[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beschlaganordnung für eine Drehflügeltür
sowie eine Drehflügeltür mit einer solchen Beschlaganordnung.
[0002] Es ist grundsätzlich bekannt, dass Drehflügeltüren mit Beschlägen versehen werden.
Diese Beschläge dienen dazu, eine Befestigung des Türblatts in einer Zarge der Drehflügeltür
gewährleisten zu können. Bei bekannten Drehflügeltüren sind hierfür Lageraufnahmen
vorgesehen, welche an der Tür befestigt sind und zur drehbaren Lagerung in entsprechenden
Lagermitteln in der Zarge der Tür oder im Boden unterhalb der Tür eingreifen können.
Auch ist es grundsätzlich bekannt, dass Verblendungen vorgesehen werden, die für Teile
oder die gesamte Erstreckung des Türblatts ein Verblenden der einzelnen Klemmbeschläge
zur Verfügung stellen können.
[0003] Nachteilhaft bei bekannten Beschlaganordnungen ist es, dass häufig ein mechanisches
Bearbeiten, insbesondere ein Erzeugen von Ausschnitten, des Türblatts erfolgen muss.
Vor allem bei Türblättern aus Glasmaterial muss dies erfolgen, bevor ein Härtedruckverfahren
für das Glas eingesetzt wird. Ein falscher Schnitt führt dementsprechend zu Ausschuss,
sobald das Härteverfahren durchgeführt worden ist. Darüber hinaus führt der Schnitt
von solchen Glaselementen zu vergrößertem mechanischen Aufwand und höheren Herstellkosten.
Auch führt die Einwirkung in das Glasmaterial durch den Zuschnitt möglicherweise zu
Eigenspannungen, die beim Einsatz der Tür zu Rissen führen können. Ein weiterer Nachteil
bekannter Beschlaganordnungen ist es, dass diese üblicherweise nicht klemmfrei ausgebildet
sind. So befindet sich die Drehachse der Tür und der entsprechenden Lageraufnahmen
mit einem definierten Abstand beabstandet zur Nebenschließkante bezogen auf die Zarge
der Drehflügeltür. Öffnet sich nun das Türblatt um die Drehachse, so schwingt die
Nebenschließkante der Tür entlang einer kreisförmigen Kurve von der Zargenseite weg
und öffnet damit einen Spalt zwischen der Drehachse respektive dem Türblatt und der
Zarge. Beim Schließen der Tür schließt sich dieser Spalt. Wird während dieser Bewegung
ein Objekt, z. B. der Finger einer Person, in diesen Spalt eingeführt, so kann dies
zum Einklemmen des Objekts führen. Insbesondere in öffentlichen Gebäuden ist ein solches
Einklemmen mit hoher Sicherheit zu vermeiden, um die Verletzungsgefahr bei der Bedienung
der Drehflügeltür zu reduzieren. Bei bekannten Beschlaganordnungen ist dies nur dann
möglich, wenn separate Sicherungsmittel, z. B. separate Verblendungen, eingesetzt
werden. Dies führt jedoch zu höheren Kosten und Aufwänden in der Montage und gleichzeitig
zu höheren Kosten in der Herstellung dieser Verblendungen.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile
zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
in einfacher und kostengünstiger Weise, insbesondere in modularer Ausführungsform,
eine Beschlaganordnung mit klemmfreier Ausbildung für die Drehflügeltür zur Verfügung
zu stellen.
[0005] Voranstehende Aufgabe wird gelöst durch eine Beschlaganordnung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 und eine Drehflügeltür mit den Merkmalen des Anspruchs 15. Weitere
Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit der
erfindungsgemäßen Beschlaganordnung beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang
mit der erfindungsgemäßen Drehflügeltür und jeweils umgekehrt, sodass bzgl. der Offenbarung
zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden
kann.
[0006] Eine erfindungsgemäße Beschlaganordnung für die Drehflügeltür weist eine Klemmvorrichtung
mit wenigstens zwei gegeneinander verspannbaren Klemmelementen für eine verklemmende
Befestigung an einem Türblatt auf. Insbesondere handelt es sich dabei um ein Türblatt
aus einem Glasmaterial. Eine erfindungsgemäße Beschlaganordnung zeichnet sich dadurch
aus, dass an der Klemmvorrichtung ein Hohlprofil mit einem wenigstens abschnittsweisen
runden Querschnitt befestigt ist. Dabei weist das Hohlprofil an seinen beiden Enden
jeweils eine Lageraufnahme für die drehbare Lagerung des Türblatts auf. Der Mittelpunkt
des wenigstens abschnittsweise runden Querschnitts des Türprofils liegt auf der Drehachse
der Lageraufnahmen.
[0007] Durch die Ausbildung der Klemmvorrichtung erfolgt die Aufnahme der statischen und
dynamischen Türkräfte durch die Klemmvorrichtung. Diese Türkräfte werden durch die
Befestigung der Klemmvorrichtung an dem Hohlprofil an dieses Hohlprofil übertragen.
Über die Lageraufnahmen des Hohlprofils erfolgt wiederum eine Abstützung der übertragenen
Türkräfte auf entsprechende Lagerungen in der Türzarge und/oder der entsprechenden
Bodenaufnahme.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Beschlaganordnung wird darüber hinaus
auch eine reduzierte Bearbeitungsnotwendigkeit des Türblatts erzielt. Insbesondere
werden Ausschnitte oder Bohrungen in dem Türblatt vermeidbar.
[0009] Eine erfindungsgemäße Beschlaganordnung wird für eine Drehflügeltür verwendet. Solche
Drehflügeltüren sind Türen, die sich rotatorisch, also drehend öffnen lassen. Die
Drehung erfolgt dabei zumindest zwischen einer Schließstellung und einer ersten Öffnungsstellung.
Auch Pendeltüren, welche zwischen einer Schließstellung und zwei unterschiedlichen
Öffnungsstellung hin und her bewegt werden können, sind im Sinne der vorliegenden
Erfindung Drehflügeltüren.
[0010] Die Klemmelemente dienen dazu, eine besonders einfache und kostengünstige Befestigung
der Beschlaganordnung an dem Türblatt zu gewährleisten. So sind die einzelnen Klemmelemente
vorzugsweise gegeneinander verspannbar und klemmen dabei das Türblatt zwischen zwei
entsprechenden Klemmflächen der Klemmelemente ein. Dabei können z. B. Befestigungsmittel
zur Verfügung gestellt werden, welche das Verklemmen durchführen. Die beiden Klemmelemente
können z. B. mithilfe von gewindebehafteten Befestigungsmitteln hinsichtlich ihres
Relativabstandes zueinander verändert werden. Damit erfolgt das beschriebene Klemmen
des Türblatts zwischen den Klemmelementen. Mit anderen Worten erfolgt eine verklemmende
Befestigung der einzelnen Klemmelemente am Türblatt. Dabei sind vorzugsweise immer
wenigstens zwei Klemmelemente vorgesehen, die gegeneinander verspannbar sind. So kann
für ein Türblatt eine relativ lange Klemmvorrichtung mit ausschließlich zwei Klemmelementen
ausreichend sein. Bevorzugt werden jedoch zwei, drei oder mehr Paare von Klemmelementen
vorgesehen, welche über die gesamte Höhe des Türblatts verteilt angeordnet sind.
[0011] Die Klemmvorrichtung ist erfindungsgemäß an einem Hohlprofil befestigt. Darunter
fallen im Sinne der vorliegenden Erfindung auch Hohlprofile, welche integral bzw.
monolithisch mit der Klemmvorrichtung ausgebildet sind. Jedoch kann ein nachträgliches
Befestigen des Hohlprofils hinsichtlich der Einfachheit der Montage der Klemmvorrichtung
am Türblatt bevorzugt sein. Das Hohlprofil weist zumindest abschnittsweise einen runden
Querschnitt auf.
[0012] Der Abschnitt des runden Querschnitts des Hohlprofils erstreckt sich vorzugsweise
zumindest über den Abschnitt, welcher mit der Öffnungsbewegung der Tür korreliert.
Ist beispielsweise für die Tür ein Öffnungswinkel zwischen 0° und ca. 90° vorgesehen,
so ist für den runden Querschnitt ebenfalls wenigstens 90° als Erstreckung für das
Hohlprofil vorgesehen. Handelt es sich bei der Drehflügeltür z. B. um eine Pendeltür,
so sind vorzugsweise ca. 180° Öffnungswinkel oder mehr für die Drehflügeltür vorgesehen.
Dementsprechend erstreckt sich der abschnittsweise runde Querschnitt auch über diese
ca. 180° oder mehr respektive über den gesamten Öffnungswinkel des Türblatts.
[0013] Erfindungsgemäß ist der runde Querschnitt in expliziter Korrelation zu den Lageraufnahmen
ausgebildet. So liegt der Mittelpunkt des wenigstens abschnittsweise runden Querschnitts
auf der Drehachse der Lageraufnahmen. Die Drehachse der Lageraufnahmen definiert durch
ihre Funktionalität als Lagerung des Türblatts gleichzeitig auch die Drehachse der
Tür. Wird nun die Tür gedreht, so dreht sich mit der Tür auch das Hohlprofil um die
gleiche Drehachse der Lageraufnahmen mit. Befindet sich das Hohlprofil in der erfindungsgemäß
ausgebildeten Anordnung, so erfolgt nun eine eindeutige Korrelation zwischen dem Hohlprofil
und insbesondere der Zarge der Drehflügeltür. So kann das Hohlprofil während der gesamten
Drehbewegung an einer Zarge der Drehflügeltür an der der Nebenschließkante zugeordneten
Zargenseite entlanggleiten. Wird die Tür geöffnet, so wird auf diese Weise kein Spalt
mehr freigegeben, sondern vielmehr die Außenseite des Hohlprofils an der Zarge an
der Nebenschließkante des Türblatts entlanggeführt. Bei diesem Entlangführen bleibt
der Spalt abgedeckt, sodass kein Einführen von Objekten oder Körperteilen mehr in
diesen Spalt möglich ist. Auf diese Weise wird eine Klemmsicherung zur Verfügung gestellt,
da keine Objekte in eine einklemmende Situation mehr gebracht werden können.
[0014] Ein entscheidender Vorteil neben der voranstehend beschriebenen Klemmsicherung ist
es, dass eine Korrelation zwischen dem Verblenden des Spaltes und dem Befestigen des
Türblatts für dessen rotatorische Lagerung erfolgt. So ist nunmehr nur noch eine einzige
Vorrichtung in Form der Beschlaganordnung notwendig, um den Beschlag und gleichzeitig
auch die Klemmsicherung zur Verfügung stellen zu können.
[0015] Eine erfindungsgemäße Beschlaganordnung ist auch modular ausgebildet. So kann die
Länge des Hohlprofils und auch der Klemmvorrichtung an die entsprechende Höhe der
Tür einfach angepasst werden. Das Hohlprofil kann z. B. als Strangprofil einfach und
kostengünstig hergestellt werden. Die einzelnen Klemmelemente sind vorzugsweise Standardbauteile,
sodass die Anzahl der Klemmelemente für das Zurverfügungstellen der Klemmvorrichtung
ebenfalls an die tatsächliche Einsatzsituation anpassbar ist.
[0016] Durch das Verwenden der Klemmelemente wird darüber hinaus ein Zuschnitt des Türblatts
nicht mehr notwendig. So kann auf einen solchen Zuschnitt und dementsprechenden Aufwand
in der Bearbeitung vorzugsweise gänzlich verzichtet werden. Entstehende Nachteile
durch den Zuschnitt werden auf diese Weise gleichzeitig behoben.
[0017] Die Montage einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung erfolgt vorzugsweise zuerst
durch das Befestigen der Klemmvorrichtung über eine Anordnung des Türblatts zwischen
den Klemmelementpaaren und ein Verspannen der jeweiligen Klemmelemente gegeneinander.
Anschließend wird das Hohlprofil durch einzelne Bauteile oder komplett an der Klemmvorrichtung
befestigt, sodass insgesamt die Beschlaganordnung an dem Türblatt befestigt ist. Die
Kombination aus Beschlaganordnung und Türblatt wird nun über die Lageraufnahmen der
Beschlaganordnung mit entsprechenden Lagermitteln der Zarge der Tür gepaart, sodass
der Einbau des Türblatts und das Zurverfügungstellen der Drehflügeltür erfolgen.
[0018] Im Inneren des Hohlprofils ist vorzugsweise ein Hohlraum vorgesehen. Dieser Hohlraum
nimmt im Wesentlichen komplett die Klemmvorrichtung auf, sodass eine Abdeckung der
Klemmvorrichtung zur Verfügung gestellt wird. Damit wird die optische Anmutung weiter
verbessert, sodass neben der Funktionssicherheit auch eine Verbesserung der optischen
Sichtbarkeit der Beschlaganordnung erzielbar wird.
[0019] Ein weiterer Vorteil, welcher durch eine erfindungsgemäße Beschlaganordnung erzielt
wird ist eine thermische Trennung des Profils zwischen der Innenseite und der Außenseite
der Tür. Insbesondere bei schwierigen, also besonders heißen oder besonders kalten,
klimatischen Bedingungen kann eine solche thermische Trennung eine Verbesserte thermische
Isolierung durch die Tür zu Verfügung stellen.
[0020] Vorteilhaft ist es weiter, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung das
Hohlprofil eine Erstreckung über die gesamte Höhe des Türblatts der Drehflügeltür
aufweist. Auf diese Weise ist sozusagen die gesamte Nebenschließkante des Türblatts
durch eine erfindungsgemäße Beschlaganordnung ausgebildet. Der beschriebene Klemmschutz
wird dementsprechend auch über die gesamte Höhe des Türblatts zur Verfügung gestellt.
Neben dem Klemmschutz wird auf diese Weise auch eine Abdichtung in akustischer und/oder
wärmeisolierender Weise verbessert, sodass diese Tür z. B. als Glastür weitere Vorteile
mit sich bringt. Das Hohlprofil kann für die Erstreckung über die gesamte Länge z.
B. besonders einfach und kostengünstig zugeschnitten werden. Zum Beispiel ist das
Hohlprofil als Strangguss- oder Strangpressteil zur Verfügung gestellt, und kann durch
einfaches Zuschneiden an die tatsächliche Höhe des Türblatts, insbesondere erst am
Einbauort, angepasst werden.
[0021] Ein weiterer Vorteil wird erzielt, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung
der Radius des wenigstens abschnittsweise runden Hohlprofils genau oder im Wesentlichen
genau dem Abstand zwischen der Drehachse der Lageraufnahmen und der Zarge an der Nebenschließkante
entspricht. Unter einer Nebenschließkante ist der Gegensatz zur Hauptschließkante
zu verstehen. Wird eine Tür geöffnet, so befindet sich die Hauptschließkante am äußersten
Ende der Rotationsbewegung, legt also den weitesten Weg zurück. Der Radius, über welchen
die Hauptschließkante des Türblatts von der Drehachse entfernt ist, ist der große
Radius dieses Türblatts. Die Nebenschließkante wird auf der gegenüberliegenden Seite
des Türblatts der Drehachse ausgebildet. Die zugehörige Zarge ist die entsprechende
Zarge dieser Nebenschließkante. Die Nebenschließkante definiert sich also zugehörig
zur benachbarten Zarge. Durch die Ausbildung dieser Ausführungsform in erfindungsgemäßer
Weise wird erreicht, dass über den gesamten Spalt zwischen der Drehachse und der Zarge
zur Nebenschließkante eine Abdeckung über das Hohlprofil erfolgt. Die beschriebene
Klemmsicherung wird somit über den gesamten Spalt erzielt, sodass eine Vermeidung
des Spalts vorzugsweise in vollständiger Weise zur Verfügung gestellt werden kann.
Auch kann auf diese Weise im geschlossenen Zustand der Drehflügeltür eine verbesserte
Abdichtung aus thermischen Gesichtspunkten und/oder akustischen Gesichtspunkten gewährleistet
werden.
[0022] Vorteilhaft ist es weiter, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung das
Hohlprofil ein Grundprofil und ein am Grundprofil befestigtes Abdeckprofil aufweist.
Dabei ist die Klemmvorrichtung an dem Grundprofil befestigt und das Hohlprofil verdeckt
die Klemmvorrichtung. Durch das Aufteilen des Hohlprofils in zumindest zwei Bauteile,
nämlich ein Grundprofil und ein Abdeckprofil, werden die Herstellung und auch die
Montage noch weiter vereinfacht. So kann z. B. nach dem Befestigen der Klemmvorrichtung
an dem Türblatt zuerst das Grundprofil in entsprechender Weise an der Klemmvorrichtung
befestigt werden. Anschließend kann die Tür eingestellt werden und in einer entsprechenden
Zarge befestigt werden. Erst nach der Befestigung, also nach dem Einsetzen der Tür
in die gewünschte Einsatzposition, kann das Abdeckprofil das Hohlprofil vervollständigen.
Nach dem Einsetzen kann also noch vor dem Schließen des Hohlprofils mithilfe des Abdeckprofils
eine weitere Einstellung durchgeführt werden. Dabei kann es sich z. B. um die Höhenanpassung
des Türblatts über die Beschlaganordnung handeln. Auch der Einbau oder das Anschließen
von weiteren Bauteilen, wie z. B. Sperrvorrichtungen, Antriebsvorrichtungen oder Beleuchtungsvorrichtungen,
ist auf diese Weise besonders einfach möglich. Nicht zuletzt wird auf diese Weise
die Montage der Tür hinsichtlich der Korrelation zwischen Lagermitteln in der Zarge
und im Boden und den Lageraufnahmen der Beschlaganordnung erleichtert. Die Befestigung
der beiden Profile, also des Grundprofils und des Abdeckprofils, erfolgt vorzugsweise
als reversible Ausbildung, z. B. als Schnapprastverbindung. Selbstverständlich kann
eine Befestigung auch über Befestigungsmittel in Form von Schrauben, z. B. durch die
Klemmschrauben der Klemmvorrichtung zur Verfügung gestellt werden.
[0023] Vorteilhaft kann es weiter sein, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung
das Hohlprofil, insbesondere das Grundprofil, eine durchgehende und zu beiden Enden
hin offene Längsnut aufweist für die Aufnahme von Befestigungsmitteln für die Befestigung
der Klemmvorrichtung. Bei den Befestigungsmitteln handelt es sich insbesondere um
Klemmbefestigungsmittel, welche für das Verspannen der einzelnen Klemmelemente gegeneinander
dienen. So können als Befestigungsmittel z. B. Halfenschrauben bzw. Ankerschrauben
oder Hammerkopfschrauben eingesetzt werden, welche von außen in die entsprechende
Nut eingeführt und durch 90°-Drehung in dieser axial befestigt werden können. Auch
das Einschieben von rotationsgesicherten Gewindestangen ist in eine solche Nut möglich.
Insbesondere ist die Nut als T-förmige Nut ausgebildet, sodass eine entsprechende
geometrische Korrelation zu den zugehörigen einschiebbaren Befestigungsmitteln zur
Verfügung stellbar wird. Die Längsnut erstreckt sich vorzugsweise parallel zur Drehachse.
Dementsprechend kann durch die vollständige Erstreckung der Längsnut auch eine im
Wesentlichen komplett freie Längsanordnung der einzelnen Klemmelemente der Klemmvorrichtung
zur Verfügung gestellt werden. Die Relativposition zwischen Klemmvorrichtung und Hohlprofil
kann auf diese Weise besonders einfach und schnell variiert werden. Dies ist insbesondere
in der Korrelation mit einer später noch erläuterten mechanischen Höhenverstellung
von entscheidendem Vorteil. Auch die Korrelation zwischen Klemmvorrichtung und dementsprechend
Türblatt einerseits und der Lageraufnahme, welche am Hohlprofil befestigt ist, andererseits
dient einer solchen mechanischen einfachen Höhenverstellung. Die Lageraufnahmen können
dabei ebenfalls über Befestigungsmittel in dieser Längsnut befestigbar sein.
[0024] Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung
zwischen der unteren Lageraufnahme und den untersten Klemmelementen der Klemmvorrichtung
eine mechanische Höhenverstellvorrichtung angeordnet ist. Wie bereits im voranstehenden
Absatz erläutert worden ist, sind erfindungsgemäß insbesondere vertikale Verschiebbarkeiten
für die einzelnen Klemmelemente der Klemmvorrichtung relativ zum Hohlprofil gegeben.
Dies kann z. B. durch die beschriebene Längsnutausbildung im Hohlprofil gewährleistet
werden. Eine mechanische Höhenverstellung ist z. B. eine Spindelhöhenverstellung,
welche ein aktives und höhengesichertes Verstellen der Höhe des Türblatts ermöglicht.
Ist die Drehflügeltür also gemeinsam mit Türblatt und Beschlaganordnung in der gewünschten
Position in Lagermitteln in der Zarge und/oder im Boden eingesetzt, so kann nun über
eine mechanische Höhenverstellvorrichtung die gesamte Tür angehoben bzw. abgesenkt
werden. Auch eine Relativbewegung zwischen Hohlprofil und Klemmvorrichtung kann auf
diese Weise einfach, schnell und kostengünstig zur Verfügung gestellt werden. Die
mechanische Höhenverstellvorrichtung zur vertikalen Ausrichtung dient insbesondere
zum Einstellen der unteren Türluft.
[0025] Vorteilhaft ist es weiter, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung die
obere Lageraufnahme in Längsrichtung des Hohlprofils entlang der Drehachse verschiebbar
angeordnet ist. Die obere Lageraufnahme kann z. B. in dieser Längsnut nach unten oder
nach oben verschiebbar angeordnet sein. So kann beim Einsetzen des Türblatts in die
entsprechende Zarge die Lageraufnahme in einer relativ nach unten verschobenen Position
im Hohlprofil angeordnet sein. Nach dem Aufrichten des Türblatts kann nun die Lageraufnahme
nach oben geschoben werden und z. B. in einen entsprechenden Lagerzapfen als Lagermittel
der Zarge eingreifen. Verstellbare Lagerzapfen, wie sie ansonsten bei ähnlichen Türsystemen
notwendig sein, können auf diese Weise vermieden werden. Durch eine solche Einsetzmöglichkeit
wird neben der Reduktion des Aufwandes der Montage der Drehflügeltür auch eine Reduktion
des Aufwandes der Zargenkonstruktion möglich. Insbesondere bauseitige Notwendigkeiten
werden auf diese Weise deutlich reduziert.
[0026] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung das
Hohlprofil einen im Wesentlichen vollständig runden Querschnitt aufweist. Das bedeutet,
dass im Wesentlichen um 360° eine entsprechende Ausbildung des Hohlprofils mit rundem
Querschnitt vorgesehen ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass auch bei großem
Öffnungswinkel von insbesondere mehr als 180° für die Drehflügeltür die Klemmsicherung
in erfindungsgemäßer Weise zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus wird auf diese
Weise eine symmetrische Anmutung zur Verfügung gestellt, welche eine besonders vorteilhafte
optische Wirkung mit sich bringt. Bei Drehflügeltüren, welche als Pendeltüren zur
Verfügung gestellt werden, ist auf diese Weise die Klemmsicherung in beiden Richtungen
zur Verfügung stellbar.
[0027] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung ein
Wandabschlussprofil für die Befestigung an der Zarge der Drehflügeltür vorgesehen
ist, welche dem Hohlprofil zugewandt ist. Dabei handelt es sich also um die Zarge
bezogen auf die Nebenschließkante des Türblatts. Dieses Wandabschlussprofil kann z.
B. Teil der Zarge sein oder auf eine seitliche Wand als Zarge, z. B. eine Glaswand,
aufmontiert sein. Auf diese Weise wird eine definierte Nebenschließkante der Zarge
zur Verfügung gestellt, um die erfindungsgemäße Klemmsicherung als Korrelation zwischen
definiertem Wandabschlussprofil und Hohlprofil gewährleisten zu können. Insbesondere
die winklige Ausrichtung zwischen Wandabschlussprofil und Hohlprofil lässt sich auf
diese Weise besonders kostengünstig und einfach einstellen. Das Wandabschlussprofil
ist vorzugsweise hinsichtlich der Spaltwirkung in seiner Ausrichtung und Größe anpassbar.
So ist z. B. eine teleskopartige Anpassung möglich, sodass eine idealisierte und optimierte
Spaltabdeckung zwischen Wandabschlussprofil und Hohlprofil gewährleistet werden kann.
Auch kann auf diese Weise ein bevorzugter Winkel, insbesondere ein stumpfer Winkel,
zur Verfügung stellbar sein, welcher die Einzugsgefahr als zusätzliche Sicherheit
reduziert.
[0028] Ebenfalls von Vorteil ist es, wenn bei einer Beschlaganordnung gemäß dem voranstehenden
Absatz das Wandabschlussprofil ein Dichtmittel aufweist, welches sich insbesondere
über die gesamte Länge des Hohlprofils entlang der Drehachse erstreckt. Das Dichtmittel
ist z. B. aus gummielastischem Material ausgebildet und wirkt sozusagen als Dichtlippe.
Die Dichtwirkung ist insbesondere hinsichtlich akustischer Abdichtung und/oder thermischer
Abdichtung ausgebildet. Darüber hinaus wird über dieses Dichtmittel sichergestellt,
dass auch feine Objekte, wie Fäden oder Kleidungsbestandteile, nicht in unerwünschter
Weise in den minimalen Spalt zwischen Hohlprofil und Wandabschlussprofil eingezogen
werden können. Vorzugsweise ist ein solches Dichtmittel in eine Längsnut eingebracht,
welche Bestandteil des Wandabschlussprofils ist.
[0029] Ebenfalls vorteilhaft ist es, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung
im Inneren des Hohlprofils eine Antriebsvorrichtung, insbesondere eine motorische
Antriebsvorrichtung, für den Antrieb der Bewegung des Türblatts angeordnet ist. Dabei
kann es sich z. B. um einen passiven Antrieb als Türschließer handeln. Auch ein aktiver
motorischer Antrieb, welcher z. B. das Öffnen und/oder das Öffnen und Schließen der
Tür zur Verfügung stellt, ist im Sinne der vorliegenden Erfindung denkbar. Auch können
weitere Bauteile, wie z. B. ein Sensor, Sensormittel, Kontrolleinheiten oder Netzteile
sowie Schaltelemente, im Inneren des Hohlprofils anordenbar sein. Eine motorische
Antriebsvorrichtung ist insbesondere ein Rohrmotor. Auf diese Weise können Baumaße
und insbesondere der bauseitige Aufwand auf besonders kostengünstige Weise dargestellt
werden. Bei dem Antrieb in motorischer Weise handelt es sich insbesondere um einen
Niedrigenergieantrieb. Auch mechanische Kupplungen sowie Getriebe können innerhalb
des Hohlprofils angeordnet werden. Grundsätzlich ist der Einsatzflexibilität an dieser
Stelle keine Grenze gesetzt.
[0030] Vorteilhaft kann es sein, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung die
Klemmvorrichtung zumindest abschnittsweise integral, insbesondere monolithisch, mit
dem Hohlprofil ausgebildet ist. So kann es möglich werden, noch kostengünstiger und
einfacher die Montage zur Verfügung zu stellen. Durch die Montage des Klemmprofils
in befestigender Weise am Türblatt wird gleichzeitig auch das Hohlprofil der Beschlaganordnung
am Türblatt befestigt. Die Anzahl der Einzelteile wird durch eine geringere Komplexitätszunahme
der einzelnen Klemmelemente erhöht. Somit wird insbesondere auch eine Klemmung über
die gesamte Höhe des Türblatts zur Verfügung gestellt. Der Montageaufwand wird neben
der Anzahl der Einzelteile ebenfalls reduziert.
[0031] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung das
Hohlprofil eine Sperrvorrichtung für das Sperren des Türblatts in seiner geschlossenen
Position aufweist. Eine solche Beschlaganordnung findet insbesondere Einsatz an der
Hauptschließkante des Türblatts. Somit können auch an weiteren Schließkanten neben
der Nebenschließkante des Türblatts erfindungsgemäße Beschlaganordnungen befestigt
werden. Üblicherweise wird bei Glastüren für Türblätter ein besonders großer Aufwand
hinsichtlich der Befestigbarkeit von Sperrvorrichtungen betrieben. Insbesondere sind
solche Sperrmöglichkeiten fast ausschließlich nur in der unteren Position des Türblatts
gegen eine entsprechende Sicherung im Boden unterhalb des Türblatts möglich. Durch
eine erfindungsgemäße Beschlaganordnung wird an der Hauptschließkante auch bei Glastüren
ohne zusätzlichen Zuschnitt besonders kostengünstig und einfach eine Sperrmöglichkeit
zur Verfügung gestellt. Dabei sind ein oder mehrere Riegel denkbar, die aus dem äußersten
Abschluss des Hohlprofils ausfahren können, um entsprechend die Verriegelungswirkung
zur Verfügung zu stellen.
[0032] Ein weiterer Vorteil wird erzielt, wenn bei einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung
im Inneren des Hohlprofils eine Beleuchtungsvorrichtung für die Beleuchtung des Türblatts
angeordnet ist. Dabei kann es sich z. B. um klassische Leuchtmittel oder moderne Leuchtmittel
in Form von LEDs handeln. Damit kann die Farbgebung insbesondere von Glastüren sozusagen
als Streulicht seitlich verändert werden. Auch die Beleuchtung von der Umgebung des
Türblatts wird auf diese Weise möglich. Nicht zuletzt können auch Statussituationen
der Tür (z. B. geöffnet oder gesperrt) durch eine entsprechende Farbgebung der Beleuchtungsvorrichtung
in der Glastür angezeigt werden.
[0033] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Drehflügeltür, aufweisend
ein Türblatt mit einer Beschlaganordnung mit den Merkmalen gemäß der vorliegenden
Erfindung. Durch die Verwendung einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung bringt die
erfindungsgemäße Drehflügeltür die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich
zur Beschlaganordnung beschrieben worden sind.
[0034] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in
der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination
erfindungswesentlich sein. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Darstellung einer erfindungsgemäßen Drehflügeltür,
- Fig. 2
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung,
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung,
- Fig. 4
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung,
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung und
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung.
[0035] Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Drehflügeltür 100,
welche eine Zarge 120 und ein Türblatt 110 aufweist. Die Zarge 120 ist hier als Wandelement
in Form eines Glasbauteils zur Verfügung gestellt. Auch bei dem Türblatt 110 handelt
es sich um ein Glaselement. An der Nebenschließkante und zur Befestigung des Türblatts
110 ist eine Beschlaganordnung 10 vorgesehen, wie sie in den nachfolgenden Fig. 2
bis 6 als verschiedene Ausführungsformen näher erläutert wird.
[0036] In Fig. 2 ist eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung
10 dargestellt. Zur Befestigung am Türblatt 110 ist eine Klemmvorrichtung 20 vorgesehen.
Diese weist verteilt über die Höhe des Türblatts 110 eine Vielzahl von Paaren von
Klemmelementen 22 auf, welche gegeneinander mithilfe von Befestigungsmitteln 24 verspannbar
sind. In Fig. 2 ist das oberste Paar der Klemmvorrichtung 20 dieser Klemmelemente
22 zu erkennen. Über ein Anziehen der entsprechenden Befestigungsmittel 24 erfolgt
eine klemmende Befestigung der Klemmvorrichtung 20 am Türblatt 110.
[0037] Ebenfalls gut zu erkennen ist in Fig. 2 eine Längsnut 38, in welche die Befestigungsmittel
24, hier z. B. ausgebildet als Halfenschrauben, ebenfalls befestigend eingreifen.
Damit wird durch das Verspannen der Klemmelemente 22 gegeneinander gleichzeitig die
Klemmvorrichtung 20 über die Längsnut 38 am Hohlprofil 30 befestigt.
[0038] Wie der Fig. 2 zu entnehmen ist, handelt es sich beim Hohlprofil 30 hier um eine
mehrteilige Ausführungsform, wobei die Fig. 2 nur das Grundprofil 34 zeigt. Am Grundprofil
34 ist über die Längsnut 38 die Befestigungsmöglichkeit für die Klemmvorrichtung 20
gegeben. Gleichzeitig ist in der Längsnut 38 eine obere Lageraufnahme 32 vorgesehen,
welche die Drehachse D dieser Lageraufnahme 32 definiert. Bei dieser Drehachse D handelt
es sich ebenfalls um die Rotationsachse des Türblatts 110. Nicht mehr in Fig. 2 dargestellt
ist eine gegenüberliegende Anordnung eines Abdeckprofils 36, welches das Hohlprofil
30 vervollständigt und komplett den innenliegenden Hohlraum und damit die Klemmvorrichtung
20, wie auch die Lageraufnahme 32, abdeckt.
[0039] Der Fig. 2 ebenfalls gut zu entnehmen ist die Verwendung eines Wandabschlussprofils
40, welches an der seitlichen Zarge 120, also dem entsprechenden Wandelement, befestigt
ist. In einer Längsnut des Wandabschlussprofils 40 ist ein Dichtmittel 42 eingeschoben,
um einen Spalt zwischen dem Hohlprofil 30 und dem Wandabschlussprofil 40 so gering
wie möglich zu halten. Wie der Fig. 2 ebenfalls zu entnehmen ist, ist wenigstens ein
Abschnitt des Hohlprofils 30 rund ausgebildet, wobei der kreisförmige Querschnitt
dieser runden Ausbildung einen Mittelpunkt aufweist, welcher auf der Drehachse D der
Lageraufnahme 32 liegt. Auf diese Weise wird beim Rotieren des Türblatts 110 immer
ein definierter minimierter Spalt zwischen dem Hohlprofil 30 und dem Wandabschlussprofil
40 beibehalten. Fig. 2 zeigt das Türblatt 110 in der geöffneten Position am oberen
Ende 30a des Hohlprofils 30.
[0040] In Fig. 3 ist das untere Ende 30b des Hohlprofils 30 dargestellt. Hier ist gut zu
erkennen, wie die untere Lageraufnahme 32 ebenfalls eine Aufnahme für einen Lagerzapfen
als Lagermittel aus dem Boden für die Beschlaganordnung 10 zur Verfügung stellen kann.
Auch ist hier wieder gut zu erkennen, wie die Befestigung in verklemmender Weise der
Klemmvorrichtung 20 zur Verfügung gestellt wird.
[0041] Fig. 4 zeigt als einen Ausschnitt über den Verlauf einer Beschlaganordnung 10 eine
weitere Ausführungsform derselben. Hier wurde eine integrale Ausgestaltung der Klemmvorrichtung
20 mit dem Hohlprofil 30 zur Verfügung gestellt. Die beiden Klemmelemente 22 sind
als Grundprofile 34 vorgesehen, welche über entsprechende (nicht dargestellte) Schrauben
gegeneinander verspannt werden. Über Abdeckprofile 36 werden die für die Schrauben
zugänglichen Schraubkanäle abgedeckt, sodass sich ein im Wesentlichen vollständig
runder Querschnitt für das Hohlprofil 30 ergibt. Auch hier ist gut das Wandabschlussprofil
40 mit dem entsprechenden Dichtmittel 42 zu erkennen. Bei einer Rotation um die entsprechende
Drehachse erfolgt auch hier ein Beibehalten des minimierten Spaltes zwischen dem Wandabschlussprofil
40 und dem Hohlprofil 30.
[0042] In Fig. 5 ist eine Möglichkeit eines Antriebs eines Türblatts 110 dargestellt. Durch
den Hohlraum, welcher durch das Hohlprofil 30 zur Verfügung gestellt wird, kann z.
B. eine Antriebsvorrichtung 50, insbesondere eine motorische Antriebsvorrichtung,
zur Verfügung gestellt werden. Diese wird sozusagen zwischen die entsprechenden Lagermittel
in der Zarge 120 und die Lageraufnahme 32 eingebaut und ist z. B. als Rohrmotor ausgebildet.
So kann ein aktives motorisches Öffnen und Schließen des Türblatts 110 erfolgen.
[0043] In Fig. 6 ist eine Möglichkeit einer mechanischen Höhenverstellvorrichtung 31 dargestellt.
Über ein Spindelsystem mit Verstellmuttern und Sicherungsmuttern kann auf diese Weise
die untere Luft unterhalb des Türblatts 110 besonders einfach und schnell eingestellt
werden. Insbesondere erfolgt dies bereits nach erfolgter Montage des Türblatts 110.
[0044] Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung
ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale
der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden,
ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 10
- Beschlaganordnung
- 20
- Klemmvorrichtung
- 22
- Klemmelement
- 24
- Befestigungsmittel
- 30
- Hohlprofil
- 30a
- Ende des Hohlprofils
- 30b
- Ende des Hohlprofils
- 31
- Höhenverstellvorrichtung
- 32
- Lageraufnahme
- 34
- Grundprofil
- 36
- Abdeckprofil
- 38
- Längsnut
- 40
- Wandabschlussprofil
- 42
- Dichtmittel
- 50
- Antriebsvorrichtung
- 100
- Drehflügeltür
- 110
- Türblatt
- 120
- Zarge
- D
- Drehachse der Lageraufnahmen
1. Beschlaganordnung (10) für eine Drehflügeltür (100), aufweisend eine Klemmvorrichtung
(20) mit wenigstens zwei gegeneinander verspannbaren Klemmelementen (22) für eine
verklemmende Befestigung an einem Türblatt (110), dadurch gekennzeichnet, dass an der Klemmvorrichtung (20) ein Hohlprofil (30) mit einem wenigstens abschnittsweise
runden Querschnitt befestigt ist, wobei das Hohlprofil (30) an seinen beiden Enden
(30a, 30b) jeweils eine Lageraufnahme (32) für die drehbare Lagerung des Türblatts
(110) aufweist und der Mittelpunkt des wenigstens abschnittsweise runden Querschnitts
des Hohlprofils (30) auf der Drehachse (D) der Lageraufnahmen (32) liegt.
2. Beschlaganordnung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (30) eine Erstreckung über die gesamte Höhe des Türblatts (110) der
Drehflügeltür (100) aufweist.
3. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Radius des wenigstens abschnittsweise runden Hohlprofils (30) genau oder im Wesentlichen
genau dem Abstand zwischen der Drehachse (D) der Lageraufnahmen (32) und der Zarge
(120) der Nebenschließkante entspricht.
4. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (30) ein Grundprofil (34) und ein am Grundprofil (34) befestigtes
Abdeckprofil (36) aufweist, wobei die Klemmvorrichtung (20) an dem Grundprofil (34)
befestigt ist und das Hohlprofil (30) die Klemmvorrichtung (20) verdeckt.
5. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (30), insbesondere das Grundprofil (34), eine durchgehende und zu
beiden Enden (30a, 30b) hin offene Längsnut (38) aufweist für die Aufnahme von Befestigungsmitteln
(24) für die Befestigung der Klemmvorrichtung (20).
6. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der unteren Lageraufnahme (24) und den untersten Klemmelementen (22) der
Klemmvorrichtung (20) eine mechanische Höhenverstellvorrichtung (31) angeordnet ist.
7. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Lageraufnahme (24) in Längsrichtung des Hohlprofils (30) entlang der Drehachse
(D) verschiebbar angeordnet ist.
8. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (30) einen im Wesentlichen vollständig runden Querschnitt aufweist.
9. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Wandabschlussprofil (40) für die Befestigung an der Zarge (120) der Drehflügeltür
(100) vorgesehen ist, welche dem Hohlprofil (30) zugewandt ist.
10. Beschlaganordnung (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandabschlussprofil (40) ein Dichtmittel (42) aufweist, welches sich insbesondere
über die gesamte Länge des Hohlprofils (30) entlang der Drehachse (D) erstreckt.
11. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des Hohlprofils (30) eine Antriebsvorrichtung (50), insbesondere eine
motorische Antriebsvorrichtung, für den Antrieb der Bewegung des Türblatts (110) angeordnet
ist.
12. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung (20) zumindest abschnittsweise integral, insbesondere monolithisch,
mit dem Hohlprofil (30) ausgebildet ist.
13. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hohlprofil (30) eine Sperrvorrichtung für das Sperren des Türblatts (110) in
seiner geschlossenen Position aufweist.
14. Beschlaganordnung (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des Hohlprofils (30) eine Beleuchtungsvorrichtung für die Beleuchtung
des Türblatts (110) angeordnet ist.
15. Drehflügeltür (100), aufweisend ein Türblatt (110) mit einer Beschlaganordnung (10)
mit den Merkmalen eines der Ansprüche 1 bis 14.