[0001] Die Erfindung betrifft insbesondere eine Rollladenkastenbaugruppe gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 12, sowie ein Zusatzprofil für einen Rollladenkasten gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 8 und ein Kastenwandprofil für einen Rollladenkasten gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft aber gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 12
auch eine Wickelwellenkastenbaugruppe für eine andere Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung,
z.B. für eine Senkrechtmarkise, sowie gemäß Oberbegriff des Anspruchs 8 ein Zusatzprofil
für einen Wickelwellenkasten einer anderen Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung,
z.B. einer Senkrechtmarkise und gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 ein Kastenwandprofil
für einen Wickelwellenkasten einer anderen Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung,
z.B. einer Senkrechtmarkise.
[0002] Gängige Rollladenkästen weisen üblicherweise einen aus mehreren, miteinander verbundenen
Kastenwandbauteilen bestehenden umfangsseitigen Mantel auf, der an seinen beiden Stirnseiten
jeweils mit einem Seitendeckel versehen ist oder sich an den Seitendeckeln abstützt.
Die Seitendeckel des Rollladenkastens können dann wiederum über den Fensterrahmen
oder die Führungsschienen des Rollladens oder auch direkt an dem mit dem Rollladen
versehenen Gebäude befestigt werden. Alternativ oder ergänzend dazu können an einer
Längsseitenwand des Rollladenkastens auch Haken oder Hakenkanäle vorgesehen sein,
mit denen dieser an einem gebäudeseitig befestigten Zusatzprofil mit entsprechenden
Gegenhaken bzw. -hakenkanälen aufgehängt werden kann, um den Rollladenkasten vollständig
oder zusätzlich gebäudeseitig zu sichern.
[0003] Andere Rollladenkästen, die nicht in einen gebäudeseitigen Einbauraum, wie z.B. einen
Schacht oberhalb eines Fensters integriert werden sollen, sondern frei sichtbar auf
eine Fassade oder ein Fenster aufgesetzt werden, weisen zwar prinzipiell einen ähnlichen
Aufbau auf, sollen jedoch eine optisch möglichst ansprechende und daher glatte Front
ohne Vorsprünge, z.B. sichtbare Haken haben.
[0004] Im Sinne einer hohen Gleichteiligkeit in der Produktion und damit erzielbaren Kostenersparnissen
wäre es daher wünschenswert, eine Wickelwellenkastenbaugruppe, insbesondere Rollladenkastenbaugruppe
sowie ein Zusatzprofil und ein Kastenwandprofil dafür zu schaffen, mit denen sowohl
ein längsseitig wandbefestiger, als auch ein an dieser Wandseite sichtbarer, optisch
ansprechender Wickelwellenkasten, insbesondere Rollladenkasten geschaffen werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird hinsichtlich der Wickelwellenkastenbaugruppe, insbesondere Rollladenkastenbaugruppe
mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst, hinsichtlich des Zusatzprofils mit den
Merkmalen des Anspruchs 8 und hinsichtlich des Kastenwandprofils mit den Merkmalen
des Anspruchs 1.
[0006] Die erfindungsgemäße Wickelwellenkastenbaugruppe, insbesondere Rollladenkastenbaugruppe
umfasst einen Wickelwellenkasten, insbesondere Rollladenkasten, der einen aus einer
Anzahl Kastenwandprofilen zusammengesetzten, umfangsseitigen Mantel aufweist, sowie
im Regelfall zwei stirnseitige Seitenteile, und sich dadurch auszeichnet, dass er
zumindest ein erfindungsgemäßes Kastenwandprofil umfasst und ferner zumindest ein
darauf passendes Zusatzprofil. Das Zusatzprofil ist einerseits als Wandbefestigung
zum Aufhängen eines solchen Wickelwellenkastens, insbesondere Rollladenkastens an
einer im Wesentlichen senkrechten Gebäudewand oder dergleichen ausgebildet und weist
dafür eine sich in Profillängsrichtung erstreckende, an der Gebäudewand befestigbare
Traverse auf. Andererseits ist das Zusatzprofil so ausgebildet, dass es alternativ
zu seiner Verwendung als Wandbefestigung in einer um 180° gedrehten Stellung auf diesen
Kasten aufsetzbar ist. Ferner sind das Zusatzprofil und das Kastenwandprofil vorteilhaft
dazu ausgebildet, dass das Zusatzprofil in einem in seiner um 180° gedrehten Stellung
auf diesen Kasten aufgesetzten Zustand an dem Kastenwandprofil gehaltert werden kann.
[0007] Erfindungsgemäß wird ein Zusatzprofil vorgeschlagen, welches als Wandbefestigung
zum Aufhängen eines Wickelwellenkastens, insbesondere Rollladenkastens an einer im
wesentlichen senkrechten Gebäudewand oder dergleichen ausgebildet ist, und dessen
sich in Profillängsrichtung erstreckende, an der Gebäudewand befestigbare Traverse
auf ihrer diesem Kasten zugewandten Kastenseite bevorzugt lediglich einen im wandbefestigten
Zustand nach oben offenen Hakenkanal aufweist, der sich zum Einhängen dieses Kastens
mit einem auf der dem Zusatzprofil zugewandten Seite des Rollladenkastens vorgesehenen,
nach unten offenen Gegenhakenkanal eignet. Das Zusatzprofil ist dabei so ausgebildet
ist, dass es alternativ zu seiner Verwendung als Wandbefestigung in einer um 180°
gedrehten Stellung mit seinem dann nach unten offenen Hakenkanal auf einen unterhalb
des nach unten offenen Gegenhakenkanals an dem Kasten vorgesehenen, nach oben offenen
Gegenhakenkanal aufschiebbar ist. Im um 180° gedrehten Zustand oberhalb des Hakenkanals
weist das Zusatzprofil ferner einen sich längs der Traverse erstreckenden Haltewandabschnitt
auf, welcher sich beim Aufschieben des Hakenkanals auf den nach oben offenen Gegenhakenkanal
in Hintergriff an einem an dem Kasten vorgesehenen Gegenrastvorsprung einrasten lässt
und/oder eine nach oben gewandte Klemmfläche, mit welcher es sich beim Aufschieben
des Hakenkanals auf den nach oben offenen Gegenhakenkanal gegen eine nach unten gewandte,
auf der dem Zusatzprofil zugewandten Seite am Kasten vorgesehene Gegenfläche klemmen
lässt. Der Haltewandabschnitt und/oder die Klemmfläche sind dabei vorteilhaft an einer
im um 180° gedrehten Zustand oberhalb des nach unten offenen Hakenkanals angeordneten,
zum Kasten hin von der Traverse vorstehenden Rast- oder Klemmleiste ausgebildet.
[0008] Das erfindungsgemäße Kastenwandprofil hat einen sich in Profillängsrichtung über
eine Höhenabmessung erstreckenden Außenwandabschnitt, dessen Außenoberfläche sich
in Form einer in Profillängsrichtung extrudierten, leicht gekrümmten oder geraden
Linie in Profillängsrichtung erstreckt und einen - bei gegebener Einbausituation sichtbaren
- Außenoberflächenabschnitt des Wickelwellenkastens, insbesondere Rollladenkastens
bildet. Das Kastenwandprofil hat ferner eine oben an dem Außenwandabschnitt zum Kasteninneren
hin rückspringende Schulter und einen über die Schulter mit dem Außenwandabschnitt
verbundenen, sich über eine Höhenabmessung erstreckenden Einhängwandabschnitt, an
dessen Außenseite eine Gegenhakenanordnung angeordnet ist, welche eine Anzahl nach
unten offener Gegenhakenkanäle zum Aufhängen des Wickelwellenkastens, insbesondere
Rollladenkastens an einer zugeordneten, an einer im Wesentlichen senkrechten Gebäudewand
angebrachten Hakenanordnung aufweist, wobei die Hakenanordnung gemäß der Erfindung
an einem Zusatzprofil vorgesehen sein kann. Um alternativ zum Aufhängen des Wickelwellenkastens,
insbesondere Rollladenkastens an dem Zusatzprofil das Zusatzprofil in seiner um 180°
gedrehten Stellung auf diesen Kasten aufsetzen zu können, also in einer Stellung,
in der der oder die Hakenkanäle der Hakenanordnung nach unten offen sind, weist die
Gegenhakenanordnung des Kastenwandprofils dabei nicht nur eine Anzahl nach unten offener
Gegenhakenkanäle, sondern auch einen Anzahl nach oben offener Gegenhakenkanäle auf.
[0009] Mit der erfindungsgemäßen Ausbildung des Zusatzprofils, des Kastenwandprofils und
der Kastenbaugruppe wird es möglich, als Abdeckblenden vorgesehene Zusatzprofile und
als Wandbefestigung vorgesehene Zusatzprofile auf der selben Maschine zu fertigen,
weil sich der Profilquerschnitt dafür nicht ändert, sondern-wenn überhaupt - allenfalls
das Profil auf den vorgesehenen Einsatzzweck und die Länge des Kastens abgelängt werden
muss. Ferner kann das gleiche Kastenwandprofil für Rollladenkästen oder allgemein
für Wickelwellenkästen verwendet werden, die für unterschiedliche Einbausituationen
vorgesehen sind. Es kann aber auch in vielen Fällen eine Rollladenkastenbaugruppe
mit ein und demselben Zusatzprofil für beide Einsatzzwecke - Verblendung einer in
der Einsatzfront sichtbaren Front des Rollladenkastens oder Wandbefestigung des Rollladenkastens
- ausgeliefert werden. Insgesamt lässt sich somit in der Fertigung eine höhere Gleichteiligkeit
erzielen, da sowohl für in der Einbausituation sichtbare Rollladenfronten als auch
für an einer Wandbefestigung aufzuhängende Rollladenseitenwände das gleiche Zusatzprofil
als Blende bzw. Wandbefestigung und das gleiche an der Wandbefestigung einhängbare
oder mit der Blende verkleidbare Kastenwandprofil genommen werden kann.
[0010] Damit das Zusatzprofil in einem in seiner um 180° gedrehten Stellung auf den Rollladenkasten
aufgesetzten Zustand an dem Kastenwandprofil gehaltert werden kann, weist das Kastenwandprofil
vorteilhaft eine die Anzahl nach oben offener Gegenhakenkanäle zu einer Halterung
für das Zusatzprofil ergänzende Festlegeeinrichtung auf, in welcher Halterung das
Zusatzprofil in seinem auf den Rollladenkasten aufgesetzten Zustand an dem Kastenwandprofil
gehaltert wird.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung weist das Kastenwandprofil auf seiner Außenseite
lediglich einen nach unten offenen Gegenhakenkanal insbesondere an einer sich in Profillängsrichtung
erstreckenden Gegenhakenkanalleiste auf, wobei der Außenwandabschnitt des Kastenwandprofils
zur Anlage an einer gebäudeseitigen Wand vorgesehen ist und als Widerlager für ein
durch einen zugeordneten, gebäudewandseitigen Haken und den lediglich einen nach unten
offenen Gegenhakenkanal gebildetes Lager dient. Dabei weist das Kastenwandprofil auf
seiner Außenseite unterhalb des nach unten offenen Gegenhakenkanals ferner lediglich
einen nach oben offenen Gegenhakenkanal insbesondere an einer weiteren, sich in Profillängsrichtung
erstreckenden Gegenhakenkanalleiste auf, um alternativ zum Aufhängen des Rollladenkastens
das Zusatzprofil mit lediglich einem nach unten offenen Hakenkanal auf den Rollladenkasten
aufzusetzen. Die den einen nach oben offenen Gegenhakenkanal zu einer Halterung für
das Zusatzprofil ergänzende Festlegeeinrichtung kann dabei von einer nach unten gewandten
Gegenklemmfläche am nach unten offenen Gegenhakenkanal gebidlet werden, insbesondere
von einer sich in Profillängsrichtung erstreckenden Gegenklemmfläche am freien Ende
der den nach unten offenen Gegenkakenkanal bildenden Gegenhakenkanalleiste.
[0012] Das Zusatzprofil kann dann im um 180° gedrehten Zustand zwischen dem nach oben offenen
Gegenhakenkanal und der Gegenklemmfläche eingeklemmt, also gehaltert werden und weist
dazu im um 180° gedrehten Zustand oberhalb seines bevorzugt lediglich einen Hakenkanals
eine nach oben gewandte Klemmfläche auf, mit welcher es sich beim Aufschieben des
Hakenkanals auf den nach oben offenen Gegenhakenkanal gegen die nach unten gewandte,
auf der dem Zusatzprofil zugewandten Seite des Kastenwandprofils vorgesehene Gegenfläche
klemmen lässt. Die nach oben gewandte Klemmfläche ist dabei an einer zum Rollladenkasten
hin von der Traverse vorstehenden Klemmleiste ausgebildet, welche im um 180° gedrehten
Zustand oberhalb des dann nach unten offenen Hakenkanals angeordnet ist.
[0013] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist das für die
Rollladenkastenbaugruppe vorgesehenen Zusatzprofil eine durch eine Mehrzahl nach oben
offener Hakenkanäle gebildete Hakenanordnung auf, die von der dem Rollladenkasten
zugewandten Seite der Traverse vorspringt und zum Einhängen des Rollladenkastens dient.
Dabei ist das Zusatzprofil so ausgebildet, dass es in seiner um 180° gedrehten Stellung
mit seinen dann nach unten offenen Hakenkanälen auf entsprechende, nach oben offene
Gegenhakenkanäle an dem Kastenwandprofil der Rollladenkastenbaugruppe aufgeschoben
und in dieser Position gehaltert werden kann. Das Kastenwandprofil hat für die Mehrzahl
nach oben offener Hakenkanäle des zugeordneten Zusatzprofils also eine Gegenhakenanordnung,
welche eine Mehrzahl nach unten offener Gegenhakenkanäle aufweist, um den Rollladenkasten
an dem wandbefestigten Zusatzprofil einzuhängen und dadurch an der Wand zu lagern.
Damit das Zusatzprofil auch in der um 180° gedrehten Stellung auf den Rollladenkasten
aufgesetzt werden kann, weist die Gegenhakenanordnung des Kastenwandprofils einen
der Mehrzahl von insbesondere zwei Hakenkanälen am Zusatzprofil entsprechende Mehrzahl
nach oben offener Gegenhakenkanäle auf.
[0014] Zum Haltern des Zusatzprofils am Kastenwandprofil weist die kastenwandprofilseitige
Halterung einen im Bereich zwischen den zwischen den beiden nach oben offenen Gegenhakenkanälen
nach außen vorstehenden, sich in Profillängsrichtung erstreckenden Raststeg auf, welcher
geeignet ist, um beim Aufschieben des Zusatzprofils von oben her auf den Rollladenkasten
in eine Rastrille des Zusatzprofils einzurasten, so dass bei in der Rastrille aufgenommenem
Raststeg kastenseitige Außenflanken der beiden Hakenkanäle gegen zusatzprofilseitige
Außenflanken der jeweils zugeordneten Gegenhakenkanäle vorgespannt sind. Dementsprechend
weist das zugeordnete Zusatzprofil eine in seine Traverse im Bereich zwischen den
beiden Hakenkanälen parallel zu den beiden Hakenkanälen eingeprägte Rastrille auf,
die zum Einrasten des am Rollladenkasten vorgesehenen, in Profillängsrichtung verlaufenden
und zur Traverse hin bevorzugt horizontal vorspringenden Raststegs geeignet ist.
[0015] Vorteilhaft ist das erfindungsgemäße oder gemäß einer der beiden vorstehend beschriebenen
Weiterbildungen weitergebildete Zusatzprofil also als Blende mit einer planen oder
nur leicht gekrümmten Außenoberfläche der Traverse ausgebildet, um den Einhängwandabschnitt
des zugeordneten Kastenwandbauteils abzudecken. Die Hakenanordnung und die Halterung
sind dabei vorteilhaft so ausgebildet und die Traverse so dimensioniert, dass die
Traversenaußenoberfläche die Kastenaußenoberfläche - zumindest am Außenwandabschnitt
unterhalb des Einhängwandabschnitts, bevorzugt jedoch rings um den Einhängwandabschnitt
- flächenbündig komplementiert. Neben der vorteilhaften Ausgestaltung des Zusatzprofils
als einfache Blende wäre es jedoch auch denkbar, die Traverse, bzw. die Traversenaußenoberfläche
anders zu gestalten, etwa mit einer auf einen anderen Rollladenkasten passenden Hakenanordnung
zu versehen.
[0016] Wird die Rollladenkastenbaugruppe mit einem den Einhängabschnitt des Kastenwandprofils
über dessen Länge vollständig abdeckenden Zusatzprofil ausgeliefert, so kann die Rollladenkastenbaugruppe
sowohl für den einen, als auch für den anderen Einsatzfall eingesetzt werden, wobei
es für den Einsatzfall "wandbefestigter Rollladenkasten" zur Bereitstellung von seitlichen
Montageräumen links und rechts des wandbefestigten Zusatzprofils nötig sein kann,
das mitgelieferte Zusatzprofil auf der Baustelle zu kürzen.
[0017] Alternativ dazu kann je nach vorgesehenem Einsatzzweck ein entsprechend abgelängtes
Zusatzprofil oder für den Einsatzfall "wandbefestigter Rollladenkasten" auch eine
Mehrzahl von kurzen, aber querschnittsgleichen Zusatzprofilen mitgeliefert werden.
[0018] Bevorzugt im Sinne einer einfachen Montage ist es jedoch auch für den Einsatzzweck
"wandbefestigter Rollladenkasten", wenn ein sich weitgehend über die Breite des Rollladenkastens
sich erstreckendes Zusatzprofil mit der Rollladenkastenbaugruppe mitgeliefert wird,
welche eine oberseitige Anschlagkante aufweist und - im vorgegebenen Abstand dazu
- eine zu der im Wandbefestigungsfall oberseitigen Anschlagskante parallele Markierungslinie
auf der dem Kasteninneren zugewandten Seite der Traverse, also auf der Seite der Traverse
mit der Hakenanordnung. Das Zusatzprofil kann dann, falls der Rollladenkasten unterhalb
einer gebäudeseitigen, horizontalen Deckwand aufgehängt werden soll, gleichzeitig
als Schablone zum Einbringen der zum Anschrauben des Zusatzprofils an die vertikale
Gebäudewand nötigen Bohrungen hergenommen werden. Der Monteur setzt das Zusatzprofil
mit seiner oberen Anschlagskante an der Decke an und bohrt auf der Markierungslinie
an, so dass das gewünschte Bohrmuster entsteht, ohne dass ein fehlerträchtiges Einmessen
wie es bei heute üblicherweise verwendeten, aus einer Mehrzahl von Einzelelementen
bestehenden Wandbefestigungen nötig ist. Durch den Abstand der Markierungslinie von
der Anschlagkante wird zudem der zum Aufhängen des Kastens nötige Montageraum sichergestellt.
[0019] Dabei ist der unterseitig an die obere Anschlagkante anschließende Traversenabschnitt
vorteilhaft als Abreißlasche gestaltet, wobei eine Perforierung oder Einkerbung für
die Abreißlasche vorteilhaft auf einer Höhe der Traverse oberhalb des im wandbefestigten
Zustand obersten Hakenkanals, aber fluchtend oder unterhalb der oberseitigen Außenoberfläche
des Kastens angeordnet ist. Bei frei aufgehängten Rollladenkästen kann so ein, die
optische Anmutung störender Überstand nach dem Anbringen der Wandbefestigung einfach
abgerissen werden.
[0020] Die Markierungslinie kann dabei besonders vorteilhaft als die vorstehend erläuterte
Rastrille in die dem Kasteninneren zugewandten Innenoberfläche der Traverse eingeprägt
sein und somit gleichzeitig als der Festlegeeinrichtung des Kastenwandprofils zugeordnetes
Rastelement dienen.
[0021] Selbst für den Fall, dass das Zusatzprofil lediglich als Wandbefestigung vorgesehen
und entsprechend abgelängt sein sollte, ist die erfindungsgemäße Halterung des Zusatzprofils
am Kastenwandprofil vorteilhaft, da dann das Zusatzprofil in dem am Rollladenkasten
gehalterten Zustand ausgeliefert werden kann, so dass der Transport bzw. die Verpackung
für den Transport vereinfacht wird.
[0022] Ferner wäre es denkbar, an dem Rollladenkasten sowohl an seiner einen sich über seine
Breite erstreckenden Seitenwand als auch an seiner anderen, sich über seine Breite
erstreckenden Seitenwand ein Kastenwandprofil gemäß der Erfindung vorzusehen und den
solcherart gestalteten Rollladenkasten mit einem oder mehreren Zusatzprofilen gemäß
der Erfindung auszubilden. Je nach Einbausituation könnte der Rollladenkasten dann
an seiner einen oder anderen Seite mit dem Zusatzprofil wandbefestigt werden und -
falls gewünscht - auf der gegenüberliegenden Seite mit einem weiteren, querschnittsgleichen
Zusatzprofil verblendet.
[0023] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der übrigen Unteransprüche und
sollen anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
- Figur 1
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Rollladenkastens mit einem Kastenwandprofil
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 2
- zeigt den in Figur 1 gezeigten Rollladenkasten in einem an einem entsprechenden Zusatzprofil
aufgehängtem Zustand;
- Figur 3
- zeigt den in Figur 1 gezeigten Rollladenkasten mit einem zu dem in Figur 2 gezeigten
Zusatzprofil querschnittsgleichen Zusatzprofil, welches als Blende auf den Rollladenkasten
aufgesetzt ist;
- Fig. 4 u. 5
- zeigen in Seitenansicht eine Montageabfolge beim Einhängen des in den Figuren 1 und
2 gezeigten Rollladenkastens an dem in Fig. 2 gezeigten, wandbefestigten Zusatzprofil,
wobei der Rollladenkasten nur in Form seines den Einhängabschnitt aufweisenden Kastenwandprofils
angedeutet ist;
- Fig. 6 u.7
- zeigen in Seitenansicht eine Montageabfolge beim Aufschieben des in Fig. 3 gezeigten
Zusatzprofils auf den in Fig. 1 und 3 gezeigten Rollladenkasten;
- Figur 8
- Einzelheit VIII in Fig. 6;
- Figur 9
- Einzelheit IX in Fig. 7;
- Figur 10
- Einzelheit X in Fig. 5;
- Figur 11
- Einzelheit XI in Fig. 5;
- Figur 12
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Rollladenkastens mit einem Kastenwandprofil
gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 13 und 14
- zeigen den in Figur 12 gezeigten Rollladenkasten mit einem dazu passenden Zusatzprofil,
welches als Blende auf den Rollladenkasten aufgesetzt ist;
- Figur 15
- zeigt den in Figur 12 gezeigten Rollladenkasten in einem an dem in den Fig. 13 und
14 gezeigten Zusatzprofil aufgehängten Zustand;
- Figur 16
- zeigt in Seitenansicht ein Kastenwandprofil mit aufgeschobenem Zusatzprofil der in
der Fig. 13 gezeigten Rollladenkastenbaugruppe;
- Fig. 17 und 18
- Einzelheit XVII in Fig. 16, einmal bei aufgeschobenem Zusatzprofil und einmal während
des Aufschiebens;
- Fig. 19 u. 20
- zeigen in Seitenansicht eine Montageabfolge beim Einhängen des in Figur 12 gezeigten
Rollladenkastens an dem in Fig. 15 gezeigten, wandbefestigten Zusatzprofil, wobei
der Rollladenkasten nur in Form seines den Einhängabschnitt aufweisenden Kastenwandprofils
angedeutet ist;
[0024] Zunächst wird Bezug genommen auf Fig. 1, welche einen insgesamt mit 1 bezeichneten
Rollladenkasten gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt. Der Rollladenkasten
1 ist insgesamt quaderförmig und weist einen aus Mantelbauteilen bestehenden, stirnseitig
auf zwei Seitenteilen 10 abgestützten Kastenmantel auf, der die im Rollladenkasten
untergebrachte Wickelwelle (nicht gezeigt) mehrseitig umschließt und zumindest einen
unterseitigen Durchtrittsschlitz für den Rollladenbehang frei lässt. Der Rollladenkasten
weist dabei einen planen, in der Einbausituation in etwa horizontal verlaufenden,
oberseitigen Außenwandabschnitt 9 auf, der über einen ebenfalls planen, in der Einbausituation
in etwa vertikal angeordneten Einhängwandabschnitt 7 und eine Stufe 8 an einem in
der Einbausituation in etwa vertikal angeordneten, ebenfalls planen, seitlichen Außenwandabschnitt
6 anschließt. Am Einhängwandabschnitt 7 stehen eine obere Gegenhakenkanalleiste 11
und eine untere Gegenhakenkanalleiste 12 nach außen vor, die zusammen eine Gegenhakenanordnung
11, 12 bilden und am Besten der Fig. 4 zu entnehmen sind. Ferner steht dort ein Raststeg
13 nach außen vor, der zusammen mit den beiden Gegenhakenkanalleisten 11, 12 eine
Halterung 11, 12, 13 für ein noch zu erläuterndes Zusatzprofil 2 bildet.
[0025] Die Gegenhakenkanalleisten 11, 12 der Gegenhakenkanalanordnung 11, 12 weisen jeweils
sowohl einen nach oben offenen Gegenhakenkanal als auch einen nach unten offenen Gegenhakenkanal
auf, so dass der Rollladenkasten 1 einerseits, wie in Fig. 2 gezeigt, an einem wandbefestigten
Zusatzprofil 2 mit einer Hakenanordnung, die entsprechende, nach oben offene Hakenkanäle
aufweist, eingehängt werden kann, oder andererseits ein solches Zusatzprofil 2, wie
in Fig. 3 gezeigt, in einer um 180° gedrehten Stellung mit dann nach unten offenen
Hakenkanälen auf den Rollladenkasten 1 aufgeschoben werden kann. Die Halterung 11,
12, 13 dient dabei dazu, das wie in Fig. 3 gezeigt auf den Rollladenkasten 1 aufgeschobene
Zusatzprofil 2 am Rollladenkasten 1 festzulegen, wie weiter unten stehend noch in
Bezug auf die Figuren 6-9 näher erläutert werden wird. Dafür sind an dem Zusatzprofil
2 der Halterung 11, 12, 13 zugeordnete Halterungsmittel 21, 22, 23 vorgesehen, welche
neben den Hakenkanälen eine Rastrille 23 (Fig. 8 und 9) umfassen.
[0026] Mit einer durch den Rollladenkasten 1 und das Zusatzprofil 2 gebildeten Rollladenkastenbaugruppe
1, 2 kann also, siehe Fig. 2, der Rollladenkasten 1 zum Einen an einer vertikalen
Gebäudewand befestigt werden. Zum Anderen kann, wenn dies nicht nötig ist und statt
dessen eine ansprechende Optik des Rollladenkastens 1 an seiner mit dem Einhängwandabschnitt
7 versehenen Längswand gewünscht ist, wie in Fig. 3 gezeigt, das Zusatzprofil 2 um
180° gedreht auf den Rollladenkasten 1 aufgesetzt werden, um den Einhängwandabschnitt
7 zu verblenden und die Außenoberfläche des Rollladenkastens 1 flächenbündig mit der
Außenoberfläche des unteren, seitlichen Wandabschnitts 6 und der Außenoberfläche des
oberseitigen Wandabschnitts 9 zu komplementieren.
[0027] Dazu weist das Zusatzprofil 2 eine plane, in der in Fig. 3 gezeigten, auf den Rollladenkasten
als Blende aufgeschobenen Situation vertikal ausgerichtete Außenoberfläche 26 und
eine daran über Eck anschließende, in der in Fig. 3 dargestellten Situation horizontal
ausgerichtete Außenoberfläche 29 auf. Eine Traverse 25 weist dabei auf ihrer Außenseite
die die Außenoberfläche des Seitenwandabschnitts 6 komplementierende, plane Außenoberfläche
26 auf und auf ihrer Innenoberfläche die beiden Hakenkanäle 21, 22, wobei der in den
Figuren 6 und 7 obere Hakenkanal 22 als Eckhakenleiste ausgebildet ist und auf seiner
nach oben weisenden Außenseite die die Außenoberfläche des Deckwandabschnitts 9 ergänzende
Außenoberfläche 29 aufweist.
[0028] Der Montageablauf beim Aufsetzen des als Blende verwendeten Zusatzprofils 2 auf den
Rollladenkasten 1 ist dabei sehr einfach, wie den Fig. 6 und 7 entnommen werden kann.
Das Zusatzprofil 2 wird dabei mit nach unten offenen Hakenkanälen 21, 22, wie in Fig.
6 gezeigt, seitlich an dem Einhängwandabschnitt 7 angesetzt und dann, wie durch den
Pfeil in Fig. 6 angedeutet, vertikal nach unten verschoben, bis es seine in Fig. 7
gezeigte Endstellung erreicht, in der es auf den Rollladenkasten 1 aufschnappt bzw.
aufrastet. In den Figuren 6 und 7 ist dabei nicht der ganze Rollladenkasten 1 gezeigt,
sondern lediglich ein Kastenwandprofil 5 des Rollladenkastens, an dem neben dem unteren,
vertikalen Seitenwandabschnitt 6 und dem daran über die Stufe 8 anschließenden Einhängwandabschnitt
7 auch noch die oberseitige Deckwand 9 des Rollladenkastens 1 ausgebildet ist. Im
Eckbereich, zwischen dem Einhängwandabschnitt 7 und der oberseitigen Deckwand 9, erkennt
man dabei eine Öse, mit der das Kastenwandprofil 5 auf entsprechende Zapfen an den
Seitenteilen 10 des Rollladenkastens 2 aufgesteckt ist.
[0029] Weitere Anschlusselemente befinden sich auf der dem Einhängwandabschnitt 7 abgewandten
Innenseite des oberseitigen Deckwandabschnitts 9 und dienen zum Einhaken eines weiteren
Kastenwandprofils des Kastenmantels.
[0030] Wie man dabei den Figuren 8 und 9 entnimmt, wandert der von dem Einhängwandabschnitt
7 zu einer Traverse 25 des Zusatzprofils 2 hin vorstehende Raststeg 13 beim Aufschieben
des Zusatzprofils 2 entlang der Traverse 25 nach oben. Wird das Zusatzprofil 2 nach
unten entlang des Einhängwandabschnitts 7 des Kastenwandbauteils 5 gedrückt, so wandert
der Raststeg 13 über eine von der Traverse 25 nach innen schräg vorspringende Stufe
27 und gelangt in einen verdickten Wandbereich der Traverse 25, der die Rastrille
23 umgibt. Dadurch wird über die angedrückten Hakenkanäle 21, 22 und den verdickten
Wandbereich der Traverse 25 einerseits und die an der Traverse 25 und den Hakenkanälen
anliegenden Gegenhakenkanalleisten 11, 12 sowie den Raststeg 13 andererseits eine
gewisse Vorspannung aufgebaut, bis der Raststeg 13 bei Erreichen der in Fig. 7 gezeigten
Stellung in die Rastrille 23 einrastet, siehe Fig. 9 und die Halterungsmittel 21,
22, 23 mit der Halterung 11, 12, 13 verrasten und das Zusatzprofil 2 dadurch am Rollladenkasten
1 festgelegt ist.
[0031] Die Figuren 4 und 5 zeigen die Montageabfolge beim Einhängen des Rollladenkastens
1, wenn das Zusatzprofil 2 als Wandbefestigung verwendet wird. Dabei ist wiederum
stellvertretend für den Kasten 1 lediglich das den Einhängwandabschnitt 7 aufweisende
Kastenwandprofil 5 dargestellt.
[0032] Wie der Figur 4 zu entnehmen ist, wird der Rollladenkasten zunächst leicht schräg
an einer senkrechten Gebäudewand 3 angesetzt, an der das Zusatzprofil 2 mittels Schrauben
4 mit nach oben offenen Gegenhakenkanälen 21, 22 angeschraubt ist. Wie durch den Pfeil
in Figur 4 angedeutet, wird der Kasten 1 dann in Position mit seinen nach unten offenen
Hakenkanälen oberhalb der nach oben offenen Hakenkanäle 21, 22 des Zusatzprofils verschwenkt.
Dabei zahlt es sich aus, dass die untere Gegenhakenkanalleiste 12 einen die zusatzprofilseitige
Außenflanke des nach oben offenen und des nach unten offenen Gegenhakenkanals bildenden
Flankensteg aufweist, der sich nach oben hin vom Rollladenkasten weg öffnet. Denn
dadurch steht in diesem Bereich genügend Raum für die Einschwenkbewegung zur Verfügung.
[0033] Wird der Kasten 1 dann aus seiner an das Zusatzprofil angesetzten Position nach unten
in die in Fig. 5 gezeigte Endposition abgelassen, hintergreifen die nach unten offenen
Gegenhakenkanäle am Einhängabschnitt 7 des Kastenwandprofils 5 die nach oben offenen
Hakenkanäle 21, 22, an der Traverse 25 des Zusatzprofils 2. Da sich der die zusatzprofilseitige
Außenflanke der Gegenhakenkanäle an der unteren Gegenhakenkanalleiste 12 bildende
Außenflankensteg nach oben hin vom Rollladen weg öffnet und der entsprechende Flankensteg
an der oberen Gegenhakenkanalleiste 11 nach unten hin und die einander zugewandten
Gegenhakenkanäle zudem tiefer sind als die einander abgewandten Gegenhakenkanäle,
und entsprechend der obere Hakenkanal 21 des Zusatzprofils 2 tiefer ist als sein unterer
Hakenkanal, wird die Hauptlast am oberen Hakenkanal 21 aufgenommen, während der untere
Hakenkanal 22 und der dafür passend ausgerichtete Außenflankensteg der Gegenhakenkanalleiste
12 als Einfädelhilfe beim Einschwenken des Rollladenkastens 1 wirken.
[0034] Weitere Einzelheiten sind den Figuren 10 und 11 zu entnehmen.
[0035] So zeigt die Figur 10 besonders deutlich, dass im am Zusatzprofil eingehängten Zustand
des Rollladenkastens ein als Abreißlasche ausgebildeter Abschnitt der Traverse 25
nach oben über die Ebene der oberseitigen Außenoberfläche 9 des Rollladenkastens 1
bzw. des Kastenwandprofils 5 übersteht, wobei eine sich in Profillängsrichtung erstreckende
Einkerbung 24 genau mit der Ebene der oberseitigen Außenoberfläche 9 fluchtet. Am
oberen Ende der Traverse 25 bzw. des als Abreißlasche ausgebildeten Abschnitts der
Traverse 25 befindet sich dabei eine in Profillängsrichtung verlaufende Anschlagkante
28.
[0036] An der Einkerbung 24 kann die Abreißlasche nach dem Einhängen des Rollladenkastens
1 abgetrennt werden, so dass, falls in der konkreten Einbausituation dieser Bereich
im Blickfeld liegen sollte, keine überstehenden Teile an der Oberseite des Rollladenkastens
mehr zu sehen sind.
[0037] Zum Anderen kann, falls die konkrete Einbausituation so ist, dass der Rollladenkasten
unterhalb einer horizontal verlaufenden Decke eingebaut werden soll, die oberseitige
Anschlagkante 28 an die dann als Gegenanschlag dienende Geschoßdecke angelegt werden
und gibt über den vorgegebenen Überstand der Traverse 25 bzw. der Abreißlasche über
die Oberseite des Rollladenkastens den minimal zum Ansetzen des Rollladenkastens mit
nach unten gerichteten Gegenhakenkanälen oberhalb der nach oben gerichteten Hakenkanäle
21, 22 des Zusatzprofils 2 nötigen Montageraum wieder, also letztlich eine Höhe, die
etwas größer als die Absenktiefe des Rollladenkastens nach dem Ansetzen ist.
[0038] Wird das Zusatzprofil 2 mit an der Geschoßdecke angelegter Anschlagkante 28 an der
Wand angeschraubt, so ist also sichergestellt, dass der zum Einbau des Rollladenkastens
1 nötige Abstand von der Geschoßdecke eingehalten wird. Das Zusatzprofil 2 kann somit
als seine eigene Bohrschablone für die in die vertikale Wand einzubringenden Bohrungen
für die Schrauben 4 dienen. Das Zusatzprofil 2 braucht dazu lediglich mit seiner Anschlagkante
28 an der Geschoßdecke angelegt zu werden. Man kann dann die Bohrungen zumindest so
weit einbohren, dass, nach erneutem Abnehmen des Zusatzprofils 2, das gewünschte Bohrmuster
erkennbar ist. Ein aufwändiges Einmessen entfällt.
[0039] Um die Verwendbarkeit des Zusatzprofils 2 als seine eigene Bohrschablone in dem Einsatzszenario
"Wandbefestigung" weiter zu verbessern, ist dabei, wie Fig. 11 zeigt, die im Einsatzszenario
"Kastenverblendung" zur Festlegung des Zusatzprofils 2 dienende Rastrille 23 genau
an dem Abstand zur oberseitigen Anschlagskante 28 längs des Profils in die Traverse
25 eingeprägt, der der einzig möglichen Position für das Anbringen der Bohrungen bzw.
der Schrauben 4 entspricht, ohne dass deren Schraubenköpfe 41 beim Einhängen des Rollladenkastens
mit der unteren Gegenhakenkanalleiste 12 oder dem Raststeg 13 kollidieren.
[0040] Abweichungen und Modifikationen der gezeigten Ausführungsform der Erfindung wären
denkbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. So muss die Markierungslinie
zum Anbringen der Bohrungen nicht zwangsläufig gleichzeitig die Funktion der Rastrille
23 beim Aufschnappen des um 180° gedrehten Zusatzprofils 2 in seiner Blendenfunktion
ausfüllen. Wenn sich die Geometrie also nicht genau passend gestalten lässt, so könnte
neben der Rastrille auch eine lediglich für die Bohrschablone nutzbare Markierungslinie
vorgesehen sein. Das Gleiche gilt, wenn anstatt einem Aufschnappen mittels in die
Rastrille 23 einschnappendem Raststeg 13 ein anderes Rastmittel am Zusatzprofil bzw.
an der Halterung des Kastenwandprofils vorgesehen ist.
[0041] Eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei der die Halterung des als Blende
aufgesetzten Zusatzprofils am Kastenwandprofil und die gleichzeitig zur Wandbefestigung
dienende Hakenanordnung des Zusatzprofils bzw. Gegenhakenanordnung des Kastenwandprofils
abgewandelt worden sind, ist den weiteren Figuren 12 bis 20 zu entnehmen.
[0042] Die Figur 12 entspricht dabei der Figur 1 und zeigt einen Rollladenkasten 101, welcher
wiederum einen aus Mantelbauteilen bestehenden, stirnseitig auf zwei Seitenteilen
110 abgestützten Kastenmantel aufweist, mit einem oberseitigen Außenwandabschnitt
109, der über einen in der Einbausituation in etwa vertikal angeordneten Einhängwandabschnitt
107 und eine Stufe bzw. Schulter 108 in einen seitlichen Außenwandabschnitt 106 übergeht.
Am Einhängwandabschnitt 107 steht eine obere Gegenhakenkanalleiste 111 mit einem nach
unten offenen Gegenhakenkanal vor, welche am Übergang des horizontalen Außenwandabschnitts
109 in den Einhängwandabschnitt 107 angeordnet ist. Weiterhin steht am Einhängwandabschnitt
107 eine untere Gegenhakenkanalleiste 112 mit einem nach oben offenen Gegenhakenkanal
vor, welche knapp oberhalb der Schulter 108 angeordnet ist.
[0043] Die Figur 13 zeigt eine den Rollladenkasten 101 und ein Zusatzprofil 102 umfassende
Rollladenkastenbaugruppe, bei der der Einhängwandabschnitt 107 des Rollladenkastens
101 mit dem Zusatzprofil 102 verblendet ist. Das aufgesetzte Zusatzprofil 102 weist
dabei eine plane Außenoberfläche 126 auf, die bündig an die Außenoberfläche des seitlichen
Außenwandabschnitt 106 anschließt und im oberseitigen Eckbereich die dortige obere
Gegenhakenkanalleiste 111 verdeckt. Die Figuren 14 und 15 zeigen, dass das Zusatzprofil
102 wiederum einerseits als Blende eingesetzt werden kann (Figur 14) oder andererseits
als Wandbefestigungselement (Figur 15), wobei das Zusatzprofil 102 in einer gegenüber
der Blendenstellung um 180° gedrehten Stellung mittels Schrauben 4 an einer gebäudeseitigen
Wand 3 (siehe Figuren 19 und 20) verdübelt wird. Der Rollladenkasten 101 weist wiederum
ein Kastenwandprofil 105 auf, an dem der oberseitige, horizontale Deckwandabschnitt
109, der Einhängwandabschnitt 107, die Schulter 108 und der seitliche, vertikale Außenwandabschnitt
106 ausgebildet sind.
[0044] Die Figuren 16 bis 18 betreffen die Rollladenkastenbaugruppe mit dem durch das Zusatzprofil
102 verblendeten Einhängwandabschnitt 107, wobei die Figuren 17 und 18 im einzelnen
zeigen, wie das Zusatzprofil 102 auf den Rollladenkasten 101 aufgesetzt wird.
[0045] Das Zusatzprofil 102 weist dafür eine in der Blendenstellung des Zusatzprofils 102
untere Hakenkanalleiste 122 mit einem nach unten offenen Hakenkanal auf, die von einer
die Außenoberfläche 126 bildenden Traverse 125 vorspringt und entspricht insoweit
der in den Figuren 1 bis 11 gezeigten Ausführungsform. Anders als dort ist nun jedoch
oberhalb der Hakenkanalleiste 122 eine von der Traverse 125 zum Kasten hin vorspringende
Klemmleiste 121 vorgesehen, die eine nach oben gewandte Klemmfläche 123 aufweist.
Dementsprechend ist an dem Einhängwandabschnitt 107 des Kastenwandbauteils 105 eine
zu der Klemmleiste 121 und der Hakenkanalleiste 122 des Zusatzprofils 102 passende
Halterung 111, 112, 113 vorgesehen, welche eine untere Hakenkanalleiste 112 aufweist,
die einen nach oben offenen Hakenkanal hat und auf die die Hakenkanalleiste 122 des
Zusatzprofils von oben her aufgeschoben wird, siehe Pfeil a in Figur 18. Ferner ist
am oberen Ende des Einhängwandabschnitt 107 eine nach unten offene Hakenkanalleiste
111 vorgesehen, an deren freiem Ende eine nach unten gewandte Gegenklemmfläche 113
angeordnet ist, auf die die Klemmleiste 121 mit ihrer nach oben gewandten Klemmfläche
123 durch eine im Anschluss an die Bewegung "a" erfolgende Drückbewegung "b" in Horizontalrichtung
aufgeklemmt wird. Dadurch ist das Zusatzprofil 102 zwischen den beiden Gegenhakenkanalleisten
111, 112 des Kastenwandprofils 105 gehaltert bzw. eingeklemmt und somit gegen ein
Abfallen gesichert.
[0046] Wie insbesondere der Figur 17 zu entnehmen ist weist das Zusatzprofil ferner einen
die Traverse 125 oberhalb der Klemmleiste 121 verlängernden Fortsatz 129 auf, der
die obere Gegenhakenkanalleiste 111 des Kastenwandprofils 105 abdeckt und bündig mit
der oberseitigen Deckfläche 109 abschließt. In seiner Funktion als Blende unterseitig,
im wandbefestigten Zustand jedoch oberseitig weist das Zusatzprofil ferner eine Einkerbung
124 auf, die sich längs des Profils erstreckt und einen als Abreißlasche ausgebildeten
Wandabschnitt zwischen der Einkerbung 124 und einer im wandbefestigten Zustand oberen
Anschlagkante 128 von der Traverse 125 trennt.
[0047] Die Figuren 19 und 20 zeigen das Zusatzprofil 102 dagegen in seiner Funktion als
Wandbefestigungselement, an dem der Rollladenkasten 101 mit seinem Kastenwandelement
105 eingehängt werden kann.
[0048] Dazu wird das Kastenwandelement 105 bzw. der Rollladenkasten 101 zunächst in leicht
schräger Stellung seitlich oberhalb des wandbefestigten Zusatzprofils 102 angesetzt
und in Pfeilrichtung "A" (siehe Figur 19) an dem Zusatzprofil 102 mit seiner oberen
Gegenhakenleiste 111 oberhalb der Hakenleiste 122 des Zusatzprofils angesetzt und
dann nach unten ("B") mit der oberen Gegenhakenleiste 111 in der Hakenleiste 122 des
Zusatzprofils 102 eingehängt, und schließlich mit dem Seitenwandabschnitt 106 gegen
die Gebäudewand 3 verschwenkt ("C"). Der an der Gebäudewand 3 anliegende Seitenwandabschnitt
106 bildet dabei ein Widerlager für das durch die Hakenleiste 122 des Zusatzprofils
102 und die obere Gegenhakenleiste 111 des Kastenwandprofils 105 gebildete Lager,
so dass der Rollladenkasten durch seine Schwerkraft insgesamt sicher aufgehängt ist.
[0049] Die Erfindung verkörpert sich somit in den Merkmalen der nebengeordneten Ansprüche,
welche gemäß vorteilhafter Weiterbildungen beliebig mit den Merkmalen der Unteransprüche
und den Merkmalen der folgender Punkte kombinierbar sind, soweit dies sinnvoll erscheint:
- 1. Bei der Rollladenkastenbaugruppe (1, 2) ist der Abstand der oberen Anschlagkante
(28) zu den Hakenkanälen (21, 22) und der Abstand der nach oben offenen Gegenhakenkanäle
zu einer Oberseite des Rollladenkastens (1) so gewählt, dass im an dem Zusatzprofil
(2) aufgehängten Zustand des Rollladenkastens (1) das Zusatzprofil (2) soweit über
die Oberseite des Rollladenkastens (1) übersteht, dass das zum Aufhängen des Rollladenkastens
(1) unterhalb einer Gebäudedecke nötige Montagespiel bei an die Gebäudedecke anliegender
oberen Anschlagkante (28) gegeben ist, wobei das Montagespiel zumindest der Höhe einer
bzw. der höheren der Gegenhakenleisten (21, 22) entspricht.
- 2. Bei der Rollladenkastenbaugruppe (1, 2) ist die Höhe des als Abreißlasche ausgebildeten
Wandabschnitts der Traverse (25) so gewählt, dass die Perforierung oder Einkerbung
(24) im an dem Zusatzprofil (2) aufgehängten Zustand des Rollladenkastens (1) mit
der Oberseite des Rollladenkastens (1) fluchtet.
- 3. Bei der Rollladenkastenbaugruppe (1, 2) ist der Abstand des Raststegs (13) von
der unteren Gegenhakenkanalleiste (12) und der Abstand des im wandbefestigten Zustand
des Zusatzprofils (2) unteren Hakenkanals (22) von der Markierungslinie (23) so gewählt,
dass im an dem Zusatzprofil (2) aufgehängten Zustand des Rollladenkastens (1) zwischen
einer Oberkante des nach oben offenen Gegenhakenkanals der unteren Gegenhakenkanalleiste
(12) und der Markierungslinie (23) einerseits und zwischen der Markierungslinie (23)
und dem Raststeg (13) andererseits genügend Abstand für nicht versenkte Schraubenköpfe
(41) von an der Markierungslinie (23) durch die Traverse (25) wandverschraubte Schrauben
(4) liegt, insbesondere für Linsenkopfschrauben (4), und genügend Abstand, um den
Rolladenkasten (1) kollisionsfrei an den Schraubenköpfen (41) vorbei aufzusetzen.
- 4. Bei der Rollladenkastenbaugruppe (1, 2) ragen die beiden Gegenhakenkanalleisten
(11, 12) und der Raststeg (13) von dem als senkrechten Wand ausgebildeten Einhängabschnitt
(7) in etwa gleich weit nach außen zum Zusatzprofil (5) hin und die beiden Hakenkanäle
(21, 22) springen in etwa gleich weit von der als senkrechten Wand ausgebildeten Traverse
(25) nach innen zum Kasten hin vor, wobei die Traverse (25) in dem die Rastrille (23)
umgebenden Rastbereich gegenüber dem unterseitig an den Rastbereich anschließenden
Bewegungsbereich auf der nach innen zum Kasten hin gelegenen Seite eine Wandverdickung
aufweist, so dass sich das Zusatzprofil (2) nach Ansetzen an den Rollladenkasten (1)
in seiner um 180° gedrehten Stellung nach unten schieben lässt, bis der Raststeg (13)
auf die Wandverdickung läuft und dann in der Rastrille (13) einschnappt und die kastenseitigen
Außenflanken der beiden Hakenkanäle (21, 22) gegen zusatzprofilseitige Außenflanken
der jeweils zugeordneten Gegenhakenkanalleistene (11, 12) gedrückt werden.
- 5. Bei der Rollladenkastenbaugruppe (1, 2) ist das Zusatzprofil (2) so auf das Kastenwandprofil
(5) abgestimmt, dass es wahlweise als flächenbündig an die Außenoberfläche im Außenwandabschnitt
(6) des Kastenwandprofils (5) anschließende Blende zum Abdecken des Einhängwandabschnitts
(7) auf das Kastenwandprofil (5) aufschiebbar ist oder in einem dazu um 180° gedrehten
Zustand des Zusatzprofils (2) der Rollladenkasten (1) mit seinem Kastenwandprofil
(5) an dem Zusatzprofil (2) eingehängt werden kann.
- 6. Bei der Rollladenkastenbaugruppe (1, 2) deckt das Zusatzprofil (2) im mit nach
unten offenen Hakenkanälen (21, 22) auf den Rollladenkasten (1) aufgesetzen Zustand
den Einhängwandabschnitt (7) des Rollladenkastens (1) vollständig ab und ist dazu
in Profillängsrichtung auf die Länge des abzudeckenden Einhängwandabschnitts (7) abgelängt,
wobei sich seine Traversenaußenoberfläche (26) in Form einer in Profillängsrichtung
extrudierten, gekrümmten oder geraden Linie in Profillängsrichtung erstreckt und sich
die Seitenwandaußenoberfläche (6) des Rollladenkastens (1) im Bereich unterhalb des
Einhängwandabschnitts (7) ebenfalls in Form einer in Profillängsrichtung extrudierten,
gekrümmten oder geraden Linie in Profillängsrichtung erstreckt, so dass die Traversenaußenoberfläche
(26) flächenbündig mit mit ihren strinseitigen Kanten kantenbündig an die unterseitige
Seitenwandaußenoberfläche (6) des Rollladenkastens (1) unterhalb des Einhängwandabschnitts
(7) anschließt und diese noch oben hin komplementiert.
- 7. Bei der Rollladenkastenbaugruppe (1, 2) springt der bei nach unten offenen Hakenkanälen
(21, 22) obere Hakenkanal (22) an einer dann oberen Längskante der Traverse (25) des
Zusatzprofils (2) vor und weist oberseitig eine Außenoberfläche (29) auf, die an der
Längskante über Eck oder über eine Verrundung an die kastenabgewandte Traversenaußenoberfläche
(26) anschließt, wobei das Zusatzprofil (2) zum flächenbündigen Anschluss mit seiner
oberseitigen Außenoberfläche (29) an die oberseitige Außenoberfläche (9) des Rollladenkastens
(1) dimensioniert ist und die Außenoberfläche (9) des Rollladenkastens (1) an der
Oberseite komplementiert.
- 8. Bei der Rollladenkastenbaugruppe (1, 2) ist die Länge des Zusatzprofils (2) in
Profillängsrichtung kleiner als die Länge des abzudeckenden Einhängwandabschnitts
(7) und/oder es sind mehrere Zusatzprofile (2) mit gegenüber der Länge des abzudeckenden
Einhängwandabschnitts (7) kleiner Länge nebeneinander als Wandbefestigung vorgesehen,
so dass ein zum Einhängen des Rollladenkastens auf dem wandbefestigten Zusatzprofil
(2) oder den nebeneinander wandbefestigten Zusatzprofilen wünschenswerte, seitlicher
Montageraum vorhanden ist.
1. Kastenwandprofil (5; 105) für einen Wickelwellenkasten (1; 101) einer Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung,
insbesondere für einen Rollladenkasten (1; 101), welches
einen Außenwandabschnitt (6; 106) aufweist, dessen Außenoberfläche sich in Form einer
in Profillängsrichtung extrudierten, gekrümmten oder geraden Linie in Profillängsrichtung
erstreckt und einen seitlichen Außenoberflächenabschnitt (6; 106) des Wickelwellenkastens
(1; 101) bildet, mit dem der Wickelwellenkasten (1; 101) im gebäudeseitig befestigten
Zustand an einer gebäudeseitigen Wand (3) anliegt,
eine oben an dem Außenwandabschnitt (6; 106) zum Kasteninneren hin rückspringende
Schulter (8; 108), und
einen an die Schulter (8; 108) anschließenden, sich nach oben erstreckenden Einhängwandabschnitt
(7; 107), an dessen Außenseite eine Gegenhakenanordnung (11, 12; 111, 112) mit einer
Anzahl nach unten offener Gegenhakenkanäle zum Aufhängen des Wickelwellenkastens (1;
101) an einer zugeordneten gebäudewandseitigen Hakenanordnung (21, 22; 122) angeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Gegenhakenanordnung (11, 12; 111, 112) ferner eine Anzahl nach oben offener Gegenhakenkanäle
aufweist, um alternativ zum Aufhängen des Wickelwellenkastens (1; 101) ein Zusatzprofil
(2; 102) mit einer der Anzahl nach oben offener Gegenhakenkanäle zugeordneten Anzahl
nach unten offener Haken (21, 22; 122) auf den Wickelwellenkasten (1; 101) aufzusetzen.
2. Kastenwandprofil (5; 105) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es eine die Anzahl nach oben offener Gegenhakenkanäle zu einer Halterung (11, 12,
13; 111, 113) für das Zusatzprofil (2; 102) ergänzende Festlegeeinrichtung (13; 113)
aufweist, in welcher Halterung (11, 12, 13; 111, 113) das Zusatzprofil (2; 102) in
seinem auf den Wickelwellenkasten (1; 101) aufgesetzten Zustand an dem Kastenwandprofil
(5; 105) gehaltert wird.
3. Kastenwandprofil (105) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Festlegeeinrichtung (113) oberhalb der Anzahl nach oben offener Gegenhakenkanäle
einen auf der Außenseite des Einhängwandabschnitt (7; 107) nach außen vorstehenden
Gegenrastvorsprung und/oder eine dort nach unten gewandte Gegenklemmfläche (113) aufweist,
so dass sich das Zusatzprofil (2; 102) beim Aufschieben auf die Anzahl nach oben offener
Gegenhakenkanäle mit einem dem Gegenrastvorsprung zuordneten Rastvorsprung einrasten
lässt, und/oder mit einer nach oben gewandten Klemmfläche (123) gegen die nach unten
gewandte Gegenklemmfläche (113) einklemmen lässt.
4. Kastenwandprofil (105) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass es auf seiner Außenseite lediglich einen nach unten offenen Gegenhakenkanal insbesondere
an einer sich in Profillängsrichtung erstreckenden Gegenhakenkanalleiste (111) aufweist,
wobei der Außenwandabschnitt (106) zur Anlage an einer gebäudeseitigen Wand vorgesehen
ist und als Widerlager für ein durch den lediglich einen nach unten offenen Gegenhakenkanal
und einen zugeordneten, gebäudewandseitige Haken (122) gebildetes Lagers dient, wobei
ferner
das Kastenwandprofil (105) auf seiner Außenseite unterhalb des nach unten offenen
Gegenhakenkanals ferner lediglich einen nach oben offenen Gegenhakenkanal insbesondere
an einer weiteren, sich in Profillängsrichtung erstreckenden Gegenhakenkanalleiste
(112) aufweist, um alternativ zum Aufhängen des Wickelwellenkastens (101) das Zusatzprofil
(102) mit lediglich einem nach unten offenen Hakenkanal (122) auf den Wickelwellenkasten
(1) aufzusetzen.
5. Kastenwandprofil (5) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhakenanordnung (11, 12) zumindest zwei übereinander angeordnete, nach unten
offene Gegenhakenkanäle zum Aufhängen des Wickelwellenkastens (1) an einer zugeordneten
gebäudewandseitigen Hakenanordnung (21, 22) aufweist, wobei
die Gegenhakenanordnung (11, 12) ferner zumindest zwei übereinander angeordnete, nach
oben offene Gegenhakenkanäle aufweist, um alternativ zum Aufhängen des Wickelwellenkastens
(1) ein Zusatzprofil (2) mit zumindest zwei nach unten offenen Hakenkanälen (21, 22)
auf den Wickelwellenkasten (1) aufzusetzen.
6. Kastenwandprofil (5) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenhakenanordnung (11, 12) zwei parallel in Profillängsrichtung verlaufende,
in Höhenrichtung voneinander beabstandete Gegenhakenkanalleisten (11, 12) umfasst
oder aus den beiden parallel in Profillängsrichtung verlaufenden, in Höhenrichtung
voneinander beabstandeten Gegenhakenkanalleisten (11, 12) besteht, wobei die beiden
Gegenhakenkanalleisten (11, 12) jeweils einen nach unten und einen nach oben offenen
Gegenhakenkanal aufweisen, und wobei bevorzugt der untere, nach oben offene Gegenhakenkanal
tiefer ist als der obere, nach oben offene Gegenhakenkanal und der obere, nach unten
offene Gegenhakenkanal tiefer ist als der untere, nach unten offene Gegenhakenkanal.
7. Kastenwandprofil (5) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (11, 12, 13) einen im Bereich zwischen den beiden nach oben offenen
Gegenhakenkanälen nach außen vorstehenden, sich in Profillängsrichtung erstreckenden
Raststeg (13) umfasst, welcher geeignet ist, um beim Aufschieben des Zusatzprofils
(2) von oben her auf den Wickelwellenkasten in eine Rastrille (23) des Zusatzprofils
(2) einzurasten, so dass bei in der Rastrille (23) aufgenommenem Raststeg (13) kastenseitige
Außenflanken der beiden Hakenkanäle (21, 22) gegen zusatzprofilseitige Außenflanken
der jeweils zugeordneten Gegenhakenkanäle vorgespannt sind.
8. Zusatzprofil (102), welches als Wandbefestigung zum Aufhängen eines Wickelwellenkastens
(101) einer Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung, insbesondere eines Rolladenkastens,
an einer im wesentlichen senkrechten Gebäudewand (3) oder dergleichen ausgebildet
ist, mit einer sich in Profillängsrichtung erstreckenden, an der Gebäudewand (3) befestigbaren
Traverse (125), wobei
die Traverse (125) auf ihrer dem Wickelwellenkasten (101) zugewandten Kastenseite
einen im wandbefestigten Zustand nach oben offenen Hakenkanal (122) aufweist, geeignet
zum Einhängen des Wickelwellenkastens (101) mit einem auf der dem Zusatzprofil (102)
zugewandten Seite des Wickelwellenkastens (101) vorgesehenen, nach unten offenen Gegenhakenkanal
(111),
dadurch gekennzeichnet, dass
das Zusatzprofil (102) so ausgebildet ist, dass es alternativ zu seiner Verwendung
als Wandbefestigung in einer um 180° gedrehten Stellung mit seinem dann nach unten
offenen Hakenkanal (122) auf einen unterhalb des nach unten offenen Gegenhakenkanals
(111) an dem Wickelwellenkasten (101) vorgesehenen, nach oben offenen Gegenhakenkanal
(112) aufschiebbar ist, wobei
das Zusatzprofil im um 180° gedrehten Zustand oberhalb des Hakenkanals einen sich
längs der Traverse erstreckenden Haltewandabschnitt aufweist, welcher sich sich beim
Aufschieben des Hakenkanals auf den nach oben offenen Gegenhakenkanal in Hintergriff
an einem am Wickelwellenkasten vorgesehenen Gegenrastvorsprung einrasten lässt und/oder
wobei
das Zusatzprofil (102) im um 180° gedrehten Zustand oberhalb des Hakenkanals (122)
eine nach oben gewandte Klemmfläche (123) aufweist, mit welcher es sich beim Aufschieben
des Hakenkanals (122) auf den nach oben offenen Gegenhakenkanal (112) gegen eine nach
unten gewandte, auf der dem Zusatzprofil (102) zugewandten Seite am Wickelwellenkasten
(101) vorgesehene Gegenfläche (113) klemmen lässt.
9. Zusatzprofil (102) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltewandabschnitt und/oder die Klemmfläche (123) an einer im um 180° gedrehten
Zustand oberhalb des nach unten offenen Hakenkanals (122) angeordneten, zum Wickelwellenkasten
hin von der Traverse (125) vorstehenden Rast- oder Klemmleiste (122) ausgebildet ist.
10. Zusatzprofil (102) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzprofil (102) als Blende (102) zum Abdecken des Einhängwandabschnitts (107)
des Wickelwellenkastens (101) im mit nach unten offenen Hakenkanal (122) auf den Wickelwellenkasten
(1) aufgesetzen Zustand ausgebildet ist, wobei dann oberhalb der Rast- oder Klemmleiste
(121) ein die Traverse (125) nach oben verlängernder Fortsatz (129) vorgesehen ist.
11. Zusatzprofil (102) nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Traverse (125) des Zusatzprofils (102) in seinem wandbefestigten Zustand oberseitig
an einer in Profillängsrichtung verlaufenden Anschlagkante (128) endet, wobei ein
an die obere Anschlagkante (128) des Zusatzprofils (102) in seinem wandbefestigten
Zustand unterseitig anschließender, als Abreißlasche ausgebildeter Wandabschnitt der
Traverse (125) des Zusatzprofils (102) über eine Perforierung oder Einkerbung (124)
an einen im wandbefestigten Zustand oberhalb des Hakenkanals (122) gelegenen Wandabschnitt
anschließt.
12. Wickelwellenkastenbaugruppe (1, 2; 101, 102) für eine Gebäudeöffnungsverschattungsvorrichtung,
insbesondere Rollladenkastenbaugruppe (1, 2; 101, 102), mit einem Wickelwellenkasten
(1; 101), insbesondere Rollladenkasten (1; 101), der einen aus einer Anzahl Kastenwandprofilen
gebildeten, umfangsseitigen Mantel aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Kastenwandprofile des Wickelwellenkastens (1; 101) ein Kastenwandprofil
(5; 105) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ist, und dadurch, dass die Wickelwellenkastenbaugruppe
(1, 2 101, 102) ferner zumindest ein dazu passendes Zusatzprofil (2; 102) umfasst,
insbesondere ein Zusatzprofil (102) nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei das Zusatzprofil
(2; 102) als Wandbefestigung zum Aufhängen des Wickelwellenkastens (1; 101) an einer
im wesentlichen senkrechten Gebäudewand (3) oder dergleichen mit einer sich in Profillängsrichtung
erstreckenden, an der Gebäudewand (3) befestigbaren Traverse (25; 125) ausgebildet
ist, und wobei
das Zusatzprofil (2; 102) so ausgebildet ist, dass es alternativ zu seiner Verwendung
als Wandbefestigung in einer um 180° gedrehten Stellung auf den Wickelwellenkasten
(1; 101) aufsetzbar ist, und wobei
das Zusatzprofil (2; 102) und das Kastenwandprofil (5; 105) vorteilhaft dazu ausgebildet
sind, um das Zusatzprofil (2; 102) in einem in seiner um 180° gedrehten Stellung auf
den Wickelwellenkasten (1; 101) aufgesetzten Zustand an dem Kastenwandprofil (5; 105)
zu haltern.
13. Wickelwellenkastenbaugruppe (1, 2) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzprofil (2) als Wandbefestigung zum Aufhängen eines Wickelwellenkastens
(1) an einer im wesentlichen senkrechten Gebäudewand (3) oder dergleichen mit einer
sich in Profillängsrichtung erstreckenden, an der Gebäudewand (3) befestigbaren Traverse
(25) ausgebildet ist, und wobei
die Traverse (25) auf ihrer dem Wickelwellenkasten (1) zugewandten Kastenseite eine
Hakenanordnung (21, 22) mit im wandbefestigten Zustand in Höhenrichtung voneinander
beabstandeten, nach oben offenen Hakenkanälen (21, 22) aufweist, die zum Einhängen
des Wickelwellenkastens (1) mit seinen in Höhenrichtung voneinander beabstandet an
einem sich über eine Höhenabmessung erstreckenden Einhängwandabschnitt (7) vorgesehenen,
nach unten offenen Gegenhakenkanälen oder -abschnitten geeignet sind, und wobei
das zumindest eine Kastenwandprofil (5) und das Zusatzprofil (2) so ausgebildet sind,
dass das Zusatzprofil (2) alternativ zu seiner Verwendung als Wandbefestigung in einer
um 180° gedrehten Stellung mit seinen dann nach unten offenen Hakenkanälen (21, 22)
auf die nach oben offene Gegenhakenkanäle oder -abschnitte an dem Einhängwandabschnitt
(7) des Wickelwellenkastens (1) aufschiebbar ist.
14. Wickelwellenkastenbaugruppe (1, 2) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hakenanordnung (21, 22) des Zusatzprofils (2) aus zwei parallel in Profillängsrichtung
verlaufenden Hakenkanälen (21, 22) besteht, die in Höhenrichtung beabstandet voneinander
von einem sich in Form einer in Profillängsrichtung extrudierten, geraden Linie in
Profillängsrichtung erstreckenden Wandabschnitt der Traverse (25) vorspringen, wobei
der im wandbefestigten Zustand untere Hakenkanal (22) vorzugsweise weniger tief ist
als der im wandbefestigten Zustand obere Hakenkanal (21) ist.
15. Wickelwellenkastenbaugruppe (1, 2) nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei der Hakenkanäle (21, 22) des Zusatzprofils (2) in Höhenrichtung zumindest so
weit beabstandet sind, dass die Traverse (25) im Bereich zwischen den beiden Hakenkanälen
(21, 22) mittels Schrauben, wie z.B. Linsenkopfschrauben in gebäudewandseitigen Bohrungen
anschraubbar ist, und dass im Bereich zwischen diesen beiden Hakenkanälen (21, 22)
und parallel zu der oberen Anschlagkante eine Markierungslinie (23) auf der Traverse
(25) des Zusatzprofils (2) vorgesehen ist, um bei mit nach oben gerichteter, an einem
gebäudeseitigen Gegenanschlag angesetzter Anschlagkante (28) als Markierung zum Einbringen
der gebäudewandsseitigen Bohrungen in dem durch die Anschlagkante (28) und die Markierungslinie
(23) definierten Abstand zum gebäudeseitigen Gegenanschlag zu dienen.