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EP 2 835 076 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.01.2016 Patentblatt 2016/02 |
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Anmeldetag: 30.06.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Möbel mit einem höhenverfahrbaren Möbelteil
Piece of furniture with a height-adjustable furniture section
Mobilier avec une partie ajustable en hauteur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
07.08.2013 DE 202013103546 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.02.2015 Patentblatt 2015/07 |
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Patentinhaber: Anton Schneider GmbH & Co KG |
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79341 Kenzingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Hölzle, Roland
72221 Haiterbach (DE)
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Vertreter: Kohler Schmid Möbus Patentanwälte |
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Partnerschaftsgesellschaft mbB
Ruppmannstraße 27 70565 Stuttgart 70565 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 583 586 FR-A1- 2 504 789
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DE-A1- 3 027 374 US-B1- 6 286 441
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Möbel mit einem höhenverfahrbaren Möbelteil, mit einem
elektrischen Hubantrieb zum Verfahren des Möbelteils, mit mindestens einem an der
Unterseite des Möbelteils angeordneten Kontaktsensor und mit einer den Hubantrieb
steuernden Steuerung, die bei Betätigung des Kontaktsensors das Herunterfahren des
Möbelteils stoppt und das Möbelteil hochfährt, bis der Kontaktsensor wieder freigegeben
ist.
[0002] Aus der
FR 2 504 789 ist ein Möbel mit einem höhenverfahrbaren Möbelteil gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 bekannt.
[0003] Bei Küchen mit elektrisch höhenverfahrbarer Arbeitsplatte oder Arbeitsblock muss
sichergestellt sein, dass die Arbeitsplatte, wenn sie beim Absenken auf ein Hindernis
(z.B. auf die Oberschenkel eines Rollstuhlfahrers) trifft, stoppt und sofort wieder
angehoben wird. Dazu ist an der Arbeitsplatte unterseitig eine elektrische Kontakt-Schaltleiste
angeordnet, die beim Auftreffen auf ein Hindernis von einer offenen in eine geschlossene
Schaltposition betätigt wird und dadurch einen elektrischen Stromkreis schließt, wodurch
die Arbeitsplatte hochgefahren wird. Sobald die Arbeitsplatte vom Hindernis abgehoben
ist, sollte die Schaltleiste wieder öffnen und danach die Arbeitsplatte eine sogenannte
Revisionsfahrt über den gesamten Hub durchführen. Wenn die Schaltleiste trotz Anheben
der Arbeitsplatte in ihrer geschlossenen Schaltposition bleibt, z.B. weil die Schaltleiste
durch das Auftreffen auf das Hindernis verklemmt oder verbogen wurde, kann folglich
keine Revisionsfahrt eingeleitet werden. Vielmehr fährt die Arbeitsplatte bis in ihre
obere Endposition und kann, weil keine Revisionsfahrt stattgefunden hat, vom Bediener
über die hierfür vorgesehenen Schalter der Steuerung nicht mehr abgesenkt werden.
[0004] Demgegenüber ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Möbel der eingangs
genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass bei verklemmtem oder verbogenem Kontaktsensor
auf die an sich fällige Revisionsfahrt des höhenverfahrbaren Möbelteils nicht mehr
gewartet zu werden braucht.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Steuerung eine Zeitverzögerung
aufweist, die für den Fall, dass der Kontaktsensor nach einer vordefinierten Zeitspanne
nach seiner Betätigung nicht wieder freigegeben ist, den Hubantrieb oder die Steuerung
deaktiviert, insbesondere von einer Versorgungsspannung trennt. Vorzugsweise ist das
höhenverfahrbare Möbelteil als eine Arbeitsplatte, ein Arbeitsblock oder als ein Schrank-
oder Regalelement ausgebildet.
[0006] Erfindungsgemäß erfolgt für Fall, dass nach Ablauf der vordefinierten Zeitspanne,
während der das Möbelteil hochgefahren wird, der Kontaktsensor nicht wieder in seine
offene Schaltposition zurückgekehrt ist und folglich keine Hindernis-Freigabe signalisiert
hat, ein selbsttätiges Deaktivieren des Antriebes oder der Steuerung z.B. durch Trennen
von der Netzspannung, um das Warten der Steuerung auf eine Revisionsfahrt zu beenden
und eine weitere Betätigung durch den Bediener zu verhindern. Aufgrund einer Stromausfallsicherung,
z.B. einer mechanischen Selbsthemmung des Möbelteils gegen selbsttätiges Absenken,
verbleibt das Möbelteil dann in seiner angehobenen Position.
[0007] Besonders bevorzugt entspricht die vordefinierte Zeitspanne (z.B. 1 Sekunde) mindestens
der Zeitspanne für einen maximalen Hub des höhenverfahrbaren Möbelteils, damit sich
das Möbelteil in seiner oberen Endposition befindet, wenn der Hubantrieb oder die
Steuerung von der Versorgungsspannung getrennt werden. Das Möbelteil verbleibt dann
in seiner oberen Endposition.
[0008] Erfindungsgemäß sind ein einziger Kontaktschalter oder aber mehrere Kontaktschalter
vorgesehen, die vorteilhaft als Kontakt-Schaltleiste(n) ausgebildet sein können.
[0009] Weiterhin kann die Steuerung eine Anzeige aufweisen, die anzeigt, dass der Kontaktsensor
nach einer vordefinierten Zeitspanne nach seiner Betätigung nicht wieder freigegeben
ist.
[0010] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung, den Ansprüchen
und der Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter aufgeführten
Merkmale je für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden.
Die gezeigte und beschriebene Ausführungsform ist nicht als abschließende Aufzählung
zu verstehen, sondern hat vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der
Erfindung.
[0011] Fig. 1 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Küchenmöbel mit einer höhenverfahrbaren
Arbeitsplatte.
[0012] Das Küchenmöbel umfasst einen feststehenden Möbelkorpus 1 mit einer höhenverfahrbaren
Arbeitsplatte 2, einen elektrischen Hubantrieb 3 zum Verfahren der Arbeitsplatte 2,
einen an der Unterseite der Arbeitsplatte 2 angeordneten Kontaktsensor 4 z.B. in Form
einer elektrischen Kontakt-Schaltleiste, und eine den Hub des Hubantriebs 3 steuernde
Steuerung
5.
[0013] Wenn die Arbeitsplatte 2 beim Absenken mit ihrem Kontaktsensor 4 auf ein Hindernis
(z.B. auf die Oberschenkel eines Rollstuhlfahrers) trifft, wird dadurch der Kontaktsensor
4 von einer offenen in eine geschlossene elektrische Schaltposition betätigt. Dadurch
wird ein elektrischer Stromkreis der Steuerung 5 geschlossen, die daraufhin das Absenken
der Arbeitsplatte 2 stoppt und die Arbeitsplatte 2 sofort wieder anhebt ("Bewegungsumkehr"),
bis der Kontaktsensor 4 wieder freigegeben ist. Danach führt die Arbeitsplatte 2 eine
sogenannte Revisionsfahrt über den gesamten Hub durch und kann erst dann wieder vom
Bediener über die hierfür vorgesehenen Schalter der Steuerung 5 verfahren werden.
[0014] Die Steuerung 5 weist eine Zeitverzögerung 6 auf, die für den Fall, dass der Kontaktsensor
4 nach einer vordefinierten Zeitspanne (z.B. 1 Sekunde) nach seiner Betätigung nicht
wieder freigegeben ist, z.B. weil der Kontaktsensor 4 durch das Auftreffen auf das
Hindernis verklemmt oder verbogen wurde, den Hubantrieb 3 oder die Steuerung 5 deaktiviert,
insbesondere von einer Versorgungsspannung
7 trennt. Diese Deaktivierung ("Sicherheitsabschaltung") beendet das Warten der Steuerung
5 auf die Revisionsfahrt und verhindert auch eine weitere Betätigung durch den Bediener.
Aufgrund einer Stromausfallsicherung, z.B. einer mechanischen Selbsthemmung der Arbeitsplatte
2 gegen selbsttätiges Absenken, verbleibt die Arbeitsplatte 2 dann in ihrer angehobenen
Position.
[0015] Die vordefinierte Zeitspanne entspricht dabei vorzugsweise mindestens der Zeitspanne
für einen maximalen Hub der höhenverfahrbaren Arbeitsplatte 2, so dass sich die Arbeitsplatte
2 nach der Sicherheitsabschaltung stets in ihrer oberen Endposition befindet.
[0016] Die Steuerung 5 weist weiterhin eine Anzeige 8 auf, die anzeigt, dass der Kontaktsensor
4 nach der vordefinierten Zeitspanne nach seiner Betätigung nicht wieder freigegeben
worden ist.
[0017] Der Kontaktsensor 4 kann ein direkter Kontaktschalter, der durch den direkten Kontakt
mit dem Hindernis geschaltet wird, oder ein berührungsfreier Näherungsschalter sein.
1. Möbel mit einem höhenverfahrbaren Möbelteil (2), mit einem elektrischen Hubantrieb
(3) zum Verfahren des Möbelteils (2), mit mindestens einem an der Unterseite des Möbelteils
(2) angeordneten Kontaktsensor (4) und mit einer den Hubantrieb (3) steuernden Steuerung
(5), die bei Betätigung des Kontaktsensors (4) das Herunterfahren des Möbeiteils (2)
stoppt und das Möbelteil (2) hochfährt, bis der Kontaktsensor (4) wieder freigegeben
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerung (5) eine Zeitverzögerung (6) aufweist, die für den Fall, dass der Kontaktsensor
(4) nach einer vordefinierten Zeitspanne nach seiner Betätigung nicht wieder freigegeben
ist, den Hubantrieb (3) oder die Steuerung (5) deaktiviert, insbesondere von einer
Versorgungsspannung (7) trennt.
2. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vordefinierte Zeitspanne mindestens der Zeitspanne für einen maximalen Hub des
höhenverfahrbaren Möbelteils (2) entspricht.
3. Möbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das höhenverfahrbare Möbelteil (2) als eine Arbeitsplatte, als ein Arbeitsblock oder
als ein Schrank- oder Regalelement ausgebildet ist.
4. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Kontaktsensor (4) als ein Kontaktschalter, insbesondere als eine
Kontakt-Schaltleiste, ausgebildet ist.
5. Möbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (5) eine Anzeige (8) aufweist, die anzeigt, dass der Kontaktsensor
(4) nach der vordefinierten Zeitspanne nach seiner Betätigung nicht wieder freigegeben
ist.
1. Piece of furniture comprising a height-adjustable furniture part (2), an electric
lifting drive (3) for moving the furniture part (2), at least one contact sensor (4)
which is disposed on the lower side of the furniture part (2) and a controller (5)
which controls the lifting drive (3) and stops a lowering motion of the furniture
part (2) upon actuation of the contact sensor (4) and lifts the furniture part (2)
until the contact sensor (4) is released again,
characterized in that
the controller (5) comprises a time delay (6) which deactivates the lifting drive
(3) or the controller (5), in particular separates them from a supply voltage (7),
in case the contact sensor (4) has not been released again after a predefined time
period after its actuation.
2. Piece of furniture according to claim 1, characterized in that the pre-defined time period corresponds at least to the time period for a maximum
lift of the height-adjustable furniture part (2).
3. Piece of furniture according to claim 1 or 2, characterized in that the height-adjustable furniture part (2) is designed as a work surface, a work block
or a cabinet element or shelf element.
4. Piece of furniture according to any one of the preceding claims, characterized in that the at least one contact sensor (4) is designed as a contact switch, in particular,
as a contact switching strip.
5. Piece of furniture according to any one of the preceding claims, characterized in that the controller (5) has a display (8) which shows that the contact sensor (4) has
not been released again after the predefined time period after its actuation.
1. Meuble comprenant une partie (2) déplaçable en hauteur, un entraînement électrique
de levage (3) conçu pour déplacer ladite partie (2) du meuble, au moins un détecteur
de contact (4) placé à la face inférieure de ladite partie (2) dudit meuble, et une
commande (5) qui pilote l'entraînement de levage (3) et qui, lors d'un actionnement
du détecteur de contact (4), provoque l'arrêt de la descente de la partie (2) du meuble
et fait monter ladite partie (2) du meuble jusqu'à ce que ledit détecteur de contact
(4) soit de nouveau libéré,
caractérisé par le fait
que la commande (5) est dotée d'une temporisation (6) qui, pour le cas où le détecteur
de contact (4) n'est pas de nouveau libéré après un laps de temps prédéfini succédant
à son actionnement, désactive l'entraînement de levage (3) ou ladite commande (5)
en le (la) séparant, en particulier, d'avec une tension d'alimentation (7).
2. Meuble selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le laps de temps prédéfini correspond, au moins, au laps de temps assigné à une course
maximale de la partie (2) dudit meuble pouvant être déplacée en hauteur.
3. Meuble selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que la partie (2) dudit meuble, pouvant être déplacée en hauteur, est réalisée sous la
forme d'un plan de travail, d'un bloc de travail ou d'un élément d'armoire ou d'étagère.
4. Meuble selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le détecteur de contact (4), à présence minimale, est réalisé sous la forme d'un
commutateur de contact, notamment d'une barrette commutatrice de contact.
5. Meuble selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la commande (5) présente un affichage (8) indiquant que le détecteur de contact (4)
n'est pas de nouveau libéré à l'issue du laps de temps prédéfini succédant à son actionnement.

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