[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Etikettiermaschine zum Etikettieren von Behältern,
wie beispielsweise Flaschen.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Vorrichtungen zum Etikettieren bekannt.
[0003] So offenbart beispielsweise die
WO 2005/068302 A1 eine Etikettiermaschine, die ein Karussell und ein an dessen Peripherie angeordnetes
Etikettieraggregat umfasst, wobei das Etikettieraggregat durch eine am Boden befestigte
stationäre Aggregataufnahme positioniert werden kann.
[0004] Weiterhin offenbart das Gebrauchsmuster
DE 20 2004 009 707 U1 eine Etikettiervorrichtung, bei der zusätzlich zu den an der Peripherie des Karussells
angeordneten Etikettieraggregaten eine Andrückvorrichtung vorgesehen ist, die zwischen
einer Arbeitsposition und einer Ruheposition verfahren werden kann.
Technische Aufgabe
[0005] Ausgehend vom Stand der Technik ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
möglichst zuverlässig arbeitende Etikettiervorrichtung bereitzustellen, die auch im
Falle einer Sortenumstellung bestmöglich gegen Fehlfunktionen abgesichert ist.
Lösung
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Etikettiermaschine nach Anspruch 1 und
die Etikettiermaschine nach Anspruch 11 sowie das Verfahren zum Etikettieren von Behältern
nach Anspruch 6 und 14 gelöst. Die Unteransprüche umfassen vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung.
[0007] Erfindungsgemäß wird eine Etikettiermaschine zum Etikettieren von Behältern wie beispielsweise
Flaschen bereitgestellt, umfassend eine Transportstrecke auf der Behälter transportiert
werden können und wenigstens eine Behälterstation, auf der ein Behälter positioniert
werden kann, wobei der Transportstrecke wenigstens 6 Etikettieraggregate zugeordnet
und jeweils 3 dieser Etikettieraggregate als eine von einer Steuereinheit ansteuerbare
Etikettiergruppe vorgesehen sind und wobei die Etikettieraggregate einer Etikettiergruppe
geeignet sind, die selbe Etikettieraufgabe auszuführen. Die Einteilung der Etikettieraggregate
in Etikettiergruppen versteht sich dabei so, dass jedes Etikettieraggregat nur genau
einer Etikettiergruppe zugeordnet ist. Durch das Vorsehen von drei Etikettieraggregaten
pro Etikettiergruppe kann selbst für den Fall, dass eines der Etikettieraggregate
der Etikettiergruppe umgerüstet werden muss, gewährleistet werden, dass im Falle einer
Fehlfunktion des noch arbeitenden Etikettieraggregats ein weiteres Etikettieraggregat
zur Verfügung steht, das die Etikettieraufgabe übernehmen kann.
[0008] In einer Ausführungsform ist die Etikettiermaschine dadurch gekennzeichnet, dass
die Etikettiergruppe drei in Förderrichtung der Transportstrecke hintereinander angeordnete
Etikettieraggregate umfasst, wobei die erste Etikettiergruppe die in Förderrichtung
ersten drei Etikettieraggregate umfasst und die zweite Etikettiergruppe die darauffolgenden
drei Etikettieraggregate umfasst. Hierbei handelt es sich um eine zweckmäßige Anordnung
der Etikettieraggregate der Etikettiergruppe, wodurch erreicht wird, dass jede Etikettieraufgabe
für sich in einer bestimmten Reihenfolge ausgeführt wird.
[0009] Ferner kann vorgesehen sein, dass die erste Etikettiergruppe zum Etikettieren von
Behältern mit einem ersten Etikettenformat geeignet ist und die zweite Etikettiergruppe
zum Etikettieren von Behältern mit einem zweiten Etikettenformat geeignet ist. So
können Behälter in unterschiedlichster Weise etikettiert werden, beispielsweise kann
auf der Vorder- und der Rückseite des Behälters ein Etikett aufgebracht werden oder
eine erste Gruppe von Behältern kann mit dem ersten Etikett versehen werden und eine
zweite Gruppe von Behältern mit den Etiketten der zweiten Etikettiergruppe.
[0010] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass das in Transportrichtung der Behälter
erste und dritte Etikettieraggregat jeder Etikettiergruppe als arbeitende Etikettieraggregate
vorgesehen sind und das jeweils zweite Etikettieraggregat jeder Etikettiergruppe als
Reserveetikettieraggregat vorgesehen ist, oder das in Transportrichtung der Behälter
erste und zweite Etikettieraggregat jeder Etikettiergruppe als arbeitende Etikettieraggregate
vorgesehen sind und das jeweils dritte Etikettieraggregat jeder Etikettiergruppe als
Reserveetikettieraggregat vorgesehen ist. Diese Einteilung der Etikettieraggregate
macht es insbesondere im Fall der Umrüstung der Etikettieraggregate einer Etikettiergruppe
auf ein anderes Etikett möglich, das ursprüngliche Etikett während der Umrüstung eines
der beiden arbeitenden Etikettieraggregate weiter zu etikettieren, wobei in diesem
Fall immer das Reserveaggregat zur Verfügung steht, bis dieses umgerüstet wird.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform ist die Steuereinheit geeignet, die Etikettieraggregate
jeder Etikettiergruppe zu steuern und einen Wechsel zwischen den arbeitenden Etikettieraggregaten
und/oder dem Reserveetikettieraggregat automatisch auszuführen, oder der Wechsel kann
von einem Bediener manuell eingestellt werden. So kann eine möglichst automatisierte
und daher weniger fehleranfällige Etikettierung von Behältern erreicht werden und
darüber hinaus kann die Zeit zum Umschalten auf ein anderes Etikettieraggregat, beispielsweise
das Reserveaggregat, erheblich verkürzt werden. Bei der Handhabung durch einen Bediener
ist es vorteilhaft, dass auch außerplanmäßige Wechsel durchgeführt werden können,
die nicht bereits im Programmablauf der Steuereinheit integriert sind.
[0012] Unter Verwendung dieser Vorrichtung lässt sich ein Verfahren zum Etikettieren von
Behältern, wie beispielsweise Flaschen verwirklichen, wobei die Behälter in einer
Transportstrecke auf einer Behälterstation transportiert werden und von wenigstens
6 Etikettieraggregate, die in jeweils 3 Etikettieraggregate umfassende und von einer
Steuereinheit angesteuerte Etikettiergruppen eingeteilt sind, etikettiert werden,
wobei die Etikettieraggregate einer Etikettiergruppe die selbe Etikettieraufgabe ausführen.
Dieses Verfahren erlaubt ein effektives, wenig fehleranfälliges Etikettieren von Behältern,
verglichen mit den bereits bekannten Etikettierverfahren.
[0013] Das Verfahren kann dadurch gekennzeichnet sein, dass die Etikettieraggregate der
ersten Etikettiergruppe ein erstes Etikett mit einem ersten Etikettenformat auf den
Behälter aufbringen und die Etikettieraggregate der zweiten Etikettiergruppe ein Etikett
mit einem zweiten Etikettenformat auf den Behälter aufbringen. So kann ein Etikettierverfahren
realisiert werden, mit dem in zuverlässiger Weise unterschiedliche Etikettenformate
aufgebracht werden können. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die erste
Etikettiergruppe die Vorderseite eines Behälters etikettiert während die zweite Etikettiergruppe
die Rückseite etikettiert oder unterschiedliche Behälter entweder nur von der ersten
Etikettiergruppe oder nur von der zweiten Etikettiergruppe etikettiert werden.
[0014] Darüber hinaus kann das Verfahren dadurch gekennzeichnet sein, dass die in Transportrichtung
ersten 3 Etikettieraggregate als erste Etikettiergruppe zusammengefasst sind und die
in Transportrichtung letzten 3 Etikettieraggregate als zweite Etikettiergruppe zusammengefasst
sind. Die so vorgesehene Einteilung der Etikettieraggregate erleichtert die Steuerung
und ermöglicht darüber hinaus, unterschiedliche Etiketten in einer bestimmten vorgegebenen
Reihenfolge zu Etikettieren.
[0015] In einer Ausführungsform des Verfahrens wird in jeder Etikettiergruppe das in Transportrichtung
der Behälter erste oder dritte Etikettieraggregat als das arbeitende Etikettieraggregat
von der Steuereinheit angesteuert wird und das in Transportrichtung zweite Etikettieraggregat
als Reserveetikettieraggregat angesteuert oder das in Transportrichtung erste und
zweite Etikettieraggregat wird von der Steuereinheit als das arbeitende Etikettieraggregat
angesteuert und das in Transportrichtung dritte Etikettieraggregat wird als Reserveaggregat
angesteuert. Das Ansteuern des in der Etikettiergruppe vorgesehenen mittleren Aggregats
als Reserveaggregat bewirkt, dass das Reserveaggregat jedem der arbeitenden Etikettieraggregate
entweder um eine bestimmte Zeit t
V vor- oder nachläuft, wobei diese Zeit für beide arbeitenden Etikettieraggregate dieselbe
ist. Im Fall der zweiten Alternative ergibt sich der Vorteil, dass das Reserveaggregat
dem ersten Etikettieraggregat um 2t
V und dem zweiten Etikettieraggregat um t
V nachläuft. So kann Ausschuss noch weiter minimiert werden.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfasst das Verfahren für das Umrüsten einer
Etikettiergruppe von einer ersten Etikettensorte auf eine zweite Etikettensorte die
folgenden Schritte:
- 1. Umrüsten des ersten oder dritten Etikettieraggregats auf die zweite Etikettensorte,
wobei das Etikettieraggregat umgerüstet wird, das nicht das arbeitende Etikettieraggregat
ist.
- 2. Beginnen des Etikettiervorgangs der zweiten Etikettensorte mit dem umgerüsteten
ersten oder dritten Etikettieraggregat als arbeitendes Etikettieraggregat und Stoppen
des Etikettiervorgangs der ersten Etikettensorte, der auf dem dritten oder ersten
Etikettieraggregat ausgeführt wird.
- 3. Umrüsten des Reserveetikettieraggregats der Etikettiergruppe auf die zweite Etikettensorte.
- 4. Umrüsten des dritten oder ersten Etikettieraggregats auf die dritte Etikettensorte.
[0017] In einer anderen Ausführungsform umfasst das Verfahren für das Umrüsten einer Etikettiergruppe
von einer ersten Etikettensorte auf eine zweite Etikettensorte die folgenden Schritte:
- 1. Umrüsten des ersten oder zweiten Etikettieraggregats auf die zweite Etikettensorte,
wobei das Etikettieraggregat umgerüstet wird, das nicht das arbeitende Etikettieraggregat
ist.
- 2. Beginnen des Etikettiervorgangs der zweiten Etikettensorte mit dem umgerüsteten
ersten oder zweiten Etikettieraggregat als arbeitendes Etikettieraggregat und Stoppen
des Etikettiervorgangs der ersten Etikettensorte, der auf dem zweiten oder ersten
Etikettieraggregat ausgeführt wird.
- 3. Umrüsten des Reserveetikettieraggregats der Etikettiergruppe auf die zweite Etikettensorte.
- 4. Umrüsten des zweiten oder ersten Etikettieraggregats auf die dritte Etikettensorte.
[0018] Da das Umrüsten auch automatisch erfolgen kann, beispielsweise durch Umschalten von
einer Etikettenrolle auf eine andere in jedem Etikettieraggregat, kann durch beide
Ausführungsformen erreicht werden, dass für praktisch die gesamte Umrüstdauer sowohl
für die erste Etikettensorte als auch für die zweite Etikettensorte immer ein Reserveaggregat
zur Verfügung steht.
[0019] Es ist ferner eine Etikettiermaschine zum Etikettieren von Behältern wie beispielsweise
Flaschen vorgesehen, umfassend eine Transportstrecke auf der Behälter transportiert
werden können und wenigstens eine Behälterstation, auf der ein Behälter positioniert
werden kann, wobei der Transportstrecke 6 Etikettieraggregate zugeordnet sind, wobei
jeweils 2 Etikettieraggregate als eine von einer Steuereinheit ansteuerbare Etikettiergruppe
vorgesehen sind, wobei die Etikettieraggregate einer Etikettiergruppe geeignet sind,
die selbe Etikettieraufgabe auszuführen. Mit dieser Etikettiermaschine können bis
zu drei unterschiedliche Etiketten und/oder Etikettierformate in einem Arbeitsgang
auf einen Behälter aufgebracht werden.
[0020] In einer Ausführungsform ist die Etikettiermaschine dadurch gekennzeichnet, dass
die Etikettieraggregate einer Etikettiergruppe geeignet sind, andere Etiketten auf
einen Behälter aufzubringen als die übrigen Etikettiergruppen. In dieser Ausführungsform
wird in vorteilhafter Weise das Etikettieren von Behältern mit drei unterschiedlichen
Etiketten realisiert. Dabei kann vorgesehen sein, dass nicht jeder Behälter mit allen
drei Etiketten etikettiert wird sondern nur mit zweien oder auch nur mit einem der
drei möglichen Etiketten.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform ist die Etikettiermaschine dadurch gekennzeichnet,
dass jeweils ein Etikettieraggregat einer Etikettiergruppe als arbeitendes Etikettieraggregat
vorgesehen ist und das andere Etikettieraggregat der Etikettiergruppe als Reserveaggregat
vorgesehen ist. So wird eine gewisse Redundanz erreicht, die im Falle einer Fehlfunktion
eines Etikettieraggregats die Weiterführung des Etikettiervorgangs ermöglicht. Um
das Umschalten auf das Reserveaggregat so durchführen zu können, dass möglichst wenige
Behälter falsch etikettiert werden, kann vorgesehen sein, dass die zwei Etikettieraggregate,
die dasselbe Etikett auf einen Behälter aufbringen können, möglichst großen Abstand
zueinander haben.
[0022] Unter Verwendung dieser Etikettiermaschine lässt sich ein Verfahren zum Etikettieren
von Behältern wie beispielsweise Flaschen verwirklichen, wobei die Behälter in einer
Transportstrecke auf einer Behälterstation transportiert werden und von 6 Etikettieraggregate,
die in drei, jeweils 2 Etikettieraggregate umfassende und von einer Steuereinheit
angesteuerte Etikettiergruppen eingeteilt sind, etikettiert werden, wobei die Etikettieraggregate
einer Etikettiergruppe die selbe Etikettieraufgabe ausführen. Hier wird ein redundantes
und damit wenig fehleranfälliges Etikettieren ermöglicht.
[0023] Das Verfahren kann in einer Ausführungsform dadurch gekennzeichnet sein, dass ein
Etikettieraggregat einer Etikettiergruppe das arbeitende Etikettieraggregat ist und
das andere Etikettieraggregat der Etikettiergruppe das Reserveaggregat ist. Durch
die Zuordnung der Aggregate als ein arbeitendes und ein Reserveaggregat ist eine bestimmte
Prozessreihenfolge im Falle einer Fehlfunktion vorgegeben. Weiterhin ist vorteilhaft,
wenn das arbeitende Etikettieraggregat in Transportrichtung der Behälter vor dem Reserveaggregat
vorgesehen ist und zu diesem möglichst weit beabstandet ist.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0024]
- Fig. 1
- Schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Etikettiermaschine.
- Fig. 2a-d
- Schematische Darstellung einer möglichen Anordnung von Etikettieraggregaten und eines
möglichen Umrüstvorgangs.
- Fig. 3a und 3b
- Anordnung von Etikettieraggregaten gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
Ausführliche Beschreibung
[0025] Fig. 1 zeigt eine Etikettiermaschine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Dabei
umfasst die Etikettiermaschine 100 vorzugsweise ein Karussell 101 sowie zwei Transporteure
180 und 181. Auf den Transporteuren 180 und 181 können die Behälter 150 zur Etikettiermaschine
bzw. dem Karussell 101 transportiert bzw. von dieser abtransportiert werden. Um die
Behälter 150 von dem Transporteuer 180 auf das Karussell 101 zu übergeben, kann beispielsweise
ein Drehstern 140 vorgesehen sein, der die Behälter vom Transporteur 180 übernimmt
und an das Karussell 101 übergibt. Ebenso kann ein Drehstern 141 vorgesehen sein,
der die etikettierten Behälter vom Karussell 101 auf den Transporteur 181 übergibt.
Hier sind jedoch auch alle möglichen anderen gängigen Vorrichtungen zum Transportieren
von Behältern und zur Übergabe von Behältern geeignet. Das Karussell 101 bildet eine
Transportstrecke in der die Behälter transportiert werden. Es sei erwähnt, dass auch
andere Ausführungen einer solchen Transportstrecke beispielsweise in Form von linearen
Transportstrecken denkbar sind. Auf dieser Transportstrecke werden die Behälter vorzugsweise
mit Hilfe von oder in Behälterstationen transportiert. Dabei kann es sich um übliche
Mittel zum Transportieren von Behältern handeln, beispielsweise Drehteller die auf
einem Förderband entlang der Transportstrecke durch das Karussell befördert werden
oder drehbare Halterungen, die den Behälter an einer bestimmten Stelle greifen und
halten, im Fall von Flaschen vorzugsweise am Neckring.
[0026] Ferner umfasst die Etikettiermaschine 100 in dieser Ausführungsform sechs Etikettieraggregate
111 bis 123. Diese sind vorzugsweise äquidistant am Umfang des Karussells 101 verteilt.
Gemäß dieser Ausführungsform sind die Etikettieraggregate 111, 112 und 113 zur Etikettiergruppe
110 zusammengefasst und die Etikettieraggregate 121, 122 und 123 zur Etikettiergruppe
120. In dieser Ausführungsform kann eine in der Fig. 1 nicht dargestellte Steuereinheit
die Etikettiergruppen einzeln ansteuern. Es ist vorgesehen, dass die Etikettiergruppen
110 bzw. 120 jeweils zum Aufbringen von Etiketten auf Behälter geeignet sind, wobei
die aufzubringenden Etiketten der ersten Etikettiergruppe 110 ein anderes Format aufweisen
können als die der zweiten Etikettiergruppe 120. Hinsichtlich der Anzahl der Etikettieraggregate
kann diese Ausführungsform prinzipiell auch mit mehr Etikettieraggregate realisiert
werden. So können auch 6+3n (n natürliche Zahl) Etikettieraggregate vorgesehen sein,
wobei entsprechend dieser Ausführungsform immer jeweils drei direkt benachbarte Etikettieraggregate
zu einer Etikettiergruppe zusammengefasst sind. Da bevorzugt jede Etikettiergruppe
eine von den übrigen Etikettiergruppe verschiedene Etikettieraufgabe übernimmt, ist
eine entsprechend große Vorrichtung geeignet, 2+n verschiedene Etikettieraufgaben
auszuführen, also beispielsweise 2+n verschiedene Etiketten auf einen Behälter aufzubringen.
[0027] Gemäß dieser Ausführungsform erfüllen die Etikettieraggregate 111 bis 113 bzw. 121
bis 123 in der jeweiligen Etikettiergruppe unterschiedliche Aufgaben. So ist gemäß
einer Ausführungsform vorgesehen, dass das Etikettieraggregat 111 und das Etikettieraggregat
113 als arbeitende Etikettieraggregate vorgesehen sind. Das Etikettieraggregat 112
ist als Reserveaggregat vorgesehen. Das bedeutet, dass die Etikettieraggregate 111
bzw. 113 primär das Etikettieren übernehmen. Dabei ist beabsichtigt, dass bei einem
vorgegebenen Etikett entweder das Etikettieraggregat 111 oder das Etikettieraggregat
113 das hauptsächlich arbeitende Etikettieraggregat ist. Sollte der Vorrat an Etiketten
auf diesem Etikettieraggregat zur Neige gehen, wird dann automatisch auf das Reserveetikettieraggregat
112 gesprungen. Für die andere Etikettiergruppe 120 gilt dies natürlich entsprechend.
Es kann auch vorgesehen sein, dass im normalen Betrieb ein Sensor misst, wann die
Rolle auf dem Etikettieraggregat 111 leer ist und anhand dieser Sensordaten kann die
Steuereinheit die Fortführung der Etikettenaufgabe mittels des zweiten arbeitenden
Etikettieraggregats 113 fortführen, ohne dass das Reserveaggregat 112 einspringen
muss.
[0028] Durch die Verwendung von drei Etikettieraggregaten, die erfindungsgemäß dieselbe
Etikettieraufgabe ausführen können (Etiketten mit demselben Format bzw. dieselben
Etiketten), kann die Umrüstung auf andere Etiketten in einer Etikettiergruppe möglichst
effektiv vollzogen werden, so dass die Vorrichtung nur geringe, vorzugsweise gar keine
Stillstandszeiten aufweist. Dazu wird in Fig. 2 anhand der ersten Etikettiergruppe
110 ein Umrüstvorgang von einer Etikettiersorte auf eine andere näher erläutert.
[0029] In Fig. 2a sind die Etikettieraggregate 111, 112 und 113 gezeigt. In dem hier dargestellten
Zustand sind alle Etikettieraggregate 111 bis 113 mit derselben Etikettensorte, die
als Sorte A bezeichnet wird, gerüstet. In diesem Zustand ist, ohne Beschränkung der
Allgemeinheit vorgesehen, dass das führende Etikettieraggregat (das in Transportrichtung
der Behälter zuerst kommende) 111 die Behälter mit den Etiketten der Sorte A versieht.
Es kann, muss jedoch nicht vorgesehen sein, dass der normale Betrieb vorsieht, dass,
sofern sämtliche Etikettenrollen der Sorte A auf dem Etikettieraggregat 11 zur Neige
gehen, das als zweites arbeitendes Etikettieraggregat vorgesehene Etikettieraggregat
113 das Etikettieren der Behälter fortsetzt. In jedem Fall ist vorgesehen, dass für
den Fall einer unvorhergesehenen Störung (beispielsweise Riss des Etikettierbandes)
das Reserveaggregat 112 zunächst das Etikettieren der Behälter übernimmt. Dazu ist
vorteilhaft, wenn das Reserveaggregat 112 zum Etikettieraggregat 111 und 113 jeweils
denselben Abstand L hat. Tritt in den arbeitenden Etikettieraggregaten 111 oder 113
ein Fehler auf, kann die Steuereinheit auf das Reserveaggregat zurückgreifen. Tritt
der Fehler im Etikettieraggregat 111 auf, so steht der Steuereinheit und dem Reserveetikettieraggregat
112 die Zeit L/V
T = T
V zur Verfügung, um den Betrieb auf das Reserveaggregat 112 umzustellen. Dabei ist
die Geschwindigkeit V
T die Transportgeschwindigkeit der Behälter. Kann erreicht werden, dass das Reserveaggregat
innerhalb dieser Zeit t
V den Etikettiervorgang übernimmt, so kann sichergestellt werden, dass nach Erkennen
des Fehlers am Etikettieraggregat 111 höchstens der erste Behälter, der falsch etikettiert
wurde, als Ausschuss keine Verwendung findet, da die Zeit t
V gleich der benötigten Zeit zum Transport des ersten fehlerhaften Behälters zum Reserveaggregat
112 ist. Jeder folgende Behälter, der das fehlerhafte Aggregat 111 passiert und zum
Reserveaggregat 112 gelangt, benötigt daher mehr Zeit und kann korrekt vom Reserveaggregat
112 etikettiert werden.
[0030] Im Falle eines Fehlers am Aggregat 113 kommt es zwar zu einer Ausschussproduktion,
diese entspricht jedoch der Anzahl der in der Zeit t
V zwischen dem Reserveaggregat und dem fehlerhaften Aggregat 113 transportierten Behältern.
Sind die Etikettieraggregate möglichst nah beieinander angeordnet, der Abstand L also
möglichst klein, kann die Anzahl dieser fehlerhaften und daher als Ausschuss zu betrachtenden
Behälter möglichst reduziert werden.
[0031] Bezüglich des Umrüstvorgangs wird Bezug auf die Fig. 2b bis 2d genommen. Ausgehend
von der Fig. 2a, in der alle Etikettieraggregate 111 bis 113 mit derselben Etikettensorte
bestückt sind, findet beim Übergang zur Fig. 2b eine Umrüstung des Etikettieraggregats
113 auf die Sorte B statt. Das Etikettieraggregat 113 kann vor der Umrüstung entweder
auch mit Sorte A oder mit einer anderen Etikettensorte bestückt worden sein. Da das
Etikettieraggregat 111 als primär arbeitendes Etikettieraggregat die Behälter mit
der Etikettensorte A bestückt und das Reserveaggregat 112 ebenfalls mit derselben
Etikettensorte gerüstet ist, kann die Umrüstung des Etikettieraggregats 113 auf die
Sorte B problemlos durchgeführt werden. Im Fall einer Fehlfunktion oder leerer Etikettenrollen
auf dem Etikettieraggregat 111 steht hier noch das Reserveaggregat 112 mit derselben
Etikettensorte A zur Verfügung. Somit wird erreicht, dass eines der beiden arbeitenden
Etikettieraggregate (hier das Etikettieraggregat 113') bereits auf die neue Etikettensorte
B umgerüstet ist, während der normale Betrieb mit der Etikettensorte A fortgesetzt
wird. Das Etikettieraggregat 113' wird für Sorte B das primär arbeitende Etikettieraggregat.
Es kann nun direkt mit dem Etikettieren der Behälter mit der neuen Etikettensorte
B begonnen werden, oder aber das umgerüstete Etikettieraggregat wird zunächst vorgehalten
bis weitere Umrüstungen (beispielsweise wenigstens des Reserveaggregats) abgeschlossen
sind. Als Nächstes wird beim Übergang zu Fig. 2c auch das Reserveaggregat 112 auf
die neue Etikettensorte B umgerüstet. Die so umgerüsteten Etikettieraggregate 112'
und 113' reichen nun in jedem Fall aus, um das Etikettieren mit Sorte B durchzuführen.
Nach der Umrüstung steht dabei, ausgehend von dem letzten korrekt etikettierten Behälter,
am Etikettieraggregat 111 mit der Sorte A die Zeit 2t
V zur Verfügung, bis der nächste Behälter, mit der neuen Etikettensorte B etikettiert
werden soll, um diese Umrüstung zu gewährleisten. Nach dieser Zeit wird mit dem ersten
mit der Etikettensorte B zu etikettierenden Behälter das Etikettierverfahren am Etikettieraggregat
113' fortgesetzt. Wenn das Reserveaggregat bereits auf die Etikettensorte B umgerüstet
wurde, stehen in diesem Fall zwei Etikettieraggregate 112' und 113' zur Verfügung,
um ein redundantes Etikettieren der Behälter mit der Etikettensorte B zu ermöglichen.
Nach Umstellung der Etikettierung von Sorte A auf Sorte B ist das Etikettieraggregat
113' das primär arbeitende Etikettieraggregat. Das Etikettieraggregat 111 kann dann
ebenfalls nach Vollendung der Etikettierung des letzten Behälters mit Sorte A und
nach Umrüsten der Etikettieraggregate 112, 113 auf Sorte B umgerüstet werden, oder
dieses Aggregat wird direkt auf eine dritte Sorte umgerüstet.
[0032] Ist nun erneut ein Umrüsten auf eine weitere Sorte, beispielsweise C vorgesehen,
so wird dieser Umrüstvorgang mit dem Etikettieraggregat 111' begonnen, wonach das
Reserveaggregat 112' umgerüstet wird und anschließend das im Fall der Sorte B als
primär arbeitendes Etikettieraggregat vorgesehene Etikettieraggregat 113' auf die
Sorte C umgerüstet.
[0033] Es sei erwähnt, dass dieser Umrüstvorgang natürlich ebenso mit den Etikettieraggregaten
der zweiten Etikettiergruppe 120 aus Fig. 1 durchgeführt werden kann. Weiterhin kann
ebenso vorgesehen sein, dass das erste und zweite Etikettieraggregat 111 und 112 der
Etikettiergruppe 110 als arbeitende Etikettieraggregate vorgesehen sind. In diesem
Fall würde der Umrüstvorgang analog zum oben beschriebenen ablaufen, nur mit dem Unterschied,
dass das zweite Etikettieraggregat als eines der arbeitenden Etikettieraggregate vorgesehen
ist und das dritte Etikettieraggregat als Reserveaggregat. Das bringt den Vorteil
mit sich, dass das Reserveaggregat beiden arbeitenden Aggregaten nachlaufend vorgesehen
ist, wodurch sich der Ausschuss im Falle einer Fehlfunktion eines der arbeitenden
Etikettieraggregate weiter vermindern lässt.
[0034] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die sechs Etikettieraggregate
zu drei Etikettiergruppen zusammengefasst werden. Eine mögliche Ausführungsform dieser
Zusammenfassung zeigt Fig. 3a. Hier sind die Etikettieraggregate 311 und 312 zur ersten
Etikettiergruppe 310, die Etikettieraggregate 321 und 322 zur zweiten Etikettiergruppe
320 und die Etikettieraggregate 331 und 332 zur dritten Etikettiergruppe 330 zusammengefasst.
In dieser Ausführungsform der Erfindung wird zwar nicht die Redundanz und damit Absicherung
gegenüber Fehlfunktionen, wie in der ersten Ausführungsform gemäß den Fig. 1 und 2
erreicht, jedoch kann so ein Behälter mit drei unterschiedlichen Etiketten versehen
werden. Dazu kann vorgesehen sein, dass die drei Etikettiergruppen 310, 320 und 330
unterschiedliche Etiketten auf den Behälter aufbringen. Insbesondere kann jeweils
eines der Aggregate der Etikettiergruppe 310-330 als arbeitendes Etikettieraggregat
und das zweite Etikettieraggregat als Reserveaggregat vorgesehen sein. So wird zumindest
eine gewisse Redundanz erreicht und bei Anordnung des Reserveaggregats im Abstand
zum arbeitenden Aggregat, wie in Fig. 2a dargestellt, kann auch hier die Anzahl der
fehlerhaft produzierten Behälter reduziert werden. Weiterhin können beide Aggregate
der Etikettiergruppen als arbeitende und als Reserveaggregate vorgesehen sein. So
kann vorgesehen sein, dass beim Etikettieren von Behältern mit Sorte A in der ersten
Etikettiergruppe 310 das (in Transportrichtung) erste Etikettieraggregat 311 das arbeitende
Aggregat ist und das Etikettieraggregat 312 als Reserveaggregat vorgehalten wird.
Wird nun auf eine andere Etikettensorte, beispielsweise Sorte B umgerüstet, so kann,
wenn die Zeit t
V, die zum Transport eines Behälters vom ersten Etikettieraggregat 311 zum zweiten
Etikettieraggregat 312 nötig ist, hinreichend groß ist, ein Umstellen des Etikettieraggregats
312 auf die neue Etikettensorte B realisiert werden, so dass der erste Behälter, der
dem letzten mit Sorte A etikettierten Behälter im Etikettieraggregat 311 folgt, mit
der Etikettensorte B etikettiert wird. Zu diesem Zeitpunkt steht zwar kein Reserveaggregat
zur Verfügung, jedoch erlaubt es der Umstand, dass die ersten mit Sorte B zu etikettierenden
Behälter wenigstens die Zeit t
V benötigen, um zum zweiten Etikettieraggregat 312 zu gelangen, das Etikettieraggregat
311 umzurüsten, so dass selbst im Falle einer sofortigen Fehlfunktion des mit Sorte
B arbeitenden Etikettieraggregats 312 höchstens ein Ausschuss produziert wird, der
der Anzahl der während der Zeit t
V vom Etikettieraggregat 311 zum Etikettieraggregat 312 transportierten Behälter entspricht.
[0035] Um die zur Verfügung stehende Zeit zum Umrüsten zu erhöhen, kann gemäß Fig. 3b eine
besondere Anordnung der zu einer Etikettiergruppe gehörenden Etikettieraggregate realisiert
werden. Gemäß Fig. 3b befinden sich zwischen dem ersten Etikettieraggregat 311 und
dem zweiten Etikettieraggregat 312 der ersten Etikettiergruppe 310 die jeweils ersten
Etikettieraggregate der zweiten und dritten Etikettiergruppe, also die Etikettieraggregate
321 und 331. Entsprechend folgen die Etikettieraggregate 322 und 332 dem Etikettieraggregat
312. Der so vergrößerte Abstand der Etikettieraggregate der ersten, zweiten und dritten
Etikettiergruppe gewährleistet eine längere Transportzeit der Behälter auf dem Karussell
zwischen dem ersten und zweiten Etikettieraggregat einer jeweiligen Etikettiergruppe.
Sofern es nicht zu Fehlfunktionen kommt, steht damit mehr Zeit zur Verfügung, um ein
Umrüsten des zweiten Etikettieraggregats auf die neue Sorte B durchzuführen. Zwar
wird im Fall einer unmittelbaren Fehlfunktion des zweiten Etikettieraggregats 312
mehr Ausschuss produziert. Da für das Umrüsten andererseits jedoch deutlich mehr Zeit
zur Verfügung steht, kann die Gefahr von direkten Fehlfunktionen des umgerüsteten
Etikettieraggregats minimiert werden. Auch hier können mehr als 6 Etikettieraggregate
an der Etikettiermaschine vorgesehen sein. Diese Ausführungsform kann ebenso mit 6+2m
(m natürliche Zahl) Etikettieraggregaten realisiert werden, von denen jeweils zwei
eine Etikettiergruppe bilden. Auf diese Weise erhält man 3+m Etikettiergruppen die
bevorzugt zum Ausführungen paarweise verschiedener Etikettieraufgaben geeignet sind,
womit diese Vorrichtung geeignet ist, 3+m verschiedene Etikettieraufgaben zu erfüllen
und so beispielsweise einen Behälter mit 3+m verschiedenen Etiketten zu bedrucken.
[0036] Es sei noch erwähnt, dass es im Rahmen der obigen Ausführungsformen auch möglich
ist, nach erfolgter Umstellung, erneut eine Umstellung der Etikettieraggregate derart
durchzuführen, dass das in Transportrichtung der Behälter zuerst kommende Etikettieraggregat
das primär arbeitende Etikettieraggregat ist. So wird gewährleistet, dass möglichst
wenig Ausschuss im Fall von Fehlfunktionen produziert wird.
1. Etikettiermaschine (100) zum Etikettieren von Behältern wie beispielsweise Flaschen,
umfassend eine Transportstrecke auf der Behälter transportiert werden können und wenigstens
eine Behälterstation, auf der ein Behälter positioniert werden kann, wobei der Transportstrecke
wenigstens 6 Etikettieraggregate (111, 112, 113, 121, 122, 123) zugeordnet und jeweils
3 dieser Etikettieraggregate als eine von einer Steuereinheit ansteuerbare Etikettiergruppe
(110, 120) vorgesehen sind, wobei die Etikettieraggregate (111, 112, 113, 121, 122,
123) einer Etikettiergruppe (110, 120) geeignet sind, die selbe Etikettieraufgabe
auszuführen.
2. Etikettiermaschine (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Etikettiergruppe (110, 120) drei in Förderrichtung der Transportstrecke hintereinander
angeordnete Etikettieraggregate umfasst, wobei die erste Etikettiergruppe (110) die
in Förderrichtung ersten drei Etikettieraggregate (111, 112, 113) umfasst und die
zweite Etikettiergruppe (120) die darauffolgenden drei Etikettieraggregate (121, 122,
123) umfasst.
3. Etikettiermaschine (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Etikettiergruppe (110) zum Etikettieren von Behältern mit einem ersten
Etikettenformat geeignet ist und die zweite Etikettiergruppe (120) zum Etikettieren
von Behältern mit einem zweiten Etikettenformat geeignet ist.
4. Etikettiermaschine (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das in Transportrichtung der Behälter erste und dritte Etikettieraggregat (111, 113,
121, 123) jeder Etikettiergruppe (110, 120) als arbeitende Etikettieraggregate vorgesehen
sind und das jeweils zweite Etikettieraggregat (112, 122) jeder Etikettiergruppe (110,
120) als Reserveetikettieraggregat vorgesehen ist, oder dass das in Transportrichtung
der Behälter erste und zweite Etikettieraggregat (111, 112, 121, 122) jeder Etikettiergruppe
(110, 120) als arbeitende Etikettieraggregate vorgesehen sind und das jeweils dritte
Etikettieraggregat (113, 123) jeder Etikettiergruppe (110, 120) als Reserveetikettieraggregat
vorgesehen ist.
5. Etikettiermaschine (100) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit geeignet ist, die Etikettieraggregate (111, 112, 113, 121, 122,
123) jeder Etikettiergruppe (110, 120) zu steuern und einen Wechsel zwischen den arbeitenden
Etikettieraggregaten und/oder dem Reserveetikettieraggregat automatisch auszuführen
oder der Wechsel von einem Bediener manuell eingestellt werden kann.
6. Verfahren zum Etikettieren von Behältern wie beispielsweise Flaschen, wobei die Behälter
in einer Transportstrecke auf einer Behälterstation transportiert werden und von wenigstens
6 Etikettieraggregaten (111, 112, 113, 121, 122, 123), die in jeweils 3 Etikettieraggregate
umfassende und von einer Steuereinheit angesteuerte Etikettiergruppen (110, 120) eingeteilt
sind, etikettiert werden, wobei die Etikettieraggregate (111, 112, 113, 121, 122,
123) einer Etikettiergruppe (110, 120) die selbe Etikettieraufgabe ausführen.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Etikettieraggregate (111, 112, 113) der ersten Etikettiergruppe (110) ein erstes
Etikett mit einem ersten Etikettenformat auf den Behälter aufbringen und die Etikettieraggregate
(121, 122, 123) der zweiten Etikettiergruppe (120) ein Etikett mit einem zweiten Etikettenformat
auf den Behälter aufbringen.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die in Transportrichtung ersten 3 Etikettieraggregate (111, 112, 113) als erste Etikettiergruppe
(110) zusammengefasst sind und die in Transportrichtung letzten 3 Etikettieraggregate
(121, 122, 123) als zweite Etikettiergruppe (120) zusammengefasst sind.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet dass
a) in jeder Etikettiergruppe (110, 120) das in Transportrichtung der Behälter erste
oder dritte Etikettieraggregat (111, 113, 121, 123) als das arbeitende Etikettieraggregat
von der Steuereinheit angesteuert wird und das in Transportrichtung zweite Etikettieraggregat
(112, 122) als Reserveetikettieraggregat angesteuert wird, oder
b) in jeder Etikettiergruppe (110, 120) das in Transportrichtung der Behälter erste
und zweite Etikettieraggregat (111, 112, 121, 122) als arbeitende Etikettieraggregate
von der Steuereinheit angesteuert wird und in Transportrichtung dritte Etikettieraggregat
(113, 123) als Reserveetikettieraggregat von der Steuereinheit angesteuert wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, Alternative a),
dadurch gekennzeichnet, dass das Umrüsten einer Etikettiergruppe (110, 120) von einer ersten Etikettensorte auf
eine zweite Etikettensorte die folgenden Schritte umfasst:
1. Umrüsten des ersten oder dritten Etikettieraggregats (111, 113, 121, 123) auf die
zweite Etikettensorte, wobei das Etikettieraggregat (111, 113, 121, 123) umgerüstet
wird, das nicht das primär arbeitende Etikettieraggregat ist.
2. Beginnen des Etikettiervorgangs der zweiten Etikettensorte mit dem umgerüsteten
ersten oder dritten Etikettieraggregat (111, 113, 121, 123) als arbeitendes Etikettieraggregat
und Stoppen des Etikettiervorgangs der ersten Etikettensorte, der auf dem dritten
oder ersten Etikettieraggregat (111, 113, 121, 123) ausgeführt wird.
3. Umrüsten des Reserveetikettieraggregats (112, 122) der Etikettiergruppe (110, 120)
auf die zweite Etikettensorte.
4. Umrüsten des dritten oder ersten Etikettieraggregats (111, 113, 121, 123) auf eine
dritte Etikettensorte.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, Alternative b),
dadurch gekennzeichnet, dass das Umrüsten einer Etikettiergruppe (110, 120) von einer ersten Etikettensorte auf
eine zweite Etikettensorte die folgenden Schritte umfasst:
1. Umrüsten des ersten oder zweiten Etikettieraggregats auf die zweite Etikettensorte,
wobei das Etikettieraggregat umgerüstet wird, das nicht das arbeitende Etikettieraggregat
ist.
2. Beginnen des Etikettiervorgangs der zweiten Etikettensorte mit dem umgerüsteten
ersten oder zweiten Etikettieraggregat als arbeitendes Etikettieraggregat und Stoppen
des Etikettiervorgangs der ersten Etikettensorte, der auf dem zweiten oder ersten
Etikettieraggregat ausgeführt wird.
3. Umrüsten des Reserveetikettieraggregats der Etikettiergruppe auf die zweite Etikettensorte.
4. Umrüsten des zweiten oder ersten Etikettieraggregats auf eine dritte Etikettensorte.
12. Etikettiermaschine (300) zum Etikettieren von Behältern wie beispielsweise Flaschen,
umfassend eine Transportstrecke auf der Behälter transportiert werden können und wenigstens
eine Behälterstation, auf der ein Behälter positioniert werden kann, wobei der Transportstrecke
6 Etikettieraggregate (311, 312, 321, 322, 331, 332) zugeordnet sind, wobei jeweils
2 Etikettieraggregate als eine von einer Steuereinheit ansteuerbare Etikettiergruppe
(310, 320, 330) vorgesehen sind, wobei die Etikettieraggregate (311, 312, 321, 322,
331, 332) einer Etikettiergruppe (310, 320, 330) geeignet sind, die selbe Etikettieraufgabe
auszuführen.
13. Etikettiermaschine (300) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Etikettieraggregate (311, 312, 321, 322, 331, 332) einer Etikettiergruppe (310,
320, 330) geeignet sind, andere Etiketten auf einen Behälter aufzubringen als die
übrigen Etikettiergruppen.
14. Etikettiermaschine (300) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Etikettieraggregat (311, 312, 321, 322, 331, 332) einer Etikettiergruppe
(310, 320, 330) als arbeitendes Etikettieraggregat vorgesehen ist und das andere Etikettieraggregat
der Etikettiergruppe als Reserveaggregat vorgesehen ist.
15. Verfahren zum Etikettieren von Behältern wie beispielsweise Flaschen, wobei die Behälter
in einer Transportstrecke auf einer Behälterstation transportiert werden und von 6
Etikettieraggregate (311, 312, 321, 322, 331, 332), die in drei, jeweils 2 Etikettieraggregate
umfassende und von einer Steuereinheit angesteuerte Etikettiergruppen (310, 320, 330)
eingeteilt sind, etikettiert werden, wobei die Etikettieraggregate 311, 312, 321,
322, 331, 332) einer Etikettiergruppe (310, 320, 330) die selbe Etikettieraufgabe
ausführen.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Etikettieraggregat einer Etikettiergruppe das arbeitende Etikettieraggregat ist
und das andere Etikettieraggregat der Etikettiergruppe das Reserveaggregat ist.