Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Kohlenstoffträger
enthaltenden Briketts, wobei die Kohlenstoffträger mit einem Bindemittelsystem einer
Vermischung unter Zugabe von Wasserdampf unterzogen werden und das dabei erhaltene
Gemisch einer Pressung zu Briketts unterzogen wird.
Stand der Technik
[0002] Steinkohlebrikettierung diente in früherer Zeit vor allem der Herstellung von stückigen
Kohlenstoffträgern aus Feinkohle für die Verwendung als Hausbrand oder in industriellen
Rostfeuerungen. Es sind daher zahlreiche Verfahren der Steinkohlebrikettierung bekannt.
Für das COREX®/FINEX®-Verfahren zur Herstellung von flüssigem Roheisen ist Steinkohlebrikettierung
von hoher Bedeutung, da diese Verfahren auf einem Festbettprozess beruht, bei welchem
das Festbett durch stückige Kohlenstoffträger erzeugt wird.
[0003] Bei diesen auch durch den Fachbegriff Schmelzreduktionsprozess gekennzeichneten Verfahren
werden stückige Kohlenstoffträger gemeinsam mit vorreduzierten Eisenträgern und Zuschlägen
auf die Festbettoberfläche einse sogenannten Einschmelzvergasers chargiert. In dem
Einschmelzvergaser werden die vorreduzierten Eisenträger fertigreduziert und ein schmelzflüssiges
Roheisen und eine schmelzflüssige Schlacke erzeugt, welche von Zeit zu Zeit durch
den Abstich gewonnen wird. Die für den Schmelzvorgang notwendige Wärme wird durch
Vergasung der stückigen Kohlenstoffträger mittels Sauerstoff bereitgestellt. Die hierbei
entstehenden heißen Gase durchdringen das Festbett unter Abgabe von Wärme und verlassen
das Festbett an der Festbettoberfläche. Im Gegenstrom zu den heißen Gasen durchsickern
schmelzflüssiges Roheisen und schmelzflüssige Schlacke das Festbett und sammeln sich
in dessen unterstem Bereich, dem sogenannten Sumpf. Für diese Vorgänge ist eine ausreichende
Permabilität des Festbettes erforderlich, welche von der Körnung der stückigen Kohlenstoffträger
bei Chargierung auf die Festbettoberfläche und der Kornstabilität der stückigen Kohlenstoffträger
unter den auf der Festbettoberfläche beziehungsweise im Festbett währenden Bedingungen
abhängig ist. Die Körnung der stückigen Kohlenstoffträger sollte daher bei Chargierung
auf die Festbettoberfläche einen hinreichend großen Grobkornanteil und einen begrenzten
Unterkornanteil aufweisen. Eine aus dem Ausgangsmaterial der Kohlenstoffträger durch
Siebung eingestellte geeignete Körnung für die chargierten stückigen Kohlenstoffträger
darf bei der Handhabung bis zur Chargierung auf die Festbettoberfläche infolge mechanischer
Beanspruchungen nicht wesentlich zerstört werden. Weiterhin sollte die Körnung der
stückigen Kohlenstoffträger unter den auf der Festbettoberfläche beziehungsweise im
Festbett währenden Bedingungen hinreichend großen Grobkornanteil und einen begrenzten
Unterkornanteil bewahren. Das Widerstandsvermögen eines stückigen Kohlenstoffträgers
gegen Zerstörung seiner Körnung bei der Handhabung bis zur Chargierung auf die Festbettoberfläche
wird als Kaltfestigkeit, das Widerstandsvermögen eines stückigen Kohlenstoffträgers
gegen Zerstörung seiner Körnung unter den auf beziehungsweise im Festbett währenden
Bedingungen wird als Heißfestigkeit bezeichnet.
[0004] Beim COREX®/FINEX®-Verfahren zur Herstellung von flüssigem Roheisen werden üblicherweise
Steinkohlen als Kohlenstoffträger eingesetzt. Handelsübliche Steinkohlen weisen in
der Regel nur einen Anteil 30-70% Grobkorn auf, welcher unmittelbar als stückiger
Kohlenstoffträger chargiert werden kann. Um auch den Unterkornanteil in stückigen
Kohlenstoffträgern verwenden zu können, bietet sich seine Brikettierung an.
[0005] Anders als bei Stücken der Steinkohle, bei denen die Kalt- und die Heißfestigkeit
naturgegebene Eigenschaften sind, können bei der Brikettierung Kalt- und die Heißfestigkeit
der produzierten stückigen Kohlenstoffträger Briketts durch die Art des angewandten
Verfahrens und Merkmale seiner Durchführung günstig beeinflusst werden.
[0006] Aus
US No 6332911,
WO200250219,
WO2004020555,
WO2005071119,
WO9901583;
WO2010081620 sind Steinkohle-Brikettierverfahren in Verbindung mit COREX®/FINEX® beschrieben.
Hierin werden eine Vielzahl möglicher Bindemittelsysteme für diesen Zweck genannt,
darunter auch Stärke und Polymere. In den erwähnten Ausführungen werden jeweils Bindemittel
in flüssiger Form mit der zu brikettierenden Kohle vermengt. Stärke und Polymere -
insbesondere PVA -, welche in fester körniger bis pulvriger Konsistenz vorliegen,
müssen jedoch mit hohen Wasseranteilen - 1 Teil trockener Binder mit mindestens 10
Teilen Wasser oder mehr - vermengt werden, um einen handhabbaren flüssigen Binder
zu ergeben. Bei zu geringen Wasserzusätzen ist eine gleichmäßige Verteilung des Binders
in der Kohle schwierig. Es bilden sich leicht Verklumpungen. Hierdurch wird das Bindevermögen
des Binders reduziert, was dann durch einen Mehrverbrauch von Binder ausgeglichen
werden müsste. Dies ist jedoch aus Kostengründen unerwünscht. Wird der Wasseranteil
des Binders aus diesem Grund erhöht, lässt sich dieser zwar besser in der Kohle verteilen,
führt aber zu einer sehr nassen Mischung, die sich nicht ohne Weiteres brikettieren
lässt, da die nasse Mischung aufgrund ihren Adhäsivität in der Brikettpressenaufgabe
verstärkt zur Brückenbildung neigt und die Briketts daher oft in den Formen der Presse
hängenbleiben.
[0007] Jedoch ist es für einen Einsatz der Briketts im COREX®IFINEX®-Verfahren zur Herstellung
von flüssigem Roheisen notwendig, einen Brikettierprozess nicht nur bezüglich Optimierung
der Festigkeit der Briketts, sondern auch bezüglich einer Begrenzung der Feuchte der
Briketts vor der Verwendung zur Herstellung von flüssigem Roheisen zu kontrollieren.
[0008] In
US1121325 auch die Vermischung von Stärke in Pulverform mit Kohle unter gleichzeitigem Einsatz
von Wasserdampf gezeigt worden. Der Wasserdampf muss jedoch erst aufwändig hergestellt
werden, was die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens belastet.
[0009] In den Dokumenten
US3018227A,
US4557733A,
US1871104A wird Dampf im Umfeld der Herstellung von Briketts beschrieben, allerdings wird kein
Abdampf anderer Verfahrensschritte beim Mischschritt von Kohlenstoffträgern und Bindemittelsystem
zugegeben.
Zusammenfassung der Erfindung
Technische Aufgabe
[0010] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung von Briketts bereitzustellen, das auch bei Einsatz von Wasserdampf
zur Vermischung von Kohlenstoffträgern und Bindemittelsystemen eine wirtschaftliche
Verfahrensführung ermöglicht.
Technische Lösung
[0011] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines Kohlenstoffträger
enthaltenden Briketts, wobei die Kohlenstoffträger mit einem Bindemittelsystem einer
Vermischung unter Zugabe von Wasserdampf unterzogen werden und das dabei erhaltene
Gemisch einer Pressung zu Briketts unterzogen wird.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest einer der Schritte aus der Gruppe bestehend aus
- Trocknung der Kohlenstoffträger vor der Vermischung,
- Einstellung der Temperatur der mit dem
Bindemittelsystem zu vermischenden Kohlenstoffträger vor der Vermischung in einen
vordefinierten Temperaturbereich,
- Wärmebehandlung der Briketts nach der Pressung,
durchgeführt wird,
wobei
- Trocknung der Kohlenstoffträger vor der Vermischung, und/oder
- Wärmebehandlung der Briketts nach der Pressung,
und/oder
- Einstellung der Temperatur der mit dem Bindemittelsystem zu vermischenden Kohlenstoffträger
vor der Vermischung in einen vordefinierten Temperaturbereich,
mittels direkter oder indirekter Wechselwirkung mit einem überhitzten Wasserdampf
erfolgen,
und bei der Wechselwirkung anfallender Abdampf zumindest als Teilmenge des bei der
Vermischung zugegebenen Wasserdampfes genutzt wird.
[0013] Bei den Kohlenstoffträgern handelt es sich bevorzugt um Kohlenstoffträger mit einer
Korngröße unter 4 mm, bestimmt durch Siebanalyse. Solche Kohlenstoffträger werden
in dieser Anmeldung auch als Feinkohle bezeichnet.
Bevorzugt umfassen die Kohlenstoffträger Kohle, besonders bevorzugt Steinkohle, ganz
besonders bevorzugt handelt es sich bei den Kohlenstoffträgern um Steinkohle. Die
Kohlenstoffträger koennen auch Koks, Petrolkoks, kohlenstoffhaltige Stäube, kohlenstoffhaltige
Schlämme umfassen oder aus ihnen bestehen. Es kann eine einzige Art von Kohlenstoffträger,
beispielsweise eine einzige Art Kohle beziehungsweise Steinkohle, verwendet werden,
oder Mischungen aus verschiedenen Arten von Kohlenstoffträgern, beispielsweise verchiedenen
Arten von Kohlen beziehungsweise Steinkohlen. Mit einer Art von Kohlenstoffträger
ist dabei beispielsweise gemeint Kohlenstoffträger einer Herkunftsquelle, oder Kohlenstoffträger
eines Inkohlungsgrades, oder beispielsweise nur metallurgische Kohlen oder nur thermische
Kohlen. Unter verschiedener Art von Kohlenstoffträger ist dabei beispielsweise zu
verstehen Kohlenstoffträger verschiedener Herkunftsquellen, oder Kohlenstoffträger
mit verschiedenen Inkohlungsgraden, oder beispielsweise metallurgische Kohlen und
thermische Kohlen.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Kohlenstoffträger zu Briketts verarbeitet,
indem die Kohlenstoffträger mit einem Bindemittelsystem unter Zugabe von Wasserdampf
vermischt werden und das dabei erhaltene Gemisch zu Briketts gepresst wird.
[0015] Infolge des Einsatzes von Wasserdampf werden bei gleichem Verbrauch an Bindemittelsystem
gegenüber Verfahren ohne Wasserdampfeinsatz wesentlich höhere Festigkeiten der Briketts
erzielt.
Der Wasserdampf - beziehungsweise seine Eigenschaften, das heißt seine Qualität -,
der bei der Vermischung zugegeben wird, beeinflusst die Eigenschaften der erhaltenen
Briketts - beispielsweise über die Menge des in das Gemisch eingebrachten Wassers
oder über die Menge an eingebrachter Energie. Die Qualität des Wasserdampfes hinsichtlich
Energieinhalt und Wassergehalt pro Mengeneinheit Dampf kann beispielsweise über Ausmaß
der Überhitzung in überhitztem Dampf, oder über Ausmass an Kondensation in Nassdampf
eingestellt werden. Hierzu können Wasserdämpfe verschiedener Qualität gemischt werden.
Auch über die zugegebene Menge des Wasserdampfes und/oder über die Dauer der Zugabe
ist die Vermischung in Hinblick auf eine Optimierung der Brikettqualität einstellbar.
[0016] Das Bindemittelsystem umfasst zumindest einen Binder und gegebenenfalls weitere Substanzen,
beispielsweise Lösungsmittel für den Binder. Ein Binder ist in diesem Zusammenhang
ein Stoff, durch den Feststoffe mit feinem Zerteilungsgrad, beispielsweise Pulver,
miteinander verklebt werden.
Nach einer Ausführungsform handelt es sich bei den Bindern um schwer wasserlösliche
Substanzen; unter schwer wasserlöslich ist eine Substanz zu verstehen, die zur vollständigen
Auflösung bei 20°C ein Verhältnis der Massenanteile Wasser zu Binder von gleich/größer
5 zu 1 benötigt.
Binder sind beispielsweise Stärke oder Polyvinylacetat PVA. Als Bindemittelsystem
kann beispielsweise in Wasser gelöste Stärke genutzt werden.
[0017] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zumindest einer der Schritte aus der Gruppe
von Schritten bestehend aus
- Trocknung der Kohlenstoffträger vor der Vermischung,
- Einstellung der Temperatur der mit dem Bindemittelsystem zu vermischenden Kohlenstoffträger
vor der Vermischung in einen vordefinierten Temperaturbereich,
- Wärmebehandlung der Briketts nach der Pressung,
durchgeführt.
[0018] Wenn die Kohlenstoffträger eine für die Herstellung von Briketts mit akzeptabler
Feuchte zu hohe Feuchte aufweisen, werden sie erfindungsgemäß getrocknet, bevor die
Vermischung mit dem Bindemittelsystem erfolgt. Bevorzugt ist eine Feuchte mit einem
Wassergehalt kleiner/gleich 7 Massen%, besonders bevorzugt ist eine Feuchte mit einem
Wassergehalt kleiner/gleich 5 Massen%.
[0019] Über die Einstellung der Temperatur der mit dem Bindemittelsystem zu vermischenden
Kohlenstoffträger können die Festigkeitseigenschaften der Briketts beeinflusst werden.
Daher wird erfindungsgemäß gegebenenfalls vor der Vermischung die Temperatur der mit
dem Bindemittelsystem zu vermischenden Kohlenstoffträger in einen vordefinierten -
hinsichtlich der gewünschten Festigkeitseigenschaften gewählten - Temperaturbereich
eingestellt.
Die Temperatur der Kohlenstoffträger bestimmt zunächst die Wärmemenge, die mit dem
Wasserdampf zugeführt werden muss, um die zur gewünschten Temperatur zur Vermischung
des Bindemittelsystems mit den Kohlenstoffträgern einzustellen. Je nachdem, wie viel
Energie dem Wasserdampf durch Aufheizung der Kohlenstoffträger entzogen wird, findet
in verschiedenem Ausmass Kondensation statt. Wenn die, beispielsweise durch diese
Kondensation veränderte, Feuchtigkeit des Gemisches in einem adäquaten Verhältnis
zur verwendeten Menge an Bindemittelsystem steht, wird die Festigkeit der Briketts
günstig beeinflusst.
[0020] Erfindungsgemäß erfolgt gegebenenfalls eine Wärmebehandlung - beispielsweise ein
Aufheizen -,_ die ein- oder mehrstufig sein kann, der Briketts nach der Pressung.
Durch die Wärmebehandlung können die Festigkeitseigenschaften der Briketts im Sinne
einer Härtung beeinflusst werden.
[0021] Erfindungsgemäß erfolgt zumindest einer der Verfahrensschritte
- Trocknung der Kohlenstoffträger vor der Vermischung,
- Wärmebehandlung der Briketts nach der Pressung,
- Einstellung der Temperatur der mit dem Bindemittelsystem zu vermischenden Kohlenstoffträger
vor der Vermischung in einen vordefinierten Temperaturbereich,
mittels direkter oder indirekter Wechselwirkung mit einem überhitzten Wasserdampf.
Bei direkter Wechselwirkung treten der überhitzte Wasserdampf und die Kohlenstoffträger
beziehungsweise Briketts stofflich in Kontakt, wobei Wärmeübertragung erfolgt.
Bei indirekter Wechselwirkung treten der überhitzte Wasserdampf und die Kohlenstoffträger
beziehungsweise Briketts stofflich nicht in Kontakt; Wärmeübertragung erfolgt beispielsweise
durch eine Wand.
Nach Absolvierung einer oder mehrerer der Aufgaben
- Trocknung der Kohlenstoffträger vor der Vermischung,
- Wärmebehandlung der Briketts nach der Pressung,
- Einstellung der Temperatur der mit dem Bindemittelsystem zu vermischenden Kohlenstoffträger
vor der Vermischung in einen vordefinierten Temperaturbereich,
durch den überhitzten Wasserdampf fällt ein sogenannter Abdampf mit geringerer Temperatur
als der überhitzte Wasserdampf an.
[0022] Die Vermischung kann unter batchweiser Materialzugabe erfolgen oder unter kontinuierlicher
Materialzugabe.
[0023] Unter Wärmebehanldung ist Wärmezufuhr, also Erwärmung, zu verstehen, aber nicht Wärmeabfuhr,
also Kühlung.
Vorteilhafte Wirkungen der Erfindung
[0024] Erfindungsgemäß wird bei der direkten oder indirekten Wechselwirkung anfallender
Abdampf zumindest als Teilmenge des bei der Vermischung zugegebenen Wasserdampfes
genutzt. Es kann der gesamte anfallende Abdampf derart genutzt werden oder ein Teil
des anfallenden Abdampfes. Dadurch wird die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens erhöht,
da der Abdampf energetisch und stofflich genutzt wird zur Erwärmung und als Lösungsmittel
für das Bindemittelsystem bei der Vermischung.
[0025] Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird in dem erfindungsgemäßen Verfahren das
Bindemittelsystem in festem Zustand, bevorzugt trocken, mit den Kohlenstoffträgern
vermischt. Auf diese Weise lässt sich das Bindemittelsystem besser mit den Kohlenstoffträgern
vermischen, als wenn beispielsweise ein zähflüssiges Bindemittelsystem verwendet werden
würde.
[0026] Nach einer weiteren Ausführungsform wird das Bindemittelsystem in flüssigem Zustand
mit den Kohlenstoffträgern vermischt; das kommt speziell bei flüssig vorliegenden
Bindemittelsystemen zum Einsatz.
[0027] Nach einer weiteren Ausführungsform wird das Bindemittelsystem mit den Kohlenstoffträgern
in einem ersten Mischschritt zu einer Vormischung vermischt,
und die Vormischung einem zweiten Mischschritt unter Zugabe des Wasserdampfes unterzogen.
Dann trifft der Wasserdampf auf eine bereits weitgehend homogenisierte Mischung aus
Kohlenstoffträgern und Bindemittelsystem.
[0028] Nach einer weiteren Ausführungsform wird dabei die Eintrittstemperatur der Vormischung
beim Eintritt in den zweiten Mischschritt in einen vordefinierten Temperaturbereich
eingestellt. Auch dadurch lassen sich die Eigenschaften der erhaltenen Briketts beeinflussen,
wie bereits vorab diskutiert.
[0029] Nach einer weiteren Ausführungsform wird dabei die Eintrittstemperatur der Vormischung
eingestellt durch Einstellung der Temperatur der dem ersten Mischschritt zugeführten
Kohlenstoffträger in ein vordefiniertes Temperaturintervall. Dann muss die Vormischung
nicht extra in der Vermischungsvorrichtung, in welcher sie hergestellt wird, erwärmt
werden, was einen geringeren apparativen Aufwand bedeutet.
[0030] Nach einer weiteren Ausführungsform erfolgt eine Regelung und/oder Steuerung des
zweiten Mischschrittes über Veränderung zumindest eines der Parameter aus der Gruppe
bestehend aus den Mitgliedern
- Menge - bei batchweisem Betrieb -, beispielsweise in kg, oder Mengenstrom - bei kontinuierlichem
Betrieb - , beispielsweise in kg/Zeiteinheit, der Kohlenstoffträger,
- Eintrittstemperatur der Kohlenstoffträger aus dem ersten Mischschritt beziehungsweise
Eintrittstemperatur der Vormischung in den zweiten Mischschritt,
- Eintrittsfeuchte der Kohlenstoffträger aus dem ersten Mischschritt beziehungsweise
Eintrittsfeuchte der Vormischung,
- Menge des zugegebenen Wasserdampfes bezogen auf Menge der Kohlenstoffträger,
- Druck und/oder Temperatur des zugegebenen Wasserdampfes,
- Wasserzugabe, bevorzugt in einem gewünschten Verhältnis zur Menge der Kohlenstoffträger
im zweiten Mischschritt,
- Wasserdampfmenge - bei batchweisem Betrieb -, beispielsweise in kg, oder Wasserdampfmengenstrom
- bei kontinuierlichem Betrieb - , beispielsweise in kg/Zeiteinheit,
- Dauer der Zugabe des Wasserdampfes, bevorzugt eine Dauer von 0,5 bis 30 min, besonders
bevorzugt von 2 bis 7 min.
Die Menge des zugegebenen Wasserdampfes bezogen auf die Menge der Kohlenstoffträger
im zweiten Mischschritt wird bevorzugt geregelt durch einen der folgenden Parameter:
- Wasserdampfmenge - bei batchweisem Betrieb -, beispielsweise in kg,
- Wasserdampfmengenstrom - bei kontinuierlichem Betrieb -, beispielsweise in kg/Zeiteinheit,
- Dauer der Zugabe des Wasserdampfes - bei batchweisem Betrieb -, bevorzugt eine Dauer
von 0,5 bis 30 min, besonders bevorzugt von 2 bis 7 min.,
- bei kontinuierlichem Betrieb Verweilzeit des Wasserdampfes und/oder der Vormischung
im zweiten Mischschritt.
Wenn bei batchweisem Betrieb über die Dauer der Zugabe des Wasserdampfes die Menge
des zugegebenen Wasserdampfes bezogen auf die Menge der Kohlenstoffträger im zweiten
Mischschritt geregelt wird, setzt das selbstverständlich voraus, den in dieser Zeit
herrschenden Dampfmengenstrom zu kennen.
[0031] Nach einer weiteren Ausführungsform erfolgt bei zumindest einem Mitglied der Gruppe
bestehend aus den Mitgliedern
- Einstellung der Eintrittstemperatur der Vormischung beim Eintritt in den zweiten Mischschritt
in einen vordefinierten Temperaturbereich,
- Einstellung der Eintrittstemperatur der Vormischung durch Einstellung der Temperatur
der dem ersten Mischschritt zugeführten Kohlenstoffträger in ein vordefiniertes Temperaturintervall,
direkte oder indirekte Wechselwirkung mit Wasserdampf. Vorzugsweise wird dabei überhitzter
Wasserdampf eingesetzt.
[0032] Nach einer weiteren Ausführungsform wird bei dieser Wechselwirkung anfallender Abdampf
zumindest als Teilmenge des bei der Vermischung zugegebenen Wasserdampfes genutzt.
Das hat den Vorteil, dass er stofflich und energetisch wieder in das Verfahren eingebracht
wird.
[0033] Vorteilhafterweise enthält das Bindemittelsystem Stärke. Stärke ist billig und leicht
verfügbar und nicht umweltschädlich.
Nach einer weiteren Ausführungsform enthält das Bindemittelsystem zumindest einen
Bestandteil aus der Gruppe bestehend aus den Mitgliedern
- synthetische Polymere,
- unter den Bedingungen des zweiten Mischschrittes zu synthetischen Polymeren polymerisierende
Monomere,
- unter den Bedingungen der Trocknung der bei der Pressung erhaltenen Briketts zu synthetischen
Polymeren polymerisierende Monomere.
[0034] Unter synthetische Polymere ist beispielsweise zu verstehen:
- Styrol-Butadien-Mischpolymerisate,
- Acrylate,
- Thermoplaste und Kunstharze wie beispielsweise
∘ Polystyrol,
∘ Polyäthylen,
∘ Polyvinylalkohol,
∘ Polyäthylenwachs,
∘ Phenolharz,
∘ Xylolformaldehydharz,
- Polyurethane wie beispielsweise
∘ Polyähter
∘ Polyisocyanate
Bevorzugterweise enthält das Bindemittelsystem Polyvinylacetat. Polyvinylacetat ist
leicht und in großen Mengen verfügbar und beispielsweise gemäß Anspruch 12 im Zuge
eines Verfahrens zur Erzeugung von Roheisen herstellbar.
[0035] Nach einer weiteren Ausführungsform werden den Kohlenstoffträgern die Heißfestigkeit
von Briketts erhöhende Komponenten in einer Menge von 1 bis zu 10 Massen%, bezogen
auf die Masse der der Vermischung zugeführten Kohlenstoffträger, zugesetzt. Dabei
kann es sich beispielsweise um Bitumina in körniger Form oder als Tropfensprüh, Stäube/Schlämme
aus metallurgischen Verfahren, Kohlen mit gegenüber den Kohlenstoffträgern erhöhter
Heißfestigkeit handeln.
[0036] Nach einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Gemisch,
bevor es der Pressung zu Briketts unterworfen wird, einer Voragglomeration unterzogen.
Die Pressung von voragglomerierten Gemisch bringt Vorteile hinsichtlich der Eigenschaften
der Briketts, speziell eine höhere Dichte, die zu festeren Briketts führt.
[0037] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist die Verwendung von nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Briketts bei einem Verfahren zur Herstellung
von Roheisen unter Vergasung der Kohlenstoffträger.
Vorzugsweise wird bei dem Verfahren zur Herstellung von Roheisen unter Vergasung der
Kohlenstoffträger anfallende Abwärme zur Herstellung zumindest einer Teilmenge eines
in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten
Wasserdampfes genutzt.
[0038] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist ein Verfahren, bei dem das
Bindemittelsystem Polyvinylacetat enthält, wobei das Polyvinylacetat zumindest zum
Teil aus Monomeren erzeugt wird, die mittels eines Synthesegases, welches auf bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von Roheisen unter Vergasung der Kohlenstoffträger
anfallendem Exportgas basiert, unter Konversion von CO des Synthesegases über Essigsäure
in Vinylacetat gewonnen werden.
[0039] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist eine Vorrichtung,
geeignet zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens, mit einer Vermischungseinrichtung
zur Vermischung von Kohlenstoffträgern mit einem Bindemittelsystem,
und mit einer Presseinrichtung zur Pressung von Briketts auf Basis eines aus der Vermischungseinrichtung
erhaltenen Gemisches,
wobei die Vermischungseinrichtung eine
Wasserdampfzugabeleitung zur Zugabe von Wasserdampf umfasst, dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Mitglied der Gruppe bestehend aus
- Trockner zur Trocknung von Kohlenstoffträgern,
- Wärmebehandlungsvorrichtung zur Wärmebehandlung der Briketts,
- Vorrichtung zur Änderung der Temperatur der Kohlenstoffträger vor Eingabe in die Vermischungseinrichtung
vorhanden ist,
wobei
- der Trockner, und/oder
- die Vorrichtung zur Änderung der Temperatur der Kohlenstoffträger vor Eingabe in die
Vermischungseinrichtung, und/oder
- die Wärmebehandlungsvorrichtung zur Wärmebehandlung der Briketts,
eine Vorrichtung zur direkten oder indirekten Wechselwirkung mit Wasserdampf ist,
in welche eine Wasserdampfeinspeisungsleitung zur Einspeisung von Wasserdampf mündet,
und von der eine Abdampfleitung ausgeht,
und wobei die Abdampfleitung in die Wasserdampfzugabeleitung und/oder in die Vermischungseinrichtung
mündet.
[0040] Wenn in
- Trockner, und/oder
- Vorrichtung zur Änderung der Temperatur der Kohlenstoffträger vor Eingabe in die
Vermischungseinrichtung, und/oder
- Wärmebehandlungsvorrichtung zur Wärmebehandlung der Briketts,
der Druck gegenüber der Umgebung erhöht ist, sind vor und nach dem jeweiligen Aggregat
Druckausgleichsschleusen für die in den jeweiligen Aggregaten befindlichen Materialien
- beispielsweise Kohlenstoffträger, Gemisch, Briketts - installiert.
Beispielsweise sind Druckausgleichsschleusen für die Briketts installiert, wenn der
Druck in der Wärmebehandlungsvorrichtung zur Wärmebehandlung der Briketts gegenüber
der Umgebung erhöht ist.
[0041] Die Vermischungseinreichtung kann batchweise oder kontinuierlich betrieben werden.
[0042] Die Vorrichtung zur Änderung der Temperatur der Kohlenstoffträger vor Eingabe in
die Vermischungseinrichtung kann beispielsweise als beheizbare Kammer ausgeführt sein.
[0043] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist der Trockner die Vorrichtung zur Änderung
der Temperatur der Kohlenstoffträger vor Eingabe in die Vermischungseinrichtung. Das
senkt den apparativen Aufwand, den Wartungsaufwand, und Investitions- und Betriebskosten.
[0044] Die Wärmebehandlungsvorrichtung zur Wärmebehandlung der Briketts kann beispielsweise
als beheizbare Kammer ausgebildet sein.
[0045] Nach einer Ausführungsform ist ein Kohlenstoffträger-Speicher vorhanden, von dem
eine Kohlenstoffträger-Ausgabeleitung in den Trockner mündet. Bevorzugterweise ist
der Kohlenstoffträger-Speicher mit einer Vorrichtung zur Änderung der Temperatur von
im Kohlenstoffträger-Speicher befindlichen Kohlenstoffträgern versehen. Das erlaubt
es, kein extra Aggregat zur Änderung der Temperatur der Kohlenstoffträger zu benötigen.
[0046] Vorzugsweise umfasst die Vermischungseinrichtung
- einen Vormischer zur Durchführung eines ersten Mischschrittes,
- eine in den Vormischer mündenden Bindemittel-Zugabeleitung zur Zugabe eines Bindemittelsystems
in den Vormischer,
- eine in den Vormischer mündenden Kohlenstoffträger-Zugabeleitung zur Zugabe von Kohlenstoffträgern,
bevorzugt von Kohlenstoffträgern aus dem Trockner, in den Vormischer,
- einen Endmischer zur Durchführung eines zweiten Mischschrittes, in welchen die Wasserdampfzugabeleitung
mündet.
[0047] Vorzugsweise weist der Vormischer eine Vorrichtung zur Änderung der Temperatur von
im Vormischer befindlicher Vormischung auf; beispielsweise von einem Wärmeträger wie
Dampf oder Thermoöl durchströmte oder elektrische Heizelemente.
[0048] Vorzugsweise ist eine Vorrichtung zur Regelung und/oder Steuerung der
pro Zeiteinheit
und/oder
pro Mengeneinheit von zu brikettierendem Material in den Endmischer einbringbaren
Wasserdampfmenge vorhanden. Dadurch kann die Effizienz des erfindungsgemäßen Verfahrens
gesteigert werden, indem die Behandlungsbedinungen optimal auf das zu brikettierende
Gemisch abgestimmt wird.
[0049] Vorzugsweise ist zumindest ein Mitglied der Gruppe bestehend aus den Mitgliedern
- Vorrichtung zur Änderung der Temperatur von im Vormischer befindlicher Vormischung,
- Vorrichtung zur Änderung der Temperatur von im Kohlenstoffträger-Speicher befindlichen
Kohlenstoffträgern,
eine Vorrichtung zur direkten oder indirekten Wechselwirkung mit Wasserdampf, in welche
eine Wasserdampfeinspeisleitung zur Einspeisung von Wasserdampf mündet. Auf diese
Weise können die Änderungen der Temperatur mit Hilfe von Wasserdampf vorgenommen werden.
[0050] Nach Ausführungsformen mündet die Abdampfleitung in die Wasserdampfzugabeleitung
und/oder in die Vermischungseinrichtung.
Nach einer weiteren Ausführungsform mündet die Abdampfleitung in den Endmischer.
[0051] Nach Ausführungsformen sind in der Vermischungseinrichtung Vormischer und Endmischer
in einer apparativen Einheit zusammengefasst. Das senkt den apparativen Aufwand, den
Wartungsaufwand, und Investitions- und Betriebskosten.
[0052] Nach einer weiteren Ausführungsform umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung auch
eine Vorrichtung zur Voragglomeration des in der Vermischungseinrichung hergestellten
Gemisches. Diese ist dann über eine Gemischzufuhrleitung mit der Vermischungseinrichtung
verbunden, und mit einer Voragglomeratableitung mit der Presseinrichtung zur Pressung
von Briketts verbunden. Optional wird das in der Vermischungseinrichtung hergestellte
Gemisch vor Einführung in die Vorrichtung zur Voragglomeration in einem optional vorhandenen
Kneter geknetet. Hierdurch wird die Konsistenz des Gemisches für den Brikettiervorgang
gegenüber dem Zustand nach der Vermischungseinrichtung verbessert.
[0053] Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung ist mit dem Wort Dampf immer Wasserdampf gemeint.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0054] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand einiger schematischer beispielhafter
Figuren erläutert.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.
Figur 2 zeigt schematisch den Einsatz erfindungsgemäß hergestellter Briketts bei einem
Verfahren zur Herstellung von Roheisen unter Vergasung der Kohlenstoffträger sowie
die Nutzung von anfallendem Exportgas zur Herstellung von Polyvinylacetat.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0055] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Vermischungseinrichtung
1 zur Vermischung von Kohlenstoffträgern 2 mit einem Bindemittelsystem 3. Die Vorrichtung
weist auch eine Presseinrichtung 4 zur Pressung von Briketts auf Basis eines aus der
Vermischungseinrichtung 1 erhaltenen Gemisches auf. Die Vermischungseinrichtung 1
eine Wasserdampfzugabeleitung 5 zur Zugabe von Wasserdampf. Weiterhin sind ein Trockner
6 zur Trocknung der Kohlenstoffträger 2 und eine Wärmebehandlungsvorrichtung 7 zur
Wärmebehandlung der Briketts, vorhanden.
Der Trockner 6 ist eine Vorrichtung zur indirekten Wechselwirkung mit Wasserdampf,
und die Wärmebehandlungsvorrichtung 7 zur Wärmebehandlung der Briketts ist eine Vorrichtungen
zur direkten Wechselwirkung mit Wasserdampf; in beide mündet jeweils eine Wasserdampfeinspeisungsleitung
8a,8b zur Einspeisung von Wasserdampf, und von beiden geht jeweils eine Abdampfleitung
9a,9b aus, wobei die Abdampfleitung 9a in die Wasserdampfzugabeleitung 5 mündet und
die Abdampfleitung 9b in die Vermischungseinrichtung 1 mündet.
[0056] Die Kohlenstoffträger 2, in diesem Fall ein Gemisch aus Feinkohlen verschiedener
Herkunft und verschiedener Körnung, werden in der Vermischungseinrichtung 1 mit einem
Bindemittelsystem 3, in diesem Fall Stärke-Pulver, einer Vermischung unter Zugabe
von Wasserdampf unterzogen. Das dabei erhaltene Gemisch wird dann in der Presseinrichtung
4 einer Pressung zu Briketts unterzogen. Die Trocknung im Trockner 6 erfolgt bis zu
einem Wassergehalt kleiner/gleich 7 Massen%. Die Trocknung der Kohlenstoffträger vor
der Vermischung und die Wärmebehandlung der Briketts nach der Pressung erfolgt mittels
über die Wasserdampfeinspeisungsleitungen 8a,8b zugeführtem überhitzten Wasserdampf.
Der dabei anfallende Abdampf wird über die Abdampfleitung 9a in die Wasserdampfzugabeleitung
5 und über die Abdampfleitung 9b in die Vermischungseinrichtung 1 eingebracht, wo
er eine Teilmenge des bei der Vermischung zugegebenen Wasserdampfes ist.
[0057] Vermischungseinrichtung 1 umfasst einen Vormischer 10 zur Durchführung eines ersten
Mischschrittes, und einen Endmischer 11 zur Durchführung eines zweiten Mischschrittes.
In der Vermischungseinrichtung 1 sind Vormischer 10 und Endmischer 11 in einer apparativen
Einheit zusammengefasst. In den Vormischer 10 mündet eine Bindemittel-Zugabeleitung
12 zur Zugabe des Bindemittelsystems 3 in den Vormischer 10. Ebenso mündet in den
Vormischer 10 eine Kohlenstoffträger-Zugabeleitung 13 zur Zugabe von Kohlenstoffträgern
3 aus dem Trockner 6 in den Vormischer10. In den Endmischer 11 mündet die Wasserdampfzugabeleitung
5. In einem ersten Mischschritt wird das Bindemittelsystem 3 im Vormischer 10 mit
den Kohlenstoffträgern 2 zu einer Vormischung vermischt, und die Vormischung wird
im Endmischer 11 einem zweiten Mischschritt unter Zugabe des Wasserdampfes über die
Wasserdampfzugabeleitung 5 unterzogen. In der Wasserdampfzugabeleitung 5 ist eine
Vorrichtung 14 zur Regelung und/oder Steuerung der pro Zeiteinheit und/oder pro Mengeneinheit
von zu brikettierendem Material in den Endmischer einbringbaren Wasserdampfmenge vorhanden.
Damit kann eine Regelung und/oder Steuerung des zweiten Mischschrittes über Veränderung
zumindest eines der Parameter aus der Gruppe bestehend aus den Mitgliedern
- Menge - bei batchweisem Betrieb -, beispielsweise in kg, oder Mengenstrom - bei kontinuierlichem
Betrieb - , beispielsweise in kg/Zeiteinheit, der Kohlenstoffträger,
- Eintrittstemperatur der Kohlenstoffträger aus dem ersten Mischschritt beziehungsweise
Eintrittstemperatur der Vormischung in den zweiten Mischschritt,
- Eintrittsfeuchte der Kohlenstoffträger aus dem ersten Mischschritt beziehungsweise
Eintrittsfeuchte der Vormischung,
- Menge des zugegebenen Wasserdampfes bezogen auf Menge der Kohlenstoffträger,
- Druck und/oder Temperatur des zugegebenen Wasserdampfes,
- Wasserzugabe, bevorzugt in einem gewünschten Verhältnis zur Menge der Kohlenstoffträger
im zweiten Mischschritt,
- Wasserdampfmenge - bei batchweisem Betrieb -, beispielsweise in kg, oder Wasserdampfmengenstrom
- bei kontinuierlichem Betrieb - , beispielsweise in kg/Zeiteinheit,
- Dauer der Zugabe des Wasserdampfes, bevorzugt eine Dauer von 0,5 bis 30 min, besonders
bevorzugt von 2 bis 7 min, erfolgen.
Derartige Vorrichtungen zur Regelung und/oder Steuerung sind auch in den Abdampfleitungen
9a,9b vorhanden, aus Gründen der Übersichtlichkeit aber nicht dargestellt.
[0058] Der Trockner 6 ist gleichzeitig eine Vorrichtung zur Änderung der Temperatur der
Kohlenstoffträger vor Eingabe in die Vermischungseinrichtung. Mit diesem Trockner
6 kann die Eintrittstemperatur der Vormischung beim Eintritt in den zweiten Mischschritt
in einen vordefinierten Temperaturbereich eingestellt werden durch Einstellung der
Temperatur der dem ersten Mischschritt zugeführten Kohlenstoffträger 3 in ein vordefiniertes
Temperaturintervall. Zusätzlich dazu kann eine Einstellung der Eintrittstemperatur
der Vormischung (beim Eintritt in den zweiten Mischschritt in einen vordefinierten
Temperaturbereich erfolgen durch eine Vorrichtung 15 zur Änderung der Temperatur von
im Vormischer befindlicher Vormischung, die der Vormischer aufweist. Diese Einstellungen
der Eintrittstemperatur der Vormischung beim Eintritt in den zweiten Mischschritt
erfolgen über indirekte Wechselwirkung mit Wasserdampf. Bei einer solchen Wechselwirkung
anfallender Abdampf kann als Bestandteil des Wasserdampfes, der dem Endmischer 11
zugeführt wird, genutzt werden, was hier allerdings aus Gründen der Übersichtlichkeit
ebenso wie eine Wasserdampfeinspeisleitung zur Einspeisung von Wasserdampf zu der
Vorrichtung 15 nicht extra dargestellt ist.
[0059] Die Kohlenstoffträger 2 werden aus einem Kohlenstoffträger-Speicher 16, in welchem
sie vor der Zufuhr zum Mischer 6 gespeichert werden, über eine Kohlenstoffträger-Ausgabeleitung
17 in den Trockner geleitet. Der Kohlenstoffträger-Speicher 16 ist mit einer Vorrichtung
18 zur Änderung der Temperatur von im Kohlenstoffträger-Speicher befindlichen Kohlenstoffträgern
2 versehen. Auch diese Vorrichtung 18 ist eine Vorrichtung zur indirekten Wechselwirkung
mit
Wasserdampf, in welche eine aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht extra dargestellte
Wasserdampfeinspeisleitung zur Einspeisung von Wasserdampf mündet.
[0060] Vor Pressung von Briketts kann eine Voragglomeration stattfinden mittels einer Vorrichtung
28 zur Voragglomeration des in der Vermischungseinrichung 1 hergestellten Gemisches.
Optional wird das in der Vermischungseinrichtung 1 hergestellte Gemisch vor Einführung
in die Vorrichtung 28 zur Voragglomeration in einem optional vorhandenen Kneter 29
geknetet.
[0061] Die erfindungsgemäß hergestellten Briketts werden bei einem Verfahren zur Herstellung
von Roheisen unter Vergasung der Kohlenstoffträger eingesetzt; in Figur 2 ist das
schematisch für ein COREX®-Verfahren dargestellt. Aus der Wärmebehandlungsvorrichtung
7, in der Briketts gehärtet werden, entnommene Briketts werden einem Kohlenbunker
19, in den auch Stückkohle 20 eingefüllt wird, zugeführt. Aus dem Kohlenbunker 19
wird dieses Material einem Einschmelzvergaser 21 zugeführt. In diesen werden auch
Eisenträger eingegeben; unter Vergasung u.a. der Kohlenstoffträger wird flüssiges
Roheisen gewonnen. Aus dem Einschmelzvergaser 21 abgezogenem sogenanntem Generatorgas
kann mittels Wärmetauscher 22 Wärme zwecks Herstellung zumindest einer Teilmenge des
im erfindungsgemäßen Verfahren genutzten Wasserdampfes entzogen werden. Das Generatorgas
wird nach Behandlung in einer aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht extra dargestellten
Entstaubungseinrichtung in der Reduktionseinheit 23, in der die zur Eingabe in den
Einschmelzvergaser bestimmten Eisenträger generiert werden, als Reduktionsgas genutzt.
Nach Durchströmen der Reduktionseinheit 23 wird sogenanntes Topgas 24 aus der Reduktionseinheit
23 abgezogen. Auch diesem kann kann, beispielsweise mittels Wärmetauscher 25, Wärme
zwecks Herstellung zumindest einer Teilmenge des im erfindungsgemäßen Verfahren genutzten
Wasserdampfes entzogen werden. In Figur 2 wird dargestellt, wie nach dem Durchlaufen
des Wärmetauschers 25 das gekühlte Topgas - gegebenenfalls nach weiteren, nicht dargestellten
Behandlungsschritten - als Exportgas 26 in einer Bindemittel-Fabrik 27 zur Herstellung
von Binder für ein erfindungsgemäß genutztes Bindemittelsystem genutzt wird. In diesem
Fall wird aus dem Exportgas ein Kohlennmonoxid-reiches Synthesegas hergestellt, und
durch dessen Konversion über Essigsäure und Vinylacetat Polyvinylacetat hergestellt.
[0062] Obwohl die Erfindung im Detail durch die bevorzugten Ausführungsbeispiele näher illustriert
und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
Liste der Bezugszeichen
[0063]
- 1
- Vermischungseinrichtung
- 2
- Kohlenstoffträger
- 3
- Bindemittelsystem
- 4
- Presseinrichtung
- 5
- Wasserdampfzugabeleitung
- 6
- Trockner
- 7
- Wärmebehandlungsvorrichtung
- 8a,8b
- Wasserdampfeinspeisungsleitung
- 9a,9b
- Abdampfleitung
- 10
- Vormischer
- 11
- Endmischer
- 12
- Bindemittel-Zugabeleitung
- 13
- Kohlenstoffträger-Zugabeleitung
- 14
- Vorrichtung zur Regelung und/oder Steuerung der pro Zeiteinheit und/oder pro Mengeneinheit
von zu brikettierendem Material in den Endmischer einbringbaren Wasserdampfmenge
- 15
- Vorrichtung zur Änderung der Temperatur von im Vormischer befindlicher Vormischung
- 16
- Kohlenstoffträger-Speicher
- 17
- Kohlenstoffträger-Ausgabeleitung
- 18
- Vorrichtung zur Änderung der Temperatur von im Kohlenstoffträger-Speicher befindlichen
Kohlenstoffträgern
- 19
- Kohlenbunker
- 20
- Stückkohle
- 21
- Einschmelzvergaser
- 22
- Wärmetauscher
- 23
- Reduktionseinheit
- 24
- Topgas
- 25
- Wärmetauscher
- 26
- Exportgas
- 27
- Bindemittel-Fabrik
- 28
- Vorrichtung zur Voragglomeration
- 29
- Kneter
1. Verfahren zur Herstellung eines Kohlenstoffträger (2) enthaltenden Briketts, wobei
die Kohlenstoffträger (2) mit einem Bindemittelsystem (3) einer Vermischung unter
Zugabe von Wasserdampf unterzogen werden und das dabei erhaltene Gemisch einer Pressung
zu Briketts unterzogen wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest einer der Schritte aus der Gruppe bestehend aus
- Trocknung der Kohlenstoffträger (2) vor der Vermischung,
- Einstellung der Temperatur der mit dem
Bindemittelsystem (3) zu vermischenden Kohlenstoffträger (2) vor der Vermischung in
einen vordefinierten Temperaturbereich,
- Wärmebehandlung der Briketts nach der Pressung,
durchgeführt wird,
wobei
- Trocknung der Kohlenstoffträger (2) vor der Vermischung, und/oder
- Wärmebehandlung der Briketts nach der Pressung,
und/oder
- Einstellung der Temperatur der mit dem Bindemittelsystem (3) zu vermischenden Kohlenstoffträger
(2) vor der Vermischung in einen vordefinierten Temperaturbereich,
mittels direkter oder indirekter Wechselwirkung mit einem überhitzten Wasserdampf
erfolgen,
und bei der Wechselwirkung anfallender Abdampf zumindest als Teilmenge des bei der
Vermischung zugegebenen Wasserdampfes genutzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittelsystem (3) mit den Kohlenstoffträgern (2) in einem ersten Mischschritt
zu einer Vormischung vermischt wird,
und die Vormischung einem zweiten Mischschritt unter Zugabe des Wasserdampfes unterzogen
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittstemperatur der Vormischung beim Eintritt in den zweiten Mischschritt
in einen vordefinierten Temperaturbereich eingestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintrittstemperatur der Vormischung eingestellt wird durch Einstellung der Temperatur
der dem ersten Mischschritt zugeführten Kohlenstoffträger (2) in ein vordefiniertes
Temperaturintervall.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass bei zumindest einem Mitglied der Gruppe bestehend aus den Mitgliedern
- Einstellung der Eintrittstemperatur der Vormischung beim Eintritt in den zweiten
Mischschritt in einen vordefinierten Temperaturbereich,
- Einstellung der Eintrittstemperatur der Vormischung durch Einstellung der Temperatur
der dem ersten Mischschritt zugeführten Kohlenstoffträger (2) in ein vordefiniertes
Temperaturintervall,
direkte oder indirekte Wechselwirkung mit Wasserdampf erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Wechselwirkung anfallender Abdampf zumindest als Bestandteil des bei der
Vermischung zugegebenen Wasserdampfes genutzt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittelsystem (3) Stärke enthält.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bindemittelsystem zumindest einen Bestandteil enthält aus der Gruppe bestehend
aus den Mitgliedern
- synthetische Polymere,
- unter den Bedingungen des zweiten Mischschrittes zu synthetischen Polymeren polymerisierende
Monomere,
- unter den Bedingungen der Trocknung der bei der Pressung erhaltenen Briketts zu
synthetischen Polymeren polymerisierende Monomere;
wobei dieser Bestandteil bevorzugt Polyvinylacetat ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyvinylacetat zumindest zum Teil aus Monomeren erzeugt wird, die mittels eines
Synthesegases, welches auf bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von
Roheisen gemäß Anspruch 10 oder 11 unter Vergasung der Kohlenstoffträger (2) anfallendem
Exportgas basiert, unter Konversion von CO des Synthesegases über Essigsäure in Vinylacetat
gewonnen werden.
10. Vorrichtung,
geeignet zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens, mit einer Vermischungseinrichtung
(1) zur Vermischung von Kohlenstoffträgern (2) mit einem Bindemittelsystem (3),
und mit einer Presseinrichtung (4) zur Pressung von Briketts auf Basis eines aus der
Vermischungseinrichtung (1) erhaltenen Gemisches,
wobei die Vermischungseinrichtung (1) eine
Wasserdampfzugabeleitung (5) zur Zugabe von Wasserdampf umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Mitglied der Gruppe bestehend aus
- Trockner (6) zur Trocknung von Kohlenstoffträgern (2),
- Wärmebehandlungsvorrichtung (7) zur Wärmebehandlung der Briketts,
- Vorrichtung zur Änderung der Temperatur der Kohlenstoffträger (2) vor Eingabe in
die Vermischungseinrichtung (1),
vorhanden ist,
wobei
- der Trockner (6), und/oder
- die Vorrichtung zur Änderung der Temperatur der Kohlenstoffträger (2) vor Eingabe
in die Vermischungseinrichtung (1), und/oder
- die Wärmebehandlungsvorrichtung (7) zur Wärmebehandlung der Briketts,
eine Vorrichtung zur direkten oder indirekten Wechselwirkung mit Wasserdampf ist,
in welche eine Wasserdampfeinspeisungsleitung (8a,8b) zur Einspeisung von Wasserdampf
mündet, und von der eine Abdampfleitung (9a,9b) ausgeht,
und wobei die Abdampfleitung (9a,9b) in die Wasserdampfzugabeleitung (5) und/oder
in die Vermischungseinrichtung (1) mündet.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, wobei ein Kohlenstoffträger-Speicher (16) vorhanden
ist, von dem eine Kohlenstoffträger-Ausgabeleitung (17) in den Trockner (6) mündet,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kohlenstoffträger-Speicher (16) mit einer Vorrichtung (18) zur Änderung der Temperatur
von im Kohlenstoffträger-Speicher (16) befindlichen Kohlenstoffträgern (2) versehen
ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vermischungseinrichtung (1) umfasst
- einen Vormischer (10) zur Durchführung eines ersten Mischschrittes,
- eine in den Vormischer (10) mündenden Bindemittel-Zugabeleitung (12) zur Zugabe
eines Bindemittelsystems (3) in den Vormischer (10),
- eine in den Vormischer mündenden Kohlenstoffträger-Zugabeleitung (13) zur Zugabe
von Kohlenstoffträgern (2), bevorzugt von Kohlenstoffträgern (2) aus dem Trockner
(6), in den Vormischer (10),
- einen Endmischer (11) zur Durchführung eines zweiten Mischschrittes, in welchen
die Wasserdampfzugabeleitung (5) mündet.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Vormischer (10) eine Vorrichtung (15) zur Änderung der Temperatur von im Vormischer
(10) befindlicher Vormischung aufweist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 - 13,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Mitglied der Gruppe bestehend aus den Mitgliedern
- Vorrichtung (15) zur Änderung der Temperatur von im Vormischer (10) befindlicher
Vormischung,
- Vorrichtung (18) zur Änderung der Temperatur von im Kohlenstoffträger-Speicher (16)
befindlichen Kohlenstoffträgern (2),
eine Vorrichtung zur direkten oder indirekten Wechselwirkung mit Wasserdampf ist,
in welche eine Wasserdampfeinspeisleitung (8a,8b) zur Einspeisung von Wasserdampf
mündet.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10-14, dadurch gekennzeichnet, dass in der Vermischungseinrichtung (1) Vormischer (10) und Endmischer (11) in einer apparativen
Einheit zusammengefasst sind.
1. Process for producing a briquette containing carbon carriers (2), wherein the carbon
carriers (2) together with a binder system (3) are subjected to mixing with the introduction
of steam and the mixture obtained is subjected to pressing to form briquettes,
characterised in that
at least one of the steps from the group consisting of
- drying the carbon carriers (2) before mixing,
- setting the temperature of the carbon carriers (2) to be mixed with the binder system
(3) before mixing in a predefined temperature range,
- heat treatment of the briquettes after pressing,
is carried out,
wherein
- drying of the carbon carriers (2) before mixing, and/or
- heat treatment of the briquettes after pressing, and/or
- setting the temperature of the carbon carriers (2) to be mixed with the binder system
(3) before mixing in a predefined temperature range,
are carried out by means of direct or indirect interaction with superheated steam
and waste steam occurring during the interaction is used as at least part of the steam
introduced during mixing.
2. Process according to claim 1, characterised in that the binder system (3) is mixed with the carbon carriers (2) in a first mixing step
to form a premix,
and the premix is subjected to a second mixing step with the introduction of the steam.
3. Process according to claim 2, characterised in that the inlet temperature of the premix on entry into the second mixing step is set in
a predefined temperature range.
4. Process according to claim 3, characterised in that the inlet temperature of the premix is set by setting the temperature of the carbon
carriers (2) supplied to the first mixing step in a predefined temperature interval.
5. Process according to one of claims 2 to 4,
characterised in that with at least one member of the group consisting of the members
- setting the inlet temperature of the premix on entry into the second mixing step
in a predefined temperature range,
- setting the inlet temperature of the premix by setting the temperature of the carbon
carriers (2) supplied to the first mixing step in a predefined temperature interval,
direct or indirect interaction with steam takes place.
6. Process according to claim 5, characterised in that waste steam during the interaction is used as at least one component of the steam
introduced during mixing.
7. Process according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the binder system (3) comprises starch.
8. Process according to one of claims 1 to 6,
characterised in that the binder system comprises at least one component from the group consisting of the
members
- synthetic polymers,
- monomers polymerised under the conditions of the second mixing step to form synthetic
polymers,
- monomers polymerised under the conditions of the drying of the briquettes obtained
during the pressing to form synthetic polymers;
wherein this component is preferably polyvinyl acetate.
9. Process according to claim 8, characterised in that the polyvinyl acetate is at least partially produced from monomers which are obtained
by means of a synthesis gas, which is based on export gas occurring during the process
according to the invention for the production of pig iron according to claim 10 or
11 under gasification of the carbon carriers (2), with conversion of CO of the synthesis
gas via acetic acid into vinyl acetate.
10. Apparatus
suitable for carrying out a process according to the invention with a mixing mechanism
(1) for mixing carbon carriers (2) with a binder system (3)
and with a pressing mechanism (4) for pressing briquettes on the basis of a mixture
obtained from the mixing mechanism (1), wherein the mixing mechanism (1) comprises
a steam supply conduit (5) for supplying steam,
characterised in that
at least one member of the group consisting of
- dryer (6) for drying carbon carriers (2),
- heat treatment apparatus (7) for heat treatment of the briquettes,
- apparatus for changing the temperature of the carbon carriers (2) before entry into
the mixing mechanism (1)
is present,
wherein
- the dryer (6), and/or
- the apparatus for changing the temperature of the carbon carriers (2) before entry
into the mixing mechanism (1) and/or
- the heat treatment apparatus (7) for heat treatment of the briquettes
is an apparatus for direct or indirect interaction with steam, into which a steam-feeder
conduit (8a, 8b) for feeding steam opens and from which a waste-steam conduit (9a,
9b) leads
and wherein the waste-steam conduit (9a, 9b) opens into the steam supply conduit (5)
and/or in the mixing mechanism (1).
11. Apparatus according to claim 10, wherein a carbon-carrier store (16) is present from
which a carbon-carrier output conduit (17) opens into the dryer (6), characterised in that the carbon-carrier store (16) is provided with an apparatus (18) for changing the
temperature of carbon carriers (2) in the carbon-carrier store (16).
12. Apparatus according to one of claims 10 to 11,
characterised in that the mixing mechanism (1) comprises
- a premixing unit (10) for carrying out a first mixing step,
- a binder supply conduit (12) that opens into the premixing unit (10) to supply a
binder system (3) into the premixing unit (10),
- a carbon-carrier supply conduit (13) opening into the premixing unit to supply carbon
carriers (2), preferably carbon carriers (2) from the dryer (6), into the premixing
unit (10),
- a final mixing unit (11) for carrying out a second mixing step into which the steam
supply conduit (5) opens.
13. Apparatus according to claim 12, characterised in that the premixing unit (10) comprises an apparatus (15) for changing the temperature
of premix in the premixing unit (10).
14. Apparatus according to one of claims 10 - 13,
characterised in that at least one member of the group consisting of the members
- apparatus (15) for changing the temperature of premix in the premixing unit (10),
- apparatus (18) for changing the temperature of carbon carriers (2) in the carbon-carrier
store (16)
is an apparatus for direct or indirect interaction with steam into which a steam feeder
conduit (8a, 8b) opens to feed steam.
15. Apparatus according to any one of claims 10-14, characterised in that the premixing unit (10) and final mixing unit (11) can be combined in one piece of
equipment in the mixing mechanism (1).
1. Procédé pour la fabrication d'une briquette contenant des supports en carbone (2),
dans lequel les supports en carbone (2) sont soumis à un mélange avec un système de
liant (3) sous apport de vapeur d'eau et le mélange ainsi obtenu est soumis à une
compression pour obtenir la briquette,
caractérisé en ce qu'est mise en oeuvre au moins l'une des étapes faisant partie du groupe constitué
- du séchage des supports en carbone (2) avant le mélange,
- de l'ajustement de la température des supports en carbone (2) à mélanger avec le
système de liant (3) avant le mélange dans une gamme de températures prédéfinie,
- du traitement thermique de la briquette après la compression,
dans lequel
- le séchage des supports en carbone (2) avant le mélange,
et/ou
- le traitement thermique de la briquette après la compression,
et/ou
- l'ajustement de la température des supports en carbone (2) à mélanger avec le système
de liant (3) avant le mélange dans une gamme de températures prédéfinie, s'effectuent
au moyen d'une interaction directe ou indirecte avec une vapeur d'eau surchauffée,
et de la vapeur d'échappement produite lors de l'interaction est utilisée au moins
en tant que quantité partielle de la vapeur d'eau apportée lors du mélange.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le système de liant (3) est mélangé avec les supports en carbone (2) dans une première
étape de mélange pour obtenir un prémélange,
et le prémélange est soumis à une deuxième étape de mélange sous apport de la vapeur
d'eau.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la température d'entrée du prémélange lors de l'entrée dans la deuxième étape de
mélange est ajustée dans une gamme de températures prédéfinie.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la température d'entrée du prémélange est ajustée par ajustement de la température
des supports en carbone (2) introduits dans la première étape de mélange dans un intervalle
de températures prédéfini.
5. Procédé selon l'une des revendications 2 à 4,
caractérisé en ce que lors d'au moins un membre faisant partie du groupe constitué des membres suivants
- ajustement de la température d'entrée du prémélange lors de l'entrée dans la deuxième
étape de mélange dans une gamme de températures prédéfinie,
- ajustement de la température d'entrée du prémélange par ajustement de la température
des supports en carbone (2) introduits dans la première étape de mélange dans un intervalle
de températures prédéfini,
une interaction directe ou indirecte se produit avec de la vapeur d'eau.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que de la vapeur d'échappement produite lors de l'interaction est utilisée au moins en
tant que constituant de la vapeur d'eau apportée lors du mélange.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le système de liant (3) contient de l'amidon.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que le système de liant contient au moins un constituant faisant partie du groupe constitué
des membres suivants
- polymères synthétiques,
- monomères se polymérisant en polymères synthétiques dans les conditions de la deuxième
étape de mélange,
- monomères se polymérisant en polymères synthétiques dans les conditions du séchage
de la briquette obtenue lors de la compression ;
dans lequel ce constituant est de préférence de l'acétate de polyvinyle.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'acétate de polyvinyle est produit au moins en partie à partir de monomères qui
sont obtenus au moyen d'un gaz de synthèse, lequel est à base de gaz de dégagement
produit par dégazage des supports en carbone (2) grâce au procédé selon l'invention
pour la fabrication de fonte brute selon la revendication 10 ou la revendication 11,
par conversion du CO du gaz de synthèse en acide acétique dans de l'acétate de vinyle.
10. Dispositif approprié à la mise en oeuvre d'un procédé selon l'invention, avec un dispositif
de mélange (1) pour le mélange de supports en carbone (2) avec un système de liant
(3), et avec un dispositif de compression (4) pour la compression de la briquette
à base d'un mélange obtenu à partir du dispositif de mélange (1),
dans lequel le dispositif de mélange (1) comporte une conduite d'apport de vapeur
d'eau (5) pour l'apport de vapeur d'eau,
caractérisé en ce qu'est présent au moins un membre du groupe constitué
- d'un séchoir (6) pour le séchage de supports en carbone (2),
- d'un dispositif de traitement thermique (7) pour le traitement thermique de la briquette,
- d'un dispositif pour la modification de la température des supports en carbone (2)
avant admission dans le dispositif de mélange (1),
dans lequel
- le séchoir (6), et/ou
- le dispositif pour la modification de la température des supports en carbone (2)
avant admission dans le dispositif de mélange (1), et/ou
- le dispositif de traitement thermique (7) pour le traitement thermique de la briquette,
sont un dispositif pour l'interaction directe ou indirecte avec de la vapeur d'eau,
dans lequel une conduite d'injection de vapeur d'eau (8a, 8b) pour l'injection de
vapeur d'eau débouche et s'étend à partir de l'une conduite de vapeur d'échappement
(9a, 9b),
et dans lequel la conduite de vapeur d'échappement (9a, 9b) débouche dans la conduite
d'apport de vapeur d'eau (5) et/ou dans le dispositif de mélange (1).
11. Dispositif selon la revendication 10, dans lequel est présent un réservoir de supports
en carbone (16), à partir duquel débouche une conduite d'évacuation de supports en
carbone (17) dans le séchoir (6), caractérisé en ce que le réservoir de supports en carbone (16) est pourvu d'un dispositif (18) pour la
modification de la température de supports en carbone (2) se trouvant dans le réservoir
de supports en carbone (16).
12. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 11,
caractérisé en ce que le dispositif de mélange (1) comporte
- un prémélangeur (10) pour la mise en oeuvre d'une première étape de mélange,
- une conduite d'apport de liant (12) débouchant dans le prémélangeur (10) pour l'apport
d'un système de liant (3) dans le prémélangeur (10),
- une conduite d'apport de supports en carbone (13) débouchant dans le prémélangeur
pour l'apport de supports en carbone (2), de préférence de supports en carbone (2)
provenant du séchoir (6), dans le prémélangeur (10),
- un mélangeur final (11) pour la mise en oeuvre d'une deuxième étape de mélange,
dans lequel débouche la conduite d'apport de vapeur d'eau (5).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que le prémélangeur (10) comprend un dispositif (15) pour la modification de la température
du prémélange se trouvant dans le prémélangeur (10).
14. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 13,
caractérisé en ce qu'au moins un membre du groupe constitué des membres suivants
- dispositif (15) pour la modification de la température du prémélange se trouvant
dans le prémélangeur (10),
- dispositif (18) pour la modification de la température de supports en carbone (2)
se trouvant dans le réservoir de supports en carbone (16),
est un dispositif pour l'interaction directe ou indirecte avec de la vapeur d'eau,
dans lequel débouche une conduite d'injection de vapeur d'eau (8a, 8b) pour l'injection
de vapeur d'eau.
15. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 14, caractérisé en ce que, dans le dispositif de mélange (1), le prémélangeur (10) et le mélangeur final (11)
sont réunis en une unité d'appareillage.