[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Positionieren
von Hülsen auf einer Wickelwelle einer Wickelmaschine.
[0002] Die
EP 2 030 928 offenbart ein Verfahren zum automatischen Bestücken einer Wickelmaschine, bei dem
Wickelhülsen auf eine Wickelwelle aufgeschoben werden, wobei eine Wickelhülse über
eine Zange entlang der Wickelwelle verschoben wird, damit ein Spalt zwischen zwei
benachbarten Wickelhülse entsteht. Dann wird über einen Abdrückschild der Spalt zwischen
benachbarten Wickelhülsen eingestellt, um die Wickelhülsen entlang der Wickelwelle
zu positionieren. Die Beabstandung der Wickelhülsen an der Wickelwelle ist zeitaufwändig
und zudem nur mit begrenzter Genauigkeit möglich. Gerade beim Aufschieben einer Vielzahl
von Wickelhülsen auf die Wickelwelle können keine kurzen Taktzeiten erreicht werden.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Positionieren von Hülsen auf einer Wickelwelle zu schaffen, die eine Positionierung
mit schnellen Taktzeiten sowie mit hoher Genauigkeit ermöglichen.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruches 1 sowie einer
Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 7 gelöst.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst eine Hülse zu einem Greifer gefördert,
wobei die Position der Hülse über mindestens einen Sensor erfasst wird. Abhängig von
der erfassten Position der Hülse wird dann die Hülse von dem Greifer zu einem Endlosförderer
bewegt, der die Hülse fördert, wobei dann eine nachfolgende Hülse wieder von dem Greifer
zu dem Endlosförderer gefördert werden kann, bis die gewünschte Anzahl von Hülsen
an dem Endlosförderer positioniert ist. Dadurch kann eine Ausrichtung der einzelnen
Hülsen zueinander erfolgen, die in einem vorbestimmten Abstand an dem Endlosförderer
gehalten sind. Die Einheit aus Hülsen an dem Endlosförderer kann dann an eine Wickelwelle
übergeben werden, die auch nachträglich in die Hülsen hinein bewegt werden kann. Die
Positionierung über den Endlosförderer hat den beträchtlichen Vorteil einer kurzen
Taktzeit, da die einzelnen Hülsen nacheinander mit hoher Geschwindigkeit dem Endlosförderer
zugeführt werden können. Zudem ist die Positionierung der Hülsen durch Erfassung der
Position vergleichsweise genau möglich, wobei ein oder mehrere Sensoren für die Positionserfassung
eingesetzt werden können, um dann die Steuerung des Endlosförderers und/oder des Greifers
entsprechend vornehmen zu können. Dies erspart aufwändige Ausrichtarbeiten der einzelnen
Hülsen an der Wickelwelle.
[0006] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird durch das Erfassen der Position
der Hülse und das Bewegen der Hülse zu einem Endlosförderer der Spalt zwischen zwei
benachbarten Hülsen eingestellt. Die Hülse kann von dem Greifer zu dem Endlosförderer
mit höherer oder niedriger Geschwindigkeit gefördert werden, je nachdem, wie groß
der Spalt zwischen zwei benachbarten Hülsen eingestellt werden soll. Dies ermöglicht
eine flexible Anpassung auch während des Bestückens des Endlosförderers mit einzelnen
Hülsen.
[0007] Für eine positionsgenaue Anordnung der Hülsen sind diese vorzugsweise klemmend an
dem Endlosförderer fixiert, wobei der Endlosförderer hierfür ein oder mehrere umlaufende
Bänder aufweist, die an einer Außenseite der Hülsen anlegbar sind. Der Endlosförderer
kann dann nach der Positionierung der Hülsen zur Wickelwelle verfahren werden oder
umgekehrt wird die Wickelwelle zu dem Endlosförderer verfahren, damit die Wickelwelle
in die Hülsen eingesteckt wird und dann die Hülsen über eine Spannvorrichtung an der
Wickelwelle fixiert werden. Anschließend kann dann der Endlosförderer von den Hülsen
entfernt werden, wobei hierfür der Endlosförderer vorzugsweise zwei Arme aufweist,
die auseinanderfahrbar oder -schwenkbar sind, um die Hülsen freizugeben.
[0008] Für eine besonders kurze Taktzeit und eine exakte Positionierung wird eine Hülse
jeweils an dem Greifer von Backen gegriffen und dem Endlosförderer zugeführt.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist eine Fördereinrichtung zum Fördern einer Hülse
zu einem Greifer, mindestens einen Sensor zur Erfassung der Position der Hülse und
eine Einrichtung zum Bewegen der Hülse von dem Greifer zu einem Endlosförderer abhängig
von der erfassen Position der Hülse auf, wobei über den Endlosförderer mehrere Hülsen
gleichzeitig um die Wickelwelle positionierbar sind. Dadurch kann eine Positionierung
der Hülsen entlang des Endlosförderers mit einem vorbestimmten Abstand erfolgen, wobei
die Hülsen dann gleichzeitig auf die Wickelwelle übergeben werden, was zu einer vergleichsweise
kurzen Taktzeit und einer hohen Positionsgenauigkeit führt. Zudem können mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung Hülsen unterschiedlicher Länge problemlos verarbeitet werden und die Positionierung
der Hülsen kann automatisch erfolgen.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung erstreckt sich der Endlosförderer
im Wesentlichen über die gesamte Länge der Wickelwelle, so dass über den Endlosförderer
die Wickelwelle vollständig mit Hülsen bestückt werden kann.
[0011] Der Endlosförderer weist vorzugsweise mindestens zwei umlaufende Bänder auf, mittels
dem die Hülsen festklemmbar sind. Das Band kann dabei aus einem elastischen Material,
insbesondere einem Gummi oder einen geschäumten Material, hergestellt sein, und an
einer Außenfläche der Hülse zur Anlage kommen. Die Hülse kann dabei zwischen mehreren
umlaufenden Bändern des Endlosförderers festgeklemmt werden, beispielsweise mittels
zwei, drei oder vier Bändern, die vorzugsweise gemeinsam über einen oder mehrere Antriebe
bewegbar sind. Die Bänder können dabei an zwei Armen verfahrbar angeordnet sein, so
dass die Bänder nach dem Positionieren der Hülsen auf der Wickelwelle von den Hülsen
entfernt werden. Zudem kann durch das Verfahren der Arme der Endlosförderer auch auf
unterschiedliche Durchmesser der Hülsen eingestellt werden.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfasst der Greifer einen aus Bürsten
gebildeten Kanal zum Durchführen der Hülsen. An dem Kanal können die Hülsen abgebremst
oder angehalten werden, um eine Vorderkante einer Hülse über den Sensor zu erfassen,
um dann die weitere Bewegung der Hülse entsprechend der Position der Vorderkante der
Hülse zu steuern. Dadurch kann der Abstand zwischen zwei Hülsen positionsgenau eingestellt
werden, und die Hülse wird mit mechanisch einfach ausgebildeten Mitteln am Greifer
gehalten.
[0013] Als Sensor zur Erfassung der Position der Hülse kann ein optischer Sensor eingesetzt
werden, beispielsweise eine Lichtschranke mit einem Laserstrahl, so dass eine Vorderkante
einer Hülse mit hoher Genauigkeit erfasst werden kann.
[0014] Die Fördereinrichtung weist vorzugsweise einen Schieber auf, der zwischen einer Aufnahmeposition,
in der eine Hülse von oben in eine Aufnahme vor dem Schieber einfügbar ist, und einer
vorderen Endposition, an der eine Hülse in Längsrichtung aus der Aufnahme verschoben
ist, bewegbar ist. Dabei kann oberhalb der Aufnahme eine Vielzahl von Hülsen in einem
Magazin angeordnet sein, die dann einzeln nacheinander in die Aufnahme eingefügt werden,
wenn diese über den Schieber entleert wurde. Über den Schieber können dann eine oder
mehrere Hülsen geleichzeitig zu dem Greifer und/oder dem Endlosförderer bewegt werden.
[0015] Der Greifer weist vorzugsweise mehrere Backen auf, mittels denen eine Hülse dem Endlosförderer
übergeben wird. Der Greifer kann dabei eine positionsgenaue Anordnung der Hülse gewährleisten,
die dann von dem Endlosförderer übernommen wird.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Detailansicht einer Wickelmaschine mit einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Positionieren von Hülsen;
- Figuren 2A und 2B
- zwei Detailansichten der Wickelmaschine der Figur 1;
- Figur 3
- eine Seitenansicht der Wickelmaschine der Figur 1;
- Figur 4
- eine perspektivische Detailansicht der Wickelmaschine der Figur 3;
- Figuren 5A bis 5D
- mehrere Ansichten des Endlosförderers der Vorrichtung zum Positionierung von Hülsen
- Figuren 6A und 6B
- zwei Ansichten des Greifers der Vorrichtung zum Positionieren von Hülsen,
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht einer Fördereinrichtung der Vorrichtung zum Positionieren
von Hülsen, und
- Figuren 8A bis 8D
- mehrere Ansichten der Vorrichtung zum Positionieren von Hülsen.
[0017] Eine Wickelmaschine 1 umfasst ein Maschinengestell 2, an dem eine oder mehrere Wickelwellen
3 vorgesehen sind, die zum Aufwickeln eines bahnförmigen Materials, beispielsweise
Folien, Papier oder Textilstoffe, auf Hülsen dienen. Die Wickelvorrichtung kann entsprechend
der eingesetzten Materialien ausgebildet sein.
[0018] Das Maschinengestell 2 umfasst eine erste Kammer 4, an der die Wickelwellen 3 in
einer ersten Position angeordnet werden können, und eine zweite Kammer 5, die in axiale
Richtung der Wickelwellen 3 benachbart angeordnet ist und in die die Wickelwellen
3 verfahren werden können, um Hülsen aufzunehmen. Es ist alternativ auch möglich,
die Wickelwellen 3 in axiale Richtung starr anzuordnen und die Hülsen mit einem Endlosförderer
zu verfahren.
[0019] Oberhalb der zweiten Kammer 5 ist ein Endlosförderer 6 zum Positionieren von Hülsen
vorgesehen, wobei einzelne Hülsen 9 über einen Greifer 7 an den Endlosförderer 6 übergeben
werden. Vor dem Greifer 7 ist noch eine Fördereinrichtung 8 zum Fördern einzelner
Hülsen zu dem Greifer 7 angeordnet.
[0020] Wie in Figur 2 gezeigt ist, wird eine erste Hülse 9 in eine rohrförmige Aufnahme
10 des Greifers 7 übergeben. Zudem ist in Figur 2B ein Schieber 40 gezeigt, mittels
dem eine Hülse 9 in Längsrichtung entlang einer Führungsbahn 45 verschoben werden
kann. Der Schieber 40 kann dabei von einer Aufnahmeposition, in der eine Hülse von
oben in eine Aufnahme vor den Schieber einfügbar ist, in eine Endposition bewegt werden,
an der die Hülse in Längsrichtung entlang der Führungsbahn 45 verschoben wird. Oberhalb
der Aufnahme kann ein Magazin mit mehreren Hülsen 9 vorgesehen sein, von denen jeweils
eine unterste Hülse 9 in die Aufnahme 10 einfügbar ist.
[0021] In Figur 3 ist eine Seitenansicht der Wickelmaschine 1 gezeigt, wobei die Wickelwellen
3 in der zweiten Kammer 5 angeordnet sind, in der ein bandförmiges Material aufgewickelt
werden kann. Die Wickelwellen 3 können anschließend in axiale Richtung in die erste
Kammer 4 verfahren werden. Oberhalb der Kammer 5 ist der Endlosförderer 6 gezeigt,
in den einzelne Hülsen 9 über den Greifer 7 und die Fördereinrichtung 8 bewegt werden
können.
[0022] In Figur 4 ist der Übergang zwischen dem Greifer 7 und dem Endlosförderer 6 dargestellt.
Der Greifer 7 umfasst einen aus Bürsten 32 gebildeten Kanal, in dem eine Hülse 9 abgebremst
oder gehalten werden kann. Die Hülse 9 kann dann über Backen 30 gegriffen und an den
Endlosförderer 6 übergeben werden. Die Backen 30 sind hierfür in radiale Richtung
und in axiale Richtung der Hülsen 9 bewegbar. Im Bereich des Greifers 7 ist ferner
ein optischer Sensor, insbesondere eine Lichtschranke, vorgesehen, um eine vordere
Kante einer Hülse 9 zu erfassen. Abhängig von der erfassen Position der Hülse 9 kann
diese dann dem Endlosförderer 6 so zugeführt werden, dass benachbarte Hülsen 9 einen
vorbestimmten Abstand zueinander aufweisen.
[0023] Der Endlosförderer ist in den Figuren 5A bis 5D im Detail gezeigt. Der Endlosförderer
6 umfasst mehrere Bänder 11, insbesondere Riemen aus einem elastischen Material, vorzugsweise
einem Schaumgummi, die entlang von Umlenkrollen 12 umlaufend angetrieben werden können.
Hierfür besitzt jedes Band 11 einen Antrieb 13, der die Umlenkrolle 12 unmittelbar
antreibt oder über ein Getriebe 14, so dass über einen Antrieb 13 auch zwei Bänder
11 angetrieben werden können.
[0024] Wie in Figur 5B gezeigt ist, sind um eine Hülse 9 vier Bänder 11 vorgesehen, die
im Querschnitt im Wesentlichen dreieckförmig oder trapezförmig ausgebildet sind und
zu einer Innenseite spitz zulaufen. Dadurch wird an der Außenseite einer Hülse 9 an
vier Positionen ein Band 11 angelegt, um eine Hülse 9 zu zentrieren und zu fixieren.
[0025] Zwei der umlaufenden Bänder 11 sind an einem ersten Arm 17 gehalten, während zwei
weitere Bänder 11 an einem zweiten Arm 18 gehalten sind. Die Arme 17 und 18 sind in
horizontale Richtung verfahrbar oder verschwenkbar, wie dies durch die Pfeile angedeutet
ist. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Arme 17 und 18 über Zahnstangen
19 und 20 verfahren, die über ein Ritzel 21 bewegbar sind, das über eine Koppelwelle
22 angetrieben ist. Die Koppelwelle 22 kann durch einen Motor 16 gedreht werden, um
die Arme 17 auseinander oder zueinander zu bewegen. Statt einen linearen Verfahren
der Arme 17 und 18 kann auch ein Schwenkmechanismus vorgesehen sein, um die Bänder
11 von der Hülse 9 entfernen oder zur Aufnahme von Hülsen 9 zusammenzubewegen.
[0026] In den Figuren 6A und 6B ist ein Greifer 7 der Vorrichtung zum Positionieren von
Hülsen 9 dargestellt. Der Greifer 7 umfasst einen Antrieb 31, mittels dem Backen 30
bewegbar sind, die eine einzelne Hülse 9 halten und einem Endlosförderer 6 zuführen
können. Vor den Backen 30 ist ein aus Bürsten 32 gebildeter Kanal vorgesehen, an dem
eine Hülse 9 abgebremst oder positioniert werden kann. Vor den Bürsten 32 ist eine
rohrförmige Aufnahme 10 gezeigt, in den einzelne Hülsen 9 eingeschoben werden können.
Über den Greifer 7 können somit Hülsen 9 vereinzelt werden, bevor sie dem Endlosförderer
6 zugeführt werden.
[0027] In Figur 7 ist die Fördereinrichtung 8 gezeigt, die unterhalb eines Magazins mit
Hülsen 9 angeordnet ist. Die Fördereinrichtung 8 umfasst einen linear verfahrbaren
Schieber 40, der an einem Schlitten 41 gehalten ist und über einen Zahnriemen 42 bewegbar
ist. Der Zahnriemen 42 ist über einen Antrieb 44 angetrieben, wobei der Schieber 40
nur bis zu einem Anschlag 43 verfahrbar ist. Über den Schieber 40 werden ein oder
mehrere Hülsen in einer Aufnahme gesammelt, um dann über den Schieber 40 in axiale
Richtung zu dem Greifer 7 bewegt zu werden. Oberhalb der Fördereinrichtung 8 können
daher ein oder mehrere Magazine mit leeren Hülsen 9 vorgesehen sein.
[0028] In den Figuren 8A bis 8D ist die Fördereinrichtung 8 mit dem Schieber 40 zusammen
mit dem Magazin 50 für die Hülsen 9 und dem Endlosförderer 6 dargestellt. Das Magazin
50 umfasst Wände 51, zwischen denen die Hülsen in Längsrichtung gestapelt sind. Zumindest
eine der Wände 51 kann verstellbar ausgebildet sein, um die Breite des Schachtes in
dem Magazin an die Länge der jeweiligen Hülsen 9 anpassen zu können.
[0029] Bei der Vorrichtung zum Positionieren von Hülsen 9 auf einer Wickelwelle 3 werden
zunächst die Hülsen 9 einer Aufnahme vor dem Schieber 40 zugeführt, der dann die Hülsen
9 zu dem Greifer 7 verschiebt. An dem Greifer 7 wird über einen optischen Sensor,
insbesondere eine Lichtschranke im Bereich des Kanals aus Bürsten 32, eine Positionserfassung
vorgenommen, um die vordere Kante einer Hülse 9 zu erfassen. Anschließend wird die
vorderste Hülse 9 den Backen 30 zugeführt, die dann die Hülse 9 dem Endlosförderer
6 zuführen, wobei die Backen 30 ein vorderes Ende der Hülse 9 in die durch die Bänder
11 gebildete Aufnahme einschieben. Der Endlosförderer 6 greift dann über die Bänder
11 die Hülse 9 und verfährt diese in axiale Richtung. Die nachfolgende Hülse 9 kann
nun nach einer Positionserfassung wieder mit den Backen 30 gegriffen werden und in
den Endlosförderer 6 eingeführt werden, wobei über die Positionserfassung ein Spalt
zwischen zwei benachbarten Hülsen 9 einstellbar ist. Je nach dem aufzuwickelnden Material
kann ein kleinerer oder größerer Spalt zwischen den Hülsen 9 vorgesehen werden. Dieser
Vorgang wird solange wieder holt, bis der Endlosförderer 6 mit der gewünschten Anzahl
an leeren Hülsen 9 bestückt ist.
[0030] Anschließend wird der Endlosförderer 6 mit den Bändern 11 nach unten in der Kammer
5 verfahren, wofür ein entsprechender Antrieb an dem Gestell 2 vorgesehen ist. Sobald
der Endlosförderer 6 in der gewünschten Position ist, kann nun eine Wickelwelle 3
in axiale Richtung in die Hülsen 9 eingesteckt werden. Wenn die Wickelwelle 3 innerhalb
der Hülsen angeordnet ist, kann ein Spannfutter an der Wickelwelle 3 aktiviert werden,
so dass die Hülsen 9 nun an der Wickelwelle 3 fixiert sind. Wenn die Übergabe an die
Wickelwelle 3 stattgefunden hat, können die Arme 17 und 18 auseinander gefahren werden,
so dass die Bänder 11 des Endlosförderers 6 von den Hülsen 9 weg bewegt werden. Wenn
die Arme 17 und 18 auseinander bewegt wurden, kann der Endlosförderer 6 wieder nach
oben bewegt werden, wobei die Arme 17 und 18 wieder geschlossen werden, damit weitere
Hülsen 9 an dem Endlosförderer 6 aufgenommen werden können. Die auf der Wickelwelle
3 angeordneten Hülsen 9 können nun mit einem bandförmigen Material bewickelt zu werden.
[0031] Mit der dargestellten Vorrichtung zum Positionieren von Hülsen 9 können Hülsen 9
unterschiedlicher Länge verarbeitet werden. Es kann dabei sinnvoll sein, mehrere Sensoren
zur Erfassung der Position einer Hülse 9 vorzugsehen, beispielsweise um eine Vorderkante
und eine Hinterkante der Hülse 9 zu erfassen, um Toleranzen bei der Länge einer Hülse
9 besser verarbeiten zu können.
[0032] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Backen 30 abhängig von der Position
der Hülsen 9 gesteuert, so dass ein vorbestimmter Abstand zwischen zwei benachbarten
Hülsen 9 eingestellt werden kann. Es ist natürlich auch möglich, die Hülsen 9 über
den Schieber 40 direkt in den Endlosförderer 6 einzuschieben, wobei dann die Bewegung
des Schiebers 40 abhängig von der Position einer vordersten Hülse 9 bewegt wird.
[0033] Die Bänder 11 des Endlosförderers 6 können sich mit gleichmäßiger Geschwindigkeit
bewegen, aber es ist auch möglich, die Geschwindigkeit der Bänder 11 abhängig von
der erfassen Position einer Hülse 9 zu steuern. Dann erfolgt die Anpassung eines Spaltes
zwischen zwei Hülsen 9 nicht über einen Schieber 40 oder die Backen 30, sondern über
die Steuerung der Geschwindigkeit der Bänder 11.
[0034] Die dargestellten Hülsen 9 können aus Pappe oder einem anderen geeignetem Werkstoff
hergestellt sein, je nachdem, welches Material auf die Hülsen 9 aufgewickelt werden
soll.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Wickelmaschine
- 2
- Maschinengestell
- 3
- Wickelwelle
- 4
- Kammer
- 5
- Kammer
- 6
- Endlosförderer
- 7
- Greifer
- 8
- Fördereinrichtung
- 9
- Hülse
- 10
- Aufnahme
- 11
- Band
- 12
- Umlenkrolle
- 13
- Antrieb
- 14
- Getriebe
- 16
- Motor
- 17
- Arm
- 18
- Arm
- 19
- Zahnstange
- 20
- Zahnstange
- 21
- Ritzel
- 22
- Koppelwelle
- 30
- Backe
- 31
- Antrieb
- 32
- Bürste
- 40
- Schieber
- 41
- Schlitten
- 42
- Zahnriemen
- 43
- Anschlag
- 44
- Antrieb
- 45
- Führungsbahn
1. Verfahren zum Positionieren von Hülsen (9) auf einer Wickelwelle (3) einer Wickelmaschine
(1), mit folgenden Schritten:
a) Fördern einer Hülse (9) zu einem Greifer (7) oder Schieber (40);
b) Erfassen der Position der Hülse (9) über mindestens einen Sensor;
c) Bewegen der Hülse (9) von dem Greifer (7) oder Schieber (40) zu einem Endlosförderer
(6), wobei die Bewegung der Hülse (9) abhängig von der erfassen Position der Hülse
(9) erfolgt;
d) Fördern der Hülse (9) mit dem Endlosförderer (6), und
e) Wiederholen der Schritte a) bis d), bis die gewünschte Anzahl von Hülse (9) an
dem Endlosförderer (6) positioniert ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Erfassen der Position der Hülse (9) und das Bewegen der Hülse (9) zu einem
Endlosförderer (6) der Spalt zwischen zwei benachbarten Hülsen (9) an dem Endlosförderer
(6) eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Endlosförderer (6) eine Hülse (9) klemmend an der Außenseite der Hülse (9) fixiert.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Endlosförderer (6) nach der Positionierung der Hülse (9) zu der Wickelwelle (3)
verfahren wird, die dann in die Hülsen (9) eingesteckt wird und diese über eine Spannvorrichtung
fixiert.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsen (9) an einer Spannvorrichtung der Wickelwelle (3) fixiert werden und der
Endlosförderer (6) von den Hülsen (9) dann entfernt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hülse (9) jeweils an dem Greifer (7) von Backen (30) gegriffen und dem Endlosförderer
(6) zugeführt wird.
7. Vorrichtung zum Positionieren von Hülsen (9) auf einer Wickelwelle (3) einer Wickelmaschine
(1), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
mit:
- einer Fördereinrichtung (8) zum Fördern einer Hülse (9) zu einem Greifer (7) oder
Schieber (40);
- mindestens einem Sensor zur Erfassung der Position der Hülse (9);
- einer Einrichtung zum Bewegen der Hülse (9) von dem Greifer (7) oder Schieber (40)
zu einem Endlosförderer (6) abhängig von der erfassen Position der Hülse (9), wobei
über den Endlosförderer (6) mehrere Hülsen (9) gleichzeitig um die Wickelwelle (3)
positionierbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Endlosförderer (6) sich im Wesentlichen über die gesamten Länge der Wickelwelle
(3) erstreckt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Endlosförderer (6) mindestens ein umlaufendes Band (11), insbesondere ein Vakuumband
aufweist, mittels dem die Hülsen (9) festklemmbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jede Hülse (9) zwischen mehreren umlaufenden Bändern (11) des Endlosförderers (6)
festklemmbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen Antrieb (13) jeweils ein oder mehrere umlaufende Bänder (11) verfahrbar
sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Endlosförderer (6) mindestens zwei verfahrbare Arme (17, 18) aufweist, um die
Bänder (11) des Endlosförderers (6) nach dem Fixieren der Hülsen (9) an der Wickelwelle
(3) von den Hülsen (9) zu entfernen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifer (7) einen aus Bürsten (32) gebildeten Kanal zum Durchführen der Hülsen
(9) umfasst.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor zur Erfassung der Position der Hülse (9) in dem Greifer
(7) ein optischer Sensor ist, mittels dem eine Vorderkante der Hülse (9) erfassbar
ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (8) einen Schieber (40) aufweist, der zwischen einer Aufnahmeposition,
in der eine Hülse (9) in eine Aufnahme vor dem Schieber (40) einfügbar ist, und einer
vorderen Endposition, an der eine Hülse (9) in Längsrichtung aus der Aufnahme verschoben
ist, bewegbar ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (40) die Hülsen (9) jeweils eine Hülse (9) an den Endlosförderer (6)
übergibt.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Greifer (7) mehrere bewegbare Backen (30) aufweist, mittels denen eine Hülse
(9) dem Endlosförderer (6) übergeben wird.