[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schienenfahrzeug mit zumindest einer Schiebetür,
die in einer Wandöffnung einer Fahrzeugwand des Schienenfahrzeugs montiert ist und
zumindest einen Türflügel aufweist, der zum Öffnen und Schließen verschiebbar ist.
[0002] Bei Zugbegegnungen und Tunnelfahrten von Schienenfahrzeugen können sehr große Druckdifferenzen
zwischen dem Innenraum des Schienenfahrzeugs und der Umgebung auftreten, so dass ein
Flattern durch Abheben der Dichtgummis an den Schiebetüren, insbesondere im Falle
von Taschenschiebetüren, auftreten kann.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schienenfahrzeug anzugeben, bei dem
die beschriebene Problematik eines Abhebens bzw. Flatterns der Schiebetüren auch im
Falle sehr großer Druckdifferenzen, insbesondere bei Zugbegegnungen oder Tunnelfahrten,
gar nicht oder zumindest deutlich geringer auftritt als bei vorbekannten Schienenfahrzeugen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Schienenfahrzeug mit den Merkmalen gemäß
Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs
sind in Unteransprüchen angegeben.
[0005] Danach ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass im Bereich der Wandöffnung der Fahrzeugwand
mindestens eine gekrümmte Dichtung angebracht ist und sich aufgrund der Krümmung der
Dichtung der dem Türflügel zugewandte Endbereich der Dichtung schräg zur Schieberichtung
des Türflügels erstreckt.
[0006] Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Schienenfahrzeugs ist darin zu sehen,
dass aufgrund der gekrümmten Ausführung der Dichtung eine flächig schräg verlaufende
Auflage der Dichtung auf dem Türflügel gewährleistet wird; durch diese schräg verlaufende
Auflage wird eine optimale Abdichtung zwischen Türflügel und Fahrzeugwand erreicht.
Selbst bei großen Druckdifferenzen, wie sie bei Zugbegegnungen oder Tunnelfahrten
auftreten, wird aufgrund des gekrümmten Verlaufs der Dichtung ein Abheben des Türflügels
bzw. ein Flattern der Schiebetür in aller Regel zuverlässig vermieden.
[0007] Die Krümmung der Dichtung beruht vorzugsweise auf zumindest einem abgebogenen oder
gewölbten Dichtungsabschnitt.
[0008] Mit Blick auf die Richtung der Krümmung der gekrümmten Dichtung wird es als vorteilhaft
angesehen, wenn die Dichtung in ihrem dem Türflügel zugewandten Endbereich entgegen
derjenigen Bewegungsrichtung gekrümmt ist, die der Türflügel während seiner Öffnungsbewegung
aufweist. Mit anderen Worten wird es also als vorteilhaft angesehen, wenn die Dichtung
ausgehend von ihrer Montagestelle an der Fahrzeugwand in Richtung des Mittenbereichs
der Wandöffnung weggebogen ist.
[0009] Bevorzugt ist die Dichtung in ihrem dem Türflügel zugewandten Endbereich bogenförmig
und liegt in der geschlossenen Stellung des Türflügels in Richtung des Mittenbereichs
des geschlossenen Türflügels gebogen an dem Türflügel an.
[0010] Um eine optimale Abdichtung durch die gekrümmte Dichtung zwischen Türflügel und Fahrzeugwand
zu erreichen, wird es als vorteilhaft angesehen, wenn der Türflügel mindestens ein
Anschlagselement aufweist und in der geschlossenen Stellung des Türflügels die Dichtung
an dem Anschlagselement anliegt und aufgrund der Anlage an dem Anschlagselement den
Türflügel gegenüber der Fahrzeugwand abdichtet. Das oder die Anschlagselemente können
an dem Türflügel als vormals separate Komponenten angebracht oder einteilig an der
Fahrzeugwand angeformt sein.
[0011] Bezüglich der Ausgestaltung eines solchen Anschlagselements wird es als vorteilhaft
angesehen, wenn das Anschlagselement eine schräge oder gebogene Anschlagsfläche aufweist,
die sich schräg oder gebogen von der Bewegungsebene (Ebene der Schiebebewegung) der
Schiebetür nach außen wegerstreckt, und der dem Türflügel zugewandte Endabschnitt
der Dichtung in der geschlossenen Stellung des Türflügels an der schrägen oder gebogenen
Anschlagsfläche anliegt.
[0012] Vorzugsweise entspricht die Krümmung des in der geschlossenen Stellung des Türflügels
an der gebogenen Anschlagsfläche anliegenden Endabschnitts der Biegung der gebogenen
Anschlagsfläche.
[0013] Um ein optimales Anliegen der gekrümmten Dichtung an dem Türflügel auch bei schwankender
Endposition zu gewährleisten, wird es als vorteilhaft angesehen, wenn der Türflügel
eine Mehrzahl an Anschlägen aufweist.
[0014] Die Mehrzahl an Anschlägen wird vorzugsweise durch eine Sägezahnstruktur mit einer
Mehrzahl an Zähnen gebildet. Die Dichtung liegt in der geschlossenen Stellung des
Türflügels bevorzugt an der der Türmitte zugewandten Sägezahnkante eines der Zähne
der Sägezahnstruktur an.
[0015] Besonders bevorzugt ist die der Türmitte zugewandte Sägezahnkante zumindest eines
der Zähne oder jeweils aller Zähne der Sägezahnstruktur gebogen.
[0016] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Biegung der der Türmitte zugewandten Sägezahnkante
zumindest eines der Zähne oder aller Zähne der Sägezahnstruktur der Biegung des dem
Türflügel zugewandten Endabschnitts der Dichtung entspricht.
[0017] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn die Zahnhöhe der Zähne der an dem Türflügel
angebrachten oder angeformten Sägezahnstruktur variiert.
[0018] Im Falle einer Variation der Zahnhöhe steigt die Zahnhöhe der Zähne in zumindest
einem Abschnitt der Sägezahnstruktur bevorzugt in Richtung Türmitte an.
[0019] Alternativ oder zusätzlich kann die Mehrzahl an Anschlägen durch eine Trapezstruktur
gebildet sein. Demgemäß wird es als vorteilhaft angesehen, wenn der Türflügel eine
Trapezstruktur mit einer Mehrzahl an nebeneinander angeordneten trapezförmigen Rastelementen
aufweist und die Dichtung in der geschlossenen Stellung des Türflügels an der der
Türmitte zugewandten Seitenkante eines der trapezförmigen Rastelemente anliegt.
[0020] Um eine Abdichtung des Türflügels auch im Falle eines Überdrucks im Innenraum des
Schienenfahrzeugs zu gewährleisten, wird es als vorteilhaft angesehen, wenn an dem
Türflügel eine türflügelseitige Dichtung angebracht ist, die in der geschlossen Position
des Türflügels an einem an der Fahrzeugwand angebrachten Anschlagselement anliegt
und die türflügelseitige Dichtung mit der an der Fahrzeugwand angebrachten Dichtung
einen abgedichteten Innenraum zwischen Türflügel und Fahrzeugwand begrenzt.
[0021] Die Schiebetür kann beispielsweise ein oder zwei Türflügel aufweisen, die sich jeweils
verschieben lassen. Im Falle von zwei Türflügeln werden die Türflügel zum Öffnen und
Schließen der Schiebetür bevorzugt in entgegengesetzte Richtung verschoben.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert;
dabei zeigen beispielhaft
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Schienenfahrzeug, das mit einer
Schiebetür ausgestattet ist,
- Figur 2
- die Schiebetür des Schienenfahrzeugs gemäß Figur 1 im Querschnitt in einer Sicht von
oben,
- Figur 3
- ein Ausführungsbeispiel für einen Türflügel mit Anschlagselement für eine Schiebetür,
wie beispielsweise die Schiebetür gemäß Figur 1,
- Figur 4
- ein Ausführungsbeispiel für einen Türflügel mit einer Mehrzahl an Anschlagselementen,
die durch Zähne einer symmetrischen Sägezahnstruktur mit geradlinigen Sägezahnkanten
gebildet sind,
- Figur 5
- ein Ausführungsbeispiel für einen Türflügel, der eine Mehrzahl an Anschlagselementen
aufweist, die durch Zähne einer asymmetrischen Sägezahnstruktur mit gebogenen Sägezahnkanten
gebildet sind,
- Figur 6
- ein Ausführungsbeispiel für einen Türflügel mit einer Mehrzahl an Anschlagselementen,
die durch Zähne einer Sägezahnstruktur gebildet sind, wobei die Zähne unterschiedliche
Zahnhöhen aufweisen, und
- Figur 7
- ein Ausführungsbeispiel für einen Türflügel mit einer Mehrzahl an Anschlagselementen,
die durch trapezförmige Rastelemente einer Trapezstruktur gebildet werden.
[0023] In den Figuren werden der Übersicht halber für identische oder vergleichbare Komponenten
stets dieselben Bezugszeichen verwendet.
[0024] Die Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein Schienenfahrzeug 10, das mit einer
Schiebetür 20 ausgestattet ist. Bei der Schiebetür 20 kann es sich beispielsweise
um eine Taschenschiebetür handeln. Die Schiebetür 20 ist in einer Wandöffnung 31 einer
seitlichen Fahrzeugwand, nachfolgend Seitenwand 30 genannt, des Schienenfahrzeugs
10 montiert.
[0025] Die Schiebetür 20 umfasst zwei Türflügel 21 und 22, die entlang der Längsrichtung
des Schienenfahrzeugs 10 verschoben werden können. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
Figur 1 lässt sich der linke Türflügel 21 zum Öffnen der Schiebetür 20 entlang der
Pfeilrichtung P1 nach links und der in der Figur 1 rechte Türflügel 22 entlang der
Pfeilrichtung P2 nach rechts verschieben.
[0026] Die Figur 2 zeigt die Schiebetür 20 sowie deren Zusammenwirken mit der Seitenwand
30 des Schienenfahrzeugs 10 gemäß Figur 1 näher im Detail, und zwar in einem Querschnitt
von oben betrachtet.
[0027] Man erkennt in der Figur 2 die beiden Türflügel 21 und 22, die - bis auf ihren spiegelbildlichen
Aufbau - identisch sein können; aus diesem Grunde wird nachfolgend lediglich der Türflügel
22 stellvertretend für beide Türflügel 21 und 22 näher erläutert. Die Ausführungen
zum Türflügel 22 gelten für den Türflügel 21 also entsprechend.
[0028] In der Figur 2 lässt sich erkennen, dass im Bereich der Wandöffnung 31 der Seitenwand
30 eine gekrümmte Dichtung 40 angebracht ist, die nachfolgend auch als seitenwandseitige
Dichtung 40 bezeichnet wird und deren Endbereich an der Außenseite 22a des Türflügels
22 anliegt. Aufgrund der Krümmung der seitenwandseitigen Dichtung 40 erstreckt sich
der dem Türflügel 22 zugewandte Endbereich 41 der Dichtung 40 schräg zur Schieberichtung
B des Türflügels 22 beim Öffnen der Schiebetür 20.
[0029] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ist die seitenwandseitige Dichtung 40 bogenförmig
ausgeführt, so dass sich die Dichtung 40 ausgehend von ihrer Montagestelle 42 im Bereich
der Wandöffnung 31 der Seitenwand 30 bogenförmig in Richtung des Mittenbereichs der
Wandöffnung 31 bzw. bogenförmig in den Mittenbereich des geschlossenen Türflügels
22 erstreckt.
[0030] Zur Abdichtung des geschlossenen Türflügels 22 gegenüber der Seitenwand 30 ist neben
der gekrümmten seitenwandseitigen Dichtung 40 auch eine türflügelseitige Dichtung
60 vorgesehen, die am äußeren Rand 22b des Türflügels 22 angebracht ist und sich bogenförmig
in Richtung eines L-förmigen seitenwandseitigen Anschlagselements 33 erstreckt und
in der geschlossenen Stellung des Türflügels 22 auf diesem aufliegt.
[0031] Die türflügelseitige Dichtung 60 und die gekrümmte seitenwandseitige Dichtung 40
begrenzen gemeinsam mit einem Abschnitt des Türflügels 22 und einem Abschnitt der
Seitenwand 30 einen Innenraum, der in der Figur 2 mit dem Bezugszeichen 80 bezeichnet
ist.
[0032] Kommt es während der Fahrt des Schienenfahrzeugs zu Druckschwankungen, so wird der
Innenraum 12 des Schienenfahrzeugs 10 durch die türflügelseitige Dichtung 60 und die
seitenwandseitige Dichtung 40 zuverlässig abgedichtet, und zwar unabhängig davon,
ob der Druck im Innenraum 12 des Schienenfahrzeugs 10 größer oder kleiner als der
Außendruck bzw. der Druck außerhalb des Schienenfahrzeugs 10 ist. Im Falle eines Überdrucks
im Innenraum 12 des Schienenfahrzeugs 10 wird die türflügelseitige Dichtung 60 gegen
das seitenwandseitige Anschlagselement 33 drücken, so dass eine zuverlässige Abdichtung
des Türflügels 22 gegenüber der Seitenwand 30 erreicht wird. Kommt es dagegen zu einem
Überdruck außerhalb des Schienenfahrzeugs 10, so wird eine Abdichtung durch die gekrümmte
seitenwandseitige Dichtung 40 erreicht, die flächig an den Türflügel 22 der Schiebetür
20 gedrückt wird und eine Abdichtung zwischen Türflügel 22 und Seitenwand 30 gewährleistet.
[0033] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 liegt der Endbereich 41 der gekrümmten
seitenwandseitigen Dichtung 40 unmittelbar auf der Außenseite 22a des Türflügels 22
auf.
[0034] Die Figur 3 zeigt beispielhaft anhand des Türflügels 22 eine besonders bevorzugte
Ausgestaltung, bei der der Türflügel 22 mit zumindest einem Anschlagselement 100 ausgestattet
ist, an dem der Endbereich 41 der gekrümmten seitenwandseitigen Dichtung 40 im geschlossenen
Zustand des Türflügels 22 aufliegt. Das Anschlagselement 100 kann als separate Komponente
auf der Außenseite 22a des Türflügels 22 angebracht worden sein oder einteilig an
der Außenseite 22a des Türflügels 22 angeformt sein.
[0035] Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn das Anschlagselement 100 eine schräge
Anschlagsfläche 110 aufweist, die sich schräg von der Bewegungsebene BE bzw. der Ebene
der Schiebebewegung der Schiebetür 20 nach außen wegerstreckt, wie dies beispielhaft
in der Figur 3 gezeigt ist. Alternativ kann sich die Anschlagsfläche 110 auch in gebogener
Form aus der Bewegungsebene BE bzw. der Ebene der Schiebebewegung der Schiebetür 20
nach außen wegerstrecken. Durch das Wegerstrecken der Anschlagsfläche 110 in schräger
oder gebogener Form wird es dem Endbereich 41 der seitenwandseitigen Dichtung 40 erlaubt,
sich an diese Anschlagsfläche flächig anzulehnen und eine besonders sichere Abdichtung
des Innenraums 80 für den Fall zu gewährleisten, dass der Druck außerhalb des Schienenfahrzeugs
10 größer als der Druck im Inneren des Schienenfahrzeugs ist.
[0036] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 ist die seitenwandseitige Dichtung 40 mit
einem besonders stark gekrümmten Bogenabschnitt 43 ausgestattet, der einen Übergangsabschnitt
zwischen der Montagestelle 42 der Dichtung 40 und dem Endbereich 41 bildet. Aufgrund
dieser besonders ausgeprägten Krümmung des Bogenabschnitts 43 wird ein Verlauf des
Endbereichs 41 gewährleistet, der optimal an den Verlauf der schrägen Anschlagsfläche
110 des Anschlagselements 100 angepasst ist. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur
3 wird im Bereich der Montagestelle 42 die Dichtung 40 mittels eines Halteglieds 200
an der Seitenwand 30 des Schienenfahrzeugs 10 gehalten. Eine solche Befestigung mittels
des Halteglieds 200 ist jedoch nur beispielhaft zu verstehen; alternativ kann die
seitenwandseitige Dichtung 40 auch mittels Schrauben, Nieten oder in anderer Weise
an der Seitenwand 30 befestigt werden. Mit Blick auf eine toleranzunempfindliche Abdichtung
des Türflügels 22 gegenüber der Seitenwand 30 mittels der seitenwandseitigen Dichtung
40 wird es als vorteilhaft angesehen, wenn der Türflügel 22 nicht nur ein einziges
Anschlagselement 100 zur Auflage des Endbereichs 41 der Dichtung 40 vorsieht, sondern
eine Mehrzahl an Anschlagselementen. Im Falle einer Mehrzahl an Anschlagselementen
kann eine Abdichtung durch den Endbereich 41 auch dann gewährleistet werden, falls
der Türflügel 22 nicht exakt eine bestimmte Endposition im geschlossenen Zustand der
Schiebetür 20 einnimmt, sondern aufgrund von Toleranzen eine geringfügig andere.
[0037] Die Figur 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen Türflügel 22, der mit einer Mehrzahl
an Anschlagselementen 100 ausgestattet ist. Die Anschlagselemente 100 werden durch
Zähne 301 einer Sägezahnstruktur 300 gebildet. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur
4 sind die Zähne 301 der Sägezahnstruktur 300 symmetrisch ausgestaltet, die Sägezahnkanten
der Zähne 301 sind jeweils geradlinig.
[0038] Die Figur 5 zeigt eine andere Ausgestaltung für eine Sägezahnstruktur 300, mit der
eine Mehrzahl an Anschlagselementen für den Türflügel 22 bereitgestellt wird. Bei
der Sägezahnstruktur 300 gemäß Figur 5 sind die Zähne 301 asymmetrisch und weisen
jeweils eine gebogene Sägezahnkante 310 sowie eine geradlinige Sägezahnkante 320 auf.
Die gebogene Sägezahnkante 310 der Zähne 301 ist jeweils der Türmitte TM der Schiebetür
20 zugewandt, und die geradlinige Sägezahnkante 320 der Zähne 301 ist jeweils der
Türmitte TM der Schiebetür 20 abgewandt bzw. der Seitenwand 30 zugewandt.
[0039] Bei der Ausgestaltung gemäß Figur 5 wird es zu einer Auflage des Endbereichs 41 der
gekrümmten seitenwandseitigen Dichtung 40 im Bereich der gebogenen Sägezahnkante 310
eines der Zähne 301 der Sägezahnstruktur 300 kommen, so dass eine besonders gute Abdichtung
des Türflügels 22 gegenüber der Seitenwand 30 gewährleistet wird.
[0040] Die Figur 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Sägezahnstruktur 300, bei der
die Höhe der Zähne 301 der Sägezahnstruktur 300 variiert. So lässt sich erkennen,
dass die Sägezahnstruktur 300 zumindest einen Abschnitt aufweist, in dem die Zahnhöhe
der Zähne 301 in Richtung der Türmitte TM ansteigt. So zeigt die Figur 6 beispielsweise,
dass die Höhe H1 größer als die Höhe H2 ist. Die variierende Zahnhöhe der Zähne 301
der Sägezahnstruktur 300 ermöglicht es dem Endbereich 41 der seitenwandseitigen Dichtung
40, zwischen zwei Zähnen 301 mit der optimalen Höhe zur Auflage auf der Sägezahnstruktur
300 zu gelangen.
[0041] Die Figur 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen Türflügel 22, bei dem eine Mehrzahl
an Anschlagselementen durch nebeneinander angeordnete trapezförmige Rastelemente 400
gebildet wird. Die trapezförmigen Rastelemente 400 erzeugen eine Trapezstruktur 410,
die einen Bestandteil des Türflügels 22 bildet. Die Trapezstruktur 410 kann als separates
Element auf der Außenseite 22a des Türflügels 22 aufgebracht oder als integraler Bestandteil
an der Außenseite 22a angeformt sein.
[0042] Es lässt sich erkennen, dass der Endbereich 41 der Dichtung 40 bei geschlossener
Schiebetür 20 in einem Bereich zwischen zwei der trapezförmigen Rastelemente 400 der
Trapezstruktur 410 aufliegt. Die Abdichtung durch den Endbereich 41 erfolgt dabei
durch das Aufliegen des Endbereichs 41 an der der Türmitte TM zugewandten Seitenkante
401 eines der trapezförmigen Rastelemente, beispielsweise dem in der Figur 7 mit dem
Bezugszeichen 402 gekennzeichneten trapezförmigen Rastelement.
[0043] Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
1. Schienenfahrzeug (10) mit zumindest einer Schiebetür (20), die in einer Wandöffnung
(31) einer Fahrzeugwand (30) des Schienenfahrzeugs montiert ist und zumindest einen
Türflügel (21, 22) aufweist, der zum Öffnen und Schließen verschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- im Bereich der Wandöffnung (31) der Fahrzeugwand (30) mindestens eine gekrümmte
Dichtung (40) angebracht ist und
- sich aufgrund der Krümmung der Dichtung (40) der dem Türflügel (21, 22) zugewandte
Endbereich (41) der Dichtung (40) schräg zur Schieberichtung (B) des Türflügels (21,
22) erstreckt.
2. Schienenfahrzeug (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dichtung (40) in ihrem dem Türflügel (21, 22) zugewandten Endbereich (41) entgegen
derjenigen Bewegungsrichtung gekrümmt ist, die der Türflügel (21, 22) während seiner
Öffnungsbewegung aufweist.
3. Schienenfahrzeug (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dichtung (40) ausgehend von ihrer Montagestelle (42) an der Fahrzeugwand (30)
in Richtung des Mittenbereichs der Wandöffnung (31) weggebogen ist.
4. Schienenfahrzeug (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dichtung (40) in ihrem dem Türflügel (21, 22) zugewandten Endbereich (41) bogenförmig
ist und in der geschlossenen Stellung des Türflügels (21, 22) in Richtung des Mittenbereichs
des geschlossenen Türflügels (21, 22) gebogen an dem Türflügel (21, 22) anliegt.
5. Schienenfahrzeug (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Türflügel (21, 22) mindestens ein Anschlagselement (100) aufweist und
- in der geschlossenen Stellung des Türflügels (21, 22) die Dichtung (40) an dem Anschlagselement
(100) anliegt und aufgrund der Anlage an dem Anschlagselement (100) den Türflügel
(21, 22) gegenüber der Fahrzeugwand (30) abdichtet.
6. Schienenfahrzeug (10) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Anschlagselement (100) eine schräge oder gebogene Anschlagsfläche (110) aufweist,
die sich schräg oder gebogen von der Bewegungsebene (BE) der Schiebetür (20) nach
außen wegerstreckt, und
- der dem Türflügel (21, 22) zugewandte Endbereich (41) der Dichtung (40) in der geschlossenen
Stellung des Türflügels (21, 22) an der schrägen oder gebogenen Anschlagsfläche (110)
anliegt.
7. Schienenfahrzeug (10) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Krümmung des in der geschlossenen Stellung des Türflügels (21, 22) an der gebogenen
Anschlagsfläche (110) anliegenden Endbereichs (41) der Biegung der gebogenen Anschlagsfläche
(110) entspricht.
8. Schienenfahrzeug (10) nach einem der voranstehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Türflügel (21, 22) eine Mehrzahl an Anschlagselementen (100) aufweist.
9. Schienenfahrzeug (10) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Türflügel (21, 22) eine Sägezahnstruktur (300) mit einer Mehrzahl an Zähnen
(301) aufweist und
- die Dichtung (40) in der geschlossenen Stellung des Türflügels (21, 22) an der der
Türmitte (TM) zugewandten Sägezahnkante (310) eines der Zähne (301) der Sägezahnstruktur
(300) anliegt.
10. Schienenfahrzeug (10) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die der Türmitte (TM) zugewandte Sägezahnkante (310) zumindest eines der Zähne (301)
oder aller Zähne (301) der Sägezahnstruktur (300) gebogen ist.
11. Schienenfahrzeug (10) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Biegung der der Türmitte (TM) zugewandten Sägezahnkante (310) zumindest eines
der Zähne (301) oder aller Zähne (301) der Sägezahnstruktur (300) der Biegung des
dem Türflügel (21, 22) zugewandten Endbereichs (41) der Dichtung (40) entspricht.
12. Schienenfahrzeug (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche 9-11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zahnhöhe (H1, H2) der Zähne (301) der Sägezahnstruktur (300) variiert.
13. Schienenfahrzeug (10) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zahnhöhe (H1, H2) der Zähne (301) in zumindest einem Abschnitt der Sägezahnstruktur
(300) in Richtung Türmitte (TM) ansteigt.
14. Schienenfahrzeug (10) nach einem der voranstehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Türflügel (21, 22) eine Trapezstruktur (410) mit einer Mehrzahl an nebeneinander
angeordneten trapezförmigen Rastelementen (400) aufweist und
- die Dichtung (40) in der geschlossenen Stellung des Türflügels (21, 22) an der der
Türmitte (TM) zugewandten Seitenkante (401) eines der trapezförmigen Rastelemente
(400) anliegt.
15. Schienenfahrzeug (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- an dem Türflügel (21, 22) eine türflügelseitige Dichtung (60) angebracht ist, die
in der geschlossen Position des Türflügels (21, 22) an einem an der Fahrzeugwand (30)
angebrachten Anschlagselement (100) anliegt und
- die türflügelseitige Dichtung (60) mit der an der Fahrzeugwand (30) angebrachten
Dichtung (40) einen abgedichteten Innenraum (80) zwischen Türflügel (21, 22) und Fahrzeugwand
(30) begrenzt.