[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte, und zwar bevorzugt eine geradlinige
und längliche Leuchte, die sich insbesondere zur Erzeugung eines Lichtbands eignet.
[0002] Eine derartige Leuchte besitzt üblicherweise einen geradlinigen und länglichen Tragkörper,
an dem wenigstens ein elektrischer Verbraucher angeordnet ist und der lösbar an einem
Tragprofil befestigt werden kann, das zur Wandmontage oder Deckenmontage dient.
[0003] Der Begriff "geradlinig" wird im vorliegenden Zusammenhang so verstanden, dass ein
geradliniger Körper eine Längsmittelachse besitzt, die sich entlang einer Geraden
erstreckt. Der Begriff "länglich" wird im vorliegenden Zusammenhang so verstanden,
dass ein länglicher Körper eine in seiner Längsrichtung gemessene Länge aufweist,
die größer ist als eine in seiner Querrichtung gemessene Breite und Höhe. Insbesondere
ist die Länge des länglichen Körpers wenigstens doppelt und vorzugsweise mindestens
zehnmal so groß wie seine Breite und wie seine Höhe.
[0004] Die an einem solchen Tragkörper angebrachten elektrischen Verbraucher sind typischerweise
zumindest eine Leuchteinrichtung oder Lampe sowie eine zugehörige Leistungselektronik.
Um Energie zu sparen, werden bei modernen Leuchten häufig konventionelle Lampen, wie
zum Beispiel Glühbirnen und Leuchtstoffröhren, ersetzt durch Energiesparlampen. Ein
besonders hohes Energieeinsparpotential wird dabei in Verbindung mit LEDs gesehen,
wobei LED für lichtemittierende Diode steht. Im vorliegenden Zusammenhang werden unter
LEDs auch OLEDs verstanden, wobei OLED für organische LED steht.
[0005] Im Unterschied zu Leuchtstoffröhren definieren LEDs jeweils eine punktförmige Lichtquelle.
Sofern an einer Platine mehrere derartige LEDs angeordnet sind, ergibt sich dann eine
Reihe punktförmiger Lichtquellen. Dies kann, insbesondere im Vergleich zu einer herkömmlichen
Leuchtstoffröhre als Komforteinbuße oder sogar störend empfunden werden.
[0006] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine derartige Leuchte
eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere durch eine verbesserte
Lichtabstrahlung auszeichnet. Gleichzeitig wird dabei ein möglichst einfacher Aufbau
angestrebt, der eine preiswerte Herstellung begünstigt.
[0007] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den geradlinigen und länglichen
Tragkörper gezielt mit wenigstens einem geradlinigen Haltebereich auszustatten, in
dem zumindest eine geradlinige und längliche Platine befestigt ist, die mehrere entlang
einer geradlinigen Reihe angeordnete LEDs aufweist. Ferner ist jedem Haltebereich
je eine geradlinige und längliche Lichtoptik zugeordnet, die bezüglich der jeweiligen
Platine und bezüglich des jeweiligen Tragkörpers ein separates Bauteil repräsentiert.
Die jeweilige Lichtoptik ist am Tragkörper festgelegt und daran so angeordnet, dass
sie die jeweilige Platine abdeckt.
[0009] Zur Realisierung einer besonders preiswerten Herstellung ist die Lichtoptik ein Extrusionsprofil.
Beispielsweise wird die Lichtoptik hierzu aus einem für das von den LEDs emittierte
Licht transparenten oder transluzenten Kunststoff im Extrusionsverfahren hergestellt.
Durch die Herstellung der Lichtoptik als Extrusionsprofil lassen sich im Querschnitt
der Lichtoptik relativ komplexe Geometrien realisieren, mit deren Hilfe eine optische
Funktion in die Lichtoptik integriert werden kann. Dementsprechend besitzt die bei
der erfindungsgemäßen Leuchte zum Einsatz kommende Lichtoptik im Querschnitt an ihrer
der jeweiligen Platine zugewandten Rückseite mehrere, nebeneinander angeordnete, in
Richtung zur jeweiligen Platine abstehende Längsprismen, während sie an ihrer von
der jeweiligen Platine abgewandten Vorderseite im Querschnitt geradlinig ist. Die
Längsprismen definieren dabei Lichtleitkonturen, die unmittelbar am Extrusionsprofil
bei der Herstellung der Lichtoptik erzeugt werden, so dass die Längsprismen in der
Lichtoptik integral ausgeformt sind. Durch die Ausbildung derartiger Längsprismen
lässt sich die Lichtabstrahlung der Leuchte signifikant beeinflussen. Von besonderem
Vorteil ist die hier vorgestellte Konfiguration, bei welcher die Längsprismen an der
Rückseite der Lichtoptik ausgebildet sind, während die Vorderseite der Lichtoptik
im Querschnitt geradlinig ausgebildet ist. Zum einen ist es dadurch möglich, die Lichtoptik
an einem entsprechend geformten Tragkörper mit ihrer Vorderseite bündig zu einer Vorderseite
des Tragkörpers anzuordnen, was die optische Anmutung der dadurch gebildeten Leuchte
erheblich verbessert. Zum anderen bilden die zwangsläufig abstehenden Längsprismen
Konturen, an denen sich bevorzugt Verunreinigungen, wie Staub und dergleichen anlagern
können. Durch die Anordnung der Längsprismen an der Rückseite der Lichtoptik befinden
sie sich in einem der jeweiligen Platine zugewandten Bereich, der ohnehin zum Schutz
der Platinen staubgeschützt ist. Insbesondere bildet nämlich die jeweilige Lichtoptik
eine Abdeckung einer Vertiefung, in welcher der Haltebereich zur Aufnahme der jeweiligen
Platine angeordnet ist. Auf diese Weise kann die Gefahr einer störenden Verunreinigung
der Längsprismen erheblich reduziert werden. Ferner kann die Leuchte bzw. der Tragkörper
durch die an der Rückseite angeordneten Längsprismen kompakter bauen, da die Längsprismen
relativ nah bei den relativ kleinen LEDs positioniert werden können. Insbesondere
lässt sich dadurch ein in vorstehend genannter Vertiefung vorliegendes Volumen effizient
ausnutzen. Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei welcher die jeweilige
Platine nur eine einzige LED-Reihe besitzt, die dann bevorzugt mittig an der jeweiligen
Platine angeordnet ist.
[0010] Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform können die Längsprismen geometrisch
so geformt sein, dass sie das von den LEDs abgestrahlte Licht mittels Refraktion bzw.
Lichtbrechung ausrichten, und zwar gezielt derart, dass dadurch eine gewünschte Abstrahlgeometrie
erzeugt wird, die im Betrieb der Leuchte an der Vorderseite der jeweiligen Lichtoptik
emittiert bzw. abgestrahlt wird. Somit wirken mehrere Längsprismen zum Erzeugen einer
gemeinsamen Abstrahlgeometrie zusammen, wodurch das von den LEDs erzeugte Licht effizient
genutzt werden kann, um eine gewünschte Abstrahlgeometrie zu erzeugen. Somit kann
je nach Aufgabe der Leuchte eine gewünschte Beleuchtungsfunktion gezielt realisiert
werden.
[0011] Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei welcher die Längsprismen der
Rückseite geometrisch so geformt sind, dass sie mittels Refraktion eine Querentblendung
des an der Vorderseite emittierten Lichts bewirken. Die Querentblendung bezieht sich
dabei auf die Längsrichtung der Leuchte. Bei einer Querentblendung wird eine Blendwirkung
des von der Leuchte emittierten Lichts quer zur Längsrichtung der Leuchte reduziert.
[0012] Bei einer anderen Ausführungsform kann die Lichtoptik auch im Längsschnitt an ihrer
Vorderseite gerade sein. Hierdurch wird die Vorderseite insgesamt eben, was die Herstellung
der Lichtoptik vereinfacht.
[0013] Bei einer hierzu alternativen Ausführungsform kann die Lichtoptik im Längsschnitt
an ihrer Vorderseite mehrere, nebeneinander angeordnete, nach außen abstehende Querprismen
aufweisen. Derartige Querprismen besitzen ebenso wie die Längsprismen eine Lichtleitfunktion
und können das von der Leuchte emittierte Licht beeinflussen. Besonders zweckmäßig
ist eine Weiterbildung, bei welcher die Querprismen der Vorderseite geometrisch so
geformt sind, dass sie mittels Refraktion eine Längsentblendung des an der Vorderseite
emittierten Lichts bewirken. Die Längsentblendung bezieht sich dabei ebenfalls auf
die Längsrichtung der Leuchte und reduziert die Blendwirkung des von der Leuchte emittierten
Lichts parallel zur Längsrichtung der Leuchte.
[0014] Eine Entblendung der Leuchte in Querrichtung und/oder in Längsrichtung ist insbesondere
bei leistungsfähigen LEDs von besonderem Vorteil, um den Beleuchtungskomfort zu steigern.
[0015] Bei einer anderen Weiterbildung können die Querprismen durch Bearbeitung des Extrusionsprofils
integral am Extrusionsprofil ausgearbeitet sein. Beispielsweise ist es möglich, das
Extrusionsprofil durch partielle Heißumformung an der Vorderseite so umzuformen, dass
dabei die Querprismen entstehen. Ebenso ist eine spanabhebende bzw. spanende Bearbeitung
des Extrusionsprofils denkbar, um daran die Querprismen zu erzeugen.
[0016] Bei einer hierzu alternativen Ausführungsform können die Querprismen an einem bezüglich
des Extrusionsprofils separaten Anbauteil ausgebildet sein, das am Extrusionsprofil
befestigt ist und das an seiner vom Extrusionsprofil abgewandten Seite die Vorderseite
der Lichtoptik bildet. Durch diese Maßnahme kann die Lichtoptik auch nachträglich
mit Querprismen bzw. mit einer Längsentblendung ausgestattet werden.
[0017] Beispielsweise kann das Anbauteil mit dem Extrusionsprofil verklebt werden. Zweckmäßig
können die einander zugewandten Seiten von Extrusionsprofil und Anbauteil eben konfiguriert
sein, wodurch eine großflächige Kontaktierung vereinfacht ist. Das Anbauteil und das
Extrusionsprofil sind dabei entweder unmittelbar kontaktiert oder über den verwendeten
Klebstoff mittelbar. Es ist klar, dass auch das Anbauteil sowie der gegebenenfalls
verwendete Klebstoff für das von den LEDs emittierte Licht transparent bzw. transluzent
ist.
[0018] Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann der Tragkörper für den jeweiligen
Haltebereich je eine Vertiefung aufweisen, in welche die jeweilige Lichtoptik zum
Verschließen der jeweiligen Vertiefung eingesetzt ist. Gleichzeitig deckt die Lichtoptik
dann die jeweilige, in der Vertiefung angeordnete Platine ab. Durch die vertiefte
Unterbringung der Platine und der Lichtoptik im Tragkörper ergibt sich eine besonders
kompakte Bauform für die Leuchte. Gleichzeitig wird dadurch erreicht, dass die Längsprismen
in der Vertiefung untergebracht sind, wodurch der in der Vertiefung geschaffene Raum
effizient ausgenutzt werden kann. Insbesondere sind dadurch die Längsprismen von außen
nicht erkennbar, wodurch eine optisch hochwertige Anmutung realisierbar ist.
[0019] Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann zwischen den Längsseiten der
jeweiligen Lichtoptik einerseits und den Längsseiten der jeweiligen Vertiefung andererseits
je eine Längsführung ausgebildet sein, mit deren Hilfe die jeweilige Lichtoptik axial
in den Tragkörper eingesteckt ist. Beispielsweise kann eine derartige Längsführung
durch eine Nut-Feder-Führung gebildet sein. Insbesondere kann die jeweilige Längsführung
durch eine am Tragkörper im Bereich der jeweiligen Längsseite der Vertiefung integral
ausgeformte Führungskontur gebildet sein, die mit einer dazu komplementären Gegenführungskontur
zusammenwirkt, die an der Lichtoptik an der jeweiligen Längsseite integral ausgeformt
ist, vorzugsweise bereits im Rahmen des Extrudierverfahrens.
[0020] Beispielsweise kann die Führungskontur als Feder einer Nut-Feder-Führung konzipiert
sein, während die Gegenführungskontur dann eine dazu komplementäre Nut bildet.
[0021] Somit kann insbesondere vorgesehen sein, dass die jeweilige Lichtoptik durch die
jeweilige Längsführung in einer Abstrahlrichtung der LEDs mittels Formschluss am Tragkörper
gehalten ist. Außerdem kann vorgesehen sein, dass die jeweilige Längsführung als Nut-Feder-Führung
ausgestaltet ist. Insbesondere kann gemäß einer Weiterbildung vorgesehen sein, dass
die jeweilige Längsführung eine an der jeweiligen Längsseite der Lichtoptik ausgebildete
Längsnut und einen an der jeweiligen Längsseite der Vertiefung ausgebildeten Längssteg
aufweist, der in die Längsnut eingreift.
[0022] Bei einer optionalen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die jeweilige Lichtoptik
in der zugehörigen Vertiefung versenkt angeordnet ist, vorzugsweise derart, dass die,
insebsondere ebene, Vorderseite der Lichtoptik bündig mit einer, insbesondere ebenen,
Vorderseite des Tragkörpers abschließt.
[0023] Bei einer anderen Ausführungsform können die Längsprismen zum Erzeugen einer bezüglich
einer senkrecht zur geraden Vorderseite verlaufende Mittelachse der Lichtoptik symmetrischen
Abstrahlgeometrie geformt sein. Bei einer symmetrischen Abstrahlgeometrie wird ein
sich in der Lichtausbreitungsrichtung an die Leuchte anschließender Raum symmetrisch
ausgeleuchtet. Eine symmetrische Abstrahlgeometrie geht dabei auch mit einer symmetrischen
Geometrie der Lichtoptik bzw. einer symmetrischen Anordnung der Längsprismen an der
Lichtoptik einher.
[0024] Bei einer Weiterbildung einer derartigen symmetrischen Lichtoptik kann vorgesehen
sein, eine Abstrahlgeometrie zu erzeugen, die einen einzigen, durchgehenden, zur Mittelachse
symmetrischen Winkelbereich aufweist, in dem die Lichtemission erfolgt. Innerhalb
dieses Winkelbereichs wird somit eine vollständige Ausleuchtung des in der Lichtausbreitungsrichtung
an die Leuchte anschließenden Raums erzielt. Hierbei ist es grundsätzlich möglich,
die Lichtoptik breitstrahlend oder tiefstrahlend oder extrem tiefstrahlend auszugestalten.
Beispielsweise kann die Lichtabstrahlung hierdurch an unterschiedliche Einbausituationen
der Leuchten angepasst werden, die bei einer Deckenmontage der Leuchte in besonderem
Maße von der jeweiligen Raumhöhe abhängt.
[0025] Alternativ ist es hierzu auch möglich, die symmetrische Lichtoptik so auszugestalten,
dass die damit erzeugbare Abstrahlgeometrie zwei Winkelbereiche aufweist, in denen
die Lichtemission erfolgt, die im Bereich der Mittelachse abgesehen von einer gegebenenfalls
vorhandenen zur Lichtoptik proximalen Überlappung getrennt sind, zur Mittelachse symmetrisch
sind und jeweils für sich durchgehend sind. Anstelle eines einzigen Winkelbereichs
werden somit zwei in der Mitte voneinander getrennte symmetrische Winkelbereiche ausgebildet.
Hierdurch ergibt sich eine Ausleuchtung, die einen sich geradlinig an die Leuchte
in der Lichtausbreitungsrichtung anschließenden Bereich weitgehend ausspart und dagegen
seitlich daran angrenzende Bereiche ausleuchtet.
[0026] Bei einer anderen Ausführungsform können die Längsprismen zum Erzeugen einer bezüglich
einer senkrecht zur geraden Vorderseite verlaufende Mittelachse der Lichtoptik asymmetrischen
Abstrahlgeometrie geformt sein. Auf diese Weise wird eine Lichtabstrahlung erzeugt,
die im Wesentlichen nur auf einer Seite besagter Mittelachse erfolgt.
[0027] Sofern an dem Tragkörper nur ein Haltebereich zur Unterbringung der jeweiligen Platine
vorgesehen ist, handelt es sich um eine einflammige Leuchte. Sind am Tragkörper nebeneinander
jedoch zwei oder mehr derartige Haltebereiche angeordnet, in denen jeweils wenigstens
eine Platine untergebracht werden kann, handelt es sich um eine zweiflammige oder
mehrflammige Leuchte. Bei einer zwei- oder mehrflammigen Leuchte können die zum Einsatz
kommenden Lichtoptiken grundsätzlich identisch sein. Ebenso können verschiedene Lichtoptiken
gleichzeitig am selben Tragkörper zum Einsatz kommen. Hierdurch ergeben sich vielseitige
Möglichkeiten zur Variation der jeweiligen Ausleuchtung. Hierdurch lässt sich die
hier vorgestellte Leuchte besonders einfach an verschiedene Beleuchtungsaufgaben anpassen.
[0028] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0029] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0030] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
[0031] Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine Leuchte mit einem Tragkörper und einem Tragprofil,
- Fig. 2
- ein Querschnitt wie in Figur 1, jedoch bei einer anderen Ausführungsform und ohne
Tragprofil,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht des Tragkörpers,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer Lichtoptik,
- Fig. 5
- eine isometrische Ansicht der Lichtoptik,
- Fig. 6
- ein Querschnitt der Lichtoptik, jedoch bei einer anderen Ausführungsform,
- Fig. 7-11
- jeweils einen Querschnitt der Lichtoptik mit zugehöriger Abstrahlgeometrie, bei verschiedenen
Ausführungsformen.
[0032] Entsprechend Figur 1 umfasst eine geradlinige und längliche Leuchte 1 einen geradlinigen
und länglichen Tragkörper 2 und ein gerades und längliches Tragprofil 3. Eine Längsrichtung
oder Längsmittelachse der Leuchte 1, auf die sich die Adjektive "geradlinig" und "länglich"
beziehen, verläuft in den Querschnitten der Figuren 1, 2 und 6-11 jeweils senkrecht
zur Zeichnungsebene. Das Tragprofil 3 dient zur Montage der Leuchte 1 an einer Wand
oder Decke. Das Tragprofil 3 ist beispielsweise ein Blechformteil. Im Tragprofil 3
verläuft hier eine Stromführungsschiene 4, die mehrere Eingriffsbereiche 5 aufweist,
in denen jeweils wenigstens ein elektrischer Leiter 6 verlaufen kann. Im montierten
Zustand der Leuchte 1 ist die Stromführungsschiene 4 beispielsweise mit einem Stromnetz
eines Gebäudes elektrisch verbunden.
[0033] Der Tragkörper 2 trägt wenigstens einen elektrischen Verbraucher 7, der hier durch
eine Leuchteinrichtung 8 in Verbindung mit einer zugehörigen, in Figur 3 erkennbaren
Leistungselektronik 9 gebildet ist. Die Leuchteinrichtung 8 ist hierbei durch wenigstens
eine geradlinige und längliche Platine 10 gebildet, die mehrere LEDs 11 trägt, die
entlang einer geradlinigen Reihe angeordnet sind. Diese LED-Reihe erstreckt sich dabei
parallel zur Längsrichtung der Leuchte 1, also in den Figuren 1 und 2 jeweils senkrecht
zur Zeichnungsebene. Zur Unterbringung der jeweiligen Platine 10 besitzt der Tragkörper
2 zumindest einen geradlinigen Haltebereich 12, in dem die jeweilige Platine 10 angeordnet
ist und mit dem Tragkörper 2 fest verbunden ist. Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform
ist nur ein Haltebereich 12 mittig im Tragkörper 2 ausgebildet, in dem eine oder mehrere
derartige Platinen 10 angeordnet sind. Dementsprechend handelt es sich bei der in
Figur 1 gezeigten Leuchte 1 um eine einflammige Leuchte 1. Im Unterschied dazu zeigt
Figur 2 eine zweiflammige Leuchte 1, jedoch ohne Tragprofil 3. In diesem Fall enthält
der Tragkörper 2 zwei nebeneinander angeordnete Haltebereiche 12, in denen jeweils
zumindest eine Platine 10 angeordnet ist.
[0034] Bei den in den Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsformen ist die jeweilige Platine
8 am Tragkörper 2 im jeweiligen Haltebereich 12 mit Hilfe von Haltestegen 13 befestigt,
die vorzugsweise integral am Tragkörper 2 ausgeformt sind und die die jeweilige Platine
10 an seitlichen Längsrändern übergreifen und gegen den Haltebereich 12 andrücken
und dadurch die Platine 10 am Tragkörper 2 fixieren. Zweckmäßig sind die Haltestege
13 hierzu plastisch umgeformt, vorzugsweise mittels eines Rollierverfahrens. Der Tragkörper
2 ist vorzugsweise ein Strangprofil, das aus einem Leichtmetall, zum Beispiel Aluminium,
oder aus einer Leichtmetalllegierung, zum Beispiel aus einer Aluminiumlegierung, hergestellt
ist.
[0035] Der Tragkörper 2 ist mit dem Tragprofil 3 verrastet. Hierzu besitzt das Tragprofil
3 federnde Rastbereiche 14, die mit dazu komplementären, am Tragkörper 2 ausgeformten
Rastkonturen 15 zusammenwirken und damit formschlüssig und/oder kraftschlüssig verrasten.
Zusätzlich kann eine Halteklammer 16 vorgesehen sein, die einerseits am Tragkörper
2 festgelegt ist und die andererseits am Tragprofil 3 verrastet ist. Der Tragkörper
2 trägt an einer vom jeweiligen Haltebereich 12 abgewandten Rückseite zumindest ein
Anschlusselement 17, das Eingriffselemente 18 aufweist, die in die Eingriffsbereiche
5 der Stromführungsschiene 4 eingreifen. Hierdurch können die für den jeweiligen Anwendungsfall
erforderlichen elektrischen Leiter 6 der Stromführungsschiene 4 gezielt elektrisch
kontaktiert werden. Das jeweilige Anschlusselement 17 ist beispielsweise mit der vorstehend
genannten Leistungselektronik 9 verbunden, die ihrerseits mit der jeweiligen Leuchteinrichtung
8 verbunden ist.
[0036] Die Leuchte 1 weist außerdem für jeden Haltebereich 2 zumindest eine geradlinige
und längliche Lichtoptik 19 auf, die sowohl bezüglich der Platine 10 als auch bezüglich
des Tragkörpers 2 ein separates Bauteil darstellt. Die Lichtoptik 19 ist auf geeignete
Weise am Tragkörper 2 gehalten und daran so angeordnet, dass sie die jeweilige Platine
10 abdeckt. Im Beispiel weist der Tragkörper 2 für den jeweiligen Haltebereich 12
eine Vertiefung 20 auf, in welcher der jeweilige Haltebereich 12 bezüglich einer vom
Tragprofil 3 abgewandten Vorderseite 21 des Tragkörpers 2 vertieft angeordnet ist.
Die Lichtoptik 19 ist dabei so am Tragkörper 2 angebracht, dass die die jeweilige
Vertiefung 20 verschließt. Hierzu wird die Lichtoptik 19 zweckmäßig in die jeweilige
Vertiefung 20 eingesetzt. Dies kann bevorzugt mit Hilfe von Längsführungen 22 realisiert
werden, die ein axiales Einstecken der Lichtoptik 19 in die jeweilige Vertiefung 20
ermöglichen. Die Längsführungen 22 sind dabei jeweils zwischen zwei voneinander angewandten
Längsseiten 23 der Lichtoptik 19 einerseits und zwei einander zugewandten Längsseiten
24 der Vertiefung 20 ausgebildet. Bei den hier gezeigten Ausführungsformen ist die
jeweilige Längsführung 22 nach Art einer Nut-Feder-Führung ausgestaltet, wobei eine
an der jeweiligen Längsseite 24 der Vertiefung 20 ausgebildete Führungskontur 25 in
Form einer Feder mit einer dazu komplementären Gegenführungskontur 26 zusammenwirkt
bzw. in Eingriff steht, die an der jeweiligen Längsseite 23 der Lichtoptik 19 ausgebildet
ist. Dabei ist die jeweilige Führungskontur 25 integral am Strangprofil des Tragkörpers
2 ausgeformt. Die Positionierung der jeweiligen Lichtoptik 19 an bzw. in der jeweiligen
Vertiefung 20 erfolgt bevorzugt so, dass die Lichtoptik 19 im Wesentlichen bündig
mit der Vorderseite 21 des Tragkörpers 2 abschließt.
[0037] Die Lichtoptik 19 ist als Extrusionsprofil ausgeführt. Insbesondere können die zuvor
genannten Gegenführungskonturen 26 integral am Extrusionsprofil der Lichtoptik 19
ausgeformt sein.
[0038] Die jeweilige Lichtoptik 19 ist somit durch die jeweilige Längsführung 22 in einer
in den Fig. 1 und 2 durch einen Pfeil angedeuteten Abstrahlrichtung 44 der LEDs 11
bzw. der gesamten Leuchte 1 mittels Formschluss am Tragkörper 2 gehalten.
[0039] Wie erwähnt ist die jeweilige Längsführung 22 bevorzugt als Nut-Feder-Führung ausgestaltet.
Hierzu weist die jeweilige Längsführung 22 eine an der jeweiligen Längsseite 23 der
Lichtoptik 19 ausgebildete Längsnut 26 und einen an der jeweiligen Längsseite 24 der
Vertiefung 20 ausgebildeten Längssteg 25 auf, der in die Längsnut 26 eingreift.
[0040] Ferner ist bevorzugt, dass die jeweilige Lichtoptik 19 in der zugehörigen Vertiefung
20 versenkt angeordnet ist, derart, dass die Vorderseite 30 der Lichtoptik 19 bündig
mit einer ebenen Vorderseite 21 des Tragkörpers 2 abschließt.
[0041] Das Anschlusselement 17 kann mit Hilfe einer Erdungsklammer 27 elektrisch leitend
mit dem Tragkörper 2 verbunden sein.
[0042] Gemäß Figur 3 kann die Leistungselektronik 9 mit Hilfe einer Bügelklammer 28 am Tragkörper
2 fixiert sein.
[0043] Entsprechend den Figuren 4 bis 11 besitzt die Lichtoptik 19 eine der jeweiligen Platine
10 zugewandte Rückseite 29 und eine von der jeweiligen Platine 10 abgewandte Vorderseite
30. In den Querschnitten der Figuren 6 bis 11 besitzt die Lichtoptik 19 an ihrer Rückseite
29 mehrere, nebeneinander angeordnete, abstehende Längsprismen 31. Abweichend dazu
ist die Lichtoptik 19 an ihrer Vorderseite 30 im Querschnitt geradlinig. Die Lichtoptik
19 kann beispielsweise bei den Ausführungsformen der Figuren 7 bis 11 auch in einem
hier nicht gezeigten Längsschnitt, der senkrecht auf den Zeichnungsebenen der Figuren
7 bis 11 steht, an ihrer Vorderseite 30 geradlinig sein. Hierdurch ist die Vorderseite
30 der Lichtoptik 19 sowohl im Querschnitt als auch im Längsschnitt gerade, wodurch
die Vorderseite 30 eine Ebene definiert bzw. eben ist. Eine derartige Ebene ist rein
exemplarisch in Figur 7 angedeutet und mit 32 bezeichnet.
[0044] Im Unterschied dazu zeigen die Figuren 4 bis 5 eine Ausführungsform der Lichtoptik
19, bei welcher die Lichtoptik 19 im Längsschnitt der Figur 4 an ihrer Vorderseite
30 mehrere, nebeneinander angeordnete, abstehende Querprismen 33 aufweist. Während
sich die Längsprismen 31 der Rückseite 29 parallel zur Längsrichtung der Lichtoptik
19 erstrecken, verlaufen die Querprismen 33 der Vorderseite 30 quer zur Längsrichtung
der Lichtoptik 19. Grundsätzlich können auch die in den Figuren 7 bis 11 gezeigten
Ausführungsformen mit derartigen Querprismen 33 ausgestattet sein.
[0045] Die Querprismen 33 sind zweckmäßig geometrisch so geformt, dass sie durch Refraktion,
also durch Lichtbrechung eine Längsentblendung des an der Vorderseite 30 im Betrieb
der Leuchte 1 emittierten Lichts bewirken. Die Querprismen 33 können dabei wie in
Figur 5 gezeigt, integral am Extrusionsprofil der Lichtoptik 19 ausgebildet sein,
und zwar durch Bearbeiten des Extrusionsprofils. Denkbar ist beispielsweise eine Heißumformung
der Vorderseite 30, um die Querprismen 33 einzuprägen bzw. durch Umformung herzustellen.
Ferner ist es denkbar, das Extrusionsprofil an der Vorderseite 30 spanend bzw. spanabhebend
zu bearbeiten, um die Querprismen 33 herzustellen.
[0046] Im Unterschied dazu zeigen die Figuren 4 und 6 eine Ausführungsform, bei der an das
Extrusionsprofil 34 ein diesbezüglich separates Anbauteil 35 auf geeignete Weise angebaut
ist, an dem die Querprismen 33 ausgebildet sind. Das Anbauteil 35 kann dabei auf geeignete
Weise am Extrusionsprofil 34 befestigt sein. Eine vom Extrusionsprofil 34 abgewandte
Seite des Anbauteils 35 bildet dann die Vorderseite 30 der Lichtoptik 19. Zweckmäßig
ist das Anbauteil 35 an das Extrusionsprofil 34 angeklebt. Anbauteil 35 und Extrusionsprofil
34 können dabei entlang einer Ebene 36, die in Figur 6 angedeutet ist, aneinander
anliegen.
[0047] Gemäß den Figuren 7 bis 11 sind die Längsprismen 31 geometrisch so geformt, dass
sie im Betrieb der Leuchte 1 mittels Refraktion das von den LEDs 11 der jeweiligen
Platine 10 abgestrahlte Licht ausrichten. Diese Ausrichtung erfolgt dabei gezielt
so, dass sich dann eine Abstrahlgeometrie 37 für das an der Vorderseite 30 der Lichtoptik
19 emittierte Licht ergibt. Ferner sind die Längsprismen 31 zweckmäßig so geformt,
dass sie durch Refraktion eine Querentblendung des an der Vorderseite 30 emittierten
Lichts bewirken.
[0048] Bei den Ausführungsformen der Figuren 7 bis 10 sind die Längsprismen 31 geometrisch
so geformt, dass die damit generierte Abstrahlgeometrie 37 bezüglich einer Mittelachse
38 im Querschnitt symmetrisch ist. Die Mittelachse 38 verläuft dabei senkrecht zur
geraden Vorderseite 30 der Lichtoptik 19. Bei den Ausführungsformen der Figuren 7,
8 und 10 sind die Längsprismen 31 geometrisch so geformt, dass die damit generierte
Abstrahlgeometrie 37 einen einzigen, durchgehenden Winkelbereich 39 aufweist, in dem
die Lichtemission erfolgt. Figur 7 zeigt dabei eine Ausführungsform, bei welcher die
Längsprismen 31 einen kleinen Winkelbereich 39 zur Erzeugung einer tiefstrahlenden
Abstrahlgeometrie 37 bilden. Im Unterschied dazu sind die Längsprismen 31 bei der
in Figur 8 gezeigten Ausführungsform so geformt, dass sie einen großen Winkelbereich
39 definieren, der zu einer breitstrahlenden Abstrahlgeometrie 37 führt. In Figur
10 ist dagegen eine Konfiguration wiedergegeben, bei welcher die Geometrie der Längsprismen
31 zu einem sehr kleinen Winkelbereich 39 führt, der eine extrem tiefstrahlende Abstrahlgeometrie
37 erzeugt.
[0049] Bei der in Figur 9 gezeigten Ausführungsform erfolgt die geometrische Formgebung
der Längsprismen 31 dagegen so, dass die hierbei geschaffene Abstrahlgeometrie 37
zwei Winkelbereiche 40 aufweist, in denen die Lichtemission erfolgt. Die beiden Winkelbereiche
40 sind jeweils für sich durchgehend. Sie sind ferner symmetrisch zur Mittelachse
38 angeordnet. Die beiden separaten Winkelbereiche 40 sind jedoch im Bereich der Mittelachse
38 voneinander getrennt. Dies kann grundsätzlich durchgehend erfolgen, also entlang
der gesamten Mittelachse 38. Bevorzugt kann sich jedoch wie in Figur 9 nahe der Lichtoptik
19 eine Überlappung 41 der beiden Winkelbereiche 40 ausbilden, so dass sich die beiden
Winkelbereiche 40 erst nach dieser Überlappung 41, also distal zur Lichtoptik 19 separat
ausbreiten.
[0050] Die Längsprismen 31, die bei den Ausführungsformen der Figuren 7 bis 10 jeweils eine
symmetrische Abstrahlgeometrie 37 erzeugen, sind an der jeweiligen Lichtoptik 19 selbst
auch bezüglich der Mittelachse 38 symmetrisch angeordnet. Demnach ist die gesamte
Lichtoptik 19 bei diesen Ausführungsformen bezüglich der Mittelachse 38 spiegelsymmetrisch.
[0051] Im Unterschied dazu zeigt Figur 11 eine Ausführungsform, bei welcher die Längsrippen
31 bezüglich der Mittelachse 38 asymmetrisch angeordnet und ausgebildet sind. Auch
ist die Lichtoptik 19 bei dieser Ausführungsform nicht mehr spiegelsymmetrisch zur
Mittelachse 38. Eine derartige Ausführungsform führt außerdem zum Erzeugen einer asymmetrischen
Abstrahlgeometrie 42, wobei sich die Asymmetrie wieder auf die Mittelachse 38 bezieht.
Auch die asymmetrische Abstrahlgeometrie 42 kann analog zu den Ausführungsformen der
Figuren 7, 8 und 10 einen einzigen, durchgehenden Winkelbereich 43 umfassen.
[0052] Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform ist rein exemplarisch die asymmetrische
Lichtoptik 19 aus Figur 11 vorgesehen. Bei der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform
ist bei beiden Vertiefungen 20 jeweils die asymmetrische Lichtoptik 19 aus Figur 11
vorgesehen, wobei die beiden asymmetrischen Lichtoptiken 19 hier auch asymmetrisch
eingebaut sind, wodurch auch die zweiflammige Leuchte 1 der Figur 2 insgesamt eine
asymmetrische Lichtabstrahlung erzeugt.
[0053] Obwohl bei der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform zwei gleiche Lichtoptiken 19
verwendet werden, ist durchaus auch denkbar, zwei verschiedene Lichtoptiken 19 bei
einer zweiflammigen Leuchte 1 zu verwenden.
1. Leuchte
- mit einem geradlinigen und länglichen Tragkörper (2), der wenigstens einen geradlinigen
Haltebereich (12) aufweist, in dem zumindest eine geradlinige und längliche Platine
(10) befestigt ist, die mehrere entlang einer geradlinigen Reihe angeordnete LEDs
(11) aufweist,
- wobei jedem Haltebereich (12) je eine geradlinige und längliche Lichtoptik (19)
zugeordnet ist, die bezüglich der jeweiligen Platine (10) und des Tragkörpers (2)
ein separates Bauteil repräsentiert, am Tragkörper (2) gehalten ist und die jeweilige
Platine (10) abdeckt,
- wobei die jeweilige Lichtoptik (19) ein Extrusionsprofil ist,
- wobei die jeweilige Lichtoptik (19) im Querschnitt an ihrer der jeweiligen Platine
(10) zugewandten Rückseite (29) mehrere, nebeneinander angeordnete, abstehende Längsprismen
(31) aufweist und an ihrer von der jeweiligen Platine (10) abgewandten Vorderseite
(30) geradlinig ist.
2. Leuchte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Längsprismen (31) geometrisch so geformt sind, dass sie das von den LEDs (11)
abgestrahlte Licht mittels Refraktion ausrichten, um eine an der Vorderseite (30)
der jeweiligen Lichtoptik (19) emittierte Abstrahlgeometrie (37, 42) zu erzeugen.
3. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtoptik (19) im Längsschnitt an ihrer Vorderseite (30) geradlinig ist.
4. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lichtoptik (19) im Längsschnitt an ihrer Vorderseite (30) mehrere, nebeneinander
angeordnete, abstehende Querprismen (33) aufweist.
5. Leuchte nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Querprismen (33) durch Bearbeitung des Extrusionsprofils (34) integral am Extrusionsprofil
(34) ausgearbeitet sind.
6. Leuchte nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Querprismen (33) an einem bezüglich des Extrusionsprofils (34) separaten Anbauteil
(35) ausgebildet sind, das am Extrusionsprofil (34) befestigt ist und an seiner vom
Extrusionsprofil (34) abgewandten Seite die Vorderseite (30) der Lichtoptik (19) bildet.
7. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Tragkörper (2) für den jeweiligen Haltebereich (12) je eine Vertiefung (20) aufweist,
in welche die jeweilige Lichtoptik (19) zum Verschließen der jeweiligen Vertiefung
(20) eingesetzt ist.
8. Leuchte nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Längsseiten (23) der jeweiligen Lichtoptik (19) einerseits und Längsseiten
(24) der jeweiligen Vertiefung (20) andererseits je eine Längsführung (22) ausgebildet
ist, mit deren Hilfe die jeweilige Lichtoptik (19) axial in den Tragkörper (2) eingesteckt
ist.
9. Leuchte nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Lichtoptik (19) durch die jeweilige Längsführung (22) in einer Abstrahlrichtung
(44) der LEDs (11) mittels Formschluss am Tragkörper (2) gehalten ist.
10. Leuchte nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Längsführung (22) als Nut-Feder-Führung ausgestaltet ist.
11. Leuchte nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Längsführung (22) eine an der jeweiligen Längsseite (23) der Lichtoptik
(19) ausgebildete Längsnut (26) und einen an der jeweiligen Längsseite (24) der Vertiefung
(20) ausgebildeten Längssteg (25) aufweist, der in die Längsnut (26) eingreift.
12. Leuchte nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Lichtoptik (19) in der zugehörigen Vertiefung (20) versenkt angeordnet
ist, derart, dass die Vorderseite (30) der Lichtoptik (19) bündig mit einer ebenen
Vorderseite (21) des Tragkörpers (2) abschließt.
13. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Längsprismen (31) zum Erzeugen einer bezüglich einer senkrecht zur geraden Vorderseite
(30) verlaufende Mittelachse (38) der Lichtoptik (19) symmetrischen Abstrahlgeometrie
(37) geformt sind.
14. Leuchte nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abstrahlgeometrie (37) zwei Winkelbereiche (40), in denen die Lichtemission erfolgt,
aufweist, die im Bereich der Mittelachse (38), abgesehen von einer gegebenenfalls
vorhandenen zur Lichtoptik (19) proximalen Überlappung (41), getrennt sind, zur Mittelachse
(38) symmetrisch sind und jeweils für sich durchgehend sind.
15. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Längsprismen (31) zum Erzeugen einer bezüglich einer senkrecht zur geraden Vorderseite
(30) verlaufenden Mittelachse (38) der Lichtoptik (19) asymmetrischen Abstrahlgeometrie
(42) geformt sind.