[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Energiewandlung, insbesondere eine Vorrichtung
zur Umwandlung von in einer Flüssigkeit vorhandener potentieller Energie und kinetischer
Energie (aufgrund von in der Flüssigkeit vorhandenen Strömungen) in elektrische Energie.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung anzubieten, welche eine
effiziente Energiewandlung erlaubt.
[0003] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0004] Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung zur Energiewandlung ein rotationssymmetrisches
Flüssigkeitsreservoir mit einem Auslass, mindestens eine im Auslass angeordnete Strömungsmaschine,
welche durch eine durch den Auslass fließende Flüssigkeit antreibbar ist, mindestens
einen mit der Strömungsmaschine gekoppelten Generator zur Umwandlung der durch die
Flüssigkeit auf die Strömungsmaschine übertragenen Energie in elektrische Energie
und eine Förderpumpe zum Transport der aus dem Auslass ausgeströmten Flüssigkeit zum
Flüssigkeitsreservoir auf.
[0005] Fließt die im Flüssigkeitsreservoir befindende Flüssigkeit durch den Auslass, treibt
diese eine Strömungsmaschine an, die mit einem Generator zur Erzeugung von elektrischer
Energie gekoppelt ist. Der Antrieb der Strömungsmaschine kann dabei sowohl durch ein
Fließen der Flüssigkeit aufgrund der auf diese wirkende Gravitationskraft erfolgen,
als auch durch in der Flüssigkeit vorhandene Strömungen und/oder Wirbel. Insbesondere
kann die Strömungsmaschine auch (d.h. zumindest zum Teil) durch sich spiralförmig
um die Rotationsachse des Flüssigkeitsreservoirs ausbildende Flüssigkeitswirbel angetrieben
werden. Diese Flüssigkeitswirbel können beispielsweise durch (externes) Einbringen
von spiralförmigen Flüssigkeitsströmungen und/oder durch sich innerhalb der Flüssigkeit
selbständig ausbildende Flüssigkeitsströmungen (z.B. aufgrund der Corioliskraft) erzeugt
werden.
[0006] Nachdem die Flüssigkeit die Strömungsmaschine passiert hat, kann sich mit Hilfe einer
Förderpumpe zum Flüssigkeitsreservoir zurücktransportiert werden. Auf diese Weise
ist eine unterbrechungsfreie Energiewandlung möglich.
[0007] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die die Strömungsmaschine als Rotor oder
als Turbine, insbesondere als Wasserturbine, ausgebildet.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung ferner eine
Regeleinheit, die elektrisch mit dem Generator und der Förderpumpe verbunden ist,
und die elektrische Energie, welche durch den Generator erzeugt wird, der Förderpumpe
zuleitet. Auf diese Weise kann die vom Generator erzeugte elektrische Energie zum
Antrieb der Förderpumpe verwendet werden.
[0009] In anderen vorteilhaften Ausführungsformen kann die Förderpumpe auch durch andere
Energielieferanten mit elektrischer Energie versorgt werden. Insbesondere können regenerative
Energieträger (Windenergie, Sonnenenergie,...) hierfür eingesetzt werden.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Vorrichtung ferner eine
Ableitung zur Weiterleitung elektrischer Energie an ein externes Netzwerk auf. Auf
diese Weise kann die elektrische Energie, welche durch den Generator erzeugt wird,
aus der Vorrichtung abgeführt und anderen elektrischen Verbraucher zugeführt bzw.
in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden.
[0011] In vorteilhafter Weise ist das Flüssigkeitsreservoir entweder trichterförmig oder
ringförmig ausgebildet. Derartige geometrische Formen erleichtert die Ausbildung von
spiralförmigen Strömungen bzw. Wirbeln innerhalb des Flüssigkeitsreservoirs.
[0012] In besonders vorteilhafter Weise weist die Vorrichtung ferner einen im Randbereich
des Flüssigkeitsreservoirs einmündenden Zulauf auf, durch welchen die durch die Förderpumpe
geförderte Flüssigkeit in das Flüssigkeitsreservoir transportiert wird. Auf diese
Weise kann die Ausbildung von spiralförmigen Wirbeln innerhalb des Flüssigkeitsreservoirs
besonders erleichtert werden.
[0013] In vorteilhafter Weise ist eine Mehrzahl von Strömungsmaschinen vorhanden. Diese
können insbesondere in einem ringförmig ausgebildeten Auslass positioniert sein. Auf
diese Weise ist eine weitere Steigerung der umgewandelten elektrischen Energie erreichbar.
[0014] In weiteren vorteilhaften Ausführungsformen ist entweder der Auslass auf der Rotationsachse
des Flüssigkeitsreservoirs oder die Förderpumpe auf der Rotationsachse des Flüssigkeitsreservoirs
ausgebildet.
[0015] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungsfiguren weiter
erläutert. Gleiche oder gleichwirkende Teile sind hierbei in den verschiedenen Zeichnungsfiguren
mit gleichen Bezugszeichen versehen. Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform einer Vorrichtung zur Energiewandlung; und
- Fig. 2
- eine zweite Ausführungsform einer Vorrichtung zur Energiewandlung.
[0016] Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer Vorrichtung zur Energiewandlung. Die
Vorrichtung 1 weist ein rotationssymmetrisches, trichterförmiges Flüssigkeitsreservoir
2 auf. Das vertikal untere Ende des Flüssigkeitsreservoirs 2 ist als Auslass 3 ausgebildet.
Durch diesen Auslass 3 kann Flüssigkeit, welche sich im Flüssigkeitsreservoir 2 befindet,
ausfließen.
[0017] Im Auslass 3 ist eine als Rotor 4 ausgebildete Strömungsmaschine angeordnet. Sowohl
der Auslass 3 als auch der Rotor 4 sind auf der Rotationsachse A des Flüssigkeitsreservoirs
2 ausgebildet. Der Rotor 4 wird durch die durch den Auslass 3 strömende Flüssigkeit
angetrieben. Ein Generator 5 ist mit dem Rotor 4 gekoppelt und wandelt die durch die
Flüssigkeit auf den Rotor 4 übertragene Energie in elektrische Energie um.
[0018] Der Auslass 3 geht in einen Kanal 6 über. Zum Transport der Flüssigkeit innerhalb
des Kanals 6 dient ein Förderpumpe 7.
[0019] Der Generator 5 und die Förderpumpe 7 sind elektrisch mit einer Regeleinheit 8 verbunden.
Ferner besitzt die Regeleinheit 8 eine Verbindung zu einem externen Netzwerk (z.B.
öffentliches Stromnetz). Die elektrischen Verbindungen sind in den Zeichnungsfiguren
durch strichgepunktete Linien schematisch dargestellt. Die Regeleinheit 8 kann elektrische
Energie, die vom Generator 5 erzeugt wird, entweder der Förderpumpe 7 zur Verfügung
stellen oder zu dem externen Netzwerk weiterleiten. Die Regeleinheit 8 kann aber auch,
elektrische Energie aus dem externen Netzwerk der Förderpumpe 7 zur Verfügung stellen.
Des Weiteren kann die Regeleinheit 8 weitere Steuer- und Regelaufgaben übernehmen
(z.B. Einstellen der Förderleistung der Förderpumpe).
[0020] Das stromabwärts gelegene Ende des Kanals 6 bildet ein Zulauf 10. Dieser Zulauf 10
mündet in einem Randbereich des Flüssigkeitsreservoirs 2 in dieses ein. Der Kanal
6 führt somit die den Auslass 3 durchströmende Flüssigkeit zurück zum Flüssigkeitsreservoir
2. Es bildet sich folglich ein Flüssigkeitskreislauf aus. Die Strömung bzw. die Strömungsrichtungen
der Flüssigkeit sind in den Zeichnungsfiguren schematisch durch gestrichelte Linien
dargestellt.
[0021] Die sich im Flüssigkeitsreservoir 2 befindende Flüssigkeit fließt aufgrund der Gravitationseinwirkung
durch den Auslass 3 und treibt den Rotor 4 an. Zusätzlich werden innerhalb des Flüssigkeitsreservoirs
2 durch den außermittigen Zufluss 10 und durch sich innerhalb der Flüssigkeit ausbildende
Strömungen (z.B. Strömungen aufgrund der Corioliskraft) spiralförmige Strömungen bzw.
Wirbel erzeugt. Diese spiralförmigen Strömungen bzw. Wirbel erzeugen ein zusätzliches
Drehmoment an den Rotorblättern des Rotors 4.
[0022] Die Drehbewegung des Rotors 4 wird mit Hilfe des Generators 5 in elektrische Energie
umgewandelt. Die auf diese Weise erzeugte elektrische Energie wird der Regeleinheit
8 zugeführt. Von der Regeleinheit 8 kann diese elektrische Energie dann der Förderpumpe
7 und/oder einem externen Netzwerk 9 zur Verfügung gestellt werden.
[0023] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zur Energiewandlung.
Die Vorrichtung 21 weist ein rotationssymmetrisches, ringförmiges Flüssigkeitsreservoir
22 auf. Das vertikal untere Ende des Flüssigkeitsreservoirs 22 ist als ringförmiger
Auslass 23 ausgebildet. Durch diesen Auslass 23 kann Flüssigkeit, welche sich im Flüssigkeitsreservoir
22 befindet, ausfließen.
[0024] Im Auslass 23 ist eine Mehrzahl von Rotoren 4 angeordnet. Die Rotoren 4 werden durch
die durch den Auslass 23 strömende Flüssigkeit angetrieben. Jeweils ein Generator
5 ist mit jedem der Rotoren 4 gekoppelt und wandelt die durch die Flüssigkeit auf
den jeweiligen Rotor 4 übertragene Energie in elektrische Energie um.
[0025] Der Auslass 23 geht in einen Kanal 26 über. Dieser Kanal 26 besteht aus einem vertikalen,
nach innen verlaufenden Teilabschnitt und einem horizontal verlaufenden Teilabschnitt.
Der horizontal verlaufende Teilabschnitt des Kanals 26 ist auf der Rotationsachse
des Flüssigkeitsreservoirs 22 ausgebildet. Ferner ist innerhalb des horizontal verlaufenden
Teilabschnitts des Kanals 26 eine Förderpumpe 7 angeordnet. Diese Förderpumpe 7 ist
ebenfalls auf der Rotationsachse des Flüssigkeitsreservoirs 22 ausgebildet und dient
zum Transport der Flüssigkeit innerhalb des Kanals 26.
[0026] Der Generator 5 und die Förderpumpe 7 sind elektrisch mit einer Regeleinheit 8 verbunden.
Die Regeleinheit 8 hat dieselbe Funktionalität wie die bezüglich Fig. 1 beschriebene
Regeleinheit 8.
[0027] Das stromabwärts gelegene Ende des Kanals 26 befindet sich auf der gleichen horizontalen
Ebene wie das obere Ende des Flüssigkeitsreservoirs 22. Die den Kanal 26 verlassende
Flüssigkeit kann also zum Flüssigkeitsreservoir 22 fließen. Es bildet sich folglich
ein Flüssigkeitskreislauf aus (vgl. die durch gestrichelte Linien visualisierte Strömung
der Flüssigkeit).
[0028] Die sich im Flüssigkeitsreservoir 22 befindende Flüssigkeit fließt aufgrund der Gravitationseinwirkung
durch den Auslass 23 und treibt die Rotoren 4 an. Zusätzlich werden innerhalb des
Flüssigkeitsreservoirs 22 spiralförmige Strömungen bzw. Wirbel erzeugt. Diese spiralförmigen
Strömungen bzw. Wirbel erzeugen ein zusätzliches Drehmoment an den Rotorblättern der
Rotoren 4. Die Drehbewegung der Rotoren 4 wird mit Hilfe der Generatoren 5 in elektrische
Energie umgewandelt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0029]
- 1
- Vorrichtung zur Energiewandlung
- 2
- Flüssigkeitsreservoir
- 3
- Auslass
- 4
- Rotor
- 5
- Generator
- 6
- Kanal
- 7
- Förderpumpe
- 8
- Regeleinheit
- 9
- externes Netzwerk
- 10
- Zulauf
- 21
- Vorrichtung zur Energiewandlung
- 22
- Flüssigkeitsreservoir
- 23
- Auslass
- 26
- Kanal
- A
- Rotationsachse
1. Vorrichtung zur Energiewandlung (1, 21), aufweisend:
- ein rotationssymmetrisches Flüssigkeitsreservoir (2, 22) mit einem Auslass (3, 23);
- mindestens eine im Auslass (3, 23) angeordnete Strömungsmaschine, welche durch eine
durch den Auslass (3, 23) fließende Flüssigkeit antreibbar ist;
- mindestens einen mit der Strömungsmaschine gekoppelten Generator (5) zur Umwandlung
der durch die Flüssigkeit auf die Strömungsmaschine übertragenen Energie in elektrische
Energie; und
- eine Förderpumpe (7) zum Transport der aus dem Auslass (3, 23) ausgeströmten Flüssigkeit
zum Flüssigkeitsreservoir (2).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Strömungsmaschine als Rotor (4) oder als Turbine,
insbesondere als Wasserturbine, ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche ferner aufweisend eine Regeleinheit
(8), die elektrisch mit dem Generator (5) und der Förderpumpe (7) verbunden ist, und
die elektrische Energie, welche durch den Generator (5) erzeugt wird, der Förderpumpe
(7) zuleitet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Regeleinheit (8) eine Ableitung zur Weiterleitung
elektrischer Energie an ein externes Netzwerk (9) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Flüssigkeitsreservoir
(2) trichterförmig ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche ferner aufweisend einen im Randbereich
des Flüssigkeitsreservoirs (2) einmündenden Zulauf (10), durch welchen die durch die
Förderpumpe (7) geförderte Flüssigkeit in das Flüssigkeitsreservoir (2) transportiert
wird.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Flüssigkeitsreservoir
(22) ringförmig ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei in einem ringförmig ausgebildeten Auslass (23)
eine Mehrzahl von Strömungsmaschinen ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Auslass (3) auf der
Rotationsachse (A) des Flüssigkeitsreservoirs (2) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Förderpumpe (7) auf der Rotationsachse
(A) des Flüssigkeitsreservoirs (22) ausgebildet ist.