[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte, und zwar bevorzugt eine geradlinige
und längliche Leuchte, die sich insbesondere zur Erzeugung eines Lichtbands eignet.
[0002] Eine derartige Leuchte besitzt üblicherweise ein geradliniges und längliches Tragprofil
zur Wandmontage oder Deckenmontage sowie einen geradlinigen und länglichen Geräteträger,
an dem wenigstens ein elektrischer Verbraucher angeordnet ist und der lösbar am Tragprofil
befestigt ist.
[0003] Der Begriff "geradlinig" wird im vorliegenden Zusammenhang so verstanden, dass ein
geradliniger Körper eine Längsmittelachse besitzt, die sich entlang einer Geraden
erstreckt. Der Begriff "länglich" wird im vorliegenden Zusammenhang so verstanden,
dass ein länglicher Körper eine in seiner Längsrichtung gemessene Länge aufweist,
die größer ist als eine in seiner Querrichtung gemessene Breite und Höhe. Insbesondere
ist die Länge des länglichen Körper wenigstens doppelt und vorzugsweise mindestens
zehnmal so groß wie seine Breite und wie seine Höhe.
[0004] Konventionelle Leuchten dieser Art werden häufig mit Leuchtstoffröhren als Lampen
betrieben. Der jeweilige Geräteträger weist dann entsprechende Fassungen auf, über
welche die jeweilige Leuchtstoffröhre mechanisch mit dem Geräteträger und elektrisch
mit einer am Geräteträger angeordneten Leistungselektronik verbunden werden kann.
Um eine möglichst einfache Montage gewährleisten zu können, kann es zweckmäßig sein,
den Geräteträger mit Hilfe einer Riegeleinrichtung am Tragprofil zu fixieren. Eine
derartige Riegeleinrichtung weist in der Regel an einer vom Tragprofil abgewandten
Vorderseite des Geräteträgers ein manuell betätigbares Betätigungselement auf. Dieses
befindet sich dann in der Regel zwischen der Leuchtstoffröhre und der Vorderseite
des Geräteträgers. Ein herkömmlicher Geräteträger ist dabei wie das Tragprofil ein
Blechformkörper, der insbesondere durch mehrfaches Abkanten und Falten aus einem ebenen
Blechstück hergestellt wird.
[0005] Um im Bereich der Beleuchtung elektrische Energie einsparen zu können, werden immer
mehr Leuchten mit energiesparenden Lampen ausgestattet. Besonders effizient sind dabei
Leuchtdioden, die im Folgenden als LED bezeichnet werden, wobei LED für lichtemittierende
Diode steht. Um mit Hilfe von LEDs vergleichbare Lichtleistungen erzielen zu können,
fällt auch bei LEDs vergleichsweise viel Wärme an, die abgeführt werden muss, um die
Leistungsfähigkeit der elektronischen Komponenten für eine möglichst lange Lebenszeit
gewährleisten zu können. Hierbei gestaltet sich häufig eine wärmeübertragende Verbindung
zwischen einer die LEDs tragenden Platine und einem hierfür vorgesehenen Träger relativ
aufwändig.
[0006] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Leuchte der
eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere
durch eine verbesserte Wärmeaufnahme bzw. durch einen verbesserten thermischen Schutz
von Leuchtmitteln auszeichnet.
[0007] Dieses Problem wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den Geräteträger in Form eines
Strangprofils zu realisieren, und zwar aus einer Leichtmetalllegierung. Ein derartiges
Leichtmetall-Strangprofil besitzt eine relativ hohe Wärmeaufnahmekapazität. Ferner
kann ein derartiges Strangprofil aufgenommene Wärme vergleichsweise gut ableiten und
auch bei entsprechender Oberfläche in eine Umgebung abstrahlen. Durch diese Bauweise
ist es insbesondere möglich, thermisch empfindliche Leuchtmittel am Geräteträger anzuordnen,
wobei der Geräteträger dann die anfallende Wärme rasch aufnehmen und ableiten kann.
Von besonderem Interesse ist dabei eine Bauweise, bei welcher der Geräteträger an
einer vom Tragprofil abgewandten Vorderseite eine Vielzahl von LEDs aufweist, die
hierzu zweckmäßig an einer Platine angebracht sind, die ihrerseits auf geeignete Weise
an der Vorderseite des Geräteträgers befestigt ist. Eine zum Betreiben der LEDs erforderliche
Leistungselektronik wird dagegen an einer dem Tragprofil zugewandten Rückseite des
Geräteträgers angeordnet, also körperlich getrennt von den LEDs und von der Platine.
Hierdurch kann die im Betrieb im Bereich der Leistungselektronik anfallende Wärme
vom Geräteträger, also vom Strangprofil aufgenommen und abgeleitet werden, wodurch
die LEDs vor einer Überhitzung geschützt sind. Auch die im Bereich der LEDs anfallende
Wärme kann vom Geräteträger aufgenommen und abgeführt werden. Da die LEDs aufgrund
dieser Bauweise nur einem reduzierten Wärmeeintrag ausgesetzt sind, besitzen sie während
einer besonders langen Laufzeit eine ausreichende Lichterzeugung. Ebenso ist es aufgrund
dieser Bauweise möglich, an der Platine eine erhöhte Dichte an LEDs zu erzeugen, wodurch
auf wenig Raum eine hohe Lichtleistung realisiert werden kann. Eine hohe LED-Dichte
ist bei üblicher Bauweise zu vermeiden, da in diesem Fall die LEDs rasch überhitzen
und dementsprechend ihre Eigenschaft zur Lichterzeugung verlieren können.
[0009] Von besonderem Vorteil ist dabei die Möglichkeit, das Strangprofil so zu konfigurieren,
dass es an seinen Längsseiten jeweils eine nach außen weisende bzw. nach außen gewandte
Außenrastkontur aufweist. Das Tragprofil ist dann zweckmäßig mit entsprechenden Innenrastkonturen
ausgestattet, die zu den Außenrastkonturen des Strangprofils komplementär sind und
dabei nach innen weisen bzw. nach innen gewandt sind. Beim Anbringen des Geräteträgers
am Tragprofil verrasten die Innenrastkonturen des Tragprofils mit den Außenrastkonturen
des Strangprofils, wodurch der Geräteträger hinreichend am Tragprofil festgelegt ist.
Die Fixierung erfolgt dabei über die miteinander zusammenwirkenden Rastkonturen mittels
Kraftschluss und/oder Formschluss. Insbesondere kann auf eine separate Verriegelung
verzichtet werden, wodurch ein optisch störendes Betätigungselement einer solchen
Verriegelung entfallen kann.
[0010] Das Strangprofil kann grundsätzlich durch Extrusion hergestellt werden. Bevorzugt
ist jedoch ein Strangpressverfahren zum Herstellen des Strangprofils.
[0011] Der Begriff "LED" schließt im vorliegenden Zusammenhang auch sogenannte OLEDs ein,
wobei OLED für organische lichtemittierende Diode steht.
[0012] Die miteinander zusammenwirkenden Rastkonturen können ferner so aufeinander abgestimmt
sein, dass sich eine Spaltdichtung und/oder eine Labyrinthdichtung zwischen Tragprofil
und Geräteträger einstellt, die eine ausreichende Abdichtung eines vom Geräteträger
und vom Tragprofil in der Umfangsrichtung umschlossenen Innenraums der Leuchte gegenüber
einer Umgebung der Leuchte ermöglicht, so dass auf zusätzliche Dichtungselemente zwischen
dem Tragprofil und dem Geräteträger verzichtet werden kann.
[0013] Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann das Strangprofil zumindest eine Hohlkammer
aufweisen. Hierdurch erhält das Strangprofil eine signifikant vergrößerte Oberfläche,
was die Möglichkeit einer Wärmeabstrahlung in die Umgebung verbessert. Gleichzeitig
erhält das Strangprofil durch die Hohlkammerstruktur eine deutlich verbesserte Biegesteifigkeit
und Stabilität bei vergleichsweise geringem Gewicht.
[0014] Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann das Strangprofil an einer dem
Tragprofil zugewandten Rückseite einen Trennboden aufweisen, der sich durchgehend
von der einen Längsseite des Strangprofils zur anderen Längsseite des Strangprofils
erstreckt. Der an der Rückseite ausgebildete Trennboden kann beispielsweise weitgehend
eben konfiguriert sein, um die Anbringung einer gegebenenfalls erforderlichen Leistungselektronik
zu vereinfachen. Weiterhin kann der Trennboden darin eingeleitete Wärme besonders
einfach zu den Längsseiten abführen. Ferner wird durch den Trennboden eine körperliche
Trennung zwischen einem ELV-Bereich und einem non-ELV-Bereich geschaffen werden. ELV
steht dabei für Extra Low Voltage und charakterisiert sich dadurch, dass darin die
anfallenden Spannungen maximal bei 50 Volt Wechselspannung (AC) bzw. 120 Volt Gleichspannung
(DC) liegen. Bevorzugt handelt es sich beim ELV-Bereich um einen SELV-Bereich, wobei
SELV für Safety Extra Low Voltage steht. Ein derartiger SELV-Bereich charakterisiert
sich dadurch, dass die erreichbare Maximalspannung bei 25 Volt AC bzw. 60 Volt DC
liegt. Im non-ELV-Bereich können die Spannungen dagegen auch höhere Werte erreichen.
Insbesondere wird eine Leistungselektronik unmittelbar an ein übliches Stromnetz angeschlossen,
bei dem die Maximalspannung bei etwa 230 Volt AC liegen kann. Dementsprechend findet
sich an der Rückseite des Geräteträgers ein Hochvoltbereich. Im Unterschied dazu werden
die LEDs an der Vorderseite des Geräteträgers üblicherweise in einem Niedervoltbereich
betrieben. Der Trennboden trennt somit körperlich den Hochvoltbereich vom Niedervoltbereich.
[0015] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung kann das Strangprofil so gestaltet sein, dass
der Trennboden nur im Bereich der Längsseiten mit dem übrigen Strangprofil verbunden
ist. Hierdurch wird ein Abstand zwischen dem Trennboden, der die Rückseite des Strangprofils
bzw. des Geräteträgers bildet, und einem der Rückseite gegenüberliegenden Bereich
des Strangprofils geschaffen, der die Vorderseite des Strangprofils bzw. des Geräteträgers
bildet. Ein derartiger Abstand bewirkt eine Luftspaltisolation, so dass eine Wärmeübertragung
von der Vorderseite des Strangprofils auf die Rückseite des Strangprofils, also auf
den Trennboden nicht durch Wärmeleitung, sondern nur durch Wärmestrahlung erfolgen
kann. Hierdurch wird eine thermische Isolation zwischen der Vorderseite und der Rückseite
des Geräteträgers bewirkt.
[0016] Bei einer anderen Weiterbildung kann das Strangprofil mit einer einzigen Hohlkammer
ausgestattet sein, die an einer dem Tragprofil zugewandten Seite durch den Trennboden
unmittelbar begrenzt ist. Auf diese Weise besitzt das Strangprofil eine hohe Biegesteifigkeit,
eine vergleichsweise große Oberfläche zur Wärmeabstrahlung sowie zwischen den Längsseiten
eine körperliche Trennung bzw. Beabstandung zwischen der Vorderseite und der Rückseite.
[0017] Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann das Strangprofil an einer vom
Tragprofil abgewandten Vorderseite zumindest einen Haltebereich zur Aufnahme wenigstens
einer mehrere LEDs tragenden geradlinigen und länglichen Platine aufweisen. Auf diese
Weise wird in das Strangprofil ein Bereich, nämlich besagter Haltebereich zur Unterbringung
der wenigstens einen Platine geschaffen, was das Anbringen der Platine erheblich vereinfacht.
[0018] Besonders vorteilhaft ist dabei eine Konfiguration, bei welcher das Strangprofil
an seiner Vorderseite wenigstens eine Vertiefung aufweist, in der sich der jeweilige
Haltebereich befindet. Auf diese Weise lässt sich die jeweilige Platine vertieft im
Strangprofil und somit vertieft im Geräteträger anordnen. Hierdurch lassen sich in
gestalterischer Hinsicht erhebliche Vorteile generieren. Ferner baut der Geräteträger
und somit die gesamte Leuchte in einer Dickenrichtung extrem kompakt.
[0019] Entsprechend einer bevorzugten Weiterbildung kann die jeweilige Vertiefung mit Hilfe
einer geradlinigen und länglichen Lichtoptik verschlossen sein, welche die jeweilige
Platine abdeckt. Die jeweilige Lichtoptik besteht dabei aus einem für das von den
LEDs emittierte Licht transparenten oder transluzenten Material und kann im einfachsten
Fall zumindest einen Staubschutz und/oder Spritzschutz für die Platine bilden.
[0020] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung kann die jeweilige Lichtoptik an ihren Längsseiten
mittels Längsführungen axial in das Strangprofil eingeschoben und quer dazu, also
radial am Strangprofil gehalten sein. In diesem Fall handelt es sich bei der Lichtoptik
um ein bezüglich des Strangprofils separat hergestelltes Bauteil, das durch Einschieben
über die Längsführungen am Strangprofil befestigt wird. Die Längsführungen können
dabei durch integral am Strangprofil ausgeformte Führungskonturen und dazu komplementären,
an der Lichtoptik integral ausgeformte Gegenführungskonturen gebildet sein, die einerseits
eine Axialführung der Lichtoptik am Strangprofil und andererseits eine radiale Fixierung
der Lichtoptik am Strangprofil bewirken. Beispielsweise können die Führungskonturen
und die Gegenführungskonturen nach Art von Nut-Feder-Führungen ausgestaltet sein und
miteinander zusammenwirken.
[0021] Sofern es sich bei der jeweiligen Lichtoptik um ein separat hergestelltes Bauteil
handelt, lassen sich besonders einfach zusätzliche optische Funktionen in die Lichtoptik
integrierten. Beispielsweise kann mit Hilfe einer entsprechenden Ausgestaltung der
Lichtoptik ein Abstrahlwinkel für das von den LEDs generierte Licht definiert werden.
Insbesondere lässt sich dabei ein Abstrahlwinkel vorgeben, der bezüglich einer geradlinigen
Lichtabstrahlung der LEDs symmetrisch oder asymmetrisch sowie weit oder eng sein kann.
[0022] Bei einer andern Ausführungsform kann die jeweilige Lichtoptik durch eine Vergussmasse
gebildet sein, die in die jeweilige Vertiefung eingegossen ist und dadurch die jeweilige
Platine abdeckt und die Vertiefung verschließt. Die hierbei zur Verwendung kommende
Vergussmasse ist ebenfalls für das von den LEDs erzeugte Licht transparent bzw. transluzent.
Beispielsweise handelt es sich bei der Vergussmasse um ein Kunstharz. Diese Lösung
ist vergleichsweise preiswert und ermöglicht einen besonders effizienten Schutz vor
Feuchtigkeit und Verunreinigungen.
[0023] Bei einer anderen vorteilhaften Weiterbildung kann die jeweilige Lichtoptik an einer
vom Tragprofil abgewandten Seite bündig mit der Vorderseite des Strangprofils abschließen.
Hierdurch erhält der Geräteträger eine optisch ansprechende Vorderseite.
[0024] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann das Strangprofil mit daran angebrachter
Lichtoptik eine weitgehend ebene Vorderseitenkontur besitzen, wodurch eine besonders
hochwertige Vorderseite für den Geräteträger und somit für die Leuchte realisierbar
ist.
[0025] Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann das Strangprofil im jeweiligen
Haltebereich zwei sich gegenüberliegende Haltestege aufweisen, welche die jeweilige
Platine an deren Längsseitenrändern übergreifen und die Platine dadurch gegen den
Haltebereich andrücken und am Strangprofil fixieren. Mit Hilfe dieser Haltestege wird
somit eine vorgespannte Kontaktierung zwischen Platine und Strangprofil erreicht,
und zwar vorzugsweise über die gesamte Länge der Platine. Es hat sich gezeigt, dass
dadurch eine besonders intensive Wärmeübertragung zwischen der Platine und dem Strangprofil
möglich ist, wodurch an der Platine anfallende Wärme besonders effizient über den
Geräteträger abgeführt werden kann. Insbesondere hat sich gezeigt, dass durch diese
Verbindung zwischen Platine und Strangprofil auf zusätzliche wärmeübertragende Hilfsmittel
zwischen Platine und Strangprofil, wie zum Beispiel das Anbringen einer Wärmeleitpaste,
verzichtet werden kann. Hierdurch gestaltet sich die Montage der hier vorgestellten
Leuchte besonders preiswert.
[0026] Die Haltestege können dabei gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung durch plastische
Umformung von einer Ausgangslage in eine Endlage überführt werden, in der sie die
Platine übergreifen, die Platine gegen den Haltebereich andrücken und die Platine
am Strangprofil fixieren. Eine derartige plastische Umformung lässt sich beispielsweise
besonders einfach durch ein Rollierverfahren realisieren. Durch die plastische Umformung
lässt sich auf engem Raum die gewünschte effiziente Fixierung mit Anpressung der Platine
am Geräteträger realisieren. Da die Haltestege integral am Strangprofil ausgeformt
sind, entfällt hierbei die Verwendung zusätzlicher, separater Befestigungselemente,
was die Montage erheblich vereinfacht.
[0027] Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann das Strangprofil zumindest zwei
parallel verlaufende, nebeneinander angeordnete Haltebereiche zum Aufnehmen je einer
LEDs tragenden Platine aufweisen. Somit lassen sich einflammige sowie zweiflammige
und allgemein mehrflammige Leuchten realisieren. Die Integration der Haltebereiche
und insbesondere der zugehörigen Vertiefungen in das Strangprofil ist dabei besonders
einfach realisierbar, was die Herstellung verschiedener Varianten begünstigt. Besonders
vorteilhaft ist dabei, dass für einflammige Leuchten und für zweiflammige oder mehrflammige
Leuchten zwar unterschiedliche Strangprofile verwendet werden müssen, jedoch grundsätzlich
identische Platinen, identische Lichtoptiken und identische Tragprofile verwendet
werden können, was die Realisierung verschiedener Varianten vergleichsweise preiswert
macht.
[0028] Sofern eine zwei- oder mehrflammige Leuchte realisiert wird, können grundsätzlich
identische Lichtoptiken zum Einsatz kommen. Ebenso ist es entsprechend einer besonders
vorteilhaften Ausführungsform möglich, verschiedene Lichtoptiken zu verwenden, um
die jeweilige Leuchte besonders gut an unterschiedliche Beleuchtungssituationen anpassen
zu können.
[0029] Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann das Strangprofil im Bereich
der jeweiligen Außenrastkontur einen nach innen abstehenden Halterand aufweisen, an
dem wenigstens eine Halteklammer mittels daran ausgebildeter Geräteträgerhaken eingehakt
ist, die über daran ausgebildete Tragprofilhaken mit einer Innenkontur des Tragprofils
verrastet ist. Mit Hilfe derartiger Halteklammern kann die Fixierung zwischen Geräteträger
und Tragprofil verbessert werden. Somit lässt sich ein erhöhter Schutz gegen ein unerwünschtes,
selbsttätiges Lösen des Geräteträgers vom Tragprofil gewährleisten.
[0030] Gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterbildung kann die jeweilige Halteklammer
so angeordnet sein, dass sie den Geräteträger gegen das Tragprofil vorspannt, wodurch
die gegebenenfalls zwischen den miteinander zusammenwirkenden Rastkonturen vorgesehene
Dichtkontur hinsichtlich ihrer Dichtungswirkung signifikant unterstützt werden kann.
[0031] Grundsätzlich kann das Tragprofil einen Stromkabelstrang aufweisen, der im montierten
Zustand der Leuchte mit einem Stromnetz elektrisch verbunden ist. Über geeignete elektrische
Verbindungselemente kann nun der jeweilige elektrische Verbraucher des Geräteträgers
mit diesem Stromkabelstrang verbunden sein. Dies erfolgt üblicherweise über herkömmliche
Klemmverbindungen.
[0032] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann das Tragprofil eine geradlinige
und längliche Stromführungsschiene aufweisen, die in separaten Eingriffsbereichen
separate elektrische Leiter aufweist. Am Geräteträger ist dann zumindest ein Anschlusselement
festgelegt, das mehrere separate Kontaktbereiche aufweist, die in die Eingriffsbereiche
eingreifen und darin die benötigten elektrischen Leiter elektrisch kontaktieren. Diese
Bauform ermöglicht ein besonders einfaches elektrisches Verbinden, was den Zeitaufwand
für die Montage und Demontage der Leuchte erheblich reduziert.
[0033] Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform der hier vorgestellten Leuchte kann
dem jeweiligen Anschlusselement eine Erdungsklammer zugeordnet sein, die am Strangprofil
festgelegt ist, elektrisch mit dem Strangprofil verbunden ist und elektrisch mit dem
jeweiligen Anschlusselement verbunden ist. Das Anschlusselement weist an einem seiner
Eingriffsbereiche einen Erdungskontakt auf, der dann über die Erdungsklammer elektrisch
mit dem Strangprofil verbunden ist. Dieser Kontaktbereich greift dabei in einen entsprechenden
Eingriffsbereich der Stromführungsschiene ein und ist dort mit einem Erdungsleiter
elektrisch kontaktiert. Sofern das Strangprofil des Geräteträgers lackiert oder pulverbeschichtet
ist, kann die Erdungsklammer im Bereich ihrer elektrischen Kontaktierung mit dem Strangprofil
eine selbstkratzende Kontur besitzen, die beim Anbringen der Erdungsklammer die Lackierung
bzw. Beschichtung des Strangprofils selbsttätig durchdringt.
[0034] Eine derartige selbstkratzende Kontur kann grundsätzlich auch bei der zuvor beschriebenen
Halteklammer vorgesehen sein.
[0035] Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann am Geräteträger wenigstens
ein Haltebügel fixiert sein, der für die Montage des Geräteträgers am Tragprofil bzw.
für die Demontage des Geräteträgers vom Tragprofil eine Zwischenstellung für den Geräteträger
relativ zum Tragprofil ermöglicht, in welcher der Geräteträger vom Tragprofil beabstandet
ist. In dieser Zwischenstellung ist somit der Geräteträger bzw. das Strangprofil nicht
mit dem Tragprofil verrastet. In dieser Zwischenstellung ermöglicht der jeweilige
Haltebügel eine Positionierung des Geräteträgers relativ zum Tragprofil, wozu der
Geräteträger in dieser Zwischenstellung mittels des jeweiligen Haltebügels am Tragprofil
gehalten ist. Zweckmäßig sind zumindest zwei derartige Haltebügel vorgesehen, die
in der Längsrichtung der Leuchte voneinander beabstandet angeordnet sind.
[0036] Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann der jeweilige Haltebügel wenigstens
einen Haltehaken aufweisen, der in der Zwischenstellung mit einer Innenkontur des
Geräteträgers verrastet ist und der im montierten Zustand, in dem der Geräteträger
mit dem Tragprofil verrastet ist, von dieser Innenkontur abgehoben ist. Im montierten
Zustand ist der jeweilige Haltehaken weitgehend funktionslos. Die Innenkontur, mit
welcher der jeweilige Haltehaken in der Zwischenstellung zusammenwirkt, kann grundsätzlich
dieselbe Innenkontur sein, mit welcher die weiter oben genannte Halteklammer im montierten
Zustand zusammenwirkt.
[0037] Bei einer anderen Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass der jeweilige Haltebügel
mittels einer solchen Halteklammer am Geräteträger fixiert ist, wodurch die jeweilige
Halteklammer eine Doppelfunktion erhält.
[0038] Zweckmäßig kann außerdem vorgesehen sein, dass der jeweilige Haltebügel zwei Haltehaken
und eine Bügelbasis aufweist, wobei die Haltehaken über jeweils einen Verbindungsabschnitt
mit der Bügelbasis verbunden sind, wobei die jeweilige Halteklammer an voneinander
abgewandten Seiten jeweils zwei am Geräteträger eingehakte Geräteträgerhaken und dazwischen
jeweils einen Tragprofilhaken aufweist, der im montierten Zustand mit dem Tragprofil
verrastet ist. Besonders vorteilhaft ist nun eine Ausgestaltung des Haltebügels, derart,
dass die Bügelbasis an einer vom Geräteträger abgewandten Seite der Halteklammer angeordnet
ist und an der jeweiligen Seite der Halteklammer zwischen dem jeweiligen Tragprofilhaken
und dem einen Geräteträgerhaken hindurch geführt ist, wobei der zugehörige Haltehaken
zwischen dem jeweiligen Tragprofilhaken und dem anderen Geräteträgerhaken hindurch
geführt ist, so dass der jeweilige Verbindungsabschnitt an einer dem Geräteträger
zugewandten Seite der Halteklammer entlang des jeweiligen Tragprofilhakens verläuft.
Hierdurch ergibt sich eine einfache realisierbare, effiziente formschlüssige Fixierung
des Haltebügels mithilfe der Halteklammer am Geräteträger bzw. am Strangprofil.
[0039] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0040] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0041] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
[0042] Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- einen Querschnitt einer Leuchte im Bereich einer Halteklammer,
- Fig. 2
- eine isometrische Ansicht der Halteklammer,
- Fig. 3
- einen Querschnitt der Leuchte im Bereich einer Erdungsklammer, jedoch bei einer anderen
Ausführungsform,
- Fig. 4
- eine isometrische Ansicht eines Geräteträgers im Bereich der Erdungsklammer,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Geräteträgers,
- Fig. 6
- eine isometrische Explosionsdarstellung des Geräteträgers,
- Fig. 7
- Querschnitte der Leuchte bei verschiedenen Montagezuständen a, b und c.
[0043] Entsprechend den Figuren 1 und 3 umfasst eine geradlinige und längliche Leuchte 1
ein gerades und längliches Tragprofil 2 sowie einen geraden und länglichen Geräteträger
3. Das Tragprofil 2 dient zur Montage der Leuchte 1 an einer Wand oder Decke. Ferner
wird mit Hilfe des Tragprofils 2 ein Innenraum 4 definiert, in dem die elektrische
Kontaktierung von elektrischen Verbrauchern mit einem Stromnetz erfolgt. Das Tragprofil
2 ist hier als Blechformteil konzipiert. Der Geräteträger 3 dient zur Anordnung elektrischer
Verbraucher, vorzugsweise von Leuchteinrichtungen 5, die in den Figuren 1, 3 und 6
erkennbar sind, und einer zugehörigen Leistungselektronik 6, die in den Figuren 5
und 6 erkennbar ist. Der Geräteträger 3 ist dabei lösbar am Tragprofil 2 befestigt.
[0044] Bei der hier vorgestellten Leuchte 1 ist der Geräteträger 3 durch ein Strangprofil
7 gebildet, das aus Leichtmetall bzw. aus einer Leichtmetalllegierung hergestellt
ist. Als Leichtmetall kommt bevorzugt Aluminium zum Einsatz. Eine bevorzugte Leichtmetalllegierung
beruht dabei auf einer Aluminiumbasis. Das Strangprofil 7 weist an seinen Längsseiten
8 jeweils eine Außenrastkontur 9 auf, die vom Innenraum 4 abgewandt ist und nach außen
weist. Das Tragprofil 2 besitzt komplementär zu den Außenrastkonturen 9 geformte Innenrastkonturen
10, die dem Innenraum 4 zugewandt sind, also nach innen weisen. Im montierten Zustand
der Figuren 1, 3 und 7c wirken die Außenrastkonturen 9 mit den Innenrastkonturen 10
zum Festlegen des Geräteträgers 3 am Tragprofil 2 zusammen. Durch eine entsprechende
Konturgebung kann hier zusätzlich zu einem Kraftschluss bzw. Reibschluss auch ein
Formschluss innerhalb der miteinander zusammenwirkenden Rastkonturen 9, 10 realisiert
werden. Bevorzugt ist dabei die hier gezeigte Ausgestaltung, bei der eine flächige
Kontaktierung zwischen den miteinander zusammenwirkenden Rastkonturen 9, 10 erfolgt,
wodurch gleichzeitig eine hinreichende Dichtungswirkung zwischen Geräteträger 3 und
Tragprofil 2 realisierbar ist. Hierdurch kann der Innenraum 4 vor dem Eindringen von
Verunreinigungen aus einer Umgebung 11 der Leuchte 1 geschützt werden.
[0045] Das Strangprofil 7 besitzt zumindest eine Hohlkammer 12. Bei den hier gezeigten Ausführungsformen
besitzt das Strangprofil 7 jeweils nur eine einzige Hohlkammer 12. Ferner besitzt
das Strangprofil 7 hier einen Trennboden 13, der an einer dem Tragprofil 2 zugewandten
Rückseite 14 des Strangprofils 7 bzw. des Geräteträgers 3 angeordnet ist. Dieser Trennboden
13 erstreckt sich dabei von der einen Längsseite 8 bis zur anderen Längsseite 8 ohne
Unterbrechung. Die Hohlkammer 8 ist dabei vom Strangprofil 7 in der Umfangsrichtung
vollständig umschlossen. Ferner ist hier vorgesehen, dass der Trennboden 13 ausschließlich
im Bereich der Längsseiten 8 mit dem übrigen Strangprofil 7 verbunden ist. Hierdurch
entsteht ein Abstand 15 bzw. Spalt 15 zwischen dem Trennboden 13 und einem diesem
gegenüberliegenden Bereich 16 des Strangprofils 7. Dieser Spalt 15 ermöglicht dabei
eine Luftspaltisolierung. Die Hohlkammer 12 ist zum Innenraum 4 hin durch den Trennboden
13 begrenzt.
[0046] Wie sich den Figuren 1, 3 und 7 entnehmen lässt, weist das Strangprofil 7 an einer
vom Tragprofil 2 abgewandten Vorderseite 17 zumindest einen Haltebereich 18 auf, der
zur Aufnahme zumindest einer geradlinigen und länglichen Platine 19 dient, die mehrere
LEDs 20 trägt. In den Fig. 7a, 7b und 7c ist die Platine 19 weggelassen. Bei den in
den Fig. 1 und 7 gezeigten Ausführungsformen ist nur ein einziger derartiger Haltebereich
18 vorgesehen, so dass die hier gezeigte Leuchte 1 einflammig ausgestaltet ist. Im
Unterschied dazu ist bei der in Figur 3 gezeigten Leuchte 1 das Strangprofil 7 mit
zwei derartigen Haltebereichen 18 ausgestattet, so dass die in Figur 3 gezeigte Leuchte
1 zweiflammig ausgebildet ist.
[0047] Das Strangprofil 7 besitzt gemäß den Figuren 1, 3 und 7 an seiner Vorderseite 17
für den jeweiligen Haltebereich 18 eine Vertiefung 21, in der sich der jeweilige Haltebereich
18 befindet, so dass in dieser Vertiefung 21 auch die Platine 19 angeordnet ist. Die
jeweilige Vertiefung 21 ist dabei jeweils mit einer geradlinigen und länglichen Lichtoptik
22 verschlossen, die dabei die in der jeweiligen Vertiefung 21 angeordnete Platine
19 abdeckt.
[0048] Bei den hier gezeigten Ausführungsformen handelt es sich bei der jeweiligen Lichtoptik
22 um ein separates Bauteil, das aus einem geeigneten transparenten bzw. transluzenten
Kunststoff hergestellt ist, vorzugsweise im Extrusionsverfahren. Die jeweilige Lichtoptik
22 kann dabei mit Hilfe von Längsführungen 23 axial, also parallel zur Längsrichtung
des Strangprofils 7 in das Strangprofil 7 eingeschoben sein, wobei die Längsführungen
23 dabei die Lichtoptik 22 in einer Radialrichtung, also quer zur Längsachse des Strangprofils
7 am Strangprofil 7 halten. Bei den hier gezeigten Beispielen sind die Längsführungen
23, die an Längsseiten 24 der jeweiligen Lichtoptik 22 angeordnet sind, nach Art einer
Nut-Feder-Führung ausgestaltet sein, so dass integral am Strangprofil 7 ausgeformte
Führungskonturen 25 mit komplementär dazu geformten Gegenführungskonturen 26 zusammenwirken,
die integral an der jeweiligen Lichtoptik 22 ausgeformt sind. Im Beispiel bildet die
Gegenführungskontur 26 eine Nut, während die Führungskontur 25 eine darin eingreifende
Feder definiert.
[0049] Bei einer anderen, hier nicht gezeigten Ausführungsform kann anstelle einer separaten
Lichtoptik 22 auch eine Vergussmasse verwendet werden, die unmittelbar in die jeweilige
Vertiefung 21 eingegossen wird, um darin die Platine 19 zu vergießen.
[0050] Ferner ist bei den hier gezeigten Ausführungsformen vorgesehen, dass die Lichtoptik
22 an einer vom Tragprofil 2 abgewandten Seite bündig mit der Vorderseite 17 des Strangprofils
7 abschließt. Insgesamt kann dadurch beispielsweise eine weitgehend ebene Vorderseitenkontur
für das Strangprofil 7 mit daran angebrachter Lichtoptik 22 erzeugt werden.
[0051] Von besonderem Vorteil ist die hier gewählte Art der Fixierung der Platine 19 am
Strangprofil 7. Hierzu weist das Strangprofil 7 im jeweiligen Haltebereich 18 zwei
sich gegenüberliegende Haltestege 27 auf. Die beiden Haltestege 27 übergreifen die
jeweilige Platine 19 an deren Längsseitenrändern 28 und drücken dadurch die Platine
19 gegen den Haltebereich 18 an und fixieren dadurch die Platine 19 am Strangprofil
7.
[0052] Zweckmäßig werden die Haltestege 27, die integral am Strangprofil 7 ausgeformt sind,
durch plastische Umformung in die in Figur 1 gezeigte Endlage überführt, in der sie
die Platine 19 übergreifen, gegen den Haltebereich 18 andrücken und am Strangprofil
7 fixieren. In Figur 3 ist dagegen rein exemplarisch für die Haltestege 27 ein unverformter
Ausgangszustand wiedergegeben, in dem sie die Platine 19 nicht am Strangprofil 7 fixieren.
In diesem Ausgangszustand werden die Haltestege 27 an dem Strangprofil 7 hergestellt.
Durch plastische Umformung, beispielsweise mittels eines Rollierverfahrens, werden
die Haltestege 27 dann in ihre Endlage überführt, die in Figur 1 dargestellt ist und
in der sie die Platine 19 randseitig übergreifen, um sie so gegen den Haltebereich
18 anzudrücken und am Strangprofil 7 zu fixieren.
[0053] Bei der in Figur 3 gezeigten zweiflammigen Leuchte 1 erstrecken sich die beiden Haltebereiche
18 parallel zueinander und nebeneinander. Bei der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform
sind die beiden Vertiefungen 21 mit zwei baugleichen Lichtoptiken 22 abgedeckt. Die
beiden Lichtoptiken 22 der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform erzeugen dabei eine
symmetrische Lichtausbreitung. Die in Figur 1 gezeigte Lichtoptik 22 generiert dagegen
eine asymmetrische Lichtausbreitung.
[0054] Wie sich den Figuren 1, 3, 4 und 7 entnehmen lässt, besitzt das Strangprofil 7 im
Bereich der jeweiligen Außenrastkontur 9 jeweils einen nach innen abstehenden Halterand
41. Zur zusätzlichen Fixierung des Geräteträgers 3 am Tragprofil 2 können eine oder
mehrere Halteklammern 29 zum Einsatz kommen, die in den Figuren 1, 2 und 7 erkennbar
sind. Die jeweilige Halteklammer 29 ist ein einstückiges Blechformteil, an dem mehrere
Geräteträgerhaken 30 integral ausgeformt sind. Ferner sind an der jeweiligen Halteklammer
29 mehrere Tragprofilhaken 31 integral ausgeformt. Die Halteklammer 29 besteht vorzugsweise
aus einem Federstahl, so dass die einzelnen Haken 30, 31 federelastisch sind. Die
Halteklammer 29 ist über die Geräteträgerhaken 30 an den beiden, einander gegenüberliegenden
Halterändern 41 des Strangprofils 27 eingehakt. Des Weiteren ist die Halteklammer
29 über die Tragprofilhaken 31 mit einer Innenkontur 32 des Tragprofils 2 verrastet.
Die Innenkontur 32 ist hierbei ebenfalls hakenförmig konzipiert und umgreift den Halterand
41 an einer dem Innenraum 4 zugewandten Seite. Hierdurch kann der jeweilige Tragprofilhaken
31, der unter Vorspannung an besagter Innenkontur 32 anliegt, letztlich das Tragprofil
2 gegen den Geräteträger 3 vorspannen. Hierdurch kann die Fixierung des Geräteträgers
3 am Tragprofil 2 effizient stabilisiert werden.
[0055] Gemäß Figur 2 können die Geräteträgerhaken 30 mit scharfkantigen Spitzen 33 ausgestattet
sein, die beim Anbringen der Halteklammer 29 eine gegebenenfalls vorhandene Lackierung
oder Beschichtung des Strangprofils 7 durchdringen, wodurch zwangsläufig und selbsttätig
eine elektrische Kontaktierung zwischen der Halteklammer 29 und dem Geräteträger 3
hergestellt wird.
[0056] Gemäß den Fig. 3 und 7 kann das Tragprofil 2 im Innenraum 4 eine geradlinige und
längliche Stromführungsschiene 34 aufweisen. Diese besitzt in separaten Eingriffsbereichen
35 mehrere separate elektrische Leiter 36, die nur in Fig. 3 näher bezeichnet sind.
Am Geräteträger 3 kann gemäß den Figuren 3 und 4 zumindest ein Anschlusselement 37
angebracht sein, das beispielsweise durch eine entsprechende Verrastung an den zuvor
genannten Halterändern 28 am Geräteträger 3 festlegbar ist. Das Anschlusselement 37
weist mehrere separate Kontaktbereiche 38 auf, die im zusammengebauten Zustand in
die Eingriffsbereiche 35 eingreifen und darin die für den jeweiligen Geräteträger
3 bzw. für den jeweiligen, zugehörigen elektrischen Verbraucher benötigten Leiter
36 elektrisch kontaktieren.
[0057] Wie sich den Figuren 3 und 4 entnehmen lässt, kann für das jeweilige Anschlusselement
37 je eine Erdungsklammer 39 vorgesehen sein, die am Strangprofil 7 festgelegt ist,
die elektrisch mit dem Strangprofil 7 verbunden ist und die elektrisch mit dem Anschlusselement
37 verbunden ist. Beispielsweise kann die Erdungsklammer 39 wie die Halteklammer 29
Geräteträgerhaken 30 aufweisen, die mit den Halterändern 41 zusammenwirken und die
mit insbesondere auch selbstkratzenden Spitzen 33 ausgestattet sind, wie sie in Figur
2 für die Halteklammer 29 dargestellt sind. Ferner kann die Erdungsklammer 39 zumindest
eine Kontaktfeder 40 aufweisen, die mit einem im Anschlusselement 37 verlaufenden
Erdungsleiter elektrisch verbunden ist. Dieser Erdungsleiter des Anschlusselements
37 ist ebenfalls mit einem Erdungsleiter der Stromführungsschiene 34 elektrisch kontaktiert.
[0058] Wie sich Figur 6 entnehmen lässt, können innerhalb desselben Haltebereichs 18 auch
mehrere Platinen 19 hintereinander angeordnet werden, wodurch ein modularer Aufbau
zur Realisierung unterschiedlich langer Leuchten 1 möglich ist.
[0059] Gemäß den Figuren 5 und 6 kann zum Festlegen der Leistungselektronik 6 am Geräteträger
3 eine Bügelklammer 42 vorgesehen sein, die die Leistungselektronik 6 übergreift und
mit den Halterändern 41 des Geräteträgers 3 zum Festlegen der Leistungselektronik
6 am Geräteträger 3 zusammenwirkt. Des Weiteren sind in den Figuren 5 und 6 Endkappen
43 erkennbar, die axial stirnseitig auf das Strangprofil 7 des Geräteträgers 3 aufsteckbar
sind. Die Endkappen 43 verschließen dadurch gleichzeitig das Hohlprofil des Geräteträgers
3 und die jeweilige Vertiefung 21 axial.
[0060] Entsprechend den Fig. 7a, 7b und 7c kann für die Montage und für die Demontage des
Geräteträgers 3 am bzw. vom Tragprofil 2 wenigstens ein Haltebügel 44 zum Einsatz
kommen. Bevorzugt werden wenigstens zwei derartige Haltebügel 44 verwendet, die axial
voneinander beabstandet am Geräteträger 3 angebracht sind. Der jeweilige Haltebügel
44 ist beispielsweise als Drahtformteil ausgestaltet, vorzugsweise aus einem Federstahl.
Der Haltebügel 44 besitzt zwei Haltehaken 45, die über eine Bügelbasis 46 miteinander
verbunden sind. Die Bügelbasis 46 besitzt an ihren den Haltehaken 45 zugewandten Enden
je einen Verbindungsabschnitt, der in den Darstellungen der Fig. 7a bis 7c nicht erkennbar
ist, da er sich senkrecht zur Zeichnungsebene erstreckt. Der jeweilige Verbindungsabschnitt
verbindet dabei die Bügelbasis 46 mit dem jeweiligen Haltehaken 45.
[0061] Die Fixierung des Haltebügels 44 am Geräteträger 3 erfolgt mithilfe einer der vorstehend
genannten Halteklammern 29. Hierzu wird der Haltebügel 44 so angebracht, dass sich
seine Bügelbasis 46 auf jeder Seite der Halteklammer 29 axial zwischen dem einen Geräteträgerhaken
30 und dem Tragprofilhaken 31 hindurch erstreckt, während sich die beiden Haltehaken
45 an der jeweiligen Seite des Haltehakens 29 durch die Verbindungsabschnitte zur
Bügelbasis 46 axial versetzt axial zwischen dem jeweils anderen Geräteträgerhaken
30 und dem Tragprofilhaken 31 hindurch erstrecken. Der Haltebügel 44 ist somit durch
die beiden Tragprofilhaken 31 am Geräteträger 3 formschlüssig festgelegt, die den
jeweiligen Verbindungsabschnitt am Trennboden 13 positionieren. Sofern die Bügelbasis
46 wie hier außerdem gebogen bzw. gekrümmt ist, kann sie im montierten Zustand federelastisch
aufgeweitet sein, so dass die elastisch verformte Bügelbasis 46 die Verbindungsabschnitte
und somit die Haltehaken 45 aufeinander zu vorspannt. In Verbindung mit den geneigt
verlaufenden Tragprofilhaken 31 lässt sich der Haltebügel 44 somit auch gegen den
Trennboden 13 andrücken.
[0062] Die Montage des Geräteträgers 3 am Tragprofil 2 erfolgt bevorzugt wie folgt. Zunächst
wird der Geräteträger 3 gemäß Fig. 7a quer zur Axialrichtung fluchtend zum Tragprofil
2 grob ausgerichtet, so dass der Trennboden 13 dem Innenraum 4 zugewandt ist. Nach
dieser Grobausrichtung wird der Geräteträger 3 entsprechend einer in Fig. 7a durch
einen Pfeil 47 angedeuteten Montagerichtung relativ zum Tragprofil 2 bewegt bis die
Haltehaken 45 gemäß Fig. 7b an der Innenkontur 32 des Tragprofils 2 einrasten bzw.
einhaken. Dabei können die Haltehaken z.B. manuell zusammengedrückt werden, um ein
Eintauchen in den Innenraum 4 zu ermöglichen. Ebenso lässt sich der Geräteträger 3
gedreht zu seiner Längsmittelachse schräg ansetzen, um zunächst den einen Haltehaken
45 an der zugehörigen Innenkontur 32 einzuhaken. Anschließend kann der Geräteträger
3 um seine Längsmittelachse zurück gekippt werden, wobei der jeweils andere Haltehaken
45 manuell eingedrückt werden kann, bis er in den Innenraum 4 eintaucht und mit der
zugehörigen Innenkontur 32 verrastet. In dieser Zwischenstellung ist der Geräteträger
3 bereits gegen ein Herabfallen vom Tragprofil 2 gesichert. Gleichzeitig wird der
Geräteträger 3 dadurch relativ zum Tragprofil 2 fein ausgerichtet. Nach dieser Feinausrichtung
wird der Geräteträger 3 in der Montagerichtung 47 weiter relativ zum Tragprofil 2
bewegt. Dabei heben die Haltehaken 45 wieder von den Innenkonturen 32 ab und dringen
tiefer in den Innenraum 4 ein. Diese Bewegung erfolgt nun so lange bis die Tragprofilhaken
31 gemäß Fig. 7c an der Innenkontur 32 des Tragprofils 2 einhaken bzw. einrasten.
Die Demontage erfolgt dann in entsprechend umgekehrter Weise. Der Haltebügel 44 bildet
somit eine Montagehilfe, die in der Montage- bzw. Demontagesituation gemäß Fig. 7b
eine Zwischensicherung des gegebenenfalls relativ schweren Geräteträgers 3 am Tragprofil
2 ermöglicht.
1. Leuchte
- mit einem geradlinigen und länglichen Tragprofil (2) zur Wand- oder Deckenmontage,
- mit einem geradlinigen und länglichen Geräteträger (3), an dem wenigstens ein elektrischer
Verbraucher (5) angeordnet ist und der lösbar am Tragprofil (2) befestigt ist,
- wobei der Geräteträger (3) durch ein Strangprofil (7) aus einer Leichtmetalllegierung
oder aus einem Leichtmetall gebildet ist,
- wobei das Strangprofil (7) an seinen Längsseiten (8) jeweils eine nach außen gewandte
Außenrastkontur (9) aufweist, die jeweils mit einer am Tragprofil (2) ausgebildeten,
dazu komplementären, nach innen gewandten Innenrastkontur (10) zusammenwirkt, um den
Geräteträger (3) am Tragprofil (2) zu befestigen.
2. Leuchte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Strangprofil (7) eine Hohlkammer (12) aufweist,
- dass das Strangprofil (7) an einer dem Tragprofil (2) zugewandten Rückseite (14) einen
Trennboden (13) aufweist, der sich durchgehend von der einen Längsseite (8) zur anderen
Längsseite (8) erstreckt,
- dass der Trennboden (13) nur im Bereich der Längsseiten (8) mit dem übrigen Strangprofil
(7) verbunden ist,
- dass die Hohlkammer (12) an einer dem Tragprofil (2) zugewandten Seite vom Trennboden
(13) begrenzt ist.
3. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Strangprofil (7) an einer vom Tragprofil (2) abgewandten Vorderseite (17) zumindest
einen Haltebereich (18) zur Aufnahme wenigstens einer mehrere LEDs (20) tragenden
geradlinigen und länglichen Platine (19) aufweist,
- dass das Strangprofil (7) an seiner Vorderseite (17) wenigstens eine Vertiefung (21) aufweist,
in der sich der jeweilige Haltebereich (18) befindet und die mit einer geradlinigen
und länglichen, die jeweilige Platine (19) abdeckenden Lichtoptik (22) verschlossen
ist.
4. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Lichtoptik (22) an ihren Längsseiten (24) mittels Längsführungen
(23) axial in das Strangprofil (7) eingeschoben und quer dazu am Strangprofil (7)
gehalten ist.
5. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Lichtoptik (22) durch eine Vergussmasse gebildet ist, die in eine
Vertiefung (21) zur Unterbringung wenigstens einer mehrere LEDs (20) tragenden geradlinigen
und länglichen Platine (19) eingegossen ist und dadurch die jeweilige Platine (19)
abdeckt und die Vertiefung (21) verschließt.
6. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Strangprofil (7) in wenigstens einem Haltebereich (18) zur Aufnahme wenigstens
einer mehrere LEDs (20) tragenden geradlinigen und länglichen Platine (19) zwei sich
gegenüberliegende Haltestege (27) aufweist, welche die jeweilige Platine (19) an deren
Längsseitenrändern (28) übergreifen und die Platine (19) dadurch gegen den Haltebereich
(18) andrücken und am Strangprofil (7) fixieren.
7. Leuchte nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltestege (27) durch plastische Umformung die Platine (19) übergreifen, gegen
den Haltebereich (18) andrücken und am Strangprofil (7) fixieren.
8. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Strangprofil (7) zusätzlich mittels wenigstens einer Halteklammer (29) mit dem
Tragprofil (2) verrastet ist.
9. Leuchte nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Strangprofil (7) im Bereich der jeweiligen Außenrastkontur (9) einen nach innen
abstehenden Halterand (41) aufweist, an dem die wenigstens eine Halteklammer (29)
mittels daran ausgebildeter Geräteträgerhaken (30) eingehakt ist.
10. Leuchte nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die jeweilige Halteklammer (29) über zumindest einen daran ausgebildeten Tragprofilhaken
(31) mit einer Innenkontur (32) des Tragprofils (2) verrastet ist.
11. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Tragprofil (2) eine geradlinige und längliche Stromführungsschiene (34) aufweist,
die in separaten Eingriffsbereichen (35) separate elektrische Leiter (36) aufweist,
- dass am Geräteträger (3) wenigstens ein Anschlusselement (37) festgelegt ist, das mehrere
separate Kontaktbereiche (38) aufweist, die in die Eingriffsbereiche (35) eingreifen
und darin die benötigten Leiter (36) elektrisch kontaktieren,
- dass dem jeweiligen Anschlusselement (37) eine Erdungsklammer (39) zugeordnet ist, die
am Strangprofil (7) festgelegt ist, elektrisch mit dem Strangprofil (7) verbunden
ist und elektrisch mit dem jeweiligen Anschlusselement (37) verbunden ist.
12. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Geräteträger (3) wenigstens ein Haltebügel (44) fixiert ist, der für die Montage
und Demontage eine Zwischenstellung für den Geräteträger (3) relativ zum Tragprofil
(2) ermöglicht, in welcher der Geräteträger (3) vom Tragprofil (2) beabstandet ist,
wobei der Geräteträger (3) in dieser Zwischenstellung mittels des jeweiligen Haltebügels
(44) am Tragprofil (2) gehalten ist.
13. Leuchte nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der jeweilige Haltebügel (44) wenigstens einen Haltehaken (45) aufweist, der in der
Zwischenstellung mit einer Innenkontur (32) des Geräteträgers (3) verrastet ist und
der im montierten Zustand, in dem der Geräteträger (3) mit dem Tragprofil (2) verrastet
ist, von dieser Innenkontur (32) abgehoben ist.
14. Leuchte nach Anspruch 12 oder 13 sowie nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der jeweilige Haltebügel (44) mittels einer solchen Halteklammer (29) am Geräteträger
(3) fixiert ist.
15. Leuchte nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der jeweilige Haltebügel (44) zwei Haltehaken (45) und eine Bügelbasis (46) aufweist,
wobei die Haltehaken (45) über jeweils einen Verbindungsabschnitt mit der Bügelbasis
(46) verbunden sind,
- dass die jeweilige Halteklammer (29) an voneinander abgewandten Seiten jeweils zwei am
Geräteträger (3) eingehakte Geräteträgerhaken (30) und dazwischen jeweils einen Tragprofilhaken
(31) aufweist, der im montierten Zustand mit dem Tragprofil (2) verrastet ist,
- dass die Bügelbasis (46) an einer vom Geräteträger (3) abgewandten Seite der Halteklammer
(29) angeordnet ist und an der jeweiligen Seite der Halteklammer (29) zwischen dem
jeweiligen Tragprofilhaken (31) und dem einen Geräteträgerhaken (30) hindurch geführt
ist, wobei der zugehörige Haltehaken (45) zwischen dem jeweiligen Tragprofilhaken
(31) und dem anderen Geräteträgerhaken (30) hindurch geführt ist, so dass der jeweilige
Verbindungsabschnitt an einer dem Geräteträger (3) zugewandten Seite der Halteklammer
(29) entlang des jeweiligen Tragprofilhakens (31) verläuft.