[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Anbauelement gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1, welches zur Verwendung bei einer länglichen Leuchte vorgesehen ist, die insb. in
sog. Lichtbandsystemen genutzt wird. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine
Leuchte mit einem entsprechenden Anbauelement.
[0002] Lichtbandsysteme sind in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt. Sie weisen
in der Regel ein längliches Trägerelement zur Halterung der Leitungen für die Stromversorgung
auf, an welches dann einzelne sog. Leuchtenmodule angesetzt werden können. Eine Vorteil
derartiger Lichtbandsysteme besteht dabei darin, dass Beleuchtungsanordnungen einer
nahezu beliebigen Länge realisiert werden können und in der Regel auch eine Vielzahl
unterschiedlicher Leuchten zur Verfügung steht, welche sich hinsichtlich ihres Aussehens
sowie der mit der jeweiligen Leuchte erzielbaren Lichtabgabe unterscheiden und wahlweise
an dem Trägerelement angeordnet werden können. Hierdurch besteht eine hohe Flexibilität
bei der Realisierung größerer Beleuchtungssysteme.
[0003] Eine Leuchte, die für den Einsatz bei einem derartigen Lichtbandsystem vorgesehen
ist, ist bspw. aus der
EP 2 375 149 A2 der Anmelderin bekannt. Eine derartige Leuchte, die oftmals auch als Balkenleuchte
bezeichnet wird, weist hierbei zunächst eine Basiseinheit in Form eines sog. Balkens
auf, der an der Tragschiene, also dem Trägerelement des Lichtbandsystems befestigt
wird und dabei gleichzeitig auch die Leitungen zur Stromversorgung sowie ggf. zur
Signalübertragung kontaktiert. Der Leuchtenbalken dient dabei auch gleichzeitig der
Halterung des oder der Lampenbetriebsgeräte sowie der Lichtquellen, wobei in diesem
Fall ein oder mehrere längliche Leuchtstofflampen als Lichtquellen vorgesehen sind.
An der Unterseite des Leuchtenbalkens ist ferner ein zusätzliches Anbauelement vorgesehen,
welches eine spezielle Optik zur Beeinflussung der Lichtabgabe der Leuchte beinhaltet
und bei der in der
EP 2 375 149 beschriebenen Ausführungsform zusätzlich derart gestaltet ist, dass die Leuchte die
sog. Schutzklasse IP 50 erfüllt, also staubgeschützt ist. Dies wird im bekannten Fall
dadurch erreicht, dass an dem nachträglich montierbaren Anbauelement, welches die
Lichtquellen umschließt, spezielle Dichtungen vorgesehen sind, durch welche ein staubdichter
Übergang zu den restlichen Komponenten der Leuchte geschaffen wird.
[0004] Balkenleuchten der oben beschriebenen Art unterscheiden sich dabei nicht nur hinsichtlich
der optischen Komponenten, die im Wesentlichen das Aussehen der Leuchte sowie die
Art und Weise der Lichtabgabe beeinflussen, sondern auch hinsichtlich der Anzahl und
der Leistung der zum Einsatz kommenden Lichtquellen. So sind Balkenleuchten sowohl
mit ein als auch mit zwei parallel zueinander angeordneten Leuchtstofflampen bekannt.
Ferner stehen Leuchtstofflampen in unterschiedlichen Leistungsklassen zur Verfügung,
wobei insb. durch das zum Einsatz kommende Betriebsgerät vorgegeben ist, wie viele
Leuchtstofflampen und mit welcher Leistung diese versorgt werden können. Die entsprechende
Information wird auch als sog. Wattage der Leuchte bezeichnet.
[0005] Werden derartige Leuchten mit den Lichtquellen bestückt, was bspw. bei Inbetriebnahme
der Leuchte oder bei einem Wechsel einer defekten Lampe der Fall sein kann, so muss
sichergestellt sein, dass der geeignete, der Wattage der Leuchte entsprechende Lampentyp
eingesetzt wird. Üblicherweise war deshalb bislang vorgesehen, an der Leuchte, insb.
an dem Leuchtenbalken selbst die Wattage mit Hilfe eines entsprechenden, aufgeklebten
Etiketts anzuzeigen.
[0006] Beim Einsatz der oben erwähnten Anbauelemente, mit deren Hilfe spezielle Optiken
zu einer Beeinflussung der Lichtabgabe hinzugefügt werden, ergibt sich dann allerdings
das Problem, dass diese Anbauelemente die Wattage-Anzeige an der Leuchte überdecken,
so dass diese nicht mehr sichtbar ist. Ein derartiges Problem stellt sich insb. bei
Anbauelementen, welche staubgeschützt ausgeführt sind, da in diesem Fall dann das
Anbauelement ein eigenes, im Wesentlichen geschlossenes Gehäuse bildet, welches die
Wattage-Anzeige der Leuchte überdeckt. Bei einem Auswechseln einer defekten Lampe
kann also nicht mehr unmittelbar erkannt werden, welche Lichtquelle(n) neu eingesetzt
werden sollte(n).
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabenstellung zugrunde, für das oben
genannte Problem eine Lösung zu schaffen, derart, dass auch bei dem Einsatz entsprechender
Anbauelemente unmittelbar ersichtlich ist, welche Wattage die Leuchte besitzt.
[0008] Die Aufgabe wird durch ein Anbauelement zur lösbaren Befestigung an einer länglichen
Leuchte mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0009] Die erfindungsgemäße Lösung beruht auf dem Gedanken, dass zusätzlich zu der Wattage-Anzeige
an dem Leuchtenbalken selbst auch das Anbauelement
[0010] Anzeigemittel zur einstellbaren Anzeige einer Betriebsinformation der Leuchte, insb.
zur Anzeige der Wattage der Leuchte aufweist.
[0011] Erfindungsgemäß wird deshalb ein Anbauelement zur lösbaren Befestigung an einer länglichen
Leuchte, insb. einer Leuchte eines Lichtbandsystems vorgeschlagen, wobei das Anbauelement
dazu ausgebildet ist, eine oder mehrere Lichtquellen der Leuchte zu umgeben, und wobei
erfindungsgemäß das Anbauelement Anzeigemittel zur einstellbaren Anzeige einer Betriebsinformation
der Leuchte, insb. zur Anzeige einer Wattage der Leuchte aufweist.
[0012] Dadurch, dass nunmehr an dem Anbauelement selbst die Wattage der Leuchte angezeigt
wird, ist also bei einem Lampenwechsel unmittelbar ersichtlich, welche Art von Lichtquelle
an die Lampenfassungen angeschlossen werden kann. Dadurch, dass die Anzeige einstellbar
ist, wird ferner die Möglichkeit eröffnet, identisch ausgeführte Anbauelemente für
Leuchten unterschiedlicher Wattagen zur Verfügung zu stellen. D.h., für die Leuchte
einer bestimmten Wattage muss nicht ein speziell darauf abgestimmtes Anbauelement
zur Verfügung gestellt werden, sondern dieses kann generell für alle Leuchten gemeinsam
genutzt werden, wobei dann bei Anbringen des Anbauelements die einstellbare Anzeige
auf die entsprechende Leuchte abgestimmt wird.
[0013] Die erfindungsgemäßen Anzeigemittel sind dabei insb. mechanisch einstellbar, wobei
dies bspw. dadurch erfolgen kann, dass die Anzeigemittel mehrere Anzeigeelemente aufweisen,
die jeweils einer bestimmten Betriebsinformation bzw. einer bestimmten Wattage entsprechen
und wahlweise entfernbar sind. Diese Anzeigeelemente können dabei insb. durch sog.
Abrisslaschen gebildet werden, wobei dann im Ausgangszustand unterschiedliche Abrisslaschen
vorliegen, welche letztendlich alle mit Ausnahme derjenigen Lasche, die die korrekte
Information anzeigt, entfernt werden. Die Abrisslaschen können dabei insb. aus Kunststoff
bestehen, wobei sie vorzugsweise an zumindest einem Stirnelement des Anbauelements
einstückig befestigt sind. Diese spezielle Anordnung ist insofern von Vorteil, als
das Stirnelement bzw. die Stirnelemente der Optiken von Balkenleuchten in der Regel
als Kunststoffbauteile ausgeführt sind, welche im Spritzgussverfahren hergestellt
werden. Hier ist das Anbringen zusätzlicher Abrisslaschen mit einem verhältnismäßig
geringen Aufwand realisierbar.
[0014] Das erfindungsgemäße Anbauelement kann dabei insb. eine Optik zur Beeinflussung der
Lichtabgabe der Leuchte bilden bzw. entsprechende optische Mittel aufweisen. Ferner
ist es vorzugsweise staubgeschützt ausgeführt, derart, dass es der Schutzklasse IP
50 genügt.
[0015] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert
werden. Es zeigen:
Figur 1 einen Ausschnitt eines Lichtbandsystems mit einer daran befestigten Balkenleuchte
ohne Anbauelement;
Figur 2 eine perspektivische Ansicht der Balkenleuchte mit Anbauelement;
Figur 3 eine Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Anbauelements;
Figuren 4 und 5 Ansichten der bei dem erfindungsgemäßen Anbauelement zum Einsatz kommenden
Stirnteile und
Figur 6 die Innenansicht des Stirnbereichs eines erfindungsgemäßen Anbauelements.
[0016] Figur 1 zeigt zunächst den grundsätzlichen Aufbau eines typischen Lichtbandsystems
mit einer daran befestigten sog. Balkenleuchte. Das Grundgerüst des Lichtbandsystems
100 wird dabei durch eine längliche Tragschiene 10 gebildet, welche durch ein zur
Unterseite hin offenes, U-förmiges Profilelement gebildet ist. Diese Tragschiene 10
kann entweder unmittelbar an einer Decke oder abgehängt befestigt werden und dient
der Halterung mehrerer Leuchteneinheiten, wobei in Fig. 1 eine einzelne Leuchteneinheit
dargestellt ist, welche mit dem Bezugszeichen 30 versehen ist. In diesem Zusammenhang
ist darauf hinzuweisen, dass Fig. 1 lediglich einen kurzen Abschnitt des Lichtbandsystems
100 zeigt. Tatsächlich ist die Tragschiene 10 deutlich länger als die daran befestigte
Leuchteneinheit 30, so dass in der Regel mehrere Leuchteneinheiten 30 - insbesondere
bündig - hintereinander an der Tragschiene 10 befestigt sind.
[0017] Die Leuchteneinheit 30 wiederum besteht zunächst aus einem länglichen Abdeckbalken
31, welcher von der Unterseite her an die Tragschiene 10 angesetzt und befestigt wird.
Mit Hilfe von Kopplungselementen 36 (siehe Fig. 2), welche über Öffnungen 35 in dem
Abdeckbalken 31 zugängig und betätigbar sind, kann dabei sowohl eine mechanische Befestigung
an der Tragschiene 10 als auch eine elektrische Kontaktierung innerhalb der Tragschiene
10 verlaufender, hier nicht näher dargestellter Stromleitungen erfolgen. Diese können
in unterschiedlicher Weise innerhalb der Tragschiene verlaufen, z.B. derart, dass
eine freie Anordnung der Leuchteneinheiten 30 an der Tragschiene 10 ermöglicht ist,
was die Flexibilität des Lichtbandsystems 100 zusätzlich erhöht. Es wäre allerdings
auch denkbar, das Lichtbandsystem derart auszugestalten, dass die Leuchteneinheiten
lediglich an fest vorgegebenen Positionen angeordnet werden können. Dies spielt für
die vorliegende Erfindung keine Rolle.
[0018] Die Leuchteneinheit 30 weist weiterhin an den beiden Stirnseiten Halteelemente 32
auf, welche der Anordnung von Lampenfassungen 33 dienen. In diese Fassungen 33 ist
im dargestellten Ausführungsbeispiel eine längliche Lichtquelle 34 in Form einer Leuchtstofflampe
eingesetzt. Die Stromversorgung der Lampe 34 erfolgt über Lampenbetriebsmittel 37,
welche an der Oberseite des Abdeckbalkens 31 angeordnet und dementsprechend nach Montage
der Leuchteneinheit 30 in dem Aufnahmeraum 11 der Tragschiene 10 angeordnet sind.
[0019] In Figur 1 ist die Leuchte 30 ohne zusätzliche Anbauelemente bzw. optische Mittel
dargestellt. In der Regel ist allerdings vorgesehen, dass der Leuchte 30 ein Anbauelement
zugeordnet wird, wie es bspw. in Figur 2 dargestellt und mit dem Bezugszeichen 50
versehen ist. Dieses Anbauelement 50 beinhaltet optische Mittel bzw. bildet eine Optik,
um die Lichtabgabe der Leuchte 30 in geeigneter Weise zu beeinflussen. Oftmals soll
die Optik gleichzeitig auch einen Staubschutz bilden bzw. derart ausgeführt sein,
dass das Eindringen von Staub und dergleichen in das Anbauelement 50 verhindert wird,
um sicherzustellen, dass dieser sich nicht an transparenten Elementen der Abdeckung
ansetzt und dementsprechend die Lichtabgabe bzw. das Erscheinungsbild der Leuchte
30 negativ beeinträchtigt. Idealerweise sollte hierbei der sog. Schutzgrad IP50 erreicht
werden, durch den ein entsprechender Staubschutz der Leuchte 30 definiert wird.
[0020] Die Montage des Anbauelements 50 erfolgt dabei dadurch, dass dieses auf die Leuchteneinheit
30 aufgesetzt und mit dieser beispielsweise verrastet wird. Anschließend kann von
der Unterseite her das Anbauelement 50 vorübergehend geöffnet und die Lampe 34 in
die entsprechenden Fassungen 33 eingesetzt werden. Hierzu muss wie bereits erwähnt
die untere Abdeckung vorübergehend entfernt werden, sie wird allerdings nach dem Befestigen
der Lampe 34 in den Fassungen 33 wieder aufgebracht, um das Anbauelement 50 zu schließen.
[0021] Eine denkbare Ausführungsform eines Anbauelements 50 ist in Explosionsdarstellung
in Figur 3 gezeigt. Das Anbauelement 50 weist hierbei ein längliches, etwa C-förmiges
Gehäuseelement 51 auf, welches einerseits der Befestigung an der Leuchteneinheit bzw.
dem Balken 31 dient und andererseits die Halterung für alle weiteren Komponenten des
Anbauelements 50 bildet. Dabei ist insb. im Innenraum des Anbauelements 50 ein im
Querschnitt etwa C-förmiger Reflektor 52 aus vorzugsweise hochreflektierendem Material
angeordnet, der die Lichtquellen umgibt, um das von diesen abgegebene Licht möglichst
effizient nutzen zu können. Die Unterseite des Elements 51 wird durch die rahmenförmige
Abdeckung 53 verschlossen, welche zusätzlich der Lagerung optischer Elemente, bspw.
einer entsprechenden Streu- oder Prismenscheibe 54 dient. Diese Scheibe 54 kann allerdings
ggf. auch klar ausgeführt sein, was sich insbesondere dann anbietet, wenn im Inneren
des Anbauelements 50 weitere optische Elemente, z.B. ein Raster oder dgl. angeordnet
sind. Wie bereits erwähnt ist diese Abdeckung 53 lösbar von dem Gehäuseelement 51
gestaltet, um einen Zugang zum Innenraum des Anbauelements 50 zu ermöglichen. Diese
lösbare Halterung kann dabei mittels entsprechender, nicht näher dargestellter Rastelemente
erzielt werden. Eine umlaufende Dichtung 55 gewährleistet ferner, dass in diesem unteren
Bereich ebenfalls der gewünschte Staubschutz erzielt wird. An den beiden Stirnseiten
des Anbauelements 50 ist dieses durch entsprechende Stirnteile 60 abgeschlossen.
[0022] Wie der Darstellung von Figur 3 entnehmbar ist, weist das Gehäuseelement 51 an seiner
Oberseite eine in Längsrichtung verlaufende, im Wesentlichen geschlossene Wand 51a
auf. Diese ermöglicht es in einfacher Weise, den gewünschten Staubschutz für das Anbauelement
50 zu erzielen, gleichzeitig deckt sie allerdings die dem Anbauelement 50 zugewandte
Unterseite des Leuchtenbalkens 31 vollständig ab. Eine an diesem Leuchtenbalken 31
angebrachte Information hinsichtlich der Wattage der Leuchte 30 ist dementsprechend
im montierten Zustand des Anbauelements 50 nicht mehr erkennbar. Soll nunmehr bspw.
aufgrund eines Defekts eine Lampe ausgewechselt werden, so ist nicht ohne Weiteres
erkennbar, welcher Lampentyp geeignet ist, was ggf. dazu führen kann, dass die Leuchte
30 mit falschen Lampen bestückt wird. Um diese Problematik zu vermeiden, ist eine
besondere Ausgestaltung des Anbauelements 50, insbesondere der Stirnteile 60 vorgesehen,
welche nachfolgend anhand der Figuren 4 bis 6 näher erläutert werden soll.
[0023] Die Besonderheit besteht hierbei darin, dass die Stirnteile 60 eine Anzeige zur Verfügung
stellen, durch welche die Wattage der Leuchte 30 unmittelbar erkennbar ist und dementsprechend
die oben beschriebene Problematik vermieden wird. Diese Anzeige ist dabei wahlweise
auf einen bestimmten Wattage-Wert einstellbar, so dass das erfindungsgemäße Anbauelement
50 universal genutzt werden kann und unabhängig vom dem Leuchtentyp ist. Dies wiederum
bedeutet, dass nicht für jeden Leuchtentyp unterschiedlicher Wattage ein eigenes Anbauelement
zur Verfügung gestellt werden muss, was letztendlich auch zu einer Reduzierung der
entsprechenden Kosten führt.
[0024] Die erfindungsgemäßen Anzeigemittel werden hierbei dadurch gebildet, dass an der
Oberseite 61 des Stirnteils 60 drei an dem Umfang verteilt angeordnete Abrisslaschen
65-67 ausgebildet sind, die jeweils mit einem unterschiedlichen Wattage-Wert bedruckt
sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind hierbei die Werte 35W, 49W und 80W
vorgesehen, wobei offensichtlich auch entsprechend andere Werte dargestellt werden
können, sofern dies erforderlich ist. Für die derzeit gängigen Leuchtstofflampen sowie
Leuchtentypen sind diese drei Werte jedoch die üblicherweise vorliegenden Wattage-Werte
einer Leuchte, abhängig davon, welcher Lampentyp zum Einsatz kommt sowie von der Anzahl
der eingesetzten Leuchten.
[0025] Bei der Inbetriebnahme der Leuchte 30 bzw. bei dem erstmaligen Befestigen des Anbauelements
50 an der Leuchte 30 ist die Wattage der Leuchte 30 bekannt, so dass in einfacher
Weise die Abrisslaschen mit den unzutreffenden Wattage-Werten entfernt werden können.
Es verbleibt dann lediglich die Abrisslasche mit der korrekten Wattage-Anzeige, welche
allerdings -wie Figur 6 entnehmbar ist - nach einem Abnehmen der unteren Öffnung 53
unmittelbar erkennbar ist. Im vorliegenden Fall wurden hierbei die Abrisslaschen 65
und 67 entfernt und es verbleibt die Lasche 66, welche den Wattage-Wert 49W für die
Leuchte anzeigt. Bei einem Bestücken der Leuchte 30 mit Leuchtstofflampen bzw. einem
Wechsel der Lampe(n) kann also die Person dann unmittelbar den richtigen Wattage-Wert
ablesen und die geeignete Lampe auswählen.
[0026] Das Anbringen der erfindungsgemäßen Abrisslaschen 65-67 an den Stirnteilen 60 bietet
sich dabei insb. deshalb an, da die Stirnteile 60 üblicherweise aus Kunststoff bestehen
und bspw. im Spritzgussverfahren hergestellt werden. Mit einem verhältnismäßig geringen
Aufwand können hierbei die zusätzlichen Abrisslaschen gefertigt werden, welche dann
einstückig mit dem Stirnteil 60 verbunden sind, jedoch ohne großen Kraftaufwand entfernt
werden können. D.h., der Zusatzaufwand zum Realisieren der erfindungsgemäßen Wattageanzeige
ist verhältnismäßig gering und wird durch den erzielbaren Vorteil deutlich kompensiert.
Alternativ hierzu könnten selbstverständlich die Abrisslaschen auch anderweitig angeordnet
bzw. befestigt werden oder die Anzeigemittel könnten in anderer Form realisiert sein.
[0027] Letztendlich wird also mit Hilfe der erfindungsgemäßen Lösung eine einfache Möglichkeit
geschaffen, jederzeit die korrekte Wattage einer Leuchte anzeigen zu können. Dabei
können die erfindungsgemäßen Abrisslaschen selbstverständlich auch andere Betriebsparameter
der Leuchte anzeigen, je nachdem, welche Information unmittelbar ersichtlich sein
sollte.
1. Anbauelement (50) zur lösbaren Befestigung an einer länglichen Leuchte (30), insbesondere
einer Leuchte (30) eines Lichtbandsystems (100),
wobei das Anbauelement (50) dazu ausgebildet ist, eine oder mehrere Lichtquellen (34)
der Leuchte (30) zum umgeben,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anbauelement (50) Anzeigemittel zur einstellbaren Anzeige einer Betriebsinformation
der Leuchte (30), insbesondere zur Anzeige einer Wattage der Leuchte (30) aufweist.
2. Anbauelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzeigemittel mechanisch einstellbar sind.
3. Anbauelement nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzeigemittel mehrere Anzeigeelemente (65, 66, 67) aufweisen, die jeweils einer
bestimmten Betriebsinformation bzw. Wattage entsprechen und wahlweise entfernbar sind.
4. Anbauelement nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzeigeelemente (65, 66, 67) durch Abrisslaschen gebildet sind.
5. Anbauelement nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abrisslaschen aus Kunststoff bestehen.
6. Anbauelement nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anzeigeelemente (65, 66, 67) an zumindest einem Stirnelement (60) des Anbauelements
(50) befestigt sind.
7. Anbauelement nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anbauelement (50) eine Optik zur Beeinflussung der Lichtabgabe der Leuchte (30)
bildet.
8. Leuchte (30) mit einer oder mehreren länglichen Lichtquellen (34) und einem Anbauelement
(50) nach einem der vorherigen Ansprüche.
9. Leuchte nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass es sich um eine Leuchte (30) zur Verwendung in einem Lichtbandsystem (100) handelt.
10. Lichtbandsystem (100) mit mindestens einer Leuchte (30) nach Anspruch 8 oder 9.