[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Heizteil für ein Haarformgerät, das zum Erwärmen
und Formen von Haaren zumindest eine Heizplatte aus einem glasartigen oder glasähnlichen
Material wie beispielsweise Quarzglas umfasst.
[0002] Haarformgeräte mit Heizteilen zum Haare formen, wie zum Beispiel Haarglätter, sind
hinlänglich bekannt. Die zu formenden Haare werden dabei an dem Heizteil des Geräts
entlang gezogen, wobei die Glättwirkung unter anderem von der von der Platte auf die
Haare übertragenen Zugkraft abhängt. Zum Vermeiden von Haarschädigungen, die bei einer
rauen Oberflächenstruktur des Heizteils auftreten können, ist vorteilhafterweise das
Material des Heizteils entsprechend gewählt. Beispielsweise eignet sich für eine glatte
Oberflächenstruktur ein glasartiges oder glasähnliches Material, insbesondere Quarzglas.
[0003] Die EP 2 622 986 A2 offenbart ein Heizteil für einen Haarglätter mit Heizplatten, die aus einem elektrisch
isolierenden Material, wie beispielsweise Glaskeramik oder Quarzglas, gefertigt sind.
Die US 2008/011081971 A1 offenbart eine Dickschicht-Heizstruktur mit einem Schichtaufbau, der durch eine Isolierschicht,
eine hitzebeständige Schicht, und eine erneute Isolierschicht gekennzeichnet ist.
[0004] Herkömmliche Quarzglasplatten sind jedoch nicht geeignet als Heizplatten von Haarglättern,
da sie viel empfindlicher sind als herkömmliche Heizplatten aus beispielsweise Aluminium.
Insbesondere neigt eine Quarzglasplatte bei größerer Beanspruchung leicht zu brechen
oder zu reißen. Beispielsweise bilden sich dabei kleine Risse in der Quarzglasplatte,
die sich mit jeder Belastung weiter ausbreiten und schließlich zum Glasbruch führen
können.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, ein verbessertes Heizteil aus einem
glasartigen oder glasähnlichen Material für ein Haarformgerät anzugeben, das sich
durch eine zuverlässigere Anwendung, insbesondere durch ein vermindertes Risiko zur
Rissbildung, auszeichnet.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Heizteil mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weiter
wird diese Aufgabe durch ein Haarformgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Erfindungsgemäß
ist ein Heizteil für ein Haarformgerät zum Erwärmen und Formen von Haaren angegeben,
das zumindest eine erste Heizplatte und eine zweite Heizplatte umfasst. Die erste
Heizplatte und/oder die zweite Heizplatte enthalten ein glasartiges oder glasähnliches
Material, vorzugsweise Quarzglas. Die erste Heizplatte und die zweite Heizplatte sind
übereinander gestapelt angeordnet.
Erfindungsgemäß ist zwischen der ersten Heizplatte und der zweiten Heizplatte eine
transparente Zwischenschicht mit einem hohen Wärmeleitfähigkeitskoeffizienten eingebracht.
[0008] Unter einem "Quarzglas" ist im Sinne dieser Anmeldung insbesondere ein Einkomponentenglas
zu verstehen, das abgesehen von möglichen Verunreinigungen aus reinem SiO
2 besteht. Die Heizplatten des Heizteils müssen nicht zwangsläufig aus Quarzglas bestehen,
sondern können lediglich Quarzglas enthalten. Zudem müssen nicht zwangsläufig beide
Heizplatten Quarzglas enthalten beziehungsweise daraus bestehen. Es kann auch lediglich
eine der Heizplatten Quarzglas enthalten oder daraus bestehen. Beispielsweise kann
eine der Heizplatten aus Quarzglas und die andere Heizplatte aus einem anderen Glas
wie beispielsweise Borosilikatglas oder aus einem glasähnlichen Werkstoff wie beispielsweise
Glaskeramik sein, das die Eigenschaften der Quarzglasplatte ergänzt.
[0009] Bevorzugt enthalten beide Heizplatten Quarzglas oder bestehen daraus. Dabei können
sich die beiden Heizplatten aus Quarzglas in ihren Eigenschaften unterscheiden und
insbesondere in ihren Eigenschaften ergänzen.
[0010] Unter einem "Heizteil" ist im Sinne dieser Anmeldung ein Geräteteil zu verstehen,
das aufheizbar ist und zur Haarformung dient. Insbesondere weist das Heizteil eine
erhitzbare Haarbehandlungsfläche auf, die zum Formen der Haare vorzugsweise eben beziehungsweise
glatt ausgebildet ist, sodass die Haare zum Glätten darüber gezogen werden können.
Das Heizteil weist bevorzugt eine Plattenform auf. Das bedeutet, dass das Heizteil
vorzugsweise quaderförmig ausgebildet ist.
[0011] Erfindungsgemäß setzt sich das Heizteil aus mindestens zwei Heizplatten zusammen
beziehungsweise ist aus diesen gebildet. Das Heizteil weist demnach einen mehrschichtigen
Plattenaufbau, bevorzugt Glasplattenaufbau, auf. Unter "Heizplatten" sind im Sinne
dieser Anmeldung Platten zu verstehen, die eine derart ausreichend hohe Wärmeleitfähigkeit
aufweisen, dass eine Haarformung an einer Fläche der Platten möglich ist. Eine Heizung
wie beispielsweise eine Heizschicht ist dabei auf einer der Haarformung gegenüberliegenden
Fläche der Platte ausgebildet, sodass sich die von der Heizung produzierte Wärme durch
die Platte bevorzugt möglichst homogen bis zur Haarbehandlungsfläche ausbreitet.
[0012] Die Heizplatten des Heizteils sind bevorzugt direkt übereinander gestapelt. Unter
"übereinander gestapelt" im Sine dieser Anmeldung ist insbesondere zu verstehen, dass
die Heizplatten übereinander angeordnet sind, wobei zwischen den Heizplatten zusätzliche
Schichten eingebracht sein können. Die Heizplatten sind jedoch fest miteinander verbunden,
das heißt fixiert zueinander angeordnet. Die Heizplatten lassen sich von dem Anwender
demnach nicht aufklappen beziehungsweise voneinander wegbewegen.
[0013] Durch den erfindungsgemäßen mehrschichtigen Aufbau des Heizteils können eventuelle
Risse, die sich in einer Heizplatte aufgrund einer größeren Beanspruchung bilden können,
nicht von einer Heizplatte auf die andere Heizplatte ausbreiten, beziehungsweise überspringen.
Ein Riss zieht sich somit nicht durch das gesamte Heizteil, sondern erstreckt sich
höchstens über eine der Heizplatten. Dadurch ist es möglich, als Material der Heizplatten
empfindliches Quarzglas zu wählen, das besonders schonend zu den zu behandelnden Haaren
ist und so die Gefahr einer Haarschädigung reduziert. Bei einem mechanischen Schlag
wie beispielsweise bei einem Runterfallen des Haarformgeräts, das das erfindungsgemäße
Heizteil aufweist, wird erfindungsgemäß mit Vorteil das Risiko eines Zerbrechens des
kompletten Heizteils vermindert.
[0014] Bevorzugt ist auf einer der Haarbehandlungsfläche gegenüberliegenden Seite des Heizteils
die Heizung wie beispielsweise eine Heizschicht angeordnet. Durch den mehrschichtigen
Aufbau des Heizteils kann bei einer mechanischen Beanspruchung des Heizteils ein vollständiges
Zerbrechen dieses Heizteils und ein dadurch bedingtes Offenlegen der stromzuführenden
Teile der Heizung verhindert werden. Die Gefahr von einem Stromschlag wird dadurch
vorteilhafterweise deutlich reduziert.
[0015] Erfindungsgemäß ist zwischen der ersten Heizplatte und der zweiten Heizplatte eine
Zwischenschicht eingebracht. Das Heizteil weist demnach den folgenden mehrschichtigen
Aufbau auf: erste Heizplatte, Zwischenschicht, zweite Heizplatte. Dabei sind die einzelnen
Schichten des Heizteils vorteilhafterweise jeweils direkt aufeinander angeordnet und
aneinander befestigt beziehungsweise fixiert zueinander angeordnet. Zwischen den einzelnen
Schichten sind demnach keine lösbaren Verbindungen ausgebildet.
[0016] Die Zwischenschicht kann je nach der gewünschten Anforderung unterschiedliche Eigenschaften
aufweisen. Beispielsweise weist die Zwischenschicht klebende Eigenschaften auf und
dient damit zum Befestigen beziehungsweise Verkleben der ersten Heizplatte an der
zweiten Heizplatte. Alternativ oder zusätzlich kann die Zwischenschicht eine Heizschicht
sein, die zum Erwärmen des gesamten Heizteils vorgesehen ist. Gemäß der vorliegenden
Erfindung weist die Zwischenschicht eine hohe Wärmeleitfähigkeit auf wobei durch die
Zwischenschicht eine gleichmäßige und homogene Heizung für das Heizteil realisiert
wird.
[0017] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Zwischenschicht
eine Folie oder ein Gel. Zwischen den zwei Heizplatten ist somit die Folie oder das
Gel eingebracht. Vorteilhaftweise ist die Zwischenschicht eine Klebefolie. Mit einer
Klebefolie zwischen den zwei Heizplatten kann eine Art Verbundwerkstoff erzeugt werden,
wie es beispielsweise bei Sicherheitsglas oder Autoscheiben bekannt ist. Dadurch kann
mit Vorteil die Bruchfestigkeit des Heizteils erhöht werden.
[0018] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die Zwischenschicht
Aluminium, Silber und/oder Gold auf. Diese Materialien zeichnen sich durch einen hohen
Wärmeleitfähigkeitskoeffizienten aus, wodurch mit Vorteil eine gleichmäßige Oberflächentemperatur
des Heizteils ermöglicht wird. Diese gleichmäßige Oberflächentemperatur führt wiederum
vorteilhafterweise zu einem verbesserten und gleichmäßigen Stylingergebnis bei der
Haarbehandlung.
[0019] Als weiteres Material der Zwischenschicht kommt unter anderem Kupfer in Frage. Zusätzlich
oder alternativ kann die Zwischenschicht beschichtet sein. Beispielsweise findet eine
kohlenstoffhaltige Beschichtung wie beispielsweise Diamant, Graphit, Graphen und/oder
Kohlenstoffnanoröhrchen (CNTs) Verwendung. Auch ist eine keramische Beschichtung aus
beispielsweise Siliziumcarbid und/oder Aluminiumnitrid verwendbar.
[0020] Erfindungsgemäß weist die Zwischenschicht zudem transparente Eigenschaften auf. Besonders
bevorzugt weist die Zwischenschicht transparente Eigenschaften für Strahlung im sichtbaren
Wellenlängenbereich auf. Unter transparent ist insbesondere zu verstehen, dass das
Material der Zwischenschicht und demnach die Zwischenschicht selbst für Strahlung
im sichtbaren Wellenlängenbereich zumindest teilweise strahlungsdurchlässig ist. Vorzugsweise
ist die Zwischenschicht zu mindestens 50 %, bevorzugt zu mindestens 70 %, besonders
bevorzugt zu mindestens 95 % strahlungsdurchlässig. Vorzugsweise weist die Zwischenschicht
ein transparentes Silikon und/oder Polycarbonat auf.
[0021] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Zwischenschicht
eine Heizschicht, die geeignet ist, die Heizplatten des Heizteils zu erwärmen. Bevorzugt
weist das Heizteil eine Mehrzahl von Heizschichten auf, die sich in ihren Eigenschaften
unterscheiden und ergänzen können. Beispielsweise wird eine Heizschicht mit Kleinspannung
und eine zweite Heizschicht mit Niederspannung bespeist. Dabei können sich jeweils
Heizschicht und Heizplatte alternierend abwechseln. Das bedeutet, dass das Heizteil
einen Schichtenstapel wie folgt aufweist: erste Heizschicht, erste Heizplatte, zweite
Heizschicht, zweite Heizplatte. Bei mehr als einer Heizschicht des Heizteils ergibt
sich mit Vorteil eine gleichmäßig beheizbare Haarbehandlungsfläche und eine geringe
Abkühlung sowie die Möglichkeit eines schnellen Nachheizens bei der Verwendung des
Heizteils.
[0022] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist die zweite Heizplatte
eine Haarbehandlungsfläche auf. Bevorzugt ist die Haarbehandlungsfläche die Fläche
der zweiten Heizplatte, die der ersten Heizplatte gegenüberliegt. Unter einer Haarbehandlungsfläche
ist insbesondere die Fläche zu verstehen, an der die zu formenden Haare erwärmt und
geformt werden. Insbesondere werden die zu formenden Haare direkt über die Haarbehandlungsfläche
gezogen beziehungsweise an dieser Fläche eingeklemmt und entlang gezogen.
[0023] Bevorzugt weist die zweite Heizplatte mit der Haarbehandlungsfläche eine geringere
Dicke auf als die erste Heizplatte. Die Dicke der Heizplatte ist dabei die Ausdehnung
der Heizplatte senkrecht zur Haarbehandlungsfläche. Durch die geringere Dicke der
zweiten Heizplatte mit der Haarbehandlungsfläche kann vorteilhafterweise eine gleichmäßige
Oberflächentemperatur an der Haarbehandlungsfläche und dadurch bedingt ein optimales
Stylingergebnis erzielt werden.
[0024] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist das Heizteil zumindest
eine weitere Heizplatte auf, die über der zweiten Heizplatte angeordnet ist. In diesem
Fall weist die weitere Heizplatte die Haarbehandlungsfläche auf. Die zweite Heizplatte
ist zwischen der ersten Heizplatte und der weiteren Heizplatte eingebracht. Vorteilhafterweise
ist bei der Verwendung mehrerer Heizplatten die Temperaturdifferenz zwischen Unterseite
und Oberseite der einzelnen Heizplatten gering, wodurch mit Vorteil interne Spannungen
im Heizteil gering sind. Dadurch verringert sich die Anforderung an das Material der
Heizplatten bezüglich des Wärmeausdehnungskoeffizienten, wodurch sich mit Vorteil
die Auswahl an geeigneten Glasmaterialien vergrößert.
[0025] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist zwischen der ersten
Heizplatte und der zweiten Heizplatte zumindest ein Sensor zur Detektion einer Beschädigung
der ersten und/oder zweiten Heizplatte angeordnet. Detektiert der Sensor eine Beschädigung,
wird bevorzugt das Heizteil abgeschaltet. Dadurch kann vorteilhafterweise auf einer
der Heizplatten oder auf beiden Heizplatten eine elektrisch leitfähige Schicht angeordnet
sein, beispielsweise auflackiert oder aufgedampft sein, die zu einem Stromkreislauf
zusammengeschlossen und mittels des Sensors überwacht wird. Wird der Stromkreis unterbrochen,
so kann automatisch die gesamte Heizung des Heizteils abgeschaltet werden. Dadurch
reduziert sich mit Vorteil die Gefahr von einem Stromschlag deutlich. Besonders bevorzugt
ist zwischen den Heizplatten eine Mehrzahl von Sensoren angeordnet, die zur Detektion
einer Beschädigung der ersten und/oder zweiten Heizplatte geeignet und ausgerichtet
sind.
[0026] Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist das Heizteil Teil
eines Haarformgeräts, das zum Glätten, Wellen oder Locken der Haare verwendet wird.
Das Haarformgerät ist vorzugsweise ein Haarglätter. Das erfindungsgemäße Heizteil
ist dabei an einem Gerätearm des Haarglätters angeordnet. Ein diesem Gerätearm gegenüberliegender
Gerätearm kann zusätzlich ein zweites erfindungsgemäßes Heizteil aufweisen, sodass
die zu behandelnden Haare zwischen den Gerätearmen an den beiden Heizteilen erwärmt
und geformt werden können.
[0027] Weitere Vorteile, vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen des Heizteils
ergeben sich aus den im Folgenden in Verbindung mit den Figuren 2 bis 5 beschriebenen
Ausführungsformen. Es zeigen
- Figur 1
- Stand der Technik
- Figuren 2 bis 5
- jeweils einen schematischen Querschnitt eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Heizteils.
[0028] In den Ausführungsbeispielen und Figuren können gleiche oder gleich wirkende Bestandteile
jeweils mit den gleichen Bezugszeichen versehen sein. Die dargestellten Bestandteile
und deren Größenverhältnisse zueinander sind grundsätzlich nicht als maßstabsgerecht
anzusehen. Vielmehr können einzelne Elemente wie beispielsweise Schichten, Teile,
Elemente, Komponenten und Bereiche zur besseren Darstellbarkeit und/oder zum besseren
Verständnis übertrieben dick oder groß dimensioniert dargestellt sein.
[0029] Figur 1 zeigt ein Heizteil 1 im Querschnitt, das eine erste Heizplatte 1 a und eine
zweite Heizplatte 1 b umfasst. Das Heizteil 1 weist demnach einen mehrschichtigen
Aufbau auf.
[0030] Die herkömmlich einstückigen Heizteile sind aufgrund ihres einzelnen Plattenaufbaus
relativ empfindlich und neigen bei größerer Beanspruchung dazu, zu brechen oder zu
reißen. Daher sind herkömmliche Heizteile in ihrer Materialwahl eingeschränkt, da
nur wenig empfindliche Materialien in Frage kommen.
[0031] Durch den mehrschichtigen Aufbau des Heizteils 1 vergrößert sich die Materialauswahl,
da sich so ein eventuell sich bildender Riss nicht durch das gesamte Heizteil zieht,
sondern vorteilhafterweise lediglich durch eine der beiden Heizplatten 1 a, 1 b. Insbesondere
kann ein Riss in einer der Heizplatten 1 a, 1 b nicht auf die andere Heizplatte 1
a, 1 b überspringen.
[0032] Die Heizplatten 1 a, 1 b enthalten bevorzugt Quarzglas. Besonders bevorzugt bestehen
beide Heizplatten 1 a, 1 b aus Quarzglas. Dabei können die Quarzglasplatten 1 a, 1
b unterschiedliche Eigenschaften besitzen, die sich mit Vorteil in ihren Eigenschaften
ergänzen. Es ist alternativ auch möglich, dass eine der beiden Heizplatten 1 a, 1
b nicht aus Quarzglas ist sondern aus einem anderen Material wie zum Beispiel einem
anderen Glas, beispielsweise Borosilikatglas, oder einem glasähnlichen Werkstoff,
beispielsweise Glaskeramik, das die Eigenschaften der Quarzglasplatte ergänzt.
[0033] Durch den mehrschichtigen Aufbau des Heizteils 1 werden die Quarzglasplatten 1 a,
1 b so gestärkt, dass sie bei einem mechanischen Schlag, wie es zum Beispiel bei einem
Runterfallen des Heizteils beispielsweise von einem Waschbecken vorkommen kann, nicht
zerbrechen und dadurch eventuelle stromführende Teile, die meist auf einer der zweiten
Heizplatte 1 b gegenüberliegenden Seite der ersten Heizplatte 1 a angeordnet sind,
offen zugänglich und so zu einem hohen Sicherheitsrisiko für den Anwender werden.
[0034] Das Heizteil 1 weist an der zweiten Heizplatte 1 b vorzugsweise eine Haarbehandlungsfläche
3 auf, an der im Betrieb des Heizteils Haare erwärmt und geformt werden. Hierzu ist
das Heizteil 1 in einem Haarformgerät integriert, insbesondere in einem Haarglätter.
Das Heizteil 1 ist dabei mit der ersten Heizplatte 1 a an einem Gerätearm des Haarglätters
montiert, sodass die Haarbehandlungsfläche 3 des Heizteils 1 zur Haarformung zugänglich
ist.
[0035] Das Heizteil 1 der Figur 2 unterscheidet sich von dem Heizteil der Figur 1 durch
eine Zwischenschicht 2, die zwischen der ersten Heizplatte 1 a und der zweiten Heizplatte
1 b angeordnet ist. Die Zwischenschicht 2 ist vorzugsweise eine Folie, ein Gel, eine
Schicht aus transparentem Silikon oder Polycarbonat. Die Zwischenschicht 2 kann zudem
eine Klebefolie sein, durch die eine Art Verbundmaterial realisiert wird, wie es bei
Sicherheitsglas oder einer Autoglasscheibe üblich ist. Dadurch verbessert sich vorteilhafterweise
die Bruchfestigkeit des Heizteils 1 deutlich.
[0036] Das Heizteil 1 der Figur 3 unterscheidet sich von dem Heizteil der Figur 1 durch
eine Zwischenschicht 2, die zwischen den Heizplatten 1 a, 1 b eingebracht ist. Die
Zwischenschicht 2 ist vorzugsweise eine Folie aus Aluminium, Kupfer, Silber oder Gold
oder eine Folie, die ein kohlenstoffhaltiges Material wie beispielsweise Graphit,
Diamant, CNTs oder Graphen aufweist. Die Folie weist so mit Vorteil eine hohe Wärmeleitfähigkeit
auf. Dadurch ermöglicht sich vorteilhafterweise eine gleichmäßige Oberflächentemperatur
an der Haarbehandlungsfläche 3, wodurch sich ein verbessertes, insbesondere optimales
Stylingergebnis der zu formenden Haare ergibt. In diesem Fall ist bevorzugt eine Dicke
D1 der ersten Heizplatte 1 a größer als eine Dicke D2 der zweiten Heizplatte 1 b.
Die Heizplatte 1 b mit der Haarbehandlungsfläche 3 ist hierbei demnach dünner ausgebildet
als die übrige Heizplatte 1a des Heizteils 1.
[0037] Das Heizteil 1 der Figur 4 unterscheidet sich von dem Heizteil der Figur 1 durch
eine erste Zwischenschicht, die zwischen den Heizplatten 1 a, 1 b eingebracht ist
und als erste Heizschicht 2a ausgebildet ist. Zusätzlich weist das Heizteil 1 eine
zweite Heizschicht 2b auf, die auf der der zweiten Heizplatte 1 b gegenüberliegenden
Seite der ersten Heizplatte 1 a angeordnet ist. Das Heizteil 1 setzt sich also durch
alternierend angeordnete Heizschichten 2a, 2b und Heizplatten 1 a, 1 b zusammen. Die
Heizschichten 2a, 2b können dabei unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Beispielsweise
wird eine der Heizschichten 2a, 2b, vorzugsweise die erste Heizschicht 2a, mit Kleinspannung
und die andere der Heizschichten 2a, 2b, vorzugsweise die zweite Heizschicht 2b, mit
Niederspannung bespeist. Die erste Heizschicht 2a führt vorteilhafterweise zu einer
gleichmäßigeren Oberflächentemperatur der Haarbehandlungsfläche 3, zu weniger Abkühlung
sowie zu einem schnellen Nachheizen bei Verwendung des Heizteils 1 beispielsweise
in einem Haarglätter.
[0038] Das Heizteil 1 der Figur 5 unterscheidet sich von dem Heizteil der Figur 1 durch
eine weitere Heizplatte 1 c, die auf der zweiten Heizplatte 1 b angeordnet ist. Das
Heizteil 1 weist demnach einen dreischichtigen Aufbau auf, bei dem die einzelnen Heizplatten
1 a, 1 b, 1 c übereinander gestapelt sind. Eine der zweiten Heizplatte 1 b gegenüberliegende
Fläche der weiteren Heizplatte 1 c bildet die Haarbehandlungsfläche des Heizteils
1 aus. Die Verwendung mehrerer Heizplatten 1 a, 1 b, 1 c zeichnet sich durch geringe
Temperaturdifferenzen zwischen Unterseite und Oberseite der einzelnen Heizplatten
1 a, 1 b, 1 c aus. Dadurch verringern sich mit Vorteil interne Spannungen im Heizteil
1, wodurch sich die Anforderungen bezüglich der Materialwahl und insbesondere bezüglich
des Wärmeausdehnungskoeffizienten der Heizplatten 1 a, 1 b, 1 c verringern. Vorteilhafterweise
vergrößert sich dadurch die Glasmaterialauswahl. Dadurch können mit Vorteil schlagfeste
Heizplatten aus Glas bereitgestellt werden.
[0039] Bei den Ausführungsbeispielen der Figuren 2 bis 5 können zwischen den einzelnen Heizplatten
Sensoren eingebracht sein (nicht dargestellt), die eine Beschädigung einer einzelnen
Heizplatte detektieren und das zugehörige Haarformgerät, in dem das Heizteil verbaut
ist, im Falle einer Detektion abschalten. So können die einzelnen Heizplatten mit
einer leitfähigen Schicht versehen sein, die zu einem Stromkreislauf zusammengeschlossen
und überwacht wird. Wird der Stromkreis unterbrochen, so kann das Haarformgerät automatisch
die gesamte Heizung abschalten. Die Gefahr von einem Stromschlag für den Anwender
des Haarformgeräts reduziert sich so mit Vorteil deutlich.
[0040] Die mehrschichtigen Heizteile 1 der Figuren 2 bis 5 können bevorzugt insgesamt eine
ähnliche oder gar gleiche Dicke aufweisen wie herkömmliche einstückige Heizteile,
sodass sich insgesamt die Abmessungen des Heizteils und des Haarformgeräts, in dem
das Heizteil verbaut ist, nicht drastisch verändern, insbesondere erhöhen.
[0041] Die Erläuterung des erfindungsgemäßen Heizteils anhand der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele
ist nicht als Beschränkung der Erfindung auf diese zu betrachten.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Heizteil
- 1a
- erste Heizplatte
- 1b
- zweite Heizplatte
- 1c
- weitere Heizplatte
- 2
- Zwischenschicht
- 2a
- erste Heizschicht
- 2b
- zweite Heizschicht
- 3
- Haarbehandlungsfläche
- D1
- Dicke der ersten Heizplatte
- D2
- Dicke der zweiten Heizplatte
1. Heizteil (1) für ein Haarformgerät zum Erwärmen und Formen von Haaren, das zumindest
eine erste Heizplatte (1a) und eine zweite Heizplatte (1b) umfasst, wobei die erste
Heizplatte (1a) und/oder die zweite Heizplatte (1b) ein glasartiges oder glasähnliches
Material enthalten, und die erste Heizplatte (1a) und die zweite Heizplatte (1b) übereinander
gestapelt angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Heizplatte (1a) und der zweiten Heizplatte (1b) eine transparente
Zwischenschicht (2) mit einem hohen Wärmeleitfähigkeitskoeffizienten eingebracht ist.
2. Heizteil nach Anspruch 1, wobei
die Zwischenschicht (2) eine Folie oder ein Gel ist.
3. Heizteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 oder 2, wobei
die Zwischenschicht (2) eine Klebefolie und/oder eine Heizschicht ist.
4. Heizteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, wobei
die Zwischenschicht (2) ein transparentes Silikon, einen Verbundwerkstoff, Polycarbonat,
Aluminium, Kupfer, Silber, Gold, Siliziumcarbid, Aluminiumnitrid und/oder zumindest
ein kohlenstoffhaltiges Material enthält.
5. Heizteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
- die zweite Heizplatte (1b) eine Haarbehandlungsfläche (3) aufweist, und
- die zweite Heizplatte (1b) eine geringere Dicke (D2) aufweist als die erste Heizplatte
(D1).
6. Heizteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Heizteil (1) zumindest
eine weitere Heizplatte (1c) aufweist, die über der zweiten Heizplatte (1 b) angeordnet
ist.
7. Heizteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
zwischen der ersten Heizplatte (1a) und der zweiten Heizplatte (1b) zumindest ein
Sensor zur Detektion einer Beschädigung der ersten und/oder zweiten Heizplatte (1a,
1b) angeordnet ist.
8. Haarformgerät mit zumindest einem Heizteil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
9. Haarformgerät nach Anspruch 8, das ein Haarglätter ist.
1. Heating part (1) for a hair styler for heating and styling hair, which comprises at
least a first heating plate (1a) and a second heating plate (1b), wherein the first
heating plate (1a) and/or the second heating plate (1b) contain a glass-type or glass-like
material, and the first heating plate (1a) and the second heating plate (1b) are arranged
stacked one on top of the other, characterised in that a transparent intermediate layer (2) with a high thermal conductivity coefficient
is introduced between the first heating plate (1a) and the second heating plate (1b).
2. Heating part according to claim 1, wherein
the intermediate layer (2) is a film or a gel.
3. Heating part according to one of the preceding claims 1 or 2, wherein
the intermediate layer (2) is an adhesive film and/or a heating coating.
4. Heating part according to one of the preceding claims 1 to 3, wherein
the intermediate layer (2) contains transparent silicon, a composite material, polycarbonate,
aluminium, copper, silver, gold, silicon carbide, aluminium nitride and/or at least
one material which contains carbon.
5. Heating part according to one of the preceding claims, wherein
- the second heating plate (1b) has a hair treatment surface (3) and
- the second heating plate (1b) has a lower thickness (D2) than the first heating
plate (D1).
6. Heating part according to one of the preceding claims, wherein
the heating part (1) has at least one further heating plate (1c), which is arranged
above the second heating plate (1b).
7. Heating part according to one of the preceding claims, wherein
at least one sensor for detecting damage to the first and/or second heating plate
(1a, 1b) is arranged between the first heating plate (1a) and the second heating plate
(1b).
8. Hair styler having at least one heating part (1) according to one of the preceding
claims.
9. Hair styler according to claim 8, which is a hair straightener.
1. Élément chauffant (1) pour un appareil de mise en forme des cheveux, destiné à échauffer
et mettre en forme les cheveux, lequel comprend au moins une première plaque chauffante
(1a) et une deuxième plaque chauffante (1b), la première plaque chauffante (1 a) et/ou
la deuxième plaque chauffante (1 b) contenant une matière vitreuse ou similaire au
verre, et la première plaque chauffante (1a) et la deuxième plaque chauffante (1 b)
étant disposées en étant empilées l'une sur l'autre, caractérisé en ce qu'une couche intermédiaire (2) transparente ayant un coefficient de conductivité thermique
élevé est insérée entre la première plaque chauffante (1 a) et la deuxième plaque
chauffante (1 b).
2. Élément chauffant selon la revendication 1,
la couche intermédiaire (2) étant un film ou un gel.
3. Élément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 ou 2,
la couche intermédiaire (2) étant un film adhésif et/ou une couche chauffante.
4. Élément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 3,
la couche intermédiaire (2) étant un silicone transparent, une matière composite,
du polycarbonate, de l'aluminium, du cuivre, de l'argent, de l'or, du carbure de silicium,
du nitrure d'aluminium et/ou au moins une matière contenant du carbone.
5. Élément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
- la deuxième plaque chauffante (1 b) présentant une surface (3) de traitement des
cheveux, et
- la deuxième plaque chauffante (1 b) présentant une épaisseur (D2) plus petite que
la première plaque chauffante (D1).
6. Élément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes, l'élément
chauffant (1) présentant au moins une plaque chauffante supplémentaire (1 c) qui est
disposée au-dessus de la deuxième plaque chauffante (1 b).
7. Élément chauffant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
au moins un capteur destiné à détecter un endommagement de la première et/ou de la
deuxième plaques chauffantes (1 a, 1 b) étant disposé entre la première plaque chauffante
(1 a) et la deuxième plaque chauffante (1 b).
8. Appareil de mise en forme des cheveux comprenant au moins un élément chauffant (1)
selon l'une quelconque des revendications précédentes.
9. Appareil de mise en forme des cheveux selon la revendication 8, lequel est un lisseur
pour cheveux.