[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung und ein Verfahren zur Demonstration und Funktionsprüfung
von Modelllokomotiven oder sonstigem gleisgeführten rollenden Modellmaterial, bestehend
aus einem Tragkörper mit Ober- und Unterseite, welcher zwei beabstandet gegenüberliegende
Achsen mit paarweise auf der Achse angeordneten Antriebsrädern aufweist, wobei der
Abstand der Antriebsräder auf der jeweiligen Achse der Modellspurweite entspricht,
sowie zwischen den Antriebsrädern der gegenüberliegenden Achsen auf den Rädern aufgespannten
Endlosriemen, auf welche die Radsätze der Modelllokomotive oder des rollenden Materials
aufsetzbar sind, gemäß Anspruch 1 oder 10.
[0002] Aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 203 09 761 U1 ist ein Rollenprüfstand für Modelleisenbahn-Lokomotiven vorbekannt. Dieser Rollenprüfstand
besteht aus einer Grundschiene und einer variablen Anzahl von Rollenlagerböcken für
angetriebene Achsen des Modells. Weiterhin sind ein kurzer sowie ein langer Lagerbock
für nicht angetriebene Achsen vorhanden. Die Lager- und Rollenlagerböcke werden in
die Grundschiene eingeschoben, um dann das Modell auf die Lagerböcke aufzusetzen.
[0003] Der Stromanschluss des Prüfstands wird über Anschlussbuchsen in elektrisch getrennten
Bauteilen der Grundschiene vorgenommen, von denen wiederum die jeweils getrennten
Baugruppen der Lager- und Rollenlagerböcke den Strom an die Lokomotive weiterleiten.
Für Lokomotiven mit Mittelleitersystem haben die Lager- und Rollenlagerböcke einen
Mittelleiter. Die Abmessungen der Bauteile sind abhängig von der Spurweite des jeweiligen
Modells gewählt. Der vorbekannte Rollenprüfstand ist durch eine Sandwich-Bauweise
gekennzeichnet. Das heißt, dass die Grundschiene sowie die Lager- und Rollenlagerböcke
aus jeweils drei miteinander verklebten Metallprofilen bestehen, wobei zwischen die
verklebten Profile ein Isoliermaterial eingebracht ist, wodurch die Grundschiene sowie
die Lager- und Rollenlagerböcke aus drei elektrisch getrennten Hauptbauteilen bestehen,
über die die vorerwähnte Stromversorgung der Lokomotive vorgenommen wird. Um Modelle
unterschiedlicher Abmessungen und mit unterschiedlichem Radsatzabstand einsetzen zu
können, ist es bei der Lösung nach
DE 203 09 761 U1 notwendig, die Lagerböcke auf der Grundschiene jeweils zu verschieben und exakt einzustellen.
Eine hin- und hergehende Bewegung der entsprechenden Modelleisenbahn-Lokomotive auf
dem Rollenprüfstand ist nicht ausführbar.
[0004] Der Rollenprüfstand nach
DE 20 2007 009 531 U1 zeichnet sich durch eine Mehrzahl von Lagerrollen aus, die einen gemeinsamen Lagerbock
bilden. Die Lagerrollen weisen zur Gewährleistung einer besonderen Spur einen fest
definierten Abstand zueinander über die Länge des Rollenprüfstands auf und sind entsprechend
angeordnet. Der vorbekannte Rollenprüfstand besitzt darüber hinaus eine Auffahrhilfe,
mittels der das entsprechende Triebfahrzeug von einem benachbarten Gleis auf den Lagerbock
überführbar ist. Als Auffahrhilfe kommt eine zwischen den Paaren von Lagerrollen befindliche,
vertikal verfahrbare Auflage zum Einsatz, die eine befahrbare Spur für das Triebfahrzeug
bildet.
[0005] Bei dem Laufband für Modelleisenbahnen nach
DE 202 05 055 U1 wird von einer Grundplatte mit darauf montiertem Grundkörper ausgegangen. Auf dem
Grundkörper befinden sich Lagerböcke mit Lagerbohrungen für Gleit- bzw. Kugellager.
[0006] Entsprechend der gewünschten Laufbandlänge ist eine erforderliche Anzahl von Präzisionsrollenpaaren,
jeweils auf einer Welle montiert, vorhanden. Die Stromschienen werden über eine Flachführung
und Zugfedern am Objekt kontaktiert. Eine mittlere Stromschiene dient der Zuführung
von Wechselstrom.
[0007] Nach der dortigen Lösung sind zwei Rundriemen mit Vorspannung auf den Präzisionsrollen
montiert. Im vorhandenen Überbau integriert befinden sich parallel laufende, beidseitig
angeordnete Rundführungen. Auf den Rundführungen sind beidseitig des Laufbandes als
Prellböcke ausgebildete, klemmbare und verschiebbare Anschläge vorhanden, welche die
Lok gegen ein Überfahren des Laufbandes schützen und die Stoppwirkung des eigentlichen
Bewegungsvorgangs der Lok einleiten. Die Stromzuführung erfordert nach
DE 202 05 055 U1 die erwähnten zwei, innen geführten Stromschienen nebst federnder Lagerung hinsichtlich
Kontaktierung der Innenseiten der Räder des Modells.
[0008] Allen vorgenannten Lösungen des Standes der Technik ist gemein, dass grundsätzlich
die Möglichkeit besteht, das Modell über den Rollenprüfstand zu bestromen, so dass
der Antrieb im Modell in Bewegung versetzt werden kann. Befindet sich der Antrieb
beispielsweise in einem Schlepptender eines Dampflokomotivenmodells, ist es erforderlich,
zum gewünschten Inbewegungsetzen der Radsätze der Loks die Antriebskräfte über die
Rollen bzw. eine Riemenanordnung zu übertragen. Die sich hieraus ergebenden Reibungsverhältnisse
sind jedoch zum einen nicht reproduzierbar und zum anderen mit zunehmender Betriebsdauer
eines solchen Prüfstandes steigend, so dass ein störungsfreier, ansprechender und
nahezu originalgetreuer Betrieb des Modells schwerlich möglich ist.
[0009] Kommt es aus irgendwelchen Gründen zu einer Störung des gewünschten freien Drehens
der Lagerrollen bzw. der von den Rollen geführten Endlosriemen, besteht die Gefahr,
dass das bestromte Modell in unerwünschter Weise heftig mit einem Anschlag- oder Prellbock
des Prüfstandes kollidiert, woraus Beschädigungen resultieren können.
[0010] Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, eine weiterentwickelte Einrichtung
zur Demonstration und Funktionsprüfung von Modelllokomotiven oder sonstigem gleisgeführten
rollenden Modellmaterial sowie ein diesbezügliches Verfahren anzugeben, welche bzw.
welches einen möglichst originalgetreuen Betrieb des entsprechenden Modells auf der
Einrichtung bzw. dem Prüfstand ermöglicht und wobei alle in Frage kommenden Fahrsituationen
und Geschwindigkeiten sicher durchlaufen und demonstriert werden können. Darüber hinaus
soll die Möglichkeit bestehen, alle sonstigen Modellfunktionen wie beispielsweise
Sound, Dampfausstoß, Öffnen von Türen oder Ähnliches auszuführen.
[0011] Verfahrensseitig ist der Betrieb der Einrichtung so zu gestalten, dass unter allen
Modell-Betriebszuständen die Gefahr der Beschädigung des auf dem Prüfstand befindlichen
Modells ausgeschlossen ist. Eine Vor- und Rückwärtsfahrt soll ebenso sicher ausgeführt
werden können, wie das Durchfahren von unterschiedlichen Geschwindigkeitsbereichen.
[0012] Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt durch eine Einrichtung zur Demonstration
und Funktionsprüfung von Modelllokomotiven gemäß der Merkmalskombination nach Patentanspruch
1 sowie durch ein Verfahren unter Rückgriff auf die erfindungsgemäße Einrichtung gemäß
der Lehre nach Patentanspruch 10.
[0013] Es wird demnach von einer Einrichtung bzw. einem Verfahren zur Demonstration und
Funktionsprüfung von Modelllokomotiven oder sonstigem gleisgeführten rollenden Modellmaterial
ausgegangen, bestehend oder basierend aus bzw. auf einem Tragkörper mit Ober- und
Unterseite, welcher zwei beabstandet gegenüberliegende Achsen mit paarweise auf der
Achse angeordneten Antriebsrädern aufweist. Der Abstand der Antriebsräder auf der
jeweiligen Achse entspricht der Modellspurweite. Zwischen den Antriebsrädern der gegenüberliegenden
Achsen sind auf den Rädern Endlosrundriemen aufgespannt, auf welche dann die Radsätze
der Modelllokomotive oder des rollenden Materials aufsetzbar sind.
[0014] Erfindungsgemäß bestehen die Endlosrundriemen aus einem elektrisch leitfähigen Material
oder einem Material mit einer leitfähigen Beschichtung, wobei über die Endlosriemen
die Stromversorgung zum Modell erfolgt.
[0015] Die Antriebsräder stehen mit mindestens je einem im oder am Tragkörper befindlichen
Motor in Wirkverbindung, um die Endlosriemen in Bewegung zu versetzen.
[0016] Weiterhin verlaufen die Endlosriemen auf der Oberseite des Tragkörpers in einer Führung,
welche die Riemen insbesondere unterseitig und/oder ergänzend zu den Außenseiten abstützt.
Durch diese Abstützung ist zum einen ein unerwünschtes Durchhängen oder Durchbiegen
der Endlosriemen vermeidbar und es wird andererseits für eine sichere Kontaktierung
des Modells Sorge getragen.
[0017] Ergänzend ist erfindungsgemäß mindestens eine Messvorrichtung zur laufenden Erfassung
des Abstands des Modells von einem Festpunkt und eine Regeleinheit vorhanden, wobei
die Regeleinheit bei festgestellter Abstandsänderung die Motoren zur Bewegung der
Endlosriemen mit dem Ziel beeinflusst, den jeweiligen Abstand des Modells zum Festpunkt
im Wesentlichen in einem vorgegebenen Toleranzbereich zu halten.
[0018] Ausgestaltend sind die Endlosriemen als metallische Federrundriemen ausgebildet.
[0019] Die Motoren zum Antreiben der Antriebsräder sind elektronisch synchronisiert und
stehen diesbezüglich mit einer Ansteuerschaltung in Verbindung.
[0020] Über die elektrisch leitfähigen Endlosriemen können ergänzend digitale Steuersignale
zum Modell geführt werden, um wahlweise alle vorhandenen Modellsonderfunktionen auszulösen
oder auszuführen. Diese Modellsonderfunktionen sind z.B. ein Dampferzeuger oder ein
Soundgenerator.
[0021] Der Tragkörper kann bei einer Ausführungsform der Erfindung eine eigenständige Bedien-
und/oder integrierte optische oder akustische Anzeigeeinheit aufweisen. Hierdurch
besteht die Möglichkeit des Auslösens und/oder des Darstellens von Betriebsfunktionen
oder Betriebsdaten. Denkbar wäre hier z.B. die Anzeige einer modellgerecht gefahrenen
Geschwindigkeit.
[0022] Die erfindungsgemäße Einrichtung ist so konzipiert, dass selbige autark in der Lage
ist, das aufgesetzte Modell in Betrieb zu nehmen und die gewünschten Sonderfunktionen
auszulösen. Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, auch außerhalb einer Gleisanlage
Modelle vorzuführen und die Eigenschaften zu demonstrieren, ohne dass es eines externen
Schaltungsaufwands bedarf.
[0023] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist an den gegenüberliegenden Enden,
vorzugsweise im Bereich der Achsen, der Tragkörper mit prellbockartigen Anschlägen
versehen, wobei am oder im Prellbock bzw. dem vorhandenen Anschlag die Abstands-Messvorrichtung
integrierbar ist.
[0024] Als Messvorrichtung kommt z.B. ein Infrarotsensor, ein Ultraschallsensor und/oder
eine Lichtschrankenanordnung in Betracht.
[0025] Zwischen den Endlosriemen kann auf der Oberseite des Tragkörpers ein Mittelleiter
ausgebildet werden, um Modelle unterschiedlicher Hersteller betreiben zu können.
[0026] Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Führung für die Endlosriemen aus
einem elektrisch leitfähigen, reibungsarmen Material. Hier kommt beispielsweise Messing
oder eine ähnliche Legierung in Frage.
[0027] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Demonstration und Funktionsprüfung von Modelllokomotiven
oder sonstigem gleisgeführten rollenden Material wird mit Aufsetzen des Modells auf
die die Schienenfunktion übernehmenden Endlosriemen und Bestromen des Antriebs des
Modells gleichzeitig ein Aktivieren der Motoren für die Antriebsräder der Einrichtung
vorgenommen. Dieses dient dem Erhalt einer bezogen auf das Modell entgegengesetzt
orientierten Laufrichtung der Riemen. Weiterhin erfolgt mit oder bei Veränderung der
Modellbestromung eine angepasste Regelung der Motoren für die Antriebsräder, wobei
die erforderliche Regelgröße aus einer Abstandsmessung der Modellposition zu einem
Fixpunkt abgeleitet wird.
[0028] Es kann also bei einer Variation der Bestromung und damit veränderten Geschwindigkeit
eine leicht hin- und hergehende Bewegung des Modells auf der erfindungsgemäßen Einrichtung
realisiert werden, die jedoch begrenzt und quasi eingefangen wird durch die übergeordnete
Regelung unter Rückgriff auf die vorerwähnte Abstandsmessung. Damit ist eine nahezu
vorbildgetreue Bewegungsfunktion erzielbar, die sich deutlich von bekannten Prüfständen
mit Rollenlagerböcken oder derartigen Prüfständen unterscheidet, die über keinen eigenen
Antrieb verfügen.
[0029] Die Erfindung soll nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen sowie unter Zuhilfenahme
von Figuren näher erläutert werden.
[0030] Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung
mit Tragkörper, Antriebsrädern, Endlosriemen und Elektromotoren unter Weglassung eines
den Tragkörper verkleidenden Gehäuseteils;
- Fig. 2
- eine Stirnseitenansicht gemäß Darstellung nach Fig. 1 mit erkennbarer Achse und auf
der Achse angeordneten Antriebsrädern, die mit dem elektromotorischen Antrieb in Wirkverbindung
stehen;
- Fig. 3
- eine Teildarstellung eines Vorderseitenabschnitts gemäß Fig. 1 mit erkennbarem Antriebsmotor
für die erfindungsgemäße Einrichtung und Getriebe sowie auf der Oberseite des Tragkörpers
verlaufenden Endlosriemen mit Führung;
- Fig. 4
- eine Querschnittsdarstellung durch den Tragkörper mit Führung, Mittelleiter und von
der Führung gestützten Endlosriemen der ersten Ausführungsform;
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf der Basis der Darstellung nach Fig. 1, jedoch unter Fortlassung
jeweils im Randereich befindlicher prellbockartiger Anschläge;
- Fig. 6
- eine teilweggebrochene Darstellung (Fortlassung des Tragkörpers) zum Deutlichmachen
der Elemente der Führung, der Achse mit Antriebsrädern und des Verlaufs der Endlosrundriemen
gemäß erster Ausführungsform;
- Fig. 7
- eine Darstellung der mit Gehäusefuß und Abdeckung komplettierten, vitrinenfertigen
Einrichtung zur Demonstration und Funktionsprüfung von Modelllokomotiven;
- Fig. 8
- eine Darstellung der erfindungsgemäßen Einrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform
in seitlicher Perspektive, wobei der Tragkörper gleichzeitig den Sockel und das diesbezügliche
Gehäuseteil der Einrichtung bildet;
- Fig. 9
- eine Darstellung ähnlich derjenigen nach Fig. 8, jedoch mit weggenommener oberer Verkleidung
und erkennbaren Endlosriemen, Antriebsrädern und Bedienelementen;
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Einrichtung mit Blick auf die wesentlichen
technischen Baugruppen, die sich im Sockel befinden, der beispielsweise aus einem
Holz- oder Kunststoffblock bzw. einem entsprechenden Material besteht, mit den jeweils
für jedes Antriebsradpaar vorgesehenen elektromotorischen Antrieben und Details der
Bedienelemente;
- Fig. 11
- eine Detaildarstellung gemäß der Abbildung nach Fig. 10 mit Antriebsradpaar, Endlosriemen,
Elektromotor und zugehörigem Getriebe und
- Fig. 12
- eine Detaildarstellung aus der Gesamtansicht nach Fig. 9 mit erkennbarer Messeinrichtung
zur laufenden Erfassung des Abstands des Modells von einem Festpunkt, Endlosriemen
und im Sockel befindlichen Bedienelementen.
[0031] Für die nachstehend beschriebenen Ausführungsformen werden für dieselben Mittel oder
Teile dieselben Bezugszeichen verwendet, ohne dass zu jeder Figur im Detail noch einmal
vorher geschilderte technische Zusammenhänge wiederholt werden.
[0032] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung insbesondere nach den Fig. 1, 2 und 8 wird
von einem Tragkörper 1 ausgegangen, der z.B. aus Holz oder einem Kunststoff-Spritzgussmaterial
bestehen kann.
[0033] An den stirnseitigen Enden des langgestreckten Tragkörpers 1 sind Achsen 2 eingebracht,
die mit einer Antriebseinheit 3, im Regelfall einem Elektromotor 4 (siehe Fig. 3)
in Wirkverbindung stehen.
[0034] Die Antriebsräder weisen einen Abstand auf der jeweiligen Achse 2 auf, welche der
Modellspurweite entspricht.
[0035] Zwischen den Antriebsrädern der jeweils gegenüberliegenden Achsen 2 sind auf den
Rädern Endlosrundriemen 5 aus einem elektrisch leitfähigen Material aufgespannt.
[0036] Über die Endlosrundriemen 5 kann das auf die Einrichtung aufgesetzte Modell bestromt
werden.
[0037] Die Endlosriemen 5 verlaufen auf der Oberseite des Tragkörpers 1 in einer Führung
6 (siehe insbesondere Fig. 4).
[0038] Die Führung 6 stützt die Endlosriemen 5 an ihrer Unterseite und zur Außenseite ab.
[0039] Die Endlosriemen 5 können durch diese spezielle Führung in hervorragender Weise die
notwendige Gleisfunktion für das aufgesetzte Modell übernehmen.
[0040] Bevorzugt in oder an den prellbockartigen Gebilden 7 befindet sich jeweils mindestens
eine Messvorrichtung, z.B. ein IR-Entfernungssensor, zur laufenden Erfassung des Abstands
des Modells von einem Festpunkt. Weiterhin ist entweder in der Einrichtung integriert
oder separat ausgeführt eine Regeleinheit vorhanden, welche bei festgestellter Abstandsänderung
die Motoren 3 zur Bewegung der Endlosriemen 5 mit dem Ziel beeinflusst, den jeweiligen
Abstand im Wesentlichen in einem Toleranzbereich zu halten.
[0041] Weiterhin können noch Sicherheitsanschläge 8 ausgebildet werden, um bei einem Anheben
und Fortbewegen der Einrichtung mit aufgesetztem Modell ein unerwünschtes Verschieben
desselben auszuschließen.
[0042] Zwischen den Führungen 6, die sich im Tragkörper 1 befinden, ist bei einer Ausführungsform
noch ein Mittelleiter 9 eingebracht oder vorhanden, um Modelle verschiedener Hersteller
und Stromversorgungstechniken auf die Einrichtung aufsetzen und in Betrieb nehmen
zu können.
[0043] Wie aus den Darstellungen nach Fig. 5 oder 10 erkennbar, sind beide Achsen 2, die
mit den Antriebsrädern die Endlosriemen 5 tragen, mit je einem Elektromotor 3 in Wirkverbindung
stehend. Durch den notwendigen synchronisierten Betrieb der Elektromotoren 3 werden
unerwünschte Dehnungen und Stauchungen der Endlosriemen verhindert, so dass sich insgesamt
ein hervorragender vorbildgerechter Demonstrationsbetrieb für das Modell ergibt.
[0044] Falls erforderlich, besteht die Möglichkeit, pro Achse zwei Motoren vorzusehen, die
dann gegenüberliegend an den Stirnseiten des Tragkörpers fixierbar sind.
[0045] Einzelheiten der Führung 6 für die beiden Riemen 5 nebst Achse 2 und Antriebsrad
10 (verdeckt in Fig. 12, sichtbar in Fig. 11) können der Fig. 6 oder 12 entnommen
werden, die auch den Mittelleiter 9 nebst Motor 3 (nicht in Fig. 12) zeigt.
[0046] Die Fig. 3 stellt eine Seitenansicht des Tragkörpers 1 nach erster Ausführungsform
dar, wobei am Tragkörper eine Getriebeeinheit 11 angeflanscht ist, um die erforderliche
Drehzahluntersetzung des Motors 3 bzw. 4 zu bewerkstelligen.
[0047] Die einsatzfähige Einrichtung zur Demonstration und Funktionsprüfung von Modelllokomotiven
gemäß Fig. 7 zeigt den Sockel 12, der bei der ersten Ausführungsform den Tragkörper
mit dort befindlichen technischen Baugruppen umschließt, und eine durchsichtige Abdeck-
oder Schutzkappe. Grundgehäuse und Tragkörper können gemäß zweiter Ausführungsform,
z.B. gemäß Fig. 8, eine Einheit bilden.
[0048] Wie in der Fig. 7 dargestellt, können am oder im Gehäuse 12 Bedienelemente, z.B.
Näherungsschalter 20, und/oder Anzeigeeinrichtungen vorhanden sein, um die erfindungsgemäße
Einrichtung in Betrieb zu nehmen, Steuerfunktionen auszulösen und/oder über eine digitale
Schnittstelle Sonderfunktionen des Modells auszuführen.
[0049] Bei der zweiten Ausführungsform der Erfindung, die in den Fig. 8 bis 12 dargestellt
ist, bildet der Tragkörper gleichzeitig einen Sockel. Der Sockel weist Hohlräume auf,
um die funktionswesentlichen Elemente wie z.B. Achsen, Antriebsräder, Motoren, Regelungselektronik
und so weiter aufzunehmen. Der Sockel kann aus optisch ansprechenden Materialien,
z.B. Hölzern oder hochwertigem Kunststoffmaterial gefertigt werden. Wie in der Fig.
8 gezeigt, kann auf den Sockel eine transparente Abdeckung aufgesetzt werden, um das
entsprechende Modell vor Staub, Schmutz oder Beschädigungen zu schützen.
1. Einrichtung zur Demonstration und Funktionsprüfung von Modelllokomotiven oder sonstigem
gleisgeführten rollenden Modellmaterial, bestehend aus einem Tragkörper mit Ober-
und Unterseite, welcher zwei beabstandet gegenüberliegende Achsen und auf der Achse
angeordneten Antriebsrädern aufweist, wobei der Abstand der Antriebsräder auf der
jeweiligen Achse der Modellspurweite entspricht, sowie zwischen den Antriebsrädern
der gegenüberliegenden Achsen auf den Rädern aufgespannten Endlosriemen, auf welche
die Radsätze der Modelllokomotive oder des rollenden Materials aufsetzbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Endlosriemen (5) aus einem elektrisch leitfähigen Material bestehen und hierüber
die Stromversorgung zum Modell erfolgt, die Antriebsräder (10) mit mindestens je einem
im oder am Tragkörper (1) befindlichen Motor (3; 4) in Wirkverbindung stehen, um die
Endlosriemen (5) in Bewegung zu versetzen, weiterhin die Endlosriemen (5) auf der
Oberseite des Tragkörpers (1) in einer offenen Führung (6) verlaufen, welche die Riemen
insbesondere unterseitig abstützt, sowie mindestens eine Messeinrichtung zur laufenden
Erfassung des Abstands des Modells von einem Festpunkt und eine Regeleinheit, welche
bei festgestellter Abstandsänderung die Motoren (3; 4) zur Bewegung der Endlosriemen
(5) mit dem Ziel beeinflusst, den jeweiligen Abstand im Wesentlichen in einem Toleranzbereich
zu halten.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Endlosriemen (5) als metallische Federrundriemen ausgebildet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Motoren (3; 4) zum Antreiben der Antriebsräder elektronisch synchronisiert sind.
4. Einrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
über die elektrisch leitfähigen Endlosriemen (5) digitale Steuersignale zum Modell
geführt werden, um wahlweise alle Modellsonderfunktionen auszulösen oder auszuführen.
5. Einrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Tragkörper (1) eine Bedien- oder eine integrierte optische oder akustische Anzeigeeinheit
zum Auslösen und/oder Darstellen von Betriebsfunktionen oder Betriebsdaten aufweist.
6. Einrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
an den jeweiligen Enden vorzugsweise im Bereich der Achsen der Tragkörper (1) prellbockartige
Anschläge (7) aufweist, wobei am oder im prellbockartigen Anschlag die Messeinrichtung
befindlich ist.
7. Einrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
als Messeinrichtung ein Infrarotsensor, ein Ultraschallsensor und/oder mindestens
eine Lichtschranke vorgesehen ist.
8. Einrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen den Endlosriemen (5) auf der Oberseite des Tragkörpers (1) ein Mittelleiter
(9) ausgebildet ist.
9. Einrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führung (6) aus einem elektrisch leitfähigen Material besteht.
10. Einrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Tragkörper (1) gleichzeitig einen Sockel bildet, welcher einen Hohlraum aufweist.
11. Verfahren zur Demonstration und Funktionsprüfung von Modelllokomotiven oder sonstigem
gleisgeführten Modellmaterial mit einer Einrichtung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mit Aufsetzen des Modells auf die die Schienenfunktion übernehmenden Endlosriemen
und Bestromen des Antriebs des Modells gleichzeitig die Motoren für die Antriebsräder
der Einrichtung zum Erhalt einer bezogen auf das Modell entgegengesetzt orientierten
Laufrichtung aktiviert werden, weiterhin mit oder bei Veränderung der Modellbestromung
eine angepasste Regelung der Motoren für die Antriebsräder erfolgt, wobei die erforderliche
Regelgröße aus einer Abstandsmessung der Modellposition zu einem Fixpunkt abgeleitet
wird.
1. Device for demonstrating and functionally testing model locomotives or other rail-guided
rolling model material, comprised of a carrying body having a top side and a bottom
side, which comprises two spaced opposite axles and drive wheels arranged on the axle,
wherein the drive wheels' spacing on the respective axle corresponds to the gauge
of the model track, as well as endless belts spanned onto the wheels in between the
drive wheels of the opposite axles, onto which the wheel sets of the model locomotive
or the rolling material may be placed,
characterized in that
the endless belts (5) are made of an electrically conductive material and hereby the
power supply to the model is performed, the drive wheels (10) are in operative connection
with at least one motor (3; 4) situated in or on the carrying body (1) to set the
endless belts (5) in motion, the endless belts (5) moreover run in an open guide (6)
on the top side of the carrying body (1), which guide supports the belts in particular
from below, as well as at least one measuring device for continuously detecting the
model's distance from a fixed point, and a control unit which, when a distance change
is determined, causes the motors (3; 4) to move the endless belts (5) for the purpose
of keeping the respective distance essentially within a tolerance range.
2. Device according to claim 1,
characterized in that
the endless belts (5) are formed as metallic spring round belts.
3. Device according to claim 1 or 2,
characterized in that
the motors (3; 4) are electronically synchronized for driving the drive wheels.
4. Device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
digital control signals are guided to the model via the electrically conducting endless
belts (5) to selectively trigger or execute any of the model's special functions.
5. Device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the carrying body (1) comprises an operating unit or an integrated optical or acoustical
display unit to trigger and/or display operational functions or operational data.
6. Device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
at the respective ends, preferably in the area of the axles, the carrying body (1)
comprises buffer-like stops (7), wherein the measuring device is situated on or in
the buffer-like stop.
7. Device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
an infrared sensor, an ultrasonic sensor and/or at least one light barrier is provided
as the measuring device.
8. Device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
a neutral conductor (9) is formed on the top side of the carrying body (1) between
the endless belts (5).
9. Device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the guide (6) is made of an electrically conductive material.
10. Device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the carrying body (1) at the same time forms a pedestal which comprises a hollow space.
11. Method for demonstrating and functionally testing model locomotives or other rail-guided
rolling model material with a device according to any one of the preceding claims,
characterized in that
upon placing the model onto the endless belts that adopt the rail function and energizing
the model's drive, the motors for the drive wheels of the device are activated for
obtaining a running direction oriented to be opposite with respect to the model, moreover
an adapted control of the motors for the drive wheels is performed with or upon a
change of the model's energization, wherein the required control parameter is derived
from a distance measurement of the model's position to a fixed point.
1. Système pour la démonstration et le contrôle fonctionnel de modèles réduits de locomotives
ou autres modèles réduits de matériels roulants guidés sur rails, constitués d'un
corps porteur avec un côté supérieur et un côté intérieur, comprenant deux essieux
opposés écartés et des roues d'entraînement agencées sur les essieux, dans lequel
la distance des roues d'entraînement sur l'essieu respectif correspond à l'écartement
de voie du modèle réduit, et comprend également des courroies sans fin tendues sur
des poulies entre les roues d'entraînement des essieux opposés, poulies sur lesquelles
les jeux de roues du modèle réduit de locomotive ou du modèle réduit de matériel roulant
peuvent être posés,
caractérisé en ce que
les courroies sans fin (5) sont en un matériau électriquement conducteur et l'alimentation
électrique au modèle réduit a lieu au moyen de celles-ci, les roues d'entraînement
(10) sont en liaison d'action avec au moins un moteur respectif (3 ; 4) qui se trouve
dans ou sur le corps porteur (1), afin de mettre les courroies sans fin (5) en mouvement,
les courroies sans fin (5) s'étendent en outre sur le côté supérieur du corps porteur
(1) dans un guidage ouvert (6) qui soutient les courroies, en particulier sur le côté
inférieur, et comprenant au moins un système de mesure pour détecter en permanence
la distance du modèle réduit depuis un point fixe et une unité de régulation qui,
lors de la constatation d'une modification de la distance, influence les moteurs (3
; 4) pour le déplacement des courroies sans fin (5) avec pour but de maintenir la
distance respective sensiblement dans une plage de tolérances.
2. Système selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les courroies sans fin (5) sont réalisées sous forme de courroies-ressorts arrondies
métalliques.
3. Système selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que les moteurs (3 ; 4) pour l'entraînement des roues d'entraînement sont synchronisés
de manière électronique.
4. Système selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que des signaux de commande numériques sont amenés au modèle réduit via les courroies
sans fin électriquement conductrices (5), afin de déclencher ou d'exécuter au choix
toutes les fonctions spéciales du modèle réduit.
5. Système selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le corps porteur (1) comprend une unité de service ou une unité intégrée d'affichage
optique ou acoustique pour déclencher et/ou représenter des fonctions de service ou
des données de services.
6. Système selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le corps porteur (1) comporte, aux extrémités respectives et de préférence dans la
région des essieux, des butées (7) semblables à des butoirs, et le dispositif de mesure
se trouve sur ou dans la butée semblable à un butoir.
7. Système selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'on prévoit à titre de dispositif de mesure un capteur à infrarouge, un capteur
à ultrasons et/ou au moins une barrière lumineuse.
8. Système selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'un conducteur central (9) est réalisé entre les courroies sans fin (5) sur la face
supérieure du corps porteur (1).
9. Système selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le guidage (6) est en matériau électriquement conducteur.
10. Système selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le corps porteur (1) forme simultanément un socle, qui comporte une cavité.
11. Procédé pour la démonstration et le contrôle fonctionnel de modèles réduits de locomotives
ou autres modèles réduits de matériels roulants guidés sur rails avec un système selon
l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
en posant le modèle réduit sur les courroies sans fin qui reprennent la fonction des
rails et en alimentant électriquement l'entraînement du modèle réduit on active simultanément
les moteurs pour les roues d'entraînement du système afin d'obtenir une direction
de déplacement orientée en sens opposé par référence au modèle réduit, et avec une
modification ou en cas de modification de l'alimentation électrique du modèle réduit
il se produit une régulation adaptée des moteurs pour les roues d'entraînement, et
la grandeur de régulation nécessaire est dérivée d'une mesure de distance de la position
du modèle réduit par rapport à un point fixe.