[0001] Die Erfindung betrifft einen orthopädischen Schuh zur Vermeidung von überhöhten Druckbelastungen
an druckempfindlichen Fußsohlen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Derartige orthopädische
Schuhe können insbesondere, jedoch keineswegs ausschließlich, zur Behandlung von Diabetikern
eingesetzt werden. Ganz allgemein sind die erfindungsgemäßen Schuhe zur Behandlung
von druckempfindlichen Fußsohlen geeignet. Insbesondere bei Diabetikern ist jedoch
die Vermeidung von überhöhten Druckbelastungen an den Füßen von großer therapeutischer
Bedeutung.
[0002] Durchschnittlich jeder Fünfte der Altersgruppe zwischen 20 und 70 Jahren ist wegen
eines Venenleidens behandlungsbedürftig oder hat pathologische Venenveränderungen,
die Beschwerden verursachen und behandlungsbedürftig werden können. Dies kommt im
Allgemeinen von einer oft erheblichen Bindegewebeschwäche, was zur Erschlaffung der
Venenwände und damit zu einer mangelnden Schließtätigkeit der Venenklappen führt.
Dadurch kommt es zu einer Reduktion des venösen Rückstroms aus beiden Beinen in den
Körper.
[0003] Allein in Deutschland gibt es circa 5 Millionen Diabetiker, bei denen ein solcher
"diabetischer Fuß" in mehr oder weniger ausgeprägter Form vorhanden ist. In der Folge
bedeutet dies, dass an der Fußsohle des Vorfußes offene Wunden entstehen können, die
sich vielfach infizieren und dann häufig zu einer Fußamputation führen. Die Ursachen
des diabetischen Fußes liegen darin, dass es aufgrund der diabetischen Stoffwechsellage
im arteriellen Gefäßsystem zu Verengungen und unter Umständen zum Verschluss von größeren
Arterien und kleineren arteriellen Kapillaren kommt. Dadurch wird das Gewebe insbesondere
die Haut nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und geht teilweise zugrunde,
wodurch offene Hautstellen entstehen. Durch die Minderfunktion, insbesondere der arteriellen
Kapillaren, werden die Hautnerven nicht mehr ausreichend ernährt und es kommt zu einer
diabetischen Polyneuropathie. Dies bedeutet, dass bei den Betroffenen in dem nicht
mehr ausreichend ernährten Hautgebiet die Sensibilität und damit das Schmerzempfinden
deutlich nachlässt, so dass anatomisch vorgegebene Druckstellen nicht mehr registriert
werden und die Haut dadurch im Grunde genommen schmerzfrei Schaden nimmt. Da die Betroffenen
in den überlasteten Hautzonen kein Schmerzempfinden haben, wird die Schädigung der
Haut vielfach gar nicht oder jedenfalls um ein Vielfaches zu spät bemerkt.
[0004] Aus der
DE 10 2010 022 329 A1 ist ein gattungsgemäßer Schuh mit biegesteifer Sohle und konvex abgerundeten Sohlenbereichen
bekannt, wie er insbesondere von Diabetikern getragen werden kann. Zur Fixierung des
Fußes im Schuh ist bei gattungsgemäßen Schuhen besonders die Fixierung des Versenbereichs
von größter Bedeutung, da der Fuß aufgrund der Biegesteifigkeit der Sohle während
des Gehens im Wesentlichen nicht abrollt. Stattdessen rollt der Schuh auf den abgerundeten
Sohlenbereichen ab, wobei der hintere Teil der Sohle beim Vorwärtsgehen gegenüber
dem Abrollpunkt unter dem Fußballen hochgezogen werden muss. Bei diesem Hochziehen
des hinteren Teils der Sohle wirken erheblich Kräfte zwischen den Fixiermitteln des
Schuhs einerseits und dem Fuß andererseits, um ein Schlackern der Ferse im Schuh zu
verhindern. Denn durch ein solches Schlackern der Ferse im Schuh würden unerwünschte
Relativbewegungen des Fußes gegenüber der Innenseite der Sohle verursacht, durch die
es zu Verletzungen und Wundenbildung kommen kann.
[0005] Zur Fixierung der Ferse im Schuh schlägt die
DE 10 2010 022 329 A1 einen Y-förmigen Einsatz vor, dessen unteres Ende an der Sohle festgelegt ist und
dessen beiden oberen Äste die Ferse einerseits und den Fußrücken andererseits überspannen.
Es hat sich dabei gezeigt, dass dieses Y-artige Fixiermittel zur möglichst spielfreien
Fixierung des Fußes im Schuh wenig geeignet ist. Insbesondere kann nämlich im Bereich
der Ferse beim Spannen des Fixiermittels kein ausreichender Spanndruck aufgebracht
werden, so dass die Ferse im Schuh leicht zu Schlackern beginnt. Wird der Haltedruck
im Bereich des Fußrückens zum Ausgleich dieses unzureichenden Drucks im Bereich der
Ferse zu weit erhöht, so wird dadurch der Tragekomfort herabgesetzt und es kann außerdem
zu unerwünschten Blutstauungen kommen.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung
einen neuartigen orthopädischen Schuh vorzuschlagen, der im Bereich der Ferse an verschiedene
Fußformen angepasst werden kann, um dadurch überhöhte Druckbelastungen an druckempfindlichen
Füßen zu verringern bzw. ganz zu vermeiden.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen orthopädischen Schuh nach der Lehre des Anspruchs
1 gelöst.
[0008] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Der erfindungsgemäße Schuh beruht auf dem Grundgedanken, dass das Fixiermittel einen
Fersenzug, der vom linken Fußrist über die Rückseite des Fersenbeins zum rechten Fußrist
verläuft, und einen Fußrückenzug, der über den Fußrücken verläuft und ein Zugorgan
aufweist, umfasst. Gemäß der erfindungsgemäßen Lehre ist es dabei vorgesehen, dass
der Fußrückenzug mit einem linken und einem rechten Verbindungselement am linken und
rechten Abschnitt des Fersenzugs lastübertragend befestigt ist, wobei die Verbindungselemente
jeweils einen Abstand zu den beiden seitlich am Schuh angeordneten Enden des Fersenzugs
und zu der das Fersenbein überspannenden Mitte des Fersenzugs aufweisen. Durch ein
derartiges Fixiermittel gelingt es, die Ferse des Fußes optimal an der Sohle des erfindungsgemäßen
Schuhs zu fixieren. Wird nämlich das Zugorgan des Fußrückenzugs bei der Größenanpassung
gespannt, so werden die Spannkräfte an den Verbindungselementen lastübertragend in
die beiden Abschnitte des Fersenzugs eingeleitet. Da die beiden Enden des Fersenzugs
am Schuh befestigt sind, bewirken die an den Verbindungselementen in den Fersenzug
eingeleiteten Spannkräfte eine Zugkraft auf die das Fersenbein überspannende Mitte
des Fersenzugs. Dadurch legt sich der Fersenzug formschlüssig um die Ferse des Fußes
und fixiert die Ferse durch Formschluss im Schuh. Die vom Fersenzug auf die Ferse
aufgebrachte Spannkraft kann durch Variation der vom Zugorgan aufgebrachten Spannkraft
durch den Benutzer angepasst werden. Durch den in seiner Spannung anpassbaren Formschluss
zwischen dem Fersenzug einerseits und der Ferse des Benutzers andererseits wird eine
optimale Passform eingestellt, die ein Herausschlüpfen der Ferse relativ zur Sohle
verhindert. Beim Vorwärtsgehen bleibt also die Ferse auch während des Abrollens der
steifen Sohle im Wesentlichen spielfrei im Schuh fixiert und unerwünschte Relativbewegungen
zwischen der Fußsohle und der Schuhinnensohle werden minimiert bzw. gänzlich ausgeschlossen.
[0010] Im Hinblick auf die optimale Anpassung der Passform des Schuhs im Bereich der Ferse
ist die Anordnung der beiden Verbindungselemente, an denen die Zugkräfte in den Fersenzug
eingeleitet werden, relativ zu der das Fersenbein überspannenden Mitte des Fersenzugs
einerseits und den beiden seitlich am Schuh festen Enden des Fersenzugs andererseits
von großer Bedeutung. Denn je nach Anordnung der beiden Verbindungselemente am Fersenzug
ändern sich die mechanischen Hebel- und Zugverhältnisse. Als besonders vorteilhaft
hat es sich dabei erwiesen, dass die Verbindungselemente in Richtung der Längsachse
des Schuhs jeweils zwischen der das Fersenbein überspannenden Mitte des Fersenzugs
einerseits und den beiden seitlich am Schuh befestigten Enden des Fersenzugs andererseits
angeordnet sind. Dies bedeutet mit anderen Worten, dass bei Betrachtung des Schuhs
im seitlichen Profil die Verbindungselemente zwischen der Rückseite der Ferse einerseits
und den beiden Befestigungspunkten des Fersenzugs andererseits angeordnet ist. Der
Fersenzug kann sich dabei gradlinig oder leicht bogenförmig zwischen den beiden Befestigungspunkten
einerseits und der das Fersenbein überspannenden Mitte des Fersenzugs andererseits
erstrecken. Durch die Anordnung der Verbindungselemente zwischen der Mitte des Fersenzugs
einerseits und den Enden des Fersenzugs andererseits wird erreicht, dass der Fersenzug
beim Spannen des Zugorgans die beiden Verbindungselemente der beiden seitlichen Abschnitte
des Fersenzugs aus seiner gradlinigen oder leicht bogenförmigen Form in Richtung des
Fußrückens zieht und dabei aufgrund der Zug- und Hebeverhältnisse bei relativ geringen
Verstellkräften am Zugorgan hohe Befestigungskräfte am Fersenzug aufgebracht werden
können. Dies bedeutet für den Benutzer einen hohen Bedienkomfort, da er zum Spannen
des Fersenzugs nur relativ geringe Kräfte am Zugorgan des Fußrückenzugs aufbringen
muss.
[0011] Wie bereits beschrieben, werden die beiden seitlichen Abschnitte des Fersenzugs beim
Spannen des Zugorgans des Fußrückenzugs nach oben in Richtung des Fußrückens zusammengezogen
und dadurch die Mitte des Fersenzugs in Richtung der Fußzehen nach vorne gespannt.
Diese Stellbewegung des Fersenzugs bewirkt im Bereich der Befestigungspunkte an den
beiden Enden des Fersenzugs eine leichte Rotation des Fersenzugs relativ um den Befestigungspunkt.
Diese leichte Rotation kann bei ausreichend elastischem Material des Fersenzugs durch
eine Verformung des Fersenzugs im Bereich der Befestigungspunkte ausgeglichen werden.
Allerdings muss dann vom Benutzer eine zusätzliche Spannkraft zur elastischen Verformung
des Fersenzugs im Bereich der beiden Befestigungspunkte aufgebracht werden. Um diese
zusätzliche Spannkraft zu vermeiden ist es deshalb besonders vorteilhaft, wenn die
beiden Enden des Fersenzugs jeweils in Drehlagern an der Sohle befestigt sind. Dazu
können die beiden Enden des Fersenzugs beispielsweise mit einer Befestigungsniete
an der Sohle angenietet sein. Das Drehlager erlaubt eine im Wesentlichen kraftfreie
Rotation der Enden des Fersenzugs um den Befestigungspunkt, wobei zugleich die notwendigen
Spannkräfte über das Drehlager in die Sohle eingeleitet werden können.
[0012] Der Schaft des erfindungsgemäßen Schuhs ist dazu vorgesehen den Fuß auf der Sohle
des Schuhs zu fixieren. Der Schaft des Schuhs umgreift dazu die Oberseite des Fußes
zumindest bereichsweise. Beispielsweise kann der Schaft aus verschiedenen Bändern
bestehen, wodurch ein offener Schuh, beispielsweise eine Sandale, gebildet würde.
Alternativ oder additiv dazu kann der Schaft eine Schale aus einem anschmiegsamen
Obermaterial umfassen. Bei dem Obermaterial kann es sich um synthetische Materialien,
beispielsweise Gore-Tex Textilmaterial, oder um Leder handeln. Das Obermaterial überdeckt
den Fuß dann zumindest bereichweise und erhöht den Tragekomfort. Bei dem erfindungsgemäßen
Schuh ist es dabei vorgesehen, dass der Fersenzug an der Außenseite der Schale verläuft.
[0013] Ist der erfindungsgemäße Schuh mit einer Schale aus einem anschmiegsamen Obermaterial
ausgestattet, so ist es vorteilhaft, wenn der Fersenzug im linken und rechten Abschnitt
zwischen der das Fersenbein überspannenden Mitte des Fersenzugs einerseits und den
beiden seitlich am Schuh angeordneten Enden des Fersenzugs andererseits nicht mit
der Schale verbunden ist, sondern frei über das anschmiegsame Obermaterial verläuft.
Dadurch, dass der Fersenzug einerseits und die Schale andererseits nicht miteinander
verbunden, insbesondere nicht miteinander vernäht sind, kann der Fersenzug beim Spannen
des Zugorgans am Fußrückenzug frei über das Obermaterial der Schale versetzt werden,
so dass das Obermaterial trotz der Verstellung des Fersenzugs nicht verformt wird
und eine Faltenbildung vermieden wird.
[0014] Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, wenn auch die das Fersenbein überspannende
Mitte des Fersenzugs nicht mit der Schale aus anschmiegsamem Obermaterial verbunden
ist. Im Ergebnis wird der Fersenzug dann nur an den beiden Enden mit dem Schuh, insbesondere
mit der Sohle des Schuhs, direkt verbunden. Alle anderen Teile des Fersenzugs können
frei über das anschmiegsame Obermaterial der Schale versetzt werden und dadurch einen
optimalen Formschluss zwischen Fersenzug einerseits und Ferse andererseits realisieren.
Um die Höhe der Mitte des Fersenzugs im Bereich der Ferse relativ zur Schale zu fixieren,
kann an der Schale eine nach oben abstehende Lasche vorgesehen sein. Der Fersenzug
verläuft dann über den Befestigungsbereich der nach oben abstehenden Lasche, so dass
verhindert wird, dass der Fersenzug zu weit nach unten rutscht.
[0015] Um im Fersenzug des erfindungsgemäßen Schuhs problemlos die notwendigen Kräfte übertragen
zu können, sollte der Fersenzug aus einem mechanisch ausreichendem steifen Material,
beispielsweise aus einem Kunststoffstreifen geeigneter Dicke, hergestellt sein. Allerdings
weist ein solcher Fersenzug aus einem Material höherer Steifigkeit den Nachteil auf,
dass der Fersenzug im Anlenkpunkt der beiden Verbindungselemente seiner Verformung
während des Spannens des Fersenzugs einen nicht unerheblichen Widerstand entgegensetzt,
da das biegesteife Material im Anlenkpunkt der Verbindungselemente zumindest geringfügig
elastisch verformt werden muss. Zur Vermeidung dieser unerwünschten Gegenkräfte, die
zur Verformung des Fersenzugs im Bereich der Anlenkpunkte der beiden Verbindungselemente
notwendig sind, ist es besonders vorteilhaft, wenn der Fersenzug im Bereich der Anlenkpunkte
der beiden Verbindungselemente eine Materialschwächung, insbesondere einen keilförmigen
Einschnitt, aufweist. Durch diese Materialschwächung kann die Steifigkeit des Fersenzugs
quer zu seiner Längsachse im Bereich der Anlenkpunkte der beiden Verbindungselemente
verringert werden, so dass der Widerstand des Fersenzugs gegen eine Verformung beim
Anziehen des Fersenzugs herabgesetzt wird.
[0016] Der Aufbau der Sohle des orthopädischen Schuhs ist grundsätzlich beliebig, soweit
die Sohle insgesamt eine ausreichende Biegesteifigkeit aufweist und die Bewegung des
Fußes beim Gehen dadurch ein tolerierbares Maß nicht überschreitet. Um zugleich neben
der notwendigen Steifigkeit einen hohen Gehkomfort gewährleisten zu können, ist es
besonders vorteilhaft, wenn die Sohle eine Außensohle und eine Innensohle aus unterschiedlichen
Materialien umfasst. Die Außensohle kann dann aus einem elastisch dämpfenden Material
hergestellt werden, um den gewünschten Gehkomfort zu realisieren. Die Innensohle wird
aus einem biegesteifem Material hergestellt. Die Biegesteifigkeit der Innensohle kann
dann unabhängig vom Material der Außensohle so hoch gewählt werden, dass die Sohle
insgesamt die für den Einsatz an einem orthopädischen Schuh notwendige Biegesteifigkeit
aufweist.
[0017] Bei vielen Verwendern ist die Nutzung des orthopädischen Schuhs nur an einem Fuß
notwendig, da der zweite Fuß nicht krankhaft verändert ist. Allerdings werden dadurch
die notwendigen Produktionskosten erheblich erhöht, da die Benutzer zwar jeweils nur
einen Schuh benötigen, der Hersteller Schuhe aber sowohl für die linken als auch für
die rechten Füße in unterschiedlichen Schuhgrößen zur Verfügung stellen muss. Um die
notwendige Variantenvielfalt und die damit verbundenen Produktionskosten reduzieren
zu können, ist es deshalb besonders vorteilhaft, wenn die zum Fuß weisende Innenseite
der Sohle und des Schafts gegenüber der Schuhlängsachse achsensymmetrisch ausgebildet
sind. Durch diese Achsensymmetrie der Schuhinnenseite wird erreicht, dass der Schuh
wahlweise am linken oder rechten Fuß getragen werden kann. Zur Versorgung der verschiedenen
Verwender ist es dann nur noch erforderlich den Schuh in unterschiedlichen Schuhgrößen
anzubieten, wobei der Schuh dann wahlweise am linken oder rechten Fuß getragen werden
kann.
[0018] Mit welcher Art von Zugorgan der erfindungsgemäße Schuh am Fuß des Verwenders fixiert
wird, ist grundsätzlich beliebig. Bevorzugt kann das Zugorgan in der Art eines Zuggurts
ausgebildet sein. Dieser Zuggurt ist mit einem Ende, nämlich dem Fixende, auf der
einen Seite des Fußrückenzugs fixiert. Auf der gegenüberliegenden Seite des Fußrückenzugs
ist dann eine Umlenkschlaufe befestigt, in der der Zuggurt ausgehend von seinem Fixende
umgelenkt werden kann und dabei den Fußrücken mit variabler Länge überspannt. Am freien
Ende des Zuggurts ist dann ein Klett- oder Flauschband vorgesehen, das nach Einstellung
der notwendigen Spannlänge des Zuggurts auf ein im Bereich des Fixendes vorgesehenes
Klett- oder Flauschband aufgelegt und dadurch fixiert wird.
[0019] Ist der erfindungsgemäße Schuh achsensymmetrisch ausgebildet und kann wahlweise am
linken oder rechten Fuß getragen werden, so ist es besonders vorteilhaft, wenn das
Fixende und die Umlenkschlaufe des Zuggurts jeweils mit Kopplungsorganen lösbar befestigt
sind. Durch wechselseitiges Lösen der Kopplungsorgane am Fixende und an der Umlenkschleife
kann die Anordnung des Fixendes an der rechten oder linken Seite des Schuhs verändert
werden. Im Ergebnis ist es dadurch möglich trotz der achsensymmetrischen Ausbildung
des Schuhs durch Umstecken der beiden Kopplungsorgane dafür zu sorgen, dass das freie
Ende des Zuggurts jeweils von innen nach außen verläuft. Dies bedeutet mit anderen
Worten, dass durch Umstecken der Kopplungsorgane des Zuggurts eine Anpassung dahingehend
erfolgen kann, dass der Schuh an einem linken oder an einem rechten Fuß getragen werden
kann.
[0020] Um das Klettband des Zugorgans in einem möglichst großen Stellbereich fixieren zu
können, ist es besonders vorteilhaft, wenn das Klettband oder Flauschband des Klettverschlusses
am Fixende des Zuggurts die Außenseite des dem Fixende zugeordneten Kopplungsorgans
überdeckt.
[0021] Der erfindungsgemäße Schuh kann bevorzugt mit einer orthopädischen Schuhinnensohle
kombiniert werden. Bevorzugt weist die Schuhinnensohle dabei im Zwischenraum zwischen
Oberseite und Unterseite der Schuhinnensohle, und zwar im Bereich unter dem Vorfußgelenk,
ein Druckspitzen verteilendes Kissen auf, dessen verformbare Kissenhülle mit verformbaren
und relativ zueinander bewegbaren Füllkörpern gefüllt ist. Ein solches Kissen mit
verformbarer Kissenhülle und mit darin enthaltenen verformbaren und relativ zueinander
bewegbaren Füllkörpern ermöglicht es, dass die Form des Kissens sich immer wieder
neu an die sich verändernde Form der Fußsohle im Bereich des Vorfußgelenks anpassen
kann. Denn die Form des Kissens wird durch die Anordnung der bewegbaren Füllkörper
in der Kissenhülle bestimmt. Verändert sich nun die Form der Fußsohle bzw. die Lage
der Fußsohle auf der Schuhinnensohle, so kann die Form des Kissens auf diese Veränderung
durch Umlagerung der bewegbaren Füllkörper problemlos angepasst werden. Die Umlagerung
der Füllkörper setzt sich dabei jeweils solange fort, bis es zu einem weitgehend vollständigen
Druckausgleich gekommen ist. Dies bedeutet also mit anderen Worten, dass die Füllkörper
in der Kissenhülle solange umgelagert werden, bis die Form des Kissens wieder optimal
zur Form der Fußsohle passt und dadurch alle Druckspitzen zwischen der Fußsohle und
der Schuhinnensohle weitgehend abgebaut bzw. vollständig eliminiert worden sind. Während
des anschließenden Tragens der Schuhinnensohle wird durch die Verformbarkeit der Füllkörper
bzw. durch die Verformbarkeit der Kissenhülle für eine optimale Dämpfung gesorgt.
Die Umlagerung der Füllkörper in der Kissenhülle bewirkt außerdem in einem gewissen
Maß eine Art Massagebewegung der Schuhinnensohle an der Haut der Fußsohle, durch die
die Durchblutung angeregt wird. Dies hat wiederum einen positiven Effekt im Hinblick
auf die Vermeidung von offenen Stellen an der Haut der Fußsohle von Diabetikern.
[0022] Um eine optimale Formanpassung des mit den bewegbaren Füllkörpern gefüllten Kissens
an die Form der Fußsohle zu ermöglichen ist es erforderlich, dass sich in der Kissenhülle
keine Luftkissen bilden. Denn solche Luftkissen verlagern sich innerhalb der Kissenhülle
je nach Druckbelastung und verändern dadurch immer wieder neu den Druckzustand und
verursachen unerwünschte Druckspitzen. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Schuhinnensohle ist es deshalb vorgesehen, dass die Kissenhülle
zumindest eine Entlüftungsöffnung aufweist, durch die bei Druckbeaufschlagung die
im Kissen vorhandene Luft nach außen entweichen kann. Im Ergebnis wird also durch
die Entlüftungsöffnung dafür gesorgt, dass ein vollständiger Druckausgleich zwischen
der Innenseite der Kissenhülle und der Umgebungsatmosphäre erfolgt. Die Bildung von
unerwünschten Luftkissen innerhalb der Kissenhülle wird dadurch vermieden.
[0023] Um die Form des mit den Füllkörpern gefüllten Kissens zumindest zeitweise fixieren
zu können, kann an der Kissenhülle eine Evakuierungseinrichtung vorgesehen werden.
Durch die Evakuierungseinrichtung kann die in der Kissenhülle vorhandene Luft soweit
evakuiert werden, dass sich in der Kissenhülle ein Unterdruck bildet. Durch diesen
Unterdruck wird die verformbare Kissenhülle gegen die verformbaren Füllkörper gezogen
und dadurch die Relativlage zwischen den einzelnen Füllkörpern fixiert. Durch Belüftung
der Evakuierungseinrichtung kann der Unterdruck dann wieder aus der Kissenhülle abgelassen
und eine neue Form des Kissens durch Umlagerung der Füllkörper in der Kissenhülle
eingestellt werden.
[0024] Die Anpassung der Form der Schuhinnensohle durch Umlagerung der in der Kissenhülle
befindlichen bewegbaren Füllkörper beruht auf der Umlagerung der Füllkörper bei Belastung.
Dabei werden Füllkörper im Bereich mit hohen Drücken soweit in Bereiche mit niedrigeren
Drücken umgelagert, bis alle Bereiche der Fußsohle eine im Wesentlichen ähnliche Druckbelastung
aufweisen. Aufgrund der anatomischen Verformung der Fußsohle und der damit jeweils
verbundenen Druckbelastung kann es bei der Umlagerung der Füllkörper zu sehr langen
Umlagerungswegen kommen die nicht mehr innerhalb einer verhältnismäßigen Zeit durchlaufen
werden können. Insbesondere wenn die gesamte Fußsohle mit einer einzigen Kissenhülle
und den darin befindlichen bewegbaren Füllkörpern im Schuh gelagert werden soll, kann
es zu sehr langen Umlagerungswegen kommen, die eine Umformung des Kissens innerhalb
vernünftiger Zeiträume nicht erwarten lässt. Um derartig unzulässig lange Umlagerungswege
der Füllkörper zu vermeiden und eine bereichsspezifische Anpassung der Kissengeometrie
an die unterschiedlichen Bereiche der Fußsohle vornehmen zu können, ist es besonders
vorteilhaft, wenn das Kissen in zumindest zwei Kissensegmente unterteilt ist. Die
Form der einzelnen Kissensegmente und insbesondere der Füllgrad der einzelnen Kissensegmente
kann dann auf die je unterschiedlichen Anforderungen in den unterschiedlichen Bereichen
der Fußsohle angepasst werden.
[0025] Wie viele Kissensegmente vorhanden sind und in welchen Bereichen der Fußsohle diese
angeordnet werden, ist grundsätzlich beliebig. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform
ist es vorgesehen, dass ein Kissensegment zum einen in erfindungsgemäßer Weise im
Vorfußgelenkbereich des Fußes und/oder im Zehenbereich des Fußes und/oder im Mittelfuß-
und Fußwurzelbereich des Fußes und/oder im Fersenbereich des Fußes angeordnet ist.
Insbesondere eine Ausführungsvariante mit insgesamt vier Kissensegmenten im Zehenbereich
und im Vorfußgelenkbereich und im Mittelfuß- und Vorwurzelbereich und im Fersenbereich
ist besonders vorteilhaft.
[0026] Während der Gehbewegung eines Verwenders der orthopädischen Schuhinnensohle kommt
es zu einer Abrollbewegung der Schuhinnensohle im Schuh. Durch diese Abrollbewegung
der Schuhinnensohle kann es zu unerwünschten Umlagerungseffekten der Füllkörper in
der Kissenhülle kommen. Um diese unerwünschten Umlagerungen zu minimieren ist es besonders
vorteilhaft, wenn zwischen benachbarten Kissensegmenten eine Abstandsnut vorgesehen
ist. Diese Abstandsnut ermöglicht beim Abrollen der Schuhinnensohle während des Gehens
eine Relativbewegung der benachbarten Kissensegmente und minimiert dadurch den Umlagerungseffekt
auf die bewegbaren Füllkörper in den einzelnen Kissensegmenten.
[0027] Im Hinblick auf eine möglichst starke Minimierung des unerwünschten Umlagerungseffekts
durch die Abrollbewegung der Schuhinnensohle ist es besonders vorteilhaft, wenn die
Abstandsnut zwischen benachbarten Kissensegmenten entlang ihrer Längsachse bogenförmig
verläuft. Der Bogen der bogenförmigen Abstandsnut sollte dabei konkav um die Verse
der Schuhinnensohle verlaufen und somit mit ihrem Mittelbereich in Richtung des Vorderfußes
weisen.
[0028] Soweit die Schuhinnensohle mehrere Kissensegmente aufweist, kann es wünschenswert
sein die Füllkörper zwischen den einzelnen Kissensegmenten variabel übergehen zu lassen,
um beispielsweise den Füllgrad der einzelnen Kissensegmente variieren zu können. Dadurch
ist es insbesondere möglich die Eigenschaften der Schuhinnensohle auf die Erfordernisse
unterschiedlicher Anwender anzupassen. Um diese Art der Anpassung der erfindungsgemäßen
Schuhinnensohle zu realisieren ist es gemäß einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen,
dass die Kissensegmente zumindest teilweise kommunizierend ausgebildet sind, wobei
Luft und/oder Füllkörper durch zumindest eine Übergangsöffnung zwischen zwei kommunizierenden
Kissensegmenten übergehen können. Durch Umlagerung der Füllkörper durch die Übergangsöffnungen
hindurch kann der Füllgrad der einzelnen Kissensegmente variiert und verändert werden.
Außerdem kann Luft durch die Übergangsöffnungen zwischen den einzelnen Kissensegmenten
hindurchgefördert werden, so dass insbesondere auch nicht jedes einzelne Kissensegment
eine Entlüftungsöffnung und/oder eine Evakuierungseinrichtung aufweisen muss.
[0029] Um die Umlagerung von Füllkörpern zwischen den kommunizierenden Kissensegmenten während
der Benutzung der Schuhinnensohle zu vermeiden, ist es besonders vorteilhaft, wenn
der Querschnitt der Übergangsöffnung relativ zum Querschnitt der Füllkörper geeignet
gewählt wird. Der Querschnitt der Übergangsöffnung sollte dabei relativ zum Querschnitt
der Füllkörper zumindest so groß sein, dass die Füllkörper in unbelastetem Zustand
durch die Übergangsöffnung zwischen den kommunizierenden Kissensegmenten übergehen
können. Zugleich sollte der Querschnitt der Übergangsöffnung relativ zum Querschnitt
der Füllkörper so klein sein, dass die Füllkörper im belasteten Zustand der Schuhinnensohle
nicht durch die Übergangsöffnung umgelagert werden können.
[0030] Um insbesondere im Bereich der Abstandsnuten für einen möglichst druckspitzenfreien
Übergang und Tragekomfort zu sorgen, ist es besonders vorteilhaft, wenn auf der zum
Fuß weisenden Seite der Schuhinnensohle eine zusätzliche elastische Druckverteilschicht,
insbesondere aus Schaumstoff, angeordnet ist. Da diese zusätzliche Druckverteilschicht
nur kleine Druckspitzen abfedern muss, kann sie entsprechend dünn gestaltet sein und
ist nicht den ansonsten auftretenden Verschleißerscheinungen mit der damit verbundenen
unerwünschten Prägung der Schuhinnensohle unterworfen.
[0031] Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und wird nachfolgend beispielhaft erläutert.
[0032] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Schuh in seitlicher Ansicht von links;
- Fig. 2
- den Schuh gemäß Fig. 1 in seitlicher Ansicht von rechts;
- Fig. 3
- den Schuh gemäß Fig. 1 in seitlicher Ansicht von hinten;
- Fig. 4
- das hintere Fixiermittel zur Fixierung des Fußes im Schuh gemäß Fig. 1 mit daran befestigtem
Zugorgan in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 5
- die hinteren Fixiermittel gemäß Fig. 4 nach der Montage des Zugorgans in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 6
- das Fixiermittel gemäß Fig. 4 in seitlicher Ansicht;
- Fig. 7
- das Fixiermittel gemäß Fig. 6 nach der Montage des Zugorgans;
- Fig. 8
- die Oberseite einer Schuhinnensohle in perspektivischer Ansicht von oben;
- Fig. 9
- die Unterseite der Schuhinnensohle gemäß Fig. 8 in perspektivischer Ansicht von oben;
- Fig. 10
- einen Längsschnitt durch die Schuhinnensohle gemäß Fig. 9 in perspektivischer Ansicht
von oben;
- Fig. 11
- die Unterseite der Schuhinnensohle gemäß Fig. 9 in Ansicht von oben;
- Fig. 12
- die Schuhinnensohle gemäß Fig. 11 im Querschnitt entlang der Schnittlinie A-A.
[0033] Fig. 1 zeigt einen orthopädischen Schuh 01 zur Vermeidung von überhöhten Druckbelastungen
an druckempfindlichen Fußsohlen gemäß der erfindungsgemäßen Lehre, wie er insbesondere
für Diabetiker vorgesehen ist. Der Schuh 01 besteht in seinem grundsätzlichen Aufbau
aus einer biegesteifen Laufsohle 02 und einem Schaft 03. Die Laufsohle weist im Bereich
der Zehen und im Bereich der Fersen jeweils einen konvex abgerundeten Sohlenbereich
04 und 05 auf. Die abgerundeten Sohlenbereiche 04 und 05 ermöglichen es den Schuh
mit seiner Sohlenunterseite beim Gehen abzurollen, so dass dem Benutzer trotz der
Biegesteifigkeit der Laufsohle 02 ein annähernd normales Laufbild ermöglicht wird.
Der zur Fixierung des Fußes an der Laufsohle 02 vorgesehene Schaft 03 umfasst ein
vorderes Fixiermittel 06 und ein hinteres Fixiermittel 07. Weiter umfasst der Schaft
03 eine Schale 08 aus einem anschmiegsamen Obermaterial, beispielsweise Leder oder
einem Textilstoff.
[0034] Am vorderen Fixiermittel 06 und am hinteren Fixiermittel 07 sind jeweils Zugorgane
09 und 10 vorgesehen, um dem Verwender eine Größenanpassung des Schuhs 01 auf seine
individuellen Bedürfnisse zu ermöglichen. Mit dem Zugorgan 09 wird der vordere Teil
des Schuhs 01 im Bereich des Vorfußes fixiert, wohingegen mit dem Zugorgan 10 eine
Größenanpassung im Bereich des Mittelfußes und der Ferse ermöglicht wird. Die beiden
Zugorgane 09 und 10 sind jeweils als Zuggurte ausgebildet, die auf ihrer Innenseite
jeweils einen Klettverschluss aufweisen und damit eine Größenjustierung des Zugorgans
09 bzw. 10 ermöglichen.
[0035] Das hintere Fixiermittel 07 besteht in seinem grundsätzlichen Aufbau aus einem Fersenzug
11 und einem daran befestigten Fußrückenzug 12. Der Fußrückenzug 12 kann durch das
Zugorgan 10 in variabler Länge über den Fußrücken des Verwenders gespannt werden.
Das Zugorgan 10 bildet dabei einen integralen Bestandteil des Fußrückenzugs 12. Der
Fersenzug 11 verläuft ausgehend von seinem ersten Ende 13, das mit einer Befestigungsniete
an der Sohle 02 befestigt ist (Befestigungsniete 14 und Ende 13 in Fig. 1 und Fig.
2 verdeckt dargestellt) über den linken Fußrist hin zu der das Fersenbein überdeckenden
Kappe 15. In seiner Mitte wird der Fersenzug 11 das Fersenbein überspannend umgelenkt
und verläuft dann zurück über den rechten Fußrist hin zum zweiten Ende 16, das wiederum
mit einem Niet 17 drehbar an der Sohle 02 befestigt ist (siehe Fig. 2). Der Fußrückenzug
12 mit dem Zugorgan 10 ist mittels Verbindungselementen 18 und 19 lastübertragend
am linken und rechten Abschnitt des Fersenzugs 11 befestigt. Die Verbindungselemente
18 und 19 weisen dabei einen Abstand zu den Enden 13 und 16 des Fersenzugs 11 und
einen Abstand zur Mitte 20 des Fersenzugs, die das Fersenbein im Bereich der Kappe
15 überspannt, auf. Der linke Abschnitt 11a des Fersenzugs 11 und der rechte Abschnitt
11b des Fersenzugs 11 verlaufen dabei jeweils bogenförmig von den Befestigungspunkten
im Bereich der Enden 13 und 16 zur Mitte 20 des Fersenzugs 11 hin. Wird nun der Fußrückenzug
12 durch Längenänderung des Zugorgans 10 über den Fußrücken des Verwenders gespannt,
so werden die entsprechenden Zugkräfte über die Verbindungselemente 18 und 19 in den
Fersenzug 11 eingeleitet. Da der Fersenzug 11 nur an seinen Enden 13 und 16 mit dem
Schuh 01, nämlich mit der Sohle 02, verbunden ist, wird die Mitte 20 des Fersenzugs
11 bei Aufbringen von Zugkräften nach vorne verlagert und sorgt für einen optimalen
Formschluss der Kappe 15 über dem Fersenbein des Benutzers. Die Abschnitte 11a und
11b und die Mitte 20 des Fersenzugs 11 sind dabei nicht mit dem Obermaterial der Schale
08 verbunden, wodurch eine Relativbewegung zwischen dem Obermaterial der Schale 08
und dem Fersenzug 11 ermöglicht wird.
[0036] Die Verbindungselemente 18 und 19 sind, wie in Fig. 1 und Fig. 2 ersichtlich, jeweils
in Richtung der Längsachse des Schuhs zwischen der Mitte 20 des Fersenzugs 11 einerseits
und den beiden seitlich am Schuh angeordneten Enden 13 und 16 des Fersenzugs 11 andererseits
angeordnet. Diese Anordnung der Verbindungselemente 18 und 19 in Richtung der Längsachse
zwischen der Mitte 20 einerseits und den Enden 13 und 16 andererseits führt zu einer
optimalen Krafteinleitung der vom Fußrückenzug 12 aufgebrachten Zugkräfte in den Fersenzug
11. Aufgrund der Hebelverhältnisse bewirkt bereits eine relativ geringe Zuglast im
Fußrückenzug 12 eine hohe Zuglast im Fersenzug 11, so dass auch bei Aufbringung relativ
geringer Kräfte am Zugorgan 10 bereits eine sehr feste Fixierung des Fußes im Schuh
01 durch den Fersenzug 11 bewirkt werden kann. Diese hohe Krafteffektivität wird außerdem
noch dadurch verstärkt, dass die Enden 13 und 16 mittels der Nieten 14 und 17 drehbar
gelagert sind und der Fersenzug 11 ansonsten nicht mit dem Obermaterial der Schale
08 verbunden ist. Um die Krafteffektivität der hinteren Fixiermittel 07 noch weiter
zu verbessern, weist der Fersenzug 11 im Bereich der beiden Verbindungselemente 18
und 19 jeweils eine Materialschwächung 21 auf, die in der Art eines keilförmigen Einschnitts
ausgebildet ist. Durch diese Materialschwächung werden die beiden Abschnitte 11a und
11b des Fersenzugs 11 mit dem linken und rechten Anlenkpunkt des Fersenzugs 12 hinsichtlich
ihrer Biegesteifigkeit geschwächt, so dass der Fersenzug 11 unter der Zugbelastung
des Fersenzugs 12 genau hier leichter einknicken kann. Eine Verformung des Fersenzugs
12, abgesehen von diesen beiden Bereichen mit der gezielten Materialschwächung, wird
auf diese Weise im Wesentlichen vermieden.
[0037] Fig. 3 zeigt den Schuh 01 in Ansicht von hinten. Man erkennt, wie der Fersenzug 11
mit seiner Mitte 20 den Schuh 01 im Bereich des Fersenbeins überspannt. Zur Höhenfixierung
des Fersenzugs 11 im Bereich seiner Mitte 20 ist an der Kappe 15 eine Lasche 22 vorgesehen,
deren freies Ende nach oben übersteht. Die Verbindungsnaht zwischen der Kappe 15 und
der Lasche 22 verhindert ein unzulässig weites Herunterrutschen des Fersenzugs 11.
[0038] Fig. 4 und Fig. 5 zeigen das hintere Fixiermittel 07 vor der Befestigung an der Sohle
02. Man erkennt die Enden 13 und 16 mit den darin vorgesehenen Befestigungslöchern
zum Durchtritt der Befestigungsnieten 14 und 17. Weiter erkennt man die Fersenzugabschnitte
11a und 11b mit der dazwischen liegenden Mitte 20. Der Fußrückenzug 11 besteht aus
zwei Umlenkschlaufen 23, 24 und dem Zugorgan 10. Die Umlenkschlaufen 23 und 24 sind
mit den Verbindungselementen 18 und 19 einstückig an den Fersenzug 11 angeformt. Das
Zugorgan 10 kann mittels eines Kopplungsorgans 25, das die Umlenkschlaufe 23 oder
24 in deren Ausnehmung mit zwei Flügeln formschlüssig hintergreift, wahlweise an der
Umlenkschlaufe 23 oder 24 lösbar fixiert werden. Nach dem Einstecken des Kopplungsorgans
25 in die Ausnehmung der Umlenkschlaufe 23 oder 24 muss das Kopplungsorgan 25 dazu
um ungefähr 90 Grad gedreht werden.
[0039] Das Kopplungsorgan 25 ist dabei an das Fixende 26 des Zugorgans 10 befestigt. Zur
Benutzung des Zugorgans 10 wird dieses nach der Fixierung des Kopplungsorgans 25 an
der ersten Umlenkschlaufe 23 mit dem freien Ende 27 durch die zweite Umlenkschlaufe
24 gefädelt und zurück zum Fixende 26 geführt. Am Zugorgan 10 ist dabei beidseitig
ein Klettverschluss mit einem Flauschband und einem funktionskomplementären Hackenband
vorgesehen, so dass die Spannlänge des Zugorgans 10 durch Aufeinanderliegen des Hackenbands
auf das Flauschband fixiert werden kann.
[0040] In Fig. 6 und Fig. 7 ist das freie Ende 27 auf der gegenüberliegenden Seite des Fußrückenzugs
12 erkennbar. Man erkennt, dass das freie Ende 27 des Zugorgans 10 das Kupplungsorgan
25 vollständig überdeckt und dabei vollflächig auf dem darunter liegenden funktionskomplementären
Hacken- oder Flauschband am Fixende 26 zum Liegen kommt. Dadurch, dass das Klettband
das Kopplungsorgan 25 vollständig überdeckt, wird eine höhere Variationsbreite bei
der Längeneinstellung des Zugorgans 10 ermöglicht.
[0041] Durch das Kopplungsorgan 25 wird es möglich, das Zugorgan 10 mit seinem Fixende 26
wahlweise an der ersten Umlenkschlaufe 23 oder zweiten Umlenkschlaufe 23 zu befestigen.
Da der Schuh 01 ansonsten absolut achsensymmetrisch gegenüber seiner Längsachse ausgebildet
ist und dadurch wahlweise am rechten oder linken Fuß funktionsgleich getragen werden
kann, wird durch die wahlweise Befestigung des Fixendes 26 an der ersten Umlenkschlaufe
23 oder der zweiten Umlenkschlaufe 23 eine seitenspezifische Optik des Schuhs 01 ermöglicht.
Die in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten Varianten sind dabei beispielsweise zum Tragen
an einem rechten Fuß vorgesehen. Durch Umstecken des Kopplungsorgans 25 an die jeweils
andere Umlenkschleife 23 oder 24 kann der Schuh 01 derart umgestellt werden, wie er
zum Tragen am linken Fuß vorgesehen ist.
[0042] Fig. 8 zeigt eine orthopädische Schuhinnensohle 101, die im Schuh 01 auf der Sohle
02 angeordnet werden kann. Fig. 8 stellt die Schuhinnensohle 101 mit ihrer Oberseite
102 in perspektivischer Ansicht von oben dar. Die Schuhinnensohle 101 kann lösbar
im erfindungsgemäßen Schuh 01 der entsprechenden Schuhgröße angeordnet werden und
dient zur Verbesserung der Druckverteilung an druckempfindlichen Fußsohlen, insbesondere
von Diabetikern. Die Eigenschaften der Schuhinnensohle 101 im Schuh 01 sind besonders
vorteilhaft, da eine möglichst gleichmäßige Druckverteilung auf den Fuß unter dem
Aspekt der sehr festen Fixierung des Fußes in dem Schuh 01 sehr wünschenswert ist.
[0043] Fig. 9 zeigt die Schuhinnensohle von ihrer Unterseite 103 her in perspektivischer
Ansicht von oben. Man erkennt, dass zwischen der Oberseite 102 und der Unterseite
103 ein Druckspitzen verteilendes Kissen 104 mit vier Kissensegmenten 105, 106, 107
und 108 vorhanden ist.
[0044] Der Aufbau des Kissens 104 mit den Kissensegmenten 105 bis 108 wird aus dem Längsschnitt
gemäß Fig. 10 ersichtlich. Die aus PU-Folie hergestellte verformbare Kissenhülle 109
umschließt eine Vielzahl von verformbaren und relativ zueinander bewegbaren Füllkörpern
110. Diese Füllkörper 110 können relativ zueinander umgelagert werden, um dadurch
die Form und Kontur des Kissens 104 immer wieder neu anpassen zu können. Wie aus Fig.
9 ersichtlich, sind zwischen den einzelnen Kissensegmenten 105, 106, 107 und 108 jeweils
Übergänge 111 zur Bildung von Übergangsöffnungen 112 zwischen den jeweils benachbarten
Kissensegmenten vorhanden. Durch die Übergangsöffnungen 112 können die Füllkörper
110 zwischen den benachbarten Kissensegmenten 105, 106, 107 und 108 übergehen, um
dadurch insbesondere den Füllgrad der einzelnen Kissensegmente 105 bis 108 variieren
zu können. Außerdem kann die Luft in den einzelnen Kissensegmenten 105 bis 108 durch
die Übergangsöffnungen 112 hindurchströmen und dann durch Entlüftungsöffnungen 120,
die in der Wandung der Kissenhülle 109 im Bereich der Übergänge 111 angebracht sind,
in die Außenatmosphäre entweichen.
[0045] Fig. 11 zeigt die Schuhinnensohle 101 mit ihrer Unterseite 103 in Frontalansicht
von oben. Man erkennt drei Abstandsnuten 113, 114 und 115, die die vier Kissensegmente
105 bis 108 voneinander trennen und eine Relativbewegung der jeweils benachbarten
Kissensegmente 105 bis 108 ermöglichen.
[0046] Die Abstandsnuten 113 bis 115 verlaufen jeweils bogenförmig konkav um die Ferse der
Schuhinnensohle 101. Die Übergänge 111 zwischen den benachbarten Kissensegmenten 105
bis 108 verlaufen jeweils quer zu den Abstandsnuten 113 bis 115. Durch die Anordnung
der Entlüftungsöffnungen 120 an der zur Unterseite 103 weisenden Seite der Übergänge
111 ist gewährleistet, dass die Entlüftungsöffnungen 120 auch bei Belastung der Schuhinnensohle
nicht verschlossen werden, da die Übergänge 111 gegenüber der Unterseite 103 zurückspringend
in den Abstandsnuten 113 bis 115 angeordnet sind.
[0047] Fig. 12 zeigt die Schuhinnensohle 101 im Querschnitt entlang der Schnittlinie A-A.
Man erkennt die Übergangsöffnung 112 zwischen den Kissensegmenten 106 und 105, durch
die die Füllkörper 110 zwischen den benachbarten Kissensegmenten übergehen können.
Der Querschnitt der Übergangsöffnung 112 relativ zum Querschnitt der lediglich schematisch
angedeuteten Füllkörper 110 ist dabei gerade so gewählt, dass ein Übergang der Füllkörper
110 im unbelasteten Zustand möglich ist und zugleich im belasteten Zustand der Schuhinnensohle
101 ausgeschlossen wird.
[0048] Die Kissensegmente 105 bis 108 der Schuhinnensohle 101 werden von zwei Lagen 116
und 117 aus PU-Folie gebildet. Die Lage 116 weist dabei einen im Wesentlichen ebenen
Zuschnitt auf. Die Lage 117 dagegen ist dreidimensional geformt, beispielsweise durch
Tiefziehen der PU-Folie und bildet vier den Kissensegmenten 105 in ihrer Form entsprechende
Kammern 118. Bei der Herstellung der Schuhinnensohle 101 wird zunächst die dreidimensional
verformte Lage 117 mit den Füllkörpern 110 befüllt und anschließend die Lage 116 mit
der Lage 117 in den Kontaktbereichen miteinander verschweißt. Durch das Verschweißen
der beiden Lagen 116 und 117 werden die Kammern 118 mit den darin befindlichen Füllkörpern
110 verschlossen. Um eine möglichst druckspitzenfreie Druckverteilung für den Benutzer
auch im Bereich der Abstandsnuten 113 bis 115 zu gewährleisten, wird zuletzt noch
auf der Oberseite der Lage 116 eine aus Schaumstoff bestehende Druckverteilschicht
119 angebracht.
1. Orthopädischer Schuh (01) zur Vermeidung von überhöhten Druckbelastungen an druckempfindlichen
Fußsohlen, insbesondere von Diabetikern, wobei der Schuh (01) eine biegesteife Sohle
(02) aufweist, die ein Abknicken des vorderen Fußgelenks beim Gehen im Wesentlichen
ausschließt, und wobei die Sohle (02) im Bereich der Zehen und/oder im Bereich der
Ferse einen konvex abgerundeten Sohlenbereich (04, 05) aufweist, der ein Abrollen
der biegesteifen Sohle (02) ermöglicht, und wobei der Schuh (01) einen Schaft (03)
aufweist, und wobei am Schaft (03) Fixiermittel (06, 07) vorgesehen sind, mit denen
der Fuß im Schuh (01) fixiert werden kann, und wobei die Fixiermittel (06, 07) einen
Fersenzug (11) umfassen, der vom linken Fußrist über die Rückseite des Fersenbeins
zum rechten Fußrist verläuft, und wobei die Fixiermittel (06, 07) einen Fußrückenzug
(12) umfassen, der über den Fußrücken verläuft und ein Zugorgan (10) aufweist, das
zur Größenanpassung über den Fußrücken gespannt werden kann,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fußrückenzug (12) mit einem linken und einem rechten Verbindungselement (18,
19) am linken und rechten Abschnitt (11a, 11b) des Fersenzugs (11) lastübertragend
befestigt ist, wobei die Verbindungselemente (18, 19) jeweils einen Abstand zu den
beiden seitlich am Schuh (01) befestigten Enden (13, 16) des Fersenzugs (11) und zu
der das Fersenbein überspannenden Mitte (20) des Fersenzugs (11) aufweisen.
2. Orthopädischer Schuh nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungselemente (18, 19) in Richtung der Längsachse des Schuhs (01) jeweils
zwischen der das Fersenbein überspannenden Mitte (20) des Fersenzugs (11) einerseits
und den beiden seitlich am Schuh befestigten Enden (13, 16) des Fersenzugs (11) anderseits
angeordnet sind.
3. Orthopädischer Schuh nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Enden (13, 16) des Fersenzugs (11) jeweils in Drehlagern am Schuh (01)
befestigt, insbesondere jeweils mit einer Befestigungsniete (14, 17) angenietet, sind.
4. Orthopädischer Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schaft (01) eine Schale (08) aus einem anschmiegsamen Obermaterial umfasst, die
den Fuß zumindest bereichsweise überdeckt, wobei der Fersenzug (11) zumindest abschnittsweise
an der Außenseite der Schale (08) verläuft.
5. Orthopädischer Schuh nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fersenzug (11) im linken und rechten Abschnitt (11a, 11b) zwischen der das Fersenbein
überspannenden Mitte (20) des Fersenzugs (11) einerseits und den beiden seitlich am
Schuh angeordneten Enden (13, 16) des Fersenzugs (11) andererseits nicht mit der Schale
(08) verbunden ist.
6. Orthopädischer Schuh nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die das Fersenbein überspannenden Mitte (20) des Fersenzugs (11) nicht mit der Schale
(08) aus anschmiegsamen Obermaterial verbunden ist und insbesondere durch eine von
der Schale (08) nach oben abstehende Lasche (22) in ihrer Höhe fixiert wird.
7. Orthopädischer Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fersenzug (11) aus einem steifem Material hergestellt ist, wobei der Fersenzug
(11) im Bereich der Verbindungselemente (18, 19) eine Materialschwächung (21), insbesondere
einen keilförmigen Einschnitt, aufweist, durch den die Steifigkeit des Fersenzugs
(11) quer zu seiner Längsachse verringert wird.
8. Orthopädischer Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sohle (02) eine Außensohle und eine Innensohle umfasst, wobei die Außensohle
aus einem elastisch dämpfenden Material hergestellt ist, und wobei die Innensohle
aus einem biegesteiferem Material als die Außensohle hergestellt ist.
9. Orthopädischer Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zum Fuß weisende Innenseite der Sohle (02) und die zum Fuß weisende Innenseite
des Schafts (03) gegenüber der Schuhlängsachse achsensymmetrisch ausgebildet sind
und der Schuh wahlweise am linken oder rechten Fuß getragen werden kann.
10. Orthopädischer Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zugorgan (10) zum Spannen des Fußrückenzugs (12) in der Art eines Zuggurts ausgebildet
ist, wobei der Zuggurt mit einem Fixende (26) am Fußrückenzug (12) fixiert ist und
in einer am Fußrückenzug (12) befestigten Umlenkschlaufe (24) umgelenkt wird, und
wobei die effektive Spanlänge des Zuggurts zwischen dem Fixende (26) und der Umlenkschlaufe
(24) mit einem Klettverschluss anpassbar ist.
11. Orthopädischer Schuh nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Fußrückenzug (12) zwei Umlenkschlaufen (23, 24) vorgesehen sind, wobei das Fixende
(26) des Zuggurts (10) mit einem Kopplungsorgan (25) wahlweise an der rechten oder
linken Umlenkschlaufe (23, 24) des Fußrückenzugs (12) befestigbar ist.
12. Orthopädischer Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Klettband oder Flauschband des Klettverschlusses am Fixende (26) des Zuggurts
(10) die Außenseite des dem Fixende (26) zugeordneten Kopplungsorgans (25) überdeckt.
13. Orthopädischer Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf der zum Fuß weisenden Innenseite der Sohle (02) eine orthopädische Schuhinnensohle
(101) angeordnet ist, wobei zwischen der Oberseite (102) und Unterseite (103) der
Schuhinnensohle (101) zumindest ein Zwischenraum gebildet ist, in dem zumindest in
Teilbereichen ein Druckspitzen verteilendes Kissen (104) angeordnet ist, dessen verformbare
Kissenhülle (109) mit verformbaren und relativ zueinander bewegbaren Füllkörpern (110)
gefüllt ist.
14. Orthopädischer Schuh nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kissenhülle (109) zumindest eine Entlüftungsöffnung (120) aufweist, durch die
bei Druckbeaufschlagung im Kissen (104) vorhandene Luft nach außen entweichen kann.
15. Schuhinnensohle nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kissen (104) in einzelne Kissensegmente (105, 106, 107, 108) unterteilt ist,
wobei insbesondere ein Kissensegment (105) im Zehenbereich des Fußes und/oder dass
ein Kissensegment (106) im Vorfußgelenkbereich des Fußes und/oder dass ein Kissensegment
(107) im Mittelfuß- und Fußwurzelbereich des Fußes und/oder dass ein Kissensegment
(108) im Fersenbereich des Fußes angeordnet sind und wobei zwischen zumindest zwei
benachbarten Kissensegmenten (105, 106, 107, 108) eine Abstandsnut (113, 114, 115)
vorgesehen ist, die eine Relativbewegung der benachbarten Kissensegmente (105, 106,
107, 108) ermöglicht, und wobei die Kissensegmente (105, 106, 107, 108) zumindest
teilweise kommunizierend ausgebildet sind, wobei Luft und/oder Füllkörper durch Übergangsöffnungen
(112) zwischen zwei kommunizierenden Kissensegmenten (105, 106, 107, 108) übergehen
können.