[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Greifeinrichtung und ein Verfahren zum Greifen
von Blattgut, insbesondere eines Blattgutstapels, sowie eine Vorrichtung, die die
Greifeinrichtung aufweist.
[0002] Um einen Stapel von Blattgut von einer Ausgangsposition zu einer Zielposition zu
transportieren sind stationäre Transporteinrichtungen bekannt, die den gesamten Stapel
von einer Ausgangsposition zu einer Zielposition befördern. Alternativ ist es auch
bekannt, an der Ausgangsposition die einzelnen Blätter einzeln nacheinander von dem
Blattgutstapel abzuziehen und zur Zielposition zu befördern und diese dort ggf. wieder
zu aufzustapeln. Da derartige Vorrichtungen aufwändig und in Bezug auf eine variable
Ausgangs- und Zielposition unflexibel sind, wird bei manchen Anwendungen der jeweilige
Blattgutstapel durch eine Person manuell transportiert. An Stelle eines manuellen
Transportierens ist es aber auch bekannt, einen Greifer zu verwenden, der den Blattgutstapel
greifen und zur Zielposition transportieren kann. Der Greifer drückt den Blattgutstapel
an seiner Ober- und Unterseite zusammen, um eine Greifklemmung des Blattgutstapels
zu erreichen. Insbesondere können solche Greifer dazu verwendet werden, einen Blattgutstapel
aus einem Behälter zu entnehmen und den entnommenen Blattgutstapel an einer gewünschten
Zielposition wieder abzulegen.
[0003] Für die Bearbeitung von Wertdokumenten werden beispielsweise Behälter eingesetzt,
die auf einer Seite öffenbar sind oder permanent offen sind, und in die einer oder
mehrere Wertdokumentstapel aus losen Wertdokumenten eingelegt werden können. Zur Entnahme
der Wertdokumente ist der Behälter üblicherweise so angeordnet, so dass seine offene
Seite nach oben weist und die Wertdokumente in dem Behälter auf ihren Längskanten
stehen.
[0004] Wenn in dem Behälter mehrere Wertdokumentstapel voneinander getrennt aufbewahrt werden
sollen, z.B. um die Stapel voneinander unterscheiden zu können, kann der Behälter
mit Trennelementen versehen sein, die den Behälter in mehrere Teilbereiche unterteilen,
vgl. Figur 1a. Sowohl die Innenwand des Behälters als auch die Trennelemente weisen
an ihren den Wertdokumentoberflächen zugewandten Seiten üblicherweise eine mäanderförmige
Oberfläche aus mehreren Vorsprüngen und Aussparungen auf. Um den Wertdokumentstapel
durch einen Greifer automatisch aus dem Behälter zu entnehmen, kann ein Greifer mit
mehreren Greiffingern eingesetzt werden, die von oben in die Aussparungen der mäanderförmigen
Oberfläche eintauchen. Dementsprechend sind die Aussparungen des Behälters und die
Greiffinger des Greifers in ihrer Anordnung und Größe aneinander angepasst. Der Greifer
weist z.B. zwei rechenartige Greifelemente aus mehreren Greiffingern auf, die die
aufeinander zu und voneinander wegbewegt werden können, um den Wertdokumentstapel
zu greifen, sobald die Greiffinger senkrecht in die Aussparungen des Behälters eingetaucht
sind. Mit Hilfe des Greifers kann so der gewünschte Wertdokumentstapel gegriffen,
aus dem Behälter entnommen und von dem Behälter entfernt abgelegt oder in eine Vorrichtung
zur Wertdokumentbearbeitung eingelegt werden.
[0005] Eine störungsfreie Entnahme eines Blattgutstapels aus dem Behälter gelingt auf diese
Weise jedoch nur bei solchen Blattgutstapel, bei denen die Anzahl an Blättern nicht
zu groß ist. Denn große Stapel sind aufgrund ihrer größeren Masse und ungünstigeren
Geometrie anfällig dafür, bei der Entnahme des Stapels aus der Greifklemmung des Greifers
herauszufallen. Besonders schwierig ist außerdem eine sichere Entnahme von gemischten
Stapeln aus Blattgut verschiedener Größe, da dies zu ungleichmäßigen mechanischen
Eigenschaften des Blattgutstapels führt. Eine weitere Schwierigkeit resultiert daraus,
dass die Kraft, die der Greifer auf die Stapeloberfläche ausüben muss, um den Stapel
gegen die Schwerkraft und gegen Beschleunigungskräfte festzuhalten, von der Reibung
zwischen dem Greifer und dem an der Stapeloberfläche befindlichen Blatt sowie von
der Reibung zwischen den Blättern des Stapels abhängt, und diese Reibungskräfte, je
nach Art und Zustand der Blätter variieren. Bisher ist daher eine sichere und störungsfreie
Entnahme von Blattgutstapeln daher nur für bestimmte Arten von Blattgutstapeln möglich.
[0006] Aus
US 5,425,565 ist es bekannt, den Greifer derart auszubilden, dass die Greiffinger in Richtung
eines aus einer vorgegebenen Menge von Blättern gebildeten Blattgutstapels hin geneigt
werden können. Dadurch wird der Blattgutstapel bogenförmig gespannt, wodurch seine
Entnahme unterstützt wird. Ähnliche Greifer sind zudem aus
WO 2006/086160 A1 und
FR 2740439 A1 bekannt.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Lösung dafür zu schaffen,
einen in einem Behälter befindlichen Blattgutstapel mittels eines Greifers aus dem
Behälter zu entnehmen und durch Greifklemmung entgegen der Schwerkraft festzuhalten.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weitere
Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0009] Bei sehr großen Blattgutstapeln wurde beobachtet, dass die für das Greifen aufzuwendende
Kraft so groß gewählt werden muss, dass die Greiffinger durch die Gegenkraft des Stapels
elastisch verbogen werden können. Durch das Verbiegen der Greiffinger nach außen wirkt
die Greifkraft vor allem nur mehr am Rand des Blattguts, so dass der Blattgutstapel
aus der Greifklemmung herausfallen kann.
[0010] Die erfindungsgemäße Greifeinrichtung weist zumindest zwei Greifelemente zum Greifen
eines zwischen den Greifelementen angeordneten Blattgutstapels auf. Die Greifelemente
können mittels eines Antriebs aufeinander zu bewegt werden, um den Blattgutstapel
zu greifen und voneinander weg bewegt werden, um den Blattgutstapel wieder loszulassen.
Dazu kann eines der Greifelemente beweglich ausgebildet sein und das andere feststehend
oder beide können beweglich ausgebildet sein. Um an beiden Enden des Stapels eine
Greifklemmung des Blattgutstapels zu erreichen, greift die Greifeinrichtung den Stapel,
indem sie den Stapel an beiden Enden des Stapels in Richtung des Stapels zusammendrückt.
Die Greifeinrichtung weist vorzugsweise einen Anhaltmechanismus zum Abschalten des
Antriebs auf, der die Relativbewegung der Greifelemente antreibt, und damit zum automatischen
Anhalten der Relativbewegung der Greifelemente, sobald eine bei der Greifklemmung
erzeugte Gegenkraft des Blattgutstapels einen bestimmten Wert überschreitet. Damit
wird erreicht, dass eine vordefinierte Greifkraft der Greifeinrichtung auf den Blattgutstapel
wirkt, die ausreicht, den Stapel sicher zu greifen, aber nicht zu beschädigen. Die
Greifelemente weisen jeweils zumindest einen Greiffinger auf. Die Greiffinger können
an das Stapelendblatt des zu greifenden Blattgutstapels angelegt werden, das sich
an dem jeweiligen Greifelement zugewandte Ende des Blattgutstapels befindet. Zumindest
einer der Greiffinger eines der Greifelemente von seiner Ausgangsstellung, in der
er im Wesentlichen parallel zur Oberfläche des ihm zugewandten Stapelendblatts orientiert
ist, in eine gekippte Stellung kippbar, in der er zu der Oberfläche des ihm zugewandten
Stapelendblatts hin geneigt ist. Vorzugsweise sind alle Greiffinger zumindest eines
der Greifelemente derart kippbar ausgebildet. Auch das zweite Greifelement kann kippbare
Greiffinger aufweisen.
[0011] In der Ausgangsstellung, in der der kippbare Greiffinger ungekippt ist, kann dieser
senkrecht in die Aussparungen einer mäanderförmigen Oberfläche der Seitenwand eines
Behälters eintauchen. Dies ist vorteilhaft gegenüber permanent gekippten Greiffingern,
da diese, wenn sie in solche Aussparungen eintauchen sollen, aufgrund der Kippstellung
mehr Platz benötigen würden, was zu Lasten der in dem Behälter aufnehmbaren Blattgutmenge
gehen würde.
[0012] Das Kippen des Greiffingers verlagert den Angriffspunkt, an dem die Greifkraft des
Greiffingers auf den Blattgutstapel größtenteils wirkt, auf eine Greifstelle, die
nicht mehr am Rand, sondern insbesondere im Mittenbereich des Blattgutstapels liegt.
Das Kippen des Greiffingers wirkt einer nachlassenden Greifklemmung, die durch das
elastische Verbiegen des Greiffingers entsteht, entgegen. Damit wird ein sicheres
Greifen und Transportieren sehr großer Blattgutstapel und von gemischten Stapeln aus
Blattgut verschiedener Größe ermöglicht. Die Greifeinrichtung ist aber sehr flexibel
einsetzbar, was den zu greifenden Blattgutstapel betrifft. Denn mit derselben Greifeinrichtung
kann, ohne eine Veränderung der Greifeinrichtung vorzunehmen, sowohl ein sehr großer
Blattgutstapel als auch ein Stapel aus sehr wenigen einzelnen Blättern oder sogar
ein einziges Blatt sicher aus einem Behälter entnommen werden.
[0013] Vorzugsweise weist jedes Greifelement jeweils mindestens zwei Greiffinger auf, die
parallel zueinander verlaufen und voneinander beabstandet angeordnet sind. Die Greifelemente
sind insbesondere so zueinander positioniert, dass die Greiffinger der Greifelemente
zueinander versetzt angeordnet sind, d.h. die Greiffinger eines der Greifelemente
decken sich jeweils mit den Lücken, die zwischen den Greiffingern des anderen Greifelements
liegen. Der oder die kippbaren Greiffinger des Greifelements werden so gekippt, dass
sie in ihrer gekippten Stellung eine Greifklemmung auf den Stapel ausüben, die dazu
ausreicht, den Blattgutstapel entgegen seiner Schwerkraft, und insbesondere auch entgegen
der zum Transportieren des Blattgutstapels erforderlichen Beschleunigungskräfte, festzuhalten.
Das Kippen bewirkt, dass der Blattgutstapel allein durch die Greifklemmung gehalten
werden kann, ohne dass der Blattgutstapel seiner Unterseite gegen die Schwerkraft
gestützt wird d.h. ohne dass der Stapel auf einer Auflage aufliegt.
[0014] Die Greifeinrichtung ist im Raum bewegbar und daher zum Transportieren eines Blattgutstapels
von einer Ausgangsposition, zu einer Zielposition eingerichtet. Die Greifeinrichtung
kann zu diesem Zweck z.B. an dem Gelenkarm eines Gelenkarmroboters befestigt sein,
um dreidimensionale Bewegungen der Greifeinrichtung im Raum (Translations- und Rotationsbewegungen)
zu ermöglichen. Zum Beispiel kann die Greifeinrichtung dazu verwendet werden, einen
Blattgutstapel aus einem Behälter zu entnehmen und den entnommenen Blattgutstapel
an einer gewünschten Zielposition wieder abzulegen. Alternativ ist mit Hilfe der Greifeinrichtung
auch Entnahme eines Blattgutstapels von einer beliebigen Ablage oder aus einem Ausgabefach
einer Blattgutbearbeitungsvorrichtung möglich.
[0015] Der jeweilige kippbare Greiffinger ist um eine Achse kippbar, die etwa parallel zur
Oberfläche des dem Greiffinger zugewanden Stapelendblatts orientiert ist und die einen
von Null verschiedenen Winkel mit der Richtung des Greiffingers einschließt, der beispielsweise
90° ist oder näherungsweise bei 90° liegt. Der Greiffinger ist derart kippbar, dass
er in seiner gekippten Stellung entlang der Richtung senkrecht zu der Oberfläche des
ihm zugewandeten Stapelendblatts (im Folgenden auch als "Stapeloberfläche" bezeichnet)
hin geneigt ist. Das äußere Ende des kippbaren Greiffingers, das von der Befestigung
des kippbaren Greiffingers an dem Greifelement abgewandt ist, wird zur Stapeloberfläche
hin geneigt. In der gekippten Stellung ist das äußere Ende des kippbaren Greiffingers
relativ zu denjenigen Abschnitten des kippbaren Greiffingers, die näher an der Befestigung
des kippbaren Greiffingers an dem Greifelement liegen als das äußere Ende, senkrecht
zur Stapeloberfläche hin verschoben. In der Ausgangstellung des kippbaren Greiffingers
weisen jedoch das äußere Ende des kippbaren Greiffingers und die Abschnitte des kippbaren
Greiffingers, die näher als das äußere Ende an der Befestigung des kippbaren Greiffingers
an dem Greifelement liegen, entlang der Richtung senkrecht zu Stapeloberfläche dieselbe
Position auf. In seiner Ausgangsstellung ist der Greiffinger insbesondere derart an
das Stapelendblatt anlegbar, dass der Greiffinger das Stapelendblatt zumindest über
ein Viertel der Länge des Stapelendblatts hinweg, bevorzugt zumindest über die halbe
Länge hinweg, flächig berührt, wobei die Länge des Stapelendblatts in der Richtung
betrachtet wird, in die der Greiffinger weist. In Bezug auf seine Ausgangsstellung
nimmt der Greiffinger in seiner gekippten Stellung einen spitzen Kippwinkel ein. Dieser
spitze Kippwinkel beträgt insbesondere 1°-20°, beispielsweise 2°-5°.
[0016] Durch das Kippen des kippbaren Greiffinger wird erreicht, dass die Greifkraft, die
der kippbare Greiffinger in seiner gekippten Stellung auf den Blattgutstapel ausübt,
vor allem durch das äußere Ende des kippbaren Greiffingers auf den Blattgutstapel
ausgeübt wird, das von der Befestigung des kippbaren Greiffingers an dem Greifelement
abgewandt ist. In der gekippten Stellung übt das äußere Ende des kippbaren Greiffingers
die Greifkraft auf den Blattgutstapel an einer Greifstelle auf dem Stapelendblatt
aus, die nicht im Randbereich, sondern im Mittenbereich des Blattgutstapels liegt.
Als Mittenbereich des Blattgutstapels wird derjenige Bereich bezeichnet, der, entlang
der Richtung des Greiffingers betrachtet, von beiden Rändern des Blattgutstapels mindestens
30% der Breite des Blattgutstapels entfernt, die der Blattgutstapel in der Richtung
des Greiffingers aufweist. Vorzugsweise liegt die Greifstelle entlang dieser Richtung
etwa in der Mitte des Blattgutstapels. Die Greifstelle, an der der Greiffinger in
seiner gekippten Stellung den Blattgutstapel im Wesentlichen hält, ist z.B. ein Kontaktpunkt,
wobei, aufgrund der Elastizität des Blattgutstapels, aber auch in der gekippten Stellung
eine flächige Berührung des Stapelendblatts durch den Greiffinger möglich ist. Der
Vorteil der Greifklemmung im Mittenbereich ist, dass beim Transportieren des Blattgutstapels
mittels der Greifeinrichtung weder die Schwerkraft noch die Trägheitskraft des Stapels
(bei Bewegung des Stapels im Raum) ein Drehmoment auf den Stapel ausüben kann, und
zwar unabhängig von der Richtung, wie der Stapel gehalten wird. Besonders vorteilhaft
ist es, wenn zumindest eines der Greifelemente mindestens zwei der oben genannten
kippbaren Greiffinger aufweist, die beidseitig der Mitte des Blattgutstapels angeordnet
sind, insbesondere die etwa symmetrisch zur Mitte des Blattgutstapels angeordnet sind.
Jeweils das äußere Ende des kippbaren Greiffingers übt in seiner gekippten Stellung
eine Greifkraft auf den Blattgutstapel an einer Greifstelle im Mittenbereich des Blattgutstapels
aus. Die beiden Greifstellen sind beidseitig der Mitte des Blattgutstapels angeordnet,
sie liegen vorzugsweise symmetrisch zur Mitte des Blattgutstapels. Im Fall eines gemischten
Blattgutstapels mit Blättern verschiedener Größe, die einseitig, an der gleichen Blattgutkante
ausgerichtet sind, werden die Greifstellen der Greiffinger bevorzugt symmetrisch zur
Mitte des kleinsten Blatts des Blattgutstapels gewählt. Erfindungsgemäß sind zumindest
die Greiffinger eines der Greifelemente zu einer Ausgleichsbewegung ausgebildet, die
eine Anpassung der Position der Greiffinger an ungleichmäßige Blattgutstapel erlaubt.
Dies kann dasselbe Greifelement sein, das auch den/ die kippbaren Greiffinger hat
und/oder das andere Greifelement, das keinen kippbaren Greiffinger hat. Für die Ausgleichsbewegung
sind die Greiffinger derart an dem Greifelement befestigt, dass sie, relativ zu dem
Greifelement, entlang der Richtung senkrecht zur Stapeloberfläche des Blattgutstapels
in voneinander unterschiedliche Positionen bewegbar sind. Die zur Ausgleichsbewegung
ausgebildeten Greiffinger sind so an dem Greifelement befestigt, dass sie relativ
zu dem Greifelement entlang der Richtung senkrecht zur Stapeloberfläche gegen eine
Federkraft auslenkbar sind. Dadurch dass die beiden Greiffinger senkrecht zur Stapeloberfläche
in voneinander unterschiedliche Positionen bewegbar sind, passt sich die Position
jedes der Greiffinger automatisch an eine lokal unterschiedlich große Gegenkraft des
gegriffenen Blattgutstapels an, die an verschiedenen Stellen entlang der Stapeloberfläche
unterschiedlich groß ist. Diese Ausgleichsbewegung der Greiffinger ist unabhängig
von der oben genannten Kippbewegung zum Kippen der Greiffinger.
[0017] Die Bewegbarkeit der Greiffinger in unterschiedliche Positionen senkrecht zum Banknotenstapel
bewirkt, dass die Position des jeweiligen Greiffingers, die dieser, zum Zeitpunkt
der Greifklemmung des Stapels, relativ zu dem Greifelement einnimmt, in Abhängigkeit
der lokalen Stapelhöhe und/oder in Abhängigkeit der lokalen mechanischen Eigenschaften
des Stapels variierbar ist. Durch diese Ausgleichsbewegung der Greiffinger wird vermieden,
dass sich die Greifkraft stark unterschiedlich auf die Greiffinger verteilt. Ohne
die Ausgleichsbewegung würde auf denjenigen der Greiffinger, der im Bereich größerer
Stapelhöhe greift, ein sehr großer Anteil der Greifkraft entfallen, während auf den
anderen Greiffinger, der im Bereich geringerer Stapelhöhe greift, eine geringe Greifkraft
entfällt. Bei einer stark unterschiedlichen Kraftverteilung besteht die Gefahr, dass
der Stapel unter Schwerkrafteinfluss aus der Greifklemmung des anderen Greiffingers
herausrutscht und der Stapel durch das entstehende Drehmoment um die Greifstelle des
erstgenannten Greiffingers verdreht wird. Durch die Ausgleichsbewegung der Greiffinger
wird erreicht, dass die zur Greifklemmung ausgeübte Greifkraft der Greiffinger aneinander
angeglichen wird, wenn ein Banknotenstapel mit lokal unterschiedlicher Stapelhöhe
und/oder lokal unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften gegriffen wird. Zum Beispiel
üben die beiden Greiffinger näherungsweise dieselbe Kraft auf den Stapel aus. Damit
können auch ungleichmäßige Blattgutstapel sicher gegriffen werden.
[0018] Beispielsweise werden die zwei Greiffinger des Greifelements durch eine Gabel gebildet,
die zur Ermöglichung der Ausgleichsbewegung um eine Achse drehbar ist, die etwa parallel
zu den Greiffingern orientiert ist und insbesondere etwa auf der Mittelsenkrechten
zwischen den beiden Greiffingern liegt. Beim Drehen der Gabel um die Achse bewegen
sich die Greiffinger gegenläufig zueinander. Wenn einer der Greiffinger von der Stapeloberfläche
weg ausgelenkt wird, wird der andere Greiffinger automatisch gegenläufig zu der Stapeloberfläche
hin ausgelenkt. Der Drehbewegung um die Achse der Gabel des Greiffingers wirkt eine
Federkraft entgegen.
[0019] In einem Ausführungsbeispiel weist die Greifeinrichtung einen Riemen auf, der mit
einem der Greifelemente mechanisch gekoppelt ist, um das Greifelement durch die Riemenbewegung
relativ zu dem anderen Greifelement der Greifeinrichtung zu bewegen und um einen zwischen
den beiden Greifelementen angeordneten Blattgutstapel durch eine Greifklemmung zu
greifen. Das Greifelement ist mechanisch derart gestaltet, dass der Antrieb der Riemenbewegung
auch die Kraft zum Kippen des kippbaren Greiffingers bereit stellt. Das Kippen wird
dabei durch die Gegenkraft des zusammengedrückten Blattgutstapels ausgelöst. Für das
Kippen des Greiffingers wird daher vorteilhaft kein weiterer Antrieb oder Aktuator
benötigt. Die Relativbewegung der Greifelemente kann aber auch ohne Zuhilfenahme von
Riemen erreicht werden.
[0020] Bei diesem Ausführungsbeispiel kann für den Anhaltmechanismus z.B. die Riemenspannung
durch einen Sensor überwacht werden, der dazu eingerichtet ist, bei Überschreitung
einer bestimmten Riemenspannung den Antrieb der Riemenbewegung zu stoppen. Bevorzugt
ist der Sensor zur mechanischen Überwachung der Riemenspannung in demjenigen Abschnitt
entlang des Riemens angeordnet ist, in dem im Fall der Greifklemmung des Blattgutstapels,
beim weiteren Verfahren des Greifelements, durch die Gegenkraft des Blattgutstapels
eine erhöhte Riemenspannung erzeugt wird. Insbesondere weist der Sensor eine Rolle
auf, die zur Überwachung der Riemenspannung (z.B. durch Federkraft) an den Riemen
angedrückt wird und die im Fall der Greifklemmung des Blattgutstapels, durch die beim
weiteren Verfahren des Greifelements erhöhte Riemenspannung ausgelenkt wird. Die Auslenkung
der Rolle wird z.B. durch einen Näherungssensor überwacht, der die Position der Rolle
überwacht. Falls eine bestimmte Auslenkung der Rolle überschritten wird, schaltet
der Sensor den Motor der Riemenbewegung ab.
[0021] Die Greifeinrichtung ist insbesondere zur Entnahme eines Blattgutstapels aus einem
Behälter eingerichtet, der Seitenwände mit einer mäanderförmigen Oberfläche aufweist.
Die Seitenwand mit der mäanderförmigen Oberfläche kann durch ein in dem Behälter aufgenommenes
Trennelement oder durch die Innenwand des Behälters selbst gebildet sein. Vorzugsweise
weist die Greifeinrichtung dazu zwei Greifelemente aus jeweils mindestens zwei Greiffingern
auf, die dazu ausgebildet sind, in Aussparungen der mäanderförmigen Oberfläche einer
Seitenwand des Behälters einzutauchen, in dem der Blattgutstapel enthalten ist. Falls
der Behälter so angeordnet ist, dass seine offene Seite nach oben weist und das Blattgut
in dem Behälter auf seinen Kanten steht, kann die Greifeinrichtung den Blattgutstapel
greifen und entgegen der Schwerkraft aus dem Behälter herausheben.
[0022] Die Seitenwand des Behälters, welche die mäanderförmige Oberfläche aufweist, weist
bei manchen Behältern einen vorsprungsfreien Abschnitt auf, d.h. einen Abschnitt,
in dem kein Vorsprung der mäanderförmigen Seitenwand vorhanden ist. Das dieser Seitenwand
zugewandte Stapelendblatt eines in dem Behälter enthaltenen Blattgutstapels kann sich
in diesem vorsprungsfreien Abschnitt zu der Seitenwand hin auswölben. Bevorzugt wird
in einem solchen Fall daher zumindest einer der Greiffinger, der beim Greifen des
Blattgutstapels zum Eintauchen in diesen vorsprungsfreien Abschnitt der Seitenwand
vorgesehen ist, an seinem äußeren Ende derart abgeschrägt, dass er zwischen das zur
Seitenwand hin ausgewölbte Stapelendblatt und dem vorsprungsfreien Abschnitt eintauchen
kann. Das äußere Ende dieses Greiffingers, das an der von der Befestigung des Greiffingers
abgewandten Seite des Greiffingers liegt, ist derart abgeschrägt, dass die Dicke des
Greiffingers entlang der zur Mitte des vorsprungsfreien Abschnitts weisenden Richtung
hin abnimmt. Damit kann auch ein ausgewölbtes Stapelendblatt sicher durch die Greifeinrichtung
gegriffen werden und der vollständige Stapel ist beschädigungsfrei aus dem Behälter
entnehmbar.
[0023] Die Erfindung umfasst auch eine Vorrichtung zur Bearbeitung von Blattgut, insbesondere
von Wertdokumenten, die eine erfindungsgemäße Greifeinrichtung aufweist. Die Vorrichtung
kann eine Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung sein, die ein Eingabefach für die Wertdokumente,
ein Transportsystem zum Transportieren der Wertdokumente, Sensoren zur Prüfung der
Wertdokumente und eines oder mehrere Ausgabefächer für die Wertdokumente aufweist.
Die Vorrichtung kann aber auch im Wesentlichen nur die Greifeinrichtung bereit stellen
und dazu ausgebildet sein, an eine solche Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung angebaut
zu werden, oder zur Verwendung mit einer solchen Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung
vorgesehen sein. Die Greifeinrichtung der Vorrichtung kann dazu eingerichtet sein,
den gegriffenen Wertdokumentstapel in das Eingabefach der Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung
einzulegen und/oder den gegriffenen Blattgutstapel aus einem Ausgabefach der Wertdokumentbearbeitungsvorrichtung
zu entnehmen.
[0024] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Greifen eines Blattgutstapels mittels
der Greifeinrichtung. Dabei erfolgt ein relatives Bewegen der Greifelemente aufeinander
zu durch eine Relativbewegung der Greifelemente, um einen zwischen den beiden Greifelementen
angeordneten Blattgutstapel zusammenzudrücken und durch Greifklemmung zu greifen.
Zumindest einer der Greiffinger wird dabei von seiner Ausgangsstellung in seine gekippte
Stellung gekippt. Das Verkippen des Greiffingers kann bereits vor Beginn der Relativbewegung
oder während der Relativbewegung durchgeführt werden. Die Relativbewegung der Greifelemente
wird automatisch angehalten, sobald eine Greifklemmung erreicht ist, insbesondere
sobald eine bei der Greifklemmung erzeugte Gegenkraft des Blattgutstapels einen vorbestimmten
Wert überschreitet. Dann wird der durch die Greifklemmung gegriffene Blattgutstapel
mittels der Greifeinrichtung transportiert. Die Relativbewegung der Greifelemente
bleibt vorzugsweise nach dem Anhalten der Relativbewegung eine bestimmte Wartezeit
angehalten und nach dieser Wartezeit wird ein Nachgreifen des Blattgutstapels durchgeführt,
bei dem die Relativbewegung der Greifelemente aufeinander zu erneut gestartet wird,
um auch im Fall einer Relaxation des Blattgutstapels eine sichere Greifklemmung des
Blattgutstapels herzustellen. Die erneut gestartete Relativbewegung der Greifelemente
wird wiederum automatisch angehalten, insbesondere sobald die bei der erneuten Greifklemmung
erzeugte Gegenkraft des Blattgutstapels den vorbestimmten Wert erneut überschreitet.
[0025] Insbesondere ist das Verfahren zur Entnahme eines Blattgutstapels aus einem Behälter
mittels der Greifeinrichtung vorteilhaft. Das Verkippen der Greiffinger erfolgt dann
z.B. nachdem die Greiffinger in die Aussparungen einer mäanderförmigen Seitenwand
eingetaucht wurden. Der Schritt des Transportierens des durch die Greifklemmung gegriffenen
Blattgutstapels mittels der Greifeinrichtung umfasst in diesem Fall, dass die Greifklemmung
den gegriffenen Blattgutstapel aus dem Behälter entnimmt.
[0026] Die Greifeinrichtung führt das Nachgreifen durch, während sie den Blattgutstapel
transportiert, insbesondere nachdem die Greifeinrichtung den Blattgutstapel aus dem
Behälter entnommen hat. Durch das Nachgreifen wird die gewünschte Greifkraft erneut
eingestellt, z.B. etwa auf denselben Wert wie bei der ersten Greifklemmung. Durch
das Nachgreifen wird ein sicheres Greifen auch solcher Blattgutstapel erreicht, die
relaxieren. Die Relaxation der Blattgutstapel kann durch inelastische Verformung des
Blattgutstapels durch das Zusammendrücken beim Greifen zustande kommen, z.B. geringe
Positionsverschiebungen zwischen den Blättern des Blattguts. Die Wartezeit wird so
gewählt, dass der Blattgutstapel nach Erreichen der Greifklemmung ausreichend Zeit
hat, um unter dem Einfluss der Greifkraft, der Schwerkraft und ggf. seiner Trägheitskraft
zu relaxieren. Beispielsweise beträgt die Wartezeit zwischen dem automatischen Anhalten
der Relativbewegung und dem Nachgreifen einige Zehntel Sekunden.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Banknoten als Beispiel für die Wertdokumente
beschrieben. Die Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt, sondern Blattgut im
Allgemeinen geeignet, insbesondere für beliebige Arten von Wertdokumenten. Die Erfindung
ermöglicht z.B. die automatische Bearbeitung großer Mengen von Banknoten, wobei die
Banknoten für die Bearbeitung vorab vorbereitet und in die Behälter eingefüllt werden.
Das Entnehmen der Banknoten aus dem Behälter und das Einlegen der aus dem Behälter
entnommenen Banknoten in das Eingabefach einer Banknotenbearbeitungsvorrichtung mit
Hilfe der Greifeinrichtung sowie die Bearbeitung der Banknoten in der Vorrichtung
kann dann völlig automatisch, ohne manuelle Handgriffe eine Bedienperson erfolgen.
[0028] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der folgenden Figuren erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1a-b
- einen teilweise mit Banknoten gefüllten Behälter zusammen mit einem an sich bekannten
Greifer (Fig. 1a) und einen Behälter zusammen mit Greifelementen einer Ausführungsform
einer Greifeinrichtung (Fig. 1b),
- Fig. 2a-d
- Greifeinrichtung zu verschiedenen Zeitpunkten, wenn eines der Greifelemente auf das
andere zu bewegt wird,
- Fig. 3a-b
- Greifeinrichtung beim Greifen eines linksnachgiebigen Banknotenstapels (Fig. 3a) bzw.
beim Greifen eines rechtsnachgiebigen Banknotenstapels (Fig. 3b),
- Fig. 4a-b
- Greifelement mit konventionellen Greiffingern, und
- Fig. 5a-b
- speziell ausgebildetes Greifelement zum sicheren Greifen der Banknoten.
[0029] Figur 1a zeigt einen teilweise mit Banknoten gefüllten Behälter 100 zusammen mit
einem an sich bekannten Greifer 9. Der Behälter 100 wird von einem auf einem auf fünf
Seiten geschlossenen Gehäuse gebildet, das mehrere Unterteilungen aufweist, welche
Trennelemente 101 austauschbar aufnehmen können. Zwischen den mäanderförmigen Trennelementen
101 können Banknotenstapel 1 eingegeben werden. Die Banknoten werden dabei derart
eingegeben, dass sie auf ihren Längskanten im Behälter 100 stehen. Dadurch wird ein
sicheres und ergonomisch günstiges Befüllen des Behälters ermöglicht. Um Banknoten
automatisch aus dem Behälter 100 zu entnehmen wird der Greifer 9 in den Behälter 1
abgesenkt, wobei dessen Greifelemente in die Aussparungen der Trennelemente 101 eintauchen.
Nach dem Absenken werden die zwei Greifelemente des Greifers 9 aufeinander zu bewegt,
um einen Banknotenstapel 1 zu greifen und aus dem Behälter herauszuheben.
[0030] Auch in Figur 1b ist ein Behälter 100 zur Aufnahme von auf ihren Längskanten stehenden
Banknoten dargestellt (der Banknotenstapel 1 ist in Figur 1b nicht gezeigt). Zur Entnahme
der Banknoten wird eine Greifeinrichtung 10 mit zwei Greifelementen 21, 41 verwendet,
die aufeinander zu und voneinander wegbewegt werden können. Die Greifelemente 21,
41 sind Teil der Greifeinrichtung 10, die anhand der Figuren 2a-d ausführlich beschrieben
wird, und von der in Figur 1b lediglich die beiden Greifelemente 21, 41 gezeigt sind.
Um im Behälter befindliche Banknotenstapel 1 sicher greifen und später ablegen zu
können, erstreckt sich zumindest eines der Greifelemente im Wesentlichen über die
gesamte lichte Weite des Behälters 100. Zusätzlich kann die Greifeinrichtung 10 Sensoren
für die Positionierung der Greifelemente 21, 41 aufweisen, deren Signale von einer
Steuereinrichtung ausgewertet werden, um die Bewegung der Greifeinrichtung 10 zu steuern.
[0031] Beispielsweise sind, bei jedem Behälter, alle Banknoten mit ihren Seitenkanten an
derselben Seitenwand des jeweiligen Behälters 100 ausgerichtet. Dadurch wird erreicht,
dass die Greifelemente 21, 41 den jeweiligen Banknotenstapel 1 - ohne Anpassung der
lateralen Position der Greifelemente 21, 41 - immer an denselben Greifstellen (in
Bezug auf den Banknotenstapel) greifen können. Die laterale Position des Greifelements
21 in Figur 1b ist z.B. rechts von der Behältermitte und so gewählt, dass die zwei
Greifstellen beidseitig und symmetrisch zur Mitte des kleinsten mögliche Banknotenformats
angeordnet sind, sofern die Banknoten an der rechten Seitenwand des Behälters 100
ausgerichtet sind. Falls die Banknoten immer an der rechten Seitenwand ausgerichtet
sind, liegen diese Greifstellen in Bezug auf das kleinste mögliche Banknotenformat
bei jedem Banknotenstapel an der gleichen Position.
[0032] Die Trennelemente 101 sind beidseitig mit einer mäanderförmigen Oberfläche ausgestattet,
damit die Greifelemente 21, 41 definiert zwischen im Behälter 100 befindliche Banknoten
eintauchen können, um einen Banknotenstapel zu greifen und aus dem Behälter 100 zu
entnehmen. Die Anordnung und Ausdehnung der Greiffinger der Greifelemente 21, 41 sind
an die Mäanderform der Trennelemente 101 angepasst, damit sie in die Aussparungen
der mäanderförmigen Oberfläche eintauchen können. Ähnlich wie die Trennelemente weisen
auch die vordere und hintere Innenwand des Behälters eine mäanderförmige Oberfläche
mit Vorsprüngen und Aussparungen auf, welche ebenfalls das Eintauchen der Greiffinger
der Greifelemente ermöglicht.
[0033] Der aus dem Behälter 100 von der Greifeinrichtung 10 entnommenen Banknotenstapel
1 wird anschließend einer Bearbeitung, beispielsweise mittels einer Banknotenbearbeitungsvorrichtung
zugeführt. Dazu legt die Greifeinrichtung 10 den Banknotenstapel in ein Eingabefach
der Banknotenbearbeitungsvorrichtung ein, aus dem die Banknoten mittels eines Vereinzelers
einzeln wegtransportiert werden. Die Greifeinrichtung 10 wird zu diesem Zweck im Bereich
des Eingabefachs der Banknotenbearbeitungsvorrichtung angeordnet, um die aus dem Behälter
100 entnommenen Banknoten in ein Eingabefach einlegen zu können. In Reichweite der
Greifeinrichtung 10 kann eine geeignete Aufnahmevorrichtung für einen oder mehrere
Behälter 100 vorgesehen sein. Anschließend werden die Banknoten in der Banknotenbearbeitungsvorrichtung
bearbeitet, in Ausgabefächer der Banknotenbearbeitungsvorrichtung abgelegt und abgerechnet.
[0034] Figur 2a zeigt eine Greifeinrichtung 10 mit den zwei Greifelementen 21 und 41. Zum
Greifen eines Banknotenstapels 1 wird das bewegliche Greifelement 21 auf das feststehende
Greifelement 41 zu bewegt. Das Greifelement 21 der Greifeinrichtung 10 weist einen
Schlitten 24 auf, der mit einem Riemen 32 der Greifeinrichtung 10 mechanisch gekoppelt
ist. Durch die Bewegung des Riemens 32 kann das Greifelement 21 linear auf das Greifelement
41 zu und von diesem weg bewegt werden. Der Riemen 32 wird durch einen Motor 30 bewegt,
der die Antriebsrolle 31 des Riemens antreibt. Das feststehende Greifelement 41 weist
eine Vielzahl von Greiffingern 42 auf, die über die gesamte Länge des Banknotenstapels
verteilt sind. Das feststehende Greifelement kann alternativ aber auch weniger Greiffinger
aufweisen. Das bewegliche Greifelement 21 weist in diesem Beispiel lediglich zwei
Greiffinger 22 auf. Alternativ kann für das bewegliche Greifelement aber, statt der
zwei Greiffinger 22, auch ein einziger breiter Greiffinger verwendet werden oder mehr
als zwei Greiffinger. Auch das bewegliche Greifelement 21 kann eine Vielzahl an Greiffingern
22 aufweisen, die über die gesamte Länge des Banknotenstapels verteilt sind.
[0035] In Figur 2a-d ist die Greifeinrichtung 10 zu verschiedenen Zeitpunkten gezeigt, wenn
das Greifelement 21 kontinuierlich oder schrittweise auf das andere Greifelement 41
zu bewegt wird, um den Banknotenstapel 1 zu greifen. In Figur 2a wird das Greifelement
21 auf das Stapelendblatt 2 des Banknotenstapels 1 zu bewegt, berührt dieses aber
noch nicht. In Figur 2b ist der Zeitpunkt der Berührung zwischen Greifelement 21 und
Stapelendblatt 2 dargestellt. Figur 2c zeigt einen Zeitpunkt, zu dem der Banknotenstapel
1 bereits durch das Greifelement 21 gegen das Greifelement 41 gedrückt wird, die Greiffinger
22 aber noch in ihrer ungekippten Ausgangsstellung A sind. Figur 2d zeigt die Greifeinrichtung,
nachdem die Greiffinger 22 in ihre gekippte Stellung K gekippt wurden und der Banknotenstapel
1 gegriffen ist.
[0036] Die Greiffinger 22 des Greifelements 21 sind durch einen mechanischen Kippmechanismus,
den das Greifelement 21 aufweist, zum Banknotenstapel 1 hin kippbar. Die Funktion
des Kippmechanismus wird anhand eines Vergleichs der Figuren 2c und 2d deutlich. Ausgehend
von Figur 2c, in der sich die Greiffinger 22 in ihrer ungekippten Ausgangsstellung
A befinden, wird der Schlitten 24 des Greifelements 21 mittels des Riemens 32 weiter
nach links bewegt. Beim Weiterbewegen des Greifelements 21 wird durch den Banknotenstapel
1 eine Gegenkraft auf die Greiffinger 22 ausgeübt, welche die Greiffinger 22 und das
damit verbundene Unterteil 23 des Greifelements 21 davon abhält, der Linksbewegung
des Schlittens 24 zu folgen. Die Weiterbewegung des Schlittens 24 nach links und die
Gegenkraft des Banknotenstapels 1 auf die Greiffinger 22 und auf das Unterteil 23
führt zu einem Drehmoment auf das Seitenteil 25 des Greifelements 21, das entsprechend
am Schlitten 24 und am Unterteil 23 gelagert ist. Das Seitenteil 25 wird dadurch um
einen Winkel entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn gedreht. Durch die Drehung des Seitenteils
25 wird das Unterteil 23 des Greifelements, das an seiner linken Seite gelagert ist,
im Uhrzeigersinn gedreht. Die Greiffinger 22, die an dem Unterteil 23 befestigt sind,
werden durch die Drehung des Unterteils 23 in ihre gekippte Stellung K gekippt, z.B.
um einen Kippwinkel α von wenigen Grad um die Achse 28, vgl. Figur 2d. Der Drehung
des Unterteils 23 wirkt die Kraft der Feder 26 entgegen, welche durch die Drehung
des Unterteils 23 gespannt wird. Zum Loslassen des Banknotenstapels 1 werden die Greifelemente
21, 41 wieder auseinander bewegt. Sobald die Gegenkraft des Banknotenstapels 1 wegfällt,
kehrt das Greifelement 21 durch die Kraft der Feder 26 wieder in seinen ursprünglichen
Zustand zurück, wobei die Greiffinger 22 in ihre ungekippte Ausgangsstellung A zurückkehren.
[0037] Zusätzlich oder alternativ zu dem eben beschriebenen rein mechanisch gesteuerten
Kippmechanismus ist auch eine elektronische Auslösung und Steuerung des Kippmechanismus
der Greiffinger möglich, z.B. mit Hilfe entsprechender Aktuatoren zum Kippen der Greiffinger
und Sensoren. Dazu können Sensoren verwendet werden, die die Position des beweglichen
Greifelements detektieren und/oder die bei Zusammendrücken des Stapels die Gegenkraft
des Banknotenstapels detektieren, um das Kippen der Greiffinger auszulösen und die
Relativbewegung der Greifelemente zu stoppen.
[0038] Falls sich der zu greifende Banknotenstapel in einem Behälter, wie z.B. dem Behälter
100 aus Figur 1b befindet, wird das bewegliche Greifelement 21 in einer angehobenen
Stellung der Greifeinrichtung 10 auf das feststehende Greifelement 41 zu bewegt (Fig.
2a, Fig. 2b), also bevor die Greifelemente in den Behälter 100 absenkt werden. Erst
nachdem die Position der beiden Greifelemente 21, 41 richtig ist, um in die Aussparungen
der jeweiligen mäanderförmigen Oberfläche einzutauchen, wird die Greifeinrichtung
10 in den Behälter 100 abgesenkt. Diese Absenkung findet zwischen den Zeitpunkten
der Figuren 2b und 2c statt. Nachdem die Greiffinger in die Aussparungen der Trennelemente
101 bzw. der Innenwand des Behälters 100 eingetaucht sind, wird das bewegliche Greifelement
21 weiter auf das Greifelement 41 zu bewegt, um den Banknotenstapel 1 zusammenzudrücken
(Fig. 2c) und die Greiffinger 22 zu kippen (Fig. 2d). Der Banknotenstapel 1 wird so
gegriffen und kann anschließend sicher aus dem Behälter 100 herausgehoben werden.
[0039] Die Greifeinrichtung 10 weist z.B. einen mechanisch gesteuerten Anhaltmechanismus
zum automatischen Anhalten der Bewegung des Greifelements 21 auf, sobald eine bei
der Greifklemmung erzeugte Gegenkraft des Blattgutstapels 1 einen bestimmten Wert
überschreitet. Bei dem mechanisch gesteuerten Anhaltmechanismus wird die Riemenspannung
des Riemens 32 durch einen Sensor überwacht. Der Sensor zur Überwachung der Riemenspannung
ist in demjenigen Abschnitt entlang des Riemens 32 angeordnet, in dem im Fall der
Greifklemmung des Blattgutstapels, beim Weiterbewegen des Greifelements 21, durch
die Gegenkraft des Blattgutstapels 1 eine erhöhte Riemenspannung erzeugt wird. In
den Figuren 2a-d ist dies der Abschnitt des Riemens 32, der entlang der Bewegungsrichtung
des Riemens zwischen dem Schlitten 24 der Greifeinrichtung 21 und der Antriebsrolle
31 liegt.
[0040] Der Sensor weist eine Rolle 34 auf, die zur Überwachung der Riemenspannung mit einer
Feder an den Riemen angedrückt wird. Im Fall der Greifklemmung des Blattgutstapels
1 erhöht sich die Riemenspannung im Bereich der Rolle 34 durch die beim Weiterbewegen
des Greifelements 21 wirkende Gegenkraft des Blattgutstapels 1 und durch die Antriebskraft
der Antriebsrolle 31. Durch die erhöhte Riemenspannung wird die Rolle 34 durch den
Riemen 32 gegen die Federkraft ausgelenkt (im Vergleich zu Figur 2c ist die Rolle
34 in Figur 2d etwas nach oben ausgelenkt). Die Auslenkung der Rolle 34 wird z.B.
durch einen Näherungssensor 33 überwacht, der die Position der Rolle z.B. induktiv
oder kapazitiv überwacht. Falls eine bestimmte Auslenkung der Rolle 34 überschritten
wird, schaltet der Näherungssensor 33 den zum Antrieb des Riemens verwendeten Motor
30 ab, so dass die Bewegung des Greifelements 21 automatisch angehalten wird. Der
Motor 30 ist vorzugsweise ein Motor mit selbsthemmendem Getriebe, damit die Greifklemmung
des Banknotenstapels 1 auch bei ausgeschaltetem Motor 30 erhalten bleibt. Beim Auseinanderbewegen
der Greifelemente 21, 41 wird die Rolle 34, sobald die Riemenspannung wieder normal
ist, durch die der Auslenkung entgegenwirkende Federkraft wieder an den Riemen 32
angedrückt. Bei Banknotenstapel können Folienelemente der Banknoten, z.B. Sicherheitselemente
die auf den Banknoten aufgebracht sind, zu einer ungleichmäßigen Stapelhöhe und/oder
zu ungleichmäßigen mechanischen Eigenschaften des Banknotenstapels 1 führen. Denn
die Folienelemente können zu einer lokalen Aufwölbung der Banknoten in einem bestimmten
Bereich führen oder die lokale Dicke der Banknoten erhöhen. Bei der Vielzahl von Banknoten
in einem Banknotenstapel ergeben sich in der Summe Banknotenstapel mit einer schrägen
oder welligen Oberfläche oder die in Abhängigkeit der Position entlang der Stapeloberfläche,
eine unterschiedliche Elastizität aufweisen und daher eine lokal unterschiedliche
Gegenkraft bereit stellen, vgl. Figuren 3a-b.
[0041] Um auch solche Banknotenstapel sicher zu greifen, ist erfindungsgemäß zumindest eines
der Greifelemente (dasselbe, das auch kippbare Greiffinger hat und/oder das andere
Greifelement) zu einer Ausgleichsbewegung ausgebildet, die eine Anpassung des Greifelements
an ungleichmäßige Blattgutstapel erlaubt. Dies wird im Folgenden am Beispiel des Greifelements
21 erläutert. Zum Greifen des Banknotenstapels sind die zwei Greiffinger 22 des Greifelements
21 beidseitig der Mitte M des Banknotenstapels 1 angeordnet, vgl. Fig. 2c. Die Greiffinger
22 sind derart an dem Unterteil 23 des Greifelements 21 befestigt, dass sie, relativ
zu dem Unterteil 23, entlang der Richtung senkrecht zur Stapeloberfläche des Blattgutstapels
1, in voneinander unterschiedliche Positionen bewegbar sind. Diese Ausgleichsbewegung
der Greiffinger ist unabhängig von der in den Figuren 2c-d gezeigten Kippbewegung
zum Kippen der Greiffinger.
[0042] Im Beispiel der Figuren 3a-b werden die Greiffinger 22 durch eine Gabel gebildet.
Diese Gabel ist an einer Achse 27 drehbar gelagert, die etwa parallel zu den Greiffingern
22 orientiert ist und die etwa auf der Mittelsenkrechten zwischen den beiden Greiffinger
liegt, vgl. Figuren 3a-b. Die beiden Greiffinger 22 sind daher in verschiedene Positionen
senkrecht zur Stapeloberfläche auslenkbar. Beim Greifen eines Stapels, der eine ungleichmäßige
Höhe oder ungleichmäßige mechanische Eigenschaften aufweist, bewegen sich die Greiffinger
daher gegenläufig zueinander. Der Drehung der Greiffinger 22 um die Achse 27 wirkt
die Federkraft der Feder 26 entgegen. In Figur 3a greift die Greifeinrichtung 10 einen
Blattgutstapel 1, dessen linke Seite eine größere Elastizität hat als dessen rechte
Seite, so dass die Greiffinger 22 bei Zusammendrücken des Stapels automatisch etwas
entgegen des Uhrzeigersinns um die Achse 27 verdreht werden. In Figur 3b greift die
Greifeinrichtung 10 einen anderen Blattgutstapel 1, dessen rechte Seite eine größere
Elastizität hat als dessen linke Seite, so dass die Greiffinger 22 etwas im Uhrzeigersinn
um die Achse 27 verdreht werden.
[0043] In den Figuren 4a-b ist das Greifelement 41 beim Eintauchen in die Aussparungen der
mäanderförmigen Oberfläche eines in einem Banknotenbehälter 100 enthaltenen Trennelements
101 gezeigt. Um eine manuelle Entnahme und ein manuelles Einlegen des Banknotenstapels
in den Behälter 100 zu erleichtern, weist das Trennelement 101 einen vorsprungsfreien
Abschnitt 102 auf, an dem die Mäanderform unterbrochen ist und der eine Griffmulde
aufweist. Eine Banknote BN, z.B. das Stapelendblatt 2 eines in dem Behälter aufgenommenen
Banknotenstapels 1, kann sich in diesen vorsprungsfreien Abschnitt 102 hinauswölben,
vgl. Figur 4a. Beim Absenken des Greifelements 41 besteht daher die Gefahr, dass die
beiden in diesem vorsprungsfreien Abschnitt 102 treffenden Greiffinger 42 nicht in
den Spalt zwischen der Banknote BN und dem Trennelement 101 eintauchen, sondern auf
die Stirnseite der Banknote BN treffen und diese beschädigen, vgl. Figur 4b.
[0044] In den Figuren 5a-b ist eine in dieser Hinsicht verbesserte Ausführungsform der Greiffinger
gezeigt. Die zwei Greiffinger 42, die beim Greifen des Blattgutstapels zum Eintauchen
in dem vorsprungsfreien Abschnitt 102 vorgesehen sind, sind an ihren äußeren Enden
abgeschrägt. Die Abschrägung ist so, dass die Dicke des Greiffingers, die dieser senkrecht
zur Richtung des Greiffingers aufweist, entlang der zur Mitte des vorsprungsfreien
Abschnitts 102 weisenden Richtung hin abnimmt. Damit können diese Greiffinger problemlos
zwischen die hinausgewölbte Banknote BN und dem vorsprungsfreien Abschnitt 102 eintauchen,
vgl. Figur 5b. So wird auch im Fall der Auswölbung einer Banknote in einen vorsprungfreien
Abschnitt, diese Banknote bzw. der Stapel sicher gegriffen, ohne Banknoten zu beschädigen.
1. Greifeinrichtung zum Greifen und Transportieren eines Blattgutstapels, die mindestens
zwei Greifelemente (21, 41) zum Greifen eines zwischen den Greifelementen angeordneten
Blattgutstapels (1) aufweist, die aufeinander zu bewegbar sind, um den Blattgutstapel
(1) durch eine Greifklemmung zu greifen, wobei die Greifelemente (21, 41) jeweils
zumindest einen Greiffinger (22, 42) aufweisen, der an ein Stapelendblatt, das sich
an demjenigen Ende des Blattgutstapels befindet, das dem jeweiligen Greifelement (21,
41) zugewandt ist, so anlegbar ist, dass der Greiffinger (22, 42) das jeweilige Stapelendblatt
flächig berührt, wobei zumindest einer der Greiffinger (22) zumindest eines der Greifelemente
(21) von einer Ausgangsstellung (A), in der der Greiffinger (22) im Wesentlichen parallel
zu der Oberfläche des ihm zugewandten Stapelendblatts (2) orientiert ist, in eine
gekippte Stellung (K) kippbar ist, in der der Greiffinger (22) zur der Oberfläche
des ihm zugewandten Stapelendblatts (2) hin geneigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Greiffinger (22, 42) eines der Greifelemente (21, 41) zu einer Ausgleichsbewegung
ausgebildet sind, die eine Anpassung der Position der Greiffinger (22) an ungleichmäßige
Blattgutstapel erlaubt, wobei die Greiffinger (22,42) derart an dem Greifelement (21,
41) befestigt sind, dass sie, relativ zu dem Greifelement, entlang der Richtung senkrecht
zur Stapeloberfläche des Blattgutstapels (1), in voneinander unterschiedliche Positionen
bewegbar sind.
2. Greifeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der kippbare Greiffinger (22) derart kippbar ist, dass das äußere Ende des kippbaren
Greiffingers, das von der Befestigung des kippbaren Greiffingers an dem Greifelement
(21) abgewandt ist, durch das Kippen zur Oberfläche des dem kippbaren Greiffinger
(22) zugewandten Stapelendblatts (2) hin geneigt wird.
3. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der kippbare Greiffinger um eine Achse (28) kippbar ist, die etwa parallel zur Oberfläche
des dem Greiffinger zugewandten Stapelendblatts (2) orientiert ist und die einen von
Null verschiedenen Winkel mit der Richtung des Greiffingers (22) einschließt.
4. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Kippen des Greiffingers (22) den Angriffspunkt der Greifkraft des kippbaren Greiffingers
zu einer Greifstelle verlagert, die im Mittenbereich des Blattgutstapels (1) liegt.
5. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn der oder die kippbaren Greiffinger (22) in der gekippten Stellung (K) sind,
die Greifelemente (21, 41) eine Greifklemmung auf den Blattgutstapel (1) ausüben,
die dazu ausreicht, den Blattgutstapel durch die Greifklemmung entgegen seiner Schwerkraft
festzuhalten.
6. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Greifelement (21), das den kippbaren Greiffinger (22) aufweist, mit einem Riemen
(32) mechanisch gekoppelt ist, um das Greifelement (21) durch die Riemenbewegung relativ
zu dem anderen Greifelement (41) der Greifeinrichtung zu bewegen und um den zwischen
den beiden Greifelementen (21, 41) angeordneten Blattgutstapel (1) durch eine Greifklemmung
zu greifen, wobei das Greifelement (21) mechanisch derart gestaltet ist, dass der
Antrieb der Riemenbewegung auch die Kraft zum Kippen des kippbaren Greiffingers bereit
stellt.
7. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Ausgleichsbewegung ausgebildeten Greiffinger so an dem Greifelement befestigt
sind, dass sie relativ zu dem Greifelement entlang der Richtung senkrecht zur Stapeloberfläche
gegen eine Federkraft auslenkbar sind.
8. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Greifelement zwei Greiffinger (22) aufweist, die durch eine Gabel gebildet werden,
welche für die Ausgleichsbewegung um eine Achse (27) drehbar ist, die etwa parallel
zu den Greiffingern (22) orientiert ist und vorzugsweise etwa auf der Mittelsenkrechten
zwischen den beiden Greiffingern (22) liegt.
9. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifeinrichtung einen Anhaltmechanismus zum Anhalten der Relativbewegung der
Greifelemente (21, 41) aufweist, bei dem der Antrieb (30) der Relativbewegung automatisch
abgeschaltet wird, sobald eine bei der Greifklemmung erzeugte Gegenkraft des Blattgutstapels
(1) einen bestimmten Wert überschreitet.
10. Greifeinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifeinrichtung einen Riemen (32) aufweist, der mit einem der Greifelemente
(21) mechanisch gekoppelt ist, um dieses Greifelement durch die Riemenbewegung relativ
zu dem anderen Greifelement (41) der Greifeinrichtung zu bewegen und um den zwischen
den beiden Greifelementen angeordneten Blattgutstapel (1) durch eine Greifklemmung
zu greifen, wobei der Anhaltmechanismus umfasst, dass die Riemenspannung durch einen
Sensor (33) überwacht wird, der dazu eingerichtet ist, bei Überschreitung einer bestimmten
Riemenspannung den Antrieb der Riemenbewegung zu stoppen.
11. Greifeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass die Greifeinrichtung dazu eingerichtet ist, einen Blattgutstapel aus einem Behälter
zu entnehmen, der zumindest eine Seitenwand mit einer mäanderförmigen Oberfläche aufweist,
und dass die Greifeinrichtung zwei Greifelemente (21, 41) mit jeweils mindestens zwei
Greiffingern (22, 42) aufweist, die dazu ausgebildet sind, in Aussparungen der mäanderförmigen
Oberfläche der Seitenwand des Behälters einzutauchen.
12. Greifeinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet dass die Seitenwand des Behälters, welche die mäanderförmige Oberfläche aufweist, einen
vorsprungsfreien Abschnitt (102) aufweist, so dass sich das Stapelendblatt eines in
dem Behälter enthaltenen Blattgutstapels in diesem vorsprungsfreien Abschnitt (102)
zu der Seitenwand hin auswölben kann, und dass zumindest einer der Greiffinger, der
beim Greifen des Blattgutstapels zum Eintauchen in diesen vorsprungsfreien Abschnitt
der Seitenwand vorgesehen ist, an seinem äußeren Ende derart abgeschrägt ist, dass
er zwischen das zur Seitenwand hin ausgewölbte Stapelendblatt (2) und dem vorsprungsfreien
Abschnitt (102) eintauchen kann.
13. Vorrichtung zur Bearbeitung von Blattgut, insbesondere von Wertdokumenten, die eine
Greifeinrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 aufweist, wobei die Greifeinrichtung
(10) dazu eingerichtet ist, den gegriffenen Blattgutstapel (1) in ein Eingabefach
der Vorrichtung einzulegen und/oder wobei die Greifeinrichtung dazu eingerichtet ist,
den gegriffenen Blattgutstapel aus einem Ausgabefach der Vorrichtung zu entnehmen.
14. Verfahren zum Greifen eines Blattgutstapels mittels einer Greifeinrichtung (10) nach
einem der vorherigen Ansprüche, beispielsweise zur Entnahme eines Blattgutstapels
aus einem Behälter (100), mit den Schritten:
- relatives Bewegen der Greifelemente (21, 41) aufeinander zu durch eine Relativbewegung
der Greifelemente, um einen zwischen den beiden Greifelementen angeordneten Blattgutstapel
(1) zusammenzudrücken und durch Greifklemmung zu greifen, wobei zumindest einer der
Greiffinger der Greifelemente (21, 41) von seiner Ausgangsstellung (A) in seine gekippte
Stellung (K) gekippt wird, und
- automatisches Anhalten der Relativbewegung der Greifelemente (21, 41), sobald eine
Greifklemmung erreicht ist, insbesondere sobald eine bei der Greifklemmung erzeugte
Gegenkraft des Blattgutstapels (1) einen vorbestimmten Wert überschreitet, und
- Transportieren des durch die Greifklemmung gegriffenen Blattgutstapels (1) mittels
der Greifeinrichtung (10), wobei die Greifklemmung den gegriffenen Blattgutstapel
(1) beispielsweise aus dem Behälter (100) entnimmt,
wobei zumindest die Greiffinger (22, 42) eines der Greifelemente (21, 41) zu einer
Ausgleichsbewegung ausgebildet sind, die eine Anpassung der Position der Greiffinger
(22) an ungleichmäßige Blattgutstapel erlaubt, wobei die Greiffinger (22, 42) derart
an dem Greifelement (21, 41) befestigt sind, dass sie, relativ zu dem Greifelement,
entlang der Richtung senkrecht zur Stapeloberfläche des Blattgutstapels (1), in voneinander
unterschiedliche Positionen bewegbar sind.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativbewegung der Greifelemente (21, 41) nach dem Anhalten der Relativbewegung
eine bestimmte Wartezeit angehalten bleibt, und dass nach der Wartezeit ein Nachgreifen
des Blattgutstapels (1) durchgeführt wird, bei dem die Relativbewegung der Greifelemente
(21, 41) aufeinander zu erneut gestartet wird, um auch im Fall einer Relaxation des
Blattgutstapels (1) eine sichere Greifklemmung des Blattgutstapels herzustellen.
1. A gripping device for gripping and transporting a sheet-material stack, which has
at least two gripping elements (21, 41) for gripping a sheet-material stack (1) disposed
between the gripping elements, which are movable toward each other in order to grip
the sheet-material stack (1) through a grip-clamping, wherein the gripping elements
(21, 41) respectively have at least one gripping finger (22, 42) which can be laid
against a stack end-sheet located at that end of the sheet-material stack facing the
respective gripping element (21, 41) such that the gripping finger (22, 42) areally
contacts the respective stack end-sheet, wherein at least one of the gripping fingers
(22) of at least one of the gripping elements (21) is tiltable from a starting position
(A), in which the gripping finger (22) is oriented substantially parallel to the surface
of the stack end-sheet (2) facing it, into a tilted position (K), in which the gripping
finger (22) is inclined toward the surface of the stack end-sheet (2) facing it, characterized in that
at least the gripping fingers (22, 42) of one of the gripping elements (21, 41) are
configured for a compensating motion which allows an adaptation of the position of
the gripping fingers (22) to non-uniform sheet-material stacks, wherein the gripping
fingers (22, 42) are fastened to the gripping element (21, 41) in such a way that
they are movable, relative to the gripping element, along the direction perpendicular
to the stack surface of the sheet-material stack (1), into mutually different positions.
2. The gripping device according to claim 1, characterized in that the tiltable gripping finger (22) is tiltable in such a way that the outer end of
the tiltable gripping finger, which faces away from the fastening of the tiltable
gripping finger at the gripping element (21), is inclined, by the tilting, toward
the surface of the stack end-sheet (2) facing the tiltable gripping finger (22).
3. The gripping device according to any one of the preceding claims, characterized in that the tiltable gripping finger is tiltable around an axis (28) which is oriented approximately
parallel to the surface of the stack end-sheet (2) facing the gripping finger and
which encloses a non-zero angle with the direction of the gripping finger (22).
4. The gripping device according to any one of the preceding claims, characterized in that tilting the gripping finger (22) shifts the point of application of the gripping
force of the tiltable gripping finger to a gripping spot which lies in the center
region of the sheet-material stack (1).
5. The gripping device according to any one of the preceding claims, characterized in that when the one or more tiltable gripping fingers (22) are in the tilted position (K),
the gripping elements (21, 41) exert a grip-clamping on the sheet-material stack (1),
which is sufficient for firmly holding the sheet-material stack against its gravity
through the grip-clamping.
6. The gripping device according to any one of the preceding claims, characterized in that the gripping element (21) having the tiltable gripping finger (22) is mechanically
coupled with a belt (32), in order to move the gripping element (21) relative to the
other gripping element (41) of the gripping device by the belt motion and in order
to grip the sheet-material stack (1) disposed between the two gripping elements (21,
41) through a grip-clamping, wherein the gripping element (21) is mechanically constructed
in such a way that the drive of the belt motion also makes available the force for
tilting the tiltable gripping finger.
7. The gripping device according to any one of the preceding claims, characterized in that the gripping fingers configured for the compensating motion are fastened to the gripping
element in such a way that they are movable against a spring force, relative to the
gripping element, along the direction perpendicular to the stack surface.
8. The gripping device according to any one of the preceding claims, characterized in that the gripping element has two gripping fingers (22) which are formed by a fork which
for the compensating motion is rotatable around an axis (27) which is oriented approximately
parallel to the gripping fingers (22) and preferably lies approximately on the perpendicular
bisector between the two gripping fingers (22).
9. The gripping device according to any one of the preceding claims, characterized in that the gripping device has a stopping mechanism for stopping the relative motion of
the gripping elements (21, 41), in which the drive (30) of the relative motion is
automatically switched off as soon as an opposing force of the sheet-material stack
(1) generated upon the grip-clamping exceeds a certain value.
10. The gripping device according to claim 9, characterized in that the gripping device has a belt (32) which is mechanically coupled with one of the
gripping elements (21), in order to move this gripping element relative to the other
gripping element (41) of the gripping device through the belt motion and in order
to grip the sheet-material stack (1) disposed between the two gripping elements through
a grip-clamping, wherein the stopping mechanism includes that the belt tension is
monitored by a sensor (33) which is arranged to stop the drive of the belt motion
when a certain belt tension is exceeded.
11. The gripping device according to any one of the preceding claims, characterized in that the gripping device is arranged to remove a sheet-material stack from a container
which has at least one side wall with a meandering surface, and that the gripping
device has two gripping elements (21, 41) with respectively at least two gripping
fingers (22, 42) which are configured to penetrate into recesses of the meandering
surface of the side wall of the container.
12. The gripping device according to claim 11, characterized in that the side wall of the container, which has the meandering surface, has a projection-free
section (102), so that the stack end-sheet of a sheet-material stack contained in
the container can bulge out in this projection-free section (102) toward the side
wall, and that at least one of the gripping fingers, which is provided for penetrating
into this projection-free section of the side wall upon gripping the sheet-material
stack, is beveled at its outer end in such a way that it can penetrate between the
stack end-sheet (2) bulged out toward the side wall and the projection-free section
(102).
13. An apparatus for processing sheet material, in particular value documents, which has
a gripping device (10) according to any one of claims 1 to 12, wherein the gripping
device (10) is arranged to insert the gripped sheet-material stack (1) into an input
pocket of the apparatus and/or wherein the gripping device is arranged to remove the
gripped sheet-material stack from an output pocket of the apparatus.
14. A method for gripping a sheet-material stack by means of a gripping device (10) according
to any one of the preceding claims, for example for removing a sheet-material stack
from a container (100), with the steps:
- relatively moving the gripping elements (21, 41) toward each other through a relative
motion of the gripping elements, in order to compress a sheet-material stack (1) disposed
between the two gripping elements and to grip it through grip-clamping, wherein at
least one of the gripping fingers of the gripping elements (21, 41) is tilted from
its starting position (A) into its tilted position (K), and
- automatically stopping the relative motion of the gripping elements (21, 41) as
soon as a grip-clamping is achieved, in particular as soon as an opposing force of
the sheet-material stack (1) generated upon the grip-clamping exceeds a predetermined
value, and
- transporting the sheet-material stack (1) gripped through the grip-clamping by means
of the gripping device (10), wherein the grip-clamping for example removes the gripped
sheet-material stack (1) from the container, wherein
at least the gripping fingers (22, 42) of one of the gripping elements (21, 41) are
configured for a compensating motion which allows an adaptation of the position of
the gripping fingers (22) to non-uniform sheet-material stacks, wherein the gripping
fingers (22, 42) are fastened to the gripping element (21, 41) in such a way that
they are movable, relative to the gripping element, along the direction perpendicular
to the stack surface of the sheet-material stack (1), into mutually different positions.
15. The method according to claim 14, characterized in that after the stopping of the relative motion the relative motion of the gripping elements
(21, 41) remains stopped for a certain waiting period, and that after the waiting
period a subsequent gripping of the sheet-material stack (1) is carried out, upon
which the relative motion of the gripping elements (21, 41) toward each other is started
anew in order to produce a reliable grip-clamping of the sheet-material stack also
in the case of a relaxation of the sheet-material stack (1).
1. Dispositif de préhension destiné à la saisie et au transport d'une pile de produit
en feuilles, lequel comporte au moins deux éléments de préhension (21, 41) qui sont
destinés à la saisie d'une pile de produit en feuilles (1) placée entre les éléments
de préhension et qui sont déplaçables l'un vers l'autre afin de saisir la pile de
produit en feuilles (1) par un coincement de préhension, cependant que les éléments
de préhension (21, 41) comportent respectivement au moins un doigt de préhension (22,
42) qui peut être disposé de telle façon à une feuille d'extrémité de la pile se trouvant
à l'extrémité de la pile de produit en feuilles, tournée vers l'élément de préhension
(21, 41) respectif, que le doigt de préhension (22, 42) entre en contact face contre
face avec la feuille respective d'extrémité de la pile, cependant qu'au moins un des
doigts de préhension (22) d'au moins un des éléments de préhension (21) peut être
basculé d'une position initiale (A), dans laquelle le doigt de préhension (22) est
orienté essentiellement parallèlement à la surface de la feuille d'extrémité de la
pile (2) tournée vers lui, à une position basculée (K), dans laquelle le doigt de
préhension (22) est incliné vers la surface de la feuille d'extrémité de la pile (2)
pile tournée vers lui, caractérisé en ce qu'au moins les doigts de préhension (22, 42) d'un des éléments de préhension (21, 41)
sont conçus pour un mouvement compensatoire qui permet une adaptation de la position
des doigts de préhension (22) à des piles irrégulières de produit en feuilles, cependant
que les doigts de préhension (22, 42) sont fixés de telle manière à l'élément de préhension
(21, 41) qu'ils sont, relativement à l'élément de préhension, déplaçables le long
de la direction perpendiculaire à la surface de la pile de la pile de produit en feuilles
(1), dans des positions différentes les unes des autres.
2. Dispositif de préhension selon la revendication 1, caractérisé en ce que le doigt de préhension (22) basculable peut être basculé de telle façon que l'extrémité
extérieure du doigt de préhension basculable tournée à l'opposé de la fixation du
doigt de préhension basculable à l'élément de préhension (21) est, par le basculement,
inclinée vers la surface de la feuille d'extrémité de la pile (2) tournée vers le
doigt de préhension (22) basculable.
3. Dispositif de préhension selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le doigt de préhension basculable peut être basculé autour d'un axe (28) qui est
orienté sensiblement parallèlement à la surface de la feuille d'extrémité de la pile
(2) tournée vers le doigt de préhension et qui délimite un angle non nul avec la direction
du doigt de préhension (22).
4. Dispositif de préhension selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le basculement du doigt de préhension (22) déplace vers un emplacement de préhension
situé dans la zone centrale de la pile de produit en feuilles (1) le point d'attaque
de la force de préhension du doigt de préhension basculable.
5. Dispositif de préhension selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, quand le ou les doigts de préhension (22) sont dans la position basculée (K), les
éléments de préhension (21, 41) exercent un coincement de préhension sur la pile de
produit en feuilles (1), lequel suffit pour maintenir, par le coincement de préhension,
la pile de produit en feuilles contre sa pesanteur.
6. Dispositif de préhension selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de préhension (21) qui comporte le doigt de préhension (22) basculable
est couplé mécaniquement à une courroie (32) afin de mouvoir l'élément de préhension
(21) par le mouvement de courroie relativement à l'autre élément de préhension (41)
du dispositif de préhension, et afin de saisir, par un coincement de préhension, la
pile de produit en feuilles (1) placée entre les deux éléments de préhension (21,
41), cependant que l'élément de préhension (21) est mécaniquement réalisé de telle
façon que l'entraînement du mouvement de courroie fournit aussi la force pour le basculement
du doigt de préhension basculable.
7. Dispositif de préhension selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les doigts de préhension conçus pour le mouvement compensatoire sont fixés de telle
manière à l'élément de préhension qu'ils peuvent être déviés relativement à l'élément
de préhension le long de la direction perpendiculaire à la surface de la pile contre
une force de ressort.
8. Dispositif de préhension selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de préhension comporte deux doigts de préhension (22) constitués par une
fourche qui, pour le mouvement compensatoire, peut tourner autour d'un axe (27) qui
est orienté sensiblement parallèlement aux doigts de préhension (22) et qui, de préférence,
se trouve sensiblement sur la médiatrice entre les deux doigts de préhension (22).
9. Dispositif de préhension selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de préhension comporte un mécanisme d'arrêt qui est destiné à l'arrêt
du mouvement relatif des éléments de préhension (21, 41) et dans lequel l'entraînement
(30) du mouvement relatif est automatiquement désactivé dès qu'une force antagoniste
de la pile de produit en feuilles (1), générée lors du coincement de préhension, dépasse
une certaine valeur.
10. Dispositif de préhension selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de préhension comporte une courroie (32) couplée mécaniquement à un
des éléments de préhension (21) afin de mouvoir cet élément de préhension par le mouvement
de courroie relativement à l'autre élément de préhension (41) du dispositif de préhension,
et afin de saisir, par un coincement de préhension, la pile de produit en feuilles
(1) placée entre les deux éléments de préhension, cependant que le mécanisme d'arrêt
comprend que la tension de la courroie est surveillée par un capteur (33) configuré
pour, en cas de dépassement d'une certaine tension de la courroie, stopper l'entraînement
du mouvement de courroie.
11. Dispositif de préhension selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de préhension est équipé pour prélever une pile de produit en feuilles
d'un réservoir ayant au moins une paroi latérale présentant une surface en forme de
méandres, et en ce que le dispositif de préhension comporte deux éléments de préhension (21, 41) ayant respectivement
au moins deux doigts de préhension (22, 42) conçus pour s'enfoncer dans des interstices
de la surface en forme de méandres de la paroi latérale du réservoir.
12. Dispositif de préhension selon la revendication 11, caractérisé en ce que la paroi latérale du réservoir qui présente une surface en forme de méandres comporte
un segment (102) sans saillie, de telle sorte que la feuille d'extrémité de pile d'une
pile de produit en feuilles contenue dans le réservoir peut, dans ce segment (102)
sans saillie, se bomber vers la paroi latérale, et en ce qu'au moins un des doigts de préhension prévu pour, lors de la saisie de la pile de produit
en feuilles, s'enfoncer dans ce segment sans saillie de la paroi latérale, est biseauté
de telle façon à son extrémité extérieure qu'il peut s'enfoncer entre la feuille d'extrémité
de la pile (2) bombée vers la paroi latérale et le segment (102) sans saillie.
13. Equipement de traitement de produit en feuilles, en particulier de documents de valeur,
qui comporte un dispositif de préhension (10) selon une des revendications de 1 à
12, cependant que le dispositif de préhension (10) est équipé pour mettre dans un
casier d'alimentation de l'équipement la pile de produit en feuilles (1) saisie, et/ou
cependant que le dispositif de préhension est équipé pour prélever hors d'un casier
d'alimentation de l'équipement la pile de produit en feuilles saisie.
14. Procédé de saisie d'une pile de produit en feuilles au moyen d'un dispositif de préhension
(10) selon une des revendications précédentes, par exemple pour le prélèvement d'une
pile de produit en feuilles depuis un réservoir (100), comprenant les étapes :
- déplacement relatif des éléments de préhension (21, 41) l'un vers l'autre par un
mouvement relatif des éléments de préhension afin de comprimer et de saisir par coincement
de préhension une pile de produit en feuilles (1) placée entre les deux éléments de
préhension, cependant qu'au moins un des doigts de préhension des éléments de préhension
(21, 41) est basculé de sa position initiale (A) à sa position basculée (K), et
- arrêt automatique du mouvement relatif des éléments de préhension (21, 41) dès qu'un
coincement de préhension est atteint, en particulier dès qu'une force antagoniste
de la pile de produit en feuilles (1), générée lors du coincement de préhension, dépasse
une valeur prédéterminée, et
- transport, au moyen du dispositif de préhension (10), de la pile de produit en feuilles
(1) saisie par le coincement de préhension, cependant que le coincement de préhension
prélève par exemple hors du réservoir (100) la pile de produit en feuilles (1) saisie,
cependant qu'au moins les doigts de préhension (22, 42) d'un des éléments de préhension
(21, 41) sont conçus pour un mouvement compensatoire qui permet une adaptation de
la position des doigts de préhension (22) à des piles irrégulières de produit en feuilles,
cependant que les doigts de préhension (22, 42) sont fixés de telle manière à l'élément
de préhension (21, 41) qu'ils sont, relativement à l'élément de préhension, déplaçables
le long de la direction perpendiculaire à la surface de la pile de la pile de produit
en feuilles (1), dans des positions différentes les unes des autres.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que le mouvement relatif des éléments de préhension (21, 41) reste arrêté pendant un
certain temps d'attente après l'arrêt du mouvement relatif, et en ce que, après le temps d'attente, une saisie subséquente de la pile de produit en feuilles
(1) est effectuée, lors de laquelle le mouvement relatif des éléments de préhension
(21, 41) l'un vers l'autre est à nouveau lancé afin d'accomplir un coincement fiable
de préhension de la pile de produit en feuilles même dans le cas d'une relaxation
de la pile de produit en feuilles (1).