[0001] Die Erfindung betrifft ein Signalkabel, nämlich ein Koaxialkabel oder ein symmetrisches
Signalkabel mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1, bzw. 2, bzw. 3. Die
Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung eines solchen Signalkabels zur hochfrequenten
Signalübertragung.
[0002] Als Signalkabel zur Übertragung von hochfrequenten Signalen, beispielsweise im GHz-Bereich
werden häufig Koaxialkabel eingesetzt. Durch deren speziellen Aufbau mit einem zentralen
als Signalleiter ausgebildeten Innenleiter, mit dem Dielektrikum sowie mit einem durch
eine oder mehrere Schirmlagen gebildeten hohlzylindrischen Außenleiter ist die störungsfreie
Übertragung auch von hochfrequenten, breitbandigen Signalen ermöglicht. Im Falle von
äußeren Störfeldern werden diese von der Schirmlage abgeschirmt und beeinflussen die
Signalübertragung beim Innenleiter nicht.
[0003] Neben Koaxialkabel werden zur Signalübertragung auch sogenannte symmetrische Signalkabel
eingesetzt. Diese bestehen aus zumindest einem Paar von miteinander verseilten, isolierten
Signalleitern, die einen Verseilverbund bilden. Dieser ist von einer Abschirmung (Paarschirmung)
umgeben. Die beiden Signalleiter des Paares werden symmetrisch mit dem zu übertragenden
Signal angesteuert, wobei in den einen Signalleiter das Ursprungssignal und in den
anderen Signalleiter ein invertiertes (um 180° phasenverschoben) Signal eingespeist
wird. Ausgewertet wird die Pegeldifferenz zwischen den beiden Signalleitern. Im Falle
eines äußeren Störpegels wirkt dieser gleichermaßen auf die beiden Signalpegel in
den Signalleitern ein, so dass das Differenzsignal unberührt bleibt.
[0004] Bei der Übertragung von Signalen insbesondere in Computernetzwerken werden Kabel
eingesetzt, bei denen mehre paarweise miteinander verdrallte, ungeschirmte Adernpaare
nebeneinander in einem gemeinsamen Kabelmantel geführt werden. Typische derartige
Datenkabel weisen beispielsweise vier oder auch mehr gemeinsam geführte Adernpaare
auf. Derartige Kabel werden beispielsweise in Computernetzwerken als Cat 5- oder Cat
6-Kabel eingesetzt. Bei derartigen Computerkabeln oder auch Telefonkabeln ist als
störender Effekt das sogenannte Nebensprechen bekannt, bei dem die Signalübertragung
in dem einen Adernpaar die Signalübertragung in dem anderen Adernpaar beeinflusst.
[0005] Um dieses Nebensprechen zu vermeiden oder zumindest zu verringern sind unterschiedliche
Maßnahmen bekannt. So ist beispielsweise aus der
US 7,109,424 B2 oder auch der
US 6,959,533 B2 eine Variation der Schlaglänge der Adernpaare zu entnehmen. Ein weiterer, beispielsweise
in der
WO 2005/041 219 A1 beschriebener Ansatz sieht für Cat 5 oder Cat 6-Kabel vor, die einzelnen Adernpaare
mit unterschiedlichen Schlaglängen zu verseilen.
[0006] Aus der
US 6,318,062 B1 ist beispielsweise eine Verseilmaschine zu entnehmen, mit der eine Variation der
Schlaglänge eines Adernpaares vorgenommen werden kann.
[0007] Ein anderer Ansatz zur Vermeidung oder Eindämmung des Nebensprechverhaltens sieht
eine individuelle Abschirmung eines jeweiligen Adempaares vor, so dass also keine
störenden Einflüsse von dem Nachbarpaar auftreten können.
[0008] In der
DE 19 43 229 wird ein weiterer, zu dem Problem des Nebensprechens unabhängiger Aspekt beschrieben,
nämlich die sogenannte Rückflussdämpfung. Diese entsteht beispielsweise bei koaxialen
Leitungen aufgrund von Impedanzänderungen in der Übertragungsstrecke, wodurch an einer
durch die Impedanzänderung hervorgerufenen Impedanzstoßstelle das Signal reflektiert
wird, so dass insgesamt eine Signaldämpfung auftritt (Rückflussdämpfung).
[0009] Aus der
DE 19 43 229 ist zu entnehmen, dass eine periodische Verformung eines Kabels mit einer Vielzahl
von miteinander verseilten Koaxialleitern zu einer hohen Rückflussdämpfung bei bestimmten
Überträgungsfrequenzen führt. Gemäß der
DE 19 43 229 sind derartige Verformungen der Koaxialleiter durch die mechanische Belastung des
jeweiligen Koaxialleiters bei dem Verseilprozess bedingt.
[0010] Gemäß diesem Dokument ist zur Vermeidung der Rückflussdämpfung vorgesehen, die durch
die Verseilung hervorgerufene Periodizität der mechanischen Verformungen durch eine
Veränderung des Verseilprozesses zu verändern. Die durch die Verformung hervorgerufene
Impedanzstörstelle tritt daher nicht mehr an sich periodisch wiederholenden Stellen
auf, so dass die an den einzelnen Impedanzstoßstellen reflektierten Signalanteile
sich nicht aufaddieren.
[0011] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Signalkabel, nämlich
ein Koaxialkabel oder ein symmetrisches Kabel mit verbesserten Eigenschaften insbesondere
bei der Übertragung von hochfrequenten Datensignalen anzugeben.
[0012] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch ein Signalkabel mit den Merkmalen
des Anspruchs 1.
[0013] Das Signalkabel ist als Hochfrequenz-Signalkabel zur Übertragung von Signalen mit
einer Frequenz im Gigahertz-Bereich insbesondere bis zu etwa 100 Gigahertz ausgelegt
und vorgesehen. Das Signalkabel ist dabei wahlweise als Koaxialkabel oder als symmetrisches
Signalkabel ausgebildet. Das Koaxialkabel weist allgemein einen als Innenleiter ausgebildeten
Signalleiter auf, welcher von einem Dielektrikum und anschließend von einem üblicherweise
als Geflechtschirm ausgebildeten Außenleiter umgeben ist, welcher wiederum von einem
Kabelmantel umgeben ist. Das symmetrische Signalkabel weist zumindest ein miteinander
verseiltes Adernpaar auf, das aus zwei isolierten Signalleitern gebildet ist und das
von einer Abschirmung umgeben ist. Gemäß einer ersten Ausführungsvariante umgibt dabei
die Abschirmung exakt ein Adernpaar, jedes Adernpaar des Kabels ist daher unmittelbar
von einer Paarschirmung umgeben. Neben diesen mit einer Paarschirmung versehenen individuellen
Adernpaaren ist auch die sogenannte Viererverseilung bei einem symmetrischen Signalkabel
bekannt, bei dem zwei ein Signalpaar bildende Adernpaare gemeinsam miteinander verseilt
sind. Dieser Vierer-Verseilverbund ist ebenfalls von einer Abschirmung unmittelbar
umgeben. Bei einem derartigen Sternvierer sind die vier einzelnen Signalleiter in
einem Quadrat angeordnet, wobei die diagonal gegenüberliegenden Signalleiter jeweils
ein Signalpaar zur Übertragung eines jeweiligen Datensignals bilden.
[0014] Bei derartigen Signalkabeln ist nunmehr erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Signalleiter
als ein Litzenleiter bestehend aus einer Anzahl von einzelnen Litzendrähten ausgebildet
ist und die Litzendrähte miteinander unter einer variierenden Schlaglänge verseilt
sind. Alternativ oder in Kombination hierzu sind bei einem symmetrischen Signalkabel
die Signalleiter miteinander unter einer variierenden Schlaglänge verseilt.
[0015] Diese Ausgestaltung geht von der Erkenntnis aus, dass selbst die streng homogen aufgebauten
Signalkabeln, wie sie heutzutage bereits für die Übertragung von Signalen beispielsweise
bis 100 Megahertz eingesetzt werden, für höherfrequenten Signale beispielsweise größer
500 Megahertz, und insbesondere im einstelligen Gigahertz-Bereich nur noch bedingt
geeignet sind. Untersuchungen haben gezeigt, dass trotz einer exakt homogenen Ausgestaltung
der Koaxialkabel ohne Formfehler, wie sie beispielsweise in der
DE 19 43 229 beschrieben sind, eine Rückflussdämpfung bei definierten Frequenzen auftritt. Es
wurde weiterhin erkannt, dass diese Störungen durch die grundsätzliche Verseil-Periodizität
der verseilten Komponenten, also entweder der miteinander verseilten einzelnen Litzendrähte
des als Litzenleiter ausgebildeten Signalleiters oder durch die miteinander verseilten
Signalleiter bei einem symmetrischen Kabel hervorgerufen sind. Ausgehend von diesen
Erkenntnissen ist die variierende Schlaglänge gewählt, wodurch die bei einem definierten
Frequenzbereich auftretende Rückflussdämpfung verringert wird bzw. über ein größeres
Frequenzband verteilt wird.
[0016] Diese Ausgestaltung mit der variierenden Schlaglänge geht also von der Erkenntnis
aus, dass unmittelbar aufgrund des Verseil- oder Verlitzprozesses periodische Strukturen
eingebracht werden, die trotz der homogenen, störungsfreien Ausbildung des Signalkabels
ohne Formfehler in überraschender Weise für eine hochfrequente Datenübertragung eine
periodisch wiederkehrende, regelmäßige Störung darstellt. Diese Störungen führen zu
einer Erhöhung der Rückflussdämpfung, d. h. zumindest ein frequenzfester Signalanteil
wird vermehrt reflektiert und zurückgeworfen und mindert somit die übertragene Signalleistung.
Unter Rückflussdämpfung wird allgemein das Verhältnis von gesendeter zu reflektierter
Leistung bzw. von eingespeiste Energie zu rückgestreuter Energie verstanden. Die Rückflussdämpfung
ist daher ein Maß für Rückstreueffekte bei der Signalausbreitung im Signalkabel. Die
Rückstreueffekte treten dabei an Störstellen in der Übertragungsstrecke auf.
[0017] Aufgrund der periodischen durch eine feste Schlaglänge eingebrachten Störungen wirken
sich diese selektiv auf bestimmte Wellenlängen aus. Insbesondere sind derartige Signalanteile
betroffen, deren Wellenlängen im Bereich der halben Schlaglänge oder einem ganzzahligen
Vielfachen der halben Schlaglänge liegen. Die Rückflussdämpfung zeigt daher Störpeaks,
wenn n*λ/2 = s, wobei n eine ganze Zahl ist, λ die Wellenlänge des Datensignals und
s die Schlaglänge. Bei Doppelverseilmaschinen ist der die Störung bedingende periodische
Abstand die doppelte Schlaglänge, so dass bei mit einer Doppelschlagmaschine hergestellten
Kabel bzw. Litzen die Störpeaks auftreten wenn n*λ/2 = 2s. Dieses Problem der Störpeaks
in der Rückflussdämpfung tritt insbesondere bei hochfrequenten Signalen im oberen
Megahertz und im Gigahertz Bereich auf, da in diesem Fall die typischen Schlaglängen
von Litzenleitern im Bereich eines Vielfaches von λ/2 bzw. λ/4 liegt. Bei einer Einfachschlagverseilmaschine
und einer Schlaglänge s von 10mm entstehen die Störpeaks bei 10GHz (λ/2=s), 20GHz
(2* λ/2=s), 30GHz (3* λ/2=s) usw.. Bei einer Doppelschlagverseilmaschine entstehen
die Störpeaks bei 5GHz (λ/2=2s), 10GHz (2*λ/2=2s), 15GHz (3*λ/2=2s) usw.
[0018] Die durch die Schlaglänge eingebrachte periodische Struktur führt daher innerhalb
des Signals selektiv zu einer hohen, peakartigen Rückflussdämpfung bei einer definierten
Frequenz (Wellenlänge). Durch die variierende Schlaglänge wird dieser Peak bei einer
definierten Frequenz reduziert, so dass insgesamt bei dieser kritischen Frequenz die
Rückflussdämpfung verringert wird. Durch die Variation der Schlaglänge wird insgesamt
die Rückflussdämpfung infolge der durch die Verseilung eingebrachten Störungen auf
ein breiteres Frequenzbanz verteilt. Damit besteht die Möglichkeit, insgesamt für
die einzelnen Frequenzen die maximal zulässige Rückflussdämpfung selbst bei hochfrequenten
Datensignalen einzuhalten.
[0019] Unter Schlaglänge eines Litzenleiters wird allgemein die Länge verstanden, die ein
einzelner Litzendraht aufgrund der Verseilung benötigt, um eine vollständige Umwicklung
(360 Grad) in longitudinaler Richtung um ein Litzenzentrum auszuführen. Unter variierende
Schlaglänge wird daher verstanden, dass der Längenabstand, den ein jeweiliger einzelner
Litzendraht für eine 360 Grad-Umdrehung benötigt über die Länge des Litzenleiters
sich verändert. Entsprechend wird unter Schlaglänge des Verseilverbunds auch die Länge
verstanden, die der einzelne isolierte Signalleiter für eine vollständige Umwicklung
benötigt.
[0020] Unter Litzenleiter werden vorliegend bevorzugt sogenannte konzentrische Litzenleiter
verstanden, bei denen die einzelnen Litzendrähte eine genau definierte Lage aufweisen,
so dass ein regelmäßiger Aufbau gewährleistet ist. Bei diesen sind allgemein ein oder
mehrere Lagen von einzelnen Litzendrähten um ein Litzenzentrum herum verseilt. Das
Litzenzentrum selbst ist üblicherweise auch ein Litzendraht. Bei einem einlagigen
Litzenleiter ist der zentrale Litzendraht von sechs weiteren Litzendrähte umgeben.
Bei einem zweilagigen Litzenleiter sind diese wiederum von 12 Einzeldrähten in der
zweiten Lage, bei einem dreilagigen Litzenleiter sind diese wiederum von 18 Einzeldrähten
in der dritten Lage umgeben. Daneben können die Litzenleiter alternativ auch als sogenannte
Bündellitzen ausgebildet sein. Bei diesen werden mehrere Einzeldrähte oder Drahtbündel
verwürgt. Im Unterschied zu konzentrischen Litzen nehmen die Einzeldrähte keine genau
definierte Lage innerhalb der Litze ein und es gibt keine feste Ordnung in der Stellung
der Einzeldrähte zueinander.
[0021] Unter symmetrische Signalkabel werden Kabel mit zumindest einem Leiterpaar aus isolierten
Signalleitern verstanden, die gemeinsam zur Übertragung eines Signals durch Einspeisen
eines Ursprungssignals und eines hierzu invertierten Signals vorgesehen sind. Bei
einer sogenannten Paarverseilung bildet das Leiterpaar den Verseilverbund, der von
der Abschirmung umgeben ist. Neben der Paarverseilung ist auch eine sogenannte Viererverseilung,
insbesondere der Sternvierer bekannt, bei dem jeweils zwei Adern (isolierte Signalleiter),
beim Sternvierer die diagonal gegenüberliegenden Signalleiter, das jeweilige Leiterpaar
bilden. Die bei der Viererverseilung vier miteinander verseilten Signalleiter bilden
den Verseilverbund, der von der Abschirmung umgeben ist. Das Signalkabel weist in
einer bevorzugten Variante mehrere von einer Abschirmung umgebene Verseilverbunde,
also beispielsweise mehrere abgeschirmte Paare oder Sternvierer oder Kombinationen
hiervon auf, die üblicherweise von einer weiteren Gesamtabschirmung umgeben sind.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung variiert dabei die Schlaglänge mit einem vorgegebenen
Differenzwert um eine mittlere Schlaglänge. Die Schlaglänge variiert daher innerhalb
einer durch den Differenzwert gebildeten Bandbreite um einen mittleren Wert nach oben
und nach unten. Die mittlere Schlaglänge zuzüglich des Differenzwertes gibt daher
eine maximale Schlaglänge und die mittlere Schlaglänge abzüglich des Differenzwertes
gibt die minimale Schlaglänge an. Zwischen der maximalen und der minimalen Schlaglänge
werden Zwischenwerte eingenommen.
[0023] Vorzugsweise liegt der Differenzwert dabei im Bereich von 5 bis 25 Prozent und insbesondere
im Bereich von 10 bis 20 Prozent der mittleren Schlaglänge. Die sich einstellende
Schlaglänge variiert daher zwischen 80 und 90 Prozent der mittleren Schlaglänge als
minimale Schlaglänge bis hin zu 110 bis 120 Prozent der mittleren Schlaglänge als
maximale Schlaglänge.
[0024] In zweckdienlicher Ausgestaltung oszilliert dabei die Schlaglänge um die mittlere
Schlaglänge, nimmt also abwechselnd kontinuierlich bis zu einer maximalen Schlaglänge
zu und bis zu einer minimalen Schlaglänge ab. Die Änderung der Schlaglänge ist dabei
vorzugsweise kontinuierlich und stetig. Die Zu- und Abnahme folgt dabei insbesondere
einer beispielsweise sinusförmigen Wellenbewegung.
[0025] Die Variation der Schlaglänge lässt sich herstellungstechnisch besonders einfach
verwirklichen. Bei elektronisch gesteuerten Verlitz- oder Verseilmaschinen erfolgt
dies bspw. durch eine Variation der Drehgeschwindigkeit des sogenannten Schlagbügels
bei der Verseilung und/oder eine Variation der Abzugsgeschwindigkeit in Längsrichtung.
Bei mechanisch verkoppelten Verseil- oder Verlitzmaschinen kann eine variierende Schlaglänge
über exzentrisch gelagerte Räder innerhalb eines Antriebsgetriebes realisiert werden.
[0026] Alternativ zu einer gleichmäßigen beispielsweise sinusförmigen Veränderung der Schlaglänge
ist in bevorzugter Ausgestaltung eine ungleichmäßige Variation vorgesehen. Die Schlaglänge
verändert sich daher insbesondere willkürlich, vorzugsweise zufällig. Dies wird insbesondere
bei elektronisch geregelten Verseilmaschinen vorzugsweise durch eine entsprechende
ungleichmäßige Ansteuerung der Verseilmaschine erreicht. Insbesondere wird beispielsweise
die Schlaglänge über einen Zufallsgenerator vorgegeben.
[0027] Für typische Anwendungen liegt die mittlere Schlaglänge bevorzugt im Bereich von
1 bis 40 mm, insbesondere im Bereich von 5 bis 40 mm. Zweckdienlicherweise beträgt
die mittlere Schlaglänge allgemein etwa das 3 bis 50-fache des Durchmessers des Signalleiters.
Durch diese gewählte Bandbreite der mittleren Schlaglänge in Kombination mit den gewählten
mittleren Schlaglängen ist ausgehend von den gegenwärtig üblichen Litzenleitern mit
den üblichen Schlaglängen ein Litzenleiter mit guten Rückflussdämpfungseigenschaften
auch bei hohen Frequenzen erzielt.
[0028] Die variierende Schlaglänge lässt sich durch eine Einhüllende charakterisieren, die
also die Zu- bzw. Abnahme der Schlaglänge angibt. Gemäß einer zweckdienlichen Ausgestaltung
weist die Einhüllende selbst eine Länge im Bereich von wenigen Metern auf. Die Einhüllende
kann dabei eine Länge von maximal bis zu 50 Metern aufweisen hat vorzugsweise jedoch
eine deutlich geringere Länge beispielsweise von lediglich 0,3 Metern. Grundsätzlich
besteht daher die Möglichkeit, dass nach dieser Länge oder Periodizität der Einhüllenden
eine jeweilige Schlaglänge sich wiederholt, also mit einer Periodizität wiederholt,
die der Periodizität der Einhüllenden entspricht. Durch die gewählte Länge der Einhüllenden
im Bereich von einigen Metern wird erreicht, dass bei typischen Kabellängen, für die
die Signalkabel üblicherweise eingesetzt werden, allenfalls nur wenige Schlaglängen
sich identisch wiederholen. Insgesamt ist dadurch effektiv ein hoher Rückflussdämpfungs-Peak
vermieden. Derartige Signalkabel werden beispielsweise als sogenannte Patch-Kabel
bei Netzwerken eingesetzt. Allgemein liegen die Kabellängen im Bereich von wenigen
Metern, maximal beispielsweise bei 30 m und insbesondere bei maximal etwa 15 m.
[0029] Um ergänzend auch den Effekt einer Periodizität der Einhüllenden zu verringern ist
in zweckdienlicher Weiterbildung ergänzend eine Variation der Länge der Einhüllenden
vorgesehen. Die Länge der Einhüllenden ist dabei charakterisiert durch den Abstand
zweier Nulldurchgänge durch die mittlere Schlaglänge bei ansteigender Schlaglänge.
Die Länge der Einhüllenden bei einer wellenförmigen Einhüllenden entspricht daher
der Länge der Gesamtwelle, beispielsweise einer sinusartigen Welle. Vorzugsweise handelt
es sich bei der Einhüllenden jeweils um eine symmetrische, beispielsweise sinusartige
oder zackenförmige Welle. Diese wird daher vorzugsweise lediglich gestreckt. Ihre
Maximal- und Minimalwerte bleiben gleich. Durch die Variation der Länge wird in vorteilhafter
Weise erreicht, dass der Abstand zwischen zwei identischen Schlaglängen von Einhüllender
zu Einhüllender variiert, d.h. dass identische Schlaglängen zueinander keine feste
Periodizität aufweisen.
[0030] Zweckdienlicherweise ist dabei die Variation der Länge der Einhüllenden vergleichsweise
gering und beträgt beispielsweise nur 5 bis 10 Prozent einer mittleren Länge der Einhüllenden.
Eine derartige variierende Einstellung sowohl der Schlaglängen als auch der Einhüllenden
der Schlaglängen lässt sich herstellungstechnisch mit elektronisch gesteuerten Verseilmaschinen
in besonders einfacher Weise durch eine entsprechende Ansteuerung insbesondere der
Abzugsgeschwindigkeit erreichen. Insgesamt lässt sich daher ein derartiger Verseilverbund
prozesstechnisch vergleichsweise einfach herstellen.
[0031] Die Variation der Einhüllenden lässt sich grundsätzlich wiederum durch eine Gesamteinhüllende
beschreiben. Diese ist vorzugsweise ebenfalls beispielsweise durch eine Welle definiert.
Innerhalb der Länge der Gesamteinhüllenden variiert daher die Länge der Einhüllenden
jeweils kontinuierlich um einen Mittelwert. Die Länge der Gesamteinhüllenden liegt
dabei vorzugsweise im Bereich von mehreren 10 Metern und insbesondere im Bereich von
beispielsweise 20 bis 30 Meter. Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, dass innerhalb
der üblichen Kabellängen, für die die vorliegenden Signalkabel eingesetzt werden,
eine Wiederholung einer Schlaglänge mit gleicher Periodizität ausgeschlossen ist.
[0032] Allgemein wird durch die variierenden Einhüllenden sowie durch die Gesamteinhüllende
eine gleichmäßige Variation der Schlaglänge eingestellt, welche prozesstechnisch einfach
handhabbar ist. Darüber hinaus besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit einer eher
zufälligen und chaotischen Variation der einzelnen Parameter der Schlaglänge. Die
dabei entstehenden Einhüllenden, insbesondere die Gesamteinhüllende weist vorzugsweise
keine Periodizität auf.
[0033] So variiert beispielsweise gemäß einer zweckdienlichen Weiterbildung die maximale
bzw. minimale Schlaglänge innerhalb zweier aufeinander folgender Einhüllender, d.h.
die Maxima bzw. Minima der Einhüllenden nehmen unterschiedliche Werte ein.
[0034] Weiterhin ist in zweckdienlicher Weiterbildung vorgesehen, dass die Steigung von
aufeinander folgenden Einhüllenden variiert. Auch kann vorgesehen sein, dass der Grad
des Anstiegs vom Grad der Abnahme innerhalb einer Einhüllenden unterschiedlich ist.
Die Zunahme bzw. Abnahme der Schlaglänge zwischen zwei Maxima bzw. Minima variiert
also.
[0035] Durch diese insgesamt ungleichmäßige, zufällige oder auch chaotische Variation der
Schlaglänge wird im Vergleich zu einer gleichmäßig variierenden Schlaglänge eine noch
verbesserte Rückflussdämpfung erreicht, da hierbei keinerlei periodische Strukturen
innerhalb des Verseilverbundes enthalten sind.
[0036] Insgesamt ist dadurch bei vergleichsweise geringem Fertigungsaufwand ein im Hinblick
auf die Rückflussdämpfung deutlich verbessertes Signalkabel bereitgestellt.
[0037] Das hier beschriebene Verseilkonzept mit der variierenden Schlaglänge zur Vermeidung
oder zumindest Reduzierung der Rückflussdämpfung wird gemäß einer ersten Ausführungsvariante
bei Koaxialleitern eingesetzt, welche als Signalleiter einen Litzenleiter aufweisen.
Als Litzenleiter wird dabei vorzugsweise ein einlagiger Litzenleiter verwendet, bei
dem also lediglich eine Lage an Litzendrähten verwendet sind, die beispielsweise um
einen zentralen Litzendraht verseilt sind. Die Verseilung des Litzenleiters erfolgt
dabei in einem einstufigen Verseilprozess, da dies besonders kosteneffizient ist.
[0038] Wird ein mehrlagiger Litzenleiter eingesetzt, bei dem also mehrere Lagen von einzelnen
Litzendrähten konzentrisch zueinander angeordnet sind, so weisen die einzelnen Lagen
vorzugsweise jeweils die gleiche Schlagrichtung und Schlaglänge auf. Auch hier wird
daher der Litzenleiter zweckdienlicherweise in einem einstufigen Verseilprozess aus
Kostengründen hergestellt. Die einzelnen Litzendrähte verlaufen daher allgemein parallel
zueinander und weisen daher untereinander jeweils die gleiche Schlaglänge auf.
[0039] Grundsätzlich ist die Verwendung eines derartigen Litzenleiters nicht auf die Anwendung
bei Koaxialkabeln beschränkt, sondern wird bevorzugt auch bei anderen hochfrequenten
Signalkabeln mit Litzenleitern eingesetzt insbesondere bei symmetrischen Signalkabeln.
[0040] Das hier beschriebene Verseilkonzept mit der variierenden Schlaglänge wird gemäß
der zweiten Ausführungsvariante bei der Verseilung von symmetrischen Signalkabeln
eingesetzt. Derartige symmetrische Signalkabel weisen jeweils ein von einer Abschirmung
umgebenes Signalpaar oder einen Sternvierer auf. Durch die Abschirmung ist bereits
ein zuverlässiger Schutz gegen störende Effekte von außen wie beispielsweise das Nebensprechverhalten
sichergestellt. Derartige von einer Paarschirmung umgebene Adernpaare werden beispielsweise
bei Netzwerkkabeln gemäß Cat 7, Cat 7a und höherwertige eingesetzt. Es hat sich jedoch
gezeigt, dass auch bei diesen verseilten, von einer Abschirmung umgebenen Signalleitern
das Problem der Rückflussdämpfung auftritt. Um dieses Problem zumindest zu reduzieren
sind entsprechend auch die Signalleiter mit einer variierenden Schlaglänge verseilt,
wie oben ausgeführt ist. Bei diesen Signalkabeln werden daher unterschiedliche Störeinflüsse,
nämlich Störeinflüsse von außen oder Nebensprechprobleme einerseits und das Rückflussdämpfungsproblem
andererseits durch zwei unterschiedliche Maßnahmen, nämlich einerseits die Abschirmung
und andererseits die variierende Schlaglänge vermieden.
[0041] In besonders bevorzugter Ausgestaltung bestehen die einzelnen Signalleiter des Verseilverbundes
(Adernpaar bzw. Sternvierer) aus Litzenleitern und sowohl die Signalleiter als auch
die einzelnen Litzendrähte sind mit variierender Schlaglänge ausgebildet. Zur Reduzierung
der Rückflussdämpfung ist daher eine doppelte Verseiloptimierung vorgesehen.
[0042] Bei einem symmetrischen Signalkabel ist dieses im montierten Zustand jeweils an einer
Einspeisevorrichtung sowie an einer Auswertevorrichtung angeschlossen, wobei über
die Einspeisevorrichtung ein zu übertragendes Ursprungssignal in den einen Signalleiter
und ein hierzu invertiertes Signal in den anderen Signalleiter eingespeist wird. Die
Auswertevorrichtung ist zur Auswertung der Pegeldifferenz zwischen diesen beiden Signalen
ausgebildet. Auch hierdurch werden ergänzend störende Einflüsse von außen eliminiert,
da diese typischerweise gleichzeitig auf beide Signalteile wirken und damit die Pegeldifferenz
unbeeinflusst lassen.
[0043] Die Abschirmung sowohl bei einem Koaxialkabel als auch bei einem symmetrischen Signalkabel
ist üblicherweise als ein Abschirmgeflecht ausgebildet. Bei einem Koaxialkabel bildet
dieses zugleich den Außenleiter. Bei dem Geflecht handelt es sich allgemein um einen
sich in Längsrichtung erstreckenden Hohlkörper, der durch das regelmäßige Ineinanderschlingen
einer Mehrzahl von Geflechtsträngen gebildet ist. Die Geflechtstränge selbst bestehen
wiederrum aus einer Vielzahl von einzelnen feinen Einzeldrähten. Üblicherweise sind
die einzelnen Geflechtstränge dabei ebenfalls unter einer festen Schlaglänge miteinander
verflochten. Das Geflecht bzw. die Abschirmung ist allgemein derart ausgebildet, dass
eine insbesondere gleichmäßige Abschirmung nach außen bzw. nach innen erfolgt. Entsprechend
ist die Abschirmung homogen ausgebildet und weist eine gleichbleibende Schirmdämpfung
auf. Im Hinblick auf eine effiziente Abschirmung sind dabei vorzugsweise doppelt geschirmte
Abschirmungen vorgesehen, die typischerweise gebildet sind aus zwei Abschirmlagen,
wobei die eine Lage beispielsweise aus dem Abschirmgeflecht und die andere Lage aus
einer Metallfolie gebildet ist.
[0044] Zweckdienlicherweise ist in einer bevorzugten Weiterbildung vorgesehen, dass nunmehr
auch die Schlaglänge der einzelnen Geflechtstränge eines derartigen Abschirmgeflechts
über die Länge des Abschirmgeflechts variiert. Wie bei der variierenden Schlaglänge
der Einzeldrähte des Litzenleiters ist auch hier vorzugsweise eine ungleichmäßige
Variation vorgesehen. Daneben besteht auch die Möglichkeit einer gleichmäßigen Variation.
Grundsätzlich ist die Ausgestaltung des Abschirmgeflechts mit variierender Schlaglänge
auch unabhängig von der Ausgestaltung des Litzenleiters und / oder des Verseilverbundes
mit variierender Schlaglänge möglich und vorgesehen. Die Einreichung einer Teilanmeldung
auf diesen Aspekt bleibt vorbehalten.
[0045] Insgesamt ist das Signalkabel in zweckdienlicher Ausgestaltung daher als Hochfrequenzkabel
für die Übertragung von Daten mit einer Frequenz im Gigahertzbereich ausgelegt, insbesondere
bis etwa 100 Gigahertz.
[0046] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher
erläutert. Diese zeigen in schematischen Darstellungen:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht durch ein Koaxialkabel,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines Litzenleiters,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht durch ein symmetrisches Signalkabel mit einem paarverseilten Leiterpaar,
- Fig. 4
- eine stark vereinfachte Darstellung einer Vorrichtung zur Datenübertragung mit einem
symmetrischen Signalkabel
- Fig. 5
- eine Seitenansicht eines Abschirmgeflechts des Koaxialkabels
- Fig. 6
- einen gleichmäßig variierenden Verlauf der Schlaglänge
- Fig. 7
- eine variierende Einhüllende der Schlaglänge
- Fig. 8
- einen stark ungleichmäßig variierenden Verlauf der Schlaglänge
- Fig. 9A
- eine qualitative Darstellung des Verlaufs der Rückflussdämpfung gegenüber der Frequenz
eines Signals bei einem Litzenleiter mit konstanter Schlaglänge sowie
- Fig. 9B
- den qualitativen Verlauf der Rückflussdämpfung gegenüber der Frequenz eines Signals
bei einem Litzenleiter mit variabler Schlaglänge.
[0047] In den Figuren sind gleichwirkende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0048] Das Koaxialkabel 2a gemäß Fig. 1 weist einen zentralen als Litzenleiter 4a ausgebildeten
Innen- und Signalleiter auf, der konzentrisch von einem Dielektrikum 6 und anschließend
von einem Außenleiter umgeben ist, der durch eine durch ein Abschirmgeflecht gebildeten
Abschirmung 8 gebildet ist. Diese ist wiederum von einem Kabelmantel 9 umgeben. Der
Litzenleiter 4a weist eine Vielzahl von einzelnen miteinander verseilten Litzendrähten
10 auf.
[0049] Die einzelnen Litzendrähte 10 sind dabei derart miteinander verseilt, dass sie jeweils
entlang einer Schraubenlinie in Längsrichtung 12 des Litzenleiters 4a verlaufen. Allgemein
wird eine Schlaglänge s durch die Länge in Längsrichtung 12 definiert, die ein Litzendraht
10 für eine vollständige 360 Grad Umdrehung benötigt.
[0050] In der Fig. 2 sind schematisch verschiedene Schlaglängen s des Litzenleiters 4a eingezeichnet.
Hervorgehoben ist dabei eine maximale Schlaglänge s
max sowie eine minimale Schlaglänge s
min. Wie anhand der Seitenansicht der Fig. 2 zu erkennen ist, verändert sich die Schlaglänge
s über die Länge des Litzenleiters 4a hinweg.
[0051] Das symmetrische Signalkabel 2b gemäß Fig. 3 weist im Ausführungsbeispiel ein Leiterpaar
bestehend aus zwei isolierten Signalleitern 4b auf. Die Signalleiter 4b sind gebildet
aus einem Leitungskern 14 und einer diesen umgebenden Isolierung 16. Der Leitungskern
14 ist bevorzugt ein als Draht ausgebildeter Vollleiter, alternativ ein Litzenleiter
wahlweise mit konstanter oder variabler Schlaglänge. Das Leiterpaar ist von einer
Abschirmung 8 und diese wiederum von einem Kabelmantel 9 umgeben. Das Leiterpaar bildet
einen Verseilverbund aus. Im Ausführungsbeispiel ist ergänzend noch ein sogenannter
Beilaufdraht 18 angeordnet, der nicht zwingend erforderlich ist. Das Signalkabel 2b
besteht im Ausführungsbeispiel aus dem abgeschirmten und vom Kabelmantel 9 umgebenen
Verseilverbund. In alternativen Ausgestaltungen sind mehrere derartige Einheiten zu
einem Gesamtkabel zusammengefasst und insbesondere von einer Gesamtabschirmung und
einem Gesamtkabelmantel umgeben.
[0052] Ähnlich wie die einzelnen Litzendrähte 10 beim Litzenleiter 4a, so sind die Signalleiter
4b des Verseilverbundes miteinander unter einer variierenden Schlaglänge s verseilt.
Die in Fig. 2 dargestellte Situation gilt daher gleichermaßen für den Verseilverbund.
[0053] Bei der Signalübertragung über ein symmetrisches Kabel wird gemäß der Fig. 4 ein
zu übertragendes Signal mit Hilfe einer Einspeisevorrichtung 20 in das Signalkabel
2b eingespeist und mit Hilfe einer Auswertevorrichtung 22 wieder ausgekoppelt und
ausgewertet. Wie durch die gestrichelten Linien schematisch angedeutet ist, wird dabei
in den einen Signalleiter 4b ein Ursprungssignal D und in den anderen Signalleiter
ein invertiertes, also um 180° phasenverschobenes Signal D' eingespeist. Durch die
Auswertevorrichtung wird die Pegeldifferenz zwischen den Signalpegeln dieser Signale
D, D' ausgewertet.
[0054] In Fig. 5 ist schematisch eine Seitenansicht der durch ein Abschirmgeflecht gebildeten
Abschirmung 8 dargestellt. Die Abschirmung 8 besteht hierbei aus einer Vielzahl von
miteinander verflochtenen Geflechtsträngen 24. Diese sind ebenfalls wiederrum unter
einer Schlaglänge s miteinander verflochten, wie dies schematisch in Fig. 3 dargestellt
ist. Auch hier wird unter Schlaglänge s die Länge verstanden, die ein jeweiliger Geflechtstrang
24 benötigt, um eine vollständige Umwicklung (360°) auszuführen.
[0055] In den Fig. 6 bis 8 sind unterschiedliche Verläufe der variierenden Schlaglänge s
dargestellt. Diese gelten gleichermaßen für die Verseilung des Litzenleiters 4a, des
Verseilverbundes als auch des Abschirmgeflechts. In Fig. 6 ist zunächst eine gleichmäßige
Variation der Schlaglänge s illustriert. Diese zeigt auf der X-Achse die Schlaglänge
s, die gegenüber der Ausbreitung in x-Richtung und damit in Richtung der Längsrichtung
12 aufgetragen ist. Wie zu erkennen ist, oszilliert die Schlaglänge s um eine mittlere
Schlaglänge s
0 und zwar jeweils um einen Differenzwert Δs. Und zwar nimmt ausgehend von der maximalen
Schlaglänge s
max die Schlaglänge s kontinuierlich bis zur minimalen Schlaglänge s
min ab, um anschließend wieder bis zur maximalen Schlaglänge s
max zuzunehmen. Die Schlaglänge s oszilliert daher um die mittlere Schlaglänge s
0 insbesondere gleichmäßig und wellenförmig wie dies beispielhaft in der Fig. 4 dargestellt
ist. Die Frequenz dieser oszillierenden Variation ist dabei bevorzugt kein Vielfaches
der Verseil-Drehzahl. Unter Verseil-Drehzahl wird hierbei insbesondere die Anzahl
der Umdrehungen pro Zeiteinheit des zu verseilenden Drahtes oder Leiters beim Verseilprozess
verstanden.
[0056] Die variierende Schlaglänge s wird durch eine Einhüllende E charakterisiert, die
im Ausführungsbeispiel nach Art einer Sinuskurve dargestellt ist. Alternativ hierzu
steigt die Einhüllende E vorzugsweise geradlinig an bzw. fällt geradlinig ab, ist
daher annähernd zickzack-förmig ausgebildet. Aufgrund der in der Fig. 6 dargestellten
gleichmäßigen Variation der Schlaglänge s weist die Einhüllende eine feste Periodizität
auf.
[0057] Vorzugsweise ist jedoch eine Ausführungsvariante vorgesehen, bei der die Einhüllende
E selbst variiert, so dass identische Schlaglängen innerhalb verschiedener Einhüllender
E zueinander nicht unter der gleichen Periodizität angeordnet sind. Dies wird anhand
der Fig. 7 näher erläutert. Wie heraus zu entnehmen ist, variiert die Länge L der
Einhüllenden E vorzugsweise kontinuierlich. Beispielhaft sind zwei Einhüllende mit
zwei unterschiedlichen Längen L
1, L
2 dargestellt. Die Variation der Einhüllenden selbst weist ebenfalls wieder eine Periode
auf, so dass nach einer Gesamtlänge L
ges wieder die erste Einhüllende mit der Länge L
1 beginnt.
[0058] Die Variation der einzelnen Längen L, L
2 der Einhüllenden E lässt sich wiederum durch eine hier nicht näher dargestellte Gesamt-Einhüllende
repräsentieren. Deren Gesamtlänge entspricht der dargestellten Gesamtlänge L
ges. Diese Gesamtlänge L
ges liegt dabei vorzugsweise im Bereich von 0,3 bis 50 Metern, wohingegen die Länge L
der Einhüllenden E typischerweise im Bereich von wenigen Metern, beispielsweise bei
etwa 3 Metern liegt. Die Variation der Einhüllenden E liegt im Bereich von vorzugsweise
5 bis 10 Prozent der Länge L der Einhüllenden.
[0059] Diese in der Fig. 7 dargestellte Variation der Schlaglänge s mit der Variation der
Länge der Einhüllenden E ist insgesamt aufgrund der gleichmäßigen sukzessiven Variation
der Schlaglänge prozesstechnisch einfach umzusetzend und wird daher bevorzugt.
[0060] Alternativ zu dieser gleichmäßigen Variation ist in alternativen Ausgestaltungen
eine ungleichmäßige Variation der Schlaglänge s vorgesehen, wie dies beispielhaft
in Fig. 8 dargestellt ist. Hieraus ist zu entnehmen, dass die Schlaglänge s vorzugsweise
zufällig oder auch chaotisch variiert. Zum Einen verändert sich über die Länge x des
Signalleiters 2 in Längsrichtung 12 der Grad der Zu- bzw. Abnahme der Schlaglänge
s. In der Darstellung gemäß Fig. 8 entspricht dies der Steigung der die Schlaglänge
s repräsentierenden Kurve. Pro definierter Längeneinheit des Signalleiters 2 variiert
also die Zu- bzw. Abnahmen der Schlaglänge s und zwar insbesondere bezogen jeweils
auf einen vorgegebenen definierten Absolutwert der Schlaglänge s. Verglichen werden
daher immer die zunehmenden bzw. abnehmenden Bereiche zwischen zwei Wendepunkten.
[0061] Neben der Variation des Grads der Zu- oder Abnahme variiert auch die Intensität des
dargestellten Verlaufs der Schlaglänge s, also die jeweils eingenommenen Maximalwerte
s
max sowie Minimalwerte s
min. Im Unterschied zu der gleichmäßigen Variation wie sie in Fig. 6 dargestellt ist,
ist die gestrichelt dargestellte Einhüllende der Maximalwerte daher keine Gerade sondern
ein Kurvenverlauf, der insbesondere keiner vorgegebenen Funktion folgt.
[0062] Der Litzenleiter 4a weist dabei einen Durchmesser d auf. Die mittlere Schlaglänge
s
0 liegt typischerweise etwa im Bereich des 3 bis 50 fachen des Litzendurchmessers d.
Bei typischen Litzendurchmessern d liegt daher die Schlaglänge im Bereich von etwa
1 mm bis 40 mm. Die gleichen Kennzahlen gelten vorzugsweise auch für den Verseilverbund
beim symmetrischen Signalkabel 2b. Die mittlere Schlaglänge s
0 liegt daher ebenfalls bevorzugt etwa im Bereich des 3 bis 50 fachen des Durchmessers
des jeweiligen Signalleiters 4b.
[0063] Mit einer derartigen variierenden Schlaglänge s lässt sich die sogenannte Rückflussdämpfung
R verbessern. Dies wird anhand der Fig. 9A, 9B illustriert. Fig. 9A zeigt die Situation
beispielhaft bei einem Litzenleiter 4a (bzw. Verseilverbund) mit konstanter, gleichmäßiger
Schlaglänge s. Wie zu erkennen ist, zeigt der Verlauf der Rückflussdämpfung bei einer
Frequenz f
0 einen Peak, der einen erlaubten Wert für die Rückflussdämpfung überschreitet.
[0064] Demgegenüber ist der Peak bei der kritischen Frequenz f
0 deutlich reduziert und über ein breites Frequenzband verteilt, für den Fall dass
die Schlaglänge s beim Litzenleiter4a bzw. bei dem Verseilverbund variiert ist. Diese
Situation ist qualitativ in Fig. 9B dargestellt.
[0065] Durch diese Maßnahme der variierenden Schlaglänge s eignet sich das Signalkabel 4a,
4b insbesondere für hochfrequente Datenübertragungen insbesondere auch im Gigahertzbereich
und vorzugsweise bis zu etwa 100 Gigahertz.
Bezugszeichenliste
| 2a |
Koaxialkabel |
s |
Schlaglänge |
| 2b |
symmetrisches Signalkabel |
|
|
| 4a |
Litzenleiter |
smax |
maximale Schlaglänge |
| 4b |
isolierter Signalleiter |
|
|
| 6 |
Dielektrikum |
smin |
minimale Schlaglänge |
| 8 |
Schirmlage |
Δs |
Differenzwert |
| 9 |
Kabelmantel |
f0 |
Frequenz |
| 10 |
Einzeldrähte |
d |
Durchmesser |
| 12 |
Längsrichtung |
D |
Ursprungssignal |
| 14 |
Leitungskern |
D' |
invertiertes Signal |
| 16 |
Isolierung |
E |
Einhüllende |
| 18 |
Beilaufdraht |
L1, 2 |
Länge Einhüllende |
| 20 |
Einspeisevorrichtung |
Lges |
Gesamtlänge |
| 22 |
Auswertevorrichtung |
|
|
| 24 |
Geflechtstrang |
|
|
1. Hochfrequenz-Signalkabel (2a, 2b) zur Übertragung von Signalen mit einer Frequenz
im GHz-Bereich, nämlich ein symmetrisches Signalkabel (2b), bei dem isolierte Signalleiter
(4b) paarweise miteinander verseilt sind und der Verseilverbund von einer Abschirmung
(8) umgeben ist,
dadurch gekennzeichnet,
zur Verringerung einer Rückflussdämpfung die Signalleiter (4b) miteinander unter einer
variierenden Schlaglänge (s) verseilt sind, wobei bei einer paarweisen Verseilung
das verseilte Adernpaar von einer Paarschirmung umgeben ist.
2. Hochfrequenz-Signalkabel (2a, 2b) zur Übertragung von Signalen mit einer Frequenz
im GHz-Bereich, nämlich ein symmetrisches Signalkabel (2b), bei dem isolierte Signalleiter
(4b) als Sternvierer zu einem Verseilverbund miteinander verseilt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Verringerung einer Rückflussdämpfung die Signalleiter (4b) miteinander unter
einer variierenden Schlaglänge (s) verseilt sind.
3. Hochfrequenz-Signalkabel (2a, 2b) zur Übertragung von Signalen mit einer Frequenz
im GHz-Bereich ausgewählt aus den Kabeltypen Koaxialkabel oder symmetrisches Signalkabel,
wobei das Koaxialkabel einen als Innenleiter ausgebildeten Signalleiter (4a) aufweist
und beim symmetrische Signalkabel (2b) isolierte Signalleiter (4b) paarweise oder
als Stemvierer zu einem Verseilverbund miteinander verseilt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Verringerung einer Rückflussdämpfung der Signalleiter (4a) ein Litzenleiter ist
bestehend aus einer Anzahl von einzelnen Litzendrähten (10) und die Litzendrähte (10)
miteinander unter einer variierenden Schlaglänge (s) verseilt sind.
4. Signalkabel (2a, 2b ) nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlaglänge (s) um eine mittlere Schlaglänge (s0) um einen Differenzwert (Δs) variiert.
5. Signalkabel (2a, 2b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schlaglänge (s) ungleichmäßig variiert.
6. Signalkabel (2a, 2b) nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mittlere Schlaglänge (s0) im Bereich des 3 bis 50-fachen des Durchmessers des Signalleiters (4a, 4b) und insbesondere
im Bereich von 1 bis 40mm liegt.
7. Signalkabel (2a, 2b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Variation der Schlaglänge durch eine Einhüllende charakterisiert ist, die eine
Länge im Bereich von wenigen Metern hat.
8. Signalkabel (2a, 2b) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Länge der Einhüllenden variiert.
9. Signalkabel (2a, 2b) nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wert einer maximalen Schlaglänge (smax) und / oder einer minimalen Schlaglänge (smin) bei aufeinanderfolgenden Einhüllenden variiert.
10. Signalkabel (2a, 2b) nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steigung der Einhüllenden bei aufeinanderfolgenden Einhüllenden variiert.
11. Signalkabel (2a, 2b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Litzendrähte parallel zueinander mit jeweils gleicher Schlaglänge (s) verlaufen.
12. Signalkabel (2a, 2b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Litzenleiter nur eine Lage an Litzendrähten aufweist.
13. Signalkabel (2b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einer daran angeschlossenen
Einspeisevorrichtung (20) und einer Auswertevorrichtung (22), wobei die Einspeisevorrichtung
(20) derart ausgebildet ist, dass in den einen Signalleiter (4b) ein zu übertragendes
Ursprungssignal (D) und in den anderen Signalleiter (4b) ein zum Ursprungssignal (D)
invertiertes Signal (D') eingespeist wird und die Auswertevorrichtung (22) zur Auswertung
einer Pegeldifferenz zwischen Ursprungssignal (D) und invertiertem Signal (D') ausgebildet
ist.
14. Signalkabel (2a, 2b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abschirmung (8) als ein Geflecht ausgebildet ist mit einzelnen miteinander unter
einer variierenden Schlaglänge (s) verflochtenen Geflechtsträngen (24).
15. Verwendung eines Signalkabels (2a, 2b) nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur
hochfrequenten Signalübertragung im Bereich oberhalb von 100 MHz, wobei zur Reduzierung
einer Rückflussdämpfung
- als Signalleiter (4a, 4b) ein Litzenleiter (4a) bestehend aus einer Anzahl von einzelnen
Litzendrähten (10) verwendet wird, bei dem die Schlaglänge (s) der Litzendrähte (10)
variiert ist, und/oder
- bei einem symmetrischen Signalkabel (2b) Signalleiter (4b) verwendet werden, die
miteinander unter einer variierenden Schlaglänge (s) verseilt sind.
1. High-frequency signal cable (2a, 2b) for transmitting signals with a frequency in
the GHz range, in particular a symmetrical signal cable (2b), wherein isolated signal
conductors (4b) are stranded with one another in pairs and the stranded bond is surrounded
by a shielding (8),
characterised in that
the signal conductors (4b) are stranded with one another at a varying lay length (s)
to reduce return loss, wherein, in the case of stranding in pairs, the stranded wire
pair is surrounded by a pair shielding.
2. High-frequency signal cable (2a, 2b) for transmitting signals with a frequency in
the GHz range, in particular a symmetrical signal cable (2b), wherein isolated signal
conductors (4b) are stranded with one another as star quads into a stranded bond,
characterised in that
the signal conductors (4b) are stranded with one another at a varying lay length (s)
to reduce return loss.
3. High-frequency signal cable (2a, 2b) for transmitting signals with a frequency in
the GHz range selected from the cable types of coaxial cable or symmetrical signal
cable, wherein the coaxial cable has a signal conductor (4a) formed as an inner conductor
and, in the case of the symmetrical signal cable (2b), isolated signal conductors
(4b) are stranded with one another in pairs or as star quads into a stranded bond,
characterised in that,
to reduce return loss, the signal conductor (4a) is a stranded conductor consisting
of a number of individual stranded wires (10) and the stranded wires (10) are stranded
with one another at a varying lay length (s).
4. Signal cable (2a, 2b) according to claim 1, 2 or 3,
characterised in that
the lay length (s) varies around an average lay length (so) by a differential value
(Δs).
5. Signal cable (2a, 2b) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the lay length (s) varies irregularly.
6. Signal cable (2a, 2b) according to claim 4 or 5,
characterised in that
the average lay length (so) lies in the range of 3 to 50 times the diameter of the
signal conductor (4a, 4b) and in particular in the range of 1 to 40mm.
7. Signal cable (2a, 2b) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the variation of the lay length is characterised by an envelope which has a length in the range of a few metres.
8. Signal cable (2a, 2b) according to claim 7,
characterised in that
the length of the envelopes varies.
9. Signal cable (2a, 2b) according to claim 7 or 8,
characterised in that
the value of a maximum lay length (smax) and/or a minimum lay length (smin) varies in the case of consecutive envelopes.
10. Signal cable (2a, 2b) according to one of claims 7 to 9,
characterised in that
the slope of the envelopes varies in the case of consecutive envelopes.
11. Signal cable (2a, 2b) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the stranded wires run parallel to one another each with the same lay length (s).
12. Signal cable (2a, 2b) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the stranded conductor has only one layer of stranded wires.
13. Signal cable (2b) according to one of the preceding claims, having a feeding device
(20) connected to it and an evaluation device (22), wherein the feeding device (20)
is formed in such a way that a source signal (D) to be transmitted is fed into one
signal conductor (4b) and a signal (D') which is inverted to the source signal (D)
is fed into the other signal conductor (4b) and the evaluation device (22) is formed
for the evaluation of a level difference between the source signal (D) and inverted
signal (D').
14. Signal cable (2a, 2b) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the shielding (8) is formed as braiding having individual braid strands (24) which
are braided with one another at a varying lay length (s).
15. Use of a signal cable (2a, 2b) according to one of the preceding claims for high-frequency
signal transmission in the range above 100MHz, wherein, to reduce a return loss,
- a stranded conductor (4a) consisting of a number of individual stranded wires (10)
is used as a signal conductor (4a, 4b), wherein the lay length (s) of the stranded
wires (10) is varied, and/or
- signal conductors (4b) are used in the case of a symmetrical signal cable (2b),
said signal conductors (4b) being stranded with one another at a varying lay length
(s).
1. Câble de transmission de signal haute-fréquence (2a, 2b) pour la transmission de signaux
avec une fréquence dans le domaine du GHz, à savoir un câble de transmission de signal
symétrique (2b), dans lequel des conducteurs de transmission de signal isolés (4b)
sont toronnés mutuellement par paire et l'ensemble toronné est entouré d'un blindage
(8),
caractérisé
en ce que pour réduire une atténuation par réflexion, les conducteurs de transmission de signal
(4b) sont toronnés mutuellement avec un pas de toronnage (s) variable, et dans le
cas d'un toronnage par paire, la paire de brins toronnés est entourée par un blindage
de paire.
2. Câble de transmission de signal haute-fréquence (2a, 2b) pour la transmission de signaux
avec une fréquence dans le domaine du GHz, à savoir un câble de transmission de signal
symétrique (2b), dans lequel des conducteurs de transmission de signal isolés (4b)
sont toronnés mutuellement en un ensemble toronné sous forme de quarte-étoile,
caractérisé
en ce que pour réduire une atténuation par réflexion, les conducteurs de transmission de signal
(4b) sont toronnés mutuellement avec un pas de toronnage (s) variable.
3. Câble de transmission de signal haute-fréquence (2a, 2b) pour la transmission de signaux
avec une fréquence dans le domaine du GHz, choisis parmi les types de câbles câble
coaxial ou câble de transmission de signal symétrique, le câble coaxial présentant
un conducteur de transmission de signal (4a) réalisé en tant que conducteur intérieur,
et, dans le cas du câble de transmission de signal symétrique (2b), des conducteurs
de transmission de signal isolés (4b) sont toronnés mutuellement par paire ou en tant
que quarte-étoile pour former un ensemble toronné,
caractérisé
en ce que pour réduire une atténuation par réflexion, le conducteur de transmission de signal
(4a) est un conducteur torsadé constitué d'un certain nombre de fils individuels torsadés
(10), et les fils torsadés (10) sont toronnés mutuellement avec un pas de toronnage
(s) variable.
4. Câble de transmission de signal (2a, 2b) selon la revendication 1, 2 ou la revendication
3,
caractérisé
en ce que le pas de toronnage (s) varie d'une valeur de différence (Δs) autour d'un pas de
toronnage moyen (s0).
5. Câble de transmission de signal (2a, 2b) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que le pas de toronnage (s) varie de manière non régulière.
6. Câble de transmission de signal (2a, 2b) selon la revendication 4 ou la revendication
5,
caractérisé
en ce que le pas de toronnage moyen (s0) se situe dans une plage de 3 à 50 fois le diamètre du conducteur de transmission
de signal (4a, 4b), et notamment dans une plage de 1 à 40 mm.
7. Câble de transmission de signal (2a, 2b) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que la variation du pas de toronnage est caractérisée par une courbe-enveloppe, qui a une longueur dans le domaine de quelques mètres.
8. Câble de transmission de signal (2a, 2b) selon la revendication 7,
caractérisé
en ce que la longueur de la courbe-enveloppe varie.
9. Câble de transmission de signal (2a, 2b) selon la revendication 7 ou la revendication
8,
caractérisé
en ce que la valeur d'un pas de toronnage maximal (smax) et/ou d'un pas de toronnage minimal (smin) varie pour des courbes-enveloppe successives.
10. Câble de transmission de signal (2a, 2b) selon l'une des revendications 7 à 9,
caractérisé
en ce que la pente des courbes-enveloppe varie pour des courbes-enveloppe successives.
11. Câble de transmission de signal (2a, 2b) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que les fils torsadés s'étendent parallèlement les uns aux autres avec un même pas de
toronnage (s).
12. Câble de transmission de signal (2a, 2b) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que le conducteur torsadé ne présente qu'une couche de fils torsadés.
13. Câble de transmission de signal (2b) selon l'une des revendications précédentes, auquel
est raccordé un dispositif d'alimentation (20) ainsi qu'un dispositif de traitement
(22), ensemble dans lequel le dispositif d'alimentation (20) est réalisé de façon
à envoyer dans l'un des conducteurs de transmission de signal (4b), un signal originel
(D) à transmettre, et dans l'autre conducteur de transmission de signal (4b), un signal
(D') inverse par rapport au signal originel (D), et le dispositif de traitement (22)
est conçu pour le traitement d'une différence de niveau entre le signal originel (D)
et le signal inverse (D').
14. Câble de transmission de signal (2a, 2b) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que le blindage (8) est réalisé sous forme de tresse comprenant des bandes de tresse
(24) individuelles, tressées mutuellement les unes avec les autres, avec un pas de
toronnage (s) variable.
15. Utilisation d'un câble de transmission de signal (2a, 2b) selon l'une des revendications
précédentes, pour la transmission de signal haute-fréquence dans le domaine au-dessus
de 100 MHz, d'après laquelle pour réduire une atténuation par réflexion
- on utilise en tant que conducteur de transmission de signal (4a, 4b), un conducteur
torsadé (4a) constitué d'un certain nombre de fils torsadés (10) individuels, pour
lequel le pas de toronnage (s) des fils torsadés (10) est variable, et/ou
- on utilise, dans le cas d'un câble de transmission de signal symétrique (2b), des
conducteurs de transmission de signal (4b), qui sont toronnés mutuellement avec un
pas de toronnage (s) variable.