[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verdichtereinheit für einen Verdichter zum
Verdichten von insbesondere Kältemittel gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1, sowie einen entsprechenden Verdichter, insbesondere Radialkolbenverdichter gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 10.
[0002] Aufgrund eines mittlerweile global ausgebildeten Handels mit Waren, unter denen sich
zunehmend Waren befinden, welche beim Transport einer Kühlung bedürfen und auch aufgrund
zunehmender Komfortbedürfnisse der Menschen erhöht sich der Bedarf an Kälteanlagen,
und somit insbesondere der Bedarf an Verdichtereinheiten und Verdichtern, welche die
Kälte für die vorstehend genannten Kälteanlagen liefern, stetig. In Zeiten, in denen
Energieressourcen teuer sind und weiterhin nicht zuletzt aufgrund umweltpolitischer
Aspekte ein möglichst geringer Energieverbrauch anzustreben ist, sind Bestrebungen
im Gange, Kältemittelverdichter räumlich so klein wie möglich, konstruktiv so einfach
wie möglich und auch bezüglich des Gewichts so gewichtssparend wie möglich zu konstruieren.
Weiterhin ist es ein Ziel, entsprechende Verdichter für einen Einsatz mit umweltfreundlichen
Kältemitteln, wie beispielsweise CO
2 als Kältemittel (Kältemittel R744) auszulegen, um dadurch eine Verwendung von fluorkohlenwasserstoffhaltigen
Kältemitteln einschränken zu können.
[0003] Ein Radialkolbenverdichter, der für CO
2 als Kältemittel ausgelegt ist, ist beispielsweise aus der
EP 1 552 291 B1 bekannt, die eine Hubkolbenmaschine in Form eines Radialkolbenverdichters mit einer
Verdichtereinheit mit ringförmig nebeneinander angeordneten, radial gerichteten Kolben-Zylinder-Einheiten
und mit einer Exzenterwelle offenbart. Die Exzenterwelle erstreckt sich durch einen
die Zylinder einschließenden Gehäusekörper eines Maschinengehäuses und der Exzenter
derselben steuert den Auswärtshub der Kolben. Der Einwärtshub der Kolben wird durch
einen gemeinsamen in die Kolben eingreifenden Steuerring gesteuert bzw. veranlasst.
Der Eingriff des Steuerrings erfolgt in eine seitliche, in Richtung einer Sekante
verlaufende, einer Querschnittsform des Steuerrings angepasste Aussparung jedes Kolbens,
die eine Bodenwand des Kolbens begrenzt, wobei der Steuerring über eine innere Steuerfläche
mit dieser Bodenwand in steuerndem Gleitkontakt steht.
[0004] Dieser Aufbau eines Radialkolbenverdichters gemäß der
EP 1 553 291 B1 stellt sich relativ kompliziert dar. Weiterhin gleitet der gemäß der
EP 1 553 291 B1 für die Rückholbewegung der Kolben mehreckige (sechseckige) Rückholring in Kolbennuten
senkrecht zu der Zugrichtung. Daraus resultiert neben einer Begrenzung der verfügbaren
bzw. anwendbaren Rückholkräfte auch eine Tendenz des Rings zum Verkanten. Die vorstehend
beschriebene Konstruktion stellt zudem eine Anordnung dar, die für einen "einseitigen"
Eingriff des Rückholrings in die Kolbennuten und somit auch für einseitige Materialbelastungen
sorgt. Insbesondere für mehrstufige Verdichter, bei denen hohe Rückholkräfte nötig
sind, wird zudem ein Rückholmechanismus benötigt, der den entsprechenden Kräften auch
standhalten kann.
[0006] Ausgehend vom vorstehend diskutierten Stand der Technik ist es demnach Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, eine Verdichtereinheit eines Verdichters zum Verdichten von
Kältemittel anzugeben, die im Vergleich zu den Verdichtereinheiten gemäß dem Stand
der Technik universell einsetzbar ist, relativ einfach konstruiert ist und damit auch
kostengünstig in der Herstellung ist. Ferner ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen entsprechenden Verdichter anzugeben
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Verdichtereinheit gemäß Patentanspruch
1 gelöst. Der Aspekt der Aufgabenstellung, der einen Verdichter betrifft, wird durch
einen Verdichter gemäß Anspruch 10 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß weist eine entsprechende Verdichtereinheit, welche zum Verdichten
von Kältemittel vorgesehen ist, eine Antriebsvorrichtung in Form einer Antriebswelle
auf, welche zum Antreiben von einem oder mehreren in einer radialen Richtung angeordneten
Kolben vorgesehen ist. Die Kolben sind in korrespondierenden Zylinderbohrungen in
Aus- und Einrückbewegungen hin- und herbewegbar. Die Ausrückbewegungen finden dabei
in der radial nach außen gerichteten Richtung statt, während die Einrückbewegungen
eine Bewegung der Kolben hin zur radialen Mitte bedeuten. Die Zylinderbohrungen sind
ebenfalls in der radialen Richtung angeordnet, insbesondere mit einer Zylinderbohrungsmittelachse,
die in der radialen Richtung angeordnet ist. Die Antriebsvorrichtung (Antriebswelle)
steht mit einem Exzenter in Wirkeingriff, der die Ausrückbewegung der Kolben steuert,
d.h. die Kolben durch seine entsprechende exzentrische Bewegung in einer beliebigen
Art und Weise in eine radial nach außen gerichtete Richtung bewegt (Ausrückbewegung).
Der Exzenter ist Bestandteil der Antriebswelle. Weiterhin steuert der Exzenter erfindungsgemäß
auch die Einrückbewegung der Kolben, was bedeutet, dass der Exzenter auch für ein
"Zurückziehen" der Kolben in Richtung der radialen Mitte hin verantwortlich ist. D.h.
der Exzenter bewegt die Kolben durch seine entsprechende exzentrische Bewegung auch
in einer beliebigen Art und Weise in eine radial nach innen gerichtete Richtung bzw.
ist für die radial nach innen gerichtete Bewegung kausal verantwortlich, wie er dies
auch für die nach außen gerichtete Bewegung ist.
[0009] In anderen Worten gesagt weist eine Verdichtereinheit eines Verdichters zum Verdichten
von Kältemittel mit einer Antriebsvorrichtung, insbesondere Antriebswelle, zum Antreiben
von einem oder mehreren in einer radialen Richtung angeordneten und in korrespondierenden
Zylinderbohrungen in Aus- und Einrückbewegungen hin- und herbewegbaren Kolben eine
Vorrichtung zum Durchführen einer Ausrückbewegung der Kolben und eine Vorrichtung
zum Durchführen der Einrückbewegung der Kolben auf, welche beide durch den Exzenter
gesteuert bzw. angetrieben werden. In einer konstruktiv einfachen Ausführungsform
ist die Vorrichtung zum Durchführen einer Ausrückbewegung der Kolben identisch mit
der Vorrichtung zum Durchführen der Einrückbewegung der Kolben. Denkbar wäre in diesem
Fall beispielsweise eine Verbindung zwischen einem jeweiligen Kolben und dem Exzenter,
beispielsweise mittels einer insbesondere starren Verbindung, welche beispielsweise
in Form eines Pleuels realisiert sein kann, und welche die Bewegung des Exzenters
vollständig auf den Kolben überträgt.
[0010] Dies stellt eine gegenüber dem Stand der Technik vereinfachte und insbesondere robuste
und somit wenig fehleranfällige Lösung für eine Verdichtereinheit und auch einen entsprechenden
Verdichter dar.
[0011] Der Exzenter weist einen Exzenter-Wirkabschnitt auf, über welchen er über ein Lager
mit einem oder mehreren Pleueln, insbesondere Pleuel-Wirkabschnitten der jeweiligen
Pleuel in Wirkeingriff steht, wobei die Pleuel-Wirkabschnitte an dem Lager mittels
einer Pleuel-Wirkabschnitt-Aufnahme angeordnet sind, wobei die Pleuel in Ihrer Bewegung
voneinander entkoppelt sind, wobei die zu dem kreisförmigen Außenumfang des Lagers
korrespondierend ausgebildeten Pleuel-Wirkabschnitte, welche an ihrer dem Lager zugewandten
Seite kreissegmentartig ausgebildet sind, an ihrem dem Lager zugewandten Ende eine
in axialer Richtung verbrei-terte Ausdehnung aufweisen, so dass sie mittels zweier,
im Querschnitt L-förmig ausgebil-deter Schalen, die die Pleuel-Wirkabschnitt-Aufnahme
bilden, am Lager angeordnet sind. Die Verdichtereinheit ist weiterhin CO
2 als Kältemittel vorgesehen und weist ein Hub-Bohrungs-Verhältnis von 0,3 bis 1 auf.
[0012] Der Exzenter-Wirkabschnitt weist vorzugsweise einen kreisförmigen Querschnitt auf,
die Pleuel-Wirkabschnitte weisen vorzugsweise eine hierzu korrespondierende kreissegmentartige
Ausbildung an ihrer dem Exzenter-Wirkabschnitt zugewandten Seite auf. In einer möglichen
Ausführungsform ist zwischen dem Pleuel-Wirkabschnitt und dem Exzenter-Wirkabschnitt
ein Lager, insbesondere ein Nadellager angeordnet, was für einen möglichst reibungsarmen
und somit Energieverlust-armen Antrieb der Pleuel und der mit diesen in Wirkeingriff
stehenden Kolben sorgt.
[0013] In einer konstruktiv einfachen Ausführungsform sind die Pleuel-Wirkabschnitte auf
einer Kreisbahn um den Exzenter-Wirkabschnitt angeordnet. Diese Ausführungsform eignet
sich insbesondere auch für die obenstehend erwähnte Anordnung eines Lagers, insbesondere
eines Nadellagers zwischen den beiden Wirkabschnitten.
[0014] Hinsichtlich des einen Verdichter betreffenden Aspekts der Aufgabenstellung der vorliegenden
Erfindung sei auf Patentanspruch 10 verwiesen, in dem ein entsprechender Verdichter
angegeben ist, wobei weitere mögliche Ausführungsformen in den von diesen abhängigen
Ansprüchen beschrieben sind. Der Verdichter weist die Vorteile und Merkmale auf, welche
bereits im Zusammenhang mit der die erfindungsgemäße Aufgabenstellung lösenden Verdichtungseinheit
beschrieben wurden.
[0015] Es sei an dieser Stelle auf die Unterscheidung zwischen Verdichtereinheit und Verdichter
eingegangen. In einer einfachen Form kann die in der vorliegenden Anmeldung als Verdichtereinheit
bezeichnete Vorrichtung einen Verdichter darstellen. Dies wäre beispielsweise bei
einem offenen Verdichter der Fall, welcher durch eine externe Antriebsquelle einen
Antrieb für die Antriebsvorrichtung, beispielsweise Antriebswelle der Verdichtereinheit
zur Verfügung stellt. Da jedoch oftmals, wenn von einem Verdichter gesprochen wird,
auch ein entsprechender Motor und ggf. hermetisch abgedichtete Gehäusebauteile etc.
dem Verdichter zugeordnet werden, ist zur Verdeutlichung im Rahmen der vorliegenden
Anmeldung zwischen einem Verdichter, der in der einfachsten Ausführungsform identisch
mit der Verdichtereinheit sein kann, aber auch weitere Bestandteile aufweisen kann,
und einer Verdichtereinheit, die ausschließlich der Verdichtung eines Fluids, insbesondere
Kältemittels, besonders gasförmigen Kältemittels dient, unterschieden.
[0016] Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0017] Die Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen anhand
von beispielhaften Ausführungsformen beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verdichters,
geschnitten senkrecht zur axialen Richtung;
Fig. 2 eine weitere Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Verdichters, geschnitten
parallel zu der axialen Richtung; und
[0018] In Fig. 1 ist eine Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Verdichters 10 dargestellt,
wobei der Schnitt im Bereich einer Verdichtereinheit 12 des erfindungsgemäßen Verdichters
10 senkrecht zu einer axialen Richtung vorgenommen ist.
[0019] Wie Fig. 1 entnommen werden kann, weist eine erfindungsgemäße Verdichtereinheit 12
sechs Kolben 14 auf, welche in einer radialen Richtung hin- und herbewegbar in entsprechenden
Zylinderbohrungen bzw. Zylinderbuchsen 16 angeordnet sind. Die Zylinderbohrungen bzw.
Zylinderbuchsen 16 selbst sind als entsprechende Aussparungen in einem Zylinderblock
18, ausgebildet. Die Kolben 14 sind, wie vorstehend bereits erwähnt ist, in der radialen
Richtung hin- und herbewegbar ausgebildet. Bei dieser Hin- und Herbewegung seien in
der Folge eine Ausrückbewegung und eine Einrückbewegung unterschieden, wobei die Ausrückbewegung
in die radial nach außen gerichtete Richtung (verdeutlicht durch Pfeil 20) und die
Einrückbewegung in eine radial nach innen gerichtete Richtung (verdeutlicht durch
Pfeil 22) gerichtet ist. Die Verdichtereinheit 12 dient zum Verdichten von Kältemittel,
wobei es sich in den anbei beschriebenen und in den Figuren dargestellten Ausführungsformen
vorzugsweise um R744 (CO
2) als Kältemittel handelt. Es sei jedoch angemerkt, dass auch eine Verwendung jeglichen
anderen Kältemittels (beispielsweise R134a, etc.) denkbar ist. In anderen Worten gesagt,
handelt es sich beim Gegenstand der vorliegenden Anmeldung um einen Kältemittelverdichter
zum Verdichten von Kältmittel, insbesondere CO2. Es handelt sich um einen Verdichter,
der insbesondere zum Verdichten von gasförmigen Medien vorgesehen ist, d.h. um einen
Verdichter zum Verdichten von gasförmigem Kältemittel.
[0020] Ferner weist die erfindungsgemäße Verdichtereinheit 12 eine Antriebsvorrichtung in
Form einer Antriebswelle 24 (vgl. hierzu z.B. Fig. 2) auf, mittels welcher die Verdichtereinheit
12 angetrieben werden kann. Die Antriebswelle ist in der beschriebenen Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Verdichters 10 mit einem Elektromotor (nicht dargestellt)
gekoppelt, kann jedoch in alternativen Ausführungsformen auch mit einer entsprechenden
Riementriebvorrichtung oder einer anderweitigen Vorrichtung gekoppelt sein. An dieser
Stelle sei angemerkt, dass die axiale Erstreckung der Antriebswelle 24 je nach vorgesehener
Verwendung auch deutlich kürzer sein kann als in der in den Figuren dargestellten
Ausführungsform, in welcher die Antriebswelle 24 mit dem Elektromotor in Wirkeingriff
steht und sich durch diesen hindurch erstreckt.
[0021] Im Rahmen der Aus- und Einrückbewegungen der Kolben wird Kältemittel bei einer Einrückbewegung
der Kolben 14 in die Zylinderbohrungen bzw. Zylinderbuchsen 16 eingesaugt, bei einer
Durchführung der Ausrückbewegung verdichtet und dann ausgestoßen.
[0022] Die Antriebsvorrichtung in Form der Antriebswelle 24 steht mit einem Exzenter 28
in Wirkeingriff. Genauer gesagt ist die Antriebswelle 24 in einem entsprechenden Bereich
(Exzenterabschnitt der Antriebswelle 24) exzentrisch ausgebildet. Der Exzenter 28
ist damit integral und einstückig mit und an der Antriebswelle 24 ausgebildet.
[0023] Der Exzenter 28 weist, senkrecht zu der axialen Richtung geschnitten, einen kreisförmigen
Querschnitt und radial nach außen gerichtete Exzenter-Flächen 30 auf, die in einem
Bereich eines Exzenter-Wirkabschnitts 32 angeordnet sind. Der Exzenter-Wirkabschnitt
32 dient dem Antrieb der Kolben 14 und steht mit diesen jeweils über ein jedem Kolben
14 zugeordnetes Pleuel 34 in Wirkeingriff. Hierzu sind die Pleuel 34 mittels Pleuelaugen
36, die an den den Kolben 14 zugewandten Seiten der Pleuel 34 ausgebildet sind, an
den Kolben 14 angelenkt.
[0024] Auf der dem Exzenter 28 zugewandten Seite weisen die Pleuel 34 einen Pleuel-Wirkabschnitt
38 auf, der dem Wirkeingriff mit dem Exzenter 28 dient. Der Exzenter 28 steht mit
den Pleuel-Wirkabschnitten 38 über ein Lager in Form eines Nadellagers 40 in Wirkeingrif,
welches am Exzenter-Wirkabschnitt 32 (kreisförmiger Querschnitt) und dort auf der
Exzenter-Fäche 30 angeordnet (eingepaßt) ist. Alternativ zum Nadellager 40 sind andere
Lager, insbesondere Gleitlager oder Wälzlager in jeglicher möglicher Ausbildung denkbar.
[0025] Das Lager 40 sorgt für einen reibungsarmen Übertrag und eine Umwandlung der Bewegung
(Drehbewegung) des Exzenters 28 in eine in radialer Richtung gerichtete Bewegung einer
Pleuel-Wirkabschnitt-Aufnahme 42, die mit dem Lager mittels einer entsprechenden Passung
in Wirkeingriff steht. Die entsprechende Bewegung in radialer Richtung wird dann entsprechend
auf die Pleuel 34 und die daran angelenkten Kolben 14 übertragen. Die zu dem kreisförmigen
Außenumfang des Lagers 40 korrespondierend ausgebildeten Pleuel-Wirkabschnitte 38,
welche an ihrer dem Lager 40 zugewandten Seite kreissegmentartig ausgebildet sind,
weisen hierzu an ihrem dem Lager zugewandten Ende eine in axialer Richtung verbreiterte
Ausdehnung auf, so dass sie mittels zweier, im Querschnitt L-förmig ausgebildeter
Schalen 44, die die Pleuel-Wirkabschnitt-Aufnahme 42 bilden, sicher am Lager 40 angeordnet
sind. Die Pleuel-Wirkabschnitte aller Pleuel 34 sind auf einer Kreisbahn um den Exzenter
28 und damit auch um den Exzenter-Wirkabschnitt 32 angeordnet, welche mit demselben
konzentrisch ist.
[0026] Aufgrund dessen, dass der Pendelpunkt der Vorrichtung aufgrund der Verwendung des
Exzenters azentrisch angeordnet ist, kann durch die vorliegende Konstruktion, in der
kreissegmentartige Pleuel-Wirkabschnitte zum Einsatz kommen und die Pleuel somit in
Ihrer Bewegung voneinander entkoppelt sind, im Bereich der jeweiligen Kolben eine
jeweils unterschiedliche Bewegung erfolgen. Wären die Pleuel starr gekoppelt, so käme
es zu einem Fehler in der Hubbewegung und somit zu einem erhöhten Schadraum im Bereich
der Kolben, die dem Pendelpunkt fern liegen.
[0027] In einer möglichen Ausführungsform handelt es sich, wie bereits vorstehend erwähnt,
bei der Verdichtereinheit 12 und somit bei dem Verdichter 10 um eine Verdichtereinheit
12 bzw. einen Verdichter 10, der als Kältemittelverdichter ausgebildet ist, welcher
CO
2 als Kältemittel aufweist bzw. für CO
2 als Kältemittel vorgesehen ist. Diese Verdichtereinheit 12 weist ein Verhältnis von
Hub eines Zylinders zu Durchmesser dessen Bohrung von 0,3 bis 1, insbesondere 0,3
bis 0,7, weiterhin insbesondere von 0,35 bis 0,5, weiterhin insbesondere von 0,4 auf.
In anderen Worten gesagt hat das Hub-Bohrungsverhältnis einen Wert von 0,3 bis 1,
insbesondere 0,3 bis 0,7, weiterhin insbesondere von 0,35 bis 0,5, weiterhin insbesondere
von 0,4. Dies sind die für die beschriebene mögliche Ausführungsform anwendbaren Hub-Bohrungsverhältnisse,
wobei je nach konstruktivem Bedarf ein Wert aus einem Intervall von 0,3 bis 1 gewählt
werden kann. Die weiteren genannten Werte mit kleiner werdenden Intervallen sind die
energetisch bevorzugten Werte, falls diese unter den gegebenen konstruktiven Randbedingungen
realisierbar sind.
[0028] In möglichen Ausführungsformen weist die erfindungsgemäße Verdichtereinheit 3 bis
8 Kolben auf, insbesondere 4 bis 6 Kolben. Insbesondere für CO
2 Verdichter, weiterhin insbesondere für CO
2 Verdichter kleinerer Bauart ist dies eine die Bauart begünstigende Kolbenanzahl.
[0029] Es bleibt noch anzumerken, dass die vorstehend beschriebene Ausführungsform des Verdichters
10 den Elektromotor 26 zum Antrieb der Verdichtereinheit 12 aufweist, wobei der Elektromotor
26 mit der Antriebswelle 24 der Verdichtereinheit 12 entsprechend in Wirkeingriff
steht bzw. diese antreibt. Bei dem Verdichter 10 der beschriebenen Ausführungsform
handelt es sich um einen hermetisch ausgebildeten Verdichter, wobei anzumerken ist,
dass das erfindungsgemäße Konzept selbstverständlich auf offene, halbhermetische,
hermetische und auch anderweitig ausgebildete Verdichter anwendbar ist. Der Antrieb
des Verdichters muss dabei nicht über einen Elektromotor erfolgen, sondern kann auch
als Riementrieb oder eine andere Antriebsmöglichkeit, welche ggf. im Verdichter integriert
ist, oder aber auch außerhalb des Verdichters gelegen ist, ausgelegt sein.
[0030] Obwohl die Erfindung anhand von Ausführungsformen mit festen Merkmalskombinationen
beschrieben wird, umfasst sie jedoch auch die denkbaren weiteren vorteilhaften Kombinationen,
wie sie durch die Unteransprüche angegeben sind.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 10
- Verdichter
- 12
- Verdichtereinheit
- 14
- Kolben
- 16
- Zylinderbohrungen/Zylinderbuchsen
- 18
- Zylinderblock
- 20
- Pfeil
- 22
- Pfeil
- 24
- Antriebswelle
- 28
- Exzenter
- 30
- Exzenter-Wirkfläche
- 32
- Exzenter-Wirkabschnitt
- 34
- Pleuel
- 36
- Pleuelauge
- 38
- Pleuel-Wirkabschnitt
- 40
- Nadellager
- 42
- Pleuel-Wirkabschnitt-Aufnahme
- 44
- Schale
1. Verdichtereinheit (12) eines Verdichters (10) zum Verdichten von Kältemittel mit einer
Antriebsvorrichtung, insbesondere Antriebswelle (24), zum Antreiben von einem oder
mehreren in einer radialen Richtung angeordneten und in korrespondierenden Zylinderbohrungen
(16) in Aus- und Einrückbewegungen hin- und herbewegbaren Kolben (14), wobei die Antriebsvorrichtung
mit einem Exzenter (28) in Wirkeingriff steht, der die Ausrückbewegung der Kolben
(14) steuert,
wobei der Exzenter (28) auch die Einrückbewegung der Kolben (14) steuert,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Exzenter (28) einen Exzenter-Wirkabschnitt (32) aufweist, über welchen er über
ein Lager (40) mit einem oder mehreren Pleueln (34), insbesondere Pleuel-Wirkabschnitten
(38) der jeweiligen Pleuel (34) in Wirkeingriff steht,
wobei die Pleuel-Wirkabschnitte (38) an dem Lager (40) mittels einer Pleuel-Wirkabschnitt-Aufnahme
(42) angeordnet sind, wobei die Pleuel in Ihrer Bewegung voneinander entkoppelt sind,
wobei
die zu dem kreisförmigen Außenumfang des Lagers (40) korrespondierend ausgebildeten
Pleuel-Wirkabschnitte (38), welche an ihrer dem Lager (40) zugewandten Seite kreissegmentartig
ausgebildet sind, an ihrem dem Lager (40) zugewandten Ende eine in axialer Richtung
verbreiterte Ausdehnung aufweisen, so dass sie mittels zweier, im Querschnitt L-förmig
ausgebildeter Schalen (44), die die Pleuel-Wirkabschnitt-Aufnahme (42) bilden, am
Lager (40) angeordnet sind, wobei
die Verdichtereinheit (12) für CO2 als Kältemittel vorgesehen ist,
die Verdichtereinheit (12) ein Hub-Bohrungs-Verhältnis von 0,3 bis 1 aufweist, und
der Exzenter (28) Bestandteil der Antriebswelle ist.
2. Verdichtereinheit (12) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verdichtereinheit (12) für jeden Kolben (14) ein jeweils diesem zugeordnetes Pleuel
(34) aufweist, das mittels eines Pleuelauges (36), welches an einer dem jeweiligen
Kolben (14) zugewandten Seite des Pleuels (34) ausgebildet ist, an diesem angelenkt
ist.
3. Verdichtereinheit (12) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verdichtereinheit (12) für jeden Kolben (14) ein jeweils diesem zugeordnetes Pleuel
(34) aufweist, das mittels des Pleuel-Wirkabschnitts (38), welcher an einer dem Exzenter-Wirkabschnitt
(32) zugewandten Seite des Pleuels (34) ausgebildet ist, mit dem Exzenter (28) in
Wirkeingriff steht.
4. Verdichtereinheit (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Exzenter-Wirkabschnitt (32) einen kreisförmigen Querschnitt aufweist und/oder
dass die dem Exzenter-Wirkabschnitt (32) zugewandten Seiten des Pleuels (34), insbesondere
der Pleuel-Wirkabschnitt (38) kreissegmentartig ausgebildet sind.
5. Verdichtereinheit (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Pleuel-Wirkabschnitte (38) auf einer Kreisbahn um den Exzenter (28), insbesondere
um den Exzenter-Wirkabschnitt (32) konzentrisch zu diesem angeordnet sind.
6. Verdichtereinheit (12) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen dem Pleuel-Wirkabschnitt (38) und dem Exzenter-Wirkabschnitt (32) ein Lager,
insbesondere ein Nadellager (40) angeordnet ist.
7. Verdichtereinheit (12) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verdichtereinheit (12) ein Hub-Bohrungs-Verhältnis von 0,3 bis 0,7 aufweist.
8. Verdichtereinheit (12) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verdichtereinheit (12) ein Hub-Bohrungs-Verhältnis von 0,35 bis 0,5, insbesondere
von 0,4 aufweist
9. Verdichtereinheit (12) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verdichtereinheit (12) 3 bis 8 Kolben, insbesondere 4 bis 6 Kolben aufweist
10. Verdichter (10) zum Verdichten von Kältemittel CO2
dadurch gekennzeichnet, dass
der Verdichter (10) eine Verdichtereinheit (12) gemäß einem der vorangehenden Ansprüche
aufweist.
11. Verdichter (10) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Verdichter (10) einen Elektromotor zum Antrieb der Verdichtereinheit (12) aufweist,
wobei der Elektromotor mit der Antriebsvorrichtung, insbesondere Antriebswelle (24)
der Verdichtereinheit (12) in Wirkeingriff steht.
12. Verdichter (10) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Verdichter (10) ein hermetisch ausgebildeter Verdichter (10) ist.
1. A compressor unit (12) of a compressor (10) for compressing refrigerant comprising
a drive device, in particular a drive shaft (24), for driving one or more pistons
(14) that are arranged in a radial direction and that can be moved back and forth
in extension and retraction movements in corresponding cylinder bores (16), wherein
the drive device is in operative engagement with an eccentric (28) that controls the
extension movement of the pistons (14), wherein the eccentric (28) also controls the
retraction movement of the pistons (14),
characterized in that
the eccentric (28) has an operative eccentric section (32) by means of which it is,
via a bearing (40), in operative engagement with one or more connecting rods (34),
in particular operative connecting rod sections (38), of the respective connecting
rods (34),
wherein the operative connecting rod sections (38) are arranged on the bearing (40)
by means of a operative connecting rod section seat (42), wherein the movements of
the connecting rods are disengaged from each other, wherein
the operative connecting rod sections 38 that are designed to correspond with the
circular outer perimeter of the bearing 40 and are shaped as a circular segment on
their side facing the bearing (40) have, at their end facing the bearing (40) an extension
that widens in an axial direction such that they are arranged on the bearing (40)
by means of two shells (44) that are designed with an L-shaped cross-section and that
form the operative connecting rod section seat (42), wherein
the compressor unit (12) is provided for CO2 as a refrigerant,
the compressor unit (12) comprises a stroke/bore ratio of 0.3 to 1, and
the eccentric (28) is a component of the drive shaft.
2. The compressor unit (12), according to claim 1,
characterized in that
the compressor unit (12) has, for each piston (14), a respective connecting rod (34)
which is assigned to the piston and is articulated thereto by means of a connecting
rod eye (36) which is formed on the side of the connecting rod (34) facing the respective
piston (14).
3. The compressor unit (12) according to one of claims 1 or 2,
characterized in that
the compressor unit (12) has, for each piston (14), a respective connecting rod (34)
which is assigned to the piston and is in operative engagement with the eccentric
(28) by means of the operative connecting rod section (38) that is formed on the side
of the connecting rod (34) facing the operative eccentric section (32).
4. The compressor unit (12) according to one of claims 1 to 3,
characterized in that
the operative eccentric section (32) has a circular cross-section, and/or in that the sides of the connecting rod (34) facing the operative eccentric section (32),
in particular the operative connecting rod section (38), are shaped as a circular
segment.
5. The compressor unit (12) according to one of claims 1 to 4,
characterized in that
the operative connecting rod sections (38) are arranged concentrically on a circular
path around the eccentric (28), in particular around the operative eccentric section
(32).
6. The compressor unit (12), according to claim 5,
characterized in that
a bearing, in particular a needle bearing (40), is arranged between the operative
connecting rod section (38) and the operative eccentric section (32).
7. The compressor unit (12) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the compressor unit (12) has a stroke/bore ratio of 0.3 to 0.7.
8. The compressor unit (12) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the compressor unit (12) has a stroke/bore ratio of 0.35 to 0.5, in particular of
0.4.
9. The compressor unit (12) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the compressor unit (12) has 3 to 8 pistons, in particular 4 to 6 pistons.
10. A compressor (10) for compressing CO2 as a refrigerant
characterized in that
the compressor (10) has a compressor unit (12) according to one of the preceding claims.
11. The compressor (10), according to claim 10,
characterized in that
the compressor (10) has an electric motor for driving a compressor unit (12), wherein
the electric motor is in operative engagement with the drive device, in particular
the drive shaft (24), of the compressor unit (12).
12. The compressor (10) according to claim 10 or 11,
characterized in that
the compressor (10) is a hermetically designed compressor (10).
1. Unité de compression (12) d'un compresseur (10) dévolu à la compression d'agent frigorigène,
pourvue d'un dispositif d'entraînement, en particulier d'un arbre d'entraînement (24)
conçu pour entraîner un ou plusieurs piston(s) (14) agencé(s) dans une direction radiale
et pouvant accomplir des va-et-vient en des mouvements de désengagement et d'engagement,
dans des alésages cylindriques (16) concordants, ledit dispositif d'entraînement étant
en prise interactive avec un excentrique (28) qui commande le mouvement de désengagement
des pistons (14),
lequel excentrique (28) commande également le mouvement d'engagement desdits pistons
(14),
caractérisée par le fait que
l'excentrique (28) est muni d'une région opérante (32) par l'intermédiaire de laquelle
il est en prise interactive, au moyen d'un palier (40), avec une ou plusieurs bielle(s)
(34), notamment avec des régions opérantes (38) des bielles (34) respectives,
lesquelles régions opérantes (38) des bielles sont implantées, sur ledit palier (40),
au moyen d'un logement (42) desdites régions opérantes, les mouvements desdites bielles
étant mutuellement découplés, sachant que
lesdites régions opérantes (38) des bielles, réalisées pour concorder avec le pourtour
extérieur circulaire du palier (40) et offrant une réalisation du type segment de
cercle sur leur côté tourné vers ledit palier (40), présentent un tracé élargi dans
la direction axiale, à leur extrémité pointant vers ledit palier (40), de sorte qu'elles
sont implantées, sur ledit palier (40), au moyen de deux coques (44) réalisées avec
configuration en L en coupe transversale, qui forment le logement (42) desdites régions
opérantes des bielles,
l'unité de compression (12) étant prévue pour du CO2 en tant qu'agent frigorigène,
ladite unité de compression (12) présentant un rapport course-alésage de 0,3 à 1,
et
l'excentrique (28) formant partie intégrante de l'arbre d'entraînement.
2. Unité de compression (12) selon la revendication 1,
caractérisée par le fait que
ladite unité de compression (12) comporte, pour chaque piston (14), une bielle (34)
qui est respectivement associée à ce dernier et est articulée, sur celui-ci, au moyen
d'un oeil (36) façonné sur un côté de ladite bielle (34) tourné vers le piston (14)
considéré.
3. Unité de compression (12) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée par le fait que
ladite unité de compression (12) comporte, pour chaque piston (14), une bielle (34)
respectivement associée à ce dernier et en prise interactive, avec l'excentrique (28),
au moyen de la région opérante (38) de la bielle qui est ménagée sur un côté de ladite
bielle (34) tourné vers la région opérante (32) dudit excentrique.
4. Unité de compression (12) selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée par le fait que
la région opérante (32) de l'excentrique présente une section transversale circulaire
; et/ou par le fait que les côtés de la bielle (34) tournés vers ladite région opérante (32) dudit excentrique,
en particulier la région opérante (38) de ladite bielle, offrent une réalisation du
type segment de cercle.
5. Unité de compression (12) selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée par le fait que
les régions opérantes (38) des bielles sont disposées sur une trajectoire circulaire
autour de l'excentrique (28), notamment autour de la région opérante (32) dudit excentrique,
concentriquement à cette dernière.
6. Unité de compression (12) selon la revendication 5,
caractérisée par le fait
qu'un palier, en particulier un palier (40) à aiguilles, est interposé entre la région
opérante (38) de la bielle et la région opérante (32) de l'excentrique.
7. Unité de compression (12) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que
ladite unité de compression (12) présente un rapport course-alésage de 0,3 à 0,7.
8. Unité de compression (12) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que
ladite unité de compression (12) présente un rapport course-alésage de 0,35 à 0,5,
notamment de 0,4.
9. Unité de compression (12) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par le fait que
ladite unité de compression (12) compte de trois à huit pistons, en particulier de
quatre à six pistons.
10. Compresseur (10) dévolu à la compression de CO2 en tant qu'agent frigorigène,
caractérisé par le fait que
ledit compresseur (10) est équipé d'une unité de compression (12) conforme à l'une
des revendications précédentes.
11. Compresseur (10) selon la revendication 10,
caractérisé par le fait que
ledit compresseur (10) est équipé d'un moteur électrique affecté à l'entraînement
de l'unité de compression (12),
ledit moteur électrique étant en prise interactive avec le dispositif d'entraînement,
en particulier avec l'arbre (24) d'entraînement de ladite unité de compression (12).
12. Compresseur (10) selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé par le fait que
ledit compresseur (10) est un compresseur (10) de conception hermétique.