[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gestängesystem einer Antriebsvorrichtung einer
zweiflügeligen Drehflügeltür, eine Antriebsvorrichtung einer zweiflügeligen Drehflügeltür
sowie ein Verfahren für die Montage eines entsprechenden Gestängesystems.
[0002] Es ist bekannt, dass zweiflügelige Drehflügeltüren Antriebsvorrichtungen aufweisen
können. Diese sind üblicherweise mit Antrieben versehen, welche in der Lage sind,
insbesondere elektromotorisch, ein Öffnen und Schließen des jeweiligen Türflügels
zur Verfügung zu stellen. Bei zweiflügeligen Drehflügeltüren ist dabei zu unterscheiden
zwischen dem sogenannten Standflügel und dem sogenannten Gangflügel. Dabei handelt
es sich um zwei unterschiedliche Türflügel, welche im geschlossenen Zustand miteinander
zumindest teilweise über einen Falz überlappen. Dementsprechend ist für das Schließen
der doppelflügeligen Drehflügeltür dieser Ausbildungsform die Schließreihenfolge entscheidend,
um ein Verklemmen der beiden Türflügel gegeneinander zu verhindern. Auch ist es bekannt,
dass solche Drehflügeltüren als Brandschutztüren ausgebildet sind, sodass über eine
mechanische Schließvorrichtung unter einer vorgespannten Schließfeder die Schließbewegung
auch ohne elektromotorische Unterstützung stattfinden kann. Um sicherzustellen, dass
die beschriebene Schließfolgeregelung eingehalten wird, ist hierfür bei bekannten
Antriebsvorrichtungen eine Bremsvorrichtung vorgesehen, wie sie zum Beispiel die Dokumente
DE 10 2009 004 506 A1 oder
DE 10 2009 004 498 A1 beschreiben. Die Funktionsweise für die Schließfolgeregelung wird über die Aktivierung
der Bremsvorrichtung erreicht. So wird beim Freigeben der mechanischen Schließkraft
diese zuerst auf den Standflügel ausgeübt, und während dessen Bewegung über die Bremsvorrichtung
in aktivierter Ausbildungsform der Gangflügel gebremst bzw. stillgehalten. Über ein
Gestängesystem wird erkannt, wann der Standflügel seine Schließposition erreicht hat
bzw. nahezu erreicht hat. Erst zu diesem Zeitpunkt wird die Bremsvorrichtung gelöst,
sodass die mechanische Schließkraft nun das Schließen des Gangflügels durchführen
kann.
[0003] Nachteil bei bekannten Antriebsvorrichtungen ist es, dass das notwendige Gestängesystem
relativ aufwändig ausgebildet ist. Insbesondere die notwendige Rückstellvorrichtung
für das Gestängesystem, welche in der Lage ist, die entsprechende Stange, welche eine
Regelstange sein kann, wieder in die Ausgangsposition zurückzuziehen, ist relativ
aufwändig gestaltet. Besonders nachteilhaft ist der notwendige Platzbedarf für diese
Rückstellvorrichtung. Ein Verzicht auf die Rückstellvorrichtung ist jedoch nicht möglich,
da ansonsten keine Rückbewegung eines als Spreizdorn ausgebildeten Stangenendes des
Gestängesystems aus dem Eingriff in der Bremsvorrichtung mehr möglich wäre. Somit
wäre ein Schließen der Bremse nach Beendigung der Türbewegung nicht mehr möglich oder
nur mit hohem Aufwand.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile
zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
in kostengünstiger und einfacher Weise die Herstellung und/oder die Montage der Rückstellvorrichtung
bzw. des Gestängesystems bevorzugt mit geringer Fehleranfälligkeit zu gewährleisten.
[0005] Voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Gestängesystem mit den Merkmalen des
Anspruchs 1, einer Antriebsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 7 sowie ein
Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 8. Weitere Merkmale und Details der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei
gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Gestängesystem
beschrieben sind, selbstverständlich auch in Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen
Antriebsvorrichtung sowie dem erfindungsgemäßen Verfahren und jeweils umgekehrt, sodass
bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig
Bezug genommen wird bzw. werden kann.
[0006] Ein erfindungsgemäßes Gestängesystem gemäß Anspruch 1 in einer Antriebsvorrichtung
einer zweiflügeligen Drehflügeltür ist mit einer Rückstellvorrichtung ausgestattet.
Diese Rückstellvorrichtung weist einen ersten Anschlag und einen zweiten Anschlag
auf, zwischen welchen sich eine Federvorrichtung erstreckt. Dabei weist der erste
Anschlag einen Befestigungsabschnitt für die Befestigung an der Antriebsvorrichtung
gegen eine Translationsbewegung auf. Der zweite Anschlag weist einen Kraftübertragungsabschnitt
für eine Kraftübertragung zur translatorischen Bewegung einer Stange des Gestängesystems
auf. Dabei beaufschlagt die Federvorrichtung über den Kraftübertragungsabschnitt die
Stange in eine erste Richtung mit einer Kraft. Die Stange erstreckt sich zumindest
abschnittsweise durch die Federvorrichtung, den ersten Anschlag und den zweiten Anschlag.
[0007] Ein erfindungsgemäßes Gestängesystem wird in der Antriebsvorrichtung für die Aktivierung
und für die Rückstellung der Bremsvorrichtung des zugehörigen Antriebs der Antriebsvorrichtung
für den Gangflügel verwendet. Damit kann die Regelung der Schließfolge zwischen Standflügel
und Gangflügel in der bereits beschriebenen Weise erfolgen. Für die Rückstellung des
Gestängesystems, insbesondere der als Regelstangen ausgebildeten Stangen mit einem
Spreizdorn am Ende, welcher in entsprechende Bremsbacken der Bremsvorrichtung der
Antriebsvorrichtung eingreifen kann, ist die Rückstellvorrichtung vorgesehen. So wird
die Bewegung in die deaktivierende Position für die Bremsvorrichtung durch entsprechende
Schlittenbewegungen des jeweiligen Antriebs der Antriebsvorrichtung zur Verfügung
gestellt. Die Rückbewegung ist jedoch nicht möglich, da in der entgegengesetzten Bewegungsrichtung
ein Entkoppeln zwischen dem jeweiligen Schlitten des Antriebs der Antriebsvorrichtung
und der Stange bzw. den Stangen des Gestängesystems erfolgt. Dementsprechend ist für
die Rückstellbewegung, für das Herausziehen des Spreizdorns und damit das Aktivieren
der Bremsvorrichtung, wie sie ausführlich in den in der Einleitung beschriebenen Dokumenten
erläutert werden, eine separate Rückstellvorrichtung notwendig.
[0008] Eine Federvorrichtung erstreckt sich im Sinne der vorliegenden Erfindung zwischen
den beiden Anschlägen und spannt diese vorzugsweise auf diese Art gegeneinander vor.
Dabei kann die Federvorrichtung jede beliebige federelastische Ausbildung haben. Beispielsweise
sind Elastomermaterialien denkbar, um die Federvorrichtung auszubilden. Jedoch sind
insbesondere Federvarianten in Form von Federelementen aus Stahl bevorzugt. Dabei
handelt es sich um eine Spiralfeder.
[0009] Die Federvorrichtung ist derart zwischen den beiden Anschlägen vorgespannt, dass
eine Kraft über den Kraftübertragungsabschnitt auf die Stange in einer ersten Richtung
übertragen wird. Diese erste Richtung entspricht der Rückstellrichtung der entsprechenden
Stange und damit der Bewegung der Stange aus der Bremsvorrichtung heraus. Mit anderen
Worten wird beim Lösen der Bremsvorrichtung und damit beim Hineindrücken des Stangenendes
in Form eines Spreizdorns zum Lösen der Bremsbacken der Bremsvorrichtung eine Bewegung
entgegen der Federkraft der Federvorrichtung erzwungen. Die Feder wird dementsprechend
gestaucht und die Federkraft steigt an. Fehlt nun die zugehörige Haltekraft in dieser
Position, zum Beispiel durch einen dann nicht mehr kontaktierenden Schlitten eines
entsprechenden Antriebs der Antriebsvorrichtung, nämlich weil der Standflügel beispielsweise
geöffnet wird, so kann die nunmehr weiter vorgespannte Federkraft der Federvorrichtung
die Rückstellbewegung der Stange und damit ein Herausziehen des Stangenendes, welches
als Spreizdorn ausgebildet sein kann, erzwingen. Die Rückstellbewegung wird dabei
durch eine Reduktion der Vorspannkraft in der Federvorrichtung erzielt.
[0010] Ein wesentlicher Vorteil der vorliegenden Erfindung ist die deutliche Reduktion des
notwendigen Bauraums. Durch die Kombination des Bauvolumens zwischen Federvorrichtung,
erstem Anschlag, zweitem Anschlag und der Stange des Gestängesystems wird eine Reduktion
des Platzbedarfes erzielt. Damit kann auch eine Teilereduktion stattfinden, sodass
auch der Herstellaufwand hinsichtlich Zeitbedarf und Kosteneinsatz verbessert werden
kann.
[0011] Ebenfalls von Vorteil ist bei einem erfindungsgemäßen Gestängesystem die vereinfachte
Montage. So dient die Stange gleichzeitig als Führung für die Federvorrichtung, sodass
eine Fehlmontage mit höherer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Auch wird
auf diese Weise die Kraftübertragung besonders einfach möglich, da insbesondere Kippmomentübertragungen
zwischen der Federvorrichtung und der Stange reduziert oder sogar gänzlich vermieden
werden. Die Montage wird damit weniger fehleranfällig und darüber hinaus die Einstellung
der gewünschten Vorspannkraft der Feder verbessert.
[0012] Unter einem Befestigungsabschnitt ist im Sinne der vorliegenden Erfindung jede Form
der Befestigung zu verstehen, welche eine translatorische Bewegung des ersten Anschlags
relativ zur Antriebsvorrichtung verhindert. So kann beispielsweise eine klemmende
oder reibschlüssige Verbindung vorgesehen sein. Auch aktive Befestigungen mit Hilfe
von Befestigungsmitteln, wie zum Beispiel Schrauben oder Stanznieten, sind im vorliegenden
Erfindungsfall denkbar.
[0013] Das Gestängesystem kann eine oder mehrere Stangen aufweisen. Insbesondere ist es
bevorzugt, wenn für eine erleichterte Montage separate Stangen, also eine erste Stange,
welche auch als Gangflügelstange bezeichnet werden kann, und eine zweite Stange, welche
auch als Standflügelstange bezeichnet werden kann, vorgesehen sind. Diese separaten
Stangen sind miteinander über eine Koppelvorrichtung verbunden, die die Translationsbewegung
in beiden Richtungen zwischen den Stangen überträgt.
[0014] Die beiden Anschläge sind in erfindungsgemäßer Weise gegen die Vorspannkraft der
Feder relativ zueinander bewegbar. Da über den Befestigungsabschnitt der erste Anschlag
an der Antriebsvorrichtung befestigt angeordnet ist, kann sich dementsprechend relativ
zu diesem Anschlag und damit relativ zur Antriebsvorrichtung der zweite Anschlag unter
Vergrößerung der Vorspannkraft der Federvorrichtung bewegen. Die einzelnen Bauteile,
insbesondere die beiden Anschläge, sind dabei vorzugsweise aus einem Kunststoff, zum
Beispiel aus thermoplastischem Kunststoff, hergestellt. Eine besonders bevorzugte
Herstellweise ist ein Spritzgussverfahren für die beiden Bauteile der Anschläge. Bei
dem erfindungsgemäßen Gestängesystem weist die Federvorrichtung ein Federelement in
Form einer Spiralfeder auf, wobei sich die Stange parallel im Inneren der Federwicklungen
des Federelements erstreckt. Damit ist eine kostengünstige und besonders einfache
Ausgestaltung der Federvorrichtung gegeben. Insbesondere erstreckt sich die Stange
damit im Wesentlichen vollständig durch das Federelement in Form der Spiralfeder hindurch,
sodass der damit erzielte Vorteil hinsichtlich des benötigten Platzbedarfs maximiert
werden kann. Darüber hinaus sind Spiralfedern besonders einfache und kostengünstige
Bauteile, welche dementsprechend eine Kostenreduktion des gesamten Gestängesystems
erzielen können. Auch die Montage wird verbessert, da durch die Erstreckung der Stange
durch die Spiralfeder hindurch eine Stabilisierungswirkung gegen unerwünschtes Ausknicken
der Spiralfeder während der Montage erzeugt wird.
[0015] Erfindungsgemäß ist es darüber hinaus, wenn bei einem erfindungsgemäßen Gestängesystem
gemäß dem voranstehenden Absatz die Stangenachse der Stange und die Federachse des
Federelements parallel zueinander mit einem Montageabstand zueinander angeordnet sind.
Dieser Montageabstand ist größer als Null und kleiner als der Durchmesser des Federelements.
Damit wird ein Versatz möglich, welcher die Stange sozusagen innerhalb des Federelements
in einen Bereich seitlich bzw. oberhalb der Federachse verschiebt. Damit wird es möglich,
insbesondere bei einer Montage des Gestängesystems und der gesamten Antriebsvorrichtung
an der Oberseite der Drehflügeltür Bauraum zu gewinnen. Insbesondere bei möglichst
flachen Einbausituationen können hier Montagevorteile erzielt werden. Bei dem erfindungsgemäßen
Gestängesystem weist der erste Anschlag und/oder der zweite Anschlag Wandungen auf,
welche die Federvorrichtung umgeben. Diese Wandungen sind derart ausgebildet, dass
ein im Wesentlichen geschlossenes Gehäuse entsteht, um die Federvorrichtung einzuhausen.
Damit wird eine Sicherung gegen unerwünschte Einflussnahme von außen erzielt. Insbesondere
das Eindringen von Verschmutzungen wird auf diese Weise reduziert oder sogar gänzlich
verhindert. Bei der Ausbildung der Wandungen handelt es sich insbesondere um Kunststoffbauteile,
die vorzugsweise integral oder sogar monolithisch mit dem jeweiligen Anschlag ausgebildet
sind. Darüber hinaus bilden die Wandungen Anschläge nach außen, sodass auch während
dem Betrieb ein Ausknicken des Federelements verhindert wird. Die Wandungen geben
also einen möglichen maximalen Bewegungsraum für die Federvorrichtung vor. Von Vorteil
ist es weiter, wenn bei einem erfindungsgemäßen Gestängesystem der erste Anschlag
und der zweite Anschlag Führungsmittel aufweisen, für eine Führung einer Bewegung
des ersten Anschlags relativ zum zweiten Anschlag unter Veränderung der Federkraft
in der Federvorrichtung. Wie bereits erläutert worden ist, findet bei Bewegung des
Gestängesystems, insbesondere der Stangen des Gestängesystems, eine Relativbewegung
der beiden Anschläge zueinander unter Veränderung der Federkraft in der Federvorrichtung
statt. Diese Relativbewegung ist vorzugsweise geführt und damit in definierter Weise
vorgegeben. Beispielsweise kann der zweite Anschlag Führungsstifte als Führungsmittel
aufweisen, welche in entsprechende Führungsnuten bzw. Führungskulissen des ersten
Anschlags eingreifen. Damit wird eine definierte Bewegung vorgegeben und insbesondere
ein Verkippen der beiden Anschläge zueinander mit Bezug auf die notwendige Bewegungsfreiheit
vermieden. Selbstverständlich sind auch andere Ausbildungen der Führungsmittel denkbar.
[0016] Weiter ist es von Vorteil, wenn bei einem erfindungsgemäßen Gestängesystem der erste
Anschlag und der zweite Anschlag jeweils einen Stoppabschnitt aufweisen, welche die
Bewegung der beiden Anschläge relativ zueinander in wenigstens einer Richtung begrenzen.
Unter einem Stoppabschnitt ist dabei sozusagen ein Endanschlag zu verstehen, welcher
zumindest in der Richtung der Deaktivierung der Bremsvorrichtung einen Endpunkt für
die Relativbewegung der Anschläge zueinander setzt. Damit wird sichergestellt, dass
sich die Federvorrichtung nicht komplett entlädt und sich der Anschlag sozusagen von
der Federvorrichtung löst. Dies ist zu vermeiden, um die gewünschte Rückstellbewegung
auch tatsächlich gewährleisten zu können. Diese Stoppwirkung dient darüber hinaus
dazu, innerhalb der Montage eine gewünschte Vorspannkraft in der Federvorrichtung
einzustellen und beizubehalten. Dabei können die einzelnen Stoppabschnitte hinsichtlich
ihrer geometrischen Korrelation zueinander einstellbar ausgebildet sein, um durch
Reduktion des Maximalabstands der beiden Anschläge voneinander die Vorspannkraft zu
erhöhen. Für die Montage des erfindungsgemäßen Gestängesystems wird nach Aufsetzen
der Federvorrichtung auf den zweiten Anschlag diese gemeinsam mit dem zweiten Anschlag
in den ersten Anschlag eingeschoben, und dabei vorzugsweise verkippt. Nach einem Rückkippen
dient der jeweilige Stoppabschnitt dazu, ein Herausdrücken des zweiten Anschlags auf
Basis der Federkraft der Federvorrichtung zu verhindern.
[0017] Ebenfalls von Vorteil ist es, wenn bei einem erfindungsgemäßen Gestängesystem der
erste Anschlag und/oder der zweite Anschlag wenigstens einen Halteabschnitt für ein
Halten der Federvorrichtung, insbesondere in formschlüssiger Weise, aufweisen. Damit
kann ein solcher Halteabschnitt zum Beispiel als Federdorn ausgebildet sein. Der Halteabschnitt
weist beispielsweise einen Ansatz mit einer Fase auf, um ein Einfädeln der Federvorrichtung,
insbesondere in Form einer Spiralfeder, zu erleichtern. Auch wird je nach Länge des
Halteabschnitts ein seitliches Ausbrechen bzw. Ausklicken eines als Spiralfeder ausgebildeten
Federelements mit höherer Wahrscheinlichkeit vermieden.
[0018] Ebenfalls von Vorteil kann es sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Gestängesystem
der zweite Anschlag ausgebildet ist für eine verkippende Montage an dem ersten Anschlag
unter Vorspannung der Federvorrichtung. Da sich die Federvorrichtung zwischen den
beiden Anschlägen erstreckt, wird durch ein verkipptes Einsetzen des zweiten Anschlags
eine Bewegung des zweiten Anschlags in Richtung des ersten Anschlags nur unter Erhöhung
der Vorspannkraft der Federvorrichtung möglich. Nach dem Einsetzen und Erhöhen der
Vorspannkraft wird der zweite Anschlag wieder in seine vertikale Position gebracht,
sodass vorzugsweise die bereits beschriebenen Stoppabschnitte nun ein vollständiges
Herausdrücken des zweiten Anschlags durch die Federvorrichtung verhindern. Diese Bewegung
wird vorzugsweise mit einem expliziten Montagewerkzeug durchgeführt, welches vorzugsweise
einen Montageansatz aufweist, welcher am zweiten Anschlag angreifen kann. Beispielsweise
weist der zweite Anschlag eine zugehörige Öffnung für die Stange auf, wobei das Montagewerkzeug,
welches ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, über einen Montageansatz
mit gleichem oder ähnlichem geometrischen Erstreckungsquerschnitt eingreifen kann.
[0019] Ebenfalls von Vorteil ist es, wenn bei einem erfindungsgemäßen Gestängesystem der
zweite Anschlag einen Formschlussabschnitt aufweist für eine wenigstens abschnittsweise
formschlüssige Kontaktierung der Stange und/oder einer Koppelvorrichtung von benachbarten
Stangen, um ein Verkippen der Stange zu der Rückstellvorrichtung zu vermeiden. Dabei
handelt es sich insbesondere um einen radialen Formschluss, um die Kippsicherung zu
erzeugen. Eine Vermeidung von Verkippungen ist im technischen Sinne zu verstehen,
sodass selbstverständlich technisch zulässige Toleranzen für leichte Variationen des
Anstellwinkels der Stangen zum jeweiligen Anschlag zugelassen werden können. Beispielsweise
kann der Formschlussabschnitt als zylindrische bzw. runde Vertiefung ausgebildet sein,
um die entsprechende radiale Formschlusssicherung zur Verfügung zu stellen. Auch können
der Formschlussabschnitt und/oder die jeweilige Koppelvorrichtung mit einer Einfüllschräge
bzw. einer Fase versehen sein, um die Montage weiter zu erleichtern.
[0020] Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Antriebsvorrichtung einer
zweiflügeligen Drehflügeltür mit einem ersten Antrieb für den Antrieb einer Standflügels
und einem zweiten Antrieb für den Antrieb eines Gangflügels. Dabei weist jeder Antrieb
eine mechanische Schließvorrichtung für das Schließen der Drehflügeltür auf. Die Schließvorrichtung
des zweiten mechanischen Antriebs weist eine Bremsvorrichtung für das Bremsen des
Gangflügels zum Erreichen einer Schließfolge der Drehflügeltür auf. Eine erfindungsgemäße
Antriebsvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Bremsvorrichtung über ein
erfindungsgemäßes Gestängesystem kontrolliert wird. Dementsprechend bringt eine erfindungsgemäße
Antriebsvorrichtung die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug
auf ein erfindungsgemäßes Gestängesystem erläutert worden sind.
[0021] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren für die Montage
eines erfindungsgemäßen Gestängesystems, aufweisend die folgenden Schritte:
- Vorsehen des ersten Anschlags und des zweiten Anschlags,
- Anordnen der Federvorrichtung an dem zweiten Anschlag,
- Bewegen des zweiten Anschlags mit der Federvorrichtung in eine Relativposition zum
ersten Anschlag zur Ausbildung einer Vorspannung der Federvorrichtung,
- Anordnen einer Stange mit einer Erstreckung zumindest abschnittsweise durch die Federvorrichtung,
den ersten Anschlag und den zweiten Anschlag.
[0022] Unter der Ausbildung eines erfindungsgemäßen Gestängesystems bringt ein erfindungsgemäßes
Verfahren die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug auf ein erfindungsgemäßes
Gestängesystem erläutert worden sind. Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten
der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme
auf Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind.
Es zeigen schematisch:
- Fig. 1a
- eine Drehflügeltür in geöffneter Position,
- Fig. 1b
- die Drehflügeltür aus Fig. 1a in teilgeschlossener Position,
- Fig. 1c
- die Drehflügeltür der Fig. 1a und 1b in geschlossener Position,
- Fig. 2
- eine Ausführungsform einer Antriebsvorrichtung,
- Fig. 3
- eine Ausführungsform einer Bremsvorrichtung,
- Fig. 4
- eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gestängesystems,
- Fig. 5
- eine Ausführungsform einer Rückstellvorrichtung,
- Fig. 6
- die Ausführungsform der Fig. 5 im Querschnitt,
- Fig. 7
- die Ausführungsform der Fig. 5 und 6 in einem anderen Querschnitt,
- Fig. 8
- eine weitere Ausführungsform einer Rückstellvorrichtung und
- Fig. 9
- die Ausführungsform der Fig. 8 in einem Querschnitt.
[0023] Die Fig. 1a bis 1c zeigen eine Möglichkeit einer doppelflügeligen Drehflügeltür 200
mit einer Schließfolgeregelung. So weist diese Drehflügeltür einen Standflügel 210
und einen Gangflügel 220 auf. Diese beiden sind jeweils mit einem Falz versehen, sodass
eine definierte Schließfolge für ein komplettes Verschließen der Drehflügeltür 200
notwendig ist. Dementsprechend muss, wie in der Bewegung von Fig. 1a zu 1c dargestellt
ist, zuerst der Standflügel 210 und anschließend der Gangflügel 220 in die Schließposition
bewegt werden.
[0024] Um die voranstehende Schließfolge gewährleisten zu können, ist vorzugsweise eine
Antriebsvorrichtung 100 gemäß Fig. 2 vorgesehen. Sie ist mit zwei Antrieben 110 und
120 versehen, welche jeweils auf den Standflügel 210 bzw. den Gangflügel 220 wirken.
Um sicherzustellen, dass auch unter einem Stromausfall ein mechanisches und damit
stromfreies Schließen der beiden Flügel 210 und 220 möglich ist, ist jeweils eine
mechanische Schließvorrichtung 112 und 122 vorgesehen. Diese werden beim Öffnen der
Drehflügeltür 200 vorgespannt und können auch bei Stromausfall ein Schließen der Drehflügeltür
200 unter Freigabe der Vorspannkraft des jeweiligen Federelements durchführen. Darüber
hinaus weist der zweite Antrieb 120 eine Bremsvorrichtung 124 auf, wie sie beispielsweise
in Fig. 3 näher dargestellt ist. Über Bremsbacken, welche von beiden Seiten über Federelemente
vorgespannt sind, wird eine Bremswirkung auf den Antrieb 120 ausgeübt. Diese Bremswirkung
kann aufgehoben werden, wenn von einem Gestängesystem 110 ein Stangenende in Form
eines Spreizdorns in eine Spreizdornaufnahme 126 hineingedrückt wird. Dies erfolgt
dann, wenn sich die Drehflügeltür 200 während eines Schließvorgangs in der Position
der Fig. 1b befindet und somit nun in der Schließfolge auch der Gangflügel 220 die
Schließbewegung durchführen kann.
[0025] Für die Rückstellung des Gestängesystems 100, also für das Herausziehen eines Spreizdorns
als Stangenende der Stange 14 außer der Spreizdornaufnahme 126, ist eine Rückstellvorrichtung
20 vorgesehen.
[0026] Eine mögliche Rückstellvorrichtung ist in Fig. 4 dargestellt. Sie zeigt, dass beim
Einschieben der Stangen 12 und 14 in eine entsprechende Spreizdornaufnahme 126 an
der Bremsvorrichtung 124 (in Fig. 4 also eine Bewegung von rechts nach links) unter
Festhalten des ersten Anschlags 30 eine Relativbewegung des zweiten Anschlags 40 unter
Stauchen der Federvorrichtung 50 stattfindet. Wird nun die entsprechende Haltekraft
behoben bzw. entfernt, so wird durch Entlasten und Reduzieren der Vorspannkraft der
Federvorrichtung 50 der zweite Anschlag 40 wieder nach rechts in die Position gemäß
Fig. 4 bewegt und damit das Gestängesystem 10 und damit die Stangen 12 und 14 ebenfalls
nach rechts bewegt, um die Bremsvorrichtung 124 wieder zu aktivieren.
[0027] Die Ausführungsform der Fig. 4 ist dabei im Wesentlichen geschlossen ausgebildet,
sodass sowohl der erste Anschlag 30, als auch der zweite Anschlag 40 Wandungen 34
und 44 aufweisen, um ein im Wesentlichen geschlossenes Gehäuse für die Federvorrichtung
50 zur Verfügung zu stellen. Auch ist hier gut zu erkennen, dass die Federvorrichtung
50 als Federelement 52 in Form einer Spiralfeder ausgebildet ist, die eine Federachse
FA aufweist. Die Stangenachse SA der Stangen 12 und 14 ist parallel versetzt um einen
Montageabstand M angeordnet, wobei sich die Stange 12 komplett durch die Rückstellvorrichtung
20 und damit die Anschläge 30 und 40 sowie die Federvorrichtung 50 erstreckt. Bereits
in Fig. 4 wird die besonders kompakte Bauweise erkennbar.
[0028] Weiter ist zu erkennen, dass beide Anschläge 30 und 40 jeweils einen Halteabschnitt
39 und 49 aufweisen, um ein Halten der Federvorrichtung 50 zu erzielen. Dabei erstrecken
sich die beiden Halteabschnitte 39 und 49 zwischen den Federwicklungen 54 und erleichtern
somit eine verkippsichere Anordnung.
[0029] Weiter ist der Fig. 4 zu entnehmen, dass über einen Befestigungsabschnitt 32, hier
die Außenseite des ersten Anschlags 30, eine translatorische Befestigungssituation,
zum Beispiel zu einem Gehäuse der Antriebsvorrichtung 100, möglich ist. Der zweite
Anschlag 40 weist einen Kraftübertragungsabschnitt 42 auf, welcher hier eine Kraftübertragung
in indirekter Weise über eine Koppelvorrichtung 16 auf die Stangen 12 und 14 erlaubt.
Darüber hinaus ist ein Formschlussabschnitt 41 vorgesehen, welcher in radialer Richtung
einen Formschluss erzwingt und damit ein Verkippen der Stangen 12 und 14 relativ zur
Rückstellvorrichtung 20 vermeidet.
[0030] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Rückstellvorrichtung 20 gemäß der
vorliegenden Erfindung. Auch hier ist wieder eine Koppelvorrichtung 16 dargestellt,
sodass die nicht dargestellte Erstreckung der Stangen 12 und 14 ebenfalls durch beide
Anschläge 30 und 40 und eine ebenfalls nicht dargestellte Federvorrichtung 50 erfolgen
kann. Die Fig. 6 und 7 zeigen zur besseren Übersichtlichkeit unterschiedliche Querschnitte
dieser Ausbildungsform der Rückstellvorrichtung 20. Bei dieser Ausführungsform ist
es von Vorteil, dass zusätzlich Führungsmittel 46 und 36 vorgesehen sind. So sind
im ersten Anschlag 30 Führungsnuten als Führungsmittel 36 zur Führung von Führungsstiften
als Führungsmittel 46 des zweiten Anschlags 40 vorgesehen. Die Montage kann vorzugsweise
in verkippter Weise erfolgen, sodass nach dem Einführen ein Aufrichten des zweiten
Anschlags 40 zu einer Einbausituation gemäß der Fig. 5 bis 7 führt.
[0031] Den Fig. 5 bis 7 ist darüber hinaus das Vorsehen von Stoppabschnitten 38 und 48 zu
entnehmen. Diese sichern den zweiten Anschlag 40 gegen ein Herausdrücken durch die
Federvorrichtung 50. Damit wird sozusagen eine Endposition der maximalen Abstandspositionierung
der beiden Anschläge 30 und 40 zueinander möglich.
[0032] Die Fig. 8 und 9 zeigen eine alternative Ausführungsform der Rückstellvorrichtung
20. Diese unterscheidet sich insbesondere durch größere Öffnungen in den Wandungen
34 des ersten Anschlags 30. Auch wurde hier eine Reduktion des Baumaßes für die gewünschten
Stoppabschnitte 38 und 48 erzielt. Neben einer Reduktion des Materialaufwandes wurde
auch eine Gewichtsreduzierung erzielt.
[0033] Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung
ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale
der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden,
ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 10
- Gestängesystem
- 12
- Stange
- 14
- Stange
- 16
- Koppelvorrichtung
- 20
- Rückstellvorrichtung
- 30
- erster Anschlag
- 32
- Befestigungsabschnitt
- 34
- Wandung
- 36
- Führungsmittel
- 38
- Stoppabschnitt
- 39
- Halteabschnitt
- 40
- zweiter Anschlag
- 41
- Formschlussabschnitt
- 42
- Kraftübertragungsabschnitt
- 44
- Wandung
- 46
- Führungsmittel
- 48
- Stoppabschnitt
- 49
- Halteabschnitt
- 50
- Federvorrichtung
- 52
- Federelement
- 54
- Federwicklungen
- 100
- Antriebsvorrichtung
- 110
- erster Antrieb
- 112
- mechanische Schließvorrichtung
- 120
- zweiter Antrieb
- 122
- mechanische Schließvorrichtung
- 124
- Bremsvorrichtung
- 126
- Spreizdornaufnahme
- 200
- Drehflügeltür
- 210
- Standflügel
- 220
- Gangflügel
- FA
- Federachse
- SA
- Stangenachse
- M
- Montageabstand
1. Gestängesystem (10) für eine Antriebsvorrichtung (100) einer zweiflügligen Drehflügeltür
(200) zur Aktivierung und für die Rückstellung einer Bremsvorrichtung (124) eines
zugehörigen Antriebs der Antriebsvorrichtung für einen Gangflügel, mit einer Rückstellvorrichtung
(20), aufweisend einen ersten Anschlag (30) und einen zweiten Anschlag (40), zwischen
welchen sich eine Federvorrichtung (50) erstreckt, wobei der erste Anschlag (30) einen
Befestigungsabschnitt (32) für die Befestigung an der Antriebsvorrichtung (100) gegen
eine Translationsbewegung aufweist, wobei der Befestigungsabschnitt (32) eine translatorische
Bewegung des ersten Anschlags (30) relativ zur Antriebsvorrichtung (100) verhindert,
und der zweite Anschlag (40) einen Kraftübertragungsabschnitt (42) aufweist für eine
Kraftübertragung zur translatorischen Bewegung einer Stange (12, 14) des Gestängesystems
(10), wobei die Federvorrichtung (50) über den Kraftübertragungsabschnitt (42) die
Stange (12, 14) in eine erste Richtung mit einer Kraft beaufschlagt, wobei sich die
Stange (12, 14) zumindest abschnittsweise durch die Federvorrichtung (50), den ersten
Anschlag (30) und den zweiten Anschlag (40) erstreckt, wobei der erste Anschlag (30)
und/oder der zweite Anschlag (40) Wandungen (34, 44) aufweisen, welche die Federvorrichtung
(50) umgeben, wobei die Wandungen (34, 44) derart ausgestaltet sind, dass ein im Wesentlichen
geschlossenes Gehäuse entsteht, wobei die Federvorrichtung (50) ein Federelement (52)
in Form einer Spiralfeder aufweist, wobei sich die Stange (12, 14) parallel im Inneren
der Federwicklungen (54) zur Federachse (FA) des Federelements (50) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Stangenachse (SA) der Stange (12, 14) und die Federachse (FA) des Federelements
(50) parallel zueinander mit einem Montageabstand (M) zueinander angeordnet sind.
2. Gestängesystem (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Anschlag (30) und der zweite Anschlag (40) Führungsmittel (36, 46) aufweisen
für eine Führung einer Bewegung des ersten Anschlags (30) relativ zum zweiten Anschlag
(40) unter Veränderung der Federkraft in der Federvorrichtung (50).
3. Gestängesystem (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Anschlag (30) und der zweite Anschlag (40) jeweils einen Stoppabschnitt
(38, 48) aufweisen, welche die Bewegung der beiden Anschläge (30, 40) relativ zueinander
in wenigstens einer Richtung begrenzen, wobei unter dem Stoppabschnitt (38, 48) ein
Endanschlag zu verstehen ist, welcher zumindest in der Richtung der Deaktivierung
der Bremsvorrichtung (124) einen Endpunkt für die Relativbewegung der Anschläge (30,
40) zueinander setzt.
4. Gestängesystem (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Anschlag (30) und/oder der zweite Anschlag (40) wenigstens einen Halteabschnitt
(39, 49) für ein Halten der Federvorrichtung (50), insbesondere in formschlüssiger
Weise, aufweisen, wobei der Halteabschnitt als Federdorn ausgebildet ist.
5. Gestängesystem (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anschlag (40) ausgebildet ist für eine verkippende Montage an dem ersten
Anschlag (30) unter Vorspannung der Federvorrichtung (50).
6. Gestängesystem (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Anschlag (40) einen Formschlussabschnitt (41) aufweist für eine wenigstens
abschnittsweise formschlüssige Kontaktierung der Stange (12, 14) und/oder einer Koppelvorrichtung
(16) von benachbarten Stangen (12, 14), um ein Verkippen der Stange (12, 14) zu der
Rückstellvorrichtung (20) zu vermeiden.
7. Antriebsvorrichtung (100) einer zweiflügligen Drehflügeltür (200) mit einem ersten
Antrieb (110) für den Antrieb eines Standflügels (210) und einem zweiten Antrieb (120)
für den Antrieb eines Gangflügels (220), wobei jeder Antrieb (110, 120) eine mechanische
Schließvorrichtung (112, 122) für das Schließen der Drehflügeltür (200) aufweist und
die Schließvorrichtung (122) des zweiten mechanische Antriebs (120) eine Bremsvorrichtung
(124) aufweist für das Bremsen des Gangflügels (220) zum Erreichen einer Schließfolge
der Drehflügeltür (200), dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsvorrichtung über ein Gestängesystem (10) mit den Merkmalen eines der Ansprüche
1 bis 6 kontrolliert wird.
8. Verfahren für die Montage eines Gestängesystems (10) mit den Merkmalen eines der Ansprüche
1 bis 6, aufweisend die folgenden Schritte:
- Vorsehen des ersten Anschlags (30) und des zweiten Anschlags (40),
- Anordnen der Federvorrichtung (50) an dem zweiten Anschlag (40),
- Bewegen des zweiten Anschlags (40) mit der Federvorrichtung (50) in eine Relativposition
zum ersten Anschlag (30) zur Ausbildung einer Vorspannung der Federvorrichtung (50),
- Anordnen einer Stange (12, 14) mit einer Erstreckung zumindest abschnittsweise durch
die Federvorrichtung (50), den ersten Anschlag (30) und den zweiten Anschlag (40).
1. An arm assembly system (10) for a drive device (100) of a double-leaf swing leaf door
(200) for activating and for resetting a brake device (124) of an associated drive
of the drive device for an active leaf, with a resetting device (20), including a
first abutment (30) and a second abutment (40) between which a spring device (50)
extends, wherein the first abutment (30) includes an attachment portion (32) for the
attachment to the drive device (100) against a translational movement, wherein the
attachment portion (32) prevents the first abutment (30) from a translational movement
in relation to the drive device (100), and the second abutment (40) includes an force
transmission portion (42) for transmitting a force for the translational movement
of a rod (12, 14) of the arm assembly system (10), wherein, via the force transmitting
portion (42), the spring device (50) charges the rod (12, 14) in a first direction
with a force, wherein the rod (12, 14), at least portion-wise, extends through the
spring device (50), the first abutment (30) and the second abutment (40), wherein
the first abutment (30) and/or the second abutment (40) comprise wallings (34, 44),
which surround the spring device (50), wherein the wallings (34, 44) are configured
such that an essentially closed housing is realized, wherein the spring device (50)
includes a spring element (52) in the shape of a helical spring, wherein the rod (12,
14), inside the spring windings (54), extends parallel to the spring axis (FA) of
the spring element (50), characterized in that the rod axis (SA) of the rod (12, 14) and the spring axis (FA) of the spring element
(50) are disposed parallel to each other with a mounting distance (M) among each other.
2. The arm assembly system (10) according to any of the preceding claims, characterized in that the first abutment (30) and the second abutment (40) include guiding means (36, 46)
for guiding a movement of the first abutment (30) in relation to the second abutment
(40), while changing the spring force in the spring device (50).
3. The arm assembly system (10) according to any of the preceding claims, characterized in that the first abutment (30) and the second abutment (40) respectively include one stop
portion (38, 48), which delimit the movement of the two abutments (30, 40) in relation
to each other in at least one direction, wherein the stop portion (38, 48) is to be
understood as a terminal abutment, which, at least in the direction of deactivation
of the brake device (124) establishes a terminal point for the relative movement of
the abutments (30, 40) with regard to each other.
4. The arm assembly system (10) according to any of the preceding claims, characterized in that the first abutment (30) and/or the second abutment (40) include at least one holding
portion (39, 49) for holding the spring device (50), in particular in a positive manner,
wherein the holding portion is configured as a spring mandrel.
5. The arm assembly system (10) according to any of the preceding claims, characterized in that the second abutment (40) is configured for a tilting installation at the first abutment
(30) under pretension of the spring device (50).
6. The arm assembly system (10) according to any of the preceding claims, characterized in that the second abutment (40) includes a form closure portion (41) for an least portion-wise
positive contacting of the rod (12, 14) and/or a coupling device (16) of neighbouring
rods (12, 14), in order to prevent tilting of the rod (12, 14) towards the resetting
device (20).
7. A drive device (100) of a double-leaf swing leaf door (200) including a first drive
(110) for driving an inactive leaf (210) and a second drive (120) for driving an active
leaf (220), wherein each drive (110, 120) includes a mechanical closing device (112,
122) for closing the swing leaf door (200), and the closing device (122) of the second
mechanical drive (120) includes a brake device (124) for decelerating the active leaf
(220) for reaching a closure sequence of the swing leaf door (200), characterized in that the braking device is controlled via an arm assembly system (10) having the features
of any of the claims 1 to 6.
8. A method for mounting an arm assembly system (10) having the features of any of the
claims 1 to 6, including the following steps:
- providing the first abutment (30) and the second abutment (40),
- disposing the spring device (50) at the second abutment (40),
- moving the second abutment (40) with the spring device (50) into a relative position
with regard to the first abutment (30) for establishing a pretension of the spring
device (50),
- disposing a rod (12, 14) with an extension at least portion-wise through the spring
device (50), the first abutment (30) and the second abutment (40).
1. Système de tringles (10) pour un dispositif d'entraînement (100) d'une porte à vantail
tournant (200) à deux vantaux pour l'activation et pour le mouvement de retour d'un
dispositif de freinage (124) d'un entraînement associé au dispositif d'entraînement
pour un vantail actif, avec un dispositif de mouvement de retour (20), comprenant
un premier butoir (30) et un deuxième butoir (40), entre lesquels s'étend un dispositif
à ressort (50), dans lequel le premier butoir (30) comprend une section d'attachement
(32) pour l'attachement sur le dispositif d'entraînement (100) contre un mouvement
en translation, dans lequel la section d'attachement (32) empêche un mouvement en
translation du premier butoir (30) par rapport au dispositif d'entraînement (100),
et le deuxième butoir (40) comprend une section de transmission de force (42) pour
une transmission de force pour le mouvement en translation d'une tige (12, 14) du
système de tringles (10), le dispositif à ressort (50) chargeant la tige (12, 14)
avec une force dans une première direction par l'intermédiaire de la section de transmission
de force (42), la tige (12, 14) s'étendant au moins en sections à travers le dispositif
à ressort (50), le premier butoir (30) et le deuxième butoir (40), le premier butoir
(30) et/ou le deuxième butoir (40) comprenant des parois (34, 44), lesquelles entourent
le dispositif à ressort (50), les parois (34, 44) étant aménagées de telle façon qu'un
boîtier essentiellement fermé est constitué, le dispositif à ressort (50) comprenant
un élément à ressort (52) sous forme d'un ressort hélicoïdal, la tige (12, 14) s'étendant
à l'intérieur des spires du ressort (54) en parallèle par rapport à l'axe de ressort
(FA) de l'élément à ressort (50), caractérisé en ce que l'axe de tige (SA) de la tige (12, 14) et l'axe de ressort (FA) de l'élément à ressort
(50) sont agencés en parallèle l'un à l'autre avec une distance de montage (M) entre-eux.
2. Système de tringles (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier butoir (30) et le deuxième butoir (40) comprennent des moyens de guidage
(36, 46) pour un guidage d'un mouvement du premier butoir (30) par rapport au deuxième
butoir (40) par modification de la force de ressort dans le dispositif à ressort (50).
3. Système de tringles (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier butoir (30) et le deuxième butoir (40) comprennent respectivement une
section d'arrêt (38, 48), lesquelles délimitent le mouvement des deux butoirs (30,
40) en relation l'un par rapport à l'autre dans au moins une direction, dans lequel
la section d'arrêt (38, 48) s'entend comme une butée de fin de course, laquelle représente
un point final pour le mouvement relatif des butoirs (30, 40) au moins dans la direction
de désactivation du dispositif de freinage (124).
4. Système de tringles (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier butoir (30) et/ou le deuxième butoir (40) comprennent/comprend au moins
une section de retenue (39, 49) pour retenir le dispositif à ressort (50), tout particulièrement
de façon par la forme, la section de retenue étant aménagée comme une broche de ressort.
5. Système de tringles (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le deuxième butoir (40) est aménagé pour un montage incliné sur le premier butoir
(30) sous prétension du dispositif à ressort (50).
6. Système de tringles (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le deuxième butoir (40) comprend une section d'engagement par la forme (41) pour
un contact par la forme, au moins en sections, de la tige (12, 14) et/ou d'un dispositif
d'accouplement (16) de tiges (12, 14) avoisinantes, pour empêcher une inclinaison
de la tige (12, 14) vers le dispositif de mouvement de retour (20).
7. Dispositif d'entraînement (100) d'une porte à vantail tournant (200) à deux vantaux
avec un premier entraînement (110) pour l'entraînement d'un vantail inactif (210)
et un deuxième entraînement (120) pour l'entraînement d'un vantail actif (220), dans
lequel chaque entraînement (110, 120) comprend un dispositif de fermeture (112, 122)
mécanique pour la fermeture de la porte à vantail tournant (200) et le dispositif
de fermeture (122) du deuxième entraînement mécanique (120) comprend un dispositif
de freinage (124) pour le freinage du vantail actif (220) pour obtenir une séquence
de fermeture de la porte à vantail tournant (200), caractérisé en ce que le dispositif de freinage est piloté par l'intermédiaire d'un système de tringles
(10) ayant les caractéristiques de l'une des revendications 1 à 6.
8. Méthode pour le montage d'un système de tringles (10) ayant les caractéristiques de
l'une des revendications 1 à 6, comprenant les étapes suivantes:
- prévoir le premier butoir (30) et le deuxième butoir (40),
- agencer le dispositif à ressort (50) sur le deuxième butoir (40),
- déplacer le deuxième butoir (40) avec le dispositif à ressort (50) en une position
relative par rapport au premier butoir (30) pour aménager une prétension du dispositif
à ressort (50),
- agencer une tige (12, 14) avec une extension au moins en sections à travers le dispositif
à ressort (50), le premier butoir (30) et le deuxième butoir (40).