[0001] Die Erfindung betrifft eine selbstfahrende Baumaschine zum Bearbeiten von Fahrbahnen
oder Bodenoberflächen mit einem von einem Fahrwerk getragenen Maschinenrahmen und
einer an dem Maschinenrahmen angeordneten und um eine quer zur Arbeitsrichtung der
Baumaschine verlaufenden Drehachse drehbaren Fräswalze.
[0002] Zur Bearbeitung von Fahrbahnen sind selbstfahrende Fräsmaschinen bekannt, die über
eine mit Fräswerkzeugen bestückte Fräswalze verfügen. Da die Fräswerkzeuge einer hohen
mechanischen Beanspruchung ausgesetzt sind, ist eine ausreichende Kühlung der Werkzeuge
erforderlich. Es ist bekannt, die Fräswerkzeuge mit einem Kühlmittel zu besprühen,
das in einem Kühlmittelreservoir bereitgestellt wird.
[0003] Zum Kühlen der Fräswerkzeuge verfügen die bekannten Fräsmaschinen über eine Düsenanordnung,
die eine Vielzahl von parallel zur Drehachse der Fräswalze angeordneten Düsen umfasst.
Die Düsen erzeugen jeweils einen Flachstrahl, der orthogonal oder tangential zu der
Mantelfläche der Fräswalze ausgerichtet ist. Da sich die einzelnen Flachstrahlen teilweise
überlappen, entsteht ein gemeinsamer sich über die Arbeitsbreite der Fräswalze erstreckender
und auf die Mantelfläche der Walze gerichteter Sprühstrahl.
[0004] Die bekannten Kühleinrichtungen für Fräswerkzeuge haben sich in der Praxis bewährt.
Nachteilig ist jedoch der relativ hohe Verbrauch an Kühlmittel, der entweder einen
ausreichend großen Kühlmitteltank oder das Nachfüllen des Kühlmitteltanks während
einer Arbeitsschicht erforderlich macht. Die Vergrößerung des Kühlmitteltanks führt
aber zu einer Erhöhung des Gewichts der Baumaschine sowie der Zunahme der äußeren
Abmessungen, während die Nachfüllung des Kühlmitteltanks die Verfügbarkeit der Baumaschine
verringert.
[0005] Die
DE 102 13 017 A1 beschreibt eine Fräsmaschine mit einer Kühleinrichtung, die eine Vielzahl von Düsen
aufweist, die entlang einer parallel zur Drehachse der Fräswalze verlaufenden Achse
angeordnet sind. Zur Verringerung des Verbrauchs an Kühlmittel wird vorgeschlagen,
die zugeführte Menge an Kühlmittel in Abhängigkeit von einem Kennwert zu steuern,
der für die momentane Arbeitsleistung der Fräswalze charakteristisch ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Baumaschine mit einem verringerten
Verbrauch an Kühlmittel zum Kühlen der Fräswerkzeuge der Fräswalze zu schaffen, so
dass die Abmessungen des Kühlmittelreservoirs verringert und/oder die Verfügbarkeit
der Baumaschine erhöht werden kann. Darüber hinaus ist eine Aufgabe der Erfindung,
ein Verfahren zur Verringerung des Verbrauchs an Kühlmittel zum Kühlen der Fräswerkzeuge
der Fräswalze einer Baumaschine anzugeben.
[0007] Die Lösung dieser Aufgaben erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen der unabhängigen
Patentansprüche 1 und 11. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung.
[0008] Die erfindungsgemäße Baumaschine weist eine Kühleinrichtung zum Besprühen der Fräswerkzeuge
der Fräswalze mit einem Kühlmittel aus einem Kühlmittelreservoir auf. Die Kühleinrichtung
ist derart ausgebildet, dass mindestens ein im Wesentlichen parallel zu der Drehachse
der Fräswalze verlaufender Kühlmittelstrahl erzeugt wird. Zur Kühlung der Fräswerkzeuge
ist ein einziger Kühlmittelstrahl ausreichend, der quer zur Arbeitsrichtung der Fräswalze
verläuft. Während sich die Fräswalze dreht, treten die Fräswerkzeuge der Fräswalze
nacheinander durch den Kühlmittelstrahl. Auf Grund der relativ dichten Anordnung der
Fräswerkzeuge in Umfangsrichtung der Fräswalze sind die Zeitintervalle, in denen kein
Fräswerkzeug von einem Kühlmittelstrahl getroffen wird, relativ kurz. Dadurch kann
der Kühlmittelverbrauch gesenkt werden. Richtet man den Strahl hingegen senkrecht
auf die Mantelfläche der Fräswalze, dann kommt pro Umdrehung nur einmal ein Fräswerkzeug
an dem Strahl vorbei, weil auf einer Umfangslinie nur ein Werkzeug sitzt. Mit der
axialen Ausrichtung des Kühlmittelstrahls ist die Kühlung sehr effizient, da die Fräswerkzeuge
unmittelbar nacheinander durch den Kühlmittelstrahl treten.
[0009] Der Kühlmittelstrahl kann unterschiedlich ausgebildet sein, solange sich der Strahl
im Wesentlichen parallel zur Drehachse der Fräswalze erstreckt. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform ist der Kühlmittelstrahl ein Vollstrahl oder Punktstrahl, der eine
hohe spezifische Strahlkraft hat. Der Kühlmittelstrahl kann aber auch ein Flachstrahl
mit einem Kegel sein, der einen sehr kleinen Winkel hat. Die bevorzugte Ausführungsform
sieht vor, dass der Vollstrahl entlang einer kreiszylindrischen Mantelfläche verläuft,
auf der die Fräswerkzeuge der Fräswalze angeordnet sind, so dass der Vollstrahl unmittelbar
auf die Fräswerkzeuge trifft. Bei Fräswalzen, deren Fräswerkzeuge Rundschaftmeißel
sind, die eine kappenförmige Meißelspitze aufweisen, verläuft der Vollstrahl entlang
der kreiszylindrischen Mantelfläche, auf der die Meißelspitzen angeordnet sind. Der
Vollstrahl verläuft vorzugsweise entlang einer kreiszylindrischen Mantelfläche, deren
Durchmesser kleiner als der Schnittkreis der Fräswalze ist, so dass auch bei den verschleißenden
Meißelspitzen sichergestellt ist, dass der Vollstrahl immer auf die Meißelspitzen
trifft.
[0010] Eine Ausführungsform der Kühleinrichtung weist mindestens eine Düse auf, die auf
einer der beiden Längsseiten des Maschinenrahmens neben der Fräswalze derart angeordnet
ist, dass ein parallel zu der Drehachse der Fräswalze verlaufender Kühlmittelstrahl
erzeugt wird. Diese Ausführungsform ist für Fräswalzen bestimmt, bei denen am Umfang
der Walze entlang einer Achse, die parallel zur Drehachse der Fräswalze verläuft,
nur ein Fräswerkzeug angeordnet ist, das von dem Kühlmittelstrahl seitlich getroffen
wird.
[0011] Eine alternative Ausführungsform der Kühleinrichtung sieht mindestens eine Düse auf
beiden Längsseiten des Maschinenrahmens vor. Diese Ausführungsform ist für Fräswalzen
bestimmt, bei denen zwei Fräswerkzeuge auf einer parallel zur Drehachse der Fräswalze
verlaufenden Achse angeordnet sind. Das auf der einen Seite befindlich Fräswerkzeug
wird mit der einen Düse von der einen Seite und das auf der anderen Seite befindliche
Fräswerkzeug mit der anderen Düse von der anderen Seite besprüht.
[0012] Die auswechselbaren Fräswerkzeuge der bekannten Fräswalzen sitzen in Werkzeughaltern,
die ebenfalls einem Verschleiß ausgesetzt sind. Mit zunehmendem Verschleiß der Werkzeughalter
verringert sich der Abstand zwischen der Spitze der Fräsmeißel und der Drehachse der
Fräswalze. Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht daher vor,
dass der Abstand des Kühlmittelstrahls zu der Drehachse der Fräswalze verändert werden
kann.
[0013] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist die Kühleinrichtung eine in
unterschiedlichen radialen Abständen zu der Drehachse der Fräswalze feststellbare
Düse auf, so dass der parallel zur Drehachse der Fräswalze verlaufende Kühlmittelstrahl
exakt auf das Fräswerkzeug ausgerichtet werden kann.
[0014] Bei einer alternativen Ausführungsform weist die Kühleinrichtung mehrere in unterschiedlichen
radialen Abständen zu der Drehachse der Fräswalze angeordnete Düsen auf, wobei eine
Ventilanordnung zum Zu- und Abschalten der einzelnen Düsen vorgesehen ist. Folglich
kann diejenige Düse zugeschaltet werden, deren Kühlmittelstrahl auf das Fräswerkzeug
trifft, während die anderen Düsen abgeschaltet werden können. Darüber hinaus können
auch mehrere Düsen gleichzeitig zugeschaltet werden. Die Zu- und Abschaltung der betreffenden
Düsen kann manuell oder automatisch erfolgen.
[0015] Die Kühleinrichtung weist vorzugsweise eine das Kühlmittelreservoir mit der mindestens
einen Düse verbindende Druckleitung auf, wobei in der Druckleitung eine Druckpumpe
vorgesehen ist. Die Druckpumpe ist vorzugsweise eine Hochdruckpumpe, die einen zur
Erzeugung eines Vollstrahls ausreichenden Druck erzeugt.
[0016] Das Kühlmittelreservoir ist vorzugsweise ein am Maschinenrahmen angeordneter Kühlmitteltank.
Anstelle eines großen Tanks, können aber auch mehrere kleine Tanks vorgesehen sein.
[0017] Die Fräswalze ist vorzugsweise in einem Walzengehäuse angeordnet, wobei die Düsen
der Kühlmitteleinrichtung an einer oder beiden Längsseiten des Maschinenrahmens vorzugsweise
am Walzengehäuse angeordnet sind. Vorzugsweise sind die Düsen außerhalb des Walzengehäuses
angeordnet. Sie können aber auch innerhalb des Gehäuses angeordnet sein.
[0018] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Kühlen der Fräswalze zeichnet sich dadurch aus,
dass mindestens ein im Wesentlichen parallel zu der Drehachse der Fräswalze verlaufender
Kühlmittelstrahl erzeugt wird, der seitlich auf die Fräswerkzeuge gerichtet wird.
In Abhängigkeit von dem Fräswalzentyp kann ein Kühlmittelstrahl von nur einer Längsseite
der Baumaschine oder jeweils ein Kühlmittelstrahl von beiden Längsseiten auf die Fräswerkzeuge
gerichtet werden. Der Abstand des Kühlmittelstrahls zu der Drehachse der Fräswalze
wird vorzugsweise in Abhängigkeit von dem Verschleiß der Fräswerkzeuge verändert.
[0019] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die
Figuren im Einzelnen erläutert.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Straßenfräsmaschine in vereinfachter Darstellung,
- Fig. 2
- eine erste Ausführungsform der Kühleinrichtung der Straßenfräsmaschine zusammen mit
der Fräswalze in schematischer Darstellung,
- Fig. 3A
- eine Seitenansicht der Fräswerkzeuge der Fräswalze von Fig. 2 in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 3B
- eine feststellbare Düse in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 3C
- eine Düsenanordnung mit mehreren Düsen in vergrößerter Darstellung und
- Fig. 4
- eine zweite Ausführungsform der Kühleinrichtung zusammen mit der Fräswalze in schematischer
Darstellung.
[0021] Fig. 1 zeigt die wesentlichen Komponenten einer Straßenfräsmaschine als Beispiel
für eine Baumaschine zur Bearbeitung von Fahrbahnen oder Bodenoberflächen, die einen
Maschinenrahmen 1 und ein Fahrwerk 2 aufweist. Die Baumaschine kann aber auch ein
Recycler oder Surface Miner sein. Das Fahrwerk 2 der Fräsmaschine umfasst vier Kettenlaufwerke
2A. 2B, die an der Vorder- und Rückseite des Maschinenrahmens 1 angeordnet sind, der
eine in Fahrtrichtung 10 vordere Seite 1A, eine Rückseite 1B sowie zwei Längsseiten
1C, 1D aufweist.
[0022] Die Straßenfräsmaschine verfügt über eine Fräseinrichtung 4, die unterhalb des Maschinenrahmens
1 angeordnet ist. Das abgefräste Fräsgut wird mit einer an der Vorderseite des Maschinenrahmens
angeordneten Fördereinrichtung 5 abgeführt.
[0023] Die Fräseinrichtung 4 umfasst eine Fräswalze 6 und einen Fräswalzenantrieb 7. Die
Fräswalze 6 ist in einem Fräswalzengehäuse 8 angeordnet, das die Fräswalze umschließt.
Das Fräswalzengehäuse 8 befindet sich unterhalt des Maschinenrahmens 1 zwischen den
vorderen und hinteren Kettenlaufwerken 2A, 2B. Zur Kühlung der Werkzeuge der Fräswalze
6 ist eine in Fig. 1 nicht dargestellte Kühleinrichtung vorgesehen, die Kühlmittel
aus einem Kühlmittelreservoir 16 auf die Werkzeuge der Fräswalze sprüht. Das Kühlmittelreservoir
16 kann ein in Arbeitsrichtung 10 vor der Fräseinrichtung 4 angeordneter Kühlmitteltank
sein.
[0024] Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung das Fräswalzengehäuse 8 zusammen mit einer
Fräswalze 6, die gegen einen anderen Fräswalzentyp auswechselbar ist. Die mit Fräswerkzeugen
11 bestückte Fräswalze 6 rotiert um eine Drehachse 12, die quer zur Arbeits- oder
Vorschubrichtung 10 der Fräsmaschine verläuft, wobei die Fräswalze sich über die Arbeitsbreite
der Maschine erstreckt.
[0025] Fig. 3A zeigt die Fräswerkzeuge 11 der Fräswalze 6 in vergrößerter Darstellung. Die
gegenüber der Mantelfläche 6A der Fräswalze 6 schräggestellten Fräswerkzeuge 11 sind
bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel Rundschaftmeißel 11, die eine kappenförmige
Meißelspitze 11A aus besonders verschleißfestem Material, beispielsweise Hartmetall,
oder Polykristallinen Diamant (PKD) aufweisen. Die Meißelspitze 11A ist fest mit einem
Meißelkörper 11B verbunden, der auswechselbar in einem Meißelhalter 11C eingesetzt
ist.
[0026] Beim Betrieb der Fräsmaschine ist der Rundschaftmeißel 11 und insbesondere die Meißelspitze
11A einem starken Verschleiß ausgesetzt. Daher werden die Rundschaftmeißel 11 regelmäßig
ausgetauscht. Einem Verschleiß sind auch die Meißelhalter 11C ausgesetzt. Der Verschleiß
der Meißelhalter 11C führt dazu, dass die Meißelspitze 11A sich entlang der Achse
11D des Meißels radial nach innen verschiebt. Dadurch verringert sich der Abstand
a zwischen Meißelspitze 11A und der Drehachse 12 der Fräswalze 6. Dieser Verschleiß
vollzieht sich aber über eine viel größere Zeitspanne, so dass die Meißelhalter nicht
ständig auszutauschen sind.
[0027] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 2 weist die Kühleinrichtung 21 eine Düse 13
auf, die auf einer Längsseite 1C, 1D des Maschinenrahmens 1 neben der Fräswalze 6
am Fräswalzengehäuse 8 angeordnet ist. Die Düse 13, die an einem Teil 1E des Maschinenrahmens
1 auf der Höhe der Fräswerkzeuge 11 befestigt ist oder auch direkt an dem Fräswalzengehäuse
befestigt sein kann, erzeugt einen sich parallel zur Drehachse 12 der Fräswalze 6
verlaufenden Kühlmittelstrahl 14, der seitlich auf die Meißelspitzen 11A der sich
durch den Kühlmittelstrahl bewegenden Fräsmeißel 11 der rotierenden Fräswalze 6 trifft.
Die Düse 13 kann in einer Ausnehmung 8B der Seitenwand 8A des Fräswalzengehäuses 8
sitzen.
[0028] In Fig. 2 ist die Abwicklung der Fräswalze 6 mit den Fräsmeißeln 11 dargestellt.
Die Kühleinrichtung 21 von Fig. 2 ist für einen Fräswalzentyp bestimmt, bei dem immer
nur ein Fräsmeißel 11 auf einer parallel zu der Drehachse 12 der Fräswalze 6 verlaufenden
Achse 15 angeordnet ist. Folglich kann der Kühlmittelstrahl nacheinander auf sämtliche
Fräsmeißel treffen, die unmittelbar hintereinander in kurzer zeitlicher Folge durch
den Kühlmittelstrahl treten. Der Verbrauch an Kühlmittel ist daher relativ gering.
[0029] Für eine ausreichende Kühlung des Fräsmeißels 11 ist ein einziger Kühlmittelstrahl
14 ausreichend. Der Kühlmittelstrahl ist vorzugsweise ein Vollstrahl.
[0030] Es können auch mehrere Kühlmittelstrahlen auf unterschiedlichen Durchmessern und/oder
über den Umfang verteilt angeordnet sein, um die Kühlung zu verbessern. Um eine dazu
vergleichbare Kühlleistung mit radial ausgerichteten Düsen zu erreichen, wird hingegen
eine ungleich höhere Anzahl an Düsen benötigt. Beispielsweise würden bei radialer
Ausrichtung der Strahlen bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 2 für die Kühlung aller
Fräswerkzeuge 18 radial gerichtete Strahlen 23 benötigt
[0031] Das Kühlmittel wird in einem Kühlmitteltank 16 bereitgestellt. Von dem Kühlmitteltank
16 führt eine Kühlmittel-Leitung 17 zu der Düse 13. Der für die Düse 13 erforderliche
Druck wird mit einer Hochdruck-Pumpe 18 erzeugt, die zwischen Kühlmitteltank 16 und
Düse 13 vorgesehen ist.
[0032] Mit zunehmendem Verschleiß der Werkzeughalter 11C kann es erforderlich sein, den
Abstand a zwischen dem Kühlmittelstrahl 14 und der Drehachse 12 zu verringern, so
dass der Kühlmittelstrahl 14 immer auf die Meißelspitzen 11A der Fräsmeißel 11 trifft.
[0033] Bei einer Ausführungsform ist die Düse 13 verschiebbar angeordnet, wobei die Düse
in unterschiedlichen Positionen P
1, P
2, P
3 festgestellt werden kann. Fig. 3B zeigt ein Ausführungsbeispiel mit einer feststellbaren
Düse 13 in vereinfachter Darstellung. Die Düse 13 ist auf einer gegenüber den Fräswerkzeugen
11 schräggestellten Achse 13A in einem Langloch 13B verschiebbar, das in einer Seitenwand
8A des Fräswalzengehäuses 8 oder an einem Teil des Maschinenrahmens 1 vorgesehen ist.
Fig. 3B zeigt auch eine Ansicht auf die Außenseite der Seitenwand 8A des Walzengehäuses
8. Die Düse 13 ist an einem Düsenhalter 13C befestigt, der mittels einer nur schematisch
dargestellten Feststellschraube 13D in den unterschiedlichsten Positionen, beispielsweise
in den Positionen P
1, P
2, P
3, an der Seitenwand 8A des Walzengehäuses 8 befestigt werden kann. Durch Verschieben
der Düse 13 in dem Langloch 13B kann der radiale Abstand a zu der Drehachse 12 der
Fräswalze 6 exakt auf die korrekte Position eingestellt werden. Das Langloch 13B kann
auch eine Kurve beschreiben. Es ist auch möglich, dass die Düse 13 auf einer orthogonal
zu der Mantelfläche 6A der Fräswalze 6 verlaufenden Achse verschiebbar geführt ist.
[0034] Eine alternative Ausführungsform sieht anstelle einer einzigen verschiebbar geführten
Düse eine Düsenanordnung 19 vor, die eine Mehrzahl von fest angeordneten Düsen 13',
13", 13"' aufweist. Fig. 3C zeigt die Düsenanordnung 19 mit den Düsen 13', 13", 13'"
und den Fräsmeißeln 11 in vereinfachter schematischer Darstellung. Die Düsen sind
derart angeordnet, dass der Abstand a
1, a
2, a
3 zwischen den Kühlmittelstrahlen 14 und der Drehachse 12 dem Verschleißbild der Werkzeughalter
11C entspricht. Zum Zu- und Abschalten der Kühlmittelzufuhr zu den einzelnen Düsen
13', 13", 13"' ist eine nur schematisch dargestellte Ventilananordung 20 vorgesehen,
die von einer Steuereinheit angesteuert werden kann.
[0035] Fig. 4 zeigt eine alternative Ausführungsform der Kühleinrichtung 21 die für einen
anderen Fräswalzentyp bestimmt ist. Diese Ausführungsform, die auch für den Fräswalzentyp
von Fig. 2 geeignet ist, unterscheidet sich dadurch, dass sowohl auf der in Arbeitsrichtung
10 rechten Längsseite 1D als auch auf der in Arbeitsrichtung 10 linken Längsseite
1C des Maschinenrahmens 1 jeweils eine Düse 13L, 13R am Fräswalzengehäuse 8 neben
der Fräswalze 6 angeordnet ist. Die einander entsprechenden Teile sind wieder mit
den gleichen Bezugszeichen versehen. Die Druckmittel-Leitung 17 führt bei diesem Ausführungsbeispiel
zu beiden Düsen 13L, 13R, die jeweils vorzugsweise einen Vollstrahl erzeugen, die
auf einer gemeinsamen parallel zur Drehachse 12 der Fräswalze 6 verlaufenden Achse
verlaufen können.
[0036] Die Fräswalze 6 von Fig. 4 hat die doppelte Arbeitsbreite wie die Fräswalze von Fig.
2. Die Fräsmeißel 11 sind bei dem Fräswalzentyp von Fig. 4 derart umfangsmäßig angeordnet,
dass jeweils zwei Fräsmeißel 11 auf einer Achse 15 liegen, die parallel zu der Drehachse
12 der Fräswalze 6 verläuft. In Fig. 4 sind zwei Fräsmeißel mit 11L und 11R bezeichnet,
die auf einer gemeinsamen Achse 15 liegen. Während der Rotation der Fräswalze trifft
der Kühlmittelstrahl 14 der rechten Düse 13R auf den rechten Fräsmeißel 11R und der
Kühlmittelstrahl der linken Düse 13L auf den linken Fräsmeißel 11L. Folglich werden
immer zwei Fräsmeißel gleichzeitig gekühlt.
[0037] Die beiden Düsen 13L, 13R der Kühleinrichtung 21 von Fig. 4 können wieder feststellbare
Düsen (Fig. 3B) sein oder Düsen einer Düsenanordnung 19 mit einer Mehrzahl von feststehenden
Düsen 13', 13", 13"' sein (Fig. 3C).
1. Selbstfahrende Baumaschine zum Bearbeiten von Fahrbahnen oder Bodenoberflächen mit
einem von einem Fahrwerk (2) getragenen Maschinenrahmen und einer an dem Maschinenrahmen
angeordneten und um eine quer zur Arbeitsrichtung (10) der Baumaschine verlaufenden
Drehachse (12) drehbaren Fräswalze (6), die mit umfangsmäßig verteilt angeordneten
Fräswerkzeugen (11) bestückt ist,
einem Walzenantrieb (7) für die Fräswalze (6) und
einer Kühleinrichtung (21) zum Besprühen der Fräswerkzeuge (11) der Fräswalze (6)
mit einem Kühlmittel aus einem Kühlmittelreservoir (16),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kühleinrichtung (21) derart ausgebildet ist, dass mindestens ein im Wesentlichen
parallel zu der Drehachse (12) der Fräswalze (6) verlaufender Kühlmittelstrahl (14)
erzeugt wird.
2. Baumaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung (21) derart ausgebildet ist, dass der Kühlmittelstrahl (14) ein
Vollstrahl ist, der im Wesentlichen entlang einer kreiszylindrischen Mantelfläche
verläuft, auf der die Fräswerkzeuge (11) der Fräswalze (6) angeordnet sind.
3. Baumaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fräswerkzeuge (11) der Fräswalze Rundschaftmeißel sind, die eine kappenförmige
Meißelspitze (11A) aufweisen, wobei der Vollstrahl im Wesentlichen entlang einer kreiszylindrischen
Mantelfläche verläuft, auf der die Meißelspitzen (11A) angeordnet sind.
4. Baumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung (21) mindestens eine Düse (13) aufweist, die auf einer der beiden
Längsseiten (1C, 1D) des Maschinenrahmens (1) neben der Fräswalze (6) derart angeordnet
ist, dass ein im Wesentlich parallel zu der Drehachse (12) der Fräswalze (6) verlaufender
Kühlmittelstrahl (14) erzeugt wird.
5. Baumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung (21) mindestens eine Düse (13L, 13R) aufweist, die auf einer
der beiden Längsseiten (1C, 1D) des Maschinenrahmens (1) neben der Fräswalze (6) derart
angeordnet ist, dass ein im Wesentlichen parallel zur Drehachse (12) der Fräswalze
(6) verlaufender Kühlmittelstrahl (14) erzeugt wird, und mindestens eine Düse (13L,
13R) aufweist, die auf der anderen der beiden Längsseiten (1C, 1D) des Maschinenrahmens
(1) neben der Fräswalze (6) derart angeordnet ist, dass ein im Wesentlichen parallel
zur Drehachse (12) der Fräswalze (6) verlaufender Kühlmittelstrahl (14) erzeugt wird.
6. Baumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung (21) mindestens eine in unterschiedlichen radialen Abständen
(a1, a2, a3) zu der Drehachse (12) der Fräswalze (6) feststellbare Düse (13) aufweist, die derart
ausgebildet ist, dass ein im Wesentlichen parallel zur Drehachse (12) der Fräswalze
(6) verlaufender Kühlmittelstrahl (14) erzeugt wird.
7. Baumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung (21) mehrere in unterschiedlichen radialen Abständen (a1, a2, a3) zu der Drehachse (12) der Fräswalze (6) fest angeordnete Düsen (13', 13", 13"')
aufweist, die derart ausgebildet sind, dass mindestens ein im Wesentlichen parallel
zur Drehachse (12) der Fräswalze (6) verlaufender Kühlmittelstrahl (14) erzeugt wird,
und dass eine Ventilanordnung (20) zum Zu- und Abschalten der einzelnen Düsen (13',
13", 13"') vorgesehen ist.
8. Baumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühleinrichtung (21) eine das Kühlmittelreservoir (16) mit der mindestens einen
Düse (13) verbindende Druckleitung (17) aufweist, wobei in der Druckleitung (17) eine
Druckpumpe (18) vorgesehen ist.
9. Baumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittelreservoir (16) ein am Maschinenrahmen angeordneter Kühlmitteltank ist.
10. Baumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fräswalze (6) in einem Walzengehäuse (8) angeordnet ist.
11. Verfahren zum Kühlen der Fräswerkzeuge einer Fräswalze einer selbstfahrende Baumaschine
zum Bearbeiten von Fahrbahnen oder Bodenoberflächen, bei dem die Fräswerkzeuge der
sich um eine quer zur Arbeitsrichtung der Baumaschine verlaufenden Achse drehenden
Fräswalze mit einem Kühlmittel aus einem Kühlmittelreservoir besprüht werden, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein im Wesentlichen parallel zu der Drehachse der Fräswalze verlaufender
Kühlmittelstrahl erzeugt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlmittelstrahl ein Vollstrahl ist, der im Wesentlichen entlang der kreiszylindrischen
Mantelfläche verläuft, auf der die Fräswerkzeuge der Fräswalze angeordnet sind.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kühlmittelstrahl erzeugt wird, der von einer Seite auf die Fräswerkzeuge
gerichtet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kühlmittelstrahl erzeugt wird, der von der einen Seite auf die Fräswerkzeuge
gerichtet wird, und mindestens ein Kühlmittelstrahl erzeugt wird, der von der anderen
Seite auf die Fräswerkzeuge gerichtet wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand des mindestens einen Kühlmittelstrahls zu der Drehachse der Fräswalze
in Abhängigkeit von dem Verschleißzustand der Fräswerkzeuge verändert wird.