[0001] Die Erfindung betrifft einen Bogenführungszylinder mit wenigstens einer pneumatisch
steuerbaren Bogenhaltevorrichtung für eine Verarbeitungsmaschine nach dem Oberbegriff
des unabhängigen Anspruchs 1.
[0002] Ein Bogenführungszylinder dieser Art ist aus
DE 43 35 185 A1 bekannt, welcher als Wendetrommel ausgebildet ist und pneumatisch steuerbare Sauger
Bogenhaltemittel aufweist. Die Wendetrommel ist bekanntlich für die Bogenwendung einsetzbar,
insbesondere nach dem Prinzip der Hinterkantenwendung. Die Sauger sind mit einer Saugluftleitung
in Funktionsverbindung, welche über ein Steuerventil und die Hohlachse der Wendetrommel
zu einem außerhalb der Hohlachse angeordnetem Unterdruckerzeuger führt. Das Steuerventil
kann im Körper der Wendetrommel in einem Drehpunkt schwingbeweglich gelagert sein.
Am Steuerventil greift ein pneumatisch beaufschlagbarer, an der Seitenscheibe des
Bogenführungszylinders angeordneter Arbeitszylinder mittels einer Kolbenstange an,
welcher das Steuerventil in der Betriebsart Schön- und Widerdruck über einen Ventilstößel
mit Rolle mit einer Steuerkurve in Eingriff bringt. Die Steuerkurve ist auf einer
Steuerwelle angeordnet und dient der Saugluftsteuerung in definierten Drehwinkelbereichen.
[0003] DE 43 15 548 A1 offenbart einen Bogenführungszylinder mit einem pneumatisch steuerbaren Bogenhaltemittel.
Über ein Drehventil erfolgt von außen die Saugluftzufuhr zu einem Mehrwegeabsperrschieber.
Der Bogenführungszylinder weist in einer Ausbildung zwei am Umfang angeordnete Sauggreiferreihen
als Bogenhaltemittel auf, wobei jede Sauggreiferreihe einen separaten Drehventilanschluss
am Drehventil aufweist. Von den Drehventilanschlüssen führen Leitungen zum Mehrwegeabsperrschieber
und von den Sauggreiferreihen führen Leitungen zum Mehrwegeabsperrschieber.
[0004] Aus
DE 201 02 400 U1 und
DE 103 50 726 A1 sind weitere pneumatisch steuerbaren Bogenhalteeinrichtungen für Bogenführungszylinder
bekannt. Ebenso offenbart
DE 40 12 498 C1 eine antreibbare Saugerleiste, welche mit einer Schwingwelle gekoppelt ist und mittels
Kurvengetriebe antreibbar ist.
[0005] Aus der
DE 10 2011 084 210 A1 ist ein Bogenführungszylinder mit wenigstens einer pneumatisch steuerbaren Bogenhaltevorrichtung
bekannt. Der Bogenführungszylinder weist eine Saugerleiste mit in Abständen angeordneten
Saugdüsen und eine leitungsseitig verbundene Druckluftquelle auf. Jeder Saugdüse ist
eine Einströmöffnung benachbart zugeordnet, die mit einem Strömungskanal mit endseitig
angeordneter Ausströmöffnung gekoppelt ist. Jede Saugdüse ist mit einem Ansaugkanal
gekoppelt ist und der Ansaugkanal ist in einer Einmündung in den Strömungskanal einmündend
angeordnet. Zur schnellen Ablösung eines angesaugten Bogens von den Saugdüsen ist
bei Bogenübergabe vorgesehen, über einen separaten Druckluftanschluss an dem Ansaugkanal
die oder alle Saugdüsen freizublasen.
[0006] Aus der
DE 10 2011 084 212 A1 sind ein Vorgreifer einer Verarbeitungsmaschine für Bogenmaterial bekannt. Ein Vorgreifer
mit pneumatisch steuerbarer Bogenhaltevorrichtung soll energieeffizient und mit spürbar
verkürzten Steuerzeiten betreibbar sein. Dazu ist der Vorgreifer mit einer Sauggreifereinrichtung
mit Saugdüsen, Einströmöffnungen, Strömungskanälen und Ausströmöffnungen versehen.
Die Einströmöffnungen sind mittels Verbindungsleitungen mit einem vorgeordneten Verteiler
und einer dem Verteiler vorgeordneten Ventilanordnung gekoppelt. Die Ventilanordnung
ist mittels einer Verbindungsleitung mit einer Pneumatikquelle gekoppelt.
[0007] Saugdüsen dieser Art neigen zur Verschmutzung wie jede andere Saugdüse ebenfalls,
was durch den in der Papierverarbeitung anfallenden Papierstaub bedingt ist. Tritt
Schmutz in die Saugdüsen ein, gelangt er damit auch in den Bereich eines Ejektorsystems
und kann so dessen Funktion beeinträchtigen. Um aber für eine stets ausreichende und
möglichst gleichmäßige Haltekraft aller Saugdüsen eines Bogenhaltesystems zu sorgen
und insbesondere eine exakter Bogenübergabe bei dem komplexen Wendevorgang zu erreichen,
muss wenigstens eine einwandfreie Funktion der Saugdüsen sichergestellt werden.
[0008] Daher ist aus der
DE 10 2009 014 632 A1 eine Einrichtung zur Versorgung eines Unterdruckverbrauchers mit Unterdruck zur Beseitigung
von Verschmutzungen bekannt geworden. Die Einrichtung ist in einer Bogen verarbeitenden
Maschine vorgesehen, wobei von einem Unterdruckerzeuger eine Saugleitung zu dem Unterdruckverbraucher
führt, die mit Unterdruck beaufschlagbar ist. Damit wird ein vom Unterdruckverbraucher
zum Unterdruckerzeuger führenden Saugluftstrom erzeugt. Zwischen Unterdruckerzeuger
und Unterdruckverbraucher ist ein Filter angeordnet. So ist in einer Saugdüse eine
Filtereinsatz vorgesehen, der den Eintritt von Verschmutzungen verhindert, selbst
aber relativ schnell zusetzen und die Saugdüse so unbrauchbar machen kann. Um dies
zu vermeiden soll das Filter, quer oder entgegengerichtet zur Strömungsrichtung des
Saugluftstroms mit Blasluft beaufschlagbar sein, um das Filter freizublasen. Die Einrichtung
behindert die Saugleistung der Saugdüse, verschmutzt sehr viel schneller als die Saugdüse
selbst und lässt sich erfahrungsgemäß mit Blasluft nur sehr aufwändig reinigen, so
dass zeitaufwändige Reinigungszyklen einzuschalten sind.
Sollten die Reinigungszyklen in den Arbeitszyklus einer mit hoher Taktfrequenz arbeitenden
eingebunden werden, ist eine wirksame Reinigung des Filters nahezu ausgeschlossen.
Eine Reinigung des Unterdruckerzeugers ist nicht beabsichtigt.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Bogenführungszylinder der
eingangs genannten Art zu schaffen, dessen pneumatisch steuerbare Bogenhaltevorrichtung
sicher betreibbar ist, wobei die Funktion einer ausreichenden Saugwirkung stets sichergestellt
werden muss.
[0010] Gelöst wird die Aufgabe durch die Ausbildungsmerkmale den unabhängigen Patentanspruch
1.
[0011] Die pneumatisch steuerbare Bogenhaltevorrichtung weist eine oder mehrere über die
maximale Formatbreite des Bogenmaterials angeordnete Saugerleisten mit einer Mehrzahl
von Saugdüsen auf. Die Saugdüsen sind einzeln oder gruppenweise pneumatisch hinsichtlich
der Luftversorgung steuerbar. Dabei sind die Saugdüsen bis über die maximale Formatbreite
des Bogenmaterials in Abständen benachbart angeordnet und einzeln oder gruppenweise
aktivierbar oder deaktivierbar. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Formatbreite
des zu verarbeitenden Bogenmaterials können wahlweise lediglich die zum Erfassen einer
Kante des Bogenmaterials notwendigen Saugdüsen aktiviert werden.
Die Saugerleiste weist Saugdüsen auf, die jeweils in einer Ejektorbauform in der Art
einer Strahlpumpe ausgebildet sind. Mittels der Saugdüsen ist ein Fixieren einer Kante
des zu verarbeitenden Bogenmaterials durch Saugwirkung von Ejektorsystemen realisierbar.
Damit kann neben der energieeffizienten Luftversorgung eine spürbare Erhöhung der
Saugkraft an der jeweiligen Saugdüse zur prozessstabilen Fixierung der Kante des Bogenmaterials
realisiert werden.
[0012] Erfindungsgemäß sind Mittel vorgesehen, um die Saugdüsen und vorzugsweise die Ejektorsysteme
von Verschmutzungen freizublasen.
[0013] Vorteilhaft ist dabei eine Anordnung eine Verschlusselements zur Abdeckung der Ausströmöffnung
des Ejektorsystems in einer Ruheposition der Saugerleiste zwischen zwei Arbeitszyklen.
Vorteilhaft ist weiterhin der Anschluss einer steuerbaren Blasvorrichtung an den Ansaugkanal.
Vorteilhaft ist weiterhin die Zuordnung eines steuerbaren Verschlusses an der Ausströmöffnung
des Ejektorsystems.
[0014] Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0015] Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Dabei zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Bogenrotationsdruckmaschine mit einer Wendeeinrichtung,
- Fig. 2
- eine pneumatische Bogenhaltevorrichtung für eine Wendetrommel,
- Fig. 2A
- eine Ejektor-Einrichtung in vergrößerter Darstellung innerhalb der Bogenhaltevorrichtung,
- Fig. 3
- eine Bogenhaltevorrichtung mit Reinigungsfunktion,
- Fig. 4A
- eine Bogenhaltevorrichtung in Arbeitsfunktion, und
- Fig. 4B
- eine Bogenhaltevorrichtung mit einer Variante der Reinigungsfunktion.
[0016] Fig. 1 zeigt als Verarbeitungsmaschine eine Bogenrotationsdruckmaschine, mit wenigstens
einem Druckwerk I sowie mit wenigstens einem in Förderrichtung 5 des Bogenmaterials
28 nachgeordneten weiteren Druckwerk II, die jeweils als Offsetdruckwerke mit Druckformzylinder
1 (Plattenzylinder), Gummituchzylinder 2 (Übertragungszylinder), Farbwerk 3 und Feuchtwerk
4 versehen sind. Der Gummituchzylinder 2 ist mit einem Bogenführungszylinder 7 in
Wirkverbindung, welcher hier als Gegendruckzylinder ausgebildet ist. Das Bogenmaterial
28 wird beispielsweise mittels eines Bogenführungszylinders 6 dem Bogenführungszylinder
7 des Druckwerks I in Förderrichtung 5 zugeführt.
[0017] Zwischen den beiden Druckwerken I, II ist eine Wendeeinrichtung III angeordnet, welche
für den Schön- und für den Schön- und Widerdruck vorgesehen ist und das Bogenmaterial
28 nach dem Prinzip der Hinterkantenwendung im Druckbetrieb umstülpen kann. Eine derartige
Wendeeinrichtung III kann als Eintrommelwendung oder wie in Fig. 1 als Drei-Trommel-Wendung
ausgebildet sein.
Die Wendeeinrichtung III nach Fig. 1 besitzt einen dem Bogenführungszylinder 7 des
Druckwerks I in Förderrichtung 5 nachgeordneten Bogenführungszylinder 8. In Förderrichtung
5 ist dem Bogenführungszylinder 8 ein Bogenführungszylinder 9, hier als Speichertrommel
ausgebildet, nachgeordnet. Diesem Bogenführungszylinder 9 ist in Förderrichtung 5
eine Wendetrommel 10 nachgeordnet.
[0018] Der Wendetrommel 10 folgt das Druckwerk 11 und diesem Druckwerk II kann für den weiteren
Bogentransport in Richtung eines Bogenauslegers beispielsweise ein Bogenführungszylinder
6 oder 8 nachgeordnet sein.
Sämtliche Bogenführungszylinder 6 bis 9 und die Wendetrommel 10 weisen Bogenhaltemittel
auf, die als Greifer und/oder Sauggreifer ausgebildet sind.
Die Wendetrommel 10 ist in Bezug zum Gummituchzylinder 2 oder Druckformzylinder 1
doppelt so groß, d. h. halbtourig ausgebildet. Sie umfasst am Umfang je zwei um 180
Grad versetzt angeordnete Greifersysteme und Saugerleisten 12.
[0019] Nach Figur 2 erstreckt sich jede einzelne der zuvor genannten Saugerleisten 12 parallel
zu einer Achse 17 der Wendetrommel 10 über die maximale Formatbreite des Bogenmaterials
28 und weist eine Mehrzahl von Saugdüsen 20 zum Fixieren einer Bogenkante, insbesondere
der Hinterkante 29, des zu verarbeitenden Bogenmaterials auf. Dabei sind die Saugdüsen
20 auf den Saugerleisten 12 fluchtend über die maximale Formatbreite des Bogenmaterials
28 in Abständen benachbart angeordnet. Zwischen diesen Saugdüsen 20 sind Freiräume
26 zum Eintauchen von Greifern eines weiteren Greifersystems angeordnet.
Bevorzugt wird eine jeweilige Saugerleiste 12 angewendet, die mit allen Saugdüsen
20 und Ejektorsystemen einen Profilkörper bildet.
[0020] Jede Saugerleiste 12 umfasst pro Saugdüse 20 ein Ejektorsystem mit Einströmöffnung
21 für Druckluft, die in einen Strömungskanal 23 mit endseitiger Ausströmöffnung 24
übergeht und jeweils einen Ansaugkanal 22, der in einer Einmündung 25 in den Strömungskanal
23 übergeht, wobei im Bereich der Einmündung 25 ein Ejektoreinsatz 40 angeordnet ist
(siehe Fig. 2A, 3, 4A, 4B).
[0021] Sämtliche Einströmöffnungen 21 einer jeweiligen Saugerleiste 12 sind mittels Luftleitungen
18 mit einem eigenen, vorgeordneten Verteiler 13 für Druckluft und einer dem Verteiler
13 vorgeordneten, eigenen Ventilanordnung 14 gekoppelt. Bevorzugt kann jede Ventilanordnung
14 mit einer vorgeordneten Drehdurchführung 15 und einer der Drehdurchführung 15 vorgeordneten
Druckluftquelle 16, gekoppelt sein. Die Koppelungen erfolgen mittels Luftleitungen
18. Die Drehdurchführung 15 ist auf der Achse 17 der Wendetrommel 10 angeordnet. Die
Ventilanordnung 14 ist mit einer Steuerungseinrichtung 19 signal- und schaltungstechnisch
gekoppelt und derart steuerbar, dass jede einzelne Einströmöffnung 21 jeweils mit
Druckluft versorgt wird oder die Einströmöffnungen 21 jeweils gruppenweise mit Druckluft
versorgt werden. Hierbei sind die Steuerzeiten veränderbar, so dass die Art des Bogenmaterials
und die anliegenden Maschinengeschwindigkeiten bei der Steuerung der Luftversorgung
der Saugdüsen 20 der Saugerleiste 12 stets optimal berücksichtigt werden können.
In einer Ausbildung kann somit je ein Schaltventil der Ventilanordnung 14 mit je einer
Saugdüse 20 einer Saugerleiste 12 in Wirkverbindung sein. In einer weiteren Ausbildung
kann je ein Schaltventil der Ventilanordnung 14 mit einer Gruppe von Saugdüsen 20
einer Saugerleiste 12 in Wirkverbindung sein. Alternativ kann ein einzelnes Schaltventil
der Ventilanordnung 14 mit sämtlichen Saugdüsen 20 einer Saugerleiste 12 in Wirkverbindung
sein.
[0022] In Figur 2A wird nun der Kern eines Ejektorsystems im Detail gezeigt, wobei als Kernelement
ein Ejektoreinsatz 40 vorgesehen ist. Der Ejektoreinsatz 40 ist innerhalb des Strömungskanals
23 im Bereich der Einmündung 25 des Absaugkanals 22 angeordnet. Der Ejektoreinsatz
40 besteht aus einem Rohrelement 41, dessen zylindrischer Durchlass 41A sich in Längsrichtung
des Strömungskanals 23 erstreckt. Das Rohrelement 41 ist wenigstens in seinem mittleren
Längenbereich mit am Umfang verteilten Öffnungen (Ansaugöffnungen, Bohrungen) 42 versehen,
die eine Verbindung zwischen der Außenwand des Rohrelements 41 und dessen inneren
zylindrischen Durchlass 41A herstellen. Die Öffnungen 42 sind in Figur 2 als Karo-Schraffur
dargestellt. Anzahl, Größe und Form der Öffnungen können nach physikalischen Rahmenbedingungen
gewählt werden.
An einem oberen Endbereich und an einem unteren Endbereich des Ejektoreinsatzes 40
ist an der Außenseite des Rohrelements 41 jeweils ein ringförmiges Dichtelement 43
und 44 angeordnet. Mittels dieser Dichtelemente 43, 44 wird der Ejektoreinsatz 40
im Strömungskanal 23 koaxial eingesetzt.
Eine Positionierung des Ejektoreinsatzes 40 innerhalb des Strömungskanals 23 in Richtung
der Längsachse des Rohrelements 41 kann durch gestufte zylindrische Absätze unterschiedlichen
Durchmessers im Strömungskanal 23 und korrespondierend dazu am Ejektoreinsatz 40 vorgesehen
sein.
Durch die ringförmigen Dichtelemente 43, 44 wird im Bereich zwischen den Dichtelementen
43, 44 und zwischen dem Rohrelement 41 und der Wandung des Strömungskanals 23 ein
Ringraum 45 gebildet. In den Ringraum 45 mündet der Ansaugkanal 22 mit seinem Mündungsbereich
25.
Im Bereich des Lufteinlasses 21 kann eine Armatur separat oder in Verbindung mit dem
Ejektoreinsatz 40 angeordnet sein, an der die Druckluft in den Ejektoreinsatz 40 geleitet
werden kann.
[0023] Die Funktion des Ejektoreinsatzes 40 zur Erzeugung von Unterdruck in einem Ansaugkanal
22 und einer Saugdüse 20 ist wie folgt:
- In die Einströmöffnung 21 wird der Druckluftstrahl A eingeleitet
- Der Druckluftstrahl A wird mit relativ hohem Luftdruck durch den Durchlass 41A in
dem Rohrelement 41 des Ejektoreinsatzes 40 geführt
- Wenn der Druckluftstrahl A die Öffnungen 42 im Rohrelement 41 passiert, wird aus den
Öffnungen 42 Luft mitgerissen, so dass entsprechend an der Außenseite des Rohrelements
41 ein Unterdruck erzeugt wird.
- Der Unterdruck liegt im Ringraum 45 zwischen Rohrelement 41 und Strömungskanal 23
und Dichtringen 43, 44 an.
- Die dergestalt aus dem Ringraum 45 angesaugte Luft tritt danach zusammen mit der Druckluftstrahl
A als kombinierter Luftstrahl D an der Ausströmöffnung 24 aus dem Strömungskanal 23
aus.
- Da die Ausbreitung des Unterdrucks durch die Dichtelemente 43, 44 in axialer Richtung
des Ejektoreinsatzes 40 begrenzt wird, kann er sich nur in Richtung des Mündungsbereiches
25 des Ansaugkanals 22 fortpflanzen und generiert einen Ansaugstrahl B in dem Ansaugkanal
22.
- Unter Wirkung des Ansaugstrahls B wird Luft durch die hier nicht gezeigte Saugdüse
20 angesaugt, um Bogenmaterial festhalten zu können.
[0024] Der Ejektoreinsatz 40 ist in den Figuren 3, 4A und 4B jeweils an entsprechender Stelle
in abstrahierter Darstellungsform eingezeichnet. Ein Ejektoreinsatz 40 ist in Fig.
2 entsprechend in jedem Strömungskanal 23 vorzusehen.
[0025] Fig. 3 zeigt eine Variante der Saugerleiste 12, welche auf der Ausbildung gemäß Fig.
2 basiert. Gemäß der Variante ist der bereits beschriebene Ansaugkanal 22 einer Saugdüse
20 zusätzlich mit einer Belüftungsöffnung 30 gekoppelt. Die Ansaugkanäle 22 sind über
die Belüftungsöffnungen 30 jeweils mittels Luftleitungen 18' mit einem vorgeordneten
Verteiler 13' und einer dem Verteiler 13' vorgeordneten Ventilanordnung 14' gekoppelt
und diese ist mittels einer Luftleitung 18' über die Drehdurchführung 17 mit der Druckluftquelle
16 gekoppelt. Verteiler 13 und Ventilanordnung 14 können ggf. neben der Druckluftversorgung
der Einströmöffnungen 21 zusätzlich die Luftversorgung der Belüftungsöffnungen 30
übernehmen. Die Belüftungsöffnungen 30 können mit Druckluft von der Druckluftquelle
16 beaufschlagt werden und ein schnelles Ablösen des Bogenmaterials 28 von den Saugdüsen
20 unterstützen, während die Druckluftzuführung an den zugeordneten Einströmöffnungen
21 temporär unterbrochen sein kann. Die Druckluft wird bevorzugt als Druckstoß an
der jeweiligen Belüftungsöffnung 30 eingespeist. An der Wendetrommel 10 ist eine jeweilige
Saugerleiste 12 in einer Schwenkbewegung 27 antreibbar ausgebildet.
[0026] Die Wirkungsweise ist abstrahiert wie folgt (siehe hierzu auch Figur 4A):
- Druckluft: Druckluftquelle 16 → Luftleitungen 18 → Drehdurchführung 15 → Luftleitungen
→ Ventilanordnung 14.
- Steuerungseinrichtung 19 reguliert Magnetventile der Ventilanordnung 14.
- Druckluft: → Ventilanordnung 14 → Luftleitungen 18 → Verteiler 13 → Luftleitungen
18 → vorgegebene Einströmöffnungen 21 (Ejektorsysteme).
- Druckluft: → Einströmöffnung 21 → Strömungskanal 23 → Ejektoreinsatz 40 (Ejektorsystem)
→ Luft ansaugen → Unterdruck an Saugdüse 20.
[0027] Von der Steuerungseinrichtung 19 wird der Ventilanordnung 14 vorgegeben, welche Saugdüsen
20 bei der jeweiligen Saugerleiste 12 mit Druckluft beaufschlagt, d.h. aktiviert oder
frei von Druckluft, d. h. deaktiviert werden sollen. Weiterhin werden die relativ
kurzen Schaltzeiten winkelkorreliert vorgegeben, so dass die Bogenkante prozessstabil
erfasst und wieder frei gegeben werden kann. Durch individuelle Berücksichtigung der
Systemzeiten werden Schaltzeiten der Ventilanordnung 14 so vorgegeben, dass der Bogenerfassungsprozess
optimal abläuft.
[0028] Die erfindungsgemäße Lösung wird im Folgenden anhand von Figur 3, 4A und 4B beschrieben.
Erfindungsgemäß ist die Sicherstellung der ständig optimalen Funktion der an einer
Saugerleiste 12 vorhandenen Ejektorsysteme beabsichtigt.
Wie vorher bereits erläutert, bestehen die Ejektorsysteme aus Einströmöffnung 21,
Strömungskanal 23, Ansaugkanal 22, Ejektoreinsatz 40 und Ausströmöffnung 24 und sind
mit wenigstens einer Saugdüse 20 gekoppelt.
Zum Zweck der Funktionssicherung von Ejektorsystemen und Saugdüsen 20 wird eine Einrichtung
zur Reinigung wenigstens des Saugkanals 22 und der Saugdüsen 20 der Ejektorsysteme
vorgesehen.
[0029] Zur Beseitigung der Verschmutzung ist vorgesehen, wenigstens die Saugdüse 20 und
den Absaugkanal 22 gegen die Richtung eines Ansaugstrahls B mit Druckluft zu versorgen.
Diese Druckluftversorgung erfolgt dann, wenn die Saugdüsen 20 nicht mit einem Bogenmaterial
28 verschlossen sind.
[0030] Gemäß Figur 3 wird dann, wenn das Bogenmaterial 28 die Saugdüse 20 vollständig freigegeben
hat, über die Luftleitung 18' ein Druckluftstoß durch die Einströmöffnung 30 in den
Ansaugkanal 22 eingeleitet. Dadurch wird im unteren Teil des Ansaugkanals 22 ein Staubereich
C gebildet und im oberen Bereich des Absaugkanals 22 ein Ausblasstrahl E erzeugt.
Der Ausblasstrahl E reinigt dabei den Ansaugkanal 22 und auch die Saugdüse 20 und
tritt als Abblasstrahl F aus der Saugdüse 20 aus.
[0031] Um den Vorgang des Ausblasens effizienter zu gestalten, kann im Ansaugkanal 22 im
Bereich vor der der Einmündung 25 auch mittels eines steuerbaren Ventils oder einer
Klappe verschlossen werden, so dass der Staubereich C sich besser ausbildet und der
Ausblasstrahl E stärker wird.
[0032] Nachteilig an der Lösung nach Figur 3 ist, dass nur der obere Bereich des Ansaugkanals
22 und die Saugdüse 20 freigeblasen werden, wohingegen der Ejektoreinsatz 40 eher
noch mehr mit Schmutz belastet wird.
[0033] In den Figuren 4A und 4B ist eine weitere erfindungsgemäße Variante der Einrichtung
zum Reinigen des Ejektorsystems dargestellt. Diese vermeidet die zusätzliche Belastung
des Ejektoreinsatzes 40 und sorgt mittels der Reinigungsluftstöße für eine Reinigung
auch der Ejektoreinsätze 40 aller Ejektorsysteme.
[0034] In Figur 4A ist die Grundfunktion der Saugerleiste 12 in einer Position zu Erfassung
eines Bogenmaterials 28 an der Oberfläche einer Speichertrommel (Bogenführungszylinder
9) dargestellt. Die Saugerleiste 12 ist dabei mittels eines Kurven- oder Schwenkgetriebes
aus einer Grundposition herausgekippt, so dass die Saugdüsen 20 parallel zur strichliiert
angedeuteten Oberfläche der Speichertrommel (Bogenführungszylinder 9) liegen und dort
das Bogenmaterial 28 an seiner Hinterkante 29 erfassen können.
[0035] Das Bogenmaterial 28 wird durch Unterdruck mittels eines Ansaugstrahls B gegen die
Saugdüse 20 angesaugt. Der Ansaugstrahl B wird von dem Druckluftstahl A an der Einmündung
25 nach dem Venturi-Prinzip erzeugt. Der Druckluftstrahl A und der Ansaugstahl B bilden
nach der Einmündung 25 zusammen den kombinierten Luftstrahl D, der aus einer entsprechenden
Ausströmöffnung 24 eines jeden Ejektorsystems der Saugerleiste 12 austritt.
[0036] In Figur 4B ist die zweite Variante der erfindungsgemäßen Lösung dargestellt, wobei
hier nur eine erste Ausführungsform dargestellt ist.
Durch Verschluss der Ausströmöffnung 24 des Ejektorsystems bei gleichzeitig anliegendem
Luftdruck an der Einströmöffnung 21 entsteht zwischen der Einmündung 25 und der Ausströmöffnung
24 ein Staubereich C. Dadurch wird die Druckluft des Druckluftstrahls A auf einem
dem Saugstrahl B (siehe Fig. 4A) entgegen gerichteten Ausblasstrahl E durch den Saugkanal
22 des Ejektorsystems getrieben. Dadurch kann dort eingetragener Schmutz wieder ausgeblasen
und die Saugdüse 20 wieder frei gemacht werden.
[0037] Die generelle Abdichtung der Ausströmöffnungen 24 an der Saugerleiste 12 für alle
enthaltenen Ejektorsysteme kann auch infolge der Bewegung der Saugerleiste 12 erfolgen.
Hier ist dargestellt, dass die Bewegung als Schwenkbewegung 27 ausgeführt wird, wie
vorher bereits erwähnt und in den Figuren 4A und 4B erkennbar dargestellt ist. Dabei
nimmt die Saugerleiste 12 zwischen den zyklischen Saugaktivitäten zum Greifen, Halten
und Transportieren der zu wendenden Bogenmaterialien 28 immer eine definierte Ausgangsposition
ein, in der eine funktionelle Pause vorgesehen ist. Diese Ausgangsposition ist in
Figur 4B dokumentiert. In dieser Position sind die Ausströmöffnungen 24 der Ejektorsysteme
gegen einen an einer Zylinderwandung 31 der Wendetrommel 10 angeordneten Dichtanschlag
32 positioniert und damit verschlossen. Der Dichtanschlag 32 kann dabei stärker elastisch
und fest positioniert sein oder er kann weniger stark elastisch und in der Position
zur Saugerleiste 12 einstellbar angeordnet sein. Der Dichtanschlag 31 und besteht
vorzugsweise aus einem elastischen Material das Belastungswechsel in hoher Zyklusanzahl
aushält.
Damit werden die Ausströmöffnungen 24 bei jedem Bewegungszyklus der Saugerleiste 12
einmal von dem Dichtanschlag verschlossen.
[0038] Als weitere Variante kann ein Verschluss der Ausströmöffnung 24 mittels eines Verschlusselementes
erfolgen, dass von außen oder von einer Steuerung bedient wird. Anstatt eines festen
Dichtanschlags 31 kann daher der Saugerleiste 12 auch ein Verschlussmechanismus zugeordnet
sein, bei dem ein Verschlusselement infolge der Schwenkbewegung 27 getriebetechnisch
gegen die Ausströmöffnungen 24 gedrückt oder positioniert werden kann.
Weiterhin kann an den Ausströmöffnungen 24 je ein anstellbares Verschlusselement oder
ein schaltbares Ventil vorgesehen sein. Dann kann die Ausströmöffnung 24 in einem
zum Arbeitstakt der jeweiligen Saugdüse 20 versetzten Reinigungstakt gesteuert verschlossen
werden.
[0039] Als weitere Variante kann auf manuellem Weg ein Verschluss der Ausströmöffnung 24
durch einen Bediener zu einem Zeitpunkt außerhalb des Maschinenbetriebes erfolgen.
Dies wird vorzugsweise in einem Wartungszyklus also außerhalb der Betriebszeit der
Wendeeinrichtung durchgeführt. Dabei entsteht die vorteilhafte Wirkung, dass keine
zusätzlich störenden Luftverwirbelungen in den Bereich des Bogentransports an der
Wendetrommel 10 eingetragen werden. Außerdem wird so der Luftverbrauch reduziert.
[0040] In der zuvor genannten funktionellen Pause können ebenso auch automatisch Reinigungsblasluftstöße
von den Druckluftversorgern ausgeführt werden. Es kann aber auch in allen funktionellen
Pausen jeweils ein Reinigungsblasluftstoß erfolgen
[0041] Damit ergeben sich folgende Möglichkeiten für ein Reinigungsverfahren, bei dem Schmutz
aus dem Ansaugkanal 22 und dem Bereich der Saugdüse 20 einer Saugerleiste 12 ausgeblasen
wird:
- [A] Einblasen von Reinigungsluft in eine Belüftungsöffnung 30 am Ansaugkanal 22 des
Ejektorsystems zur Reinigung von Ansaugkanal 22 und Saugdüse 20..
- [B] Einblasen von Reinigungsluft in Strömungskanal 23 einer Saugerleiste 12 (ohne
Belüftungsöffnung am Ansaugkanal 22); Reinigungsluft wird bei geschlossener Ausströmöffnung
24 in Einströmöffnung 21 geblasen, so dass das gesamte Ejektorsystem gereinigt wird.
[0042] Zur Verfahrensvariante [A] sind wiederum Varianten möglich.
[A.1] Der Druckluftstoß zur Reinigung kann bei zugeschalteter oder bei abgeschalteter
Druckluft an der Einströmöffnung 21 erfolgen.
[A.2] Der Druckluftstoß zur Reinigung erfolgt, wobei die Verbindung zwischen Absaugkanal
22 und Strömungskanal 23 aktiv über ein Ventil im Reinigungstakt verschlossen wird.
[0043] Zur Verfahrensvariante [B] sind wiederum Varianten möglich.
[B.1] Der Verschluss der Ausströmöffnung 24 durch eine Bewegung der Saugerleiste 12
mit Anstellen der Ausströmöffnung 24 gegen einen Verschlusskörper (Dichtanschlag 32).
[B.2] Der Verschluss der Ausströmöffnung 24 kann manuell durch den Bediener realisiert
werden
[B.3] Der Verschlusskörper kann zur Ausströmöffnung 24 hin bewegt werden, wenn gereinigt
werden muss.
[B.4] Die Ausströmöffnung 24 wird aktiv über ein Ventil verschlossen, wobei dieses
Ventil die geforderten Schaltzeiten realisieren muss.
[0044] Die Blasluftstöße können mit den vorhandenen Ventilanordnungen 14 und der vorhandenen
Steuerungseinrichtung 19 realisiert werden. Dabei können die Reinigungsblasluftstöße
können zyklisch oder frei wählbar eingeleitet werden.
Grundfunktionen der Wendetrommel:
[0045] Die Wendetrommel 10 umfasst wenigstens eine schwenkbare Saugerleiste 12. Mittels
funktioneller Umstellung der Wendetrommel 10 kann die Bogendruckmaschine wahlweise
im Schöndruck oder im Schön- und Widerdruck betrieben werden. Im Schön- und Widerdruck
wird die Wendetrommel 10 in Widerdruckeinstellung betrieben. Dabei wird ein Bogenmaterial
28 an dessen Hinterkante mittels der Saugdüsen 20 an der Saugerleiste 12 von einem
der Wendetrommel 10 vorgeordneten Bogenführungszylinder 9 (bei Drei-Trommel-Wendung)
oder einem Gegendruckzylinder 7 (bei Eintrommelwendung) abgenommen und weiteren Greifern,
der Wendetrommel 10 zugeführt.
Jede Saugerleiste 12 ist mit Saugdüsen 20 und Ejektorsystemen, die aus Einströmöffnungen
21, Strömungskanälen 23, Ansaugkanälen 22 und Ausströmöffnungen 24 bestehen, versehen
und aus einem Profilkörper gebildet.
Jeder Saugerleiste 12 kann ein eigener Verteiler 13 und eine eigene Ventilanordnung
14 zugeordnet sein, wobei diese an der Wendetrommel 10 angeordnet sind. Jede Ventilanordnung
14 ist schaltungs- und signaltechnisch mit einer Steuerungseinrichtung 19 gekoppelt.
Je ein Schaltventil der Ventilanordnung 14 kann mit je einer Saugdüse 20 oder mit
einer Gruppe von Saugdüsen 20 einer Saugerleiste 12 in Wirkverbindung stehen. Es kann
auch ein Schaltventil der Ventilanordnung 14 mit sämtlichen Saugdüsen 20 einer Saugerleiste
12 in Wirkverbindung sein.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- - Druckformzylinder
- 2
- - Gummituchzylinder
- 3
- - Farbwerk
- 4
- - Feuchtwerk
- 5
- - Förderrichtung
- 6
- - Bogenführungszylinder (Transfertrommel)
- 7
- - Bogenführungszylinder (Gegendruckzylinder)
- 8
- - Bogenführungszylinder (Transfertrommel)
- 9
- - Bogenführungszylinder (Speichertrommel)
- 10
- - Wendetrommel
- 11
- - Bogenleiteinrichtung
- 12
- - Saugerleiste
- 13
- - Verteiler (für Druckluft)
- 14
- - Ventilanordnung
- 15
- - Drehdurchführung
- 16
- - Druckluftquelle
- 17
- - Achse
- 18
- - Luftleitung (Druckluftleitung)
- 19
- - Steuerungseinrichtung
- 20
- - Saugdüse
- 21
- - Einströmöffnung
- 22
- - Ansaugkanal
- 23
- - Strömungskanal
- 24
- - Ausströmöffnung
- 25
- - Einmündung
- 26
- - Freiraum
- 27
- - Schwenkbewegung
- 28
- - Bogenmaterial
- 29
- - Hinterkante
- 30
- - Belüftungsöffnung
- 31
- - Zylinderwandung
- 32
- - Dichtanschlag
- 40
- - Ejektoreinsatz
- 41
- - Rohrelement
- 41A
- - Durchlass
- 42
- - Öffnung, Ansaugöffnung, Bohrung
- 43
- - Dichtelement
- 44
- - Dichtelement
- 45
- - Ringraum
- A
- - Druckluftstrahl
- B
- - Ansaugstrahl
- C
- - Staubereich
- D
- - kombinierter Luftstrahl
- E
- - Abblasstrahl
- F
- - Ausblasstrahl
- I
- - Druckwerk
- II
- - Druckwerk
- III
- - Wendeeinrichtung
1. Bogenführungszylinder mit wenigstens einer pneumatisch steuerbaren Bogenhaltevorrichtung
für eine Verarbeitungsmaschine, umfassend zumindest eine Saugerleiste (12) mit in
Abständen angeordneten Saugdüsen (20) zum Fixieren von Bogenmaterial und eine leitungsseitig
verbundene Druckluftquelle (16),
wobei jede Saugdüse (20) einer Saugerleiste (12) mit einem Ejektorsystem gekoppelt
ist, welches als aus einer Einströmöffnung (21) mit einem Strömungskanal (23), einer
an diesem endseitig angeordneter Ausströmöffnung (24), einem Ansaugkanal (22), welcher
an einer Einmündung (25) in den Strömungskanal (23) einmündet bestehend ausgebildet
ist,
wobei mehrere oder alle Einströmöffnungen (21) mit einem Luftsteuerungssystem (13,
14, 19) und mit einer Druckluft erzeugenden Druckluftquelle (16) gekoppelt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass in jedem Ejektorsystem innerhalb des Strömungskanals (23) im Bereich der Einmündung
(25) des Ansaugkanals (22) ein durch Druckluft einen Unterdruck generierender Ejektoreinsatz
(40) vorgesehen ist,
wobei der Ejektoreinsatz (40) einen zylindrischer Durchlass (41A) aufweist, der sich
in Längsrichtung des Strömungskanals (23) erstreckt,
dass Mittel zur Erzeugung eines entgegen der Saugrichtung gerichteten Blasluftstosses
durch die Ejektorsysteme und/oder mehrere oder alle Saugdüsen (20) vorgesehen sind,
wobei die umfangsseitigen Öffnungen der Saugdüsen (20) während der Ausführung des
Blasluftstosses freigelegt sind.
2. Bogenführungszylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel zur Erzeugung eines entgegen der Saugrichtung gerichteten Blasluftstosses
durch die Ejektorsysteme und mehrere oder alle Saugdüsen (20) vorgesehen sind.
3. Bogenführungszylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Saugerleiste (12) in einer Wendetrommel (10) angeordnet ist und zur Erfassung
und Weiterleitung von Bogenmaterial (28) im Wendebetrieb eine Schwenkbewegung (27)
ausführend derart angeordnet ist, dass die Saugerleiste (12) nach Abgabe eines ersten
Bogenmaterials (28) und vor Aufnahme eines folgenden zweiten Bogenmaterials (28) eine
Ausgangsposition einnimmt, und dass ein in der Ausgangsposition wirkendes Mittel zur
Umleitung der Druckluft vorgesehen ist..
4. Bogenführungszylinder nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass an oder in Verbindung mit der Wendetrommel (10) ein oder mehrere allen Ausströmöffnungen
(24) aller Saugdüsen (20) der Saugerleiste (12) zugeordnete Dichtelemente angeordnet
sind, wobei die Dichtelemente als in der Ausgangsposition wirkend angeordnet sind.
5. Bogenführungszylinder nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass an oder in Verbindung mit der Wendetrommel (10) ein allen Ausströmöffnungen (24)
aller Saugdüsen (20) der Saugerleiste (12) zugeordneter Dichtanschlag (32) vorgesehen
ist, wobei der Dichtanschlag (32) die Ausströmöffnungen (24) der Saugerleiste (12)
in der Ausgangsposition abdichtend angeordnet ist.
6. Bogenführungszylinder nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass an oder in Verbindung mit der Wendetrommel (10) ein allen Ausströmöffnungen (24)
aller Saugdüsen (20) der Saugerleiste (12) zugeordneter steuerbares Verschlusselement
vorgesehen ist, wobei das Verschlusselement in der Ausgangsposition abdichtend gegen
die Ausströmöffnungen (24) der Saugerleiste (12) positionierbar ist.
7. Bogenführungszylinder nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass an oder in Verbindung mit der Wendetrommel (10) ein allen Ausströmöffnungen (24)
aller Saugdüsen (20) der Saugerleiste (12) zugeordneter manuell bedienbares Verschlusselement
vorgesehen ist, wobei das Verschlusselement in der Ausgangsposition abdichtend gegen
die Ausströmöffnungen (24) der Saugerleiste (12) positionierbar ist.
8. Bogenführungszylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass an jeder Saugleiste zu jedem Ejektorsystem eine Belüftungsöffnung (30) an dem Ansaugkanal
(22) angeordnet ist und dass zu jeder Belüftungsöffnung (30) eine Druckluftzuführung
vorgesehen ist, über die mittels einer durch eine Steuerungseinrichtung (19) steuerbaren
Ventilanordnung (14, 14') Druckluft in den Absaugkanal (22) einleitbar ist.
9. Bogenführungszylinder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass die Ventilanordnung (14, 14') mit jeder Saugdüse (20) der Saugerleiste (12) derart
gekoppelt ist, das bei Einleitung von Blasluft in den Absaugkanal (22) keine Blasluft
in die Einströmöffnung (21) eingeleitet wird,
oder dass eine Verschlusseinrichtung im Absaugkanal (22) vorgesehen ist, die der Einmündung
(25) vorgelagert ist.
1. A sheet guiding cylinder having at least one pneumatically controllable sheet holding
device for a processing machine, comprising at least one suction cup strip (12) with
suction nozzles (20) arranged spaced for fixing sheet material and a compressed-air
source (16) connected on the line side,
wherein each suction nozzle (20) of a suction cup strip (12) is coupled to an ejector
system which is designed as consisting of an inflow opening (21) with a flow channel
(23), an outflow opening (24) arranged on the same on the end side, a suction channel
(22) which opens into the flow channel (23) at a mouth (25),
wherein more or all inflow openings (21) are coupled to an air control system (13,
14, 19) and to a compressed-air source (16) generating compressed air,
characterized in
that in each ejector system within the flow channel (23) in the region of the mouth (25)
of the suction channel (22) an ejector insert (40) generating a negative pressure
through compressed air is provided,
wherein the ejector insert (40) comprises a cylindrical passage (41A) which extends
in longitudinal direction of the flow channel (23),
in that means for generating a blowing air blast directed against the suction direction
through the ejector systems and/or multiple or all suction nozzles (20) are provided,
wherein the circumferential openings of the suction nozzles (20) are opened during
the execution of the blowing air blast.
2. The sheet guiding cylinder according to claim 1,
characterized in
that means for generating a blowing air blast directed against the suction direction through
the ejector systems and multiple or all suction nozzles (20) are provided.
3. The sheet guiding cylinder according to claim 1 or 2, characterized in that each suction cup strip (12) is arranged in a turning drum (10) and is arranged performing
a pivot movement (27) for grasping and passing on sheet material (28) in turning mode
in such a manner that the suction cup strip (12) following discharge of a first sheet
material (28) and prior to accepting a following second sheet material (28) assumes
a starting position, and in that a means acting in the starting position for diverting the compressed air is provided.
4. The sheet guiding cylinder according to claim 3,
characterized in
that on or in connection with the turning drum (10) one or more sealing elements assigned
to all outflow openings (24) of all suction nozzles (20) of the suction cup strip
(12) are arranged, wherein the sealing elements are arranged as acting in the starting
position.
5. The sheet guiding cylinder according to claim 3 or 4,
characterized in
that on or in connection with the turning drum (10) a sealing stop (32) assigned to all
outflow openings (24) of all suction nozzles (20) of the suction cup strip (12) is
provided, wherein the sealing stop (32) is arranged sealing the outflow openings (24)
of the suction cup strip (12) in the starting position.
6. The sheet guiding cylinder according to claim 3 or 4,
characterized in
that on or in connection with the turning drum (10) a controllable closure element assigned
to all outflow openings (24) of all suction nozzles (20) of the suction cup strip
(12) is provided, wherein the closure element is positionable in the starting position
sealing against the outflow openings (24) of the suction cup strip (12).
7. The sheet guiding cylinder according to claim 3 or 4,
characterized in
that on or in connection with the turning drum (10) a manually operable closure element
assigned to all outflow openings (24) of all suction nozzles (20) of the suction cup
strip (12) is provided, wherein the closure element in the starting position is positionable
sealing against the outflow openings (24) of the suction cup strip (12).
8. The sheet guiding cylinder according to claim 1,
characterized in
that on each suction cup strip to each ejector system a ventilation opening (30) is arranged
on the suction channel (22) and in that to each ventilation opening (30) a compressed-air
feed is provided, via which, by means of a valve arrangement (14, 14') that is controllable
by a control device (19), compressed air can be directed into the suction channel
(22).
9. The sheet guiding cylinder according to claim 8, characterized in that the valve arrangement (14, 14') is coupled to each suction nozzle (20) of the suction
cup strip (12) in such a manner that when blowing air is directed into the suction
channel (22) no blowing air is directed into the inflow opening (21), or in that a closure device is provided in the suction channel (22) which is located upstream
of the mouth (25).
1. Cylindre de guidage de feuilles, comportant au moins un dispositif de retenue de feuilles
pouvant être commandé par système pneumatique pour machine de traitement, comprenant
au moins une baguette d'aspiration (12) dotée de buses d'aspiration disposées à intervalle
(20) pour la fixation de feuilles de matériau et une source d'air comprimé raccordée
au niveau de la canalisation (16),
chaque buse d'aspiration (20) d'une baguette d'aspiration (12) étant couplée à un
système éjecteur qui est réalisé sous forme d'un orifice d'afflux (21) avec un canal
d'écoulement (23), d'un orifice d'évacuation disposé à son extrémité (24), d'un canal
d'aspiration (22) qui est constitué à une embouchure (25) existante débouchant dans
le canal d'écoulement (23),
plusieurs ou la totalité des orifices d'afflux (21) étant couplés à un système de
commande d'air (13, 14, 19) et à une source d'air comprimé (16) générant de l'air
comprimé,
caractérisé en ce
que, dans chaque système éjecteur à l'intérieur du canal d'écoulement (23), au niveau
de l'embouchure (25) du canal d'aspiration (22), un insert éjecteur (40) générant
une dépression grâce de l'air comprimé est prévu,
l'insert éjecteur (40) présentant un passage cylindrique (41A) qui s'étend dans le
sens longitudinal du canal d'écoulement (23),
que des moyens de génération d'un choc d'air soufflé dirigé dans le sens inverse au sens
d'aspiration par les systèmes éjecteurs et/ou plusieurs de la totalité des buses d'aspiration
(20) sont prévus,
les orifices situés au niveau de la circonférence des buses d'aspiration (20) étant
libérés pendant l'exécution du choc d'air soufflé.
2. Système de guidage de feuilles selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'il est prévu des moyens de génération d'un choc d'air soufflé dirigé dans le sens
inverse du sens d'aspiration par les systèmes éjecteurs et plusieurs de la totalité
des buses d'aspiration (20).
3. Système de guidage de feuilles selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que chaque baguette d'aspiration (12) est disposée dans un tambour tournant (10) et que,
pour détecter et retransférer des feuilles de matériau (28) en mode tournant en exécutant
un mouvement de pivotement (27) de manière à ce que la baguette d'aspiration (12),
après le dépôt d'une première feuille de matériau (28) et avant le prélèvement d'une
seconde feuille de matériau suivante (28), prenne une position initiale et qu'il est
prévu un moyen agissant en position initiale pour dévier l'air comprimé.
4. Système de guidage de feuilles selon la revendication 3,
caractérisé en ce
que sont disposés, au niveau du ou en liaison avec le tambour tournant (10), un ou plusieurs
éléments d'étanchéité associés à tous les orifices d'évacuation (24) de toutes les
buses d'aspiration (20) de la baguette d'aspiration (12), les éléments d'étanchéité
étant disposés de manière à agir dans la position initiale.
5. Système de guidage de feuilles selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce
que, au niveau du ou en liaison avec le tambour tournant (10), il est prévu une butée
d'étanchéité (32) associée à tous les orifices d'évacuation (24) de toutes les buses
d'aspiration (20) de la baguette d'aspiration (12), la butée d'étanchéité (32) étant
disposée de manière à colmater les orifices d'évacuation (24) de la baguette d'aspiration
(12) dans la position initiale.
6. Système de guidage de feuilles selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce que,
au niveau du ou en liaison avec le tambour tournant (10), un élément de fermeture
contrôlable associé à tous les orifices d'évacuation (24) de toutes les buses d'aspiration
(20) de la baguette d'aspiration (12) est prévu, l'élément de fermeture pouvant être
positionné de manière à établir en position initiale une isolation par rapport aux
orifices d'évacuation (24) de la baguette d'aspiration (12).
7. Système de guidage de feuilles selon la revendication 3 ou 4,
caractérisé en ce
qu'au niveau du ou en liaison avec le tambour tournant (10), un élément de fermeture
actionnable manuellement associé à tous les orifices d'évacuation (24) de toutes les
buses d'aspiration (20) de la baguette d'aspiration (12) est prévu, l'élément de fermeture
pouvant être positionné de manière à établir en position initiale une isolation par
rapport aux orifices d'évacuation (24) de la baguette d'aspiration (12).
8. Système de guidage de feuilles selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que, au niveau de chaque baguette d'aspiration pour chaque système éjecteur, un orifice
d'aération (30) est pratiqué au niveau du canal d'aspiration (22) et qu'il est prévu
pour chaque orifice d'aspiration (30) une alimentation en air comprimé par laquelle
de l'air comprimé peut être introduit dans le canal d'aspiration (22) au moyen d'un
dispositif à soupape (14, 14') contrôlable par un dispositif de commande (19).
9. Système de guidage de feuilles selon la revendication 8,
caractérisé en ce
que le dispositif à soupape (14, 14') est couplé à chaque buse d'aspiration (20) de la
baguette d'aspiration (12) de manière à ce que, lors de l'introduction d'air soufflé
dans le canal d'aspiration (22), aucun air soufflé ne soit introduit dans l'orifice
d'afflux (21)
ou qu'il est prévu dans le canal d'aspiration (22) un dispositif de fermeture qui
est situé en amont de l'embouchure (25).