[0001] Die Erfindung betrifft zuvorderst ein Verfahren zum Betrieb eines mindestens ein
Haushaltsgerät sowie eine Anzeigeeinrichtung umfassenden Systems. Im Weiteren betrifft
die Erfindung auch ein System mit Mitteln zur Ausführung eines solchen Betriebsverfahrens
sowie einerseits ein Haushaltsgerät und andererseits eine Anzeigeeinrichtung, die
zur Ausführung des Verfahrens bestimmt und eingerichtet sind.
[0002] An sich bekannt ist, dass einem Haushaltsgerät eine Bedienungsanleitung beiliegt.
Eine Bedienungsanleitung wird dabei entweder in Papierform oder in elektronisch verarbeitbarer
Form auf einem Datenträger, üblicherweise einer CD oder einer DVD, zur Verfügung gestellt.
[0003] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, dass sich leider häufig die Situation ergibt,
dass die jeweilige Bedienungsanleitung dann nicht verfügbar ist, wenn diese benötigt
wird, zum Beispiel weil eine Bedienungsanleitung in Papierform oder - bei einer Bedienungsanleitung
auf einer CD oder einer DVD - der jeweilige Datenträger verlegt wurde. Dies ist für
den Benutzer störend und zeitaufwändig. Weiter nachteilig ist, dass bei einer nicht
unmittelbar auffindbaren Bedienungsanleitung mit einer gewissen Zwangsläufigkeit spezielle
Funktionen des jeweiligen Haushaltsgeräts nicht benutzt werden, so dass der Leistungsumfang
des jeweiligen Haushaltsgeräts nicht ausgeschöpft wird. Dies kann für den Benutzer
einen zusätzlichen Zeitaufwand, einen erhöhten Energieverbrauch oder ein suboptimales
Arbeitsergebnis bedeuten.
[0004] Die vorliegende Erfindung kommt für alle Arten von Haushaltsgeräten in Betracht,
zum Beispiel Haushaltsgeräte in Form einer Dampfbügelstation oder eines Staubsaugers,
aber auch für üblicherweise ortsfest verwendete Haushaltsgeräte wie Waschautomaten,
Geschirrspüler und dergleichen sowie üblicherweise eingebaute oder fest installierte
Haushaltsgeräte wie Kochfelder, Kaffeevollautomaten, Kochgeräte, Herde, Backöfen,
Kochfelder, Dampfgarer und Dunstabzugshauben.
[0005] Eine Aufgabe der Erfindung besteht ausgehend von dem oben skizzierten Problem darin,
eine Möglichkeit anzugeben, wie Informationen, wie sie üblicherweise in einer Bedienungsanleitung
oder dergleichen zusammengestellt sind, dem Benutzer des jeweiligen Haushaltsgeräts
besonders komfortabel zur Verfügung gestellt werden können.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zum Betrieb eines mindestens
ein Haushaltsgerät sowie eine Anzeigeeinrichtung umfassenden Systems sowie ein nach
dem Verfahren arbeitendes System mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche
gelöst. Das System umfasst mindestens ein Haushaltsgerät sowie eine Anzeigeeinrichtung.
Sowohl das Haushaltsgerät wie auch die Anzeigeeinrichtung weisen eine Schnittstelle
zur drahtlosen Datenübermittlung auf. Mittels dieser beiden Schnittstellen ist eine
kommunikative Verbindung zwischen dem jeweiligen Haushaltsgerät und der jeweiligen
Anzeigeeinrichtung herstellbar und eine solche kommunikative Verbindung wird bei der
Ausführung des Verfahrens hergestellt. Eine bestehende kommunikative Verbindung wird
dabei im Weiteren als Kommunikationspfad bezeichnet; der Kommunikationspfad verläuft
zwischen dem jeweiligen Haushaltsgerät und der jeweiligen Anzeigeeinrichtung.
[0007] Als Anzeigeeinrichtung kommen zum Beispiel ein Fernseher, aber auch ein Computermonitor
oder das Display einer mobilen Kommunikationseinrichtung, also zum Beispiel eines
Mobiltelefons oder eines Mobiltelefons in Form eines sogenannten Smartphones, in Betracht.
[0008] Zur Lösung der oben genannten Aufgabe wird ein Verfahren zum Betrieb eines mindestens
ein Haushaltsgerät sowie eine Anzeigeeinrichtung umfassenden Systems, wobei das Haushaltsgerät
und die Anzeigeeinrichtung jeweils eine Schnittstelle zur drahtlosen Datenübermittlung
aufweisen, vorgeschlagen, wobei mittels einer Bedienhandlung am Haushaltsgerät ein
Kommunikationspfad vom Haushaltsgerät zur Anzeigeeinrichtung unter Verwendung der
Schnittstellen geöffnet wird, wobei über den Kommunikationspfad Daten vom Haushaltsgerät
zur Anzeigeeinrichtung übertragen werden und wobei aufgrund der übertragenen Daten
mittels der Anzeigeeinrichtung eine Darstellung haushaltsgerätespezifischer Informationen
erfolgt. Bei den über den Kommunikationspfad übermittelten Daten handelt es sich zum
Beispiel um Mediendaten, insbesondere Bild- und/oder Tondaten, oder um eine Adresse
zur Referenzierung eines Speicherorts solcher Daten. Bei den haushaltsgerätespezifischen
Informationen handelt es sich zum Beispiel um eine bildliche und ggf. akustisch unterstützte
Darstellung einzelner Seiten einer Bedienungsanleitung für das jeweilige Haushaltsgerät
oder eine bildliche und ggf. akustisch unterstützte Darstellung von Tipps und Tricks
für das jeweilige Haushaltsgerät. Innerhalb einer solchen Darstellung kann der Benutzer
zum Beispiel vorwärts und rückwärts blättern. Dafür kommt zum Beispiel die Fernbedienung
eines als Anzeigeeinrichtung fungierenden Fernsehgeräts, die Tastatur eines als Anzeigeeinrichtung
fungierenden Computers oder die Tastatur eines als Anzeigeeinrichtung fungierenden
Mobiltelefons in Betracht. Der Ausdruck Darstellung ist weit auszulegen und kann eine
optische und akustische oder eine ausschließlich optische sowie eine ausschließlich
akustische Wiedergabe der haushaltsgerätespezifischen Informationen umfassen.
[0009] Als Bedienhandlung am Haushaltsgerät kommt die Betätigung eines Bedienelements, also
zum Beispiel das Drücken einer Taste, in Betracht. Wenn die Bedienhandlung in Form
einer Betätigung einer Taste erfolgt, fungiert die jeweilige Taste des Haushaltsgeräts
gleichsam wie eine Taste zum Aufruf einer Hilfefunktion, wie dies mittlerweile bei
der Verwendung von Personalcomputern bekannt ist.
[0010] Sobald eine solche oder ähnliche Bedienhandlung am Haushaltsgerät erfolgt ist und
der Benutzer damit zum Ausdruck gibt, dass er zum Beispiel auf die Bedienungsanleitung
des jeweiligen Haushaltsgerät zugreifen möchte, wird ein Kommunikationspfad vom Haushaltsgerät
zu einer in räumlicher Nähe zum Haushaltsgerät befindlichen Anzeigeeinrichtung geöffnet.
Das Öffnen dieses Kommunikationspfades erfolgt mittels der von dem Haushaltsgerät
und von der Anzeigeeinrichtung umfassten Schnittstellen zur drahtlosen Datenübermittlung.
Sobald der Kommunikationspfad eingerichtet ist, werden Daten, insbesondere Mediendaten,
zum Beispiel Bild- und/oder Tondaten, über diesen vom Haushaltsgerät zur Anzeigeeinrichtung
übertragen. Aufgrund der übertragenen Daten erfolgt schließlich mittels der Anzeigeeinrichtung
eine Darstellung haushaltsspezifischer Informationen, nämlich insbesondere die Darstellung
eines Abschnitts einer Bedienungsanleitung für das jeweilige Haushaltsgerät.
[0011] Wenn als Anzeigeeinrichtung zum Beispiel ein im selben Raum wie das jeweilige Haushaltsgerät
befindlicher Fernseher fungiert, kann dann am Bildschirm dieses Fernsehers die Bedienungsanleitung
des jeweiligen Haushaltsgeräts eingesehen werden. Gleiches gilt entsprechend für einen
als Anzeigeeinrichtung fungierenden Computermonitor oder ein als Anzeigeeinrichtung
fungierendes Display eines Mobiltelefons oder dergleichen. Es ist also nicht notwendig,
die Bedienungsanleitung ständig zusammen mit dem Haushaltsgerät zur Verfügung zu halten.
Vielmehr steht die Bedienungsanleitung dem Benutzer nach dem hier vorgeschlagenen
Ansatz unmittelbar und quasi auf Knopfdruck zur Verfügung.
[0012] Die oben genannte Aufgabe wird auch mit einem System gelöst, welches zumindest ein
Haushaltsgerät sowie eine Anzeigeeinrichtung umfasst, wobei das Haushaltsgerät und
die Anzeigeeinrichtung jeweils eine Schnittstelle zur drahtlosen Datenübermittlung
aufweisen, indem mittels einer Bedienhandlung am Haushaltsgerät das Öffnen eines Kommunikationspfades
zur Anzeigeeinrichtung unter Verwendung der Schnittstellen bewirkbar ist und über
den Kommunikationspfad Daten, insbesondere Mediendaten, zum Beispiel Bild- und/oder
Tondaten, vom Haushaltsgerät zur Anzeigeeinrichtung übertragbar sind.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
nachfolgenden Unteransprüchen. Das System und die davon umfassten Komponenten, nämlich
insbesondere das Haushaltsgerät und die Anzeigeeinrichtung, weist bzw. weisen dafür
Mittel zur Ausführung der jeweiligen Verfahrensschritte auf. Rückbeziehungen in den
Ansprüchen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstands des Hauptanspruchs durch
die Merkmale des jeweiligen Unteranspruchs hin. Sie sind nicht als ein Verzicht auf
die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmalskombinationen
der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen. Des Weiteren ist im Hinblick auf eine
Auslegung der Ansprüche bei einer näheren Konkretisierung eines Merkmals in einem
nachgeordneten Anspruch davon auszugehen, dass eine derartige Beschränkung in den
jeweils vorangehenden Ansprüchen nicht vorhanden ist. Schließlich ist darauf hinzuweisen,
dass das hier angegebene Verfahren auch entsprechend der abhängigen Vorrichtungsansprüche
weitergebildet sein kann und umgekehrt.
[0014] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens stellen die über den Kommunikationspfad
vom Haushaltsgerät zur Anzeigeeinrichtung übermittelten Daten eine Adresse dar, die
von der Anzeigeeinrichtung auswertbar ist und bei einer Ausführung des Verfahrens
ausgewertet wird, so dass die Anzeigeeinrichtung mittels der Adresse von einem entfernten
Speicherort Daten, insbesondere Mediendaten, zum Beispiel Bild- und/oder Tondaten,
abruft und aufgrund der abgerufenen Daten mittels der Anzeigeeinrichtung eine Darstellung
der haushaltsgerätespezifischen Information erfolgt. Als übermittelte Adresse kommt
zum Beispiel eine Internetadresse oder eine Speicheradresse in einem vom Benutzer
des Haushaltsgeräts in dessen Haus oder Wohnung eingerichteten lokalen Netz in Betracht.
[0015] Der Vorteil der Übermittlung einer Adresse vom Haushaltsgerät zur Anzeigeeinrichtung
besteht darin, dass die zu übermittelnde Datenmenge sehr gering ist. Eine solche geringe
Datenmenge kann schnell und unkompliziert und zum Beispiel auch mittels vergleichsweise
wenig leistungsfähiger Schnittstellen, wie Schnittstellen zur NFC-Kommunikation, übertragen
werden. Zudem kann eine solche geringe Datenmenge auch einfach und kostengünstig in
einem entsprechenden Speicher auf Seiten des Haushaltsgeräts vorgehalten werden. Ein
Speicher mit einer hohen Speicherkapazität, wie dies zum Speichern einer Bedienungsanleitung
mit Bild- und Tondaten ansonsten erforderlich wäre, ist damit auf Seiten des Haushaltsgeräts
nicht notwendig. Das hier beschriebene Konzept kann damit bei dieser Ausführungsvariante
ohne eine Notwendigkeit zur Bereitstellung großer Speicherkapazitäten auf Seiten des
Haushaltsgeräts realisiert werden. Eine Verteuerung des Haushaltsgeräts, wie sie ansonsten
mit der Notwendigkeit zur Bereitstellung großer Speicherkapazitäten einherginge, wird
damit vermieden.
[0016] Ein Vorteil dieser Ausführungsform besteht aber speziell bei Verwendung einer Internetadresse
zur Spezifikation des Speicherorts der haushaltsgerätespezifischen Informationen darin,
dass eine auf diese Weise zum Beispiel abrufbare Bedienungsanleitung von einem Hersteller
des Haushaltsgeräts permanent aktualisiert werden kann. Damit hat der Benutzer stets
Zugriff auf die aktuellste Form der Bedienungsanleitung für sein Haushaltsgerät. Die
Bedienungsanleitung kann dann zum Beispiel auch Software- und/oder Firmwareaktualisierungen
und damit einen erweiterten oder geänderten Funktionsumfang des Haushaltsgeräts berücksichtigen.
Die jederzeitige Aktualität bedeutet für den Benutzer aber auch, dass eine auf diese
Weise abrufbare Bedienungsanleitung zum Beispiel Überarbeitungen enthält, die der
Haushaltsgerätehersteller an der Bedienungsanleitung aufgrund von Kundenwünschen oder
sonstigen Rückmeldungen vorgenommen hat.
[0017] Zur noch spezifischeren Auswahl einer Bedienungsanleitung an einem entfernten Speicherort
kann vorgesehen sein, dass die aufgrund der an dem Haushaltsgerät vorgenommenen Bedienhandlung
vom Haushaltsgerät zur Anzeigeeinrichtung übermittelten Daten einerseits eine Adresse,
nämlich zum Beispiel eine Internetadresse, und andererseits Daten zur Spezifikation
des jeweiligen Haushaltsgeräts, also zum Beispiel eine Seriennummer und/oder eine
Software-/Firmwarerevisionsnummer, umfassen. Anhand der Internetadresse ergibt sich
dabei zum Beispiel der entfernte Speicherort zumindest einer Bedienungsanleitung für
eine Dampfbügelstation eines bestimmten Typs und einer bestimmten Leistungsklasse.
Anhand der zusätzlichen Daten (Seriennummer, Revisionsnummer, etc.) kann aus einer
Mehrzahl von an diesem Speicherort verfügbaren Bedienungsanleitungen genau die zu
dem jeweiligen Haushaltsgerät passende Bedienungsanleitung ausgewählt werden.
[0018] Bei einer weiteren oder alternativen Ausführungsform des Verfahrens umfassen die
über den Kommunikationspfad vom Haushaltsgerät zur Anzeigeeinrichtung übermittelten
Daten zumindest eine Statusinformation zu einem Status des Haushaltsgeräts, wobei
mittels der Anzeigeeinrichtung die Darstellung der haushaltsgerätespezifischen Information
in Abhängigkeit von der Statusinformation erfolgt. Als Beispiel zur Erläuterung eines
Status des Haushaltsgeräts soll von einem Haushaltsgerät in Form eines Waschautomaten
ausgegangen werden. Ein Waschautomat unterstützt bekanntlich unterschiedliche Waschprogramme.
Wenn bei dem Waschautomaten bereits aufgrund einer Bedienhandlung des Benutzers ein
bestimmtes Waschprogramm ausgewählt wurde, geht damit ein entsprechender Status des
Haushaltsgeräts einher. Wenn dann der Benutzer die Bedienhandlung zum Abruf der Bedienungsanleitung
vornimmt, kann dies so ausgewertet werden, dass der Benutzer mit großer Wahrscheinlichkeit
Erläuterungen wünscht, die mit dem ausgewählten Waschprogramm in Zusammenhang stehen.
Die Darstellung der nach dem vorstehend erläuterten Prinzip übermittelten oder abgerufenen
Daten kann damit spezifisch an einer Stelle beginnen, die sich mit diesem Waschprogramm
befasst, also an einer Stelle, die mit dem jeweiligen Status des Haushaltsgeräts korreliert
ist. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, dass der Benutzer automatisch
oder weitgehend automatisch zu einem entsprechenden Abschnitt der Bedienungsanleitung
geführt wird. Der Zugriff auf die Bedienungsanleitung ist für den Benutzer damit besonders
einfach und komfortabel, da ein manuelles Heraussuchen des jeweiligen Abschnitts nicht
mehr erforderlich ist.
[0019] Bei einer nochmals weiteren, zusätzlichen oder alternativen Ausführungsform des Verfahrens
erfolgt während einer Darstellung der haushaltsgerätespezifischen Informationen mittels
der Anzeigeeinrichtung eine Übermittlung von Steuerinformationen über den Kommunikationspfad
zurück an das jeweilige Haushaltsgerät, wobei auf Seiten des Haushaltsgeräts entsprechend
einer empfangenen Steuerinformation ein durch die jeweilige Steuerinformation bezeichnetes
Bedienelement des Haushaltsgeräts beleuchtet oder in sonst geeigneter Art und Weise
für den Benutzer markiert wird.
[0020] Die bisher beschriebenen Aspekte des hier vorgeschlagenen Verfahrens betrafen eine
unidirektionale Übermittlung von Nutzdaten vom Haushaltsgerät zur jeweiligen Anzeigeeinrichtung.
Bei dieser speziellen Ausführungsform des Verfahrens erfolgt eine bidirektionale Übermittlung
von Nutzdaten, nämlich zunächst eine Übermittlung von Daten vom Haushaltsgerät zur
Anzeigeeinrichtung und sodann während der Darstellung oder Wiedergabe der haushaltsgerätespezifischen
Informationen an der Anzeigeeinrichtung auch eine Übermittlung von Steuerinformationen
von der Anzeigeeinrichtung zurück zum Haushaltsgerät.
[0021] Auf diese Weise kann der Benutzer zum Beispiel bei der Anzeige von Erläuterungen
zur Funktion eines bestimmten Bedienelements des Haushaltsgeräts auf das jeweilige
Bedienelement am Haushaltsgerät selbst aufmerksam gemacht werden. Zur Beleuchtung
kommt dabei in Betracht, dass das jeweilige Bedienelement angeleuchtet oder hinterleuchtet
wird. Für eine derartige Beleuchtung des Bedienelements können Leuchtmittel, wie sie
von heute gebräuchlichen Bedienelementen normalerweise ohnehin umfasst sind, also
zum Beispiel LEDs oder dergleichen, verwendet werden. Genauso kann vorgesehen sein,
dass aufgrund der erhaltenen Steuerinformationen ein bestimmter Bereich oder ein Funktionselement
des Haushaltsgeräts angeleuchtet wird, zum Beispiel die Waschmittelschublade bei einem
Waschautomaten oder unterschiedliche Ausdehnungen separat aktivierbarer Kochfelder
usw., und dass das Haushaltsgerät dafür zusätzliche Leuchtmittel umfasst. Auf diese
Weise kann der Benutzer einerseits die Darstellung oder Wiedergabe der Bedienungsanleitung
mittels der Anzeigeeinrichtung verfolgen und wird andererseits parallel an seinem
eigenen Haushaltsgerät auf die jeweils beschriebenen Einzelheiten, nämlich insbesondere
Bedienelemente und Funktionseinheiten und deren jeweiligen Ort, aufmerksam gemacht.
[0022] Auf diese Weise sind auch neue Formen von Bedienungsanleitungen realisierbar. Bisher
weisen Bedienungsanleitungen vor allem deshalb bildliche Darstellungen auf, damit
der Benutzer die anhand der Bedienungsanleitung vermittelten Informationen besonders
schnell und leicht auf sein jeweiliges Haushaltsgerät übertragen kann. Solche bildlichen
Darstellungen werden mit den soeben beschriebenen erweiterten Möglichkeiten zur bidirektionalen
Kommunikation zwischen Anzeigeeinrichtung und Haushaltsgerät zumindest teilweise entbehrlich,
denn an die Stelle bisheriger bildlicher Darstellungen innerhalb der Bedienungsanleitung
kann die Beleuchtung oder sonstige Hervorhebung einzelner Bedienelemente, Funktionseinheiten
oder Abschnitte des Haushaltsgeräts treten. Die Anzeigeeinrichtung ist dann eventuell
nur noch zur Ausgabe von Audiodaten erforderlich und der Benutzer folgt den hörbaren
Erläuterungen aufgrund der Bedienungsanleitung durch Betrachten seines Haushaltsgeräts
und den beim Fortschritt der Wiedergabe der Bedienungsanleitung an der Anzeigeeinrichtung
jeweils an seinem Haushaltsgerät durch Beleuchtung hervorgehobenen Einzelheiten.
[0023] Das oben bereits erwähnte System zeichnet sich durch Mittel zur Implementation des
Verfahrens wie hier und im Folgenden beschrieben aus. Weil das System einerseits zumindest
ein Haushaltsgerät und andererseits eine Anzeigeeinrichtung umfasst, ist die Erfindung
auch ein Haushaltsgerät, das zur Verwendung in einem solchen System oder zur Ausführung
derjenigen Verfahrensschritte, die auf Seiten des Haushaltsgerät erfolgen, bestimmt
und geeignet ist sowie eine Anzeigeeinrichtung, die ebenfalls zur Verwendung in einem
solchen System oder zur Ausführung derjenigen Verfahrensschritte, die auf Seiten der
Anzeigeeinrichtung erfolgen, bestimmt und geeignet ist.
[0024] Ein solches Haushaltsgerät zeichnet sich durch eine Schnittstelle zur drahtlosen
Datenübermittlung, zum Beispiel eine Bluetooth-Schnittstelle, eine NFC-Schnittstelle
oder dergleichen, sowie Mittel zum Übertragen von Daten an eine entfernte Anzeigeeinrichtung
mittels der Schnittstelle und aufgrund einer Bedienhandlung am Haushaltsgerät aus.
Mittels eines Haushaltsgeräts, das auf diese Weise zur Übermittlung von Daten an die
entfernte Anzeigeeinrichtung aufgrund einer Bedienhandlung am Haushaltsgerät eingerichtet
ist, können Daten, die eine Bedienungsanleitung oder sonstige haushaltsgerätespezifische
Informationen darstellen oder Daten, die einen Speicherort solcher Informationen referenzieren,
an die entfernte Anzeigeeinrichtung übermittelt werden, so dass dort eine Darstellung
oder sonstige Wiedergabe einer Bedienungsanleitung oder dergleichen erfolgen kann.
[0025] Eine Ausführungsform des Haushaltsgeräts zeichnet sich dadurch aus, dass zusammen
mit den Daten eine einen Status des Haushaltsgeräts kodierende Statusinformation an
die Anzeigeeinrichtung übermittelbar ist. Dann kann die Darstellung oder Wiedergabe
der haushaltsgerätespezifischen Information konkret in Bezug auf den jeweiligen Status
des Haushaltsgeräts erfolgen.
[0026] Eine weitere oder alternative Ausführungsform des Haushaltsgeräts zeichnet sich dadurch
aus, dass dieses Mittel zur Beleuchtung zumindest eines Bedienelements aufgrund von
Steuerinformationen, die von der Anzeigeeinrichtung bei der dortigen Darstellung oder
Wiedergabe der haushaltsgerätespezifischen Informationen empfangen wurden, aufweist.
Dann kann parallel zur Darstellung/Wiedergabe der haushaltsgerätespezifischen Informationen,
insbesondere einer Bedienungsanleitung, der Benutzer auf einzelne Bedienelemente und
dergleichen des Haushaltsgeräts aufmerksam gemacht werden.
[0027] Die Erfindung ist auch ein Computerprogramm mit Programmcodemitteln zur Durchführung
aller Schritte des hier sowie im Folgenden mit weiteren Details beschriebenen Verfahrens.
Die Durchführung der Verfahrensschritte erfolgt automatisch, wenn das Computerprogramm
mittels einer Verarbeitungseinheit durch das Haushaltsgerät oder auch durch die Anzeigeeinrichtung
ausgeführt wird. Die Erfindung ist insoweit auch ein Speichermedium oder ein Datenträger
mit einem solchen Computerprogramm, also ein Computerprogrammprodukt mit entsprechenden
Programmcodemitteln.
[0028] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente
sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Das Ausführungsbeispiel
ist nicht als Einschränkung der Erfindung zu verstehen. Vielmehr sind im Rahmen der
vorliegenden Offenbarung auch Änderungen möglich, insbesondere solche, die sich durch
Kombination oder Abwandlung von einzelnen in Verbindung mit den im allgemeinen oder
speziellen Beschreibungsteil beschriebenen sowie in den Ansprüchen und/oder der Zeichnung
enthaltenen Merkmalen oder Verfahrensschritten ergeben, für den Fachmann im Hinblick
auf die Lösung der Aufgabe entnehmbar sind und durch kombinierbare Merkmale zu einem
neuen Gegenstand oder zu neuen Verfahrensschritten bzw. Verfahrensschrittfolgen führen.
[0029] Es zeigen
- Figur 1
- ein Haushaltsgerät und eine entfernte Anzeigeeinrichtung, wobei zur Darstellung haushaltsgerätespezifischer
Informationen mittels der Anzeigeeinrichtung vom Haushaltsgerät zur Anzeigeeinrichtung
Daten übertragen werden,
- Figur 2
- eine Veranschaulichung von mit der Anzeigeeinrichtung wiedergebbaren haushaltsgerätespezifischen
Informationen zusammen mit davon umfassten Steuerinformationen,
- Figur 3
- das Haushaltsgerät und die Anzeigeeinrichtung aus Figur 1 mit von der Anzeigeeinrichtung
zum Haushaltsgerät übertragenen Steuerinformationen und
- Figur 4
- eine Veranschaulichung von auf Seiten des Haushaltsgeräts und auf Seiten der Anzeigeeinrichtung
im Rahmen des hier vorgestellten Ansatzes ausgeführten Computerprogrammen.
[0030] Die Darstellung in Figur 1 zeigt ein nur schematisch vereinfacht dargestelltes Haushaltsgerät
10, bei dem es sich zum Beispiel um eine Dampfbügelstation, einen Waschautomaten oder
ein Kochfeld oder dergleichen handelt. Des Weiteren ist - ebenfalls nur schematisch
vereinfacht - eine Anzeigeeinrichtung 12 gezeigt. Bei der Anzeigeeinrichtung 12 kann
es sich zum Beispiel um einen Fernseher, einen Computer mit einem Computermonitor
oder eine mobile Kommunikationseinrichtung in Form eines Mobiltelefons oder eines
sogenannten Smartphones handeln. Beide Geräte, nämlich Haushaltsgerät 10 und Anzeigeeinrichtung
12, bilden zusammen ein System der eingangs genannten Art und weisen jeweils eine
Schnittstelle 14, 16 zur drahtlosen Datenübermittlung auf. Eine drahtlose Datenübermittlung
von einem ersten, als Sender fungierenden Gerät, hier also zumindest zunächst dem
Haushaltsgerät 10, zu einem zweiten, als Empfänger fungierenden Gerät, hier also zumindest
zunächst der Anzeigeeinrichtung 12, ist an sich bekannt und wird daher hier auch nicht
weiter erläutert.
[0031] Eine Übermittlung von Daten wird hier ausgelöst, indem an dem Haushaltsgerät 10 durch
einen Benutzer eine entsprechende Bedienhandlung vorgenommen wird. Als Bedienhandlung
kommt dabei zum Beispiel das Betätigen eines Bedienelements 18, also zum Beispiel
einer am Haushaltsgerät 10 vorgesehenen Taste oder dergleichen, in Betracht. Aufgrund
einer solchen Bedienhandlung am Haushaltsgerät 10 wird ein nur zur Erläuterungszwecken
graphisch dargestellter Kommunikationspfad 20 zwischen dem Haushaltsgerät 10 und der
Anzeigeeinrichtung 12 unter Verwendung der Schnittstellen 14, 16 geöffnet. Über den
Kommunikationspfad 20 werden Daten 22 vom Haushaltsgerät 10 zur Anzeigeeinrichtung
12 übertragen. Aufgrund der übertragenen Daten 22 erfolgt mittels der Anzeigeeinrichtung
12 eine Darstellung oder sonstige Wiedergabe haushaltsgerätespezifischer Informationen.
[0032] Bei den haushaltsgerätespezifischen Informationen handelt es sich zum Beispiel um
eine Bedienungsanleitung für das Haushaltsgerät 10 oder auch eine multimedial aufbereitete
Darstellung von Tipps und Tricks zur Verwendung des jeweiligen Haushaltsgeräts. Beides
wird im Folgenden unter dem Begriff Bedienungsanleitung zusammengefasst.
[0033] Die an die Anzeigeeinrichtung 12 übermittelten Daten 22 können selbst Daten sein,
die eine solche Bedienungsanleitung darstellen, zum Beispiel Mediendaten, insbesondere
Bild- und/oder Tondaten. Die Anzeigeeinrichtung 12 umfasst zur Verarbeitung solcher
Daten 22 in an sich bekannter Art und Weise eine Verarbeitungseinheit 24 in Form von
oder nach Art eines Mikroprozessors sowie in einem nicht dargestellten Speicher zumindest
ein beim Betrieb der Anzeigeeinrichtung 12 von dessen Verarbeitungseinheit 24 ausführbares
Computerprogramm 26. Das Computerprogramm 26 legt den Funktionsumfang der Anzeigeeinrichtung
12 fest und umfasst entsprechend auch eine Funktionalität zum Empfangen von Daten
22 mittels der Schnittstelle 16, zum Auswerten solcher Daten 22 und zum Darstellen
solcher Daten 22. Die Funktionalität zum Darstellen solcher Daten 22 ist dabei zum
Beispiel eine Funktionalität, die der Funktionalität eines sogenannten Mediaplayers
bei Heim- oder Personalcomputern entspricht oder mit einer solchen Funktionalität
vergleichbar ist. Soweit die Anzeigeeinrichtung 12 ein Personalcomputer oder ein mobiles
Kommunikationsgerät ist, kann bei der Verarbeitung der Daten 22 auch auf dort gespeicherte
entsprechende Einzelprogramme zurückgegriffen werden.
[0034] Wenn also vom Haushaltsgerät 10 Daten 22 in Form von Mediendaten, insbesondere Bild-
und/oder Tondaten, an die Anzeigeeinrichtung 12 übermittelt werden, werden die Daten
22 auf Seiten des Haushaltsgeräts 10 mittels dessen Schnittstelle 14 ausgesandt und
gelangen auf drahtlosem Wege über den Kommunikationspfad 20 zur Anzeigeeinrichtung
12, wo sie mittels deren Schnittstelle 16 empfangen werden. Die Darstellung der Mediendaten
erfolgt dann zum Beispiel mittels einer Softwarefunktionalität in Form eines Mediaplayers
oder dergleichen.
[0035] Das Haushaltsgerät 10 weist zum Aussenden solcher Daten 22 ebenfalls eine Verarbeitungseinheit
28 in Form von oder nach Art eines Mikroprozessors sowie einen Speicher 30 auf. In
den Speicher 30 ist zumindest ein beim Betrieb des Haushaltsgeräts 10 mittels dessen
Verarbeitungseinheit 28 ausgeführtes Computerprogramm 32 geladen. In den Speicher
30 sind darüber hinaus die an die Anzeigeeinrichtung 12 übermittelbare Daten 22 geladen.
Bei diesen Daten 22 kann es sich um Mediendaten der oben beschriebenen Art oder um
eine Referenz auf einen entfernten Speicherort solcher Mediendaten handeln.
[0036] Wenn es sich bei den in den Speicher 30 geladenen und über den Kommunikationspfad
20 an die Anzeigeeinrichtung 12 übermittelbaren Daten 22 um Mediendaten handelt, können
diese auf Seiten der Anzeigeeinrichtung 12 mit einem entsprechenden Mediaplayer oder
dergleichen unmittelbar dargestellt und/oder wiedergegeben werden. Wenn es sich bei
den in den Speicher 30 geladenen und über den Kommunikationspfad 20 an die Anzeigeeinrichtung
12 übermittelbaren Daten 22 um eine Referenz eines externen Speicherorts von Mediendaten
handelt, wird auf Seiten der Anzeigeeinrichtung 12 bei der Ausführung des dortigen
Computerprogramms 26 und der damit erfolgenden automatischen Auswertung der empfangenen
Daten 22 erkannt, dass es sich nicht um unmittelbar darstellbare Mediendaten, sondern
um eine Spezifikation eines externen Speicherorts handelt. Dann erfolgt ein Zugriff
auf den so angegebenen Speicherort. Die vom Haushaltsgerät 10 empfangenen Daten 22
sind dann zum Beispiel eine Internetadresse. Entsprechend erfolgt der Zugriff auf
diese Adresse durch die Anzeigeeinrichtung 12 über das Internet 36 und einen im Internet
36 erreichbaren Server 38. Die so referenzierten Mediendaten werden auf die Anzeigeeinrichtung
12 herunter geladen und dort in an sich bekannter Art und Weise dargestellt/wiedergegeben.
[0037] Bei einer besonderen Variante des hier beschriebenen Ansatzes umfassen die Mediendaten,
also entweder die Mediendaten, die vom Haushaltsgerät 10 an die Anzeigeeinrichtung
12 übermittelt werden, oder die Mediendaten, die aufgrund einer vom Haushaltsgerät
10 an die Anzeigeeinrichtung 12 übermittelten Adresse von einem entfernten Speicherort,
insbesondere dem Internet 36, abgerufen werden, Steuerinformationen 40, die bei der
Wiedergabe der Mediendaten zurück an das jeweilige Haushaltsgerät 10 übertragen werden.
[0038] Dazu zeigt die Darstellung in Figur 2 die entweder vom Haushaltsgerät 10 oder von
einem entfernten Speicherort an die Anzeigeeinrichtung 12 übermittelbaren Daten 22
in Form einer Bildspur 42 und einer Tonspur 44. Parallel zu den beiden Mediendatenspuren
42, 44 oder zumindest einer derartigen Mediendatenspur 42, 44 sind Steuerinformationen
40 in die Daten 22 integriert. Die Darstellung in Figur 2 dient ausdrücklich nur zur
bildlichen Veranschaulichung der Verhältnisse. Gezeigt werden soll, dass eine zeitliche
Korrelation zwischen den Mediendaten und den Steuerinformationen 40 gegeben ist, so
dass zum Beispiel bei der Darstellung der Funktion eines Bedienelements 48 (Figur
3) am Haushaltsgerät 10 aufgrund der Wiedergabe der Mediendaten mittels der Anzeigeeinrichtung
12 aufgrund einer Steuerinformation 40 eine Aktivierung einer Beleuchtung des jeweiligen
Bedienelements 48 erfolgen kann.
[0039] Die Darstellung in Figur 3 zeigt dazu im Wesentlichen eine Wiederholung der Darstellung
aus Figur 1. Auf einzelne Details aus Figur 1 ist dabei aus Gründen der Übersichtlichkeit
verzichtet ist und insoweit wird auf die dortige Darstellung und die zugehörige Beschreibung
verwiesen. Die Besonderheit im Vergleich zur Darstellung in Figur 1 besteht darin,
dass neben den vom Haushaltsgerät 10 an die Anzeigeeinrichtung 12 über den Kommunikationspfad
20 übermittelten Daten 22 auch von der Anzeigeeinrichtung 12 über denselben Kommunikationspfad
20 zurück ans Haushaltsgerät 10 übermittelte Steuerinformationen 40 gezeigt sind.
Eine solche Steuerinformation 40 ist direkt oder indirekt in den aufgrund der ursprünglich
übermittelten Daten 22 mittels der Anzeigeeinrichtung 12 wiedergegebenen haushaltsgerätespezifischen
Informationen enthalten und wird synchron mit deren Wiedergabe durch die Anzeigeeinrichtung
12 zurück an das Haushaltsgerät 10 übermittelt.
[0040] Eine Steuerinformation 40 umfasst zum Beispiel einen Befehl für das Haushaltsgerät
10 und eine dortige Steuerungseinrichtung, zu der zumindest die Verarbeitungseinheit
28 und das Computerprogramm 32 gehören. Dieser Befehl kann natürlichsprachlich zum
Beispiel wie folgt formuliert werden: "Beleuchtung für Bedienelement «XY» aktivieren"
und bewirkt eine Aktivierung einer optischem Markierung in Form eine Beleuchtung Anleuchtung
des jeweiligen Bedienelements. Einzelne auf diese Weise beleuchtbare oder in sonst
geeigneter Form für den Benutzer des Haushaltsgeräts 10 markierbare Bedienelemente
48 sind in Figur 3 in schematisch vereinfachter Form gezeigt. Parallel zur Wiedergabe
der jeweiligen haushaltsgerätspezifischen Informationen mittels der Anzeigeeinrichtung
12 kann der Benutzer dann an seinem jeweiligen Haushaltsgerät 10 zum Beispiel eine
Beleuchtung einzelner Bedienelemente 48 beobachten, wobei eine solche Beleuchtung
oder sonstige Hervorhebung synchron zu der Wiedergabe mittels der Anzeigeeinrichtung
12 erfolgt. Eine Beleuchtung kann dabei zum Beispiel eine Beleuchtung sein, wie sie
beim normalen Betrieb des Haushaltsgeräts 10 nicht vorkommt oder eine Beleuchtung,
die geeignet ist, besonders leicht vom Benutzer wahrgenommen zu werden, zum Beispiel
ein Blinken, ein pulsierendes Auf- und Abschwellen der Beleuchtung, usw.
[0041] Die Darstellung in Figur 4 zeigt abschließend in schematisch vereinfachter Form auf
der linken Seite einen Ausschnitt aus dem Computerprogramm 32, das auf Seiten des
Haushaltsgeräts 10 ausgeführt wird, und auf der rechten Seite einen Ausschnitt aus
dem Computerprogramm 26, das auf Seiten der jeweiligen Anzeigeeinrichtung 12 ausgeführt
wird.
[0042] Danach wird (erster Schritt 50) auf die Vornahme einer Bedienhandlung zur Wiedergabe
haushaltsgerätespezifischer Informationen mittels einer jeweiligen Anzeigeeinrichtung
12, also zum Beispiel das Betätigen eines entsprechenden Bedienelements 18 (Figur
1), gewartet. Wenn eine solche Bedienhandlung erkannt wurde, wird oder werden ein
entsprechendes Datum 22 bzw. entsprechende Daten 22 vom Haushaltsgerät 10 an eine
kommunikativ erreichbare Anzeigeeinrichtung 12 übermittelt (zweiter Schritt 51). Auf
Seiten der Anzeigeeinrichtung 12 wird mittels des dort ausgeführten Computerprogramms
26 auf den Empfang solcher Daten 22 gewartet (dritter Schritt 52). Das empfangene
Datum 22/die empfangenen Daten 22 werden auf Seiten der Anzeigeeinrichtung 12 ausgewertet.
Wenn es sich um Daten 22 handelt, die unmittelbar mittels der Anzeigeeinrichtung 12
wiedergegeben werden können, also zum Beispiel Mediendaten, insbesondere Bild- und/oder
Tondaten, werden diese ganz oder teilweise in den Speicher der Anzeigeeinrichtung
12 geladen und es erfolgt eine Wiedergabe dieser Daten(vierter Schritt 53). Wenn es
sich bei den erhaltenen Daten 22 um eine Referenz auf einen entfernten Speicherort
handelt, erfolgt (fünfter Schritt 54) ein Zugriff auf diesen entfernten Speicherort,
zum Beispiel über das Internet 36 (Figur 1). Die so referenzierten Informationen werden
von dem entfernten Speicherort abgerufen und in den Speicher der Anzeigeeinrichtung
12 geladen und es erfolgt deren Wiedergabe (sechster Schritt 55). Wenn die wiedergegebenen
haushaltsgerätespezifischen Informationen Steuerinformationen 40 zur Übermittlung
an das Haushaltsgerät 10 umfassen, erfolgt synchron zur Wiedergabe der haushaltsgerätespezifischen
Informationen eine Übermittlung solcher Steuerinformationen 40 zurück zum Haushaltsgerät
10 (siebter, optionaler Schritt 56). Wenn auf Seiten des Haushaltsgeräts 10 der Empfang
solcher Steuerinformationen 40 vorgesehen ist, erkennt das auf Seiten des Haushaltsgeräts
10 ausgeführte Computerprogramm 32 den Empfang solcher Steuerinformationen 40 (achter
Schritt 57). Eine empfangene Steuerinformation 40 wird auf Seiten des Haushaltsgeräts
10 ausgewertet und führt bei einer Verarbeitung der jeweiligen Steuerinformation 40
zum Beispiel zur Beleuchtung eines mit der Steuerinformation 40 referenzierten Bedienelements
48 (neunter Schritt 58).
[0043] Es sei darauf hingewiesen, dass die Darstellung der Computerprogramme 32, 26 in Figur
4 sehr stark vereinfacht ist, so dass zum Beispiel eine Zyklizität (auf Seiten des
Haushaltsgeräts 10 wird auf eine Bedienhandlung zur Wiedergabe haushaltsgerätespezifischer
Informationen gewartet; auf Seiten der Anzeigeeinrichtung 12 wird auf den Empfang
von Daten 22 vom Haushaltsgerät 10 gewartet; auf Seiten des Haushaltsgeräts 10 wird
optional auf den Empfang von Steuerinformationen 40 von der Anzeigeeinrichtung 12
gewartet; nach der Wiedergabe haushaltsgerätespezifischer Informationen mittels der
Anzeigeeinrichtung 12 wird auf Seiten der Anzeigeeinrichtung 12 auf einen erneuten
Eingang von Daten 22 vom Haushaltsgerät 10 gewartet; usw. ) einzelner oder mehrerer
dargestellter Schritte nicht gezeigt ist.
[0044] Jedenfalls illustriert die Darstellung in Figur 4 den Softwareaspekt des hier beschriebenen
Ansatzes und illustriert, welche Verfahrensschritte auf Seiten des Haushaltsgeräts
10 und welche Verfahrensschritte auf Seiten der jeweiligen Anzeigeeinrichtung 12,
mit der das Haushaltsgerät 10 eine kommunikative Verbindung aufbaut, ausgeführt werden.
[0045] Einzelne im Vordergrund stehende Aspekte der hier eingereichten Beschreibung lassen
sich damit kurz wie folgt zusammenfassen: Angegeben wird zuvorderst ein System mit
einem Haushaltsgerät 10 und einer Anzeigeeinrichtung 12 sowie ein Verfahren zum Betrieb
eines solchen Systems, wobei das Haushaltsgerät 10 eine Schnittstelle 14 zur drahtlosen
Datenübermittlung aufweist, wobei die Anzeigeeinrichtung 12 eine Schnittstelle 16
zur drahtlosen Datenübermittlung aufweist, wobei mittels einer Bedienhandlung am Haushaltsgerät
10 ein Kommunikationspfad 20 vom Haushaltsgerät 10 zur Anzeigeeinrichtung 12 unter
Verwendung der Schnittstellen 14, 16 geöffnet wird, wobei über den Kommunikationspfad
20 Daten 22, insbesondere Bild- und/oder Tondaten, vom Haushaltsgerät 10 zur Anzeigeeinrichtung
12 übertragen werden und wobei aufgrund der übertragenen Daten 22 mittels der Anzeigeeinrichtung
12 eine Darstellung haushaltsgerätespezifischer Informationen erfolgt.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 10
- Haushaltsgerät
- 12
- Anzeigeeinrichtung
- 14
- Schnittstelle (am Haushaltsgerät)
- 16
- Schnittstelle (an der Anzeigeeinrichtung)
- 18
- Bedienelement (am Haushaltsgerät)
- 20
- Kommunikationspfad
- 22
- Datum / Daten (vom Haushaltsgerät zur Anzeigeeinrichtung)
- 24
- Verarbeitungseinheit/Prozessor (der Anzeigeeinrichtung)
- 26
- Computerprogramm (der Anzeigeeinrichtung)
- 28
- Verarbeitungseinheit/Prozessor (des Haushaltsgeräts)
- 30
- Speicher (im Haushaltsgerät)
- 32
- Computerprogramme (des Haushaltsgeräts)
- 34
- ---
- 36
- Internet
- 38
- (im Internet erreichbarer) Server
- 40
- Steuerinformation (von der Anzeigeeinrichtung zum Haushaltsgerät)
- 42
- Bildspur (der Daten 22)
- 44
- Tonspur (der Daten 22)
- 46
- ---
- 48
- Bedienelement (am Haushaltsgerät)
- 50-58
- Schritt (innerhalb eines der Computerprogramme 26, 32)
1. Verfahren zum Betrieb eines mindestens ein Haushaltsgerät (10) sowie eine Anzeigeeinrichtung
(12) umfassenden Systems,
wobei das Haushaltsgerät (10) eine Schnittstelle (14) zur drahtlosen Datenübermittlung
aufweist,
wobei die Anzeigeeinrichtung (12) eine Schnittstelle (16) zur drahtlosen Datenübermittlung
aufweist,
wobei mittels einer Bedienhandlung am Haushaltsgerät (10) ein Kommunikationspfad (20)
vom Haushaltsgerät (10) zur Anzeigeeinrichtung (12) unter Verwendung der Schnittstellen
(14, 16) geöffnet wird,
wobei über den Kommunikationspfad (20) Daten (22), insbesondere Bild- und/oder Tondaten,
vom Haushaltsgerät (10) zur Anzeigeeinrichtung (12) übertragen werden und wobei aufgrund
der übertragenen Daten (22) mittels der Anzeigeeinrichtung (12) eine Darstellung haushaltsgerätespezifischer
Informationen erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die über den Kommunikationspfad (20) übermittelten
Daten (22) eine Adresse darstellen und wobei die Anzeigeeinrichtung (12) mittels der
Adresse von einem entfernten Speicherort Daten, insbesondere Bild- und/oder Tondaten,
abruft und wobei aufgrund der abgerufenen Daten mittels der Anzeigeeinrichtung (12)
eine Darstellung haushaltsgerätespezifischer Information erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die über den Kommunikationspfad (20) an die
Anzeigeeinrichtung (12) übermittelten Daten (22) zumindest eine Statusinformation
zu einem Status des Haushaltsgeräts (10) umfassen und wobei mittels der Anzeigeeinrichtung
(12) die Darstellung der haushaltsgerätespezifischen Information in Abhängigkeit von
der Statusinformation erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei während einer Darstellung der haushaltsgerätespezifischen
Informationen mittels der Anzeigeeinrichtung (12) Steuerinformationen (40) über den
Kommunikationspfad (20) zurück an das jeweilige Haushaltsgerät (10) übertragen werden
und wobei auf Seiten des Haushaltsgeräts (10) entsprechend einer empfangenen Steuerinformation
(40) ein durch die jeweilige Steuerinformation (40) bezeichnetes Bedienelement (48)
des Haushaltsgeräts (10) beleuchtet wird.
5. System umfassend ein Haushaltsgerät (10) mit einer Schnittstelle (14) zur drahtlosen
Datenübermittlung sowie eine Anzeigeeinrichtung (12), die ebenfalls eine Schnittstelle
(16) zur drahtlosen Datenübermittlung aufweist,
wobei mittels einer Bedienhandlung am Haushaltsgerät (10) das Öffnen eines Kommunikationspfades
(20) zur Anzeigeeinrichtung (12) unter Verwendung der Schnittstellen (14, 16) bewirkbar
ist,
wobei über den Kommunikationspfad (20) Daten (22), insbesondere Bild- und/oder Tondaten,
vom Haushaltsgerät (10) zur Anzeigeeinrichtung (12) übertragbar sind.
6. System nach Anspruch 5, wobei die vom Haushaltsgerät (10) zur Anzeigeeinrichtung (12)
übermittelbaren Daten (22) eine Bedienungsanleitung für das Haushaltsgerät (10) oder
eine Adresse, unter der von einem entfernten Speicherort (38) Daten für eine Bedienungsanleitung
für das Haushaltsgerät (10) abrufbar sind, darstellen.
7. Haushaltsgerät (10) mit einer Schnittstelle (14) zur drahtlosen Datenübermittlung
sowie Mitteln zum Übertragen von Daten (22) an eine entfernte Anzeigeeinrichtung (12)
mittels der Schnittstelle (14) und aufgrund einer Bedienhandlung am Haushaltsgerät
(10).
8. Haushaltsgerät (10) nach Anspruch 7, wobei zusammen mit den Daten (22) eine einen
Status des Haushaltsgeräts (10) kodierende Statusinformation an die Anzeigeeinrichtung
(12) übermittelbar ist.
9. Haushaltsgerät (10) nach Anspruch 7 oder 8, mit Mitteln zur Beleuchtung zumindest
eines Bedienelements (48) aufgrund von von der Anzeigeeinrichtung (12) empfangenen
und jeweils ein Bedienelement (48) bezeichnenden Steuerinformationen (40).
10. Computerprogramm (32) mit Programmcodemitteln zur Durchführung aller Schritte des
Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wenn das Computerprogramm (32) mittels
einer Verarbeitungseinheit (28) ausgeführt wird, die von einem Haushaltsgerät (10)
gemäß einem der Ansprüche 7 bis 9 umfasst ist.