[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schutz gegen ein Aufmachen (Anbrechen) einer
Verpackung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Verpackung für kritische
und wertvolle Gegenstände nach dem Oberbegriff des Anspruchs 9.
[0002] Die Erfindung ist für Schutzverfahren von verpackten Wertpapieren und Gegenständen
anwendbar, die zwischen Juristischen Personen bzw. Privatpersonen verschickt oder
übermittelt werden.
[0003] Bei der Übermittlung von verpackten Wertpapieren, Gegenständen, Wertsachen, Geldmitteln
handelt es sich um einen Vorgang, bei dem Verpackungen aufgemacht (aufgerissen), Schutzelemente
gefälscht, verpackte Gegenstände gegen Kopien ersetzt werden können usw. Trotz aller
Schwierigkeiten dieses Vorgangs bleibt er sehr gefragt. Daher ist ein zuverlässiger
Schutz gegen ein unbefugtes Aufmachen der Verpackung, ihre Fälschung und Auswechselung
des verpackten Gegenstands erforderlich.
[0004] Aus dem Stand der Technik ist ein Verfahren zum Schutz gegen Fälschungen und Aufmachen
der verpackten Gegenstände bekannt (s. entsprechende Artikel unter www.apostraf-print.ru),
wobei Schutzetiketten mit einem darauf angebrachten elektronischen RFID-Code (Identifizierung
mit Hilfe elektromagnetischer Wellen) benutzt werden. Dank dem RFID-Code kann die
Wanderung der verpackten Gegenstände sowie die Anbringung von einem durch einen Scanner
erkennbaren (einlesbaren) Strichcode anhand einer unsichtbaren Farbe und durch eine
Nutzung von Plomben verfolgt und kontrolliert werden.
[0005] Die Mängel der bekannten Verfahren sind eine unzureichende Zuverlässigkeit des Schutzes
gegen ein Aufmachen und eine geringe Fälschungssicherheit.
[0006] Aus dem Stand der Technik sind ein Schutzverfahren und eine Schutzverpackung zur
Aufnahme von einem Edelstein, einer Perle, einer Münze, einer philatelistisch wertvollen
Briefmarke und sonstigen wertvollen Gegenständen bekannt (s. Kleinpatent
RU 013589, veröffentlicht am 30.06.2009 - Prototyp). Die Verpackung umfasst ein oberes und ein unteres Element. Diese Elemente
sind aus einem durchsichtigen Kunststoff gefertigt. Dabei Ist das obere Element der
Verpackung mit wenigstens einem durchsichtigen Mantel, z. B. in Form einer Zelle,
gefertigt. Die Zelle dient zur Aufnahme von wenigstens einem der erwähnten Gegenstände.
Der Prototyp hat auch einen dekorativen Stempelaufdruck an der Außenfläche des oberen
Elements der Verpackung sowie eine unumkehrbar zerstörbare Schicht an der Innenfläche
des unteren Elements der Verpackung. Die unumkehrbar zerstörbare Schicht ist in Form
von z. B. einer holografischen Schicht ausgebildet, um die Verpackung gegen Fälschung
zu schützen und ein Aufmachen zu erkennen. Dabei sind das obere und das untere Element
der Verpackung mittels einer unumkehrbar zerstörbaren Schicht adhäsiv miteinander
verbunden. Dabei ist ein selbstklebendes laminiertes Papier zwischen dem dekorativen
Stempelaufdruck und der Außenfläche des oberen Elements angeordnet. Die unumkehrbar
zerstörbare Schicht umfasst wenigstens einen durchsichtigen Bereich, der durch ein
doppeltes Laminat gebildet ist, und eine unter dem durchsichtigen Mantel des oberen
Elements liegende Verpackung. Dabei sind der dekorative Stempelaufdruck und das selbstklebende
laminierte Papier so ausgebildet, dass sie die unumkehrbar zerstörbare Schicht überdecken
mit Ausnahme von ihrem durchsichtigen Bereich. Dabei ist das untere Element der Verpackung
aus einem verdickten Laminat ausgebildet. Das selbstklebende laminierte Papier ist
mit Schutzmerkmalen versehen einschließlich einer Bedruckung mit speziellen Farben
bzw. der im UV-Licht sichtbaren Fasern.
[0007] Die Mängel des bekannten kodierten Materials zur Verpackung von wertvollen oder kritischen
Gegenständen oder Dokumenten sind große Abmessungen der resultierenden Verpackung,
die den verpackten Gegenstand beachtlich überschreiten, weil die Verpackung seitlich
breiter ist. Darüber hinaus wird ein niedriger Schutzgrad erreicht, denn es ist möglich,
die Verpackung unbefugt aufzumachen, indem die Schichten voneinander, z. B. mittels
Auflösung des Klebers, getrennt werden.
[0009] Die Münzenkapseln werden aus dem hochwertigen Polystyrol gefertigt. Die neuesten
Verfahren sorgen für eine bemerkenswerte Durchsichtigkeit des Gegenstands, eine hohe
Festigkeit des Materials und seine Zuverlässigkeit und Langlebigkeit. Die Münzenkapsel
ist in Form eines Behälters mit einem entsprechend hohen Zylindergehäuse mit einem
Boden und einem Deckel ausgebildet. Die Barrenkapsel ist in Form eines rechteckigen
Behälters mit einem Boden und einem Deckel gefertigt.
[0010] Die bekannte Kapsetkonstruktion ist dadurch bemängelt, dass sie zum Aufbewahren von
geringwertigen Münzen benutzt werden kann. Sie ist nicht dazu geeignet, wertvolle
und kostbare Münzen zu lagern, denn die Kapseln können problemlos aufgemacht werden,
um wertvollen Münzen z. B. gegen Ihre Kopien zu ersetzen. Der Deckel kann danach einfach
mit dem Kapselkörper verbunden werden.
[0011] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zu schaffen und eine Konstruktion der
Verpackung zu entwickeln, um einen zuverlässigen Schutz gegen ein unbefugtes Aufmachen
zu gewährleisten.
[0012] Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Kombination der bekannten verfahrenstechnischen
und neuen Merkmale gelöst. Dabei handelt es sich um folgende Merkmale: Die Verpackung
wird aus einem wenigstens einlagigen Material mit einem beim Aufmachen der Verpackung
zerstörbaren Schutzmittel ausgebildet. Die neuen Merkmale: Das beim Aufmachen der
Verpackung zerstörbare Schutzmittel wird an einer Außen- oder Innenseite des Verpackungsmaterials
und/oder innerhalb einer Struktur von unteilbar verbundenen Lagen des Verpackungsmaterials
angeordnet. Dabei werden die sich bei der Verbindung berührenden Oberflächen jedes
der Verpackungselemente parallel oder schräg zueinander unter einem Winkel von 0,01
bis 90,0° mit Schlossverbindung angeordnet. Eine Schlossverbindung wird in Form von
wenigstens einem Absatz bzw. Stufe zwischen den sich berührenden Oberflächen ausgebildet.
Dabei wird wenigstens ein zusätzliches beim unbefugten Aufmachen zerstörbares Schutzmittel
auf wenigstens einer der Oberflächen der Schlossverbindung angebracht.
[0013] Als das beim Aufmachen zerstörbare Schutzmittel, darunter auch als zusätzliches Schutzmittel,
werden folgende Mittel benutzt: Abbildungen, darunter auch SchattenAbbildungen, von
einem Code, optischen Linien, Lichtleitern, RF-Strichcodes, Offsettiefdruck, darunter
Mikrotexte, Wasserzeichen, filigranen und/oder deckungsgleichen Bildern von unter
Normalbedingungen unsichtbaren, fluoreszierenden, metallisierten Magnetfarben und
-fasern, Marken, Schutzfäden und -streifen, Lochung, Beugungsgittern, Hologrammen
oder einer nach dem funkenerosiven Verfahren (elektrische Entladung) erstellten Markierung,
eines oxidierbaren und beim Aufmachen verfärbbaren Materials, z.B. Manganverbindungen,
Mechanophore-Kunststoff, welcher unter mechanischen Beanspruchungen seine Farbe verändern
kann; Jodtinktur-Dextrin-Gemisch, das auf den Kontaktbereich der sich berührenden
Oberflächen aufgetragen wird und bei Luftzutritt verschwindet; oder Kombinationen
davon.
[0014] Das wenigstens einlagige Material der Verpackung mit dem Schutzmittel wird unteilbar
ausgebildet, indem die Lagen mittels Verklebung, chemisch oder thermisch mit wenigstens
einem durchsichtigen Bereich verbunden werden. Der durchsichtige Bereich dient zur
visuellen Besichtigung des verpackten Gegenstands.
[0015] Die miteinander verbindbaren kontaktierenden Oberflächen der Verpackungselemente
mit der Schlossverbindung werden 1,0 bis 100,0 mm breit und in Form von wenigstens
zwei Streifen ausgebildet. Die Streifen werden an den Rändern der kontaktierenden
Verpackungselemente ausgebildet.
[0016] Das Schutzmittel in Form von zusätzlichen beim Aufmachen zerstörbaren optischen Linien
wird unter wenigstens einem vorgegebenen Winkel von 5,0 bis 90,0° zur Materialebene
ausgebildet.
[0017] Das Schutzmittel in Form von einem beim unbefugten Aufmachen zerstörbaren Lichtleiter
oder von optischen Linien auf der Kontaktfläche der sich berührenden Oberflächen der
Verpackung gemäß einer der Ausgestaltungen werden nach einem vorgegebenen Algorithmus
(Muster) angeordnet und zwar: Sie schneiden sich miteinander wenigstens zweimal, oder
sie liegen in einem vorgegebenen Abstand zueinander und/oder schräg zueinander oder
wellenförmig oder unter Ausbildung von sowohl unregelmäßigen als auch regelmäßigen
geometrischen Formen, wie einem Kreis, Quadrat, Rechteck, Dreieck, Rhombus.
[0018] Als Verpackungsmaterial wird ein festes elastisches verschleißfestes Material, z.
B. biaxial oder uniaxial verstrecktes Polypropylen oder koextrusives Polyethylen,
verwendet.
[0019] Als zusätzliches Schutzmittel werden erforderliche Angaben über den Gegenstand auf
die Verpackungsoberfläche mit einer unter Normalbedingungen unsichtbaren Farbe aufgetragen.
Diese Angaben umfassen ein Logo, Firmennamen oder Namen einer Organisation, ein Herstellungsdatum
der Verpackung, einen Verpacker und Adressen eines Senders und eines Empfängers. Die
Abmessungen der Verpackung sind dabei mit den Abmessungen des zu verpackenden Gegenstands
vergleichbar.
[0020] Die konstruktionsmäßige Aufgabe der vorgeschlagenen Erfindung wird durch die Kombination
von bekannten und neuen Merkmalen gelöst und zwar: Die Verpackung ist aus einem wenigstens
einlagigen Material mit einem Schutzmittel gefertigt. Dabei ist die Verpackung erfindungsgemäß
aus wenigstens zwei Lagen des Materials ausgebildet. Die Lagen sind chemisch oder
mittels Verklebung oder mittels Warmschweißens mit Hilfe von Copolymeren oder koextrusivem
Polyethylen unteilbar miteinander verbunden. Diese Verpackung ist erfindungsgemäß
in Form eines Behälters mit einem Körper, einem Boden und einem Deckel oder in Form
eines Verpackungsbands zur Umreifung des zu verpackenden Gegenstands ausgebildet.
Dabei sind die miteinander zu verbindenden Oberflächen der Verpackungselemente oder
der Seiten des Verpackungsbands parallel oder schräg zueinander unter einem Winkel
von 0,01 bis 90,0° mit der Schlossverbindung angeordnet. Die Schlossverbindung ist
in Form von wenigstens einem Absatz bzw. Stufe zwischen den sich berührenden Oberflächen
ausgebildet. Dabei ist wenigstens eine der Oberflächen der Schlossverbindung mit wenigstens
einem zusätzlichen, beim unbefugten Aufmachen zerstörbaren Schutzmittel versehen.
[0021] Die Schlossverbindung auf den sich berührenden Oberflächen der Verpackungselemente
ist voluminös ausgebildet, so dass sie die Dicke des Verpackungsmaterials in der Höhe
1,5 bis 3-fach überschreitet. Dabei ist die Schlossverbindung im Schnitt in Form von
einem Polygonzug oder einer Schlangenlinie ausgebildet, die verschiedene Höhenstufen
verbindet.
[0022] Der Behälterboden oder ein Teil davon sind In Form von wenigstens einem Streifen
nach innen des Behälters gewölbt ausgebildet, um eine Bewegung des verpackten Gegenstands
im Behälter während seiner Besichtigung und des Transports zu vermeiden. Die Breite
des Streifens ist gleich dem 0,2- bis 0,5-fachen Durchmesser oder der 0,2- bis 0,5-fachen
Bodenbreite.
[0023] Die Schlossverbindung auf den sich berührenden Oberflächen der Verpackungselemente
ist in Form von Falten ausgebildet. Die Anstellwinkel der Falten zueinander beträgt
10,0 bis 75,0°. Dabei können die Anstellwinkel der Falten als zusätzliches Schutzmittel
gleich, aufsteigend oder absteigend oder abwechselnd ausgebildet sein.
[0024] Die Neuheit des vorgeschlagenen erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Erstellung von
einem beim Aufmachen der Verpackung zerstörbaren Schutzmittel an der Außen- oder Innenseite
des Verpackungsmaterials und/oder innerhalb der Struktur der unteilbar verbundenen
Lagen des Verpackungsmaterials. Dabei sind die sich beim Anschluss berührenden Oberflächen
jedes der Verpackungselemente parallel oder schräg zueinander unter einem Winkel von
0,01 bis 90,0° mit Schlossverbindung angeordnet. Die Schlossverbindung ist in Form
von wenigstens einem Absatz bzw. Stufe zwischen den sich berührenden Oberflächen ausgebildet.
Dabei ist wenigstens eine der Oberflächen der Schlossverbindung mit wenigstens einem
zusätzlichen beim unbefugten Aufmachen zerstörbaren Schutzmittel versehen.
[0025] Wenigstens ein beim unbefugten Aufmachen zerstörbares Schutzmittel ist an der Außen-
oder Innenseite des Verpackungsmaterials oder Innerhalb der Struktur der unteilbaren
Verbindung der Lagen des Verpackungsmaterials ausgebildet. Das verhindert ein Eindringen
zwischen die Lagen und durch das Verpackungsmaterial, ohne dass der Schutz beschädigt
wird, denn die unteilbar verbundenen Lagen der Verpackung erlauben es nicht, die Verpackung
ohne sichtbare Beschädigungen aufzumachen.
[0026] Die Anordnung der sich beim Anschluss berührenden Oberflächen jedes der Verpackungselemente
parallel oder schräg zueinander unter einem Winkel von 0,01 bis 90,0° mit der Schlossverbindung
In Form von wenigstens einem Absatz bzw. Stufe zwischen den sich berührenden Oberflächen
bereitet noch mehr Schwierigkeiten für unbefugtes Aufmachen der Verpackung.
[0027] So ist es beim Eindringen durch die verbundenen Oberflächen bis zur Schlossverbindung
der Oberflächen nicht möglich, die zweite Höhenstufe zu erreichen, ohne dass die Verpackungslagen
und das Schutzmittel beschädigt werden. Das zum Aufmachen benutzte Werkzeug wird auf
seinem Weg gegen ein Hindernis und zwar gegen den Absatz bzw. Stufe zwischen den zu
verbindenden Oberflächen stoßen.
[0028] Die erfindungsgemäßen Merkmale:
- als das beim Aufmachen zerstörbare Schutzmittel, darunter auch als zusätzliches Schutzmittel,
werden Abbildungen verwendet, darunter Schattenabbildungen, von einem Code, optischen
Linien, Lichtleitern, RF- Strichcodes, Offsettiefdruck, darunter Mikrotexte, Wasserzeichen,
filigranen und/oder deckungsgleichen Bildern der unter Normalbedingungen unsichtbaren,
fluoreszierenden, metallisierten Magnetfarben und -fasern, Marken, Schutzfäden und
-streifen, Lochung, Beugungsgittern, Hologrammen oder einer nach dem funkenerosiven
Verfahren (elektrische Entladung) erstellten Markierung, oxidierbaren und beim Aufmachen
verfärbbaren Material, z. B. Manganverbindungen; Mechanophore-Kunststoff, welcher
unter mechanischen Beanspruchungen seine Farbe verändern kann; einem Jodtinktur-Dextrin-Gemisch,
das auf den Kontaktbereich der sich berührenden Oberflächen aufgetragen wird und bei
Luftzutritt verschwindet; oder Kombinationen davon,
- das wenigstens einlagige Material der Verpackung mit dem Schutzmittel wird unteilbar
ausgebildet, indem die Lagen mittels Verklebung, chemisch oder thermisch mit wenigstens
einem durchsichtigen Bereich verbunden werden; der durchsichtige Bereich dient dabei
zur visuellen Besichtigung des verpackten Gegenstands,
- die miteinander verbindbaren kontaktierenden Oberflächen der Verpackungselemente mit
der Schlossverbindung werden mit einer Breite von 1,0 bis 100,0 mm und in Form von
wenigstens zwei Streifen ausgebildet: die Streifen werden an den Rändern der kontaktierenden
Verpackungselemente ausgebildet,
- das Schutzmittel In Form von zusätzlichen beim Aufmachen zerstörbaren optischen Linien
wird unter wenigstens einem vorgegebenen Winkel von 5,0 bis 90,0° zur Materialebene
ausgebildet,
- die beim unbefugten Aufmachen zerstörbaren Lichtleiter oder optischen Linien auf der
Kontaktfläche der sich berührenden Oberflächen der Verpackung werden nach einem vorgegebenen
Algorithmus (Muster) angeordnet und zwar: Sie schneiden sich miteinander wenigstens
zweimal, oder sie liegen in einem vorgegebenen Abstand zueinander und/oder schräg
zueinander oder wellenförmig oder unter Ausbildung von sowohl unregelmäßigen als auch
regelmäßigen geometrischen Formen, wie einem Kreis, Quadrat, Rechteck, Dreieck, Rhombus,
- als Verpackungsmaterial wird ein festes elastisches verschleißfestes Material eingesetzt,
z. B. biaxial oder uniaxial verstrecktes Polypropylen oder koextrusives Polyethylen,
- als zusätzliches Schutzmittel werden erforderliche Angaben über den jeweiligen Gegenstand
auf die Verpackungsoberfläche mit einer unter Normalbedingungen unsichtbaren Farbe
aufgetragen; bei diesen Angaben handelt es sich um ein Logo, einen Firmennamen oder
Namen einer Organisation, das Herstellungsdatum der Verpackung, den Verpacker und
Adressen eines Senders und eines Empfängers; die Abmessungen der Verpackung sind mit
den Abmessungen des zu verpackenden Gegenstands vergleichbar,
sind zusätzliche verfahrenstechnische Merkmale, die auf die konkrete Ausbildung der
Hauptmerkmale und auf das Erreichen des technischen Effekts der Erfindung abgezielt
sind.
[0029] Die Neuheit der vorgeschlagenen Verpackung ist die Ausbildung der Verpackung aus
wenigstens zwei Lagen des Materials. Die Lagen sind chemisch oder mittels Verklebung
oder mittels Warmschweißens mit Hilfe von Copolymeren oder koextrusivem Polyethylen
unteilbar miteinander verbunden. Dabei ist diese Verpackung In Form eines Behälters
mit einem Körper, einem Boden und einem Deckel oder in Form eines Verpackungsbands
zur Umreifung des zu verpackenden Gegenstands ausgebildet. Dabei sind die miteinander
zu verbindenden Oberflächen der Verpackungselemente oder der Seiten des Verpackungsbands
parallel oder schräg zueinander unter einem Winkel von 0,01 bis 90,0° mit Schlossverbindung
angeordnet. Die Schlossverbindung Ist In Form von wenigstens einem Absatz bzw. Stufe
zwischen den sich berührenden Oberflächen ausgebildet. Dabei ist wenigstens eine der
Oberflächen der Schlossverbindung mit wenigstens einem zusätzlichen beim unbefugten
Aufmachen zerstörbaren Schutzmittel versehen.
[0030] So verhindert die unteilbare Ausbildung des Schutzmittel innerhalb der Struktur des
Verpackungsmaterials, dass einwärts und durch die Verpackung unbefugt eingedrungen
wird oder dass die Lagen voneinander getrennt werden. Denn eine solche Ausbildung
erlaubt es keinem Werkzeug, unabhängig von seiner Konstruktion, eine beliebige mit
einer anderen Lage verschweißte oder unteilbar verklebte Lage des Materials zu trennen
oder durch das Material einzudringen, ohne dass sichtbare Zerstörungen des Materials
entstehen.
[0031] Die verbindbaren Oberflächen der Verpackungselemente und die Oberflächen der Höhenstufen
sind unter einem Anstellwinkel von 0,01 bis 90,0° ausgebildet. Diese Ausbildung macht
es möglich, den Körper des Behälters mit dem Deckel oder einen Rand des Verpackungsbands
mit seinem anderen Rand bei der Umreifung zu verbinden, indem diese Teile beim Zusammenfügen
einer vorgegebenen Belastung (Kraft) ausgesetzt werden, wodurch eine undichte Verbindung
vermieden wird.
[0032] Die verbindbaren Oberflächen der Verpackungselemente sind mit der Schlossverbindung
zusammengefügt. Die Schlossverbindung Ist In Form von wenigstens einem Absatz bzw.
Stufe zwischen den sich berührenden Oberflächen ausgebildet. Diese Ausbildung verhindert
zusätzlich und sicher ein unbefugtes Eindringen In die Verpackung, denn während des
Eindringens wird ein beliebiges Werkzeug gegen ein Hindernis in Form von einem Absatz
bzw. Stufe in der Schlossverbindung stoßen. Um weiter zu gelangen muss das Werkzeug
die Verpackung und dementsprechend den Schutz unumgänglich brechen/beschädigen.
[0033] Die erfindungsgemäßen Merkmale der Ausbildung der Schlossverbindung auf den sich
berührenden Oberflächen der Verpackungselemente, und zwar:
- die Schlossverbindung ist voluminös und überschreitet die Dicke des Verpackungsmaterials
in der Höhe um das 1,5- bis 50,0-fache,
- die Schlossverbindung ist in Form von einem Polygonzug oder einer Schlangenlinie im
Schnitt ausgebildet, die verschiedene Höhenstufen verbindet,
- der Boden des Behälters oder ein Teil davon ist in Form von wenigstens einem Streifen
ausgebildet. Die Breite des Streifens ist gleich dem 0,2- bis 0,5-fachen Durchmesser
oder der 0,2- bis 0,5-fachen Bodenbreite,
- der Boden des Behälters oder ein Teil davon ist nach innen des Behälters gewölbt ausgebildet,
um eine Bewegung des verpackten Gegenstands im Behälter während seiner Besichtigung
und des Transports zu vermeiden, und
- die Schlossverbindung auf den sich berührenden Oberflächen der Verpackungselemente
ist in Form von Falten ausgebildet. Die Anstellwinkel der Falten zueinander liegen
im Bereich zwischen 10,0 und 75,0°. Dabei können die Anstellwinkel der Falten als
zusätzliches Schutzmittel gleich, aufsteigend oder absteigend oder abwechselnd ausgebildet
sein,
gelten als zusätzliche bauliche Merkmale, die dazu beitragen, die gestellte Aufgabe
der Erfindung zu erreichen.
[0034] Die durchgeführte Patentrecherche über den Stand der Technik ergab keine bereits
bekannten Kombinationen von Merkmalen, die dieser Erfindung entsprechen. Folglich
sind die genannten Merkmale neu.
[0035] Die Kombination der vorgeschlagenen neuen Merkmale mit den bereits bekannten Merkmalen
geht aus dem Stand der Technik explizit nicht hervor und ist nicht offensichtlich.
Folglich darf angenommen werden, dass die genannten Merkmale auf einer erfinderischen
Tätigkeit beruhen.
[0036] Aus den In dieser Beschreibung dargelegten und vorgeschlagenen Merkmalen lässt sich
der Rückschluss ableiten, dass die Erfindung gewerblich anwendbar ist.
[0037] Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen in den beiliegenden Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen würfelförmigen Körper eines Behälters mit einem Deckel. Bei seiner Fertigung
wird das vorgeschlagene Schutzverfahren gegen unbefugtes Aufmachen der Verpackung
offenbart. Der obere Teil des Körpers hat schräge zweistufige verbindbare Oberflächen
und Schutzmittel innerhalb der Struktur des gesamten Materials des Behälters sowie
auf den verbindbaren Oberflächen,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung von Höhenstufen der unteren innenschrägfläche des Deckels
und der oberen Außenschrägfläche des Behälterkörpers mit einem auf die Oberflächen
aufgebrachten Schutzmittel,
- Fig. 3
- schematische Darstellungen für Ausgestaltungen einer Schlossverbindung am Umfang der
Verpackung, a) Π-förmige (U-förmige) Schlossverbindung, die im Schnitt in Form von
Polygonzügen ausgebildet ist, b) Schlossverbindung in Form von gewölbten Linien, c),
d) und e) - In Form von Polygonzügen als Dreieck,
- Flg. 4
- eine zylinderförmige Kapsel mit einem Deckel zur Verpackung von z. B. Münzen,
- Fig. 5
- einen Strichcode, der am Umfang des oberen zweistufigen Schrägteils des Körpers der
zylinderförmigen Kapsel aufgetragen ist,
- Fig. 6
- die parallele Anordnung von zwei ringförmigen Lichtleitern am oberen Schrägteil des
Körpers,
- Fig. 7
- die Schlessverbindung auf den seitlichen geneigten sich berührenden Oberflächen des
Behälterkörpers und des Deckels mit dem dazwischen angeordneten Schutzmittel,
- Fig. 8
- einen Ausschnitt der Seitenfläche des Behälterkörpers mit am Umfang der schrägen oberen
Fläche angebrachten sich schneidenden optischen Linien,
- Fig. 9
- den gewölbten Boden des Behälterkörpers,
- Fig. 10
- den gewölbten Streifen des Bodens des Behälterkörpers. Dank diesem Streifen sind Bewegungen
der Münze im Behälter während der Besichtigung und des Transports vermieden,
- Fig. 11
- einen Ausschnitt des Verpackungsmaterials in Form eines Verpackungsbands mit einem
innerhalb seiner Struktur angeordneten Schutzmittel,
- Fig. 12
- das seitlich des Verpackungsbands angeordnete zusätzliche Schutzmittel In Form von
sich schneidenden nach einem vorgegebenen Algorithmus (Muster) angeordneten optischen
Linien,
- Fig. 13
- den vergrößerten Querschnitt des Verpackungsbands mit Darstellung der zweistufigen
Ränder des Verpackungsbands und einer Stufe dazwischen,
- Fig. 14
- einen zylinderförmigen Gegenstand, der mithilfe des Verpackungsbands verpackt ist,
- Fig. 15
- einen anhand des Verpackungsbands verpackten Gegenstand, der in Form von einem Parallelepiped
ausgebildet ist,
- Fig. 16
- den Gegenstand mit einer undefinierten Form, der anhand des Verpackungsbands verpackt
Ist und
- Fig. 17
- gefaltete sich berührende Oberflächen des würfelförmigen Behälterkörpers und seines
Deckels mit gleichen Anstellwinkeln am Umfang: a) mit verschiedenen Anstellwinkeln,
b) mit absteigenden Anstellwinkeln und c) mit verschiedenen paarweise abwechselnden
Winkeln.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird wie folgt ausgeführt:
[0038] Die Verpackung besteht aus einem z. B. würfelförmigen Behälter. Der Behälter enthält
einen Körper 1, welcher aus wenigstens einem zweilagigen Material mit einem in seine
Struktur eingebrachten Schutzmittel 2 ausgebildet ist. Der obere Teil 3 des Körpers
1 und der untere Teil 4 des Deckels 5 sind schräg unter einem Winkel von 0,1 bis 90°
und mit einer Schlossverbindung ausgebildet. Die Schlossverbindung ist dabei mit Oberflächen
6 und 7 In wenigstens zwei Höhenstufen (s. Fig. 2) ausgebildet. Dazwischen sind am
Umfang Stufen 8 ausgebildet. Die Oberflächen 6 und 7 in den verschiedenen Höhenstufen
sind mit wenigstens einem zusätzlichen Schutzmittel 9 versehen. Die Ausgestaltungen
der Schlossverbindungen sind der Fig. 3 zu entnehmen. Hier zeigen a), c), d), e) Schlossverbindungen
im Schnitt in Form von Polygonzügen, und b) eine Schlossverbindung In Form von gewölbten
Linien.
[0039] Der Oberteil 11 des Körpers 10 und der Unterteil 12 des Deckels 13 am zylinderförmigen
Körper 10 des Behälters, z. B. für Münzen, sind schräg (geneigt) und wenigstens zweistufig
oder mit einer Schlossverbindung ausgebildet, s. Fig. 4 und Fig. 7. Die gestrichelten
Linien 14 zeigen eine eventuell mögliche Vergrößerung der Höhe des Behälters. Der
Boden 15 des Behälters oder ein Teil davon ist in Form von z. B. einem diametral angeordneten
Streifen 16 ausgebildet, dessen Breite dem 0,2- bis 0,5-fachen Durchmesser oder der
Breite des Bodens 15 des Behälters gleich ist. Dabei Ist der Boden 15 des Behälters
oder ein Teil davon gewölbt ausgebildet, um eine Bewegung der Münze 17 im Behälter
zu vermeiden. Das Verpackungsmaterial für Gegenstände mit einer unbestimmten Geometrie
ist in Form von einem Verpackungsband 18 mit zweistufigen Streifen 19 und 20 über
seine längsläufigen Ränder oder mit einer Schlossverbindung ausgebildet. Dabei sind
die Verpackungsbandränder oder die Schlossverbindung mit einem zusätzlichen Schutzmittel
21 versehen. Das zusätzliche Schutzmittel 21 ist z. B. in Form von sich schneidenden,
nach einem vorgegebenen Algorithmus (Muster) und unter einem vorgegebenen Winkel angeordneten
optischen Linien ausgebildet. Dabei ist das zusätzliche Schutzmittel 21 auf den Streifen
19 an seiner unteren Seite angebracht. Der Streifen 20 kann aber auch mit Schutzmittel
21 an seiner oberen Seite versehen sein. Das Verpackungsband 18 macht es möglich,
Gegenstände mit verschiedenen Geometrien sicher zu verpacken: Dabei handelt es sich
z. B. um einen zylinderförmigen Gegenstand 22, einen Gegenstand in Form eines Parallelepipeds
23 und einen Gegenstand 24 mit einer unbestimmten Geometrie, denn das den zu verpackenden
Gegenstand umschließende Verpackungsband 18 "kontrolliert" die Oberfläche des Gegenstands
22, 23 oder 24. Lichtleiter 25, optische Linien 26 können sich schneidend, parallel,
schräg zueinander, nach einem vorgegebenen Algorithmus (Muster) angeordnet und auch
als verschiedene sowohl unregelmäßige als auch regelmäßige geometrische Formen ausgebildet
sein. Der Strichcode 27 auf wenigstens einer der sich berührenden Oberflächen, z.
B. des zylinderförmigen Behälters, kann sowohl mit einer sichtbaren als auch unsichtbaren
Farbe sowie mit einer Farbe oder Tinte, die sich beim Aufmachen verfärbt oder gar
verschwindet, angebracht werden. Falten 28 auf den sich berührenden Oberflächen können
sowohl unter gleichen als auch unter verschiedenen Anstellwinkeln oder mit Kombination
davon ausgebildet werden. Die zweistufige Ausbildung der Faltenoberflächen mit der
Schlossverbindung dazu sorgt dafür, dass das unbefugte Aufmachen noch vielfach erschwerter
Ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird wie folgt durchgeführt:
[0040] Um wertvolle Sachen und kritische Gegenstände, Dokumente, Barren, Schmuckstücke zu
verpacken, wird vorher entweder ein Behälter gefertigt, dessen Abmessungen der Größe
des zu verpackenden Gegenstands entsprechen, oder ein Verpackungsband benutzt. Dabei
wird wenigstens ein Schutzmittel 2 in die Struktur des Behälter- oder des Verpackungsbandmaterials
eingebracht und/oder auf die Außenoberflächen des Verpackungsmaterials aufgebracht.
Die sich berührenden, unter einem Winkel von 5,0 bis 90,0° zur Materialebene schräg
angeordneten und in Form der Schlossverbindung mit einem Absatz bzw. Stufe 8 ausgebildeten
Oberflächen des Oberteils des Körpers 1 und des Unterteils des Deckels 5 werden mit
einem zusätzlichen, beim unbefugten Aufmachen zerstörbaren Schutzmittel 9 versehen.
[0041] Der Gegenstand wird im Behälter wie folgt verpackt: Ein Teil des Behälters, z. B.
seine Seitenwände, wird bei der Behälteranfertigung je nach der künstlerischen Gestaltung
des zu verpackenden Gegenstands und je nach den besonderen Abbildungen darauf durchsichtig
ausgebildet. Der durchsichtige Bereich dient zur visuellen Besichtigung bzw. Sichtkontrolle
des verpackten Gegenstands, ohne dass die Verpackung aufgemacht werden muss.
[0042] Der zu verpackende Gegenstand wird in den Behälter gelegt. Dabei werden Maßnahmen
getroffen, um die Bewegung des Gegenstands, z. B. der Münze 17, im Körper 10 des Behälters
zu vermeiden. Bei diesen Maßnahmen handelt es sich z. B. um einen gewölbten Boden
15 oder gewölbten Streifen 16 im Behälterboden. Die sich berührenden Oberflächen -
die geneigte Außenfläche des Oberteils 3 des Behälterkörpers 1 und die geneigte Innenfläche
4 des Unterteils des Deckels - werden mit einer Bindekomposition (Compound) versehen,
so dass diese Oberflächen chemisch oder thermisch fest miteinander verbunden oder
verklebt werden. Dabei werden die zweistufigen Oberflächen 6 und 7 der Schlossverbindung
des Behälterkörpers mit identischen Oberflächen der Schlossverbindung der schrägen
Innenfläche des Deckels 5 verbunden, indem ihre Absätze 8 dicht aneinander angeschlossen
werden. Auch andere Gegenstände, Münzen, Barren, Gemälde, Scheine usw. werden auf
die gleiche Weise in Behälter mit verschiedenen Formen und Geometrien verpackt.
[0043] Bei der Verpackung der Gegenstände anhand des Verpackungsbands wird der jeweilige
Gegenstand folgerichtig mit Verpackungsband 18 umwickelt (Umschließung). Dabei wird
der Absatz bzw. Stufe 8 jeder weiteren Windung des Verpackungsbands bei der Umwicklung
mit dem Absatz bzw. Stufe der vorhergehenden Windung des Verpackungsbands anhand der
Streifen 19 und 20 zusammengefügt. Dabei kann die Oberfläche des Streifens 19 unten
mit einer Bindekomposition versehen werden, und die Oberfläche 20 kann mit einem zusätzlichen
Schutzmittel 21 versehen werden und umgekehrt. Die Bindekomposition kann auch auf
die untere Oberfläche des Streifens 20 aufgebracht werden, und wenigstens ein zusätzliches
Schutzmittel 21 kann auf die Oberfläche 19 aufgebracht werden.
[0044] Bei der Verpackung von ziemlich schweren Gegenständen, z. B. Barren, werden die für
die Barrenform geeigneten Behälter verwendet, an deren Umfang voluminöse Schlossverbindungen
angeordnet werden. Diese werden im Schnitt in Form von Polygonzügen oder unterschiedlich
gekrümmten Linien ausgebildet, s. Flg. 3 a), b), c), d), e). Dabei können Schutzelemente
gegen ein unbefugtes Aufmachen zwischen den Oberflächen der Schlossverbindungen ausgebildet
werden.
Die beste Ausgestaltung der Erfindung
[0045] Zur Verpackung einer Silbermünze wurde ein Behälter In geeigneter Größe hinsichtlich
Höhe und Durchmesser gefertigt. Als Behältermaterial wurde ein durchsichtiges zweilagiges
biaxial verstrecktes Polypropylen mit einem In sein unteilbares Gefüge eingebrachten
Schutzmittel 2 in Form von einem Strichcode 27 verwendet. Der Strichcode 27 wurde
mit einer unter Normalbedingungen unsichtbaren Farbe eingearbeitet. Die Oberfläche
11 des Schrägteils des Behälterkörpers 10 und die Innenfläche des unteren Teils 12
des Deckels 13 wurden zweistufig unter einem Winkel von 45° und mit einer 5 mm Breite
- ä 2,5 mm je Stufe - ausgebildet, so dass zwischen den Höhenstufen Absätze 8 entstehen.
Der Behälterboden 15 wurde nach innen gewölbt ausgebildet. Die Münze 17 wurde auf
den nach innen gewölbten Behälterboden 15 gelegt. Der gewölbte Behälterboden 15 presste
die Münze 17 am Umfang ihrer Oberkante gegen den oberen Schrägteil 11 des Behälterkörpers
10 elastisch an, so dass die Münze 17 bei Erschütterungen unbeweglich blieb. Die erste
dem Rand am nächsten liegende Oberfläche, die mit der Oberfläche 6 des Körpers 10
identisch ist, wurde mit einer Klebekomposition aus koextrusivem Polyethylen versehen.
Die zweite vom Rand entfernte Oberfläche, die mit der Außenschrägfläche 7 des Oberteils
4 des Behälterkörpers 10 identisch ist, wurde mit einem Strichcode und einer Klebekomposition
versehen, und die Oberflächen wurden dicht miteinander zusammengefügt. Dabei wurde
eine unsichtbare Farbe für den Strichcode benutzt.
[0046] Dabei wurde der Absatz bzw. Stufe 8 des Deckels 13 dicht an die Körperstufe angeschlossen.
[0047] Danach wurde versucht, die Verpackung unbefugt aufzumachen. Während des Versuchs
wurden die Stufen des Körpers 10 und des Deckels 13 beschädigt, und der mit der unsichtbaren
Farbe angebrachte Strichcode 27 wurde zerstört.
[0048] Gleichzeitig wurde ein Paket verpackt. Das Paket wurde in Form von einem Zylinder
gewickelt und dann anhand eines Verpackungsbands verpackt. Das Verpackungsband wurde
zweilagig ausgebildet. In die Struktur des Verpackungsbands wurden fluoreszierende
Schutzfasern eingebracht, die nach einem vorgegebenen Algorithmus (Muster) und zwar
parallel zueinander angeordnet wurden. Die erste am Rand liegende 10 mm breite Innenfläche
19 wurde mit einer Klebekomposition aus koextrusivem Polyethylen bedeckt. Die Außenfläche
20 des Verpackungsbands trägt ebenfalls ein Bild In Form von den sich unter einem
vorgegebenen Winkel schneidenden Linien und die Klebekomposition. Das Bild wurde mit
unsichtbaren Farben gemacht. Das Verpackungsband 18 wurde folgerichtig Windung für
Windung ordentlich umwickelt, so dass ein dichter Kontakt zwischen den Absätzen (Stufen)
und den Oberflächen 19 und 20 des Verpackungsbands 18 erreicht wird. Nach dem Abwarten
von 30 Minuten wurde ein Versuch vorgenommen, die Verpackung aufzumachen. Dabei wurde
das Band 18 beschädigt und zwar: Sein Rand wurde eingerissen und das mit der unsichtbaren
Farbe gemachte Bild wurde beschädigt, und auch die Absätze zwischen den Oberflächen
19 und 20 wurden beschädigt.
[0049] Als Verpackung für einen Barren wurde ein rechteckiger Behälter mit entsprechenden
Abmessungen benutzt. Die ursprünglich verbindbaren Oberflächen des Körpers und des
Deckels des Behälters wurden flach ausgebildet. Zwei Lichtleiter 25 wurden parallel
zueinander auf die untere Oberfläche am Umfang des Behälters gelegt. Dann wurden die
Barren in den Behälter gelegt. Danach wurde eine Π-förmige (U-förmige) Schlossverbindung
(s. Fig. 3a) mit Hilfe einer heizbaren Pressform und thermischer Verbindung am Umfang
des Barrens ausgebildet. Infolge der Änderung der Geometrie der Behälterränder blieb
die parallele Anordnung der verlegten Lichtleiter 25 erhalten.
[0050] Beim Versuch, die Verpackung unbefugt aufzumachen, wurden das Behältermaterial an
der Stelle der Schlossverbindung und beide Lichtleiter beschädigt.
[0051] Die Körper können mit den Deckeln der Behälter auch verklebt oder chemisch verbunden
werden. Dabei muss vorher eine Schlossverbindung mit entsprechender Geometrie am Umfang
der verbindbaren Oberflächen ausgebildet werden.
[0052] Als das beim Aufmachen zerstörbare, darunter auch zusätzliche Schutzmittel werden
folgende Mittel verwendet: Abbildungen, darunter Schattenabbildungen eines Codes,
optischer Linien, Lichtleiter, RF-Strichcodes, Offsettiefdruck, darunter Mikrotexte,
Wasserzeichen, filigraner und/oder deckungsgleicher Bilder der unter Normalbedingungen
unsichtbaren, fluoreszierenden, metallisierten Magnetfarben und -fasern, Marken, Schutzfäden
und -streifen, Lochung, Beugungsgitter, Hologramme oder nach dem funkenerosiven Verfahren
(elektrische Entladung) erstellter Markierung eines oxidierbaren und beim Aufmachen
verfärbbaren Materials, z. B. Manganverbindungen, Mechanophore-Kunststoff, welcher
unter mechanischen Beanspruchungen seine Farbe verändern kann, Jodtinktur-Dextrin-Gemisch,
das auf den Kontaktbereich der sich berührenden Oberflächen aufgetragen wird und bei
Luftzutritt verschwindet, oder Kombinationen davon. Die Anwendung dieser Schutzmittel
macht es möglich, in jedem konkreten Fall eine sichere gegen unbefugtes Aufmachen
geschützte Verpackung zu erstellen, und die Kombination der Schutzarten mit dem Material,
welches wenigstens zweilagig und unteilbar ist, lässt keine Zweifel hinsichtlich der
Zuverlässigkeit der Verpackung.
[0053] Je nach den Abmessungen des zu verpackenden Gegenstands wird ein zusätzliches Schutzmittel
in Form von 1,0 bis 100,0 mm breiten Streifen auf die Oberfläche der Schlossverbindung
aufgetragen. Werden die Streifen schmaler als 1 mm ausgebildet, so werden die Auswahloptionen
der anzubringenden Schutzmittel begrenzt. Die Anbringung des zusätzlichen Schutzmittels
in einem über 100 mm breiten Streifen ist nicht sinnvoll, denn dadurch wird keine
wesentliche Steigerung der Schutzsicherheit erreicht.
[0054] Der Fertigungsvorgang der leicht zerstörbaren optischen Linien, die unter einem Winkel
von unter 5,0° ausgebildet sind, ist ziemlich kompliziert.
[0055] Die Ausbildung der optischen Linien unter verschiedenen Winkeln und nach einem vorgegebenen
Algorithmus (Muster) sorgt für einen guten Schutz gegen unbefugtes Aufmachen.
[0056] Die Verwendung von einem festen elastischen verschleißfesten Material, z. B. biaxial
oder uniaxial verstreckten Polypropylen, als Verpackungsmaterial stellt eine andauernde
Lagerung und Nutzung der verpackten Gegenstände sicher.
[0057] Als zusätzliches Schutzmittel werden auf die Oberfläche der Verpackung verschiedene
erforderliche Angaben über den Gegenstand mit einer unter Normalbedingungen unsichtbaren
Farbe aufgebracht. Dabei sind die Abmessungen der Verpackung mit den Abmessungen des
zu verpackenden Gegenstands vergleichbar. Zu den erforderlichen Angaben gehören Firmenlogo,
Firmenname oder Name einer Organisation, Herstellungsdatum der Verpackung, ein Verpacker
und Adressen eines Senders und eines Empfängers. Die Verwendung dieser Angaben als
zusätzliches Schutzmittel sorgt dafür, dass die Verpackung durchsichtig und benutzerfreundlich
bleibt und die Übersichtlichkeit/Anschaulichkeit des verpackten Gegenstands auf keine
Weise beeinträchtigt wird.
[0058] Die Ausbildung einer wenigstens zweistufigen Verbindung mit verschiedenen Anstellwinkeln
der Oberflächen der Schlossverbindung sorgt für eine zuverlässige Verpackung von schweren
und sperrigen Gegenständen.
[0059] Die Höhe der Schlossverbindung Ist 1,5- bis 50,0-fach größer als die Dicke des Verpackungsmaterials.
Dank dieser Ausbildung entsteht keine unnötige konstruktionsmäßige Versperrung der
Verpackung. Das elastische Anpressen des verpackten Gegenstands im Behälter wird mit
Hilfe eines gewölbten Bodens oder eines Teils davon erreicht und trägt dazu bei, dass
der verpackte Gegenstand lange benutzbar bleibt.
[0060] Die Ausbildung der Falten am Umfang des Behälters mit einem Anstellwinkel von 10,0
bis 75,0° in verschiedenen Konfigurationen stellt einen zusätzlichen Schutz gegen
unbefugtes Aufmachen sicher.
[0061] Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird es ermöglichen, die gegen Aufmachen
geschützte Verpackung aus einem synthetischen Material, Kunststoff oder einem anderen
Material herzustellen. Dadurch wird es möglich, den nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
und in die beanspruchte Verpackung verpackten Gegenstand sicher als Zahlungsmittel
zu benutzen, seinen tatsächlichen Wert und Preis zu veranschaulichen, ohne dass die
Echtheit des verpackten Gegenstands geprüft werden muss. Dabei wird die Intaktheit/die
Integrität der Verpackung und deren Schutzmittel mit Hilfe von entsprechenden Detektoren
geprüft.
[0062] Der verpackte Gegenstand kann lange im Umlauf bleiben, wobei die Schutzmerkmale und
die Intaktheit der Verpackung erhalten bleiben. Dabei kann die Verpackung aus den
gleichen Materialien gefertigt werden wie die Kunststoffscheine.
[0063] Zur Zeit wurden vom Erfinder die entsprechenden Auslegungsunterlagen erstellt und
einige Arten der Verpackung In Form von Behältern sowie Verpackung mit dem Verpackungsband
mit zweistufigen Kontaktoberflächen und mit den einfachsten Schutzmitteln als Muster
hergestellt.
[0064] Die Prüfungen haben eine hohe Zuverlässigkeit des Schutzes der in die vorgeschlagenen
Behälter verpackten bzw. mit dem Verpackungsband umwickelten Gegenstände bewiesen.
1. Verfahren zum Schutz gegen ein Aufmachen einer Verpackung von kritischen und wertvollen
Gegenständen, wobei die Verpackung aus wenigstens einem einlagigen Material mit einem
beim Aufmachen zerstörbaren Schutzmittel (2) ausgebildet wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das beim Aufmachen der Verpackung zerstörbare Schutzmittel (2) an der Außen- oder
Innenseite des Verpackungsmaterials und/oder innerhalb einer Struktur von unteilbar
verbundenen Lagen des Verpackungsmaterials angeordnet wird,
dass die sich bei der Verbindung berührenden Oberflächen jedes der Verpackungselemente
dabei parallel oder schräg zueinander unter einem Winkel von 0,01 bis 90,0° mit einer
Schlossverbindung angeordnet werden, wobei die Schlossverbindung in Form von wenigstens
einer Stufe zwischen den sich berührenden Oberflächen ausgebildet wird und
dass dabei auf wenigstens einer der Oberflächen (6 oder 7) der Schlossverbindung wenigstens
ein zusätzliches, beim unbefugten Aufmachen zerstörbares Schutzmittel (9, 21) ausgebildet
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass als das beim Aufmachen zerstörbare Schutzmittel (2), darunter auch als zusätzliches
Schutzmittel (9, 21) folgende Mittel verwendet werden: Abbildungen, darunter Schattenabbildungen,
von einem Code, optischen Linien, Lichtleitern, RF-Strichcodes, Offsettiefdruck, darunter
Mikrotexte, Wasserzeichen, filigranen und/oder deckungsgleichen Bildern von unter
Normalbedingungen unsichtbaren, fluoreszierenden, metallisierten Magnetfarben und
-fasern, Marken, Schutzfäden und -streifen, Lochung, Beugungsgittern, Hologrammen
oder einer nach einem funkenerosiven Verfahren erstellten Markierung, einem oxidierbaren
und beim Aufmachen verfärbbaren Material, z. B. Manganverbindungen, Mechanophore-Kunststoff,
welcher unter mechanischen Beanspruchungen seine Farbe verändern kann, Jodtinktur-Dextrin-Gemisch,
die auf den Kontaktbereich der sich berührenden Oberflächen aufgetragen werden und
bei einem Luftzutritt verschwinden, oder Kombinationen davon.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das wenigstens einlagige Material der Verpackung mit dem Schutzmittel (2) unteilbar
ausgebildet wird, indem die Lagen mittels Verklebung, chemisch oder thermisch mit
wenigstens einem durchsichtigen Bereich verbunden werden, wobei der durchsichtige
Bereich zu einer visuellen Besichtigung des verpackten Gegenstands dient.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die miteinander verbindbaren kontaktierenden Oberflächen der Verpackungselemente
mit der Schlossverbindung 1,0 bis 100,0 mm breit und in Form von wenigstens zwei Streifen
(19, 20) ausgebildet werden, wobei die Streifen (19, 20) an den Rändern der kontaktierenden
Verpackungselemente erstellt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schutzmittel (2) in Form von zusätzlichen beim Aufmachen zerstörbaren optischen
Linien (26) unter wenigstens einem vorgegebenen Winkel von 5,0 bis 90,0° zur Materialebene
ausgebildet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schutzmittel (2) in Form von einem beim unbefugten Aufmachen zerstörbaren Lichtleiter
(25) oder in Form von optischen Linien (26) auf der Kontaktfläche der sich berührenden
Oberflächen der Verpackung gemäß einer der Ausgestaltungen nach einem vorgegebenen
Algorithmus (Muster) ange-ordnet werden und zwar so, dass sie sich miteinander wenigstens
zweimal schneiden oder in einem vorgegebenen Abstand zueinander liegen und/oder schräg
zueinander oder wellenförmig oder unter Ausbildung von geometrischen sowohl unregelmäßigen
als auch regelmäßigen Formen, wie einem Kreis, Quadrat, Rechteck, Dreieck, Rhombus,
ausgebildet sind.
7. Verfahren nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass als Verpackungsmaterial ein festes elastisches verschleißfestes Material, z. B. biaxial
oder uniaxial verstrecktes Polypropylen oder koextrusives Polyethylen, verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass als zusätzliches Schutzmittel (21) auf der Verpackungsoberfläche, deren Abmessungen
mit Abmessungen des zu verpackenden Gegenstands vergleichbar sind, erforderliche Angaben
über den jeweiligen Gegenstand mit einer unter Normalbedingungen unsichtbaren Farbe
aufgetragen werden, wobei diese Angaben ein Logo, einen Firmennamen oder Namen einer
Organisation, ein Herstellungsdatum der Verpackung, einen Verpacker und Adressen eines
Senders und eines Empfängers einschließen.
9. Verpackung für kritische und wertvolle Gegenstände zum Schutz gegen Fälschung aus
wenigstens einlagigem Material mit einem Schutzmittel,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verpackung aus wenigstens zwei unteilbar miteinander verbunden Lagen ausgebildet
ist,
dass die Lagen chemisch oder mittels Verklebung oder mittels Warmschweißens mit Hilfe
von Copolymeren oder koextrusivem Polyethylen verbunden sind,
dass die Verpackung in Form eines Behälters mit einem Körper (1), einem Boden und einem
Deckel (5) oder in Form eines Verpackungsbands (18) zur Umschließung des zu verpackenden
Gegenstands ausgebildet ist,
dass die miteinander zu verbindenden Oberflächen der Verpackungselemente oder der Seiten
des Verpackungsbands (18) dabei parallel oder schräg zueinander unter einem Winkel
von 0,0 bis 90,0° mit der Schlossverbindung angeordnet sind,
dass die Schlossverbindung in Form von wenigstens einer Stufe (8) zwischen den sich berührenden
Oberflächen ausgebildet ist und
dass dabei auf wenigstens einer der Oberflächen (6, 7) der Schlossverbindung wenigstens
ein zusätzliches, beim unbefugten Aufmachen zerstörbares Schutzmittel (21) ausgebildet
ist.
10. Verpackung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlossverbindung auf den sich berührenden Oberflächen der Verpackungselemente
voluminös ausgebildet ist und die Dicke des Verpackungsmaterials in der Höhe um das
1,5- bis 50,0-fache überschreitet und
dass die Schlossverbindung im Schnitt in Form von einem Polygonzug oder einer Schlangenlinie
ausgebildet ist, die die sich berührenden Oberflächen verbindet.
11. Verpackung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Behälterboden (15) oder ein Teil davon in Form von wenigstens einem Streifen
(16) ausgebildet Ist, dessen Breite gleich dem 0,2- bis 0,5-fachen Durchmesser oder
der 0,2- bis 0,5-fachen Bodenbreite ist und
dass der Behälterboden (15) oder ein Teil davon nach innen gewölbt ausgebildet sind, um
eine Bewegung des verpackten Gegenstands (17) im Behälter während seiner Besichtigung
und seines Transports zu vermeiden.
12. Verpackung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlossverbindung auf den sich berührenden Oberflächen der Verpackungselemente
in Form von Falten (28) ausgebildet ist,
dass die Anstellwinkel der Falten (28) zueinander 10,0 bis 75,0° betragen und dass die
Anstellwinkel der Falten (28) dabei als zusätzliches Schutzmittel (21) gleich, aufsteigend
oder absteigend oder abwechselnd ausgebildet sind.