[0001] Die Erfindung betrifft einen Kran, insbesondere Brückenkran oder Portalkran, mit
mindestens einem sich horizontal erstreckenden und als Fachwerkträger mit mehreren
Streben ausgebildeten Kranträger, an dem eine Krankatze mit einem Hebezeug verfahrbar
ist, wobei mindestens einige der Streben flächenförmig ausgebildet sind.
[0002] Aus der deutschen Patentschrift
DE 260030 ist ein sogenannter Zwei-Träger-Portalkran mit zwei horizontalen Kranträgern und
zwei vertikalen Stützträgern bekannt, die einen Portalrahmen des Portalkrans bilden.
Die Kranträger verlaufen parallel und mit Abstand zueinander. An unteren Enden der
Stützträger ist jeweils ein Fahrwerk angeordnet, über die der Portalkran in einer
quer zur Längsrichtung der Kranträger verlaufenden Fahrtrichtung verfahrbar ist. Auf
und entlang der Kranträger ist eine Krankatze mit einem Seilzug verfahrbar. Entsprechend
der Bauweise als Zwei-Träger-Kran wird ein Lastaufnahmemittel des auf der Krankatze
angeordneten Seilzugs zwischen beiden Kranträgern abgelassen beziehungsweise angehoben.
Die Kranträger sind als Fachwerkträger ausgebildet und umfassen jeweils einen Obergurt
und einen Untergurt, die jeweils horizontal und parallel zueinander ausgerichtet sind.
Die Ober- und Untergurte der beiden Kranträger sind über vertikal verlaufende stabförmige
Pfosten sowie diagonal verlaufende stabförmige Streben miteinander verbunden. Die
beiden Kranträger sind an ihren Enden über Querstäbe und Streben miteinander zu einem
Rahmen verbunden. Entlang der Längsrichtung der Kranträger sind zwischen dem Ober-
und Untergurt nach Art eines Fachwerks stabförmige Pfosten und Streben vorgesehen,
die jeweils einen Obergurt mit dem vertikal darunter angeordneten Untergurt verbinden.
[0003] Die deutsche Gebrauchsmusterschrift
DE 1 971 794 U beschreibt einen Zwei-Träger-Brückenkran, dessen zwei horizontale Kranträger über
an deren jeweiligen Enden angeordnete Kopfträger miteinander verbunden und zusammen
in einer quer zur Längsrichtung der Kranträger verlaufenden Fahrtrichtung verfahrbar
sind. Beide Kranträger sind gleichartig als Fachwerkträger ausgebildet und umfassen
jeweils plattenförmige Obergurte, stabförmige Untergurte und stabförmige Pfosten.
[0004] Die Patentschrift
DE 31 09 834 C2 betrifft einen Turmkran mit einem Mast und einem Kranausleger, die als Fachwerkkonstruktionen
ausgebildet sind. Der quaderförmige Mast umfasst vier L- förmige und vertikal ausgerichtete
Stützträger, von denen jeweils zwei benachbarte Stützträger über dreieckförmige Platten
miteinander verbunden sind. Hierbei sind die Platten mit ihren Eckbereichen und/oder
einer ihrer Seiten an den Stützträgern befestigt. Zumindest ein Teil der Seiten der
Platten sind abgekantet und bilden Versteifungsrippen aus.
[0005] Des Weiteren ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 1 759 120 A bereits ein Kranträger bekannt, der in üblicher Weise einen Obergurt und einen Untergurt
aufweist, die fachwerkartig über Paneelen ausgesteift und miteinander verbunden sind.
Die Paneele haben die Form eines symmetrischen Trapezes und bestehen aus Blechtafeln
mit umgebogenen Außenumrisskanten. Auch sind zur Gewichtsersparnis zwei Öffnungen
in der Paneele vorgesehen.
[0006] In einer weiteren deutschen Offenlegungsschrift
DE 1 907 455 A ist ein Fachwerkträger gezeigt, dessen Obergurt und Untergurt über Streben verbunden
sind, die einteilig aus zick-zack-förmig verlaufendem Flachprofil gebildet sind. Das
Flachprofil hat eine winkel-, wellen oder rinnenförmigen Querschnitt.
[0007] Ferner zeigt das Patent
US 4 621 475 B bereits einen Fachwerkträger dessen Streben auch als Flachprofile ausgebildet sind,
die außerhalb der Enden beidseitig umgekantet sind. Die somit flachen Enden der Streben
sind an Ober- und Untergurten des Fachwerkträgers angeschweißt und die Flachprofile
erstrecken sich insgesamt in einer vertikalen Ebene und parallel zur Längserstreckung
des Fachwerkträgers. Auch ist aus der Offenlegungsschrift
US 2005/0055951 A1 ein weiterer Fachwerkträger bekannt, dessen Streben zwischen dem Ober- und Untergurt
einen ausgehend von den Enden der Streben zur dessen Mitte einen sich verändernden
Querschnitt aufweist.
[0008] Aus der deutschen Patentschrift
DE 1 095 486 B, die den Oberbegriff des Anspruchs 1 offenbart, ist ein als Fachwerkträger ausgebildeter
Kranträger bekannt, der als Streben T-Profile umfasst.
[0009] Des Weiteren sind aus dem chinesischen Gebrauchsmuster
CN 201 932 820 U sowie der koreanischen Patentanmeldung
KR 2011 0020286 A als Kastenträger ausgebildete Kranträger bekannt.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kran, insbesondere Brückenkran oder
Portalkran, mit mindestens einem verbesserten Kranträger bereit zu stellen. Diese
Aufgabe wird durch einen Kran, insbesondere Brückenkran oder Portalkran, mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. In den Unteransprüchen 2 bis 13 sind vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung angegeben.
[0011] Bei einem Kran, insbesondere Brückenkran oder Portalkran, mit mindestens einem sich
horizontal erstreckenden und als Fachwerkträger mit mehreren Streben ausgebildeten
Kranträger, an dem eine Krankatze mit einem Hebezeug verfahrbar ist, wobei mindestens
einige der Streben flächenförmig ausgebildet sind und jeweils eine ebene Hauptfläche
aufweisen, die sich jeweils quer zu einer Längsrichtung des Kranträgers erstreckt,
wird der mindestens eine Kranträger in vorteilhafter Weise dadurch verbessert, dass
die flächenförmigen Streben eine langgestreckte Form aufweisen und im Bereich ihrer
Längsseiten jeweils mindestens eine sich an die Hauptfläche anschließende abgekantete
Nebenfläche aufweisen und die mindestens eine Nebenfläche quer zu der Längsrichtung
des Kranträgers zeigt, dass die Streben gegenüberliegende Strebenenden aufweisen,
die Nebenflächen außerhalb der Strebenenden angeordnet sind und die Länge der Nebenfläche
in einem Bereich von etwa 40% bis 70% der Gesamtlänge der Strebe liegt. Hierbei wird
unter quer zur Längsrichtung verstanden, dass sich die Hauptfläche in Längsrichtung
des Kranträgers gesehen nach rechts und links erstreckt und ansteigend beziehungsweise
abfallend verläuft. Insbesondere die Beulsteifigkeit der flächenförmigen Streben und
somit auch des Kranträgers eines entsprechenden Brücken- oder Portalkrans wird dadurch
optimiert, dass die flächenförmigen Streben jeweils die vorbeschriebene ebene Hauptfläche
aufweisen, die sich jeweils quer zu einer Längsrichtung des Kranträgers erstreckt.
Hierbei werden als Streben allgemein diejenigen tragenden Elemente einer Fachwerkkonstruktion
angesehen, die einen schrägen beziehungsweise diagonalen Verlauf aufweisen. Dadurch
unterscheiden sich die Streben einer Fachwerkkonstruktion von den tragenden Elementen,
die ausschließlich vertikal verlaufen und als Pfosten bezeichnet werden. Außerdem
nehmen die flächenförmigen Streben beziehungsweise Flächenstreben bevorzugt Kräfte
in Richtung ihrer Längsachse und somit in der Erstreckungsebene ihrer ebenen Hauptfläche
auf. Derartige Flächenelemente beziehungsweise Flächentragwerke werden in der technischen
Mechanik als Scheiben bezeichnet, wohingegen senkrecht zu ihrer Erstreckungsebene
beziehungsweise Hauptfläche belastete Flächenelemente als Platten bezeichnet werden.
Scheiben und somit auch die erfindungsgemäßen Flächenstreben unterscheiden sich beispielsweise
von Stäben beziehungsweise stabförmigen Pfosten und Streben dadurch, dass ihre Dickenabmessungen
wesentlich kleiner sind als die die flächige Ausdehnung der Scheibe bestimmenden Längen-
und Breitenabmessungen. Demnach können erfindungsgemäße flächenförmige Streben auch
als Flächenstreben oder Scheibenstreben bezeichnet werden.
[0012] Im Gegensatz zu herkömmlichen Kranträgern in Kastenträgerbauweise zeichnen sich die
verbesserten Kranträger insbesondere dadurch aus, dass der Fertigungsaufwand und die
Teilevielfalt verringert werden können. Außerdem weisen die mit den erfindungsgemäß
flächenförmigen Streben als Fachwerkträger hergestellten Kranträger bedingt durch
das Weglassen statisch nicht erforderlicher Blechbereiche und eine damit einhergehende
Materialersparnis ein deutlich verringertes Eigengewicht und zugleich eine optimierte
Tragfähigkeit auf. Anders als bei herkömmlichen als stabförmige Walzprofile ausgebildeten
Streben, können die Abmaße, insbesondere die Länge und die Breite der sich quer zu
der Längsrichtung des Kranträgers erstreckenden Hauptfläche, einer erfindungsgemäßen
flächenförmigen Strebe durch entsprechende Wahl der Blechdicke frei gewählt werden.
Demgegenüber sind die beispielsweise als U-, L-oder T-Profile ausgebildeten herkömmlichen
Walzprofile nur nach Normreihen mit festgelegten Abmaßen und Stärken erhältlich, so
dass beispielsweise bei einer gewünschten Strebenbreite die weiteren Abmessungen des
Walzprofils feststehen und nicht frei gewählt werden können.
[0013] In besonderem Maße kann durch die Verwendung flächenförmiger Streben bei den erfindungsgemäß
verbesserten Kranträgern die Gefahr des Ausbeulens einzelner Kranträgerbereiche gesenkt
werden.
[0014] Die vorgenannten Vorteile werden weiter dadurch erhöht, dass alle Streben flächenförmig
ausgebildet sind. Somit können gegenüber herkömmlichen Fachwerkkonstruktionen sämtliche
individuell angepassten stabförmigen Streben durch einheitlich ausgebildete erfindungsgemäße
flächenförmige Streben ersetzt werden. Dies führt zu einem erheblichen Fertigungsvorteil,
da die Positionierung beziehungsweise Beabstandung der Ober- und Untergurte des Kranträgers
durch die erfindungsgemäßen Streben erfolgt. Insbesondere ist nicht mehr die einzelne
Ausrichtung von mehreren quer zur Längsrichtung des Kranträgers gesehen nebeneinander
angeordneten stabförmigen Streben zueinander notwendig, da quer zur Längsrichtung
des Kranträgers gesehen nur noch eine erfindungsgemäße Strebe angeordnet wird, die
sich entsprechend flächenmäßig quer zu der Längsrichtung erstreckt. Die bei konventionellen
Fachwerkträgern quer zur Längsrichtung parallel nebeneinander stabförmigen Streben
werden somit von einer einzigen flächenförmigen Strebe verkörpert.
[0015] In vorteilhafter Weise ist außerdem vorgesehen, dass die Hauptflächen der Streben
sich über mindestens die Hälfte der Breite des Kranträgers erstrecken.
[0016] Der Fertigungsaufwand wird in besonderem Maße dadurch verringert, dass jede flächenförmige
Strebe aus einem lasergeschnittenen Stahlblech hergestellt ist.
[0017] In einem idealen Fachwerk sind die Stäbe gelenkig gelagert, so dass nur Zug und Druckkräfte
aufgenommen werden können. In realen Fachwerkkonstruktionen wie dem erfindungsgemäßen
Kranträger werden bei herkömmlicher Bauweise Knotenbleche verwendet, um vorhandene
Biegungen in den Stäben abzuleiten und die Kräfte zu verteilen, so dass möglichst
kleine Spannungsspitzen auftreten. Trotzdem zeigen diese Knotenbleche die Tendenz,
nur zeitfest zu sein. Besonders problematisch sind Situationen im Fachwerk an denen
Schwerelinien der Stäbe nicht an einem Knotenblech zusammenfallen. Hier entstehen
Sekundärbiegungen die durch die Knotenbleche aufgenommen werden müssen.
[0018] Die vorliegende Erfindung umgeht durch ihre Haupt- und Nebenflächen den Nachteil
eines Knotenbleches, in dem durch eine gezielte Schwächung der knickgefährdeten diagonalen
Strebe im Bereich der durch ein Anschweißen an den Ober- und Untergurt eingespannten
Strebenenden sich ein ebenes, federndes "Plattengelenk", das auch als Membrangelenk
bezeichnet werden kann, ausgebildet wird. Dieses Membrangelenk nimmt auch die sekundären
Biegungen elastisch auf. Das Membrangelenk erfordert keinen weiteren konstruktiven
Aufwand und erhöht erheblich die Lebensdauer des Fachwerkträgers, weil keine konstruktiven
geometrischen Kerben vorhanden sind, die zu Spannungserhöhungen führen können.
[0019] Auch ermöglicht diese Konstruktion, bei einem Brückenkran für eine Längenänderung
der verschiedenen Spannweiten die Lücken zwischen den diagonalen Streben zu variieren.
Hierdurch kann eine einfache Längenänderung der Kranträger herbeigeführt werden.
[0020] Gegenüber herkömmlichen als genormten Walzprofilen ausgebildeten Streben ist der
Aufbau der Streben also durch entsprechendes Laserschneiden frei gestaltbar.
[0021] Eine konstruktiv einfache Bauweise setzt sich darin fort, dass die Streben in Richtung
ihrer Längsachse gesehen in Höhe ihrer Nebenflächen gesehen einen L-, U- oder Z-förmigen
Querschnitt aufweisen. Die vorgenannten Querschnitte sind besonders vorteilhaft für
eine hohe Beulsteifigkeit der flächenförmigen Streben.
[0022] In vorteilhafter Weise ist außerdem vorgesehen, dass in den Hauptflächen der Streben
an deren Längsseiten untere und obere Ausnehmungen und an deren unterer Schmalseite
eine Aussparung vorgesehen sind, die jeweils im Bereich eines ersten und/oder zweiten
Strebenendes angeordnet sind. Dadurch wird im Hinblick auf das Anschweißen der Streben
an Ober- und Untergurte des Kranträgers der Kraftfluss durch die angeschweißten Streben
optimiert und die Schweißnähte beziehungsweise die Schweißnahtausläufe entlastet.
Durch die Aussparung wird bei einem Einsatz im Freien der Abfluss von sich möglicherweise
ansammelndem Regenwasser ermöglicht.
[0023] Eine einfache Montage der Streben wird insbesondere dadurch erreicht, dass die Nebenflächen
zwischen den unteren und oberen Ausnehmungen angeordnet sind.
[0024] Ein konstruktiv und fertigungstechnisch besonders vorteilhaft ausgebildeter Brücken-
oder Portalkran wird dadurch erreicht, dass der Kranträger mindestens einen sich geradlinig
in dessen Längsrichtung erstreckenden Obergurt und mindestens einen parallel dazu
angeordneten Untergurt umfasst, wobei der Obergurt und der Untergurt über mehrere
entlang der Längsrichtung des Kranträgers angeordnete Streben miteinander verbunden
sind.
[0025] Die Gefahr eines Ausbeulens des Obergurtes oder des Untergurtes wird besonders wirksam
dadurch verringert, dass der Obergurt und der Untergurt über mehrere entlang der Längsrichtung
des Kranträgers angeordnete Pfosten miteinander verbunden sind.
[0026] Der vorgenannte Vorteil erhöht sich noch weiter dadurch, dass jeder Pfosten neben
mindestens einer Strebe angeordnet ist, wobei jede Strebe mit dem entsprechenden Pfosten
einen gleich großen Anstellwinkel bildet.
[0027] Eine Erhöhung der Tragfähigkeit eines entsprechenden Brücken- oder Portalkrans beziehungsweise
dessen Kranträgers ergibt sich daraus, dass die Pfosten analog zu den Streben flächenförmig
ausgebildet sind.
[0028] In vorteilhafter Weise kann auch vorgesehen sein, dass der Kran zwei parallel und
mit Abstand voneinander angeordnete Kranträger umfasst.
[0029] Der Fertigungsaufwand wird besonders dadurch reduziert, dass die flächenförmigen
Streben und Pfosten über Schweißnähte an dem Obergurt und dem Untergurt befestigt
sind, wobei die Schweißnähte ausschließlich an den Längsseiten der jeweiligen Hauptflächen
angeordnet sind. Dies ist insbesondere dadurch möglich, dass die Nebenflächen nicht
bis zu den Strebenfüßen reichen. Durch das Verschweißen der Längsseiten der nicht
abgekanteten Hauptflächen bilden die so mit den entsprechenden Schenkeln des Ober-
beziehungsweise Untergurtes hergestellten Verbindungen an den Längsseiten oberhalb
der zwischen die Schenkel eintauchenden Strebenfüße und unterhalb der abgekanteten
Nebenflächen eine Art Membrangelenk aus.
[0030] Zur Minimierung des Fertigungsaufwandes kann weiter vorgesehen sein, dass der Obergurt
und der Untergurt jeweils einander zugewandte Schenkel aufweisen und die Streben und
die Pfosten ausschließlich an den Innenseiten der Schenkel angeschweißt sind.
[0031] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 a einen als Ein-Träger-Kran ausgebildeten Brückenkran,
Figur 1b einen als Zwei-Träger-Kran ausgebildeten Brückenkran,
Figur 2a eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kranträgers für einen
Brückenkran gemäß Figur 1 a,
Figur 2b eine perspektivische Ansicht zweier erfindungsgemäßer Kranträger für einen
Brückenkran gemäß Figur 1b,
Figur 3 eine Querschnittsansicht des Kranträgers gemäß Figur 2a,
Figur 4a eine Seitenansicht eines Adapters für einen Kranträger und
Figur 4b eine in Längsrichtung des Kranträgers gesehene Ansicht des Adapters.
[0032] Die nachfolgend anhand von Brückenkranen vorgenommenen Erläuterungen gelten entsprechend
auch für Portalkrane.
[0033] Die Figur 1a zeigt einen konventionellen als Ein-Träger-Brückenkran ausgebildeten
ersten Kran 1 a. Der erste Kran 1 a umfasst einen als Kastenträger ausgebildeten Kranträger
2, der horizontal ausgerichtet ist und sich mit einer Länge L in seiner Längsrichtung
LR erstreckt. An den sich gegenüberliegenden Enden des Kranträgers 2 sind erste und
zweite Fahrwerke 7, 8 befestigt, so dass eine in der Draufsicht im Wesentlichen doppel-T-förmige
Kranbrücke ausgebildet ist. Über die Fahrwerke 7, 8 ist der erste Kran 1 a in einer
horizontalen Fahrtrichtung F quer zur Längsrichtung LR des Kranträgers 2 auf nicht
dargestellten Schienen verfahrbar. Die Schienen sind üblicherweise gegenüber einem
Boden hochliegend angeordnet und können hierfür beispielsweise über eine geeignete
Tragkonstruktion aufgeständert oder an sich gegenüberliegenden Gebäudewänden befestigt
sein. Um den ersten Kran 1a beziehungsweise dessen Kranträger 2 zu verfahren, wird
das erste Fahrwerk 7 von einem ersten Elektromotor 7a und das zweite Fahrwerk 8 von
einem zweiten Elektromotor 8a angetrieben. An dem Kranträger 2 ist eine Krankatze
9 mit einem als Seilzug ausgebildeten Hebezeug aufgehängt, die über nicht dargestellte
Fahrwerke quer zur Fahrtrichtung F des ersten Krans 1a und entlang der Längsrichtung
LR des Kranträgers 2 verfahrbar ist. Die Krankatze 9 ist entlang und auf seitlich
hervor ragenden Laufflächen 4c eines Untergurts 4 des Kranträgers 2 verfahrbar. Der
erste Kran 1a umfasst zudem eine Kransteuerung 10 und einen hiermit verbundenen Hängesteuerschalter
11, worüber der erste Kran 1 a beziehungsweise die Elektromotoren 7a, 8a sowie die
Krankatze 9 mit dem Seilzug getrennt voneinander angesteuert und bedient werden können.
[0034] In der Figur 1b ist ein konventioneller als Zwei-Träger-Brückenkran ausgebildeter
zweiter Kran 1 b gezeigt, der gegenüber dem als Ein-Träger-Brückenkran ausgebildeten
ersten Kran 1 a zwei Kranausleger 2 umfasst. An den Enden der beiden Kranträger 2
sind wiederum Fahrwerke 7, 8 befestigt, so dass in der Draufsicht gesehen ein Rahmen
ausgebildet wird. Auch der zweite Kran 1 b umfasst eine Krankatze 9 mit einem als
Seilzug ausgebildeten Hebezeug. Die Krankatze 9 ist jedoch nicht an den Untergurten
4 der Kranträger 2 aufgehängt, sondern läuft auf Obergurten 3 der beiden Kranträger
2 ab. Dementsprechend kann die mittig zwischen Kranträgern 2 angeordnete Krankatze
9 entlang der Längsrichtung LR der Kranträger 2 und zwischen den beiden Kranträgern
2 verfahren werden. Hierbei ist ein Lastaufnahmemittel des an der Krankatze 9 angeordneten
Seilzugs zwischen beiden Kranträgern 2 absenkbar beziehungsweise anhebbar.
[0035] Im Übrigen gilt für den zweiten Kran 1 b das zu dem ersten Kran 1 a Ausgeführte entsprechend.
[0036] Die Figur 2a zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kranträgers
2 für einen gemäß der Figur 1a als Ein-Träger-Brückenkran ausgebildeten Kran 1 a.
Der Kranträger 2 ist hierbei nicht konventionell als Kastenträger sondern als Fachwerkträger
ausgebildet.
[0037] Die Fachwerkkonstruktion des Kranträgers 2 umfasst im Wesentlichen einen Obergurt
3, einen Untergurt 4, diagonal verlaufende Streben 5 und vertikale Pfosten 6. Der
Obergurt 3 und der Untergurt 4 erstrecken sich jeweils geradlinig, parallel und voneinander
beabstandet in der Längsrichtung LR des Kranträgers 2 zwischen den Fahrwerken 7, 8.
Hierbei sind der Obergurt 3 und der Untergurt 4 vertikal voneinander beabstandet.
Der Obergurt 3 setzt sich aus zwei in einer horizontalen Ebene angeordneten und horizontal
voneinander beabstandeten ersten und zweiten Obergurtprofilen 3d, 3e zusammen.
[0038] Die beiden Obergurtprofile 3d, 3e sind von einem L- beziehungsweise Winkel-ProfilTräger
gebildet. Der Untergurt 4 wird von einem Flachprofil 4b mit zwei senkrecht aufstehenden
Schenkeln 4a gebildet, so dass in etwa ein U-Profil-förmiger Querschnitt gegeben ist.
Hierbei ist das Flachprofil 4b seitlich über die Schenkel 4a hinaus verlängert (siehe
auch Figur 3). Die seitlichen Verlängerungen des Flachprofils 4b bilden jeweils eine
Lauffläche 4c für Fahrwerke der hier nicht dargestellten Krankatze 9 aus. Durch den
Abstand der in Längsrichtung LR gesehen äußersten Kanten der Obergurtprofile 3d, 3e
oder des Flachprofils 4b ergibt sich außerdem eine Breite B des Kranträgers 2.
[0039] Der Obergurt 3 und der Untergurt 4 sind über mehrere flächenförmig ausgebildete Streben
5 sowie mehrere in einer ersten Ausführungsform stabförmig ausgebildete Pfosten 6
miteinander verbunden. Hierbei sind die Streben 5 als Blechprofil mit einer Hauptfläche
5a mit einem im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt ausgebildet, wobei deren Längsseiten
zur Erhöhung der Beulsteifigkeit zumindest in einem mittleren Bereich in Form von
Nebenflächen 5b umgekantet sind.
[0040] Die Fachwerkkonstruktion des Kranträgers 2 wird an den gegenüberliegenden Enden des
Obergurtes 3 und des Untergurtes 4 über jeweils einen Adapter 12 abgeschlossen. Über
diese Adapter 12 werden der Obergurt 3 und der Untergurt 4 zu einem Rahmen verbunden.
Da der Untergurt 4 insgesamt kürzer als der Obergurt 3 ist, hat der Adapter 12 einen
diagonalen Verlauf und der Rahmen des Kranträgers 2 ist insgesamt von unten nach oben
erweitert und trapezförmig ausgebildet. Außerdem umfasst der Adapter 12 im Bereich
des Obergurtes 3 und an der dem Obergurt 3 abgewandten Seite eine Anschlussplatte
12a, an der eines der Fahrwerke 7, 8 beziehungsweise deren Träger befestigt wird.
[0041] Ausgehend von einem der beiden Adapter 12 in Längsrichtung LR des Kranträgers 2 gesehen
ist eine erste Strebe 5 mit dem Untergurt 4 verbunden und verläuft in Längsrichtung
LR in einem ersten Anstellwinkel α1 geneigt in Richtung des Obergurts 3 und ist dort
in einem oberen Knotenpunkt OK befestigt. Der erste Anstellwinkel α1 ist hierbei eingeschlossen
von der ersten Strebe 5 und einem in dem oberen Knotenpunkt OK endenden Pfosten 6.
Vorzugsweise liegt der erste Anstellwinkel α1 in einem Bereich von 35° bis 55° und
beträgt besonders bevorzugt 45°. Im oberen Knotenpunkt OK schließt sich dann eine
zweite Strebe 5 an, die schräg unter dem Anstellwinkel α1 nach unten zu dem Untergurt
4 verläuft. Dies wiederholt sich so lange, bis von den Streben 5 das gegenüberliegende
Ende des Kranträgers 2 erreicht ist. Hierbei wird immer eine gerade Anzahl von Streben
5 verwendet, so dass die letzte Strebe 5 am Untergurt 4 endet. Je nach Länge L des
Kranträgers 2 wird vor der Montage der Anstellwinkel α1 bestimmt, so dass eine gerade
Anzahl von Streben 5 mit jeweils gleicher Länge und unter gleichem Anstellwinkel α1
zum Einsatz kommt. Außerdem ist im Bereich jedes oberen Knotenpunktes OK noch zusätzlich
ein Pfosten 6 befestigt, der vertikal zum Untergurt 4 verläuft und dort befestigt
ist. Hierdurch wird der als Schiene dienende und hierfür die Lauffläche 4c ausbildende
Untergurt 4 gegen Durchbiegung verstärkt.
[0042] Die Streben 5 sind innerhalb der Fachwerkkonstruktion des Kranträgers 2 so ausgerichtet,
dass sich jeweils ihre Hauptfläche 5a quer zur Längsrichtung LR des Kranträgers 2
erstreckt. Außerdem sind die Streben 5 mit ihren unteren ersten Strebenenden 5g zwischen
den nach oben zeigenden Schenkeln 4a des Untergurts 4 angeordnet. An ihren oberen
zweiten Strebenenden 5h sind die Streben 5 zwischen den beiden Obergurtprofilen 3d,
3e angeordnet, wobei die Obergurtprofile 3d, 3e mit den Innenseiten ihrer fluchtend
zu den Schenkeln 4a des Untergurts 4 vertikal ausgerichteten Schenkeln 3a (siehe Figur
3) mit den Streben 5 verschweißt sind. Auch die stabförmigen Pfosten 6 sind zwischen
den Schenkeln 4a des Untergurtes 4 und den Schenkeln 3a der Obergurtprofile 3d, 3e
angeordnet und mit deren Innenseiten verschweißt. Quer zu der Längsrichtung LR des
Kranträgers 2 gesehen ist zwischen den Schenkeln 3a, 4a des Obergurtes 3 beziehungsweise
Untergurtes 4 also immer nur eine Strebe 5 vorgesehen.
[0043] Des Weiteren ist Figur 2a zu entnehmen, dass jeweils zwei vertikale Pfosten 6 zwischen
zwei satteldachartig schräg beziehungsweise diagonal verlaufenden Streben 5 angeordnet
sind. Die einander auf diese Weise zugeordneten Streben 5 und Pfosten 6 treffen an
einem gemeinsamen oberen Knotenpunkt OK an den Obergurten 3 aufeinander, wobei jede
Strebe 5 mit dem zugehörigen Pfosten 6 im Bereich des entsprechenden oberen Knotenpunktes
OK an den Obergurten 3 einen gleich großen ersten Anstellwinkel α1 bildet. Aufgrund
der geraden Anzahl an entsprechend paarweise angeordneten Streben 5 fällt somit an
beiden Enden des Kranträgers 2 die letzte Strebe 5 zu dem Untergurt 4 hin ab.
[0044] Darüber hinaus ist der Kranträger 2 über Adapter 12 (siehe auch Figur 4) maßgenau
auf die Länge L einstellbar, indem die Adapter 12 auf die sich gegenüberliegenden
Enden des Obergurts 3 des Kranträgers 2 aufgeschoben werden, anschließend in dessen
Längsrichtung LR entsprechend verschoben und abschließend mit dem Kranträger 2 verschweißt
werden.
[0045] In der Figur 2b ist eine perspektivische Ansicht von zwei erfindungsgemäß als Fachwerkträger
ausgebildeten Kranträgern 2 für einen gemäß der Figur 1b als Zwei-Träger-Brückenkran
ausgebildeten Krans 1 b dargestellt. Beide Kranträger 2 sind über an ihren gegenüberliegenden
Enden aufgeschobene Adapter 12 (siehe auch Figur 4) auf die gewünschte Länge L eingestellt
und parallel voneinander beabstandet angeordnet. Die ebenfalls dargestellten Fahrwerke
7, 8 sind über die Adapter 12 an den Enden der beiden Kranträger 2 befestigt.
[0046] Die Fachwerkkonstruktionen der beiden Kranträger 2 des zweiten Krans 1 b umfassen
wiederum einen Untergurt 4 sowie einen demgegenüber längeren Obergurt 3, die jeweils
in gleicher Weise wie der Untergurt 4 des ersten Krans 1a einteilig ausgebildet sind.
Dementsprechend wird auch der Obergurt 3 jedes Kranträgers 2 von einem Flachprofil
3b mit Schenkeln 3a mit einem in etwa U-Profil-förmigen Querschnitt gebildet. Die
nach unten gerichteten Schenkel 3a der Flachprofile 3b der Obergurte 3 und die nach
oben gerichteten Schenkel 4a der Flachprofile 4b der Untergurte 4 sind einander zugewandt.
[0047] Der Obergurt 3 jedes Kranträgers 2 ist mit dem zugehörigen Untergurt 4 über mehrere
flächenförmig ausgebildete Streben 5 und mehrere in einer zweiten Ausführungsform
ebenfalls flächenförmig ausgebildete und vertikal ausgerichtete Pfosten 6 verbunden.
Der grundsätzliche Aufbau der in dieser zweiten Ausführungsform ausgebildeten flächenförmigen
Pfosten 6 entspricht - bei entsprechend angepassten Maßen - im Wesentlichen dem Aufbau
der flächenförmigen Streben 5. Anstelle von zwei stabförmigen Pfosten 6 wird jedoch
nur ein flächenförmiger Pfosten 6 zwischen zwei benachbarten Streben 5 angeordnet.
Hierbei erstreckt sich jeder in der flächenförmigen zweiten Ausführungsform ausgebildete
Pfosten 6 mit einer Hauptfläche 6a quer zur Längsrichtung LR des Kranträgers 2 und
mit rechtwinklig dazu abgekanteten Nebenflächen 6b in dieser Längsrichtung LR. Die
flächenförmigen Pfosten 6 können außerdem so angeordnet beziehungsweise ausgerichtet
sein, dass die Nebenflächen 6b zu einem der Enden des Kranträgers 2 hin oder hiervon
weg zeigen.
[0048] Es ist jedoch grundsätzlich auch möglich, die Kranträger 2 des als Ein-Träger-Kran
ausgebildeten ersten Krans 1a mit den in der zweiten Ausführungsform ausgebildeten
flächenförmigen Pfosten 6 zu versehen.
[0049] Die Streben 5 sind für die beiden Kranträger 2 des zweiten Krans 1 b identisch, das
heißt wie bei dem ersten Kran 1a nach Figur 1a spiegelsymmetrisch bezüglich ihrer
Längsachse LA ausgebildet.
[0050] Außerdem ist in Figur 2b angedeutet, dass die Krankatze 9 für den nicht dargestellten
Seilzug nicht an den Untergurten 4 der Kranträger 2 aufgehängt, sondern auf deren
Obergurten 3 aufgesetzt ist. Hierfür ist, vorzugsweise mittig, auf jedem der beiden
Obergurte 3 eine Laufschiene mit einer entsprechenden Lauffläche 3c vorgesehen, so
dass die Krankatze 9 zwischen den Kranträgern 2 angeordnet und dementsprechend, wie
in Figur 1b dargestellt, in der Längsrichtung LR zwischen den Fahrwerken 7, 8 des
zweiten Krans 1 b verfahrbar ist.
[0051] Des Weiteren ist Figur 2b zu entnehmen, dass die Streben 5 in gleicher Weise wie
bei dem in Figur 2a gezeigten Kranträger 2 satteldachartig angeordnet sind. Hierbei
ist jedoch zwei benachbarten Streben 5 nur noch ein flächenförmig ausgebildeter Pfosten
6 in der Weise zugeordnet, dass Streben 5 und der Pfosten 6 an einem gemeinsamen unteren
Knotenpunkt UK an den Untergurten 4 aufeinander treffen. Somit bildet jede Strebe
5 mit dem zugehörigen flächenförmigen Pfosten 6 im Bereich des entsprechenden unteren
Knotenpunktes UK an den Untergurten 4 einen gleich großen zweiten Anstellwinkel α2,
der ebenso wie der erste Anstellwinkel α1 vorzugsweise in einem Bereich von 35° bis
55° liegt und besonders bevorzugt 45° beträgt. Aufgrund der geraden Anzahl an entsprechend
paarweise angeordneten Streben 5 fällt somit an beiden Enden des Kranträgers 2 die
letzte Strebe 5 zu dem Untergurt 4 hin ab. Anders als bei dem in Figur 2a gezeigten
Kranträger 2 ist jedoch an jedem Ende des Kranträgers 2 nach der letzten Strebe 5
noch ein flächenförmiger Pfosten 6 angeordnet.
[0052] Die Figur 3 zeigt eine Querschnittsansicht des Kranträgers 2 gemäß der Figur 2a.
Der Figur 3 ist insbesondere der prinzipielle Aufbau der Streben 5 zu entnehmen, der
im Wesentlichen dem grundsätzlichen Aufbau der in der zweiten Ausführungsform ebenfalls
flächenförmig ausgebildeten Pfosten 6 entspricht, sich hiervon hinsichtlich der Maße
unterscheiden kann. Dementsprechend gelten die Ausführungen zu Figur 3 auch für die
in der Figur 2b gezeigten Kranträger 2 sowie die hierbei in der flächenförmigen zweiten
Ausführungsform verwendeten Pfosten 6. Der Einfachheit halber wird zur Beschreibung
der Figur 3 nur auf die Streben 5 Bezug genommen; die hierbei erwähnten Bezugszeichen
5a bis 5h bezeichnen analog die entsprechenden Elemente der flächenförmigen Pfosten
6, die an den gleichen Stellen als Bezugszeichen 6a bis 6h eingezeichnet und in der
Bezugszeichenliste aufgeführt sind.
[0053] Die in Figur 3 dargestellte flächenförmig ausgebildete Strebe 5 umfasst eine langgestreckte
Form mit einer im Wesentlichen rechteckförmigen Hauptfläche 5a. Die Hauptfläche 5a
erstreckt sich entlang der Längsachse LA der Strebe 5 und jedenfalls in einem mittleren
Bereich über mindestens die Hälfte der Breite B des Kranträgers 2 quer zu der Längsrichtung
LR des Kranträgers 2, insbesondere über mindestens die Hälfte des Abstandes zwischen
den Innenseiten der Schenkel 3a oder der Schenkel 4a. Die Streben 5 werden vorzugsweise
durch Laserschneiden aus einem Stahlblech hergestellt. Außerdem weisen die Streben
5 ein unteres erstes und ein unteres zweites Strebenende 5g, 5h auf. Insbesondere
werden an dem unteren ersten Strebenende 5g im Bereich der unteren Ecken der Strebe
5 zwei Strebenfüße 5f ausgebildet, indem mittig an dem unteren ersten Strebenende
5g in der Hauptfläche 5a eine Aussparung 5e vorgesehen ist. Die Aussparung 5e weist
einen bezogen auf die Längsachse LA spiegelsymmetrischen und in etwa trapezförmigen
Querschnitt auf. Die Streben 5 tauchen mit ihren unteren ersten Strebenenden 5g zwischen
den nach oben zeigenden Schenkeln 4a des Untergurts 4 ein. Hierbei liegen die Strebenfüße
5f mit ihren sich zwischen den unteren Ausnehmungen 5c und dem unteren ersten Strebenende
5g erstreckenden Längsseiten der Hauptfläche 5a an den Innenseiten der Schenkel 4a
des Untergurts 4 an und werden an die Schenkel 4a angeschweißt. Die Strebenfüße 5f
liegen jedoch auf dem Flachprofil 4b des Untergurts 4 nicht auf. Auch kann der Figur
3 entnommen werden, dass die beiden Obergurtprofile 3d, 3e mit ihren vertikalen Schenkeln
3a an den entsprechenden Längsseiten der Hauptfläche 5a anliegen, die sich zwischen
den oberen Ausnehmungen 5d und dem oberen zweiten Strebenende 5h erstrecken, und dass
dort eine Schweißverbindung erfolgt.
[0054] Es ist ebenso denkbar, dass die Schenkel 3a, 4a nicht gleich weit voneinander beabstandet
sind. Dementsprechend sind dann auch die äußeren Längsseiten der Strebenenden 5g,
5h, insbesondere auch der Strebenfüße 5f, unterschiedlich weit voneinander beabstandet,
um an den vertikal nicht fluchtend angeordneten Schenkeln 3a, 4a anliegen und hieran
angeschweißt werden zu können.
[0055] Im Bereich ihrer sich gegenüberliegenden unteren ersten und oberen zweiten Strebenenden
5g, 5h sind an beiden Längsseiten der Strebe 5 zwei untere Ausnehmungen 5c und zwei
obere Ausnehmungen 5d vorgesehen. Die unteren und oberen Ausnehmungen 5c, 5d grenzen
an die Schenkel 3a, 4a der Ober- und Untergurte 3, 4 jeweils an, um eine Entlastung
der Schweißnaht S beziehungsweise des zugehörigen Schweißnahtauslaufs zu erreichen.
Die Ausnehmungen 5c, 5d sind rund, vorzugsweise kreisbogenförmig, ausgebildet.
[0056] Zwischen den unteren und oberen Ausnehmungen 5c, 5d schließt sich an jeder Längsseite
der Strebe 5 eine rechtwinklig abgekantete und parallel zur Längsachse LA verlaufende
Nebenfläche 5b an die Hauptfläche 5a an. Die Nebenflächen 5b sind im Wesentlichen
trapezförmig ausgebildet. Dadurch, dass die Nebenflächen 5b beide in dieselbe Richtung
abgekantet sind, weist die in Figur 3 abgebildete Strebe 5 zumindest im Bereich der
Nebenflächen 5b einen in Richtung der Längsachse LA der Strebe 5 gesehen U-förmigen
Querschnitt auf. Denkbar ist ebenfalls, dass die Nebenflächen 5b in gegensätzliche
Richtungen abgekantet werden, so dass sich in Richtung der Längsachse LA gesehen zumindest
teilweise ein Z-förmiger Querschnitt ergeben würde. Durch Weglassen einer Nebenfläche
5b beziehungsweise durch Vorsehen lediglich einer einzigen Nebenfläche 5b kann die
Strebe 5 in entsprechender Weise auch einen zumindest teilweise L-förmigen Querschnitt
in Richtung der Längsachse LA gesehen aufweisen. Über die Nebenflächen 5b wird die
Beulsteifigkeit der Streben 5 erhöht. Die Nebenflächen 5b befinden sich außerhalb
der Schenkel 3a, 4a, so dass nur die nicht umgekanteten Bereiche der Längsseiten der
Hauptflächen 5a an die Schenkel 3a, 4a angeschweißt sind.
[0057] In einer möglichen Ausführungsform beträgt die Gesamtlänge einer Strebe 890 mm. Hierbei
sind dann die Längsseiten der unteren ersten und die oberen zweiten Strebenenden 5g,
5h jeweils mit einer Eintauchlänge von 80 mm zwischen den Schenkeln 3a, 4a der Ober-
und Untergurte 3a, 4a eingetaucht beziehungsweise über die genannte Länge mit den
Schenkeln 3a, 4a verschweißt. Der Abstand zwischen den eingetauchten Bereichen der
Längsseiten und den Nebenflächen 5b, das heißt die Länge der in diesem Bereich ausgebildeten
Membrangelenke, beträgt dann jeweils 100 mm. Dementsprechend weisen die Nebenflächen
5b bezogen auf die Längsachse LA eine Nebenflächenlänge von 530 mm auf, das heißt
Nebenflächen 5b erstrecken sich in ihrer Längsrichtung über die Nebenflächenlänge
von 530 mm.
[0058] Die Nebenflächenlängen liegen somit vorzugsweise in einem Bereich von etwa 40% bis
70% der Gesamtlänge der Strebe 5 und die Eintauchlängen in einem Bereich von etwa
5% bis 15% der Gesamtlänge der Strebe 5.
[0059] In der Figur 4a ist eine Seitenansicht einer der beiden Adapter 12 gezeigt, die an
den sich gegenüberliegenden Enden eines Kranträgers 2 für den ersten Kran 1 a angeordnet
sind. Der Kranträger 2 ist als Fachwerkträger mit zwei Obergurtprofilen 3d, 3e ausgebildet.
Erkennbar ist auch eine Strebe 5, die in dem ersten Anstellwinkel α1 zu einem stabförmig
ausgebildeten Pfosten 6 angestellt ist.
[0060] Außerdem ist der Figur 4a die trapezförmige Ausbildung einer von der Hauptfläche
5a abgekanteten Nebenfläche 5b der Strebe 5 zu entnehmen. Die Nebenfläche 5b ist außerhalb
der Schenkel 3a, 4a der Ober- und Untergurte 3, 4 angeordnet und erstreckt sich in
einer vertikalen, die Längsrichtung LR der Kranträgers 2 beinhaltenden Ebene.
[0061] Um die gewünschte Länge L der Kranträger 2 einzustellen, wird der Adapter 12 an den
Obergurt 3 und den Untergurt 4 angelegt, in Längsrichtung LR ausgerichtet und angeschweißt.
Es können je Adapter Längenänderungen von +/- 5 Millimeter in der Längsrichtung LR
erreicht werden. Dementsprechend weist der Kranträger 2 vor dem Anbringen der Adapter
12 bereits nahezu die gewünschten Länge L auf. Hierbei ist die Konstruktion des Adapters
12 so gewählt, dass dieser zur Feineinstellung der Länge L relativ zu den Obergurtprofilen
3d, 3e und dem Untergurt vor dem Verschweißen verschiebbar ist.
[0062] Das in Figur 4a abgebildete Ende des Kranträgers 2 zeigt den Abschluss der Fachwerkkonstruktion,
wobei die beiden Obergurtprofile 3d, 3e des Obergurts 3 mit dem Untergurt 4 zu einem
Rahmen verbunden werden. Hierzu umfasst der Adapter 12 zwei identisch ausgebildete
und sich in Längsrichtung LR erstreckende rippenartige Adapterwände 12e, die an ihren
oberen und unteren Enden mit den Schenkeln 3a, 4a verbunden werden. Die Adapterwände
12e sind hierbei voneinander beabstandet und parallel zueinander sowie parallel zu
den Schenkeln 3a, 4a angeordnet und zeigen mit ihren Flächen dementsprechend quer
zu der Längsrichtung LR des Kranträgers 2.
[0063] Jede Adapterwand 12e umfasst ein im Wesentlichen als rechteckförmige und ebene Platte
ausgebildetes Kopfteil 12f mit vier Ecken E1 bis E4. An den die obere erste Ecke E1
und die obere zweite Ecke E2 verbindenden Oberseiten der Adapterwände 12e ist eine
horizontal ausgerichtete Kopfplatte 12b auf die Adapterwände 12e aufgelegt und mit
diesen verschweißt. Die Kopfplatte 12b ist eben und rechteckförmig ausgebildet. An
der die erste Ecke E1 mit der vertikal darunter angeordneten dritten Ecke E3 verbindenden
Anschlussseite der Adapterwände 12e ist die vertikal ausgerichtete Anschlussplatte
12a befestigt. Auch die Anschlussplatte 12a ist eben und rechteckförmig ausgebildet,
wobei die Anschlussplatte 12a in Längsrichtung LR gesehen seitlich über die Adapterwände
12e hinaus ragt. Die Anschlussplatte 12a und die Kopfplatte 12b sind somit im Wesentlichen
rechtwinklig zueinander angeordnet und treffen im Bereich der ersten Ecke E1 aufeinander.
Im Bereich einer der ersten Ecke E1 diagonal gegenüberliegenden vierten Ecke E4 geht
das Kopfteil 12f der Adapterwände 12e in einen Verbindungsschenkel 12g über. Die Verbindungsschenkel
12g schließen sich hierbei diagonal beziehungsweise schräg nach unten von der Anschlussseite
der Adapterwände 12e weggerichtet verlaufend an das Kopfteil 12f der jeweiligen Adapterwand
12e an. Die Verbindungsschenkel 12g sind flach und länglich ausgebildet und gleichen
somit hinsichtlich ihrem grundlegenden Aufbau im Wesentlichen dem Aufbau der Schenkel
3a, 4a des Obergurtes 3a beziehungsweise des Untergurtes 4a.
[0064] Durch den diagonalen Verlauf der Verbindungsschenkel 12g ist bei einem auf das entsprechende
Ende des Kranträgers 2 aufgesetzten Adapter 12 die Verbindung mit dem gegenüber dem
Obergurt 3 kürzer ausgebildeten Untergurtes 4 möglich. Hierbei sind die Abmessungen
der Adapterwände 12e, insbesondere hinsichtlich deren Kopfteile 12f und deren Verbindungsschenkel
12g, in Abhängigkeit des Abstandes zwischen dem Obergurt 3 und dem Untergurt 4 so
gewählt, dass die Verbindungsschenkel 12g den Untergurt 4 erreichen und hierbei außerhalb
der Schenkel 4a an deren Außenseiten so anliegen, dass diese noch seitlich miteinander
verbunden beziehungsweise verschweißt werden können. Anders als bei den Ober- und
Untergurten 3, 4 in Figur 3 sind in Figur 4a die Schenkel 3a des Obergurts 3 also
nicht jeweils vertikal fluchtend mit den Schenkeln 4a des Untergurts 4 ausgerichtet,
sondern die Schenkel 3a sind in horizontaler Richtung weiter voneinander beabstandet
als die Schenkel 4a. Somit können die am Untergurt 4 ankommende Verbindungsstrebe
12g und die letzte Strebe 5 einander auch innerhalb beziehungsweise außerhalb des
jeweiligen Schenkels 4a kreuzen.
[0065] Es ist jedoch ebenso möglich, dass die Schenkel 3a, 4a zueinander wie in Figur 3
gezeigt angeordnet sind und die unteren Enden der Verbindungsschenkel 12g dementsprechend
weit zwischen dessen Schenkeln 4a eintauchen, um mit diesen verbunden werden zu können.
Dementsprechend sind die Adapterwände 12e so weit voneinander beabstandet angeordnet,
dass sie im Bereich der Kopfteile 12f ebenso wie an den unteren freien Enden der Verbindungsschenkel
12g mit ihren Außenseiten an den Innenseiten der Schenkel 3a, 3b der Obergurtprofile
3d, 3e des Obergurtes 3 beziehungsweise des Untergurtes 4 flächig anliegen.
[0066] Es ist ebenso denkbar, dass bei ungleich voneinander beabstandeten Schenkeln 3a,
4a die Adapterplatten 12 mit ihren Kopfteilen 12f zwischen den Schenkeln 3a des Obergurtes
3, mit ihren Verbindungsschenkeln 12g jedoch außerhalb der Schenkel 4a des Untergurtes
4 an deren Außenseiten anliegen.
[0067] Damit der Adapter 12 beziehungsweise dessen entsprechend voneinander beabstandeten
Adapterwände 12e, insbesondere deren Verbindungsschenkel 12g, eine ausreichende Steifigkeit
und Stabilität erhalten, ist an den Unterseiten der Adapterwände 12e eine Abschlussplatte
12h vorgesehen. Die Abschlussplatte 12h erstreckt sich dabei ausgehend von der dritten
Ecke E3 des Kopfteils 12e in Richtung der vierten Ecke E4 zunächst horizontal und
folgt anschließend diagonal nach unten dem Verlauf der Verbindungsschenkel 12g bis
sie an dem Untergurt 4 endet. Die auf diese Weise abgewinkelt ausgebildete Abschlussplatte
12h ist mit den Unterseiten der Adapterwände 12e verschweißt. Außerdem ist an einem
von den Kopfteilen 12f abgewandten Ende der Anschlussplatte eine im Wesentlichen rechteckförmige
Ausnehmung 12i vorgesehen.
[0068] Die Anpassung an die gewünschte Länge L eines Kranträgers 2 ist auch möglich, wenn
abweichend von der Darstellung in Figur 4a - wie beispielsweise bei dem zweiten Kran
1b - jeder Kranträger 2 einen Obergurt 3 mit einem Flachprofil 3b umfasst. Bei einem
einteilig als Flachprofil 3b ausgebildeten Obergurt 3 sind die Adapterwände 12e unterhalb
der Kopfplatte 12b so weit zurück versetzt, dass der Adapter 12 nur noch mit seiner
Kopfplatte 12b auf dem Obergurt 3 aufliegt. Die Adapterwände 12e liegen dann also
nicht mehr seitlich an den Schenkeln 3a, 4a an.
[0069] Zur längenmäßigen Fertigstellung des Kranträgers 2 wird der Adapter 12 auf ein Ende
des Kranträgers 2 aufgeschoben, wobei dessen Kopfplatte 12b flächig auf den Oberseiten
des Obergurtes 3 beziehungsweise der beiden Obergurtprofile 3d, 3e aufliegt. Die einzustellende
Länge L wird durch Anschlussflächen 12c der an beiden Enden des Kranträgers 2 angeordneten
Anschlussplatten 12a definiert, wobei die Anschlussflächen 12c einander entgegengesetzt
von den Obergurten 3 weg zeigen. Die Länge L wird abschließend maßgenau eingestellt,
indem der mit der Kopfplatte 12b auf dem Obergurt 3 aufliegende Adapter 12 entsprechend
in der Längsrichtung LR verschoben wird. Um die auf diese Weise eingestellte Länge
L zu fixieren, werden dann die Adapter 12 mit dem Obergurt 3 und dem Untergurt 4 verschweißt.
[0070] Es ist jedoch ebenso möglich, zunächst einen Adapter 12 ohne Anschlussplatte 12a
auf das Ende des Kranträgers aufzuschieben und die Länge L einzustellen. Die Anschlussplatte
12a wird dann abschließend angeschweißt, um die beiden gegenüberliegenden Anschlussplatten
12a miteinander auszurichten, da in den Anschlussplatten 12a bereits Bohrungen 12d
vorgesehen sind, über die die Fahrwerke 7, 8 an den Adaptern 12 und somit an dem entsprechenden
Kranträger 2 befestigt werden.
[0071] Die Figur 4b zeigt eine in Längsrichtung LR des Kranträgers 2 gesehene Ansicht des
auf ein Ende des Kranträgers 2 aufgeschobenen Adapters 12. Es ist erkennbar, dass
die horizontal ausgerichtete Kopfplatte 12b des Adapters 12 auf dem Obergurt 3 beziehungsweise
dessen Obergurtprofilen 3d, 3e aufliegt. Daran schließt sich die vertikal ausgerichtete
Anschlussplatte 12a mit den Bohrungen 12d zur Befestigung eines der hier nicht dargestellten
Fahrwerke 7, 8 an. Unterhalb der Anschlussplatte 12a ist die Abschlussplatte 12h angeordnet,
an deren dem Untergurt 4 zugewandten Ende die Ausnehmung 12i vorgesehen ist. Durch
die Ausnehmung 12i hindurch ist eine Strebe 5 zu erkennen, die mit ihren Strebenfüßen
5f zwischen den Schenkeln 4a des Flachprofils 4b des Untergurtes 4 eintaucht. An den
außen liegenden Längsseiten der Strebenfüße 5f ist jeweils eine der Schweißnähte S
angedeutet, über die die Strebe 5 an dem Untergurt 4 befestigt ist.
Bezugszeichenliste
[0072]
- 1a
- erster Kran
- 1b
- zweiter Kran
- 2
- Kranträger
- 3
- Obergurt
- 3a
- Schenkel
- 3b
- Flachprofil
- 3c
- Lauffläche
- 3d
- erstes Obergurtprofil
- 3e
- zweites Obergurtprofil
- 4
- Untergurt
- 4a
- Schenkel
- 4b
- Flachprofil
- 4c
- Lauffläche
- 5
- Strebe
- 5a
- Hauptfläche
- 5b
- Nebenfläche
- 5c
- untere Ausnehmung
- 5d
- obere Ausnehmung
- 5e
- Aussparung
- 5f
- Strebenfuß
- 5g
- erstes Strebenende
- 5h
- zweites Strebenende
- 6
- Pfosten
- 6a
- Hauptfläche
- 6b
- Nebenfläche
- 6c
- untere Ausnehmung
- 6d
- obere Ausnehmung
- 6e
- Aussparung
- 6f
- Pfostenfuß
- 6g
- erstes Pfostenende
- 6h
- zweites Pfostenende
- 7
- erstes Fahrwerk
- 7a
- erster Elektromotor
- 8
- zweites Fahrwerk
- 8a
- zweiter Elektromotor
- 9
- Krankatze
- 10
- Kransteuerung
- 11
- Hängesteuerschalter
- 12
- Adapter
- 12a
- Anschlussplatte
- 12b
- Kopfplatte
- 12c
- Anschlussfläche
- 12d
- Bohrungen
- 12e
- Adapterwand
- 12f
- Kopfteil
- 12g
- Verbindungsschenkel
- 12h
- Abschlussplatte
- 12i
- Ausnehmung
- α1
- erster Anstellwinkel
- α2
- zweiter Anstellwinkel
- B
- Breite
- E1
- erste Ecke
- E2
- zweite Ecke
- E3
- dritte Ecke
- E4
- vierte Ecke
- F
- Fahrtrichtung
- L
- Länge
- LA
- Längsachse
- LR
- Längsrichtung
- OK
- oberer Knotenpunkt
- S
- Schweißnaht
- UK
- unterer Knotenpunkt
1. Kran (1a, 1 b), insbesondere Brückenkran oder Portalkran, mit mindestens einem sich
horizontal erstreckenden und als Fachwerkträger mit mehreren Streben (5) ausgebildeten
Kranträger (2), an dem eine Krankatze (9) mit einem Hebezeug verfahrbar ist, wobei
mindestens einige der Streben (5) flächenförmig ausgebildet sind und jeweils eine
ebene Hauptfläche (5a) aufweisen, die sich jeweils quer zu einer Längsrichtung (LR)
des Kranträgers (2) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die flächenförmigen Streben (5) eine langgestreckte Form aufweisen und im Bereich
ihrer Längsseiten jeweils mindestens eine sich an die Hauptfläche (5a) anschließende
abgekantete Nebenfläche (5b) aufweisen und die mindestens eine Nebenfläche (5b) quer
zu der Längsrichtung (LR) des Kranträgers (2) zeigt, dass die Streben (5) gegenüberliegende
Strebenenden (5g, 5h) aufweisen, die Nebenflächen (5b) außerhalb der Strebenenden
(5g, 5h) angeordnet sind und die Länge der Nebenfläche (5b) in einem Bereich von etwa
40% bis 70% der Gesamtlänge der Strebe (5) liegt.
2. Kran (1 a, 1 b) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle Streben (5) flächenförmig ausgebildet sind.
3. Kran (1 a, 1 b) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptflächen (5a) der Streben (5) sich über mindestens die Hälfte der Breite
(B) des Kranträgers (2) erstrecken.
4. Kran (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Streben (5) in Richtung ihrer Längsachse (LA) gesehen in Höhe ihrer Nebenflächen
(5b) gesehen einen L-, U- oder Z-förmigen Querschnitt aufweisen.
5. Kran (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den Hauptflächen (5a) der Streben (5) an deren Längsseiten untere und obere Ausnehmungen
(5c, 5d) und an deren unterer Schmalseite eine Aussparung (5e) vorgesehen sind, die
jeweils im Bereich eines ersten und/oder zweiten Strebenendes (5g, 5h) angeordnet
sind.
6. Kran (1a, 1b) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenflächen (5b) zwischen den unteren und oberen Ausnehmungen (5c, 5d) angeordnet
sind.
7. Kran (1a, 1b) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kranträger (2) mindestens einen sich geradlinig in dessen Längsrichtung (LR)
erstreckenden Obergurt (3) und mindestens einen parallel dazu angeordneten Untergurt
(4) umfasst, wobei der Obergurt (3) und der Untergurt (4) über mehrere entlang der
Längsrichtung (LR) des Kranträgers (2) angeordnete Streben (5) miteinander verbunden
sind.
8. Kran (1a, 1 b) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Obergurt (3) und der Untergurt (4) über mehrere entlang der Längsrichtung (LR)
des Kranträgers (2) angeordnete Pfosten (6) miteinander verbunden sind.
9. Kran (1 a, 1 b) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Pfosten (6) neben mindestens einer Strebe (5) angeordnet ist, wobei jede Strebe
(5) mit dem entsprechenden Pfosten (6) einen gleich großen Anstellwinkel (α1, α2)
bildet.
10. Kran (1 a, 1 b) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Pfosten (6) analog zu den Streben (5) flächenförmig ausgebildet sind.
11. Kran (1 b) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kran (1 b) zwei parallel und mit Abstand voneinander angeordnete Kranträger (2)
umfasst.
12. Kran (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die flächenförmigen Streben (5) und Pfosten (6) über Schweißnähte (S) an dem Obergurt
(3) und dem Untergurt (4) befestigt sind, wobei die Schweißnähte (S) ausschließlich
an den Längsseiten der jeweiligen Hauptflächen (5a, 6a) angeordnet sind.
13. Kran (1 a, 1 b) nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Obergurt (3) und der Untergurt (4) jeweils einander zugewandte Schenkel (3a,
4a) aufweisen und die Streben (5) und die Pfosten (6) ausschließlich an den Innenseiten
der Schenkel (3a, 4a) angeschweißt sind.
1. Crane (1 a, 1 b), in particular a bridge crane or gantry crane, having at least one
horizontally extending girder (2) in the form of a truss having a plurality of struts
(5), on which a trolley (9) having a hoist is displaceable, at least some of the struts
(5) being of a planar form and each having a plane main face (5a) which in each case
extends transversely to a longitudinal direction (LR) of the girder (2), characterised in that the planar struts (5) are of an elongated form and have, in the region of each of
their longitudinal sides, at least one folded-round secondary face (5b) which follows
on from the main face (5a), and the at least one secondary face (5b) faces transversely
to the longitudinal direction (LR) of the girder (2), and in that the struts (5) have opposite ends (5g, 5h), the secondary faces (5b) are arranged
to be clear of the strut ends (5g, 5h), and the length of the secondary face (5b)
lies within a range of from approximately 40% to 70% of the overall length of the
strut (5).
2. Crane (1 a, 1 b) according to claim 1, characterised in that all the struts (5) are of a planar form.
3. Crane (1 a, 1 b) according to claim 1 or 2, characterised in that the main faces (5a) of the struts (5) extend across at least half the width (B) of
the girder (2).
4. Crane (1 a, 1 b) according to one of claims 1 to 3, characterised in that, looking in the direction defined by their longitudinal axes (LA), the struts (5)
are of an L, U or Z-shaped cross-section at points where their secondary faces (5b)
are situated.
5. Crane (1 a, 1 b) according to one of claims 1 to 4, characterised in that, provided in the main faces (5a) of the struts (5), there are lower and upper recesses
(5c, 5d) in the longitudinal sides thereof and, at the lower narrow edge thereof,
a cut-out (5e), which recesses (5c, 5d) and cut-out (5e) are each arranged in the
region of a first and/or second strut end (5g, 5h).
6. Crane (1 a, 1 b) according to claim 5, characterised in that the secondary faces (5b) are arranged between the lower and upper recesses (5c, 5d).
7. Crane (1a, 1b) according to one of claims 1 to 6, characterised in that the girder (2) comprises at least one top chord (3) which extends in a straight line
in the longitudinal direction thereof and at least one bottom chord (4) arranged in
parallel with the latter, the top chord (3) and bottom chord (4) being connected together
by a plurality of struts (5) arranged along the longitudinal direction (LR) of the
girder (2).
8. Crane (1 a, 1 b) according to claim 7, characterised in that the top chord (3) and bottom chord (4) are connected together by a plurality of uprights
(6) arranged along the longitudinal direction (LR) of the girder (2).
9. Crane (1 a, 1 b) according to claim 8, characterised in that each upright (6) is arranged next to at least one strut (5), each strut (5) making
a positioning angle (α1, α2) of the same size with the associated upright (6).
10. Crane (1 a, 1 b) according to claim 8 or 9, characterised in that the uprights (6) are of a similar planar form to the struts (5).
11. Crane (1 a, 1 b) according to one of claims 1 to 10, characterised in that the crane (1 b) comprises two girders (2) arranged in parallel with and at a distance
from one another.
12. Crane (1 a, 1 b) according to one of claims 8 to 11, characterised in that the planar struts (5) and uprights (6) are fastened to the top chord (3) and bottom
chord (4) by welds (S), the welds (S) being arranged only at the longitudinal sides
of the respective main faces (5a, 6a).
13. Crane (1 a, 1 b) according to one of claims 8 to 12, characterised in that the top chord (3) and bottom chord (4) each have side-parts (3a, 4a) pointing towards
one another and the struts (5) and uprights (6) are welded only to the inner sides
of the side-parts (3a, 4a).
1. Grue (1 a, 1 b), en particulier pont roulant ou grue à portique, comprenant au moins
une poutre de grue (2) qui s'étend horizontalement, qui est configurée sous la forme
d'une poutre en treillis pourvue d'une pluralité de jambes de force (5) et sur laquelle
un chariot de grue (9) équipé d'un engin de levage peut être déplacé, au moins une
partie des jambes de forces (5) étant configurées sous une forme bidimensionnelle
et comportant chacune une surface principale plane (5a) qui s'étend transversalement
à une direction longitudinale (LR) de la poutre de grue (2), caractérisée en ce que les jambes de force (5) ont une forme allongée et comportent, au niveau de chacun
de leurs côtés longitudinaux, au moins une surface secondaire (5b) pliée se raccordant
à la surface principale (5a) et l'au moins une surface secondaire (5b) s'étend transversalement
à la direction longitudinale (LR) de la poutre de grue (2), en ce que les jambes de force (5) possèdent des extrémités (5g, 5h), les surfaces secondaires
(5b) sont disposées à l'extérieur des extrémités (5g, 5h) et la longueur de la surface
secondaire (5b) est dans une gamme d'environ 40% à 70% de la longueur totale de la
jambe de force (5).
2. Grue (la, 1 b) selon la revendication 1, caractérisée en ce que toutes les jambes de force (5) sont configurées sous une forme bidimensionnelle.
3. Grue (1 a, 1 b) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les surfaces principales (5a) des jambes de force (5) s'étendent sur au moins la
moitié de la largeur (B) de la poutre de grue (2).
4. Grue (1 a, 1 b) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les jambes de force (5) ont une section en forme de L, de U ou de Z lorsque l'on
regarde en direction de leur axe longitudinal (LA) à hauteur de leurs surfaces secondaires
(5b).
5. Grue (1 a, 1 b) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que dans les surfaces principales (5a) des jambes de force (5) (5c, 5d) sont ménagés,
au niveau de leurs côtés longitudinaux, des évidements supérieur et inférieur et,
au niveau de leur petit côté inférieur, un évidement (5e), lesquels sont ménagés au
niveau des première et/ou seconde extrémités (5g, 5h).
6. Grue (1a, 1b) selon la revendication 5, caractérisée en ce que les surfaces secondaires (5b) sont disposées entre les évidements supérieur et inférieur
(5c, 5d).
7. Grue (1 a, 1 b) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la poutre de grue (2) comporte au moins une membrure supérieure (3) s'étendant en
ligne droite dans sa direction longitudinale (LR) et au moins une membrure inférieure
(4) parallèle à la membrure supérieure, la membrure supérieure (3) et la membrure
inférieure (4) étant reliée entre elles par le biais d'une pluralité de jambes de
force (5) disposées le long de la direction longitudinale (LR) de la poutre de grue
(2).
8. Grue (1a, 1b) selon la revendication 7, caractérisée en ce que la membrure supérieure (3) et la membrure inférieure (4) sont reliées entre elles
par le biais d'une pluralité de montants (6) disposés le long de la direction longitudinale
(LR) de la poutre de grue (2).
9. Grue (1 a, 1 b) selon la revendication 8, caractérisée en ce que chaque montant (6) est disposé à côté d'au moins une jambe de force (5), chaque jambe
de force (5) formant avec le montant (6) correspondant un même angle d'inclinaison
(α1, α2).
10. Grue (1 a, 1 b) selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que les montants (6) sont configurés, de façon analogue aux jambes de force (5), sous
forme bidimensionnelle.
11. Grue (1 b) selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que la grue (1 b) comporte deux poutres de grue (2) disposées en parallèle et à distance
l'une de l'autre.
12. Grue (1 a, 1 b) selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisée en ce que les jambes de force (5) bidimensionnelles et les montants (6) bidimensionnels sont
fixés par des cordons de soudure (S) à la membrure supérieure (3) et à la membrure
inférieure (4), les cordons de soudure (S) étant disposés exclusivement sur les côtés
longitudinaux des surfaces principales (5a, 6a) respectives.
13. Grue (1 a, 1 b) selon l'une des revendications 8 à 12, caractérisée en ce que la membrure supérieure (3) et la membrure inférieure (4) comportent chacune des branches
(3a, 4a) tournées l'une vers l'autre, et les jambes de force (5) et les montants (6)
sont soudés exclusivement aux côtés intérieurs des branches (3a, 4a).