[0001] Die Erfindung betrifft einen Stuhl, insbesondere einen Bürostuhl mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiger Stuhl ist beispielsweise aus der
EP 2 173 218 B1 zu entnehmen.
[0003] Moderne Bürostühle sind in der Regel mit einer so genannten Synchronmechanik ausgestattet,
die für eine korrelierte Bewegung eines Sitzes und einer Rückenlehne bei einer Neigung
der Rückenlehne sorgt, und zwar derart, dass gleichzeitig bei einer Neigung der Rückenlehne
ein hinterer Sitzbereich ebenfalls geneigt wird.
[0004] Die Synchronmechanik ist dabei üblicherweise unterhalb des Sitzes in einer Trägereinheit,
hier als Basisträgereinheit bezeichnet, integriert. Diese Trägereinheit ist üblicherweise
auf einem Tragholm befestigt und über diese mit einem Fußgestell verbunden. Grundsätzlich
sind verschiedene Ausbildungen von Synchronmechaniken bekannt. Auch sind Mechaniken
mit einer automatischen Gewichtseinstellung bekannt, bei der sich die auf die Rückenlehne
wirkende Rückstellkraft automatisch an das Gewicht des jeweils aktuellen Benutzers
anpasst. Ein Beispiel für einen Bürostuhl mit Synchronmechanik und einer automatischen
Gewichtseinstellung ist aus der genannten
EP 2 173 218 B1 zu entnehmen.
[0005] Ferner bezieht sich die
EP 2 100 539 A1 auf einen Stuhl mit einer Sitzfläche, einer Lehne, wobei die Lehne verschwenkbar
mit der Sitzfläche verbunden ist, und einer Stützstruktur, die verschwenkbar mit einer
Sitzflächenstütze verbunden ist.
[0006] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen derartigen Stuhl,
der insbesondere mit einer Synchronmechanik ausgestattet ist, mit verbesserten Komforteigenschaften
bereitzustellen.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit einem Stuhl mit den Merkmalen des Anspruchs
1.
[0008] Der Stuhl, insbesondere ein Bürostuhl, umfasst danach einen auf einer Basisträgereinheit
befestigten Sitz sowie eine Rückenlehne, die einen unteren Lehnenbereich sowie einen
oberen Schulterbereich aufweist und die an einem Lehnenträger befestigt ist. Der Lehnenträger
ist insbesondere etwa J-förmig ausgebildet und an der Basisträgereinheit um eine Neigungsachse
drehbeweglich gelagert. Die Basisträgereinheit selbst wiederum trägt vorzugsweise
die Synchronmechanik sowie einen den Sitz bildenden gepolsterten Sitzträger. Weiterhin
ist der Schulterbereich einerseits gelenkig mit dem Lehnenträger und andererseits
gelenkig mit dem unteren Lehnenbereich verbunden. Der Schulterbereich ist dabei um
eine Schulterachse neigbar. Insoweit ist zwischen dem Schulterbereich und dem Lehnenträger
eine erste Gelenkverbindung ausgebildet. Die gelenkige Anbindung des unteren Lehnenbereichs
an den Schulterbereich erfolgt in einem Lordosenbereich der Rückenlehne. Schulterbereich
und unterer Lehnenbereich sind daher quasi um eine quer verlaufende Achse, nachfolgend
als Lordosenachse bezeichnet, über eine zweite Gelenkverbindung aneinander befestigt.
Schließlich ist der untere Lehnenbereich weiterhin an einem Stuhlelement geführt,
vorzugsweise der Lehnenträger oder der Sitz.
[0009] Durch die Zwangsführung des unteren Lehnenbereichs an seinem unteren Ende, verbunden
mit der Gelenkverbindung zwischen dem Schulterbereich und dem unteren Lehnenbereich
sowie der Schwenkbarkeit des Schulterbereichs um die Schulterachse ist eine mechanische
Zwangsführung erreicht derart, dass bei einer Neigung des Schulterbereichs um die
Schulterachse die Winkelorientierung des Schulterbereichs relativ zum unteren Lehnenbereich
variiert und insbesondere der Lordosenbereich der Rückenlehne nach vorne, also in
Richtung zum Sitz, gewölbt wird (bei einer Neigung des Schulterbereichs um die Schulterachse
aus einer aufrechten Position in eine zurückgelehnten Position). Gleichzeitig wird
der untere Lehnenbereich an seinem unteren Anlenkpunkt am Sitz bzw. am Lehnenträger
geführt. Die Anlenkung bzw. Führung am unteren Ende des unteren Lehnenbereichs dient
daher insbesondere zum Längenausgleich bei der Neigung der Rückenlehne um die Schulterachse.
Insgesamt ermöglicht diese Zwangsführung ein Auswölben der Rückenlehne im Lordosenbereich
nach vorne. Hierdurch wird insgesamt der Komfort des Stuhls erhöht.
[0010] Die Rückenlehne weist einen Mittenbereich sowie seitlich angrenzend hieran jeweils
einen seitlichen Bereich auf, die zur besseren Seitenführung nach vorne, also in Richtung
zum Sitz, gerichtet sind. Diese Orientierung der seitlichen Bereiche in Relation zum
Mittenbereich wird bei einer Neigung des Schulterbereichs um die Schulterachse ebenfalls
zwangsweise verändert. Und zwar derart, dass bei einer Neigung des Schulterbereichs
nach hinten die seitlichen Bereiche quasi nach vorne klappen und somit eine verbesserte
seitliche Führung zur Verfügung stellen. Es erfolgt also insgesamt eine synchrone,
zwangsgeführte Bewegung derart, dass im Lordosenbereich der Körper eine Unterstützung
erfährt und gleichzeitig seitliche Bereiche für eine bessere seitliche Führung nach
vorne geführt werden.
[0011] Um das Verschwenken der seitlichen Bereiche nach vorne zu ermöglichen sind diese
gegenüber dem Mittenbereich verschwenkbar. Die Rückenlehne selbst weist daher Bereiche
an ihrer Seite auf, welche über Gelenkverbindungen mit vertikaler Orientierung nach
vorne geklappt oder zumindest gebogen werden. Es sind daher an der Rückenlehne selbst
neben der typischerweise horizontalen gelenkigen Verbindung zwischen Schulterbereich
und unterem Lehnenbereich auch zwei im Wesentlichen vertikale gelenkige Verbindungen
zwischen dem jeweiligen Mittenbereich und den seitlichen Bereichen ausgebildet. Diese
gelenkigen Verbindungen können dabei durch elastische (Biege-)Bereiche oder durch
Gelenke ausgebildet sein.
[0012] Der untere Lehnenbereich ist darüber hinaus gelenkig mit dem Sitz verbunden. Durch
die unmittelbare Verbindung der Rückenlehne mit dem Sitz ist im Übergangsbereich zwischen
Sitz und Rückenlehne eine verbesserte Führung des Körpers über sämtliche Neigungspositionen
erzielt.
[0013] Zweckdienlicherweise weist der Sitz hierbei ein rückwärtiges Sitzteil auf, welches
gelenkig an einem vorderen Sitzteil befestigt ist. Die beiden Sitzteile sind dabei
um eine Achse, nachfolgend als Sitzachse bezeichnet, über eine entsprechende Gelenkverbindung
drehbar aneinander gelagert. Über diese gelenkige Anbindung des rückwärtigen Sitzteils
einerseits mit dem vorderen Sitzteil und andererseits mit dem unteren Lehnenbereich
erfolgt in einfacher Weise ein Längenausgleich bei einer Neigung des Schulterbereichs
um die Schulterachse, bei der der untere Lehnenbereich nach oben in Richtung zur Schulterachse
gezogen wird. Durch diese Maßnahme wird daher bei einer Neigung des Schulterbereiches
nach hinten das rückwärtige Sitzteil über den unteren Lehnenbereich nach oben gezogen
und unterstützt damit den Körper auch im Übergangsbereich zwischen Sitz und Rückenlehne.
[0014] Gleichzeitig erhöht diese schwenkbewegliche Lagerung des hinteren Sitzteils den Komfort
auch bei einer Neigung der Rückenlehne insgesamt um die Neigungsachse, wenn also der
Lehnenträger um die Neigungsachse am Basisträger nach hinten geneigt wird. Auch bei
dieser Bewegung erfolgt eine vorteilhafte Zwangsführung des hinteren Sitzbereichs.
Die beiden Sitzteile werden dabei üblicherweise durch Platten oder Schalen, also mechanisch
steife Einheiten des Sitzträgers, bereitgestellt, auf denen die Sitzpolsterung aufgebracht
ist.
[0015] Im Hinblick auf einen möglichst großen Komfort ist dabei die Sitzachse zum einen
hinter der Neigungsachse, also in Richtung zur Rückenlehne orientiert. Weiterhin ist
die Sitzachse und/oder vorzugsweise auch die Neigungsachse, nahe an einer Körperdrehachse
angeordnet, die insbesondere durch das Hüftgelenk definiert wird. Hierdurch werden
Relatiwerschiebungen zwischen Körper und Sitz bzw. Rückenlehne bei einer Neigung möglichst
gering gehalten.
[0016] In zweckdienlicher Weiterbildung schließt sich an den Schulterbereich ein weiterer
oberer Lehnenbereich an, der zur Kopfabstützung dient und auch als Kopfbereich bezeichnet
werden kann. Auch dieser Lehnenbereich ist mit dem Schulterbereich verbunden, in zweckdienlicher
Ausgestaltung ebenfalls gelenkig. In weiterer Ausführungsvariante ist dabei vorgesehen,
dass auch der obere Lehnenbereich seitlich abschwenkbare Teilbereiche hat, die ebenfalls
mit den weiteren Seitenbereichen verbunden sind. Insgesamt ergibt sich dadurch eine
Zwangsführung und ein zwangsweises Vorklappen der Seitenbereiche nach vorne.
[0017] Der Schulterbereich ist entgegen einer Rückstellkraft am Lehnenträger um die Schulterachse
neigbar angeordnet. Dies wird vorzugsweise durch ein Federelement oder auch eine federelastische
Ausgestaltung der Gelenkverbindung zwischen Lehnenträger und Schulterbereich ausgebildet.
Vorzugsweise ist beispielsweise zwischen dem Lehnenträger und der Rückenlehne ein
Federelement angeordnet, welches eine Rückstellkraft auf den Schulterbereich ausübt.
Das Federelement ist dabei beispielsweise als ein zwischen Lehnenträger und Rückenlehne
eingespanntes elastisches Element, eine (Druck-)Feder oder durch integrale Ausbildung
in der Gelenkverbindung ausgebildet. Die Rückstellkraft ist zweckdienlicherweise einstellbar.
[0018] Die Rückenlehne ist gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsvariante gebildet durch
einen umlaufenden und mit einem Stoff, beispielsweise einem Netzstoff, bespannten
Rahmen. Dieser weist im Schulterbereich obere, seitliche Rahmenteile und im unteren
Lehnenbereich untere, seitliche Rahmenteile auf, wobei die Rahmenteile gelenkig miteinander
verbunden sind. Die oberen und unteren Rahmenteile sind dabei vorzugsweise winklig
zueinander angeordnet und zwar derart, dass im Lordosenbereich und damit insbesondere
im Bereich der Gelenkverbindung zwischen dem oberen Schulterbereich der Lehne und
dem unteren Lehnenbereich der Rahmen nach vorne zum Sitz ausgelenkt ist. In diesem
Auslenkbereich ist die Gelenkverbindung und damit die Lordosenachse ausgebildet. Üblicherweise
sind die seitlichen Rahmenteile dabei - in einer Rückansicht betrachtet - auch seitlich
nach außen winklig verlaufend ausgebildet.
[0019] Der Rahmen weist weiterhin eine untere sowie eine obere Querstrebe auf, die insbesondere
gebogen sind. Die obere Querstrebe ist dabei vorzugsweise mit dem Lehnenträger gelenkig
verbunden, so dass über diese Verbindung die Gelenkverbindung zwischen dem Schulterbereich
und dem Lehnenträger ausgebildet ist.
[0020] Die Querstreben sind dabei weiterhin in zweckdienlicher Ausgestaltung gelenkig und
zwar insbesondere um die bereits genannten Vertikalachsen mit dem oberen Rahmenteil
bzw. unteren Rahmenteil verbunden. Durch die gelenkige Anbindung der Querstreben wird
daher die Möglichkeit geschaffen, dass die seitlichen Rahmenteile bei einer Neigung
des Schulterbereichs nach innen einschwenken bzw. bei umgekehrtem Bewegungsablauf
wieder nach außen ausschwenken. Dieser Bewegungsablauf erfolgt dabei zwangsweise aufgrund
der bei der Neigungsverstellung auf den Rahmen einwirkenden Zwangskräfte. Diese führen
einerseits dazu, dass die seitlichen Rahmenteile zueinander abknicken können, so dass
der Lordosenbereich nach vorne ausgewölbt wird. Gleichzeitig führen sie dazu, dass
die beiden Rahmenteile gegenüber den Querstreben eingeschwenkt werden, dass sie also
aufeinander zu und zu einem Mittenbereich eingeschwenkt werden. Dadurch ergibt sich
die gewünschte Unterstützung im Lordosenbereich sowie die ergänzende seitliche Abstützung
in den Seitenbereichen.
[0021] Der Rahmen ist insbesondere lediglich randseitig umlaufend ausgebildet, weist daher
keine weiteren Stützstreben zum Abstützen des Körpers auf. Die Körperunterstützung
erfolgt ausschließlich durch die Stoffbespannung. Auch die Querstreben, insbesondere
die obere Querstrebe, sind nach hinten ausgebogen und stützen den Körper vorzugsweise
nicht ab.
[0022] Um gleichzeitig jedoch eine mechanisch zuverlässige Abstützung der Lordose im Lordosenbereich
zu gewährleisten, ist ergänzend eine Lordosenstütze angeordnet, die mit der unteren
Querstrebe verbunden ist. Sie ist dabei vorzugsweise mechanisch drehfest verbunden,
so dass die Lordosenstütze automatisch auch einer Bewegung der Querstrebe folgt. Aufgrund
des erforderlichen Längenausgleichs bei einem Ausknicken des Lordosenbereichs nach
vorne erfolgt üblicherweise automatisch eine Verdrehung des seitlichen unteren Rahmenteils.
An diesem ist die Querstrebe mechanisch fest verbunden, so dass die Winkelorientierung
des unteren Rahmenteils über die untere Querstrebe auf die Lordosenstütze übertragen
wird.
[0023] Um eine konstruktiv möglichst einfache Ausbildung der Gelenkverbindungen zwischen
den einzelnen Rahmenteilstücken, also zwischen den beiden seitlichen Rahmenteilen
sowie zwischen diesen und den Querstreben zu ermöglichen, sind zur Ausbildung dieser
Gelenkverbindungen bevorzugt jeweils Einkerbungen im Rahmen ausgebildet. Der Rahmen
ist dabei insgesamt als ein einstückiger Rahmen ausgebildet, beispielsweise als ein
gegossenes oder gespritztes Kunststoffteil. Der Rahmen ist daher in definierten Bereichen
durch Materialreduzierungen biegeelastisch ausgebildet.
[0024] In bevorzugter Weiterbildung ist ergänzend zum Schulterbereich noch ein oberes Lehnenteil
zur Kopfabstützung ausgebildet, welches durch einen zusätzlichen oberen Rahmen definiert
ist, der vorzugsweise ebenfalls einstückig mit dem restlichen Rahmen ausgebildet ist.
Dieser obere Rahmen nimmt die obere Querstrebe auf und seine seitlichen Rahmenteile
schließen sich an den seitlichen Rahmenteilen des Schulterbereichs an und zwar insbesondere
an den über die Vertikalachsen definierten Gelenkverbindungen.
[0025] Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsvariante weist die Rückenlehne mehrere
schwenkbeweglich miteinander befestigte Lehnenelemente auf, nämlich zumindest ein
Hauptlehnenelement, das den Schulterbereich definiert, sowie ein unteres Lehnenelement,
das am unteren Ende des Hauptlehnenelementes gelenkig befestigt ist und das den unteren
Lehnenbereich bildet. Die einzelnen Lehnenelemente sind dabei platten- oder schalenförmig
ausgebildet oder weisen solche auf. Bei dieser Ausführungsvariante ist daher die Rückenlehne
mosaikartig aus mehreren miteinander verbundenen, plattenartigen Lehnenelementen ausgebildet.
Zur Ausbildung der seitlichen Bereiche sind vorzugsweise am Hauptlehnenelement sowie
am unteren Lehnenelement jeweils seitliche Wangenelemente gelenkig befestigt. Diese
sind wiederum durch Platten oder Schalen gebildet bzw. weisen solche auf und sind
ebenfalls gelenkig aneinander angeordnet, so dass sich bei einer Neigung eine Zwangsführung
und Zwangsbewegung derart ergibt, dass die seitlichen Wangenelemente bei einer Neigung
um die Schulterachse nach vorne ausgelenkt werden.
[0026] Vorzugsweise sind ergänzend zur Kopfabstützung in der Mitte ein oberes Lehnenelement
und weiterhin vorzugsweise seitlich hierzu weitere Wangenelemente ausgebildet, die
gelenkig an dem oberen Lehnenelement und zugleich auch gelenkig an den Wangenelementen
des Schulterbereichs angebunden sind.
[0027] Um die gewünschte Zwangsführung in möglichst einfacher Weise zu ermöglichen, sind
dabei die einzelnen Lehnenelemente jeweils keil- oder trapezförmig ausgebildet, wobei
benachbarte Lehnenelemente in vorteilhafter Weise jeweils gestürzt zueinander angeordnet
sind. Sowohl der Schulterbereich als auch der untere Lehnenbereich wird daher jeweils
durch drei separate Lehnenelemente gebildet, die vorzugsweise jeweils trapezförmig
und zueinander gestürzt ausgebildet sind. Gleichzeitig sind auch die einander benachbarten
Trapezelemente zwischen Schulterbereich und unterem Lehnenbereich ebenfalls zueinander
gestürzt, so dass Langseiten bzw. Kurzseiten jeweils gegenüberliegend angeordnet sind.
Die trapezförmige Ausgestaltung ist dabei insbesondere derart gewählt, dass der Mittenbereich
zwischen den Wangenelementen im Bereich der Lordose verjüngt ist. Gleichzeitig sind
die Wangenelemente in diesem Bereich verbreitert.
[0028] Die aneinander anliegenden Kanten der Lehnenelemente definieren dabei jeweils die
Gelenkverbindungen. Aufgrund der etwa trapez- oder keilförmigen Ausgestaltung verlaufen
daher die Vertikalachsen zwischen den mittleren Lehnenelementen und den Wangenelementen
nicht exakt in vertikaler Richtung. Sofern vorliegend daher von Vertikalachse gesprochen
wird, so ist hierunter lediglich eine in etwa vertikale Orientierung zu verstehen,
bei der eine Abweichung von der exakt vertikalen Ausrichtung um beispielsweise +/-
30% ermöglicht ist. Das gilt für beide Ausführungsvarianten.
[0029] Die einzelnen Lehnenelemente sind zweckdienlicherweise an ihren aneinandergrenzenden
Seiten oder Kanten jeweils nach Art von Filmscharnieren gelenkig miteinander verbunden.
Hierzu sind in bevorzugter Ausgestaltung die Lehnenelemente gemäß einer ersten Variante
als einzelne separate Platten oder Schalen ausgebildet. Diese sind entweder durch
einen jeweils elastischen flächigen Gelenkstreifen, beispielsweise einen textilen
oder gummielastischen Stoff, miteinander verbunden. Alternativ sind sie in einem großflächigen,
insbesondere die gesamte Fläche der Lehnenelemente überdeckenden elastischen Bezug
(gepolsterter Bezug) eingesetzt. Dabei können in diesem Polsterbezug Taschen eingenäht
sein, in die die einzelnen plattenförmigen Lehnenelemente eingesteckt sind.
[0030] Alternativ sind mehrere der Lehnenelemente, insbesondere die gesamte Rückenlehne,
durch ein einstückiges Kunststoffteil (z.B. Spritzguss) ausgebildet. Die einzelnen
Lehnenelemente sind über Materialbrücken miteinander verbunden, d.h. durch Kerben
oder Materialverjüngungen im einstückigen Teil voneinander abgegrenzt. Diese Kerben
definieren zugleich nach Art von Filmscharnieren ausgebildete Gelenkverbindungen.
Diese einstückige Kunststoff-Rückenlehne ist dann üblicherweise noch mit einem Polster
bezogen.
[0031] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert.
Diese zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Vorderansicht eines Bürostuhls gemäß einer ersten Ausführungsvariante,
- Fig. 2
- eine Rückansicht des Bürostuhls gemäß Fig.1,
- Fig.3
- eine Seitenansicht des Bürostuhls gemäß Fig.1 bei normaler, aufrechter Position der
Rückenlehne,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des Bürostuhls gemäß Fig. 1 mit geneigter Rückenlehne,
- Fig. 5
- eine ausschnittsweise, perspektivische Seitenansicht eines Bürostuhls gemäß einer
zweiten Ausführungsvariante,
- Fig. 6
- eine perspektivische Seitenansicht des Bürostuhls gemäß Fig. 5, bei der lediglich
ein Schulterbereich der Rückenlehne etwas nach hinten geneigt ist,
- Fig. 7
- eine perspektivische Seitenansicht des Bürostuhls gemäß Fig. 5, wobei im Vergleich
zu der in Fig.5 dargestellten Situation die Rückenlehne insgesamt um eine Neigungsachse
nach hinten und ergänzend der Schulterbereich der Rückenlehne um eine Schulterachse
nach hinten geneigt ist,
- Fig. 8
- eine modifizierte Ausführungsvariante eines Bürostuhls in perspektivischer Seitenansicht,
bei dem ergänzend zu der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsvariante eine zusätzliche
Lordosenstütze angeordnet ist.
[0032] In den Figuren sind gleich wirkende Teile jeweils mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0033] Der in den Figuren dargestellte Büro-Drehstuhl weist bei beiden Ausführungsvarianten
jeweils eine Basisträgereinheit 2 auf, an der ein Sitz 4 sowie ein Lehnenträger 6
befestigt sind. Der Lehnenträger 6 ist um eine Neigungsachse A1 drehbar an der Basisträgereinheit
2 gelagert. Die Basisträgereinheit 2 nimmt eine hier nicht näher dargestellte Synchronmechanik
auf. Auch ist in ihr eine Mechanik zur Gewichtseinstellung enthalten. Diese kann als
eine automatische Gewichtseinstellung oder auch als eine manuell einstellbare Gewichtseinstellung
ausgebildet sein.
[0034] An dem Lehnenträger 6 ist eine Rückenlehne 8 befestigt, welche in mehrere Teilbereiche
unterteilt ist. So weist sie einen oberen Schulterbereich 10 sowie einen unteren Lehnenbereich
12 auf. An den oberen Schulterbereich 10 schließt sich in beiden Ausführungsbeispielen
noch ein oberer, einen Kopfbereich bildender Lehnenbereich 14 an.
[0035] Insgesamt weist die Rückenlehne 8 einen Mittenbereich 16 auf, an den sich seitlich
jeweils ein seitlicher Bereich 18 anschließt.
[0036] Der Schulterbereich 10 und der untere Lehnenbereich 12 grenzen in einem Lordosenbereich
20 aneinander an und sind hier über eine Gelenkverbindung gelenkig aneinander befestigt.
Sie können daher um eine gemeinsame Achse, nachfolgend als Lordosenachse A2 bezeichnet,
gegeneinander geneigt werden, so dass sich ihre Winkelorientierung zueinander ändert.
[0037] Der Schulterbereich 10 wiederum ist gelenkig mit dem Lehnenträger 6 über eine weitere
Gelenkverbindung verbunden, welche eine Neigung des Schulterbereichs 10 um eine horizontale
Achse, nachfolgend als Schulterachse A3 bezeichnet, ermöglicht. Ergänzend sind seitliche,
im Wesentlichen vertikal verlaufende Vertikalachsen, nämlich eine obere Vertikalachse
B2 im Schulterbereich 10 sowie eine untere Vertikalachse B2 im unteren Lehnenbereich
12, ausgebildet. Die Vertikalachsen B1,B2 ermöglichen ein Einschwenken der seitlichen
Bereiche 18 nach vorne in Richtung zum Sitz 4.
[0038] In beiden Ausführungsbeispielen ist die Rückenlehne 8 direkt mechanisch mit dem Sitz
4 verbunden. Zusätzlich zu der mittelbaren Verbindung über den Lehnenträger 6 und
die Basisträgereinheit 2 ist daher eine direkte Verbindung zwischen der Rückenlehne
8 und dem Sitz 4 ausgebildet. Hierzu weist der Sitz 4 ein rückwärtiges, plattenförmiges
Sitzteil 22 auf, welches mechanisch mit dem unteren Lehnenbereich 12 verbunden ist.
Die Verbindung erfolgt dabei insbesondere über eine gelenkige Verbindung, wobei zumindest
eine gewisse Schwenkbeweglichkeit um eine Verbindungsachse A4 ermöglicht ist. Das
rückwärtige Sitzteil 22 selbst ist über eine weitere gelenkige Verbindung um eine
Sitzachse A5 schwenkbar an einem vorderen Sitzteil 24 befestigt. Die beiden Sitzteile
22,24 sind dabei platten- oder schalenförmig ausgebildet und bilden insbesondere einen
zweiteiligen Sitzträger aus, der letztendlich die Polsterung trägt.
[0039] Mit Hilfe eines zwischen dem Lehnenträger 6 und der Rückenlehne 8 wirksamen Federelement
26 (vgl. hierzu Fig. 3 und 4) wird eine Rückstellkraft auf den Schulterbereich 10
im Hinblick auf dessen Neigungsverstellung um die Schulterachse A3 ausgeübt.
[0040] Bei den in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Rückenlehne
8 über mehrere platten- oder schalenförmige Lehnenelemente gebildet, nämlich ein Hauptlehnenelement
28, welches den Mittenbereich des Schulterbereichs 10 bildet, ein unteres Lehnenelement
30, welches den mittleren unteren Lehnenbereich 12 bildet, ein oberes Lehnenelement
32, welches den mittleren oberen Lehnenbereich 14 bildet. Diese drei Lehnenelemente
28,30,32 sind jeweils über horizontal verlaufende Gelenkverbindungen miteinander verbunden.
Das Hauptlehnenelement 28 und das untere Lehnenelement 30 sind gelenkig um die Lordosenachse
A2 miteinander verbunden. Das obere Lehnenelement 32 ist mit dem Hauptlehnenelement
28 um eine Kopfachse A6 neigbar mit dem Hauptlehnenelement 28 verbunden.
[0041] An jedes dieser Lehnenelemente 28 bis 32 schließt sich ein seitliches Wangenelement
34 an. Diese sind mit benachbarten Wangenelementen 34 jeweils gelenkig verbunden.
Wie insbesondere aus den Seitendarstellungen der Fig. 3 und 4 hervorgeht, erstrecken
sich die Wangenelemente 34 seitlich nach vorne in Richtung zum Sitz 4, sind daher
winklig zu den Lehnenelementen 28 bis 32 des Mittenbereichs 16 orientiert.
[0042] Die einzelnen Lehnenelemente 28 bis 34 weisen jeweils eine trapez- bzw. keil- oder
dreieckförmige Grundfläche auf, so dass sie sich von einer Langseite zu einer Kurzseite
verjüngen bzw. spitz zulaufen. Die einzelnen Lehnenelemente 28 bis 34 sind jeweils
gestürzt zueinander angeordnet, so dass also - in Vertikalrichtung betrachtet - einander
benachbarte Lehnenelemente 28 bis 34 jeweils an ihren Langseiten bzw. Kurzseiten aneinander
anliegen. Dadurch ist im Lordosenbereich 20 eine Taille ausgebildet. Gleichzeitig
sind die Wangenelemente 34 hier seitlich nach vorne gezogen.
[0043] Die Funktionsweise des Stuhls gemäß der ersten Ausführungsvariante nach den Fig.
1 bis 4 ist wie folgt:
Bei einer Neigung des Schulterbereichs 10 nach hinten (ausschließlich) um die Schulterachse
A3 wird aufgrund der gelenkigen Verbindung zum unteren Lehnenbereich 12 dieser zum
einen etwas nach oben gezogen und gleichzeitig auch nach vorne in Richtung zum Sitz
6 ausgelenkt, wodurch eine gewünschte Unterstützung im Lordosenbereich 20 erzielt
ist. Gleichzeitig erfolgt aufgrund der mechanischen Ankopplung der Wangenelemente
34 und insbesondere auch aufgrund der speziellen trapezförmigen Geometrie der einzelnen
Elemente 28 bis 34 ein Einklappen der Wangenelemente 34 nach vorne in Richtung zum
Sitz, so dass zusätzlich auch eine verbesserte Umfassung des Oberkörpers und damit
eine bessere seitliche Führung erfolgt. Aufgrund der Auswölbung der Rückenlehne 8
im Lordosenbereich 20 nach vorne ist ein Längenausgleich im Bereich des unteren Lehnenbereichs
12 erforderlich.
[0044] Dieser erfolgt durch die gelenkige Anbindung des unteren Lehnenbereichs 12 mit dem
rückwärtigen Sitzteil 22 und dessen gelenkiger Anbindung an den vorderen Sitzteil
24. Der rückwärtige Sitzteil 22 wird im Verbindungsbereich zum unteren Lehnenbereich
12, also im Bereich der Verbindungsachse A4, bei einer Neigung des Schulterbereichs
10 nach hinten in etwa in vertikaler Richtung nach oben gezogen. Gleichzeitig erfolgt
eine Schwenkbewegung des rückwärtigen Sitzteils 22 gegenüber dem vorderen Sitzteil
24. Der rückwärtige Sitzteil 22 wird daher schräg nach oben nachgeführt, sobald eine
Neigung des Schulterbereichs 10 um die Schulterachse A3 erfolgt. Die Schulterachse
A3 ist dabei allgemein etwa im oberen Drittel des Schulterbereichs ausgebildet.
[0045] Üblicherweise erfolgt eine Neigungsverstellung des Schulterbereichs 10 gleichzeitig
mit einer Neigungsstellung der gesamten Rückenlehne 8 gegenüber der Basisträgereinheit
2, also bei einer Neigung des Lehnenträgers 6 um die Neigungsachse A1. Eine solche
kombinierte Neigung in Fig. 4 im Vergleich zu Fig. 3 dargestellt. Ausgehend von der
in Fig. 3 dargestellten Ausgangsposition mit dem Lehnenträger 6 in einer aufrechten
Grundposition, erfolgen bei einer Neigungsverstellung die in der Fig. 4 durch die
Pfeile 36 angedeuteten Drehbewegungen der einzelnen Elemente um die jeweiligen Achsen
A1 bis A6.
[0046] Aufgrund der Neigung der Rückenlehne 8 um die Neigungsachse A1 wird der Schulterbereich
10 an der Schulterachse A3 schräg nach hinten gezogen. Dadurch erfolgt im Vergleich
zu der in Fig. 3 dargestellten Ausgangssituation eine Streckung der Rückenlehne, so
dass also der Schulterbereich 10 um die Schulterachse A3 sich nach vorne in Richtung
zum Sitz 4 neigt, wodurch der Winkel zwischen dem Schulterbereich und dem unteren
Lehnenbereich 12 vergrößert wird. Dadurch wird insgesamt das rückwärtige Sitzteil
22 nach unten in Richtung zum Lehnenträger 6 gezogen. Der Winkel zwischen dem rückwärtigen
Sitzteil 22 und dem unteren Lehnenbereich 12, welcher bei der in der Fig. 3 dargestellten
Ausgangssituation nahezu rechtwinklig ist, wird etwas verringert.
[0047] Insgesamt ist daher durch die einzelnen Achsen A1 bis A6 eine miteinander verbundene
Gelenk- oder Gliederkette ausgebildet, welche bei einer Neigungsverstellung zu einer
gewünschten zwangsweisen Anpassung der Kontur der Rückenlehne 8 führt.
[0048] Durch die Streckung der Rückenlehne, bei der also der Lordosenbereich 20 nach hinten
in Richtung zum Lehnenträger 6 versetzt wird, wird gleichzeitig ein Zwangsausgleich
in den seitlichen Bereichen 8 herbeigeführt, so dass die einzelnen Wangenelemente
34 um die Vertikalachsen B1,B2 und ergänzend auch um eine dritte Vertikalachse B3
im oberen Lehnenbereich 14 nach vorne einklappen.
[0049] Bei einer Rückführung der Rückenlehne 8 in die aufrechte Sitzposition erfolgt der
Bewegungsablauf in umgekehrter Reihenfolge. Die Federkraft des Federelements 26 ist
dabei derart orientiert, dass sie einer Streckung der Rückenlehne 8 beim Übergang
von der aufrechten Position in die in Fig. 4 dargestellte geneigte Position entgegen
wirkt.
[0050] Beim zweiten in den Fig. 5 bis 8 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Funktionsweise
grundsätzlich die gleiche. Auch hier ist daher eine Gelenkkette oder Gliederkette
ausgebildet, die zu einer Zwangsführung und Zwangsanpassung der Kontur der Rückenlehne
bei einer Neigung führt. Allerdings sind hier keine einzelnen Lehnenelemente 28 bis
34 ausgebildet. Die Rückenlehne 8 besteht vielmehr aus einem Rahmen 38, welcher gebildet
ist durch untere Rahmenteile 40 im unteren Lehnenbereich 12, obere Rahmenteile 42
im Schulterbereich 10, einer unteren Querstrebe 44 sowie einer oberen Querstrebe 46.
Im Ausführungsbeispiel bildet die obere Querstrebe 46 zugleich eine untere Querstrebe
eines Kopfrahmens 48 im Bereich des oberen Lehnenbereichs 14. Der Kopfrahmen 48 weist
in Fortführung der oberen Rahmenteile 42 gegenüberliegende Seitenteile 50 sowie eine
weitere, oberste Querstrebe 52 auf. Insbesondere die obere Querstrebe 46 und die weitere,
oberste Querstrebe 52 sind hierbei nach hinten ausgewölbt ausgebildet. Die Rahmenteile
40,42 sind - von der Seite betrachtet - winklig zueinander angeordnet, so dass der
Lordosenbereich 20 nach vorne ausgewölbt ist.
[0051] Der Rahmen 38 ist insgesamt mit einem Stoff 54 bespannt. Zur Ausbildung der Lordosenachse
A2 sind im Rahmen 38 Einkerbungen, also Materialverjüngungen 56, ausgebildet. Zur
Ausbildung der beiden Vertikalachsen B1,B2 sind entsprechende, vertikal orientierte
Einkerbungen 56 beim Übergang des oberen Rahmenteils 42 zur oberen Querstrebe 46 und
des unteren Rahmenteils 40 zur unteren Querstrebe 44 ausgebildet.
[0052] Die obere Querstrebe 46 ist mit einem stirnendseitigen Ende des Lehnenträgers 6 verbunden,
wobei an dieser Verbindungsstelle eine Schwenkbewegung zwischen der oberen Querstrebe
46 und dem Lehnenträger 6 ermöglicht ist, wodurch die Schulterachse A3 definiert ist.
[0053] Bei der Ausführungsvariante der Fig. 8 ist ergänzend noch eine Lordosenstütze 58
angeordnet, welche über einen Haltesteg mit der unteren Querstrebe 44 drehfest verbunden
ist.
[0054] Die Fig. 5 zeigt die unbelastete Ausgangsposition mit aufrechter Rückenlehne 8. Ausgehend
von dieser unbelasteten Ausgangsstellung zeigt Fig. 6 eine Stellung, bei der ausschließlich
eine Neigung des Schulterbereichs 10 um die Schulterachse A3 erfolgt (keine Neigung
um die Neigungsachse A1). D.h. der Kopfrahmen 48 hat sich nach hinten geneigt und
befindet sich nunmehr in einer in etwa aufrechten Position, nachdem zuvor der Kopfrahmen
48 nach vorne geneigt war. Der Stoff 54 wird daher insgesamt etwas nach oben gezogen.
Der erforderliche Längenausgleich erfolgt über das rückwärtige Sitzteil 22, welches
um die Sitzachse A5 nach oben gezogen wird. Gleichzeitig kann hierbei eine Veränderung
der Winkellage zwischen dem rückwärtigen Sitzteil 22 und dem unteren Lehnenteil 12
erfolgen, die um die Verbindungsachse A4 vorzugsweise elastisch aneinander gehalten
sind. Im Ausführungsbeispiel erfolgt bei dieser dargestellten Bewegung ausgehend von
der Fig. 5 hin zu der Fig. 6 keine Veränderung der Winkelposition zwischen den beiden
Rahmenteilen 40,42. Es folgt also hier noch keine Drehung um die Lordosenachse A2.
[0055] Die Fig. 7 zeigt schließlich eine überlagerte kombinierte Neigungsverstellung, bei
der sowohl der Schulterbereich 10 - wie in Fig. 6 - um die Schulterachse A3 nach hinten
geneigt wird und zugleich auch insgesamt die Rückenlehne 8 um die Neigungsachse A1
nach hinten geneigt wird. Ähnlich wie bei der Situation bei der ersten Ausführungsvariante
gemäß Fig. 4 erfolgt hierbei ein Strecken der Rückenlehne 8 nach unten, wobei das
rückwärtige Sitzteil 22 im Vergleich zu der in Fig. 5 dargestellten Ausgangssituation
nach unten abschwenkt. Gleichzeitig neigt sich der Schulterbereich 10 nach hinten.
Diese Streckung führt insgesamt dazu, dass die seitlichen Rahmenteile 40,42 nach innen
um die Vertikalachsen B1,B2 einschwenken und eine bessere seitliche Führung zur Verfügung
herstellen.
[0056] Bei der Ausführungsvariante gemäß der Fig. 8 wird die Lordose im Lordosenbereich
20 ergänzend noch durch die Lordosenstütze 58 unterstützt.
Bezugszeichenliste
| 2 |
Basisträgereinheit |
A1 |
Neigungsachse |
| 4 |
Sitz |
A2 |
Lordosenachse |
| 6 |
Lehnenträger |
A3 |
Schulterachse |
| 8 |
Rückenlehne |
A4 |
Verbindungsachse |
| 10 |
oberer Schulterbereich |
A5 |
Sitzachse |
| 12 |
unterer Lehnenbereich |
A6 |
Kopfachse |
| 14 |
oberer Lehnenbereich |
B1 |
obere Vertikalachse |
| 16 |
Mittenbereich |
B2 |
untere Vertikalachse |
| 18 |
seitlicher Bereich |
|
|
| 20 |
Lordosenbereich |
|
|
| 22 |
rückwärtiger Sitzteil |
|
|
| 24 |
vorderer Sitzteil |
|
|
| 26 |
Federelement |
|
|
| 28 |
Hauptlehnenelement |
|
|
| 30 |
unteres Lehnenelement |
|
|
| 32 |
oberes Lehnenelement |
|
|
| 34 |
Wangenelement |
|
|
| 36 |
Pfeil |
|
|
| 38 |
Rahmen |
|
|
| 40 |
unterer Rahmenteil |
|
|
| 42 |
oberer Rahmenteil |
|
|
| 44 |
untere Querstrebe |
|
|
| 46 |
obere Querstrebe |
|
|
| 48 |
Kopfrahmen |
|
|
| 50 |
Seitenteil |
|
|
| 52 |
weitere Querstrebe |
|
|
| 54 |
Stoff |
|
|
| 56 |
Einkerbungen |
|
|
| 58 |
Lordosenstütze |
|
|
1. Stuhl, insbesondere Bürostuhl, mit einem auf einer Basisträgereinheit (2) befestigten
Sitz (6), mit einer Rückenlehne (8), die einen unteren Lehnenbereich (12) sowie einen
oberen Schulterbereich (10) aufweist und die an einem Lehnenträger (6) befestigt ist,
der an der Basisträgereinheit (2) um eine Neigungsachse (A1) drehbeweglich gelagert
ist, wobei der Schulterbereich (10) um eine Schulterachse (A3) neigbar mit dem Lehnenträger
(6) sowie in einem Lordosenbereich (20) gelenkig mit dem unteren Lehnenbereich (12)
verbunden ist und dass der untere Lehnenbereich (12) weiterhin an einem Stuhlelement
(22) geführt ist, derart dass bei einer Neigung des Schulterbereichs (10) um die Schulterachse
(A3) eine Änderung der Winkelorientierung des Schulterbereichs (10) gegenüber dem
unteren Lehnenbereich (12) ermöglicht ist, wobei der untere Lehnenbereich (12) gelenkig
mit dem Sitz (6) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rückenlehne (8) einen Mittenbereich (16) sowie angrenzend hieran seitliche Bereiche
(18) aufweist, die zur seitlichen Führung nach vorne gerichtet sind, wobei die Orientierung
der seitlichen Bereiche (18) in Relation zum Mittenbereich (16) bei einer Neigung
des Schulterbereichs zwangsgeführt verändert wird, und dadurch, dass die seitlichen
Bereiche (18) um Vertikalachsen (B1, B2) gegenüber dem Mittenbereich (16) verschwenkbar
sind.
2. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sitz (6) ein rückwärtiges Sitzteil (22) aufweist, das gelenkig an einem vorderen
Sitzteil (24) befestigt ist.
3. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich an den Schulterbereich (10) ein oberer Lehnenbereich (14) zur Kopfabstützung
anschließt, der insbesondere gelenkig mit dem Schulterbereich (10) verbunden ist.
4. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein zwischen dem Lehnenträger (6) und der Rückenlehne (8) wirksames Federelement
(26) angeordnet ist, das eine Rückstellkraft auf den Schulterbereich (10) in Bezug
auf dessen gelenkiger Anbindung an den Lehnenträger (6) ausübt.
5. Stuhl nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rückenlehne (8) einen umlaufenden und mit einem Stoff (54) bespannten Rahmen
(38) aufweist, der im Schulterbereich (10) obere Rahmenteile (42) und im unteren Lehnenbereich
(12) untere Rahmenteile (44) aufweist.
6. Stuhl nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (38) eine untere Querstrebe (44) sowie eine obere Querstrebe (46) aufweist
und die obere Querstrebe (46) mit dem Lehnenträger (6) gelenkig verbunden ist.
7. Stuhl nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (38) eine obere sowie eine untere Querstrebe (44, 46) aufweist, die jeweils
gelenkig mit dem oberen Rahmenteil (42) bzw. unteren Rahmenteil (40) verbunden sind
derart, dass bei einer Neigung des Schulterbereichs (10) um die Schulterachse (A3)
die Rahmenteile (40, 42) nach innen einschwenken bzw. nach außen ausschwenken.
8. Stuhl nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Lordosenstütze (58) angeordnet ist, die vorzugsweise mit der unteren Querstrebe
(44) mechanisch drehfest verbunden ist.
9. Stuhl nach einem der Ansprüche 5 bis 8 ,
dadurch gekennzeichnet,
dass die gelenkigen Verbindungen der verschiedenen Rahmenteilstücke (40-46) über Einkerbungen
(56) verwirklicht sind.
10. Stuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rückenlehne (8) mehrere schwenkbeweglich aneinander befestigte Lehnenelemente
(28-34) aufweist, nämlich zumindest ein Hauptlehnenelement (28), das den Schulterbereich
(10) definiert, sowie ein unteres Lehnenelement (30), das am unteren Ende des Hauptlehnenelementes
(28) gelenkig befestigt ist und das den unteren Lehnenbereich (12) bildet.
11. Stuhl nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Hauptlehnenelement (28) sowie am unteren Lehnenelement (30) jeweils seitlich Wangenelemente
(34) gelenkig befestigt sind, wobei die Wangenelemente (34) untereinander ebenfalls
gelenkig aneinander befestigt sind.
12. Stuhl nach einem der Ansprüche 10 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lehenelemente (28-34) jeweils eine keil- oder trapezförmige Fläche aufweisen
und benachbarte Lehnenelemente (28-34) jeweils gestürzt zueinander angeordnet sind.
13. Stuhl nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lehnenelemente (28-34) nach Art von Filmscharnieren gelenkig miteinander verbunden
sind.
14. Stuhl nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Lehnenelemente (28-34) durch ein einstückiges Teil gebildet sind, wobei die
einzelnen Lehnenelemente (28-34) durch als Materialbrücken ausgebildete Filmscharniere
miteinander verbunden sind oder dass die Lehnenelemente (28-34) als separate Platten
ausgebildet sind, die wahlweise durch einen elastischen Gelenkstreifen oder durch
einen großflächigen, insbesondere die gesamte Fläche der Lehnenelemente überdeckenden
elastischen Bezug miteinander verbunden sind.
1. Chair, in particular office chair, with a seat (6) fastened to a base support unit
(2), with a backrest (8), which has a lower backrest region (12) and an upper shoulder
region (10) and which is fastened to a backrest support (6), which is rotatably mounted
on the base support unit (2) about an inclination axis (A1), wherein
the shoulder region (10) is connected to the backrest support (6) in an inclinable
manner about a shoulder axis (A3) and is also hinged to the lower backrest region
(12) in a lumbar region (20) and that the lower backrest region (12) is further guided
on a chair element (22), in such a way that a change of the angular orientation of
the shoulder region (10) relative to the lower backrest region (12) is allowed while
the shoulder region (10) is inclined about the shoulder axis (A3), wherein the lower
backrest region (12) is hinged to the seat (6),
characterised in that
the backrest (8) has a middle region (16) and also, adjacent to this, lateral regions
(18), which are directed forwards for lateral guidance, wherein the orientation of
the lateral regions (18) in relation to the middle region (16) is changed in a positively
guided manner while the shoulder region is inclined, and characterised in that the lateral regions (18) are swivellable about vertical axes (B1, B2) in relation
to the middle region (16).
2. Chair according to one of the preceding claims, characterised in that the seat (6) has a rear seat part (22), which is hinged to a front seat part (24).
3. Chair according to one of the preceding claims, characterised in that an upper backrest region (14) to support the head adjoins the shoulder region (10),
whereby the upper backrest region is connected more particularly in a hinged manner
to the shoulder region (10).
4. Chair according to one of the preceding claims, characterised in that there is disposed between the backrest support (6) and the backrest (8) an effective
spring element (26), which exerts a restoring force onto the shoulder region (10)
in relation to its hinged connection on the backrest support (6).
5. Chair according to one of the preceding claims, characterised in that the backrest (8) has a frame (38) around it that is covered with a material (54),
said frame has upper frame parts (42) in the shoulder region (10) and lower frame
parts (44) in the lower backrest region (12).
6. Chair according to claim 5, characterised in that the frame (38) has a lower cross-member (44) and an upper cross-member (46), where
the upper cross-member (46) is hinged to the backrest support (6).
7. Chair according to claim 5 or 6, characterised in that the frame (38) has an upper and a lower cross-member (44, 46), each of which is hinged
to either the upper frame part (42) or the lower frame part (40) in such a way that
the frame parts (40, 42) swivel inwards or outwards, respectively, when the shoulder
region (10) is inclined about the shoulder axis (A3).
8. Chair according to one of claims 5 to 7, characterised in that a lumbar support (58) is disposed, which is preferably connected with the lower cross-member
(44) in such a way that it is mechanically unable to rotate.
9. Chair according to one of claims 5 to 8, characterised in that the hinged connections of the various parts of the frame (40-46) are achieved by
way of notches (56).
10. Chair according to one of claims 1 to 4, characterised in that the backrest (8) has multiple backrest elements that are pivotably fastened to each
other (28-34), namely at least a main backrest element (28), which defines the shoulder
region (10), and a lower backrest element (30), which is pivotably fastened on the
lower end of the main backrest element (28) and which forms the lower backrest region
(12).
11. Chair according to claim 10, characterised in that cheek elements (34) are pivotably fastened on the sides of the main backrest element
(28) and also of the lower backrest element (30), wherein the cheek elements (34)
are likewise pivotably fastened to each other.
12. Chair according to one of claims 10 to 11, characterised in that the backrest elements (28-34) each have a wedge-shaped or trapezium-shaped area and
the neighbouring backrest elements (28-34) are each disposed in alternate directions.
13. Chair according to one of claims 10 to 12, characterised in that the backrest elements (28-34) are connected pivotably with each other in the manner
of living hinges.
14. Chair according to one of claims 10 to 13, characterised in that multiple backrest elements (28-34) are formed by means of a one-piece part, wherein
the individual backrest elements (28-34) are connected with each other by means of
living hinges formed as material bridges or that the backrest elements (28-34) are
formed as separate plates, which are connected with each other optionally by means
of an elastic hinge strip or by means of an extensive elastic cover, more particularly
one covering the entire area of the backrest elements.
1. Chaise, en particulier chaise de bureau, avec un siège (6) fixé sur une unité porteuse
de base (2) et avec un dossier (8), qui comporte une zone de dos inférieure (12) et
une zone d'épaules supérieure (10) et qui est fixé à un support de dossier (6) qui
est logé, mobile en rotation autour d'un axe d'inclinaison (A1), sur l'unité porteuse
de base (2), dans laquelle
la zone d'épaules (10) est reliée, inclinable autour d'un axe d'épaules (A3), au support
de dossier (6) ainsi que dans une zone de lordose (20) de manière articulée à la zone
de dos inférieure (12) et dans laquelle la zone de dos inférieure (12) est aussi guidée
sur un élément de chaise (22) de telle sorte que, lors d'une inclinaison de la zone
d'épaules (10) autour de l'axe d'épaules (A3), une modification de l'orientation angulaire
de la zone d'épaules (10) par rapport à la zone de dos inférieure (12) soit possible,
la zone de dos inférieure (12) étant reliée de manière articulée au siège (6),
caractérisée en ce que
le dossier (8) comporte une zone médiane (16) ainsi que des zones latérales (18) adjacentes
à celle-ci, qui sont dirigées vers l'avant à des fins de guidage latéral, l'orientation
des zones latérales (18) étant modifiée à force en relation avec la zone médiane (16)
lors d'une inclinaison de la zone d'épaules, et en ce que les zones latérales (18) peuvent pivoter autour d'axes verticaux (B1, B2) par rapport
à la zone médiane (16).
2. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le siège (6) comporte une partie de siège arrière (22) qui est fixée de manière articulée
à une partie de siège avant (24).
3. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que se raccorde à la zone d'épaules (10) pour le soutien de la tête une zone de dos supérieure
(14) qui est reliée notamment de manière articulée à la zone d'épaules (10).
4. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un élément formant ressort (26) agissant entre le support de dossier (6) et le dossier
(8) est agencé, lequel élément formant ressort exerce une force de rappel sur la zone
d'épaules (10) en rapport avec sa liaison articulée avec le support de dossier (6).
5. Chaise selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dossier (8) comporte un cadre périphérique (38) qui est tendu d'un tissu (54)
et qui comporte des parties de cadre supérieures (42) dans la zone d'épaules (10)
et des parties de cadre inférieures (44) dans la zone de dos inférieure (12).
6. Chaise selon la revendication 5, caractérisée en ce que le cadre (38) comporte une traverse inférieure (44) et une traverse supérieure (46)
et en ce que la traverse supérieure (46) est reliée de manière articulée au support de dossier
(6).
7. Chaise selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que le cadre (38) comporte une traverse supérieure et une traverse inférieure (44, 46)
qui sont reliées à chaque fois de manière articulée à la partie de cadre supérieure
(42), respectivement à la partie de cadre inférieure (40) de telle sorte que, lors
d'une inclinaison de la zone d'épaules (10) autour de l'axe d'épaules (A3), les parties
de cadre (40, 42) pivotent vers l'intérieur, respectivement vers l'extérieur.
8. Chaise selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisée en ce qu'un soutien de lordose (58) y est agencé, qui est relié de préférence mécaniquement
solidaire en rotation avec la traverse inférieure (44).
9. Chaise selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisée en ce que les liaisons articulées des différentes pièces de parties de cadre (40 - 46) sont
réalisées par l'intermédiaire d'encoches (56).
10. Chaise selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le dossier (8) comporte plusieurs éléments de dossier (28 - 34) fixés les uns aux
autres de manière à pouvoir pivoter, à savoir au moins un élément de dossier principal
(28), qui définit la zone d'épaules (10), ainsi qu'un élément de dossier inférieur
(30), qui est fixé de manière articulée à l'extrémité inférieure de l'élément de dossier
principal (28) et qui forme la zone de dos inférieure (12).
11. Chaise selon la revendication 10, caractérisée en ce que des éléments formant joues (34) sont fixés de manière articulée, à chaque fois latéralement,
sur l'élément de dossier principal (28) et sur l'élément de dossier inférieur (30),
les éléments formant joues (34) étant également fixés les uns aux autres de manière
articulée l'un en dessous de l'autre.
12. Chaise selon l'une quelconque des revendications 10 à 11, caractérisée en ce que les éléments de dossier (28 - 34) ont chacun une surface en forme de coin ou de trapèze
et en ce que des éléments de dossier voisins (28 - 34) sont agencés à chaque fois de manière renversée
les uns par rapport aux autres.
13. Chaise selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, caractérisée en ce que les éléments de dossier (28 - 34) sont reliés les uns aux autres de façon articulée
à la manière de charnières à film.
14. Chaise selon l'une quelconque des revendications 10 à 13, caractérisée en ce que plusieurs éléments de dossier (28 - 34) sont formés par une partie constituée d'une
seule pièce, les éléments de dossier (28 - 34) individuels étant reliés les uns aux
autres par des charnières à film conçues sous la forme de ponts de matière, ou en ce que les éléments de dossier (28 - 34) sont conçus comme des plaques séparées qui sont
reliées les unes aux autres au choix par une bande élastique d'articulation ou par
un revêtement élastique de grande surface, recouvrant notamment toute la surface des
éléments de dossier.