit einer Beschichtung aus einem anderen, in der Regel
unedleren Metall (wie z.B. Zink und Chrom) versehen wird. So ist es z.B. bekannt Stahlbleche
mit Zink oder Chrom oder auch mit Zinn (welches allerdings im Vergleich zu Stahl edler
ist) zu beschichten. Zur Herstellung von Verpackungen, insbesondere im Lebensmittelbereich,
werden bspw. sehr umfangreich verzinnte Feinstbleche (Weißbleche) verwendet. Weißbleche
zeichnen sich durch eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit und ein gutes Umformverhalten
sowie ihre Schweißbarkeit aus und eignen sich deshalb sehr gut zur Herstellung von
Verpackungen, wie z.B. Getränkedosen.
[0003] Um auch die metallische Beschichtung, bspw. die Zinnbeschichtung bei Weißblech, gegen
Korrosion zu schützen und einen guten Haftgrund für Lackierungen und Kunststoffbeschichtungen
zu erzeugen, werden auf der Oberfläche der metallischen Beschichtung häufig Konversionsschichten
aufgebracht.
[0004] Unter Konversionsschichten versteht man nichtmetallische, meist anorganische, sehr
dünne Schichten auf einer Metalloberfläche, die in der Regel durch chemische Reaktion
einer wässrigen Behandlungslösung mit dem metallischen Untergrund erzeugt werden.
Konversionsbeschichtungen gewährleisten insbesondere bei Feinstblechen einen sehr
wirksamen Korrosionsschutz, einen guten Haftgrund für Lackierungen und Kunststoffen
und sie vermindern Oberflächenreibung und Abrieb. Die
JP 59089776-A zeigt ein Verfahren zur Vorbehandlung eines Stahlbands in einem kontinuierlichen
Bandglühverfahren vor einer Konversionsbeschichtung mit einer phosphathaltigen Behandlungslösung,
wobei das Stahlband zunächst in einem Banddurchlaufofen geglüht, danach mit Wasser
oder Wasserdampf gekühlt, optional gebeizt und gespült und anschließend in einem Elektrolyten
unter Schaltung des Stahlbands als Anode elektrochemisch behandelt wird, um eine für
das Applizieren der phosphathaltigen Behandlungslösung geeignete Oberfläche zu erzeugen.
Die
EP 1 060 032 A2 zeigt ein kontinuierliches Verfahren zur Vorbehandlung von Schwarzblech als Verpackungsstahl
wobei ein kaltgewalztes, geglühtes Schwarzblech in alkalischer NaOH-Lösung elektrolytisch
gereinigt wird und danach auf das Schwarzblech eine wässrige Konversionsbehandlungslösung
mit Phosphat mittels Sprühen oder Rollcoater aufgebracht wird.
[0005] In Abhängigkeit vom Substrat unterscheidet man beim Aufbringen von Konversionsschichten
zwischen Eisen-, Zink- oder Mangan-Phosphatieren, elektrolytischem Phosphatieren oder
Chromat-, Oxalat- und Anodisierungs-Verfahren. Als sehr wirksamer Korrosionsschutz
haben sich chromhaltige Konversionsschichten erwiesen. Bei einer Chromatierung wird
die metallische Oberfläche mit einer sauren, Chrom(VI)-Ionen enthaltenden Lösung behandelt,
wobei Chrom(VI) zu Chrom(III) reduziert wird. Durch die Behandlung bildet sich auf
der Metalloberfläche eine vor Korrosion schützende chromhaltige Konversionsschicht.
Chrom(VI)-Verbindungen sind allerdings akut toxisch und karzinogen. Für Anwendungen
im Automobilbau und in Haushaltsgeräten wurde in der EU bereits die Passivierung von
Metalloberflächen mit Chrom(VI)-haltigen Substanzen verboten. Aus diesem Grund wurden
im Stand der Technik chromfreie Konversionsschichten entwickelt. Verfahren zur Erzeugung
chromfreier Konversionsschichten auf metallischen Oberflächen, insbesondere von metallischen
Legierungen wie Stahl sowie von Zink- bzw. Aluminium-Oberflächen sind bekannt, bspw.
aus der
WO 97/40208-A und der
EP 2532769 A1. Die
DE 10161383 A1 offenbart ein Verfahren zur Beschichtung metallischer Oberflächen mit wässrigen Behandlungslösungen,
die frei von Chrom(VI)-Verbindungen sind und einen organischen Filmbildner aus einem
Polymermaterial, Kationen oder Fluorokomplexe von Kationen aus der Gruppe von Titan,
Zirkonium, Hafnium, Silicium, Aluminium und Bor sowie eine organische Verbindung in
Partikelform enthalten, wobei die wässrige Behandlungslösung bspw. in einem no-rinse-Verfahren
direkt auf die metallische Oberfläche oder auf eine auf der metallischen Oberfläche
sitzende Oxid-/Hydroxidschicht appliziert wird. In der
WO 2008/119675 sind Behandlungslösungen zur Erzeugung von chromfreien Konversionsschichten beschrieben,
die Oxo-Kationen und Halogen-Komplexionen enthalten, die zu farblosen und leicht irisierenden
Konversionsschichten führen.
Weißblech besitzt hervorragende Eigenschaften als Verpackungsmaterial für Lebensmittel
und wird seit vielen Jahrzehnten zu diesem Zweck hergestellt und verarbeitet. Zinn,
welches beim Weißblech die korrosionshemmende Beschichtung darstellt, ist allerdings
aufgrund der weltweiten Verknappung der Ressource zu einem relativ wertvollen Material
geworden. Als Alternative zu Weißblech sind insbesondere zur Verwendung als Verpackungsstahl
aus dem Stand der Technik elektrolytisch mit Chrom beschichtete Stahlbleche bekannt,
welche als Zinn-freies Stahlblech ("Tin Free Steel", TFS) oder als "Electrolytic Chromium
Coated Steel (ECCS)" bezeichnet werden. Diese zinnfreien Stahlbleche zeichnen sich
einerseits durch eine gutes Haftvermögen für Lacke oder organische Schutzbeschichtungen
(bspw. aus PP oder PET) aus, weisen andererseits bei der Durchführung des Beschichtungsverfahrens
aufgrund der toxischen und gesundheitsgefährdenden Eigenschaften der zur Beschichtung
verwendeten Chrom-VI-haltigen Materialien allerdings erhebliche Nachteile auf.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher in der Bereitstellung eines chromfreien
Verpackungsstahls, welcher als Ersatz für zinnfreies Stahlblech (TFS bzw. ECCS) und
als Ersatz für Weißblech geeignet ist und insbesondere sowohl hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit
als auch bezüglich des Haftvermögens für Lacke oder organische Beschichtungen vergleichbar
mit Weißblech oder zinnfreiem Stahlblech sein soll.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zur Passivierung von bandförmigem Schwarzblech
mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Gemäß diesem Verfahren wird ein unbeschichtetes
Schwarzblech in Bandform aus einem kaltgewalzten, geglühten und nachgewalzten Stahlband
mit einem auf das Gewicht bezogenen Kohlenstoffgehalt von 20 bis 1000 ppm verwendet
und mit einer Bandgeschwindigkeit von wenigstens 200 m/min durch eine Bandbeschichtungsanlage
bewegt, wo das Stahlband in einem Vorbehandlungsschritt geeinigt und entfettet wird,
indem das Stahlband mit der Bandgeschwindigkeit durch einen Reinigungstank mit einer
alkalischen Natrium- oder Kaliumhydroxid-Lösung geleitet und anschließend gespült
wird. Danach wird die Oberfläche des Stahlbands in einem ersten Verfahrensschritt
durch eine elektrochemische Behandlung inertisiert, indem das Stahlband mit der Bandgeschwindigkeit
durch einen alkalischen Elektrolyten bei Stromdichten von 2 bis 30 A/dm
2 unter Schaltung des Stahlbands als Anode durchgeleitet wird, wobei es sich bei dem
Elektrolyten um eine Natriumhydroxid- oder Soda-Lösung handelt, welche auf Temperaturen
zwischen 20 und 80°C gehalten wird. Anschließend wird das Stahlband mit Wasser oder
einer anderen Spülflüssigkeit gespült, getrocknet und schließlich in einem weiteren
Schritt mit einer korrosionsstabilen Konversionsbeschichtung beschichtet, indem auf
wenigstens eine Oberfläche des Schwarzblechs in einem no-rinse-Verfahren eine wässrige
chromfreie Behandlungslösung aufgebracht wird, welche als Wesentliche chemische Bestandteile
Titan und Zirkonium oder Titan, Zirkonium und Mangan oder Titan, Zink und Phosphate
oder Titan, Zink, Mangan und Phosphate enthält.
[0006] Weitere besondere Ausführungsformen des Verfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0007] Zum Einsatz kommt kaltgewalztes, geglühtes und nachgewalztes bzw. dressiertes Stahlband
aus einem Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 20 - 1 000 ppm. Zweckmäßig hat das
Stahlband (Schwarzblech) folgende Eigenschaften:
- Festigkeit: 300-1000 MPa
- Bruchdehnung: 1-40 %
- Dicke: 0,05-0,49 mm
- Oberflächen-Rauheit: 0,1 - 1 µm.
[0008] Bei dem Stahl kann es sich bspw. um einen ferritischen Stahl oder auch um einen mehrphasigen
Stahl handeln, der mehrere Gefügebestandteile aufweist, insbesondere Ferrit, Martensit,
Bainit und/oder Restaustenit. Solche mehrphasigen Stähle zeichnen sich durch eine
hohe Festigkeit von mehr als 500 MPa bei gleichzeitig guter Bruchdehnung von mehr
als 10% aus. Im Hinblick auf die vorgesehene Verwendung des erfindungsgemäß behandelten
Schwarzblechs als Verpackungsstahl werden bevorzugt die in der DIN EN 10202:2001:
"Kaltgewalzte Verpackungsblecherzeugnisse (elektrolytisch verzinnt und verchromt)"
definierten Güten des Stahlblechs eingehalten. In dieser Norm sind u.a. Analyse und
mechanische Kennwerte des Stahls definiert. Die Güten liegen insbesondere zwischen
TS230 (weiche Haubenofengüte, Streckgrenze 230 MPa) bis TH620 (DO, 620MPa).
[0009] Zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung wird das in Bandform vorliegende
Schwarzblech mit einer Bandgeschwindigkeit von mehr als 200 m/min bewegt. Zunächst
erfolgt ein Schritt zur Bildung einer Inertschicht auf der Oberfläche des Schwarzblechs
durch eine elektrochemische Behandlung. Zur Vorbereitung der elektrochemischen Behandlung
wird das bewegte Schwarzblechband zunächst in einem Vorbehandlungsschritt gereinigt
und insbesondere entfettet, danach gespült, gebeizt und wiederum gespült. Dies ist
erforderlich, weil das kaltgewalzte und rekristallisationsgeglühte Schwarzblech in
der Regel nach dem Rekristallisationsglühen nachgewalzt bzw. dressiert wird, wobei
bspw. beim Nassnachwalzen mit einer Wasser-Öl-Suspension oder auch beim Trockennachwalzen
die Schwarzblechoberflächen durch Öl, Eisenabrieb, Seifen und andere Verschmutzungen
kontaminiert werden. Diese Kontamination wird durch den Vorbehandlungsschritt beseitigt.
[0010] Hierfür wird das Schwarzblech in einen Reinigungstank mit einer alkalischen Natrium-
oder Kaliumhydroxid-Lösung geleitet. Die Konzentration des alkalischen Entfettungsmittels
liegt bevorzugt zwischen 20 und 100 g/l bei Badtemperaturen von 20 - 70 °C. Eine Entfettung
des Schwarzblechs erfolgt zweckmäßig in zwei Schritten, wobei in einem ersten Schritt
ein Tauchverfahren und im zweiten Schritt ein elektrolytisches Verfahren mit Stromdichten
von 2 bis 30 A/dm
2 durchgeführt wird. Nach dem Entfetten wird jede Bandseite des Schwarzblechs bspw.
durch eine Dreifachkaskadenspüle mit jeweils 10-30 m
3/h Wasser gespült. Ein Entfernen von Oxidresten kann erforderlichenfalls durch Einleiten
des Schwarzblechbands in weitere Reinigungstanks mit einer Salz- oder Schwefelsäurebeize
mit einer Konzentration von bspw. 10 bis 120 g/l in zwei aufeinanderfolgenden Tauchgängen
erfolgen, gefolgt von einer Tauchspüle mit einem Tauchgang. Die Temperaturen der Beizlösung
und des Spülwassers liegen typisch zwischen 20 und 60°C.
[0011] Nach der Vorbehandlung wird eine homogene, dichte, inerte Stahloberfläche mittels
elektrochemischer Behandlung durch Durchleiten des Schwarzblechbands durch einen Elektrolyten
erzeugt. Der Elektrolyt ist alkalisch. Die elektrochemische, alkalische Behandlung
des Schwarzblechs dient zur Inertisierung sowie zur Vergleichmäßigung der Oberflächeneigenschaften
des Stahlbandes vor dem Auftragen der Konversionbeschichtung.
[0012] In dem Verfahrensschritt der elektrochemischen Behandlung wird das Schwarzblechband
mit der Bandgeschwindigkeit durch ein Elektrolytbad durchgeführt und dabei als Anode
geschaltet bei einer Stromdichte von 2-30 A/dm
2. Bei dem Elektrolyten handelt es sich entweder um eine Natriumhydroxid-Lösung oder
um eine Soda-Lösung. Die Natriumhydroxid-Lösung weist dabei bevorzugt eine NaOH-Konzentration
von 20-100 g/l auf. Es kann auch ein Natriumhydroxid-Bad mit einer 3%-igen NaOH-Lösung
verwendet werden. Als Soda-Lösung kann insbesondere eine 5%-ige Natriumcarbonat-Lösung
(Na
2CO
3) verwendet werden. Die Badtemperaturen des Elektrolysebads werden zwischen 20 und
80°C gehalten.
[0013] Nach der elektrochemischen Behandlung wird das Schwarzblech mit Wasser gespült. Das
Spülen kann durch Eintauchen des Bands in einen Wassertank oder durch Abspritzen mit
Wasser erfolgen. Bevorzugt wird dafür vollentsalztes (VE), deionisiertes Wasser, Osmosewasser
oder destilliertes Wasser mit Temperaturen von 20 - 60 °C verwendet. Es können jedoch
auch unbehandeltes Trinkwasser oder andere Spülflüssigkeiten verwendet werden. Nach
dem Spülen wird das Schwarzblech getrocknet.
[0014] Schließlich wird in einem abschließenden Schritt auf wenigstens eine Oberfläche des
Schwarzblechs eine Konversionsschicht aufgetragen, indem eine wässrige chromfreie
Behandlungslösung auf die zuvor in der elektrochemischen Behandlung inertisierte Oberfläche
des Schwarzblechs appliziert wird.
[0015] Die Konversionsbeschichtung wird dabei in einem No-rinse-Verfahren aufgebracht, das
heißt ein Spülen nach Erzeugen der Konversionsschicht unterbleibt. Die wässrige chromfreie
Behandlungslösung, welche die Konversionsbeschichtung ausbildet, wird dabei bspw.
mit einer Auftragsvorrichtung auf die Oberfläche des Schwarzblechs aufgebracht, welche
einen Rollcoater, einen Rotationssprüher oder Sprühdüsen umfasst.
[0016] Bevorzugt wird zur Applizierung der wässrigen Behandlungslösung eine Auftragsvorrichtung
mit einem Rotationssprüher verwendet. Vor der Applikation der Behandlungslösung sollte
die Oberfläche des Schwarzblechs, auf welche die Konversionsschicht aufgebracht werden
soll, möglichst sauber und trocken sein. Deshalb wird zumindest die mit der Konversionsschicht
zu beschichtende Oberfläche des Schwarzblechs mit einer Trocknungsvorrichtung, z.B.
mit einem Air Knife, getrocknet. Mit diesem Air-Knife wird ein laminarer Heißluftstrom
auf die Oberfläche des sich bewegenden Bands aufgeblasen, so dass störende Fremdpartikel
von der Stahlbandoberfläche abgeblasen und die Stahlbandoberfläche getrocknet wird.
[0017] Der Rotationssprüher weist mehrere quer zur Bandlaufrichtung nebeneinander angeordnete
Sprührotoren auf, denen die wässrige Behandlungslösung zugeführt wird und welche von
einem Antrieb in Rotation versetzt werden, um die wässrige Behandlungslösung zentrifugalkraftbedingt
in Form eines feinen Sprühstrahls auf die oder jede Oberfläche des Bands zu sprühen
und dort einen Nassfilm der wässrigen Lösung auszubilden. Nach dem Auftragen des Nassfilms
der wässrigen Behandlungslösung wird diese mittels angetriebener Glättrollen auf der
Oberfläche des Schwarzblechs vergleichmäßigt. Die Glättrollen sind dabei zweckmäßig
in Bezug auf die Schwarzblechoberfläche(n) so angeordnet, dass sie nur wenig Druck
auf den Nassfilm der wässrigen Behandlungslösung ausüben und keine oder allenfalls
einen minimalen Anteil der applizierten Behandlungslösung von der Oberfläche abquetschen.
Die Menge der mit dem Rotationssprüher aufgesprühten Behandlungslösung wird entsprechend
so angepasst, dass kein Überschuß auf der Schwarzblechoberfläche entsteht. Dadurch
entfällt eine sonst notwenige Entsorgung oder Aufbereitung des überschüssigen Anteils
der Behandlungslösung. Nach der Vergleichmäßigung des aufgesprühten Nassfilms wird
dieser getrocknet, so dass eine Trockenauflage der Behandlungssubstanz auf der oder
den behandelten Schwarzblechoberflächen verbleibt. Zweckmäßig beträgt die Trockenauflage
der Behandlungslösung nach dem Trocknen zwischen 1 und 50 mg/m
2 und sie liegt bevorzugt im Bereich von 10 bis 30 mg/m
2. Die den Sprührotoren des Rotationssprühers pro Zeiteinheit zugeführte Menge der
wässrigen Behandlungslösung wird zweckmäßig an die Bandgeschwindigkeit angepasst.
Dadurch kann gewährleistet werden, dass nur die genau benötigte Menge an frischer
Behandlungslösung in der entsprechenden Konzentration mit dem Rotationssprüher als
Nassfilm auf dem Schwarzblechband aufgebracht wird. So kann bspw. eine konstante Auflage
des Nassfilms im Bereich von 2 ml/m
2 bis 8 ml/m
2 und bevorzugt von ca. 5 ml/m
2 pro Bandseite unabhängig von der Bandgeschwindigkeit eingestellt werden.
[0018] Nach dem Applizieren des Nassfilms der Behandlungslösung wird das Band durch einen
Bandtrockner geführt, um den Nassfilm zu trocknen. Nach dem Trocknen verbleibt auf
der Oberfläche des Schwarzblechs pro Seite eine Trockenauflage der so ausgebildeten
Konversionsschicht von 2 mg/m
2 bis 30 mg/m
2. Die gewünschte Trockenauflage der Konversionsschicht lässt sich dabei durch die
dem Rotationssprüher pro Zeiteinheit zugeführte Menge der Behandlungslösung einstellen.
[0019] Ein Vorteil dieser Art der Applikation besteht darin, dass immer nur frische Behandlungslösung
verwendet wird und diese nicht durch Kontakt und Rezyklieren mit dem Stahlband durch
Eisenablösung kontaminiert werden kann. Außerdem hat sich gezeigt, dass das Verfahren
sehr wirtschaftlich ist, da nur die genau benötigte Menge appliziert wird und kein
Überschuss benötigt wird, wodurch überschüssige Behandlungslösung nicht mehr aufgesammelt
werden muss. Dadurch kann verhindert werden, dass nachzubehandelnde Abwässer entstehen.
[0020] Alternativ dazu kann der Auftrag der Behandlungslösung auch über Rollcoater durch
einen Walzenauftrag - ebenfalls auf eine vorher getrocknete Schwarzblechoberfläche
- erfolgen. Rollcoater werden bevorzugt im unteren Geschwindigkeitsbereich der Bandgeschwindigkeit
und insbesondere bei Geschwindigkeiten von weniger als 200 m/min eingesetzt. Alternativ
kann die Applikation auch durch Aufsprühen der Behandlungslösung oder durch Eintauchen
des Bands in einen Bad mit der Behandlungslösung erfolgen. Da dabei die Behandlungslösung
im Überschuss auf das Schwarzblech aufgebracht wird, ist es zur Erzielung einer vorbestimmten
gewünschten Auflage der Konversionsschicht erforderlich, den überschüssigen Anteil
des Nassfilms bspw. mittels Quetschrollen abzuquetschen, wobei dies "nass in nass"
erfolgen kann. Bei diesem Verfahren wird die Lösung allerdings nicht geschwindigkeitsunabhängig
konstant gleich appliziert und die Behandlungslösung kann außerdem durch Eisen kontaminiert
werden und muss dann erneuert und nach Überschreiten einer Kontaminationsschwelle
entsorgt werden.
[0021] Der mit den beschriebenen Applikationsverfahren aufgebrachte Nassfilm der Behandlungslösung
wird schließlich zur Ausbildung einer trockenen Konversionsschicht getrocknet. Dies
kann bspw. durch Durchführen des Schwarzblechs durch einen Trocknungsofen erfolgen,
in dem Nassfilm mittels Heißluft oder IR-Strahlung getrocknet wird. Das Trocknen erfolgt
bevorzugt bei Temperaturen von 50 - 250° C. Abschließend wird die Oberfläche der trockenen
Konversionsschicht mit Dioctylsebacat (DOS), Acetyltributylcitrat (ATBC), Butylstearat
(BSO) oder Polyalkylenglykol, insbesondere Polyethylenglykol (PEG, vorzugsweise mit
einer Molmasse von 6000 g/mol), oder Kombinationen davon eingeölt bzw. nachbehandelt.
Eine Nachbehandlung durch Einölung mit DOS, ATBC, BSO oder PEG erfolgt zweckmäßig
elektrostatisch mit handelsüblichen Einölern wie bei ECCS oder Weißblech, oder auch
mittels eines Rotationssprühers.
[0022] Die zur Konversionsbeschichtung verwendete wässrige Behandlungslösung beinhaltet
mindestens die folgenden
- metallischen Bestandteile:
- a. Titan und Zirkonium,
- b. oder Titan, Zirkonium und Mangan,
- c. oder Titan, Zink und Phosphate,
- d. oder Titan, Zink, Mangan und Phosphate;
- Sie kann weiterhinorganische Bestandteile ausgewählt aus Polyacrylat, Polycarboxylatund
Kombinationen davon enthalten.
Metallische und organische Bestandteile können wiederum kombiniert sein.
[0023] Die Behandlungslösung kann weiterhin wenigstens einen Haftvermittler für Lacke oder
organische Beschichtungsmaterialien enthalten, wobei der Haftvermittler insbesondere
Bestandteile von Maleinsäure, Isophthalsäure und Cyclohexandimethanol (CHDM) oder
Kombinationen davon enthält. Als besonders geeignete Haftvermittler haben sich Zusammensetzungen
erwiesen, die Polyethylenterephthalat (PET) oder Polycyclohexylendimethylenterephthalat
(PCT), enthalten, wie z.B. glykolmodifiziertes Polyethylenterephthalat (PET-G, welches
weniger als ca. 30% CHDM enthält) oder PCTG (welches mehr als ca. 30% CHDM enthält).
[0024] Die Auflagen betragenbeispielsweise 1 bis 50 mg/m
2 für die jeweiligen Substanzen.
[0025] Nachstehend sind einige ausgewählte im Handel befindliche Mittel angeführt, die zur
Erzeugung von Konversionsbeschichtungen mit dem erfindungsgemäßen Verfahren geeignet
sind.
| Handelsname |
Wesentlicher chemischer Bestandteil |
Hersteller/Lieferant |
| - |
Polycarboxylate |
BASF® |
| EFKA® 4560 |
modifizierte Polyacrylate |
BASF® |
| - |
Ti, Zn, Mn Phosphat |
Henkel® |
| Granodine® 1456 |
Ti, Zr |
Henkel® |
| GTP 10861 Gardo® TP |
Zn Phosphate Ti |
Chemetall® |
| GB X4744A Gardobond® (Chemetall®) |
Mn, Ti, Zr |
Chemetall® |
| GB X4591 A1 |
Ti, Zr |
Chemetall® |
| GB X4744 |
Ti, Zr |
Chemetall® |
[0026] Bevorzugte Behandlungslösungen zur Erzeugung der Konversionsschichten können beispielsweise
wie folgt zusammengesetzt sein:
- a) eine wässrige Lösung, die Aluminiumfluorozirkonat mit einem Molverhältnis von A1
: Zr : F von (0,15 bis 0,67): 1: (5 bis 7) enthält, wobei die Gesamt-Konzentration
von AI + Zr + F 0,1 bis 2,0 g/l beträgt und der pH-Wert auf weniger als 5, vorzugsweise
3 bis 5 eingestellt ist.
- b) eine wässrige Lösung, die im Wesentlichen enthält:
- 0,2 bis kleiner 10 g/l Zinkionen,
- 0,5 bis 25 g/l Manganionen und
- 2 bis 300 g/l Phosphationen, gerechnet als P2O5,
wobei das Zink : Mangan - Gewichtsverhältnis der Phosphatierungslösung im Bereich
von 0,05 : 1 bis 1 : 1 gehalten wird.
- c) eine wässrige Lösung, die Zink und Mangan enthält, mit Zink im Bereich von 0,05
bis 5 g/l, Mangan im Bereich von 0,075 bis 5,2 g/l sowie Kupfer im Bereich von 0,008
bis 0,05 g/l und/oder insgesamt 0,002 bis 0,5 g/l an Hexafluoridkomplexen von Bor,
Aluminium, Titan oder/und Zirkonium, berechnet als F6.
- d) eine wässrige Lösung mit mindestens einem Filmbildner, der mindestens ein wasserlösliches
oder wasserdispergiertes Polymer mit einer Säurezahl im Bereich von 5 bis 200 enthält,
und mindestens einer anorganischen Verbindung in Partikelform mit einem mittleren
Partikeldurchmesser gemessen an einem Rasterelektronenmikroskop im Bereich von 0,005
bis 0,3 µm Durchmesser, wobei das Polymer aus mindestens einem Kunstharz auf der Basis
von Acrylat, Ethylen, Polyester, Polyurethan, Siliconpolyester, Epoxid, Phenol, Styrol,
Harnstoff-Formaldehyd, deren Derivate, Copolymere, Polymere, Mischungen oder/und Mischpolymerisate
ausgewählt ist und die anorganische Verbindung in Partikelform aus mindestens einer
Verbindung des Aluminiums, Siliciums, Titans, Zinks oder/und Zirkoniums ausgewählt
ist. oder
- e) eine wässrige Lösung mit
- i) mindestens einem organischen Filmbildner, der mindestens ein wasserlösliches oder
wasserdispergiertes Polymer enthält, das ein Kunstharz auf der Basis von Polyacrylsäure,
Polyacrylat oder/und Polyethylen-Acryl-säure ist oder ein Kunstharzgemisch oder/und
ein Mischpolymerisat mit einem Gehalt an Kunstharz auf der Basis von Acrylat bzw.
Polyacryl, darstellt und
- ii) einem Gehalt an Kationen oder/und Hexa- oder Tetrafluorokomplexen von Kationen
ausgewählt aus der Gruppe von Titan, Zirkonium, Silicium, Aluminium und Bor im Bereich
von 0,2 bis 30 g/l bezogen auf den Gehalt des elementaren Metalls.
[0027] Das erfindungsgemäße Verfahren kann ohne größeren Installationsaufwand in eine vorhandene
Beschichtungsanlage, z.B. in eine Bandbeschichtungsanlage zur Herstellung von ECCS
(bzw. TFS) integriert werden. Die Bandgeschwindigkeit beträgt in solchen Bandbeschichtungsanlagen
typischerweise 80 - 600 m/min.
[0028] Das erfindungsgemäße Verfahren besitzt die Vorteile einer chromfreien und damit umweltschonenden
und nicht gesundheitsgefährdenden sowie kostengünstigen Beschichtung auf herkömmlichem
Schwarzblech, insbesondere im Fein- und Feinstblech-Dickenbereich. Zudem wird durch
das gewählte Applikationsverfahren (No-Rinse-Verfahren) zum Auftragen der Konversionsschicht
durch Wegfall der Schlussspülung eine wirksame Kosten- und Energieersparnis erzielt
werden. Insbesondere durch die Kombination von anorganischer Passivierung und polymerhaltiger
Dünnfilmbeschichtung werden zusätzlich Vorteile erzielt. Die mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren behandelten Schwarzbleche eignen sich hervorragend zur Herstellung von Verpackungen,
insbesondere von Dosen, und können daher die herkömmlich als Verpackungsstahl verwendeten
Weißbleche und zinnfreien Stahlbleche (TFS bzw. ECCS) ersetzen. Diese Schwarzbleche
sind hinsichtlich ihrer Korrosionsbeständigkeit vergleichbar mit Weißblech und weisen
ähnlich gute Hafteigenschaften für Lacke und Kunststoffbeschichtungen, bspw. aus PP
oder PET, auf wie zinnfreie Stahlbleche (TFS bzw. ECCS).
1. Verfahren zur Passivierung von bandförmigem Schwarzblech, mit folgenden nacheinander
ausgeführten Schritten:
- Bereitstellung eines kaltgewalzten, geglühten und nachgewalzten Stahlbands mit einem
auf das Gewicht bezogenen Kohlenstoffgehalt von 20 bis 1000 ppm und Durchleiten des
Stahlbands durch eine Bandbeschichtungsanlage mit einer Bandgeschwindigkeit von wenigstens
200 m/min,
- Reinigen und Entfetten des Stahlbands, indem das Stahlband mit der Bandgeschwindigkeit
durch einen Reinigungstank, mit einer alkalischen Natrium- oder Kaliumhydroxid-Lösung
geleitet und anschließend gespült wird,
- elektrochemische Behandlung des Schwarzblechs durch Durchleiten des Stahlbands mit
der Bandgeschwindigkeit durch einen alkalischen Elektrolyten bei Stromdichten von
2 bis 30 A/dm2 unter Schaltung des Stahlbands als Anode, zur Ausbildung einer inerten Stahloberfläche,
wobei es sich bei dem Elektrolyten um eine Natriumhydroxid- oder Soda-Lösung handelt,
welche auf Temperaturen zwischen 20 und 80°C gehalten wird,
- Spülen und Trocknen des Stahlbands,
- Aufbringen einer wässrigen chromfreien Behandlungslösung auf wenigstens eine Oberfläche
des Stahlbands zur Ausbildung einer vor Korrosion schützenden Konversionsschicht und
einer Haftschicht für Lacke und organische Beschichtungsmaterialien, indem auf das
sich mit der Bandgeschwindigkeit bewegende Stahlband die wässrige Behandlungslösung
in einem no-rinse-Verfahren appliziert wird, wobei die Behandlungslösung als Wesentlichen
chemischen Bestandteil enthält:
a. Titan und Zirkonium,
b. oder Titan, Zirkonium und Mangan,
c. oder Titan, Zink und Phosphate,
d. oder Titan, Zink, Mangan und Phosphate.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Stahlband nach dem Entfetten und vor der elektrochemischen
Behandlung zusätzlich noch gebeizt und wiederum gespült wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Stahlband nach dem Aufbringen der Behandlungslösung
getrocknet wird, bevorzugt bei Temperaturen zwischen 50°C und 250°C, um eine Trockenauflage
der Behandlungslösung auf der Oberfläche des Stahlbands auszubilden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die wässrige Behandlungslösung entweder ohne Überschuß
mit einem Rotationssprüher auf das Stahlband appliziert oder im Überschuß mit einem
Rollcoater oder Sprühdüsen aufgebracht und anschließend die überschüssige Behandlungslösung
mit Abquetschrollen abgequetscht wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, wobei die Trockenauflage der Behandlungslösung
nach dem Trocknen mit Dioctylsebacat (DOS), Acetyltributylcitrat (ATBC), Butylstearat
(BSO) oder einem Polyalkylenglykol, insbesondere Polyethylenglykol (PEG), nachbehandelt
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei die Trockenauflage der Behandlungslösung
zwischen 1 mg/m2 und 50 mg/m2 beträgt.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei es sich bei dem Stahlband
um ein ferritisches oder mehrphasiges Stahlblech handelt.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Temperatur des Elektrolyten
bei der elektrochemischen Behandlung des Stahlbands zwischen 20 und 50°C liegt.
9. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Stromdichte bei der elektrochemischen
Behandlung des Schwarzblechs zwischen 2 und 10 A/dm2 liegt.
10. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die wässrige Behandlungslösung
weiterhin
organische Bestandteile ausgewählt aus Polyacrylat, Polycarboxylat und Kombinationen
davon enthält.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungslösung wenigstens einen Haftvermittler für Lacke oder organische Beschichtungsmaterialien
enthält, wobei der Haftvermittler insbesondere Bestandteile von Maleinsäure, Isophthalsäure
und Cyclohexandimethanol (CHDM) oder Kombinationen davon aufweist.
1. Method for passivating black sheet in strip form, with the following steps which are
carried out sequentially.
- provision of a cold-rolled, annealed and rerolled steel strip with a carbon content
of from 20 to 1000 ppm related to the weight and passing of the steel strip through
a strip coating installation with a strip speed of at least 200 m/min,
- cleaning and degreasing of the steel strip by passing the steel strip at the strip
speed through a cleaning tank with an alkaline solution of sodium hydroxide or potassium
hydroxide and then rinsing it,
- electrochemical treatment of the black sheet by passing the steel strip at the strip
speed through an alkaline electrolyte with current densities of from 2 to 30 A/dm2 with the steel strip connected as the anode, to form an inert steel surface, wherein
the electrolyte is a solution of sodium hydroxide or soda which is maintained at temperatures
of between 20 and 80°C,
- rinsing and drying of the steel strip,
- application of an aqueous chromium-free treatment solution to at least one surface
of the steel strip to form a conversion layer protecting against corrosion and an
adhesive layer for paints and organic coating materials by applying the aqueous treatment
solution to the steel strip moving at the strip speed in a no-rinse process, wherein
the treatment solution contains as essential chemical constituent:
a. titanium and zirconium,
b. or titanium, zirconium and manganese,
c. or titanium, zinc and phosphates,
d. or titanium, zinc, manganese and phosphates.
2. Method according to claim 1, wherein after the degreasing and before the electrochemical
treatment the steel strip is additionally pickled and rinsed again.
3. Method according to claim 1 or 2, wherein after the application of the treatment solution
the steel strip is dried, preferably at temperatures of between 50°C and 250°C, in
order to form a dry coating of treatment solution on the surface of the steel strip.
4. Method according to claim 3, wherein the aqueous treatment solution is applied to
the steel strip either without an excess with a rotation sprayer or applied with an
excess with a roll coater or spraying nozzles and then the excess treatment solution
is squeezed off with squeezing rollers.
5. Method according to one of claims 3 or 4, wherein after the drying the dry coating
of the treatment solution is treated again with dioctyl sebacate (DOS), acetyl tributyl
citrate (ATBC), butyl stearate (BSO) or a polyalkylene glycol, in particular polyethylene
glycol (PEG).
6. Method according to one of claims 3 to 5, wherein the dry coating of the treatment
solution is between 1 mg/m2 and 50 mg/m2.
7. Method according to one of the preceding claims, wherein the steel strip is a ferritic
or multiphase steel sheet.
8. Method according to one of the preceding claims, wherein the temperature of the electrolyte
during the electrochemical treatment of the steel strip is between 20 and 50°C.
9. Method according to one of the preceding claims, wherein the current density during
the electrochemical treatment of the black sheet is between 2 and 10 A/dm2.
10. Method according to one of the preceding claims, wherein the aqueous treatment solution
also contains organic constituents selected from polyacrylate, polycarboxylate and
combinations thereof.
11. Method according to claim 1, characterised in that the treatment solution contains at least one adhesion-promoter for paints or organic
coating materials, wherein the adhesion-promoter has in particular constituents of
maleic acid, isophthalic acid and cyclohexane dimethanol (CHDM) or combinations thereof.
1. Procédé de passivation de tôle noire en forme de bande, avec les étapes suivantes
réalisées les unes après les autres :
- la mise à disposition d'une bande d'acier laminée à froid, recuite et laminée à
chaud avec une teneur en carbone liée au poids de 20 à 1 000 ppm et le passage de
la bande d'acier par une installation de revêtement de bande à une vitesse de bande
d'au moins 200 n/min,
- le nettoyage et le dégraissage de la bande d'acier en ce que la bande d'acier est
conduite à la vitesse de bande au travers d'un réservoir de nettoyage contenant une
solution d'hydroxyde de sodium ou de calcium alcalin et est ensuite rincée,
- le traitement électrochimique de la tôle noire par passage de la bande d'acier à
la vitesse de bande par un électrolyte alcalin pour des densités de courant de 2 à
30 A/dm2 en mettant en circuit la bande d'acier comme anode, pour la réalisation d'une surface
d'acier inerte, dans lequel il s'agit pour l'électrolyte d'une solution d'hydroxyde
de sodium ou de soude qui est maintenue à des températures entre 20 et 80 °C,
- le rinçage et le séchage de la bande d'acier,
- l'application d'une solution de traitement aqueuse sans chrome sur au moins une
surface de la bande d'acier pour la réalisation d'une couche de conversion protégeant
de la corrosion et d'une couche adhésive pour des laques et des matériaux de revêtement
organiques en ce que la solution de traitement aqueuse est appliquée dans un procédé
sans rinçage sur la bande d'acier se déplaçant à la vitesse de bande, dans lequel
la solution de traitement contient comme constituant sensiblement chimique :
a. du titane et du zirconium,
b. ou du titane, du zirconium et du manganèse,
c. ou du titane, du zinc et du phosphate,
d. ou du titane, du zinc, du manganèse et du phosphate.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel la bande d'acier est en outre encore
décapée et de nouveau rincée après le dégraissage et avant le traitement électrochimique.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel la bande d'acier est séchée après
l'application de la solution de traitement, de préférence à des températures entre
50 °C et 250 °C afin de réaliser une diffusion à sec de la solution de traitement
sur la surface de la bande d'acier.
4. Procédé selon la revendication 3, dans lequel la solution de traitement aqueuse est
appliquée sans excédent avec un pulvérisateur rotatif sur la bande d'acier ou est
appliquée en excédent avec un élément de revêtement à rouleau ou des buses de pulvérisation
et la solution de traitement excédentaire est ensuite écrasée avec des rouleaux d'écrasement.
5. Procédé selon l'une des revendications 3 ou 4, dans lequel la diffusion à sec de la
solution de traitement est retraitée après le séchage avec du dioctylsébacate (DOS),
acétylcitrate de tributyle (ATBC), stéarate de butyle (BSO) ou un polyalkylène glycol,
en particulier polyéthylène glycol (PEG).
6. Procédé selon l'une des revendications 3 à 5, dans lequel la diffusion à sec de la
solution de traitement est comprise entre 1 mg/m2 et 50 mg/m2.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel il s'agit pour la
bande d'acier d'une tôle d'acier ferritique ou polyphasée.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la température de
l'électrolyte se trouve pour le traitement électrochimique de la bande d'acier entre
20 et 50 °C.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la densité de courant
se trouve en cas de traitement électrochimique de la tôle noire entre 2 et 10 A/dm2.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la solution de traitement
aqueuse contient en outre des constituants organiques sélectionnés parmi le polyacrylate,
le polycarboxylate et des combinaisons de ceux-ci.
11. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la solution de traitement contient au moins un agent d'adhérence pour des laques
ou matériaux de revêtement organiques, dans lequel l'agent d'adhérence présente en
particulier des constituants d'acide maléique, acide isophtalique et cyclohexanediméthanol
(CHDM) ou des combinaisons de ceux-ci.