| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 836 680 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
28.09.2016 Patentblatt 2016/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.04.2013 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/AT2013/000055 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2013/152366 (17.10.2013 Gazette 2013/42) |
|
| (54) |
VERFAHREN ZUM BOHREN VON LÖCHERN IN BODEN- BZW. GESTEINSMATERIAL UND ZUM FESTLEGEN
EINES ANKERS IN EINEM BOHRLOCH SOWIE VORRICHTUNG HIERFÜR
METHOD FOR DRILLING HOLES IN SOIL OR ROCK MATERIAL AND FOR FIXING AN ANCHOR IN A BOREHOLE
AND APPARATUS THEREFOR
PROCÉDÉ DE FORAGE DE TROUS DANS DE LA TERRE OU DE LA PIERRE ET DE FIXATION D'UN ÉLÉMENT
D'ANCRAGE DANS UN TROU DE FORAGE ET DISPOSITIF ASSOCIÉ
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
12.04.2012 AT 1382012 U
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
18.02.2015 Patentblatt 2015/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Dywidag-Systems International GmbH |
|
4061 Pasching (AT) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- BÖHM, Karl
4615 Holzhausen (AT)
- KARPELLUS, Walter
6020 Innsbruck (AT)
- DOLSAK, Wolfgang
8051 Graz (AT)
- GLANTSCHNEGG, Dieter
8753 Fohnsdorf (AT)
|
| (74) |
Vertreter: Cunow, Gerda |
|
Cunow Patentanwalts KG
Teschnergasse 33/1/3 1180 Wien 1180 Wien (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 1 179 556 US-A1- 2008 038 068
|
US-A- 3 349 662 US-A1- 2009 114 402
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht.sich auf ein Verfahren zum Bohren von Löchern in
Boden- bzw. Gesteinsmaterial und zum Festlegen eines Ankers in einem Bohrloch, wobei
ein an einer Bohr- bzw. Ankerstange festgelegtes Aufweitelement sowie ein aufzuweitendes,
insbesondere hülsenförmiges Spreizelement mit der mit einer Bohrkrone versehenen Bohr-
bzw. Ankerstange gleichzeitig mit der Ausbildung des Bohrlochs in das Boden- bzw.
Gesteinsmaterial, insbesondere durch ein drehendes und schlagendes bzw. drehendes
Bohren eingebracht wird, das Spreizelement nach Fertigstellung des Bohrlochs durch
ein Zurückziehen der Bohr- bzw. Ankerstange und des daran angeordneten Aufweitelements
in das Innere des Spreizelements in Anlage an die Bohrlochwand aufgeweitet wird und
die Bohr- bzw. Ankerstange an ihrem aus dem Bohrloch ragenden Ende mit einer Ankerplatte
an einer Bohrlochaußenseite gesichert wird, sowie eine Vorrichtung zum Bohren von
Löchern in Boden- bzw. Gesteinsmaterial und zum Festlegen eines Ankers in einem Bohrloch,
umfassend eine an einer Bohr- bzw. Ankerstange festgelegte Bohrkrone sowie ein an
der Bohr- bzw. Ankerstange festgelegtes Aufweitelement und ein die Bohr- bzw. Ankerstange
wenigstens teilweise umgebendes, in Abstand von dem Aufweitelement angeordnetes, insbesondere
hülsenförmiges Spreizelement vorgesehen ist, welches durch ein Zurückziehen der Bohr-
und Ankerstange und des daran festgelegten Aufweitelements in Anlage an die Bohrlochwand
aufweitbar ist, wobei an der Bohr- bzw. Ankerstange an ihrem aus dem Bohrloch ragenden
Ende eine Ankerplatte angeordnet aufweist.
[0002] Im Zusammenhang mit einem Festlegen bzw. Verankern eines mit einem Spreizelement
ausgestatteten Ankers in einem Bohrloch ist es bekannt, einen derartigen Anker mit
wenigstens einem an seinem Umfang im vorderen Endbereich angeordneten, aufweitbaren
Element entweder in ein vorab fertig gestelltes Bohrloch einzubringen oder dieses
gleichzeitig mit der Ausbildung eines Bohrlochs einzutragen, um nachfolgend durch.ein
Aufweiten des aufweitbaren Elements ein Festlegen des Ankers, insbesondere Spreizankers
in dem Bohrloch bzw. eine Anlage des aufweitbaren Elements an der Bohrlochwandung
auszubilden. Nach einer derartigen provisorischen Festlegung bzw. Verankerung des
Ankers an der Bohrlochwand wird häufig der eingebrachte Anker durch ein nachfolgendes
Einbringen einer aushärtbaren Suspension, wie beispielsweise Zementmilch, in dem Bohrloch
endgültig festgelegt.
[0003] Das Verankern bzw. das Aufweiten des Spreizelements wird hierbei, wie dies beispielsweise
in der
AT-PS 409 785 oder in der
US 2009/0114402 beschrieben ist, durch ein Zurückziehen des an einer Ankerstange festgelegten Spreizelements
oder aber durch Zurückziehen eines Aufweitelements in eine Spreizhülse, worauf die
Spreizhülse in Anlage an die Bohrlochwand gebracht wird, erreicht. In beiden Fällen
ist es für die Fertigstellung des Bohrlochs erforderlich, die durch das Zurückziehen
aus dem Bohrloch vorragende Länge einer Ankerstange abzulängen und in der Folge in
einem gesonderten Arbeitsgang eine Ankerplatte an dem freien Ende der Bohr- bzw. Ankerstange
anzubringen und diese zu verspannen, wobei entweder eine weitere Festlegung des Ankers
durch Einbringen von einer aushärtbaren Suspension vorgenommen werden kann oder aber
die durch das Verspreizen des Spreizelements in das Berginnere bzw. das Aufweiten
des Aufweitelements an die Bohrlochwandung ausgebildete Verankerung fertiggestellt
wird.
[0004] Eine derartige Vorgangsweise ist einerseits mit zeitaufwändigen Arbeitsschritten
verbunden und überdies müssen sämtliche eine fertig zu stellende Verankerung ausbildenden
Elemente jeweils nach Beendigung eines vorangehenden Arbeitsschritts an der entsprechenden
Vorrichtung angebaut bzw. an diese angelenkt werden und in die für ihren Endeinsatzzweck
gedachte Position gebracht werden. Eine derartige Vorgangsweise ist neben dem Faktum,
dass sie zeitaufwändig ist, auch kostenintensiv und es werden insbesondere auch nicht
unbeträchtliche Längen der Bohrstangen durch das Absägen auf die endgültig erforderliche
Länge verworfen, wodurch einerseits eine Verkürzung der gesamten Verankerungslänge
bewirkt wird und andererseits eine Mehrzahl von zusätzlichen, nicht automatisierbaren
Arbeitsschritten erforderlich werden.
[0005] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, ein Verfahren zum Bohren von Löchern
in Boden- bzw. Gesteinsmaterial und zum Festlegen eines Ankers in einem Bohrloch ebenso
wie eine Vorrichtung hierfür zur Verfügung zu stellen, mit welchem/welcher es gelingt,
in einem einzigen Arbeitsgang sämtliche für eine endgültige Verankerung erforderlichen
Elemente zu positionieren und mit welchem/welcher es überdies gelingt, die Gesamtlänge
einer eingebrachten Bohr- bzw. Ankerstange für das Verankern heranzuziehen und somit
einen gegenüber herkömmlichen Verankerungen zuverlässigere Verankerung zur Verfügung
zu stellen.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet,
dass die Bohr- bzw. Ankerstange nach dem Aufweiten des Spreizelements durch eine drehende
Bewegung in Richtung zum Bohrlochinneren bis zu einem Anschlagen an das Bohrlochinnere
beaufschlagt wird und dass die Bohr- bzw. Ankerstange durch ein Verspannen der Ankerplatte
mittels einer als Ansatzelement für eine Einbringvorrichtung ausgebildeten Mutter
an dem Bohrlochäußeren festgelegt wird. Indem die Bohr- bzw. Ankerstange nach dem
Aufweiten des Spreizelements durch eine drehende Bewegung in Richtung zum Bohrlochinneren
bis zu einem Anschlagen an das Bohrlochinnere beaufschlagt wird, gelingt es einerseits,
die gesamte Länge der Ankerstange für eine Verankerung zur Verfügung zu stellen bzw.
auszunützen und andererseits wird es durch eine derartige Verfahrensführung unnötig,
das aus dem Bohrloch herausragende Ende der Ankerstange abzulängen und somit eine
nicht unbeträchtliche Schwächung der gesamten Verankerung zu bewirken. Indem weiterhin
die Bohr- bzw. Ankerstange, insbesondere während dem neuerlichen Einbringen der Ankerstange
in das Bohrloch durch ein Verspannen der Ankerplatte mittels einer als Ansatzelement
für die Einbringvorrichtung ausgebildeten Mutter an dem Bohrlochäußeren festgelegt
wird, gelingt es in ein und demselben Arbeitsgang, sämtliche für die Ausbildung einer
bleibenden Verankerung erforderlichen Elemente zu positionieren und es kann mit einer
derartigen Verfahrensführung nicht nur nicht unbeträchtlicher Zeitgewinn durch die
Automatisierung des Verfahrens, sondern insbesondere eine bedeutend sicherere Verankerung
erzielt werden, da ein zwischenzeitliches Lösen bzw. nachträgliches Festlegen von
Einzelelementen vermieden wird.
[0007] Damit die Bohr- bzw. Ankerstange nach dem Aufweiten des Spreizelements sicher und
insbesondere ohne Lockerung der Verankerung an der Bohrlochwand neuerlich in das Bohrlochinnere
eingebracht werden kann, ist das erfindungsgemäße Verfahren so weitergebildet, dass
die Bohr- bzw. Ankerstange nach dem Aufweiten des Spreizelements durch ein Beaufschlagen
bis zum Bruch eines an der Bohr- bzw. Ankerstange festgelegten oder diese durchsetzenden
in eine Ausnehmung des Aufweitelements vorragenden Scherstifts in das Bohrlochinnere
eingebracht wird. Nach dem Aufweiten des Spreizelements durch das Zurückziehen der
Bohr- bzw. Ankerstange und das Einbringen des Aufweitelements in das Spreizelement
wird die Bohr- bzw. Ankerstange im Inneren des Aufweitelements durch eine durch das
Spreizelement ausgenützte, radiale Druckbeanspruchung gehalten, so dass bei einem
neuerlichen Versuch die Bohrstange zu drehen, diese Bewegung bedeutend schwieriger
auszuführen ist als die ursprüngliche drehende bzw. schlagende Bewegung der Bohr-
bzw. Ankerstange für das Ausbilden des Bohrlochs. Durch dieses radiale Klemmen der
Bohr- bzw. Ankerstange und das unter Zwang in Bewegung setzten der Bohr- bzw. Ankerstange
wird ein an der Bohr- bzw. Ankerstange festgelegter bzw. diese durchsetzender in eine
Ausnehmung des Aufweitelements vorragender Scherstift bis zum Bruch beansprucht, so
dass nach einem Abbrechen des Scherstifts eine Drehbewegung der Ankerstange aus dem
Aufweitelement heraus in Richtung zum Bohrlochinneren ermöglicht wird, so dass die
Bohrstange wiederum durch eine drehende Bewegung in Anlage an das Bohrlochinnere gebracht
werden kann. Das Aufweitelement selbst wird bei einer derartigen Verfahrensführung
durch die radiale Druckbeanspruchung des Spreizelements und gegebenenfalls durch eine
dafür vorgesehene Muffe ortsfest gehalten.
[0008] Um insbesondere ein Abbrechen des Scherstifts mit Sicherheit zu gewährleisten, ist
gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens dieses so geführt, dass
die als Gewindestange ausgebildete Bohr- bzw. Ankerstange für das Beaufschlagen des
Scherstifts ausschließlich drehend beaufschlagt wird. Durch eine derartige Verfahrensführung
wird sichergestellt, dass das Aufweitelement nicht durch eine gegebenenfalls übermäßige
schlagende Beanspruchung unbeabsichtigt aus dem Inneren des Spreizelements herausgetrieben
wird, wodurch die Verankerung gelockert würde bzw. unbrauchbar würde.
[0009] Indem, wie dies einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens entspricht,
die Ankerplatte durch das ausschließlich drehende Beaufschlagen der auf der Bohr-
bzw. Ankerstange mittels eines Innengewindes festgelegten Mutter an dem Bohrlochäußeren
verspannt wird, gelingt es durch das ausschließlich drehende Beaufschlagen der Bohr-
bzw. Ankerstange zum Einbringen derselben in das Bohrlochinnere nach einem Aufweiten
des Spreizelements zusätzlich und insbesondere gleichzeitig, die auf der Bohr- bzw.
Ankerstange angeordnete Ankerplatte, welche mittels einer ein Innengewinde aufweisenden
Mutter an der Ankerstange festgelegt ist, zu verspannen. Bei einer derartigen Verfahrensführung
erübrigt es sich somit, nicht nur die Ankerstange abzulängen, sondern es gelingt auch
in einem einzigen Verfahrensschritt, sämtliche Elemente, welche für ein Festlegen
eines Ankers in Boden- oder Gesteinsmaterial erforderlich sind, einzubringen bzw.
festzulegen.
[0010] Um gegebenenfalls auch ein in das Bohrlochinnere einzubringendes, aushärtendes Material
mit Sicherheit in dem Bohrloch zu halten und einen Materialverbund mit der Ankerstange
und dem Bohrloch zu gewährleisten, wird, wie dies einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens entspricht, das Verfahren so geführt, dass für ein Abdichten des Bohrlochs
zum Äußeren ein in Richtung zum Bohrlochinneren an der Ankerplatte anliegender Bohrlochverschluss
gleichzeitig mit dem Verspannen der Ankerplatte in das Bohrloch eingebracht wird.
[0011] Zur Lösung der eingangs genannten Aufgaben ist darüber hinaus eine Vorrichtung zum
Bohren von Löchern in Boden- oder Gesteinsmaterial und zum Festlegen eines Ankers
in einem Bohrloch im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass die Bohr- bzw. Ankerstange
als eine, nach einem Aufweiten des Spreizelements, durch drehende Bewegung beaufschlagbare
Gewindestange ausgebildet ist, wobei die Gewindestange mit einem Innengewinde des
Aufweitelements zusammenwirkt, und dass die Bohr- bzw. Ankerstange mittels einer als
Ansatzelement für eine Einbringvorrichtung ausgebildeten Mutter zum Verspannen der
Ankerplatte an dem Bohrlochäußeren wechselwirkt. Indem das Aufweitelement an seinem
zum Bohrlochinneren gewandten Endbereich mit wenigstens einer Ausnehmung ausgebildet
ist, welche mit wenigstens einem in diese Ausnehmung eingreifenden über die Außenkontur
der Bohr- bzw. Ankerstange vorragenden Scherstift zusammenwirkt, gelingt es, die Bewegung
des Zurückziehens der Bohr- bzw. Ankerstange und das neuerliche Eindrehen derselben
in das Bohrlochinnere noch zuverlässiger auszubilden, da ein unbeabsichtigtes Verschieben
des Aufweitelements an der Bohrstange mit Sicherheit hintangehalten ist. Weriterhin
kann bei einem neuerlichen Einbringen der Bohr- bzw. Ankerstange in das Innere des
Bohrlochs durch ein einfaches Abdrehen des Scherstifts ausschließlich die Bohrstange
in das Innere eingebracht werden und das Aufweitelement wird in einem sicheren Verbund
mit dem Spreizelement gehalten und somit eine Verankerung des Ankers an der Bohrlochwandung
sichergestellt.
[0012] Indem die Bohr- bzw. Ankerstange mit der Einbringvorrichtung für die Bohr- bzw. Ankerstange
über eine Mutter zum Festlegen der Ankerplatte wechselwirkt, gelingt es einerseits,
sämtliche für das Ausbilden einer Verankerung erforderlichen Teile in einem Arbeitsschritt
einzubringen und andererseits eine Minimierung der für das Setzen eines Ankers erforderlichen
Elemente zu erreichen. Weiterhin gelingt es mit einer derartigen Ausbildung, die Mutter
über das Innengewinde an der als Gewindestange ausgebildeten Ankerstange beliebig
zu einer Verdrehung zu beaufschlagen und somit beispielsweise die Ankerplatte an dem
Bohrlochäußeren festzulegen und andererseits durch ein Angreifen der Einbringvorrichtung
an dem Außengewinde die gesamte Vorrichtung sicher und zuverlässig in das Bohrlochinnere
einzubringen bzw. um den erforderlichen Weg für ein Aufspreizen des Spreizelements
zurückzuziehen und in der Folge neuerlich einzudrehen.
[0013] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, das Aufweitelement
an seinem zum Bohrlochinneren gewandten Endbereich mit wenigstens einer Ausnehmung
ausgebildet ist, welche mit wenigstens einem in diese Ausnehmung eingreifenden, über
die Außenkontur der Bohr- bzw. Ankerstange vorragenden Scherstift zusammenwirkt, gelingt
es, das Aufweitelement während des Zurückziehens der Bohr- bzw. Ankerstange sicher
in das Innere des Spreizelements zurückzuziehen bzw. mitzuführen.
[0014] Indem, wie dies einer Weiterbildung der Erfindung entspricht, das Gewinde des Aufweitelements
sich über einen Teilbereich der Länge des Aufweitelements erstreckt, gelingt es insbesondere
die keilförmig zulaufenden Teile des Aufweitelements frei von einem Gewinde zu halten
und somit nicht unnötig weiter zu schwächen und trotzdem einen sicheren Halt des Aufweitelements
an der Ankerstange zur Verfügung zu stellen.
[0015] Ein besonders einfaches Aufweiten des Spreizelements gelingt gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung dadurch, dass das Spreizelement als Federhülse ausgebildet ist, welche
einen sich wenigstens über einen Teil in der Länge erstreckenden Schlitz aufweist.
Mit einer derartigen Vorrichtung gelingt es einerseits, einen sicheren Halt des Spreizelements
an der Ankerstange und andererseits ein zuverlässiges Verspreizen desselben an der
Bohrlochwandung zur Verfügung zu stellen. Eine derartige Federhülse kann hierbei entweder
mit einer glatten Außenkontur oder mit einer gezahnten Außenkontur nach Art eines
"Dübels" ausgebildet sein.
[0016] Insbesondere um eine Automatisierung des Einbringens einer Bohr- bzw. Ankerstange
zu erzielen und um in einem Arbeitsgang sämtliche Elemente, welche für das Ausbilden
einer Verankerung erforderlich sind, einzubringen, ist gemäß einer Weiterbildung der
Erfindung an der Bohr- bzw. Ankerstange ein an der Ankerplatte anliegender im Wesentlichen
kegelstumpfförmiger Bohrlochverschluss angeordnet.
[0017] Um ein zuverlässiges Aufweiten des Spreizelements sicherzustellen, ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung dahingehend weitergebildet, dass in an sich bekannter Weise an der Bohr-
bzw. Ankerstange eine mit der Bohr- bzw. Ankerstange verpresste Anschlagmuffe für
das Spreizelement vorgesehen ist. Durch eine derartige Vorrichtung wird ein zuverlässiges
Aufspreizen des Spreizelements und somit eine sichere Anlage an der Bohrlochinnenwand
gewährleistet.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In diesem zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Ausbilden eines Bohrlochs sowie zum Festlegen
der Bohr- bzw. Ankerstange im Inneren des gebildeten Bohrlochs,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine abgewandelte Variante der Vorrichtung von Fig. 1,
Fig. 3 eine schematische Ansicht teilweise im Schnitt der Vorrichtung von Fig. 2 in
dem an der Bohrlochwandung festgelegten Zustand, und
Fig. 4 eine vergrößerte Schnittansicht des Bohrlochverschlusses.
[0019] In Fig. 1 ist mit 1 eine Bohr- bzw. Ankerstange bezeichnet, an deren zu einem Bohrlochinneren
15 gerichteten Ende eine Bohrkrone 2 unverlängerbar festgelegt ist. Die Bohr- bzw.
Ankerstange 1 ist hierbei über ihre gesamte Länge als Gewindestange ausgebildet, auf
welcher ein Aufweitelement 3 so festgelegt ist, dass die in dem Aufweitelement 3 ausgebildeten
Ausnehmungen 4 einen über einen Außenumfang der Bohr- bzw. Ankerstange 1 vorragenden
Scherstift 5 übergreifen. Die Aufweitelemente 3 können hierbei entweder zur Gänze
oder wenigstens teilweise in ihrem Innenumfang, welcher in der Zeichnung nicht ersichtlich
ist, mit einem mit dem Gewinde 6 der Bohr- bzw. Ankerstange 1 zusammenwirkenden Gewinde
ausgebildet sein. Eine derartige Ausbildung stellt ein unverlierbares Halten des Aufweitelements
3 an seiner gewählten Position sicher und verhindert insbesondere ein unbeabsichtigtes
Abreißen des Scherstifts 5.
[0020] In Abstand von dem Aufweitelement 3 ist an der Bohr- bzw. Ankerstange 1 ein Spreizelement
7, welches über einen Teil seiner Länge mit einem Längsschlitz 8 versehen ist, mittels
einer auf der Bohr- bzw. Ankerstange 1 verpressten Muffe 9 gehalten. Das Spreizelement
7 ist hierbei so ausgebildet, dass der Längsschlitz 8 sich lediglich über einen Teil
der Länge des Spreizelements 7 erstreckt und dass der zur Bohrlochwand gerichtete
Teil des Spreizelements 7 mit einer Art Verzahnung 10 ausgebildet ist. Die Verzahnung
10 ist hierbei für einen besseren Eingriff in die Bohrlochwandung vorgesehen.
[0021] An ihrem zum Bohrlochäußeren gewandten Endbereich ist die Bohrstange 1 mit einem
Verschlusselement 11 für das Bohrloch, einer an dem Verschlusselement 11 anliegenden
Ankerplatte 12 sowie einer Mutter 13, welche als Ansatzelement für eine schematisch
angedeutete Einbringvorrichtung 14 vorgesehen ist, versehen. Das Verschlusselement
11 ist hierbei in Form eines Kegels ausgebildet, welcher sich zum Bohrlochinneren
verjüngt, um das gebildete Bohrloch sicher und zuverlässig abzudichten. Die Ankerplatte
12 kann eine herkömmliche Ankerplatte 12 sein, welche durch eine Druckbelastung von
außen beispielsweise an einer Tunnelwand in Anlage gebracht wird.
[0022] Die als Ansatzelement für die Einbringvorrichtung 14 ausgebildete Mutter 13 kann
hierbei als eine Mutter 13 mit sowohl einem Innengewinde als auch einem Außengewinde
ausgebildet sein, um einerseits sicher und zuverlässig an der Ankerstange 1 geführt
zu werden, und andererseits einen sicheren Angriff der Einbringvorrichtung 14 an der
Außenoberfläche der Mutter 13 zu gewährleisten.
[0023] Bei der Darstellung gemäß Fig. 2 sind die Bezugszeichen von Fig. 1 soweit als möglich
beibehalten.
[0024] Die Ausbildung von Fig. 2 unterscheidet sich hierbei von jener gemäß Fig. 1 lediglich
dadurch, dass das Spreizelement 7 als eine mit einem durchgehenden Schlitz 8 ausgebildete
Federhülse ausgebildet ist. Weiterhin weist das als Federhülse ausgebildete Spreizelement
7 an seinem Außenumfang keinerlei Strukturierung bzw. Konturierung auf.
[0025] Bei der Darstellung gemäß Fig. 3, welche die Vorrichtung gemäß Fig. 2 in dem im Bohrlochinneren
15 verspannten in Anlage der Bohrlochwand gehaltenen Zustand zeigt, sind wiederum
die Bezugszeichen der Fig. 1 und Fig. 2 beibehalten. Der Darstellung gemäß Fig. 3
ist hiermit entnehmbar, dass nach einem Zurückziehen des Aufweitelements 3 in das
Spreizelement 7 und einem neuerlichen Einbringen in das Bohrloch die Bohrkrone 1 sich
in Anlage an dem Bohrlochinneren 15 befindet. Hierfür wurde in einem ersten Schritt
die Bohr- bzw. Ankerstange 1 gemeinsam mit der Bohrkrone 2 sowie dem Aufweitelement
3 in das Innere des Spreizelements 7 zurückgezogen, wobei eine axiale Verschiebung
in Richtung zum Bohrlochäußeren des Spreizelements 7 durch das Vorsehen der mit der
Ankerstange 1 verpressten Muffe 9 verhindert ist. Durch das Einbringen des Aufweitelements
3 wird das Spreizelement 7 so weit aufgeweitet, bis es sich in Anlage an der schematisch
mit 16 bezeichneten Bohrlochwand befindet. Nach Beendigung des Aufweitvorgangs wird
das Bohrgestänge 1 durch eine neuerliche Beaufschlagung, insbesondere drehende Beaufschlagung
mittels einer in Fig. 3 nicht dargestellten Einbringvorrichtung 14, welche an der
Mutter 13 angreift, wiederum in Richtung zum Bohrlochinneren 15 beaufschlagt. Bei
dieser drehenden Beaufschlagung wird nun aufgrund der in radialer Richtung wirkenden
Kräfte des Spreizelements 7 auf das Aufweitelement 3 eine Verdrehung des Aufweitelements
3 im Inneren des Spreizelements 7 verhindert und durch die drehende Beaufschlagung
der Bohrstange 1 wird ausschließlich der in Fig. 3 nicht mehr ersichtliche Scherstift
5 abgerissen, so dass die Bohrstange 1 sich im Inneren des Aufweitelements 3 nunmehr
frei drehen kann. Die Drehbewegung der Bohrstrange 1 wird hierbei so weit fortgeführt,
bis die Bohrkrone 2 sich in Anlage an der Bohrlochwandung 15 befindet. Während diesem
neuerlichen Eindrehen der Bohrstange 1 in das Bohrlochinnere 15 werden gleichzeitig
mit der Mutter 13 die Ankerplatte 12 sowie das Verschlusselement 11 beaufschlagt,
so dass diese beiden Element das ausgebildete Bohrloch von außen abschließen. Mit
einer derartigen Vorrichtung gelingt es somit einerseits, die Bohr- bzw. Ankerstange
1 über die gesamte Länge des ausgebildeten Bohrlochs in das Bohrloch einzubringen
und somit ein Herausragen eines Endes der Ankerstange 1 aus dem gebildeten Bohrloch
mit Sicherheit hintanzuhalten, und andererseits in einem einzigen Arbeitsvorgang sämtliche
für die Ausbildung eines Bohrlochs und die Festlegung einer Verankerung in dem Bohrloch
nötigen Arbeitsschritte durchzuführen.
[0026] In Fig. 4 ist eine Schnittdarstellung, teilweise in der Perspektive einer möglichen
Variante eines Bohrlochverschlusses 11 gezeigt. Der Bohrlochverschluss 11 ist hierbei
über Innengewinde 17 an der Bohr- bzw. Ankerstange 1 zu einer drehenden Bewegung gelagert
und weist einen in Richtung zum Bohrlochäußeren sich vergrößernden Durchmesser aufgrund
der konischen Ausbildung des Bohrlochverschlusses 11 auf. Mit einer derartigen Vorrichtung
gelingt es nicht nur ein Bohrloch auszubilden, sondern auch dieses gegen ein unbeabsichtigtes
Austreten von Material bzw. auch ein unbeabsichtigtes Austreten von gegebenenfalls
gleichzeitig mit der Ausbildung der Verankerung einzubringenden, aushärtenden Material,
wie Zementmilch zu sichern.
1. Verfahren zum Bohren von Löchern in Boden- bzw. Gesteinsmaterial und zum Festlegen
eines Ankers in einem Bohrloch, wobei ein an einer Bohr- bzw. Ankerstange (1) festgelegtes
Aufweitelement (3) sowie ein aufzuweitendes, insbesondere hülsenförmiges Spreizelement
(7) mit der mit einer Bohrkrone (2) versehenen Bohr- bzw. Ankerstange (1) gleichzeitig
mit der Ausbildung des Bohrlochs in das Boden- bzw. Gesteinsmaterial, insbesondere
durch ein drehendes und schlagendes bzw. drehendes Bohren eingebracht wird, das Spreizelement
(7) nach Fertigstellung des Bohrlochs durch ein Zurückziehen der Bohr- bzw. Ankerstange
(1) und des daran angeordneten Aufweitelements (3) in das Innere des Spreizelements
(7) in Anlage an die Bohrlochwand aufgeweitet wird und die Bohr- bzw. Ankerstange
(1) an ihrem aus dem Bohrloch ragenden Ende mit einer Ankerplatte (12) an einer Bohrlochaußenseite
gesichert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohr- bzw. Ankerstange (1) nach dem Aufweiten des Spreizelements (7) durch eine
drehende Bewegung in Richtung zum Bohrlochinneren (15) bis zu einem Anschlagen an
das Bohrlochinnere (15) beaufschlagt wird und dass die Bohr- bzw. Ankerstange (1)
durch ein Verspannen der Ankerplatte (12) mittels einer als Ansatzelement für eine
Einbringvorrichtung (14) ausgebildeten Mutter (13) an dem Bohrlochäußeren festgelegt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohr- bzw. Ankerstange (1) nach dem Aufweiten des Spreizelements (7) durch ein
Beaufschlagen bis zum Bruch eines an der Bohr- bzw. Ankerstange (1) festgelegten bzw.
diese durchsetzenden in eine Ausnehmung (4) des Aufweitelements (3) vorragenden Scherstifts
(5) in das Bohrlochinnere (15) eingebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die als Gewindestange ausgebildete Bohr- bzw. Ankerstange (1) für das Beaufschlagen
des Scherstifts (5) ausschließlich drehend beaufschlagt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerplatte (12) durch das ausschließlich drehende Beaufschlagen der auf der
Bohr- bzw. Ankerstange (1) mittels eines Innengewindes festgelegten Mutter (13) an
dem Bohrlochäußeren verspannt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass für ein Abdichten des Bohrlochs zum Äußeren ein in Richtung zum Bohrlochinneren (15)
an der Ankerplatte (12) anliegender Bohrlochverschluss (11) gleichzeitig mit dem Verspannen
der Ankerplatte (12) in das Bohrloch eingebracht wird.
6. Vorrichtung zum Bohren von Löchern in Boden- bzw. Gesteinsmaterial und zum Festlegen
eines Ankers in einem Bohrloch, umfassend eine an einer Bohr- bzw. Ankerstange (1)
festgelegte Bohrkrone (2) sowie ein an der Bohr- bzw. Ankerstange (1) festgelegtes
Aufweitelement (3) und ein die Bohr- bzw. Ankerstange wenigstens teilweise umgebendes,
in Abstand von dem Aufweitelement (3) angeordnetes, insbesondere hülsenförmiges Spreizelement
(7) vorgesehen ist, welches durch ein Zurückziehen der Bohr- und Ankerstange (1) und
des daran festgelegten Aufweitelements (3) in Anlage an die Bohrlochwand aufweitbar
ist, wobei an der Bohr- bzw. Ankerstange (1) an ihrem aus dem Bohrloch ragenden Ende
eine Ankerplatte (12) angeordnet aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohr- bzw. Ankerstange (1) als eine, nach einem Aufweiten des Spreizelements
(7), durch drehende Bewegung beaufschlagbare Gewindestange ausgebildet ist, wobei
die Gewindestange mit einem Innengewinde des Aufweitelements (3) zusammenwirkt, und
dass die Bohr- bzw. Ankerstange (1) mittels einer als Ansatzelement für eine Einbringvorrichtung
(14) ausgebildeten Mutter (13) zum Verspannen der Ankerplatte (12) an dem Bohrlochäußeren
wechselwirkt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufweitelement (3) an seinem zum Bohrlochinneren (15) gewandten Endbereich mit
wenigstens einer Ausnehmung (4) ausgebildet ist, welche mit wenigstens einem in diese
Ausnehmung (4) eingreifenden, über die Außenkontur der Bohr- bzw. Ankerstange (1)
vorragenden Scherstift (5) zusammenwirkt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewinde des Aufweitelements (3) sich über einen Teilbereich der Länge des Aufweitelements
(3) erstreckt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6, 7 oder 8, dass das Spreizelement (7) als Federhülse ausgebildet
ist, welche einen sich wenigstens über einen Teil ihrer Länge erstreckenden Schlitz
(8) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mutter (13) ein Innen- und ein Außengewinde aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Bohr- bzw. Ankerstange (1) ein an der Ankerplatte (12) anliegender im Wesentlichen
kegelstumpfförmiger Bohrlochverschluss (17) angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in an sich bekannter Weise an der Bohr- bzw. Ankerstange (1) eine mit der Bohr- bzw.
Ankerstange (1) verpresste Anschlagmuffe (9) für das Spreizelement (7) vorgesehen
ist.
1. A method for drilling holes in soil or rock material and for fixing an anchor in a
borehole, wherein an expanding element (3) fixed to a drill or anchor rod (1) and
a spreading element (7) to be expanded, in particular in the form of a sleeve, are
introduced with the drill or anchor rod (1) provided with a drill bit (2), into the
soil or rock material at the same time as the borehole is being formed, in particular
by rotary and percussive or rotary drilling, the spreading element (7) is expanded
to butt against the wall of the borehole after completion of the borehole by the drill
or anchor rod (1) and the expanding element (3) arranged thereon being retracted into
the interior of the spreading element (7), and the drill or anchor rod (1) is secured
at its end protruding from the borehole by an anchor plate (12) on an outer side of
the borehole, characterized in that, after the expansion of the spreading element (7), the drill or anchor rod (1) is
subjected to a rotary movement in the direction of the interior (15) of the borehole
until there is abutment with the interior (15) of the borehole, and that the drill
or anchor rod (1) is fixed to the outside of the borehole by bracing the anchor plate
(12) by means of a nut (13) formed as a locating element for an insertion device (14).
2. A method according to claim 1, characterized in that the drill or anchor rod (1) is introduced into the interior (15) of the borehole
after the expansion of the spreading element (7) by acting on a shear pin (5) fixed
to the drill or anchor rod (1) or passing therethrough and protruding into a recess
(4) of the expanding element (3) until it breaks.
3. A method according to claim 1 or 2, characterized in that the drill or anchor rod (1), which is designed as a threaded rod, is merely subjected
to a rotary movement to act upon the shear pin (5).
4. A method according to claim 1, 2 or 3, characterized in that the anchor plate (12) is braced against the outside of the borehole by subjecting
the nut (13) fixed to the drill or anchor rod (1) by means of an internal thread merely
to a rotary movement.
5. A method according to any one of claims 1 to 4, characterized in that a borehole cover (11) fitted to the anchor plate (12) in the direction of the interior
(15) of the borehole for sealing the borehole against the outside is introduced into
the borehole at the same time as the anchor plate (12) is being braced.
6. An apparatus for drilling holes in soil or rock material and for fixing an anchor
in a borehole, including a drill bit (2) fixed to a drill or anchor rod (1) and an
expanding element (3) fixed to the drill or anchor rod (1) and a spreading element
(7), in particular in the form of a sleeve, which is arranged at a distance from the
expanding element (3) and at least partially surrounds the drill or anchor rod, said
expanding element being expandable to butt against the wall of the borehole by the
retraction of the drill or anchor rod, wherein an anchor plate (12) is arranged on
the drill or anchor rod (1), in the end region facing the outside of the borehole,
characterized in that the drill or anchor rod (1) is configured as a threaded rod capable of being subjected
to a rotary movement after the expansion of the spreading element (7), said threaded
rod cooperating with an internal thread of the expanding element (3) and that the
drill or anchor rod (1) intracts with an insertion device (14) via a nut (13) for
bracing the anchor plate (12).
7. A device according to claim 6, characterized in that the expanding element (3) is formed with at least one recess (4) in its end region
facing the interior (15) of the borehole, which recess cooperates with at least one
shear pin (5) engaging said recess (4) and protruding beyond the outer contour of
the drill or anchor rod (1).
8. A device according to claim 6 or 7, characterized in that the thread of the expanding element (3) extends over a portion of the length of the
expanding element (3).
9. A device according to claim 6, 7 or 8, characterized in that the spreading element (7) is designed as a spring cage comprising a slot (8) extending
at least over a portion of its length.
10. A device according to any one of claims 6 to 9, characterized in that the nut (13) has an internal thread and an external thread.
11. A device according to any one of claims 6 to 10, characterized in that a substantially frustoconical borehole cover (17) abutting the anchor plate (12)
is arranged on the drill or anchor rod (1).
12. A device according to any one of claims 6 to 11, characterized in that, in a manner known per se, a stop sleeve (9) crimped to the drill or anchor rod (1)
is provided on the drill or anchor rod (1) for the spreading element (7).
1. Procédé pour forer des trous dans un matériau de sol ou de roche et pour fixer un
ancrage dans un trou de forage, dans lequel un élément d'élargissement (3) fixé au
niveau d'une tige de forage ou d'ancrage (1) ainsi qu'un élément d'écartement (7)
d'élargissement, présentant en particulier une forme de douille, sont introduits,
avec la tige de forage ou d'ancrage (1) pourvue d'un trépan (2), de manière simultanée
avec la réalisation du trou de forage dans le matériau de sol ou de roche, en particulier
par un forage à rotation et à percussion ou à rotation, l'élément d'écartement (7)
est élargi en appui contre la paroi de trou de forage après la finalisation du trou
de forage par un retrait par l'intérieur de l'élément d'écartement (7) de la tige
de forage ou d'ancrage (1) et de l'élément d'élargissement (3) disposé au niveau de
cette dernière et la tige de forage ou d'ancrage (1) est bloquée avec une plaque d'ancrage
(12) au niveau d'un côté extérieur de trou de forage par son extrémité dépassant du
trou de forage, caractérisé en ce que la tige de forage ou d'ancrage (1) est contrainte, après l'élargissement de l'élément
d'écartement (7), par un déplacement en rotation en direction de l'intérieur de trou
de forage (15) jusqu'à venir buter au niveau de l'intérieur de trou de forage (15),
et en ce que la tige de forage ou d'ancrage (1) est fixée au niveau de l'extérieur de tige de
forage par un assemblage par serrage de la plaque d'ancrage (12) au moyen d'un écrou
(13) réalisé sous la forme d'un élément rapporté pour un dispositif d'introduction
(14).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tige de forage ou d'ancrage (1) est introduite dans l'intérieur de trou de forage
(15) après l'élargissement de l'élément d'écartement (7) par une contrainte jusqu'à
la rupture d'une broche de cisaillement (5) fixée au niveau de la tige de forage ou
d'ancrage (1) ou dépassant dans un évidement (4) de l'élément d'élargissement (3)
tout en traversant ladite tige.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la tige de forage ou d'ancrage (1) réalisée sous la forme d'une tige filetée est
contrainte exclusivement en rotation en vue de la contrainte de la broche de cisaillement
(5).
4. Procédé selon la revendication 1, 2, ou 3, caractérisé en ce que la plaque d'ancrage (12) est assemblée par serrage au niveau de l'extérieur de trou
de forage par la contrainte exclusivement par rotation de l'écrou (13) fixé sur la
tige de forage ou d'ancrage (1) au moyen d'un filetage intérieur.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une fermeture de trou de forage (11) reposant, en direction de l'intérieur de trou
de forage (15), au niveau de la plaque d'ancrage (12) est introduite dans le trou
de forage de manière simultanée avec l'assemblage par serrage de la plaque d'ancrage
(12) en vue d'une étanchéification à l'extérieur du trou de forage.
6. Dispositif pour forer des trous dans le matériau de sol ou de roche et pour fixer
un système d'ancrage dans un trou de forage, comprenant un trépan (2) fixé au niveau
d'une tige de forage ou d'ancrage (1) ainsi qu'un élément d'élargissement (3) fixé
au niveau de la tige de forage ou d'ancrage (1) et un élément d'écartement (7) entourant
au moins en partie la tige de forage ou d'ancrage, disposé à distance de l'élément
d'élargissement (3), présentant en particulier une forme de douille, lequel peut être
élargi par un retrait de la tige de forage et d'ancrage (1) et de l'élément d'élargissement
(3) fixé au niveau de cette dernière en appui au niveau de la paroi de trou de forage,
une plaque d'ancrage (12) étant disposée au niveau de la tige de forage ou d'ancrage
(1) au niveau de son extrémité dépassant hors du trou de forage, caractérisé en ce que la tige de forage ou d'ancrage (1) est réalisée sous la forme d'une tige filetée
pouvant être contrainte, après un élargissement de l'élément d'écartement (7), par
un mouvement par rotation, la tige filetée coopérant avec un filetage intérieur de
l'élément d'élargissement (3), et en ce que la tige de forage ou d'ancrage (1) interagit au moyen d'un écrou (13) réalisé en
tant qu'élément rapporté pour un dispositif d'introduction (14) afin d'assembler par
serrage la plaque d'ancrage (12) au niveau de l'extérieur de trou de forage.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'élément d'élargissement (3) est réalisé au niveau de sa zone d'extrémité tournée
vers l'intérieur de trou de forage (15) avec au moins un évidement (4), qui coopère
avec au moins une broche de cisaillement (5) venant en prise avec ledit évidement
(4), faisant saillie du contour extérieur de la tige de forage ou d'ancrage (1).
8. Dispositif selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le filetage de l'élément d'élargissement (3) s'étend sur une zone partielle de la
longueur de l'élément d'élargissement (3).
9. Dispositif selon la revendication 6, 7 ou 8, caractérisé en ce que l'élément d'écartement (7) est réalisé sous la forme d'une douille à ressort, qui
présente une entaille (8) s'étendant au moins sur une partie de sa longueur.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que l'écrou (13) présente un filetage intérieur et un filetage extérieur.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 10, caractérisé en ce qu'une fermeture de trou de forage (17) présentant une forme sensiblement tronconique,
reposant au niveau de la plaque d'ancrage (12) est disposée au niveau de la tige de
forage ou d'ancrage (1).
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 6 à 11, caractérisé en ce qu'un manchon de butée (9) pressé avec la tige de forage ou d'ancrage (1) est prévu pour
l'élément d'écartement (7) d'une manière connue en soi au niveau de la tige de forage
ou d'ancrage (1).


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente