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EP 2 828 186 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.2016 Patentblatt 2016/28 |
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Anmeldetag: 17.05.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/001476 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2014/005661 (09.01.2014 Gazette 2014/02) |
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VORRICHTUNG ZUM ABWICKELN VON BAHNFÖRMIGEM MATERIAL
DEVICE FOR UNWINDING WEB MATERIAL
DISPOSITIF SERVANT À ENROULER UN MATERIAU EN BANDE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
04.07.2012 DE 102012013459
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.01.2015 Patentblatt 2015/05 |
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Patentinhaber: Windmöller & Hölscher KG |
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49525 Lengerich (DE) |
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Erfinder: |
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- TILLMANN, Guido
48607 Ochtrup (DE)
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Vertreter: Laufhütte, Dieter |
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Lorenz Seidler Gossel
Rechtsanwälte Patentanwälte
Partnerschaft mbB
Widenmayerstraße 23 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 254 006 US-A- 2 094 896
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WO-A1-2009/135805 US-A- 5 335 870
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abwickeln von bahnförmigem Material nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Vorrichtungen zum Abwickeln von bahnförmigem Material
werden üblicherweise bahnverarbeitenden Maschinen vorgeschaltet. Derartige Maschinen
sind beispielsweise Schlauchmaschinen, die aus bahnförmigem Material Schläuche herstellen,
Ventilzettelvorrichtungen für Sackherstellungsmaschinen oder Druckmaschinen jeglicher
Art. Unter bahnförmigem Material können in diesem Zusammenhang unter anderem Flachbahnen
oder Schlauchbahnen verstanden werden.
[0002] Derartige Vorrichtungen zum Abwickeln von bahnförmigem Material sind bereits in verschiedener
Form bekannt. Eine besonders einfache Äusführungsform, die bereits umfassend eingesetzt
wird, weist eine Abwickelstelle zur Aufnahme einer Wickelwelle für bahnförmiges Material,
beispielsweise Geweberollen auf. Die hier bekannte Abwickelstelle besteht aus zwei
parallelen Hubschwingen, in welche die Wickelwelle (mit dem darauf aufgebrachten Wickel
bahnförmigen Materials) aufgenommen wird. Dabei wird die Wickelwelle seitlich in Klapplagern
gelagert. An die über die Klapplager festgelegte Wickelwelle wird koaxial eine pneumatische
Bremse angebunden. Über die pneumatische Bremse kann die erforderliche Bahnspannung
erzeugt werden und die Maschine zum Rollenwechsel gestoppt werden.
[0003] Mit dieser bekannten Vorrichtung zum Abwickeln von bahnförmigem Material sind zum
Wechsel der Wickel folgende Schritte zu absolvieren:
- Stoppen der Maschine
- Absenken der Hubschwinge
- Durchschneiden des bahnförmigen Materials
- Entnahme der leeren Wickelwelle
- Einbau der neuen vollen Wickelwelle
- Anheben der Hubschwinge
- Ankleben der Bahn
- Starten der Maschine.
[0004] Diese bekannte Vorrichtung zum Abwickeln von bahnförmigem Material hat den Vorteil,
dass sie einfach und robust gebaut ist. Allerdings hat sie den Nachteil, dass das
Auswechseln der Wickelwellen relativ zeitaufwendig ist.
[0005] Aus der
DE 10 2008 022 697 A ist bereits eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Abwickeln bahnförmigen Materials
bekannt, in welche neben der ersten bewegbaren Abwickelstelle noch eine zweite Abwickelstelle
vorhanden ist, so dass erste und zweite Wickel des bahnförmigen Materials rotierbar
lagerbar sind. Die zweite Abwickelstelle ist dabei ortsfest in der Vorrichtung angeordnet.
Gegenstand der
DE 10 2008 022 697 A ist eine Vorrichtung zum Abwickeln und Verbinden von Bahnen zweier Wickel aus bahnförmigen
Material, welche beim Rollenwechsel nicht angehalten werden muss. Hierzu weist die
Vorrichtung eine Bahnverbindungsvorrichtung auf, mit welcher die erste Bahn an den
Umfang des zweiten Bahnwickels heranführbar und dort mit der zweiten Bahn verbindbar
ist. Diese Vorrichtung baut vergleichsweise aufwendig, um den hohen Automatisierungsgrad
zu erreichen.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfach aufgebaute Vorrichtung zum Abwickeln von
bahnförmigem Material derart weiterzubilden, dass sie einerseits immer noch einfach
und kostengünstig aufgebaut ist, zum anderen aber hinsichtlich des Rollenwechsels
einen einfachen, schnellen und sicheren Wechsel ermöglicht.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe ausgehend von einer Vorrichtung mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1 durch die Kombination mit den Merkmalen des kennzeichnenden
Teils des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Demnach weist die Vorrichtung zum Abwickeln von bahnförmigem Material eine erste
und zumindest eine zweite Abwickelstelle auf, in welcher erste und zweite Wickel des
bahnförmigen Materials rotierbar lagerbar sind, wobei eine Abwickelstelle ortsfest
und die andere Abwickelstelle bewegbar in der Vorrichtung angeordnet sind. Erfindungsgemäß
weist die bewegbare Abwickelstelle eine Bremse auf, die über eine Zahnradpaarung mit
dem aufgelegten Wickel des bahnförmigen Materials koppelbar ist. Durch die Anbindung
der Bremse mittels der Zahnradpaarung wird zum Einen die sichere Abbremsung des noch
weitgehend vollen Wickels während des Abwickelns sichergestellt. Auch bei der Übergabe
des Wickels an die zweite, ortsfeste Abwickelstelle bleibt der mit der ersten bewegbaren
Abwickelstelle bewegte Wickel zum Anderen an die Bremse gekoppelt. Erst nach der Übergabe
auf die ortsfeste Abwickelstelle wird die Zahnradpaarung getrennt, so dass die an
der bewegbaren Abwickelstelle angeordnete Bremse nicht mehr im Eingriff mit dem übergebenen
Wickel steht.
[0009] Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch
anschließenden Unteransprüchen.
[0010] Demnach kann die bewegbare Abwickelstelle aus einem schwenkbaren Wickeltransporthebelpaar
bestehen. In dieses Wickeltransporthebelpaar wird der volle Wickel gelegt, während
gleichzeitig der nahezu abgewickelte Wickel auf der ortsfesten Abwickelstelle lagert
und von dieser abgewickelt wird.
[0011] Vorteilhaft ist seitlich an einem Wickeltransporthebel des Wickeltransporthebelpaares
eine Bremse angeordnet, wobei diese mit einer in dem Wickeltransporthebel gelagerten
Welle verbunden ist, auf der ein Zahnrad sitzt, das mit einem zweiten Zahnrad einer
Zahnradpaarung in Eingriff stehen kann, das an der Wickelwelle des im Wickeltransporthebelpaar
aufgenommenen Wickels angeordnet ist.
[0012] Vorteilhaft ist die Zahnform und/oder Anordnung der Zahnräder der Zahnradpaarung
so gewählt, dass beim Einlegen oder der Übergabe des Wickels die Zahnräder der Zahnradpaarung
zum Ankoppeln bzw. Abkoppeln im Wesentlichen radial ein- und auskoppeln.
[0013] Besonders vorteilhaft ist die Zahnradpaarung in dem Wickeltransporthebel über eine
Abdeckung abdeckbar. Diese dient einerseits zum Schutz der Zahnradpaarung und andererseits
unter dem Gesichtspunkt der Maschinensicherheit. Dabei kann die Abdeckung der Zahnradpaarung
aus einem einseitig schwenkbar angelenkten Deckel bestehen, dessen schwenkbare Seite
über Magneten in der geschlossenen Stellung fixierbar ist. Nach Übergabe der Wickelwelle
in die ortsfeste Abwickelposition öffnet sich die Abdeckung automatisch beim Zurückfahren
des Wickeltransporthebelpaares.
[0014] Da bei Übergabe des Wickels auf die ortsfeste Abwickelstelle die an der bewegbaren
Abwickelstelle vorhandene Bremse nicht mehr in Eingriff mit dem Wickel steht, weist
die ortsfeste Abwickelstelle im Bereich ihrer Wickelwellenaufnahme eine Beschichtung
aus einem die Rotation der Wickelwelle abbremsenden Material auf. Hierdurch wird während
des weiteren Abwickelns der Bahn in der Regel schon eine hinreichende Bremskraft auf
den Wickel aufgeprägt, so dass weitere Bremseinrichtungen überflüssig sind. Sollte
die Bremskraft allerdings nicht ausreichen, kann gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung zumindest an einer Seite der ortsfesten Abwickelstelle eine mit der
Wickelwelle unmittelbar zusammenwirkende Reibbremse angeordnet sein.
[0015] Schließlich sind mechanische Sicherungen zur Sicherung des Wickels an den Wickeltransporthebeln
vorgesehen, die eine separate mechanische Sicherung der Wickelwelle in dem Wickeltransporthebelpaar
gegen ein Herausfallen gewährleisten.
[0016] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus einem
in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Seitenansicht der ersten Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen
Abwickelvorrichtung,
- Figur 2:
- eine Darstellung der Vorrichtung gemäß Figur 1 in einer anderen Arbeitsposition,
- Figuren 3 und 4:
- Detaildarstellungen eines Aufnahmekastens mit der Zahnradpaarung und der zugehörigen
Abdeckung und
- Figur 5:
- eine Detaildarstellung eines Teils der erfindungsgemäßen Vorrichtung, in welcher die
Wickelwelle eines Wickels in der Aufnahme der ortsfesten Abwickelstelle einschließlich
der Bremsbeläge und der zusätzlichen zweiten Bremse gezeigt ist.
[0017] In der Figur 1 ist eine vereinfachte Darstellung einer Vorrichtung 10 zum Abwickeln
von bahnförmigem Material 12 gezeigt. Das bahnförmige Material wird durch mindestens
ein hier nicht näher dargestelltes Abzugswalzenpaar abgezogen und einer ebenfalls
nicht gezeigten bahnverarbeitenden Maschine zugeführt. Derartige bahnverarbeitende
Maschinen können eine Druckmaschine, eine Schlauchmaschine bzw. Verarbeitungsmaschine
unter anderem für Papier, Kunststoff oder Kunststoffgewebe, das üblicherweise aus
Polyolefin gebildet ist, oder eine Sack- oder Beutelherstellmaschine, die Säcke oder
Beutel herstellt, sein.
[0018] Die Abwickelvorrichtung weist ein Maschinengestell 14 auf, in welchem eine erste
Abwickelstelle 16 und eine zweite Abwickelstelle 18 angeordnet sind. Die erste Abwickelstelle
besteht aus einem schwenkbaren Wickeltransporthebelpaar 16, in welchem ein neuer Wickel
mit bahnförmigen Material 20 einlegbar ist. Das Wickeltransporthebelpaar 16 ist um
eine Schwenkwelle 22 mittels einer Kolbenzylinderanordnung 24, die einseitig mit dem
Maschinengestell 14 und auf der gegenüberliegenden Seite mit dem Wickeltransporthebelpaar
verbunden ist, verschwenkbar. Über das Wickeltransporthebelpaar 16 wird der Wickel
20 von einer in der Figur 1 dargestellten Aufnahmeposition (strichpunktierte Linie)
in eine Abwickelposition (durchgezogene Linie) verschwenkt.
[0019] Beim Abwickeln wird das bahnförmige Material über im Maschinengestell 14 angeordnete
Ablaufwalzen 26 bzw. 28 geführt. Soweit das bahnförmige Material 12 weitgehend vom
Wickel 20 abgewickelt ist, was über einen hier nicht näher dargestellten Sensor überprüft
wird, wird das Wickeltransporthebelpaar 16 von der strichpunktierten Stellung gemäß
Figur 2 in die durchgezogen dargestellte Stellung gemäß Figur 2 verschwenkt, um in
dieser Stellung den weitgehend abgewickelten Wickel an die ortsfeste Abwickelstelle
18 zu übergeben. Von dieser ortsfesten Abwickelstelle 18 aus kann der Wickel ohne
Anhalten der Maschine weiter abgezogen werden.
[0020] In der Darstellung gemäß Figur 2 sind im Übrigen zwei unterschiedliche Abwickelmöglichkeiten
für das bahnförmige Material 12 gezeigt. In einer der Abwickelmöglichkeiten wird das
bahnförmige Material über die Ablaufwalzen 26 und 28 geführt, während in der alternativen
Position das bahnförmige Material 12 lediglich über die Abzugswalzen 28 abgezogen
wird. In beiden Abwickelpositionen kann der Wickel 20 von dem Wickeltransporthebelpaar
16 auf die ortsfeste Abwickelstelle 18 übergeben werden, ohne dass der Abwickelvorgang
unterbrochen werden muss.
[0021] In den Figuren 3 und 4 ist jeweils ein Detail des Wickeltransporthebelpaares 16 in
zwei Stellungen gezeigt. In der schematischen Schnittdarstellung gemäß Figur 3 ist
ein Teil eines Wickeltransporthebels gezeigt. In einer kastenförmigen Aufnahme 30,
die Bestandteil des hier nicht weiter dargestellten Wickeltransporthebels ist, ist
eine Welle 32 drehbar aufgenommen, auf der außen am Wickeltransporthebel in ebenfalls
nicht dargestellter Weise eine Bremse, im vorliegenden Fall eine pneumatische Bremse,
angeordnet und mit der Welle fest verbunden ist. auf der Welle ist ein Zahnrad 34
angeordnet. Dieses Zahnrad 34 kämmt mit einem auf der Wickelwelle 36 des aufgenommenen
Wickels 20 angeordneten Zahnrads 38.
[0022] In Figur 3 ist dargestellt, wie die Wickelwelle 36 in Pfeilrichtung a beim Auflegen
des Wickels 20 auf das Wickeltransporthebelpaar in Richtung auf die Welle 32 bewegt
wird. Nach Auflegen der Wickelwelle 36 auf das Wickeltransporthebelpaar 16 (vgl. Figur
1), steht die Zahnradpaarung der Zahnräder 34 und 36, wie in Figur 3 dargestellt,
im Eingriff. In dieser Stellung wirkt also die hier nicht näher dargestellte außen
am Wickeltransporthebel 16 angeordnete Bremse auf die Wickelwelle 36 und damit auf
den Wickel 20, so dass ein unbeabsichtigtes Drehen des Wickels 20 aufgrund ungleichmäßiger
Gewichtsbelastung verhindert wird. Des weiteren wird auch während des Abziehens des
bahnförmigen Materials 12 durch die angekoppelte Bremse die notwendige Bahnspannung
aufrechterhalten.
[0023] Die Verzahnung der Zahnräder 34 und 38 ist derart gewählt, dass die Zahnräder bei
Einsetzen der Wickelwelle 36 in das Wickeltransporthebelpaar 16 ohne weitere Probleme
ineinander eingreifen. Hierzu sind die Zahnflanken etwas schräger ausgebildet als
bei einer üblichen Evolventenverzahnung, so dass sich eine, wie in Figur 3 und Figur
4 dargestellte spitzwinkligere Zahnform ergibt.
[0024] Wie in Figur 3 dargestellt, ist im Bereich der kastenförmigen Aufnahme 30 für die
Zahnräder 34 und 38 ein Deckel 40 vorgesehen, der in durchgezogener Linie geschlossen
und in strichpunktierter Linie geöffnet ist. Der Deckel 40 ist auf einer Seite um
entsprechende Scharniere 42 aufklappbar. Auf der andere Seite ist er durch einen metallischen
Vorsprung 42 mit einem Magneten 44 gehalten. Die Magnetkraft ist hierbei so eingestellt,
dass bei entsprechendem Verschwenken des Wickeltransporthebelpaars 16, wie es in Figur
4 dargestellt ist, der an sich geschlossene Deckel 40 in Pfeilrichtung b automatisch
aufschwenkt, so dass die Wickelwelle 36 mit aufgeschwenktem Deckel 40 an die ortsfeste
Abwickelstelle 18 (vgl. Figur 2) übergeben werden kann.
[0025] In Figur 5 ist schematisch ein Teil der Wickelwelle 36 dargestellt, die hier in der
Aufnahme 46 der ortsfesten Abwickelstelle 18 gelagert ist. Nachdem die Zahnradpaarung
der Zahnräder 34 und 38 aufgrund der Übergabe der Wickelwelle 36 von dem Wickeltransporthebelpaar
16 auf die ortsfeste Abwickelstelle 18 außer Eingriff gegangen ist, müss die Wickelwelle
mit dem großteils abgewickelten Wickel 20 (in Figur 5 nicht näher dargestellt) anderweitig
abgebremst werden. Hierzu ist auf der Aufnahme 46 ein rutschhemmender Reibbelag zur
Bildung einer Reibbremse 48 vorgesehen. Dieser Belag kann aus einem Kunststoff oder
einem natürlichen Material, wie beispielsweise Leder, bestehen, der in einer Materialpaarung
mit Stahl einen hohen Reibbeiwert hat.
[0026] Zusätzlich ist für den Fall, dass die Reibbremse 48 alleine keine genügende Bremswirkung
aufbringt, eine zusätzliche handbetätigte Bremse 50 seitlich an der ortsfesten Abwickelstelle
angeordnet. Diese manuell einstellbare Bremse 50 besteht aus zwei schwenkbaren Klemmbacken
52, die von der gestrichelten Stellung in Figur 5 in eine Eingriffstellung (durchgezogene
Linie) verschwenkbar sind und dort über einen manuell zudrehbaren Schraubmechanismus
(hier nicht dargestellt) einstellbar ist.
[0027] Mit der zuvor vorgestellten Abwickelvorrichtung 10 zum Abwickeln von bahnförmigem
Material 12 ist vorteilhaft ein Auflegen eines neuen Wickels 20 ohne ein Abstoppen
der Abwickelvorrichtung möglich. Das Handling der Wickel 20 erfolgt mit der hier vorgestellten
Abwickelvorrichtung 10 wie folgt:
- Vor Anfahren der Maschine wird ein neuer Wickel 20 in das Wickeltransporthebelpaar
16 eingelegt;
- Anheben des Winkeltransporthebelpaars 16 in die erste Arbeitsposition und Beginn des
Abwickelns des Wickels 20;
- Abwickeln des Wickels 20 bis ca. zu einem Durchmesser von ca. 600 mm;
- Weiterschwenken des Wickeltransporthebelpaars 16 in die zweite Arbeitsposition;
- Ablage des Restwickels auf der ortsfesten Abwickelstelle 18;
- Abwicklung des Restwickels bis die Wickelwelle leergelaufen ist;
- gleichzeitiges Zurückschwenken des Wickeltransporthebelpaares 16;
- Aufnahme eines neuen Wickels (wie zuvor beschrieben) und;
- Anheben der Hubschwinge in die erste Arbeitsposition und Abwarten bis die Restrolle
in der ortsfesten Abwickelstelle 18 leergelaufen ist;
- Stoppen der Maschine und der Abwickelvorrichtung;
- Abwickeln einer Lose;
- Durchschneiden der Bahn;
- Verlegung der Bahn 12 zum neuen Wickel 20, Ankleben der Bahn an den Wickel 20 und
- Starten der Maschine und der Abwickelvorrichtung 10.
1. Vorrichtung (10) zum Abwickeln von bahnförmigem Material (12) mit einer ersten und
zumindest einer zweiten Abwickelstelle (16, 18), in welcher erste und zweite Wickel
(20) des bahnförmigen Materials (12) rotierbar lagerbar sind, wobei eine Abwickelstelle
(18) ortsfest und die andere Abwickelstelle (16) bewegbar in der Vorrichtung (10)
angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die bewegbare Abwickelstelle (16) eine Bremse aufweist, die über eine Zahnradpaarung
(34, 36) mit dem aufgelegten Wickel (20) des bahnförmigen Materials (12) koppelbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die bewegbare Abwickelstelle (16) aus einem schwenkbaren Wickeltransporthebelpaar
besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass seitlich an einem Wickeltransporthebel des Wickeltransporthebelpaares (16) die Bremse
angeordnet ist, wobei diese mit einer in dem Wickeltransporthebel gelagerten Welle
(32) verbunden ist, auf der ein Zahnrad (34) sitzt, das mit einem zweiten Zahnrad
(38) einer Zahnradpaarung in Eingriff gehen kann, das an der Wickelwelle (36) des
im Wickeltransporthebelpaar aufgenommenen Wickels (20) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnform und/oder Anordnung der Zahnräder so gewählt ist, dass beim Einlegen
oder der Übergabe des Wickels (20) die Zahnräder (34, 38) der Zahnradpaarung zum Ankoppeln
bzw. Abkoppeln im wesentlichen störungsfrei ein- und auskuppeln.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnradpaarung (34, 38) in dem Wickeltransporthebel über eine Abdeckung (40)
abdeckbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung der Zahnradpaarung (34,38) einen einseitig schwenkbar angelenkten Deckel
(40) aufweist, dessen schwenkbare Seite über Magneten (44) in der geschlossenen Stellung
fixierbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ortsfeste Abwickelstelle (18) im Bereich ihrer Wickelwellenaufnahme (46) eine
Beschichtung (48) aus einem die Rotation der Wickelwelle abbremsenden Material aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einer Seite der ortsfesten Abwickelstelle (18) eine mit der Wickelwelle
(36) unmittelbar zusammenwirkende Reibbremse (50) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibbremse (50) aus um die Welle (36) legbare und manuell einstellbaren Klemmbacken
(52) besteht.
10. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mechanische Sicherungen zur Sicherung des Wickels (20) an den Wickeltransporthebeln
(16) vorgesehen sind.
1. Device (10) for unwinding web-shaped material (12), having one first and at least
one second unwinding position (16, 18) in which first and second rolls (20) of the
web-shaped material (12) are rotatably mountable, wherein in the device (10) one unwinding
position (18) is disposed so as to be locationally fixed and the other unwinding position
(16) is disposed so as to be movable, characterized in that
the movable unwinding position (16) has a brake which by way of a pair of gears (34,
36) is coupleable to the loaded roll (20) of the web-shaped material (12).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the movable unwinding position (16) is composed of a pair of pivotable roll transport
levers.
3. Device according to Claim 2, characterized in that the brake is disposed laterally on one roll transport lever of the pair of roll transport
levers (16), wherein said brake is connected to a shaft (32) which is mounted in the
roll transport lever, a gear wheel (34) which is capable of meshing with a second
gear wheel (38) of a pair of gears, which is disposed on the winding shaft (36) of
the roll (20) which is received in the pair of roll transport levers, sitting on said
shaft (32).
4. Device according to Claim 2 or 3, characterized in that the tooth shape and/or the arrangement of the gear wheels is chosen such that the
gear wheels (34, 38) of the pair of gears upon insertion or transfer of the roll (20),
for coupling and decoupling, respectively, engage in a substantially trouble-free
manner.
5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the pair of gears (34, 38) in the roll transport lever are coverable by a cover (40).
6. Device according to Claim 5, characterized in that the cover of the pair of gears (34, 38) has a pivotable lid (40) which is unilaterally
articulated, the pivotable side of which by way of magnets (44) is fixable in the
closed position.
7. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the locationally fixed unwinding position (18) in the region of the winding shaft
receptacle (46) thereof has a coating (48) of a material which decelerates the rotation
of the winding shaft.
8. Device according to one of the preceding claims, characterized in that a friction brake (50) which directly interacts with the winding shaft (36) is disposed
at least on one side of the locationally fixed unwinding position (18).
9. Device according to Claim 8, characterized in that the friction brake (50) is composed of manually adjustable clamping jaws (52) which
are placeable around the shaft (36).
10. Device according to one of the preceding claims, characterized in that mechanical safeguards for securing the roll (20) on the roll transport levers (16)
are provided.
1. Dispositif (10) pour dérouler un matériau en bande (12), comprenant une première et
au moins une deuxième zone de déroulement (16, 18), dans lesquelles sont supportées
à rotation des première et deuxième bobines (20) du matériau en bande (12), une zone
de déroulement (18) étant disposée fixement et l'autre zone de déroulement (16) étant
disposée de manière déplaçable dans le dispositif (10),
caractérisé en ce que
la zone de déroulement déplaçable (16) présente un frein qui peut être accouplé par
le biais d'une paire de roues dentées (34, 36) avec la bobine posée (20) du matériau
en bande (12).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la zone de déroulement déplaçable (16) se compose d'une paire de leviers de transport
de bobine pivotants.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le frein est disposé latéralement à un levier de transport de bobine de la paire
de leviers de transport de bobine (16), le frein étant connecté à un arbre (32) supporté
dans le levier de transport de bobine, sur lequel repose une roue dentée (34) qui
peut venir en prise avec une deuxième roue dentée (38) d'une paire de roues dentées
qui est disposée au niveau de l'arbre de bobine (36) de la bobine (20) reçue dans
la paire de leviers de transport de bobine.
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la forme des dents et/ou l'agencement des roues dentées sont choisies de telle sorte
que lors de l'insertion ou du transfert de 1a bobine (20), les roues dentées (34,
38) de la paire de roues dentées s'accouplent et se désaccouplent essentiellement
sans perturbation en vue de l'accouplement ou du désaccouplement.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la paire de roues dentées (34, 38) peut être recouverte par un recouvrement (40)
dans le levier de transport de bobine.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le recouvrement de la paire de roues dentées (34, 38) présente un couvercle (40)
articulé de manière pivotante d'un côté, dont le côté pivotant peut être fixé par
le biais d'aimants (44) dans la position fermée.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la zone de déroulement fixe (18) présente, dans la région de son logement d'arbre
de bobine (46), un revêtement (48) constitué d'un matériau freinant la rotation de
l'arbre de bobine.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins au niveau d'un côté de la zone de déroulement fixe (18) est disposé un frein
à friction (50) coopérant directement avec l'arbre de bobine (36).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le frein à friction (50) se compose de mâchoires de serrage (52) pouvant être placées
autour de l'arbre (36) et ajustables manuellement.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des fixations mécaniques sont prévues pour la fixation de la bobine (20) aux leviers
de transport de bobine (16).
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