[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rahmenprofil für ein Fenster oder eine Tür
sowie ein Blendprofil für die Ausbildung eines solchen Rahmenprofils.
[0002] Rahmenprofile für Fenster oder Türen sind grundsätzlich bekannt und werden beispielsweise
in der
DE29510244U1,
FR2861764A1,
EP 2 476 854 A2 oder der
DE 10 2007 047 604 beschrieben. So ist es bekannt, dass Basisprofile für die mechanische Stabilität
eines solchen Rahmenprofils zur Verfügung gestellt werden, in welchen z. B. Türblätter
oder Fensterscheiben eingesetzt sind. Um für das Rahmenprofil eine ausreichende Wärmedämmung
zu erzielen, sind bei bekannten Lösungen zwischen der Innenseite und der Außenseite
dieses Basisprofils Wärmedämmmaterialien oder Hohlkammern eingesetzt. Auch ist es
bekannt, dass für eine Verbesserung der Wärmedämmung auf der Außenseite ein Wärmedämmmaterial
aufgesetzt wird, welches durch ein Blendprofil abgedeckt werden kann.
[0003] Nachteilhaft bei bekannten Rahmenprofilen und insbesondere auch bei den bekannten
Blendprofilen ist es, dass über die feste Verbindung der einzelnen Bauteile miteinander
Wärmespannungen entstehen können. So wird bei Sonneneinstrahlung auf die Außenseite
des Basisprofils sich diese Außenseite stärker erwärmen als die Innenseite. Je besser
die Wärmedämmung funktioniert und dementsprechend je hochwertiger das Rahmenprofil
ausgebildet ist, umso größer wird die Temperaturdifferenz zwischen Außenseite und
Innenseite ausfallen. Da sich üblicherweise jedoch die Materialien des Basisprofils
zwischen Außenseite und Innenseite nicht unterscheiden führt diese unterschiedliche
Temperierung zu unterschiedlichen realen Wärmeausdehnungen. In Extremfällen kann es
dabei zu einem Verzug des gesamten Rahmenprofils kommen. Dies kann darüber hinaus
zu Folgeproblemen wie der Reduktion der Dichtigkeit des Rahmenprofils führen. Auch
die bekannten Blendprofile sind bei den beschriebenen Lösungen in der
EP 2 476 854 A2 oder der
DE 10 2007 047 604 nicht in der Lage einen entsprechenden Verzug des Rahmenprofils zu verhindern. So
verstärken sie im Zweifel sogar das Problem, da dort ebenfalls durch die feste Verbindung
zwischen dem Basisprofil und dem entsprechenden Blendprofil ein zusätzlicher Wärmeverzug
entstehen kann.
[0004] DE 295 10 244 U zeigt ein Rahmenprofil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0005] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile
zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
in kostengünstiger und einfacher Weise eine gute Dämmung zu erzielen und gleichzeitig
Verformungen des Rahmenprofils möglichst zu vermeiden.
[0006] Voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Rahmenprofil mit den Merkmalen des Anspruches
1 sowie durch ein Blendprofil mit den Merkmalen des Anspruches 10. Weitere Merkmale
und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und
den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Rahmenprofil beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Blendprofil und jeweils umgekehrt, sodass bzgl. der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten
stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.
[0007] Bei einem erfindungsgemäßen Rahmenprofil ist dieses für ein Fenster oder eine Tür
ausgebildet. Hierfür weist das Rahmenprofil ein Basisprofil mit einer Innenseite und
einer Außenseite auf, wobei zwischen der Innenseite und der Außenseite wenigstens
Abschnittsweise eine Wärmedämmung angeordnet ist. Ein erfindungsgemäßes Rahmenprofil
zeichnet sich dadurch aus, dass auf wenigstens einer der beiden Seiten ein Blendprofil
in seiner Haupterstreckungsrichtung beweglich befestigt ist und das Basisprofil auf
der entsprechenden Seite zumindest abschnittsweise abdeckt.
[0008] Ein erfindungsgemäßes Rahmenprofil dient also dazu eine entsprechende Profilierung
eines Fensters oder einer Tür zur Verfügung zu stellen. Dabei weist das Basisprofil
vorzugsweise entsprechende Aufnahmemöglichkeiten auf, um eine Fensterscheibe oder
ein Türblatt zu halten.
[0009] Die Innenseite und die Außenseite des Basisprofils sind insbesondere anhand der entsprechenden
Einbausituation voneinander zu unterscheiden. So ist die Außenseite des Basisprofils
im Einbau vorzugsweise von einem Gebäude nach außen gerichtet, während die entsprechende
Innenseite in das Innere des Gebäudes gerichtet ist. Die Wärmedämmung kann dabei in
unterschiedlichster Weise zur Verfügung gestellt sein. So ist es möglich, dass einzelne
Luftkammern zwischen der Innenseite und der Außenseite die Wärmedämmung zur Verfügung
stellen. Auch Dämmmaterialien, welche solche Kammern vollständig oder teilweise ausfüllen
sind zur Wärmedämmung einsetzbar.
[0010] Das Blendprofil deckt das Basisprofil auf der entsprechenden Seite zumindest abschnittsweise
ab. Damit weist das Blendprofil unterschiedliche Erstreckungsrichtungen auf. Erfindungsgemäß
ist das Blendprofil relativ dünn ausgebildet, sodass auch von einem Blendprofilblech
gesprochen werden kann. Darüber hinaus erstreckt sich das Blendprofil entlang der
jeweiligen Erstreckung des Basisprofils. Solche Profile weisen üblicherweise eine
längliche Haupterstreckungsrichtung auf, sodass die entsprechende Breite des Basisprofils
und damit auch des Blendprofils deutlich geringer im Vergleich zu dessen Länge ausfällt.
Auf diese Weise lässt sich die Haupterstreckungsrichtung des Blendprofils auch als
die längste Erstreckungsrichtung des Blendprofils in den drei Dimensionen bezeichnen.
[0011] Durch das erfindungsgemäße Vorsehen des Blendprofils erfolgt nun eine Abdeckung des
Basisprofils. Diese Abdeckung kommt einer Verschattung gleich, so dass z. B. bei starker
Sonneneinstrahlung auf das Rahmenprofil diese Abschattung das Basisprofil vor über
die Maßen starker bzw. schneller Erwärmung durch die Sonneneinstrahlung schützt. Vielmehr
erwärmt sich an Stelle des Basisprofils das Blendprofil stark und/oder schnell, sodass
durch die bewegliche Befestigung des Blendprofils hier eine Ausgleichsmöglichkeit
geschaffen wird. Bei starker Sonneneinstrahlung heizt sich also das Blendprofil durch
die Verschattung und damit das Kühlhalten des Basisprofils auf. Beim Aufheizen des
Blendprofils wird sich dieses auf Basis seines Materials und in Abhängigkeit des Wärmeausdehnungskoeffizienten
ausdehnen. Diese Ausdehnung ist jedoch berücksichtigt durch die bewegliche Befestigung
am Basisprofil, sodass keinerlei mechanische Spannungen hinsichtlich der Haupterstreckungsrichtung
bei einer entsprechenden Wärmeausdehnung in dieser Richtung vom Blendprofil an das
Basisprofil weitergegeben werden.
[0012] Selbstverständlich kann eine bewegliche Befestigung auch in weiteren Erstreckungsrichtungen
des Blendprofils bevorzugt sein. So kann beispielsweise in der Nebenerstreckungsrichtung,
z. B. der Breite des Blendprofils, eine zusätzliche Beweglichkeit in der Befestigung
vorgesehen sein. Die Befestigung erfolgt also durch ein einfaches oder sogar durch
ein zweifaches Loslager zwischen Blendprofil und Basisprofil.
[0013] Bevorzugt ist es, wenn das Blendprofil den größten Teil des Basisprofils abdeckt
oder sogar eine vollständige Abdeckung des Basisprofils erzielt. Je größer die Verschattung
des Basisprofils ermöglicht wird, umso stärker fällt auch die erfindungsgemäße Wirkung
des Verformungsschutzes des Basisprofils aus. Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen,
dass für die mechanische Stabilität des Fensters oder der Tür im Wesentlichen ausschließlich
das Basisprofil die entsprechende mechanische Steifheit mit sich bringt. Das Blendprofil
stützt sich zwar am Basisprofil ab, bringt aber für die mechanische Stabilisierung
nur wenig oder nichts hinzu.
[0014] Ein Rahmenprofil ist im Sinne der vorliegenden Erfindung insbesondere ein strangförmiges
Profil. Selbstverständlich kann aus einzelnen strangförmigen Profilen über Eckbereiche
auch ein Rundprofil, ein Dreieckprofil oder auch ein typisches rechteckiges Profil
für ein Fenster oder eine Tür zur Verfügung gestellt werden. Die Blendprofile erstrecken
sich demnach auch in solche Eckabschnitte zwischen einzelnen Abschnitten des Rahmenprofils,
sodass dort ebenfalls der erfindungsgemäße Vorteil erzielbar wird.
[0015] Es kann von Vorteil sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rahmenprofil das Blendprofil
die entsprechende Seite des Basisprofils vollständig oder im Wesentlichen vollständig
abdeckt, wobei das Blendprofil in seiner Haupterstreckungsrichtung wenigstens einen
Ausdehnungsspalt aufweist. Wie bereits erläutert worden ist, werden durch die Vergrößerung
der Abdeckungsmöglichkeit mittels des Blendprofils die Schutzwirkung und damit die
erfinderischen Vorteile des Verzugsschutzes für das Basisprofil verstärkt. Dadurch,
dass das Blendprofil in seiner Haupterstreckungsrichtung wenigstens einen Ausdehnungsspalt
aufweist, kann ein Verklemmen oder Verkeilen des Blendprofils bei starker Erhitzung
vermieden werden. Der Ausdehnungsspalt bezieht sich insbesondere auf die Normaltemperatur
bzw. Raumtemperatur ohne eine notwendige Wärmeausgleichssituation. Erfolgt nun eine
Ausdehnung des Blendprofils vergrößert sich die Länge entlang der Haupterstreckungsrichtung
des Blendprofils. Der vorgesehene Ausdehnungsspalt wird auf diese Weise reduziert.
Die Größe des Ausdehnungsspalts ist also vorzugsweise angepasst an den jeweiligen
Einsatzort und/oder die zu erwartenden Temperaturschwankungen. Selbstverständlich
kann das Blendprofil vollständig oder zumindest teilweise vollständig flächig an der
entsprechenden Seite des Basisprofils anliegen. Jedoch ist es auch möglich, dass zwischen
Blendprofil und Basisprofil eine zusätzliche Luftkammer durch einen Abstand definiert
ist. Damit wird eine Wärmeübertragung zwischen Blendprofil und Basisprofil durch kontaktierende
Wärmeleitung reduziert oder sogar gänzlich vermieden. Dies erfolgt insbesondere im
Zusammenhang mit verwendeten Befestigungsmitteln, wie sie später noch erläutert werden.
[0016] Ein weiterer Vorteil kann es sein, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rahmenprofil
wenigstens zwei Befestigungsmittel das Blendprofil an dem Basisprofil befestigen,
wobei die Beweglichkeit entlang der Haupterstreckungsrichtung sich zwischen den Befestigungsmitteln
und dem Blendprofil und/oder den Befestigungsmitteln und dem Basisprofil ausbildet.
Die Verwendung von Befestigungsmitteln ermöglicht es die kontaktierenden Abschnitte
zwischen Blendprofil und Basisprofil hinsichtlich der Kontaktfläche zu reduzieren.
Kontaktierende Wärmeleitung wird auf diese Weise reduziert bzw. sogar teilweise vermieden.
Die Befestigungsmittel sind dabei insbesondere zur reversiblen Befestigung ausgebildet,
sodass bei einem Defekt oder einem optischen Schaden des Blendprofils dieses ohne
Probleme und Aufwand ausgetauscht werden kann. Ein Rahmenprofil, welches zum Halten
eines Fensters z. B. in eine Öffnung des Gebäudes fest eingebaut ist, kann in einem
solchen Fall dort verbleiben. Die Relativbewegung, welche für die erfindungsgemäße
Beweglichkeit des Blendprofils notwendig ist, kann sowohl durch die Relativbewegung
zwischen Blendprofil und Befestigungsmittel, als auch durch die Relativbewegung zwischen
Basisprofil und Befestigungsmittel zur Verfügung gestellt werden. Selbstverständlich
ist auch eine Kombination dieser beiden Relativbewegungsmöglichkeiten denkbar. Dabei
können die Oberflächen des Basisprofils und/oder des Blendprofils wie auch die Oberfläche
des Befestigungsmittels an einer entsprechenden Reibungsreduktion für die Bewegung
angepasst sein. Die Verwendung von Befestigungsmitteln erlaubt es darüber hinaus bevorzugte
Materialpaarungen zwischen Blendprofil und Befestigungsmittel bzw. zwischen Basisprofil
und Befestigungsmittel für eine Reibungsreduktion zur Verfügung zu stellen.
[0017] Bei dem Rahmenprofil gemäß dem voranstehenden Absatz kann es von Vorteil sein, wenn
als Befestigungsmittel wenigstens eines der Folgenden eingesetzt wird:
- Kunststoffclip
- Edelstahlclip
- Kunststoffprofil
[0018] Eine Unterscheidung zwischen einem Befestigungsmittel in Form von einem Clip und
in Form eines Profils lässt sich dahingehend treffen, dass ein Clip vorzugsweise für
eine elastische Montage ausgebildet ist. So können Befestigungsabschnitte des Kunststoffclips
oder des Edelstahlclips elastisch deformiert werden, um die Befestigung an dem Basisprofil
und/oder dem Blendprofil zu ermöglichen. Die Ausbildung eines Profils aus Kunststoff
oder sogar auch aus Metall bzw. Edelstahl ermöglicht ein seitliches Aufschieben, welches
der entsprechenden Haupterstreckungsrichtung des Blendprofils gleichkommt. Bei der
Aufzählung handelt es sich selbstverständlich um eine nicht abschließende Liste.
[0019] Vorteilhaft ist es weiter, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rahmenprofil das Blendprofil
wenigstens einen Befestigungsabschnitt für die Befestigung an dem Basisprofil aufweist,
wobei der wenigstens eine Befestigungsabschnitt eine reibungsoptimierte Oberfläche
aufweist. Eine Reibungsoptimierung erfolgt insbesondere mit Bezug auf eine Reduktion
der Haftreibung. Für starke Erwärmungssituationen, z. B. durch Sonneneinstrahlung,
mit einhergehender schneller Ausdehnung des Blendprofils wird dementsprechend das
Lösen zwischen Blendprofil am Befestigungsabschnitt und dem Basisprofil bzw. dem entsprechenden
Befestigungsmittel durch reduzierte Haftreibung schneller und einfacher möglich. Insbesondere
ein geräuschhaftes Lösen dieses Kontaktes während der Relativbewegung zwischen Blendprofil
und Basisprofil wird auf diese Weise reduziert oder sogar vollständig vermieden. Der
Befestigungsabschnitt kann z. B. durch Oberflächenbearbeitung erzeugt werden. So ist
ein Schleifen und/oder Polieren möglich, um die Rauigkeit des Befestigungsabschnittes
für eine Reduktion der Haftreibung zu minimieren. Selbstverständlich kann auch eine
Anpassung an ein entsprechendes Material des Basisprofils und/oder der Befestigungsmittel
für eine Reibungsreduktion ermöglicht werden. Auch eine Beschichtung des Befestigungsabschnittes
ist im Sinne der vorliegenden Erfindung denkbar.
[0020] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rahmenprofil das Blendprofil
wenigstens abschnittsweise eine Reflexionsfläche an der äußeren Oberfläche aufweist
für eine Reflektion von Wärmestrahlung. Die Reflexionsfläche kann z. B. durch Polieren
erzeugt werden, sodass einstrahlendes Sonnenlicht leichter bzw. zu einem größeren
Grad reflektiert wird. Eine Reduktion der Aufheizung des Blendprofils führt dementsprechend
auch zu einem weiteren Aufheizschutz des Basisprofils und verbessert damit den Schutz
gegen einen Verzug des Basisprofils. Die Innenseite des Blendprofils zum Basisprofils
hin ist insbesondere matt oder im Wesentlichen matt ausgebildet, um die Weitergabe
eines aufgeheizten Blendprofils an das Basisprofil durch Wärmestrahlung zu reduzieren.
Insbesondere weist das Blendprofil auch eine Dämmung oder eine teilweise Dämmung gegen
Wärmeleitung an das Basisprofil auf, um auch für dieses Wärmeübertragungsphänomen
eine verbesserte Schutzwirkung für das Basisprofil zu erzielen.
[0021] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rahmenprofil das Blendprofil
wenigstens zwei Blendprofilbauteile aufweist, welche in der Haupterstreckungsrichtung
des Blendprofils aneinander grenzen. Wie hier erkennbar ist, kann das Blendprofil
selbstverständlich beliebig viele einzelne Blendprofilbauteile aufweisen. Damit wird
es nicht nur unmöglich komplexe Geometrien von Rahmenprofilen für unterschiedlichste
Fensterformen zur Verfügung zu stellen, sondern vielmehr auch durch modularen Aufbau
von einzelnen Blendprofilbauteilen beliebige Größen des Rahmenprofils abzudecken.
Damit können durch Gleichteile eine hohe Stückzahl von Blendprofilbauteilen erzeugt
werden, sodass eine Preisreduktion für das Erstellen des Blendprofils möglich wird.
[0022] Bei einem Rahmenprofil gemäß dem voranstehenden Absatz kann es von Vorteil sein,
wenn die wenigstens zwei Blendprofilbauteile miteinander abschnittsweise überlappen.
Durch das Überlappen wird sichergestellt, dass z. B. der beschriebene Ausdehnungsspalt
von außen nicht sichtbar ist. Vielmehr befindet sich in diesem Überlappungsbereich
auch der Ausdehnungsspalt, sodass trotz der Ausdehnung und damit unabhängig von der
tatsächlichen Temperatursituation der Ausdehnungsspalt nicht sichtbar ist. Die Verschattung
des Basismoduls des Basisprofils wird über diese abschnittsweise Überlappung ebenfalls
verbessert. Selbstverständlich kann eine solche Überlappung auch in einem Eckbereich
des Rahmenprofils vorgesehen sein.
[0023] Ein weiterer Vorteil ist erzielbar, wenn bei einem erfindungsgemäßen Rahmenprofil
das Blendprofil formschlüssig an dem Basisprofil befestigt ist. Ein Formschluss kann
z. B. durch elastische Montage wie beim Aufclipsen oder durch das seitliche Aufschieben
wie bei einer Profillösung erzielt werden. Dabei ist der Formschluss insbesondere
mit einem Freiheitsgrad in Richtung der Haupterstreckungsrichtung für die entsprechende
Beweglichkeit versehen.
[0024] Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Blendprofil für die in seiner
Haupterstreckungsrichtung bewegliche Befestigung an einem Basisprofil für die zumindest
abschnittsweise Abdeckung des Basisprofils zur Ausbildung eines erfindungsgemäßen
Rahmenprofils. Dementsprechend bringt zur Ausbildung eines erfindungsgemäßen Rahmenprofils
das erfindungsgemäße Blendprofil die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich
mit Bezug auf ein erfindungsgemäßes Rahmenprofil erläutert worden sind.
[0025] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in
der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination
erfindungswesentlich sein. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Rahmenprofils vor der Montage,
- Fig. 2
- die Ausführungsform der Figur 1 nach der Montage,
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Rahmenprofils in einer ersten
Temperatursituation,
- Fig. 4
- die Ausführungsform der Figur 3 in einer zweiten Temperatursituation und
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Rahmenprofils.
[0026] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Rahmenprofils
10. Dieses weist ein zweiteiliges Basisprofil 20 auf, wobei zwischen der Außenseite
24 links und der Innenseite 22 rechts eine Wärmedämmung 26 in Form einer Hohlkammer
vorgesehen ist. In Figur 1 ist eine Explosionsdarstellung dargestellt, wie mit Hilfe
eines Befestigungsmittels 40 an einem entsprechenden Befestigungsabschnitt 36 eine
formschlüssige Befestigung zwischen Basisprofil 20 und Blendprofil 30 möglich wird.
[0027] Figur 2 zeigt die montierte Situation, wobei bei diesem Rahmenprofil 10 sowohl auf
der Innenseite 22, als auch auf der Außenseite 24 ein entsprechendes Blendprofil 30
befestigt ist. Auch ist gut zu erkennen, wie sich zwischen der jeweiligen Seite 22
und 24 sowie dem jeweiligen Blendprofil 30 eine Luftkammer zur zusätzlichen Isolation
ausbildet. Damit wird eine Verschattung im Wesentlichen des gesamten Basisprofils
20 zur Verfügung gestellt, sodass im Falle einer Aufheizung durch starke Sonneneinstrahlung
sich diese im Wesentlichen vollständig auf das Blendprofil 30 beschränkt. Auch ist
gut zu erkennen, dass kontaktierende Flächen zwischen dem Blendprofil 30 und dem Basisprofil
20 reduziert bzw. vermieden sind, sodass eine Übergabe der aufgeheizten Wärme vom
Blendprofil 30 an das Basisprofil 20 nur im geringen Maße durch Wärmeleitung erfolgt.
[0028] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Rahmenprofils
10. In schematischer, seitlicher Schnittdarstellung ist das Basisprofil 20 zwischen
Innenseite 22 und Außenseite 24 hier mit einem Material zur Wärmedämmung 26 versehen.
Auf der Außenseite 24 wurde mit Hilfe von Befestigungsmitteln 40 ein Blendprofil 30
befestigt, welches beweglich entlang der Haupterstreckungsrichtung 32 ausgebildet
ist. Die Beweglichkeit ist insbesondere in der Korrelation der Figuren 3 und 4 zu
erkennen.
[0029] Figur 4 zeigt die Ausführungsform gemäß Figur 3 jedoch bei einer höheren Temperatur.
So konnte hier ein Wärmeausgleich stattfinden, welcher durch Aufheizen des Blendprofils
30 erfolgt. Das Blendprofil 30 besteht hier aus zwei oder sogar noch mehr Blendprofilbauteilen
30a und 30b. Diese überlappen sich am Stirnende S des linken Blendprofils 30a, sodass
über eine Biegekante B des Blendprofils 30a ein entsprechender Ausdehnungsspalt 34
abgedeckt wird. Beim Aufheizen, z. B. durch Sonneneinstrahlung, vergrößert sich die
Länge der beiden Blendprofilbauteile 30a und 30b entlang der Haupterstreckungsrichtung
33, sodass sich dementsprechend der Ausdehnungsspalt 34 reduziert.
[0030] Figur 5 zeigt schematisch eine entsprechende Lösung im Eckbereich eines Rahmenprofils
10. Auch hier weist das Blendprofil 30 wieder zwei Blendprofilbauteile 30a und 30b
auf, welche miteinander überlappen. Hinter dem Überlappungsbereich wird zwischen dem
entsprechenden Stirnende S des Blendprofils 30b und der Biegekante B das Blendprofilbauteil
30a der Ausdehnungsspalt 34 zur Verfügung gestellt. Die Funktionalität des Verzugsschutzes
für das Basisprofil 20 erfolgt in gleicher Weise wie sie bzgl. der Figuren 1 bis 4
erläutert worden ist.
[0031] Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende durch
die Ansprüche begrenzte Erfindung ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich
können einzelne Merkmale der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll frei miteinander
kombiniert werden, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung, welche durch die Ansprüche
begrenzt ist, zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 10
- Rahmenprofil
- 20
- Basisprofil
- 22
- Innenseite
- 24
- Außenseite
- 26
- Wärmedämmung
- 30
- Blendprofil
- 30a
- Blendprofilbauteil
- 30b
- Blendprofilbauteil
- 32
- Haupterstreckungsrichtung
- 34
- Ausdehnungsspalt
- 36
- Befestigungsabschnitt
- 38
- Reflexionsfläche
- 40
- Befestigungsmittel
- S
- Stirnende des Blendprofils
- B
- Biegekante des Blendprofils
1. Rahmenprofil (10) für ein Fenster oder eine Tür, aufweisend ein Basisprofil (20) mit
einer Innenseite (22) und einer Außenseite (24), wobei zwischen der Innenseite (22)
und der Außenseite (24) wenigstens abschnittsweise eine Wärmedämmung (26) angeordnet
ist, wobei auf wenigstens einer der beiden Seiten (22, 24) ein Blendprofil (30) in
seiner Haupterstreckungsrichtung (32) beweglich befestigt ist und das Basisprofil
(20) auf der entsprechenden Seite (22, 24) zumindest abschnittsweise abdeckt, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendprofil (30) wenigstens zwei Blendprofilbauteile (30a, 30b) aufweist, welche
in der Haupterstreckungsrichtung (32) des Blendprofils (30) aneinander angrenzen,
wobei die wenigstens zwei Blendprofilbauteile (30a, 30b) miteinander abschnittsweise
überlappen.
2. Rahmenprofil (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendprofil (30) die entsprechende Seite (22, 24) des Basisprofils (20) vollständig
oder im Wesentlichen vollständig abdeckt, wobei das Blendprofil (30) in seiner Haupterstreckungsrichtung
(32) insbesondere wenigstens einen Ausdehnungsspalt (34) aufweist.
3. Rahmenprofil (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Befestigungsmittel (40) das Blendprofil (30) an dem Basisprofil (20)
befestigen, wobei die Beweglichkeit entlang der Haupterstreckungsrichtung (32) sich
zwischen den Befestigungsmitteln (40) und dem Blendprofil (30) und/oder zwischen den
Befestigungsmitteln (40) und dem Basisprofil (20) ausbildet.
4. Rahmenprofil (10) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass als Befestigungsmittel (40) wenigstens eines der folgenden eingesetzt wird:
- Kunststoffclip
- Edelstahlclip
- Kunststoffprofil
5. Rahmenprofil (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendprofil (30) wenigstens einen Befestigungsabschnitt (36) für die Befestigung
an dem Basisprofil (20) aufweist, wobei der wenigstens eine Befestigungsabschnitt
(36) eine reibungsoptimierte Oberfläche aufweist.
6. Rahmenprofil (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendprofil (30) wenigstens abschnittsweise eine Reflexionsfläche (38) an der
äußeren Oberfläche aufweist für eine Reflexion von Wärmestrahlung.
7. Rahmenprofil (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blendprofil (30) formschlüssig an dem Basisprofil (20) befestigt ist.
1. A frame profile (10) for a window or a door, including a basic profile (20) having
an interior side (22) and an exterior side (24), wherein a thermal insulation (26)
is disposed at least portion-wise between the interior side (22) and the exterior
side (24), wherein a screening profile (30) in the main extension direction (32) thereof
is movably attached on at least one of the two sides (22, 24) and, on the respective
side, covers the basic profile (20) at least portion-wise on the corresponding side
(22, 24), characterized in that the screening profile (30) includes at least two structural screening profile parts
(30a, 30b), which in the main extension direction (32) of the screening profile (30)
border each other, wherein the at least two structural screening profile parts (30a,
30b) overlap each other portion-wise.
2. The frame profile (10) according to claim 1, characterized in that the screening profile (30) completely or essentially completely covers the corresponding
side (22, 24) of the basic profile (20), wherein the screening profile (30) in the
main extension direction (32) thereof includes in particular at least one expansion
gap (34).
3. The frame profile (10) according to any of the preceding claims, characterized in that at least two fastening means (40) fasten the screening profile (30) to the basic
profile (20), wherein the mobility along the main extension direction (32) is formed
between the fastening means (40) and the screening profile (30) and/or between the
fastening means (40) and the basic profile (20).
4. The frame profile (10) according to claim 3,
characterized in that as the fastening means (40) are employed at least one of:
- plastic material clip
- stainless steel clip
- plastic material profile
5. The frame profile (10) according to any of the preceding claims, characterized in that the screening profile (30) includes at least one fastening portion (36) for fastening
to the basic profile (20), wherein the at least one fastening portion (36) includes
a friction-optimized surface.
6. The frame profile (10) according to any of the preceding claims, characterized in that the screening profile (30), at least portion-wise, includes a reflexion surface (38)
on the exterior surface for reflecting heat radiation.
7. The frame profile (10) according to any of the preceding claims, characterized in that the screening profile (30) is positively fastened to the basic profile (20).
1. Profilé de cadre (10) pour une fenêtre ou une porte, présentant un profilé de base
(20) avec une face intérieure (22) et une face extérieure (24), au moins en sections
une isolation thermique (26) étant agencée entre la face intérieure (22) et la face
extérieure (24), un profilé d'écran (30) étant attaché de façon mobile en sa direction
d'extension principale (32) sur au moins une des faces (22, 24) et couvrant au moins
en sections le profilé de base (20) sur la face correspondante (22, 24), caractérisé en ce que le profilé d'écran (30) présente au moins deux membres structurels de profilé d'écran
(30a, 30b), lesquels en la direction d'extension principale (32) du profilé d'écran
(30) se juxtaposent l'un à l'autre, les deux membres structurels de profilé d'écran
(30a, 30b) se chevauchant l'un et l'autre au moins en sections.
2. Profilé de cadre (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le profilé d'écran (30) couvre complètement ou essentiellement complètement la face
correspondante (22, 24) du profilé de base (20), le profilé d'écran (30) présentant,
en sa direction d'extension principale (32), tout particulièrement au moins une fente
d'expansion (34).
3. Profilé de cadre (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins deux moyens d'attachement (40) attachent le profilé d'écran (30) sur le
profilé de base (20), la mobilité le long de la direction d'extension principale (32)
s'établissant entre les moyens d'attachement (40) et le profilé d'écran (30) et/ou
entre les moyens d'attachement (40) et le profilé de base (20).
4. Profilé de cadre (10) selon la revendication 3,
caractérisé en ce qu'au moins un des éléments suivants est employé comme moyen d'attachement (40) :
- clips en matière plastique
- clips en acier inoxydable
- profilé en matière plastique.
5. Profilé de cadre (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profilé d'écran (30) présente au moins une section d'attachement (36) pour l'attachement
sur le profilé de base (20), ladite au moins une section d'attachement (36) présentant
une surface à friction optimisée.
6. Profilé de cadre (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profilé d'écran (30) présente au moins en sections une surface à réflexion (38)
sur la surface extérieure pour une réflexion de rayonnement thermique.
7. Profilé de cadre (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le profilé d'écran (30) est attaché de façon positive sur le profilé de base (20).