[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Riegelvorrichtung zum Ver- und Entriegeln
von klapp- oder faltbaren Seitenwänden eines Behälters, insbesondere eines Mehrwegbehälters,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Behälter mit klapp- oder faltbaren Seitenwänden sind hinreichend bekannt. Diese haben
den Vorteil, dass man zum Transportieren und Lagern von Waren die Seitenwände aufrichten
kann und, wenn man den Behälter nicht mehr benutzt, die Seitenwände zusammenklappen
oder -falten kann, um den Behälter platzsparend zu verstauen.
[0003] Im aufgerichteten Zustand der Seitenwände muss sichergestellt werden, dass sich diese
nicht von alleine zusammenklappen oder -falten. D.h. der Behälter muss eine Möglichkeit
bieten, die Seitenwände im aufgerichteten Zustand auf irgendeine Art lösbar festzustellen
oder zu verriegeln. Aus dem Stand der Technik sind diverse solcher Riegelvorrichtungen
bekannt.
[0004] DE 101 37 328 A1 offenbart einen Klappbehälter mit einem bügelähnlichen Riegelkörper, der sich über
die gesamte Länge einer Seitenwand erstreckt und dessen losen Enden im aufgerichteten
Zustand der Seitenwände mit entsprechenden Rasthaken der beiden benachbarten Seitenwände
zusammenwirken bzw. lösbar mit diesen in Eingriff bringbar sind. Zum Entriegeln muss
der Riegelkörper in vertikaler Richtung des Behälters angehoben werden.
[0005] Aus
EP 2 112 080 A1 ist ein ähnlicher Klappbehälter bekannt, bei dem der Riegelkörper zum Entriegeln
der Seitenwände in die entgegengesetzte Richtung, d.h. nach unten, gedrückt werden
muss.
[0006] Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese sich über die gesamte Seitenwand erstreckenden
Riegelkörper oft nur eine Seite entriegeln, wenn diese beim Entriegeln nicht genau
vertikal bewegt werden. Wenn diese Riegelkörper nämlich außermittig betätigt werden,
können diese verkippen und die Seitenwand nur einseitig entriegeln. Aufgrund der Länge
des Riegelkörpers führt dies zu größeren Positionsunterschieden der Verriegelungsenden.
Das Verkippen führt oftmals auch dazu, dass sich der Verriegelungskörper verklemmt
und nur schwer wieder gelöst werden kann.
[0007] In
EP 2 128 035 A1 wird ein Klappbehälter mit einer Riegelvorrichtung offenbart, welche ein Betätigungselement
und ein Verriegelungselement aufweist. Das Betätigungselement ist über eine Parallelführung
mit dem Klappbehälter verbunden. Das Verriegelungselement ist mit dem Klappbehälter
und mit dem Betätigungselement jeweils über ein Drehgelenk verbunden.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung einer Riegelvorrichtung,
welche nicht die Nachteile des Standes der Technik hat. Insbesondere soll eine Riegelvorrichtung
bereitgestellt werden, welche ein zuverlässiges Ver- und Entriegeln klapp- oder faltbarer
Seitenwände ermöglicht.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Riegelvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Eine erfindungsgemäße Riegelvorrichtung eignet sich zum Ver- und Entriegeln von klapp-
oder faltbaren Seitenwänden eines Behälters, insbesondere eines Mehrwegbehäiters.
Wenn sich eine Seitenwand und zumindest eine andere dazu benachbarte Seitenwand in
einer aufgerichteten Stellung, insbesondere zu einem Behälterboden senkrechten Stellung,
befinden, ist zumindest ein an der einen Seitenwand ausgebildetes Verriegelungselement
in eine Verriegelungsstellung bringbar. In der Verriegelungsstellung bewirkt dieses
einen Formschluss zwischen der einen Seitenwand und der zumindest einen anderen benachbarten
Seitenwand, so dass die eine Seitenwand nicht nach innen geklappt oder gefaltet werden
kann. Genauer gesagt, geht das Verriegelungselement einen Formschluss mit der zumindest
einen anderen benachbarten Seitenwand ein. Ferner ist das zumindest eine Verriegelungselement
in eine Entriegelungsstellung bringbar, in der zumindest die eine Seitenwand nach
innen geklappt oder gefaltet werden kann bzw. in der die zumindest eine benachbarte
Seitenwand die eine Seitenwand freigibt. D.h. das Verriegelungselement ist in der
Entriegelungsstellung außer Eingriff mit der benachbarten Seitenwand. Dabei ist das
zumindest eine Verriegelungselement drehbar an der einen Seitenwand angeordnet und
über ein translatorisch, insbesondere in vertikaler Richtung des Behälters, manuell
betätigbares Stellglied zumindest in die Entriegelungsstellung drehbar.
[0011] Somit erfolgt die Ver- und Entriegelung über einen zumindest zweiteiligen Verriegelungsmechanismus,
der unterschiedliche Bewegungsmuster aufweist. Das vom Benutzer manuelle betätigte
Stellglied wird translatorisch, zum Beispiel vertikal, d.h. nach oben und/oder nach
unten, bewegt. Dies vereinfacht den durch den Benutzer durchzuführenden Ent- und/oder
Verriegelungsvorgang, der z.B. beim Greifen des Behälters mit den Fingern durchgeführt
werden kann. Das Verriegelungselement, welches letztendlich die Ver- und Entriegelung
der Seitenwände bzw. einen lösbaren Eingriff mit der benachbarten Seitenwand ermöglicht,
wird dagegen gedreht. Das Verriegelungselement ist, z.B. über einen Drehzapfen, drehbar
an der Seitenwand gelagert. Über die Lagerung des Verriegelungselement wird die Drehbewegung
des Verriegelungselements eindeutig definiert. Da eine Drehbewegung vorrichtungstechnisch
wesentlich einfacher und präziser als eine translatorische Bewegung definiert werden
kann, kann verhindert werden, dass das Verriegelungselement sich verklemmt oder zwischen
den Seitenwänden verspreizt. Eine nicht genaue Betätigung des Stellglieds führt somit
nicht zu einer Verklemmung des Verriegelungselements mit den benachbarten Seitenwänden.
[0012] Durch die körperliche bzw. bauliche Trennung von Stellglied und Verriegelungselement
eröffnet sich auch die Möglichkeit, Bewegungswandler, Getriebe oder ähnliche Vorrichtungen
zwischenzuschalten. Dadurch können die Bewegungen von Stellglied und Verriegelungselement
aufeinander abgestimmt und zu einander unterschiedlich eingestellt werden, z.B. dass
große Bewegungen des Stellglieds nur zu kleinen Drehbewegungen des Verriegelungselements
führen und umgekehrt. Dadurch lassen sich auch etwaige Fehlbetätigungen oder nicht
ordentliche Betätigungen des Stellglieds ausgleichen, was bei einem einteiligen Riegelkörper,
bei dem der Verriegelungsabschnitt immer linear der Bewegung des Betätigungsabschnitts
folgt, nicht möglich ist.
[0013] Die Zweiteiligkeit von Stellglied und Verriegelungselement hat noch weitere Vorteile.
So können das Stellglied oder das Verriegelungselement als Gleichteil konzipiert werden,
das in Behältern unterschiedlicher Größe zum Einsatz kommt und die (Größen-)Anpassung
nur durch die Wahl eines unterschiedlichen Verriegelungselements bzw. Stellglieds
erfolgt.
[0014] Außerdem lassen sich die Behälter mit der erfindungsgemäßen Riegelvorrichtung wesentlich
einfacher und kostengünstiger warten oder reparieren, da nicht der gesamte Verriegelungskörper
ausgetauscht werden muss, wenn lediglich das Verriegelungselement oder das Stellglied
im Gebrauch beschädigt wurde.
[0015] Um das lose Ende eines Riegelkörpers in einer translatorischen Bewegung mit der benachbarten
Seitenwand zu verriegeln, wie es beim Stand der Technik der Fall ist, bedarf es einer
hakenförmigen Geometrie auf Seite der benachbarten Seitenwand, welche von dem lose
Ende des Riegelkörpers in der Verriegelungsstellung hinter- oder übergriffen wird.
Solche hakenförmige Geometrien können gerade bei Kunststoffbehältern sehr leicht abbrechen,
worauf mit der entsprechenden Seitenwand keine Verriegelung mehr möglich ist. Auch
deren Herstellung gestaltet sich wesentlich schwieriger. Erfindungsgemäß wird das
Verriegelungselement nicht in einer translatorischen, sondern einer rotatorischen
Bewegung verriegelt. Dadurch ergeben sich wesentlich vorteilhaftere und weniger schadenanfällige
Geometrien auf der Seite der benachbarten Seitenwand. Das Verriegelungselement kann
in einer Drehbewegung bspw. in einen Schlitz oder eine Vertiefung oder Ausnehmung
der benachbarten Seitenwand eingreifen. Unter Umständen muss gar keine spezielle Geometrie
vorgesehen werden, wenn das Verriegelungselement mit einer ohnehin in der benachbarten
Seitenwand vorgesehenen Geometrie zusammenwirken kann.
[0016] Um die translatorische Bewegung des Stellglieds in eine Drehbewegung des Verriegelungselements
umzuwandeln, ist ein Bewegungswandlerabschnitt vorgesehen.
[0017] Der Bewegungswandlerabschnitt wird durch zwei sich überlagernde und lose zusammenwirkende
Endabschnitte des Stellglieds und des zumindest einen Verriegelungselements gebildet,
wobei zumindest einer der beiden Endabschnitte mit einer Abroll- und/oder Gleitgeometrie
versehen ist.
[0018] Somit sind das Stellglied und das Verriegelungselement nicht unmittelbar miteinander
verbunden, sondern nur in Kontakt miteinander. Durch die Lagerung des Verriegelungselements
und die Führung des Stellglieds sind das Stellglied und das Verriegelungselement miteinander
zwangsgekoppelt. Die Abroll- und/oder Gleitgeometrie erleichtert die Relativbewegung
der beiden sich berührenden und aneinander abrollenden oder gleitenden Teile zueinander.
[0019] Das zumindest eine Verriegelungselement kann ein erstes Verriegelungselement zur
Verriegelung der einen Seitenwand mit einer ersten benachbarten Seitenwand und ein
zweites Verriegelungselement zur Verriegelung der einen Seitenwand mit einer zweiten
benachbarten Seitenwand aufweisen, wobei durch Betätigung des Stellgliedes beide Verriegelungselemente
gemeinsam betätigt werden.
[0020] Dadurch lässt sich die Seitenwand durch eine einzige Bewegung mit beiden benachbarten
Seitenwänden ver- und entriegeln. Dies erleichtert auch die Handhabung der drehbaren
Verriegelungselemente, die, falls der Benutzer sie unmittelbar betätigen, d.h. drehen,
wollte, zwei Hände bzw. zwei Handgriffe dafür benötigen würde, um die Seitenwand mit
beiden benachbarten Seitenwänden zu verriegeln.
[0021] Das Stellglied und/oder das zumindest eine Verriegelungselement kann federnd vorgespannt
sein, so dass sich das zumindest eine Verriegelungselement selbsttätig in die Verriegelungsstellung
dreht.
[0022] Dadurch vereinfacht sich die Handhabung der Verriegelungsvorrichtung, da diese nur
zum Entriegeln manuell betätigt werden muss.
[0023] Am Verriegelungselement kann ein Federelement, insbesondere eine einstückig mit dem
Verriegelungselement ausgebildete Federzunge, angeordnet sein, welche sich stets in
Anlage mit einem Stützflächen- oder Rippenabschnitt der ersten Seitenwand befindet.
[0024] Durch die Einstückigkeit reduziert sich die Anzahl der für die Riegelvorrichtung
benötigten Teile und es vereinfacht sich auch deren Montage. Das Verriegelungselement
mit der daran angeformten Federzunge kann auf einfache Weise im Spritzgießverfahren
hergestellt werden. Da die Federzunge stets an einer entsprechenden Stützfläche der
Seitenwand anliegt, wird das Verriegelungselement in seiner Position gehalten. Dadurch
wird auch verhindert, dass die Riegelvorrichtung beim Transport oder sonstiger Handhabung
Vibrationsgeräusche verursacht.
[0025] Das Verriegelungselement kann in der Verriegelungsstellung in eine Ausnehmung oder
Vertiefung der benachbarten Seitenwand eingreifen oder eine Rippe oder einen, insbesondere
hakenförmig ausgebildeten, Vorsprungsabschnitt hintergreifen. Durch die Drehbewegbarkeit
des Verriegelungselements lassen sich wie oben bereits ausgeführt diverse Geometrien
realisieren, welche mit diesem zusammenwirken können.
[0026] Ein Verriegelungsabschnitt des in der Ebene der Seitenwand drehbaren Verriegelungselements
kann zumindest in der Verriegelungsstellung seitlich aus einem Kantenabschnitt der
einen Seitenwand vorragen.
[0027] Dies vereinfacht die Verriegelung mit der benachbarten Seitenwand.
[0028] Das Stellglied kann an der einen Seitenwand vertikal geführt sein und das Verriegelungselement
kann in die Entriegelungsstellung gebracht werden, indem das Stellglied nach unten
gedrückt oder nach oben gezogen wird
[0029] Dies entspricht der natürlichen und auch mittlerweile bei Klappbehältern gewohnten
Bewegung des Benutzers.
[0030] Das Stellglied kann im Bereich eines Handgriffs des Behälters, insbesondere oberhalb
oder unterhalb einer in der Seitenwand ausgebildeten Grifföffnung angeördnet sein.
[0031] Dadurch muss der Benutzer zum Ent- oder Verriegeln der Seitenwand nicht umgreifen,
sondern kann dies vom Handgriff aus vornehmen.
[0032] Die Riegelvorrichtung kann in einer Vertiefung der Außenoberflächenstruktur der ersten
Seitenwand aufgenommen sein.
[0033] Dies ermöglicht zum einen eine platzsparende Unterbringung der Riegelvorrichtung
und zum anderen wird dadurch sichergestellt, dass die Riegelvorrichtung nicht so leicht
unbeabsichtigt betätigt wird.
[0034] Weitere Vorteile und technische Wirkungen ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform, die anhand von beigefügten Zeichnungen offenbart
wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0035]
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Behälters mit einer Riegelvorrichtung gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 zeigt die Seitenansicht der Fig. 1, bei der aus Darstellungsgründen eine benachbarte
Seitenwand fehlt, mit der Riegelvorrichtung in einer Verriegelungsstellung;
Fig. 3 zeigt eine Teilansicht der Fig. 2, mit der Riegelvorrichtung in einer Entriegelungsstellung;
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht des Behälters mit zwei benachbarten Seitenwänden
und der Riegelvorrichtung in einer Entriegelungsstellung;
Fig. 5 zeigt die perspektivische Ansicht der Fig. 4, bei der aus Darstellungsgründen
eine benachbarte Seitenwand fehlt, mit der Riegelvorrichtung in einer Entriegelungsstellung;
Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht des Behälters, bei der aus Darstellungsgründen
eine benachbarte Seitenwand fehlt, mit der Riegelvorrichtung in einer Verriegelungsstellung.
[0036] Die Figur 1 zeigt einen Behälter 2, bei dem es sich vorzugsweise um einen Kunststoffbehälter
handelt, der im Spritzgießverfahren hergestellt wird. Der Behälter 2 weist einen Boden
4 auf, der eine im Wesentlichen rechteckige Grundform hat und an dessen Außenkanten
vier auf- und nach innen klappbare Seitenwände 6 angelenkt sind. Dabei sind die jeweils
gegenüberliegenden Seitenwände 6-1 und 6-2, bei denen es sich vorzugsweise um kurze
Seitenwände handelt, und 6-3 und 6-4, bei denen es sich vorzugsweise um lange Seitenwände
handelt, identisch ausgebildet.
[0037] Die Seitenwände 6-1 und 6-2 sind um eine Achse A schwenk- oder klappbar am Boden
4 angelenkt, während die beiden anderen Seitenwände 6-3 und 6-4 um eine Achse B klapp-
bzw. schwenkbar angeordnet sind, wobei sich die Achsen A und B auf unterschiedlichen
Höhen befinden. Genauer gesagt ist die Schwenkachse B der Seitenwände 6-3 und 6-4
höher als die Schwenkachse A, sodass beim nach innen klappen der Seitenwände 6 die
Seitenwände 6-3 und 6-4 über den Seitenwänden 6-1 und 6-3 zu liegen kommen. Die Schwenkachsen
A und B sind so von einer Bodenfläche des Bodens 4 beabstandet, dass die Seitenwände
6-1, 6-2, 6-3, 6-4 im nach innen geklappten Zustand alle waagrecht bzw. parallel zum
Boden 4 zu liegen kommen.
[0038] Der Boden 4 weist entlang seiner Außenkanten, an denen die Seitenwände 6-3 und 6-4
angelenkt sind, jeweils einen Anschlag 8 auf, der die Schwenkbewegung der Seitenwände
6-3 und 6-4 nach außen bzgl. einer zum Boden 4 senkrechten Ausrichtung bzw. Stellung
begrenzt. Der Schwenkbereich der beiden anderen Seitenwände 6-1 und 6-2 wird in der
aufgerichteten Position bzw. senkrechte Position durch Randabschnitte 10 der Seitenwände
6-3 und 6-4 begrenzt, welche um die Eckkanten der Seitenwände 6-3 und 6-4 zu den Seitenwänden
6-1 und 6-2 gezogen sind. Mit diesen kommen entsprechende Randabschnitte 12 der Seitenwände
6-1 und 6-2 in der aufgerichteten Stellung in Anlage (siehe Figur 2).
[0039] Die Seitenwände 6 weisen einen umlaufenden und verstärkten rahmenähnlichen Abschnitt
14 auf, der einen Wandabschnitt 16 begrenzt. Im oberen Bereich der Seitenwände 6-1
und 6-2 ist unterhalb des Rahmenabschnitts 14 im Wandabschnitt 16 mittig eine Grifföffnung
18 zum Greifen und Anheben des Behälters 2 ausgebildet.
[0040] Die Wandabschnitte 16 aller Seitenwände 6 weisen ferner in der vorliegenden Ausführungsform
eine Vielzahl an Öffnungen oder Schlitze 20 auf, die zur Belüftung der zu transportierenden
Ware, aber auch zur Gewichtsersparnis dienen. Der in sich geformte Wandabschnitt 16
kann ferner entsprechende Verstärkungs- oder Versteifungsgeometrien wie Rippen oder
Sicken aufweisen.
[0041] Ebenfalls im oberen Bereich der Seitenwand 6-1 bzw. 6-2 bzw. in deren Wandabschnitten
16 ist eine Riegelvorrichtung 22 vorgesehen, mit welcher die Seitenwände 6-1 und 6-2
mit den beiden anderen Seitenwänden 6-3 und 6-4 im aufgerichteten Zustand lösbar verriegelt
werden können, um zu verhindern, dass die vier Seitenwände 6 nach innen klappen. Die
Riegelvorrichtung 22 befindet sich in einer Vertiefung des Wandabschnitts 16, so dass
die Riegelvorrichtung 22 nicht seitlich über die von den Seitenwänden definierte Außenhülle
hervorragt.
[0042] Zum Entriegeln und/oder Verriegeln der Seitenwände 6 muss entsprechend die Riegelvorrichtung
22 betätigt werden, wie im Folgenden detaillierter beschrieben wird.
[0043] Die Figur 2 zeigt dieselbe Ansicht wie die Figur 1, bei welcher jedoch aus Darstellungsgründen
die Seitenwand 6-3 fehlt.
[0044] Die Riegelvorrichtung 22 hat eine bügelähnliche Form und erstreckt sich über die
gesamte Länge der Seitenwand 6-1 bzw. 6-2. Die Riegelvorrichtung 22 ist mehrteilig
aufgebaut und weist ein mittig angeordnetes Stellglied 24 auf, über welches zwei Verriegelungselemente
26 betätigt werden können, die in den jeweiligen äußeren Abschnitten der Seitenwand
6-1 bzw. 6-2 angeordnet sind.
[0045] Das Stellglied 24 weist einen mittleren Greifabschnitt 28 auf, der sich in der in
der Figur 2 gezeigten Verriegelungsstellung, unmittelbar unterhalb der Grifföffnung
18 befindet, sodass dieser die Grifföffnung 18 nicht verdeckt oder behindert. Durch
die Nähe zur Grifföffnung 18 jedoch wird ermöglicht, dass der Benutzer des Behälters
2 den Greifabschnitt 28 mit den Fingern erreichen kann, wenn er seine Hände im Bereich
der Grifföffnung 18 bzw. dem darüber angeordneten Rahmenabschnitt 14 hat. Durch nach
oben Ziehen bzw. vertikales Anheben des Greifabschnitts 28 und damit des Stellglieds
24 können die Verriegelungselemente 26 in die Entriegelungsstellung gebracht werden,
wie in der Figur 3 gezeigt ist.
[0046] Das Stellglied 24 ist vertikal an der Seitenwand 6-1 bzw. 6-2, genauer gesagt im
Wandabschnitt 16 geführt. Hierfür weist das Stellglied 24 jeweils außerhalb des Greifabschnitts
28 einen einstückig angeformten Zapfen 30 auf, der an seinem freien Ende einen aufgeweiteten
Abschnitt oder Rasthaken aufweist, sodass der Zapfen 30, der in einem vertikal verlaufenden
und in dem Wandabschnitt 16 ausgebildeten Langloch 32 geführt ist, an der Innenseite
des Wandabschnitts 16 formschlüssig gegen Herausfallen gesichert ist. Somit kann das
Stellglied 24 ohne wesentliches Spiel an der Außenseite des Wandabschnitts 16 in vertikaler
Richtung gleiten. Um den Zapfen 30 montieren zu können, weist dieser einen diametralen
Schlitz 34 auf, sodass die beiden Zapfenhälften zur Montage und Demontage in dem Langloch
32 zusammengedrückt werden können.
[0047] Das Stellglied 24 weist zu beiden Seiten des Greifabschnitts 24 jeweils einen Stellabschnitt
36 auf, über welchen das jeweilige Verriegelungselement 26 betätigt werden kann.
[0048] Das Verriegelungselement 26 ist ein einteiliges Bauteil, welches über einen an dem
Randabschnitt 16 ausgebildeten und nach außen vorspringenden Drehzapfen 38 drehbar
gelagert und axial gesichert ist. Der Drehzapfen 38 ist ähnlich wie der Drehzapfen
30 mit einem aufgeweiteten Endabschnitt 40 und einem diametralen Schlitz 42 aufgebaut,
sodass das Verriegelungselement 26 sich nur in der Ebene der Seiten 6-1 bzw. 6-2,
genauer gesagt in der Ebene des Wandabschnitts 16 drehen kann und nur drehen kann.
Das Verriegelungselement 26 weist einen Verriegelungsabschnitt 44 auf, der sich bzgl.
des Drehzapfens 38 auf der Außenseite befindet und einen im Randbereich der Seitenwand
6-1 bzw. 6-2, genauer gesagt in einem im Rahmenabschnitt 14 ausgebildeten Schlitz
46 durchgreift und in einen Überlappungsbereich vorragt, in welchem sich die Randabschnitte
10 und 12 der beiden zu verriegelnden Seitenwände 6, z. B. Seitenwände 6-1 und 6-3,
überlappen.
[0049] Auf der dem Verriegelungsabschnitt 44 gegenüberliegenden Seite weist das Verriegelungselement
26 einen Stellabschnitt 48 auf, der mit dem Stellabschnitt 36 des Stellglieds 24 zusammenwirkt.
Die beiden Stellabschnitte 36 und 48 sind so ausgebildet, dass sie einander überlappen
können und lose, d. h. lediglich durch Kontakt, zusammenwirken können. Durch die Führung
des Stellglieds 24 in den Langlöchern 32 und der Drehlagerung des Verriegelungselements
26 über den Zapfen 38 sind das Stellglied 24 und das Verriegelungselement 26 gewissermaßen
zwangsgekoppelt.
[0050] Der Stellabschnitt 48 weist eine entsprechende Aufnahme oder einen Schlitz 50 auf,
in welchen ein Vorsprungsabschnitt 52 des Stellabschnitts 36 lose eingreifen kann
und darin aufgenommen ist. Vereinfacht kann die Aufnahme 50 auch durch eine Art L-Profil
oder U-Profil gebildet werden, welches an dem Wandabschnitt 16 anliegt, sodass der
Vorsprungsabschnitt 52 zwischen Wandabschnitt 16 und dem L-Profil bzw. U-Profil aufgenommen
ist.
[0051] Wie aus der Figur 5 insbesondere erkennbar ist, ist der Vorsprungsabschnitt 52 zumindest
an dessen Abschnitt, der beim Entriegelungsvorgang mit dem Stellabschnitt 48 zusammenwirkt,
nockenförmig ausgebildet bzw. weist eine Abrollgeometrie 54 auf, um so die Relativbewegung
zwischen dem sich lediglich translatorisch bewegenden Stellabschnitts 36 und dem rotatorisch
bewegenden Stellabschnitt 48 zu erleichtern oder zu verbessern. Der Stellabschnitt
48 des Verriegelungselements 26 kann eine entsprechende Abrollgeometrie 56 aufweisen.
[0052] Das Verriegelungselement 26 weist ferner eine einstückig ausgebildete Federzunge
58 auf, die im oberen Abschnitt bzw. an einer dem Rahmenabschnitt 14 der Seitenwand
6-1 bzw. 6-2 zugewandten Seite einstückig angeformt ist. Die Federzunge 58 liegt an
einer Stützfläche, genauer gesagt an einer Innenseite des Rahmenabschnitts 14 an,
sodass das Verriegelungselement 26, insbesondere der Verriegelungsabschnitt 44 nur
in die in der Figur 5 gezeigte Stellung gebracht werden kann, wenn die Federkraft
der Federzunge 58 durch Betätigen des Stellglieds 24 überwunden wird. Wird das Stellglied
24 losgelassen, drückt die Federzunge 58 das Verriegelungselement 26 mit seinem Verriegelungsabschnitt
44 in die entriegelte Stellung und bewegt dabei durch den Kontakt zwischen den beiden
Stellabschnitten 48 und 36 auch das Stellglied 24 in seine Entriegelungsstellung.
[0053] Durch die Drehbewegung des Verriegelungselements 26 wird der Verriegelungsabschnitt
44 mit einer entsprechenden Gegengeometrie, die in dem Randabschnitt 10 der benachbarten
Seitenwand 6-3 bzw. 6-4 ausgebildet ist, lösbar in Eingriff bzw. außer Eingriff gebracht.
Diese Geometrie kann ein hakenförmiges Element sein, in welches der Verriegelungsabschnitt
44 beim Verriegeln von unten eingreift.
[0054] Dabei kann es sich jedoch auch um eine Ausnehmung oder einen Schlitz handeln, welcher
im Wesentlichen dem Schlitz 46, der im Randabschnitt 6-1 ausgebildet ist, zugewandt
ist und in welchen der Verriegelungsabschnitt 44 durch die Drehbewegung eingreift.
Wie insbesondere aus der Figur 5 erkennbar ist, ist der Verriegelungsabschnitt 44
keilförmig ausgebildet, wodurch die Verriegelung erleichtert und ein Verklemmen der
entsprechenden zusammenwirkenden Geometrien verhindert wird. Ist im Randabschnitt
10 der benachbarten Seitenwand 6-3 bzw. 6-4 eine ähnlich keilförmige Geometrie vorgesehen,
so kann lediglich durch Drücken der Seitenwand 6-1 bzw. 6-2 gegen die aufgerichtete
Seitenwand 6-3 bzw. 6-4 und durch die zusammenwirkenden Keilflächen ein selbsttätiges
Ausweichen des Verriegelungselements 16, d. h. ohne manuelle Betätigung des Stellglieds
24, erreicht werden.
[0055] Der Stellabschnitt 48 kann alternativ auch so ausgebildet sein, dass das Stellglied
24 das Verriegelungselement 26 nur in die Entriegelungsstellung, jedoch nicht in die
Verriegelungsstellung betätigen kann, da letzteres ohnehin durch die Federzunge 58
selbsttätig erfolgt. Anders ausgedrückt kommt es zwischen dem Stellabschnitt 36 des
Stellglieds 24 und dem Stellabschnitt 48 des Verriegelungselements nur zu einem Kontakt,
wenn das Stellglied in die Entriegelungsstellung betätigt wird, d.h. nach oben gezogen
wird, nicht jedoch in die entgegengesetzte Richtung. Dies bedeutet wiederum, dass
das Verriegelungselement alleine in die Entriegelungsstellung gebracht werden kann,
zum Beispiel, wenn die Seitenwand 6-1 gegen die Seitenwand 6-3 gedrückt wird und über
Keilflächengeometrien das Verriegelungselement in die Entriegelungsstellung ausweicht.
Da heißt, das Verriegelungselement 26 alleine, d. h. ohne das Stellglied 24, in die
Entriegelungsstellung gebracht werden kann, wenn beim Aufrichten der Seitenfläche
6-1 bzw. 6-2 die beiden Verriegelungsgeometrien der benachbarten Seiten gegeneinander
drücken. Durch die Entkopplung von Stellglied 24 und Verriegelungselement 26 in die
eine Stellrichtung, muss hierbei nicht das gesamte Stellglied 24 mit betätigt werden.
[0056] Die Erfindung wurde am Beispiel eines Behälters mit vier klappbaren Seitenwänden
beschrieben, ist jedoch auch bei anderen Behälterformen, z.B. bei Behältern mit faltbaren
Seitenwänden, anwendbar, bei denen zumindest zwei Seitenwände miteinander in einer
Position verriegelt werden müssen.
[0057] Es ist auch denkbar, dass das Stellglied zum Entriegeln des Verriegelungselements
nach unten gedrückt werden muss und das Verriegelungselement dabei in die andere Richtung
gedreht wird.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 2
- Behälter
- 4
- Boden
- 8
- Anschlag
- 10
- Randabschnitt
- 12
- Randabschnitt
- 14
- Rahmenabschnitt
- 16
- Wandabschnitt
- 18
- Grifföffnung
- 20
- Öffnungen
- 22
- Riegelvorrichtung
- 24
- Stellglied
- 26
- Verriegelungselement
- 28
- Greifabschnitt
- 30
- Zapfen
- 32
- Langloch
- 34
- Schlitz
- 36
- Stellabschnitt
- 38
- Drehzapfen
- 40
- Rastnase
- 42
- Schlitz
- 44
- Verriegelungsabschnitt
- 48
- Stellabschnitt
- 50
- Schlitz
- 52
- Vorsprungsabschnitt
- 54
- Abrollgeometrie
- 56
- Abrollgeometrie
- 58
- Federzunge
1. Riegelvorrichtung (22) zum Ver- und Entriegeln von klapp- oder faltbaren Seitenwänden
(6) eines Behälters (2), insbesondere eines Mehrwegbehälters, wobei, wenn sich eine
Seitenwand (6-1, 6-2) und zumindest eine andere dazu benachbarte Seitenwand (6-3,
6-4) in einer aufgerichteten Stellung, insbesondere zu einem Behälterboden (4) senkrechten
Stellung befinden, zumindest ein an der einen Seitenwand (6-1, 6-2) ausgebildetes
Verriegelungselement (26) in eine Verriegelungsstellung bringbar ist, in der es einen
Formschluss zwischen der einen Seitenwand (6-1, 6-2) und der zumindest einen anderen
benachbarten Seitenwand (6-3, 6-4) bewirkt, so dass die eine Seitenwand (6-1, 6-2)
nicht nach innen geklappt oder gefaltet werden kann, und in eine Entriegelungsstellung
bringbar ist, in der zumindest die eine Seitenwand (6-1, 6-2) nach innen geklappt
oder gefaltet werden kann, wobei
das zumindest eine Verriegelungselement (26) drehbar an der einen Seitenwand (6-1,
6-2) angeordnet ist und über ein translatorisch, insbesondere in vertikaler Richtung
des Behälters (2), manuell betätigbares Stellglied (24) zumindest in die Entriegelungsstellung
drehbar ist, wobei
ein Bewegungswandlerabschnitt (36, 48) vorgesehen ist, der die translatorische Bewegung
des Stellglieds (24) in eine Drehbewegung des Verriegelungselements (26) umwandelt,
dadurch gekennzeichnet, dass der Bewegungswandlerabschnitt (36, 48) durch zwei sich überlagernde und lose zusammenwirkende
Endabschnitte (36, 48) des Stellglieds (24) und des zumindest einen Verriegelungselements
(26) gebildet wird, wobei zumindest einer der beiden Endabschnitte (36, 48) mit einer
Abroll- und/oder Gleitgeometrie (54, 56) versehen ist.
2. Riegelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Verriegelungselement (26) ein erstes Verriegelungselement (26)
zur Verriegelung der einen Seitenwand (6-1, 6-2) mit einer ersten benachbarten Seitenwand
(6-3) und ein zweites Verriegelungselement (26) zur Verriegelung der einen Seitenwand
(6-1, 6-2) mit einer zweiten benachbarten Seitenwand (6-4)
aufweist, wobei durch Betätigung des Stellgliedes (24) beide Verriegelungselemente
(26) gemeinsam betätigt werden
3. Riegelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Stellglied (24) und/oder das zumindest eine Verriegelungselement (26) federnd
vorgespannt ist, so dass sich das zumindest eine Verriegelungselement (26) selbsttätig
in die Verriegelungsstellung dreht.
4. Riegelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
am Verriegelungselement (26) ein Federelement (58), insbesondere eine einstückig mit
dem Verriegelungselement (26) ausgebildete Federzunge, angeordnet ist, welche sich
stets in Anlage mit einem Stützflächen- oder Rippenabschnitt (14) der einen Seitenwand
(6-1, 6-2) befindet.
5. Riegelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verriegelungselement (26) in der Verriegelungsstellung in eine Ausnehmung oder
Vertiefung der benachbarten Seitenwand (6-3, 6-4) eingreift oder eine Rippe oder einen,
insbesondere hakenförmig ausgebildeten, Vorsprungsabschnitt hintergreift.
6. Riegelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Verriegelungsabschnitt (44) des in der Ebene der einen Seitenwand (6-1, 6-2) drehbaren
Verriegelungselements (26) zumindest in der Verriegelungsstellung seitlich aus einem
Kantenabschnitt (14) der einen Seitenwand (6-1, 6-2) vorragt.
7. Riegelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied an der einen Seitenwand (6-1, 6-2) vertikal geführt ist und das Verriegelungselement
(26) in die Entriegelungsstellung gebracht wird, indem das Stellglied (24) nach unten
gedrückt oder nach oben gezogen wird
8. Riegelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied (24) im Bereich eines Handgriffs des Behälters, insbesondere oberhalb
oder unterhalb einer in der einen Seitenwand (6-1, 6-2) ausgebildeten Grifföffnung
(18) angeordnet ist.
9. Riegelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelvorrichtung (22) in einer Vertiefung der Außenoberflächenstruktur (16)
der einen Seitenwand (6-1, 6-2) aufgenommen ist.
10. Behälter mit einem Behälterboden und vier daran angelenkten klappbaren oder faltbaren
Seitenwänden (6), wobei an zwei gegenüberliegenden Seitenwänden (6-1, 6-2) jeweils
eine Riegelvorrichtung (22) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen vorgesehen ist.
1. Latch device (22) for locking and unlocking collapsible or foldable side walls (6)
of a container (2), in particular of a reusable container, wherein, when a side wall
(6-1, 6-2) and at least one other, adjacent side wall (6-3, 6-4) are in an upright
position, in particular a position perpendicular to a container bottom (4), at least
one locking element (26) formed at said side wall (6-1, 6-2) can be brought into a
locking position, in which it causes a form-fit between said side wall (6-1, 6-2)
and the at least one other, adjacent side wall (6-3, 6-4), so that said side wall
(6-1, 6-2) cannot be collapsed or folded inward, and can be brought into an unlocking
position, in which at least said side wall (6-1, 6-2) can be collapsed or folded inward,
wherein
the at least one locking element (26) is pivotably arranged at said side wall (6-1,
6-2) and can be pivoted at least into the unlocking position via a translationally,
in particular in the vertical direction of the container (2), manually operable controlling
element (24),wherein
a movement converter portion (36, 48) is provided which converts the translational
movement of the controlling element (24) into a pivoting movement of the locking element
(26),
characterized in that
the movement converter portion (36, 48) is formed by two overlapping and loosely interacting
end portions (36, 48) of the controlling element (24) and of the at least one locking
element (26), wherein at least one of the two end portions (36, 48) is provided with
a rolling and/or sliding geometry (54, 56).
2. Latch device according to claim 1, characterized in that the at least one locking element (26) comprises a first locking element (26) for
locking said side wall (6-1, 6-2) with a first adjacent side wall (6-3) and a second
locking element (26) for locking said side wall (6-1, 6-2) with a second adjacent
side wall (6-4), wherein by operating the controlling element (24), both locking elements
(26) are operated together.
3. Latch device according to one of the preceding claims, characterized in that the controlling element (24) and/or the at least one locking element (26) is resiliently
pre-stressed, so that the at least one locking element (26) automatically pivots into
the locking position.
4. Latch device according to one of the preceding claims, characterized in that a spring element (58), in particular a flexible tongue integrally formed with the
locking element (26), is arranged at the locking element (26), wherein the spring
element (58) is always in contact with a support surface portion or rib portion (14)
of said side wall (6-1, 6-2).
5. Latch device according to one of the preceding claims, characterized in that the locking element (26) in the locking position engages in a recess or indentation
of the adjacent side wall (6-3, 6-4) or engages behind a rib or a projection portion,
in particular formed as a hook.
6. Latch device according to one of the preceding claims, characterized in that a locking portion (44) of the locking element (26) being pivotable in the plane of
said side wall (6-1, 6-2), projects at least in the locking position laterally from
an edge portion (14) of said side wall (6-1, 6-2).
7. Latch device according to one of the preceding claims, characterized in that the controlling element at said side wall (6-1, 6-2) is vertically guided and the
locking element (26) is brought into the unlocking position by pressing the controlling
element (24) downward or by pulling it upward.
8. Latch device according to one of the preceding claims, characterized in that the controlling element (24) is arranged in the region of a handle of the container,
in particular above or underneath of a grip opening (18) formed in said side wall
(6-1, 6-2).
9. Latch device according to one of the preceding claims, characterized in that the latch device (22) is received in an indentation of the outer surface structure
(16) of said side wall (6-1, 6-2).
10. Container with a container bottom and four side walls (6) hinged thereto being collapsible
or foldable, wherein a respective latch device (22) according to one of the preceding
claims is provided at two opposite side walls (6-1, 6-2).
1. Dispositif de verrouillage (22) pour le verrouillage et le déverrouillage de parois
latérales (6) rabattables ou pliables d'un récipient (2), en particulier d'un récipient
à plusieurs voies, dans lequel, lorsqu'une paroi latérale (6-1, 6-2) et au moins une
autre paroi latérale contiguë (6-3, 6-4) à celle-ci se trouvent dans une position
redressée, en particulier une position perpendiculaire à un fond de récipient (4),
au moins un élément de verrouillage (26) réalisé au niveau de l'une paroi latérale
(6-1, 6-2) peut être amené dans une position de verrouillage, dans laquelle il provoque
une liaison par complémentarité de formes entre l'une paroi latérale (6-1, 6-2) et
l'au moins une autre paroi latérale contiguë (6-3, 6-4) de sorte que l'une paroi latérale
(6-1, 6-2) ne puisse pas être rabattue ou pliée vers l'intérieur, et puisse être amenée
dans une position de déverrouillage, dans laquelle au moins l'une paroi latérale (6-1,
6-2) peut être rabattue ou pliée vers l'intérieur, dans lequel
l'au moins un élément de verrouillage (26) est agencé de manière rotative au niveau
de l'une paroi latérale (6-1, 6-2) et peut être tourné par un organe de réglage (24)
actionnable manuellement, par translation, en particulier dans le sens vertical du
récipient (2) au moins dans la position de déverrouillage, dans lequel
une section de conversion de mouvement (36, 48) est prévue, laquelle convertit le
mouvement de translation de l'organe de réglage (24) en un mouvement de rotation de
l'élément de verrouillage (26),
caractérisé en ce que la section de conversion de mouvement (36, 48) est formée par deux sections d'extrémité
(36, 48) se superposant et coagissant de manière lâche de l'organe de réglage (24)
et de l'au moins un élément de verrouillage (26), dans lequel au moins l'une des deux
sections d'extrémité (36, 48) est pourvue d'une géométrie de déroulement et/ou de
glissement (54, 56).
2. Dispositif de verrouillage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un élément de verrouillage (26) présente un premier élément de verrouillage
(26) pour le verrouillage de l'une paroi latérale (6-1, 6-2) avec une première paroi
latérale contiguë (6-3) et un second élément de verrouillage (26) pour le verrouillage
de l'une paroi latérale (6-1, 6-2) avec une seconde paroi latérale contiguë (6-4),
dans lequel les deux éléments de verrouillage (26) sont actionnés en commun par actionnement
de l'organe de réglage (24).
3. Dispositif de verrouillage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'organe de réglage (24) et/ou l'au moins un élément de verrouillage (26) est précontraint
sur ressorts de sorte que l'au moins un élément de verrouillage (26) se tourne automatiquement
dans la position de verrouillage.
4. Dispositif de verrouillage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
un élément de ressort (58), en particulier une lame de ressort réalisée d'un seul
tenant avec l'élément de verrouillage (26) est agencée sur l'élément de verrouillage
(26), laquelle se trouve toujours en appui avec une section de surface d'appui ou
de nervure (14) de l'une paroi latérale (6-1, 6-2).
5. Dispositif de verrouillage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de verrouillage (26) s'engage dans la position de verrouillage dans un évidement
ou une cavité de la paroi latérale contiguë (6-3, 6-4) ou s'engage derrière une nervure
ou une section de saillie réalisée en particulier en forme de crochet.
6. Dispositif de verrouillage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
une section de verrouillage (44) de l'élément de verrouillage (26) rotatif dans le
plan de l'une paroi latérale (6-1, 6-2) dépasse latéralement au moins dans la position
de verrouillage d'une section d'arête (14) de l'une paroi latérale (6-1, 6-2).
7. Dispositif de verrouillage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'organe de réglage est guidé verticalement sur l'une paroi latérale (6-1, 6-2) et
l'élément de verrouillage (26) est amené dans la position de déverrouillage, en ce que l'organe de réglage (24) est pressé vers le bas ou tiré vers le haut.
8. Dispositif de verrouillage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'organe de réglage (24) est agencé dans la zone d'une poignée du récipient, en particulier
au-dessus ou en dessous d'une ouverture de préhension (18) réalisée dans l'une paroi
latérale (6-1, 6-2).
9. Dispositif de verrouillage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif de verrouillage (22) est reçu dans une cavité de la structure de surface
extérieure (16) de l'une paroi latérale (6-1, 6-2).
10. Récipient avec un fond de récipient et quatre parois latérales (6) rabattables ou
pliables articulées dessus, dans lequel respectivement un dispositif de verrouillage
(22) selon l'une quelconque des revendications précédentes est prévu sur deux parois
latérales (6-1, 6-2) en regard.