| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 839 446 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
30.11.2016 Patentblatt 2016/48 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.02.2013 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2013/053647 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2013/156184 (24.10.2013 Gazette 2013/43) |
|
| (54) |
ISOLIERVERGLASUNG MIT ALARMSCHLEIFE
INSULATING GLASS WITH ALARM LOOP
VITRAGE ISOLANT DOTÉ D'UNE BOUCLE D'ALERTE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
18.04.2012 EP 12164568
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
25.02.2015 Patentblatt 2015/09 |
| (73) |
Patentinhaber: Saint-Gobain Glass France |
|
92400 Courbevoie (FR) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- LISIECKI, Martin
52222 Stolberg (DE)
- SACU, Erol, Ertugrul
52222 Stolberg (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Lendvai, Tomas |
|
Saint-Gobain Sekurit Deutschland GmbH & Co. KG
Patentabteilung
Glasstrasse 1 52134 Herzogenrath 52134 Herzogenrath (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-C1- 19 748 868 GB-A- 533 520
|
DE-U1-202006 020 185 GB-A- 1 283 365
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung umfasst eine Isolierverglasung mit einer Alarmschleife, ein Verfahren
zu deren Herstellung und deren Verwendung.
[0002] Die Wärmeleitfähigkeit von Glas ist etwa um den Faktor 2 bis 3 niedriger als die
von Beton oder ähnlichen Baustoffen. Da Scheiben in den meisten Fällen jedoch deutlich
dünner als vergleichbare Elemente aus Stein oder Beton ausgelegt sind, verlieren Gebäude
dennoch häufig den größten Wärmeanteil über die Außenverglasung. Besonders deutlich
wird dieser Effekt bei Hochhäusern mit teilweisen oder kompletten Glasfassaden. Die
notwendigen Mehrkosten für Heizung und Klimaanlagen machen einen nicht zu unterschätzenden
Teil der Unterhaltungskosten eines Gebäudes aus. Zudem werden im Zuge strengerer Bauvorschriften
niedrigere Kohlendioxid Emissionen gefordert. Ein wichtiger Lösungsansatz hierfür
sind Isolierverglasungen. Isolierverglasungen sind vor allem im Zuge immer schneller
steigender Rohstoffpreise und strengeren Umweltschutzauflagen nicht mehr aus dem Gebäudebau
wegzudenken. Isolierverglasungen machen daher einen zunehmend größeren Teil der nach
außen gerichteten Verglasungen aus. Isolierverglasungen enthalten in der Regel mindestens
zwei Scheiben aus Glas oder polymeren Materialien. Die Scheiben sind über einen vom
Abstandshalter (Spacer) definierten Gas- oder Vakuumraum voneinander getrennt. Das
Wärmedämmvermögen von Isolierglas ist deutlich höher als Einfachglas und kann in Dreifachverglasungen
oder mit speziellen Beschichtungen noch weiter gesteigert und verbessert werden. So
ermöglichen beispielsweise silberhaltige Beschichtungen eine verringerte Transmission
von infraroter Strahlung und senken so die Aufheizung eines Gebäudes im Sommer. Neben
der wichtigen Eigenschaft der Wärmeisolierung spielen im Bereich der Gebäudeverglasung
zunehmend auch optische und ästhetische Merkmale eine wichtige Rolle.
[0003] Insbesondere bei Gebäuden mit einer großflächigen Glasaußenfassade spielt die Isolierwirkung
nicht nur aus Kostengründen eine wichtige Rolle. Da die Wärmedämmung von dem in der
Regel im Vergleich zum Mauerwerk sehr dünnem Glas schlechter ist, sind Verbesserungen
in diesem Bereich notwendig.
[0004] Im Zuge steigender Kriminalitätszahlen, insbesondere im Bereich Wohnungseinbrüche,
kommen zunehmend auch weitere Funktionsprofile zur Außenverglasung hinzu. Neben einer
verstärkten passiven Einbruchsicherung ist auch die Alarmierung bei einem Einbruchsversuch
wichtig.
[0005] Grundsätzlich erhöht jede zusätzliche Komponente die Komplexität einer Isolierverglasung.
Insbesondere alle von innerhalb der Verglasung in den äußeren Bereich der Isolierverglasung
führenden Komponenten verschlechtern im Regelfall die Isolationswirkung der Verglasung.
Vor allem die notwendigen Verbindungsstellen können ein Eindringen von Feuchtigkeit
in die Isolierverglasung bewirken. Zudem kann das innerhalb der Isolierverglasung
befindliche Inertgas, beispielsweise Stickstoff oder Argon, leicht entweichen. Neben
einer Verschlechterung der Isolationswirkung werden häufig auch die optische Transparenz
und der Gesamteindruck der Isolierverglasung verschlechtert. Zudem kann eindringende
Feuchtigkeit die Funktion einer Alarmschleife, beispielsweise durch Korrosion, nachhaltig
beeinträchtigen. Die Alarmschleife umfasst in der Regel einen elektrisch leitfähigen
Druck oder Draht. Die Alarmschleife erhält im aktivierten Zustand einen kontinuierlichen
Ruhestrom, welcher bei Bruch der Scheibe unterbrochen wird. Eine eventuell eindringende
Feuchtigkeit kann Kurzschlüsse und somit Fehlalarme erzeugen.
[0006] DE 40 24 697 A1 offenbart ein wasserdichtes Mehrscheiben-Isolierglas umfassend mindestens zwei Glasscheiben
und einen Profilabstandshalter. Die Abdichtung erfolgt über Polyvinylidenchlorid-Folien
oder Beschichtungen auf dem Abstandshalter. Zusätzlich kann die Randverklebung mithilfe
einer Polyvinylidenchlorid-haltigen Lösung erfolgen.
[0007] EP 0 852 280 A1 offenbart einen Abstandshalter für Mehrscheiben-Isolierverglasungen. Der Abstandshalter
umfasst eine Metall-Folie an der Verklebungsfläche und einen Glasfaseranteil im Kunststoff
des Grundkörpers.
[0008] DE 196 25 845 A1 offenbart eine Isolierglaseinheit mit einem Abstandshalter aus thermoplastischen
Olefinen. Der Abstandshalter weist eine Wasserdampfdurchlässigkeit von kleiner 1 g
mm/mm
2 - d sowie eine hohe Zugfestigkeit und Shore-Härte auf. Des Weiteren umfasst der Abstandshalter
eine gasdichte Folie als Wasserdampfsperre.
[0009] DE 10 2007 003 749 A1 offenbart einen Glasbruchmelder für Mehrscheibenisolierglas. Der Glasbruchmelder
besteht aus einem mit einem Lesegerät berührungslos gekoppelten Detektierplättchen.
Das Detektierplättchen umfasst einen Chip, eine mit dem Chip verbundene Alarmschleife,
eine Chipantenne und eine Leseantenne. Die Chipantenne und der Chip sind im oder am
Randverbund des Mehrscheibenisolierglases angebracht.
[0010] DE 20 2006 020 185 U1 offenbart eine Isolierglaseinheit in Form einer Alarmglasscheibe. Die Alarmglasscheibe
umfasst eine vorgespannte Scheibe, welche im Randbereich eine elektrisch leitende
Struktur umfasst. Die Anschlusspunkte der leitenden Struktur liegen im Randbereich
der Isolierverglasung, außerhalb des isolierenden Bereichs. Der Randbereich wird bevorzugt
mit Polysulfid abgedichtet.
[0011] DE 197 48 868 offenbart eine Isolierverglasung mit Alarmschleife nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Isolierverglasung, sowie eine Verwendung
als einbruchssichere Verglasung.
[0012] Die Erfindung hat die Aufgabe eine Isolierverglasung bereitzustellen, welche eine
sichere und langzeitstabile Kontaktierung einer Alarmschleife ermöglicht. Die Alarmschleife
muss sowohl gegenüber Feuchtigkeit abgeschirmt sein als auch eine ausreichend hohe
elektrische Isolierung aufweisen.
[0013] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird erfindungsgemäß durch eine Isolierverglasung
gemäß dem unabhängigen Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungen gehen aus den Unteransprüchen
hervor.
[0014] Ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Isolierverglasung und deren Verwendung
gehen aus weiteren unabhängigen Ansprüchen hervor.
[0015] Die Isolierverglasung mit Alarmschleife umfasst mindestens einen Abstandshalter zwischen
einer ersten vorgespannten oder teilvorgespannten Scheibe und einer zweiten Scheibe.
Der zwischen der ersten vorgespannten oder teilvorgespannten Scheibe, dem Abstandshalter
und der zweiten Scheibe befindliche äußere Zwischenraum ist mit einem organischen
Polysulfid, bevorzugt über Schwefel-Schwefelbrücken verbundenen Kohlenwasserstoffen,
gefüllt. Der Abstandshalter enthält bevorzugt ein Trockenmittel, bevorzugt Kieselgele,
Molekularsiebe, CaCl
2, Na
2SO
4, Aktivkohle, Silikate, Bentonite, Zeolithe und/oder Gemische davon. Das Trockenmittel
ist bevorzugt in einen porösen Teil des Abstandshalters eingearbeitet. Das Trockenmittel
wird bevorzugt mit dem Abstandshalter coextrudiert. Die Verglasungsinnenraumfläche
des Abstandshalters weist bevorzugt Öffnungen auf, welche eine Aufnahme der Luftfeuchtigkeit
durch das im Abstandshalter eingearbeitete Trockenmittel erlauben.
[0016] Auf der ersten vorgespannten oder teilvorgespannten Scheibe ist eine elektrisch leitende
Alarmschleife aufgebracht. In dem äußeren Zwischenraum sind auf der ersten vorgespannten
oder teilvorgespannten Scheibe eine erste elektrische Kontaktierungsfläche und eine
zweite elektrische Kontaktierungsfläche aufgebracht. Die erste elektrische Kontaktierungsfläche
und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche sind mit der Alarmschleife verbunden.
Die erste elektrische Kontaktierungsfläche und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche
werden bevorzugt gleichzeitig mit der Alarmschleife gedruckt. Die Alarmschleife verläuft
bevorzugt im Bereich des Scheibenrahmens außerhalb des direkten Sichtfeldes. Die Alarmschleife
kann bevorzugt wellenförmig, zickzack- oder mäanderförmig ausgebildet sein.
[0017] Die erste elektrische Kontaktierungsfläche ist über ein erstes Kabelendstück und
die zweite elektrische Kontaktierungsfläche über ein zweites Kabelendstück mit einem
Stromverbindungskabel verbunden. Die erste elektrische Kontaktierungsfläche und das
erste Kabelendstück sowie die zweite elektrische Kontaktierungsfläche und das zweite
Kabelendstück sind von Polyisobutylen (PIB) in einer Schichtdicke von mindestens 1
mm ummantelt. Das Polyisobutylen ist bevorzugt elektrisch nichtleitend, d.h. es enthält
keine elektrisch leitfähigen Beimischungen. Die Ummantelung mit Polyisobutylen (PIB)
erhöht die Isolation der Verbindungsfläche zwischen Kabelendstück und Kontaktierungsfläche.
Die Ummantelung aus Polyisobutylen ist im äußeren Zwischenraum in dem organischen
Polysulfid eingebettet und ermöglicht somit eine "doppelte" Isolierung des Kabelendstücks
und der Kontaktierungsfläche. Die Isolierung beträgt bevorzugt mindestens
10 MΩ [MegaOhm].
[0018] Die Alarmschleife umfasst bevorzugt eine elektrisch leitfähige Druckpaste, besonders
bevorzugt eine elektrisch leitfähige Silberpaste. Die elektrisch leitfähige Silberpaste
enthält bevorzugt mindestens 80 Gew. % Silber. Die elektrisch leitfähige Silberpaste
wird bevorzugt über einen Vorspannprozess der ersten Scheibe eingebrannt.
[0019] Der äußere Zwischenraum (Falsraum) weist bevorzugt von der Kante der ersten Scheibe
(1) eine maximale Tiefe von 3 cm von der Scheibenkante bis zum Platzhalter auf. Der
äußere Zwischenraum weist bevorzugt eine Tiefe von mindestens 6 mm auf.
[0020] Der Abstandshalter enthält bevorzugt ein Trockenmittel, besonders bevorzugt Kieselgele,
Molekularsiebe, CaCl
2, Na
2SO
4, Aktivkohle, Silikate, Bentonite, Zeolithe und/oder Gemische davon.
[0021] Der Abstandshalter enthält bevorzugt Polyethylen (PE), Polycarbonate (PC), Polypropylen
(PP), Polystyrol, Polybutadien, Polynitrile, Polyester, Polyurethane, Polymethylmetacrylate,
Polyacrylate, Polyamide, Polyethylenterephthalat (PET), Polybutylenterephthalat (PBT),
bevorzugt Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Acrylester-Styrol-Acrylnitril (ASA),
Acrylnitril-Butadien-Styrol - Polycarbonat (ABS/PC), Styrol-Acrylnitril (SAN), PET/PC,
PBT/PC und/oder Copolymere oder Gemische davon.
[0022] Die erste elektrische Kontaktierungsfläche und das erste Kabelendstück sowie die
zweite elektrische Kontaktierungsfläche und das zweite Kabelendstück umfassen bevorzugt
einen Lotkontakt. Der Lotkontakt umfasst bevorzugt Zinn, Silber, Kupfer, Zink, Bismut
und/oder Legierungen oder Gemische davon.
[0023] Die Alarmschleife ist vollständig innerhalb des äußeren Zwischenraums mit Polyisobutylen
(PIB) ummantelt. Die vollständige Ummantelung der Alarmschleife senkt deutlich das
Kurzschlussrisiko.
[0024] Das erste Kabelendstück und/oder das zweites Kabelendstück umfassen bevorzugt Kupfer,
Eisen, Silber, Gold, Wolfram und/oder elektrisch leitfähige Polymere.
[0025] Die erste Scheibe und die zweite Scheibe sind bevorzugt (thermisch) vorgespannt oder
teilvorgespannt. Die thermische Vorspannung bewirkt einen großflächigen Bruch der
Scheibe und somit eine Unterbrechung des Ruhestroms der Alarmschleife auf der ersten
vorgespannten oder teilvorgespannten Scheibe. Die Alarmschleife wird bei einer vorgespannten
Scheibe auch unterbrochen, wenn nur ein Teil oder ein entfernter Teil der Scheibe
beschädigt wird.
[0026] Die Erfindung umfasst des Weiteren ein Verfahren zur Herstellung einer Isolierverglasung.
In einem ersten Schritt wird eine Alarmschleife mit einer ersten elektrischen Kontaktierungsfläche
und einer zweiten elektrischen Kontaktierungsfläche auf eine erste Scheibe aufgetragen.
Die Alarmschleife wird bevorzugt in Form einer elektrisch leitfähigen Paste (bevorzugt
silberhaltig) aufgetragen. In dem folgenden Schritt wird die erste Scheibe mit der
Alarmschleife vorgespannt. Die hohen Temperaturen des Vorspannprozesses bewirken das
Einbrennen und Fixieren der elektrisch leitfähigen Paste und somit der Alarmschleife.
Anschließend wird ein Abstandshalter umlaufend auf dem Rand der ersten Scheibe angeordnet.
Die erste elektrische Kontaktierungsfläche und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche
sind dabei außerhalb eines von dem Abstandshalter umlaufend gebildeten Innenraums
angeordnet. Im darauffolgenden Schritt wird mithilfe eines Klebers, beispielsweise
Polyisobutylen eine zweite Scheibe auf dem Abstandshalter angeordnet und fixiert.
Im Bereich der elektrisch leitfähigen Paste wird bevorzugt elektrisch nicht leitendes
Polyisobutylen aufgebracht. Die Anordnung bildet einen äußeren Zwischenraum zwischen
der ersten Scheibe, dem Abstandshalter und der zweiten Scheibe.
[0027] In einem nächsten Schritt wird die erste elektrische Kontaktierungsfläche mit einem
ersten Kabelendstück und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche mit einem zweiten
Kabelendstück eines Stromverbindungskabels über ein Lot verbunden. Die erste elektrische
Kontaktierungsfläche und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche sowie bevorzugt
alle elektrisch leitenden Elemente der elektrisch leitfähigen Paste werden anschließend
zusammen mit den entsprechenden Kabelendstücken mit einem Polyisobutylen ummantelt.
In einem abschließenden Schritt wird der äußere Zwischenraum zwischen der ersten Scheibe,
dem Abstandshalter und der zweiten Scheibe mit einem organischen Polysulfid abgedichtet.
[0028] Die Alarmschleife, die erste elektrische Kontaktierungsfläche und/oder die zweite
elektrische Kontaktierungsfläche werden bevorzugt mit einem Ink-Jet-Druck, Transferdruck
oder Siebdruck aufgetragen.
[0029] Die Alarmschleife wird vollständig innerhalb des äußeren Zwischenraums mit Polyisobutylen
ummantelt. Die erste elektrische Kontaktierungsfläche (4a) und das erste Kabelendstück
(6a) sowie die zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) und das zweite Kabelendstück
(6b) sind ebenfalls mit Polyisobutylen ummantelt. Die vollständige Ummantelung der
elektrisch leitenden Teile erhöht deutlich die elektrische Isolation. Die Isolierung
beträgt bevorzugt mindestens 10 MΩ, [MegaOhm].
[0030] Die Erfindung umfasst des Weiteren die Verwendung der Isolierverglasung als einbruchsichere
Verglasung.
[0031] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnung
ist eine rein schematische Darstellung und nicht maßstabsgetreu. Sie schränkt die
Erfindung in keiner Weise ein. Die Zeichnung zeigt in:
Figur 1 einen Querschnitt der erfindungsgemäßen Isolierverglasung,
Figur 2 einen weiterem Querschnitt der erfindungsgemäßen Isolierverglasung,
Figur 3 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäßen Isolierverglasung,
Figur 4 eine Draufsicht einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Isolierverglasung,
Figur 5 einen Ausschnitt der erfindungsgemäßen Kontaktierungsfläche und
Figur 6 ein Fliesschema des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0032] Figur 1 zeigt einen Querschnitt der erfindungsgemäßen Isolierverglasung aus einer
ersten vorgespannten oder teilvorgespannten Scheibe (1) und einer zweiten Scheibe
(2). Die Verbindung der beiden Scheiben (1, 2) erfolgt über einen umlaufenden Abstandshalter
(3) (Spacer). Die erste vorgespannte oder teilvorgespannten Scheibe (1), der Abstandshalter
(3) und die zweite Scheibe (2) bilden einen äußeren Zwischenraum (8). In dem äußeren
Zwischenraum (8) ist auf der ersten vorgespannten oder teilvorgespannten Scheibe (1)
eine erste elektrische Kontaktierungsfläche (4a) aufgebracht. Die erste elektrische
Kontaktierungsfläche (4a) ist über ein nicht gezeigtes erstes Kabelendstück (6a) mit
einem Stromverbindungskabel (6) verbunden. Die erste elektrische Kontaktierungsfläche
(4a) und das erste Kabelendstück (6a) sind von Polyisobutylen (5) (PIB) in einer Schichtdicke
von mindestens 1 mm ummantelt. Der Silberdruck der Alarmschleife ist bis zum Abstandhalter
mit nicht leitenden Polyisobutylen (5) abgedeckt. Alle leitenden Teile in dem äußeren
Zwischenraum der Isolierglaseinheit sind mit elektrisch nicht leitenden PIB (5) abgedeckt.
Der äußere Zwischenraum (8) ist mit organischem Polysulfid (nicht dargestellt) ummantelt.
Das organische Polysulfid kann noch weitere Dichtmittel wie silanmodifizierte Polymere,
Silikone, RTV (raumtemperturvernetzenden)-Silikonkautschuk, HTV-(hochtemperturvernetzenden)
Silikonkautschuk, peroxidischvernetzten-Silikonkautschuk und/oder additionsvernetzten-Silikonkautschuk,
Polyurethane, Buthylkautschuk, Polyacrylate und/oder Gemische oder Copolymere davon
enthalten.
[0033] Figur 2 zeigt einen weiteren Querschnitt der erfindungsgemäßen Isolierverglasung
in einer dreidimensionalen Ansicht. Der Grundaufbau entspricht dem in Figur 1 beschriebenen.
Zusätzlich zeigt Figur 2 noch die für die vollständige elektrische Kontaktierung notwendige
zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b). Die erste elektrische Kontaktierungsfläche
(4a) und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) sind mit einer im Ansatz
gezeigten Alarmschleife (7) verbunden.
[0034] Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Isolierverglasung. Auf der
ersten vorgespannten oder teilvorgespannten Scheibe (1) ist in dem äußeren Zwischenraum
(8) eine mit Polyisobutylen (5) ummantelte erste elektrische Kontaktierungsfläche
(4a) und zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) aufgebracht. Die erste elektrische
Kontaktierungsfläche (4a) und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) sind
über ein ersten Kabelendstück (6a), zweites Kabelendstück (6b) sowie Stromverbindungskabel
(6) mit einer nicht gezeigten Stromquelle verbunden. Die Alarmschleife (7) verläuft
ausgehend von der ersten elektrischen Kontaktierungsfläche (4a) und der zweiten elektrischen
Kontaktierungsfläche (4b) von dem äußeren Zwischenraum (8) in einen inneren Zwischenraum
(9). Der innere Zwischenraum (9) wird von dem angedeuteten (umlaufenden) Abstandshalter
(3) gebildet. Die Alarmschleife (7) verläuft teilweise außerhalb eines bevorzugt opak
gefärbten Randbereichs (11). Die Alarmschleife (7) ist innerhalb der erfindungsgemäßen
Isolierverglasung teilweise sichtbar. Die Alarmschleife (7) kann alternativ auch zickzack-,
wellen- oder mäanderförmig verlaufen.
[0035] Figur 4 zeigt eine Draufsicht einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Isolierverglasung. Der Aufbau entspricht dem in Figur 3 beschriebenen Aufbau. Die
Alarmschleife (7) verläuft vollständig innerhalb des bevorzugt opak gefärbten Randbereichs
(11). Die Alarmschleife (7) ist innerhalb der erfindungsgemäßen Isolierverglasung
nicht sichtbar.
[0036] Figur 5 zeigt einen Ausschnitt der erfindungsgemäßen Kontaktierungsfläche. Die erste
elektrische Kontaktierungsfläche (4a) ist über ein Lot (10) mit dem ersten Kabelendstück
(6a) verbunden. Die gesamte Anordnung aus erster elektrischen Kontaktierungsfläche
(4a), Lot (10) und dem ersten Kabelendstück (6a) ist von Polyisobutylen (5) ummantelt.
Die nicht gezeigte Anordnung aus zweiter elektrischer Kontaktierungsfläche (4b), Lot
(10) und dem zweiten Kabelendstück (6b) ist bevorzugt analog aufgebaut.
[0037] Figur 6 zeigt ein Fliesschema des erfindungsgemäßen Verfahrens. In einem ersten Schritt
wird eine Alarmschleife (7) mit einer ersten elektrischen Kontaktierungsfläche (4a)
und einer zweiten elektrischen Kontaktierungsfläche (4b) auf einer ersten Scheibe
(1) aufgetragen. Die Alarmschleife (7) wird bevorzugt in Form einer elektrisch leitfähigen,
silberhaltigen Paste aufgetragen. In dem folgenden Schritt wird die erste Scheibe
(1) mit der Alarmschleife vorgespannt oder teilvorgespannt. Der Vorspannprozess erfolgt
bevorzugt durch eine Erwärmung der ersten Scheibe (1) auf 480 °C bis 650 °C und einen
anschließenden schnellen Abkühlprozess. Der Abkühlprozess wird bevorzugt durch entsprechende
Luftdüsen ermöglicht. Anschließend wird ein Abstandshalter (3) umlaufend auf dem Rand
der ersten Scheibe angeordnet. Die erste elektrische Kontaktierungsfläche (4a) und
die zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) sind dabei außerhalb eines von dem
Abstandshalter (3) umlaufend gebildeten Innenraums (9) angeordnet. Im darauffolgenden
Schritt wird mithilfe eines Klebers, beispielsweise Polyisobutylen, eine zweite Scheibe
(2) auf dem Abstandshalter (3) angeordnet und fixiert. Im Bereich der Kontaktdurchführung
durch den Abstandshalter (3) werden bevorzugt alle elektrischen Komponenten mit Polyisobutylen
ummantelt. Die Anordnung bildet einen äußeren Zwischenraum (8) zwischen der ersten
Scheibe (1), dem Abstandshalter (3) und der zweiten Scheibe (2). In einem nächsten
Schritt werden die erste elektrische Kontaktierungsfläche (4a) mit einem ersten Kabelendstück
(6a) und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) mit einem zweiten Kabelendstück
(6b) eines Stromverbindungskabels (6) über ein Lot (10) verbunden. Die erste elektrische
Kontaktierungsfläche (4a) und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) werden
anschließend zusammen mit den entsprechenden Kabelendstücken (6a, 6b) mit einem Polyisobutylen
(5) ummantelt. Auch die im äußeren Zwischenraum befindlichen Teile der Alarmschleife
werden mit Polyisobutylen ummamntelt.
[0038] In einem abschließenden Schritt wird der äußere Zwischenraum (8) zwischen der ersten
vorgespannten oder teilvorgespannten Scheibe (1), dem Abstandshalter (3) und der zweiten
Scheibe (2) mit einem organischen Polysulfid abgedichtet.
[0039] Es werden alle elektrisch leitenden Teile oder Komponenten im äußeren Zwischenraum
(8) mit elektrisch nicht leitenden Polyisobutylen (5) ummantelt. Das Polyisobutylen
weist bevorzugt einen spezifischen Widerstand von größer 10
10 Ωm (Ohm * Meter).
Bezugszeichenliste
[0040]
(1) erste vorgespannte oder teilvorgespannte Scheibe
(2) zweite Scheibe
(3) Abstandshalter
(4a) erste elektrische Kontaktierungsfläche
(4b) zweite elektrische Kontaktierungsfläche
(5) Polyisobutylen
(6) Stromverbindungskabel
(6a) erstes Kabelendstück
(6b) zweites Kabelendstück
(7) Alarmschleife
(8) äußerer Zwischenraum
(9) innerer Zwischenraum
(10) Lot
(11) opak gefärbter Randbereich
1. Isolierverglasung mit Alarmschleife mindestens umfassend:
einen Abstandshalter (3) zwischen einer ersten vorgespannten oder teilvorgespannten
Scheibe (1) und einer zweiten Scheibe (2), einen mit organischem Polysulfid gefüllten
äußeren Zwischenraum (8) zwischen der ersten vorgespannten oder teilvorgespannten
Scheibe (1), dem Abstandshalter (3) und der zweiten Scheibe (2), eine auf der ersten
vorgespannten oder teilvorgespannten Scheibe (1) aufgebrachte Alarmschleife (7), eine
in dem äußeren Zwischenraum (8) auf der ersten vorgespannten oder teilvorgespannten
Scheibe (1) aufgebrachte erste elektrische Kontaktierungsfläche (4a) und eine zweite
elektrische Kontaktierungsfläche (4b), wobei
a. die erste elektrische Kontaktierungsfläche (4a) und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche
(4b) über die Alarmschleife (7) verbunden sind,
b. die erste elektrische Kontaktierungsfläche (4a) über ein erstes Kabelendstück (6a)
und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) über ein zweites Kabelendstück
(6b) mit einem Stromverbindungskabel (6) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
c. die erste elektrische Kontaktierungsfläche (4a) und das erste Kabelendstück (6a)
sowie die zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) und das zweite Kabelendstück
(6b) von Polyisobutylen (PIB) in einer Schichtdicke von mindestens 1 mm ummantelt
sind und
d. die Alarmschleife (7), die erste elektrische Kontaktierungsfläche (4a) und das
erste Kabelendstück (6a) sowie die zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) und
das zweite Kabelendstück (6b) innerhalb des äußeren Zwischenraums (8) mit Polyisobutylen
(PIB) ummantelt sind.
2. Isolierverglasung nach Anspruch 1, wobei die Alarmschleife (7) eine elektrisch leitfähige
Druckpaste, bevorzugt eine elektrisch leitfähige Silberpaste umfasst.
3. Isolierverglasung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der äußere Zwischenraum (8) von der
Kante der ersten vorgespannten oder teilvorgespannten Scheibe (1) bis zum Abstandshalter
(3) eine maximale Tiefe von 3 cm aufweist.
4. Isolierverglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der äußere Zwischenraum
(8) von der Kante der ersten vorgespannten oder teilvorgespannten Scheibe (1) bis
zum Abstandshalter (3) eine Tiefe von mindestens 6 mm aufweist.
5. Isolierverglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Abstandshalter (3) ein
Trockenmittel, bevorzugt Kieselgele, Molekularsiebe, CaCl2, Na2SO4, Aktivkohle, Silikate, Bentonite, Zeolithe und/oder Gemische davon enthält.
6. Isolierverglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Abstandshalter (3) Polyethylen
(PE), Polycarbonate (PC), Polypropylen (PP), Polystyrol, Polybutadien, Polynitrile,
Polyester, Polyurethane, Polymethylmetacrylate, Polyacrylate, Polyamide, Polyethylenterephthalat
(PET), Polybutylenterephthalat (PBT), bevorzugt Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS),
Acrylester-Styrol-Acrylnitril (ASA), Acrylnitril-Butadien-Styrol - Polycarbonat (ABS/PC),
Styrol-Acrylnitril (SAN), PET/PC, PBT/PC und/oder Copolymere oder Gemische davon enthält.
7. Isolierverglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die erste elektrische Kontaktierungsfläche
(4a) und das erste Kabelendstück (6a) sowie die zweite elektrische Kontaktierungsfläche
(4b) und das zweite Kabelendstück (6b) einen Lotkontakt (10) umfassen.
8. Isolierverglasung nach Anspruch 7, wobei der Lotkontakt (10) Zinn, Silber, Kupfer,
Zink, Bismut und/oder Legierungen oder Gemische davon enthält.
9. Isolierverglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das erste Kabelendstück
(6a) und/oder das zweite Kabelendstück (6b) Kupfer, Eisen, Silber, Gold, Wolfram und/oder
elektrisch leitfähige Polymere umfassen.
10. Isolierverglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die zweite Scheibe (2) vorgespannt
oder teilvorgespannt ist.
11. Verfahren zur Herstellung einer Isolierverglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
wobei
a. eine Alarmschleife (7) mit einer ersten elektrischen Kontaktierungsfläche (4a)
und eine zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) auf eine erste Scheibe (1) aufgetragen
werden,
b. die erste Scheibe (1) mit der Alarmschleife (7) vorgespannt oder teilvorgespannt
wird,
c. ein Abstandshalter (3) umlaufend auf dem Rand der ersten Scheibe (1) angeordnet
wird, wobei die erste elektrische Kontaktierungsfläche (4a) und die zweite elektrische
Kontaktierungsfläche (4b) sich außerhalb eines von dem Abstandshalter (3) umlaufend
gebildeten Innenraums (9) befinden, eine zweite Scheibe (2) auf dem Abstandshalter
(3) angeordnet und fixiert wird und ein äußerer Zwischenraum (8) zwischen der ersten
Scheibe (1), dem Abstandshalter (3) und der zweiten Scheibe (2) gebildet wird,
d. die erste elektrische Kontaktierungsfläche (4a) mit einem ersten Kabelendstück
(6a) und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) mit einem zweiten Kabelendstück
(6b) eines Stromverbindungskabels (6) über ein Lot (10) verbunden werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
e. die erste elektrische Kontaktierungsfläche (4a) und die zweite elektrische Kontaktierungsfläche
(4b) mit einem Polyisobutylen ummantelt werden und der äußere Zwischenraum (8) zwischen
der ersten Scheibe (1), dem Abstandshalter (3) und der zweiten Scheibe (2) mit einem
organischen Polysulfid abgedichtet wird, und
f. die Alarmschleife (7) vollständig innerhalb des äußeren Zwischenraums mit Polyisobutylen
ummantelt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Alarmschleife (7), die erste elektrische Kontaktierungsfläche
(4a) und/oder die zweite elektrische Kontaktierungsfläche (4b) mit einem Ink-Jet-Druck,
Transferdruck oder Siebdruck aufgetragen werden.
13. Verwendung der Isolierverglasung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 als einbruchsichere
Verglasung.
1. Insulating glazing unit with an alarm loop comprising at least:
a spacer (3) between a first prestressed or partially prestressed pane (1) and a second
pane (2), an outer gap (8) filled with an organic polysulfide between the first prestressed
or partially prestressed pane (1), the spacer (3), and the second pane (2), an alarm
loop (7) applied on the first prestressed or partially prestressed pane (1), a first
electric contacting surface (4a) applied on the first prestressed or partially prestressed
pane (1) in the outer gap (8) and a second electric contacting surface (4b), wherein
a. the first electric contacting surface (4a) and the second electric contacting surface
(4b) are connected via the alarm loop (7),
b. the first electric contacting surface (4a) is connected via a first cable end piece
(6a), and the second electric contacting surface (4b) is connected via a second cable
end piece (6b) to a power connecting cable (6),
characterized in that
c. the first electric contacting surface (4a) and the first cable end piece (6a) as
well as the second electric contacting surface (4b) and the second cable end piece
(6b) are sheathed by polyisobutylene (PIB) with a layer thickness of at least 1 mm,
and
d. the alarm loop (7), the first electric contacting surface (4a), and the first cable
end piece (6a) as well as the second electric contacting surface (4b) and the second
cable end piece (6b) are sheathed with polyisobutylene (PIB) within the outer gap
(8).
2. Insulating glazing unit according to claim 1, wherein the alarm loop (7) includes
an electrically conductive printing paste, preferably an electrically conductive silver
paste.
3. Insulating glazing unit according to claim 1 or 2, wherein the outer gap (8) from
the edge of the first prestressed or partially prestressed pane (1) all the way to
the spacer (3) has a maximum depth of 3 cm.
4. Insulating glazing unit according to one of claims 1 through 3, wherein the outer
gap (8) from the edge of the first prestressed or partially prestressed pane (1) all
the way to the spacer (3) has a depth of at least 6 mm.
5. Insulating glazing unit according to one of claims 1 through 4, wherein the spacer
(3) contains a desiccant, preferably silica gels, molecular sieves, CaCL;, Na2SO4, active carbon, silicates, bentonites, zeolites, and/or mixtures thereof.
6. Insulating glazing unit according to one of claims 1 through 5, wherein der spacer
(3) contains polyethylene (PE), polycarbonates (PC), polypropylene (PP), polystyrene,
polybutadiene, polynitriles, polyesters, polyurethanes, polymethyl methacrylates,
polyacrylates, polyamides, polyethylene terephthalate (PET), polybutylene terephthalate
(PBT), preferably acrylonitrile butadiene styrene (ABS), acrylonitrile-styrene-acrylester
(ASA), acrylonitrile butadiene styrene - polycarbonate (ABS/PC), styrene-acrylonitrile
(SAN), PET/PC, PBT/PC, and/or copolymers or mixtures thereof.
7. Insulating glazing unit according to one of claims 1 through 6, wherein the first
electric contacting surface (4a) and the first cable end piece (6a) as well as the
second electric contacting surface (4b) and the second cable end piece (6b) include
a soldering contact (10).
8. Insulating glazing unit according to claim 7, wherein the soldering contact (10) contains
tin, silver, copper, zinc, bismuth, and/or alloys or mixtures thereof.
9. Insulating glazing unit according to one of claims 1 through 8, wherein the first
cable end piece (6a) and/or the second cable end piece (6b) include copper, iron,
silver, gold, tungsten, and/or electrically conductive polymers.
10. Insulating glazing unit according to one of claims 1 through 9, wherein the second
pane (2) is prestressed or partially prestressed.
11. Method for producing an insulating glazing unit according to one of claims 1 through
10, wherein
a. an alarm loop (7) with a first electric contacting surface (4a) and and a second
electric contacting surface (4b) are applied on a first pane (1),
b. the first pane (1) with the alarm loop (7) is prestressed or partially prestressed,
c. a spacer (3) is arranged circumferentially on the edge of the first pane (1), wherein
the first electric contacting surface (4a) and the second electric contacting surface
(4b) are situated outside an interior space (9) formed circumferentially by the spacer
(3); a second pane (2) is arranged and fixed on the spacer (3); and an outer gap (8)
is formed between the first pane (1), the spacer (3), and the second pane (2),
d. the first electric contacting surface (4a) is connected to a first cable end piece
(6a), and the second electric contacting surface (4b) is connected to a second cable
end piece (6b) of a power connecting cable (6) via a solder (10),
characterized in that
e. the first electric contacting surface (4a) and the second electric contacting surface
(4b) are sheathed with a polyisobutylene; and the outer gap (8) between the first
pane (1), the spacer (3), and the second pane (2) is sealed with an organic polysulfide,
and
f. the alarm loop (7) is completely sheathed with polyisobutylene within the outer
gap.
12. Method according to claim 11, wherein the alarm loop (7), the first electric contacting
surface (4a), and/or the second electric contacting surface (4b) are applied by inkjet
printing, transfer printing, or screen printing.
13. Use of the insulating glazing unit according to one of claims 1 through 10 as a burglar-proof
glazing unit.
1. Vitrage isolant avec boucle d'alarme comportant au moins :
une entretoise (3) entre une première vitre précontrainte ou partiellement précontrainte
(1) et une seconde vitre (2), un espace intermédiaire extérieur (8) rempli de polysulfure
organique entre la première vitre précontrainte ou partiellement précontrainte (1),
l'entretoise (3) et la seconde vitre (2), une boucle d'alarme (7) appliquée sur la
première vitre précontrainte ou partiellement précontrainte (1), une première surface
de contact électrique (4a) appliquée dans l'espace intermédiaire extérieur (8) sur
la première vitre précontrainte ou partiellement précontrainte (1) et une seconde
surface de contact électrique (4b), dans lequel
a. la première surface de contact électrique (4a) et la seconde surface de contact
électrique (4b) sont reliées par la boucle d'alarme (7) ;
b. la première surface de contact électrique (4a) est reliée à un câble de raccordement
électrique (6) par un premier embout de câble (6a) et la seconde surface de contact
électrique (4b) est reliée au câble de raccordement électrique (6) par un second embout
de câble (6b) ;
caractérisé par le fait que
c. la première surface de contact électrique (4a) et le premier embout de câble (6a)
ainsi que la seconde surface de contact électrique (4b) et le second embout de câble
(6b) sont revêtus de polyisobutylène (PIB) avec une épaisseur de couche d'au moins
1 mm ; et
d. la boucle d'alarme (7), la première surface de contact électrique (4a) et le premier
embout de câble (6a) ainsi que la seconde surface de contact électrique (4b) et le
second embout de câble (6b) à l'intérieur de l'espace intermédiaire extérieur (8)
sont revêtus de polyisobutylène (PIB).
2. Vitrage isolant selon la revendication 1, dans lequel la boucle d'alarme (7) comporte
une pâte d'impression conductrice de l'électricité, de préférence une pâte d'argent
conductrice de l'électricité.
3. Vitrage isolant selon l'une des revendications 1 ou 2, dans lequel l'espace intermédiaire
extérieur (8) du bord de la première vitre précontrainte ou partiellement précontrainte
(1) jusqu'à l'entretoise (3) présente une profondeur maximale de 3 cm.
4. Vitrage isolant selon l'une des revendications 1 à 3, suivant lequel l'espace intermédiaire
extérieur (8) présente du bord de la première vitre précontrainte ou partiellement
précontrainte (1) jusqu'à l'entretoise (3) une profondeur d'au moins 6 mm.
5. Vitrage isolant selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel l'entretoise (3)
contient un desséchant, de préférence des gels de silice, des tamis moléculaires,
CaCl2, Na2SO4, du charbon actif, des silicates, des bentonites, des zéolithes et/ou des mélanges
de ceux-ci.
6. Vitrage isolant selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel l'entretoise (3)
contient du polyéthylène (PE), des polycarbonates (PC), du polypropylène (PP), du
polystyrène, du polybutadiène, des polynitriles, du polyester, des polyuréthanes,
des poly(méthacrylates de méthyle), des polyacrylates, des polyamides, du poly(téréphtalate
d'éthylène) (PET), du poly(téréphtalate de butylène) (PBT), de préférence de l'acrylonitrile-butadiène-styrène
(ABS), de l'ester acrylique-styrène-acrylonitrile (ASA), de l'acrylonitrile-butadiène-styrène-polycarbonate
(ABS/PC), du styrène-acrylonitrile (SAN), PET/PC, PBT/PC et/ou des copolymères ou
des mélanges de ceux-ci.
7. Vitrage isolant selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel la première surface
de contact électrique (4a) et le premier embout de câble (6a) ainsi que la seconde
surface de contact électrique (4b) et le second embout de câble (6b) comportent un
contact à souder (10).
8. Vitrage isolant selon la revendication 7, dans lequel le contact à souder (10) contient
de l'étain, de l'argent, du cuivre, du zinc, du bismuth et/ou des alliages ou mélanges
de ceux-ci.
9. Vitrage isolant selon l'une des revendications 1 à 8, dans lequel le premier embout
de câble (6a) et/ou le second embout de câble (6b) comportent du cuivre, du fer, de
l'argent, de l'or, du tungstène et/ou des polymères conducteurs de l'électricité.
10. Vitrage isolant selon l'une des revendications 1 à 9, dans lequel la seconde vitre
(2) est précontrainte ou partiellement précontrainte.
11. Procédé de fabrication d'un vitrage isolant selon l'une des revendications 1 à 10,
dans lequel
a. une boucle d'alarme (7) avec une première surface de contact électrique (4a) et
une seconde surface de contact électrique (4b) sont appliquées sur une première vitre
(1) ;
b. la première vitre (1) avec la boucle d'alarme (7) est précontrainte ou partiellement
précontrainte ;
c. une entretoise (3) est disposée de manière circonférentielle sur le bord de la
première vitre (1), la première surface de contact électrique (4a) et la seconde surface
de contact électrique (4b) se trouvant à l'extérieur d'un espace interne (9) réalisé
de manière circonférentielle par l'entretoise (3), un second disque (2) étant disposé
et fixé sur l'entretoise (3) et un espace intermédiaire extérieur (8) est formé entre
la première vitre (1), l'entretoise (3) et la seconde vitre (2) ;
d. la première surface de contact électrique (4a) avec un premier embout de câble
(6a) et la seconde surface de contact électrique (4b) avec un second embout de câble
(6b) d'un câble de connexion électrique (6) sont liées par une soudure (10), caractérisé par le fait que
e. la première surface de contact électrique (4a) et la seconde surface de contact
électrique (4b) sont revêtues par un polyisobutylène et l'espace intermédiaire extérieur
(8) entre la première vitre (1), l'entretoise (3) et la seconde vitre (2) est rendu
étanche avec un polysulfure organique ; et
f. la boucle d'alarme (7) est revêtue complètement dans l'espace intermédiaire extérieur
avec du polybutylène.
12. Procédé selon la revendication 11, dans lequel la boucle d'alarme (7), la première
surface de contact électrique (4a) et/ou la seconde surface de contact (4b) électrique
sont appliquées par impression jet d'encre, impression par transfert ou sérigraphie.
13. Utilisation du vitrage isolant selon l'une des revendications 1 à 10 en tant que vitrage
anti-effraction.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente