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(11) |
EP 2 839 069 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.04.2016 Patentblatt 2016/14 |
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Anmeldetag: 10.04.2013 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2013/057481 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2013/156366 (24.10.2013 Gazette 2013/43) |
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RINGFÖRMIGES BAUTEIL EINER BESCHICKUNGSTÜR FÜR HAUSHALTSMASCHINEN ZUR WÄSCHEBEHANDLUNG
ANNULAR COMPONENT FOR AN ACCESS DOOR OF A HOUSHOLD APPLIANCE FOR TREATING LAUNDRY
ÉLÉMENT ANNULAIR D'UNE PORTE D'ACCÈS D'UN APPAREIL DOMESTIQUE POUR TRAÎTER DU LINGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
19.04.2012 DE 102012206491
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.02.2015 Patentblatt 2015/09 |
| (73) |
Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH |
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81739 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GEYER, Johannes
85540 Haar (DE)
- KRAGENINGS, Fabian
63065 Offenbach am Main (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 439 324 DE-A1- 4 439 352 DE-A1-102005 023 445 DE-B4-102004 060 422 JP-A- H02 206 532
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DE-A1- 4 039 508 DE-A1- 19 515 040 DE-A1-102006 030 024 DE-U- 6 807 431
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Beschickungstüren für Haushaltsmaschinen zur
Wäschebehandlung, insbesondere für von vorn beschickbare Trommelwaschmaschinen mit
einem Türrahmen, in dem üblicherweise ein topfförmig eingezogenes Schauglas angeordnet
ist.
[0002] Die Erfindung betrifft ein ringförmiges Bauteil einer Beschickungstür für eine Haushaltsmaschine
zur Wäschebehandlung mit einer umlaufenden äußeren und/oder inneren Mantelfläche.
[0003] Derartige Beschickungstüren weisen üblicherweise mehrere Bauelemente auf, die der
mechanischen Stabilität der Beschickungstür und der Halterung und Abdichtung des Schauglases
dienen. Daneben werden aber auch zunehmend im Wesentlichen der äußeren Anmutung dienende
Bauteile verwendet, um insbesondere den Kundenwünschen nach ansprechendem und exklusivem
Design nachkommen zu können.
[0004] So sind verschiedene Beschickungstüren bekannt (vergleiche beispielsweise die Deutschen
Offenlegungsschriften
DE 195 15 040 A1 oder
DE 10 2005 023 445 A1), die ein häufig auch als Dekorring bezeichnetes ringförmiges Bauteil umfassen. Ein
ringförmiges Bauteil der eingangs genannten Art geht auch aus der Deutschen Patentschrift
DE 10 2004 060 422 B4 hervor.
[0005] In der deutschen Gebrauchsmusterschrift
DE 68 07 431 U1 ist eine Bullaugentür für eine Waschmaschine gezeigt, bei der ein tragendes Rahmenteil
mit einem ringförmigen Bauteil in Form einer aufgesetzten Zierblende versehen ist,
die hinter den Rand des tragenden Rahmens greift und dort rastet.
[0006] Dabei ist das ringförmige Bauteil häufig aus Kunststoff hergestellt. Um derartige
Kunststoffteile zu veredeln, ist es denkbar, diese zu lackieren oder zu verchromen.
Die dazu erforderlichen zusätzlichen Veredelungsprozesse, insbesondere bei der Verwendung
oder Imitation von Echtmetall, z.B. für den äußersten Dekorring oder für die Mantelfläche
des (sichtbaren) Innenrings, sind kostenintensiv. Zudem ist es relativ aufwändig,
das Bauteil-Design beispielsweise aufgrund veränderter Kundenwünsche individuell und
kurzfristig zu ändern.
[0007] Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein
ringförmiges Bauteil bereitzustellen, das mit geringem Aufwand eine optische Aufwertung
und eine flexible Anpassung an sich ändernde Kundenwünsche erlaubt.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein ringförmiges Bauteil mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0009] Demgemäß ist bei einem Bauteil der eingangs genannten Art vorgesehen, dass mit zumindest
einer der Mantelflächen eine biegsame, umlaufende Materialbahn verbunden ist, die
eine Dekorfläche aufweist.
[0010] Ein erster wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die biegsame
Materialbahn das gewünschte Erscheinungsbild des Bauteils, beispielsweise durch Darstellung
von Metall an der Tür des Wäschepflegegeräts bzw. an deren Mantelseite, außerordentlich
preisgünstig realisiert und dennoch eine sehr edle Anmutung durch eine hochwertige
metallische Einfassung der Tür erzeugt werden kann. Dadurch wird die Türgröße optisch
betont, wobei durch Auswahl aus einer Vielzahl zur Verfügung stehender Materialbahnen
leicht und kurzfristig eine Anpassung an Kundenwünsche oder Designvorgaben möglich
ist und Designlinien kurzfristig geändert werden können. Bedarfsweise kann die zuvor
beschriebene Veredelung auch entfallen, beispielsweise wenn kostenreduzierte Varianten
aufgelegt werden sollen. Dies ist im Gegensatz zu der eingangs skizzierten Gestaltung
von derartigen Bauteilen ohne wesentliche Prozessänderung und vor allem ohne Werkzeugänderung
möglich.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung,
aus der beigefügten Zeichnung sowie aus den Unteransprüchen, deren Merkmale einzeln
und in beliebiger Kombination miteinander angewendet werden können.
[0012] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Dekorfläche von einer
Metallfolie gebildet. Auf diese Weise kann beispielsweise gegenüber einer Lackierung,
die nur den Metalleffekt nachahmt, Echtmetall in Folienform verwendet und dies werbewirksam
kommuniziert werden. Obwohl das Bauteil und damit die gesamte Türgestaltung durch
den Metalleffekt robust und schwer wirken, wird das tatsächliche Gewicht einer mit
einem derartigen erfindungsgemäßen ringförmigen Bauteil versehenen Beschickungstür
nicht merklich erhöht.
[0013] Eine fertigungstechnisch bevorzugte Verbindung zwischen der biegsamen Materialbahn
und der Mantelfläche, auf der die biegsame Materialbahn aufgebracht ist, erfolgt durch
Verkleben, Verschweißen oder durch ein Heißprägeverfahren.
[0014] Fertigungstechnisch besonders bevorzugt ist die biegsame Materialbahn eine Heißprägefolie.
Eine solche Heißprägefolie kann aus einer dünnen Metall- oder Kunststofffolie (üblicherweise
eine Polyesterfolie) bestehen. Die Dicke der Heißprägefolie beträgt bevorzugt etwa
10 µm. Vorteilhafterweise kann die Heißprägefolie ein Trägermaterial und weitere Schichten
aufweisen und/oder mit einer Schutzschicht überzogen sein, um während des Fertigungsprozesses
und des Transportes die hochwertige Oberfläche zu schützen. Eine Farb- oder Pigmentschicht
oder eine Metallisierung auf dem Trägermaterial bewirkt die eigentlich gewünschte
farbliche/metallische Erscheinung. Als unterste, der Verbindung dienende Schicht ist
eine Schicht oder Oberflächenbehandlung vorgesehen, die für einen festen Kontakt mit
dem Substrat (Mantelfläche) sorgt. Dies kann eine "Klebstoffschicht" oder beispielsweise,
insbesondere bei einer Metallfolie, eine Oxidschicht, insbesondere eine Schwarzoxidschicht
sein. Die formschlüssige Verbindung kann aber ggf. auch unmittelbar durch die Farb-
bzw. Pigmentschicht erfolgen.
[0015] Der optische Eindruck und die sich auch bei der Pflege positiv auswirkende Glattheit
der Oberfläche auf der insbesondere äußeren Mantelfläche wird nach einer vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung dadurch weiter gesteigert, dass die Dekorfläche zumindest
über eine Kante der Materialbahn hinweg reicht.
[0016] Insbesondere bei Verwendung dünner Heißprägefolien ist eine Ausgestaltung der Erfindung
besonders vorteilhaft, bei der die Mantelfläche wenigstens eine in Umfangsrichtung
umlaufende Abrisskante aufweist.
[0017] Aus optischen Gründen und zur besonders einfachen Positionierung der biegsamen Materialbahn
während der Ausrichtung und der Verbindung mit der Mantelfläche sieht eine vorteilhafte
Ausgestaltung der Erfindung vor, dass die Mantelfläche in axialer Richtung von einem
Anschlag zur Anlage der Materialbahn begrenzt ist.
[0018] Fertigungstechnisch ist zur besonders einfachen und zuverlässigen, optisch ansprechenden
Positionierung der biegsamen Materialbahn eine Ausgestaltung der Erfindung dahingehend
vorteilhaft, dass die Mantelfläche mit der Unterseite der Materialbahn zusammenwirkende
umlaufende Formelemente zur Positionierung der Materialbahn aufweist.
[0019] Das ringförmige Bauteil muß im Rahmen der Erfindung nicht notwendigerweise eine Kreisringform
aufweisen sondern könnte auch in anderer geometrischer Forme gestaltet sein, beispielsweise
einen quadratischen oder polygonen Ring bilden. Vorteilhafterweise sind bei einer
solchen Ausbildung abgerundete Ecken ausgebildet, sodaß das Aufbringen der Materialbahn
vereinfacht ist.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand zeichnerisch dargestellter Ausführungen beispielhaft
weiter erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in Frontalansicht und im Querschnitt ein erstes erfindungsgemäßes Bauteil,
- Fig. 2
- vergrößert eine Ausgestaltungsmöglichkeit der Einzelheit A nach Figur 1,
- Fig. 3
- schematisch einen Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Bauteil,
- Fig. 4
- einen weiteren Ausschnitt aus einem erfindungsgemäßen Bauteil,
- Fig. 5
- vergrößert eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit der Einzelheit A nach Figur 1,
- Fig. 6
- eine weitere Variante der Einzelheit A aus Figur 1
- Fig. 7
- in perspektivischer Ansicht ein weiteres erfindungsgemäßes Bauteil, und
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0021] Figur 1 zeigt in frontaler Ansicht und im Querschnitt entlang der Schnittlinie I-I
ein erfindungsgemäßes ringförmiges Bauteil 1, das beispielsweise ein Dekorring oder
auch der Türrahmen einer nicht näher dargestellten Beschickungstür für eine Haushaltsmaschine
zur Wäschebehandlung sein kann. Der Dekorring oder Türrahmen kann in an sich bekannter
Weise (vgl. Deutsche Patentschrift
DE 10 2004 060 422 B4, auf die insoweit voll inhaltlich Bezug genommen wird) ein äußerer Umgebungsring
für eine Beschickungstür sein und in seinem zentralen Bereich 2 den Blick freigeben
auf ein nicht dargestelltes Abdeckglas oder ein Schauglas, das sich in montierter
Position der Beschickungstür ins Innere der Wäschebehandlungsmaschine erstreckt.
[0022] Das Bauteil (Dekorring) 1 weist eine äußere umlaufende Mantelfläche 3 und eine innere
umlaufende radiale Oberfläche - nachfolgend auch als Mantelfläche 4 bezeichnet - auf.
Auf die Mantelfläche 3 ist eine um den gesamten Umfang umlaufende biegsame Materialbahn
5 aufgebracht, die auf ihrer der Mantelfläche 3 abgewandten Oberfläche 6 eine Dekorfläche
oder Dekorschicht 7 aufweist. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Materialbahn 5
von einem Kunststoffstreifen oder Kunststoffprofil 8 und einer Dekorfläche 7 realisiert,
indem das Kunststoffprofil 8 mit einer Metallfolie 10 kaschiert ist. Durch entsprechende
Wahl der Metallfolie 10 können gemäß der jeweiligen Designlinie oder den Kundenwünschen
entsprechend verschiedenste metallische Anmutungen realisiert werden. Beispielsweise
kann durch Verwendung einer glänzenden Metallfolie 10 der Eindruck eines verchromten
Ringes erzeugt werden. Die Materialbahn 5 bzw. das Kunststoffprofil 8 ist bevorzugt
mit der Mantelfläche 3 verklebt.
[0023] Figur 2 zeigt in vergrößerter Darstellung Ausgestaltungsmöglichkeiten der Materialbahn
5. Diese kann bevorzugt als Trägermaterial 12 eine Kunststoffschicht 13 umfassen,
auf der eine Kaschierung (Metallfolie) 14 unmittelbar aufgebracht ist. Dabei ist bevorzugt
ein Absatz 15 vorgesehen, der die Mantelfläche 3 in axialer Richtung als Anschlag
begrenzt. An diesem Absatz kann sich das Trägermaterial 12 mit seinem Rand anschmiegen,
wobei dessen Kante 16 leicht gerundet ist, so dass die Metallfolie 14 noch um diese
Kante herumführt. Im Bereich der anderen Kante 18 ist die Metallfolie 14 dagegen bevorzugt
stärker um die Kante herumgezogen bzw. gebördelt, sodaß sie Dekorfläche über die Kante
der Materialbahn hinweg reicht. Dies vermittelt einen insgesamt besonders ansprechenden
optischen Eindruck.
[0024] Figur 3 zeigt in perspektivischer Ansicht einen Ausschnitt aus einem ringförmigen
Bauteil (Dekorring) 20, bei dem eine Materialbahn 21 an ihrer Unterseite Formelemente
22 aufweist, die mit korrespondierenden Ausformungen oder Ausnehmungen 23, 24 der
Mantelfläche 3 zusammenwirken, um die Materialbahn 5 exakt zu positionieren.
[0025] Figur 4 zeigt eine Variante zur Ausgestaltung nach Figur 3, bei der ebenfalls korrespondierende
materialbahnseitige Formelemente 25 und mantelflächenseitige Formelemente 26 zusammenwirken
und eine die Dekorfläche 30 bildende Metallfolie 31 von einem Steg 32 der als Träger
dienenden Materialbahn 33 durchbrochen ist.
[0026] Figur 5 zeigt eine alternative Ausgestaltung des Ausschnitts A aus Figur 1 in vergrößerter
Darstellung, wobei eine Heißprägefolie 40 kurz vor (was durch den zur Mantelfläche
3 zeigenden senkrechten Pfeil symbolisiert ist) dem Aufsetzen auf die äußere Mantelfläche
3 des Dekorrings 1 gezeigt ist. Die Mantelfläche 3 weist dabei prominente Abrisskanten
41, 42 auf, die ein definiertes Abtrennen und maßgenaues Ausgestalten der von der
Heißprägefolie 40 gebildeten Oberfläche, nämlich der Dekorfläche 45, sicherstellen.
[0027] Figur 6 zeigt eine weitere Variante, bei der eine Abrisskante 48, 49 jeweils - gegenüber
der Ausgestaltung nach Figur 5 - radial etwas weiter zum Zentrum des ringförmigen
Bauteils 1 hin versetzt ist, wobei eine (wie durch den zur Mantelfläche 3 zeigenden
senkrechten Pfeil symbolisiert: noch in der Situation vor dem Heißprägevorgang dargestellte)
Heißprägefolie 50 mit ihren Randbereichen 51, 52 über jeweils eine Fase 54 oder einen
Radius 55 greift und somit die äußere Mantelfläche 3 des Bauteils 1 (Dekorring) zumindest
teilweise umgreift. Ein Vorteil dieser Ausgestaltungen unter Verwendung einer Heißprägefolie
besteht darin, dass die Heißprägefolie 40 (Figur 5) bzw. 50 direkt auf das Bauteil
1 der Beschickungstür bzw. auf deren umlaufende Mantelflächen 3 bzw. 4 aufgebracht
werden kann. Die umlaufenden Abrisskanten 41, 42; 48, 49 bzw. die Fase 54 oder den
Radius 55 lassen besonders ansprechende Gestaltungen zu, ohne dass es hierzu aufwändiger
Fertigungsschritte und/oder Werkzeuge bedarf.
[0028] Bei den gezeigten Gestaltungen der Figuren 5 und 6 können die Abrißkanten alternativ
auch direkt am Rand der Mantelfläche ausgebildet sein, wobei die Heißprägefolie nicht
über die Kante hinweg reicht sondern an der Kante der Mantelfläche endet. Dadurch
wird ein besonders filigran und leichtes Erscheinungsbild für die metallische Dekorfläche
suggeriert und die Öffung der Beschickungstür erchein besonders groß. Eine derartige
Erscheinung ist besonders vorteilhaft durch die erfindungsgemäße Gestaltung zu erreichen,
mit herkömmlichen Verfahren kann die Dekorfläche nicht so weit an die Kante herangeführt
werden, ohne daß ein Spalt erscheint oder die Dicke der Materialbahn unvorteilhaft
in Erscheinung tritt.
[0029] Figur 7 zeigt in perspektivischer Darstellung das ringförmige Bauteil 1, das hier
sowohl auf der äußeren Mantelfläche 3 als auch auf der inneren Mantelfläche 4 jeweils
mit einer Materialbahn 60, 61 in Form eines flexiblen Kunststoffstreifens oder Kunststoffprofils
63, 64 belegt ist. Dabei können die Kunststoffprofile 63, 64 wie vorstehend erläutert
beispielsweise mit der gleichen Echtmetall-Folie oder unterschiedlichen bzw. unterschiedlich
wirkenden Folien kaschiert sein. Die Nahtstelle 65 der Materialbahn am Umfang kann
beispielsweise als stumpf aufeinandertreffende Enden der Materialbahn ausgelegt sein.
Insbesondere bei verwendung sehr dünner Heißprägefolien kann die Nahtstelle auch durch
ein gerinfügiges Überlappen der Matrialbahn überbrückt sein. Die Nahtstelle 65 kann
zudem beispielsweise an eine schwer einsehbare Stelle gelegt werden oder als Folientrennung
im Design integriert sein.
[0030] Figur 8 zeigt schließlich schematisch ein bevorzugtes Verfahren zum Aufbringen einer
biegsamen, umlaufenden Materialbahn 50 auf die Mantelfläche 3 des ringförmigen, um
seine Ringachse abrollbaren, Bauteils 1 einer Beschickungstür für eine Haushaltsmaschine
zur Wäschebehandlung. Bei dem Verfahren wird das Bauteil 1 mit seiner Mantelfläche
3 zwischen einer Anpreßrolle 80 und zwei Stützrollen 82 auf einer Materialbahn 50
abgerollt. Die Materialbahn ist vorteilhaft als Heißprägefolie ausgebildet, die auf
einer Trägerfolie 84 als Endlosmaterial zugeführt wird. Durch den Druck der Anpreßrolle
80 und gegebenenfalls Hitzeeinwirkung wird die Heißprägefolie fest mit der Mantelfläche
3 verbunden und im weiteren von der Trägerfolie 84 abgelöst.
[0031] Vorteilhaft sind die Radien 41, 42 an den Kanten der Mantelfläche 3 des ringfömigen
Bauteils 1 so ausgebildet, daß sie Abrißkanten bilden. Dazu sind die Radien 41, 42
vorzugsweise kleiner 0,5 mm, noch bevorzugter 0,2 mm oder kleiner. Damit wird erreicht,
daß die Materialbahn 50 auf der Mantelfläche saubere und exakte Ränder aufweist, auch
wenn die Materialbahn auf der Trägerfolie 84 breiter ausgebildet ist als die Mantelfläche
3. Die Materialbahn 50 wird beim Aufpressen an die Mantelfläche des ringfömigen Bauteils
an den Radien abgeschert und beim Abheben der Mantelfläche 3 nur in der benötigten
Breite von der Trägerfolie 84 abgelöst.
Bezugszeichen
[0032]
- 1
- Bauteil
- 2
- Zentraler Bereich
- 3
- äußere Mantelfläche
- 4
- innere Mantelfläche
- 5
- Materialbahn
- 6
- Oberfläche
- 7
- Dekorfläche
- 8
- Kunststoffprofil
- 10
- Metallfolie
- 12
- Trägermaterial
- 13
- Kunststoffschicht
- 14
- Kaschierung
- 15
- Absatz
- 16
- Kante
- 18
- Kante
- 20
- Bauteil
- 21
- Materialbahn
- 22
- Formelement
- 23
- Formelement
- 23
- Ausnehmung
- 24
- Ausnehmung
- 25
- Formelement
- 26
- Formelement
- 30
- Dekorfläche
- 31
- Metallfolie
- 32
- Steg
- 33
- Materialbahn
- 40
- Heißprägefolie
- 41
- Abrisskante
- 42
- Abrisskante
- 45
- Dekorfläche
- 48
- Abrisskante
- 49
- Abrisskante
- 50
- Heißprägefolie
- 51
- Randbereich
- 52
- Randbereich
- 54
- Fase
- 55
- Radius
- 60
- Materialbahn
- 61
- Materialbahn
- 63
- Kunststoffprofil
- 64
- Kunststoffprofil
- 65
- Nahtstelle
- 80
- Anpreßrolle
- 82
- Stützrolle
- 84
- Trägerfolie
1. Ringförmiges Bauteil (1) einer Beschickungstür für eine Haushaltsmaschine zur Wäschebehandlung,
mit einer umlaufenden äußeren Mantelfläche (3), wobei das ringförmige Bauteil (1)
ein äußerer Umgebungsring für die Beschickungstür ist, dadurch gekennzeichnet, dass mit der äußeren Mantelfläche (3) eine biegsame, um ihren gesamten Umfang umlaufende
Materialbahn (5) verbunden ist, die auf ihrer der äußeren Mantelfläche (3) abgewandten
Oberfläche (6) eine Dekorfläche (7) aufweist, und dass die Materialbahn (5) mit der
äußeren Mantelfläche (3) durch Verkleben oder Verschweißen oder ein Heißprägeverfahren
verbunden ist.
2. Bauteil nach Anspruch 1, bei dem die Dekorfläche (7) von einer Metallfolie (10) gebildet
ist.
3. Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Materialbahn (5) eine
Heißprägefolie (40, 50) ist.
4. Bauteil nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Dekorfläche
(7) zumindest über eine Kante (18) der Materialbahn (5) hinweg reicht.
5. Bauteil nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Mantelfläche
(3) wenigstens eine in Umfangsrichtung umlaufende Abrisskante (41, 42) aufweist.
6. Bauteil nach Anspruch 5, bei dem die Kanten der Mantelfläche (3) Radien aufweisen,
und die Radien so ausgebildet sind, dass sie Abrisskanten (41, 42) bilden.
7. Bauteil nach Anspruch 5, bei dem die Materialbahn (5) eine Heißprägefolie (50) ist
und bei dem die Abrisskante (48, 49) ausgehend von der Mantelfläche (3) radial zum
Zentrum des Bauteils (1) hin versetzt angeordnet ist, so dass die Heißprägefolie (50)
über eine Faser (54) oder einen Radius (55) greift und somit die äußere Mantelfläche
(3) zumindest teilweise umgreift.
8. Bauteil nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Mantelfläche
(3) in axialer Richtung von einem Anschlag (15) zur Anlage der Materialbahn (5) begrenzt
ist.
9. Bauteil nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die Mantelfläche
(3) mit der Unterseite der Materialbahn (60, 61) zusammenwirkende umlaufende Formelemente
(63, 64) zur Positionierung der Materialbahn (60, 61) aufweist.
10. Beschickungstür für eine Haushaltsmaschine zur Wäschebehandlung, mit einem ringförmigen
Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
11. Haushaltsmaschine zur Wäschebehandlung mit einer Beschickungstür nach Anspruch 10.
12. Verfahren zum Aufbringen einer biegsamen, umlaufenden Materialbahn auf die äußere
Mantelfläche (3) eines ringförmigen, um seine Ringachse abrollbaren, Bauteils (1)
einer Beschickungstür für eine Haushaltsmaschine zur Wäschebehandlung, wobei das ringförmige
Bauteil (1) ein äußerer Umgebungsring für die Beschickungstür ist, bei dem das Bauteil
(1) mit seiner äußeren Mantelfläche (3) zwischen einer Anpreßrolle (80) und zwei Stützrollen
(82) auf der Materialbahn (50) abgerollt wird, wobei die Materialbahn (5) auf ihrer
der äußeren Mantelfläche (3) abgewandten Oberfläche (6) eine Dekorfläche (7) aufweist,
und wobei die Materialbahn (50) durch Verschweißen oder Verkleben oder ein Heißprägeverfahren
mit der Mantelfläche (3) verbunden wird.
1. Annular component (1) of a loading door for a household laundry care appliance, having
a circumferential outer lateral surface (3), wherein the annular component (1) is
an outer surround ring for the loading door,
characterised in that a flexible material web (5), which runs around its entire circumference and has a
decorative surface (7) on its surface (6) facing away from the outer lateral surface
(3), is connected to the outer lateral surface (3) and the material web (5) is connected
to the outer lateral surface (3) by adhesion or welding or a hot stamping procedure.
2. Component according to claim 1, wherein the decorative surface (7) is formed by a
metal film (10).
3. Component according to one of the preceding claims, wherein the material web (5) is
a hot stamped film (40, 50).
4. Component according to at least one of the preceding claims, wherein the decorative
surface (7) extends at least beyond one edge (18) of the material web (5).
5. Component according to at least one of the preceding claims, wherein the lateral surface
(3) has at least one tear-off edge (41, 42) running in the circumferential direction.
6. Component according to claim 5, wherein the edges of the lateral surface (3) have
radii and the radii are configured in such a manner that they form tear-off edges
(41, 42).
7. Component according to claim 5, wherein the material web (5) is a hot stamped film
(50) and wherein the tear-off edge (48, 49) is displaced radially from the lateral
surface (3) toward the centre of the component (1) so that the hot stamped film (50)
engages over a bevel (54) or radius (55) and thus at least partially engages around
the outer lateral surface (3).
8. Component according to at least one of the preceding claims, wherein the lateral surface
(3) is delimited in an axial direction by a stop (15) for contact with the material
web (5).
9. Component according to at least one of the preceding claims, wherein the lateral surface
(3) has circumferential shaped elements (63, 64) interacting with the lower face of
the material web (60, 61) for the purpose of positioning the material web (60, 61).
10. Loading door for a household laundry treatment appliance, having an annular component
according to one of claims 1 to 9.
11. Household laundry treatment appliance having a loading door according to claim 10.
12. Method for applying a flexible circumferential material web to the outer lateral surface
(3) of an annular component (1), which can be unrolled about its ring axis, of a loading
door for a household laundry treatment appliance, wherein the annular component (1)
is an outer surround ring for the loading door, the component (1) being unrolled with
its outer lateral surface (3) between a pressure roller (80) and two support rollers
(82) on the material web (50), wherein the material web (5) has a decorative surface
(7) on its surface (6) facing away from the outer lateral surface (3) and wherein
the material web (50) is connected to the lateral surface (3) by welding or adhesion
or a hot stamping procedure.
1. Composant en forme de bague (1) d'une porte de chargement pour un appareil ménager
pour le traitement du linge, comportant une enveloppe externe périphérique (3), le
composant en forme de bague (1) étant une bague extérieure enveloppante pour la porte
de chargement, caractérisé en ce qu'à l'enveloppe externe (3) est reliée une bande de matériau (5) flexible l'entourant
sur l'ensemble de sa périphérie, qui sur sa surface (6) tournée à l'opposé de l'enveloppe
externe (3) comprend une surface à décor (7), et en ce que la bande de matériau (5) est reliée à l'enveloppe externe (3) par collage ou soudage
ou un procédé d'estampage à chaud.
2. Composant selon la revendication 1, dans lequel la surface à décor (7) est constituée
d'une feuille métallique (10).
3. Composant selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la bande de matériau
(5) est une feuille estampée à chaud (40, 50).
4. Composant selon au moins l'une des revendications précédentes, dans lequel la surface
à décor (7) s'étend au moins jusqu'à une arête (18) de la bande de matériau (5).
5. Composant selon au moins l'une des revendications précédentes, dans lequel l'enveloppe
(3) comprend au moins une arête de décollement (41, 42) qui s'étend en direction de
la périphérie.
6. Composant selon la revendication 5, dans lequel les arêtes de l'enveloppe (3) comprennent
des rayons, et les rayons sont constitués de sorte à former des arêtes de décollement
(41, 42).
7. Composant selon la revendication 5, dans lequel la bande de matériau (5) est une feuille
estampée à chaud (50), et dans lequel l'arête de décollement (48, 49) est disposée
de sorte à s'écarter à partir de l'enveloppe (3) radialement par rapport au centre
du composant (1), de sorte que la feuille estampée à chaud (50) soit sertie sur un
fraisage (54) ou un arrondi (55) et enserre ainsi au moins en partie l'enveloppe externe
(3).
8. Composant selon au moins l'une des revendications précédentes, dans lequel l'enveloppe
(3) est délimitée en direction axiale par une butée (15) pour le positionnement de
la bande de matériau (5).
9. Composant selon au moins l'une des revendications précédentes, dans lequel l'enveloppe
(3) comprend un élément de formage (63, 64) périphérique coopérant avec le côté inférieur
de la bande de matériau (60, 61) pour le positionnement de la bande de matériau (60,
61).
10. Porte de chargement pour un appareil ménager pour le traitement du linge, comportant
un composant en forme de bague selon l'une des revendications 1 à 9.
11. Appareil ménager pour le traitement du linge comportant une porte de chargement selon
la revendication 10.
12. Procédé pour la pose d'une bande de matériau flexible périphérique sur l'enveloppe
externe (3) d'un composant en forme de bague (1), qui peut être déroulé autour de
son axe de bague, d'une porte de chargement pour un appareil ménager pour le traitement
du linge, le composant en forme de bague (1) étant une bague extérieure enveloppante
pour la porte de chargement, dans lequel le composant (1) est déroulé avec son enveloppe
externe (3) entre un rouleau de pressage (80) et deux rouleaux de support (82), sur
la bande de matériau (50), la bande de matériau (5) comprenant sur sa surface (6)
tournée à l'opposé de l'enveloppe externe (3), une surface à décor (7), et la bande
de matériau (50) étant reliée à l'enveloppe (3) par soudage ou collage ou un procédé
d'estampage à chaud.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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