[0001] Das Korrosionsschutzsystem umfasst Carbon- und/oder Phosphonsäuren sowie zumindest
ein Amin mit mindestens einer Oxybis(alkylamin)-Einheit. Derartige Korrosionsschutzsysteme
schützen Metalloberflächen effektiv vor Korrosion und weisen eine hohe Wasserlöslichkeit
auf, die für die Formulierung wässriger Konzentrate für Metallbehandlungs- und Metallbearbeitungsflüssigkeiten
unabdingbar ist. Die vorliegende Erfindung betrifft eine wässrige oberflächenaktive
und korrosionsschützende Zubereitung enthaltend das Korrosionsschutzsystem und ein
Emulgatorsystem sowie eine ölhaltiges, wassermischbares Emulsionskonzentrat, das durch
Verdünnung mit Wasser anwendungsfertige Korrosionsschutz-, Reiniger- und Kühlschmierstoffemulsionen
liefert.
[0002] Der Schutz korrosionsgefährdeter Metalle wie beispielsweise Eisen, Aluminium, Zink,
Kupfer oder deren Legierungen vor Korrosion ist eine weitgefächerte technische Aufgabe.
Sie stellt sich insbesondere dann, wenn die Metallteile aufgrund ihres Bearbeitungszustandes
oder aufgrund ihres Einsatzgebietes nicht oder noch nicht mit einem permanent korrosionsschützenden
Überzug wie beispielsweise einem Lack bedeckt sind. Beispiele hierfür sind Metallteile
während technischer Bearbeitungsstufen wie beispielsweise spanabhebende oder spanlose
Formgebung oder Reinigung sowie fertige Metallbauteile wie beispielsweise Wärmetauscher
oder Rohrleitungen, die während ihrer Funktion mit korrosiven wässrigen Medien in
Berührung kommen. Um eine Korrosion während oder zwischen den einzelnen Bearbeitungsschritten
bzw. während des bestimmungsgemäßen Gebrauchs zu verhindern oder einzudämmen, bringt
man die Metalloberflächen mit Korrosionsinhibitoren in Berührung, die einen temporären
Korrosionsschutz bewirken. Dabei ist es häufig aus Gründen des Umweltschutzes wünschenswert,
dass die Korrosionsinhibitoren in wässriger Phase mit den Metalloberflächen in Kontakt
gebracht werden können. Zudem beruhen die meisten Metallbehandlung- oder Metallbearbeitungsflüssigkeiten
auf wässrigen Zubereitungen, so dass die Wasserlöslichkeit eines Korrosionsinhibitors
für die Formulierung dieser Zubereitungen unabdingbar ist. Daher ist es eine wünschenswerte
Eigenschaft von Korrosionsinhibitoren, wasserlöslich zu sein.
[0003] Als wasserlösliche Korrosionsinhibitoren sind eine Vielzahl anorganischer und organischer
Verbindungen bekannt. Anorganische Korrosionsinhibitoren können beispielsweise auf
Chromaten, Nitriten oder Phosphaten aufgebaut sein, die jedoch aus toxikologischen
und aus ökologischen Gründen mehr oder weniger nachteilig sind. Organische Korrosionsinhibitoren
basieren häufig auf Carboxylaten, Aminen, Amiden oder auf stickstoffhaltigen heterozyklischen
Verbindungen. Carbonsäuren als solche erweisen sich in der Praxis jedoch als nicht
hinreichend langzeitwirksam, wenn durch einen Säureeintrag in die Inhibitorbäder oder
durch mikrobiologische Prozesse der pH-Wert soweit abgesenkt wird, dass die Carbonsäuren
statt in der Salzform in der weniger wirksamen Säureform vorliegen. Korrosionsinhibierende
Carbonsäuren werden daher häufig in Form ihrer Salze eingesetzt bzw. als Korrosionsschutzsystem
bestehend aus der Carbonsäure und einer Base. Im Stand der Technik bekannt sind insbesondere
Korrosionsschutzsysteme bestehend aus Carbonsäuren und Alkanolaminen, die im Vergleich
zu Systemen aus Carbonsäure und Alkalien auf Basis von Natronlauge oder Ammoniak eine
erhöhte Inhibitorwirkung aufweisen.
[0004] Die
DE 102007004325 beschreibt ein Emulgatorsystem für die Herstellung von Kühlschmierstoffemulsionen,
die geeignet sind, um bei der Bearbeitung von Leichtmetallen oder aluminiumlegierten
Metallen eingesetzt zu werden. Das Emulgatorsystem umfasst dabei ein Korrosionsschutzsystem
bestehend aus Leichtmetallinhibitoren wie Carbonsäuren und Phosphonsäuren, welches
zusätzlich zur Vermeidung der sogenannten Brunnenschwärze chelatbildende tertiäre
organische Aminverbindungen mit Phosphonsäuregruppen enthält. Weiterhin enthält das
Korrosionsschutzsystem Alkanolamine, vorzugsweise Mono- und Trialkanolamine, als Basen
zur Bereitstellung von besonders wirksam inhibierenden Carbon- und Phosphonsäuresalzen.
[0005] Die
DE 4444878 offenbart ein wasserlösliches Inhibitorsystem basierend auf Monocarbonsäuren und
aromatischen Hydroxyverbindungen mit einem pK
S-Wert für die Hydroxy-Gruppe im Bereich von 7,0 bis 11, wobei beide Komponenten in
einem bestimmten Gewichtsverhältnis zueinander stehen. Die
JP2005015617 offenbart eine wässrige korrosionsschützende Zubereitung für die Metallbearbeitung,
die eine aliphatische Carbonsäure in Kombination mit einem Amin, vorzugsweise Bis(2-dimethylaminoethyl)ether
bzw. N,N, N', N'-Tetramethyl-2,2'-oxybis(ethylamin), enthält. Die
DE 19747895 offenbart ein Korrosionsschutzsystem für den neutralen pH-Bereich basierend auf einer
Kombination aus einer oder mehreren Carbonsäuren und einer oder mehreren Stickstoffverbindungen
ausgewählt aus organischen Aminen oder stickstoffhaltigen Heterocyklen, wobei die
Stickstoffverbindungen einen pK
S-Wert für zumindest eine Protolysestufe im Bereich von 6 bis 9 haben, wobei beide
Komponenten in einem bestimmten Gewichtsverhältnis zueinander stehen. Bevorzugte Stickstoffverbindungen
können beispielsweise ausgewählt sein aus linearen oder cyclischen Alkylendiaminen,
Alkylentriaminen und Alkylentetraaminen.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine wässrige oberflächenaktive
und korrosionsschützende Zubereitung geeignet für die Herstellung wässriger Metallbehandlungs-
und Metallbearbeitungsflüssigkeiten, insbesondere von Reinigern und Schmiermitteln,
bereitzustellen, dass Metalle, insbesondere Eisen und Eisenlegierungen, im Vergleich
zum Stand der Technik bei Kontakt mit der Behandlungs- und Bearbeitungsflüssigkeit
effektiver vor Korrosion schützt.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine wässrige oberflächenaktive und korrosionsschützende
Zubereitung gemäß dem vorliegendem Anspruch 1. Das erfindungsgemäße wässrige oberflächenaktive
und korrosionsschützende Zubereitung bewirkt einen hervorragenden Schutz vor Korrosion
von Eisen und Eisenlegierungen sowie von Aluminium und Aluminiumlegierungen bei Kontakt
mit wässrigen Flüssigkeiten, insbesondere Flüssigkeiten zur Metallbehandlung oder
Metallbearbeitung. Weiterhin zeichnet sich das Korrosionsschutzsystem (I) durch seine
gute Wasserlöslichkeit aus, die es erlaubt das Korrosionsschutzsystem in Form hochkonzentrierter
wässriger Zubereitungen zu vertreiben.
[0008] Jede Zubereitung, beispielsweise eine anwendungsfertige Metallbehandlungs- oder Metallbearbeitungsflüssigkeit
oder deren Konzentrat, die die beiden Komponenten a) und b) enthält, umfasst damit
das Korrosionsschutzsystem (I). Üblicherweise wird eine Lösung des Korrosionsschutzsystems
zu einer Metallbehandlungs- oder Metallbearbeitungsflüssigkeit hinzuformuliert, um
die gewünschten Korrosionsschutzeigenschaften zu vermitteln. Erfindungsgemäß sind
daher für eine gute Kompatibilität mit wässrigen Metallbehandlungs- und Metallbearbeitungsflüssigkeiten
Korrosionsschutzsysteme, die die Komponenten a) und b) in wässriger Phase bevorraten.
[0009] In einem bevorzugten Korrosionsschutzsystem (I) ist als Komponente b) zumindest ein
Amin der folgenden Strukturformel (1) enthalten:

wobei die Reste R
1, R
2, R
3 und R
4 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus verzweigten oder unverzweigten Alkylresten
mit nicht mehr als 8 Kohlenstoffatomen und -((CH
2)
o-X)
p-R
5, wobei o eine natürliche ganze Zahl im Bereich von 1 bis 3, p eine natürliche ganze
Zahl im Bereich von 1 bis 6 ist, X entweder ein Sauerstoff- oder ein Stickstoffatom
ist und der Rest R
5 ausgewählt ist aus Wasserstoff, Methyl, Ethyl oder Propyl; mit m und n als natürliche
ganze Zahlen im Bereich von 1 bis 3.
[0010] Alternativ können die Reste R
1, R
2, R
3 und R
4 der Strukturformel (1) aus solchen Resten ausgewählt sein, die die beiden Stickstoffatome
der Oxybis(alkylamin)-Einheit verbrücken, so dass der Rest R
1 und/oder der Rest R
2 jeweils strukturidentisch mit dem Rest R
3 oder R
4 ist, wobei verbrückende Reste R
1 oder R
2 bzw. R
3 oder R
4 ausgewählt sind aus Alkylenen, Polyoxyalkylenen oder Polyaminoalkylenen mit nicht
mehr als 6 Kohlenstoffatomen. Ein solches bevorzugtes verbrücktes Amin in einem Korrosionsschutzsystem
(I) hat folgende allgemeine Strukturformel (1a):

wobei die Reste R
1 und R
2 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus verzweigten oder unverzweigten Alkylresten
mit nicht mehr als 8 Kohlenstoffatomen und -((CH
2)
o-X)
p-R
5, wobei o eine natürliche ganze Zahl im Bereich von 1 bis 3, p eine natürliche ganze
Zahl im Bereich von 1 bis 6 ist, X entweder ein Sauerstoff- oder ein Stickstoffatom
ist und der Rest R
5 ausgewählt ist aus Wasserstoff, Methyl, Ethyl oder Propyl; mit m und n als natürliche
ganze Zahlen im Bereich von 1 bis 3; und wobei q, r und s ganze natürliche Zahlen
im Bereich von 1 bis 3 sind und Z entweder ein Kohlenstoff-, Sauerstoff- oder Stickstoffatom
ist.
[0011] Besonders bevorzugt sind Amine der Strukturformel (1a) für die die Reste R
1 und R
2 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus verzweigten oder unverzweigten Alkylresten
mit nicht mehr als 8 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen,
für die m, n, q und r gleich 2 sind, und s nicht größer als 3 ist, wobei Z ein Sauerstoff-
oder Stickstoffatom ist. Insbesondere bevorzugte verbrückte Amine sind N,N'-Dimethyl-1,7-dioxa-4,10-diazacyclododecan,
N,N'-Diethyl-1,7-dioxa-4,10-diazacyclododecan, N,N'-Dimethyl-1,4,10-trioxa-7,13-diazacyclopentadecan
und N,N'-Diethyl-1,4,10-trioxa-7,13-diazacyclopentadecan.
[0012] Besonders bevorzugt sind die Reste R
1, R
2, R
3 und R
4 der Strukturformel (1) unabhängig voneinander ausgewählt aus verzweigten oder unverzweigten
Alkylresten mit nicht mehr als 8 Kohlenstoffatom, besonders bevorzugt nicht mehr als
4 Kohlenstoffatomen, wobei die natürlichen ganzen Zahlen m und n gleich 2 sind. Insbesondere
bevorzugt sind N,N,N',N'-Tetramethyl-2,2'-oxybis(ethylamin) und N,N,N',N'-Tetraethyl-2,2'-oxybis(ethylamin).
[0013] Ein bevorzugtes Korrosionsschutzsystem (I) enthält zu zumindest 50 Gew.-%, besonders
bevorzugt zu zumindest 80 Gew.-%, nur solche organischen Amine gemäß Komponente b),
die ausgewählt sind aus Aminen der allgemeinen Strukturformel (1) gemäß der Komponente
b), besonders bevorzugt aus solchen Aminen der allgemeinen Strukturformel (1) gemäß
der Komponente b), für die die Reste R
1, R
2, R
3 und R
4 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus verzweigten oder unverzweigten Alkylresten
mit nicht mehr als 4 Kohlenstoffatom, wobei die natürlichen ganzen Zahlen m und n
gleich 2 sind, und insbesondere bevorzugt ausgewählt sind aus N,N,N',N'-Tetramethyl-2,2'-oxybis(ethylamin)
und/oder N,N,N',N'-Tetraethyl-2,2'-oxybis(ethylamin).
[0014] Die aliphatischen Carbonsäuren gemäß Komponente a) des Korrosionsschutzsystems (I)
mit zumindest 6, jedoch nicht mehr als 14 Kohlenstoffatomen können ein- oder mehrbasische,
gesättigte oder ungesättigte, lineare oder verzweigte aliphatische Carbonsäuren darstellen,
vorzugsweise sind sie jedoch ausgewählt aus aliphatischen Monocarbonsäuren mit zumindest
6, jedoch nicht mehr als 12 Kohlenstoffatomen, insbesondere aus Caprylsäure, Ethylhexansäure,
Isononansäure und/oder Isodecansäure.
[0015] Als Carbonsäuren gemäß Komponente a) mit in die Kohlenstoffkette eingeschobenen Sauerstoff-Heteroatomen
wählt man vorzugsweise Ethercarbonsäuren der allgemeinen Formel R-(O-C
2H
4)
n-OCH
2COOH, wobei R für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten
Alkylrest mit 6 bis 16 Kohlenstoffatomen steht, n eine Zahl im Bereich von 1 bis 5
darstellt und R und n so aufeinander abzustimmen sind, dass die Summe der Kohlenstoff-
und Sauerstoffatome unter Vernachlässigung der Carboxylgruppe nicht größer als 25
ist. Dabei können die Ethercarbonsäuren technische Gemische aus Molekülen mit unterschiedlichen
Resten R und unterschiedlichen Werten für n sein. Ein Beispiel hierfür ist die technische
Laurylethercarbonsäure, bei der R für ein Gemisch aus linearen, gesättigten Alkylgruppen
mit 12 und 14 Kohlenstoffatomen steht und n etwa 2,5 ist.
[0016] Die im Korrosionsschutzsystem (I) gemäß Komponente a) enthaltenen aliphatischen Phosphonsäuren
mit zumindest 4, jedoch nicht mehr als 18 Kohlenstoffatomen, können ein- oder mehrbasische,
gesättigte oder ungesättigte, lineare oder verzweigte aliphatische Phosphonsäuren
darstellen, vorzugsweise sind sie jedoch ausgewählt aus gesättigten geradkettigen
oder verzweigten Monophosphonsäuren. Gemische unterschiedlicher Säuren können besonders
vorteilhaft sein, wobei die Alkylmonophosphonsäuren besonders in ihrer geradkettigen
Form geeignet sind. Weiterhin bevorzugt sind Alkylmonophosphonsäuren mit 6 bis 12
Kohlenstoffatomen.
[0017] Die Verwendung von Carbonsäuren als Komponente a) ist aus ökologischen Gründen immer
dann zu bevorzugen, wenn die Verwendung von Phosphonsäuren den temporären Korrosionsschutz
bei der Metallbehandlung oder Metallbearbeitung nicht signifikant zu verbessern vermag.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform des Korrosionsschutzsystems (I) ist die Komponente
a) daher ausgewählt aus aliphatischen Monocarbonsäuren mit zumindest 6, jedoch nicht
mehr als 12 Kohlenstoffatomen, insbesondere aus Caprylsäure, Ethylhexansäure, Isononansäure
und/oder Isodecansäure, und/oder Carbonsäuren mit in die Kohlenstoffkette eingeschobenen
Sauerstoff-Heteroatomen, die zwischen 6 und 26 Atome in der Kohlenstoff-Heteroatomkette
aufweisen, insbesondere Ethercarbonsäuren der allgemeinen Formel R-(O-C
2H
4)
n-OCH
2COOH, wobei R für einen linearen oder verzweigten, gesättigten oder ungesättigten
Alkylrest mit 6 bis 16 C-Atomen steht, n eine Zahl im Bereich von 1 bis 5 darstellt
und R und n so aufeinander abzustimmen sind, dass die Summe der C- und O-Atome unter
Vernachlässigung der Carboxylgruppe nicht größer als 25 ist.
[0019] In einem besonders bevorzugten Korrosionsschutzsystem (I) ist die Komponente a) ausgewählt
aus aliphatischen Monocarbonsäuren mit zumindest 6, jedoch nicht mehr als 12 Kohlenstoffatomen,
insbesondere aus Caprylsäure, Ethylhexansäure, Isononansäure und/oder Isodecansäure.
[0020] Diesbezüglich besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform des Korrosionsschutzsystems,
bei dem der gewichtsbezogene Anteil von Carbonsäuren gemäß Komponente a) ausgewählt
aus aliphatischen Monocarbonsäuren mit zumindest 6, jedoch nicht mehr als 12 Kohlenstoffatomen,
insbesondere der gewichtsbezogene Anteil von Caprylsäure, Ethylhexansäure, Isononansäure
und/oder Isodecansäure, am Gesamtanteil an Carbonsäuren und Phosphonsäuren im Korrosionsschutzsystem,
also auch solchen Carbonsäuren und Phosphonsäuren, die keine Verbindungen gemäß Komponente
a) sind, zumindest 50 Gew.-%, besonders bevorzugt zumindest 80 Gew.-% beträgt.
[0021] Dem Fachmann ist bekannt, dass die Komponenten a) und b) des Korrosionsschutzsystems
(I) miteinander Säure-Base Reaktionen eingehen können und in wässriger Lösung zudem
im Protolyse-Gleichgewicht mit ihrer jeweiligen deprotonierten bzw. protonierten Form
stehen.
[0022] Es hat sich in diesem Zusammenhang gezeigt, dass sowohl die Wasserlöslichkeit als
auch die Korrosionschutzwirkung positiv durch die Anwesenheit von Ammoniumsalzen,
die aus der Neutralisationsreaktion der Komponenten a) und b) hervorgehen, beeinflusst
wird. Erfindungsgemäß ist daher, dass das molare Verhältnis der Gesamtmenge an Carboxyl-
und/oder Phosphonsäure-Gruppen der Komponenten a) zu Oxybis(alkylamin)-Einheiten des
zumindest einen Amins der Komponente b) nicht kleiner als 1 : 3 ist, um zu gewährleisten,
dass eine Mindestmenge des Amins gemäß Komponente b) im Korrosionsschutzsystem als
Ammoniumsalz vorliegt. Besonders bevorzugt ist dieses molare Verhältnis nicht kleiner
als 2 : 3. Umgekehrt sollte die Gesamtmenge an Carboxyl- und/oder Phosphonsäure-Gruppen
der Komponenten a) relativ zum Anteil der Amine gemäß Komponente b) keine Werte überschreiten,
für die die Effektivität des Korrosionsschutz deutlich abnimmt. Hierfür ist erfindungsgemäß,
dass das molare Verhältnis der Gesamtmenge an Carboxyl- und/oder Phosphonsäure-Gruppen
der Komponenten a) zu Oxybis(alkylamin)-Einheiten des zumindest einen Amins der Komponente
b) nicht größer als 5 : 1, besonders bevorzugt nicht größer als 3 : 1, insbesondere
bevorzugt nicht größer als 2 : 1 ist.
[0023] In besonderem Maße ist das Korrosionsschutzsystem (I) geeignet, um in wässrigen Emulsionen,
speziell in Reinigungs-, Korrosionsschutz- und Kühlschmierstoffemulsionen, zur Verhinderung
der Metallkorrosion verwendet zu werden. Ein Vorteil der Verwendung eines Korrosionsschutzsystems
basierend auf den Komponenten a) und b) besteht darin, dass für eine hinreichenden
Korrosionsschutz eine vergleichsweise geringe Menge dieser beiden Aktivkomponenten
im wässrigen System zur Metallbearbeitung und Metallbehandlung enthalten sein muss.
[0024] Die vorliegende Erfindung umfasst daher eine wässrige oberflächenaktive und korrosionsschützende
Zubereitung, die neben Wasser und dem zuvor beschriebenen Korrosionsschutzsystem enthaltend
die Komponenten a) und b), als Korrosionsschutzsystem (I) bezeichnet, wobei das molare
Verhältnis der Gesamtmenge an Carboxyl- und/oder Phosphonsäure-Gruppen der Komponenten
a) zu Oxybis(alkylamin)-Einheiten des zumindest einen Amins der Komponente b) nicht
grösser als 5:1, jedoch nicht kleiner als 1:3 ist, ein Emulgatorsystem (II) bestehend
aus
c) Ethoxylaten/Propoxylaten von Fettalkoholen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen im Alkohol
mit 2 bis 6 Ethylenoxideinheiten und 4 bis 8 Propylenoxideinheiten und
d) Fettalkoholen und/oder Fettalkoholpropoxylaten mit 12 bis 24 C Atomen im Alkohol
und 0 bis 3 Propylenoxideinheiten und/oder dem Destillationsrückstand dieser Fettalkohole
enthält.
[0025] In einem weiteren Aspekt enthält das Emulgatorsystem (II) der erfindungsgemäßen wässrigen
oberflächenaktiven und korrosionsschützenden Zubereitung zur Verbesserung der Filtrierbarkeit
von aus diesen Zubereitungen hergestellten Emulsionen zusätzlich alkoxylierte Fettamine
als Komponente e). Hierfür werden bevorzugt alkoxylierte Fettamine bestehend aus einem
oder mehreren alkoxylierten gesättigten und/oder ungesättigten aliphatischen Aminen
mit einer aliphatischen Kettenlänge von mindestens 8, vorzugsweise mindestens 10 und
besonders bevorzugt mindestens 12, allerdings nicht mehr als 20, vorzugsweise nicht
mehr als 18 und besonders bevorzugt nicht mehr als 16 Kohlenstoffatomen verwendet.
Die verwendeten Fettamine sollten mit mindestens 8, vorzugsweise mit mindestens 10,
aber nicht mit mehr als 16, vorzugsweise nicht mit mehr als 14 und besonders bevorzugt
mit 12 Ethylenoxideinheiten ethoxyliert sein. Insbesondere eignet sich zur Erhöhung
der Filtrierbarkeit von aus diesen Zubereitungen hergestellten anwendungsfertigen
Emulsionen 12fach ethoxyliertes Kokosamin.
[0026] Der Anteil der Komponenten a) bis e) der erfindungsgemäßen Zubereitung liegt für
eine anwendungsfertige korrosionsschützende Reinigerlösung vorzugsweise im Bereich
von 0,5 bis 10 Gew.-%, wobei der Gesamtanteil der Komponenten a) und b) des Korrosionsschutzsystems
(I) vorzugsweise bei zumindest 0,1 Gew.-% liegt.
[0027] Die erfindungsgemäße Zubereitung kann jedoch auch ein Konzentrat für die Herstellung
von korrosionsschützenden Reinigerlösungen darstellen, bei dem der Anteil der Komponenten
a) bis e) vorzugsweise im Bereich von 40 bis 95 Gew.-% liegt, wobei der Gesamtanteil
der Komponenten a) und b) des Korrosionsschutzsystems (I) in der erfindungsgemäßen
Zubereitung vorzugsweise bei zumindest 10 Gew.-% liegt.
[0028] Der wässrigen oberflächenaktiven und korrosionsschützenden Zubereitung kann als Konzentrat
mit einem Wasser Anteil von nicht mehr als 60 Gew.-% zusätzlich eine Ölkomponente
(III) hinzugegeben werden, so dass insgesamt ein ölhaltiges, wassermischbares Emulsionskonzentrat
für die Metallbearbeitung, insbesondere ein Konzentrat für eine Kühlschmierstoff-
oder Korrosionsschutzemulsion, realisiert vorliegt.
[0029] Die vorliegende Erfindung betrifft daher auch ein erfindungsgemäßes ölhaltiges, wassermischbares
Emulsionskonzentrat enthaltend
- i) 2 bis 20 Gew.-% eines Korrosionsschutzsystem (I) bestehend aus
- a) zumindest einer aliphatischen Carbonsäure mit zumindest 6, jedoch nicht mehr als
14 Kohlenstoffatomen und/oder zumindest einer Carbonsäure mit in die Kohlenstoffkette
eingeschobenen Sauerstoff-Heteroatomen, die zwischen 6 und 26 Atome in der Kohlenstoff-Heteroatomkette
aufweist, und/oder zumindest einer aliphatischen Phosphonsäure mit zumindest 4, jedoch
nicht mehr als 18 Kohlenstoffatomen,
- b) zumindest einem Amin, das zumindest eine Oxybis(alkylamin)-Einheit mit tertiären
Amino-Gruppen aufweist, wobei die Alkylketten dieser Einheit jeweils aus nicht mehr
als 4 Kohlenstoffatomen bestehen,
wobei das Gewichtsverhältnis der Komponenten a) und b) von 1 : 0,2 bis 0,3 : 1 variieren
kann,
- ii) 2 bis 50 Gew.-% eines Emulgatorsystems (II) bestehend aus
c) Ethoxylaten/Propoxylaten von Fettalkoholen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen im Alkohol
mit 2 bis 6 Ethylenoxideinheiten und 4 bis 8 Propylenoxideinheiten und
d) Fettalkoholen und/oder Fettalkoholpropoxylaten mit 12 bis 24 C Atomen im Alkohol
und 0 bis 3 Propylenoxideinheiten und/oder dem Destillationsrückstand dieser Fettalkohole,
wobei das Gewichtsverhältnis der Komponenten c) und d) von 1 : 0,3 bis 0,3 : 1 variieren
kann, und
- iii) 5 bis 50 Gew.-% einer Ölkomponente (III),
und gegebenenfalls weitere Hilfs- und Wirkstoffe (IV), wobei die Summe der Bestandteile
I) bis IV) 60 bis 95 Gew.-% ausmacht und der verbleibende Gewichtsanteil Wasser darstellt.
[0030] Bezüglich des Korrosionsschutzsystems (I) und des Emulgatorsystems (II) der erfindungsgemäßen
ölhaltigen, wassermischbaren Emulsionskonzentrates sind die bevorzugten Ausführungsformen
identisch mit denen, die für das Korrosionsschutzsystem und die erfindungsgemäße wässrige
oberflächenaktive und korrosionsschützende Zubereitung beschrieben wurden.
[0031] Insofern kann das Emulgatorsystem (II) des erfindungsgemäßen ölhaltigen, wassermischbaren
Emulsionskonzentrates, wie zuvor für die wässrigen oberflächenaktiven und korrosionsschützenden
Zubereitung beschrieben, alkoxylierte Fettamine als Komponente e) enthalten, vorzugsweise
mit einem Gewichtsanteil im Konzentrat von mindestens 1 Gew.-%, besonders bevorzugt
mindestens 2 Gew.-%, aber vorzugsweise nicht mehr als 10 Gew.-%, besonders bevorzugt
nicht mehr als 8 Gew.-%.
[0032] Die Ölkomponente (III) des erfindungsgemäßen ölhaltigen, wassermischbaren Emulsionskonzentrates
ist vorzugsweise ausgewählt aus paraffinischen oder naphtenischen Mineralölen, Dialkylethern
mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen und/oder Esterölen.
[0033] Als fakultative weitere Hilfs- oder Wirkstoffe sind zu nennen: Schmieradditive allgemein
und insbesondere sogenannte "Extreme-Pressure"-Additive (sogenannte EP-Additive) sowie
Biozide jeweils in einer Menge von vorzugsweise 0,1 bis 2 Gew.-% im Konzentrat; Puffersysteme,
insbesondere auf Basis von Borsäure, in einer Menge bezogen auf die jeweilige Säureform
von vorzugsweise 2 bis 10 Gew.-% im Konzentrat; Neutralisationsmittel auf Basis von
Alkanolaminen, Lösevermittler wie beispielsweise Glykole, Glycerin oder Na-Cumolsulfonat
jeweils in einer Menge von vorzugsweise 1 bis 6 Gew.-% im Konzentrat.
[0034] Weiterhin betrifft die Erfindung die anwendungsfertige Öl-in-Wasser-Emulsion, die
dadurch erhältlich ist, dass man etwa 0,5 bis etwa 10 Gewichtsteile des vorstehend
beschriebenen ölhaltigen, wassermischbaren Konzentrats mit etwa 99,5 bis etwa 90 Gewichtsteile
Wasser versetzt. Aufgrund der selbstemulgierenden Eigenschaften des Emulsionskonzentrats
bildet sich die anwendungsfertige Emulsion beim Versetzen mit Wasser spontan oder
nach geringfügiger mechanischer Bewegung wie beispielsweise Rühren. Diese Emulsion
kann beispielsweise als Reinigungs-, Korrosionsschutz- oder Kühlschmierstoffemulsion
eingesetzt werden.
[0035] Das erfindungsgemäße ölhaltige, wassermischbare Emulsionskonzentrat sowie die daraus
durch Verdünnung mit Wasser herstellbaren anwendungsfertigen Öl-in-Wasser-Emulsionen
eignen sich insbesondere für die Behandlung und Bearbeitung von Eisen und Eisenlegierungen
sowie von Aluminium und Aluminiumlegierungen.
[0036] Im Folgenden wird die Wirkungsweise des Korrosionsschützsystem (I) beispielhaft dargestellt
und mit im Stand der Technik bekannten Systemen verglichen. Durchgeführt wird hierfür
ein Korrosionsschutztest nach DIN 51360-2 bei dem Graugussspäne (Typ GG25) auf einem
Rundfilter mit frisch hergestellten verdünnten wässrigen Lösungen enthaltend verschiedene
Korrosionsschutzsysteme auf Basis eines Amins und Isononansäure benetzt werden.
[0037] In der Tabelle 1 sind die Zusammensetzungen konzentrierter wässriger Korrosionsschutzsysteme
(Stammlösungen) auf Basis eines Amins und Isononansäure aufgeführt.
Tab.1
| Stammlösungen der Korrosionsschutzsysteme mit einem Aktivkomponentenanteil von jeweils
20 Gew.-% in Wasser mit einer Härte von 20°dH (3,04 mmol CaCl2; 0,54 mmol MgSO4) |
| |
Amin-Komponente |
Gew.-% |
Carbonsäure |
Gew.-% |
| B1 |
N,N,N',N'-Tetramethyl-2,2'-oxybis(ethylamin) |
10,07 |
Isononansäure |
9,93 |
| V1 |
Monoethanolamin |
5,57 |
Isononansäure |
14,43 |
| V2 |
Triethanolamin |
9,71 |
Isononansäure |
10,29 |
| V3 |
N,N,N',N'-Tetramethyl-1,6-hexamethylendiamin |
10,43 |
Isononansäure |
9,57 |
[0038] Die Stammlösungen der Tabelle 1 wurden mit Wasser mit einer Härte von 20°dH (3,04
mmol CaCl
2; 0,54 mmol MgSO
4) weiter verdünnt und die Graugussspäne auf dem Filterpapier mit dieser verdünnten
Lösung benetzt.
[0039] Tabelle 2 gibt den Grad der Rostbildung in Abhängigkeit vom Aktivgehalt der Lösungen
anhand der Beurteilung der Korrosionsabzeichnungen auf dem Filterpapier nach zweistündiger
Exposition der Späne bei 20 °C wieder.
[0040] Anhand der in der Tabelle 2 dargelegten Korrosionsergebnisse wird deutlich, dass
das Korrosionsschutzsystem (I) enthaltend das Amin mit einer Oxybis(alkylamin)-Einheit
bereits ab einem Gewichtsanteil von 6% bezogen auf die Stammlösung B1 eine deutliche
Korrosionsschutzwirkung zeigt. Bei einem Gewichtsanteil von zumindest 7% bezogen auf
die Stammlösung B1 sind nur noch leichte Korrosionserscheinungen auf dem Filterpapier
nachweisbar, während für die übrigen Korrosionschutzsysteme weiterhin eine mäßige
(V3) bis weiterhin starke (V1, V2) Korrosion zu beobachten ist. Das Korrosionsschutzsystem
(B1) enthaltend das Amin mit der Oxybis(alkylamin)-Einheit ist auch dem Korrosionsschutzsystem
(V3) enthaltend das Hexamethylen-verbrückte tertiäre Diamin überlegen.
Tab. 2
| Korrosionsergebnisse im Filterversuch nach DIN 51 360 von jeweils 2 Proben von Graugussspänen
(Typ GG25), die mit unterschiedlich verdünnten Stammlösungen gemäß Tab. 1 in Kontakt
gebracht wurden |
| |
Anteil an Stammlösung in Gew.-% |
| |
5 |
6 |
7 |
8 |
| B1 |
4/4 |
3/3 |
2/1 |
0/0 |
| V1 |
4/4 |
4/4 |
4/4 |
2/2 |
| V2 |
4/4 |
4/4 |
4/4 |
4/4 |
| V3 |
4/4 |
4/4 |
3/3 |
1/1 |
[0041] Beurteilung der Korrosion gemäß DIN 51 360:
0 keine Korrosion / unverändert
1 Spuren von Korrosion / höchstens 3 Korrosionsabzeichnungen
2 leichte Korrosion / nicht mehr als 1 % der Oberfläche verfärbt
3 mäßige Korrosion / nicht mehr als 5% der Oberfläche verfärbt
4 starke Korrosion / über 5% der Oberfläche verfärbt
1. Wässrige oberflächenaktive und korrosionsschützende Zubereitung enthaltend neben Wasser
i) ein Korrosionsschutzsystem (I) umfassend
a) aliphatische Carbonsäuren mit zumindest 6, jedoch nicht mehr als 14 Kohlenstoffatomen
und/oder Carbonsäuren mit in die Kohlenstoffkette eingeschobenen Sauerstoff-Heteroatomen,
die zwischen 6 und 26 Atome in der Kohlenstoff-Heteroatomkette aufweisen, und/oder
aliphatische Phosphonsäuren mit zumindest 4, jedoch nicht mehr als 18 Kohlenstoffatomen,
b) zumindest ein Amin, das zumindest eine Oxybis(alkylamin)-Einheit mit tertiären
Amino-Gruppen aufweist, wobei die Alkylketten dieser Einheit jeweils aus nicht mehr
als 4 Kohlenstoffatomen bestehen,
wobei das molare Verhältnis der Gesamtmenge an Carboxyl- und/oder Phosphonsäure-Gruppen
der Komponenten a) zu Oxybis(alkylamin)-Einheiten des zumindest einen Amins der Komponente
b) nicht größer als 5 : 1, jedoch nicht kleiner als 1 : 3,
ii) ein Emulgatorsystem (II) bestehend aus
c) Ethoxylaten/Propoxylaten von Fettalkoholen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen im Alkohol
mit 2 bis 6 Ethylenoxideinheiten und 4 bis 8 Propylenoxideinheiten und
d) Fettalkoholen und/oder Fettalkoholpropoxylaten mit 12 bis 24 C Atomen im Alkohol
und 0 bis 3 Propylenoxideinheiten und/oder dem Destillationsrückstand dieser Fettalkohole.
2. Zubereitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass molare Verhältnis der Gesamtmenge an Carboxyl- und/oder Phosphonsäure-Gruppen der
Komponenten a) zu Oxybis(alkylamin)-Einheiten des zumindest einen Amins der Komponente
b) jeweils des Korrosionsschutzsystems (I) nicht größer als 3 : 1, jedoch nicht kleiner
als 2 : 3 ist.
3. Zubereitung nach einem oder beiden der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass als Komponente b) des Korrosionsschutzsystems (I) zumindest ein Amin der folgenden
Strukturformel (1) enthalten ist:

wobei die Reste R
1, R
2, R
3 und R
4 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus verzweigten oder unverzweigten Alkylresten
mit nicht mehr als 8 Kohlenstoffatomen und -((CH
2)
x-O)
y-R
5, wobei x eine natürliche ganze Zahl im Bereich von 1 bis 3, y eine natürliche ganze
Zahl im Bereich von 1 bis 6 ist und der Rest R
5 ausgewählt ist aus Wasserstoff, Methyl, Ethyl oder Propyl;
und/oder wobei die Reste R
1, R
2, R
3 und R
4 aus solchen Resten ausgewählt sind, die die beiden Stickstoffatome der Oxybis(alkylamin)-Einheit
verbrücken, so dass der Rest R
1 und/oder der Rest R
2 jeweils strukturidentisch mit dem Rest R
3 oder R
4 ist, wobei verbrückende Reste R
1 oder R
2 bzw. R
3 oder R
4 ausgewählt sind aus Alkylenen, Polyoxyalkylenen oder Polyaminoalkylenen mit nicht
mehr als 6 Kohlenstoffatomen; mit m und n als natürliche ganze Zahlen im Bereich von
1 bis 3.
4. Zubereitung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Komponente b) des Korrosionsschutzsystems (I) zumindest ein Amin der Strukturformel
(1) enthalten ist, bei dem die Reste R1, R2, R3 und R4 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus verzweigten oder unverzweigten Alkylresten
mit nicht mehr als 8, vorzugsweise nicht mehr als 4 Kohlenstoffatomen, und bei dem
die natürlichen ganzen Zahlen m und n gleich 2 sind.
5. Zubereitung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Amine der Komponente b) des Korrosionsschutzsystems (I) zu zumindest 50 Gew.-%,
vorzugsweise zu zumindest 80 Gew.-%, bezogen auf den Gesamtanteil der Amine gemäß
Komponente b) des Korrosionsschutzsystems (I) ausgewählt sind aus Aminen der Strukturformel
(I) gemäß einem der Ansprüche 3 oder 4.
6. Zubereitung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponente a) des Korrosionsschutzsystems (I) ausgewählt ist aus aliphatischen
verzweigten oder unverzweigten Monocarbonsäuren, die vorzugsweise ausgewählt sind
aus Caprylsäure, Ethylhexansäure, Isononansäure und Isodecansäure.
7. Ölhaltiges, wassermischbares Emulsionskonzentrat enthaltend
i) 2 bis 20 Gew.-% eines Korrosionsschutzsystems (I) umfassend
a) aliphatische Carbonsäuren mit zumindest 6, jedoch nicht mehr als 14 Kohlenstoffatomen
und/oder Carbonsäuren mit in die Kohlenstoffkette eingeschobenen Sauerstoff-Heteroatomen,
die zwischen 6 und 26 Atome in der Kohlenstoff-Heteroatomkette aufweisen, und/oder
aliphatische Phosphonsäuren mit zumindest 4, jedoch nicht mehr als 18 Kohlenstoffatomen,
b) zumindest ein Amin, das zumindest eine Oxybis(alkylamin)-Einheit mit tertiären
Amino-Gruppen aufweist, wobei die Alkylketten dieser Einheit jeweils aus nicht mehr
als 4 Kohlenstoffatomen bestehen,
wobei das Gewichtsverhältnis der Komponenten a) und b) von 1 : 0,2 bis 0,3 : 1 variieren
kann
ii) 2 bis 50 Gew.-% eines Emulgatorsystems (II) bestehend aus
c) Ethoxylaten/Propoxylaten von Fettalkoholen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen im Alkohol
mit 2 bis 6 Ethylenoxideinheiten und 4 bis 8 Propylenoxideinheiten und
d) Fettalkoholen und/oder Fettalkoholpropoxylaten mit 12 bis 24 Kohlenstoffatomen
im Alkohol und 0 bis 3 Propylenoxideinheiten und/oder dem Destillationsrückstand dieser
Fettalkohole,
wobei das Gewichtsverhältnis der Komponenten c) und d) von 1 : 0,3 bis 0,3 : 1 variieren
kann, und
iii) 5 bis 50 Gew.-% einer Ölkomponente (III),
und gegebenenfalls weitere Hilfs- und Wirkstoffe (IV), wobei die Summe der Bestandteile
I) bis IV) 60 bis 95 Gew.-% ausmacht und der verbleibende Gewichtsanteil Wasser darstellt.
8. Ölhaltiges, wassermischbares Emulsionskonzentrat gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Ölkomponente (III) paraffinisches oder naphtenisches Mineralöl, Dialkylether
mit 12 bis 20 Kohlenstoffatomen und/oder Esteröle verwendet werden.
1. An aqueous, surface-active and anti-corrosion preparation containing, in addition
to water,
i) a corrosion protection system (I) comprising
a) aliphatic carboxylic acids having at least 6 but no more than 14 carbon atoms and/or
carboxylic acids having oxygen heteroatoms inserted in the carbon chain, which have
between 6 and 26 atoms in the carbon heteroatom chain, and/or aliphatic phosphonic
acids having at least 4 but no more than 18 carbon atoms,
b) at least one amine which has at least one oxybis(alkylamine) unit having tertiary
amino groups, wherein the alkyl chains of this unit each consist of no more than 4
carbon atoms, wherein the molar ratio of the total amount of carboxyl acid groups
and/or phosphonic acid groups of components a) to oxybis(alkylamine) units of the
at least one amine of component b) is no greater than 5:1 but no smaller than 1:3,
ii) an emulsifier system (II) consisting of
c) ethoxylates/propoxylates of fatty alcohols having from 8 to 18 carbon atoms in
the alcohol having from 2 to 6 ethylene oxide units and from 4 to 8 propylene oxide
units and
d) fatty alcohols and/or fatty alcohol propoxylates having from 12 to 24 C atoms in
the alcohol and from 0 to 3 propylene oxide units and/or the distillation residue
of these fatty alcohols.
2. The preparation according to claim 1, characterized in that the molar ratio of the total amount of carboxyl acid groups and/or phosphonic acid
groups of components a) to oxybis(alkylamine) units of the at least one amine of component
b) of the relevant corrosion protection system (I) is no greater than 3:1 but no smaller
than 2:3.
3. The preparation according to one or both of the preceding claims,
characterized in that at least one amine of the following structural formula (1) is contained as component
b) of the corrosion protection system (I):

the functional groups R
1, R
2, R
3 and R
4 being selected, independently of one another, from branched or unbranched alkyl functional
groups having no more than 8 carbon atoms and - ((CH
2)
x-O)
y-R
5, where x is a natural integer in the range of from 1 to 3, y is a natural integer
in the range of from 1 to 6 and the functional group R
5 is selected from hydrogen, methyl, ethyl or propyl;
and/or the functional groups R
1, R
2, R
3 and R
4 being selected from functional groups of this kind which bridge the two nitrogen
atoms of the oxybis(alkylamine) unit such that the functional group R
1 and/or the functional group R
2 are each structurally identical to the functional group R
3 or R
4, bridging functional groups R
1 or R
2 and R
3 or R
4 being selected from alkylenes, polyoxyalkylenes or polyaminoalkylenes having no more
than 6 carbon atoms; where m and n are natural integers in the range of from 1 to
3.
4. The preparation according to claim 3, characterized in that at least one amine of structural formula (1) is contained as component b) of the
corrosion protection system (I), functional groups R1, R2, R3 and R4 being selected, independently of one another, from branched or unbranched alkyl functional
groups having no more than 8, preferably no more than 4, carbon atoms, and the natural
integers m and n being equal to 2.
5. The preparation according to one or more of the preceding claims, characterized in that, based on the total proportion of the amines according to component b) of the corrosion
protection system (I), at least 50 wt.%, preferably at least 80 wt.%, of the amines
of component b) of the corrosion protection system (I) are selected from amines of
structural formula (I) according to one of claims 3 or 4.
6. The preparation according to one or more of the preceding claims, characterized in that component a) of the corrosion protection system (I) is selected from aliphatic branched
or unbranched monocarboxylic acids, which are preferably selected from caprylic acid,
ethylhexanoic acid, isononanoic acid and isodecanoic acid.
7. An oil-containing, water-miscible emulsion concentrate containing
i) from 2 to 20 wt.% of a corrosion protection system (I) comprising
a) aliphatic carboxylic acids having at least 6 but no more than 14 carbon atoms and/or
carboxylic acids having oxygen heteroatoms inserted in the carbon chain, which have
between 6 and 26 atoms in the carbon heteroatom chain, and/or aliphatic phosphonic
acids having at least 4 but no more than 18 carbon atoms,
b) at least one amine which has at least one oxybis(alkylamine) unit having tertiary
amino groups, wherein the alkyl chains of this unit each consist of no more than 4
carbon atoms, wherein the weight ratio of components a) and b) can vary from 1:0.2
to 0.3:1
ii) from 2 to 50 wt. % of an emulsifier system (II) consisting of
c) ethoxylates/propoxylates of fatty alcohols having from 8 to 18 carbon atoms in
the alcohol having from 2 to 6 ethylene oxide units and from 4 to 8 propylene oxide
units and
d) fatty alcohols and/or fatty alcohol propoxylates having from 12 to 24 carbon atoms
in the alcohol and from 0 to 3 propylene oxide units and/or the distillation residue
of these fatty alcohols, wherein the weight ratio of components c) and d) can vary
from 1:0.3 to 0.3:1, and
iii) from 5 to 50 wt.% of an oil component (III), and optionally further auxiliary
agents and active ingredients (IV), wherein the sum of the constituents I) to IV)
makes up from 60 to 95 wt.% and the remaining weight proportion is water.
8. The oil-containing, water-miscible emulsion concentrate according to claim 7, characterized in that paraffinic or naphthenic mineral oils, dialkyl ethers having from 12 to 20 carbon
atoms and/or ester oils are used as the oil component (III).
1. Préparation aqueuse tensio-active et anti-corrosion contenant, outre de l'eau
i) un système anti-corrosion (I) comprenant
a) des acides carboxyliques aliphatiques ayant au moins 6, mais au maximum 14 atomes
de carbone et/ou des acides carboxyliques ayant des hétéro-atomes d'oxygène insérés
dans la chaîne carbone, qui présentent entre 6 et 26 atomes dans la chaîne d'hétéro-atomes
carbone, et/ou des acides phosphoniques aliphatiques ayant au moins 4, mais au maximum
18 atomes de carbone,
b) au moins une amine qui présente au moins une unité d'oxybis(alkylamine) ayant des
groupes amino tertiaires, dans laquelle les chaînes alkyle de cette unité sont constituées
chacune d'au maximum 4 atomes de carbone, dans lequel le rapport molaire de la quantité
totale de groupes d'acides carboxyliques et/ou d'acides phosphoniques des constituants
a) aux unités oxybis(alkylamine) de ladite amine du constituant b) n'est pas supérieur
à 5 : 1, mais au minimum égal à 1 : 3,
ii) un système émulsifiant (II) constitué
c) d'éthoxylates/de propoxylates d'alcools gras ayant de 8 à 18 atomes de carbone
dans l'alcool, avec de 2 à 6 unités d'oxyde d'éthylène et de 4 à 8 unités oxyde de
propylène et
d) d'alcools gras et/ou des propoxylates d'alcools gras ayant de 12 à 24 atomes de
carbone dans l'alcool et de 0 à 3 unités d'oxyde de propylène et/ou du résidu de distillation
de ces alcools gras.
2. Préparation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rapport molaire de la quantité totale de groupes d'acides carboxyliques et/ou
d'acides phosphoniques des constituants a) aux unités oxybis(alkylamine) de ladite
amine du constituant b) du système anti-corrosion (I) n'est pas supérieur à 3 : 1,
mais au minimum égal à 2 : 3.
3. Préparation selon l'une quelconque des revendications précédentes ou les deux revendications
précédentes,
caractérisée en ce qu'elle contient en tant que constituant b) du système anti-corrosion (I) au moins une
amine de formule structurelle (1) suivante :

dans laquelle les radicaux R
1, R
2, R
3 et R
4 sont choisis, indépendamment les uns des autres, parmi des radicaux alkyle ramifiés
ou non-ramifiés ayant au maximum 8 atomes de carbone et -((CH
2)
x-O)
y-R
5, où x est un nombre entier naturel dans la plage allant de 1 à 3, y est un nombre
entier naturel dans la plage allant de 1 à 6 et le radical R
5 est choisi parmi l'hydrogène, le méthyle, l'éthyle ou le propyle ;
et/ou dans laquelle les radicaux R
1, R
2, R
3 et R
4 sont choisis parmi les radicaux qui relient les deux atomes d'azote de l'unité d'oxybis(alkylamine),
de sorte que le radical R
1 et/ou le radical R
2 sont chacun de structure identique au radical R
3 ou R
4, lesdits radicaux de liaison R
1 ou R
2 et R
3 ou R
4 sont choisis parmi les alkylènes, les polyoxyalkylènes ou les polyaminoalkylènes
ayant au maximum 6 atomes de carbone ; m et n étant des nombres entiers naturels dans
la plage allant de 1 à 3.
4. Préparation selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'elle contient en tant que constituant b) du système anti-corrosion (I) au moins une
amine de formule structurelle (1), dans laquelle les radicaux R1, R2, R3 et R4 sont choisis, indépendamment les uns des autres, parmi les radicaux alkyle ramifiés
ou non-ramifiés ayant au maximum 8, de préférence au maximum 4 atomes de carbone,
et dans laquelle les nombres entiers naturels m et n sont égaux à 2.
5. Préparation selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que les amines du constituant b) du système anti-corrosion (I) représentent au moins
50 % en poids, de préférence au moins 80 % en poids, par rapport à la quantité totale
d'amines du constituant b) du système anti-corrosion (I) et sont choisies parmi les
amines de formule structurelle (I) selon l'une quelconque des revendications 3 ou
4.
6. Préparation selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que le constituant a) du système anti-corrosion (I) est choisi parmi les acides monocarboxyliques
aliphatiques ramifiés ou non-ramifiés, lesquels sont de préférence choisis parmi l'acide
caprylique, l'acide éthylhexanoïque, l'acide isononanoïque et l'acide isodécanoïque.
7. Concentré en émulsion huileux hydrophile contenant
i) de 2 à 20 % en poids d'un système anti-corrosion (I), comprenant
a) des acides carboxyliques aliphatiques ayant au moins 6, mais au maximum 14 atomes
de carbone et/ou des acides carboxyliques ayant des hétéro-atomes d'oxygène insérés
dans la chaîne carbone, qui présentent entre 6 et 26 atomes dans la chaîne d'hétéro-atomes
carbone, et/ou des acides phosphoniques aliphatiques ayant au moins 4, mais au maximum
18 atomes de carbone,
b) au moins une amine qui présente au moins une unité d'oxybis(alkylamine) ayant des
groupes amino tertiaires, dans laquelle les chaînes alkyle de cette unité sont constituées
chacune d'au maximum 4 atomes de carbone, dans lequel le rapport en poids des constituants
a) et b) peut varier de 1 : 0,2 à 0,3 : 1
ii) de 2 à 50 % en poids d'un système émulsifiant (II) constitué
c) d'éthoxylates/de propoxylates d'alcools gras ayant de 8 à 18 atomes de carbone
dans l'alcool, avec de 2 à 6 unités d'oxyde d'éthylène et de 4 à 8 unités d'oxyde
de propylène et
d) d'alcools gras et/ou de propoxylates d'alcools gras ayant de 12 à 24 atomes de
carbone dans l'alcool et de 0 à 3 unités d'oxyde de propylène et/ou du résidu de distillation
de ces alcools gras, dans lequel le rapport en poids des constituants c) et d) peut
varier de 1 : 0,3 à 0,3 : 1, et
iii) de 5 à 50 en % poids d'un constituant huileux (III), et éventuellement d'autres
adjuvants et substances actives (IV), dans lequel la somme des éléments I) à IV) équivaut
à 60 à 95 % en poids, le pourcentage en poids restant représentant de l'eau.
8. Concentré en émulsion huileux hydrophile selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'on utilise, en tant que constituant huileux (III), de l'huile minérale paraffinique
ou naphténique, de l'éther de dialkyle ayant de 12 à 20 atomes de carbone et/ou des
huiles d'esters.