[0001] Die Erfindung betrifft ein Schweißtuch zum Abwischen von Schweiß insbesondere bei
sportlichen Tätigkeiten mit einem eine Wischseite und eine Rückseite aufweisenden,
insbesondere tuchartigen Wischteil, welches zumindest während des Wischvorganges mit
einer Hand des Benutzers bewegbar ist.
[0002] Es sind verschiedene Hilfsmittel zum Aufnehmen und vor allem auch zum Abwischen von
Schweiß insbesondere während sportlicher Tätigkeiten bekannt. Beispielsweise kennt
man Stirnbänder, Pulsschweißbänder, Kopftücher, entsprechend ausgestattete Sturzhelme,
Wischtücher und so weiter, die aber häufig den Schweiß nur dort aufnehmen können,
wo sie getragen werden. Das Abwischen von Schweiß, insbesondere großflächig, ist allenfalls
unzureichend möglich. Nicht selten benutzt man deshalb einfach die Hände, die dann
aber feucht werden und bei einer sportlichen Betätigung auf einem Fahrrad den Griff
des Lenkers verschlechtern.
[0003] Aus
DE 299 17 216 U1 ist ein Schweißtuch bekannt, welches in einem Täschchen zur Verfügung gestellt wird,
aber vor allem nach der Benutzung wieder zurückgesteckt werden muss, was zumindest
bei manchen Sportarten kaum möglich ist.
[0004] Vor allem bei einer sportlichen Betätigung mit dem Fahrrad muss der Vorgang des Schweiß-Wischens
möglichst kurz sein, damit die Fahrsicherheit nicht leidet.
[0005] Es besteht deshalb die Aufgabe, ein Schweißtuch der eingangs definierten Art zu schaffen,
mit welchem Schweiß effektiv und schnell insbesondere auch im Gesicht gut abgewischt
werden kann, ohne zu viel Zeit zu benötigen.
[0006] Diese Aufgabe wird mit den Mitteln und Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen aufgeführt.
[0007] Das erfindungsgemäße Schweißtuch ist also dadurch gekennzeichnet, dass das Wischteil
auf seiner der Wischseite abgewandten Rückseite eine Halterung für die Hand des Benutzers
hat und dass zwischen dem Wischteil und der Halterung ein Zwischenraum als Aufnahme
für die Hand des Benutzers während des Wischvorganges angeordnet ist.
[0008] Durch diese Ausbildung des Schweißtuches kann der Benutzer bequem mit einer Hand
in die Aufnahme einfahren und dadurch den Wischteil des Schweißtuches an seiner Handfläche
anordnen, während die Halterung an dem Handrücken zu liegen kommt. Entsprechend bequem
kann mit der mit dem erfindungsgemäßen Schweißtuch versehenen Hand beispielsweise
das Gesicht abgewischt werden, ohne dass die Hand zum Fassen des Schweißtuches oder
des Wischteiles geschlossen und ein Teil des Wischtuches in der geschlossenen Hand
gehalten werden muss. Entsprechend gut und bequem können die Konturen des Gesichtes
abgewischt werden, wobei in vorteilhafter Weise praktisch die gesamte Fläche des Schweißtuchs
zur Verfügung steht.
[0009] Eine besonders günstige Ausgestaltung der Erfindung kann vorsehen, dass die Halterung
auf der Rückseite des Wischteils derart flächig ausgebildet ist, dass sie mit dem
Wischteil eine taschenförmige Aufnahme für die Hand des Benutzers bildet. Um mit diesem
Schweißtuch beispielsweise das Gesicht abzuwischen, braucht der Benutzer also nur
seine geöffnete Hand in die taschenförmige Aufnahme einzustecken, wodurch das Schweißtuch
mit der Benutzerhand so verbunden ist, dass die Hand die entsprechenden Wischbewegungen
ausführen kann und dabei das Schweißtuch großflächig zum Einsatz kommt.
[0010] Die taschenförmige Aufnahme kann außenseitig an ihrem Rand oder Umfang bis auf eine
Eingrifföffnung zum Einschieben der Hand des Benutzers geschlossen, insbesondere mit
dem Wischteil verbunden oder vernäht sein. Auf diese Weise ist von vorne herein festgelegt,
wie die Hand und das Wischteil bei der Benutzung relativ zueinander zu liegen kommen
und gegenüber einer Anordnung, bei welcher die Aufnahme nur als Streifen ausgebildet
ist, wird vermieden, dass die Hand zu tief relativ zu der Halterung verschoben wird
und dadurch über den Wischteil hinaus gelangt. Eine geschlossene taschenförmige Aufnahme
sorgt von vorne herein dafür, dass das Wischteil der benutzenden Hand in der gewünschten
Weise so zugeordnet ist, dass die Handfläche und die Wischseite in der gewünschten
gegenseitigen Relation und Position zu liegen kommen.
[0011] Die Länge der Eingrifföffnung in die taschenförmige Aufnahme, also die Abmessung
dieser quer zur Einsteckrichtung verlaufenden Eingrifföffnung, kann geringer als die
sich in Erstreckungsrichtung dahinter befindliche, etwa parallel zu der Eingriffsöffnung
orientierte Querschnittslänge der taschenförmigen Aufnahme und dabei derart bemessen
sein, dass eine gespreizte Hand hinein passt. Der Benutzer kann also die Hand bequem
durch die Eingriffsöffnung einstecken und dann die Hand bzw. die Finger dieser Hand
spreizen, wodurch das Schweißtuch genügend fest mit dieser Hand verbunden ist, um
nicht ungewollt abgestreift zu werden. Dennoch ist der Eingriff einfach und bequem
und kann sehr schnell ausgeführt werden. Ist der Wischvorgang beendet, kann die Hand
durch das Zusammenlegen der Finger wieder bequem aus der taschenförmigen Aufnahme
zurückgezogen werden.
[0012] Der zum Umfang der taschenförmigen Aufnahme gehörende Randbereich, an welchem bei
der Benutzung der Daumen des Benutzers innenseitig anliegt, kann mit einer in Einsteckrichtung
angeordneten Ecke enden, an der sich dann der Umfang fortsetzt und in der der gespreizte
Daumen des Benutzers zumindest seitlich und gegebenenfalls mit seiner Spitze festlegbar
ist. Die taschenförmige Aufnahme hat also in zweckmäßiger Weise nicht einen stetigen
bogenförmigen Umfang, der auch möglich wäre, sondern sie kann derartig gestaltet sein,
dass vor allem der gespreizte Daumen Kräfte auch in seiner Erstreckungsrichtung innenseitig
auf die Aufnahme und deren Rand übertragen kann, indem der Daumen in einer etwa eckigen
Begrenzung der taschenförmigen Aufnahme außenseitig und an seinem Ende umschlossen
sein kann.
[0013] Für eine bequeme Handhabung insbesondere bei sportlichen Betätigungen mit Raumveränderungen
wie sportlichen Betätigungen auf einem Fahrrad oder durch Laufen oder Inline-Skaten
kann es hilfreich und vorteilhaft sein, wenn das Schweißtuch eine Befestigungs- und/oder
Aufhängevorrichtung zur Bereitstellung in einer Ausgangslage bei Nicht-Gebrauch aufweist.
Der Benutzer kann bei einer derartigen Anordnung seine Hand bequem und praktisch ohne
Zeitverlust in die taschenförmige Aufnahme einschieben und das bereitgestellte Schweißtuch
benutzen.
[0014] Dabei ist es besonders günstig, wenn die Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung
für das Schweißtuch wenigstens ein elastisches Rückholelement aufweist oder als ein
solches ausgebildet ist, womit das Schweißtuch automatisch in seine Ausgangslage zurückbewegbar
ist. Das Schweißtuch kann also an einer günstigen Stelle beispielsweise aufgehängt
sein, sei es am Körper oder einem mitgeführten Gegenstand oder an dem Sportgerät so
bereitgestellt sein, dass der Benutzer seine Hand in die taschenförmige Aufnahme einschieben
und dann das Schweißtuch entgegen der Rückstellkraft des elastischen Rückholelements
zu seinem Gesicht führen und dort die gewünschten Wischbewegungen ausführen kann.
Danach braucht er dieses Schweißtuch nur loszulassen bzw. seine Hand wieder aus der
taschenförmigen Aufnahme zurückzuziehen, ohne bestimmte Maßnahmen zur weiteren Lagerung
des Schweißtuches wie Einschieben in eine Tasche oder dergleichen ausführen zu müssen.
Es ist also als besonders zweckmäßige Kombination anzusehen, das Schweißtuch mit einer
Aufnahme für die Hand des Benutzers und einer Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung
zu versehen, die ein elastisches Rückholelement aufweist oder als ein solches ausgebildet
ist, um dem Benutzer eine bequeme und schnelle Handhabung zu erlauben.
[0015] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Ausstattung des Schweißtuchs mit
einer Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung mit elastischem Rückholelement kann
vorsehen, dass das elastische Rückholelement ein Federzug ist oder einen Federzug
aufweist, der zwischen dem Schweißtuch und einer Befestigungsstelle angeordnet ist.
Entsprechend bemessene Federzüge können im Handel beschafft werden, sodass die Ausstattung
des Schweißtuches mit einem solchen elastischen Rückholelement besonders einfach durchführbar
ist. Dabei kann dann auch ein solcher Federzug ausgewählt werden, der ausreichende
Rückholkräfte entfaltet, aber den Benutzer nicht zu sehr belastet.
[0016] Das elastische Rückholelement oder der Federzug kann an demjenigen Randbereich des
Schweißtuchs insbesondere lösbar angreifen, der vorzugsweise von der Eingriffsöffnung
beabstandet ist. Somit wird der eigentliche Eingriffsbereich nicht durch die Befestigung
dieses Rückholelements oder Federzugs beeinträchtigt und der Benutzer kann trotz der
Befestigung dieses Rückholelements oder Federzugs bequem in die Eingriffsöffnung und
die taschenförmige Aufnahme eingreifen. Es genügt also, wenn die taschenförmige Aufnahme
nur über einen Teil des Handrückens des Benutzers reicht, während das Wischteil praktisch
die gesamte Handfläche bedecken kann.
[0017] Die Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung, insbesondere der Federzug, kann eine
Klammer oder Öse oder Halterung aufweisen, die zum Befestigen an einem Kleidungsstück
oder Gürtel oder Gurt oder an einem Sportgerät, insbesondere an einem Fahrrad, ausgebildet
ist. Somit kann das Schweißtuch von dem Benutzer an einer Stelle untergebracht werden,
die er mit seiner Hand bequem erreichen kann und von welcher aus er dann das elastische
Rückholelement spannt oder dehnt, wenn er insbesondere sein Gesicht und/oder seinen
Nacken abwischen will.
[0018] Der Rand der Eingriffsöffnung in die taschenförmige Aufnahme kann eine größere Länge
als der von ihm überspannte Teil des Wischteils haben und gegenüber der Rückseite
des Wischteils aufgewölbt sein. Entsprechend sicher und leicht kann der Benutzer seine
Hand in die taschenförmige Aufnahme einschieben, ohne diesen Vorgang beobachten zu
müssen. Er kann die Aufnahme praktisch "blind" treffen und dann durch Aufspreizen
der Hand und Auseinanderspreizen der Finger auch den Wischteil glätten und für den
Wischvorgang bereit machen.
[0019] Für einen bequemen Eingriff einerseits, eine großflächige Ausgestaltung des Wischteils
andererseits und eine möglichst gute Lagerung oder Aufhängung des Schweißtuchs ist
es vorteilhaft, wenn die taschenförmige Aufnahme einen Teil des Wischteils überdeckt
und einen sich in Einsteckrichtung vor der Eingriffsöffnung befindlichen Teil des
Wischteils frei lässt, an welchem dann auch die Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung
angreifen kann. Es kann genügen, wenn die taschenförmige Aufnahme einen Bruchteil,
zum Beispiel die Hälfte des Wischteils oder drei Fünftel oder zwei Drittel des Wischteils
überdeckt und einen entsprechenden letzten Teil freilässt.
[0020] Eine insbesondere auch mit der besonderen Formgebung der taschenförmigen Aufnahme
im Bereich des Daumens eines Benutzers günstige Weiterbildung der Erfindung kann darin
bestehen, dass die taschenförmige Aufnahme im Bereich des kleinen Fingers eines Benutzers
hinter der Eingriffsöffnung eine Erweiterung mit schräger Begrenzung aufweist. An
dieser schrägen Begrenzung kann der gespreizte kleine Finger des Benutzers innenseitig
anliegen. Entsprechend gut wird das Schweißtuch mit einer gespreizten Hand geführt,
deren Daumen an dem einen Innenrand und deren kleiner Finger an dem gegenüber liegenden
Innenrand der taschenförmigen Aufnahme anliegt und so auch einen Formschluss zwischen
der Hand des Benutzers und dem erfindungsgemäßen Schweißtuch herstellt.
[0021] Dabei kann das Wischteil außerhalb der schrägen Begrenzung der taschenförmigen Aufnahme
nach der der Einsteckrichtung entgegengesetzten Seite eine seitliche Verbreiterung
aufweisen. Dies ergibt eine Anpassung an die Handfläche in deren den kleinen Finger
benachbarten Bereich, sodass auch dort die Hand bei der Benutzung flächig von dem
Wischteil überdeckt ist und Schweiß effektiv abgewischt werden kann.
[0022] Die außenseitig auf dem Wischteil angeordnete taschenförmige Aufnahme kann als Netz
ausgebildet sein. Sie ermöglicht dann eine genügend feste Verbindung mit einer insbesondere
gespreizten Hand eines Benutzers, hat aber ein möglichst geringes Gewicht und das
Schweißtuch kann nach seiner Benutzung in der Zwischenzeit bis zu einer weiteren Benutzung
besser trocknen.
[0023] Vor allem bei Kombination einzelner oder mehrerer der vorbeschriebenen Merkmale und
Maßnahmen ergibt sich ein Schweißtuch, welches von einem Benutzer einfach an einer
geschickten Stelle seiner Kleidung oder an dem Gurt eines mitgeführten Rucksacks oder
an einem Fahrrad befestigt und hängen gelassen werden kann, und in welches er bequem
mit einer Hand eingreifen kann, um es dann zum Beispiel zu seinem Gesicht zu führen
und dort Schweiß abzuwischen. Dabei braucht er beispielsweise auf einem Fahrrad sitzend
den Blick nicht von der Fahrstrecke zu nehmen und selbst wenn ein erster Griff in
die taschenförmige Aufnahme misslingt, fällt das Schweißtuch nicht herunter, sondern
wird in seine Ausgangsposition zurückgezogen. Dabei kann die Befestigungs- und/oder
Aufhängevorrichtung mit dem Schweißtuch beispielsweise über eine Metallöse und einen
daran angreifenden Karabinerhaken insbesondere lösbar verbunden sein, sodass für das
Waschen des Schweißtuchs diese Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung vorher entfernt
werden kann.
[0024] Es sei noch erwähnt, dass die unsymmetrische Gestaltung des Wischelements mit Anpassung
an Daumen und kleinem Finger sowohl für eine rechte als auch für eine linke Hand vorgesehen
sein kann, sodass der Benutzer wählen kann, ob er das Schweißtuch für die rechte oder
für die linke Hand oder eventuell für beide Hände haben und bereitstellen möchte.
[0025] Nachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigt in zum Teil schematisierter Darstellung:
- Fig. 1
- eine Draufsicht des erfindungsgemäßen Schweißtuchs mit Blick auf eine gegenüber einem
Wischteil rückseitig angebrachte Halterung, die mehr als die Hälfte des Wischteils
überdeckt und eine Eingriffsöffnung aufweist, wobei an dem Schweißtuch eine Öse für
eine elastische Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung und ein diese bildender
Federzug vorgesehen sind,
- Fig. 2
- eine Ansicht des Schweißtuches mit Blick auf die taschenförmige Halterung, wobei eine
Hand des Benutzers in diese Halterung eingeführt und die Finger darin gespreizt sind,
- Fig. 3
- eine schaubildliche Schrägansicht mit einem gewölbten Rand der Eingriffsöffnung und
mit Blick in diese Eingriffsöffnung,
- Fig. 4
- eine etwa der Fig. 1 entsprechende Ansicht, wobei die taschenförmige Halterung durch
ein Netz gebildet ist,
- Fig. 5
- eine Ansicht des erfindungsgemäßen Schweißtuchs mit Blick auf die Wischseite des Wischteils,
- Fig. 6
- eine der Fig. 1 etwa entsprechende Draufsicht auf die taschenförmige Halterung, die
dabei für den Eingriff einer linken Hand ausgebildet ist, sowie
- Fig. 7
- ein Beispiel einer möglichen Befestigung des erfindungsgemäßen Schweißtuchs mit Hilfe
eines in Fig. 1 erkennbaren Federzugs an einem Gürtel eines Benutzers.
[0026] Ein im Ganzen mit 1 bezeichnetes Schweißtuch ist insgesamt als eine Vorrichtung gestaltet,
mit der ein Benutzer bequem mit einer Hand beispielsweise bei sportlichen Tätigkeiten
wie Fahrrad fahren, laufen usw. den entstehenden Schweiß abwischen kann. Zum Abwischen
und Aufnehmen des Schweißes dient dabei ein tuchartiges Wischteil 2, welches einerseits
eine Wischseite 3 und andererseits eine Rückseite 4 hat und während des Wischvorganges
in noch zu beschreibender Weise von einer Hand des Benutzers bewegt werden kann.
[0027] Das Wischteil 2 hat dabei für die Hand 5 des Benutzers auf seiner der Wischseite
3 abgewandten Rückseite 4 eine besonders gut in Fig. 3, aber auch in weiteren Figuren
erkennbare Halterung 6, deren Zusammenwirken mit der Hand 5 besonders gut in Fig.
2 erkennbar ist. Zwischen dem Wischteil 2 und dieser Halterung 6 ist ein vor allem
in Fig. 3 erkennbarer Zwischenraum 7 als Aufnahme für die Hand 5 des Benutzers während
des Wischvorganges vorgesehen.
[0028] Diese Halterung 6 ist dabei auf der Rückseite 4 des Wischteils 2 über einen großen
Teil mit Abstand zur Bildung des Zwischenraums 7 derart flächig ausgebildet, dass
sie mit dem Wischteil 2 eine im Ganzen mit 8 bezeichnete taschenförmige Aufnahme für
die Hand des Benutzers bildet.
[0029] Vor allem bei Betrachtung aller Figuren wird deutlich, dass diese taschenförmige
Aufnahme 8 außenseitig an ihrem Rand 9 oder Umfang bis auf eine Eingriffsöffnung 10
zum Einschieben der Hand 5 geschlossen und mit dem Wischteil 2 verbunden oder vernäht
ist. Auch eine einstückige Verbindung ist denkbar. Vor allem bei Benutzung unterschiedlicher
Materialien einerseits für den Wischteil 2 und andererseits für die Halterung 6 ist
jedoch ein gegenseitiges Vernähen zweckmäßig.
[0030] Vor allem anhand der Figur 3 wird deutlich, dass die Länge der Eingriffsöffnung 10
in die taschenförmige Aufnahme 8 geringer als die sich in Einsteckrichtung dahinter
befindliche, etwa parallel zu der Eingriffsöffnung 8 orientierte Querschnittslänge
dieser Aufnahme 8 und dabei derart bemessen ist, dass die gespreizte Hand 5, wie in
Fig. 3 dargestellt, hineinpasst. Durch die gespreizte Hand 5 wird in Fig. 3 die Abmessung
der taschenförmigen Aufnahme 8 parallel zu dem Wischteil 2 deutlich.
[0031] Dabei zeigt Fig. 3 auch besonders gut, dass der Randbereich der taschenförmigen Aufnahme
8, an welchem bei Benutzung der Daumen 5a der Hand 5 des Benutzers innenseitig anliegt,
mit einer in Einsteckrichtung angeordneten Ecke 11 endet, von welcher sich der Rand
9 weiter fortsetzt und in der der gespreizte Daumen 5a des Benutzers seitlich und
auch mit seiner Spitze anliegt und festlegbar ist. Entsprechend gut kann an dieser
Stelle das Wischteil 2 unter dieser Hand 5 ausgebreitet sein.
[0032] Dabei erkennt man gleichzeitig in Fig. 3, dass die taschenförmige Aufnahme 8 im Bereich
des kleinen Fingers 5b der Hand 5 eines Benutzers hinter der Eingriffsöffnung 10 eine
Erweiterung 12 mit schräger Begrenzung 13 aufweist, sodass auch der gespreizte kleine
Finger 5b innenseitig eine gute Anlage findet und die insgesamt gespreizte Hand das
Wischteil 2 glatt und flächig halten kann und eine bequeme und auch effektive Wischbewegung
erlaubt.
[0033] Dabei zeigt Fig. 2, aber auch Fig. 1, dass das Wischteil 2 außerhalb der schrägen
Begrenzung 13 der taschenförmigen Aufnahme 8 nach der Einsteckrichtung entgegengesetzten
Seite eine seitliche Verbreiterung 14 aufweist, die gut zur Handfläche des Benutzers
passt und dafür sorgt, dass die Handfläche von dem Wischteil 2 vollständig abgedeckt
ist und bleibt.
[0034] Damit die Hand 5 bequem und möglichst ohne Fehlgriff in die in Fig. 2 dargestellte
Position in der taschenförmigen Aufnahme 8 gebracht werden kann, hat der Rand der
Eingriffsöffnung 10 gemäß Fig. 3 eine größere Länge als der von ihm überspannte Teil
des Wischteils 2 und ist gegenüber der Rückseite 4 des Wischteils 2 aufgewölbt. Der
Benutzer kann also seine Hand in einer normalen Fingerstellung mit aneinander liegenden
Fingern bequem in die Eingriffsöffnung 10 und damit in die taschenförmige Aufnahme
8 einschieben und dann die Finger gemäß Fig. 2 spreizen, um dadurch das Schweißtuch
1 an seiner Hand 5 genügend festzulegen, um sich bequem den Schweiß beispielsweise
aus dem Gesicht wischen zu können.
[0035] Aus allen Figuren ergibt sich dabei, dass die taschenförmige Aufnahme 8 nur einen
Teil des Wischteils 2 überdeckt und einen sich in Einsteckrichtung vor der Eingriffsöffnung
10 befindlichen Teil des Wischteils 2 freilässt. Die Abmessungen sind so gewählt,
dass die zu spreizenden Finger wenigstens teilweise oder gemäß Fig. 2 vollständig
in die taschenförmige Aufnahme 8 passen und bei Benutzung eingreifen, dass aber der
Ballen der Hand einen nicht von der Halterung 6 oder Aufnahme 8 überdeckten Teil des
Wischteils 2 berührt.
[0036] Dies hat den zusätzlichen Vorteil, dass das Schweißtuch 1 eine im Ganzen mit 15 bezeichnete
Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung zur Bereitstellung in einer Ausgangslage
bei Nicht-Gebrauch aufweisen kann, wie es beispielhaft in Fig. 7 dargestellt ist.
Diese Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung 15 weist ein im Ausführungsbeispiel
in einem Gehäuse 16 befindliches und daraus herausziehbares elastisches Rückholelement
auf, womit das Schweißtuch 1 also automatisch in die in Fig. 7 dargestellte Ausgangslage
zurückstellbar ist, wenn der Benutzer seine Hand 5 aus der Aufnahme 8 wieder herausgezogen
hat. Im Ausführungsbeispiel ist dieses elastische Rückholelement bzw. die Befestigungs-
und/oder Aufhängevorrichtung im Wesentlichen ein Federzug, der zwischen dem Schweißtuch
1 und einer Befestigungsstelle 17 im Ausführungsbeispiel an dem Benutzer angeordnet
ist. Die Befestigungsstelle 17 könnte aber auch beispielsweise an dem Sportfahrrad
sein.
[0037] Das elastische Rückholelement bzw. der Federzug greift im Ausführungsbeispiel im
Randbereich des Schweißtuchs an diesem an einer Halteöse 20 lösbar und von der Eingriffsöffnung
10 beabstandet an, sodass diese Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung 15 den
Eingriff in die taschenförmige Aufnahme 8 nicht behindert.
[0038] Diese Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung 15 bzw. der Federzug weist im Ausführungsbeispiel
eine Öse 18 als Halterung auf, die zum Befestigen an einem Kleidungsstück oder einem
Gürtel 19 oder gegebenenfalls auch an einem Gurt eines Rucksacks angreifen kann.
[0039] Das Wischteil 2 und die Halterung 6 können aus verschiedenen Materialien bestehen.
In Fig. 5 ist angedeutet, dass die außenseitig auf dem Wischteil 2 angeordnete Aufnahme
8 als Netz ausgebildet sein kann, sodass sich ebenfalls eine Taschenform ergibt, in
die die Hand des Benutzers 5 gemäß Fig. 2 gut eingreifen kann, wobei aber gleichzeitig
Gewicht gespart wird und das möglicherweise angefeuchtete Wischteil 2 zwischen zwei
Benutzungen besser trocknen kann.
[0040] Anhand der Fig. 6 ist dargestellt, dass die unsymmetrische Außenform des Wischteils
2 mit der Ecke 11 für den Daumen 5a und der Erweiterung 12 mit schräger Begrenzung
13 für den kleinen Finger 5b auch spiegelsymmetrisch ausgebildet sein kann, sodass
sie für die linke Hand eines Benutzers geeignet ist, während die übrigen Darstellungen
ein Schweißtuch 1 für eine rechte Hand zeigen.
[0041] Der Benutzer hat also die Wahl zwischen einem erfindungsgemäßen Schweißtuch 1 für
Rechtshänder oder für Linkshänder oder kann sogar für jede Hand ein solches Schweißtuch
1 mitführen.
[0042] Es sei noch erwähnt, dass die Ecke 11 auf der einen Seite und die Erweiterung 12
mit schräger Begrenzung 13 und dem gegenüber zurückliegender Verbreiterung 14 dem
Schweißtuch 1 insgesamt eine etwa herzförmige Kontur geben, die an die Hüllkurve einer
Hand mit gespreizten Fingern angepasst ist.
[0043] Das Schweißtuch 1 zum Abwischen von Schweiß insbesondere bei sportlichen Tätigkeiten
weist ein saugfähiges tuchartiges Wischteil 2 mit einer Wischseite 3 und einer Rückseite
4 auf, wobei die Hand 5 des Benutzers in Gebrauchsstellung die Rückseite 4 kontaktiert.
Dazu hat das Wischteil 2 auf seiner der Wischseite 3 abgewandten Rückseite 4 eine
insbesondere als taschenförmige Aufnahme 8 ausgebildete Halterung 6 und zwischen dem
Wischteil 2 und der Halterung 6 ist ein Zwischenraum 7 als Aufnahme 8 für die Hand
5 des Benutzers während des Wischvorganges vorgesehen.
[0044] Das Schweißtuch 1 ist also insgesamt handschuhartig, wobei aber die Hand leichter
einführbar und auch wieder herausziehbar als bei üblichen Handschuhen ist.
1. Schweißtuch (1) zum Abwischen von Schweiß insbesondere bei sportlichen Tätigkeiten
mit einem eine Wischseite (3) und eine Rückseite (4) aufweisenden, insbesondere tuchartigen
Wischteil (2), welches zumindest während des Wischvorganges von einer Hand (5) des
Benutzers bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Wischteil (2) auf seiner der Wischseite (3) abgewandten Rückseite (4) eine Halterung
(6) für die Hand des Benutzers hat und dass zwischen dem Wischteil (2) und der Halterung
(6) ein Zwischenraum (7) als Aufnahme (8) für die Hand (5) des Benutzers während des
Wischvorganges angeordnet ist.
2. Schweißtuch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (6) auf der Rückseite (4) des Wischteils (2) derart flächig ausgebildet
ist, dass sie mit dem Wischteil (2) eine taschenförmige Aufnahme (8) für die Hand
(5) des Benutzers bildet.
3. Schweißtuch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die taschenförmige Aufnahme (8) außenseitig an ihrem Rand (9) oder Umfang bis auf
eine Eingriffsöffnung (10) zum Einschieben der Hand (5) des Benutzers geschlossen,
insbesondere mit dem Wischteil (2) verbunden oder vernäht ist.
4. Schweißtuch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Eingriffsöffnung (10) in die taschenförmige Aufnahme (8) geringer als
die sich in Einsteckrichtung dahinter befindliche, etwa parallel zu der Eingriffsöffnung
(8) orientierte Querschnittslänge der Aufnahme (8) und derart bemessen ist, dass eine
gespreizte Hand (5) hineinpasst.
5. Schweißtuch nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Randbereich der taschenförmigen Aufnahme (8), an welchem bei der Benutzung der
Daumen (5a) des Benutzers innenseitig anliegt, mit einer in Einsteckrichtung angeordneten
Ecke (11) endet, in der der gespreizte Daumen (5a) des Benutzers zumindest seitlich
und gegebenenfalls mit seiner Spitze festlegbar ist.
6. Schweißtuch nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung (15) zur Bereitstellung in einer
Ausgangslage bei Nicht-Gebrauch aufweist.
7. Schweißtuch nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung (15) wenigstens ein elastisches Rückholelement
aufweist oder als ein solches ausgebildet ist, womit das Schweißtuch (1) automatisch
in seine Ausgangslage zurückbewegbar ist
8. Schweißtuch nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Rückholelement ein Federzug ist oder einen Federzug aufweist, der
zwischen dem Schweißtuch (1) und einer Befestigungsstelle (16) angeordnet ist.
9. Schweißtuch nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Rückholelement oder der Federzug an dem Randbereich des Schweißtuchs
(1) insbesondere lösbar angreift, der vorzugsweise von der Eingrifföffnung (10) beabstandet
ist.
10. Schweißtuch nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungs- und/oder Aufhängevorrichtung (15), insbesondere der Federzug, eine
Klammer oder Öse (18) oder Halterung aufweist, die zum Befestigen an einem Kleidungsstück
oder Gürtel (19) oder Gurt oder einem Sportgerät, insbesondere an einem Fahrrad, ausgebildet
ist.
11. Schweißtuch nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand der Eingriffsöffnung (10) in die taschenförmige Aufnahme (8) eine größere
Länge als der von ihm überspannte Teil des Wischteils (2) hat und gegenüber der Rückseite
(4) des Wischteils (2) aufgewölbt ist.
12. Schweißtuch nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die taschenförmige Aufnahme (8) einen Teil des Wischteils (2) überdeckt und einen
sich in Einsteckrichtung vor der Eingriffsöffnung (10) befindlichen Teil des Wischteils
(2) freilässt.
13. Schweißtuch nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die taschenförmige Aufnahme (8) im Bereich des kleinen Fingers (5b) eines Benutzers
hinter der Eingriffsöffnung (10) eine Erweiterung (12) mit schräger Begrenzung (13)
als Anlage für den kleinen Finger (5b).
14. Schweißtuch nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Wischteil (2) außerhalb der schrägen Begrenzung (12) der taschenförmigen Aufnahme
(8) nach der der Einsteckrichtung entgegengesetzten Seite hin eine seitliche Verbreiterung
(14) aufweist.
15. Schweißtuch nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die außenseitig auf dem Wischteil (2) angeordnete Aufnahme (8) als Netz ausgebildet
ist.